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DE1137051B - Verfahren zur selbstaendigen, kurzfristigen Umwandlung von OEdland in Humus- oder Kulturboeden - Google Patents

Verfahren zur selbstaendigen, kurzfristigen Umwandlung von OEdland in Humus- oder Kulturboeden

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Publication number
DE1137051B
DE1137051B DET15912A DET0015912A DE1137051B DE 1137051 B DE1137051 B DE 1137051B DE T15912 A DET15912 A DE T15912A DE T0015912 A DET0015912 A DE T0015912A DE 1137051 B DE1137051 B DE 1137051B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
humus
organic waste
waste
wasteland
independent
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DET15912A
Other languages
English (en)
Inventor
Richard Titze
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Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DET15912A priority Critical patent/DE1137051B/de
Publication of DE1137051B publication Critical patent/DE1137051B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05FORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C, e.g. FERTILISERS FROM WASTE OR REFUSE
    • C05F17/00Preparation of fertilisers characterised by biological or biochemical treatment steps, e.g. composting or fermentation
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05FORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C, e.g. FERTILISERS FROM WASTE OR REFUSE
    • C05F3/00Fertilisers from human or animal excrements, e.g. manure
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02ATECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
    • Y02A40/00Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production
    • Y02A40/10Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production in agriculture
    • Y02A40/20Fertilizers of biological origin, e.g. guano or fertilizers made from animal corpses
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P20/00Technologies relating to chemical industry
    • Y02P20/141Feedstock
    • Y02P20/145Feedstock the feedstock being materials of biological origin
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02WCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO WASTEWATER TREATMENT OR WASTE MANAGEMENT
    • Y02W30/00Technologies for solid waste management
    • Y02W30/40Bio-organic fraction processing; Production of fertilisers from the organic fraction of waste or refuse

Landscapes

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  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Molecular Biology (AREA)
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  • Cultivation Of Plants (AREA)

Description

  • Verfahren zur selbständigen, kurzfristigen Umwandlung von ödland in Humus-oder Kulturböden Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren, aus Ödland in kürzester Frist unter geringstem Aufwand an Zeit und Arbeit Humus- oder Kulturböden zu gewinnen.
  • In der freien Natur findet ein solcher Umwandlungsprozeß ohne jedes menschliche Zutun laufend statt. Die Dauer solcher Umwandlungsprozesse zieht sich aber in der Regel über Jahrzehnte und Jahrhunderte hin, so daß sie von der menschlichen Gesellschaft und insbesondere von der jeweils lebenden Generation im Hinblick auf deren verhältnismäßig kurze Lebensdauer praktisch nicht wahrgenommen werden und keine größere Bedeutung haben. Das gilt insbesondere für die Entstehung von Humusböden aus zunächst unfruchtbarem Gestein und völlig unfruchtbaren Landflächen. Für diese Prozesse sind dabei nicht nur das Klima und die täglich wechselnde Witterung sowie gewisse Feuchtigkeitsmengen, sondern auch Flora und Fauna von wesentlicher Bedeutung; Mikroben im Boden und in der Atmosphäre spielen dabei eine nicht unbedeutende Rolle, um anorganische in organische Bestandteile umzuwandeln und umgekehrt.
  • Solche Umwandlungsprozesse sind aber auch mit Resten pflanzlicher oder tierischer Substanz, die als Industrie- oder Haushaltabfälle vielfach unbenutzt beseitigt werden, zu erzielen. Bisher sind in der Regel solche Abfallstoffe unter hohem Transportaufwand abseits menschlicher Siedlungen gebracht und in besonders dafür angelegten Gruben aufgestapelt oder gar zur Auffüllung von Gelände verwendet worden, wo diese wertvollen Abfallstoffe ungenutzt der Verrottung anheimfielen.
  • Außer Abfallstoffen tierischer und pflanzlicher Herkunft, vorzugsweise Unkrautmassen, kommen aber auch noch in Betracht Laubabfälle, Schilf- und Waldgrasrückstände, Abfälle der Straßenreinigung usw.
  • Es sind schon verschiedene Verfahren zur Behandlung landwirtschaftlicher Kulturböden und Förderung des Kulturpflanzenwachstums bekanntgeworden. Ein solches Verfahren verwendet zwar auch schon düngende, nährstoffhaltige Zusätze für den Boden, indes auch solche zur Bekämpfung von Unkraut, Insekten, Pilzen usw. und benutzt eine poröse Kunstharzschaumschicht über dem Boden, die in einigen Millimetern Dicke auf zu schützende Landflächen versprüht und danach festgewalzt wird. Eine Änderung vorhandener Wachstumsverhältnisse sowie der Bodenstruktur ist nicht beabsichtigt, einer Bodenverkrustung soll vorgebeugt werden. Mit der Umwandlung von Ödland in Humus- oder Kulturböden unter Beseitigung und Verwertung vorhandener Unkrautmassen, hat dieses Verfahren nichts zu tun. Es kann damit allenfalls ein Sprossen neuer Unkräuter beeinträchtigt werden. Ein anderes bekanntes Verfahren betrifft die Verteilung und Vermischung von Klärschlamm, Torfmull, Stallmist usw. in vorher ausgehobenem, etwa 50 cm tiefen Geländeboden und Vermischung mit diesem. Gegebenenfalls soll noch eine Lehmschicht zur Abdichtung vorgesehen werden. Ein solches Verfahren ist sehr aufwendig und hat ebenfalls mit der Gewinnung von Humus- oder Kulturböden aus an Ort und Stelle anfallenden Unkrautpflanzen usw. nichts zu tun. Auch Verfahren zur Verwendung von Nadelholzspreu für Saatbeete von Nadelholzpflanzen-Kulturen sind bekannt, die mit Abdeckungen gegen Sonnenschein und regelmäßigem Besprühen mitWasser arbeiten. Schließlich Verinischung mit diesem. Gegebenenfalls soll noch Walzen biegsam gemachtem Torfmull bekannt, mit denen Pflanzenkulturen abgedeckt werden sollen. An Stelle von Torfmullplatten sind auch schon Bahnen aus flüssiger Holzcellulose über Jungpflanzen versprüht worden. Auch die Ausbreitung von Torfmassen in Haufen von 20 bis 40 cm Dicke unter Zufügung von Mikroorganismen und Nährstoffen für diese auf Feldflächen ist nicht mehr neu. Die bekannten Verfahren betreffen fast sämtlich die Förderung des Wuchses von Kulturpflanzen und die Behinderung von Unkrautpflanzen. Sie haben aber nicht die Gewinnung von Humusboden und gegebenenfalls gar die Förderung von Unkrautpflanzenwuchs zum Ziel, aus dem sodann der Humusboden an Ort und Stelle gewonnen wird.
  • Gegenstand der Erfindung ist es, die genannten tierischen oder pflanzlichen Abfallstoffe, insbesondere Unkrautmassen, nicht mehr ungenutzt der Verrottung anheim zu geben, sondern diese zur Gewinnung von Humus- und Kulturböden an Ort und Stelle in kürzestmöglicher Zeit zu verwerten.
  • Im einzelnen erreicht das die Erfindung dadurCh, daß an Ort und Stelle vorhandene organische Abfallstoffe tierischer oder pflanzlicher Herkunft, insbesondere Industrie-, Haushalts-, Gärtnereiabfälle oder Unkrautmassen, am Ort ihres Anfalles gesammelt, in Schichten von etwa 30 bis 50 cm Dicke auf die unbearbeiteten ödlandflächen abgelagert und dort nach Pressung durch einen Walzvorgang oder dergleichen in Gegenwart geeigneter Feuchtigkeitsmengen einer selbsttätigen Verrottung zu Dauerhumusstoffen überlassen werden.
  • Durch das erfindungsgemäße Verfahren entstehen nur geringe Unkosten. Die eigentliche chemische Umwandlungsarbeit erfolgt ohne jeden Bau von Anlagen und sonstigen Aufwand und wird von den Mikroben zum wesentlichen Teil übernommen. Das Verfahren arbeitet daher denkbar wirtschaftlich. Es bedarf lediglich nur noch der Anfuhr oder Verbringung nicht an Ort und Stelle angefallener pflanzlicher oder tierischer bzw. organischer Abfallstoffe auf geeignete Ödlandflächen.
  • Der übliche Regen und Taubefall, ebenso wie Schnee und Nebel, reichen in der Regel für die notwendige Feuchtigkeit zur zügigen Verrottung völlig aus, ganz abgesehen von dem üblicherweise über längere Zeiträume im Sommer vorliegenden, 90 1/o übersteigenden Feuchtigkeitsgehalt der atmosphärischen Luft. Auch diese Feuchtigkeit teilt sich den Abfallstoffen mit. Der zügigen Verrottung im Sinne der vorliegenden Erfindung liegen dabei bestimmte klimatische Verhältnisse zugrunde, wie sie nämlich in unseren Breitengraden naturgemäß gegeben sind. Fehlt eine gewisse Mindestmenge an Feuchtigkeit von seiten der Natur, so muß auf künstlichem Wege für entsprechende Befeuchtung gesorgt werden, wie dies insbesondere in regenarmen Zonen vorgesehen werden müßte.
  • Die Gefahr des Wegtragens gestapelter Unkrautmassen du-rch den Wind ist nicht gegeben, zumal die auf dem ödland gestapelten Unkrautmassen oder dergleichen gegenseitig verflochten sind und sich selbst halten. Um einem Wegtragen vorzubeugen, aber auch um die nötigen Innentemperaturen der Verrottungsmasse und einen gewissen Luftabschluß dieser zu gewährleisten, ist erfindungsgemäß vorgesehen, die Ab- fallschicht, beispielsweise mittels Walzen, einer zusätzlichen Pressung zu unterziehen.
  • Eine gelegentliche etwaige erneute Verunkrautung durch etwa durch den Wind übertragene Samen der Unkräuter, die der Verrottung entgehen konnten, würde nicht einmal schaden. Je mehr Unkraut auf dem ödland wächst, desto besser und schneller kann die Bildung der gewünschten Humusschicht erfolgen. Die völlige Verrottung und Umwandlung von ödland in bis dahin nicht genutzte Humus- oder Kulturböden ist ohnehin nicht an einen festen Zeitpunkt gebunden, so daß auch im Falle eines ganzen, extrem trockenen Jahres allenfalls eine leichte, nicht ins Gewicht fallende zeitliche Verschiebung der Gesamtverrottung eintritt.
  • Die erfindungsgemäß gewonnenen Humusstoffe enthalten alle benötigten Nährsubstanzen für die späteren Kulturpflanzen in der erforderlichen aufgeschlossenen Form nach Qualität, Quantität bzw. Mischungsverhältnis der Ausgangsstoffe. Ehemaliges ödland wird in etwa ein bis zwei Jahren zu fruchtbarem Humus- oder Kulturboden umgewandelt. In der Natur entwickelt sich beispielsweise ein reges Wachstum ohne jegliches Zutun sonst etwa erst in acht bis zehn Jahren. Erfindungsgemäß wird auch dem bisher üblichen Verbrennen von Unkraut und Rückständen von Kulturpflanzen usw. und Abfällen von diesen auf Feldern und in Gärten, wie dies im Frühling , und Herbst alljährlich wahrzunehmen ist, mit nützlicher Zweckbestimmung ein Ende gesetzt.
  • Bisher unvermeidliche Transporte zur Abfallbeseitigung in volkswirtschaftlich völlig bedeutungslosen Abfallgraben können eingespart werden.
  • Zu der praktischen Handhabung bedarf es lediglich noch einer Abtrennung von metallischen bzw. anorganischen und organischen Abfallstoffen im Haushalt und in der Industrie.
  • Zweckmäßig wird vor der erfindungsgemäßen Entfernung und Weiterverwertung von Unkraut und pflanzlichen Abfällen und deren Abfuhr jeweils zu prüfen sein, ob die Beseitigung unerwünschten Wachstums nicht auch an Ort und Stelle ohne jeden Transportaufwand durch flaches Unterpflügen (Schälen oder Häufeln mittels Pflug) erfolgen kann. Insbesondere wird das dann der Fall sein, wenn die allgemeine Verunkrautung schon ziemlich fortgeschritten ist und sozusagen gleich an Ort und Stelle das erfindungsgemäße Verfahren der Gewinnung von Humus- oder Kulturböden angewendet werden kann.
  • Nach einem weiteren Merkmal des Verfahrens der Erfindung kann der Umwandlungsprozeß durch Zugabe von Mikroben beschleunigt werden, indem sofort nach der Ablagerung der organischen Abfälle bzw. pflanzlicher Abfallstoffe die entsprechenden Mikrobenkulturen zugeführt werden. Dabei kann es sich auch als zweckmäßig erweisen, anorganische Nährstoffe zur beschleunigten Entwicklung der in den Unkrautmassen oder Abfallstoffen selbst enthaltenen Mikrobenkulturen beizugeben. Nach einem weiteren Merkmal des Verfahrens der Erfindung ist es schließlich auch noch angebracht, zur sicheren Erzielung der erforderlichen Innenwärme und eines Luftabschlusses der Abfallschicht gegenüber der Atmosphäre eine mehrmalige Pressung der Schicht durch einen Walzvorgang oder dergleichen vorzunehmen.
  • Der erfindungsgemäß gewonnene Humusboden wird am besten durch Unterpflügen aufbereitet und ergibt dadurch die gewünschten Kulturböden. Es kann aber auch die gebildete Humusschicht obenauf liegenbleiben, wodurch die, Schicht des gewonnenen fruchtbaren Landes verhältnismäßig dünn bleibt.
  • An Abfallausgangsstoffen zur Gewinnung von Kulturböden wurden versuchsweise verwendet: 1. Unkräuter (Johanniskraut, Goldrate, Beifuß, Brennesseln, Disteln), 2. Abfallblumen und gärtnerische Staudenrückstände, 3. Kartoffelkraut, Quecken, 4. Rapsstroh.
  • Die Versuche wurden auf völlig sterilem Boden (z. B. auch solchem aus Baugruben und Bauabfallschutt) durchgeführt, z. B. im Kleinversuch in einer unbenutzten Ecke eines Bauernhofes auf etwa 10 m2 und sodann auf einer Feldfläche von 10 Morgen. Die Abfallstoffe wurden zunächst nur in 5 bis 15 cm Höhe gleichmäßig verteilt geschichtet.
  • Angebaut wurden hierauf versuchsweise zunächst nur schnellwachsende Kulturpflanzen, wie Senf und Raps.
  • Bei Verwendung von Senfpflanzen ergab sich bereits eine Fruchtbarkeit von normalen Böden nach durchschnittlich 1 bis 2 Jahren Liege- oder Verrottungszeit, bei Rapsflanzen nach 2 bis 3 Jahren Liegezeit.
  • Für anspruchsvollere Pflanzen und größere Humusschichtdicken ist in 1 bis 3 Jahren mit der Gewinnung normal gut ertragsreichen Mutterbodens zu rechnen, der dann teilweise untergepflügt wurde.
  • Die Dicke der sich bildenden Humusschicht ist stark abhängig von der aufgetragenen Decke aus Ab- fallstoffen und wird je nach der anzubauenden Kulturpflanzenart dicker oder dünner gewählt.
  • Die erfindungsgemäß angegebene Schichtdicke von 30 bis 50 cm an Abfallstoffen ergibt eine praktisch für alle Pflanzenarten ausreichend hohe, fruchtbare Humusschicht in 1 bis 3 Jahren, in welcher Zeit die Witterungsverhältnisse bezüglich Feuchtigkeit, Sonneneinwirkung, Temperatur von starkem Einfluß sind.
  • Die vorstehenden Angaben lassen bereits unter Durchführung systematischer und methodischer Versuche erkennen, daß mit dem erfmdungsgemäßen Verfahren auf leichte und einfache Weise ohne Zuführung von mineralischen oder natürlichen Düngemitteln und dem damit verbundenen Kostenaufwand in kürzester Liegezeit (1 bis 2 Jahre durchschnittlich) fast kostenlos fruchtbares Acker- bzw. Kulturland gewonnen wird. Einjährig oder mehrjährig verrottet-und verunkrautete Großfeldflächen sind so wirtschaftlich wieder ackerbaumäßig nutzbar zu machen, unter Einsparung der normalen Düngungskosten.

Claims (2)

  1. PATr_NTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur selbständigen, kurzfristigen Umwandlung von ödland in Humus- oder Kulturböden durch Zufuhr von organischen Ab- fallstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß an Ort und Stelle vorhandene organische Abfallstoffe tierischer oder pflanzlicher Herkunft, insbesondere Industrie-, Haushalts-, Gärtnereiabfälle oder Unkrautmassen, am Ort ihres Anfalls gesammelt, in Schichten von etwa 30 bis 50 cm Dicke auf die unbearbeiteten ödlandflächen abgelagert und dort nach Pressung durch einen Walzvorgang oder dergleichen in Gegenwart geeigneter Feuchtigkeitsmengen einer selbsttätigen Verrottung zu Dauerhumusstoffen überlassen werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den organischen Abfallstoffen zur Beschleunigung der Verrottung Kulturen von Mikroorganismen zugesetzt werden. 3. Verfahren nach Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß den organischen Ab- fallstoffen anorganische Nährstoffe zur Beschleunigung der Entwicklung der Mkroorganismenkulturen zugesetzt werden. 4. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schichten der organischen Abfallstoffe zur Erzielung der erforderlichen Verrottungstemperatur und eines Luftabschlusses gegenüber der Atmosphäre einer wiederholten Pressung unterworfen werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 1028 594, 910 414, 678 593, 556 201, 522 374; deutsche Auslegeschriften Nr. 1021867, 1028 141.
DET15912A 1958-11-18 1958-11-18 Verfahren zur selbstaendigen, kurzfristigen Umwandlung von OEdland in Humus- oder Kulturboeden Pending DE1137051B (de)

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