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DE1122471B - Verfahren zum Abdichten eines Bohrloches, eines Schachtes od. dgl. - Google Patents

Verfahren zum Abdichten eines Bohrloches, eines Schachtes od. dgl.

Info

Publication number
DE1122471B
DE1122471B DED29089A DED0029089A DE1122471B DE 1122471 B DE1122471 B DE 1122471B DE D29089 A DED29089 A DE D29089A DE D0029089 A DED0029089 A DE D0029089A DE 1122471 B DE1122471 B DE 1122471B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
shaft
borehole
boreholes
expansion
surrounding
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED29089A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Carl-Hans Biedendieck
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
DEILMANN C BERGBAU GmbH
Original Assignee
DEILMANN C BERGBAU GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by DEILMANN C BERGBAU GmbH filed Critical DEILMANN C BERGBAU GmbH
Priority to DED29089A priority Critical patent/DE1122471B/de
Publication of DE1122471B publication Critical patent/DE1122471B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B33/00Sealing or packing boreholes or wells
    • E21B33/10Sealing or packing boreholes or wells in the borehole
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D1/00Sinking shafts
    • E21D1/10Preparation of the ground
    • E21D1/16Preparation of the ground by petrification

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Investigation Of Foundation Soil And Reinforcement Of Foundation Soil By Compacting Or Drainage (AREA)

Description

  • Verfahren zum Abdichten eines Bohrloches, eines Schachtes od. dgl. Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Abdichten eines Bohrloches, Schachtes od. dgl. bzw. zur Verfestigung der dieses Bauwerk umgebenden Gebirgsschichten durch Aufbau eines elektrischen Gleichstromfeldes zwischen dem metallischen Ausbau des Bohrloches, Schachtes od. dgl. oder Teilen dieses Ausbaues und Gegenelektroden im umgebenden Gebirge.
  • Schächte, die in nicht verfestigten Schichten niedergebracht sind, erfordern einen kostspieligen Ausbau mit hoher Festigkeit als statisch tragendes Element, da das Gebirge zur Lastaufnahme nicht mit herangezogen werden kann. Außerdem muß bei Wasserführung des Gebirges der Ausbau durch geeignete Materialwahl gegen die in der Regel beträchtlichen Wasserdrücke abgedichtet werden. Bei den Ausbau durch Verformung in Mitleidenschaft ziehenden Gebirgsbewegungen ergeben sich inbesondere Schwierigkeiten hinsichtlich der Aufrechterhaltung der Wasserdichtigkeit, wobei im Falle aufgetretener Beschädigungen sehr kostspielige Erneuerungsarbeiten im Ausbau erforderlich werden.
  • Man ist deshalb bereits dazu übergegangen, unverfestigte Gebirgsschichten durch Injektion von Bindemitteln zu verfestigen, die beim Abteufen der Schächte durch im Schachtquerschnitt angesetzte Bohrlöcher oder aus außerhalb des Schachtzylinders niedergebrachten Bohrlöchern in die abzudichtenden und zu verfestigenden Schichten eingepreßt werden.
  • Dieses Verfahren eignet sich jedoch nicht für die Verfestigung von Schichten aus Feinsanden oder Schichten mit starkem Tongehalt mit geringer Durchlässigkeit. Dies gilt auch dann, wenn man aus Mehrstoffkomponenten zusammengesetzte Bindemittel verwendet und durch chemische Reaktion die Ausfüllung des Porenraumes bewirken will.
  • Es ist bereits bekannt, eine Abdichtung und Verfestigung von Schichten durch Aufbau eines elektrischen Gleichstromfeldes zwischen Metallelektroden zu bewirken. Bei diesem Verfahren werden in dem Gleichstromfeld an der Kathode aus einer Lösung ionenbildenden Verbindung die ionisierten Verbindungsbestandteile, bei Verwendung einer Metallsalzlösung also Metallionen, ausgefällt, die als Niederschlag den vom Grundwasser erfüllten Porenraum ausfüllen und damit eine Abdichtung und eine verfestigende Bindung des Grundmaterials bewirken. Dieses Verfahren läßt sich auch in rein tonigen Schichten zur Anwendung bringen, wobei unter Zusatz von hydrolisiertem Aluminium eine Änderung des Hydratwassergitters und damit eine Verfestigung dieser Schichten erzielt werden kann. Es ist auch bekannt, daß sich dieses Verfahren nicht nur auf die Abdichtung und Verfestigung von geschütteten Böden, sondern auch auf die Abdichtung und Verfestigung von Beton anwenden läßt.
  • Auch ist ein elektrolytisches Verfahren bekannt geworden, das den Zweck hat, Ausfällungen zum Zweck der Abdichtung der salzwasserführenden Schichten in Salzbergwerken herbeizuführen. Dieses Verfahren läßt sich lediglich bei Vorhandensein von Wässern mit ohnehin hohem Elektrolytgehalt verwenden, d. h., es beschränkt sich grundsätzlich nur auf die Anwendung im Salzbergbau. Darüber hinaus ist es aber fraglich, ob eine sichere Abdichtung bei derartigen Salzlaugen, die keine Einstoff-, sondern eine Vielstofflösung darstellen, praktisch wirklich erzielt wird. Vielmehr ist anzunehmen, daß sich durch die Vielstofflösung störende Reaktionen nicht vermeiden lassen, die die Gesamtabdichtung dann in Frage stellen und somit das Verfahren, zum Beispiel beim Abteufen eines Schachtes unbrauchbar machen.
  • Im grundsätzlichen Unterschied zu diesen bekannten Verfahren wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren vorgeschlagen, daß eine ionenbildende Verbindung in das außerhalb des Ausbaues aufgebaute Gleichstromfeld eingebracht bzw. in dem Feld unterhalten wird. Durch diese Maßnahme, nämlich geeignete Lösungen in ein Gleichstromfeld einzuleiten, wird eine wesentlich größere Sicherheit, den Abdichtungs- bzw. Verfestigungseffekt zu erzielen, und zwar auch dort, wo die in den Gebirgsschichten vorhandenen Wässer keine ionenbildende Verbindungen enthalten, erreicht. Außerdem ist es im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens ohne weiteres möglich, etwa vorhandene schädliche Ionen durch geeignete Metallsalze zu neutralisieren oder aber mit in den Reaktionsprozeß einzuführen.
  • Bei gleichförmigen Schichtlagen geringer Teufenerstreckungen genügen als Gegenelektroden kurze Strecksonden, während man bei tieferen Schächten die Gegenelektroden entsprechend tief absenken muß. Vorzugsweise werden der Ausbau bzw. die als Elektrode verwendbaren Teile desselben als Kathode geschaltet. Als Gegenelektrode kann man dabei die Verrohrung von den das Bohrloch od. dgl. umgebenden Bohrlöchern, beispielsweise also Gefrierbohrlöchern, verwenden.
  • Die ionenbildende Verbindung, beispielsweise ein Metallsalz, wird dann in die perforierte Stellen aufweisende Verrohrung der mit Wasser gefüllten Bohrlöcher eingeführt. Selbstverständlich ist es auch möglich, die ionenbildende Verbindung in Form einer Suspension den entsprechenden Elektroden aufzugeben. Gegebenenfalls kann man auch so: vorgehen, daß man in den niederzubringenden Verrohrungen im in Frage kommenden Teufenbereich entsprechende Perforationen vorsieht, oder aber die Verrohrung in der entsprechenden Tiefe durch Sprengarbeit öffnet. Das in den Bohrlöchern stehende Wasser wird zur Beschleunigung des Abdichtungsvorganges zweckmäßig etwas angesäuert.
  • Die Einführung der ionenbildenden Verbindung in dem abzudichtenden oder zu verfestigenden Schichtbereich kann in weiterer Ausbildung der Erfindung auch dadurch geschehen, daß der Schachtausbau bzw. bei Bohrlöchern die Bohrlochverrohrung mit in das Gebirge vorstoßenden Bohrlöchern versehen wird, aus denen die ionenbildende Verbindung in das Gleichstromfeld eingebracht wird.
  • Eine weitere Möglichkeit zur Durchführung des Grundprinzips der Erfindung besteht darin, daß man den leitenden Ausbau des Bohrloches bzw. Schachtes bzw. die als Elektrode verwendbaren Teile dieses Ausbaus als Anode und die Gegenelektroden als Kathode schaltet, wobei zwischen Anode und Kathode ein mit der Anode in leitender Verbindung stehender Mantel aus Metall eingebracht wird. Bei den sich ergebenden elektrolytischen Vorgängen zwischen Kathode und Anode findet in diesem Falle ein Abwandern des Metalls von dem Metallmantel in Richtung der den Ausbau umgebenden Gegenelektroden und damit eine Verdichtung der diesen Mantel umgebenden Schichten statt, während sich im eingangs geschilderten Falle die Metallionen aus der Elektrolytlösung in Richtung des als Kathode geschalteten Ausbaus bewegen und in dessen Umgebung Undichtigkeiten abdichten bzw. die den Schacht umgebenden Schichten verfestigen. Aus diesen Ergebnissen des erfindungsgemäßen Verfahrens folgt, daß sich dieses Verfahren auch hervorragend zum Korrosionsschutz für alle an die Kathode angeschlossenen Metallteile des Ausbaus des Bohrloches bzw. Schachtes verwenden läßt. Bei Undichtigkeiten im Ausbau bzw. in der Verrohrung ergibt sich bei deren Schaltung als Kathode ein Niederschlag, der aus dem Elektrolyten austretenden Metallionen und damit eine automatische Schichtbildung, die bei geeigneter Wahl der Zusammensetzung des Elektrolyten einen einwandfreien Korrosionsschutz gewährleistet. Selbstverständlich läßt sich das Prinzip auch bei Umkehr der Schaltung zur Anwendung bringen, man muß nur dann dafür sorgen, daß der die Anode umgebende Metallmantel in solcher Nähe - der zu dichtenden Verrohrengen verläuft, daß mit Sicherheit ein Beschlag dieser Verrohrungen mit dem Metall des Mantels gewährleistet ist.
  • Besonders zweckmäßig ist das Erfindungsprinzip für die Abdichtung älterer Untertagebauwerke, die aus irgendwelchen Gründen undicht geworden sind. Es wird in den meisten Fällen möglich sein, in diesen Bauwerken ein Netz od. dgl. unterzubringen, das die Schaltung dieses Bauwerkes als Elektrode des gemäß der Erfindung Verwendung findenden elektrostatischen Feldes ermöglicht. Durch Niederbringen von Bohrlöchern in die Teufe der Undichtigkeiten und Auffüllen dieser Bohrlöcher mit dem Elektrolyten ist es nach Anlegen des elektrischen Feldes ohne Schwierigkeiten möglich, die Abdichtung solcher leckgewordenen Untertagebauten durchzuführen.
  • Eine weitere Möglichkeit zur Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, nach Abdichtung und Verfestigung der ein Bohrloch umgebenden Gebirgsschichten nach dem im vorhergehenden beschriebenen Verfahren im Bereich der verfestigten Schichten einen Schacht od. dgl. abzuteufen.
  • Die vorstehende Beschreibung der Erfindung an dem Beispiel der Abdichtung einer Verrohrung oder eines Schachtes dient selbstverständlich nicht zur Beschränkung des Erfindungsprinzips. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit des erfindungsgemäßen Verfahrens ergibt sich für den Fachmann von selbst auch für andere Untertageräume, die horizontal als Tunnel oder als Schrägstollen aufgefahren sind. Die Zuführung der Elektrolyten erfolgt in diesem Falle zweckmäßig durch von Übertage niedergebrachte Bohrlöcher oder aus durch die Wandung des Untertageraumes gebohrte Löcher.

Claims (10)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Abdichtung eines Bohrloches, Schachtes od. dgl. bzw. zur Verfestigung der dieses Bauwerk umgebenden Gebirgsschichten durch Aufbau eines elektrischen Gleichstromfeldes zwischen dem metallischen Ausbau des Bohrloches, Schachtes od. dgl. oder Teilen dieses Ausbaus und Gegenelektroden im umgebenden Gebirge, dadurch gekennzeichnet, daß eine ionenbildende Verbindung in das außerhalb des Ausbaus aufgebaute Gleichstromfeld eingebracht bzw. in dem Feld unterhalten wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß unter Schaltung des leitenden Ausbaus des Bohrloches, Schachtes od. dgl. oder Teilen desselben als Anode und Schaltung der Gegenelektroden als Kathode zwischen Anode und Kathode ein mit der Anode in leitender Verbindung stehender Mantel aus Metall eingebracht wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausbau bzw. die Teile des Ausbaus des Bohrloches, Schachtes od. dgl. als Kathode geschaltet werden.
  4. 4. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die Verwendung der Verrohrung von den das Bohrloch od. dgl. umgebenden Bohrlöchern, wie Gefrierbohrlöchern, als Gegenelektroden.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die ionenbildende Verbindung, beispielsweise ein Metallsalz, in die mit einer perforierten Wandung versehenen, mit Wasser gefüllten Bohrlöcher eingeführt wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das in den Bohrlöchern stehende Wasser schwach angesäuert wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 5 und/oder 6, gekennzeichnet durch die Verwendung von im wasserführenden Bereich des Gebirges perforierten Verrohrungen. B.
  8. Verfahren nach Anspruch 5 und/oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die niedergebrachten Verrohrungen im wasserführenden Bereich des Gebirges geöffnet werden.
  9. 9. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrlochverrohrung bzw. der Schachtausbau mit in das Gebirge vorstoßenden Bohrlöchern versehen wird, aus denen die ionenbildende Verbindung in das Gleichstromfeld eingebracht wird.
  10. 10. Abänderung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß nach Abdichtung und Verfestigung der ein Bohrloch umgebenden Gebirgsschichten im Bereich der verfestigten Schichten ein Schacht od. dgl. abgeteuft wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 184 965; USA.-Patentschrift Nr. 2 035 214.
DED29089A 1958-10-06 1958-10-06 Verfahren zum Abdichten eines Bohrloches, eines Schachtes od. dgl. Pending DE1122471B (de)

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Publications (1)

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DE1122471B true DE1122471B (de) 1962-01-25

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DED29089A Pending DE1122471B (de) 1958-10-06 1958-10-06 Verfahren zum Abdichten eines Bohrloches, eines Schachtes od. dgl.

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE184965A (de) *
US2035214A (en) * 1933-10-06 1936-03-24 Bailey Joshua Printing type

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE184965A (de) *
US2035214A (en) * 1933-10-06 1936-03-24 Bailey Joshua Printing type

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