DE1125689B - Beschleunigungsmesser - Google Patents
BeschleunigungsmesserInfo
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- G01P15/02—Measuring acceleration; Measuring deceleration; Measuring shock, i.e. sudden change of acceleration by making use of inertia forces using solid seismic masses
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
B 58762 IXb/42 ο
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 15. MÄRZ 1962
Die Erfindung bezieht sich auf Beschleunigungsmesser, wie sie beispielsweise bei der Trägheitsortung
von Luftfahrzeugen, Flugkörpern oder anderen bewegten Körpern verwendet werden.
Bei derartigen Beschleunigungsmessern werden von den Trägheitskräften einer oder mehrerer im bewegten
Körper gelagerter Massen, die dem bewegten Körper erteilten Beschleunigungen abgeleitet. Bei
bekannten Beschleunigungsmessern ist ein hoher Aufwand an technischen Mitteln erforderlich, um den
Einfluß von Rotationsbewegungen auf die Beschleunigungsmesser zu beseitigen, wenn der bewegte Körper
zusätzlich zu seinen zu messenden translatorischen Bewegungen auch Rotationsbewegungen ausführt. Ein
bekanntes Mittel, um die Beschleunigungsmesser frei von störenden, auf sie einwirkenden zentrifugalen
Kräften zu halten, besteht darin, die Beschleunigungsmesser auf einer Plattform zu montieren, die gegen
Drehbewegungen um eine parallel zu den Pendelachsen der Beschleunigungsmesser verlaufende Achse
stabilisiert ist.
Eine derartige Stabilisierung der Plattform ist nicht erforderlich, wenn die Beschleunigungsmesser so ausgestaltet
sind, daß das den Meßwert liefernde, auf translatorische Beschleunigungen ansprechende Pendel
nach der Erfindung derart ausgebildet ist, daß beliebige Drehbeschleunigungen um eine bevorzugte,
parallel zur Drehachse des Pendels verlaufende Achse den Meßwert nicht beeinflussen.
Das Pendel des Beschleunigungsmessers ist gemäß der Erfindung so ausgebildet, daß das Trägheitsmoment
des Pendels um seine Drehachse gleichgemacht ist dem aus drei Faktoren gebildeten Produkt
aus seiner gesamten Masse, dem Abstand des Pendelschwerpunktes von seiner Drehachse und dem Abstand
der Pendelachse von der bevorzugten Achse, um welche die gesamte Pendelanordnung rotieren
kann.
Ein Pendel, welches den gestellten Anforderungen genügt und darüber hinaus die von der Lagerreibung
oder dem Lagerspiel herrührenden Fehler bekannter Beschleunigungsmesserpendel nicht aufweist, erhält
man nach einem weiteren Merkmal der Erfindung dadurch, daß als Pendelachse ein beiderseits fest eingespannter
Torsionsstab verwendet wird. In weiterer erfinderischer Gestaltung wird dem Torsionsstab
geringe Drehsteifigkeit, aber große Biegesteifigkeit gegeben. Durch diese Maßnahme wird erreicht, daß
die Messung beeinflussende Durchbiegungen des Stabes bei Beschleunigungen vermieden werden. In spezieller
Ausbildung hat nach der Erfindung der als Pendelachse dienende Torsionsstab Kreuz- oder
Beschleunigungsmesser
Anmelder:
Bölkow-Entwicklungen
Kommanditgesellschaft,
Ottobrunn bei München
Kommanditgesellschaft,
Ottobrunn bei München
Dr.-Ing. Erich Sponder, Ottobrunn bei München,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
I-Profil. Der starre Pendelkörper ist am Torsionsstab
derart befestigt, daß an seiner Befestigungsstelle die von ihm herrührenden Kräfte auf einander entsprechende
Profilteile in gleicher Weise übertragen werden.
Gegenüber bekannten Beschleunigungsmesserpendein ist die Pendellagerung mittels Torsionsstab unempfindlich
gegen den Einfluß von Beschleunigungen, und es erübrigen sich Schutzmaßnahmen, wie zum
Beispiel die Anordnung des Beschleunigungsmessers in einem starren Gehäuse, das mit einer Flüssigkeit
gefüllt ist, deren spezifisches Gewicht dem spezifischen Gewicht der Bauteile des Beschleunigungsmessers
entspricht. Auch durch ein Pendel, dessen Torsionsstab einseitig fest eingespannt ist und an dessen anderem,
drehbar gelagerten Ende die Pendelmasse befestigt ist, werden die genannten Vorteile weitgehend
erreicht.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung veranschaulicht. Es zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen schematisch dargestellten Beschleunigungsmesser, und
Fig. 2 die Ansicht eines Beschleunigungsmesserpendels in schräger Parallelprojektion.
Die Fig. 1 zeigt auf einer Plattform 1 ein Pendel 2, das um seine Drehachse 3 gegen die Kraft einer
Feder 4 aus seiner dargestellten Ruhelage ausschwenkbar ist. Erfährt die gesamte Anordnung eine translatorische
Beschleunigung etwa in Richtung des Pfeiles Λ, so wird das Pendel aus seiner Ruhelage ausgelenkt
und nimmt die mit unterbrochenen Linien
gezeichnete Lage ein. Bei einer beliebigen Winkelbeschleunigung B um die senkrecht zur Plattform
verlaufende Achse X behält das Pendel dann seine
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Ruhelage in bezug auf die Plattform 1 bei, wenn das Trägheitsmoment des Pendels 2 um seine Drehachse 3
gleich ist dem Produkt aus der gesamten Pendelmasse, dem Abstand α des Pendelschwerpunktes s
von der Drehachse 3 des Pendels und' dem Abstand r einer parallel zur Drehachse des Pendels verlaufenden
Achse X, um welche die gesamte Anordnung rotieren kann. Um beliebig gerichtete Translationsbeschleunigungen komponentenweise zu messen, können
mehrere Pendelanordnungen mit beispielsweise senkrecht zueinander angeordneten Meßachsen auf
der Plattform 1 angeordnet sein. Die Feder 4 kann, wie bei bekannten Anordnungen durch eine elektromagnetische
Einrichtung ersetzt werden, welche die eine Auslenkung des Pendels anstrebenden Kräfte
mißt.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform für das Pendel des erfindungsgemäßen Beschleunigungsmessers
ist in der Fig. 2 dargestellt. Die Pendelachse ist hier von einem an beiden Enden starr eingespannten
Torsionsstab 5 kreuzförmigen Querschnittes gebildet. Der Stab weist große Biegesteifigkeit auf und
setzt Auslenkungen pendelnder Massen geringe Torsionssteifigkeit entgegen.
Der Torsionsstab 5 ist im Ausführungsbeispiel in einem starren Joch 7 gelagert, das von den Stegen 8,
8 α und 9, 9 α gebildet und mit den Schrauben 10 zusammengehalten ist. Das Joch ist mit der Plattform
1 starr verbunden, beispielsweise mittels der Schrauben 10. Einander zugekehrte Seiten der Joch-Stege
9 und 9 α weisen senkrecht zueinander angeordnete Nutenil und 12 auf, in welche der Torsionsstab
5 spielfrei eingefügt ist. Der Pendelkörper 6 ist am Torsionsstab 5 derart befestigt, daß bei der Auslenkung
des Pendels in den einander entsprechenden Teilen seines Profils gleichartige Spannungszustände
erzeugt werden. Dies wird dadurch erreicht, daß an der Befestigungsstelle des Pendelkörpers einander
entsprechende Profilstege gegeneinander abgestützt sind, vorzugsweise dadurch, daß der Pendelkörper
an der Befestigungsstelle das gesamte Profil des Torsionsstabes umgibt. Die Befestigung selbst kann in
irgendeiner bekannten Art, die diese Bedingungen erfüllt, ausgeführt werden, beispielsweise durch Preßsitz,
Verkleben, Löten oder Verschraubung.
Um das Pendel auszuwuchten, können bekannte Methoden angewendet werden. Es können beispielsweise
am Pendelkörper 6 oder den Pendelgewichten 13 und 14 Bohrungen vorgenommen werden oder es
können verstellbare Zusatzgewichte angeordnet sein.
Eine weitere Möglichkeit das System abzugleichen besteht darin, den gesamten Beschleunigungsmesser
auf der Plattform in bezug auf die bevorzugte Achse X mit veränderbarem Abstand r anzuordnen.
Es sei noch erwähnt, daß die Steifigkeit des Torsionsstabes ganz nach den Erfordernissen der zu
messenden Beschleunigungen gewählt werden kann, da die Steifigkeit der Torsionsfeder für die Erfüllung
der Abgleichbedingung ohne Bedeutung ist.
Claims (7)
1. Beschleunigungsmesser mit einem den Meßwert liefernden, auf translatorische Beschleunigungen
ansprechenden Pendel, dadurch gekenn zeichnet, daß das Pendel derart ausgebildet ist,
daß beliebige Drehbeschleunigungen um eine bevorzugte, parallel zur Drehachse (3) des Pendels
verlaufende Achse (X) den vom Pendel abgeleiteten Meßwert nicht beeinflussen.
2. Beschleunigungsmesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägheitsmoment
des Pendels um seine Drehachse (3) gleichgemacht ist dem Produkt aus seiner gesamten
Masse, dem Abstand (ä) des Pendelschwerpunktes (5) von der Drehachse (3) und dem
Abstand (r) der Pendeldrehachse (3) von der bevorzugten Achse (Z), um welche die gesamte
Pendelanordnung rotieren kann.
3. Beschleunigungsmesser nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Pendeldrehachse
von einem beiderseits fest eingespannten Torsionsstab (5) gebildet ist.
4. Beschleunigungsmesser nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Pendeldrehachse
ein einseitig torsionssteif eingespannter Stab ist, dessen anderes Ende die Pendelmasse
trägt und drehbar gelagert ist.
5. Beschleunigungsmesser nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Torsionsstab
(5) geringe Torsionssteifigkeit, aber große Biegesteifigkeit aufweist.
6. Beschleunigungsmesser nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Torsionsstab (5)
Kreuz- oder I-Profil aufweist.
7. Beschleunigungsmesser nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß an der Befestigungsstelle des biegesteifen Pendelkörpers (6) einander
entsprechende Profilteile des Torsionsstabes (5) gegeneinander abgestützt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 209 519/146 3.62
Priority Applications (3)
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE1125689B true DE1125689B (de) | 1962-03-15 |
Family
ID=6972194
Family Applications (1)
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| Country | Link |
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| DE (1) | DE1125689B (de) |
| GB (1) | GB972826A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4109217A1 (de) * | 1991-03-21 | 1992-04-23 | Bosch Gmbh Robert | Beschleunigungssensor |
Families Citing this family (1)
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| CN107314808B (zh) * | 2017-08-14 | 2020-05-05 | 武汉理工大学 | 一种基于扭转光纤光栅的二维振动传感器 |
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1960
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- 1961-07-28 GB GB2745761A patent/GB972826A/en not_active Expired
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Also Published As
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