DE11212C - Erweitertes Verfahren, schlagende Wetter zu vernichten, gefahrlose Wetterzehrlampe und Vorrichtungen an Sicherheitslampen, um mittelst derselben schlagende Wetter zu vernichten. (2 - Google Patents
Erweitertes Verfahren, schlagende Wetter zu vernichten, gefahrlose Wetterzehrlampe und Vorrichtungen an Sicherheitslampen, um mittelst derselben schlagende Wetter zu vernichten. (2Info
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- F21L—LIGHTING DEVICES OR SYSTEMS THEREOF, BEING PORTABLE OR SPECIALLY ADAPTED FOR TRANSPORTATION
- F21L23/00—Non-electric hand-lamps for miners
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- G01—MEASURING; TESTING
- G01N—INVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
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Description
1880.
GUIDOKOERNERINFREIBERG(KONIGR-SaCHSEn). \
Erweitertes Verfahren, schlagende Wetter zu vernichten, gefahrlose Wetterzehrlampe und
Vorrichtungen an Sicherheitslampen, um mittelst derselben schlagende Wetter zu vernichten.
Zweites Zusatz-Patent zu No. 6179 vom 22. December 1878.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. Januar 1880 ab.
Längste Dauer: 21. December 1893.
Längste Dauer: 21. December 1893.
Das durch Reichs-Patent No. 7469 geschützte Verfahren zur Vernichtung von Schlagwettern
hat durch ausgedehnte Versuche in der Praxis folgende Veränderungen bezw. Ergänzungen erfahren.
Es hat sich gezeigt, dafs die auf den Contacterscheinungen
des Platins und der zur Platingruppe gehörenden Metalle (Platin, Palladium,
Rhodium, Osmium, Iridium) beruhende Vernichtung der Schlagwetter erheblich begünstigt
wird, wenn diese Metalle einer erhöhten Temperatur ausgesetzt werden. Diese Temperatur
darf jedoch, um jeder Gefahr einer Explosion vorzubeugen, die Weifsglut nicht erreichen.
Als Contactmetall ist sowohl Platin als auch jedes andere zur Platingruppe gehörende Metall
verwendbar.
Die Erhitzung dieser Metalle kann auf verschiedene Weise erfolgen: z. B. durch den galvanischen
Strom. Zu diesem Zweck wird ein Körper, welcher Wärme und Elektricität nicht leidet, z. B. Glas, mit einem dünnen Ueberztig
eines Platinmetalls versehen und durch letzteren ein elektrischer Strom geleitet; der Grad der
Erwärmung ist durch die Stärke des Stromes zu reguliren.
Eine andere Art, eine höhere constante Temperatur zu erzeugen, ist folgende:
Die Platinmetalle haben die Eigenschaft, Wasserstoff- undKohlenwasserstoff- Verbindungen,
z. B. Spiritus, Petroleum, Ligroin, Benzin etc., unter bedeutender Wärmeentwicklung zu oxydiren,
jedoch ohne die Grenze der dunklen Rothglut zu übersteigen.
Zu diesem Zweck ist auf dem Brenner einer Lampe, die mit Wasserstoff oder Spiritus, Petroleum,
Ligroin etc. gefüllt ist, ein mit einem Platinmetall überzogener Glaskörper, oder besser
ein geschlossener Hohlcylinder aus porösem Material, Fig. 1 und 2, z. B. dünner Asbestpappe,
plastischer Kohle etc. aufgesetzt, so dafs die verdampfenden Kohlenwasserstoffgase oder
die Wasserstoffgase der Lampe in diesen Cylinder oder an den platinirten Glaskörper treten
müssen. Der Cylinder ist mit einem dünnen Ueberzug eines zur Platingruppe gehörenden
Metalls versehen.
Die Wasserstoff- oder Kohlenwasserstoffgase der Lampe diffundiren durch den porösen
Cylinder, werden bei der Berührung mit dem Metallüberzug oxydirt, und entwickeln so viel
Wärme, dafs das Platinmetairin dunkle Rothglut versetzt und auf constanter Temperatur erhalten
wird.
Treten nun von aufsen her die Schlagwetter an das glühende Platinmetall, so werden sie
durch dunkle Verbrennung vernichtet. Da hierdurch die Temperatur nur mäfsig erhöht, nie
aber Weifsglut erreicht wird, so ist jede Gefahr der Explosion durch diesen Apparat ausgeschlossen.
Zum Schutz der Cylinder ist ein Drahtnetz angeordnet.
Soll die Lampe in Thätigkeit gesetzt werden, so ist der poröse Cylinder über einer Flamme
bis zur Rothglut zu erhitzen und die Lampe dann in der Grube aufzustellen.
Auch bei der Sicherheitslampe, wenn dieselbe mit Luftzuführung von oben construirt ist,
ist es möglich, dieses Verfahren mit Erfolg anzuwenden. Es ist zu diesem Zweck ein Ring
von Asbest, welcher mit einem Platinmetall überzogen ist, über der Flamme so anzuordnen,
dafs die der Lampe zugeführte Luft erst den Asbest passiren mufs. Die Flamme besorgt die
Erhitzung des Platinmetalls, auf welchem die dunkle Verbrennung von Schlagwettern vor sich
geht. Wenn der Lampe zu grofse Massen, namentlich explosible Gasgemische, von Schlägwettern
zugeführt werden, verlischt dieselbe ruhig, ohne zu explodiren, da die Schlagwetter
schon auf dem Platinmetall verbrannt sind und an die Flamme nur Kohlensäure und kein
Sauerstoff mehr tritt.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Das Verfahren zur Vernichtung von Schlagwettern, welches beruht auf einer durch die zur Platingruppe gehörenden Metalle (Platin, Palladium, Rhodium, Osmium, Iridium) be-wirkten dunklen Verbrennung unter Anwendung; einer /Temperatur bis zur Rothglut, im wesentlichen wie oben beschrieben.
-Eine gefahrlose Wetterzehrlampe, welche in ihrer ganzen Construction neu und eigenthümlich ist und im wesentlichen besteht aus einer beliebigen Anzahl von Glaskörpern bezw. Cylindern aus einer porösen Masse, welche mit einem Ueberzug .eines zur Platingruppe gehörenden Metalls versehen und auf einem Bassin, welches Wasserstoff oder Spiritus, Petroleum, Ligroin, Benzin oder dergleichen aufzunehmen bestimmt ist, angeordnet sind, im " wesentlichen wie beschrieben und gezeichnet.Ein Ring von mit einem Platinmetall überzogenem Asbest, welcher in Sicherheitslampen eingelegt wird und zur Verzehrung der Schlagwetter dient, welche der Sicherheitslampe zugeführt werden, im wesentlichen wie oben beschrieben.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE11212C true DE11212C (de) |
Family
ID=288484
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT11212D Active DE11212C (de) | Erweitertes Verfahren, schlagende Wetter zu vernichten, gefahrlose Wetterzehrlampe und Vorrichtungen an Sicherheitslampen, um mittelst derselben schlagende Wetter zu vernichten. (2 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE11212C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE753878C (de) * | 1939-12-20 | 1953-04-09 | Aeg | Schlagwettergeschuetztes, mit einem druckfesten Behaelter versehenes elektrisches Schaltgeraet |
| DE927884C (de) * | 1953-02-02 | 1955-05-20 | Oerlikon Maschf | Sicherheitsvorrichtung fuer gasgekuehlte elektrische Maschinen |
-
0
- DE DENDAT11212D patent/DE11212C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE753878C (de) * | 1939-12-20 | 1953-04-09 | Aeg | Schlagwettergeschuetztes, mit einem druckfesten Behaelter versehenes elektrisches Schaltgeraet |
| DE927884C (de) * | 1953-02-02 | 1955-05-20 | Oerlikon Maschf | Sicherheitsvorrichtung fuer gasgekuehlte elektrische Maschinen |
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