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Wasserhaltiger Sprengstoff Die Erfindung betrifft neue wasserhaltige
Sprengstoffe auf der Basis von Ammoniumnitrat.
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Der erfindungsgemäße wasserhaltige Sprengstoff auf der Basis von NH,NO"
gegebenenfalls mit Zusätzen an Alkalinitraten oder anderen Sauerstoff abgebenden
anorganischen Salzen ist gekennzeichnet durch einen Gehalt von 20 bis
80 0/, des oder der anorganischen sauerstoffabgebenden Salze, von
8 bis 700/, eines rauchlosen Pulvers als Sensibilisator und von bis
etwa 240/, Wasser auf Gewichtsbasis.
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Zweck der Verwendung von Nitrocellulose als Sensibilisator für Ammoniumnitrat-Sprengstoffe
ist, diese Sprengstoffe unabhängig von dem Vorliegen von Wasser zündbar zu machen.
Vorzugsweise wird Nitrocellulose von ausreichend hoher Dichte gewählt, so daß der
Sprengstoff ineiner Wassersäule unter dem Einfluß der Schwerkraft nach unten geführt
werden kann. Der neue Sprengstoff bildet auch in Wasser eine zusammenhängende Masse,
welche während längerer Zeiten zündbar ist.
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Die USA.-Patentschrift 2 836 484 bezieht sich auf Ammoniumnitrat-Wasser-Aluminium-Gemische
als Explosivstoffe, offenbart aber nichts über die Verwendung von rauchlosem Pulver
als Sensibilisator für Ammoniumnitrat-Wasser-Gemische. Die USA.-Patentschrift 2
847 291 befaßt sich nur mit Dynamiten, welche naturgemäß eine völlig andere
Art von Explosivstoffen wie die erfindungsgemäßen sind. Die deutsche Patentschrift
1009 990 betrifft nur die Herstellung eines explosiven Gels, welches von
20 bis 45 0/, eines Explosivstoffs von hoher Brisanz wie PETN, Hexogen, Nitromannit,
Dinitroäthylharnstoff u. dgl. mit Ausnahme von Nitroglycerin enthält. Diese bekannten
Mittel detonieren mit einer handelsüblichen Zündkappe. Keine dieser Schriften deutet
.'auch nur in entfernter Weise den Erfindungsgedanken an, rauchloses Pulver als
einen Sensibilisator für Ammoniumnitrat-Wasser-Mischungen zu verwenden, welche Gemische
alle durch eine übliche Zündkappe, z. B. Nr. 8 oder darunter, nichtdetonierbar
sind.
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Bevorzugte erfindungsgemäße Massen enthalten 15 bis
30 0/0 Nitrocellulose als Sensibilisator, 45 bis 75 "/, Sauerstoff
abgebende Salze, 0,5 bis 3 0/, Verdickungsmittel, wenn die weiter
unten beschriebene Anwendung vorgenommen wird, sowie 10 bis 250/,
Wasser.
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Mit dem neuen Sprengstoff kann das Sprengen in einem Wasser enthaltenden
Bohrloch ausgeführt werden.
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Die erfindungsgemäßen Sprengstoffmassen schwanken in ihrer Konsistenz
von flüssig zu relativ steifen Sprenggelatinen. Bevorzugte Massen sind diejenigen,
deren Konsistenz von leicht gießbaren Aufschlämmungen bis zu nicht gießbaren, jedoch
fließbaren oder leicht deformierbaren Massen schwankt.
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Obgleich Ammoniumnitrat im allgemeinen der einzige Sauerstoff abgebende
Salzbestandteil ist, können zusammen mit Ammoniumnitrat ebenfalls andere anorganische
Sauerstoff abgebende Salze Anwendung finden. In jedem Fall stellt das Ammoniumnitrat
das Sauerstoff abgebende Salz dar, das wenigstens im Hauptanteil vorliegt. Beispiele
für Sauerstoff abgebende Salze, die zusammen mit Ammoniumnitrat Anwendung finden
können, sind Alkali- und Erdalkalinitrate und Perchlorate (einschließlich Ammonium),
wie z. B. Natriumnitrat, Magnesiumnitrat, Calciumnitrat, Kaliumnitrat und Bariumnitrat,
Natriumperchlorat, Ammoniumperchlorat, Calciumperchlorat und Magnesiumperchlorat.
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Das Ausmaß der Fließfähigkeit stellt eine Funktion des Wassergehaltes
und der Teilchengröße der festen
Komponenten dar. Es können ebenfalls
vorteilhafterweise Verdickungs- oder Gelierungsmittel in ausreichender Menge angewendet
werden, um eine erhöhte Viskosität, insbesondere zum Zwecke der Verhinderung eines
Absitzens der Feststoffe" zu
erzielen. Gelformende Mittel,'d. h. Mittel, die
mit der Wasserkomponente der Sprengstoffmasse ein Gel bilden, wie eine Alkalicarboxymethylcellulose,
Mannogalactan, z. B. Guargummi, Methylcellulose, wasserquellbare Stärken u. dgL,
können für diesen Zweck verwendet werden. Das Verdickungsmittel wirkt auf Grund
seiner GelierungSwirkung, insbesondere wenn dasselbe in einer Menge von
0,5 0/0 und höher vorliegt, ebenfalls dahingehend, daß den Massen eine zusätzliche
Steifheit oder Zusammenhaftbarkeit vermittelt wird, so daß der Sprengstoff über
einen längeren Zeitraum, etwa mehrere Tage, als eine intakte Masse vorliegen kann,
die gegenüber dem Wassereindringen widerstandsfähig ist, und während oder nach Ablauf
dieser Zeitspanne gezündet werden kann.
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Wenn kein gelbildendes Mittel zugegen ist, ist die Masse eine gießbare
Aufschlämmung. Es kann jedoch eine immer noch gießbare Aufschlämmung im allgemeinen
unter Anwendung begrenzter Anteile eines gelbildenden Mittels, etwa in der Größenordnung
von 0,2 bis 0,5 0/, in Abhängigkeit von den relativen Anteilen des Wassers
und Salzes sowie der Sensibilisierungsbestandteile hergestellt werden. Bei mehr
als etwa 0,5111, des gebildeten Mittels weist die Masse jedoch im allgemeinen eine
nicht mehr gießbare Konsistenz auf. Die Menge des gelbildenden Mittels zur Herstellung
praktisch nicht gießbarer Gemische beträgt im allgemeinen etwa 0,5 bis
5 0/,).
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Die erfindungsgemäßen Massen sind gegenüber der Zündwirkung einer
im Handel befindlichen Zündkapsel unempfindlich, lassen sich jedoch durch übliche
»Zwischenzünder«-Ladungen aus PETN (Pentaerythritoltetranitrat), RDX (Cyclotrimethylentrinitramin),
Tetryl u. dgl. zünden. Ein brauchbarer Zwischenzünder stellt eine Dispersion aus
einem kristallinen hochexplosiven Stoff, z. B. PETN oder RDX in einem Kunststoffträger
dar, welcher entweder durch eine handelsübliche Sprengkapsel oder einen Brennzünder
gezündet wird. Man kann auch als »Zwischenzünder« eine Dynamitpatrone verwenden,
vorzugsweise von einem Durchmesser von etwa demjenigen des Bohrloches.
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Bei der praktischen Durchführung einer Ausführungsform des Sprengverfahrens
wird ein geeigneter Zwischenzünder oder ein Dynamit-Initialzünder mit Zündvorrichtung
so in das Bohrloch eingeführt, daß er mit einer erfindungsgemäßen fließfähigen Sprengstoffladung
bedeckt werden kann. Der Sprengstoff wird sodann in das Bohrloch auf den Zwischenzünder
gegossen oder gepumpt und der Zwischenzünder gezündet, um so die Zündung der Sprengstoffladung
zu initiieren. Dieses Verfahren wird vorteilhafterweise bei wasserhaltigen Bohrlöchern
angewendet, wobei in diesem Falle die Dichte der Sprengstoffmasse auf einen ausreichend
hohen Wert eingestellt wird, daß der Sprengstoff unter der Einwirkung der Schwerkraft
in seine Zündungslage gebracht wird.
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Nach einem weiteren Sprengverfahren wird die erfindungsgemäße Sprengstoffinasse
in Beutel verpackt, die geschlitzt sind oder die bei der Bewegung nach unten in
dem Loch platzen, so daß wenigstens ein Teil der Masse aus dem Sack heraustritt,
um den Raum des Bohrloches vollständig bis zu der gewünschten Höhe zu füllen. Gegebenenfalls
kann der Sprengstoff in ausdehnbare Beutel verpackt werden, z. B. aus Kunststoff,
die sich ausdehnen, um den Raum des Loches. bis zu einer gewünschten Höhe zu füllen.
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Zum Vermischen der Bestandteile der erfindungsgemäßen Sprengmassen
kann jedes geeignete Mischverfahren angewendet werden. Vorzugsweise wird das Wasser
zunächst in ein übliches Mischgefäß gebracht, und anschließend das gelbildende Mittel
zugegeben, wenn ein derartiges Mittel angewendet wird. Hierzu werden dann die oxydierenden
Salze und der Nitrocellulosesensibilisator zugegeben. Wenn das gelbildende Mittel
mit dem Wasser nicht vor der Zugabe der restlichen Bestandteile vermischt wird,
tritt Klumpenbildung ein.
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Wenn kein gelbildendes Mittel angewendet wird, ist es vorteilhaft,
das oxydierende Salz zu dem Wasser vor der Zugabe des Sensibilisierungsbestandteils
bis zu einer Menge zuzugeben, daß eine gesättigte Lösung gebildet wird, um so eine
vereinfachte Entfernung der mitgerissenen Luft aus einem möglichst großen Anteil
zu bewirken.
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Durch Erwärmen während des Vermischens wird nicht nur die negative
Lösungswärme des Ammoniumnitrates in Wasser kompensiert, sondern auch die Entfernung
der mitgerissenen Luft erleichtert.
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Wenn eine faserartige Nitrocellulose als einziger Nitrocellulosesensibilisator
benutzt wird, ist kein Verdickungsmittel erforderlich. Eine Masse aus 410/, Ammoniumnitrat,
18 0/, Wasser und 410/, faserartige Nitrocellulose besitzt eine höhere Konsistenz
als die gleiche Masse, die 10/, Carboxymethylcellulose und den rauchlosen Pulversensibilisatorbestandteil
der Fußnote (7) der Tabelle an Stelle der faserartigen Nitrocellulose enthält.
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Die erfindungsgemäßen Massen können gegebenenfalls an der Sprengstelle
hergestellt werden, wodurch es ermöglicht wird, den oxydierenden Salzbestandteil
als solchen zu handhaben und zu versenden, ohne daß es notwendig ist, die notwendigen
Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, die bei Anwesenheit des Sensibilisators in diesem
Salzbestandteil getroffen werden müssen. Solche Gemische sind jedoch gegenüber Stoß
unempfindlich und relativ sicher zu transportieren.
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Die erfindungsgemäßen Explosivstoffe besitzen und bewahren hohe Empfindlichkeit
unter hohen Drücken und können unter Wasserdrücken in der Größenordnung von
7 kg/CM2 und höher verwendet werden.
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Die Empfindlichkeit der Massen ist dergestalt, daß dieselben vorteilhafterweise
mit Verzögerungszündung unter Wasser angewendet werden können, ohne daß eine vorzeitige
Weiterzündung von einer Ladung zu einer anderen erfolgt. Bei dem Unterwassersprengen
von Gräben usw. ist es häufig zweckmäßig, ein Verzögerungs- oder kurzzeitiges Verzögerungssprengen
anzuwenden, bei dem aufeinanderfolgende Ladungen in Zeitabständen von
25 bis 50 Millisekunden gezündet werden, und es ist in diesem Falle
wichtig, daß die späteren Ladungen nicht vorzeitig durch den Stoß der zuerst gezündeten
Ladungen gezündet werden.
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Die in der folgenden Tabelle angegebenen Massen stellen weiterhin
erläuternde Beispiele für die erfindungsgemäßen
-Sprengstoffe dar.
| 1 1 1 2 1 3 4 1 5 1 6 1 7 1 8 1
9 1 10 1 11 1 12 1 13 1 14 |
| Ammoniumnitrat(1) ... 44,0 58,7 44,0
65,0 44,0 33,5 44,0 44,0 65,0 65,0 41,9 50,1
53,1 57,0 |
| Natriumnitrat ........ 24,5 9,7 |
| Wasser .............. 11,0 11,0 11,0 14,0
11,0 30,0 11,0 11,0 14,0 14,0 16,8 20,1 24,1 18,6 |
| Natriumcarboxy- |
| methylcellulose(2) ... 1,0 1,0 1,0 1,0 1,0 3,0 1,0 1,0 1,0
1,0 2,1 2,5 |
| verdichtete Nitro- |
| baumwolle .......... 44,0 |
| Ptauchloses Pulver |
| doppelte Basis ...... 44,0(1) 29,3(3) 44,0(5)
44,5(5) |
| einfache Basis ...... 44,0(4 20, o(4) 33,5(5) 20,0(6)
20,0(7) 14,7(6) 17,6(6) 22,8(6) 24,4(6) |
| Dichte, g/cml ......... 1,30 1,27 1,27 1,47
1,52 1,27 1,45 1,54 1,53 |
| Zündgeschwindigkeit, |
| in/sec |
| 38,1-mm-Rohr ...... 5690 |
| 44,5-mm-Rohr ...... 4290 |
| 76,2-mm-Rohr ...... 5780 4710 6000 5320 5160
4400 gesch. 3840 5320 |
| 127-mm-Patrone 4165 4650 |
| (nicht umschlossen) |
| Gramm Ziindstoff (8) ... 320 320 160 160 160 160
74,5 74,5 74,5 160 160 160 200 200 |
| (1) Praktisch gesamte Menge durch ein Sieb mit einer
lichten Maschenweite von 0,40 mm, und praktisch die gesamte Menge auf |
| einem Sieb mit einer lichten Maschenweite von 0,
15 mm. Dichte = 0,90 bis 1,0 g/cml. |
| (9) Fein vermahlen mit hohem Viskositätsgrad. |
| (3) Gewichtsprozent, Nitrocellulose 77, Nitroglyzerin
20, Salze und Stabilisierungsmittel 3. Korngröße = 1,14
- 0,865 mm, Eine |
| Perforierung, Lochdurchmesser #- 0,109 mm. »Mittlere«
Sorte (Teilchengröße). Teilchendichte = 1,65 g!cm:1, Teilchengewicht |
| = 0,0008 g. |
| (4) Gewichtsprozent, Nitrocellulose 90,2 DNT Öl 8, Salze
und Stabilisator 1,8. Teilchengröße = 1,47 - 0,84 mm. Eine
Perforation, |
| Lochdurchmesser 0,239 mm. »Mittlere« Sorte (Teilchengröße).
Teilchendichte = 1,60 gIcml, Teilchengewicht = 0,001 g. |
| (5) Gewichtsprozent, Nitrocellulose 76,5, Nitroglyzerin
19,5, Salze und Stabilisator 4,0. Teilchengröße = 10,9 - 6,35 mm.
Eine Per- |
| foration, Lochdurchmesser = 1,47 mm. »Grobe« Sorte (Teilchengröße).
Teilchendichte = 1,65 g/cm3, Teilchengewicht - 0,56 g. |
| (r) Gewichtsprozent Nitrocellulose 87, Salze
und Stabilisatoren 3 909 DNT Öl 10. Siebung: 1,2 0/, auf Sieb mit
lichter Maschenweite |
| von 0,84 mm, 1304 auf Sieb mit lichter Maschenweite
von 0,59 mm, 360/0 auf Sieb mit lichter Maschenweite von
0,259 mm, |
| 25 0/" auf Sieb mit lichter Maschenweite von
0,15 mm, 240/" durch Sieb mit lichter Maschenweite von 0,15 mm, »Feine«
Sorte |
| (Teilchengröße). Schüttdichte = 0,80 g/cm3. Teilchendichte
# 1,59 g/cm3. |
| (1) Gewichtsprozent Nitrocellulose 98, Salze
und Stabilisatoren 2. Teilchengröße = 13,5 - 5,85 mm. »Grobe« Sorte (Teilchengröße). |
| Teilchendichte = 1,67 g/cm'. Sieben Perforationen, jeder
Lochdurchmesser = 0,56 mm. Teilchengewicht = 0,5 g. |
| (8) 80 0/" PETN dispergiert in 20 0/0 festem
Polyesterharz. |
Für die Funktion der Nitrocellulosekomponente als Sensibilisator bei der Durchführung
der Erfindung sind besonders erläuternd zwei Ammoniumnitrat-Wasser-Gemische, die
95,5 bzw. 93,70/, Ammoniumnitrat und 4,5 bzw.
6,3 % Wasser enthalten.
Jede derselben zündete nicht auf Grund der Zündungswirkung von
173 g einer
Zwischenzünderladung aus
800/, PETN, die in einem festen Polyesterharz dispergiert
ist. Bei höheren Wassergehalten ist die Empfindlichkeit der wäßrigen Ammoniumnitratmassen
sogar geringer.
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Die Empfindlichkeit der erfindungsgemäßen Massen wird durch die Teilchengröße
der Nitrocellulosesensibilisatorkomponente beeinflußt. Somit ist, je
feiner
die Teilchengröße des Sensibilisators ist, der Gehalt an Sensibilisierungskomponente
um so geringer, die notwendig ist, die Zündung auszulösen. Bei erhöhtem Wassergehalt
der Masse wird die Empfindlichkeit derselben verringert, so daß in derartigen Fällen
ein Sensibilisator mit feinerer Teilchengröße bevorzugt ist, als er für Massen geringeren
Wassergehaltes benötigt wird.
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Die kleinste in der Masse vorliegende Wassermenge ist diejenige, die
ausreicht, um die trockenen Komponenten zu benetzen, so daß eine Masse aus Teilchen
gebildet wird, die einen zusammenhängenden Körper bildet, oder der Masse eine Erhöhung
der Dichte vorzugsweise auf einen Wert über der Dichte des Wassers vermittelt. Obgleich
der kleinste Wassergehalt von der Teilchengröße des Ammoniumnitrates und des Nitrocellulosesensibilisators
abhängt, wird derselbe im allgemeinen in der Größenordnung von etwa 5 Gewichtsprozent
liegen.
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Die Dichte der erfindungsgemäßen: Massen kann innerhalb eines erheblichen
Bereiches einreguliert werden, indem die Wassermenge in der Masse abgeändert wird.
Im allgemeinen ist jedoch die Verdrängung der Luft aus Hohlräumen bei Normalbedingungen
durch den Wasserbestandteil unvollständig in dem Ausmaß, daß im allgemeinen geringere
als größtmögliche Dichten erhalten werden. Ein breiterer Dichtebereich wird durch
Abänderung des Verfahrens des Mischens der Bestandteile der Masse erzielt, um so
das Ausmaß der Verdrängung der mitgerissenen Luft zu steuern. So kann z. B. das
Vermischen des Wassers mit den festen Bestandteilen bei einer derartigen Temperatur
durchgeführt werden, daß die zwischen den festen Körnern mitgerissene Luft nicht
vollständig aus der sich ergebenden Masse ausgetrieben wird, wobei in diesem Falle
der Dichtewert in Übereinstimmung mit dem Ausmaß der restlichen mitgerissenen Luft
gering ist. Durch Erhöhung der Mischtemperatur wird jedoch das Ausmaß der Entfernung
der mitgerissenen Luft größer auf Grund der Lösung großer Anteile des oxydierenden
Salzes in Wasser. Bei Erwärmung des Salz-Wasser-Gemisches auf eine ausreichend hohe
Temperatur, um das Salz vollständig zu lösen, wird praktisch die gesamte mitgerissene
Luft entfernt, und es ergibt sich bei der Abkühlung eine Masse, die für diese Zusammensetzung
eine
maximale Dichte besitzt. In jedem Falle handelt es sich darum, die Mischtemperaturen
zu steuern, so daß die Hohlräume in dem Salz in dem gewünschten Ausmaß ausgefüllt
werden.