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Einrichtung an einer Blattfernschreibmaschine oder ähnlichen Maschine
zur Abkürzung des Weges des Typenträgers Fernschreib- und ähnliche Maschinen sind
im allgemeinen auf ein Normalformat von z. B. 210 mm Breite ausgerichtet. Will man
mit diesen Maschinen breitere Papierbogen beschriften, so ergeben sich bei Verwendung
von in der Zeilenrichtung zu verschiebenden Papierträgern, z. B. Schreibwalzen,
Schwierigkeiten beim Wagenvorschub in der Zeile wegen der großen zu beschleunigenden
Massen.
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Bei Verwendung eines in der Zeile wandernden Typenträgers hingegen
sind anomal lange Führungs# schienen und bei Femschreibmaschinen entsprechend lange
übertragungsschienen erforderlich. In allen Fällen ist bei Benutzung von Einrichtungen
für den selbsttätigen Wagenrücklauf die Zeit für den Wagenrücklauf unverhältnismäßig
groß, was bei Fernschreib-und Kontrollschreibmaschinen in Fernsetzanlagen zu Störungen
Anlaß geben kann. Noch weit schwieriger werden die Verhältnisse bei Betrieb solcher
Maschinen mit besonders hoher Schreibgeschwindigkeit.
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Diese Nachteile werden bei gleichzeitiger Verringerung der für die
Relativverschiebung zwischen Typenträger und Papierträger in der Zeilenrichtung
während des Schreibbetriebes erforderlichen Zeit bei selbsttätig steuerbaren Blattfernschreib-
oder ähnlichen Maschinen mit in der Zeilenrichtung verschiebbarem Typenträger durch
eine gegenläufige Bewegbarkeit des Aufzeichungsträgers zur Abkürzung des Weges des
Typenträgers vermieden.
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Bei einer Maschine der genannten Art mit gegenüber dem Normalformat
(z. B. 210 mm betragender Papierbreite) größerer Papierbreite kann gemäß einer bevorzugten
Ausführungsforin der Erfindung eine einer normalen, im Vergleich zur maximalen Zeilenlänge
geringeren Zeilenlänge entsprechende Schaltweglänge für den Typenträger oder den
Aufzeichnungsträger vorgesehen sein. Der maximale zusätzlicheWeg des gegenläufig
bewegten Organs entspricht dann dem Unterschied zwischen der maximalen tatsächlichen
Zeilenlänge und der Zeilenlänge bei normaler Papierbreite.
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Bei einer Maschine mit einem als Walze ausgebildeten Papierträger
ist gemäß einer Ausführungsform der Erfindung die Papierwalze über eine zur Walze
konzentrisch angeordnete Gewindespindel antreibbar. Dabei kann die Papierwalzenrückzugfeder
als innerhalb der Papierwalze liegende Druckschraubenfeder ausgebildet sein, die
sich einerseits an einem vorzugsweise geschlitzten Führungszylinder für die Papierwalze
und andererseits an einem Innenflansch der Papierwalze abstützt.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den im folgenden
beschriebenen und in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen. Dabei zeigt
Fig. 1 eine Ausführungsform einer Vorschubeinrichtung in der Zeile für eine
Fernschreibmaschine perspektivisch, Fig. 2 eine zweite Ausführungsform einer Schreibwalze
für eine Fernschreibmaschine in der Zeilenanfangsstellung, Fig. 3 die Anordnung
nach Fig. 2 in der Zeilenendstellung und Fig. 4 einen Schnitt durch Fig. 2 längs
der Linie IV-IV samt Klemmvorrichtung für das Papier auf der Walze.
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In Fig. 1, in der nur die für die Erfindung wesentlichen Teile
schematisch dargestellt sind, ist die Papierwalze einer Fernschreibmaschine mit
1 bezeichnet und das Papierblatt mit 2. Die Einrichtung für den Zeilenvorschub
des Papierblattes ist der Einfachheit halber nicht dargestellt.
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Für den Vorschub des schematisch angedeuteten Typenhebelkorbes
3 in Zeilenrichtung ist eine Gewindespindel 4 vorgesehen, die über eine Vorschubklinke
5, eine Halteklinke 6 und ein Klinkenrad 7
antreibbar
ist. Für den gleichzeitigen Vorschub der Papierwalze 1 in Zeilenrichtung
sind eine Vorschubklinke 8, eine Halteklinke 9 und eine Verzahnung
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auf der Welle 11 der Papierwalze vorgesehen.
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Diese Anordnung ist in der Zeilenanfangsstellung gezeichnet dargestellt.
Nach jedem Typenanschlag wird der Typenhebelkorb 3 beispielsweise um
1, 8 mm
nach rechts verschoben und gleichzeitig die Papierwalze in der entgegengesetzten
Richtung um 0,8 mm nach links verstellt. Die Anschlagstelle der Typenhebel
wandert auf diese Weise im Verlauf des Ab-
drucks einer Zeile von a nach
b, und das in der Anfangsstellung bei c stehende Zeilenende gelangt im gleichen
Zeitraum von dieser Stelle aus ebenfalls an die Stelle b. Die Vorschubklinken.
8 und 5 sind dabei in beliebiger bekannter Weise miteinander gekuppelt
und ebenso auch die Halteklinken 9 und 6.
Für den Wagenrücklauf werden
sämtliche Klinken ausgehoben, und eine Feder 12 zieht den Typenhebelkorb
3 in die gezeichnete Anfangsstellung zurück, während eine Feder
13 für die Rückführung der Papierwalze in die gezeichnete Ausgangsstellung
sorgt.
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Bei der Anordnung nach Fig. 2 und 3 ist der Typenhebelkorb
3 in Fig. 2 und 3 jeweils nur schematisch angedeutet. Die zugehörige
Anschlagstelle für die Type ist jeweils durch einen auf die Schreibwälze gerichteten
Pfeil gekennzeichnet. Die Schreibwalze 21 ist in diesem Fall hohl ausgebildet. Sie
ist an ihrem linken Ende auf einem hohlen Führungszylinder 22 gelagert, der mit
dem Maschinengehäuse fest verbunden ist. Schreibwalze und Führungszylinder 22 sind
von einer koaxial angeordneten Gewindespindel 23 durchdrungen, die über ein
Klinkenrad 24 in ähnlicher Weise antreibbar ist wie die Gewindespindel 4 nach Fig.
1 für den Typenhebelkorb. Die Gewindespindel 23 ist an den Stellen
23 a und 23 b im Maschinengehäuse axial verschiebbar gelagert. Auf
ihr ist am rechten Ende ein hohler Führungszylinder 25 drehbar gelagert,
der unter Vernüttlung eines mit ihm fest verbundenen Zahnrades 26 einerseits
als Lagerstelle für das rechte Ende 21 a
der Schreibwalze und andererseits
zur Verdrehung der Schreibwalze beim Zeilenvorschub dient. Er ist zu diesem Zweck
an der Stelle 25a geschlitzt, und es greift in diesen Schlitz ein Ansatz 21
b der Schreibwalze ein. Zwischen dem als Innenflansch ausgebildeten Ende
der Schreibwalze 21 a und einem Ansatz 22 a des freien Endes des Führungszylinders
22 ist eine Druckschraubenfeder 27 eingespannt, die einerseits zur Walzenrückführung
aus der Zeilenendstellung in die Zeilenanfangsstellung und andererseits zum Spielausgleich
für den Schreibwalzenantrieb dient. Dieser Antrieb zur Verschiebung der Schreibwalze
in der Zeilenrichtung erfolgt von der Gewindespindel 23 aus über eine im
Führungszylinder 22 längsverschiebb#ar, aber unverdrehbar gehalterte Spindelmutter
28, die mit ihren Schlitzen 22 b und 22 c des Führungszylinders 22 durchdringenden
Ansätzen über einen Federring 29 auf den Innenflansch 21 c am linken Ende
der Sehreibwalze, 21 einwirkt.
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Das Gewinde der Spindel 23 ist dabei so gestaltet, daß die
Mutter 28 die Spindel 23 beim Wagenrücklauf in die in Fig. 2 dargestellte
Ausgangsstellung zurückzudrehen vermag.
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InderZeilenanfangsstellungistdieDruckschraubenfeder 27 nur
wenig gespannt. Die Typenanschlagstelle befindet sich, wie aus Fig. 2 ersichtlich
ist an der Stelle a, während das Zeilenende auf der Schreibwalze die Stellung c
innehat. Es sei angenommen, daß die Zeile 260 mm lang ist, der Typenhebelkorb
nach dem Abdruck jedes Schriftzeichens einen Weg von 1,8 mm und die
Papierwalze jeweils einen Weg von 0,8 mm zurücklegen, und zwar der Typenhebelkorb
von links nach rechts und die Schreibwalze von rechts nach links. Auf diese Weise
nehmen in der in Fig. 3
gezeichneten Endstellung sowohl die Anschlagstelle
des Typenhebelkorbes als auch das Zeilenende auf der Schreibwalze die Stellung
b ein. Die Druckschraubenfeder 27 ist in dieser Stellung am meisten
gespannt. Sie veranlaßt nach Freigabe des Klinkenrades 24 durch die zugeordneten,
nicht dargestellten, aber wiederum mit der Vorschubeinrichtung für den Typenhebelkorb
zusammenwirkenden Vorschub- und Halteklinken die Rückkehr der Papierwalze in die
in Fig. 2 dargestellte Zeilenanfangsstellung.
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Wie Fig. 4 zeig' ist die übliche Papierwanne 30,
die die Schreibwalze
teilweise umgibt unter Zwischenfügen von Rollen 31, 32, 33 auf der Schreibwalze
aufgeklemmt. Sie besteht aus Federstahl und hat einen nach unten in eine Führungsrifle
des Maschinengestells hineinragenden Führungsansatz 30a. Dieser verhindert ein Mitverschwenken
der Papierwanne beim Zeilenvorschub.
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Vorzugsweise werden die Vorschubverhältnisse zwischen dem Typenträger
und dem Papierträger so gewählt, daß, wie bei der Anordnung nach Fig. 2 für das
Hochformat DIN A 4, der Typenträger stets maximal den der schmalsten üblicherweise
vorkommenden Papierbeite zugeordneten Weg, z. B. 180 mm (# Zeilenlänge),
zurückgelegt und der Papierträger den zusätzlichen Weg, z. B. für eine Blattbreite
von 297 mm einen Weg von 80 mm und für eine solche von 420
mm einen Weg von 180 mm. Dabei beträgt der Teilvorschub
je Schriftzeichen für den Typenträger 1,8 mm bzw. 1,3
mm und der für den Papierträger 0,8 mm bzw. 1,3 mm,
und es ergeben sich Zeilenlängen von 260 mm bzw. 360 mm.