DE1136661B - Breitwaschmaschine fuer Gewebebahnen - Google Patents
Breitwaschmaschine fuer GewebebahnenInfo
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Description
- Breitwaschmaschine für Gewebebahnen Die Erfindung bezieht sich auf eine Breitwaschmaschine für Gewebebahnen, bei der die Bahn in einem Trog in vertikaler Richtung in hin- und hergehender Bewegung abwechselnd über in Reihe angeordnete obere und untere Walzen geführt wird, wobei die Walzen derart ausgebildet sind, daß die Gewebebahn in Schwingungen versetzt wird.
- Derartige Vorrichtungen sind bereits bekannt; bei diesen ruhen beide Walzenreihen auf gekrümmten Traversen, die miteinander verbunden sind und gemeinsam um eine Achse schwingen. Auch bei diesen bekannten Vorrichtungen schwingt die Warenbahn bei Bewegung der Traversen auf ihrer gesamten Länge im Behälter, jedoch läßt sich diese Vorrichtung nicht für alle Stoffe verwenden, insbesondere nicht für empfindliche Stoffe, da beispielsweise beim Schwingen der oberen Traverse nach rechts und somit automatischem Schwingen der unteren Traverse nach links der rechts ganz außenliegende Strang außerordentlich gespannt würde, während der links ganz außenliegende Strang weich wird, d. h. sofort zu Faltenbildung neigen würde, da seine Spannung sehr stark abfällt.
- Ein Schwingen in umgekehrter Richtung bringt ebenfalls umgekehrte Spannungsverhältnisse,undzwar steigt dann die Spannung des links liegenden Stranges sofort über die Normalspannung, während der rechts liegende Strang an Spannung so viel verliert, daß sie unter das normale Maß fällt. Da aber derartige Vorrichtungen mit sehr hoher Geschwindigkeit gefahren werden und demzufolge auch die Vibrationsgeschwindigkeiten, also das Schwingen der Traversen, in sehr kurzen Zeiträumen folgen muß, um wirksam zu sein, wird das Gewebe durch den Spannungswechsel in den außenliegenden Strängen sehr stark beansprucht, was nicht jedes Gewebe verträgt, so daß diese Vorrichtung für empfindliche Stoffe nicht verwendet werden kann. Ein weiterer wesentlicher Nachteil dieser vorbekannten Vorrichtung besteht darin, daß ein verhältnismäßig starker Antrieb für die miteinander verbundenen gekrümmten Traversen notwendig ist, um diese ständig in gewünschtem Maß in hin- und hergehenden Schwingungen zu halten.
- Weiterhin ist eine Vorrichtung bekannt, bei der eine Warenbahn in einem Trog um eine einzige Walze geschlungen wird, die exzentrisch gelagert ist. Die durch die Exzentrizität auftretenden Schwingungen bei dieser vorbekannten Vorrichtung wirken sich demzufolge nicht auf die Länge der Warenbahn aus, sondern nur auf dem Umfang der Walze. Bei dieser Vorrichtung wird das exzentrische Lager durch einen Motor in sehr rasche Bewegung angetrieben, während die Warenbahn einen wesentlich längeren Weg zurückzulegen hat und demzufolge auf einer Umdrehung viele Schwingstöße erhält. Wenn ein einigermaßen guter Wascheffekt erzielt werden soll, müssen diese Schwingungsstöße in sehr rascher Folge gegeben werden, so daß eine Art Vibration entsteht. Da der Walzenmantel porös ist, dringt die Flotte bei jedem Schwingungsstoß von innen nach außen bzw. von außen nach innen, so daß nicht alle Gewebe auf dieser Vorrichtung bearbeitet werden können, da die Beanspruchung außerordentlich groß ist, abgesehen davon, daß die Auflagerstellen der Warenbahn auf dem Walzenumfang nicht von Flotte durchflutet werden. Demzufolge ist die Bearbeitung der Warenbahn ungleich.
- Die Aufgabe der Erfindung ist es, weiche Schwingungen auf der Länge der Warenbahn auszulösen, so daß ein guter und vorsichtiger Wascheffekt erzielt wird, der absolut gleichmäßig ist, ohne eine mechanische Beanspruchung der Warenbahn.
- Die Erfindung besteht darin, daß die Walzen mindestens der unteren Walzenreihe exzentrisch gelagert sind.
- Durch diese Exzentrizität der Walzen, mindestens der unteren Walzenreihe, werden die weichen Schwingungen auf der Länge der Warenbahn ausgelöst, wodurch ein guter und vorsichtiger Wascheffekt erzielt ist, so daß auch außerordentlich empfindliche Stoffe mit dieser Vorrichtung bearbeitet werden können. Die Ware kann außerordentlich spannungsarm durch den Behälter gezogen werden, und es tritt in keinem Fall ein zwangweises Durchpressen der Flotte auf.
- Ein weiterer wesentlicher Vorteil des Erfindungsgegenstandes besteht noch darin, daß die Exzenterwalzen nicht angetrieben zu werden brauchen, sondern von der Warenbahn mühelos mitgenommen werden, so daß erhebliche Kosten bei der Herstellung derartiger Breitwaschmaschinen gespart werden. Ferner besteht ein Vorteil darin, daß durch die Exzentrizität der Walzen nicht nur die Warenbahn in Schwingungen versetzt wird, sondern auch das Bad ausreichend bewegt wird, so daß auch dadurch die Waschwirkung erhöht wird.
- Es besteht aber noch die Möglichkeit, um die Waschwirkung noch intensiver zu erhalten, die Walzen in an sich bekannter Weise hohl und perforiert auszubilden. Ferner besteht die Möglichkeit, ebenfalls in an sich bekannter Weise, aus den Walzen von innen her gleichmäßig oder pulsierend die Waschflotte od. dgl. auszuspritzen. Für diese Merkmale und für einige andere Merkmale der Unteransprüche wird kein selbständiger Schutz in Anspruch genommen. Es handelt sich um die Merkmale der Ansprüche 4, 5, 6, 9 und 12.
- In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigt Fig.1 eine Vorderansicht eines Ausführungsbeispieles mit lose umlaufenden exzentrisch gelagerten Walzen der unteren Walzenreihe in schematischer Darstellung, Fig. 2 eine ebenso schematisch dargestellte Vorderansicht mit angetriebenen exzentrisch gelagerten Walzen, die synchron zueinander laufen, Fig. 3 einen Schnitt durch eine perforierte Walze, in der ein Spritzrohr angeordnet ist, Fig. 4 eine Vorderansicht auf die perforierte Walze der Fig. 3, Fig. 5 und 6 verschiedene Ausführungsbeispiele der Perforation, Fig.7 ein weiteres Ausführungsbeispiel der Vorrichtung in schematischer Darstellung.
- In dem Waschtrog 1 befinden sich nebeneinander angeordnet eine Reihe exzentrisch gelagerter Walzen 2, wovon in Fig. 1 nur eine dargestellt ist. Oberhalb des Flottenspiegels 3 ist eine Reihe zentrisch gelagerter Walzen 4 angeordnet, von denen auch wiederum nur eine dargestellt ist. Die Warenbahn 5 läuft somit zunächst durch ein an sich bekanntes Quetschwerk 6 über eine Umlenkwalze 7 in den Trog 1 ein und umschlingt die exzentrisch gelagerte Walze 2 und wird in hin- und hergehender Bewegung jeweils über eine exzentrische Walze 2 und eine zentrisch gelagerte Walze 4 geführt,. wobei sie einmal in die Flotte hinein- und das andere Mal aus der Flotte herausgeführt wird. Durch die Exzentrizität der unteren Walzen 2 schwingt die Warenbahn 5 auf ihrer ganzen Länge innerhalb der Flotte 8 und wird dadurch gründlich durchgespült.
- Ist die Exzentrizität der Walzen 2 so stark, wie es in Fig. 1 dargestellt ist, besteht die Möglichkeit, die zentrisch gelagerten Walzen 4 federnd zu lagern, wobei entweder unter den Achsen 9 Druckfedern 10 angeordnet sein können, öder auch entsprechende Zugfedern die Achsen in ihrer Lage halten können. Selbstverständlich besteht die Möglichkeit, die obere Walzenreihe 4 auf einer gemeinsam schwingend gelagerten Traverse anzuordnen. Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig.1 sind die unteren Walzen 2 nicht angetrieben, sondern werden durch die Ware 5 selbst mitgenommen, die in sehr. großer Geschwindigkeit durch den Trog 1 hindurchgeführt wird. Nach Verlassen des Troges 1, der selbstverständlich auch als geschlossener Trog ausgebildet sein kann, wird die Warenbahn beim Ausführungsbeispiel der Fig.1 und 2 wiederum über eine Umlenkwalze 11 einem Quetschwerk 12 zugeführt. Beim Ausführungsbeispiel der Fig.2 sind sowohl die unteren Walzen 2 als auch die oberen Walzen 4 exzentrisch gelagert. Beide Walzenreihen werden synchron angetrieben, so daß keine unnötige Belastung der Warenbahn durch unterschiedlich auftretende Spannungen eintreten kann. Der Antrieb der beiden Walzenreihen 2 und 4 erfolgt beim Ausführungsbeispiel der Fig. 2 synchron mit dem Antrieb des Einlaufquetschwerkes 6. Von hier wird über Kettentriebe 13 und Zahnräder 14 der Antrieb übertragen.
- Somit ist es möglich, daß trotz der Exzentrizität beider Walzenreihen das Gewebe fast spannungslos in hoher Geschwindigkeit durchgezogen werden kann.
- Um die Waschwirkung noch zu erhöhen, besteht die Möglichkeit, die Walzen 2 bzw. 4, sofern sie auch unterhalb des Flottenspiegels 3 liegen, perforiert auszubilden. In Fig. 3 ist ein Querschnitt durch eine derartige perforierte Walze dargestellt. Fig. 5 und 6 zeigen verschiedene Möglichkeiten der Anordnung von Bohrungen 15. Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 5 liegt die Achse der Bohrung 15 radial im Walzenmantel, während beim Ausführungsbeispiel der Fig. 6 die Bohrung 15 im Winkel zum Radius der Walze 2 geht. Dieser Winkel kann derart gewählt werden, daß bei hoher Drehzahl der Walzen 2 die Fliehkraftkurve etwa der Achse dieser Bohrungen 15 entspricht.
- Ferner besteht die Möglichkeit, wie es in Fig.4 dargestellt ist, die Bohrungen 15 in Reihen anzuordnen, die im spitzen Winkel zur Achse der Walze 2 stehen.
- Aus Fig. 3 ist ferner ersichtlich, daß innerhalb des Walzenmantels 2 ein Spritzrohr 16 angeordnet sein kann, das ebenfalls mit Bohrungen oder Düsen 17 versehen ist. Durch dieses Spritzrohr 16 kann gleichmäßig oder pulsierend Waschflotte in das Walzeninnere 18 gespritzt werden, so daß es von hier ebenfalls gleichmäßig oder pulsierend durch die Bohrungen 15 zur Ware 5 gelangt. Dieser Spritzimpuls kann mit der Walzenumdrehung synchron geschaltet werden.
- In Fig. 7 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel dargestellt, in dem die unteren Walzen 2 auf einer Traverse 19 exzentrisch gelagert sind. Sie sind als Hohlzylinder ausgebildet, und zwar derart, daß ihr Gewicht einschließlich der Traverse gleich dem Gewicht ihrer Wasserverdrängung entspricht. Somit ruhen sie gewichtslos in der Flüssigkeit, und ohne zusätzliche wesentliche Spannungsbelastung der Warenbahn 5 kann dieselbe um diese exzentrisch gelagerten Walzen herumgeführt werden. In diesem Fall können die oberen zentrisch gelagerten Walzen selbstverständlich fest, jedoch drehbar gelagert sein.
- Durch das Spritzrohr 16 kann auch Dampf oder Preßluft durchgeblasen werden oder es kann eine beliebige chemische Mischung verwandt werden, um auf die Warenbahn gebracht zu werden. Dabei ist es eventuell vorteilhaft, die Walzen aus Kunststoff herzustellen. Man kann also mit Hilfe der erfindungsgemäßen Maschine nicht nur die Waschwirkung erhöhen, sondern das Durchdringen mit Chemikalien verbessern, besondere erwünschte Spannungszustände innerhalb der Warenbahn erzielen und auch die Temperatur der Flotte erhöhen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Breitwaschmaschine für Gewebebahnen, bei der die Bahn in einem Trog in vertikaler Riehtung in hin- und hergehender Bewegung abwechselnd über in Reihe angeordnete obere und untere Walzen geführt wird, wobei die Walzen derart ausgebildet sind, daß die Gewebebahn in Schwingungen versetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzen mindestens der unteren Walzenreihe (2) exzentrisch gelagert sind. z. Breitwaschmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei größerer Exzentrizität in der Lagerung der Walzen dieselben in beiden Walzenreihen (2, 4) exzentrisch gelagert und synchron angetrieben sind. 3. Breitwaschmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Walzenreihe (2) exzentrisch gelagerte Walzen, während die obere Walzenreihe (4) mit ihren Achsen federnd gelagerte Walzen aufweist. 4. Breitwaschmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die exzentrisch gelagerten Walzen (2, 4) als Hohlzylinder ausgebildet sind, derart, daß sie in der Flotte schwerelos liegen. 5. Breitwaschmaschine nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzen (2, 4) in einer gemeinsamen Traverse (19) gelagert sind. 6. Breitwaschmaschine nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Walzenmantel der exzentrisch gelagerten Walzen (2, 4) mit über den Umfang verteilten Bohrungen (15) versehen ist. 7. Breitwaschmaschine nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsen der Bohrungen (15) im Walzenmantel im Winkel zum Radius der Walzen (2, 4) stehen. B. Breitwaschmaschine nach Anspruch 1 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrungen (15) im Walzenmantel in Reihen angeordnet sind, deren Achsen im spitzen Winkel zur Walzenachse laufen. 9. Breitwaschmaschine nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß im Zentrum der Walzen (2, 4) ein Spritzrohr (16) angeordnet ist, durch das ein beliebiges flüssiges oder gasförmiges Behandlungsmittel ins Innere der Walzen eingespritzt oder geblasen wird. 10. Breitwaschmaschine nach Anspruch 1 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Spritzimpuls mit dem Rhythmus der Umdrehung der Walzen (2, 4) synchron geschaltet ist. 11. Breitwaschmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anordnung zweier exzentrisch gelagerter Walzenreihen (2, 4) .deren synchron geschalteter Antrieb mit dem Antrieb des Einlaufquetschwerkes (6) synchronisiert ist. 12. Breitwaschmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzen (2, 4) aus Kunststoff ausgebildet sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 923 421, 720 968, 524 094; deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1752 423; britische Patentschrift Nr. 773 744.
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