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DE1124855B - Vorrichtung zum Daempfen der Radialschwingungen einer Spindelhuelse fuer den Schaft einer Spinn- oder Zwirnspindel - Google Patents

Vorrichtung zum Daempfen der Radialschwingungen einer Spindelhuelse fuer den Schaft einer Spinn- oder Zwirnspindel

Info

Publication number
DE1124855B
DE1124855B DES71388A DES0071388A DE1124855B DE 1124855 B DE1124855 B DE 1124855B DE S71388 A DES71388 A DE S71388A DE S0071388 A DES0071388 A DE S0071388A DE 1124855 B DE1124855 B DE 1124855B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
spindle
sleeve
bearing
extensions
damping
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES71388A
Other languages
English (en)
Inventor
Paul Brobecker
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Alsacienne de Constructions Mecaniques SA
Original Assignee
Alsacienne de Constructions Mecaniques SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Alsacienne de Constructions Mecaniques SA filed Critical Alsacienne de Constructions Mecaniques SA
Publication of DE1124855B publication Critical patent/DE1124855B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H7/00Spinning or twisting arrangements
    • D01H7/02Spinning or twisting arrangements for imparting permanent twist
    • D01H7/04Spindles
    • D01H7/045Spindles provided with flexible mounting elements for damping vibration or noise, or for avoiding or reducing out-of-balance forces due to rotation
    • D01H7/048Spindles provided with flexible mounting elements for damping vibration or noise, or for avoiding or reducing out-of-balance forces due to rotation with means using plastic deformation of members

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Support Of The Bearing (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Dämpfen der Radialschwingungen einer Spindelhülse für den Schaft einer Spinn- oder Zwirnspindel Die Erfindung richtet sich auf eine Vorrichtung zum Dämpfen der Radialschwingungen einer das Spindelhalslager und das Spindelfußlager aufnehmenden Spindelhülse für den Schaft einer Spinn- oder Zwirnspindel in Form einer zwischen der Fußlagerhülse und dem Spindellagergehäuse angeordneten elastischen ölbeständigen Muffe, die an ihrer Außen-oder Innenseite profiliert ist, wobei sich die Rippenprofile gegebenenfalls nach außen verjüngen und die Enden der rippenartigen Vorsprünge die zylindrische Innenfläche des Spindellagergehäuses oder die 7ylindrische Außenfläche der Spindelhülse flächig berühren.
  • Spinn- und Zwirnspindeln laufen im allgemeinen mit großer Geschwindigkeit um eine vertikale Achse um, und sie sind in einem Halslager gelagert. Außerdem sind sie in einem an seinem Unterende geschlossenen Lagergehäuse geführt, innerhalb dessen ein Fußlager untergebracht ist.
  • Spindeln dieser Art sollen sich trotz der großen Geschwindigkeiten geräuschlos drehen. Sie müssen aber auch die durch die Unwucht der Spindel oder der von dieser getragenen Spule sowie durch die Einwirkung des Spindelantriebs und durch die Schwankungen in der Fadenspannung hervorgerufenen Schwingungen aufnehmen. Sie müssen ohne weiteres die kritische Geschwindigkeit durchlaufen und ihre Oberschwingungen überschreiten können. Dabei muß die sichere Zentrierung der Spindel innerhalb des Lagergehäuses gewährleistet sein, und zwar unabhängig von der jeweiligen Belastung. Schließlich darf die erforderliche Wartung ein bestimmtes Maß nicht überschreiten.
  • Es sind bereits Dämpfungsvorrichtungen für die Schwingungen der Spinn- oder Zwirnspindeln bekannt. Diese sind mit einer das Hals- und das Fußlager für den Spindelschaft verbindenden Lagerbüchse sowie mit zwei in der Höhe versetzten Bohrungen versehen, die den Durchtritt des Öls von dem Spindellagergehäuse in das Innere der Lagerbüchse ermöglichen. Sie weisen außerdem durchgehende axiale Kanäle innerhalb einer elastisch deformierbaren Muffe zur Schwingungsdämpfung im Bereich des Fußlagers auf. Das Fußlager selbst befindet sich dabei in einem ruhenden Ölbad, während zwischen den beiden in verschiedenem Niveau angeordneten Bohrungen ein Ölumlauf im Ausmaß der aufzunehmenden Schwingungen stattfindet.
  • Es sind aber auch schon Anstrengungen gemacht worden, sowohl das Hals- als auch das Fußlager einem ständigen Kreislauf des Schmiermittels auszusetzen, um dadurch die Dämpfung der Spindelschwingungen zu verbessern. Eine bekannte Ausführungsform sieht hierzu über die gesamte Querschnittsfläche der elastischen Dämpfungsmuffe des Fußlagers verteilte axiale Kanäle vor sowie eine Lagerung der zwischen der Spindellagerbüchse und dem unteren Ende des Spindellagergehäuses angeordneten Muffe auf einer über ihrer ganzen Fläche gelochten oder gitterförmig durchbrochenen Scheibe, die sich in Abstand über dem Boden des Spindellagergehäuses befindet. Die dadurch hervorgerufene Pumpwirkung soll den Ölkreislauf forcieren.
  • Diese bekannten hydraulischen Dämpfungsvorrichtungen arbeiten jedoch nicht völlig zufriedenstellend, und zwar insbesondere dadurch, daß das Öl vielfach starken Bewegungen ausgesetzt ist, wodurch es sich beträchtlich erhitzen kann. Die Folge sind Oxydationserscheinungen des Öls, das auf diese Weise mehr oder weniger schnell seine Schmiereigenschaften einbüßt.
  • Ziel der Erfindung ist es, in Erkenntnis dieser Nachteile der bekannten Anordnungen eine Dämpfungsvorrichtung zu schaffen, die sich ebenso durch ihren einfachen Aufbau wie durch ihre vorteilhafte Wirkungsweise auszeichnet und dadurch ein erhöhtes Maß an Betriebssicherheit gewährleistet. Diese Vorteile werden gemäß der Erfindung dadurch erzielt, daß die Erhöhungen der elastischen Muffe als gegen die radiale Richtung in einer und derselben Richtung geneigte flügelartige Fortsätze ausgebildet sind, und zwar derart, daß die elastischen Fortsätze geringe radiale Drücke aufzunehmen vermögen, größere Drücke hingegen zum Umbiegen der Fortsätze führen und bei stärkerem Umbiegen diese Fortsätze aneinander anliegen und sich gegenseitig abstützen.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, die Durchmesser der Muffe so zu bemessen, daß zwischen der Muffe und der Fußlagerhülse und/ oder dem Spindellagergehäuse ein Spiel vorhanden ist.
  • Auf diese Weise wird eine günstige Dämpfungswirkung erreicht, die hinsichtlich der Druckaufnahmefähigkeit an die insbesondere mit Änderungen der Belastung ständig wechselnden Druckverhältnisse anpassungsfähig ist und ihre Wirkung auch über einen weiten Geschwindigkeitsbereich beibehält, ohne daß irgendwelche Resonanzerscheinungen auftreten können. Da der Dämpfer praktisch nur aus einem einzigen Stück besteht, nämlich der elastischen Muffe, weist die Erfindung auch wirtschaftliche Vorteile auf, zumal weder der Einbau noch der Ersatz einer eventuell unbrauchbar gewordenen Muffe irgendwelche Schwierigkeiten bereitet.
  • Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung zweier besonders zweckmäßiger Ausführungsbeispiele der Erfindung sowie an Hand der Zeichnung, von denen Fig. 1 eine mit einem erfindungsgemäßen Dämpfungsglied versehene Spindel im Axialschnitt, Fig.2 einen Querschnitt nach II-11 in Fig. 1 in vergrößertem Maßstab, Fig.3 eine andere Ausführungsform des Flügelringes im Teilquerschnitt in vergrößertem Maßstab und Fig. 4 bis 7 die Gestalt des Flügelringes unter verschiedenen Betriebsbedingungen zeigen.
  • Die in Fig. 1. dargestellte Spindel besteht aus dem Spindelschaft 1, der in einem oberen Halslager 2 und einem unteren Fußlager 3 umläuft, die in einer Spindelbüchse 4 angeordnet ist, die ihrerseits im Innern des mit 5 bezeichneten Spindellagergehäuses untergebracht ist, dessen glatter oder geriffelter Innenraum gleichzeitig zur Aufnahme des Öls oder einer anderen geeigneten viskosen Druckflüssigkeit dient. Das Gehäuse 5 ist mittels einer auf seinen Gewindeteil 8 aufgeschraubten Mutter 7 an der Spindelbank 6 befestigt. Bei 9 ist der Antriebswirtel und bei 10 der Spulenhalter dargestellt, die beide mit dem Spindelschaft 1 fest verbunden sind.
  • Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Spindelbüchse 4 im Betrieb deformierbar, so daß das Halslager 2 und das Fußlager 3 stets gegeneinander ausgerichtet bleiben. Die Spindelbüchse 4 wird mit ihrem oberen Ende im Gehäuse 5 gehalten. Hierzu dient ein Ring 11 aus biegsamem, elastischem Material, der in entsprechende Ringnuten 12 und 13 in der Büchse 4 und im Gehäuse 5 eingesetzt ist. Der Ring 11 dient gleichzeitig als Dichtung, um ein Entweichen des in der Spindel enthaltenen Öls nach oben zu verhindern.
  • Unmittelbar oberhalb des elastischen Ringes 11 besitzt die Spindelbüchse 4 eine normalerweise nicht an dem Gehäuse anliegende Schulter 15. Diese dient als Anschlag, um die Verformungen des Ringes 11 unter der Einwirkung einer nach unten gerichteten Axialverschiebung des Halslagers 2 gegenüber dem Fuß bei starken Stößen, beispielsweise bei heftigem Aufsetzen einer Spule auf den Spulenhalter 10, zu begrenzen.
  • Im unteren Fußlager 3 ist eine Axialbohrung 17 vorgesehen, die eine ständige Verbindung zwischen diesem Lager und der im Spindellagergehäuse 5 vorgesehenen Ölkammer darstellt, so daß eine dauernde Lagerschmierung gesichert ist. Die Radialbohrungen 18 und 19 in der zylindrischen Wand der Spindelbüchse 4 stellen die Verbindung zwischen dem Inneren und dem Äußeren der Spindellagerung her und bewirken dadurch eine dauernde gute Verteilung des Öls sowohl im Inneren der Büchse 4 als auch im Inneren des Lagergehäuses 5.
  • Das Dämpfungsglied selbst besteht aus einer zylindrischen Muffe 21 aus elastischem, ölbeständigem Material, einem sogenannten Elastomer, wie z. B. einem Kunstgummi, einem Silikongummi, einem Kunstharz, einem Polyamid oder Tetrafluoräthylen. Die Muffe 21 ist im unteren Ende des Spindellagergehäuses 5 zwischen dieses und die Spindelbüchse 4 eingesetzt und ganz von dem Öl umspült, dessen oberer Spiegel mit 22 bezeichnet ist. Zumindest die eine der zylindrischen Flächen der Muffe 21 - beim dargestellten Ausführungsbeispiel die Außenfläche -besitzt flügelartige Fortsätze 23, die gegenüber der Radialriohtung beispielsweise in einem Winkel a (s. Fig. 2) geneigt sind. Sämtliche Flügel 23 sind in der gleichen Richtung geneigt und sie können parallel zu den Erzeugenden der zylindrischen Muffenfläche oder aber auch schraubenförmig auf dieser verlaufen.
  • Die Fortsätze 23 sind einerseits in genügend großem Abstand voneinander angeordnet, so daß das Öl in die Zwischenräume eindringen kann, wenn die Fortsätze 23 bei guter Zentrierung des Schaftes 1 beispielsweise die im unteren Teil der Fig. 2 dargestellte Stellung einnehmen. Diese Flügel befinden sich auf der der Radialverschiebung des Fußlagers entgegengesetzten Seite. Andererseits ist der Abstand der Fortsätze 23 gering genug, um diesen bei stärkeren radialen Drücken ein Umbiegen zu erlauben, wie dies im oberen Teil der Fig. 2 dargestellt ist.
  • Bei der dargestellten Ausführungsform ist der auf die Flügelkanten bezogene Durchmesser der Dämpfungsmuffe etwa gleich dem Innendurchmesser des Spindellagergehäuses 5. Der Innendurchmesser der zylindrischen Oberfläche der Muffe 21 ist jedoch etwas größer als der Durchmesser des Fußlagers, so daß dieses bei leichten radialen Schwingungen die Fortsätze der Muffe noch nicht zu deformieren vermag.
  • Die Muffe 21 ruht im Boden des Lagergehäuses auf einer gelochten Scheibe 24 auf, unter der sich ein Ölreserveraum 25 befindet. Oben wird die Muffe von einer Schulter 26 des Gehäuses in Axialriehtung gehalten. Infolge ihrer Elastizität kann die Muffe unter geringfügigem Zusammendrücken ohne weiteres eingesetzt oder entfernt werden.
  • Eine unterhalb des Halslagers in der Spindelbüchse vorgesehene Bohrung 28 erleichtert das Einfüllen des Öls.
  • Die Dämpfungsmuffe arbeitet folgendermaßen: Ist das Fußlager zentriert, wird es durch eine Ölschicht von gleichmäßiger Dicke von der zylindrischen Wand der Muffe 21 getrennt, und die Zwischenräume zwischen den flügelartigen Fortsätzen der Muffen sind mit Öl gefüllt.
  • Bei der geringsten Radialbelastung des Fußlagers wird an der Seite des Radialdrucks eine geringe Menge Öl aus dem Zwischenraum zwischen dem Lager und der Muffe verdrängt und in Richtung der diametral entgegengesetzten Zone bewegt. Der dieser Bewegung des Öls entgegengesetzte Widerstand stellt bereits eine Dämpfung dar, die bei den niedrigen Frequenzen gering ist, die sich jedoch in gleichem Maße verstärkt, nach welchem die Geschwindigkeit dieser radialen Verschiebungen des Fußlagers zunimmt, d. h., sie verstärkt sich praktisch mit der Steigerung der Umlaufgeschwindigkeit der Spindel.
  • Bei einer größeren Radialverschiebung des Halslagers, wie sie beispielsweise im oberen Teil der Fig. 2 dargestellt ist, ruft das bereits mit der inneren, zylindrischen Oberfläche der Muffe in Berührung stehende Fußlager eine Durchbiegung der in dieser Zone befindlichen Fortsätze hervor, auf die das Halslager sich zubewegt, so daß sich diese Flügel gegeneinander legen und die diese trennenden Zwischenräume sich unter Ausstoß des dieser Bewegung einen Widerstand entgegensetzenden und dadurch die gewünschte Dämpfwirkung erzeugenden Öls zunehmend verengen.
  • Darüber hinaus bewirkt die Elastizität der Flügel einen Gegendruck, der das Fußlager neu zu zentrieren vermag. So stützt sich der in Fig. 2 bei A angedeutete Flügel im Punkt M an der Wand des Gehäuses ab, und er erzeugt dabei einen zur Zylinderoberfläche senkrechten, d. h. in radialer Richtung verlaufenden Gegendruck, der das Halslager in die Achse des Spindelfußes zurückzuführen bestrebt ist. Darüber hinaus ruft die vorzugsweise um den Punkt M in Richtung des Pfeiles f entstehende Schwenkbewegung des Flügels ein Kräftepaar oder ein Gegenmoment C - l hervor, das diesen Flügel gegen den unmittelbar neben bzw. über ihm befindlichen drückt, wobei sich diese Bewegung dann von Flügel zu Flügel in der ganzen Zone, in der diese Flügel vom Fußlager gegen das Gehäuse gedrückt werden, fortsetzt.
  • Durch dieses Gegenmoment, das den Druck unter gleichzeitiger Abschwächung nach und nach auf mehrere Flügel überträgt, wird eine unvermittelte Umkehr der Bewegung sowie jedes Auftreten von Resonanzen und eine Schwingung des Fußlagers und der gesamten von ihm getragenen Teile vermieden.
  • Die beschriebene Dämpfungsvorrichtung läßt also einen sehr weit ausgedehnten Geschwindigkeitsbereich zu, und sie reagiert ohne Eigenresonanz sofort auf die jeweils wirksam werdenden Kräfte.
  • In Fig. 3 ist ein Teil einer anderen Ausführungsform der die flügelartigen Fortsätze 23a tragenden Muffe dargestellt, deren Querschnitt der einzelnen Fortsätze 23a jeweils zum freien Ende hin abnimmt, so daß sich an ihrer Basis am zylindrischen Muffenteil befestigte Fortsätze mit nach außen zunehmender Biegsamkeit ergeben.
  • Die allgemeine Richtung eines jeden Fortsatzes ist gegenüber dem Radius geneigt, wie die beiden Linien A und B in Fig. 3 zeigen, die die beiden Seitenkanten eines Flügels verlängern und die Tangenten an zwei konzentrischen Kreisen C und D bilden.
  • Außerdem läuft jeder der flügelartigen Fortsätze in einer Fläche von nicht zu geringer Größe aus, die im Querschnitt der Länge a in Fig. 3 entspricht. Zweck dieser Anordnung ist es, bei Schwingungen von geringer Amplitude und geringer Intensität die Außenfläche der betroffenen Flügelenden mit der entsprechenden zylindrischen Innenfläche des Spindelgehäuses in Berührung zu halten, so daß die Flügel in diesem Fall nur unter Druckbeanspruchung arbeiten und der vom Gehäuse auf sie einwirkende Gegendruck außerhalb der Achse der Spindelhülse weiterverläuft.
  • Fig. 4 zeigt die allgemeine Gestaltung der flügelartigen Fortsätze, wenn sie keinem Radialdruck ausgesetzt sind, d. h., wenn das Halslager 4 keinerlei Radialschwingungen gegenüber dem Lagergehäuse 5 ausgesetzt ist. Unter diesen Umständen befinden sich die Flügelenden im Bereich der zylindrischen Innenfläche des Gehäuses, und die Flüssigkeit kann in Umfangsrichtung frei zirkulieren.
  • Fig. 5 zeigt die relativen Stellungen der Teile, wenn das Halslager einen Radialdruck in Richtung des Pfeiles F aufnimmt. Die Fortsätze der Muffe stützen sich auf die zylindrische Innenwandung des Spindellagergehäuses und sie arbeiten zunächst unter Druckbeanspruchung, wobei sie eine Art elastischer Anschläge bilden. Steigt die Intensität der einwirkenden Kraft, so beginnen sie etwas unter der Biegebeanspruchung zu arbeiten. Die Flüssigkeit kann in dieser Zone nicht mehr in der Umfangsrichtung zirkulieren, so daß die Fortsätze bei beginnender Berührung mit dem Gehäuse unter Druckbeanspruchung stehen. Dies bewirkt eine Dämpfung leichter oder sehr schneller Schwingungen.
  • Wenn die Kraft F größer wird, nehmen die Fortsätze die aus Fig. 6 ersichtliche Form an, bei der sie eine weit stärkere Biegung aufweisen. Der Querschnitt der zwei nebeneinanderliegenden Fortsätze trennenden Zwischenräume ist wesentlich verringert, un dein Teil der darin befindlichen Flüssigkeit wird somit daraus verdrängt. Da diese Flüssigkeit aber nicht in Umfangsrichtung abziehen kann, muß sie am oberen und unteren Ende der Muffe austreten. Diese Bewegung erzeugt eine weitere Dämpfung, die sich zu der durch die Reaktion der Flügel unter der Einwirkung ihrer Eigenelastizität hervorgerufenen addiert.
  • Bei noch größeren Belastungen, beispielsweise bei Anlaufen mit einer großen Unwucht, biegen sich die Fortsätze, wie in Fig. 7 dargestellt ist, noch mehr, und sie stützen sich schließlich aufeinander ab. Dabei entsteht eine noch stärkere, die größtmögliche Exentrizität des Fußlagers begrenzende Reaktion.
  • In allen Fällen geht die vom Gehäuse auf die Lager übertragene Dämpfungsreaktion niemals durch die Achse dieses Lagers hindurch, so daß dieses nicht beeinträchtigt wird, sondern sich ein sehr wirksamer Dämpfungseffekt ergibt. Mit diesem erfolgt gleichzeitig eine automatische Neuzentrierung.
  • Die Empfindlichkeit des die Dämpfung bewirkenden Organs wird in erster Linie durch die Konsistenz des Elastomers, aus dem die Muffe hergestellt ist, durch die Form der Fortsätze und gegebenenfalls durch die Konsistenz der etwa verwendeten Flüssigkeit bestimmt.
  • Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf das im vorstehenden beschriebene und in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern es sind demgegenüber zahlreiche Abänderungen möglich, ohne daß diese vom Grundgedanken der Erfindung abweichen. So kann die elastische Muffe nicht nur auf ihrer zylindrischen Außenfläche flügelartige Fortsätze aufweisen. Sie kann diese auch auf der zylindrischen Innenfläche oder gleichzeitig auf der Außenfläche und auf der Innenfläche besitzen. Des weiteren kann das Halslager auch an einem anderen Punkt der Länge der Spindelbüchse abgestützt sein sowie gegebenenfalls auch durch andere Mittel als einen elastischen Ring. Die Erfindung läßt sich auch für die Lagerung von Spindeln verwenden, deren Halslager als biegsames Teil ausgebildet ist. Schließlich ist die Erfindung auch bei nicht von einer Flüssigkeit umspülten Dämpfungsgliedern anwendbar.

Claims (2)

  1. PATENTANSPROC:HE: 1. Vorrichtung zum Dämpfen der Radialschwingungen einer das Spindelhalslager und das Spindelfußlager aufnehmenden Spindelhülse für den Schaft einer Spinn- oder Zwirnspindel in Form einer zwischen der Fußlagerhülse und dem Spindellagergehäuse angeordneten elastischen ölbeständigen Muffe, die an ihrer Außenseite oder Innenseite profiliert ist, wobei sich die Rippenprofile gegebenenfalls nach außen verjüngen und die Enden der rippenartigen Vorsprünge die zylindrische Innenfläche des Spindellagergehäuses oder die zylindrische Außenfläche der Spindelhülse flächig berühren, dadurch gekennzeichnet, daß die Erhöhungen der elastischen Muffe (21) als gegen die radiale Richtung in einer und derselben Richtung geneigte flügelartige Fortsätze (23) ausgebildet sind, derart, daß die elastischen Fortsätze geringe radiale Drücke aufzunehmen vermögen (Fig. 4), größere Drücke jedoch zum Umbiegen der flügelartigen Fortsätze (23) führen und bei stärkerem Umbiegen die flügelartigen Fortsätze aneinander anliegen und sich gegenseitig abstützen (Fig. 7).
  2. 2. Dämpfungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchmesser der Muffe (21) so bemessen sind, daß zwischen ihr und der Fußlagerhülse (4) und/oder dem Spindellagergehäuse (5) ein Spiel vorhanden ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschriften Nr. 1023 995, 1099 411; französische Patentschrift Nr. 1126 533; USA.-Patentschrift Nr. 2 350 272.
DES71388A 1960-07-15 1960-11-23 Vorrichtung zum Daempfen der Radialschwingungen einer Spindelhuelse fuer den Schaft einer Spinn- oder Zwirnspindel Pending DE1124855B (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
FR833003A FR78094E (fr) 1960-07-15 1960-07-15 Perfectionnement au montage des broches à filer et à retordre

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Publication Number Publication Date
DE1124855B true DE1124855B (de) 1962-03-01

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ID=8735532

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DES71388A Pending DE1124855B (de) 1960-07-15 1960-11-23 Vorrichtung zum Daempfen der Radialschwingungen einer Spindelhuelse fuer den Schaft einer Spinn- oder Zwirnspindel

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FR (1) FR78094E (de)

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Also Published As

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FR78094E (fr) 1962-06-01

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