DE1128660B - Verfahren zur Herstellung thermoplastischer Harze aus Terpenen durch Polymerisation - Google Patents
Verfahren zur Herstellung thermoplastischer Harze aus Terpenen durch PolymerisationInfo
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Description
Polyterpenharze haben wegen ihrer Löslichkeit, Thermoplastizität und Verträglichkeit mit vielen
anderen Stoffen und da sie mit den verschiedensten Erweichungspunkten hergestellt werden können, eine
weite technische Verwendung gefunden.
Die handelsüblichen festen thermoplastischen PoIyterpene
sind Terpen-Homopolymere und im wesentlichen aus bizyklischenTerpenen, vorzugsweise /3-Pinen,
durch Polymerisation hergestellt. Zusätzlich zu monocyclischen Terpenen kann das Harz auch andere
Terpene, ζ. B. «-Pinen, enthalten. Nun ist aber jß-Pinen nicht das überwiegende bicyclische Terpen der
Terpentinharze, aus denen die Terpene zur Herstellung homopolymerer Terpenharze üblicherweise gewonnen
werden. Infolge des steigenden Bedarfs an Kiefernbauholz besteht ein gewisser Mangel an Terpentinharz,
das gewöhnlich noch den größten Anteil /3-Pinen enthält. Nun ist aber vor allem ein hoher Gehalt an
ß-Pinen für die höheren Erweichungspunkte der Polyterpene maßgebend. In der Tabelle I sind typische
Zusammensetzungen handelsüblicher Terpentinharze zusammengestellt.
Verfahren zur Herstellung
thermoplastischer Harze aus Terpenen
durch Polymerisation
Anmelder:
The Kendall Company,
Boston, Mass. (V. St. A.)
Boston, Mass. (V. St. A.)
Dipl.-Ing. W. Scherrmann, Patentanwalt,
Eßlingen/Neckar, Fabrikstr. 9
Eßlingen/Neckar, Fabrikstr. 9
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 11. August 1959 (Nr. 833 055)
V. St. v. Amerika vom 11. August 1959 (Nr. 833 055)
Carlos Miguel Samour, Wellesley Hills, Mass.
(V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
«-Pinen ,
/3-Pinen ,
Dipenten ,
Andere Terpenabkömmlinge
Raffiniertes Sulfatholz
65 20
10
Dampfdestillier tes Holz
75
Spuren 10
15
Es ist bekannt, daß das vorwiegend Harz bildende Terpen im Terpentinöl ß-Pinen ist und festes Harz in
verwendbarer Menge nur aus den ß- und «-Pinenanteilen des Terpentinöls zu bekommen ist. Merkwürdigerweiseunterscheiden
sich die beiden bicyclischen Terpene, obwohl sie eng miteinander verwandte
Stereoisomere sind, wesentlich in ihrem Polymerisationsgrad.
Reines /3-Pinen kann leicht derart polymerisiert werden, daß es mit einem Anfall von ungefähr 85 bis
90% und darüber ein Terpenharz mit verhältnismäßig hohem Erweichungspunkt bildet. Demgegenüber polymerisiert
das reine «-Pinen weniger bereitwillig und liefert auch nur ungefähr 30% festes Harz, das noch
dazu einen wesentlich tieferen Erweichungspunkt aufweist. Offensichtlich verzögert oder begrenzt die Anwesenheit
anderer Terpenabkömmlinge die Polymerisationsfähigkeit dieser Pinen.
Wie aus der USA.-Patentschrift 2 335 912 bekannt, können die Ausbeute und der Schmelzpunkt eines bei der Polymerisation von «-Pinen gebildeten festen Harzes dadurch erhöht werden, daß das «-Pinen mit j8-Pinen angereichert wird. Die Ausbeute und der Schmelzpunkt werden jedoch hierbei nur ungefähr entsprechend dem prozentualen Zusatz des /3-Pinens zum a-Pinen erhöht. Damit sind die prozentuale Ausbeute an festem Harz und der Schmelzpunkt des Harzes, wie sie sich bei diesem Polymerisationsverfahren ergeben, immer noch niedriger als die prozentualen Ausbeuten und Schmelzpunkte der Harze, die durch Polymerisation von reinem /3-Pinen hergestellt werden. Bei dem Verfahren nach der USA.-Patentschrift 2 335 912 wird nun a-Pinen, hauptsächlich auf Kosten des ß-Pinengehalts anderer /J-Pinenquellen, mit jS-Pinen angereichert, was bedeutet, daß die Terpenfraktionen, deren |8-Pinengehalt erschöpft oder zu gering ist, aus anderen Quellen ergänzt werden müssen, um sie für eine Polymerisation mit hoher Ausbeute an Terpenharzen verwendbar zu machen. Dies ist leicht durchzuführen, solange /3-Pinen selbst in genügender Menge zur Verfügung steht. Im Hinblick auf den oben geschilderten Mangel an /?-Pinen besteht jedoch ein
Wie aus der USA.-Patentschrift 2 335 912 bekannt, können die Ausbeute und der Schmelzpunkt eines bei der Polymerisation von «-Pinen gebildeten festen Harzes dadurch erhöht werden, daß das «-Pinen mit j8-Pinen angereichert wird. Die Ausbeute und der Schmelzpunkt werden jedoch hierbei nur ungefähr entsprechend dem prozentualen Zusatz des /3-Pinens zum a-Pinen erhöht. Damit sind die prozentuale Ausbeute an festem Harz und der Schmelzpunkt des Harzes, wie sie sich bei diesem Polymerisationsverfahren ergeben, immer noch niedriger als die prozentualen Ausbeuten und Schmelzpunkte der Harze, die durch Polymerisation von reinem /3-Pinen hergestellt werden. Bei dem Verfahren nach der USA.-Patentschrift 2 335 912 wird nun a-Pinen, hauptsächlich auf Kosten des ß-Pinengehalts anderer /J-Pinenquellen, mit jS-Pinen angereichert, was bedeutet, daß die Terpenfraktionen, deren |8-Pinengehalt erschöpft oder zu gering ist, aus anderen Quellen ergänzt werden müssen, um sie für eine Polymerisation mit hoher Ausbeute an Terpenharzen verwendbar zu machen. Dies ist leicht durchzuführen, solange /3-Pinen selbst in genügender Menge zur Verfügung steht. Im Hinblick auf den oben geschilderten Mangel an /?-Pinen besteht jedoch ein
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steigendes Bedürfnis nach einem Terpenpolymeri- Benzin, Petroläther, Cyclohexan, Heptan usw., löslich;
sationsverfahren, das nicht überwiegend von /?-Pinen sie werden auch gelöst in aromatischen Kohlenwasser-
abhängt. stoffen, Benzol, Toluol und in Halogenverbindungen
Erfindungsgemäß werden thermoplastische Harze der Kohlenwasserstoffe, wie Methylenchlorid, Chlorodadurch
gewonnen, daß ein Terpen mit einem endo- 5 form, Tetrachloräthan.
dien-bicyclischen Kohlenwasserstoff in Gegenwart von Unter den neuen Harzen finden sich auch Copoly-Katalysatoren
copolymerisiert wird, wobei Harze mit mere der Terpene und des Bicycloheptadiens, die einen
hoher Ausbeute und einem weiten Bereich von polyterpenähnlichen Charakter zeigen. Dies gilt beErweichungspunkten
erhalten werden. Als Ausgangs- sonders hinsichtlich der Löslichkeit, der Beständigkeit
material werden bevorzugt Terpene verwendet, die io und der thermoplastischen Eigenschaften der zur Zeit
vorwiegend «-Pinen oder andere normalerweise schwer handelsüblichen homopolymeren Polyterpene. Die
polymerisierbare Terpene enthalten. löslichen neuen Harze sind vorzüglich geeignet als
Überraschenderweise läßt sich eine ungewöhnlich Ersatz für die zur Zeit üblichen Polyterpene, deren
hohe Ausbeute an Harzen mit einem weiten Bereich Löslichkeit eine für die Anwendung wesentliche
von Erweichungspunkten dadurch gewinnen, daß ein 15 Eigenschaft darstellt. Wie weiter unten dargelegt,
homopolymere Harze bildendes Terpen entweder in können die löslichen neuen Harze mit in weitem
verhältnismäßig reiner Form, z. B. als reines «-Pinen, Bereich veränderlichen Erweichungspunkten darge-
oder in Mischungen, z. B. als Terpentinöl, mit Bicyclo- stellt werden. Die unlöslichen neuen Harze sind
heptadien, einem bicyclischen Kohlenwasserstoff, geeignet als Ersatz für Polyterpene, bei denen die
dessen Dien-Mehrfachbindung in der Ringstruktur ao Löslichkeit der Terpene ohne Bedeutung ist. Ihre
auftritt, in verschiedenen Verhältnissen copolymerisiert Verwendung ist besonders dann zweckmäßig, wenn
wird. ein thermoplastisches Material mithohemErweichungs-
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren herge- punkt erwünscht ist.
stellten Bicycloheptadien-Terpen-Copolymeren sind Die erfindungsgemäß hergestellten Harze können
thermoplastische Harze. Ihr Erweichungspunkt liegt 25 auch als klebrigmachende Harze verwendet werden,
im allgemeinen zumindest gleich hoch und in der Ein besonders vorteilhaftes, nicht zu übersehendes
Mehrzahl der Fälle höher als der der Homopolymeren Merkmal des neuen Verfahrens ist in den sehr hohen
des Terpens, das durch Polymerisation des Terpene Harzausbeuten begründet, die sich bei der Copoly-
unter praktisch den gleichen Bedingungen, unter denen merisation der verschiedenen Terpene mit Bicyclo-
das copolymere Harz gebildet wurde, dargestellt wird. 30 heptadien ergeben. Dies ist von besonderem Vorteil
Die Erweichungspunkte der unter ungefähr gleichen im Falle der Copolymeren, die mit «-Pinen gebildet
Bedingungen hergestellten Harze hängen direkt vom werden, da für die Copolymerisation von «-Pinen zur
Anteil des mit dem Terpen copolymerisierten Bicyclo- Herstellung hochwertiger Polyterpenharze mit hohem
heptadiens ab. Auf der anderen Seite nimmt das Erweichungspunkt nicht anderen natürlichen Terpen-
Molekulargewicht nicht direkt mit dem Bicyclo- 35 quellen /J-Pinen entnommen zu werden braucht. Wie
heptadiengehalt zu. Harze mit dem höchsten Mole- aus den vorliegenden Beispielen hervorgeht, ergeben
kulargewicht werden offenbar dann gebildet, wenn das sich sogar bei Verwendung von praktisch reinem
Bicycloheptadien ungefähr 30 bis 50% des Gewichts «-Pinen erstaunlich hohe Ausbeuten an erfindungs-
der aus Terpen und Bicycloheptadien bestehenden gemäßen Harzen.
Reaktionsmischung ausmacht. 40
Während die erfindungsgemäß hergestellten festen Beispiele 1 bis 14
copolymeren Harze des Bicycloheptadiens und der Die dargestellten Harze und die Reaktionsbe-
bicycHschen und/oder monocyclischen Terpene unab- dingungen sind in der Tabelle II zusammengestellt,
hängig von dem Anteil an Bicycloheptadien thermo- Bei jedem der Beispiele 1 und 3 bis 14 wurden das
plastisch sind, hängt die Löslichkeit der Harze vom 45 spezielle Terpen oder die Terpenmischung und das
Bicycloheptadiengehalt ab. Ganz allgemein kann Bicycloheptadien (Bicyclo-(2,2,l)-2,5-heptadien) in den
gesagt werden, daß die Harze, die in gewissen gesät- angegebenen Verhältnissen in einem passenden Reak-
tigten aliphatischen Kohlenwasserstoffen mit gerader tionsgefäß in Lösungsmittel gelöst, während der
Kette unlöslich sind, bei höheren Konzentrationen des Katalysator im Verlaufe einer gewissen Zeit in kleinen
Bicycloheptadiens in der Reaktionscharge gebildet 50 Gaben unter einer Schutzgasatmosphäre zugegeben
werden. Die Konzentration des Bicycloheptadiens in wurde.
der Reaktionscharge, die zur Bildung von Harzen Im Beispiel 2 wurde das «-Pinen im Reaktionsgefäß
führt, die in gesättigten aliphatischen Kohlenwasser- im Lösungsmittel gelöst und das Bicycloheptadien wie
stoffen praktisch unlöslich sind, hängt daneben auch auch der Katalysator unter einer Schutzgasatmosphäre
von dem speziellen Terpen ab, das mit dem Bicyclo- 55 in kleinen Mengen zugegeben. Die Schutzgasatmoheptadien
copolymerisiert wird, wobei auch die Sphäre bestand in allen Fällen aus Stickstoff. Die
Reaktionsbedingungen von Einfluß sind. So war z. B. Temperatur wurde erforderlichenfalls mittels wärmeein verhältnismäßig kleiner Anteil (ungefähr 15Ge- abführender Mittel geregelt. In einigen Fällen wurden,
Wichtsprozent) des «-Pinen-Bicycloheptadien-Reak- gewöhnlich nachdem alle Anzeichen des Reaktionstionsproduktes
des unten aufgeführten Beispiels 4 so- 60 Verlaufes abgeklungen waren, die Reaktanten erhitzt,
wohl in Petroläther wie in Heptan unlöslich, während Die Reaktionszeit bei jedemBeispiel, wie sie inTabellell
bei den Reaktionsprodukten der Beispiele 1, 2 und 3 angegeben ist, wurde von der ersten Zugabe des
keine unlöslichen Anteile gefunden wurden. Wenn von Katalysators bis ungefähr zu dem Zeitpunkt gemessen,
der Löslichkeit der Harze die Rede ist, so ist hierbei zu dem die Abtrennung der Harze begann. Erforderdie
gleiche oder eine ähnliche Löslichkeit wie bei den 65 lichenfalls wurden die endgültigen Reaktionsgemische
homopolymeren Polyterpenen gemeint. So sind die auf Raumtemperatur oder darunter abgekühlt, bevor
neuen löslichen Harze genauso wie auch die Poly- die Abtrennung der Harzreaktionsprodukte vorgeterpene
in aliphatischen Kohlenwasserstoffen, wie nommen wurde. In den Beispielen 1 bis 6, 12 und 13
wurden die Reaktionsgemische mit einer schwachen wäßrigen Lösung von Salzsäure oder Natriumhydroxyd
behandelt und anschließend in der Mehrzahl der Fälle vor der Trennung der Lösungsmittelschicht
vom Reaktionsgemisch mit zusätzlichem Lösungsmittel 5 ausgewaschen. Die abgetrennte Lösungsmittelschicht
wurde sodann getrocknet und das Harz durch Entfernung des Lösungsmittels mit Hilfe einer Vakuumdestillation
daraus gewonnen. Die Reaktionsgemische der Beispiele 7 und 14 wurden durch Zusatz von Isopropanol
und Wasser, das Reaktionsgemisch des Beispiels 8 durch Zusatz von Isopropanol, Butanol
und Wasser aufgespalten. Die Benzolschicht wurde abgetrennt, worauf das Harz aus der abgetrennten
Benzolschicht des Beispiels 7 durch Zusatz von Äthanol und Methanol ausgefällt wurde, während die
Ausfällung aus den Benzolschichten der Beispiele 8 und 14 durch den Zusatz von Methanol geschah. Die
ausgefällten Harze wurden durch Filtration isoliert und mit Methanol gewaschen. Die Reaktionsgemische
der Beispiele 9, 10 und 11, bei denen Bortrifluorid als
Katalysator Verwendung fand, wurden mit Wasser behandelt. Die Harze wurden ebenfalls durch Abtrennen
der Benzolschicht gewonnen, aus der das Harz durch Zugabe von Methanol ausgefällt wurde.
Das ausgefällte Harz wurde abfiltriert und schließlich mit Methanol gewaschen.
Bei allen Beispielen wurden die Harze im Vakuum bei erhöhter Temperatur getrocknet. Die Erweichungspunkte
und Molekulargewichte der Harze wie auch die Ausbeuten, in denen sie anfielen, sind in Tabelle II
zusammengestellt.
In der Tabelle II bedeutet die Abkürzung BCH Bicycloheptadien. Das «-Pinen der Beispiele ist
handelsübliches Material, das aus 85°/o «-Pinen, 12% Camphen und 3 % einer Mischung aus Dipenten
und anderen monocyclischen Terpenen besteht. SDWT steht für dampfdestilliertes Holzterpentin, das aus
ungefähr 85% «-Pinen, 5% einer Mischung von bicyclischen Terpenen einschließlich Camphen und
15% monocyclischen Terpenen mit geringen Zusätzen von p-Menthan und p-Cymen zusammengesetzt ist.
GT bedeutet reines Terpentinöl in handelsüblicher Güte, das im wesentlichen aus einer Mischung von «-
und /S-Pinenen etwa im Verhältnis 70: 30 besteht. Das
verwendete /S-Pinen ist handelsübliches Sulfat-/?-Pinen,
das im wesentlichen aus /S-Pinen mit geringen Zusätzen anderer terpenähnlicher Stoffe besteht. Auch bei dem
Dipenten handelt es sich um ein solches handelsüblicher Reinheit, das 51% Dipenten, 18% andere
Terpene, 17% p-Cymen und 14% p-Menthan enthält.
Die Homopolymeren der Beispiele A und B wurden gemäß dem oben für Beispiel 1 beschriebenen Verfahren
unter den in Tabelle II angegebenen Bedingungen gewonnen. Der niedrige Erweichungspunkt des Reaktionsproduktes
des Beispiels A ist wahrscheinlich durch die Gegenwart polymerer Anteile von niedrigem
Molekulargewicht, z. B. Dinieren, bedingt, die sich während der Polymerisation des «-Pinens bilden.
| Terpen | Gewichtsprozente in der Reaktions mischung |
BCH | Lösungs mittel |
Tabelle | II | Reaktions temperatur |
Ausbeute | Erwei chungs punkt |
Mole kular gewicht |
|
| Bei spiel |
Terpen | Kataly sator |
Reaktions zeit in |
0C | °/o | 0C | ||||
| «-Pinen | 100 | 100 | Benzol | Stunden | 25 bis 60 | <20 | 420 | |||
| A | — | — | 14,4 | Benzol | AlCl3 | 3 | 25 bis 70 | 74,4 | 187 | 1340 |
| B | a-Pinen | 85,6 | 14,1 | Benzol | AlCl3 | 24 | 9 bis 65 | 89,0 | 61 | 1300 |
| 1 | «-Pinen | 85,9 | 42,0 | Benzol | AlCl3 | 3 | 0 bis 60 | 91,5 | 67 | 1430 |
| 2 | a-Pinen | 58,0 | 57,5 | Benzol | AlCl3 | 4V2 | 6 bis 65 | 97,6 | 163 | 2000 |
| 3 | «-Pinen | 42,5 | 25,3 | Benzol | AlCl3 | 6 | 3 bis 65 | 100 | 182 | 1680 |
| 4 | SDWT | 74,7 | 7 | CHCl3 | AlCl3 | 27s | 5 bis 60 | 96,0 | 103 | 1710 |
| 5 | GT | 93 | Toluol | AlCl3 | 4 | 28,2 bis 58 | 99,2 | 43 | 940 | |
| 6 | 25,2 | AlCl3/ | 3 | |||||||
| GT | 74,8 | 40,1 | Benzol | TiCl3 | 8,5 bis 44 | 86,1 | 143 | 2100 | ||
| 7 | GT | ■ 59,9 | 40,4 | Benzol | AlCl3 | 6 | 8 bis 40 | 95,5 | 179 | 3100 |
| 8 | GT | 59,6 | 40,4 | Benzol | AlCl3 | 6 | 5 bis 28 | 92,5 | 158 | 1000 |
| 9 | a-Pinen | 59,6 | 26,1 | Benzol | BF3 | 2 | 10 bis 20 | 90,4 | 113 | 840 |
| 10 | ß-Pinen | 73,9 | 40,4 | Benzol | BF3 | 3 | 7 bis 20 | 86,4 | 116 | 1180 |
| 11 | ιβ-Pinen | 59,6 | 40,4 | Benzol | BF3 | 5,5 bis 50 | 100 | 158 | 2200 | |
| 12 | Dipenten | 59,6 | 19,0 | Benzol | AlCl3 | 4 | 4,2 bis 50 | 89,1 | 132 | 880 |
| 13 | Dipenten | 81,0 | Benzol | AlCl3 | 47* | 5 bis 42 | 80 | 130 | 850 | |
| 14 | AlCl3 | 3 | ||||||||
Alle copolymeren Harze der Beispiele 1 bis 14 und die homopolymeren Harze der Beispiele A und B sind
thermoplastisch. Das homopolymere Harz aus «-Pinen des Beispiels A ist in aliphatischen, aromatischen und
chlorierten Kohlenwasserstofflösungsmitteln löslich, genauso wie die copolymeren Harze der Beispiele 1 bis
14, mit Ausnahme eines kleinen Teils des Reaktionsproduktes des Beispiels 4, das sich in dem bereits dargelegten
Maße als unlöslich erwies. Das homopolymere Bicycloheptadienharz des Beispiels B ist unlöslich in
aliphatischen Kohlenwasserstoffen, wie Heptan und Petroläther.
Die Harze fielen in erstaunlich hoher Ausbeute an, besonders im Falle der copolymeren Harze aus Bicycloheptadien-«-Pinen.
Im Gegensatz hierzu ist die Ausbeute an einem festen Homopolymeren des «-Pinen bekanntermaßen verhältnismäßig niedrig.
Die Erweichungspunkte und Molekulargewichte der neuen Harze hängen von dem Verhältnis Terpen zu
Bicycloheptadien ab. Diese Abhängigkeiten sind in der
Bicycloheptadien ab. Diese Abhängigkeiten sind in der
7 8
Zeichnung graphisch dargestellt, in der die Erweichungs- meres wurde so durch den Zusatz des Aluminiumpunkte
und Molekulargewichte der Harze der Beispiele chlorid-Katalysators zu einem lösungsmittelfreien
1 bis 5 als Funktionen der Terpen-Bicycloheptadien- Gemisch von ungefähr 58% «-Pinen und etwa 42%
Gewichtsverhältnisse aufgetragen sind. Wie daraus zu Bicycloheptadien dargestellt. Die Reaktion verlief
ersehen, ändert sich der Erweichungspunkt des Harzes 5 exotherm und das Reaktionsgemisch verfestigte sich
zunächst direkt proportional dem Gehalt an Bicyclo- beim Stehen. Die verfestigte Masse wurde unter Wärheptadien.
Schon verhältnismäßig kleine Mengen meentwicklung in trockenem Benzol gelöst, worauf der
Bicycloheptadien bewirken eine Erhöhung des Er- Katalysator weiter hinzugefügt wurde, wobei der
weichungspunktes der copolymeren Harze gegenüber weitere Zusatz des Katalysators keine Wärmeentwickdem
des Homopolymeren des «-Pinens. Die Harze, io lung zur Folge hatte. Nach einer Erwärmung auf underen
Erweichungspunkt sich einem Maximalwert gefähr 55° C während 20 Minuten wurde das Reaktionsnähert,
werden bei einem Terpen-Bicycloheptadien- gemisch abgekühlt und in eine schwache wäßrige
Gewichtsverhältnis von ungefähr 50: 50 erhalten. Wie Salzsäurelösung gegossen, aus der das Harz durch
bereits vermerkt, werden Harze mit hohem Molekular- Abtrennen der Benzolschicht, Trocknung und angewicht
dann gebildet, wenn das Bicycloheptadien un- 15 schließende Entfernung des Benzols mittels Vakuumgefähr
30 bis 50% der Terpen-Bicycloheptadien- destillation gewonnen wurde. Das Harz wies einen
Reaktionscharge ausmacht. Wie aus der graphischen Erweichungspunkt von ungefähr 17O0C und ein
Darstellung zu entnehmen, ergibt sich das maximale Molekulargewicht von etwa 2560 auf. Vergleichsweise
Molekulargewicht unter den angegebenen Reaktions- hierzu wurde das Harz nach Beispiel 3 durchweg in
bedingungen bei einem «-Pinen-Bicycloheptadien- 20 Gegenwart eines Lösungsmittels polymerisiert, aber
Verhältnis von ungefähr 60: 40. Harze mit praktisch sonst auch aus einer Mischung von ungefähr 58 %
dem gleichen Molekulargewicht, aber erheblich ab- «-Pinen und etwa 42% Bicycloheptadien gewonnen,
weichenden Erweichungspunkten können ebenfalls dar- Es hatte einen Erweichungspunkt von 1610C und ein
gestellt werden. Molekulargewicht von 2000.
Das Verhältnis von Bicycloheptadien zu den Te5> as Lösungsmittel, die Verwendung finden können, sind
penen kann in einem weiten Bereich verändert werden. neben anderen, gesättigte aliphatisch^ Kohlenwasser-Sollen
hauptsächlich Harze aus den sonst schwer poly- stoffe, wie Benzin, Petroläther, Cyclohexan und Hepmerisierbaren
Terpenen in hohen Ausbeuten oder aus tan, aromatische Kohlenwasserstoffe und Alkylderiisoliertem
/?-Pinen gewonnen werden, so genügen be- vate davon, wie Benzol und Toluol, und Halogenreits
geringe Mengen Bicycloheptadien. Zur Herstel- 30 verbindungen der Kohlenwasserstoffe, wie Methyllung
thermoplastischer Harze mit einem höchst- chlorid, Methylenchlorid, Chloroform und Tetrachlormöglichen
Erweichungspunkt, deren Löslichkeiten äthan. Unter Umständen sind jedoch nicht alle Löähnlich
denen handelsüblicher Polyterpenharze sind, sungsmittel in allen erfindungsgemäßen Reaktionskann
der Zusatz des mit den Terpenen cypolymerisier- systemen völlig gleichwertig. So wurde z. B. die PoIyten
Bicycloheptadiens so weit gesteigert werden, bis in 35 merisation von Mischungen von Bicycloheptadien und
aliphatischen Kohlenwasserstoffen unlösliche Anteile Terpentinharz mit Toluol als Lösungsmittel und Borgebildet werden. Im allgemeinen müssen mindestens trifluorid als Katalysator bei—50,—20, 0° C und über
ungefähr 25 Gewichtsprozent Terpen verwendet wer- Raumtemperatur durchgeführt, wobei sich Harze mit
den. Wenn der Anteil des Bicycloheptadiens ungefähr niederen Molekulargewichten und Erweichungspunk-90
Gewichtsprozent des Bicycloheptadien-Terpen- 40 ten ergaben. Zur besonderen Verdeutlichung sei an-Reaktionsgemisch.es
übersteigt, so sind gewöhnlich geführt, daß eine Mischung aus Terpentinharz und beträchtliche Anteile des Harz-Reaktionsproduktes in Bicycloheptadien ungefähr in den Gewichtsverhältbestimmten
gesättigten aliphatischen Kohlenwasser- nissen des Beispiels 9 in dem Temperaturbereich von
stoffen mit gerader Kette unlöslich. Offensichtlich 25 bis 47° C in der Gegenwart von Toluol als Lösungskönnen der Erweichungspunkt, das Molekulargewicht 45 mittel und Bortrifiuorid als Katalysator ein festes Harz
und die Löslichkeit der neuen Harze dadurch voraus- ergab, das ein Molekulargewicht von ungefähr 400 und
bestimmt werden, daß das Verhältnis von Bicyclo- einen Erweichungspunkt, der ungefähr bei Raumheptadien
zu Terpen geeignet festgelegt wird, das Ter- temperatur lag, aufwies. Der Ersatz des Toluols durch
pen oder die Terpenmischung zweckmäßig gewählt und Benzol führte zur Bildung eines Harzes, das einen
schließlich günstige Reaktionsbedingungen eingestellt 50 höheren Erweichungspunkt und ein höheres Molekularwerden,
gewicht aufwies, wie aus dem Harz nach Beispiel 9 zu
Neben dem Verhältnis Bicycloheptadien zu beliebi- ersehen ist.
gen gegebenen Terpenkomponenten des Reaktions- Zur Copolymerisation werden die Terpene und das
gemisches sind auf die Art des gebildeten Harzes und Bicycloheptadien mit einem Lewis-Säure-Katalysator
die Harzausbeute die Temperatur, das gegebenenfalls 55 in Berührung gebracht. Diese Katalysatoren umfassen
vorhandene Lösungsmittel und der bei den Reaktionen Friedel-Crafts-Katalysatoren, die aus den Halogenverwendete
Katalysator von Einfluß. Es kann ein verbindungen mehrwertiger Metalle, z. B. AlCl3,
weiter Temperaturbereich zwischen —50 und bis zu SnCl3, BF3 und ZnCl2, bestehen. Die Wirksamkeit
200° C Verwendung finden. Der bevorzugte Tempera- dieser Katalysatoren ist recht unterschiedlich. Von
turbereich liegt zwischen etwa —10 und +7O0C. Die 60 den untersuchten Katalysatoren sind die Aluminium-Copolymerisationsreaktion
gemäß der Erfindung wird chlorid- und Bortrifluorid-Katalysatoren am wirksammit Vorteil, aber nicht notwendigerweise in Gegenwart sten. Allerdings waren die Erweichungspunkte und
eines inerten organischen Lösungsmittels durchgeführt. Molekulargewichte der unter Verwendung von Borin
einigen Fällen kann es auch zweckmäßig sein, die trifluorid als Katalysator dargestellten Harze gewöhn-Polymerisation
in Abwesenheit von Lösungsmitteln 65 lieh niedriger als die jener Harze, bei deren Darstellung
ablaufen oder beginnen zu lassen, um Harze mit einem Aluminiumchlorid als Katalysator verwendet wurde,
höheren Erweichungspunkt und Molekulargewicht zu wenn die übrigen Bedingungen im wesentlichen gleich
erhalten, Ein neues a-Pinen-Bicycloheptadien-Poly- waren. Es können auch andere Lewis-Säure-Katalysa-
toren Verwendung finden, vorausgesetzt, daß die Reaktionsbedingungen für den speziellen Katalysator
zur erfindungsgemäßen Darstellung der Harze zweckmäßig gewählt werden.
Am günstigsten werden Terpen und Bicycloheptadien in einem Reaktionsgefäß vorgemischt, vorzugsweise
mit einem Lösungsmittel. Der Katalysator wird dann derart zugegeben, daß die Reaktionstemperatur in den
gewünschten Grenzen bleibt. Andererseits können auch das Lösungsmittel und der Katalysator zuerst in
das Reaktionsgefäß eingebracht und das Terpen und das Bicycloheptadien anschließend hinzugefügt werden.
Weiter können auch das Terpen und das Lösungsmittel in ein Reaktionsgefäß gebracht und dann mit dem Bicycloheptadien
und dem Katalysator vermengt werden. Hierbei können der Katalysator und das Bicycloheptadien
im Verlauf einer gewissen Zeit nacheinander wie im Beispiel 2 hinzugefügt werden, um auf diese
Weise bei Verwendung von kleinen Mengen von Terpen und Bicycloheptadien die Homogenität des
gebildeten Produktes zu steuern.
Die Reaktionsprodukte können abgesondert und mittels der zur Reinigung von Terpenharzen gebräuchlichen
Verfahren gereinigt werden. So kann z. B. das Reaktionsgemisch nach Beendigung des Reaktionsablaufes
mit verdünntem Alkali oder verdünnter Säure behandelt und dann mit Wasser gewaschen werden, um
alle Spuren der Säure oder des Alkalis zu entfernen. Spuren des Katalysators können durch Behandlung
mit einem absorbierenden Material, z. B. Aktivkohle, entfernt werden, während die Entfernung des Lösungsmittels
und etwa verbleibender Anteile, die sich an der Reaktion nicht beteiligt haben, mit Hilfe der gebräuchlichen
Vakuum- oder Dampfdestillation geschehen kann.
Die Erweichungspunkte der Harze der Beispiele A, B und 1 bis 14 wurden unter Verwendung eines Denis-Schmelzpunktbestimmungsapparates
(Modell MP 11) bestimmt, wobei die Temperaturen mit Hilfe eines Pyrometers gemessen wurden. Die Harzproben wurden
fein gepulvert und in einer schmalen Spur auf einen Stab des Apparates innerhalb dessen Erweichungszone
aufgestreut. Die angegebene Temperatur ist die Temperatur, bei der die Proben zu erweichen und an der
Stange festzuhaften begannen. Die Molekulargewichte der Harze sind durch Messung der Gefrierpunktserniedrigung unter der Verwendung von Bromoform
oder Benzol als Lösungsmittel festgestellt worden.
Die neuen Harze können als klebrigmachende Harze bei druckempfindlichen selbstklebenden Haftstoffen
Verwendung finden. Während die Homopolymeren des Bicycloheptadiens keine klebrigmachenden Eigenschaften
haben, können copolymere Terpen-Bicycloheptadien-Harze als klebrigmachende Harze überraschenderweise
Verwendung finden, auch wenn ihr überwiegender Hauptbestandteil Bicycloheptadien ist.
Eine besonders überraschende Eigenheit ist darin zu sehen, daß jeweils für ein gegebenes Terpen oder eine
gegebene Mischung von Terpenen ein erfindungsgemäßes Harz mit einem Terpen-Bicycloheptadien-Molarverhältnis
von 1: 1 ein besseres klebrigmachendes Harz für die üblichen, druckempfindlichen, selbstklebenden
Haftstoffe darstellt als ein Terpen-Bicycloheptadien-Harz mit einem höheren Terpenverhältnis.
Die genaue maximale Menge Bicycloheptadien, die mit einem Terpen oder einer Mischung von Terpenen
copolymerisiert werden muß, um Harze zu erlangen, die wirksame Adhäsions- und Klebeeigenschaften verleihen,
wenn sie in Verbindung mit kautschukartigen Elastomeren verwendet werden, die eine kohäsive,
elastische und biegsame Grundlage für die selbstklebenden Haftstoffe bilden, hängt vorzugsweise von
dem Terpen oder der Mischung von Terpenen ab, die für spezielle Copolymerisationsbedingungen Verwendung
finden. Es wurde festgestellt, daß das molare Verhältnis von Terpen zu Bicycloheptadien nicht
geringer als 1: 9 sein soll; es soll vorzugsweise etwa in dem Bereich von 9 : 1 bis 1: 4 liegen. Beim einen Grenzwert
bildet bereits eine sehr geringe Menge von Bicycloheptadien, copolymerisiert mit einem Terpen, ein copolymeres
Harz mit bemerkenswerten klebrigmachenden Eigenschaften. Bezüglich des anderen Grenzwertes
muß die minimale Menge an Terpen eben ausreichend sein, um bei der Copolymerisation mit dem Bicycloheptadien
ein klebrigmachendes Harz zu bilden.
Claims (11)
1. Verfahren zur Herstellung thermoplastischer Harze aus Terpenen durch Polymerisation, dadurch
gekennzeichnet, daß man ein Terpen mit einem endo-dien-bicyclischen Kohlenwasserstoff in Gegenwart
von Katalysatoren copolymerisiert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Mischung von Terpenen
verwendet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als endo-dien-bicyclischen
Kohlenwasserstoff Bicycloheptadien verwendet.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Terpen ein bicyclisches Terpen
verwendet.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Terpen «-Pinen oder /5-Pinen
verwendet.
6. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man ein in überwiegender Menge
«-Pinen enthaltendes Terpengemisch verwendet.
7. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Terpengemisch Terpentinöl
verwendet.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Terpen ein monocyclisches
Terpen verwendet.
9. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Mischung, die Bicycloheptadien
und mindestens 25 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht der Mischung, Terpen,
bicyclisches Terpen, a-Pinen, /5-Pinen, Terpentinöl
oder monocyclisches Terpen enthält, polymerisiert.
10. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Mischung von Bicycloheptadien und einem Terpen bei etwa —10 bis
etwa +70° C copolymerisiert.
11. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß man eine Mischung verwendet, in der das molare Verhältnis Terpen zu Bicyclo-(2,2,1)-(2,5)-Heptadien
nicht kleiner als 1: 9 ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 926 810.
Deutsche Patentschrift Nr. 926 810.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 209 577/443 4.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US833055A US3058964A (en) | 1959-08-11 | 1959-08-11 | Terpene containing polymers |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1128660B true DE1128660B (de) | 1962-04-26 |
Family
ID=25263294
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK41434A Pending DE1128660B (de) | 1959-08-11 | 1960-08-11 | Verfahren zur Herstellung thermoplastischer Harze aus Terpenen durch Polymerisation |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3058964A (de) |
| DE (1) | DE1128660B (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3839243A (en) * | 1971-07-02 | 1974-10-01 | American Cyanamid Co | Dipentene/beta-pinene copolymers and elastomers |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE926810C (de) * | 1952-01-23 | 1955-04-25 | Rheinelbe Bergbau Ag | Verfahren zur Herstellung von Kunstharzen |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| US2930781A (en) * | 1957-09-30 | 1960-03-29 | Universal Oil Prod Co | Preparation of resins |
| US2930782A (en) * | 1957-09-30 | 1960-03-29 | Universal Oil Prod Co | Preparation of resins |
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1959
- 1959-08-11 US US833055A patent/US3058964A/en not_active Expired - Lifetime
-
1960
- 1960-08-11 DE DEK41434A patent/DE1128660B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE926810C (de) * | 1952-01-23 | 1955-04-25 | Rheinelbe Bergbau Ag | Verfahren zur Herstellung von Kunstharzen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US3058964A (en) | 1962-10-16 |
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