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DE1128701B - Motorkraftstoff auf der Grundlage von katalytischem Reformat - Google Patents

Motorkraftstoff auf der Grundlage von katalytischem Reformat

Info

Publication number
DE1128701B
DE1128701B DEE17702A DEE0017702A DE1128701B DE 1128701 B DE1128701 B DE 1128701B DE E17702 A DEE17702 A DE E17702A DE E0017702 A DEE0017702 A DE E0017702A DE 1128701 B DE1128701 B DE 1128701B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fuel
octane
boiling
gasoline
heavy
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEE17702A
Other languages
English (en)
Inventor
Herbert Brockhaus
Dr Fritjof Schmeling
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ExxonMobil Technology and Engineering Co
Original Assignee
Exxon Research and Engineering Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Exxon Research and Engineering Co filed Critical Exxon Research and Engineering Co
Priority to DEE17702A priority Critical patent/DE1128701B/de
Publication of DE1128701B publication Critical patent/DE1128701B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L1/00Liquid carbonaceous fuels
    • C10L1/04Liquid carbonaceous fuels essentially based on blends of hydrocarbons
    • C10L1/06Liquid carbonaceous fuels essentially based on blends of hydrocarbons for spark ignition

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Motorkraftstoff auf der Grundlage von katalytischem Reformat . Benzinfraktionen von niedriger Oktanzahl werden durch katalytische Reformierung in Produkte höherer Oktanzahl übergeführt.
  • Bei der Verwendung von katalytischem Reformat als Motorkraftstoff macht sich eine motorische Erscheinung merkbar, die als Oktanabwertung, richtiger Oktanzahlabwertung, bezeichnet wird. Die Oktanzahlabwertung stellt die Differenz zwischen Research-Oktanzahl und Straßen-Oktanzahl dar (R O Z-S O Z). Die R O Z wird im stationären CFR-Motor nach der ASTM-Methode D 908/51, die S O Z in einem handelsüblichen Personenwagen nach der modifizierten Uniontown-Methode bestimmt.
  • Die Erscheinung der Oktanzahlabwertung besteht darin, daß ein katalytisches Reformat als Motorkraftstoff beim Beschleunigen des Kraftwagens zum Klopfen neigt. Dieses Verhalten des Reformats war zunächst nicht ohne weiteres verständlich, weil es eine ausreichende CFR-Research-Oktanzahl besitzt.
  • Untersuchungen haben zu der Feststellung geführt, daß eine ungleichmäßige Verteilung der Oktanzahl über den Siedebereich des Reformats die Ursache für dieses Verhalten ist. Diese ungleichmäßige Verteilung der Oktanzahl ist für katalytische Reformate charakteristisch, wobei deren unter etwa 100°C siedende Anteile eine ROZ etwa zwischen 70 und 80 und deren über etwa 100°C siedende Anteile eine ROZ von 100 und mehr besitzen. Beim Beschleunigen des Kraftwagens gelangt nun vorwiegend der niedersiedende, d. h. niederoktanige Anteil des Kraftstoffs in die Motorenzylinder und kann dort beträchtliches Klopfen bewirken.
  • Ein gutes, klopffreies Straßenverhalten wird nur durch ein möglichst gleichmäßiges Oktanzahlniveau gewährleistet. Der Beseitigung der Oktanzahlabwertung und damit dem Ausgleich der Oktanzahlverteilung dient vorliegende Erfindung.
  • Der Erfindung liegen folgende Überlegungen zugrunde Die sehr hohe Oktanzahl des katalytischen Reformau, besonders der Fraktion des oberen Siedebereichs (Rückstandsfraktion), kommt bei der Beschleunigung und somit bei der Messung nach der modifizierten Uniontown-Methode nicht zum Tragen. Dagegen wird durch die sie Research-Oktanzahl, die als Basis zur Klopffestigkeitsbeurteilung von Kraftstoffen benutzt wird, stark beeinflußt. Das Ziel der Erfindung liegt darin, die Höhe der zur Klopffestigkeitsbeurteilung dienenden Research-Oktanzahl durch Herabsetzung der Klopffestigkeit der schwerflüchtigen Anteile des katalytischen Reformats abzusenken und außerdem das Straßenverhalten des Kraftstoffs zu verbessern.
  • Zur Verbesserung des motorischen Verhaltens von katalytischem Reformat liegt der Zusatz von niedersiedenden hochoktanigen Produkten nahe. Die Gewinnung solcher Produkte ist jedoch an das Vorhandensein einer Crackanlage in der Raffinerie bzw. von Anlagen zur Isomerisation, Alkylierung oder Polymerisation gasförmiger Kohlenwasserstoffe gebunden, die beim Cracken von im Gasölbereich siedenden Fraktionen entstehen.
  • Neue Raffinerien werden vielfach ohne Crackanlagen erstellt, weil die Ausgangsstoffe für Crackprozesse, nämlich Fraktionen vom Gasölcharakter, nicht mehr zur Erzeugung von Motorkraftstoff durch Cracken zur Verfügung stehen, sondern als solche zur Verwendung als Dieselkraftstoff oder Heizöl eingesetzt werden. Für derartige Raffinerien besteht also nicht mehr die Möglichkeit, die Oktanzahl katalytischer Reformate durch niedersiedende hochoktanige Produkte zu erhöhen.
  • Wenn kein niedersiedendes hochoktaniges Benzin aus Crack-, Isomerisationsverfahren usw. zur Verfügung steht, könnte man an sich auf Motorenbenzol zurückgreifen; bekanntlich ist nun aber Motorenbenzol nur in beschränkten Mengen verfügbar, da seine Erzeugung weitgehend von der Stahlproduktion des betreffenden Landes abhängig ist. Mithin besteht ein Bedürfnis nach andergearteten Mischkomponenten zur Verminderung der Oktanzahlabwertung, die in Raffinerien zur Verfügung stehen.
  • Es wurde nun gefunden, daß die Oktanzahlabwertung von katalytischem Reformat vermindert wird, wenn dieses etwa 2 - bis 20 -Volumprozent, bezogen auf den Gesamtkraftstoff, hochsiedendes niedrigoktanigesDestillatbenzin(Schwerbenzin)enthält, dessen Siedebereich zwischen etwa 80 .und 200°C, vorzugsweise zwischen etwa 140 und 180°C liegt.
  • Es ist durchaus überraschend, daß es auf diesem Wege gelingt, eine Vernünderung der Oktanzahlabwertung zu erreichen.
  • Vorzugsweise verwendet man ein Schwerbenzin, das möglichst arm an Schwefelverbindungen ist; zu diesem Zweck wird das Schwerbenzin z. B. gesüßt oder anderweitig nachbehandelt.
  • In folgendem werden die Eigenschaften eines gesüßten Destillatschwerbenzins aus Aramco-Rohöl mitgeteilt Dichte bei 150C . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,770 ASTM-Destillation: S. B. ................... ..... 140°C 10-Volumprozent-Punkt . . . . . . . . 153'C 50-Volumprozent-Punkt . . . . . . . . 164'C 90-Volumprozent-Punkt ........ 176°C S. E. ......................... 183°C ROZ ......................... 22 Wenn man 4 Volumprozent dieses Schwerbenzins einem katalytischen Reformat zusetzt, wird die ROZ der Rückstandsfraktion des Reformats von 110 auf 97 bis 98 und damit auf den Durchschnitt der ROZ des gesamten Kraftstoffs herabgesetzt.
  • Die Wirkung ist noch vorteilhafter, wenn neben Schwerbenzin noch Motorenbenzol oder Butan zugesetzt wird; die Oktanzahlabwertung wird dann unter Umständen negativ d. h. zu einer Oktanzahlaufwertung, die sich darin zeigt, daß jetzt die SOZ höher liegt als die ROZ.
  • Für die Versuche, die in Tabelle I mitgeteilt sind, werden durchweg die SOZ und die Oktanzahlabwertung an dem Klopfverhalten beim Modified Uniontown-Test in einem Mercedes-Benz 190 (Verdichtung 1 :8,75) als einem typischen Vertreter für deutsche Kraftwagen, welche mit Premium-Kraftstoff betrieben werden, beurteilt.
    Tabelle I
    Wirkung von Schwerbenzin auf die Oktanzahl-
    abwertung
    Bestandteile in Volumprozent
    Ver- I Destil- 1 i
    Ab,
    such _i lat- I Mo- ROZ SOZ wertung
    Nr. Rmatr schwer- Butan toren
    benzin f benzol imMercedes-Benz190
    1 100 - - - 99,2 97,8 1,4
    2 96 4 - - 97,3 96,5 0,8
    3 90 10 - - 94,5 95,8 -1,3
    4 90 4 6 - 96,9 97,4 -0,5
    5 84 4 4 8 97,7 98,4 -0,7
    6 96 - 4 - 98,6 98,2 1 0,4
    Die Eigenschaften des verwendeten Reformats sind folgende: Dichte bei 15°C . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,777 ASTM-Destillation S. B.-:........................ 35°C 5-Volumprozent-Punkt ........ 47°C 50-Volumprozent-Punkt ........ 109°C 95-Volumprozent-Punkt . . . . . . . . 148'C S. E. ......................... 160°C ROZ ......................... 99,3 Als Schwerbenzin diente das obenerwähnte, aus Aramco-Rohöl erhaltene Destillatschwerbenzin.
  • Aus den Versuchen der Tabelle I geht die oktanzahlaufweriende Wirkung des hochsiedenden Benzinzusatzes deutlich hervor; diese Wirkung wird durch zusätzliche Beimischung von hochoktanigen Produkten, wie Butan und bzw. oder Motorenbenzol, verstärkt. Ein Zusatz von 10 Volumprozent Destillatschwerbenzin gemäß Versuch 3 zeitigt bereits eine negative Abwertung, d. h. Aufwertung.
  • Höhere Zusätze von Schwerbenzin sind besonders für normalen Kraftstoff (Regelkraftstoff) von Bedeutung, weil man dann gleichzeitig beträchtliche Mengen von Destillatleichtbenzin mitverwenden kann, für das augenblicklich in vielen Ländern kein Absatz besteht. Das Destillatleichtbenzin hat einen Siedebereich bis 120°C.
  • Ein Beispiel für einen Kraftstoff, dessen Mischkomponenten das oben aufgeführte Reformat, ein Destillatleichtbenzin der ROZ 65 und das oben aufgeführte Destillatschwerbenzin sind, ist in Tabelle II gezeigt. Sowohl das Leichtbenzin als auch das Schwerbenzin stammen aus Aramco-Rohöl. Tabelle II Zusammensetzung: Reformat (ROZ 99,2) ....... 50 Volumprozent Leichtbenzin (ROZ 65) ...... 30 Volumprozent Schwerbenzin (ROZ 22) ..... 20 Volumprozent Eigenschaften d15 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,738 Grund-ROZ ..................... 77,5 ROZ -f- 0,039 Volumprozent Tetraäthylblei .................. 88 SOZ + 0,039 Volumprozent Tetraäthylblei .................. 87 Abwertung im Ford 15 M . . . . . . . . . 1 Für diesen Versuch wurde ein Ford 15 M mit Verdichtung 1 : 8,0 als Meßgerät, wie er in Deutschland gebräuchlich ist, benutzt.
  • Dieser Regelkraftstoff geht zu 30,5 Volumprozent bis 70°C und zu 52 Volumprozent bis 100°C über. Der Zusatz von Schwerbenzin mit niederer ROZ, insbesondere aus paraffinischem Rohöl, im Sinne der Erfindung beträgt, wie oben angegeben ist, etwa 2 bis 20 _beträgt, bezogen auf den Gesamtkraftstoff; niedrigere Zusatzmengen finden bei Premium-Kraftstoff, höhere bei Regelkraftstoff, namentlich wenn dieser größere Mengen Destillatleichtbenzin enthält, Anwendung.
  • Leichtbenzin wird als Mischkomponente in Mengen bis zu etwa 30 Volumprozent benutzt. Das hochsiedende niedrigoktanige Destillatbenzin ist, wie gezeigt wurde, ein brauchbares Mittel zur Verminderung der Oktanzahlabwertung, besonders für Raffinerien ohne Crackanlagen, Dampfcracker, Alkylierungs- und Isomerisationsanlagen, aber auch bei Gegenwart niedrigsiedender hochoktaniger Kohlenwasserstoffe, wie Butan, Benzol, Isoparaffine und Olefine.
  • Die beim Zumischen des Schwerbenzins eintretende geringe Senkung der ROZ und SOZ kann durch schärferes Reformieren ausgeglichen werden. Bei Einhaltung schärferer Reformierungsbedingungen (höhere Drücke und Temperaturen, längere Reaktionsdauer) wird die ROZ der Rückstandsfraktion des Reformats nicht nennenswert erhöht; dies wirkt sich im wesentlichen nur in einer Erhöhung der Oktanzahl der niedrigersiedenden Anteile aus.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Motorkraftstoff auf der Grundlage von katalytischem Reformat, dadurch gekennzeichnet, daß dieser etwa 2 bis 20 Volumprozent, bezogen auf den Gesamtkraftstoff, hochsiedendes niedrigoktaniges Destillatbenzin (Schwerbenzin) im Siedebereich von etwa 80 bis 200°C, insbesondere aus paraffinischem Rohöl, enthält.
  2. 2. Motorkraftstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Premium-Kraftstoffniedrigere, ein Regelkraftstoff höhere Zusatzmengen an Schwerbenzin enthält.
  3. 3. Motorkraftstoff nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwerbenzin keine wesentlichen Mengen an Schwefelverbindungen enthält.
  4. 4. Motorkraftstoff nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß dieser außerdem niedrigsiedende hochoktanige Kohlenwasserstoffe, wie Butan, Benzol, Isoparaffine und Olefine enthält.
  5. 5. Motorkraftstoff nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß dieser außerdem ein Destillatleichtbenzin, vorzugsweise in einer Menge bis zu 30 Volumprozent des Gesamtkraftstoffes, enthält. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschriften Nr. 1032 025, 1019 504, 1057384.
DEE17702A 1959-05-30 1959-05-30 Motorkraftstoff auf der Grundlage von katalytischem Reformat Pending DE1128701B (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1019504B (de) * 1955-11-24 1957-11-14 British Petroleum Co Motorenbenzine
DE1032025B (de) * 1956-03-22 1958-06-12 British Petroleum Co Motorenbenzine
DE1057384B (de) * 1955-11-22 1959-05-14 Bataafsche Petroleum Motorenbenzin mit einer Octanzahl von mindestens 95

Patent Citations (3)

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