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Akustischer und optischer Rufzeichengeber für Klingelanlagen Die Erfindung
betrifft einen akustischen und optischen Rufzeichengeber für Klingelanlagen, wie
sie in Hotels, Büros, Krankenhäusern u. dgl. Verwendung finden.
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Klingelanlagen, die von einer Vielzahl von Stellen aus bedienbar sind,
wie z. B. von den Zimmern eines Hotels, enthalten im allgemeinen eine Schauzeichentafel,
auf der angezeigt wird, von welcher Stelle der Ruf gekommen ist. Eine solche Schauzeichentafel
kann mit einem akustischen Signalgeber, beispielsweise einer Klingel oder einem
Summer, kombiniert sein, die die Aufmerksamkeit auf die Schauzeichentafel lenkt.
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Die Schauzeichentafeln enthalten im allgemeinen so viele Relais, wie
Klingelknöpfe vorhanden sind. Bei Betätigung eines Klingelknopfes wird durch das
entsprechende Relais eine Fallklappe ausgelöst, die als Schauzeichen dient oder
einen sekundären Kreis schließt, der eine Glühlampe zur Beleuchtung der entsprechenden
Nummer u. dgl. enthält.
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Die bekannten Anlagen dieser Art müssen von Hand zurückgestellt werden,
wenn sie einmal betätigt worden waren. Dies bringt jedoch verschiedene Nachmit sich.
Erstens erfordert das Rückstellen eine gewisse; wenn auch kleine Zeit, die jedoch
bei vielen Außenstellen erheblich ins Gewicht fallen kann, insbesondere wenn man
sich zur Rückstellung an den Ort der Schauzeichentafel begeben muß. War die Schauzeichentafel
längere Zeit unbeobachtet, so kann eine Anzahl von Schauzeichen betätigt worden
sein, die Tafel gibt dann keine Auskunft über die Reihenfolge der einzelnen Rufe.
Rufe, die vor längerer Zeit ergangen sind, können jedoch schon überholt sein, und
es wäre deshalb sehr zweckmäßig, wenn nur die Rufe angezeigt würden, die in naher
Vergangenheit ergangen waren.
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Bei Anlagen, bei denen nur sehr selten ein Ruf ergeht oder die nur
zeitweise gebraucht werden, ist es aus Energieersparnisgründen außerdem unzweckmäßig,
einen für die Speisung von Niederspannungseinrichtungen benötigten Transformator
dauernd primärseitig am Netz zu belassen. Eine manuelle Ein-und Ausschaltung ist
jedoch unzweckmäßig, da die manuelle Betätigung erfahrungsgemäß häufig vergessen
wird.
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Es ist bereits eine von einem Klingeltransformator gespeiste Klingelanlage
bekannt, bei welcher von zwei Druckknöpfen aus je eine eigene Klingel für die Dauer
der Betätigung des Druckknopfes eingeschaltet werden kann und bei welcher durch
besondere in den Druckknopfschaltern angebrachte Kontakte auch der Klingeltransformator
jeweils nur für die Dauer der Druckknopfbetätigung eingeschaltet wird. Durch die
Erfindung sollen die weiter oben geschilderten Nachteile der erwähnten Klingelanlagen
in Hotels, Büros und Krankenhäusern beseitigt werden, nämlich die, daß man die Fallklappen
von Hand zurückstellen muß und daß man in der nahen Vergangenheit eingegangene Rufe
nicht erkennen kann.
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Die Erfindung geht von einem akustisch-optischen Rufzeichengeber für
Klingelanlagen aus, der durch einen im Falle eines Rufes einschaltbaren Klingeltransformator
aus dem Wechselstromnetz gespeist ist, mit einer Anzahl von Betätigungsvorrichtungen,
wie Klingelknöpfen od. dgl., und mit einer entsprechenden Anzahl von optischen Anzeigevorrichtungen,
wie Glühlampen, und einem gemeinsamen akustischen Rufgeber.
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Erfindungsgemäß ist bei einem derartigen Rufzeichengeber jeder optischen
Anzeigevorrichtung ein durch die Betätigungsvorrichtung auslösbares, sofort ansprechendes
und verzögert abfallendes Zeitrelais, vorzugsweise ein Thermorelais zugeordnet,
das den Klingeltransformator und die der betätigten 'Betätigungsvorrichtung zugeordnete
optische Anzeigevorrichtung sofort ein- und verzögert ausschaltet.
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Die Fig. 1 und 2 der Zeichnung zeigen zwei Ausführungsbeispiele der
Erfindung.
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Fig. l ist ein Schaltbild einer beispielsweise für ein Hotel bestimmten
Klingelanlage, die aus einem WechselstromnetzS gespeist wird. Mit jedem Klingelknopf
PI bis P8, die sich in den einzelnen Zimmern des Hotels befinden mögen, ist eine
Heizwicklung S1
bis S6 eines Thermorelais B1 bis B6 in Reihe geschaltet.
Alle diese Stromzweige liegen zueinander parallel und gemeinsam in Serie zu einem
akustischen Rufgeber C. Jedes Ihermorelais besitzt eine zwei Kontaktplatinen tragende
Kontaktzunge, die in der Zeichnung T-förmig, dargestellt ist und der zwei getrennte
Kontakte b und b' gegenüberstehen. Über dieses Kontaktpaar jedes Thermorelais ist
eine kleine Glüh-Lampe L1 bis L6 an die Sekundärwicklung eines Klingeltransformators
T angeschlossen, dessen Primärwicklung mit ihrer oberen Klemme an die linke der
Klemmen S und mit ihrer unteren Klemme an alle Klemmen b' der Thermorelais angeschlossen
ist.
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Wenn in der Schaltung nach Fig. 1 ein Klingelknopf, beispielsweise
der Klingelknopf P3, gedrückt wird, so wird ein von der linken Netzklemme S über
den akustischen RufgeberC, den Klingelknopf P3 und die Heizwicklung S3 des Thermorelais
B3 zur rechten Netzklemme S verlaufender Stromkreis geschlossen. Für die Dauer der
Betätigung des Klingelknopfes P3 ist also die Klingel C angeschlossen und zeigt
daher dieBetätigung desKlingelknopfes in einem derHotelzimmer akustisch an. Ferner
wird durch die Betätigung des Klingelknopfes P3 das Thermoreläis B3 erregt und schließt
dadurch, daß seine T-förmige Kontaktzunge die Kontakte b3 und b3 überbrückt, zwei
verschiedene Stromkreise. Der eine Stromkreis verläuft von der linken Klemme des
Wechselstromnetzes S über die Primärwicklung des Klingeltransformators T zum Kontakt
b3 des Thermorelais B3 und schließt sich über die T-förmige Kontaktzunge dieses
Therrnorelais zur rechten Klemme S des Wechselstromnetzes. Der Klingeltransformator
T wird also für die Dauer der Berührung des Kontaktes b3 durch die Kontaktzunge
des Thermorelais B3 an das Netz angeschlossen und liefert daher für diese Dauer
an seinerSekundär-' Seite Spannung. Der zweite Stromkreis verläuft von der oberen
Klemme der Sekundärwicklung des Klingeltransformators T über die Glühlampe L3 zum
Kontakt b3 des Thermorelais: B3 und schließt sich von dort über die T förmige Kontaktzunge
dieses Ihermorelais und den Kontakt b3 zur unteren Klemme der Sekundärwicklung des
Klingeltransformators. Die Glühlampe L3 bleibt also für die Dauer der Schließung
der Kontakte b und b' des Thermorelais B3 an die Sekundärwicklung
des Klingeltransformators angeschlossen. Während der Abfallverzögerung des Thermorelais
B3 kann man also an dem Aufleuchten der Glühlampe L3 bequem erkennen, in welchem
Hotelzimmer der Klingelknopf gedrückt worden ist.
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Die in Fig. 2 dargestellte Ausführungsform der Erfindung unterscheidet
sich von derjenigen nach Fig.1 einerseits dadurch, daß der Rufzeichengeber
C, welcher allen Klingelknöpfen gemeinsam zugeordnet ist, aus der Sekundärwicklung
des Klingeltransformators gespeist wird, jedoch mit einer anderen Spannung als die
den einzelnen Klingelknöpfen zugeordneten Glüh-Lampen. Andererseits unterscheidet
sich die Ausführungsform nach Fig. 2 von derjenigen nach Fig.1 dadurch, daß die
Klingelknöpfe sowohl den Klingeltransformator als auch in Übereinstimmung mit Fig.1
den gemeinsamen akustischen Signalgeber C an das Netz anschließen.
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Wenn in der Schaltung nach Fig. 2 beispielsweise der Klingelknopf
Pl' gedrückt wird, so schließt sieh ein Stromkreis von der linken Netzklemme S über
die Primärwicklung des Klingeltransformators T', die Klemmen m und
n, den Kontakt ä des Klingelknopfes Pi ; einen Kontaktbügel k1 im
Druckknopf, die Heizwicklung S1 im Thermorelais Bi und zurück zur rechten Netzklemme
S. Die Wicklung S1 wird also mit der Primärwicklung des Klingeltransformators
' in Reihe geschaltet, so daß sowohl der Klingeltransformator eingeschaltet
als auch das ThermorelaisBi erregt wird: Dieses Thermorelais spricht also wie bei
der Ausführungsform gemäß Fig. 1 sofort an und überbrückt dadurch seine Kontakte
bi und bi . über den Kontakt bi' und die Tförmige Kontaktzunge des Thermorelais
wird die untere Klemme der Primärwicklung des Klingeltransformators für die Dauer
der Schließung des Kontaktes bi' an die rechte Netzklemme S angeschlossen, so daß
also der Klingeltransformator auch dann erregt bleibt, wenn der Klingelknopf P,'
losgelassen wird. Durch die Überbrückung der Kontaktebi und bi' seitens derT-förmigen
Kontaktzunge des Thermorelais Bi wird die Glühlampe L1 an die Anzapfung der Sekundärwicklung
des Klingeltransformators angeschlossen und leuchtet also so lange auf, wie die
Kontakte bi und bi überbrückt sind. Außerdem wird durch die Betätigung des Klingelknopfes
P; auch der akustische Rufzeichengeber C über die Kontakte a1 -und a1' des
Klingelknopfes sowie über die im Druckknopf eingebaute Kontaktbrücke k1 an die gesamte
von der Sekundärwicklung gelieferte Spannung angeschlossen.
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Somit wird also bei der Ausführungsform nach Fig. 2 die Klingel
C nur so lange ertönen, wie der betreffende Klingelknopf betätigt wird, dagegen
die betreffende Glühlampe so lange aufleuchten, wie die Verzögerungszeit des Thermorelais
läuft.
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An Stelle der Thermorelais kann man als Zeitrelais auch beispielsweise
die als Treppenhausautomaten verwendeten Anordnungen benutzen.