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Kontakteinrichtung zur übertragung elektrischer Ströme Zusatz zum
Patent 1113 022 Gegenstand des Hauptpatents ist eine Kontakteinrichtung zur
übertragung elektrischer Ströme von einem drehbeweglichen, zylindrischen Körper
auf einen feststehenden, lagerbuchsenartigen Körper oder umgekehrt, zwischen denen
ein federndes Kontaktelement vorhanden ist, das aus einer koaxial zum z. B. drehbeweglichen
Körper angeordneten, wendelförnügen Feder besteht. Diese Feder sitzt in einer ihr
angepaßten, wendelförmigen Ausnehmung de-s dann feststehenden-Körpersund ist mit
ihrem einen Ende an diesem Körper befestigt. Eine solche Einrichtung kann sehr große
Ströme übertragen, eignet sich jedoch, nur, für den Umlauf des -drehbewäglichen
Körpers in der einen Drehrichtung, da. der Preßdruck und damit der Kontaktdruck
zwischen der wendelförtnigen Feder und dem beweglichen Körper nur bei dieser von
vornherein festhegenden Drehrichtung #- erhähtwird, dagegen bei entgegengesetzter
Drehrichtung nachläßt, so daß die Kontakteinrichtung bei entgegengesetzter Drehrichtung
nicht mehr voll belastbar ist.
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Aufgabe der Erfindung ist es nun, die vorerwähnte Kontakteinrichtung
derart zu verbessern, daß sie den maximalen Strom sowohl in der einen als auch in
der anderen Drehrichtung des drehbeweglichen Körpers übertragen kann.
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Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß in der wendelförmigen
Ausnehmung statt einer wendelförmigen Feder zwei wendelförmige, hintereinander angeordnete,
gleichen Windungssinn besitzende, mit ihren nach außen weisenden Enden im feststehenden
Körper verankerte Federn gelagert sind und daß die Steigung der einen Feder größer
und die Steigung der anderen Feder kleiner ist als die Steigung der wendelförmigen
Ausnehmung.
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Bei einer in der vorgenannten Weise ausgebildeten Kontakteinrichtung
nimmt je nach der gewählten Drehrichtung des drehbeweglichen Körpers der
Kontaktdruck zwischen der einen Feder und dem beweglichen Körper zu, während gleichzeitig
der Kontaktdruck zwischen der anderen Feder und dem beweglichen Körper abnimmt.
Die Kontakteinrichtung kann somit, vorausgesetzt, daß jede Feder für den maximalen
Strom bemessen wird, für beide Drehrichtungen verwendet werden.
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Weitere Merkmale der Kontakteinrichtung gemäß der Erfindung ergeben
sich aus der folgenden Beschreibung eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels.
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Die Kontakteinrichtung besitzt einen drehbeweglichen Körper 1., der
beispielsweise aus einem Rohr bzw. einer Stange besteht. Die zylindrische Außenfläche
des Körpers 1 ist von einem feststehenden, lagerbuchsenähnlichen Körper 2
umschlossen, der ebenso wie der Körper 1 aus einem den mechanischen und elektrischen
Ansprüchen genügenden leitenden Werkstoff besteht. Von dem Körper 2 kann der Strom
abgenommen werden. Zur Stromübertragung von dem drehbeweglichen Körper
1 auf den lagerbuchsenähnlichen Körper 2 dienen erfindungsgemäß zwei wendelförmige,
hintereinander angeordnete, gleichen Windungssinn besitzende Federn 3 und
4. Zur Aufnahme dieser Federn 3 und 4 ist der Körper 2 innen mit einer wendelförmigen
Ausnehmung 5 versehen. Die beiden Federn 3 und 4 sind mit ihren nach
außen weisenden Enden im feststehenden Körper 2 verankert. Sie besitzen im nicht
eingesetzten Zustand einen Innendurchmesser, der etwas kleiner ist als der Außendurchmesser
des drehbeweglichen Körpers 1,
und ihr Außendurchmesser ist im eingesetzten
Zustand etwas kleiner als der Durchmesser der wendelförinigen Ausnehmung
5.
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Zum Aufsetzen der Federn 3 und 4 auf den Körper 1 genügt
jeweils eine geringe Federdrehung in entgegengesetztem Sinn ihres Windungslaufs.
Auf Grund der Verankerung der nach außen weisenden Enden dieser Federn im Körper
2 sinkt bei Drehung des Körpers 1 entgegen dem Windungssinn der Federn der
Federdruck, mit dem z. B. die eine Feder 3 auf den Körper 1 drückt;
gleichzeitig erhöht sich der Federdruck der anderen Feder 4, und umgekehrt.
Unabhängig
von der Drehrichtung wird also immer durch die Reibung entweder zwischen -der Feder
3 und dem Körper 1 oder zwischen der Feder, 4 und dem Körper
1 ein guter elektrischer Kontakt zwischen diesen Bauteilen vorhanden sein.
Um nun'auch einen guten Kontakt unabhängig von der Drehrichtung des Körpers
1 zwischen der Feder 3
und dem Körper 2 bzw. zwischen der Feder 4 und
dem Körper 21 herbeizuführen, -wird -eine der beiden Federn mit größerer Steigung
und die andere Feder mit kleinerer Steigung als die Steigung der wendelförmigen
Ausnehraung 5 ausgebildet.- Hierdurch erhöht sich nämlich je - nach
1 der Diehrichtung des Körpers 1 entweder der Kontaktdruck der einen
Feder 3 oder der der anderen Feder 4 auf die Schultern der die wendelförtnige
Ausnehmung 5 begrenzenden Zähne 6, so daß in jedem Fall der vorerwähnte
gute Kontakt vorhanden ist.
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Durch die bereits erwähnte Verankerung der nach außen weisenden Enden
der Fedem3 und 4 wird ferner erreicht, daß jede Feder3 bzw. 4 über ihre gesamte
Länge an jeweils nur einer der beiden Schultern der die- wendeNormige Ausnehmung
5 begrenzenden Zähne 6 anliegt. Zur Verankerung der Federenden ist
an jedem Ende des feststehenden Körpers 2 ein Innengewinde 7 vorgesehen,
in das eine ringförmige Halteschraube 8 eingesehraubt ist, die auf einen
Klemmring 9 drückt. Zur Sicherung der Schrauben 8 sind, die Enden
10 des Körpers 2 nach innen umgebördelt. - I