DE1133437B - Verkehrsmessverfahren fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungssysteme - Google Patents
Verkehrsmessverfahren fuer Fernmelde-, insbesondere FernsprechvermittlungssystemeInfo
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- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
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Description
Bei den meisten Vermittlungssystemen, wie sie z. B. für Fernsprechzwecke verwendet werden, insbesondere
bei Vermittlungssystemen mit Drehwählern, werden besondere Speicher, in denen Informationen über angeforderte
Verbindungen auch nach ihrer Herstellung zu ihrer Aufrechterhaltung noch aufbewahrt werden,
nicht benötigt und sind daher dort auch nicht vorgesehen.
Es gibt nun aber auch Vermittlungssysteme, bei denen die zusammengeschalteten Verbindungen in
bestimmter Weise weiterhin mit Hilfe besonderer Informationsspeicher überwacht werden müssen. Zu
diesen Vermittlungssystemen gehören z. B. Fernsprechvermittlungssysteme, die nach dem Zeitmultiplexprinzip
arbeiten. Hier werden die Verbindungen im Vermittlungssystem jeweils durch periodisch wiederholtes
kurzzeitiges Zusammenschalten der zu den beteiligten Teilnehmern führenden Leitungen aufrechterhalten.
Bei derartigen Systemen müssen zentrale Speicher vorhanden sein, in denen während des Bestehens von
Verbindungen Informationen aufbewahrt werden, mit deren Hilfe das periodisch wiederholte Zusammenschalten
vorgenommen werden kann. Sie müssen daher Informationen über die Beteiligung und den Betriebszustand
der betreffenden Teilnehmer enthalten (siehe z. B. die deutsche Patentanmeldung T 7491
VIII a/21a3). Auch bei anderen Vermittlungssystemen kann es die Eigenart der Abwicklung der Vermittlungsvorgänge
erfordern, daß eine zentrale Speicherung von Informationen vorgenommen wird, welche
die Verbindungswege im Vermittlungssystem betreffen (siehe z. B. die deutsche Auslegeschrift 1093 422).
Die Erfindung zeigt nun einen Weg, wie man diese sowieso benötigten und daher aufbewahrten Informationen
auch für andere technische Zwecke ausnutzen kann, wobei nur ein relativ geringer zusätzlicher Aufwand
notwendig ist, obwohl technische Aufgaben gelöst werden, die sonst nur unter Verwendung umfangreicher
zusätzlicher Einrichtungen lösbar wären.
Die Erfindung betrifft also ein Vermittlungssystem, insbesondere für Fernsprechzwecke, bei dem zentral
gespeicherte Informationen über die Beteiligung von Teilnehmern an Verbindungen sowie über deren Betriebszustand
bei der Abwicklung von Vermittlungsvorgängen verwendet werden, wie es z. B. bei nach
dem Zeitmultiplexprinzip arbeitenden Systemen für die periodisch wiederholte kurzzeitige Zusammenschaltung
der an Verbindungen beteiligten Teilnehmern geschieht.
Dieses Vermittlungssystem ist nun dadurch gekennzeichnet, daß die den Teilnehmern zugeordneten Informationen
nach ihrer Anzahl unter Berücksichti-Verkehrsrneßverfahren für Fernmelde-,
insbesondere Fernsprechvermittlungssysteme
insbesondere Fernsprechvermittlungssysteme
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Wittelsbacherplatz 2
München 2, Wittelsbacherplatz 2
Dr.-Phys. Allan Darre,
Dipl.-Ing. Dieter Voegtlen, Dipl.-Ing. Franz Schwub
und Paul Gonschior, München,
sind als Erfinder genannt worden
gung ihrer Eigenart zeitlich mit Hilfe von Zähleinrichtungen
überwacht werden, so daß die erhaltenen Zählergebnisse Verkehrsangaben für das Vermittlungssystem
bilden, wodurch die gespeicherten Informationen für Verkehrsmessungen mitausgenutzt sind.
Ohne Mitausnutzung der erwähnten zentral gespeicherten Informationen für Verkehrsmessungen müßten
die dazu dienenden Zähleinrichtungen z. B. Zugang zu allen Teilnehmern des Systems haben, wozu umfangreiche
Verdrahtungen vorhanden sein müßten. Es ist auch bekannt, statt dessen besondere Speicher für die
Aufbewahrung von Informationen vorzusehen, welche zu Verkehrsmessungen auszuwerten sind. Gemäß der
Erfindung werden nun unter anderem diese Verdrahtungen bzw. die besonderen Speicher eingespart. Um
Meßergebnisse zu erhalten, werden im wesentlichen Zähleinrichtungen benötigt, deren Vorhandensein in
jedem Fall erforderlich ist. Der zusätzlich benötigte Aufwand ist also auf ein Minimum beschränkt worden.
Je nachdem, welche Informationsart jeweils berücksichtigt wird, ergeben sich verschiedene Zählergebnisse,
welche verschiedenen Verkehrsmessungen entsprechen. Um sie zu gewinnen, werden also verschiedene
Meßverfahren angewendet. Beispiele für hier in Frage kommende Meßverfahren werden im folgenden
an Hand der Fig. 1 und 2 im einzelnen erläutert.
Die Fig. 1 zeigt die Gliederung eines in Frage kommenden Vermittlungssystems, nämlich eines Zeitmultiplexsystems,
in verschiedene Teileinrichtungen, zu denen auch zentrale Speicher gehören. Um das Verständnis
dafür zu erleichtern, wie die verschiedenen Meßverfahren abzuwickeln sind, werden zunächst die
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Teileinrichtungen des dargestellten Systems und das
Zustandekommen von Verbindungen, soweit dies hier von Belang ist, erläutert.
Bei einem derartigen Vermittlungssystem sind die von den betreffenden Teilnehmern jeweils auszutauschenden
Nachrichten Impulsfolgen aufmoduliert, welche gegeneinander versetzt sind und dadurch eine
Mehrfachausnutzung von Verbindungswegen gestatten. Wie bereits erwähnt, sind diese Vermittlungssysteme in ganz bestimmter Weise in verschiedene
Teileinrichtungen gegliedert, wofür ein Beispiel in der Fig. 1 gezeigt ist.
An dieses Vermittlungssystem sind die Teilnehmer TnI... Tnx angeschlossen, welche über zu steuernde
SprechschalterSl.. .Sx mit der MultiplexleitungSM
verbunden werden können. Die Sprechschalter werden durch Steuerpulse gesteuert, welche unter Mitwirkung
der Umlaufspeicher Ua und Ub geliefert werden.
Im Umlaufspeicher Ua laufen in kodierter Form die
10 eingeschrieben, mit der die Adresse des anrufenden Teilnehmers im Umlaufspeicher Ua für Teilnehmer
mit abgehendem Verkehr umläuft. Es ist auch eine Frei-Besetzt-Prüfung des anzurufenden Teilnehmers
vorzunehmen, z. B. in der Weise, daß eine Überprüfung der in den Umlaufspeichern Ua und Ub bereits
umlaufenden Adressen vorgenommen wird.
Es wird für dieses Funktionsbeispiel zunächst angenommen, daß die Freiprüfung das Freisein des anzurufenden
Teilnehmers ergibt. Der anzurufende Teilnehmer sei z. B. der Teilnehmer Tnx. Wegen seines
Freiseins kann die gewünschte Verbindung hergestellt werden.
Es wird nun der Betriebsfall beschrieben, bei dem der anzurufende Teilnehmer bereits besetzt ist. Zur
Freiprüfung sind, wie bereits erwähnt, die in den Umlaufspeichern Ua und Ub umlaufenden Adressen zu
überprüfen. Es ist dabei festzustellen, ob die Adresse des anzurufenden Teilnehmers bereits in diesen Um
Rufnummern von Teilnehmern mit abgehendem Ver- 20 lauf speichern umläuft. Dazu müssen die in den Umlaufkehr
und im Umlaufspeicher Ub in entsprechender speichern Ua und Ub umlaufenden Adressen mit der
Weise die Rufnummern von Teilnehmern mit ankommendem
Verkehr um. In kodierter Form vorliegende Rufnummern werden infolgedessen als Adres-Adresse
des anrufenden Teilnehmers verglichen werden. Dies geschieht hier mit Hilfe von sogenannten
Vergleichern. Sie sind in der Fig. 1 mit Va und Vb
sen bezeichnet. Die zu einer Verbindung gehörenden 25 bezeichnet. Außerdem ist noch ein Adressenregister G
Adressen haben jeweils die gleiche Umlaufphase und werden daher gleichzeitig an den Ausgängen der Umlaufspeicher
ausgegeben. An die Ausgänge der Umlaufspeicher sind die sogenannten Dekoder Da und
vorgesehen. Für einen Vergleichsvorgang reicht die zu einem Adressenumlauf in den Umlaufspeichern
dienende Zeitspanne aus. Während dieser Zeitspanne hat die Adresse des anzurufenden Teilnehmers auch
Db angeschlossen. Jeder Dekoder hat so viele Aus- 30 im Adressenregister G zu stehen. Die Vergleicher Va
gänge, wie Teilnehmer vorhanden sind. Jeder dieser und Vb sind sowohl mit den Ausgängen der Umlauf-Ausgänge
ist einem bestimmten Teilnehmer zugeord- speicher Ua und Ub als auch mit dem Adressennet.
Jeder Sprechschalter ist nun sowohl an einem register G über besondere Leitungen verbunden. Wenn
Ausgang des Dekoders Da als auch an einen Aus- eine Adressengleichheit auftritt, so wird dies von den
gang des Dekoders Db angeschlossen. Eingefügte 35 Vergleichern Va und Vb der zentralen Steuereinrich-Oder-Gatter
verhindern eine gegenseitige Beeinflus- tung E über dorthin führende Leitungen gemeldet. In
sung der Dekoder. Wenn einem Dekoder die Adresse
eines Teilnehmers zugeführt wird, so wird ein Impuls
an dem Ausgang abgegeben, der diesem Teilnehmer
zugeordnet ist. Dieser Impuls wird zur Steuerung des 40 werden,
dem jeweiligen Teilnehmer zugeordneten Sprechschal- Die zentrale Steuereinrichtung E dient hier auch
eines Teilnehmers zugeführt wird, so wird ein Impuls
an dem Ausgang abgegeben, der diesem Teilnehmer
zugeordnet ist. Dieser Impuls wird zur Steuerung des 40 werden,
dem jeweiligen Teilnehmer zugeordneten Sprechschal- Die zentrale Steuereinrichtung E dient hier auch
der Steuereinrichtung werden diese Meldungen ausgewertet,
woraufhin im gegebenen Fall Steuerbefehle zu in Frage kommenden Teileinrichtungen geschickt
ters verwendet. Wenn gleichzeitig bei den beiden Dekodern
an zwei.verschiedenen.Teilnehmern zugeordneten Ausgängen jeweils ein Impuls auftritt, so werzur
Steuerung der verschiedenen in dem Vermittlungssystem abzuwickelnden anderen Vermittlungsvorgänge.
Sie ist deshalb mit den Einrichtungen des Systems
den die diesen beiden Teilnehmern zugehörigen 45 über Leitungen verbunden. Die bei den Leitungen ein-
Sprechschalter vorübergehend geschlossen, wodurch diese beiden Teilnehmer während dieser Zeit über die
Sprechmultiplexleitung SM miteinander verbunden sind. Dies wiederholt sich periodisch mit der Umlaufperiode
der in den Umlauf speichern umlaufenden Adressen. Es kommt dadurch die beabsichtigte Verbindung
zwischen den betreffenden Teilnehmern zustande. .-.....-.■
Außer den bereits beschriebenen sind noch weitere Einrichtungen vorhanden. Ihre Aufgaben und Eigenschäften
werden anschließend im Zusammenhang mit der Beschreibung eines Beispiels für das Einschreiben
der Adresse eines anzurufenden Teilnehmers angegeben. Es möge der Teilnehmer TnI abgehoben
haben. Die von ihm gewählte Rufnummer des von ihm gewünschten Teilnehmers, also des anzurufenden Teilnehmers,
trifft dann bei der Empfangseinrichtung MM ein, und zwar über die Sprechmultiplexleitung SM, an
die diese Empfangseinrichtung mit ihren Eingängen angeschlossen ist. Die bei. der Einrichtung MM eingetroffene
Teilnehmernummer wird nach ihrem Eintreffen in den Umlaufspeicher Ub als Adresse eingeschrieben.
Sie wird dabei mit derjenigen Umlaufphase gezeichneten Pfeile zeigen jeweils an, in welcher Richtung
über diese Leitungen Meldungen, Steuerbefehle usw, geleitet werden.- Mit HiKe dieser Steuereinrichtung
kann z. B. auch die Löschung von in den Umlaufspeichern
Ua und Ub umlaufenden Adressen vorgenommen werden. Derartige Löschungen sind insbesondere
bei der Auftrennung von Verbindungen vorzunehmen. Die Abwicklung dieser Vorgänge interessiert
hier jedoch nicht und wird daher auch nicht im einzelnen beschrieben.
Wenn es sich ergeben hat, daß ein anzurufender Teilnehmer besetzt ist, so hat der anrufende Teilnehmer
ein Besetztzeichen zu erhalten. Um dies zu ermöglichen, ist hier der zusätzliche Umlaufspeicher Ud
vorgesehen, in dem Steuerbefehle zum Anschalten des Besetztzeichengenerators GjB an bestimmte Teilnehmer
eingeschrieben werden können. In dem zusätzlichen Umlaufspeicher Ud kufen die eingeschriebenen
Steuerbefehle phasengleich mit Adressen um, die in dem Umlaufspeicher Ua umlaufen. Sie treten daher
auch jeweils an dem Ausgang des zusätzlichen Umlaufspeichers Ud zum gleichen Zeitpunkt auf wie die
betreffenden Adressen an den Ausgängen des Umlauf-
Speichers Ua. Diese Steuerbefehle werden nun dem Schalter gb zugeführt und bewirken, daß der mit diesem
Schalter verbundene Besetztzeichengenerator GB impulsweise mit der Sprechmultiplexleitung SM verbunden
wird, wodurch die betreffenden Teilnehmer mit dem Besetztzeichen versorgt werden.
Unter Verwendung entsprechender Hilfsmittel, wie sie zur Lieferung des Besetztzeichens verwendet werden,
kann im gegebenen Fall dem betreffenden Teilnehmer ein Rufzeichen geliefert werden. Hierzu wird
ebenfalls ein besonderer Umlaufspeicher benötigt, in den Steuerbefehle zum Anschalten eines Rufzeichengenerators
an bestimmte Teilnehmer eingeschrieben werden können. Diese Steuerbefehle werden einem
besonderen Schalter zur Anschaltung des Rufzeichengenerators an die Multiplexleitung SM zugeführt. Das
Einschreiben und Löschen dieser Steuerbefehle bewirkt die Steuereinrichtung E. Diese Hilfsmittel entsprechen
im Aufbau weitgehend den für die Lieferung des Besetztzeichens verwendeten. Sie sind auch in der
gleichen Weise an die betreffenden Einrichtungen des Vermitlungssystems angeschlossen.
Es werden nun verschiedene Verkehrsmeßverfahren angegeben, die gemäß der Erfindung bei Vermittlungssystemen mit zentral gespeicherten Informationen an-
gewendet werden können. Sie können daher auch bei dem vorstehend beschriebenen Zeitmultiplexvermittlungssystem
angewendet werden.
Zunächst wird ein Verkehrsmeßverfahren zur Ermittlung des Umstandes, wieviel der gleichzeitig zur
Verfügung stehenden Verbindungskanäle durchschnittlich ausgenutzt sind, angegeben. Um dies zu ermitteln,
hat in bestimmten Zeitabständen eine Zähleinrichtung zu zählen, wieviel Rufnummern von
Teilnehmern jeweils gespeichert sind, wobei die Rufnummern von an derselben Verbindung beteiligten
Teilnehmern jeweils als eine Rufnummer zu zählen sind. Die erwähnten Rufnummern gehören zu den gespeicherten
Informationen, denn sie bezeichnen die Teilnehmer, welche an Verbindungen beteiligt sind.
Durch eine der angegebenen Zählungen erhält man jeweils eine Angabe darüber, wieviel Verbindungskanäle gerade ausgenutzt sind. Durch die Wiederholung
dieser Zählungen in bestimmten Zeitabständen erhält man eine Angabe darüber, wie sich diese Ausnutzung
über einen größeren Zeitraum verteilt. Der Mittelwert der einzelnen Zählergebnisse stellt dann
die durchschnittliche Ausnutzung bzw. Belastung der Verbindungskanäle dar. Als Zeitabstände kann man
z. B. 36 Sekunden wählen und die Messung für eine Stunde lang durchführen. Man erhält dann die Belastung
der Verbindungskanäle in V100 Erlang.
Bei dem in Fig. 1 gezeigten Zeitmultiplexvermittlungssystem ist ein Umlaufspeicher für den Rufnummern
entsprechende Adressen von Teilnehmern mit abgehendem Verkehr, nämlich der Umlaufspeicher
Ua, und ein Umlaufspeicher für den Rufnummern entsprechende
Adressen von Teilnehmern mit ankommendem Verkehr, nämlich der Umlaufspeicher Ub vorhanden.
In diesen Umlaufspeichern sind demnach die benötigten Informationen für die Ermittlung der
durchschnittlichen Ausnutzung der Verbindungskanäle zentral gespeichert. Die Zahl der Verbindungskanäle
entspricht hier den vorgesehenen Pulsphasen. Bei einer einzelnen Zählung sind hier jeweils die während eines 6g
Umlaufzyklus ausgegebenen Adressen zu zählen. Gleichzeitig von beiden Umlauf speichern ausgegebene
Adressen werden, wie bereits angegeben, als eine Adresse gezählt, da sie mit derselben Pulsphase umlaufen
und daher zur selben Verbindung gehören. Zur Zählung dient die in Fig. 1 eingezeichnete Zähleinrichtung
Zl. Sie ist über das Oder-Gatter 01 an die Ausgänge der Umlaufspeicher Ua und Ub angeschlossen.
Zwischen dem Ausgang des Oder-Gatters 01 und der Zählschaltung Zl ist hier noch der Schalter
SvI eingefügt. Er wird in den vorgesehenen Zeitabständen
jeweils für die Dauer eines Umlaufzyklus geschlossen. Zu seiner Betätigung dient die Zeitschaltung
Tl. Um das Betätigen dieses Schalters genau an den Ablauf der Umlaufzyklen anzupassen, also um
ihn gleichsam zu synchronisieren, wird ihm hier beispielsweise ein Puls zugeführt, der eine geeignete
Phasenlage hat und die gleiche Impulsfolgefrequenz hat, wie sie die den Verbindungskanälen zugeordneten
Impulse haben. Dieser Puls kann von einem zentralen Pulsgenerator P geliefert werden, welcher auch Pulse
für die Erhaltung des Gleichlaufes bei den verschiedenen Teileinrichtungen des Vermittlungssystems liefern
kann und der im allgemeinen bei einem Zeitmultiplexvermittlungssystem sowieso vorhanden ist. Bei
der Zeitschaltung Tl ist die Klemme ρ vorgesehen. Sie ist mit der Klemme ρ des Pulsgenerators P verbunden.
Über diese Klemmen wird der Zeitschaltung Tl ein geeigneter Puls zugeführt.
Vorstehend wurde angegeben, daß der Schalter Sv 1 jeweils für die Dauer eines Pulszyklus geschlossen
wird. Es ergibt sich nun eine etwas andere und ebenfalls
wichtige Verkehrsmessung, wenn der Schalter Sv 1 jeweils lediglich für die Dauer einer bestimmten Pulsphase
geschlossen wird. Von besonderer Bedeutung ist der Fall, daß er jeweils während eines Umlaufzyklus
lediglich während der letzten Pulsphase geschlossen wird, die für einen Verbindungskanal vorgesehen ist.
Es ist nämlich von Interesse festzustellen, wie stark die Ausnutzung der letzten in Frage kommenden Pulsphase
während eines bestimmten Zeitraumes ist. Man erhält dadurch ein Maß für die Gefahr, daß für eine Verbindungsanforderung
kein freier Verbindungskanal mehr zur Verfügung steht. Je öfter bei dieser Pulsphase
mindestens eine Adresse von den Umlauf speichern ausgegeben wird, desto öfter werden alle Verbindungskanäle belegt. Bei dieser Messung ist mit HiHe der Zeitschaltung
Tl der Schalter SvI jeweils lediglich für die Dauer einer Pulsphase zu schließen, und zwar in bestimmten
Zeitabständen. Zur Synchronisierung kann wieder ein vom Pulsgenerator P gelieferter Puls geeigneter
Phasenlage dienen. Verwendet man einen Puls mit einer anderen Phasenlage, so erhält man eine
Messung für die Häufigkeit der Ausnutzung anderer Verbindungskanäle. Derartige Messungen ergeben
einen Einblick in die Ausnutzung bzw. Belastung der zur Verfügung stehenden Verbindungskanäle bzw.
Pulsphasen.
Im folgenden wird ein anderes Verkehrsmeßverfahren
beschrieben. Dieses Verfahren dient zur Ermittlung der Anzahl von Verbindungsanforderungen, bei
denen der angerufene Teilnehmer nicht erreicht wurde. Zu diesem Zweck werden mit Hilfe einer Zähleinrichtung
die Einspeicherungen gezählt, bei denen Befehle zum Anschalten des Besetztzeichengenerators an
Teilnehmer zentral eingespeichert werden. Wenn nämlich der angerufene Teilnehmer nicht zu erreichen
ist, wird dem anrufenden Teilnehmer ein Besetztzeichen geliefert. Es hat dann eine zentral gespeicherte
Information über diesen Betriebszustand bei den in Frage kommenden Vermittlungssystemen vorzuliegen.
Diese Information ist nichts anderes als der erwähnte
Befehl zum Anschalten des Besetztzeichengenerators. Durch Zählen der Einspeicherungen. dieser Befehle erhält
man dann, wie bereits angegeben,, die gewünschte Anzahl von Verbindungsanforderungen.
Bei dem in Fig. 1 gezeigten Zeitmultiplexvermirtlungssystem
dient als Speicher für Befehle zum Anschalten des Besetztzeichengenerators GB der Umlaufspeicher
Ud. Die vorgesehene Verkehrsmessung lß i d f d di Eiih
speicher bereits mit allen vorgesehenen Umlaufphasen Adressen umlaufen, so kann die Adresse eines Teilnehmers,
der gerade abgehoben hat, nicht mehr dort eingespeichert werden. Es kann auch der Fall sein,
daß eine bestimmte Umlaufphase im Umlaufspeicher Ua frei ist, jedoch im Umlaufspeicher Ub für Adressen
von Teilnehmern mit ankommendem Verkehr mit dieser Umlauf phase bereits eine Adresse umläuft. Mit
dieser Umlaufphase darf in den Umlaufspeicher Ua ki Ad ihrib
läßt sich hier dadurch ausführen, daß die Einspeicher- 10 keine Adresse eingeschrieben werden, da an den da-
befehle nicht nur dem Umlaufspeicher Ud, sondern auch der Zähleinrichtung Z 2 zugeführt werden und
dort gezählt werden.
Der anrufende Teilnehmer kann nun bekanntlich
das Besetztzeichen aus verschiedenen Gründen erhalten. Vielfach wird er es wegen Besetztseins des angerufenen
Teilnehmers erhalten. Es kann aber z. B. auch der Fall eintreten, daß er es deshalb erhält, weil gerade
keine Einrichtung zur Aufnahme von Ziffern der zugehörigen Verbindungskanal bereits der Teilnehmer
angeschlossen ist, dessen Adresse im Umlaufspeicher Ub umläuft und der mit dem abhebenden Teilnehmer
nichts zu tun hat. Die Gefahrzeiten können bei dem
betrachteten Zeitmultiplexvermittlungssystem dadurch gemessen werden, daß. mit HiKe der an die Umlaufspeicher
Ua und Ub angeschlossenen Zähleinrichtung Z 4 die Anzahl der Umlaufzyklen gezählt wird, bei
denen mindestens mit jeder Umlaufphase in einem
Rufnummer des angerufenen Teilnehmers verfügbar 20 Umlaufspeicher eine Adresse umläuft. Die Zähleinsind.
Durch zusätzliche Maßnahmen kann die Zäh- richtung Z 4 ist hier über dieses bereits erwähnte Oderlung
auf Einspeicherungen beschränkt werden, die je- Gatter Ol an die betreffenden Ausgänge der Umlaufweils
bei Fällen einer bestimmten Art vorgenommen
werden. Von besonderem Interesse ist es nun festzu-
werden. Von besonderem Interesse ist es nun festzu-
speicher Ua und Ub angeschlossen. Die Zählung kann
z. B. in folgender Weise durchgeführt werden. Die Zlii hl üb d OdG 01
g g
stellen, wie oft Einspeicherungen wegen Besetztseins as Zähleinrichtung Z 4 erhält über das Oder-Gatter 01
des angerufenen Teilnehmers vorgenommen werden. Hierzu dient bei dem in Fig. 1 gezeigten Zeitmultiplexvermittlungssystem
die Zähleinrichtung Z 3 in Zusammenarbeit mit dem Schalter Sv 3. Der Zähleinrichtung
Z 3 werden die Einspeicherbefehle zum Anschalten des Besetztzeichengenerators GB über den Schalter
Sv 3 zugeführt. Der Schalter Sv 3 wird vom Vergleicher
Vb betätigt und nur dann kurzzeitig geschlossen, wenn der Vergleichex Vb festgestellt hat, daß eine
Adresse bereits vor ihrem Eintreffen auf Grund einer
Verbindungsanforderung im Umlaufspeicher Ub für Adressen von Teilnehmern mit ankommendem Verkehr
umläuft. In diesem Falle wird von der zentralen Steuereinrichtung E ein Einspeicherbefehl geliefert,
d d
jeweils ein Signal, wenn bei mindestens einem Umlaufspeicher eine Adresse ausgegeben wird. Durch ein
derartiges Signal wird, von der Nullstellung aus beginnend, jeweils ein zur Zähleinrichtung Z 4 gehörender
erster Zähler um eine Zählstellung weitergeschaltet.
Wenn mit allen, in Frage kommenden Umlaufphasen
Adressen umlaufen, so wird der Zähler während
eines Umlaufzyklus bis zu einer der Anzahl dieser Umlaufphasen- entsprechenden Zählstellung weitergeschaltet.
Das Erreichen dieser Zählstellung gibt an, daß ein zu zählender Umlaufzyklus vorliegt, welcher
für die Anzeige besonders gezählt wird, indem ein zweiter Zähler um eine Zählstellung weitergeschaltet
wird. Nach Ablauf des Umlaufzyklus wird der erste
und zwar deshalb, weil der anzurufende Teilnehmer 40 Zähler in seine Nullstellung zurückgestellt. Hierzu
besetzt ist. Wenn nur in diesen Fällen während der wird über die Klemme ρ 0 dem zur Zähleinrichtung
Lieferung des Einspeicherbefehls der Schalter Sv 3 Z4 gehörenden ersten Zähler ein vom Pulsgenerator P
vom Vergleicher Vb zum Schließen gebracht wird, so gelieferter Puls geeigneter Phasenlage zugeführt. Jewerden
von der Zähleinrichtung Z 3,. wie beabsichtigt, der zu diesem Puls gehörende Impuls hat jeweils das
nur diejenigen Einspeicherbefehle gezählt, die wegen 45 Zurückstellen des ersten Zählers zu bewirken,
Besetztseins des angerufenen Teilnehmers geliefert Nach einem weiteren Verkehrsmeßverfahren ergibt
werden. sich eine Ermittlung der Gesamtzahl abgehender Be-Es wird nun ein weiteres Verkehrsmeßverfahren be- legungen. Zu diesem Zweck wird mit einer Zähleinschrieben.
Dieses Verfahren dient dazu, die Zeiten zu richtung gezählt, wie oft eine Information zur Kenntermitteln,
während der Verbindungsanforderungen 50 lichmachung eines Teilnehmers, der abgehoben hat,
nicht abgefertigt werden können. Es handelt sich eingespeichert wird. Diese Information wird durch
hierbei um die sogenannte Gefahrzeit. Zu diesem seine Rufnummer bzw. Adresse dargestellt. Da bei
Zweck wird die Zeit gemessen, während der abheben- dem in Frage kommenden Vermittlungssystem die
den Teilnehmern zugeordnete Informationen nicht ge- Adressen, dieser Teilnehmer gespeichert werden, um
speichert werden können, da dafür vorgesehene 55 den
Speicher gerade bereits gefüllt sind, d. h,, da ihre
Speicher gerade bereits gefüllt sind, d. h,, da ihre
Speicherkapazität gerade voll ausgenutzt ist. Wenn dies der Fall ist, können keine Informationen über
das Abheben des betreffenden Teilnehmers gespeichert werden, und daher können für diesen Teilnehmer
auch keine Vermittlungsvorgänge abgewickelt werden. Es ist daher sehr wichtig, derartige Gefahrzeiten zu
messen.
Bei dem in Fig. 1 gezeigten Zeitmultiplexvermittlungssystem
ist beim Abheben eines Teilnehmers des- 6g sen Rufnummer als Adresse in den Umlaufspeicher
Ua für Adressen von Teilnehmern mit abgehendem Verkehr einzuschreiben. Wenn: in diesem Umlaufjeweiligen
Betriebszustand festzuhalten, ergibt eine Zählung dieser Einspeieherungen die gewünschte
Gesamtzahl abgehender Belegungen. Bei dem in Fig. 1 gezeigten Zeitmultiplexvermittlungssystem
werden diese Adressen nun dem Umlaufspeicher Ua
für Adressen von Teilnehmern mit abgehendem Verkehr eingespeichert. Die Adressen werden hier von
dem Register G geliefert. Jedesmal, wenn der Schalter
Sa kurzzeitig geschlossen wird, wird die im Register stehende Adresse eingespeichert. Eine Zählung
der Schließungen dieses Schalters Sa ergibt daher die gewünschte Anzahl. Für diese Zählung dient die Zähleinrichtung
ZS, welche an die von der zentralen
Steuereinrichtung E zum Sehalter Sa führende Leitung
mit angeschlossen ist. Die Steuerbefehle zum Schließen des Schalters 5a werden von der Zähleinrichtung
ZS gezählt, wodurch die gesuchte Gesamtzahl abgehender Belegungen ermittelt wird.
Nicht nur die Gesamtzahl abgehender Belegungen, sondern auch die Gesamtzahl ankommender Belegungen
ist bei Fernsprechvermittlungssystemen von Interesse. Diese Gesamtzahl wird mit einem Verk'ehrsmeßverfahren
ermittelt, bei dem mit Hilfe einer Zähleinrichtung gezählt wird, wie oft eine Information
zur Kenntlichmachung eines Teilnehmers, also seine Adresse, eingespeichert wird, wenn es sich um einen
Teilnehmer handelt, welcher nicht gerade abgehoben hat. Es handelt sich hier also nicht um die Teilnehmer,
für die die Einspeicherung ihrer Adressen nach dem gerade beschriebenen Verkehrsmeßverfahren
gezählt wurden, sondern um andere Teilnehmer. Diese anderen Teilnehmer sind nun gerade
die zu erfassenden Teilnehmer, nämlich diejenigen mit ankommendem Verkehr. Die Adressen dieser
Teilnehmer werden bei den in Frage kommenden Vermittlungssystemen zentral gespeichert, da sie bei
der Abwicklung der Betriebsvorgänge benötigt werden. Bei dem in Fig. 1 gezeigten Zeitmultiplexvermittlungssystem
werden die Adressen von Teilnehmern mit ankommendem Verkehr in dem Umlaufspeicher
Ub gespeichert. Diese Adressen werden dorthin ziffernweise von der Empfangseinrichtung
MM geliefert, wie bereits beschrieben wurde. Um nun die beabsichtigte Zählung durchzuführen, wird das
Einspeichern der letzten Ziffern von Adressen in den Umlaufspeicher Ub gezählt. Dazu dient die Zähleinrichtung
Z 6, welche an die Empfangseinrichtung MM mitangeschlossen ist und von dort jeweils ein Signal
erhält, wenn jeweils die letzte Ziffer einer Adresse ausgeliefert wird. Das Eintreffen eines derartigen
Signals schaltet diese Zähleinrichtung Z 6 jeweils weiter. Unvollständige Adressen haben das Zustandekommen
ankommenden Verkehrs nicht zur Folge. Ihre Berücksichtigung wird hier vermieden, da nur
die Einspeicherungen letzter Ziffern gezählt werden.
Falls das Einspeichern der Adressen in den Umlaufspeicher
Ub bereits vor einer Frei-Besetzt-Prüfung des betreffenden Teilnehmers vorgenommen wird, so
sind die Betriebsfälle, bei denen die Prüfung das Besetztsein des betreffenden Teilnehmers ergibt, noch
besonders zu berücksichtigen. Nur wenn der angerufene Teilnehmer frei ist, kommt nämlich ein zu
zählender ankommender Verkehr zustande. Ein Signal für das Besetztsein des angerufenen Teilnehmers
liefert, wie bereits im Zusammenhang mit einem anderen Verkehrsmeßverfahren beschrieben wurde,
der Vergleicher Vb. Dieses Signal kann nun dazu ausgenutzt werden, um die Besetztfälle bei der
Zählung zu berücksichtigen. Dies geschieht dadurch, daß die Zähleinrichtung Z 6 beim Auftreten eines derartigen
Signals um eine Zählstellung zurückgeschaltet wird. Die Zähleinrichtung Z 6 ist dazu ebenso wie der
Schalter Sv 3 an die betreffende Leitung angeschlossen, die vom Vergleicher Vb abgeht. Wenn Adressen erst
nach einer Frei-Besetzt-Prüfung in den Umlaufspeicher Ub eingespeichert werden, so wird das Ergebnis
dieser Prüfung automatisch berücksichtigt, so daß besondere Maßnahmen überflüssig sind.
Vorstehend wurde die Zählung abgehender und ankommender
Belegungen beschrieben. Diese Belegungen werden meistens, aber nicht immer, zu Gesprächen
führen, nämlich nur dann, wenn der gerufene Teilnehmer abhebt. Die Anzahl der Gespräche
ist also kleiner als die der Belegungen. Dem gerufenen Teilnehmer wird nun in jedem Fall mit Hilfe
eines Steuerbefehles, der in dem bereits erwähnten besonderen Umlaufspeicher umläuft, das Rufzeichen
geliefert. Wenn eine Belegung zu einem Gespräch führt, so veranlaßt die Steuereinrichtung E die
Löschung des betreffenden Steuerbefehls in dem besonderen Umlaufspeicher. Es findet dadurch eine
ίο Ruf abschaltung statt. Durch Zählung derartiger Rufabschaltungen
erhält man die zugehörige Anzahl von zustande gekommenen Gesprächen.
Von großer Bedeutung ist ferner die Feststellung, wie lange ein bestimmter Teilnehmer jeweils während
eines gewissen Zeitraumes belegt ist, und zwar getrennt für abgehenden und ankommenden Verkehr.
Es ist nun bei konventionellen Systemen verhältnismäßig schwierig, derartige Feststellungen zu machen.
Bei einem Vermittlungssystem, das zentral gespeicherte Informationen über die Beteiligung von
Teilnehmern an Verbindungen sowie über deren Betriebszustand besitzt, läßt sich der Belegungszustand
eines Teilnehmers mit verhältnismäßig geringem schaltungstechnischem Aufwand ermitteln. Zu diesem
Zweck wird hier die Zeit gemessen, während der seine Rufnummer als Rufnummer eines Teilnehmers
mit abgehendem Verkehr bzw. während der seine Rufnummer als Rufnummer eines Teilnehmers mit
ankommendem Verkehr gespeichert ist.
Handelt es sich um ein Zeitmultiplexvermittlungssystem, welches einen Umlaufspeicher für den Rufnummern
entsprechende Adressen von Teilnehmern mit abgehendem Verkehr hat, in dem die Adressen
gegeneinander phasenverschoben zyklisch umlaufen und zur Zusammenschaltung von Verbindungen
periodisch gegeneinander phasenverschoben ausgegeben werden, und welches einen entsprechenden
Umlaufspeicher für Adressen von Teilnehmern mit ankommendem Verkehr aufweist, so wird zweckmäßigerweise
zur Zeitmessung mit Hilfe einer Zähleinrichtung die Anzahl von Umlaufzyklen gezählt,
während der die Adresse des betreffenden Teilnehmers im Umlaufspeicher für Adressen von Teilnehmern
mit abgehendem Verkehr bzw. im Umlaufspeicher für Adressen von Teilnehmern mit ankommendem Verkehr
umläuft.
In der Fig. 1 sind auch die Einrichtungen gezeigt, welche für eine derartige Zeitmessung benötigt werden.
Hierzu dient der Vergleicher Vz, welcher zugelieferte Adressen vergleicht und bei deren Gleichheit
ein Signal liefert, welches die Zähleinrichtung Zl weiterschaltet. Über den Schalter Sz werden dem
Vergleicher Vz entweder die vom Umlaufspeicher Ua oder vom Umlaufspeicher Ub ausgegebenen Adressen
und die im Adressenregister Gz stehenden Adressen zugeführt. Das Adressenregister Gz ist jeweils so eingestellt,
daß dort die Adresse des in Frage kommenden Teilnehmers steht.
Zunächst wird der Fall betrachtet, daß der Schalter Sz eine derartige Stellung hat, daß, wie es auch in der Fig. 1 gezeigt ist, dem Vergleicher Vz die vom Umlaufspeicher Ua ausgegebenen Adressen zugeführt werden. Es handelt sich hier, wie bereits angegeben, um Adressen von Teilnehmern mit abgehendem Ver-
Zunächst wird der Fall betrachtet, daß der Schalter Sz eine derartige Stellung hat, daß, wie es auch in der Fig. 1 gezeigt ist, dem Vergleicher Vz die vom Umlaufspeicher Ua ausgegebenen Adressen zugeführt werden. Es handelt sich hier, wie bereits angegeben, um Adressen von Teilnehmern mit abgehendem Ver-
6g kehr. Die Adresse eines derartigen Teilnehmers wird,
solange er seinen Handapparat abgehoben hat, während eines jeden Umlaufzyklus einmal ausgegeben
und dem Vergleicher Vz zugeführt. Stimmt diese
209 620/73
Adresse mit der im Adressenregister Gz stehenden überein, so wird jedesmal vom Vergleicher Vz ein
Signal geliefert, das die Zähleinrichtung Z 7 weiterschaltet, wodurch die Anzahl der Umlaufzyklen gezählt
wird. Diese Anzahl ist ein Maß für die Zeit, während der der betreffende Teilnehmer abgehenden
Verkehr hat. Das Adressenregister Gz ist nun auf beliebige Adressen von Teilnehmern einstellbar. Durch
Einstellung einer anderen Adresse kann demnach jeder beliebige andere Teilnehmer auf abgehenden
Verkehr in dieser Weise überwacht werden.
Wenn der Schalter Sz in seine andere Schaltstellung gelegt wird, so gelangen die im Umlaufspeicher Ub
umlaufenden Adressen von Teilnehmern mit ankommendem Verkehr zum Vergleicher Vz. In analoger
Weise wird dann der ankommende Verkehr von Teilnehmern überwacht.
Die bisher angegebenen Verkehrsmeßverfahren betrafen jeweils den Vermittlungsverkehr in einem einzelnen
Vermittlungssystem. Es wird nun ein Verkehrsmeßverfahren angegeben, das im Gegensatz
dazu eine Gruppe von Vermittlungssystemen betrifft. Es tritt dann im allgemeinen auch ein Vermittlungsverkehr auf, bei dem Verbindungen hergestellt werden,
die zwischen verschiedenen Vermittlungssystemen verlaufen. Diese Verbindungen gehören zum
sogenannten Externverkehr. Von besonderem Interesse ist der abgehende Externverkehr und dessen
Verhältnis zum Internverkehr in einem Vermittlungssystem. Zum Internverkehr gehören alle Verbindungen,
bei denen die beteiligten Teilnehmer zum selben System gehören. Der Gesamtverkehr eines Vermittlungssystems
ist dann gleich der Summe aus Internverkehr und abgehendem Externverkehr.
Die durchschnittliche Ausnutzung eines Vermittlungssystems für den gesamten Vermittlungsverkehr
kann nach dem zuerst angegebenen Verkehrsmeßverfahren ermittelt werden. Hierzu wird, wie dort angegeben
wurde, bei einem Zeitmultiplexvermittlungszeichnete Symbol angedeutet. Dort ist eine Leitung
angeschlossen, die zu der ZähleinrichtungZIg führt,
welche in der bereits beschriebenen Weise den Gesamtverkehr des Systems zählt, woraus sich die
durchschnittliche Belastung der gleichzeitig zur Verfügung stehenden Verbindungskanäle ergibt. Außerdem
sind durch Leitungsstücke, die an das System Fl angeschlossenen Teilnehmer Tn jeweils angedeutet.
Schließlich ist dort eine Multiplexleitung gezeigt, die mit 5Ml bezeichnet ist und welche zu dem Kreuzfeld
mit den Koppelpunktkontakten kla, klb, kla, klb, k3a, k3b und k4α sowie k4b führt. Die Koppelpunktkontakte
werden mit Hilfe von zusätzlichen Umlaufspeichern betätigt, die durch das mit UZ bezeichnete
Symbol angedeutet sind. Die Betätigung der Koppelpunktkontakte geschieht prinzipiell in der
gleichen Weise wie die Betätigung der den Teilnehmern zugeordneten Sprechschalter in einem Zeitmultiplexvermittlungssystem.
Wenn z. B. ein Teilnehmer des Vermittlungssystems Fl mit einem Teilnehmer des Vermittlungssystems F 2 spricht, so
laufen die Rufnummern dieser Teilnehmer jeweils in einem Umlaufspeicher in ihrem Vermittlungssystem
um. Beide Rufnummern laufen mit derselben Umlaufphase um, so daß der eine Teilnehmer an die SprechmultiplexleitungSMl
und der andere Teilnehmer an die Sprechmultiplexleitung SM 2 periodisch impulsweise
angeschaltet wird. Diese Anschaltungen werden synchron vorgenommen. Mit derselben Umlaufphase
laufen dann in einem zusätzlichen Umlaufspeicher Bezeichnungen der Koppelpunktkontakte kla und
k 2 α um, so daß diese beiden Koppelpunktkontakte ebenfalls synchron mit den erwähnten Sprechschaltern
geschlossen werden. Über diese Koppelpunktkontakte sind dann impulsweise die beiden Multiplexleitungen
5Ml und 5M2 verbunden. Hierdurch kommt auch die Verbindung der betreffenden Teilnehmer zustande.
In entsprechender Weise können über andere
35
system mit einer Zähleinrichtung in bestimmten Zeit- 40 Koppelpunktpaare Verbindungen zwischen den Multiabständen
jeweils gezählt, wieviel Rufnummern von plexleitungen in beliebiger Kombination hergestellt
Teilnehmern gespeichert sind, wobei die Rufnummern werden. Es sei bemerkt, daß hier auch in sinnvoller
von an derselben Verbindung beteiligten Teilnehmern Weise zwei verschiedene Koppelpunktkontaktpaare
jeweils als eine Rufnummer gezählt werden. impulsweise synchron betätigt werden können. Zum
Die Ausnutzung eines Vermittlungssystems durch 45 Beispiel kann außer dem bereits erwähnten Koppeiden
Externverkehr ist nach einem besonderen Ver- punktkontaktpaar kla-k2a auch das Koppelpunktfahren
zu messen. Dieses Verfahren ist auf eine
Gruppe von Zeitmultiplexvermittlungssystemen anzuwenden, die für Adressen von Teilnehmern mindestens je einen Umlaufspeicher haben, in dem die 50 werden kann. Eine gegenseitige Störung dieser beiden Adressen gegeneinander phasenverschoben zyklisch Verbindungen tritt nicht ein, da im Kreuzfeld die zu-
Gruppe von Zeitmultiplexvermittlungssystemen anzuwenden, die für Adressen von Teilnehmern mindestens je einen Umlaufspeicher haben, in dem die 50 werden kann. Eine gegenseitige Störung dieser beiden Adressen gegeneinander phasenverschoben zyklisch Verbindungen tritt nicht ein, da im Kreuzfeld die zu-
kontaktpaar k3b-k4b betätigt werden, wodurch eine
Verbindung über die Multiplexleitungen 5M3 und 5M4 der Vermittlungssysteme F 3 und F 4 geführt
umlaufen und periodisch nacheinander zur Zusammenschaltung von über Multiplexleitungen führenden
Verbindungen ausgegeben werden, und bei denen der Verkehr zwischen Teilnehmern verschiedener
Vermittlungssysteme über ein Kreuzfeld der Multiplexleitungen der einzelnen Systeme geführt wird, in
dem an den Kreuzungsstellen der Multiplexleitungen Koppelpunktkontakte liegen, die impulsweise synchron
mit der Ausgabe der Rufnummern der an Verbindungen beteiligten Teilnehmer mit Hilfe mindestens
eines besonderen zusätzlichen Umlaufspeichers betätigt werden.
Eine derartige Gruppe von Vermittlungssystemen ist bei der Anordnung gemäß Fig. 2 vorhanden. Es
sind hier vier Vermittlungssysteme vorhanden, die mit Fl ... F 4 bezeichnet sind. Beim Vermittlungssystem
Fl sind Umlaufspeicher durch das mit U begehörigen Wege räumlich getrennt sind. Wenn
mehrere Koppelpunktkontaktpaare synchron miteinander zu betätigen sind, so sind für ihre Steuerung
mehrere zusätzliche Umlaufspeicher vorzusehen.
Die Vermittlungssysteme Fl bis F4 weisen hier jeweils eine Multiplexleitung auf. Es gibt auch Vermittlungssysteme,
welche jeweils mehrere Multiplexleitungen haben. Auch in diesem Fall kann der Verkehr
zwischen den Systemen mit HiKe kreuzfeldartig angeordneter Koppelpunktkontakte abgewickelt werden.
Wenn jedes Vermittlungssystem zwei Multiplexleitungen hat, so sind doppelt soviel Koppelpunktkontakte
als bei der in Fig. 2 gezeigten Anordnung
65 vorzusehen.
Zur Ermittlung der Größe des jeweils bei einem der Vermittlungssysteme abgehenden Externverkehrs
ist bei der in Fig. 2 dargestellten Anordnung die Zähl-
einrichtung Zle vorgesehen, welche in bestimmten
Abständen jeweils während eines Umlaufzyklus zählt, bei wieviel Umlaufphasen eine Adressenausgabe für
Teilnehmer erfolgt, bei denen gleichzeitig bei zusätzlichen Umlaufspeichern ein Signal zur Betätigung von
mindestens einem Koppelpunktkontakt zur Durchschaltung einer Verbindung zu einem anderen Vermittlungssystem
erfolgt. Die ZähleinrichtungZIe ist
wie die bereits erwähnte Zähleinrichtung ZIg an den Umlaufspeicher des Vermittlungssystems Fl angeschlossen.
Damit sie jedoch nur dann weiterzählt, wenn in Frage kommende Koppelpunktkontakte betätigt
werden, ist nun in die Verbindungsleitung zu den Umlauf speichern U noch der Schalter Sie eingefügt,
welcher nur dann geschlossen wird, wenn gerade in Frage kommende Koppelpunktkontakte betätigt
werden. Die Steuerung des Schalters 51 e wird mit Hilfe des Vergleichers V durchgeführt. Diesem
Vergleicher werden die von den Umlauf speichern UZ ausgegebenen Bezeichnungen für Koppelpunktkontakte
zugeführt. Der Vergleicher stellt an Hand ihm vorher eingegebener Muster fest, ob es sich um Bezeichnungen
in Frage kommender Koppelpunktkontakte handelt. Ist dies der Fall, so liefert er einen
Steuerbefehl, der die Schließung des Schalters Sie
während einer kurzen Zeitspanne bewirkt, so daß das gleichzeitig von den Umlaufspeichern U gelieferte
Signal von der ZähleinrichtungZIe gezählt wird.
Um den gesamten vom Vermittlungssystem F1 abgehenden
Externverkehr zu erfassen, hat der Vergleicher V jeweils einen Steuerbefehl zu liefern, wenn
jeweils einer der Koppelpunktkontakte kl α und klb
zu den betätigten Koppelpunktkontaktpaaren gehört. Welcher der anderen Koppelpunktkontakte jeweils
zugleich betätigt ist, ist hierbei nicht zu berücksichtigen. Wird dies jedoch auch berücksichtigt, so kann
auch die Aufteilung des abgehenden Externverkehrs in bezug auf die anderen Vermittlungssysteme ermittelt
werden. Zu diesem Zweck ist ein Satz von Zähleinrichtungen vorgesehen, zu denen die Zähleinrichtungen
Z12 e, Z13e und Z14e gehören. Jede
Zähleinrichtung ist jeweils den Koppelpunktkontakten zugeordnet, über die vom Vermittlungssystem F1 aus
ein bestimmtes anderes der Vermittlungssysteme F 2 ... F 4 erreicht werden kann. So kann z. B. das
Vermittlungssystem F 2 über die Koppelpunktkontakte kla-k2α oder klb-klb erreicht werden. Das
Vermittlungssystem F 3 kann vom Vermittlungssystem Fl aus über die Koppelpunktkontakte kla-
k3a oder klb-k3b erreicht werden usw. Jede dieser
Zähleinrichtungen zählt nur dann weiter, wenn von den ihr zugeordneten Koppelpunktkontakten die eine
Verbindung zustande bringenden betätigt werden. Dadurch ergibt sich, daß die verschiedenen Zähleinrichtungen
dieses Satzes jeweils den zu diesen Vermittlungssystemen führenden Externverkehr für sich
getrennt messen. In die von den Umlaufspeichern U zu den Zähleinrichtungen Z12 e, Z13 β und Z14e
führenden Leitungen sind die Schalter S12e, SlSe
und S14e eingefügt, welche vom Vergleicher V aus
betätigt werden. Sie werden jeweils nur dann geschlossen, wenn von den Umlaufspeichern UZ die
Bezeichnungen der in Frage kommenden Koppelpunktkontakte ausgegeben werden. Der Schalter S14 e
wird z. B. jeweils geschlossen, wenn die Koppelpunkt- kontakte/:Ia-A;4α oder klb-k4b geschlossen werden.
Die Auswertung und Sortierung der von den Umlaufspeichern UZ gelieferten Bezeichnungen geschieht
im Vergleicher V, von dem aus demgemäß die Schalter S12e, S13 e, S14 e gesteuert werden.
Die verschiedenen Zähleinrichtungen mit ihren Schaltern und der Vergleicher V bilden zusammen die
Meßeinrichtung ZFl, mit welcher der Verkehr des Vermittlungssystems F1 überwacht wird. Falls es gewünscht
wird, können entsprechende Meßeinrichtungen auch für andere der Vermittlungssysteme vorgesehen
sein. Dazu gehören die Meßeinrichtungen ZF 2 und ZF 3. Diese Meßeinrichtungen sind unter
anderem auch an die von den Umlaufspeichern UZ zu der Meßeinrichtung ZFl führende Leitung anzuschließen,
worauf das dort eingezeichnete Vielf achschaltungszeichen ν hinweist.
Bei den einzelnen Vermittlungssystemen können auch an Stelle von Teilnehmern zu anderen Ämtern
führende bzw. von dort herkommende Leitungen angeschlossen sein. Mit Hilfe der zuletzt beschriebenen
Verkehrsmessungen werden dann auch Verkehrsmeßergebnisse erhalten, die zur Verrechnung der Gebühren
für den Verkehr zwischen den erwähnten Ämtern ausgenutzt werden können. Dies kann sowohl
für den inländischen Verkehr als auch für den internationalen Verkehr von Bedeutung sein.
Es wurde bereits erwähnt, daß nach Ermittlung des Gesamtverkehrs und des Externverkehrs bei einem
Vermittlungssystem sich der Internverkehr als die Differenz aus Gesamtverkehr und Externverkehr ergibt.
Zur Beurteilung der Aufteilung des Verkehrs bei einem Vermittlungssystem berechnet man dann noch
vielfach das Verhältnis aus Extemverkehr und Internverkehr.
Vorstehend wurde eine Reihe verschiedener Verkehrsmeßverfahren beschrieben, die auf der Überwachung
zentral gespeicherter Informationen beruhen. Zur Überwachung dienen dabei Zähleinrichtungen.
Diese Zähleinrichtungen können dabei auch, wie aus den beschriebenen Verfahren hervorgeht, im Zuge
der Überwachung der im Vermittlungssystem gespeicherten Informationen durch Vorgänge zur Veränderung
der Anzahl oder Eigenart gespeicherter Informationen gesteuert werden. Es werden dabei jeweils
diese Vorgänge zur Steuerung von Zähleinrichtungen mitausgenutzt. Diese Mitausnutzung hat den
Vorteil, daß besondere Einrichtungen zum Abfragen von Informationen eingespart werden können. So
wird z. B. die Zähleinrichtung Z 5 (Fig. 1) durch Steuerbefehle zum Einschreiben von Adressen in den
Umlaufspeicher Ua umgesteuert.
Claims (23)
1. Verkehrsmeßverfahren für Fernmelde-, insbesondere
Fernsprechvermittlungssysteme, bei denen zentral gespeicherte Informationen über die
Beteiligung von Teilnehmern an Verbindungen sowie über deren Betriebszustand bei der Abwicklung
von Vermittlungsvorgängen verwendet werden, wie z. B. bei nach dem Zeitmultiplexprinzip
arbeitenden Systemen für die periodisch wiederholte kurzzeitige Zusammenschaltung der
an Verbindungen beteiligten Teilnehmer, dadurch gekennzeichnet, daß die den Teilnehmern zugeordneten
Informationen nach ihrer Anzahl unter Berücksichtigung ihrer Eigenart zeitlich mit Hilfe
von Zähleinrichtungen (Zl ... Zl) dergestalt überwacht werden, daß die erhaltenen Zählergeb-
nisse Verkehrsmeßwerte für das Vermittlungssystem bilden.
2. Verkehrsmeßverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Ermittlung des
Umstandes, wieviel der gleichzeitig zur Verfugung stehenden Verbindungskanäle durchschnittlich
ausgenutzt sind, in bestimmten Zeitabständen eine Zähleinrichtung (Z 1) jeweils zählt,
wieviel Rufnummern von Teilnehmern gespeichert sind und dabei die Rufnummern von an derselben
Verbindung beteiligten Teilnehmern jeweils als eine Rufnummer zählt.
3. Verkehrsmeßverfahren nach Anspruch 2 für ein Zeitmultiplexvermittlungssystem, welches
einen Umlaufspeicher für den Rufnummern entsprechende Adressen von Teilnehmern mit abgehendem
Verkehr hat, in dem die Adressen gegeneinander phasenverschoben zyklisch umlaufen
und zur Zusammenschaltung von Verbindungen periodisch nacheinander phasenver- schoben ausgegeben werden, und welches einen
entsprechenden Umlaufspeicher für Adressen von Teilnehmern mit ankommendem Verkehr aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß bei einer einzelnen Zählung jeweils die während eines Umlaufzyklus
ausgegebenen Rufnummern gezählt werden.
4. Verkehrsmeßverfahren nach Anspruch 3 zur Messung der Gefahr, daß für eine Verbindungsanforderung kein freier Verbindungskanal mehr
zur Verfügung steht, dadurch gekennzeichnet, daß mit Hilfe der Zähleinrichtung (Zl) jeweils nur die
mit einer ganz bestimmten Phasenlage, insbesondere die mit der im Zyklus für Verbindungen
vorgesehenen letzten Phasenlage, umlaufenden Adressen gezählt werden.
5. Verkehrsmeßverfahren nach Anspruch 1 zur Ermittlung der Anzahl von Verbindungsanforderungen,
bei denen der angerufene Teilnehmer nicht erreicht wurde, dadurch gekennzeichnet, daß
mit Hilfe einer Zähleinrichtung (Z 2) die Einspeicherungen gezählt werden, bei denen Befehle
zum Anschalten des Besetztzeichengenerators (GB) an Teilnehmer zentral eingespeichert werden.
6. Verkehrsmeßverfahren nach Anspruch 5 für ein Zeitmultiplexsystem, welches einen Umlaufspeicher
für Befehle zur Anschaltung des Besetztzeichengenerators hat, in dem diese Befehle
gegeneinander phasenverschoben zyklisch umlaufen, dadurch gekennzeichnet, daß die Einspeicherungen
dieser Befehle in diesen Umlaufspeicher (Ud) gezählt werden.
7. Verkehrsmeßverfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß Einspeicherungen von Befehlen zum Anschalten des Besetztzeichengenerators
nur dann von der Zähleinrichtung (Z 3) gezählt werden, wenn diese Befehle
wegen Besetztseins des angerufenen Teilnehmers ausgelöst wurden.
8. Verkehrsmeßverfahren nach Anspruch? bei einem Zeitmultiplexsystem, welches einen Umlaufspeicher
für den Rufnummern entsprechende Adressen von Teilnehmern mit ankommendem Verkehr hat, in dem die Adressen dieser Teilnehmer
gegeneinander phasenverschoben zyklisch umlaufen, dadurch gekennzeichnet, daß zur Feststellung
des Besetztseins des angerufenen Teilnehmers mit Hilfe eines Vergleichers (Vb) für
Adressen geprüft wird, ob eine Adresse bereits vor ihrem Eintreffen auf Grund der betreffenden
Verbindungsanforderung im Umlaufspeicher (Ub) für Adressen von Teilnehmern mit ankommendem
Verkehr umläuft.
9. Verkehrsmeßverfahren nach Anspruch 1 zur Ermittlung der Gefahrzeiten, während der Verbmdungsanforderungen
nicht abgefertigt werden können, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeit gemessen wird, während der abhebenden Teilnehmern
zugeordnete Informationen nicht gespeichert werden können, da dafür vorgesehene Speicher gerade bereits gefüllt sind.
10. Verkehrsmeßverfahren nach Anspruch 9 für ein Zeitmultiplexvermittlungssystem, welches
einen Umlaufspeicher für den Rufnummern entsprechende Adressen von Teilnehmern mit abgehendem
Verkehr hat, in dem die Adressen gegeneinander phasenverschoben zyklisch umlaufen
und zur Zusammenschaltung von Verbindungen periodisch nacheinander phasenverschoben
ausgegeben werden, und welche einen entsprechenden Umlaufspeicher für Adressen von
Teilnehmern mit ankommendem Verkehr aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß mit Hilfe
einer an beide Umlaufspeicher (Ua, Ub) angeschlossenen Zähleinrichtung (Z4) die Anzahl der
Umlaufzyklen gezählt wird, bei denen mit jeder Umlaufphase mindestens in einem Umlaufspeicher
eine Adresse umläuft.
11. Verkehrsmeßverfahren nach Anspruch 1
zur Ermittlung der Gesamtzahl abgehender Belegungen, dadurch gekennzeichnet, daß mit
Hilfe einer Zähleinrichtung (Z 5) gezählt wird, wie oft eine Information zur Kenntlichmachung
eines Teilnehmers, der abgehoben hat, also seine Adresse, eingespeichert wird.
12. Verkehrsmeßverfahren nach Anspruch 11 für ein Zeitmultiplexsystem, welches einen Umlaufspeicher
für den Rufnummern entsprechende Adressen von Teilnehmern mit abgehendem Verkehr
hat, in dem diese Adressen gegeneinander phasenverschoben zyklisch umlaufen, dadurch
gekennzeichnet, daß das Einspeichern von Adressen in diesem Umlaufspeicher (Ua) gezählt wird.
13. Verkehrsmeßverfahren nach Anspruch 1 zur Ermittlung der Gesamtzahl ankommender
Belegungen, dadurch gekennzeichnet, daß mit Hilfe einer Zähleinrichtung (Z 6) gezählt wird,
wie oft eine Information zur Kenntlichmachung eines Teilnehmers, also seine Adresse, eingespeichert
wird, wenn es sich um einen Teilnehmer handelt, welcher nicht gerade abgehoben hat.
14. Verkehrsmeßverfahren nach Anspruch 13 für ein Multiplexsystem, welches einen Umlaufspeicher
für den Rufnummern entsprechende Adressen von Teilnehmern mit ankommendem Verkehr hat, in dem die Adressen gegeneinander
phasenverschoben zyklisch umlaufen, dadurch gekennzeichnet, daß das Einspeichern der letzten
Ziffern von Adressen in diesen Umlaufspeicher (Ub) gezählt wird.
15. Verkehrsmeßverfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß, falls das Einspeichern
der Adressen bereits vor einer Frei-Besetzt-Prüfung des betreffenden Teilnehmers vorgenommen
wird, die Zähleinrichtung (Z 6) in eine Zählstellung zurückgeschaltet wird, wenn sich der
geprüfte Teilnehmer als besetzt erwiesen hat.
16. Verkehrsmeßverfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 15 zur Ermittlung der Anzahl von
zustande gekommenen Gesprächen auf Grund vorangehender Belegungen, dadurch gekennzeichnet,
daß jeweils die Anzahl zugehöriger Rufabschaltungen infolge Abheben des Teilnehmers
gezählt wird.
17. Verkehrsmeßverfahren nach Anspruch 1 zur Ermittlung der Belegungszeit eines Teilnehmers,
und zwar getrennt für Belegungen mit abgehendem und für Belegungen mit ankommendem
Verkehr, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeit gemessen wird, während der seine Rufnummer
als Rufnummer eines Teilnehmers mit abgehendem Verkehr bzw. während der seine Rufnummer
als Rufnummer eines Teilnehmers mit ankommendem Verkehr gespeichert ist.
18. Verkehrsmeßverfahren nach Anspruch 17 für ein Zeitmultiplexsystem, welches einen Umlaufspeicher
für den Rufnummern entsprechende Adressen von Teilnehmern mit abgehendem Verkehr
hat, in dem die Adressen gegeneinander phasenverschoben zyklisch umlaufen und zur Zusammenschaltung
von Verbindungen periodisch nacheinander phasenverschoben ausgegeben werden, und welches einen entsprechenden Umlaufspeicher
für Adressen von Teilnehmern mit ankommenden Verkehr aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Zeitmessung mit Hilfe einer Zähleinrichtung (Z 7) die Anzahl von Umlaufzyklen
gezählt wird, während der die Adresse des betreffenden Teilnehmers im Umlaufspeicher für
Adressen von Teilnehmern mit abgehendem Verkehr bzw. im Umlaufspeicher für Teilnehmer mit
ankommendem Verkehr umläuft.
19. Verkehrsmeßverfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Zähleinrichtung
(Z7) mit Hilfe eines Signals jeweils weitergeschaltet wird, welches von einem Vergleicher (Vz)
für Adressen bei Adressengleichheit geliefert wird, dem vom betreffenden Umlaufspeicher (Ua bzw.
Ub) die umlaufenden Adressen und von einem Adressenregister (Gz) die Adresse des jeweils
in Frage kommenden Teilnehmers zugeführt wird.
20. Verkehrsmeßverfahren nach Anspruch 1 für eine Gruppe von Vermittlungssystemen, die
als Zeitmultiplexvermittlungssysteme mindestens je einen Umlaufspeicher für den Rufnummern
entsprechende Adressen von Teilnehmern haben, in denen die Rufnummern gegeneinander phasenverschoben
zyklisch umlaufen und periodisch nacheinander zur Zusammenschaltung von über Multiplexleitungen führenden Verbindungen ausgegeben
werden und bei denen der Verkehr zwischen Teilnehmern verschiedener Vermittlungssysteme über ein Kreuzfeld der Multiplexleitungen
der einzelnen Systeme geführt wird, in dem an den Kreuzungsstellen der Multiplexleitungen
Koppelpunktkontakte liegen, die impulsweise synchron mit der Ausgabe der Adressen der an
Verbindungen beteiligten Teilnehmer mit Hilfe mindestens eines besonderen zusätzlichen Umlaufspeichers
betätigt werden, zur Ermittlung der Größe des jeweils bei einem der Vermittlungssysteme abgehenden Externverkehrs, dadurch
gekennzeichnet, daß in bestimmten Zeitabständen eine Zähleinrichtung (Z 1 e) jeweils während eines
Umlaufzyklus zählt, bei wieviel Umlaufphasen eine Adressenausgabe für Teilnehmer erfolgt, bei
denen gleichzeitig bei den zusätzlichen Umlaufspeichern (Uz) ein Signal zur Betätigung von
mindestens einem Koppelpunkt zur Durchschaltung einer Verbindung zu einem anderen Vermittlungssystem
erfolgt.
21. Verkehrsmeßverfahren nach Anspruch 20 zur Ermittlung der Verteilung des abgehenden
Externverkehrs zu den anderen Vermittlungssystemen, dadurch gekennzeichnet, daß statt der
Zähleinrichtung (ZIe) ein Satz von Zähleinrichtungen (ZlIe; Z13e; Z14e) vorgesehen ist, von
denen eine Zähleinrichtung jeweils den Koppelpunktkontakten (kla-kla, klb-klb; kla-k3a,
klb-k3b; kla-k4a, klb-k4b) zugeordnet ist,
über die ein bestimmtes anderes Vermittlungssystem (F2; F 3; F4) erreichbar ist, und nur dann
weiterzählt, wenn von den ihr zugeordneten Koppelpunktkontakten die eine Verbindung zustande
bringenden betätigt werden, wodurch die verschiedenen Zähleinrichtungen dieses Satzes jeweils
den zu diesen Vermittlungssystemen gehenden Externverkehr für sich getrennt messen.
22. Verkehrsmeßverfahren nach Anspruch 21 in Anwendung auf eine Gruppe von Vermittlungssystemen,
die zum selben Amt gehören und bei denen als Teilnehmer zu verschiedenen anderen
Ämtern führende und von dort ankommende Leitungen angeschlossen sind, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verkehrsmeßergebnisse zugleich zur Verrechnung der Gebühren für den
Verkehr zwischen den erwähnten Ämtern ausgenutzt werden.
23. Verkehrsmeßverfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß
im Zuge der Überwachung der im betreffenden Vermittlungssystem gespeicherten Informationen
jeweils verwendete Zähleinrichtungen durch Vorgänge zur Veränderung der Anzahl oder Eigenart
gespeicherter Informationen gesteuert werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1 21» u20/73 7.62
Priority Applications (8)
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Family Applications (1)
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Cited By (1)
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| DE2809699A1 (de) * | 1978-03-07 | 1979-09-20 | Telefonbau & Normalzeit Gmbh | Schaltungsanordnung zur anzeige und/oder registrierung des speicherinhalts von verbindungsspeichern in zeitmultiplexen fernmelde-, insbesondere fernsprechvermittlungsanlagen |
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- 1962-03-09 SE SE2670/62A patent/SE318919B/xx unknown
- 1962-03-09 GB GB909462A patent/GB994266A/en not_active Expired
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| NL275766A (de) | |
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