DE1124011B - Antriebsgeraet fuer einfache Pultgeraete, wie Heftgeraete, Locher, Briefoeffner u. dgl., mit schneller Stossbewegung eines Werkzeuges auf ein Gegenwerkzeug - Google Patents
Antriebsgeraet fuer einfache Pultgeraete, wie Heftgeraete, Locher, Briefoeffner u. dgl., mit schneller Stossbewegung eines Werkzeuges auf ein GegenwerkzeugInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Antriebsgerät für einfache Pultgeräte, wie Heftgeräte, Locher,
Brieföffner od. dgl., mit schneller Stoßbewegung eines Werkzeugs auf ein Gegenwerkzeug, mit einem einseitig
offenen Rahmen, dessen unterer Schenkel mit Aufnahmen für das Gegenwerkzeug und dessen
oberer Schenkel mit einer hin- und herbeweglichen Antriebsvorrichtung versehen ist.
Das bekannte Antriebsgerät hat einen großen Platzbedarf, weil das für den jeweiligen Bedarf auszuwählende
Pultgerät in seiner Gesamtheit zwischen die Schenkel des Rahmens des Antriebsgerätes eingeführt
und dort befestigt werden muß. Beim Gegenstand der Erfindung wird dieser Mangel dadurch beseitigt,
daß an die Stirnseite des oberen Schenkels die beweglichen Werkzeuge und in die Aufnahmen
des unteren Schenkels die Gegenwerkzeuge an- bzw. einsetzbar sind. Der Rahmen des Antriebsgerätes ist
in an sich bekannter Weise etwa längs seiner Längsmittelebene geteilt. Bei den einfachen Antriebsgeräten ist der obere Schenkel als beweglicher Hebel
ausgebildet, und zwischen diesem Hebel und den kraftübertragenden Aufnahmen für die beweglichen
Werkzeuge ist eine Feder eingeschaltet. Zum Dämpfen des Rücklaufsschlages ist dem Hebel eine Gummiblase
zugeordnet. Das Antriebsgerät besitzt an der Stirnseite des oberen Schenkels Gegenaufnahmen zur
Befestigung der beweglichen Werkzeuge.
Zum leicht auswechselbaren Ansetzen der Werkzeuge ist eine Sicherung mit Handgriff vorgesehen.
Bei einem Antriebsgerät, das mit einem durch das Arbeitsgut auslösbaren Einschaltfinger nebst einem
Einschaltkontakt versehen ist, ist dem Einschaltfinger zwecks Ausrichtens des Arbeitsgutes vor dem Auslösen
ein breiter Anschlag zugeordnet. Damit das Auslösen des Antriebsgerätes erst nach dem Ende der
Arbeitsbewegung erfolgt, ist dem Einschaltkontakt ein weiterer Kontakt zugeordnet. Ferner ist für die
Auslösung ein an sich bekannter Zeitzumesser vorgesehen. Dieser ist durch den beweglichen Schenkel
steuerbar. Er kann aber auch dem Ausschaltkontakt zugeordnet sein. Dem Ausschaltkontakt kann zum
Verstellen von Hand ein weiterer Hebel zugeordnet sein.
Die Fig. I bis XVI zeigen Beispiele des Erfindungsgegenstandes und kennzeichnender Einzelteile. Es
zeigt
Fig. I den senkrechten Schnitt durch die Längsachse des Antriebsgerätes in seiner einfachsten Form,
Fig. II den Fußhebel zur Betätigung dieses Antriebsgerätes,
Fig. III einen senkrechten Schnitt durch die Längs-
Antriebsgerät für einfache Pultgeräte,
wie Heftgeräte, Locher, Brieföffner u. dgl.,
mit schneller Stoßbewegung eines Werkzeuges
auf ein Gegenwerkzeug
Anmelder:
Kurt Martens Industriebedarf,
Coburg (OFr.), Alexandrinenstr. 5
Coburg (OFr.), Alexandrinenstr. 5
Kurt Martens, Coburg (OFr.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
achse einer Weiterbildung des Antriebsgerätes, bei welcher der Antrieb elektromagnetisch und die Stoßbewegung geradlinig erfolgen,
Fig. IV einen senkrechten Schnitt durch die Längsachse einer Weiterbildung des Antriebsgerätes, bei
welchem der Antrieb durch einen Elektromotor und die Stoßbewegung gleichfalls geradlinig erfolgen,
Fig. V die Draufsicht auf die in der Längsachse des Gerätes verstellbare Materialanlage,
Fig. VI eine Ansicht dieser Materialanlage von vorn,
Fig. VII einen senkrechten Schnitt längs der Linie A-B der Fig. I, III und IV quer zur Längsachse des
Gerätes, wobei diese Zeichnung für Fig. I nur in bezug auf die Bohrungen und ihre Sicherung gilt,
Fig. VIII einen senkrechten Querschnitt durch die Achse des Hebels auf der Linie C-D der Fig. III und IV,
Fig. VIII einen senkrechten Querschnitt durch die Achse des Hebels auf der Linie C-D der Fig. III und IV,
Fig. IX einen senkrechten Schnitt in der Längsachse des Gerätes durch den Ausschalter auf der
Linie E-F der Fig. VIII,
Fig. X das Schaltschema des Gerätes in der Anfangsstellung,
bei welcher der Anschlagkontakt geöffnet und der Ausschalter geschlossen ist,
Fig. XI das Schaltschema des Gerätes in der Arbeitsstellung, bei welchem beide Kontakte geschlossen
sind,
Fig. XII das Schaltschema des Gerätes in der Endstellung, bei dem der Anschlagkontakt geschlossen
und der Ausschalter nach beendetem Arbeitsvorgang geöffnet ist,
Fig. XIII eine bildliche Ansicht des ganzen Gerätes,
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Fig. XIV einen Locher mit Gegenmatrize, ein- rätes hin verlegt und gibt dadurch Raum für den Angerichtet
zur Verwendung in dem Antriebsgerät, trieb. Dieser erfolgt in der Art, daß der auf dem
Fig. XV einen Hefter mit Gegenmatrize, ein- Hebel 1 mittels der Schraube 24 befestigte Weicheisengerichtet
zur Verwendung in dem Antriebsgerät, magnet 23 in eine Spule 25 hineingezogen wird, wenn
Fig. XVI eine Schere, eingerichtet zur Verwendung 5 diese von elektrischem Strom durchflossen wird. Diein
dem Antriebsgerät. . ser Vorgang ist an sich bekannt und hat auf den ver-Die Ausführung des Antriebsgerätes nach Fig. I schiedensten Gebieten Anwendung gefunden. Wird
zeigt den Hebel oder Schenkel 1 schwenkbar um der Strom unterbrochen, so hört augenblicklich die
einen Stift 2 als Achse gelagert, der von dem Rah- magnetische Kraft der Spule 25 auf, und der antriebsmen
3 gestützt wird. Das Kopfende des Hebels 1 ist io seitige Teil des Hebels 1 schlägt durch sein Eigenabgeflacht
für das Ansetzen des Pultgerätes und hat gewicht und das Gewicht des Weicheisenmagneten 23
zwei Bohrungen 4 und 5, in welche die Bolzen 9 und wieder in seine alte Lage zurück. Dieser Rückschlag
10 (Fig. XIV, XV) des Pultgerätes einrasten. Um zu konnte ohne Schwierigkeit durch eine einfache Rückverhindern,
daß die Pultgeräte sich wieder lösen, ist holfeder unterstützt werden, falls das am kopfseitigen
eine Sicherung 6 eingebaut, welche um den Zapfen 7 15 Ende des Hebels 1 wirkende Gewicht der Pultgeräte
drehbar ist und durch den Handgriff 11 bewegt wer- zu groß ist.
den kann. Die Sicherung tritt in die beiden Bohrungen Es ist zweckmäßig, den Rückschlag zu dämpfen
für die Bolzen des Pultgerätes ein und sichert diese. und zu verzögern, damit das Gerät geschont wird und
Die Wirkungsweise dieser Sicherung wird in Fig. VII der Bedienende zwischen den einzelnen Arbeitsbeweanschaulich
gemacht. Diese Zeichnung ist ein Quer- so gungen Zeit hat. Diesem Zweck entspricht in einfachschnitt
auf der Linie A-B der Fig. I. Die Sicherung 6 ster Weise die offene Gummiblase 26. Wird der Weichwird
unter dem Druck der gespannten Feder 8 über eisenmagnet angehoben, so hebt sie sich gleichfalls
die beiden Bohrungen 4 und 5 für die Bolzen des Pult- durch ihre Elastizität. Beim Rückschlag wirkt sie zugerätes
gedrückt. Will man das Pultgerät abnehmen, nächst als Puffer, dann als Verzögerung, da die Luft
so wird die Sicherung mittels des Handhebels 11 aus 25 langsamer aus der öffnung der Gummiblase 26 strömt,
dem Bereich der Bohrungen gedreht, so daß diese als die Rückschlagbewegung des Weicheisenmagneten
wieder frei werden. Die Spannung der Feder 8 be- 23 erfolgt. Diese Funktion der Gummiblase kann
wirkt, daß nach Loslassen des Handhebels 11 die durch ein einfaches Ventil verbessert werden.
Sicherung 6 sich wieder um ihren Zapfen 7 zurück Die Aufnahme des entsprechend ausgebildeten
dreht. 30 Heftgerätes wie auch anderer entsprechend ausgebil-
Der Rahmen 3 in Fig. I besteht im Hinblick auf deter Pultgeräte erfolgt, wie aus Fig. I bekannt, in
die Herstellung zweckmäßigerweise aus zwei Hälften, den Bohrungen 4 und 5, die durch die um die Achse 7
deren Schnittlinie die Längsachse des Gerätes ist. Der drehbare Sicherung 6 gesichert sind. Hier sind jedoch
untere Teil des Rahmens ist bis unter das Kopfende die Bohrungen 4 und 5 für die Aufnahme der Bolzen
des Hebels gezogen und als Bahn für eine Material- 35 der Funktionsgeräte in der Platte 20 angebracht,
anlage 18 ausgebildet. In dem Inneren dieses vorge- welche beiderseits von dem doppelseitigen Rahmen 3
zogenen Teiles des Rahmens 3 befindet sich eine Zug- geführt wird, so daß sie eine geradlinige Bewegung
feder 17, welche den Hebel 1 jeweils nach der Arbeits- entsprechend dem eingezeichneten Pfeil gegen die
bewegung in die Ausgangsstellung zurückzieht. Am Aufnahmen 19 für die Matrizen der Funktionsgeräte
Ende des vorgezogenen Teiles des Rahmens 3 sind die 40 ausführt. Fig. VII ist ein Querschnitt auf der Linie
Aufnahmen 19 für die Matrizen der Pultgeräte ange- A-B dieser Platte und ihrer Führungen. An ihrer
bracht. Rückseite besitzt die Platte 20 eine Einrastung 22. In
Das Antriebsgerät nach Fig. I ist über den Draht- diese greift die Blattfeder 21 ein, welche hier den kopfzug
15 mit dem in Fig. II dargestellten Fußhebel 12 seitigen Teil des Hebels 1 bildet. Durch die Feder 21
verbunden. Dieser ist an der Grundplatte 13 mittels 45 erfolgt die Kraftübertragung auf die Pultgeräte weicher
des Bolzens 14 drehbar befestigt. Der Fußhebel 12 und schonender und ermöglicht bei Überlastung
wird in der Richtung des Pfeiles hinunter getreten durch zu starkes oder hartes Material eine Bewegung
und zieht mittels des Drahtseiles 15 den Hebel 1 aus des Hebels bis zum Ausschalten des Gerätes,
seiner Grundstellung, so daß das Kopfende des He- Die Ausbildung des nach vorn unter die Kopf-
bels 1 auf die Aufnahmen 19 schlägt. Die Druckfeder 50 seite des Hebels 1 gezogenen Teiles des doppelseitigen
16 läßt den Fußhebel nach der Betätigung wieder in Rahmens zu Aufnahmen 19 dei Matrizen der Pultseine
Anfangsstellung zurückschnellen. Derartige Ge- geräte ist aus Fig. I bekannt. Der in Richtung der
rate sind bekannt. Längsachse verschiebbare Materialanschlag 18 trägt
Die flache Kopfseite des Hebels 1 mit den Aufnah- jedoch hier den Anschlagkontakt 35. Dieser Anschlagmen
für die Pultgeräte beschreibt bei ihrer Bewegung 55 kontakt ist nach oben durch den Kontaktfinger 37
einen Kreisbogen um ihren Lagerstift 2, wie der Pfeil verlängert und zusammen mit diesem mittels des BoI-darstellt.
Dies beschränkt die Verwendbarkeit auf zens 38 am Materialanschlag drehbar gelagert. Eine
solche Pultgeräte, die einfach auf eine glatte Unter- feine Kontaktfeder 39 hält den Kontakt offen und den
lage oder Matrize schlagen, wie z. B. Stempel und Kontaktfinger 37 vor dem Materialanschlag 18. Die
Hefter. Beim Lochen können die Lochstempel in ihren 60 Zuleitung für den Anschlagkontakt liegt in Form der
Matrizen klemmen, so daß diese Ausführung des An- lockeren Spirale 47 in dem unteren Teil des doppeltriebsgerätes
dafür weniger geeignet ist. seitigen Rahmens 3.
Fig. III zeigt eine Weiterbildung des Antriebsgerä- In Fig. V und VI ist die Wirkungsweise des Antes.
Hier ist der doppelseitige Rahmen 3 beiderseits schlagkontaktes 35 mit dem Kontaktfinger 37 verdeutdes
Hebels 1 bis zu seinem Kopfende vorgezogen und 65 licht: Wenn das gestrichelt dargestellte Material 50 —
dort zu einer Führung ausgebildet für die bewegliche ein Bogen Papier oder Pappe — angelegt wird, so
Platte 20 mit den Aufnahmen für die Funktionsgeräte. berührt dasselbe den Kontaktfinger 37 erst dann, wenn
Der Lagerstift 2 des Hebels 1 ist zur Mitte des Ge- es durch die Breite des Materialanschlages 18 zwang-
läufig eng au diesem anliegt und damit eine ausreichend genaue Lage hat. Der Kontaktfinger 37 wird
dann zurückgedrückt, und der Anschlagkontakt 35 wird geschlossen.
In Fig. V ist weiter zu erkennen, daß der Materialanschlag 18 auf dem doppelseitigen Rahmen 3 in der
Längsrichtung des Gerätes verschiebbar ist. Dadurch ist es möglich, die verschiedensten Materialgrößen zu
bearbeiten: z. B. einige Bogen Papier am Rande zu heften, einen Stempel in der Mitte des Bogens anzubringen
usw. Um den verschiedensten Formaten und Größen des zu bearbeitenden Materials auch in der
Querrichtung zu entsprechen, trägt der Materialanschlag 18 eine oder zwei Verlängerungen 45 und 46,
die in Richtung zum Material hin zu kleinen Auflagern umgebogen sind, um dieses zu stützen. Die Verlängerungen
45 und 46 sind auf dem Materialanschlag
18 verschiebbar und können durch Rasten in bestimmten, viel gebrauchten Stellungen festgestellt
werden.
Die Fig. V zeigt besonders deutlich die Aufnahmen
19 für die Matrizen der Pultgeräte, die auf diese aufgeschoben werden. Falls notwendig, könnte eine einfache
Sicherung angeordnet werden. Der Materialan-
20 klammer klemmt, ein zu starkes Material gelocht werden soll, eine Adreßplatte sich festsetzt. Das Gerät
würde an sich unter Strom bleiben, und es könnten Schädigungen auftreten. Der Hebel 44 erlaubt in einfacher
Weise, jederzeit den Antrieb abzuschalten.
Der Anschlagkontakt 35 und der Ausschalter 36 stehen im Wechselspiel. Fig. X zeigt ein Schaltschema
des Antriebsgerätes in der Anfangsstellung. Der Anschlagkontakt 35 ist geöffnet, weil der Kontaktfinger
37 durch die feine Kontaktfeder 38 vor dem Anschlag 18 gehalten wird, wie in Fig. III dargestellt. Der Ausschalter
36 ist in der Stellung von Fig. IX geschlossen. In Fig. XI ist nun der Anschlagkontakt geschlossen,
da irgendein Material an den Materialanschlag 18 nach Fig. V angelegt wurde und den Kontaktfinger
37 zurückgedrückt hat. Damit ist der Stromkreis geschlossen. Bei der Ausführung des Gerätes nach
Fig. III wird nun der Weicheisenmagnet 23 in die Spule 25 hineingezogen und schlägt die Platte 20 mit
den Aufnahmen für das Pultgerät in Pfeilrichtung nach unten.
Fig. XII zeigt, wie am Ende der Arbeitsbewegung der Ausschalter 36 in Funktion tritt dadurch, daß die
Kontaktfeder 42 von dem leitenden Metallstreifen 40
schlag 18 ist bis an diese Aufnahmen heran verschieb- as heruntergleitet, wie in Fig. IX dargestellt. Die Arbeitsbar. Seine vorderste Stellung liegt unter der Platte 20, bewegung ist beendet, und das Gerät geht in seine
Ausgangsstellung zurück.
Fig. IV zeigt die Weiterbildung des Gerätes durch
Ausrüstung mit einem Elektromotor. Derartige Klein
weiche in Richtung zu den Aufnahmen 19 der Matrizen herunterstößt.
Auf dem Stift 2 des Hebels 1 ist seitlich neben diesem der Ausschalter 36 mit seinem Handgriff 44 an- 30 motoren sind bei Büromaschinen und anderen Mageordnet.
Dieser Ausschalter ist in Fig. VIII und IX schinen seit langem in Gebrauch. Sie zeichnen sich
genauer dargestellt. Fig. VIII ist ein Querschnitt auf der Linie C-D der Fig. III, Der Hebel 1 ist rechts auf
dem Stift 2 angeordnet, der Ausschalter 36 links neben
der
diesem. Fig. IX ist ein senkrechter Schnitt in Längsrichtung des Gerätes auf der Linie E-F der
Fig. VIII.
Der Ausschalter 36 ist ein Ring aus Isoliermaterial, der auf dem Stift 2 drehbar gelagert ist. Der Stift 2
hat einen Ansatz 43. Wenn der Hebel 1 bewegt wird, dreht sich der mit ihm verbundene Stift 2 und verdreht
dabei über den Ansatz 43 den Ausschalter 36. Auf dem Isoliermaterial des Ausschalters 36 ist etwa
halbseitig der leitende Metallstreifen 40 angebracht. Auf diesem Metallstreifen gleiten die Kontaktfedern
41 und 42. In der Ausgangsstellung des Gerätes, wie sie Fig. IX darstellt, ist der Kontakt geschlossen.
Wenn sich bei Drehung des Stiftes 2 in Pfeilrichtung durch sofortiges Anlaufen bei Einschalten des Stromkreises
aus.
In Fig. IV wird die Drehbewegung des Elektromotors 27 über das Ritzel 28 auf das Zahnrad 29
übertragen. Dieses ist mit der Antriebsscheibe 30 fest verbunden. Diese Antriebsscheibe faßt mit einem
Nocken in eine Gleitbahn des Hebels 1 und formt auf diese Weise ihre Drehbewegung in eine lineare Bewegung
des Hebels 1 um. In der Zeichnung ist der Motor zur Antriebsscheibe 1: 2 untersetzt. Es ist natürlich
auch ein anderes Untersetzungsverhältnis denkbar, das die Möglichkeit ergibt, mit einem kleinen Motor
stärkere Arbeitsleistungen zu erzielen.
Um die Antriebsscheibe 30 in ihrer Ausgangsstellung festzuhalten, ist an dem Rahmen 3 der Feststeller
32 auf dem Ansatz 34 unter der Spannung der Druckfeder 33 befestigt. Bei der Umdrehung der Antriebsscheibe
schaltet der Ausschalter 36 den Motor
der Ring des Ausschalters mit ihm dreht, verläßt bei einer bestimmten Verdrehung die Kontaktfeder 42 50 nach beendeter Arbeitsbewegung aus, und der Festden
leitenden Metallstreifen 40, und der Stromkreis steller springt in die Einfräsung der Antriebsscheibe
ist unterbrochen. Dadurch wird die Spule 25 strom- 30. Die Schwungkraft des Getriebes und des Hebels
los, und der Hebel 1 fällt unter seinem Gewicht und reichen nicht aus, um die Scheibe darüber hinaus zu
dem des Weicheisenmagneten 23 sowie einer eventuell hinzugefügten Rückholfeder in seine ursprüngliche 55
Stellung zurück. Dabei dreht sich der Stift 2 entgegen dem in Fig. IX eingezeichneten Pfeil, nimmt
aber den Ausschalter 36 erst dann mit, wenn ein großer Teil der Rückdrehung erfolgt ist. Auf diese
Weise wird der Arbeitsvorgang für eine kurze Zeit- 60 spanne unterbrochen, so daß der Bedienende Zeit hat,
das gelochte, geheftete oder gestempelte Papier wieder fortzunehmen. Die Zeitdauer dieser Unterbrechung
kann durch die Gummiblase 26 in der Ausführung des Gerätes nach Fig. III beeinflußt werden.
Der Handhebel 44 dient dazu, den Stromkreis von Hand zu unterbrechen, wenn z. B. eine Störung am
angeschlossenen Pultgerät eintritt, etwa, daß eine Heft-
65
drehen.
Die übrigen Einrichtungen des Gerätes nach Fig. IV entsprechen der Fig. III.
Fig. XIII zeigt ein erfindungsgemäß gestaltetes Antriebsgerät mit Elektroantrieb als Ansichtsskizze. Von
den genannten Einzelteilen sind in dieser Skizze zu erkennen: Der Stift des Hebels 2, der doppelseitige
Rahmen 3, die Bohrungen 4, 5 für die Aufnahme der Bolzen der Funktionsgeräte und der Zapfen der
Sicherung 7 sowie der Handhebel 11 zur Betätigung der Sicherung in der Platte 20. Der Materialanschlag
trägt in der Mitte in einer kleinen Ausbiegung den Kontaktfinger 37 und beiderseits die Verlängerungen
mit den Auflagen 45 und 46. Schließlich sind noch die Aufnahmen 19 für die Matrizen der Funktionsgeräte
zu erkennen. Der Handhebel für den Ausschalter 44 ragt in einem Schlitz aus dem Rahmen des Gerätes.
Besonders sind an dieser Zeichnung noch die beiden Hilf saufnahmen 48 und 49 zu nennen, Sie ermöglichen
das Ansetzen eines Funktionsgerätes, das in sich eine ,5 Stoßbewegung ausführt, während seine anderen Teile
stehenbleiben.
Fig. XIV zeigt einen Locher mit Gegenmatrize, eingerichtet zur Verwendung an dem Antriebsgerät. Die
Konstruktion des Lochers entspricht derjenigen der to Handgeräte. Die beiden Lochstempel sind in dem darüberliegenden
Querbalken fest verankert und über diesen mit einer Platte verbunden, welche die Bolzen 9
und 10 für die Bohrungen 4 und 5 der Platte 20 des Antriebsgerätes trägt. Wenn die Platte 20 nach unten
stößt, legt sich zunächst die untere Auflage des Lochers federnd auf das Material, In der weiteren
Bewegung dringen die beiden Lochstempel durch das zu lochende Material in die Matrize. Da die Auflageplatte
federnd mit dem Querbalken verbunden ist, ao wird die Tiefe der Lochung nicht beschränkt. Die Matrize
des Lochers ist gleichzeitig als Spänefanganlage ausgebildet und nach beiden Seiten als Materialauflage
verlängert. In der Mitte trägt sie die Matrize für einen Hefter, so daß bei Übergang zum Heften nur
das eigentliche Funktionsgerät ausgewechselt werden muß.
Fig. XV zeigt einen Hefter zur Verwendung in dem Antriebsgerät. Auch dieser Hefter wird mit seinen
beiden Bolzen 9 und 10 in die Bohrungen 4 und 5 der Platte 20 des Antriebsgerätes eingesetzt. Bei der Bewegung
der Platte gegen die Matrize wird zunächst in der üblichen Form eine Klammer vom Klammerstab
nach unten gedrückt und dann auf der Matrize beiderseits gebogen. Die Zuführung neuer Klammerstäbe erfolgt
nicht wie bisher an der dem Bedienenden abgewandten Seite, sondern von vorn. Der sonst in der
bekannten Art ausgeführte Hefter ist also einfach umgedreht.
Fig. XVI zeigt eine Papierschere, deren Untermesser
in die Aufnahme 19 des Antriebsgerätes eingesetzt wird. Beim Schneiden führt der Bolzen 10 in der Bohrung
5 eine geringfügige Drehung aus, die aber keine Schwierigkeiten bereitet. Die Platte 20 stößt das bewegliche
Obermesser nach unten und schneidet auf diese Weise das dazwischengelegte Material. Die Vorderseite
des Untermessers ist als Auflagetisch ausgebildet. Diese Art Schere wird allgemein in leichter
und kurzer Ausführung als Brieföffner verwandt, mit langen Messern als Papierschere für Bürozwecke.
Claims (12)
1. Antriebsgerät für einfache Pultgeräte, wie Heftgeräte, Locher, Brieföffner od. dgl., mit
schneller Stoßbewegung eines Werkzeuges auf ein Gegenwerkzeug, mit einem einseitig offenen Rahmen,
dessen unterer Schenkel mit Aufnahmen für ein Widerlager und dessen oberer Schenkel mit
einer hin- und herbeweglichen Antriebsvorrichtung versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß an
die Stirnseite des oberen Schenkels die beweglichen Werkzeuge und in die Aufnahmen des
unteren Schenkels die Gegenwerkzeuge an- bzw. einsetzbar sind.
2. Antriebsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sein Rahmen in an sich bekannter
Weise etwa längs seiner Längsmittelebene geteilt ist (Fig. XIII).
3. Antriebsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Hebel (1) und
kraftübertragenden Aufnahmen (4, 5) eine Feder (21) eingeschaltet ist (Fig. III und IV). ,, /
4. Antriebsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Hebel(l) zum Dämpfen
des Rücklaufschlages eine Gummiblase (26) zu-? geordnet ist (Fig. III). ! ,
5. Antriebsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beweglichen Werkzeuge
mittels Gegenaufnahmen (9 und 10) an die Stirnseite des Antriebgerätes ansetzbar sind (Fig. I,
III, IV, VII und XIII bis XV).
6. Antriebsgerät nach Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß zum leicht auswechseln
baren Ansetzen der beweglichen Werkzeuge eine Sicherung (6) mit Handgriff (11) vorgesehen ist
(Fig. I, III, IV und VII).
7. Antriebsgerät nach Anspruch 1 mit einem durch das Arbeitsgut auslösbaren Einschaltfinger
nebst Einschaltkontakt, dadurch gekennzeichnet, daß dem Einschaltfinger (37) zwecks Ausrichtens
des Arbeitsgutes (50) vor dem Auslösen ein breiter Anschlag (18) zugeordnet ist (Fig. V).
8. Antriebsgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß dem Einschaltkontakt (35) ein
das Ausschalten erst nach der Beendigung der Arbeitsbewegung bewirkender weiterer Kontakt (36)
zugeordnet ist (Fig. Ill, IV, VIII bis XII).
9. Antriebsgerät nach Ansprüchen 1 sowie 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß zu seinem
Auslösen ein an sich bekannter Zeitzumesser vorgesehen ist.
10. Antriebsgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Zeitzumesser durch den
Hebel (1) steuerbar ist.
11. Antriebsgerät nach Ansprüchen 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Zeitzumesser dem
Ausschaltkontakt (36) zugeordnet ist (Fig. VIII und IX).
12. Antriebsgerät nach Ansprüchen 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß dem Ausschaltkontakt
(36) zum Verstellen von Hand ein weiterer Hebel (44) zugeordnet ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Britische Patentschrift Nr. 463 468; USA.-Patentschriften Nr. 1807170, 1940 980,
088 350, 2 093 689, 2 252 886, 2 272 533, 2 403 947, 500 217, 2 656 537, 2 706 293, 2 770 805.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
© 209 510/8 2.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM42345A DE1124011B (de) | 1959-08-04 | 1959-08-04 | Antriebsgeraet fuer einfache Pultgeraete, wie Heftgeraete, Locher, Briefoeffner u. dgl., mit schneller Stossbewegung eines Werkzeuges auf ein Gegenwerkzeug |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEM42345A DE1124011B (de) | 1959-08-04 | 1959-08-04 | Antriebsgeraet fuer einfache Pultgeraete, wie Heftgeraete, Locher, Briefoeffner u. dgl., mit schneller Stossbewegung eines Werkzeuges auf ein Gegenwerkzeug |
Publications (1)
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| DE1124011B true DE1124011B (de) | 1962-02-22 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM42345A Pending DE1124011B (de) | 1959-08-04 | 1959-08-04 | Antriebsgeraet fuer einfache Pultgeraete, wie Heftgeraete, Locher, Briefoeffner u. dgl., mit schneller Stossbewegung eines Werkzeuges auf ein Gegenwerkzeug |
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| Country | Link |
|---|---|
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1959
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