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DE1127843B - Vorrichtung zum Setzen von hydraulischen Grubenstempeln od. dgl. - Google Patents

Vorrichtung zum Setzen von hydraulischen Grubenstempeln od. dgl.

Info

Publication number
DE1127843B
DE1127843B DES56254A DES0056254A DE1127843B DE 1127843 B DE1127843 B DE 1127843B DE S56254 A DES56254 A DE S56254A DE S0056254 A DES0056254 A DE S0056254A DE 1127843 B DE1127843 B DE 1127843B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
motor
cylinder
pressure medium
following
chambers
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES56254A
Other languages
English (en)
Inventor
Paul Brueggemann
Theodor Hahn
Dr-Ing Herbert Kazda
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Salzgitter Maschinen AG
G Duesterloh GmbH
G Duesterloh Fabrik fuer Bergwerksbedarf GmbH
Original Assignee
Salzgitter Maschinen AG
G Duesterloh GmbH
G Duesterloh Fabrik fuer Bergwerksbedarf GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Salzgitter Maschinen AG, G Duesterloh GmbH, G Duesterloh Fabrik fuer Bergwerksbedarf GmbH filed Critical Salzgitter Maschinen AG
Priority to DES56254A priority Critical patent/DE1127843B/de
Publication of DE1127843B publication Critical patent/DE1127843B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D15/00Props; Chocks, e.g. made of flexible containers filled with backfilling material
    • E21D15/58Devices for setting props or chocks
    • E21D15/585Devices for setting props or chocks by means of hydraulically operated devices for mechanical props, or hydraulic props in which the hydraulic part is not important
    • E21D15/586Devices for setting props or chocks by means of hydraulically operated devices for mechanical props, or hydraulic props in which the hydraulic part is not important the props being pre-loaded

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Hydraulic Motors (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Setzen von hydraulischen Grubenstempeln od. dgl. Für den Strebausbau im untertägigen Grubenbetrieb werden in zunehmendem Maße hydraulische Grubenstempel verwendet. Diese bestehen meist aus einem als Druckzylinder ausgebildeten Außenstempel, in welchem ein Innenstempel längsverschieblich und dichtend geführt ist. Für die Zuführung des Druckmittels zum Druckraum des Stempels ist in der Regel eine Druckflüssigkeitspumpe vorgesehen, welche bei der Mehrzahl der heute verwendeten Stempelbauarten im Innern des Stempels angeordnet und als Kolbenpumpe ausgebildet ist. Es sind jedoch auch hydraulische Grubenstempel bekannt, bei welchen die Zuführung des Druckmittels zum Stempeldruckraum von einer vom Stempel getrennten Druckflüssigkeitspumpe über im Streb verlegte Hochdruckleitungen erfolgt.
  • Bei den mit einer eingebauten Druckflüssig keitspumpe ausgerüsteten hydraulischen Grubenstempeln erfolgt deren Antrieb in der Regel von Hand. Der Stempel ist hierzu mit einem von außen zugänglichen, beispielsweise als Vierkant ausgebildeten Drehzapfen versehen, mit welchem ein Bedienungshebel lösbar sowie in Drehrichtung starr gekuppelt werden kann. Die Betätigung der Druckflüssigkeitspumpe erfolgt durch Hin-und Herschwenken des Bedienungshebels, wobei die Schwenkbewegung des Drehzapfens durch ein mit diesem gekuppeltes Hebelgestänge in eine hin- und hergehende Bewegung des Pumpenkolbens umgesetzt wird. Auf diese Weise sollen durch Hineinpumpen vonDruckflüssigkeit in den Druckraum des Stempels zunächst der Oberstempel bis zur Anlage am Hangenden ausgefahren und anschließend beide Stempelteile mit möglichst großer und bei allen Stempeln möglichst gleichmäßiger Kraft zwischen Liegendem und Hangendem verspannt werden.
  • Um den Zeitaufwand für das Ausfahren des Oberstempels bis zur Anlage am Hangenden nicht zu groß werden zu lassen, muß die Druckflüssigkeitspumpe eine gewisse Mindestfördermenge je Pumpenhub und damit gewisse Mindestabmessungen aufweisen. Während des Ausfahrens des Oberstempels bis zur Anlage am Hangenden ist der von der Pumpe zu überwindende Druckflüssigkeitsdruck im Druckraum des Stempels verhältnismäßig gering, so daß die hierzu erforderliche Kraft ohne weiteres von Hand aufgebracht werden kann. Bei der anschließenden Verspannung des Stempels zwischen Liegendem und Hangendem steigt jedoch der von der Pumpe zu überwindende Gegendruck sehr stark an, so daß für die Betätigung der Pumpe eine entsprechend größere Kraft am Bedienungshebel aufgebracht werden muß. Um die gebräuchlichen hydraulischen Grubenstempel mit einer Setzlast von nur 5 t zwischen Liegendem und Hangendem zu verspannen, ist bei einer Länge des Bedienungshebels von etwa 0,5 m eine von Hand aufzubringende Kraft von rund 20 kg erforderlich. Zur Erzeugung einer Setzlast von 10 t, wie sie bei den heute erreichten großen Teufen im Interesse einer zuverlässigen Beherrschung des Hangenden gefordert wird, wäre am Pumpenhebel beim Verspannen jedes Stempels eine Kraft von rund 40 kg aufzubringen. Eine derart große Kraft läßt sich zwar in Einzelfällen ohne weiteres von Hand erzeugen, jedoch ist ein mit dem Setzen einer größeren Anzahl von Stempeln beauftragter Arbeiter zweifellos nicht in der Lage, bei jedem dieser Stempel den Pumpenhebel mit der zur Erzielung einer Setzlast von beispielsweise 10 t erforderlichen Kraft zu betätigen. Darüber hinaus ist bei diesen vorbekannten Stempeln die bei jedem Stempel erzielte Setzlast in erheblichem Maße von der Sorgfalt des mit dem Setzen beauftragten Arbeiters abhängig. Die Folge hiervon ist, daß in der bei weitem überwiegenden Mehrzahl der Fälle der tatsächlich erzielte Setzdruck zwischen 2 und 5 t liegt und außerdem von Stempel zu Stempel erheblich schwankt. Hierdurch ergibt sich der für die Beherrschung des Hangenden wesentliche Nachteil, daß sich eine Vorabsenkung des Hangenden nicht in ausreichendem Maße verhindern läßt, so daß es im Bereich des Strebs zu einer unerwünschten Zerklüftung der Hangendschichten kommt. Diese Zerklüftung wird noch verstärkt durch die von Stempel zu Stempel erheblich schwankende Setzlast. Aus diesen Gründen hat man bisher in den meisten Fällen beim übergang von mechanischen Grubenstempeln auf hydraulische Stempel mit eingebauter Kolbenpumpe eine Verschlechterung der Hangendverhältnisse festgestellt, die vielfach zu einer erheblichen Erschwerung der Gewinnungsarbeiten führt.
  • Um diese Nachteile, die sich bei Betätigung des der Druckflüssigkeitspumpe - zugeordneten - Drehzapfens mittels eines Handhebels -ergeben, zu beseitigen, hat man bereits die Verwendung von tragbaren Motoren vorgeschlagen, die ein Kupplungsglied besitzen, das mit den von außen zugänglichen Drehzapfen des Grubenstempels od. dgl. lösbar sowie in Drehrichtung starr gekuppelt werden kann. Bei den bekannten Bauarten sind die tragbaren Motoren in allen Fällen als Drehmotoren ausgebildet, deren mit dem Drehzapfen des Stempels kuppelbare Kupplungsglieder demgemäß eine kontinuierliche Drehbewegung ausführen. Da bei allen hydraulischen Grubenstempeln mit eingebauter Druckflüssigkeitspumpe der Pumpenkolben jedoch keine Drehbewegung, sondern eine hin- und hergehende Bewegung ausführt, ist es daher bei den bekannten Ausführungsformen erforderlich, entweder im Innern des Stempels oder aber an der Außenseite desselben einen besonderen Kurbeltrieb vorzusehen, durch den die Drehbewegung des tragbaren Motors in die hin- und hergehende Bewegung des Pumpenkolbens umgewandelt werden kann. Infolgedessen ist es bei diesen Bauarten bei jedem einzelnen Stempel erforderlich, zusätzliche, im Stempelinnern oder an der Stempelaußenseite angeordnete Getriebeelemente vorzusehen, um überhaupt einen Antrieb der im Stempelinnern vorgesehenen Druckflüssigkeitspumpe mittels der bekannten tragbaren Drehmotoren zu ermöglichen. Diese bei jedem einzelnen Stempel benötigten zusätzlichen Getriebeelemente führen jedoch zu einer erheblichen Komplizierung des Stempelaufbaues sowie außerdem zu einer beträchtlichen Erhöhung seines Gewichtes und der Herstellungskosten. Soweit bei den bekannten Bauarten die Kurbelvorrichtung zur Umsetzung der Drehbewegung des Motors in eine hin- und hergehende Bewegung des Pumpenkolbens im Stempelinnern angeordnet ist, ergibt sich zwangläufig außerdem eine Vergrößerung der Abmessungen des Stempels. Die vorgeschlagene Anordnung einer derartigen Kurbelvorrichtung an der Außenseite des Stempels ist für den rauhen Grubenbetrieb schon allein deshalb praktisch unbrauchbar, weil diese Kurbelvorrichtung gegen mechanische Beanspruchungen und Verschmutzung in keiner Weise geschützt ist. Hinzu kommt, daß durch eine derartige sperrige Kurbelvorrichtung auch der Transport und die Handhabung der damit ausgerüsteten Stempel in den engen Grubenräumen erheblich erschwert und die Gefahr von Verletzungen des Bedienungspersonals vergrößert wird.
  • Eine weitere Schwierigkeit, die sich der Anwendung dieser bekannten tragbaren Drehmotoren entgegenstellt, besteht darin, daß nahezu sämtliche in der Praxis eingesetzten hydraulischen Stempel mit eingebauter Druckflüssigkeitspumpe und von außen zugänglichem Drehzapfen so ausgebildet sind, daß dieser Drehzapfen zur Erzeugung der hin- und hergehenden Bewegung des Pumpenkolbens um einen bestimmten Drehwinkel hin-und tiergedreht werden muß, während eine weitergehende Drehung des Drehzapfens entweder durch die zwischen diesem und dem Pumpenkolben vorgesehenen Getriebeelemente ausgeschlossen ist oder aber - soweit sie möglich ist - eine öffnung des dem Stempeldruckraum zugeordneten Raubventils bewirkt. Infolgedessen benötigen alle diese bekannten hydraulischen Grubenstempel mit außenliegendem Drehzapfen für den Antrieb der Druckflüssigkeitspumpe ein eine hin-und hergehende Schwenkbewegung erzeugendes Element, was bislang lediglich in Form eines von Hand betätigten Schwenkhebels zur Verfügung stand. Dagegen, sind die bekannten tragbaren Motoren mit kontinuierlicher Drehbewegung des ihnen zugeordneten Kupplungsgliedes für die Betätigung der Druckflüssigkeitspumpen dieser bekannten hydraulischen Grubenstempel unbrauchbar, es sei denn, man rüstet die Stempel in der vorstehend beschriebenen und für die Praxis nicht brauchbaren Weise mit einer zusätzlichen, an der Außenseite des Stempels angeordneten Kurbelvorrichtung aus. Ein weiterer Nachteil der zum Stande der Technik gehörenden Vorschläge besteht darin, daß Spezialdrehmotoren mit sehr geringer Drehzahl oder aber großen Untersetzungsgetrieben benötigt werden, was zu einer entsprechend teuren, schweren und unhandlichen Bauweise führt.
  • Die Nachteile dieser bekannten Setzvorrichtungen mit tragbarem Motor und einem von diesem angetriebenen Kupplungsglied, welches mit einem am Stempel vorgesehenen, von außen zugänglichen Drehzapfen lösbar sowie in Drehrichtung starr kuppelbar ist, werden erfindungsgemäß dadurch beseitigt, daß der tragbare Motor als durch ein Druckmittel - vorzugsweise Druckluft - angetriebener Schwenkmotor ausgebildet ist, dessen Welle eine der hin- und hergehenden Bewegung des Pumpenkolbens entsprechende hin- und hergehendeSchwenkbewegung ausführt. Zunächst weist die erfindungsgemäß vorgeschlagene Setzvorrichtung gegenüber den bekannten tragbaren Drehmotoren den Vorteil auf, daß sie bei sämtlichen bekannten Grubenstempeln mit durch einen schwenkbaren Handhebel zu betätigenden Druckflüssigkeitspumpen ohne weiteres verwendet werden kann, da das mit dem Drehzapfen des Stempels zu kuppelnde Kupplungsglied eine der hin- und hergehenden Bewegung der bislang verwendeten Handhebel entsprechende hin- und hergehende Schwenkbewegung ausführt. Sämtliche innerhalb oder außerhalb des Stempels vorgesehenen Kurbeltriebe od. dgl., wie sie bei den bekannten Konstruktionen erforderlich sind, um die Drehbewegung des Motors in die hin- und hergehende Bewegung des Pumpenkolbens zu übersetzen, sind überflüssig und kommen in Fortfall. Sofern bei den bereits vorhandenen Grubenstempeln die meist als Vierkant ausgebildeten Drehzapfen unterschiedliche Abmessungen besitzen, bedarf es lediglich einer Auswechslung bzw. Anpassung des entsprechenden Kupplungsteils des Schwenkmotors.
  • Während Drehmotoren, die bei Abgabe eines immerhin nicht völlig unbedeutenden Drehmomentes eine langsame Drehbewegung erzeugen sollen, verhältnismäßig große Abmessungen und ein entsprechend hohes Gewicht besitzen, lassen sich mit entsprechend geringer Hubzahl arbeitende Schwenkmotoren - sofern sie in der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Weise durch ein Druckmittel, vorzugsweise Druckluft, angetrieben sind - mit wesentlich kleineren Abmessungen und - da sie überdies weitgehend aus Leichtmetall und Kunststoffen gefertigt werden können - mit einem erheblich geringeren Gewicht herstellen, so daß ihre Handhabung wesentlich einfacher und leichter ist als die der bekannten Drehmotoren. Hinzu kommt, daß Schwenkmotoren der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Art infolge ihres besonders leichten Aufbaues und ihrer Zusammensetzung aus nur wenigen Einzelteilen sowohl in ihrer Herstellung als auch in ihrer laufenden überwachung und Wartung wesentlich billiger sind als Drehmotoren, zumal wenn diese elektrisch angetrieben sind. Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß bei Verwendung von druckmittelbetriebenen Motoren sämtliche seitens der Bergbehörde vorgeschriebenen Sicherungsvorrichtungen und Maßnahmen zum Schutz gegen Schlagwetterzündung in Fortfall kommen, so daß sie auch aus diesem Grunde gegenüber Elektromotoren leichter, einfacher, billiger und kleiner gehalten werden können.
  • Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Ausbildung des Antriebsmotors als druckmittelbetätigter Schwenkmotor besteht jedoch darin, daß die dem Stempel durch die Betätigung der Druckflüssigkeitspumpe vermittelte Setzlast von dem Druck des dem Schwenkmotor zugeführten Druckmittels abhängig ist, so daß unter der Voraussetzung, daß der Druckmitteldruck etwa konstant bleibt - was bei Verwendung von Druckluft als Antriebsenergie in der Regel der Fall ist und auch bei anderen Druckmitteln sich ohne größere Schwierigkeiten erreichen läßt -, sämtliche Stempel mit einer praktisch gleich großen Setzlast gesetzt werden. Dies ist darauf zurückzuführen, daß der erfindungsgemäß vorgeschlagene Schwenkmotor bei Erreichen eines bestimmten Gegendruckes im Druckraum des hydraulischen Stempels sich selbsttätig abschaltet, indem er einfach stehenbleibt, und zwar ohne daß hierdurch irgendwelche Überbeanspruchungen des Motors auftreten. Ein derartiges selbsttätiges Abschalten des Motors bei Erreichung einer bestimmten Setzlast läßt sich bei in anderer Weise ausgebildeten Motoren nur durch verhältnismäßig komplizierte und störungsanfällige zusätzliche Steuer- und Schaltvorrichtungen erreichen. Infolge des in Abhängigkeit vom Druckmitteldruck erfolgenden selbsttätigen Abschaltens der Schwenkmotoren gemäß der Erfindung ist ferner die bei den einzelnen Stempeln erzielte Setzlast von der Sorgfalt des Bedienungspersonals weitgehend unabhängig, so daß in wesentlich stärkerem Maße, als dies bei den bislang bekannten Setzvorrichtungen der Fall war, eine Gewähr dafür gegeben ist, daß sämtliche Stempel eines Abbaubetriebspunktes mit praktisch gleich großer Setzlast gesetzt werden und eine entsprechend gute Beschaffenheit des Hangenden die Folge ist. Gegenüber den in der Praxis bislang nahezu ausschließlich verwendeten, von Hand betätigten Schwenkhebeln für die Betätigung der Druckflüssigkeitspumpen bedeutet die erfindungsgemäß vorgeschlagene Setzvorrichtung außerdem eine erhebliche Arbeitserleichterung für das Bedienungspersonal sowie eine erhebliche Verringerung des für das Stempelsetzen benötigten Kraftaufwandes, so daß sich eine erhebliche Leistungssteigerung der das Stempelsetzen durchführenden Arbeitskräfte erreichen läßt. Dies gilt auch deshalb, weil Schwenkmotoren nach Art der Erfindung ohne weiteres so ausgebildet werden können, daß sie in der Zeiteinheit eine erheblich größere Hubzahl erreichen, als sie bei Verwendung eines handbetätigten Bedienungshebels zu erzielen ist, so daß sich auch der für das Setzen eines Stempels benötigte Zeitaufwand beträchtlich verringert.
  • Bei einer zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung ist die Setzlast der Stempel durch Druckregelung des dem Schwenkmotor zugeführten Druckmittels einstellbar. Dies kann beispielsweise mittels eines in der -Druckmittelzuleitung des Schwenkmotors vorgesehenen Regelventils geschehen, mit dessen Hilfe sich die Setzlast den -jeweiligen Verhältnissen entsprechend in einfacher Weise einstellen läßt. Als Druckmittel wird hierbei vorzugsweise Druckluft verwendet, die im untertägigen Grubenbetrieb in den meisten Fällen ohnehin als Antriebsenergie zur Verfügung steht. Der Schwenkmotor kann dabei ohne weiteres so ausgebildet werden, daß er bei dem unter Tage üblicherweise vorhandenen Druckluftdruck von etwa 3 bis 4 atü die Erzielung einer Setzlast von mindestens 10 t gewährleistet.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist mit der Welle des Schwenkmotors mindestens ein in einem Zylindergehäuse um ein begrenztes Maß schwenkbar und dichtend geführter Drehflügel starr verbunden, dessen beiderseitige Flügelflächen wechselweise durch das Druckmittel beaufschlagbar sind. Hierbei ist der Schwenkmotor ferner in den Endstellungen des Drehflügels selbsttätig umsteuerbar, so daß die Arbeitsweise des Motors von der Aufmerksamkeit und Sorgfalt der Bedienungsleute völlig unabhängig ist.
  • In der Regel empfiehlt es sich, wenn das eine Ende der Motorwelle unter Herstellung einer in Drehrichtung formschlüssigen Kupplung auf den Drehzapfen der Druckflüssigkeitspumpe unmittelbar aufsteckbar ist. Es ist jedoch auch möglich, an diesem Ende der Motorwelle ein besonderes Aufsteckstück lösbar zu befestigen, welches zur Anpassung an Drehzapfen anderer Form und/oder Abmessungen ausgewechselt werden kann.
  • Als besonders zweckmäßig hat sich eine Ausführungsform mit zwei auf diametral gegenüberliegenden Seiten der Motorwelle angeordneten Drehflügeln erwiesen, welche in kreissektorartigen Zylinderkammern des Motorgehäuses um etwa 90° schwenkbar angeordnet sind. Hierbei ist für beide Zylinderkammern nur ein gemeinsamer Druckmitteleinlaß und -auslaß vorgesehen, während die durch die Drehflügel begrenzten, diametral gegenüberliegenden Teilabschnitte der Zylinderkammern bei jeder Drehflügelstellung leitend miteinander verbunden sind. Für die Steuerung der Zu-und Ableitung des Druckmittels zum Zylindergehäuse empfiehlt sich die Verwendung eines in Abhängigkeit von der Drehbewegung der Motorwelle umsteuerbaren Steuerschiebers.
  • Obwohl die erfindungsgemäß vorgeschlagene Vorrichtung in erster Linie zum Setzen von hydraulischen Grubenstempeln bestimmt ist, läßt sie sich selbstverständlich auch für den Antrieb von Druckflüssigkeitspumpen anderer hydraulischer Einrichtungen, beispielsweise hydraulischer Hubzylinder, Wagenheber od. dgl., verwenden, sofern deren Druckflüssigkeitspumpe über einen von außen zugänglichen Drehzapfen antreibbar ist.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung an mehreren Ausführungsbeispielen veranschaulicht. Es zeigt Fig. 1 einen Schwenkmotor im Längsschnitt, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie 111-III der Fig.1. Fig. 4 das Schema der Steuerung des Schwenkmotors gemäß Fig. 1 bis 3, Fig. 5 einen Längsschnitt durch eine andere Ausführungsform eines Schwenkmotors, Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 5, Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie VII-VII der Fig. 5, Fig. 8 einen Schnitt nach der Linie VIII-VIII der Fig. 5, Fig. 9 eine dritte Ausführungsform eines Schwenkmotors im Längsschnitt, Fig.10 einen Schnitt nach der Linie X-X der Fig. 9. Bei sämtlichen in der Zeichnung dargestellten Ausführungsformen besitzt der Schwenkmotor ein Zylindergehäuse, welches aus zwei nach der Ebene II-II bzw. VI-VI geteilten Hälften 1, 2 besteht. Die Gehäusehälften 1, 2 werden vorzugsweise aus im Gieß- oder Preßverfahren geformtem Kunststoff- oderLeichtmetall hergestellt, um das Gewicht des Schwenkmotors möglichst gering zu halten. Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Gehäusehälften im Gießverfahren hergestellt und bestehen aus Silumin.
  • Die beiden Gehäusehälften 1, 2 sind unter Zwischenschaltung von nur in den Fig. 1 bis 3 erkennbaren Dichtungen 3 durch mehrere über ihren Umfang verteilt angeordnete Spannschrauben 4 miteinander verschraubt.
  • Wie aus den Fig. 2 und 6 ersichtlich, sind im Innern der schalenartig ausgebildeten Gehäusehälften 1, 2 kreissektorartig angeordnete Trennwände 5, 6 bzw. 7, 8 vorgesehen, welche untereinander einen Winkel von etwas mehr als 90° einschließen. Die Trennwände 5, 6 bzw. 7, 8 sind auf diametral gegenüberliegenden Seiten des Zylindergehäuses 1, 2 angeordnet, wobei die einander zugeordneten Trennwände 5, 6 bzw. 7, 8 durch einen konzentrisch zur Achse a-a des Zylindergehäuses 1, 2 angeordneten zylindrischen Flächenabschnitt 9 bzw. 10 miteinander verbunden sind.
  • Die beiden Hälften 1, 2 des Motorgehäuses sind mit koaxial zur Gehäuseachse a-a angeordneten Lagerbohrungen 11,12 versehen, welche zur Aufnahme der an beiden Enden der Motorwelle 13 vorgesehenen Lagerzapfen 14, 15 dienen. Die Motorwelle 13 ist - wie aus Fig. 1, 5, 8 und 9 ersichtlich - in dem zwischen den Lagerzapfen 14, 15 liegenden, der Tiefe des Zylindergehäuses entsprechenden mittleren Längenabschnitt 13a nabenartig verstärkt. Die Motorwelle 13 besitzt ferner eine sich über ihre ganze Länge erstreckende Längsbohrung 16, deren äußeres Ende 16a als Aufsteckkupplung für eine in Drehrichtung formschlüssige Verbindung der Motorwelle 13 mit dem in Fig.1 und 3 erkennbaren, als Vierkant ausgebildeten Drehzapfen 17 für den Antrieb der Druckflüssigkeitspumpe eines hydraulischen Grubenstempels 18 ausgebildet ist. Bei dem in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Drehzapfen 17 am oberen Ende des Oberstempels angeordnet und durch eine an der Stempelwandung befestigte Kappe 19 geschützt. Der Drehzapfen 17 ist über in der Zeichnung nicht dargestellte Hebel mit dem Kolben einer innerhalb des Grubenstempels 18 angeordneten Druckflüssigkeitspumpe verbunden.
  • Mit dem nabenartig verstärkten Teil 13 a der Motorwelle 13 sind - wie aus den Fig. 2 und 6 ersichtlich -auf diametral gegenüberliegenden Seiten angeordnete Drehflügel 20, 21 starr verbunden. Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel bestehen die Motorwelle 13 und die Drehflügel 20, 21 aus einem Stück und sind beispielsweise im Gieß- oder Preßverfahren hergestellt. Jeder der Drehflügel 20, 21 ist in einer kreissektorartigen Zylinderkammer 22, 23 des Motorgehäuses 1, 2 um einen Winkel von etwas weniger als 90° in Richtung x-xi um die Gehäuseachse a-a schwenkbar gelagert. Die Drehflügel 20, 21 sind bei allen in der Zeichnung dargestellten Ausführungsformen auf ihrer gesamten Oberfläche mit einem dünnen Überzug 24 aus einem dichtend wirkenden, elastisch verformbaren Werkstoff großer Verschleißfestigkeit, z. B. einem Kunststoff mit gummiartigen Eigenschaften, versehen. Hierfür eignen sich beispielsweise gummiartige Kunststoffe aus der Gruppe der vernetzten Polyurethane, welche bei hoher Verschleißfestigkeit eine große elastische Verformbarkeit aufweisen und gute Dichtungseigenschaften besitzen. Im Gegensatz zu dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel ist es möglich, den dichtend wirkenden Überzug 24 in manchen Fällen auch nur auf den mit der Innenwandung der Zylinderkammern 22, 23 in Berührung kommenden Flächenabschnitten der Drehflügel 20, 21 vorzusehen. Bei Verwendung eines Kunststoffüberzuges der Drehflügel ist es ohne weiteres möglich, auf eine Bearbeitung der Innenwandungen der Zylinderkammern 22, 23 zu verzichten.
  • Bei den in den Fig. 6 bis 10 dargestellten Ausführungsbeispielen ist ferner der nabenartige Mittelteil 13 a mit einem Kunststoffüberzug 25 versehen, welcher als Dichtung zwischen den zylindrischen Dichtflächen 9 bzw. 10 des Motorgehäuses 1, 2 und der Motornabe 13 a dient. In diesem Falle kann ebenfalls auf eine besondere Bearbeitung der Motornabe 13 a und der Dichtfläche 9,10 des Gehäuses 1, 2 verzichtet werden.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 bis 3 sind demgegenüber die Motornabe 13 a und die Dichtflächen 9, 10 des Motorgehäuses bearbeitet, wobei die Dichtflächen 9,10 mit Dichtungen 26, 27 ausgerüstet sind.
  • Wie insbesondere aus den Fig. 5 und 6 erkennbar, sind die durch die Drehflügel 20, 21 begrenzten, diametral gegenüberliegenden Teilabschnitte der Zylinderkammern 22, 23 bei jeder Stellung der Drehflügel 20, 21 durch die Motornabe 13 a durchsetzende Überströmkanäle 28,29 leitend miteinander verbunden. Die Überströmkanäle 28,29 sind gegenüber der mittleren Längsbohrung 16 der Motorwelle 13 abgedichtet. Auf diese Weise ist es möglich, für beide Zylinderkammern 22,23 jeweils nur einen gemeinsamen Einlaß sowie einen Auslaß für das die Drehflügel 20, 21 wechselweise beaufschlagende Druckmittel vorzusehen. Bei sämtlichen in der Zeichnung dargestellten Ausführungsformen besteht das Druckmittel aus Druckluft von etwa 3 bis 4 atü. .
  • Die dem Aufsteckende 16a der Motorwelle 13 abgekehrte Gehäusehälfte 1 ist - wie aus Fig. 1, 5 und 9 ersichtlich - mit einem angegossenen Handgriff 30 ausgerüstet. Infolge seines geringen Gewichtes kann der Schwenkmotor mittels des Handgriffes 30 ohne weiteres mit einer Hand auf den Drehzapfen 17 eines Grubenstempels 18 aufgesetzt bzw. von diesem abgenommen werden.
  • An der unteren Seite des Handgriffes 30 ist eine Anschlußbohrung31 vorgesehen, an welche die Druckluftzuführungsleitung angeschlossen werden kann. An die Bohrung 31 schließt sich ein Absperrventil an, dessen kugelförmiger Absperrkörper 32 durch den Druck der Druckluft gegen seinen Sitz 33 angedrückt wird. Der Absperrkörper 32 kann mittels eines im Handgriff 30 schwenkbar gelagerten Druckhebels 34 mittels eines Stößels 35 von seinem Sitz abgehoben werden.
  • Nach Öffnung des Absperrventils 32, 33 tritt die Druckluft über einen Zuleitungskanal 36 in einen Steuerzylinder 37 ein, welcher an beiden Stirnseiten durch Gewindestopfen 38 verschlossen ist. In dem Steuerzylinder 37 ist ein Steuerschieber 39 axial verschieblich und dichtend geführt, welcher vier in etwa gleichmäßigen Abständen zueinander angeordnete Steuerkolben 39a besitzt, durch welche der Steuerzylinder 37 in fünf gegeneinander abgedichtete Kammern 40 bis 44 unterteilt wird. Die Längsverschieblichkeil des Steuerschiebers 39 in Richtung y-yi ist durch stirnseitig der Verschlußstopfen 38 vorgesehene Anschläge 45 begrenzt, die nur in Fig. 3 und 4 dargestellt sind.
  • Der Zuleitungskanal 36 mündet zentral in den Steuerzylinder 37 und ist derart angeordnet, daß die mittlere Kammer 42 des Steuerzylinders stets an den Zuleitungskanal 36 angeschlossen ist. Der Steuerschieber 39 besitzt zwei Längsbohrungen 46, 47, die sich von seinen äußeren Stirnflächen bis in die von den inneren Kolben 39 a eingeschlossene Ringkammer 42 erstrecken und mit dieser durch Querbohrungen 48, 49 verbunden sind.
  • In den Steuerzylinder 37 münden auf der dem Handgriff 30 zugekehrten Seite zwei in gleichem Abstand von dem Zuleitungskanal 36 angeordnete Auspuffbohrungen 50, 51, von denen bei jeder Stellung des Steuerschiebers 39 die Bohrung 50 mit der Ringkammer 41 und die Bohrung51 mit der Ringkammer43 des Steuerzylinders 37 in Verbindung steht. Etwa auf halber Länge zwischen der Druckmittelzuleitung 36 und den Auspuffbohrungen 50 bzw. 51 münden in den Steuerzylinder 37 zwei Druckmittelkanäle 52, 53, welche den Steuerzylinder 37 mit den beiden Zylinderkammern 22 bzw. 23 des Schwenkmotors verbinden. Die Druckmittelkanäle 52, 53 dienen wechselweise als Einlaß- bzw. Auslaßleitung für die den Zylinderkammern 22, 23 zugeführte Druckluft.
  • In die äußeren Endabschnitte des Steuerzylinders 37 münden, im Bereich der Anschläge 45 Steuerleitungen 54, 55, welche mit ihrem anderen Ende auf diametral gegenüberliegenden Seiten in die Lagerbohrung 11 der Gehäusehälfte 1 münden. Hierbei ist bei dem in den Fig. 1 bis 4 dargestellten Ausführungsbeispiel zwischen dem Lagerzapfen 14 und der Lagerbohrung 11 des Motorgehäuses eine Lagerbüchse 56 eingeschaltet, die -wie aus Fig.1 und 2 ersichtlich - ebenfalls von den Steuerkanälen 54, 55 durchsetzt wird. In ähnlicher Weise ist zwischen der gegenüberliegenden Lagerbohrung 12 und dem Lagerzapfen 15 eine Lagerbüchse 56a eingeschaltet.
  • Wie aus Fig. 2 und 4 ersichtlich, ist am äußeren Umfang des Lagerzapfens 14 eine sich etwa über ein Drittel der Umfangslänge erstreckende Nut 57 vorgesehen. über die Nut 57 kann wahlweise die Steuerleitung 54 oder- die Steuerleitung 55 an eine zwischen Handgriff 30 und Motorgehäuse 1, 2 vorgesehene Auspuffleitung 58 angeschlossen werden. Die Anordnung ist hierbei so gewählt, daß, nachdem die Drehflügel 20, 21 in Richtung x1 bis in ihre in Fig. 2 mit b-b bezeichnete Endstellung gedreht worden sind, die Steuerleitung 54 an die Auspuffleitung 58 angeschlossen ist, während nach Drehung der Drehflügel 20, 21 in Richtung x bis in die Endstellung c-c die Steuerleitung 55 mit der Auspuffleitung 58 leitend verbunden ist.
  • Bei dem in den Fig. 5 bis 8 dargestellten Ausführungsbeispiel sind demgegenüber in dem Lagerzapfen 14 der Motorwelle 13 zwei unter einem Winkel von 90° zueinander angeordnete Radialbohrungen 59, 60 vorgesehen, durch welche in den beiden Endstellungen der Drehflügel 20, 21 entweder die Steuerleitung 54 oder die Steuerleitung 55 an die ihrerseits mit der Außenluft in Verbindung stehende Längsbohrung 16 der Motorwelle 13 angeschlossen werden kann. ' Bei den Ausführungsformen gemäß Fig. 9 und 10 besitzt der Lagerzapfen 14 der Motorwelle 13 nur eine geringe axiale Länge. In die Ringstirnfläche dieses Lagerzapfens 14 ist ein Mitnehmerzapfen 61 eingesetzt, der in eine Aussparung 62 eines Schleppsteuerringes 63 eingreift. Der Schleppsteuerring 63 ist mit zwei unter einem Winkel von etwa 120° zueinander angeordneten Radialbohrungen 64, 65 versehen, welche ebenso wie die Bohrungen 59, 60 bei der Ausführungsform gemäß Fig. 5 bis 8 in der gleichen Querschnittsebene angeordnet sind und über die Axialbohrung 66 des Schleppsteuerringes 63 mit der an die Außenluft angeschlossenen Längsbohrung 16 der Motorwelle 13 in Verbindung stehen.
  • Wie insbesondere aus den Fig.1, 2, 5 und 9 ersichtlich, ist an der dem Handgriff 30 abgekehrten Zylinderhälfte 2 ferner ein als Stützarm ausgebildeter Anschlag 67 vorgesehen, welcher - wie in Fig. 1 angedeutet -sich nach dem Aufsetzen des Schwenkmotors auf den Drehzapfen 17 an der Außenwandung des hydraulischen Grubenstempels 18 seitlich abstützt. Dieser Anschlag 67 hat die Aufgabe, das bei der Drehbewegung der Drehflügel 20, 21 auf das Motorgehäuse 1, 2 übertragene Gegenmoment aufzunehmen. Hierbei genügt es in der Regel, wenn der Schwenkmotor mit einem derartigen Anschlag 67 ausgerüstet ist, der naturgemäß so angeordnet werden muß, daß er bei der dem Arbeitshub des Pumpenkolbens entsprechenden Drehrichtung der Drehflügel 20, 21 sich gegen die Seitenwandung des Stempels abstützt und eine Relativdrehung des Motorgehäuses 1, 2 gegenüber dem Stempel verhindert. Bei der dem Saughub des Pumpenkolbens entsprechenden Drehbewegung der Drehflügel 20, 21 kann das auf das Motorgehäuse 1, 2 übertragene Gegenmoment durch die den Handgriff 30 umfassende Hand des Bedienungsmannes aufgenommen werden.
  • Die Wirkungsweise des in der Zeichnung dargestellten Schwenkmotors ist folgende: Nach öffnen des Ventils 32, 33 mittels des Druckschalters 34 strömt bei der in den Fig. 1 bis 4 dargestellten Stellung des Steuerschiebers 39 die Druckluft über die mittlere Ringkammer 42 und die Druckmittelleitung 53 in den unterhalb des Drehflügels 21 befindlichen Teilabschnitt der Zylinderkammer 23. Gleichzeitig gelangt die Druckluft über einen in Fig. 1 bis 4 nicht dargestellten, die Nabe 13 a radial durchsetzenden überströmkanal in die oberhalb des Drehflügels 20 befindlichen Teilabschnitt der Zylinderkammer 22. Durch diese Druckbeaufschlagung wird der Drehflügel 20, 21 in Richtung x1 bis in seine Endstellung b-b gedreht. Die hierbei aus den beiden anderen, diametral gegenüberliegenden Teilabschnitten der Zylinderkammern 22, 23, welche untereinander ebenso wie bei dem in Fig. 6 bis 10 dargestellten Ausführungsbeispiel durch einen die Nabe 13 a durchsetzenden überströmkanal verbunden sind, verdrängte Luft gelangt über die Druckmittelleitung 52 und die Ringkammer 41 des Steuerzylinders 37 zum Auspuff 50.
  • Beide Endkammern 40, 44 des Steuerzylinders 37 sind über die Längskanäle 46, 47 und die Querbohrungen 48, 49 ständig an den Zuleitungskanal 36 angeschlossen. Da die endseitigen Kolbenflächen des Steuer. Schiebers 39 gleich groß sind, verbleibt dieser in seiner in Fig. 3 und 4 dargestellten Endstellung.
  • Sobald die Drehflügel 20, 21 ihre Endstellung b-b erreicht haben, wird über die Nut 57 die an die Endkammer 40 angeschlossene Steuerleitung 54 mit der Auspuffleitung 58 verbunden. Hierdurch tritt in der Endkammer 40 eine Druckentlastung ein, so daß der Steuerschieber 39 schlagartig in Richtung y in seine entgegengesetzte Endstellung bewegt wird. In dieser Stellung wird über die mittlere Ringkammer 42 die Druckmittelleitung 52 an die Druckmittelzuleitung 36 angeschlossen, so daß nunmehr die entgegengesetzten Flügelflächen der Drehflügel 20, 21 von der Druckluft beaufschlagt werden und die Drehflügel 20, 21 in Richtung x gedreht werden. Die hierbei aus den sich verkleinernden Teilabschnitten der Zylinderkammern 22, 23 verdrängte Luft entweicht über die Druckmittelleitung 53, die nunmehr über die Ringkammer 43 an den Auspuff 51 angeschlossen ist. Bei Erreichen der Endstellung c-c der Drehflügel 20, 21 wird die Steuerleitung 55 über die Nut 57 an die Auspuffleitung 58 angeschlossen, so daß nunmehr die in Fig. 3 und 4 rechts liegende Endkammer 44 des Steuerzylinders druckentlastet und der Steuerschieber 39 schlagartig in Richtung y in seine in diesen Figuren dargestellte Endstellung zurückbewegt wird.
  • Da die Drehflügel 20, 21 mit der Motorwelle 13 als einheitliches Bauteil ausgebildet sind, wird der Drehzapfen 17 zufolge seiner formschlüssigen Kupplung mit dem Aufsteckende 16a der Motorwelle 13 in entsprechender Weise in Richtung x-x. um etwa 90° hin- und hergedreht.
  • Ebenso wie bei dem Schwenkmotor gemäß Fig. 1 bis 4 wird auch bei den anderen in der Zeichnung dargestellten Ausführungsformen der Steuerschieber 39 in Abhängigkeit von der Drehbewegung der Motorwelle 13 in den Endstellungen der Drehflügel 20, 21 selbsttätig umgesteuert. Diese Umsteuerung erfolgt ebenfalls dadurch, daß in den Endstellungen der Drehflügel 20, 21 jeweils eine der beiden Endkammern 40 bzw. 44 des Steuerzylinders 37 über die Steuerleitungen 54, 55 druckentlastet wird.
  • Hierzu werden bei dem in Fig. 5 bis 8 dargestellen Ausführungsbeispiel die Steuerleitungen 54,55 wechselweise durch die Radialbohrungen 59, 60 des Lagerzapfens 14 an die Außenluft angeschlossen. Da die Radialbohrungen 59, 60 unter einem dem Schwenkwinkel entsprechenden Winkel zueinander angeordnet sind, sind die Endkammern 40 bzw. 44 jeweils nur in den Endstellungen der Drehflügel 20, 21, d. h. für eine sehr geringe Zeitspanne, mit der Außenluft verbunden. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig.1 bis 4 tritt demgegenüber infolge der gegenüber dem Drehwinkel etwas größeren Winkelerstreckung der Nut 57 bereits kurz vor Erreichen der Endstellung der Drehflügel 20, 21 eine Druckentlastung in einer der beiden Endkammern 40,44 ein, wobei die Verbindung mit der Außenluft auch über einen kleinen Teil des Rückdrehweges der Drehflügel 20, 21 aufrechterhalten bleibt.
  • Demgegenüber wird bei der Ausführungsform gemäß Fig. 9 und 10 der Vorteil erreicht, daß die jeweils entlastete Druckkammer 40 bzw. 44 über einen größeren Teil des Drehweges der Drehflügel 20, 21 mit der Außenluft verbunden bleibt. Hierzu ist der Schleppring 63 derart ausgebildet, daß bei einer Drehung der Drehflügel 20, 21 bzw. der Motorwelle 13 in Richtung xt während des größeren Teils des Drehweges die Steuerleitung 55 über die Bohrung 65 des Schleppringes 63 mit der Außenluft verbunden bleibt. Erst auf dem letzten Teil des Drehweges nimmt der Zapfen 61 den Schleppring 63 in Richtung x1 mit, derart, daß die Steuerleitung 54 an die Bohrung 64 angeschlossen und damit die andere Endkammer 40 des Steuerzylinders 37 druckentlastet wird. Hierdurch wird erreicht, daß der Steuerschieber 39 während des größeren Teils des Drehweges der Drehflügel 20, 21 durch die zwischen beiden Endkammern 40 bzw. 44 vorhandene Druckdifferenz in seiner jeweiligen Endstellung zuverlässig festgehalten wird. Nur auf dem kleinen restlichen Teil des Schwenkweges sind beide Endkammern in gleichem Maße druckbeaufschlagt, worauf - nachdem die Drehflügel ihre Endstellung erreicht haben - die zuvor druckbeaufschlagte Endkammer 4.0 bzw. 44 druckentlastet und der Steuerschieber39 schlagartig in seine entgegengesetzte Endstellung bewegt wird.
  • Sobald die zur Drehung des Drehzapfens 17 erforderliche Kraft größer geworden ist als die von der Druckluft auf die Flügelflächen der Drehflügel 20, 21 ausgeübte Kraft, bleibt der Schwenkmotor stehen, ohne daß es zu einer unzulässigen Beanspruchung irgendeines Motorteils kommt. Nach Druckentlastung des Schalthebels 34 schließt sich das Absperrventil 32, 33 selbsttätig durch den im Anschlußstutzen 31 herrschenden Druckluftdruck.
  • An Stelle von Druckluft kann für den Antrieb des in den Fig: 1 bis 10 dargestellten Schwenkmotors selbstverständlich auch ein anderes gasförmiges oder flüssiges Druckmittel verwendet werden.
  • Um den Schwenkmotor auf unterschiedliche Setzlasten einstellen zu können, kann in der in der Zeichnung nicht dargestellten Druckmittelzuleitung ein ebenfalls nicht gezeigtes Regelventil vorgesehen werden. Dieses Regelventil kann ferner noch mit einem Druckmeßgerät ausgerüstet werden, welches den Druck des dem Schwenkmotor zugeführten Druckmittels oder gegebenenfalls unmittelbar die eingestellte Setzlast der Stempel anzeigt.

Claims (18)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung zum Setzen von hydraulischen Grubenstempeln od. dgl., deren Druckflüssigkeitspumpe über einen von außen zugänglichen Drehzapfen antreibbar ist, mit welchem ein von einem tragbaren Motor angetriebenes Kupplungsglied lösbar sowie in Drehrichtung starr kuppelbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der tragbare Motor als durch ein Druckmittel - vorzugsweise Druckluft - angetriebener Schwenkmotor (1, 2, 20, 21) ausgebildet ist, dessen Welle (13) eine der hin-und hergehenden Bewegung des Pumpenkolbens entsprechende hin- und hergehende Schwenkbewegung ausführt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Setzlast der Stempel (18) durch Druckregelung des dem Schwenkmotor (1, 2, 20, 21) zugeführten Druckmittels einstellbar ist.
  3. 3. Vorrichtung-nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Welle (13) des Schwenkmotors mindestens ein in einem Zylindergehäuse (1, 2) um ein begrenztes Maß schwenkbar und dichtend geführter Drehflügel (20 bzw. 21) starr verbunden ist, dessen beiderseitige Flügelflächen wechselweise durch das Druckmittel beaufschlagbar sind.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkmotor in den Endstellungen (b-b bzw. c-c) des Drehflügels (20 bzw. 21) selbsttätig umsteuerbar ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 öder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Ende (16a) der Motorwelle (13) unter Herstellung einer in Drehrichtung (x-x,) formschlüssigen Kupplung auf den Drehzapfen (17) der Druckflüssigkeitspumpe unmittelbar aufsteckbar ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder einem der folgenden, dadurch -gekennzeichnet, daß der Schwenkmotor zwei auf diametral gegenüberliegenden Seiten der Motorwelle (13) angeordnete Drehflügel (20, 21) besitzt, welche in kreissektorartigen Zylinderkammern (22, 23) des Motorgehäuses (1, 2) um vorzugsweise etwa 90° schwenkbar angeordnet sind.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei jeder Drehrichtung (x bzw. x1) für beide Zylinderkammern (22, 23) nur ein gemeinsamer Druckmitteleinlaß und -auslaß (52 bzw. 53) vorgesehen ist, wobei die durch die Drehflügel (20, 21) begrenzten, diametral gegenüberliegenden Teilabschnitte der Zylinderkammern (22, 23) bei jeder Drehflügelstellung leitend miteinander verbunden sind. B.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß für die Steuerung der Zu- und Ableitung des Druckmittels zu den Zylinderkammern (22, 23) ein in Abhängigkeit von der Drehbewegung der Motorwelle (13) umsteuerbarer Steuerschieber (39) vorgesehen ist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der in einem Steuerzylinder (37) längsverschieblich und dichtend geführte Steuerschieber (39) durch wechselweise Druckbeaufschlagung seiner beiden stimseitgen Kolbenflächen umsteuerbar ist.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerschieber (39) vier im Abstand zueinander angeordnete Steuerkolben (39a) besitzt, welche den Steuerzylinder (37) in fünf gegeneinander abgedichtete Kammern (40 bis 44) unterteilen, von denen die drei mittleren Kammern (41, 42, 43) die Teilabschnitte der Zylinderkammern (22, 23) wechselweise an die Druckmittelzuleitung (36) bzw. eine Auspuffleitung (50 bzw. 51) anschließen.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Endkammern (40 bzw. 44) des Steuerzylinders (37) ständig mit der Druckmittelzuleitung (36) verbunden und durch die Motorwelle (13) wechselweise an eine Auspuffleitung (58 bzw. 16) anschließbar sind.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß jede Endkammer (40 bzw. 44) über einen wesentlichen Teil der Drehflügel-Schwenkung mit der Auspuffleitung (16) verbunden bleibt.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder -einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß Motorwelle (13) und Drehflügel (20, 21) einstückig ausgebildet sind.
  14. 14. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Motorwelle (13) in ihrem mittleren, der Tiefe der Zylinderkammern (22, 23) entsprechenden Längenabschnitt (13 a) nabenartig verstärkt und gegenüber den die Zylinderkammern (22, 23) begrenzenden Trennwänden (5, 6 bzw. 7, 8) des Motorgehäuses (1, 2) abgedichtet ist.
  15. 15. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehflügel (22, 23) sowie gegebenenfalls zusätzlich die Motornabe (13 a) zumindest auf den mit der Innenwandung des Zylindergehäuses (1, 2) in Berührung kommenden Flächenabschnitten mit einem dünnen Überzug (24 bzw. 25) aus einem dichtend wirkenden, elastisch verformbaren Werkstoff großer Verschleißfestigkeit, z. B. aus einem Kunststoff mit gummiartigen Eigenschaften, versehen ist.
  16. 16. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß auf der dem Aufsteckende (16 a) der Motorwelle (13) abgekehrten Seite des Motorgehäuses (1, 2) ein mit einem Druckschalter (34, 35) für die Regelung der Druckmittelzufuhr ausgerüsteter Handgriff (30) vorgesehen ist.
  17. 17. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das Motorgehäuse (1, 2) mit mindestens einem sich seitlich am Stempel (18) abstützenden Anschlag (67) für die Aufnahme des auf das Motorgehäuse (1, 2) übertragenen Gegenmomentes. ausgerüstet ist.
  18. 18. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens das Motorgehäuse (1, 2) aus vorzugsweise im Gieß- oder Preßverfahren geformtem Leichtmetall oder Kunststoff gebildet ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 809 903; USA.-Patentschrift Nr. 2136 080; französische Patentschrift Nr. 1095 219.
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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2136080A (en) * 1934-09-19 1938-11-08 Sullivan Machinery Co Hydraulic abutment device
DE809903C (de) * 1948-08-25 1951-08-02 Mavor & Coulson Ltd Hydraulischer Stempel fuer den Grubenbetrieb
FR1095219A (fr) * 1954-03-12 1955-05-31 étançon oléo-pneumatique

Patent Citations (3)

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