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DE1127941B - Vorrichtung zum Feststellen seitlicher Abweichungen einer Schiene - Google Patents

Vorrichtung zum Feststellen seitlicher Abweichungen einer Schiene

Info

Publication number
DE1127941B
DE1127941B DESCH27119A DESC027119A DE1127941B DE 1127941 B DE1127941 B DE 1127941B DE SCH27119 A DESCH27119 A DE SCH27119A DE SC027119 A DESC027119 A DE SC027119A DE 1127941 B DE1127941 B DE 1127941B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rail
tactile
measuring
track
deviations
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DESCH27119A
Other languages
English (en)
Inventor
Ing Ludwig Schenkir
Dipl-Ing Alfred Kiener
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DESCH27119A priority Critical patent/DE1127941B/de
Priority to CH1111160A priority patent/CH390972A/de
Priority to FR846277A priority patent/FR1275768A/fr
Publication of DE1127941B publication Critical patent/DE1127941B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61KAUXILIARY EQUIPMENT SPECIALLY ADAPTED FOR RAILWAYS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B61K9/00Railway vehicle profile gauges; Detecting or indicating overheating of components; Apparatus on locomotives or cars to indicate bad track sections; General design of track recording vehicles
    • B61K9/08Measuring installations for surveying permanent way

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Length Measuring Devices With Unspecified Measuring Means (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Feststellen seitlicher Abweichungen einer Schiene Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Feststellen seitlicher Abweichungen einer Schiene von der Geraden bzw. von einer vorgeschriebenen Bogenlinie mittels eines Meßfahrzeuges mit je einem die Schiene seitlich abtastenden Tastorgan pro Schiene.
  • Es ist bereits bekannt, Schienenfehler in Form von seitlichen Abweichungen vom kontinuierlichen Linienzug der Schiene durch laufende Messung der Schienenkrümmung zu ermitteln. Hierzu wird bei bekannten Vorrichtungen der Winkel gemessen, den die Längsachse eines Meßfahrzeugs mit der Längsachse eines Drehgestells desselben Fahrzeugs; an dem ein Paar die Schiene seitlich abtastender Tastorgane angebracht sind, einschließt. Unterschiedliche Krümmungen, die auf diese Weise festgestellt werden, geben Aufschluß über vorhandene Abweichungen von der vorgeschriebenen Gleislinie. Da bei gegebener Krümmung der als Maß für die Krümmung dienende Winkel um so größer ist, je länger das Meßfahrzeug bzw. je größer dessen Radstand ist, andererseits jedoch die Meßfahrzeuglänge begrenzt ist, sind die auf diese Weise zu ermittelnden Krümmungswerte, die sich nur in kleinen Winkeln bzw. kleinen Winkeländerungen ausdrücken, relativ ungenau. Hinzu kommt, daß die Meßergebnisse mit wachsendem Krümmungsradius immer ungenauer werden, so daß die Vorrichtungen insbesondere bei einem unendlich großen Krümmungsradius, also in der Geraden, praktisch unbrauchbar sind. Da ferner jede der beiden Geraden, die den zu messenden Winkel einschließen, bei einer seitlichen Abweichung ausgelenkt wird, wird jede vorhandene seitliche Abweichung zweifach aufgezeichnet, wodurch die Aufzeichnung verhältnismäßig unübersichtlich wird.
  • Es ist weiterhin bereits bekannt, zum Feststellen seitlicher Abweichungen die Schiene durch drei hintereinander geführte Tastorgane seitlich abzutasten. Hierbei bilden die beiden äußeren Tastorgane eine Meßbasis, gegenüber der Abweichungen des dazwischenliegenden Tastorgans festgestellt werden. Die Auslenkungen der Tastorgane werden bei diesen bekannten Vorrichtungen über mechanische Verbindungsglieder, wie Seilzüge, Hebel u. dgl., ins Innere des Meßfahrzeugs übertragen und dort miteinander verglichen und aufgezeichnet. Vorhandene Abweichungen werden hierbei dreifach aufgezeichnet, da die die Meßbasis bildenden Tastorgane ebenfalls durch die Abweichungen ausgelenkt werden, was zu je einer Aufzeichnung führt, die derjenigen des mittleren Tästorgans entgegengerichtet ist (sogenannter Gegenzacken). Dadurch wird die Meßaufzeichnung sehr unübersichtlich. Hinzu kommt zufolge der mechanischen Übertragungsmittel eine gewisse Trägheit der Meßeinrichtung, die nur eine sehr geringe Fahrgeschwindigkeit des Meßfahrzeugs zuläßt, wodurch Messungen bei üblichen Zuggeschwindigkeiten unmöglich sind. Weiterhin haben die mechanischen Übertragungsmittel hohe Reibungsverluste zur Folge, die die Meßergebnisse beeinträchtigen, und erfordern einen großen Aufwand an Wartung.
  • Weiterhin sind zum Messen der Spurweite bereits Meßfahrzeuge bekannt, die pro Schiene ein die Schiene seitlich abtastendes Tastorgan besitzen. Auch ist es zum Messen der Höhenlage von Schienen bekannt, ein Tastorgan mit einer seismischen Masse zu verwenden.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine die Nachteile der bekannten Vorrichtungen vermeidende Vorrichtung zu schaffen. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, da.ß das Tastorgan mit dem beweglichen Teil eines, in an sich bekannter Weise mit einer seismischen Masse versehenen Schwingungsaufnehmers verbunden ist, mit welchem die Auslenkungen des Tastorgans in elektrische Steuerkennzeichen zum Steuern von Anzeige- und Registriereinrichtungen umgeformt werden. Die Schwingungsaufnehmer dienen zum Aufnehmen von Schwingungen oder Beschleunigungen: Derartige Schwingungsaufnehmer sind an sich bekannt. Ihre seismische Masse hat zufolge ihrer Trägheit das Bestreben, in ihrer Lage zu verharren, und bildet so, wenn die Eigenfrequenzen des Schwingungsaufnehmers genügend tief liegt, die Meßbasis, gegenüber der die Auslenkungen zu ermitteln sind. Die Vorrichtung nach der Erfindung erlaubt eine Geschwindigkeit für das Meßfahrzeug, die nur durch die Massenträgheit der Tastorgane selbst begrenzt ist, da die übrigen Vorrichtungsteile praktisch trägheitslos arbeiten. Sie erspart weiterhin die zusätzlichen Tastorgane zur Bildung einer Meßbasis und vermeidet damit die störenden Gegenzacken in der Aufzeichnung, so daß eine übersichtliche und den Abweichungen naturgetreu entsprechende Aufzeichnung möglich wird. Auf diese Weise kann jedes beliebige Fahrzeug, beispielsweise auch ein zweiachsiges, als Meßfahrzeug verwendet werden. Da zwischen dem Aufnehmer und der Anzeige- und Registriereinrichtung bei der Vorrichtung gemäß der Erfindung keine mechanischen Verbindungsglieder vorhanden sind, werden Fehlerquellen, die ihre Ursache in zusätzlichen Eigenfrequenzen, Massenbeschleunigungen usw. solcher Glieder haben, vermieden.
  • Durch Anordnung mehrerer Schwingungsaufnehmer mit unterschiedlichen Eigenfrequenzen können gemäß einem weiteren Erfindungsmerkmal die Aufzeichnungen in kurz- und langwellige Abweichungen, gegebenenfalls mit weiterer Unterteilung, aufgeteilt und getrennt registriert werden.
  • Als Schwingungsaufnehmer können wie bereits erwähnt; Schwingweg- oder auch Beschleunigungsaufnehmer verwendet werden. Die letzteren zeichnen eine Abweichung ebenfalls auf. Ihre Aufzeichnungen sind zwar zufolge der Geschwindigkeitsabhängigkeit nicht linear, geben jedoch bei bekannter Meßgeschwindigkeit ebenfalls Aufschluß über die festgestellten seitlichen Abweichungen. Besonders vorteilhaft ist jedoch, daß die Aufzeichnungen der Beschleunigungsaufnehmer, wenn die Masse der starr mit ihnen verbundenen Tastorgane sowie die Meßgeschwindigkeit bekannt ist, unmittelbar Aufschluß über die durch die seitlichen Auslenkungen hervorgerufenen Kräfte auf Fahrzeug und Schiene geben. Wird daher ergänzend zu einem Schwingwegaufnehmer ein Beschleunigungsaufnehmer vorgesehen, so erhält man eine Meßaufzeichnung, bei der neben den festgestellten seitlichen Abweichungen auch die dadurch jeweils verursachten Kräfte aufgezeichnet sind, wodurch sofort Ursache und Wirkung der registrierten Abweichungen ermittelbar ist.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt. An einem nicht dargestellten Meßfahrzeug beliebiger Bauart ist, gegen Schwingungen des Fahrzeugs isoliert, ein Träger 1 angeordnet, an dem in Achsen 2 drehbar für jede Schiene 3 eines Gleises ein Tastorgan 4 gelagert ist. Die beiden Tastorgane 4 werden durch eine Feder 5 seitlich an diejenige Schiene, der sie zugeordnet sind, ; angedrückt und liegen dort mit einem Gleitstück 6 an. An Stelle des Gleitstücks kann auch ein Rad, eine Rolle od. dgl. vorgesehen sein. Am oberen freien Ende ist jedes Tastorgan mit den beweglichen Gliedern je eines Schwingwegaufnehmers 7 und eines Beschleunigungsaufnehmers 8 formschlüssig verbunden. Die Schwingwegaufnehmer 7 und die Beschleunigungsaufnehmer 8 sind mit ihren feststehenden Teilen ebenfalls starr mit dem Träger 1 verbunden. Seitliche Abweichungen der Schiene 3 von der ge-, raden oder einer vorgeschriebenen Bogenlinie bewirken eine Schwenkbewegung der Tastorgane 4 um deren Achse 2, wobei die Auslenkungen der oberen freien Enden der Tastorgane auf die Schwingwegaufnehmer 7 und die Beschleunigungsaufnehmer 8 übertragen werden, die die Auslenkungen in Form von entsprechenden elektrischen Steuerkennzeichen über die Leitungen 10 und 11 zur jeweiligen Anzeige- und/ oder Registriereinxichtung weitergeben.
  • Anstatt beide Tastorgane 4 an einem gemeinsamen Träger 1 anzuordnen, kann jedes Tastorgan 4 mit seinem Schwingwegaufnehmer und/oder Beschleunigungsaufnehmer auch für sich allein vorgesehen sein. Die dargestellte Zusammenfassung für die beiden Schienen eines Gleises. hat jedoch den Vorteil einer gleichzeitigen Aufzeichnung und gibt darüber hinaus die Möglichkeit, die beiden Tastorgane zusätzlich in an sich bekannter Weise zum Feststellen der Spurweite des Gleises heranzuziehen. Hierzu isst an dem einen Tastorgan ein Seilzug 12 befestigt, der über eine am anderen Tastorgan vorgesehene Rolle 13 und eine weitere Rolle 14, die zur Drehachse 2 des anderen Tastorgans koaxial angeordnet ist, sowie über weitere Rollen zu einer in, an sich bekannter Weise die Spurweite anzeigenden Einrichtung geführt ist.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung zum Feststellen seitlicher Abweichungen einer Schiene von der Geraden bzw. von einer vorgeschriebenen Bogenlinie mittels eines Meßfahrzeuges mit je einem die Schiene seitlich abtastenden Tastorgan pro Schiene, dadurch gekennzeichnet, daß das Tastorgan (4) mit dem beweglichen Teil eines in an sich bekannter Weise mit einer seismischen Masse versehenen Schwingungsaufnehmers (7) verbunden ist, mit welchen die Auslenkungen des Tastorgans in elektrische Steuerkennzeichnen zum Steuern. von Anzeige- oder Registriereinrichtungen umgeformt werden.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Tastorgan (4) mit mehreren Schwingwegaufnehmem (7) von unterschiedlichen Eigenfrequenzen verbunden ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Tastorgan (4) sowohl mit einem oder mehreren Schwingungsaufnehmern. (7) als auch mit einem Beschleunigungsaufnehmer (8) verbunden ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, d'aß in. bekannter Weise das Tastorgan (4) an seiner Berührungsstelle mit der Schiene mit einem Gleitstück (6) oder einer Rolle versehen ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden den Schienen eines Gleises zugeordneten Tastorgane (4) symmetrisch zueinander an einem Träger (1) befestigt sind.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Tastorgane (4) zugleich als Meßglieder für eine an sich bekannte, die Spurweite des Gleises messende Vorrichtung dienen. In Betracht gezogene Druckschriften: Zeitschrift »Eisenbahntechnische Rundschau«, 1957, Heft 10, S: 388 bis 397.
DESCH27119A 1959-12-11 1959-12-11 Vorrichtung zum Feststellen seitlicher Abweichungen einer Schiene Pending DE1127941B (de)

Priority Applications (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DESCH27119A DE1127941B (de) 1959-12-11 1959-12-11 Vorrichtung zum Feststellen seitlicher Abweichungen einer Schiene
CH1111160A CH390972A (de) 1959-12-11 1960-10-01 Zum Feststellen seitlicher Abweichungen einer Schiene von der Geraden bzw. von einer vorgeschriebenen Bogenlinie dienende Vorrichtung an einem Messfahrzeug
FR846277A FR1275768A (fr) 1959-12-11 1960-12-08 Dispositif permettant de déceler les déformations latérales de rails par rapport à une ligne continue

Applications Claiming Priority (1)

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DESCH27119A DE1127941B (de) 1959-12-11 1959-12-11 Vorrichtung zum Feststellen seitlicher Abweichungen einer Schiene

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3389469A (en) * 1965-07-05 1968-06-25 Plasser Franz Mobile track correction apparatus

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
None *

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3389469A (en) * 1965-07-05 1968-06-25 Plasser Franz Mobile track correction apparatus

Also Published As

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CH390972A (de) 1965-04-30

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