-
Schaltungsanordnung zur Anzeige der Ordnungszahl einer gimmenden Kathode
einer Vielkathodenzählröhre Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung
zur Anzeige der Ordnungszahl einer glünmenden Kathode einer Vielkathodenzählröhre
oder mit anderen Worten auf eine Schaltungsanordnung, welche dazu dient, die in
einer Vielkathodenzählröhre gespeicherte Information auf eine Kaltkathodenanzeigeröhre
zu übertragen.
-
Vielkathodenzählröhren können zur Anzeige von ziffernmäßigen Werten
dienen, indem man eine Glimmentladung nach Wunsch an einer bestimmten Kathode erzeugt
(die einzelnen Kathoden dienen dabei beispielsweise zurAnzeige derZiffem von
0 bis 9),
so daß durch die Lage der Glimmentladung die Ziffer angezeigt
wird, die die, Röhre registrieren soll.
-
Die Glimmentladung auf einer Kathode einer Vielkathodenzählröhre ist
sichtbar, und ihre Lage auf dem Umfang eines Kreises, der durch einen Ring von Kathoden
gebildet wird, kann gewünschtenfalls dem Beobachter genügend Information übermitteln,
so daß dieser bestimmen kann, welche spezielle. Ziffer einer Ziffernreihe durch
die Glimmentladung auf der betreffenden Kathode wiedergegeben werden soll.
-
Die Einrichtungen, die normalerweise getroffen werden, um eine Glimmentladung
von einer Kathode einer Vielkathodenzählröhre auf die nächstbenachbarte Kathode
weiterzuschalten, sollen hier nicht näher beschrieben werden, da sie allgemein bekannt
sind.
-
Es ist aber gelegentlich zweckmäßig, die in einer Vielkathodenzählröhre
gespeicherte Zahl durch eine nachgeschaltete Anzeigeröhre wiederzugeben.
-
Bei einer bekannten Kaltkathodenanzeigeröhre sind die einzelnen Kathoden
wie die Ziffern 0 bis 9
geformt.
-
Es ist bereits bekannt, von einer aus vier-Flip-Flops bestehenden
Zählschaltung aus über eine Widerstandskoinzidenzmatrix eine Vielkathodenanzeigeröhre
mit kalten Kathoden zu steuern. An den Anoden von stromführenden Entladungsröhren
von Flip-Flops tritt jedoch eine negative Spannung auf, mit der die betreffende
Kathode einer Vielkathodenanzeigeröhre ohne weiteres gesteuert werden kann.
-
Zur Anzeige einer glimmenden Kathode einer Vielkat'hodenzählröhre
soll cemäß der Erfindung jede Kathode der Zählröhre mit der entsprechenden Kathode
einer Kaltkathodenanzeiaeröhre über eine derartige Schaltung verbunden sein, daß
das an der Kathode der Zählröhre im Glinunzustand auftretende positive Potential
in ein negatives Potential, d. h. in ein zur Zündung desjenigen Stromweges,
in welchem die der glimmenden Kathode der Zählröhre entsprechende Kathode der Anzeigeröhre
liegt, geeignetes Potential umgewandelt wird.
-
Die Erfindung soll nun an Hand der Zeichnungen näher beschrieben werden,
es zeigen Fig. 1, 3, 5, 6 und 7 Schaltbilder von verschiedenen Ausführungsforinen
der Erfindung und Fig. 2 und 4 Diagramme des Verlaufes der den Anoden der Viellmthodenzählröhre
zugeführten Potentiale auf ihrem Weg zu den Kathoden der Kaltkathodenanzeigeröhren
in den Schaltungen nach Fig. 1 und 3.
-
Bei den Ausführuni-,sformen nach Fig. 1 und 3 der Zeichnungen
ist in Fig. 1 eine elektrische Schaltung dargestellt, in welcher eine Vielkathodenzählröhre
1
so mit einer Kaltkathodenanzeigeröhre21 verbunden ist, daß bei Vorhandensein
einer Entladung zwischen der Anode 3 und einer Kathode 4 der Vielkathodenzählröhre
ebenso eine Entladun- zwischen der Anode 5 und der entsprechenden Kathode
20 der Kaltkathodenanzeigeröhre 2 besteh-,.
-
Bei der Schaltung nach Fi.g. 1 ist die Anode 3 einer
Vielkathodenzählröhre 1 über einen Widerstand 7 und eine Sekundär2vicklung
8 eines Transformators mit dem positiven Pol 9 einer Spannungsquelle
verbunden.
-
Die Kathoden der Vielkathodenzählröhre 1 sind jeweils mit den
entsprechenden Elektroden einer Kaltkathodenanzeigoreröhre 2 durch entsprechende
Schaltungen
verbunden, von denen eine an Hand der dritten Kathode,
sowohl der Vielkathodenzählröhre 1 als auch der Kaltkathodenanzeigeröhre
2, näher beschrieben werden soll.
-
Die dritte Kathode 4 der Vielka'thodenzählröhre'l ist über einen Wider
stand 10 mit dem negativen Pol 11 der Spannungsquelle verbunden. Der
durch die Kathode 4 fließende Strom wird durch einen Widerstand 7 auf einen
gewdiffkhten Werüb#grenzt.
-
Die Sekundärwicklung8 des Transformators wird durch eine Primärwicklung-12
und Beinen Generator 13 mit einem WechseEtrom- gespeist. Der Wechselstrom
durchräuft, einen' Stromkreis äu#- einem Kondensator 14, dem Widerstand
10, der Vielkathodenzählröhre und dem Widerstand 7. Auf diese Weise
wird der zwischen- der Anode 3 und der glimmenden Kathode 4 fließende
# Gleichstrom modullert. Die Wechselstromamplitude kann so gewählt werden, daß sich
ein pulsierender Gleichstrom ergibt, der zwischen dem Wert 0 und dem Doppelten
des Mittelwertes schwankt. Man kann diesen Betriebszustand als den Zustand maximaler
Modulationstiefe. bezeichnen, er ist jedoch keine notwendige Bedingung für das Funktionieren
der Schaltung.
-
In dem Diagranun nach Fig. 2 stellt die Kurve 15
den Potentialverlauf
am Verbindungspunkt 16 zwischen der Sekundärwicklung 8 und dem Widerstand
7
dar.
-
Die Kurve 24 in Fig. 2 stellt den Potentialverlauf an dem Verbindungspunkt
17 der Kathode 4 der Vielkathodenzählröhre mit dem Widerstand 10 dar.
Die Maßstäbe der Kurven 24 und 15 sind verschieden.
-
Die Kathode 4 der Vielkathodenzählröhre 1 ist über einen Kondensator
18 und einen Serienwiderstand 19 an die entsprechende dritte Kathode
20 der Kaltkathodenanzeigeröhre 2 gekoppelt, die mit einem Entkopplungskondensator
21 versehen ist. Der Glimmentladungsstrom in der Kaltkathodenanzeigeröhre wird durch
einen Anodenwiderstand 22 eingestellt, in der Abwesenheit eines leitenden Signales
aus der Vielkathodenzählröhre 1 fließt gleichzeitig ein Strom zu mehreren
oder allen Kathoden der Kaltkathodenanzeigeröhre 2. Der Gleichstromweg für die Kaltkathodenanzeigeröhre
2 wird durch eine Diode 23 und den Widerstand 19 geschlossen.
-
Der Wechselstrom aus der Sekundärwicklung 8 des Transformators
durchfließt den Widerstand 10 und erzeugt an dem Verbindungspunkt des Widerstandes
10 mit der Kathode 4 und dem Kondensator 18 ein fluktuierendes Potential
24 (Fig. 2), das über den Kondensator 18 zur Diode 23 gelangt, so
daß sich der Kondensator 18 auf der mit der Diode 23 verbundenen Seite
negativ auflädt. Diese negative Ladung, die auch dem Kondensator 21 mitgeteilt wird,
liegt an der dritten Kathode 20 der Kaltkathodenanzeige>-röhre 2. Der Widerstand
19 dient zur Glättung der Potentialschwankungen, die an der Diode
23 auftreten. Das negative Potential an der Kathode 20 der Kaltkathodenanzeigeröhre2
zieht dieGlinimentladung auf diese Kathode 20.
-
Es ist ersichtlich, daß der gesamte Kathodenglimmstrom, der Kathode
20 durch den Widerstand 19 und damit durch die Diode 23 fließen muß.
Der Stromflußwinkel der Diode 23 muß aber kurz sein, vorzugsweise kleiner
als eine Halbwelle des Wechselstroms aus der Quelle 13, da sonst die mittlere
negative Ladung, die auf den Kondensator 21 übertragen wird, unzureichend ist. Dies
erfordert, daß der Spitzenwert des Glimmentladungsstromes der Vielkathodenzählröhre
1 mindestens das Zweifache des Mittelwertes des Stromes der Kaltkathodenanzeigeröhre
2 beträgt, dies- stellt eine schwerwiegende Einschränkung dar, da die Eigenschaften
einer Kaltkathodenanzeigeröhre es mit sich bringen, daß die von einer Glimmentladung
bedeckte Fläche der Kathode kleiner wird, wenn der Strom reduziert wird, bis Teile.
der betreffenden Kathode unsichtbar werden, während andere Teile eine mehr als ausreichende
Glimmentladung tragen.
-
Dieser Mangel kann dadurch behoben werden, daß zwischen dieAnode
5 der Kaltkathodenanzeigeröhre 2 und den Verbindungspunkt des negativen Pols
11 der Spannungsquelle mit dem#Kondensator21 ein Kondensator 25 geschaltet
wird. Dadurch kann man den mittleren Strom der Kaltkathodenanzeigeröhre 2 durch
-entsprechende Bemessung des Wertes des Widerstandes 22 so einstellen, daß er den
Bedingungen genügt, die durch die Grenzwerte der Vielkathodenzählröhre gegeben sind.
-
Durch die obenerwähnten Maßnahmen wird vermieden, daß die Kathoden
der Kaltkathodenanzeigeröhre gegebenenfalls nur teilweise mit einer Glimmentladung
bedeckt sind, dies wird erreicht, bei Verwendung kurzer Stromstöße an Stelle einer
ununterbrochenen Entladung durch den Entladestromkreis.
-
Wie bei allen Kaltkathoden-Gasentladungsröhren ist auch bei der Kaltkathodenanzeigeröhre
die Brennspannung kleiner als die Zündspannung. Dieses ermöglicht, die Kaltkathodenanzeigeröhre
als Relaxationsoszillator zu betreiben, wobei der Kondensator 25 abwechselnd
mit einem Strom entladen wird, der ausreicht, die ganze Kathode, mit einer Glimmschicht
zu bedecken und anschließend wieder den Kondensator25 während einer stromlosen Periode
auf die Zündspannung aufzuladen. Die Frequenz wird durch die Zeitkonstante, R (22)
C (25) bestimmt, die so klein gemacht wird, daß kein Flackern merklich
ist. Die Kurve 26 in Fig. 2 stellt das Potential am Verbindungspunkt
27 von Kondensator 25, Widerstand 22 und Anode 5 dar, die Kurve
28, das Potential an dem Verbindungspunkt 29 des Widerstandes
19 mit der dritten Kathode 20 der Kaltkathodenanzeigeröhre 21 und dem Kondensator
21.
-
An die Stelle der selbsterregten Relaxationsschwingungen des Stromes
in der Kaltkathodenanzeigeröhre 2 können auch Stromschwankungen treten, die durch
eine äußere Wechselspannungsquelle hervorgerufen werden, beispielsweise indem man
den Generator 13 oder die Netzwechselspannung anschließt, Bei der in Fig.
3 dargestellten Schaltung sind die Bauelemente, die dieselben Funktionen
ausüben, wie in der Schaltung nach Fig. 1 mit denselben Bezugszeichen versehen
worden. Ein Wechselstrom aus einem Generator 13 wird über die Primär- und
Sekundärwicklung 12 und 8 eines Transformators einer Gleichrichterdiodc
30 zugeführL Der Widerstand 7
und der Kondensator 14 sind so bemessen,
daß der Strom in der Vielkathodenzählröhre 1 während der Halbwelle, während
der die Diode 30 nicht leitet, fast auf Null absinkt. Die Kurve
31 in Fig. 4 stellt den Verlauf des Anodenpotentials an der Verbindung
16
zwischen dem Widerstand 7 und Anode 3 dar. Die in Fig.
3 dargestellte Anordnung gewährleistet, daß der Spannungsverlauf an der Anode
3 annähernd gleich ist wie der beim Betriebszyklus der Schaltung nach Fig.
1.
Die Schaltung zur Kopplung der Kathoden der Vielkathodenzählröhre
1 und der Kaltkathodenanzeigeröhre 2 nach Fig. 3 entspricht der Anordnung
nach Fig. 1, wobei jedoch der Widerstand 19 und der Parallelkondensator
21 entfallen. Dadurch wird die Kathode 20 der Kaltkathodenanzeigeröhre mit einem
Potential gespeist, das aus der Wechselspannung von der Kathode 4 der Vielkathodenzählröhre
1 (Kurve 32
in Fig. 4) und einer Gleichstromkomponente besteht, die
durch die gleichrichtende Diode 33 geliefert wird. Die Kombination dieser
beiden Potentiale ist in der Kurve 35 (Fig. 4) wiedergegeben. Durch das Weglassen
des Widerstandes 19 wird der Verlust an Vorspannungspotential beseitigt,
der durch den Glimmstrom von der Kathode 20 verursacht wurde.
-
Es ist nun wesentlich, daß der Stromfluß in der Kathode 20 so synchronisiert
wird, daß er nur während oder in der Nähe der negativen Spitzen des Kathodenpotentials
auftritt. Dies kann dadurch leicht erreicht werden, daß man das Potential der Anode
der Kaltkathodenanzeigeröhre in ähnlicher Weise steuert wie bei der Vielkathodenzählröhre
1, jedoch mit einer Wechselspannungsquelle, die eine um eine Halbperiode
verschobene Spannung liefert.
-
Die Werte des Widerstandes 22 und eines Kondensators 36 werden
ferner so gewählt, daß an der Anode 5 der Kaltkathodenanzeigeröhre eine Gleichspannung
liegt, die eine nennenswerte Wechselspannungskomponente der Speisefrequenz aufweist.
-
Der Parallelkondensator 25 dient mit dem Serienwiderstand 22
zur Glättung der Welligkeit des Potentials an der Anode 5 der Kaltkathodenanzeigeröhre,
die Welligkeit bleibt jedoch groß genug, um die Glimmentladung zu zünden, indem
ein zusätzliches Anodenpotential zu einem Zeitpunkt auftritt, in welchem sich das
Potential der Kathode 20 in der Nähe
ihres negativen Extreinwertes befindet.
Dieses Anodenpotential ist in Fig. 4 durch die Kurve 34 dargestellt, während die
Kurve 35 das Potential an der Verbindung des Kondensators 18 mit der
Kathode 20 und der Diode 33 zeigt.
-
Die Entladedauer des Kondensators 25 ist kurz im Verhältnis
zu einer vollen Periode, so daß die stattfindenden Entladungen denen gleichen, die
bei der Schaltung nach Fig. 1 auftreten, wobei jedoch der Zeitpunkt durch
den Generator 13 gesteuert wird, dadurch wird eine Glimmentladung kurzer
Dauer auf der Anode 20 erzeugt.
-
Eine weitere Möglichkeit, ein negatives Potential der Kathode einer
Kaltkathodenanzeigeröhre zuzuführen, die der glimmenden Elektrode einer Vielkathodenzählröhre
entspricht, ist in Fig. 5 der Zeichnungen dargestellt, in der dieVielkathodenzählröhre
1
Kathoden 01 bis 91 besitzt, die mit den Kathoden 02 bis 92
einer Kaltkathodenanzeigeröhre 2 verbunden sind. Die Anode 3 der Vielkathodenzählröhre
1 ist über einen Widerstand Ri mit dem positiven Pol V,
einer Spannungsquelle,
verbunden, während die Kathoden 01 bis 91 überWiderstände R, mit einer
Spannungsquelle V, verbunden sind. Die Widerstände R, und R2 und die Potentialdifferenz
zwischen V, und V2 sind so gewählt, daß sie den Arbeitsbedingungen der Vielkathodenzählröhre
1 entsprechen. Die Anode 5 der Kaltkathodenanzeigeröhre 2 ist über
einen Widerstand R4 mit einer Spannungsquelle V,
verbunden, und die Kathoden
02 bis 92 der Kaltkathodenanzeigeröhre 2 sind jeweils über eine Schaltröhre 40 mit
einer Potentialquelle V4 verbunden, während die einzelnen Steuerelektroden 41 der
Schaltröhren 40 jeweils über einen Widerstand R, mit den entsprechenden Elektroden
01 bis 91 der Vielkathodenzählröhre 1 verbunden sind. DiePotentialdifferenz
zwischen V., und V4 reicht gerade nicht aus, Dieb Schaltröhren 40 zu zünden.
Dem an der Anode 5 der Kaltkathodenanzeigeröhre 2 liegenden Potential
V,
ist eine Wechselspannung überlagert, so daß bei jeder Periode sowohl die
angezeigten Zahlen der Kathoden als auch die entsprechenden Schaltröhren 40 gelöscht
werden. Der Wert des Widerstandes R4 ist so gewählt, daß der Spitzenstrom durch
die Kaltkathodenanzeigeröhre 2 auf den zulässigen Wert begrenzt wird, während die
zwischen die Steuerelektroden der Schaltröhren 40 und die entsprechenden Elektroden
der Vielkathodenzählröhre eingeschalteten Widerstände einen hohen Wert besitzen.
-
Wenn eine Glimmentladung auf einer bestimmten Kathode der Vielkathodenzählröhre
1 angehalten wird, ändert sich deren Potential von V, auf V., und die Potentialdifferenz
zwischen V" und V4 reicht dann aus, die Schaltröhre 40, die mit der glimmenden Kathode
der Vielkathodenzählröhre 1 verbunden ist, zu zünden. Während der darauffolgenden
positiven Auswanderung der Spannung V, fließt Strom durch die Schaltröhre und die
entsprechende Kathode der Kaltkathodenanzeigeröhre, so daß die durch die Kathode
der Kaltkathodenanzeigeröhre wiedergegebene Ziffer angezeigt wird.
-
Wandert die Glimmentladung von einer Kathode der Vielkathodenzählröhre
zur nächstbenachbarten Kathode, so fällt das Potential der gelöschten Kathode von
V, auf V., und die entsprechende Schaltröhre wird während des nächsten negativen
Teils der Spannung V, gelöscht und bleibt es auch, so daß die entsprechende
durch diese Kathode der Kaltkathodenanzeigeröhre dargestellte Ziffer verschwindet.
Wenn die Glimmentladung in der Vielkathodenzählröhre zur nächsten Elektrode wandert,
wiederholen sich diese Vorgänge, und das Bild der der entsprechenden Kathode der
Kaltkathodenanzeigeröhre entsprechenden Ziffer wird erleuchtet, so daß das Bild
der Ziffer auf der Kaltkathodenanzeigeröhre erscheint, die der Kathode der Vielkathodenzählröhre
entspricht, die gerade eine Glimmentladung trägL Die Ausführungsforin der Erfindung
nach Fig. 6
enthält eine Vielkathodenschrittschaltelektronenröhre
1, deren Anode 3 mit dem positiven Pol 9 einer Gleichstromquelle
über einen Strombegrenzungswiderstand 7 verbunden ist. Die Kathodenkreise
der einzelnen Kathoden der elektronischen Schrittschaltzählröhre 1 enthalten
eine Diode und einen Teil 38
der Sekundärwicklung 39 eines Transformators,
die über einen Abgriff mit dem negativen Pol der Gleichspannungsquelle verbunden
ist.
-
Eine gasgefüllteKaltkathodenanzeigeröhre 2 ist mit einem Strombegrenzungswiderstand
22 versehen, der zwischen ihre Anoden 5 und den positiven Pol der Gleichspannungsquelle
geschaltet ist. Die Kathodenkreise der Kathoden 20 der gasgefüllten Kaltkathodenziffernröhre
sind durch Dioden 40 mit dem negativen Pol der Gleichspannungsquelle verbunden.
-
Entsprechende Kathoden der elektronischen Schrittschaltröhre
1 und der gasgefüllten Kaltkathodenanzeigeröhre 2 sind über Kondensatoren
18 verbunden.
-
Das den die Kathoden der Vielkathoden-Schrittschaltzählröhre
1 mit dem negativen Pol der Gleichspannungsquelle
verbindenden
Dioden 37 entgegengesetzte Ende 41 der Sekundärwicklung des Transformators
ist über einen Widerstand 42 und einen Kopplungskondensator 43 mit der Anode
5 der gasgefüllten Kaltkathodenanzeigeröhre 2 verbunden. Die Primärwicklung
12 des Transformators wird von einer Wechselstromquelle 13 gespeist, Wenn
die oben beschriebene Schaltung mit Spannung versorgt wird, kann, wie bekannt, nur
an einer Kathode der elektronischen Schrittschaltröhre eine Entladung auftreten.
In der gasgefüRten Kaltkathodenanzeigeröhre tritt ebenfalls eine Entladung auf,
diese Glimmentladung ist jedoch über viele, wenn nicht alle Kathoden verteilt, wobei
alle Dioden 40, die die Kathoden der gasgefüllten Kaltkathodenanzeigeröhre mit dem
negativen Pol der Spannungsquelle verbinden, Strom führen.
-
Zur Erklärung der Erfindung soll in einem speziellen Fall angenommen
werden, daß die Glimmentladung auf der zweiten Kathode der Vielkathodenschrittschaltröhre
ruhen bleibt.
-
Die, Wirkungen des an die Primärwicklung 12 des Transformators angelegten
Wechselstromes werden am besten einige Perioden nach Anschalten des Wechselstromes
betrachtet. Der Wert des Anodenstromes derVielkathodenschrittschaltröhrel wird den
überschreiten, der in der gasgefüllten Kaltkathodenröhre 2 fließt. Die verteilten
Kathodenströme in der gasgefüllten Kaltkathodenanzeigeröhre 2 halten alle Dioden
40, die die Kathoden der gasgefüllten Kaltkathodenanzeigeröhre 2 mit dem negativen
Pol 11
der Gleichspannungsquelle verbinden, im leitenden Zustand, während
die Dioden 37, die die Kathoden der Vielkathodenschrittschaltröhre
1 mit dem negativen Pol 11 der Gleichspannungsquelle verbinden, Strom
von den Kopplungskondensatoren 18 ziehen, die entsprechende Kathoden der
Vielkathodenzählröhre und der gasgefüllten Kaltkathodenanzeigeröhre verbinden. Wenn
kein Kathodenstrom in der Vielkathodenzählröhre fließt, würde dies alle Kondensatoren
18, die die entsprechenden Kathoden der Vielkathodenzählröhre mit den Kathoden
der Kaltkathodenanzeigeröhre verbinden, schnell gleichmäßig auf ein Potential aufladen,
das gleich der Hälfte der Auswanderungen an den Kathoden der Dioden 37 beträgt,
die die Kathoden der Vielkathodenzählröhre, mit dem negativen Pol 11 der
Stromquelle verbinden, und alle Kathoden der elektronischen Schrittschaltzählröhre
würden auf diesem negativen Potential verbleiben. Dieser Zustand gilt nur für die
Kathoden der Vielkathodenschrittschaltröhre, die nicht durch einen Glimmentladungsstrom
zur Anode mit der Schaltung verbunden sind. Die zweite Kathode der elektronischen
Vielkathodenschrittschaltzählröhre folgt zwangläufig den nach oben gehenden Auswanderungen
der Kathode der Diode, die die zweite Kathode der Schrittschaltzählröhre mit dem
negativen Pol der Gleichspannungsquelle verbindet, und ebenso wird ein Strom vom
Kondensator 18 gezogen, der die zweite Kathode der Vielkathodenzählröhre
mit der zweiten Kathode der gasgefüllten Kaltkathodenanzeigeröhre verbindet. und
durch die Diode, die die zweite Kathode der gasgefüllten Kaltkathodenanzeigeröhre
mit dem negativen Pol der Gleichspannungsquelle verbindet.
-
Die negative Potentialauswanderung an den Kathoden der Dioden, die
die Kathoden der Vielkathodenschrittschaltröhre mit dem negativen Pol der Gleichspannungsquelle
verbinden, beeinflußt nun nur die Diode 37, die die zweite Kathode der VielkathodenZählröhre
mit dem negativen Pol der Gleichspannungsquelle verbindet. Wenn dieses negative
Potential absinkt, sinkt auch das negative Potential an der zweiten Kathode der
gasgefüllten Kaltkathodenanzeigeröhre ab, da die Diode, 40, die die zweite Kathode,
der gasgefällten Kaltkathodenanzeigeröhre verbindet, in dieser Richtung nicht leiten
kann. Die Polarität der Ladung des Kondensators 18, der die zweite Kathode
der Vielkathodenzählröhre mit der zweiten Kathode der gasgefüllten Kaltkathodenanzeigeröhre
verbindet, kehrt sich um in bezug auf die der Kondensatoren 18, die die -übrigen
Kathoden der Zählröhre mit den übrigen Kathoden derAnzeigeröhre verbinden. An der
zweiten Kathode der Anzeigeröhre tritt ferner eine ins Negative gerichtete Potentialauswanderung
auf, die gleich der vollen Amplitude der Auswanderung an der zweiten Kathode der
Zählröhre ist, während die übrigen Kathoden der Anzeigeröhre. unbeeinflußt bleiben.
-
Die Sekundärwicklung des Transformators liefert Potentialschwankungen
an die Anode 5 der gasgefüllten Kaltkathodenanzeigeröhre 2 über einen Kopplungskreis
aus dein Widerstand 42 und dem Kondensator 43. Die Potentialschwankungen an der
Anode 5
der Kaltkathodenanzeigeröhre sind umgekehrt gegenüber denen an der
zweiten Kathode der Anzeigeröhre mit dem Ergebnis, daß von der zweiten Kathode der
gasgefüllten Kaltkathodenanzeigeröhre ein Anodenstrom während dieser Halbwelle des
Speisewechselstromes fließt. Der Anodenstrom fließt sowohl durch den Widerstand
22, der die Anode 5 mit dem positiven Pol der Gleichspannungsquelle verbindet,
als auch durch den Kondensator 43 des Kopplungskreises, durch den der Transformator
mit der Anode der gasgefüllten Kaltkathodenanzeigeröhre verbunden ist. Dieser Strom
fließt praktisch vollständig zur zweiten Kathode der gasgefüllten Kaltkathodenanzeigeröhre,
die negativer ist als die übrigen.
-
Wenn während der anderen Halbwelle alle Kathoden der gasgefüllten
Anzeigeröhre auf gleichem Potential sind, erlischt die Glimmentladung infolge des
emiedrigten Anodenpotentials. Der Strom durch den Widerstand 22, der die Anode der
Anzeigeröhre mit dem positiven Pol der Gleichspannungsquelle verbindet, lädt dann
den Kondensator 43 wieder auf, durch den die Anode 5 der Anzeigeröhre 2 mit
der Sekundärwicklung 38 des Transformators verbunden ist.
-
Es kann angenommen werden, daß der Wert der Kondensatoren
18, durch die entsprechende Kathoden der Zählröhre und der Anzeigeröhre gekoppelt
sind, ausreichend groß genug ist, um die Potentialänderungen vernachlässigbar zu
machen, die an dem Kondensator auftreten, der die zweite Kathode der Vielkathodenzählröhre
mit der zweiten Kathode der Kaltkathodenanzeigeröhre während der Halbwelle koppelt,
während der der Strom der zweiten Kathode aus diesem Kondensator fließt. Es ist
offensichtlich, daß während der anderen Halbwelle ein Strom gleicher Größe in die
Diode fließt, die die zweite Kathode der Anzeigeröhre mit dem negativen Pol
11 der Gleichspannungsquelle verbindet, um die Ladung in diesem Kondensator
wieder herzustellen.
-
Es sind nur wenige Wechselspannungsperioden erforderlich, um die Ladungen-
in den Kopplungskondensatoren wiederherzustellen, wenn die Glimmentladung in der
Vielkathodenschrittschaltelektronenröhre
auf die nächstbenachbarte
Kathode übergeht.
-
In Fig. 7 ist eine gegenüber Fig. 6 etwas abgewandelte
Schaltung dargestellt, wobei die Wechselstromquelle 13 und der Transformator
durch eine Elektronenröhre 44 ersetzt ist, deren Steuergitter 4S- eine Wechselspannung
zugeführt wird und die am Anoden- und Kathodenkreis gegenphasige Spannungen liefert.
-
In dieser abgewandelten Schaltung ist die Anode der Kathodenröhre
44 über einen Widerstand 46 mit dem positiven Pol 9 der Stromquelle und über
einen Kondensator 47 mit der Anode der gasgefüllten Kaltkathodenanzeigeröhre 2 verbunden,
während die Kathode der Röhre 44 über einen Widerstand 48 mit dem negativen Pol
der Spannungsquelle und mit den einzelnen Kathoden der Vielkathodenschrittschaltröhre
über Dioden 37 verbunden ist. Wie bei der vorher beschriebenen Schaltung
sind entsprechende Kathoden der Zählröhre 1 und der Anzeigeröhre 2 durch
Kondensatoren 18 gekoppelt.
-
Bei dieser Schaltung kann das Eingangssignal für die Röhre 44 eine
Rechteck- oder Impulsspannung sein, wodurch der Betriebszyklus und damit der Nutzeffekt
der Spannung verbessert werden.
-
In manchen Fällen kann die Frequenz der Impulsquelle, die an das Gitter
45 der Röhre 44 angeschlossen ist, vorteilhaft dieselbe sein, die zur Steuerung
der elektronischen Vielkathodenschrittschaltzählröhre 1 dient.
-
Durch die vorliegende Erfindung werden also einfache und wirksame
Mittel angegeben, um in einer cr - füllten Kaltkathodenanzeigeröhre die erleuch-"as,e
tete Wiedergabe der Ziffer zu erzeugen, der eine glimmende Kathode in einer elektronischen
Vielkathodenschrittschaltzählröhre entspricht.