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DE1130762B - Freie Ankerhemmung mit gleichbleibender Impulsgabe durch eine Ausgleichskraft - Google Patents

Freie Ankerhemmung mit gleichbleibender Impulsgabe durch eine Ausgleichskraft

Info

Publication number
DE1130762B
DE1130762B DEH31832A DEH0031832A DE1130762B DE 1130762 B DE1130762 B DE 1130762B DE H31832 A DEH31832 A DE H31832A DE H0031832 A DEH0031832 A DE H0031832A DE 1130762 B DE1130762 B DE 1130762B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
magnet
anchor escapement
balancing force
anchor
rest
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEH31832A
Other languages
English (en)
Inventor
Helmut Herchenhan
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEH31832A priority Critical patent/DE1130762B/de
Publication of DE1130762B publication Critical patent/DE1130762B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04BMECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
    • G04B15/00Escapements
    • G04B15/10Escapements with constant impulses for the regulating mechanism

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)

Description

  • Freie Ankerhemmung mit gleichbleibender Impulsgabe durch eine Ausgleichskraft Bei den bekannten bzw. bei vom Erfinder vorgeschlagenen freien Ankerhemmungen mit konstanter Impulsgabe wird die konstante Hilfskraft entweder durch eine Feder (Spiral- oder Blattfeder) oder durch ein Gewicht geliefert. Durch solche Kraftspeicher ist zwar das Gleichbleiben der Auslösearbeit, die die Unruh leisten muß, und des Impulses, den sie empfängt, gewährleistet, aber zumindest bei veränderlichen Kraftspeichern wie z. B. Federn, fällt, wenn man bisher nicht vorgeschlagene, aber komplizierte zusätzliche Ausgleichsvorrichtungen nicht vorsehen kann oder will, die Kraftkurve des Impulses während der Impulsdauer ab. Das bedeutet, daß die Auslösearbeit der Unruh auf den höchsten Kraftwert der Impulsenergie abgestellt sein muß, und daraus folgt, daß die freie Schwingung des Gangordners im negativen und im positiven Sinn stark gestört wird.
  • Die Erfindung hat sich die neue Aufgabe gestellt, die Störung so gering wie möglich zu machen und die Auslösearbeit möglichst klein zu halten, und macht das Ziel erfindungsgemäß dadurch erreichbar, daß die Ausgleichskraft von der Auslösung ab während der Impulsgabe ansteigt. Durch ein fallendes Gewicht ließe sich dies zwar erreichen; das würde aber zu einer Vergrößerung der Einrichtung führen und außerdem wäre das System natürlich überaus lagenempfindlich. Bei einer sich entspannenden Feder könnte der ursprüngliche Impulsverlauf nur durch eine zwischengeschaltete Kurvenscheibe oder Hebeleinrichtung in den gewünschten Verlauf umgeformt werden. Das brächte aber zusätzliche Reibungen in den Mechanismus, durch die die Konstanz der Impulsgabe wieder in Frage gestellt werden würde; außerdem verträgt eine Hemmung mit konstantem Impuls keine weiteren Komplizierungen mehr. Daher wird das Ziel bei einer praktischen Ausführung der Erfindung in zweckmäßiger Weiterbildung derselben auf sehr viel einfachere Art, nämlich dadurch erreicht, daß die Ausgleichskraft von der Anziehungskraft eines Magneten (Permanent- oder Elektromagneten) geliefert wird, die mit der Entfernung vom Pol abnimmt.
  • Da die Anker der Hemmungen mit konstantem Impuls stets mehrere Arme besitzen, bieten sich verschiedene konstruktive Möglichkeiten für den Angriffspunkt des Magneten.
  • Wird der Auslösearm für das Ankerrad als Angriffshebel für die magnetische Anziehung gewählt, so könnte der Magnetfluß auch noch für die Sicherung der Lage des Hemmhebels in den Ankerradzähnen ausgenutzt werden, so daß weder dieser eine Federbelastung noch die Zähne bzw. die Ruhekerbe in der Zahnbrust einen Zugwinkel benötigen. Wird aber der Impulsarm als Angriffshebel für den Magneten gewählt, so kann auch die Wirkung der Ruhekünkenfeder und die der Auslösefeder von dem Magneten ausgeübt werden. In allen Fällen ist es zweckmäßig, den Kraftlinienverbrauch durch zweckentsprechende Polschuhe oder Leitstücke so zu bündeln, daß möglichst wenig Streufelder entstehen.
  • Die magnetisch unempfindliche Ausbildung der Einzelteile des Uhrwerks bietet heutzutage keine Schwierigkeiten mehr, weil hier reichliche Erfahrungen vorliegen. Es ist zwar bereits eine Hemmung mit gleichbleibender Kraft bekannt, bei welcher gleichfalls die magnetische Anziehungskraft, hier von zwei auf den Ankerklauen selbst angebrachten kleinen Magneten auf die Zähne eines ferromagnetischen Steigrades, die Ausgleichskraft liefern soll. Hier ist die Anordnung aber gerade so getroffen, daß im Augenblick der Auslösung die größte Kraft von der Unruh abverlangt wird, um den Anker zunächst vom Steigrad zu lösen. Mit dieser Anordnung ist also die erfindungsgemäße Zunahme der Ausgleichskraft vom ersten Augenblick der Auslösung ab während der Impulsgabe nicht zu erreichen.
  • Ein Beispiel für die mögliche Verwirklichung des Erfindungsgedankens ist in der Zeichnung dargestellt, deren Fig. 1 die Draufsicht, Fig. 2 die Seitenansicht und Fig. 3 und 4 zwei Einzelteile zeigen.
  • Grundsätzlich ähnelt die gezeichnete Ankerhemmung den bekannten. Unterschiedlich ist vor allem der Magnet M und der Schwanz 11 der Ruheklinke 1, die in 10 frei schwenkbar auf dem Tragarm 21 des Ankers 2 gelagert ist. Ihr Ruheanschlag 3 ist auf der Werkplatte befestigt und wird von dem hakenartigen Ruhearm 12 gefaßt. Die Schwenkfreiheit der Ruheklinke 1 ist durch eine Kerbe 14 begrenzt, in die ein Anschlagstift 22 reicht, der fest im Tragarm 21 sitzt.
  • Das Auslösen des Ankers 2 erfolgt durch Anschlag des Hebelsteines 41 der Unruh 4 gegen den Auslösefinger 5, der lose drehbar auf der Ankerwelle 20 gelagert ist und nahe seiner Spitze einen Zapfen 15 der Ruheklinke 1 anliegt, weil er aus einem ferromagnetischen Werkstoff, z. B. Stahl, besteht und daher der Anziehungskraft des MagnetenM unterliegt, ebenso wie die Ruheklinke 1 oder wenigstens deren Schwanz 11.
  • Der Hebelstein 41 schwenkt über den Auslösefinger 5 und den Zapfen 15 die Ruheklinke 1 im Uhrzeigersinn, so daß der Ruhearm 12 den Anschlag 3 verläßt. Jetzt kann der Magnet M über die Ruheklinke 1, insbesondere deren Schwanz 11, den Tragarm 21 mit wachsender Kraft anziehen und gibt der Unruh 4 über die Impulsnase 13 der Ruheklinke 1 den neuen Impuls, an deren Schluß die Ankerradhemmung 6 ausgehoben wird. Daher kann das Ankerrad 7 drehen, hebt dabei über die Ausgangspalette 24 den Anker 2 wieder in die Bereitschaftslage, in der er am Anschlag 3 durch den Ruhearm 12 verriegelt wird.
  • Der Hebelstein 41 geht beim Rückschwung wirkungslos an der Ruheklinke 1 vorbei, wobei er den Auslösefinger 5 lediglich gegen die Anziehungskraft des Magneten M kurz verschwenkt. Der Rückfall des Auslösefingers 5 gegen den Zapfen 15 ist nicht so stark, daß dadurch die Anziehungskraft des Magneten M auf den Schwanz 11 überwunden und dadurch die Ruhe am Anschlag 3 aufgehoben werden könnte.
  • Zu den einzelnen Teilen ist noch auszuführen, daß der Auslösefinger 5 und der Anker 2 in ihren Schwerpunkten gelagert sind bzw. ihre Lagerung ausgewogen wird. Der Auslösefinger 5 gleicht etwa einem kleinen Sekundenzeiger mit abgebogener Spitze und wird lose auf die Ankerwelle aufgeschoben. Der Auslösefinger 5 kann auch auf dem, Ankerarm 21 oder auf dem Schwanz 11 der Ruheklinke l gelagert werden.
  • über den Auslösefinger 5 sei noch gesagt, daß er auch den Hemmhebel 6 in, der Ankerendstellung auslösen kann. An Stelle der abgebogenen Sekundenzeigerspitze tritt eine richtige Gabel, deren linker Gabelteil in. der Ankerendstellung etwa auf der Mittellinie Anker-Unruh in, die Hebelsteinbahn der Unruh reicht. Die zur Gangradseite reichende Ausgleichsmasse des Auslösefingers 5 erhält die Form eines Ausstoßhebels, der in der Ankerendstellung den Hemmhebel 6 erreicht. Nach der Impulsgabe würde ein solcher Anker zunächst noch in der Endstellung so lange verweilen, bis der Gangordner in seinem Rückschwung durch seinen Hebelstein 41 über die in die Hebelsteinbahn reichende Gabelseite den Auslösefinger 5 um 5 bis 6 Grad anhebt. Sobald der Hebelstein 41 den Auslösefinger 5 freigibt, fällt dieser durch den verstärkten Magnetanzug in der Ankerendstellung mit seinem beschriebenen Auslösearm auf den Hemmhebel 6 und löst diesen aus, so daß das übliche Nachspannen der Ankerausgleichskraft erfolgen kann, während der Gangordner frei im Ergänzungsbogen schwingt. Diese Auslösung läßt besonders große Schwingungen des Gangordners zu, ohne daß ein Galoppieren entstehen kann.
  • Zur Vervollständigung der Beschreibung sei noch erwähnt, daß der in der Zeichnung dargestellte Stift 8 den Ankerausschlag begrenzt. Die verstellbare Schraube 9 reguliert die Gangradruhe (Hemmhebel 6), der Bolzen 25, der im Ankerarm 21 eingepreßt ist, führt die Klinke 1.
  • Dem Magneten M, der nur schematisch eingezeichnet ist, können entsprechende Formen bzw. Polschuhe oder Leitstücke gegeben werden, so daß seine Kraft in Lücken des sonst geschlossenen Kraftlinienverlaufes jeweils an den erforderlichen Stellen auf die Teile, die angezogen werden sollen, zur Wirkung kommt.
  • Auf diese Weise können alle Federn eingespart werden, die sonst in diesen Hemmungen mit konstanter Kraft erforderlich sind.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Freie Ankerhemmung mit gleichbleibender Impulsgabe durch eine Ausgleichskraft, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgleichskraft von der Auslösung ab während der Impulsgabe ansteigt.
  2. 2. Ankerhemmung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgleichskraft durch die Anziehungskraft eines Magneten (M) gebildet ist.
  3. 3. Ankerhemmung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Magnet (M) auf einen Ankerarm wirkt.
  4. 4. Ankerhemmung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Magnet (M) auf den Auslösearm für das Ankerrad (7) wirkt.
  5. 5. Ankerhemmung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Magnet (M) gleichzeitig den Hemmhebel (6) für das Gangrad (7) auf Ruhe hält.
  6. 6. Ankerhemmung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Magnet (M) auf den Impulsarm (21) wirkt.
  7. 7. Ankerhemmung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Magnet (M) gleichzeitig die Ruheklinke (1) auf Ruhe hält. B. Ankerhemmung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Magnet (M) gleichzeitig den Auslösefinger (5) auf Ruhe hält. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 822 814.
DEH31832A 1957-12-06 1957-12-06 Freie Ankerhemmung mit gleichbleibender Impulsgabe durch eine Ausgleichskraft Pending DE1130762B (de)

Priority Applications (1)

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DEH31832A DE1130762B (de) 1957-12-06 1957-12-06 Freie Ankerhemmung mit gleichbleibender Impulsgabe durch eine Ausgleichskraft

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DEH31832A DE1130762B (de) 1957-12-06 1957-12-06 Freie Ankerhemmung mit gleichbleibender Impulsgabe durch eine Ausgleichskraft

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1130762B true DE1130762B (de) 1962-05-30

Family

ID=7151726

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DEH31832A Pending DE1130762B (de) 1957-12-06 1957-12-06 Freie Ankerhemmung mit gleichbleibender Impulsgabe durch eine Ausgleichskraft

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DE (1) DE1130762B (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE822814C (de) * 1949-02-17 1951-11-29 Siemens Schuckertwerke A G Vorrichtung zur Erzielung einer unveraenderlichen Antriebsenergie fuer Uhrengangregler

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE822814C (de) * 1949-02-17 1951-11-29 Siemens Schuckertwerke A G Vorrichtung zur Erzielung einer unveraenderlichen Antriebsenergie fuer Uhrengangregler

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