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DE1132028B - Dichtender Pfropfen aus Kunststoff fuer Schrotpatronen - Google Patents

Dichtender Pfropfen aus Kunststoff fuer Schrotpatronen

Info

Publication number
DE1132028B
DE1132028B DED34394A DED0034394A DE1132028B DE 1132028 B DE1132028 B DE 1132028B DE D34394 A DED34394 A DE D34394A DE D0034394 A DED0034394 A DE D0034394A DE 1132028 B DE1132028 B DE 1132028B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
plastic
sealing plug
plug made
shotgun shells
shotgun
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED34394A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Horst Elsner
Dipl-Phys Dieter Menzel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dynamit Nobel AG
Original Assignee
Dynamit Nobel AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dynamit Nobel AG filed Critical Dynamit Nobel AG
Priority to DED34394A priority Critical patent/DE1132028B/de
Publication of DE1132028B publication Critical patent/DE1132028B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B7/00Shotgun ammunition
    • F42B7/02Cartridges, i.e. cases with propellant charge and missile
    • F42B7/08Wads, i.e. projectile or shot carrying devices, therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Lubricants (AREA)

Description

  • Dichtender Pfropfen aus Kunststoff für Schrotpatronen Bei Schrotpatronen werden als Dichtung zwischen Treibmittel und Schrotladung Pfropfen verwendet, die aus einem elastischen und verformbaren Material bestehen. Für den genannten Zweck werden z. B. Filzpfropfen eingesetzt. Als wichtigen Bestandteil enthalten diese Pfropfen im allgemeinen ein Wachs, das durch Warmtränken eingebracht wird. Hierdurch soll eine laufschonende Gleitwirkung erzielt und ein Fettfilm auf die Laufinnenfläche aufgetragen werden, der bei nachfolgenden Schüssen den Abrieb der Schrotkörner, die sogenannte Laufverbleiung mildert. Durch besondere Maßnahmen wird sichergestellt, daß das Wachs nicht in unmittelbarer Berührung mit dem Pulver steht, um dessen Phlegmatisierung zu vermeiden.
  • Es sind auch schon Pfropfen aus Kunststoff bekonntgeworden. Diese besitzen den Vorteil besserer Abdichtung, jedoch den Nachteil, daß die Schmierwirkung der fettgetränkten Filzpfropfen fehlt. Hierdurch kommt es zu verstärktem Abrieb von Blei und auch zu Anschmelzungen des Kunststoffes an der Laufinnenfläche. Diese Nachteile treten insbesondere bei warmgeschossenen Waffen fühlbar in Erscheinung.
  • Eine Verbesserung kann durch Pfropfen erzielt werden, die aus einer elastischen Festmasse mit Paraffin, Wachs, Asphalt od. dgl. bestehen. Pfropfen aus Kunstharzmasse mit Talkum als Füllstoff sind ebenfalls bekannt.
  • Es wurde nun gefunden, daß diese Pfropfen unter Vermeidung obiger Nachteile auch aus nach dem Spritzgußverfahren verarbeitbaren Kunststoffen und einem inerten Gleitmittel als Füllstoff hergestellt werden können, wenn die Kunststoffe keine aggressiven Stoffe abspalten.
  • Kunststoffe, die aggressive Stoffe, wie z. B. Säuren, abspalten, können deswegen nicht verwendet werden, da hierdurch Patronenlager und Laufinnenfläche der Waffe angegriffen würden. Als Kunststoff eignen sich Polyäthylen, Polystyrole und Polyamide, wobei je nach verwendetem Kunststoff bzw. verwendetem Gleitmittel bis zu 4019/o Gleitmittel zugesetzt werden können. So wird z. B. Polyäthylen mit einem Paraffin zusammengeschmolzen und anschließend aus dieser Masse im Spritzgußverfahren der dichtende Pfropfen hergestellt. Als anorganische Gleitmittel können Molybdändisulfid oder Graphit verwendet werden. Die Gleitmittel müssen sich in den Kunststoffen lösen bzw. in sehr feiner Dispersion vorliegen.
  • Beispiel 1 Ein nach dem Zieglerschen Verfahren hergestelltes Niederdnickpolyäthylen mit einer Dichte von 0,95 und einem Molekulargewicht von 120 000 wird mit 15 1/o Paraffmöl (Dichte 0,91) zusammengeschmolzen. Der Pfropfen wird aus dieser Masse im Spritzgußverfahren hergestellt.
  • Beispiel 2 Ein Polyäthylentyp mit einer Dichte von 0,94 und einem Molekulargewicht von 55 000 wird mit 10 % eines Weichparaffins vom Schmelzpunkt 45 bis 50° C zusammengeschmolzen. Die Masse wird bei 250° C im Spritzgußverfahren verarbeitet.
  • Beispiel 3 Ein Polyamidtyp auf der Basis von Caprolactam mit einer Dichte von 1,13 wird mit 5n/aMolybdändisulfid versetzt. Die dichtenden Zwischenmedien werden bei einer Spritzgußtemperatur von 235'O C hergestellt.
  • Beispiel 4 Ein Polystyroltyp mit einer Dichte von 1,05 und einem Molekulargewicht von 180000 wird in der Schmelze mit 2,519/a eines Gleitmittels vom Typ des Stearon versetzt. Anschließend wird diese Spritzmasse bei 175° C zu den Spritzlingen weiterverarbeitet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Dichtender Pfropfen aus Kunststoff für Schrotpatronen, dadurch gekennzeichnet, daß der im Spritzgußverfahren verarbeitbare Kunststoff keine aggressiven Stoffe abspaltet und ein inertes Gleitmittel als Füllstoff enthält. 2. Dichtender Pfropfen aus Kunststoff für Schrotpatronen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoff ein hochpolymerer Kohlenwasserstoff oder ein Polyamid mit einem Gleitmittelzusatz bis zu 400/a ist. 3. Dichtender Pfropfen aus Kunststoff für Schrotpatronen gemäß Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoff ein Polyäthylentyp mit einem Zusatz von Paraffin ist. 4. Dichtender Pfropfen aus Kunststoff für Schrotpatronen gemäß Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoff ein Polyamidtyp mit einem Zusatz von Molybdändisulfid ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 684 318, 540 683.
DED34394A 1960-09-30 1960-09-30 Dichtender Pfropfen aus Kunststoff fuer Schrotpatronen Pending DE1132028B (de)

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Publications (1)

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DE1132028B true DE1132028B (de) 1962-06-20

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE540683C (de) * 1927-06-10 1931-12-24 Bond Mfg Corp Patronenpfropfen
DE684318C (de) * 1935-08-12 1939-11-25 Horace A Roberts Verfahren zum wasserdichten Verschliessen von Schrotpatronen

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE540683C (de) * 1927-06-10 1931-12-24 Bond Mfg Corp Patronenpfropfen
DE684318C (de) * 1935-08-12 1939-11-25 Horace A Roberts Verfahren zum wasserdichten Verschliessen von Schrotpatronen

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