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DE1130659B - Zwei-Stufen-Reduzierventil mit voneinander unabhaengig wirkenden Stufen - Google Patents

Zwei-Stufen-Reduzierventil mit voneinander unabhaengig wirkenden Stufen

Info

Publication number
DE1130659B
DE1130659B DEA31327A DEA0031327A DE1130659B DE 1130659 B DE1130659 B DE 1130659B DE A31327 A DEA31327 A DE A31327A DE A0031327 A DEA0031327 A DE A0031327A DE 1130659 B DE1130659 B DE 1130659B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pressure
low
rod
valve
closure piece
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA31327A
Other languages
English (en)
Inventor
Erik Oscar Henriques
Henning Olund Rasmussen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
KOSANGAS AS
Original Assignee
KOSANGAS AS
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by KOSANGAS AS filed Critical KOSANGAS AS
Publication of DE1130659B publication Critical patent/DE1130659B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D16/00Control of fluid pressure
    • G05D16/04Control of fluid pressure without auxiliary power
    • G05D16/06Control of fluid pressure without auxiliary power the sensing element being a flexible membrane, yielding to pressure, e.g. diaphragm, bellows, capsule
    • G05D16/063Control of fluid pressure without auxiliary power the sensing element being a flexible membrane, yielding to pressure, e.g. diaphragm, bellows, capsule the sensing element being a membrane
    • G05D16/0644Control of fluid pressure without auxiliary power the sensing element being a flexible membrane, yielding to pressure, e.g. diaphragm, bellows, capsule the sensing element being a membrane the membrane acting directly on the obturator
    • G05D16/0672Control of fluid pressure without auxiliary power the sensing element being a flexible membrane, yielding to pressure, e.g. diaphragm, bellows, capsule the sensing element being a membrane the membrane acting directly on the obturator using several spring-loaded membranes

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Safety Valves (AREA)

Description

  • Zwei-Stufen-Reduzierventil mit voneinander unabhängig wirkenden Stufen Die Erfindung bezieht sich auf ein Zwei-Stufen-Reduzierventil für gasförmige Medien mit voneinander unabhängig wirkenden Stufen, bestehend aus einem Hochdruckaggregat mit einer Hochdruckmembran, die durch einen mit ihr fest verbundenen Stößel ein vorzugsweise in einem Gasflaschenhals angeordnetes Ventilverschlußstück beeinflußt, und aus einem Niederdruckaggregat mit einem von einer Niederdruckmembran gesteuerten Ventilverschlußstück, das in einem vom Hochdruckaggregat ausgehenden Gaskanal liegt, wobei die Niederdruckmembran unter dem hinter dem Verschlußstück des Niederdruckaggregats herrschenden Druck steht und der Stößel des Hochdruckaggregats mit einer mittels eines Bedienungsgriffes zu betätigenden Ausschaltstange verbunden ist, so daß der Stößel bei einer bestimmten Stellung des Bedienungsgriffes und damit der Ausschaltstange unabhängig von der Hochdruckmembran zwangläufig in einer der Schließstellung des Hochdruckventilverschlußstückes entsprechenden Stellung gehalten wird, während er bei einer anderen Stellung des Bedienungsgriffes von der Hochdruckmembran bewegt werden kann.
  • Bei derartigen bekannten Reduzierventilen ist es nicht möglich, Hochdruck- und Niederdruckventil mittels eines einzigen Handgriffes zu schließen. Vielmehr wird stets nur das Hochdruckventil zwangläufig geschlossen, während das Niederdruckventil von außen nicht geschlossen werden kann. Dieses ist normalerweise bei dichtem Hochdruckventil auch nicht von Bedeutung, da das Schließen des Brennerventils eines üblicherweise an das Reduzierventil angeschlossenen Gasbrenners zunächst das Schließen des Niederdruckventils und dann das Schließen des Hochdruckventils schon vor der Bewegung der Ausschaltstange in die Schließstellung bewirkt. Ist das Hochdruckventil aber, was häufig vorkommt, kurzzeitig unmittelbar nach seinem Schließen undicht, so strömt während einiger Minuten nach Schließung Gas durch ein Niederdrucksicherheitsventil ab. Bei ständig undichtem Hochdruckventil steigt der Druck in der Zwischendruckkammer so stark an, daß das Niederdrucksicherheitsventil nicht ausreicht, um den Druck im Gasauslaß genügend klein zu halten. Daher wird bei einem derartigen Reduzierventil auch das Hochdruckaggregat mit einem Sicherheitsventil versehen, das dafür sorgt, daß der Druck in der Zwischendruckkammer genügend niedrig gehalten wird. Bei ständig undichtem Hochdruckventil strömt also Gas ständig durch beide Sicherheitsventile ab.
  • Es sind auch Reduzierventile bekannt, bei denen das Niederdruckventilaggregat mit der Hochdruckmembran, das Niederdruckventilverschlußstück dagegen mit der Niederdruckmembran verbunden ist, so daß das Ausmaß der Ventilöffnung des Niederdruckventils von der Stellung der Hochdruckmembran, d. h. direkt vom Zwischendruck, und auch von der Stellung der Niederdruckmembran, d. h. also direkt vom Niederdruck, abhängig ist. Bei diesen Reduzierventilen ist zwar ihrem Arbeitsprinzip gemäß die Ausschaltstange so angeordnet, daß sie unvermeidlich beide Ventile schließt. Ein undichtes Hochdruckventil hat aber auch bei ihnen - auch wenn sie mit Sicherheitsventilen versehen sind - dieselben Wirkungen wie bei den Reduzierventilen der erstgenannten Art, da bei Steigen des Druckes in der Zwischendruckkammer die Hochdruckmembran nach oben verschoben und dadurch das Niederdruckventil von der feststehenden Ausschaltstange geöffnet wird. Hinzu kommt, daß derartige Reduzierventile im Aufbau kompliziert und außerdem sehr schwierig genau einzustellen sind.
  • Der Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, ein Zwei-Stufen-Reduzierventil der erstgenannten Art zu schaffen, bei dem Gasverluste bei undichtem Hochdruckventil verhindert oder mindestens auf ein Minimum reduziert werden, ohne daß dadurch die Konstruktion komplizierter wird. Dieses wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß auch das Niederdruckventilverschlußstück mit der Ausschaltstange verbunden ist, und zwar mittels eines federnd nachgiebigen Verbindungsstückes, durch das das Niederdruckventilverschlußstück in der Schließstellung der Ausschaltstange unabhängig von der Niederdruckmembran gegen seinen Ventilsitz gedrückt gehalten wird.
  • Hierdurch wird nicht allein erreicht, daß beide Ventile durch die Ausschaltstange in Schließstellung gebracht werden, sondern auch - was noch von wesentlich größerer Bedeutung ist -, daß das Niederdruckventil als Sicherheitsventil für die Zwischendruckkammer wirken kann, so daß ein besonderes Sicherheitsventil für den Zwischendruck entfallen kann.
  • Das Niederdruckventilverschlußstück wird durch das federnd nachgiebige Verbindungsstück sicher gegen seinen eigenen Sitz gedrückt und schließt somit mit Sicherheit den Gasabgang, selbst dann, wenn die Membran - was immer der Fall ist, wenn kein Verbrauchsapparat an das Reduzierventil angeschlossen ist - das Niederdruckventilverschlußstück zur Bewegung in die Öffnungsrichtung hin beeinflußt, ohne daß dabei die Gefahr einer Beschädigung der Verbindung zwischen der Niederdruckmembran und dem Niederdruckventilverschlußstück auftritt.
  • In der Praxis wird das Federglied so dimensioniert, daß es erst nachgeben kann, wenn in der Zwischendruckkammer ein dem Flaschendruck entsprechender Druck herrscht; d. h., wird das Hochdruckventil undicht, so kann der Druck in der Zwischendruckkammer bis zum Flaschendruck steigen, und das durchgesickerte Gas wird in der Zwischendruckkammer vom Niederdruckventilverschlußstück zurückgehalten. Erhöht sich der Flaschendruck, z. B. wegen hoher Außentemperatur, so wird das Niederdruckventilverschlußstück gegen den Federdruck des Verbindungsstückes öffnen. Wegen der Federwirkung öffnet das Niederdruckventilverschlußstück aber nur sehr wenig, so daß die Gasgeschwindigkeit durch das Niederdruckventil niedrig gehalten wird. Dieses hat wiederum zur Folge, daß das:Niederdrucksicherheitsventil den Druck im Gasauslaß genügend niedrig zu halten vermag.
  • Das geschlossene Reduzierventil gemäß der Erfindung ist bei undichtem Hochdruckventil bei normalem Druck in der Gasflasche also immer dicht. Erst bei ungewöhnlich hohen Flascheninnendrücken, und zwar nur dann, wenn gleichzeitig auch das Hochdruckventil undicht ist, kann Gas ausströmen. Jedoch besteht auch in diesem Fall keine Gefahr, daß der Gasschlauch losgerissen wird.
  • Wird bei dem erfindungsgemäßen Zwei-Stufen-Reduzierventil die Ausschaltstange in der Schließstellung des Bedienungsgriffes zwangläufig in ihrer Schließstellung gehalten und ist in der offenen Stellung des Bedienungsgriffes aber frei, wenn auch begrenzt, im Verhältnis zum Bedienungsgriff verschiebbar und mit dem Stößel des Hochdruckaggregats begrenzt verschiebbar verbunden, so wird vorzugsweise gemäß der Erfindung die Ausschaltstange durch die Niederdruckmembran geführt, mit dieser aber fest verbunden, und das Verbindungsstück aus einem den Membransteuerkräften gegenüber steifen, gegenüber etwas größeren Einwirkungen jedoch nachgiebigen Federglied hergestellt. Bei einer solchen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Reduzierventils, bei welcher der Gaskanal, in dem das Niederdruckventilverschlußstück verschiebbar gelagert ist, durch eine in Höhe des Niederdruckventilverschlußstückes sich befindendeDurchlaßöffnung in der Kanalwand mit dem Raum unter der Niederdruckmembran verbunden ist, ist das Federglied erfindungsgemäß vorzugsweise eine winklig abgebogene Federstange, deren beide Enden mit der Ausschaltstange bzw. dem Niederdruckventilverschlußstück verbunden sind und welche mit einem Auge oder einer Windung an der Oberseite der Durchlaßöffnung schwingbar gelagert ist.
  • Einzelheiten des erfindungsgemäß ausgebildeten Zwei-Stufen-Reduzierventils sind im folgenden unter Hinweis auf die Zeichnung, die einen senkrechten Längsschnitt durch das Reduzierventil nach der Erfindung darstellt, beschrieben.
  • In der Zeichnung ist 10 ein Stutzen, der mit dem untersten Teil 12 in die Öffnung einer Gasflasche eingesetzt ist. Eine Ausbohrung 14, ein exzentrisch angebrachter Kanal 16 und eine Ausbohrung 18 bilden den Gasdurchgang. Eine Querausbohrung 20 ist durch einen Querkanal 22 mit dem Kanal 16 verbunden und nimmt ein Sicherheitsventil 24 auf.
  • Die Ausbohrung 18 ist an ihrem obersten Ende mit einem eingeschraubten Ventilstöpsel 26 geschlossen, der einen Mittelkanal 28, dessen Einmündung in der Ausbohrung 18 von einem Ventilsitz 30 umgeben ist, aufweist. Mit diesem zusammen arbeitet ein Hochdruckventilverschlußstück 32 mit einer Dichtungsscheibe 34. Das Verschlußstück 32 hat einen herabragenden Zapfen 36, dessen unterstes Ende in einem Führungsloch 38 im Boden der Ausbohrung 18 verschiebbar ist. Der Zapfen 36 ist von einer Feder 40 umgeben, die das Ventilverschlußstück 32 in Schließstellung drückt. Von der Oberseite des Ventilverschlußstückes 32 geht ein aufwärts ragender Stößel 42 aus, der sich durch den Mittelkanal 28 nach oben erstreckt und ein kurzes Stück unter dessen oberster Ausmündung endet.
  • Am Stutzen 10 ist abnehmbar ein Ventilgehäuse 44 mit seinem runden Mantel 46 mit Hilfe einer Anzahl Kugeln 48, eines Schieberinges 50, einer Feder 52 und einer rundlaufenden Rille 54 angebracht. Ein Dichtungsring 56 sichert die erforderliche Dichtung zwischen dem Stutzen 10 und dem Ventilgehäuse 44.
  • Das Ventilgehäuse 44 weist eine von einer Wand 57 umgebene Zwischenkammer 58 aus, welche nach unten hin durch eine mit Durchströmungsöffnungen versehene Schutzplatte 60 und nach oben durch eine Hochdruckmembran 62 abgeschlossen ist, die mit ihrem Rand zwischen einem Federgehäuse 64, welches eine Membranfeder 66 aufnimmt, die zwischen dem Gehäuse 64 und einem Membranteller 68 eingesetzt ist, und der Wand 57 festgeklemmt ist.
  • Durch die Membran 62 ist ein Übertragungsstößel 70 mediendicht geführt; von dessen Stützring 72 ein Stößelteil 74 abwärts ragt, der in üblicher Weise in der Funktionsstellung des Reduzierventils am Stößel 42 anliegt.
  • Von der Zwischendruckkammer 58 geht ein in der Wand 57 angeordneter Abgangskanal 76 aus, der in einem Gaskanal 78 mit etwas größerem Durchmesser ausmündet. Die Wand dieses Kanals geht in einen Schlauchstutzen 80 über. An seiner Ausmündung in den Kanal 78 ist der Kanal 76 von einem Ventilsitz 82 umgeben. Mit diesem arbeitet ein in der Längsrichtung des Kanals 78 verschiebbares Verschlußstück 84 zusammen, das eine zum Anliegen an den Ventilsitz 82 bestimmte Dichtungsscheibe 86 aufweist.
  • über dem Verschlußstück 84 ist in der Wand des Kanals 78 eine Öffnung 87, welche in eine innerhalb der Außenwand 88 des Ventilgehäuses 44 gelegenen Niederdruckkammer 90 ausmündet. Diese ist im übrigen nach unten hin durch die Wand 57 und die Hochdruckmembran 62 und nach oben hin durch eine Niederdruckmembran 92 abgeschlossen. Diese ist mit ihrem Rand zwischen der obersten Kante der Wand 88 und einem Federgehäuse 94, welches den obersten Abschluß des Ventilgehäuses 44 bildet, festgeklemmt. Im Federgehäuse 94 ist eine Niederdruckmembranfeder 96 angebracht, welche zwischen dem Federgehäuse 94 und einem Membranteller 98 eingespannt ist.
  • Durch die Membran 92, die in der Mitte eine Verdickung 100 aufweist, ist verschiebbar eine Ausschaltstange 102 geführt. An dieser ist unmittelbar unter der Verdickung 100 dicht schließend ein Teller 104 festgemacht, welcher unter normalen Umständen mit Hilfe einer Sicherheitsfeder 105, die, die Ausschaltstange 1.02 umgebend, zwischen dem Membranteller 98 und einem an die Ausschaltstange 1.02 über der Membran 92 befestigten Federteller 106 eingespannt ist, dicht an die Membranverdickung 100 gedrückt gehalten wird. Hierdurch ist ein übliches Sicherheitsventil gebildet.
  • Unter dem Teller 104 ist in der Ausschaltstange 102 ein Loch 108, in welches das eine Ende eines als winklig abgebogene Federstange ausgebildeten Verbindungsstückes 110 ragt, dessen anderes Ende durch die Öffnung 87 hinunter und in ein Querloch 112 im Niederdruckventilverschlußstück 84 reicht. Die Federstange weist ein Auge oder eine Windung 114 auf, die in einer Rille 116 oberhalb der Durchlaßöffnung 87 gelagert ist. Dieses Auge dient als Drehglied für die Federstange, die somit wie ein zweiarmiger Winkelhebel für die Bewegung des Ventilverschlußstückes 84 in Abhängigkeit von den Bewegungen der Membran 92 wirkt. Wenn erforderlich, kann das Auge 114 an seiner sich von der Ausschaltstange 102 abwendenden Seite von einem Bock 118 gestützt werden, der das Auge gegen eine Verschiebung bei einer Drehung der Federstange in Uhrzeigerrichtung sichert. Bei einer der Uhrzeigerrichtung entgegengesetzten Drehung der Federstange 110 ist die Gefahr für eine Verschiebung sehr gering, weswegen eine Sicherung hiergegen nicht erforderlich erscheint. Es könnte natürlich auch das Auge 114 auf einem Zapfen oder einer Achse zur Sicherung einer genauen Fixierung geführt werden.
  • Die Federstange ist aus Draht oder einem anderen Material von solcher Steifheit hergestellt, daß sie erst solchen Einwirkungen nachgibt, die die von der Membran 92 mit dazugehöriger Membranfeder 96 ausgeübten Steuerkräfte auf das Verschlußstück 84 übersteigen.
  • Die Ausschaltstange 102 ist an ihrem obersten Ende mit einem in der Längsrichtung der Stange länglichen Loch 120 versehen, durch welches ein Zapfen 122 geführt ist. Dieser ist auf einem Bedienungshandgriff 124 exzentrisch befestigt, welcher um 180' schwingbar mit einem Kopfstück 126 auf dem obersten Ende des Federgehäuse 94 angeordnet ist. Das Loch 120 ist so in der Ausschaltstange 102 angebracht, daß der Zapfen 122, wenn der Handgriff 124 die in der Zeichnung gezeigte Stellung einnimmt, die der Funktionsstellung des Reduzierventils entspricht, in Abstand von beiden Enden des Loches 120 liegt und die Ausschaltstange sich somit frei innerhalb der von der Erstreckung des Loches bestimmten Begrenzung im Verhältnis zum Zapfen 122 bewegen kann. Dieser kann somit nicht hindernd auf die Steuerbewegungen der Niederdruckmembran 92, an denen die Ausschaltstange 102 teilnimmt, wirken. Wird demgegenüber der Handgriff um etwa 180' von der gezeigten Stellung entgegen der Uhrzeigerrichtung gedreht, so wird der Zapfen 122 in Eingriff mit der obersten Begrenzung des Loches 120 kommen und somit zwangläufig die Ausschaltstange 102 nach oben verschieben. Hierdurch wird die Federstange erst in Uhrzeigerrichtung geschwenkt, bis das Ventilverschlußstück 84 an dem Ventilsitz 82 anliegt, und wird danach infolge ihrer Nachgiebigkeit wie eine Drahtfeder wirken, die gespannt wird, so daß das Ventilverschlußstück 84 nachgebend auf den Sitz 82 mit einer verhältnismäßig großen Kraft gedrückt wird, die vollständige Dichtigkeit sicherstellt, so daß kein Gas aus der Zwischendruckkammer 58 strömen kann.
  • Das unterste Ende der Ausschaltstange 102 ragt herunter in eine Ausbohrung 128 in dem obersten Ende des Übertragungsstößels 70. Ein Zapfen 130, der im Stößel 70 befestigt ist und sich quer über die Ausbohrung 128 streckt, ist durch ein in der Ausschaltstange 102 befindliches und in der Längsrichtung der Stange längliches Loch 132 geführt. Dieses ist so in der Ausschaltstange ausgeführt, daß der Zapfen 130 in der gezeigten Funktionsstellung des Reduzierventils im Abstand von beiden Enden des Loches liegt, so daß die Ausschaltstange 102 nicht auf die Steuerwirkung des Übertragungsstößels 70 und damit auch nicht auf die der Hochdruckmembran 62 für das Hochdruckventilverschlußstück 32 einwirken kann.
  • Wird der Handgriff 124 jedoch in die obengenannte Schließstellung gebracht, wird die Ausschaltstange 102 nach oben verschoben, wobei das unterste Ende des Loches 132 in Eingriff mit dem Zapfen 130 kommt. Dies bewirkt, daß der Übertragungsstößel 70 zwangsmäßig nach oben verschoben und sein unterstes Teil 74 hierbei von dem obersten Ende des Stößels 42 weg bewegt wird. Das Ventilverschlußstück 32 wird daher bei der erwähnten Stellung des Handgriffes 124 durch die Feder 40 nach oben in Schließstellung gezwungen.
  • In der Schließstellung des Handgriffes 124 werden somit sowohl das Hochdruckventil 30, 32 als auch das Niederdruckventil 82, 84 zwangläufig durch nur eine Ausschaltstange oder ein entsprechendes Organ geschlossen gehalten.
  • Das Ventil wirkt im übrigen auf folgende Weise. Die Hochdruckmembran 62 wird teils von dem in der Zwischendruckkammer 58 herrschenden Mitteldruck, teils von dem in der Niederdruckkammer herrschenden Niederdruck, der in etwa dem Druck im Gaskanal 78 entspricht, beeinflußt, so daß durch die Hochdruckmembran 62 daher bei ihrer Zusammenarbeit mit dem Hochdruckventilverschlußstück 32 ein Aufrechterhalten eines Zwischendruckes mit einem etwa konstanten Überdruck über dem Druck im Kanal 78 bewirkt wird.
  • Die Niederdruckmembran 92 ist teils von dem Atmosphärendruck, teils von dem Druck in der Niederdruckkammer 90 beeinfiußt, der, wie erwähnt, im großen gesehen dem Druck im Kanal 78 entspricht. Der Druck in der Niederdruckkammer ist jedoch etwas niedriger als der statische Druck im Kanal 78, welches auf die Venturiwirkung zurückzuführen ist, die als Resultat des Vorbeiströmens des Gases an der Öffnung 87 längs dem Ventilverschlußstüek 84 entsteht. Es hat sich gezeigt, daß man hiermit eine solche Druckbeeinflussung der Niederdruckmembran 92 erhält, daß diese, ohne einen allzu großen Durchmesser haben zu müssen, in Zusammenarbeit mit dem Niederdruckventil 82, 84 imstande ist, einen sehr konstanten Niederdruck im Kanal 78 unabhängig vom Gasverbrauch aufrechtzuerhalten. Daß der Niederdruck mit einem vorausbestimmten Wert konstant gehalten werden kann, ist von sehr großer Bedeutung, wenn die mit dem Reduzierventil verbundenen Verbrauchsapparate mit einem größtmöglichen Wirkungsgrad arbeiten können sollen.
  • Die Erfindung ist nicht an die gezeigte Ausführungsform, die im Rahmen der Erfindung in vielen verschiedenen Formen geändert werden kann, gebunden. Es ist so z. B. nicht erforderlich, daß das Verbindungsstück zwischen der Ausschaltstange und dem Niederdruckventilverschlußstück 84 nachgiebig ist. So kann diese Verbindung unnachgiebig sein, wenn zur Sicherung gegen Überbelastung ein Federmechanismus zwischen dem Handgriff 124 und der Ausschaltstange 102 eingeschoben wird, so daß diese nachgiebig zur Schließstellung geführt wird. Es ist auch nicht erforderlich, wenn auch am zweckmäßigsten, daß das Niederdruckventilverschlußstück in der Strömungsrichtung des Gases gesehen nach seinem Ventilsitz angebracht wird. Fernerhin soll bemerkt werden, daß auch nichts dem im Wege steht, daß das Hochdruckventil 30, 32 in das Ventilgehäuse 44 selbst eingebaut werden kann, in welchem Falle der Zapfen 36 und der Stößelteil 74 gewöhnlicherweise fest miteinander verbunden sein werden. Weiterhin kann erwähnt werden, daß, selbst wenn in der gezeigten Ausführungsform die zwei Membranen 62 und 92 mit entsprechenden Kammern 58 und 90 übereinander, fast konzentrisch, angebracht sind, nichts dem im Wege steht, daß sie exzentrisch im Verhältnis zueinander, eventuell ganz nebeneinander, angebracht werden können.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Zwei-Stufen-Reduzierventil für gasförmige Medien mit voneinander unabhängig wirkenden Stufen, bestehend aus einem Hochdruckaggregat mit einer Hochdruckmembran, die durch einen mit ihr fest verbundenen Stößel ein vorzugsweise in einem Glasflaschenhals angeordnetes Ventilverschlußstück beeinilußt, und aus einem Niederdruckaggregat mit einem von einer Niederdruckmembran gesteuerten Ventilverschlußstück, das in einem vom Hochdruckaggregat ausgehenden Gaskanal liegt, wobei die Niederdruckmembran unter dem hinter dem Verschlußstück des Niederdruckaggregats herrschenden Druck steht und der Stößel des Hochdruckaggregats mit einer mittels eines Bedienungsgriffes zu betätigendenAusschalt-Stange verbunden ist, so daß der Stößel bei einer bestimmten Stellung des Bedienungsgriffes und damit der Ausschaltstange unabhängig von der Hochdruckmembran zwangläufig in einer der Schließstellung des Hochdruckventilverschlußstückes entsprechenden Stellung gehalten wird, während er bei einer anderen Stellung des Bedienungsgriffes von der Hochdruckmembran bewegt werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß auch das Niederdruckventilverschlußstück (84) mit der Ausschaltstange (102) verbunden ist, und zwar mittels eines federnd nachgiebigen Verbindungsstückes (110), durch das das Niederdruckventilverschlußstück (84) in der Schließstellung der Ausschaltstange unabhängig von der Niederdruckmembran gegen seinen Ventilsitz (82) gedrückt gehalten wird.
  2. 2. Zwei-Stufen-Reduzierventil gemäß Anspruch 1, an dem die Ausschaltstange in der Schließstellung des Bedienungsgriffes zwangläufig in ihrer Schließstellung gehalten wird, in der offenen Stellung des Bedienungsgriffes aber frei, wenn auch begrenzt, im Verhältnis zum Bedienungsgriff verschiebbar ist, und auch mit dem Stößel des Hochdruckaggregats begrenzt verschiebbar verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausschaltstange (102) durch die Niederdruckmembran (92) geführt, mit dieser aber fest verbunden ist; und daß das Verbindungsstück (110) aus einem den Membransteuerkräften gegenüber steifen, gegenüber etwas größeren Einwirkungen jedoch nachgiebigen Federglied besteht.
  3. 3. Zwei-Stufen-Reduzierventil gemäß Anspruch 2, bei welchem der Gaskanal, in dem das Niederdruckventilverschlußstück verschiebbar gelagert ist, durch eine in Höhe des Niederdruckventilverschlußstückes sich befindende Durchlaßöffnung in der Kanalwand mit dem Raum unter der Niederdruckmembran verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Federglied eine winkelig abgebogene Federstange ist, deren beide Enden mit der Ausschaltstange (102) bzw. dem Niederdruckventilverschlußstück (84) verbunden sind und welche mit einem Auge oder einer Windung an der Oberseite der Durchlaßöffnung (87) schwingbar gelagert ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Gebrauchsmuster Nr. 1754 271, 1745 085; deutsche Auslegeschrift Nr. 1015 396.
DEA31327A 1958-02-25 1959-02-13 Zwei-Stufen-Reduzierventil mit voneinander unabhaengig wirkenden Stufen Pending DE1130659B (de)

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