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Gestell aus Metall mit einem auf vier stabförmigen Beinen ruhenden
Sitzrahmen für Sitzmöbel Die Erfindung bezieht sich auf ein metallisches Gestell
für Sitzmöbel, bei welchem ein Sitzrahmen auf vier stabförmi.gen Beinen ruht.
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Zweck ,der Erfindung ist die Ausbildung eines Sitzmöbelgestells dieser
Art dahingehend, daß dasselbe nicht nur einen besonders widerstandsfähigen Aufbau
bei geringsten Herstellungskosten aufweist, sondern auch in seinem Aussehen leicht
und zierlich erscheint.
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Es sind Sitzmöbel der bezogenen Art bekannt, die entweder die Form
von Drahtsesseln, von Stühlen .aus Stahldraht in Leichtbauweise oder von solchen
Stühlen aufweisen, die aus einem Rohr- oder Drahtgestell mit einer daran befestigten
Sitzplatte bestehen. Diese bekannten Ausführungsformen haben jedoch jeweils den
Nachteil, daß sie entweder eine nur -geringe Widerstandsfähigkeit aufweisen oder
daß eine Erhöhung dieser Widerstandsfähigkeit dadurch erreicht wird, daß sehr hohe
Herstellungskosten in Kauf genommen werden müssen, oder aber ein schwerfälliger
und keinesfalls zierlicher bzw. leichter Aufbau vorliegt. Weitere bekannte Möbel
dieser Art betreffen SonderausführunCen, wie sie ausschließlich zur Verwendung in
Cafes, auf Terrassen, in Gärten od. dgl. zur Anwendung kommen können und sollen.
Diese bekannten Lösungsformen dienen zur Herstellung von Sitzmöbeln, so daß dieselben
» stapelbar « sind. Aus diesem Grund müssen diese Vorschläge auch zu schwerfälligen
und keinesfalls zierlichen Konstruktionen führen. Außerdem ist im allgemeinen für
die Herstellung der Sitzmöbelbeine ein erheblicher Arbeitsaufwand nötig und sind
kostspielige Werkzeuge vorzusehen.
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Demgegenüber ist der Erfindungsgegenstand im wesentlichen dadurch
gekennzeichnet, daß jedes Bein aus einem Bündel von drei geraden Metallstäben zusammengesetzt
ist, deren untere Enden zu einem gemeinsamen Fußstück miteinander fest vereinigt
sind und deren obere Enden in Bohrungen des Sitzrahrn@ens befestigt sind, die Eckpunkte
eines Dreiecks bilden.
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Weitere Erfindungsmerkmale sehen dann vor, daß jedes Fußstück jedes
Stabbündels als Schweißverbindung ausgebildet ist und daß jedes Fußstück mit einer
aufgesetzten Hülse versehen ist.
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Infolge dieser Anordnung der Fußstäbe wird eine besondere Steifigkeit
eines sehr zierlichen Aufbaus erreicht, so daß das Sitzmöbel dabei ein nur geringes
Gewicht hat und leicht zu handhaben .ist.
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Bei großer statischer Stabilität können Metallstäbe zur Anwendung
kommen, welche nur -einen sehr geringen Durchmesser aufzuweisen brauchen, so daß
das gesamte Sitzmöbel nicht nur leicht wird, sondern auch. die Füße desselben besonders
zierlich erscheinen. Außerdem ist die Herstellung des erfindungsgemäßen Sitzmöbels
außerordentlich :einfach und preiswert, ohne daß hierdurch die günstigen Festigkeitseigenschaften
in irgendeiner Weise nachteilig beeinflußt werden.
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Je nach den verschiedenen Ausführungsmöglichkeiten ergeben sich im
einzelnen folgende Vorteile. Es braucht z. B. einmal kein besonderer Halteteil für
die Anbringung der Staubbündel vorgesehen zu werden, da lediglich der Sitzrahmen
zu durchbohren ist. Andererseits kann für schwerere Ausführungsformen lediglich
jeweils eine dünne Platte vorgesehen werden, um jedes Stabbündel mit dem Sitzrahmen
zu ve@reinigen. Bei dieser Lösungsform kann durch dreieckförmi.ge Winkelstücke eine
zusätzliche Versteifung des Rahmens bewirkt werden. Schließlich kann vorgesehen
werden, ohne Verwendung eines besonderen Sitzrahmens lediglich zwei schmale leistenförmige,
untereinander verbundene Platten anzuordnen, in welche die Stabbündel mit den oberen
Enden der einzelnen Stäbe eingesetzt werden.
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Nachstehend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung an
Hand schematischer Zeichnungen beschrieben.
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Fig. 1 zeigt schaubildlich eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Gestells, bei welchem der Sitzrahmen aus einem Rohrstück besteht;
Fig.
2 zeigt schaubildlich eine abgeänderte Ausführungsform, bei welcher die. Fußstäbe
an Winkelstükken angebracht sind, die in den Ecken des aus Rohr gebogenen Sitzrahmens
befestigt sind; Fig. 3 ist eine schaubildliche Darstellung einer weiteren Ausführungsform,
bei welcher der Sitzrahmen aus zwei Metallplatten besteht, welche mittels Querstreben
miteinander verbunden sind; Fig. 4 zeigt schaubildlich in größerem Maßstab eine
weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gestells; Fig. 5; 6 und 7 zeigen konstruktive
Einzelheiten der Ausführungsform nach Fig. 4 in vergrößertem Maßstab.
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Jeder der vier Füße 2 des Sitzmöbels. .nach Fig.1 besteht aus einem
Bündel von drei Stäben 3, deren untere Enden beispielsweise durch Verschweißung
im Punkt 4 vereinigt sind, wogegen die oberen Enden dieser Stäbe 3 sich mit einem
bestimmten Abstand voneinander befinden und in Löcher des Sitzrahmens 1 fest eingefügt
sind, so daß diese oberen Stabenden die Eckpunkte eines Dreiecks darstellen. Der
Sitzrahmen 1 besteht in diesem Fall aus einem Rohrstück und weist rechteckige Form
auf. Von den oberen Enden der Stäbe 3 ist jeweils das eine an den Ecken dieses Rahmens
1 befestigt, während die beiden anderen mit bestimmtem Abstand beidseitig dieser
Rahmeneckpunkte im Rahmen verankert sind. Auf diese. Weise wird ein Stabbündel in
Form einer dreiseitigen Pyramide gebildet. Die jeweils gewünschte Neigung der Füße
2 kann unterschiedlich gewählt werden.
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Im Falle des Ausführungsbeispiels nach Fig. 2 ist innerhalb jeder
Ecke des, rohrförmigen Sitzrahmens 10 beispielsweise durch Schweißung oder Verschraubung
ein dreieckförmiges Winkelstück 9 fest eingesetzt. Auf diese Weise können die oberen
Enden der Einzelstäbe 3 jedes Fußes 2 in Löchem@ verankert werden, welche in diesen
Winkelstücken 9 vorgesehen sind und wiederum als die Eckpunkte- eines. Dreiecks
angeordnet werden. Länge und Neigung der Einzelstäbe 3 bestimmen die Neigung jedes
Einzelfußes 2.
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Bei der abgeänderten Ausführungsform nach: Fig. 3 besteht der Sitzrahmen
aus zwei Platten 20, die miteinander durch Verbindungsstreben verbunden sind. Die
oberen Enden der einzelnen Stäbe 3- jedes Fußes 2
werde,, in diesem Fall in
Löchern verankert, die, wiederum nach Art der Eckpunkte eines Dreiecks angeordnet
sind, und zwar jeweils an den beiden Außenenden jeder Platte 20.
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Es ist möglich, die Verbindungsstreben 21 der beiden Platten 20 -entweder
gemäß Fig. 3 in Form von nach aufwärts verlaufenden Stützstreben 22 auszubilden,
welche als Halterung für die Rückenlehne dienen, oder lediglich als Verbindungsteile
.der beiden Platten 20 zu verwenden, wie es bei dem Ausführungsbeispiel nach
Fig. 4 vorgesehen ist.
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Bei der Ausführungsform ,nach Fig. 4 sind die Stäbe 3 jedes Fußes
2 an ihrem unteren Teil in einer Hülse 23 vereinigt, während das obere Ende jedes
Stabes 3, unter Preßdruck in Führungshülsen 24 eingesetzt, gehalten wird,
welche in den beiden Platten 20 angebracht sind, die den Sitzrahmen entsprechend
der Fig.3 bilden. Beispielsweise können gemäß Fig. 4 bis 7 diese Platteng 20 .die
Form von rechtwinkligen, gezogenen Schalem aufweisen, so daß die Führungsteile 24
an den Platten 20 eine solche Neigung aufweisen, daß den jeweiligen Stäben 3 die
gewünschte Neigung gegeben wird.