DE1129278B - Vorrichtung zum Runderneuern der Laufflaechen von Fahrzeugreifen - Google Patents
Vorrichtung zum Runderneuern der Laufflaechen von FahrzeugreifenInfo
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- B29D30/06—Pneumatic tyres or parts thereof (e.g. produced by casting, moulding, compression moulding, injection moulding, centrifugal casting)
- B29D30/52—Unvulcanised treads, e.g. on used tyres; Retreading
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
S42001X/39a«
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABEDER
AUSLEGESCHRIFT: 10. MAI 1962
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABEDER
AUSLEGESCHRIFT: 10. MAI 1962
Es ist bekannt, zum Runderneuern der Laufflächen von Fahrzeugreifen eine Vorrichtung mit einem Satz
von zusammen eine Ringform bildenden gleichen sektorförmigen Abschnitten zu verwenden, von
denen jeder über die volle Breite der zu formenden Lauffläche geht. Dabei werden in der Regel die
Matrizenabschnitte mit einer starren ringförmigen Heizkammer fest verbunden. Mit einer derart
zusammengesetzten Form kann nur bei Reifen eines bestimmten Durchmessers die Lauffläche erneuert
werden.
Man hat auch schon die ringförmige Heizkammer aus . gelenkig miteinander verbundenen Ringabschnitten
zusammengesetzt, die nach Verbindung mit je einer Anzahl Matrizenabschnitte zu einem
starren Ring zusammengeschlossen werden. Dabei wurde auch vorgeschlagen, zwischen die Abschnitte
und die Heizkammerteile einen Kranz von Abstandsblöcken einzufügen, wenn es galt, unter Verwendung
einer und derselben Heizkammer die Laufflächen von Reifen kleinerer Durchmesser zu erneuern und
dazu Matrizenabschnitte kleinerer radialer Abmessungen zu verwenden. Es ist aber auch bereits
vorgeschlagen worden, die gleichen Abschnitte in verschiedener Zahl zu verwenden, um Matrizen für
Reifen von verschiedenen Durchmessern zusammenzusetzen. Dabei ergeben sich natürlich um so größere
Formfehler, je kleiner die Anzahl von gleichen sektorförmigen Abschnitten für eine Kreisringform
ist.
Gemäß der vorliegenden Erfindung werden nun sektorförmige Abschnitte verwendet, deren Umfangslänge,
in der Lauffläche gemessen, so klein ist, daß Formringe verschiedenen Durchmessers ohne unzulässige
Formfehler allein durch an sich bekannte Veränderung der Anzahl der Abschnitte zusammensetzbar
sind und die durch einen oder mehrere um sie herumgelegte Spanndrähte zusammengehalten
sind.
Zur Berechnung gibt man zweckmäßig jedem Abschnitt in der Umfangsrichtung eine Ausdehnung
von z. B. I einer Maßeinheit. Nimmt man den Durchmesser einer Lauffläche eines Reifens z. B.
mit 60 cm an, so beträgt der Umfang 60 π cm. Bei einer Umfangslänge eines sektorförmigen Abschnittes
von I cm erhält man somit 240 Abschnitte, bei f cm immer noch 120 Abschnitte. Bei einer so großen
Anzahl von Abschnitten ist innerhalb gewisser Grenzen die Anpassung an Reifen von kleinerem
Außendurchmesser durch Fortlassung einer ent
Vorrichtung
zum Runderneuern der Laufflächen von Fahrzeugreifen
Anmelder: Martin Stürcken, Bremen, Marcusallee 65
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 15. Januar und 2. Dezember 1954 (Nr. 1202)
sprechenden Anzahl von Abschnitten möglich, ohne daß dadurch zwischen den sich nicht mehr in voller
radialer Ausdehnung dicht zusammenschließenden Anlageflächen so erhebliche Ritzen entstehen, daß in
sie das auch im erhitzten Zustand noch stark viskose Laufflächenmaterial eindringen könnte.
Die um die Abschnitte herumgelegten Spanndrähte können leicht für jede Umfangslänge eingestellt und
zum Zusammenhalten fest angespannt werden. Zum Einlegen dieser Drähte kann zweckmäßig die Außenfläche
eines jeden Abschnitts mit parallelen Umfangsnuten versehen sein, die bei zu einem Ring zusammengesetzten
Abschnitten durchlaufende Ringnuten zur Aufnahme der Spanndrähte bilden.
Zusätzlich können die Abschnitte vorteilhaft längs der Kanten, in denen sie bei Verbindung zu einem
Ring zusammenstoßen, mit einem oder mehreren Schlitzen bzw. Zungen so ausgestattet sein, daß die
Zungen eines Abschnitts in die Schlitze eines Nachbarabschnitts eingreifen und ein Verschieben der
Abschnitte in Achsenrichtung der Form verhindern.
Die neuartige Form ist billig in der Herstellung, kann leicht verschiedenen Reifendurchmessern bei
gleicher Laufstreifenbreite angepaßt werden und sichert dabei einwandfreie Ergebnisse.
Die Zeichnung veranschaulicht die Vorrichtung an einem Ausführungsbeispiel.
Fig. 1 ist ein Schaubild eines aus mehreren sektorförmigen Abschnitten bestehenden Teiles einer erfindungsgemäß
ausgeführten Form;
Fig. 2 ist ein Schaubild eines der sektorförmigen Abschnitte.
209 579/264
Die Form setzt sich zusammen aus einer Mehrzahl von sektorförmigen Abschnitten 1, la, Ib, Ic usw.,
von denen jeder zweckmäßig ein Gußstück aus Leichtmetallegierung ist und in der Breite dem Laufstreifen
des rundzuerneuernden Reifens entspricht, während die Umfangslänge eine solche ist, daß bei
fortlaufender Zusammensetzung einer bestimmten Anzahl von ihnen mit zusammenstoßenden Kanten
eine Ringform von bestimmtem Durchmesser gebildet wird, die dem Durchmesser des zu behandelnden
Reifens entspricht. Zweckmäßig sind die einzelnen Abschnitte flach U-förmig mit äußeren Seitenflächen
2, 2a, 2b, 2c usw. ausgebildet. Die einander gegenüberliegenden Flächen der einzelnen Abschnitte
verlaufen in einem solchen Winkel schwach keilförmig, daß alle Abschnitte in zusammengesetztem
Zustand einen geschlossenen Ring bilden. Die einander gegenüberstehenden Kanten der einzelnen
Abschnitte können mit je einer oder mehreren Zungen 3 bzw. Schlitzen 4 in solcher Weise versehen
sein, daß bei ihrem Zusammensetzen jede Zunge eines Abschnitts in einen Schlitz des Nachbarabschnittes
eingreift, wodurch die Abschnitte sich miteinander verriegeln und ein gegenseitiges seitliches
Verschieben verhindert wird. Zu demselben Zweck kann man auch Paßstifte des einen Abschnitts in
Löcher des andern Abschnitts eingreifen lassen.
Die Abschnitte werden, z. B. durch Gießen, auf der Innenfläche mit dem Negativ des gewünschten
Laufflächenmusters 5 versehen. Auf der Außenfläche weisen sie je einen Satz paralleler Nuten 6 auf, die
bei zusammengesetzten Abschnitten je in einem Zuge liegen und zur Aufnahme von Spanndrähten 7
dienen, die die aus den Abschnitten zusammengesetzte Rundform umfassen und unter Mitwirkung
des Reibungseingriffes zu einem starren Körper verbinden. Zum Anspannen der Drähte können Spannmuttern
oder andere geeignete Vorrichtungen dienen.
Entlüftungskanäle werden an passenden Stellen durch die Abschnitte gebohrt. Die Form wird durch
eine um ihren äußeren Umfang gelegte Kupferrohrschlange 8 beheizt, durch die Dampf oder ein anderes
Heizmittel geschickt wird, kann aber statt dessen auch elektrisch oder durch Einführen in offenen
Überdruckdampf beheizt werden.
Das negative Laufflächenmuster kann Rippen bildende Nuten sowie eine oder mehrere zusätzliche
Nuten zur an sich bekannten Unterbringung schraubenförmiger Drahtwindungen zwecks Verbesserung
der Gleitschutzeigenschaften der Lauffläche aufweisen.
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Runderneuern der Laufflächen von Fahrzeugreifen mit einem Satz von
zusammen eine Ringform bildenden gleichen sektorförmigen Abschnitten, von denen jeder
über die volle Breite der zu formenden Lauffläche geht, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangslänge
eines jeden sektorförmigen Abschnitts (1), in der Lauffläche gemessen, so klein ist, daß *
Formringe verschiedenen Durchmessers ohne unzulässige Formfehler allein durch an sich
bekannte Veränderung der Anzahl der Abschnitte zusammensetzbar sind, und daß die
Abschnitte durch einen oder mehrere um sie herumgelegte Spanndrähte (7) zusammengehalten
sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Außenfläche eines jeden Abschnitts (1) mit parallelen Umfangsnuten (6) versehen ist, die bei zu einem Ring zusammengesetzten
Abschnitten durchlaufende Ringnuten zur Aufnahme der Spanndrähte (7) bilden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschnitte (1) längs der
Kanten, in denen sie bei Verbindung zu einem Ring zusammenstoßen, mit einem oder mehreren
Schlitzen (4) bzw. Zungen (3) so ausgestattet sind, daß die Zungen eines Abschnitts in die Schlitze
eines Nachbarabschnitts eingreifen und ein Verschieben der Abschnitte in Achsenrichtung der
Form verhindern.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 828 006;
USA.-Patentschriften Nr. 2 440 321, 2 591 430.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 209 579/264 5.62
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