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DE1133286B - Verfahren und Vorrichtung zum Ausscheiden von festen und in der Hitze erweichbaren Fremdkoerpern aus einem Faserflor - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Ausscheiden von festen und in der Hitze erweichbaren Fremdkoerpern aus einem Faserflor

Info

Publication number
DE1133286B
DE1133286B DEH37597A DEH0037597A DE1133286B DE 1133286 B DE1133286 B DE 1133286B DE H37597 A DEH37597 A DE H37597A DE H0037597 A DEH0037597 A DE H0037597A DE 1133286 B DE1133286 B DE 1133286B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
card
heat
absorbent
foreign bodies
tape
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEH37597A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Fritz Hadwich
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FRITZ HADWICH DIPL ING
Original Assignee
FRITZ HADWICH DIPL ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by FRITZ HADWICH DIPL ING filed Critical FRITZ HADWICH DIPL ING
Priority to DEH37597A priority Critical patent/DE1133286B/de
Publication of DE1133286B publication Critical patent/DE1133286B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01GPRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
    • D01G99/00Subject matter not provided for in other groups of this subclass

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Ausscheiden von festen und in der Hitze erweichbaren Fremdkörpern aus einem Faserflor Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum. Ausscheiden von festen und in der Hitze erweichbaren Fremdkörpern, z. B. Teer-und Asphaltteilchen aus dem von einer Krempel oder Karde gelieferten Faserflor.
  • Oftmals sind in einem textilen Fasergut feste und in der Hitze erweichbare Fremdkörper, im folgenden als hitzeunbeständige Fremdkörper bezeichnet, enthalten, die wegen ihrer geringen Größe und der meistens kleinen Stückzahl nicht aufzufinden bzw. unter den anderen hitzebeständigen, in sehr großer Zahl vorhandenen Fremdkörpern nur schwer zu erkennen sind, die aber bei der Veredelung, z. B. beim Heißkalandern, der aus diesem Fasergut hergestellten Ware, z. B. eines Gewebes, Gewirkes od. ä. schmelzen bzw. weich werden, zerfließen und dann in der Fertigware kleinere und größere Flecken ergeben. Zwar lassen sich diese Flecken durch teuere chemische Behandlungen mehr oder minder beseitigen, doch bleibt die Ware oft unansehnlich und zum Teil unverkäuflich. Fremdkörper dieser Art sind z. B. Teer-und Asphaltteilchen, in der Baumwolle auch als Teer-und Asphaltstippen bezeichnet, Farbpartikelchen u. a.
  • Es ist bekannt, die im Fasergut vorhandenen Fremdkörper aller Art dadurch auszuscheiden, daß man sie unter hohem Druck zu Pulver zermalmt. Dies geschieht dadurch, daß der von der Krempel gelieferte hauchdünne Flor in seiner ganzen Breite eine Quetschvorrichtung, die als Walzenpaar ausgebildet ist, durchläuft. Solange die Fremdkörper spröde und trocken sind, z. B. Kletten, Samenschalen- und Stengelteilchen, tritt der erwartete Effekt ein. Hitzeunbeständige, aber auch zähe Fremdkörper, z. B. Teer- und Asphaltteilchen, werden durch einen Quetschvorgang nicht ausgeschieden, sondern nur breitgewalzt. Sie laufen dann in dieser Form entweder mit dem Fasergut weiter, mehr oder minder viele Fasern miteinander verklebend, und ergeben dann in der Fertigware die unerwünschten Farbflecke oder sie bleiben an einer der beiden Quetschwalzen hängen und bewirken dann, da sie auch in diesem Falle Fasern miteinander verkleben, ein Wickeln und Zerreißen des dünnen, in sich wenig festen Faserflors.
  • Es ist bereits bekannt, die hitzeunbeständigen, meistens zähen Fremdkörper gemeinsam mit dem Fasergut im feuchten Zustand auf -18° C zu unterkühlen, sie dadurch zu härten und anschließend oder gleichzeitig zu Pulver zu zermalmen und auszuscheiden. Dieser Vorschlag ist praktisch nicht zu verwirklichen, zumindestens nicht mit einem vertretbaren Aufwand, schon allein deswegen, weil im Spinnsaal aus spinntechnischen Gründen eine Temperatur von rund -I-18 bis -I- 201 C herrschen muß.
  • Man hat auch schon versucht, die hitzeunbeständigen Fremdkörper dadurch auszuscheiden, daß man eine der beiden Quetschwalzen oder beide Quetschwalzen erhitzt. Die Praxis hat gezeigt, daß die Fremdkörper dadurch zwar weich gemacht und gleichmäßiger im Flor verteilt, aber nicht ausgeschieden werden. Auch die Wickelbildung um die Quetschwalzen wird dadurch gemildert, aber nicht beseitigt. Die Hitzeeinwirkung auf die Fremdkörper ist viel zu kurz, um sie spröde zu machen und damit die Voraussetzung zu schaffen, sie durch einen Quetschvorgang in Pulverform überzuführen.
  • Die vorliegende Erfindung besteht aus einem Verfahren, bei dem der in bekannter Weise erzeugte Faserflor erhitzt und danach oder gleichzeitig gegen ein saugfähiges Band gedrückt wird.
  • Die hitzeunbeständigen Fremdkörper werden unter der Hitzeeinwirkung weich, drücken sich in das saugfähige Band ein, zerfließen hier und werden von dem saugfähigen Band, das sich mit der Liefergeschwindigkeit des Faserflors bewegt, aufgesaugt. Zwar werden auch die hitzebeständigen Fremdkörper in gleicher Weise gegen das saugfähige Band gedrückt, laufen aber, da sie in ihrer Form erhalten bleiben und mit den Fasern des Flors in inniger Verbindung stehen, mit diesen weiter, ohne in dem saugfähigen Band die typischen Fliesspuren und Flecken zu hinterlassen.
  • Die von den hitzeunbeständigen Fremdkörpern auf dem Band verursachten Flecken können, insbesondere dann, wenn die Verarbeitung des Faserguts auf einer Musterkrempel erfolgt, nach dem Durchlauf einer bestimmten Menge eines Faserguts gezählt und diese Zahl zu dem Gewicht des geprüften bzw. verarbeiteten Faserguts ins Verhältnis gesetzt werden. Es ist auch möglich, die Flecken ihrer Größe nach in Gruppen zu unterteilen oder sie zu planimetrieren und die ermittelte Gesamtfläche wiederum zu dem Gewicht des verarbeiteten Faserguts ins Verhältnis zu setzen und dadurch das Ausmaß der Durchsetzung des Faserguts mit hitzeunbeständigen Fremdkörpern zahlenmäßig zu erfassen. Die Flecken im saugfähigen Baud können zusätzlich auf ihre chemische Zusammensetzung hin überprüft werden.
  • Die Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens ist gekennzeichnet durch eine an einer Karde oder Krempel angeordneten Heizvorrichtung zum Erhitzen des von der Krempel oder Karde gelieferten Flors und der darin befindlichen festen und in der Hitze erweichbaren Fremdkörper, eine Druckvorrichtung und ein saugfähiges Band zum Aufdrücken des erhitzten Faserflors gegen das Band und zur Aufnahme dieser Fremdkörper.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ist an Hand der in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiele von Vorrichtungen erläutert. Es zeigt Abb.1 eine Karde mit Druck- und Heizvorrichtung, Abb.2 und 3 eine mit einem saugfähigen Band versehene Druckvorrichtung und Abb.4 eine Druck- und Heizvorrichtung unterhalb einer Krempel.
  • Der Karde A, die auch eine Krempel sein kann, ist, wie Abb. 1 zeigt, eine Heizvorrichtung B nachgeschaltet. Daran schließt sich eine Druckvorrichtung C an, die aus zwei Walzen besteht, von denen eine oder beide beheizt werden, wobei um die untere Walze ein saugfähiges Band 4 geschlungen ist. Der von der Krempel kommende Faserflor durchläuft diese Vorrichtung und wird entweder aufgerollt oder wie üblich zu einem Kardenband verdichtet.
  • Die Krempel oder Karde kann von beliebiger Bauart sein. An ihrer Stelle kann auch eine andere Maschine zur Herstellung eines gleichmäßig dünnen Flors treten. Wird nur eine kleine Probe des Faserguts untersucht, so wird es zweckmäßig sein, eine Musterkrempel bzw. Musterkarde mit kleinen Dimensionen zu verwenden. Wird das Verfahren dazu benutzt, um aus der gesamten Spinnpartie hitzeunbeständige Fremdkörper zu entfernen, so wird man die in den Spinnereien benutzten Maschinen verwenden.
  • Die Druckvorrichtung kann auch mit der Heizvorrichtung gekoppelt sein. So z. B. kann sie, wie in Abb. 2 dargestellt, aus einem belasteten und erhitzten Walzenpaar 1, 2 bestehen, zwischen denen der Flor 3 und das saugfähige Band 4 läuft. An Stelle einer der unteren Walzen kann aber auch, wie aus Abb. 3 zu ersehen ist, ein zweites Führungsband 5 treten, welches die obere Druckwalze 6 mehr oder minder umschlingt. Aber auch andere Ausführungsformen von Druckvorrichtungen sind möglich. Der Druck, mit dem das erhitzte Fasergut und damit die hitzeunbeständigen Fremdkörper gegen das saugfähige Band gedrückt wird, kann konstant, aber auch in seiner Größe einstellbar sein.
  • Die Druckvorrichtung kann entweder hinter der Krempel bzw. Karde (Abb. 1) oder auch unterhalb derselben (Abb. 4) angebracht sein. Im letzteren Fall ist sie einer Krempel nachgeschaltet und ist zugleich, wie aus Abb. 2 ersichtlich, mit der Heizvorrichtung gekoppelt. Wird die zuletzt genannte Anordnung gewählt, so fällt der durch den Hacker 7 aus dem Abnehmer herausgeschälte Flor 3, durch sein Eigengewicht, eventuell über eine Leitwalze 8 geführt, nach unten und gelangt, gegebenenfalls durch Leitbleche 9 od, dgl. gelenkt, selbsttätig in den Bereich der Druck-und Heizvorrichtung 10. Der Antrieb derselben erfolgt zweckmäßigerweise von dem Abnehmer der Krempel bzw. Karde.
  • Die Art der Heizvorrichtung kann beliebig sein. So z. B. ist es möglich, den Flor vor Eintritt in die Druckvorrichtung C zu erhitzen. Nach Abb. 2 und 3 erfolgt die Erhitzung durch die Druckvorrichtung z. B. dadurch, daß die den Flor gegen das saugfähige Band drückende Walze von außen oder von innen in bekannter Weise geheizt wird; von innen durch Dampf, mittels einer elektrischen Heizung od. dgl., von außen durch Bestrahlung oder eine andere Heizvorrichtung.
  • Das saugfähige Band 4, vorzugsweise in einer Breite, die der Arbeitsbreite der Krempel bzw. der Breite des Flors entspricht, kann aus verschiedenem Material hergestellt sein, so z. B. aus saugfähigem Papier, Textilgeweben, Textilbahnen, aber auch aus jedem anderen saugfähigen Material. Das Band kann, wie in Abb. 1 bis 4 dargestellt, endlos als Schlauch umlaufen, wobei dann ein und dieselbe Stelle des Bandes mehr als eine Stelle des Flors berührt. Es kann aber auch von einer Spule ablaufen. In diesem Fall entspricht die Länge des, saugfähigen Bands, das nach dem Durchlauf überprüft werden kann, der Länge des hergestellten Flors.
  • Es ist auch möglich, mit dem endlosen in Schlauchform umlaufenden saugfähigen Band 4 ein anderes nicht dargestelltes schlauchförmiges Band aus vorzugsweise elastischem Material (z. B. Gummi) umlaufen zu lassen, das dem saugfähigem Band einen Halt gibt. Das saugfähige Band bleibt aber stets mit dem Flor direkt in Verbindung.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Ausscheiden von festen und in der Hitze erweichbaren Fremdkörpern, z. B. Teer- und Asphaltteilchen aus dem von einer Krempel oder Karde gelieferten Faserflor, dadurch gekennzeichnet, daß der Faserflor erhitzt und danach oder gleichzeitig gegen ein saugfähiges Band gedrückt wird.
  2. 2. Vorrichtung zum Ausführen des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine an einer Karde oder Krempel (A) angeordnete Heizvorrichtung (B) zum Erhitzen des von der Krempel oder Karde gelieferten Flors und der darin befindlichen festen und in der Hitze erweichbaren Fremdkörper, eine Druckvorrichtung (C) und ein saugfähiges Band (4) zum Aufdrücken des erhitzten Flors gegen das Band und zur Aufnahme dieser Fremdkörper.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das saugfähige Band (4) endlos als Schlauch oder Walzenbelag umläuft.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß gemeinsam mit dem endlos umlaufenden saugfähigen Band ein zweites endloses, vorzugsweise aus einem elastischen Material bestehendes Führungsband (5) umläuft. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 623 331, 868 863.
DEH37597A 1959-10-06 1959-10-06 Verfahren und Vorrichtung zum Ausscheiden von festen und in der Hitze erweichbaren Fremdkoerpern aus einem Faserflor Pending DE1133286B (de)

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