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ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK
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Fahrzeuge, die auf Straßen fahren, treffen möglicherweise auf Hindernisse, die den Betrieb des Fahrzeugs beeinträchtigen können. Zum Beispiel können Tiere, die eine Straße überqueren, erfordern, dass ein Benutzer eine Bremse anwendet, um das Fahrzeug anzuhalten. Ein autonomes Fahrzeug, das auf das Hindernis trifft, kann das Hindernis erkennen und kann Komponenten betätigen, um den Fahrzeugbetrieb zu ändern, um sich mit dem Hindernis zu befassen. Weiterhin kann ein Bediener eines nicht-autonomen oder teilweise autonomen Fahrzeugs das Hindernis identifizieren und Komponenten betätigen, um sich mit dem Hindernis zu befassen. Ein erstes Fahrzeug kann Hindernisse erkennen und/oder identifizieren, und Informationen bezüglich des Hindernisses könnten für ein zweites Fahrzeug von Nutzen sein. Jedoch fehlen Systeme, die Fahrzeugen ermöglichen, Informationen über ein Hindernis zu teilen und/oder zu nutzen.
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Figurenliste
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- 1 ist ein Blockdiagramm eines beispielhaften Systems zum Identifizieren eines Ereignisses.
- 2 veranschaulicht ein beispielhaftes Ereignis und eine Aufforderung einer Benutzereingabe.
- 3 veranschaulicht eine beispielhafte tragbare Vorrichtung, die die Aufforderung einer Benutzereingabe beinhaltet.
- 4 ist ein Blockdiagramm eines beispielhaften Prozesses zum Auffordern des Benutzers, das Ereignis zu identifizieren, auf Grundlage von biometrischen Daten des Benutzers.
- 5 ist ein Blockdiagramm eines beispielhaften Prozesses zum Verbreiten eines Ereignisberichts auf Grundlage des identifizierten Ereignisses.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
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Ein System umfasst einen Computer, der programmiert ist, um biometrische Daten über einen Benutzer in einem Fahrzeug zu sammeln. Der Computer ist programmiert, um auf Grundlage der biometrischen Daten einen Benutzer aufzufordern, eine Eingabe an einer tragbaren Vorrichtung bereitzustellen, um ein Objekt zu identifizieren. Der Computer kann ferner programmiert sein, um einen Fahrzeugsensor bei Empfang der Eingabe zu betätigen. Der Computer kann ferner programmiert sein, um den Benutzer bei Empfang einer Anforderung von einem anderen Fahrzeug aufzufordern, das Objekt zu identifizieren. Der Computer kann ferner programmiert sein, um nach einem vorbestimmten Zeitraum, nachdem ein Schwellenwert für die biometrischen Daten erfüllt wurde und keine Benutzereingabe empfangen wurde, das Auffordern zu beenden.
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Die biometrischen Daten können mindestens eine von einer galvanischen Hautreaktion und einer Herzfrequenz des Benutzers beinhalten. Der Computer kann ferner programmiert sein, um den Benutzer aufzufordern, wenn die galvanische Hautreaktion einen Schwellenwert für die galvanische Hautreaktion überschreitet. Der Computer kann ferner programmiert sein, um den Benutzer aufzufordern, wenn die Herzfrequenz einen Herzfrequenzschwellenwert überschreitet.
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Der Computer kann ferner programmiert sein, um eine Nachricht mit der Eingabe von dem Benutzer, der das Objekt identifiziert, an ein anderes Fahrzeug zu senden. Der Computer kann ferner programmiert sein, um erfasste visuelle Daten des Objekts auf einer Anzeige der tragbaren Vorrichtung anzuzeigen. Der Computer kann ferner programmiert sein, um Daten mit einem Fahrzeugsensor zu sammeln und den Benutzer auf Grundlage der Daten von dem Fahrzeugsensor und der biometrischen Daten aufzufordern, eine Eingabe an einer tragbaren Vorrichtung bereitzustellen, um das Objekt zu identifizieren.
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Ein Verfahren umfasst Sammeln von biometrischen Daten über einen Benutzer in einem Fahrzeug und Auffordern eines Benutzers auf Grundlage der biometrischen Daten, eine Eingabe an einer tragbaren Vorrichtung bereitzustellen, um ein Objekt zu identifizieren. Das Verfahren kann ferner Betätigen eines Fahrzeugsensors bei Empfang der Eingabe umfassen. Das Verfahren kann ferner Auffordern des Benutzers bei Empfang einer Anforderung von einem anderen Fahrzeug, das Objekt zu identifizieren, umfassen. Das Verfahren kann ferner Beenden des Aufforderns des Benutzers nach einem vorbestimmten Zeitraum, nachdem ein Schwellenwert für die biometrischen Daten erfüllt wurde und keine Benutzereingabe empfangen wurde, umfassen.
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In dem Verfahren können die biometrischen Daten mindestens eine von einer galvanischen Hautreaktion und einer Herzfrequenz des Benutzers beinhalten. Das Verfahren kann ferner Auffordern des Benutzers umfassen, wenn die galvanische Hautreaktion einen Schwellenwert für die galvanische Hautreaktion überschreitet. Das Verfahren kann ferner Auffordern des Benutzers umfassen, wenn die Herzfrequenz einen Herzfrequenzschwellenwert überschreitet.
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Das Verfahren kann ferner Senden einer Nachricht mit der Eingabe von dem Benutzer, der das Objekt identifiziert, an ein anderes Fahrzeug umfassen. Das Verfahren kann ferner Anzeigen erfasster visueller Daten des Objekts auf einer Anzeige der tragbaren Vorrichtung umfassen. Das Verfahren kann ferner Sammeln von Daten mit einem Fahrzeugsensor und Auffordern des Benutzers auf Grundlage der Daten von dem Fahrzeugsensor und der biometrischen Daten, eine Eingabe an einer tragbaren Vorrichtung bereitzustellen, um das Objekt zu identifizieren, umfassen.
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Außerdem wird eine Rechenvorrichtung offenbart, die dazu programmiert ist, beliebige der vorangehenden Verfahrensschritte auszuführen. Weiterhin wird ein Fahrzeug offenbart, das die Rechenvorrichtung umfasst. Weiterhin wird ein Computerprogrammprodukt offenbart, das ein computerlesbares Medium umfasst, auf dem Anweisungen gespeichert sind, die durch einen Computerprozessor ausgeführt werden können, um beliebige der vorangehenden Verfahrensschritte auszuführen.
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Ein Computer kann programmiert sein, um biometrische Daten über einen Benutzer in einem Fahrzeug zu sammeln und den Benutzer auf Grundlage der biometrischen Daten aufzufordern, eine Eingabe an einer tragbaren Vorrichtung bereitzustellen, um ein Ereignis außerhalb des Fahrzeugs zu identifizieren. Auf Grundlage der Eingabe nach der und als Reaktion auf die Aufforderung ist der Computer ferner programmiert, um das Ereignis zu identifizieren. Durch Integrieren der Benutzereingabe kann der Computer Ereignisse identifizieren, die der Computer üblicherweise nicht mit einem akzeptablen Grad an Konfidenz identifizieren könnte. Weiterhin kann die Benutzereingabe Ereignisse identifizieren, die in Gegenden auftreten, in denen Ereignisse weniger häufig identifiziert werden, z. B. ländliche Gegenden. Somit kann das Ereignis mit höherer Konfidenz mit der Benutzereingabe identifiziert werden, anstatt darauf zu bauen, dass eine gewisse Anzahl von Fahrzeugen Ereignisse identifiziert.
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Im hierin verwendeten Sinne bedeutet „Ereignis“ eine Erkennung eines oder mehrerer identifizierter Objekte auf oder nahe einer Straße. Das heißt, die Objekte können eine Unterbrechung des üblichen Betriebs des Fahrzeugs auf der Straße verursachen, und durch Identifizieren der Objekte und Verbreiten des aus den Objekten identifizierten Ereignisses an ein oder mehrere andere Fahrzeuge können andere Fahrzeuge die Objekte meiden. Beispielhafte Ereignisse beinhalten z. B. Erkennung eines Hindernisses, wie etwa ein Schlagloch oder ein umgestürzter Baum, ein Unfall, eine Straßensperrung, ein kreuzendes Tier, Schlaglöcher, Bauarbeiten usw.
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1 veranschaulicht ein System 100 zum Identifizieren eines Ereignisses in der Nähe eines Fahrzeugs 101. Eine Rechenvorrichtung 105 im Fahrzeug 101 ist programmiert, um gesammelte Daten 115 von einem oder mehreren Sensoren 110 zu empfangen. Zum Beispiel können Daten 115 des Fahrzeugs 101 einen Standort des Fahrzeugs 101, einen Standort eines Ziels usw. beinhalten. Standortdaten können in einer bekannten Form vorliegen, z. B. geografische Koordinaten wie etwa Längengrad und Breitengrad, die über ein bekanntes Navigationssystem erhalten wurden, welches das globale Positionsbestimmungssystem (GPS) verwendet. Weitere Beispiele für Daten 115 können Messungen von Systemen und Komponenten des Fahrzeugs 101 beinhalten, z. B. eine Geschwindigkeit des Fahrzeugs 101, eine Bewegungsbahn des Fahrzeugs 101 usw.
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Die Rechenvorrichtung 105 ist im Allgemeinen für Kommunikation auf einem Netzwerk des Fahrzeugs 101 programmiert, das z. B. einen bekannten Kommunikationsbus beinhaltet. Über das Netzwerk, den Bus und/oder die drahtgebundenen oder drahtlosen Mechanismen (z. B. ein drahtgebundenes oder drahtloses lokales Netzwerk im Fahrzeug 101) kann die Rechenvorrichtung 105 Nachrichten an unterschiedliche Vorrichtungen in einem Fahrzeug 101 übertragen und/oder Nachrichten von den unterschiedlichen Vorrichtungen empfangen, z. B. Steuerungen, Aktoren, Sensoren usw., einschließlich der Sensoren 110. Alternativ oder zusätzlich kann in Fällen, bei denen die Rechenvorrichtung 105 tatsächlich mehrere Vorrichtungen umfasst, das Fahrzeugnetzwerk für Kommunikation zwischen Vorrichtungen verwendet werden, die in dieser Offenbarung als die Rechenvorrichtung 105 dargestellt sind. Des Weiteren kann der die Rechenvorrichtung 105 programmiert sein, um mit dem Netzwerk 125 zu kommunizieren, das, wie nachfolgend beschrieben, verschiedene drahtgebundene und/oder drahtlose Netzwerktechnologien beinhalten kann, z. B. Mobilfunk, Bluetooth®, Bluetooth® Low Energy (BLE), drahtgebundene und/oder drahtlose Paketnetze usw.
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Der Datenspeicher 106 kann einem beliebigen bekannten Typ angehören, z. B. Festplattenlaufwerken, Solid-State-Drives, Servern oder beliebigen flüchtigen oder nichtflüchtigen Medien. Der Datenspeicher 106 kann die von den Sensoren 110 gesendeten gesammelten Daten 115 speichern.
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Die Sensoren 110 können vielfältige Vorrichtungen beinhalten. Zum Beispiel können zahlreiche Steuerungen in einem Fahrzeug 101 als Sensoren 110 betrieben werden, um Daten 115 über das Netzwerk oder den Bus des Fahrzeugs 101 bereitzustellen, z. B. Daten 115 bezüglich Fahrzeuggeschwindigkeit, -beschleunigung, -position, -untersystem und/oder - komponentenstatus usw. Ferner könnten andere Sensoren 110 Kameras, Bewegungsmelder usw. beinhalten, d. h. Sensoren 110, um Daten 115 zum Bewerten eines Standorts eines Ziels, Vorausberechnen eines Pfads eines Ziels, Bewerten eines Standorts einer Fahrspur usw. bereitzustellen. Die Sensoren 110 könnten ebenfalls Kurzstreckenradar, Langstreckenradar, LiDAR und/oder Ultraschallwandler beinhalten.
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Die gesammelten Daten 115 können eine Vielfalt von Daten beinhalten, die in einem Fahrzeug 101 gesammelt werden. Beispielhafte gesammelte Daten 115 sind vorstehend bereitgestellt und darüber hinaus werden Daten 115 im Allgemeinen unter Verwendung eines oder mehrerer Sensoren 110 gesammelt und können zusätzlich Daten beinhalten, die daraus in der Rechenvorrichtung 105 und/oder am Server 130 berechnet werden. Im Allgemeinen können die gesammelten Daten 115 beliebige Daten beinhalten, die durch die Sensoren 110 erhoben und/oder aus derartigen Daten berechnet werden können.
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Das Fahrzeug 101 kann eine Vielzahl von Fahrzeugkomponenten 120 beinhalten. Im hierin verwendeten Sinne beinhaltet jede Fahrzeugkomponente 120 eine oder mehrere Hardwarekomponenten, die dazu ausgelegt sind, eine mechanische Funktion oder einen mechanischen Vorgang auszuführen - wie etwa das Fahrzeug bewegen, das Fahrzeug verlangsamen oder anhalten, das Fahrzeug lenken usw. Nicht einschränkende Beispiele von Komponenten 120 beinhalten eine Antriebskomponente (die z. B. einen Verbrennungsmotor und/oder einen Elektromotor usw. beinhaltet), eine Getriebekomponente, eine Lenkkomponente (die z. B. eines oder mehrere von einem Lenkrad, einer Zahnstange usw. beinhalten kann), eine Bremskomponente, eine Einparkhilfekomponente, eine Komponente für adaptive Geschwindigkeitsregelung, eine adaptive Lenkkomponente und dergleichen.
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Das System 100 kann ferner ein Netzwerk 125 beinhalten, das mit einem Server 130 und einem Datenspeicher 135 verbunden ist. Der Computer 105 kann ferner programmiert sein, um mit einem oder mehreren entfernten Standorten, wie etwa dem Server 130, über das Netzwerk 125 zu kommunizieren, wobei ein derartiger entfernter Standort möglicherweise einen Datenspeicher 135 beinhaltet. Das Netzwerk 125 stellt einen oder mehrere Mechanismen dar, durch die ein Fahrzeugcomputer 105 mit einem Remote-Server 130 kommunizieren kann. Dementsprechend kann es sich bei dem Netzwerk 125 um einen oder mehrere von verschiedenen drahtgebundenen oder drahtlosen Kommunikationsmechanismen handeln, einschließlich jeder beliebigen gewünschten Kombination aus drahtgebundenen (z. B. Kabel und Glasfaser) und/oder drahtlosen (z. B. Mobilfunk, drahtlos, Satellit, Mikrowelle und Funkfrequenz) Kommunikationsmechanismen und jeder beliebigen gewünschten Netzwerktopologie (oder -topologien, wenn mehrere Kommunikationsmechanismen verwendet werden). Zu beispielhaften Kommunikationsnetzwerken gehören drahtlose Kommunikationsnetzwerke (z.B. unter Verwendung von Bluetooth®, BLE, IEEE 802.11, Fahrzeug-zu-Fahrzeug (F2F), wie etwa dedizierte Nahbereichskommunikation (Dedicated Short Range Communications - DRSC) usw.), lokale Netzwerke (local area network - LAN) und/oder Weitverkehrsnetze (wide area network - WAN) einschließlich des Internets, die Datenkommunikationsdienste bereitstellen.
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Das System 100 kann eine tragbare Vorrichtung 140 beinhalten. Im hierin verwendeten Sinne ist eine „tragbare Vorrichtung“ eine mobile Rechenvorrichtung, die eine Struktur beinhaltet, um an einem Körper einer Person tragbar zu sein (z. B. als eine Uhr oder ein Armband, als ein Anhänger usw.) und die einen Speicher, einen Prozessor, eine Anzeige und einen oder mehrere Eingabemechanismen, wie etwa einen Touchscreen, Tasten usw., sowie Hardware und Software für drahtlose Kommunikation, wie hierin beschrieben, beinhaltet. Eine tragbare Vorrichtung 140 weist eine Größe und Form auf, mit der sie an einem Körper einer Person angebracht oder getragen werden kann, z. B. eine uhrähnliche Struktur mit Armbändern usw., und weist somit üblicherweise eine kleinere Anzeige auf als eine Benutzervorrichtung 150, z. B. 1/3 oder 1/4 der Fläche. Zum Beispiel kann die tragbare Vorrichtung 140 eine Uhr, eine Smart Watch, eine vibrierende Vorrichtung usw. sein, die Fähigkeiten zur drahtlosen Kommunikation unter Verwendung von IEEE 802.11, Bluetooth® und/oder Mobilfunkkommunikationsprotokollen beinhaltet. Ferner kann die tragbare Vorrichtung 140 solche Kommunikationsfähigkeiten verwenden, um über das Netzwerk 125 und auch direkt mit einem Fahrzeugcomputer 105 zu kommunizieren, z. B. unter Verwendung von Bluetooth®. Die tragbare Vorrichtung 140 beinhaltet einen Prozessor 145 der tragbaren Vorrichtung.
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Das System 100 kann eine Benutzervorrichtung 150 beinhalten. Im hierin verwendeten Sinne ist eine „Benutzervorrichtung“ eine mobile, nicht tragbare Rechenvorrichtung, die einen Speicher, einen Prozessor, eine Anzeige und einen oder mehrere Eingabemechanismen, wie etwa einen Touchscreen, Tasten usw., sowie Hardware und Software für drahtlose Kommunikation, wie hierin beschrieben, beinhaltet. Die Aussage, dass die Benutzervorrichtung 150 „nicht tragbar“ ist bedeutet, dass sie keine Struktur zur Verfügung hat, mit der sie am Körper einer Person getragen werden kann; zum Beispiel weist ein Smartphone als Benutzervorrichtung 150 keine Größe oder Form auf, mit der es am Körper einer Person angebracht werden kann, und muss üblicherweise in einer Tasche oder Handtasche getragen werden und könnte nur dann am Körper einer Person getragen werden, wenn es mit einem speziellen Gehäuse ausgestattet wäre, z. B. mit einer Befestigung, die sich durch einen Gürtel einer Person schlingt, und somit ist das Smartphone als Benutzervorrichtung 150 nicht tragbar. Dementsprechend kann die Benutzervorrichtung 150 eine beliebige von vielfältigen Rechenvorrichtungen sein, die einen Prozessor und einen Speicher beinhalten, z. B. ein Smartphone, ein Tablet, ein persönlicher digitaler Assistent usw. Die Benutzervorrichtung 150 kann das Netzwerk 125 verwenden, um mit dem Fahrzeugcomputer 105 und der tragbaren Vorrichtung 140 zu kommunizieren. Zum Beispiel können die Benutzervorrichtung 150 und die tragbare Vorrichtung 140 mit Drahtlostechnologien, wie zuvor beschrieben, zur Kommunikation aneinander und/oder an den Fahrzeugcomputer 105 gekoppelt sein. Die Benutzervorrichtung 150 beinhaltet einen Benutzervorrichtungsprozessor 155.
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Der Prozessor 145 der tragbaren Vorrichtung und der Benutzervorrichtungsprozessor 155 können die Rechenvorrichtung 105 anweisen, eine oder mehrere Komponenten 120 zu betätigen. Ein Benutzer kann eine Eingabe an einem Icon auf der Anzeige der tragbaren Vorrichtung 140 bereitstellen, z. B. durch Berühren des Icons. Auf Grundlage der Benutzereingabe kann der Prozessor 145 der tragbaren Vorrichtung den Benutzervorrichtungsprozessor 155 und/oder die Rechenvorrichtung 105 benachrichtigen, um die mit der Eingabe zusammenhängenden Komponenten 120 zu betätigen.
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Die tragbare Vorrichtung 140 kann einen oder mehrere Sensoren 160 der tragbaren Vorrichtung beinhalten. Die Sensoren 160 der tragbaren Vorrichtung können Daten 115 von dem Benutzer sammeln. Bei den Sensoren 160 der tragbaren Vorrichtung kann es sich um eine Vielfalt von Vorrichtungen handeln, z. B. ein Herzfrequenzsensor, ein Sensor für die galvanische Hautreaktion, eine Kamera, ein Mikrofon, ein Beschleunigungsmesser, ein Gyroskop usw. Der Prozessor 145 der tragbaren Vorrichtung kann die Sensoren 160 der tragbaren Vorrichtung anweisen, Daten 115 zu sammeln und den Benutzer auf Grundlage der Daten 115 dazu auffordern, eine Eingabe bezüglich des Ereignisses bereitzustellen.
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2 veranschaulicht ein beispielhaftes Ereignis 200, das durch den Benutzer im Fahrzeug 101 identifiziert wird. Das Fahrzeug 101 fährt auf einer Straße 205. Während es sich auf der Straße 205 befindet, können die Sensoren 110 Daten 115 über Objekte 210 um das Fahrzeug 101 herum sammeln. Die Rechenvorrichtung 105 kann die Daten 115 über die Objekte 210 verwenden, um das Ereignis 200 auf der Straße 205 zu identifizieren. Das heißt, die Rechenvorrichtung 105 kann Informationen speichern, die Datenwerte festlegen, die jedes einer Vielzahl von Ereignissen 200 in dem Datenspeicher 106 und/oder dem Server 130 angeben, und die Rechenvorrichtung 105 kann die gespeicherten Informationen über die Objekte 210 mit den gesammelten Daten 115 vergleichen, um zu bestimmen, ob eines der gespeicherten Ereignisse 200 das Ereignis 200 auf der Straße 205 ist. Zum Beispiel kann die Rechenvorrichtung 105 Bilddaten 115 von Objekten 210, die sich vor dem Fahrzeug 101 auf der Straße 205 bewegen, und Audiodaten 115 von der tragbaren Vorrichtung 140 empfangen, die, wenn sie mit einer bekannten Text-Parsing-Technik geparst werden, das Wort „Wild“ beinhalten. Auf Grundlage der Bilddaten 115 und der Audiodaten 115 kann die Rechenvorrichtung 105 bestimmen, dass die Objekte Wild sind und das Ereignis 200 ein kreuzendes Tier ist.
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In gewissen Situationen kann es sein, dass die durch die Rechenvorrichtung 105 gesammelten Daten 115 keinem der gespeicherten Ereignisse 200 entsprechen. Das heißt, jedes gespeicherte Ereignis 200 kann ein oder mehrere Objekte 210 beinhalten, die erkannt werden, um das Ereignis 200 zu generieren. Beim Erkennen der mit dem Ereignis 200 zusammenhängenden Objekte 210 kann die Rechenvorrichtung 105 das Ereignis 200 generieren und speichern. Die gespeicherten Ereignisse 200 können auf der Identifizierung von Objekten von einer Vielzahl von anderen Fahrzeugen 101 beruhen und im Server 130 gespeichert sein. Somit kann der Server 130 in einer dicht besiedelten Gegend mit einer Vielzahl von Fahrzeugen 101, um Objekte 210 zu identifizieren, mehr Ereignisse 200 speichern und kann die Rechenvorrichtung 105 das Ereignis 200 leichter auf Grundlage der erkannten Objekte 210 identifizieren. Ob ein konkretes Ereignis 200 in dem Server 130 gespeichert ist, kann darauf beruhen, ob ein oder mehrere Fahrzeuge 101 die mit dem Ereignis 200 zusammenhängenden Objekte 210 identifiziert haben. Wenn das Ereignis 200 zum Beispiel in einer weniger besiedelten Gegend auftritt, kann es sein, dass weniger Fahrzeuge 101 Daten 115 über das Ereignis 200 gesammelt haben als in einer dichter besiedelten Gegend.
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Wenn die Rechenvorrichtung 105 das Ereignis 200 nicht identifizieren kann, kann die Rechenvorrichtung 105 einen Benutzer in dem Fahrzeug 101 dazu auffordern, eine Eingabe bereitzustellen, um das Ereignis 200 zu identifizieren. Die Eingabe kann z. B. eine Audioeingabe, die durch ein Mikrofon in der tragbaren Vorrichtung 140 aufgezeichnet wird, eine Texteingabe usw. sein. Der Prozessor 145 der tragbaren Vorrichtung kann die Eingabe an die Rechenvorrichtung 105 senden. In dem Beispiel der 2 kann das Ereignis 200 sein, dass Wild die Straße 205 überquert. Möglicherweise ist kein Ereignis 200 in der Rechenvorrichtung 105 gespeichert, dass Wild die Straße 205 überquert, und somit kann es sein, dass die Rechenvorrichtung 105 nicht in der Lage ist, das Ereignis 200 zu identifizieren. Alternativ oder zusätzlich kann die Rechenvorrichtung 105 mit dem Benutzervorrichtungsprozessor 155 kommunizieren, um den Benutzer auf der Anzeige der Benutzervorrichtung 150 zu einer Eingabe bezüglich des Ereignisses 200 aufzufordern.
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Bei Empfang einer Eingabe von dem Benutzer kann die Rechenvorrichtung 105 das Ereignis 200 identifizieren. Auf Grundlage der Eingabe kann die Rechenvorrichtung 105 einen oder mehrere Sensoren 110 betätigen, damit sie Daten 115 auf Grundlage der Eingabe sammeln. Zum Beispiel kann die Rechenvorrichtung 105 eine bekannte Text-Parsing-Technik verwenden, um die Audioeingabe des Benutzers in Wörter umzuwandeln, die die Rechenvorrichtung 105 analysieren kann, einschließlich Text wie etwa „Wild“. Auf Grundlage des geparsten Texts kann die Rechenvorrichtung 105 unter Verwendung bekannter Techniken einen oder mehrere Sensoren 110 betätigen, um Daten 115 zu sammeln. Zum Beispiel kann die Rechenvorrichtung 105, wenn der geparste Text „Wild“ beinhaltet, eine Kamera 110 betätigen, um Bilddaten 115 der Objekte 210 vor dem Fahrzeug 101 zu sammeln und zu bestimmen, ob sich Wild vor dem Fahrzeug 101 befindet.
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Die Rechenvorrichtung 105 kann bestimmen, das Auffordern des Benutzers, eine Eingabe bezüglich des Ereignisses 200 bereitzustellen, zu beenden. Wenn die Rechenvorrichtung 105 bestimmt, dass der Benutzer keine Eingabe bereitstellen wird und/oder die Objekte 210 passiert wurden, kann die Rechenvorrichtung eine Nachricht an den Prozessor 145 der tragbaren Vorrichtung senden, um das Auffordern des Benutzers auf der Anzeige der tragbaren Vorrichtung 140 zu beenden. Zum Beispiel kann die Rechenvorrichtung 105 bestimmen, das Auffordern des Benutzers nach einem vorbestimmten Zeitraum zu beenden. In einem weiteren Beispiel kann die Rechenvorrichtung 105 bestimmen, das Auffordern des Benutzers bei Empfang von Daten 115 zu beenden, die angeben, dass das Ereignis 200 vorüber ist, z. B., dass keine Tiere mehr die Straße überqueren.
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Die Rechenvorrichtung 105 kann einen Identifizierungskonfidenzwert für die Identifizierung des Ereignisses 200 bestimmen. Im hierin verwendeten Sinne ist ein „Identifizierungskonfidenzwert“ ein numerischer Wert (z. B. zwischen 0 und 1), der die Konfidenz, dass die Rechenvorrichtung 105 das Ereignis richtig identifiziert hat, angibt. Die Rechenvorrichtung 105 kann unter Verwendung bekannter Techniken die Qualität der Daten 115 bewerten, z. B. Bildqualität, Deutlichkeit der erkannten Objekte, Genauigkeit der Daten 115, Richtigkeit der Daten 115, Vollständigkeit der Daten 115 usw., um den Identifizierungskonfidenzwert zu bestimmen. Die Rechenvorrichtung 105 kann eine Nachricht mit dem identifizierten Ereignis 200, dem Identifizierungskonfidenzwert und dem Standort des Fahrzeugs 101 senden. Die Rechenvorrichtung 105 kann programmiert sein, um die Nachricht zu senden, wenn der Identifizierungskonfidenzwert über einem vorbestimmten Konfidenzschwellenwert liegt. Der Konfidenzschwellenwert kann auf Grundlage der Sensoren 110, die zum Sammeln der Daten 115 verwendet werden, und der Zuverlässigkeit der verwendeten Sensoren 110 bestimmt werden.
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Halbautonome und autonome Fahrzeuge können hochauflösende dreidimensionale (3D) Karten zum Navigieren in städtischen Umgebungen aufweisen. Das Standardverfahren für 3D-Objektklassifizierung in einem bekannten Raum wird durch Abgleichen der erfassten 3D-Objekte (von der externen Kamera eingespeist) gegen bekannte 3D-Objekte auf Ähnlichkeit durchgeführt. Jedoch können in Gegenden, die weniger häufig bereist werden (z. B. ländliche Gegenden, Nationalparks usw.), bisher nicht gesehene 3D-Objekte vorhanden sein. Die Klassifizierung unbekannter 3D-Objekte kann eine Darstellung in einer Art und Weise, die die globalen und lokalen Eigenschaften des Objekts erfasst, erfordern. Dies kann durch Erzeugen eines 3D-Deskriptors erreicht werden, der markante Formeigenschaften des Objekts zusammenfasst.
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Die 3D-Objektklassifizierung kann durch Zuordnen der 3D-Objekte in eine eines Satzes von zuvor definierten 3D-Objektklassen durchgeführt werden. Üblicherweise kann eine Lerntechnik verwendet werden, um markante Punkte an den neuen 3D-Objekten zu identifizieren. Die Muster dieser markanten Punkte werden dann verwendet, um einen Klassifizierer für Objektklassenidentifizierung zu trainieren, indem die Muster unter Verwendung von Koordinatentransformation auf eine zweidimensionale (2D) Karte überführt werden. Vor dem Abbilden der markanten Muster auf die 2D-Ebene wird den markanten Mustern durch den Klassifizierer ein Konfidenz-Score zugeordnet. Die mögliche Spanne der Klassifiziererkonfidenz-Scores könnte in eine Anzahl von Binärdateien diskretisiert werden. Wenn der Konfidenz-Score nicht innerhalb einer spezifischen Untermenge von Binärdateien liegt, kann um eine Eingabe eines menschlichen Benutzers nachgesucht werden.
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Eine Matrix des markanten Merkmals kann durch Anwenden eines systemnahen Operators (z. B. Gauß‘sche absolute Krümmung oder mittlere Krümmung) erzeugt werden, um lokale Eigenschaften der Fläche durch Berechnen eines einzelnen Merkmalswerts vi für jeden Punkt pi auf einem Flächengitter zu extrahieren. Der niederrangige Merkmalswert für jeden Punkt pi auf dem Flächengitter kann in einen mittelrangigen Merkmalsvektor für eine gegebene Nachbarschaftsbegrenzungsspezifikation aggregiert werden. Dies könnte durch Erzeugen lokaler Histogramme der niederrangigen Merkmale erreicht werden, die verwendet werden könnten, um einen Mehrfachklassen-Klassifizierer zu trainieren, z. B. eine Support-Vector-Maschine (SVM), um Scores der Zugehörigkeit des Punkts pi zu jeder der existierenden Klassen yi zu bekommen. Zum Beispiel könnte ein Fall mit 3 Klassen zu 3 Scores führen: Score(ya|pi), Score(yb|pi), Score(yc|pi). Durch Umwandeln dieser Scores in Wahrscheinlichkeit der Zugehörigkeiten P(ya|pi)>P(yb|pi)>P(yc|pi) könnte die wahrscheinlichste Klasse von pi bestimmt werden als ya.
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Die tragbare Vorrichtung 140 kann, wie vorstehend beschrieben, Sensoren 160 beinhalten, die biometrische Daten 115 des Benutzers sammeln. Die biometrischen Daten 115 können z. B. Hauttemperatur, galvanische Hautreaktion, Herzfrequenz usw. beinhalten. Zum Beispiel können galvanische Hautreaktionsdaten 115 die elektrische Leitfähigkeit (gemessen in Mikrosiemens oder µS) der Haut des Insassen messen, d. h. die Fähigkeit, dass Elektrizität über die Haut des Insassen geleitet wird. Ein Benutzer mit einer schweißnassen Haut (z. B. bei Bemerken eines bevorstehenden Ereignisses 200, das die Aufmerksamkeit des Benutzers erhöht) würde eine höhere Leitfähigkeit aufweisen als ein Benutzer mit trockener Haut. Die biometrischen Daten 115 können verwendet werden, um dem Prozessor 145 der tragbaren Vorrichtung zu signalisieren, den Benutzer zu einer Eingabe aufzufordern. Wenn zum Beispiel die elektrische Leitfähigkeit des Benutzers über einem vorbestimmten Schwellenwert für die galvanische Reaktion (z. B. ein Wert größer als die Leitfähigkeit von trockener Haut und geringer als die Leitfähigkeit nasser Haut) liegt, dann kann der Prozessor 145 der tragbaren Vorrichtung den Benutzer dazu auffordern, das Ereignis 200 zu identifizieren. In einem weiteren Beispiel kann der Prozessor 145 der tragbaren Vorrichtung den Benutzer dazu auffordern, das Ereignis 200 zu identifizieren, wenn der Herzfrequenzsensor 160 bestimmt, dass die Herzfrequenz über einem Herzfrequenzschwellenwert liegt.
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Die Rechenvorrichtung 105 kann mit dem Server 130 und/oder anderen Fahrzeugen 101 kommunizieren, um das Ereignis 200 zu verbreiten. Die Rechenvorrichtung 105 kann einen Standort des Fahrzeugs 101 bestimmen und eine Nachricht mit dem Standort des Fahrzeugs 101 und der durch den Benutzer bereitgestellten Eingabe über das Netzwerk 125 senden. Falls die Rechenvorrichtung 105 das Ereignis 200 bei Empfang der Benutzereingabe identifiziert hat, kann die Rechenvorrichtung 105 das identifizierte Ereignis 200 in die Nachricht aufnehmen.
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Die Rechenvorrichtung 105 kann die erfassten visuellen Daten 115 der Objekte 210 auf der Anzeige der tragbaren Vorrichtung 140 anzeigen. Das heißt, die Rechenvorrichtung 105 kann nach dem Sammeln von Daten 115 von z. B. einer Kamera 110 ein oder mehrere Bilder aus den Daten 115 der Objekte 210 auf der Anzeige der tragbaren Vorrichtung 140 anzeigen, um den Benutzer dazu aufzufordern, das Ereignis 200 zu identifizieren. Durch Darstellen visueller Daten 115 auf der Anzeige der tragbaren Vorrichtung 140 kann der Benutzer zusätzliche Informationen über das Ereignis 200 bereitstellen und kann die Rechenvorrichtung 105 das Ereignis 200 mit einem höheren Identifizierungskonfidenzwert, wie vorstehend beschrieben, identifizieren.
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Die tragbare Vorrichtung 140 kann eine haptische Vorrichtung beinhalten. Die haptische Vorrichtung generiert eine Vibration und/oder lässt ein Licht blinken, die bzw. das an den Benutzer übertragen wird. Der Prozessor 145 der tragbaren Vorrichtung kann die haptische Vorrichtung auf Grundlage des Empfangs einer Eingabe von dem Benutzer und/oder Nachrichten von der Rechenvorrichtung 105 betätigen. Die haptische Vorrichtung kann in einem Armband der tragbaren Vorrichtung 140 angeordnet sein und/oder die haptische Vorrichtung kann sich an einer anderen Stelle in der tragbaren Vorrichtung 140, z. B. hinter der Anzeige, befinden. Zusätzlich oder alternativ kann die Benutzervorrichtung 150 eine haptische Vorrichtung beinhalten, die durch z. B. den Benutzervorrichtungsprozessor 155, den Prozessor 145 der tragbaren Vorrichtung und/oder die Rechenvorrichtung 105 angewiesen werden kann, zu vibrieren. Das heißt, die Rechenvorrichtung 105 kann den Benutzer mit der haptischen Vorrichtung dazu auffordern, die Eingabe bezüglich des Ereignisses 200 bereitzustellen.
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Die Rechenvorrichtung 105 kann eine Nachricht empfangen, die eine Ereignisidentifizierungsanforderung von einem zweiten Fahrzeug 101 angibt. Auf Grundlage der Ereignisidentifizierungsanforderung kann die Rechenvorrichtung 105 den Benutzer dazu auffordern, das Ereignis 200 zu identifizieren. Das heißt, das zweite Fahrzeug 101 kann Daten 115 sammeln, die ein Ereignis 200 angeben, benötigt aber möglicherweise zusätzliche Daten 115 über die Objekte 210, um das Ereignis 200 zu identifizieren. Somit kann das zweite Fahrzeug 101 eine Nachricht an die Rechenvorrichtung 105 des ersten Fahrzeugs 101 für zusätzliche Daten 115 über die Objekte 210 senden. Bei Empfang der Nachricht von dem zweiten Fahrzeug 101 kann die Rechenvorrichtung 105 den Benutzer auf der Anzeige der tragbaren Vorrichtung 140 dazu auffordern, eine Eingabe bezüglich der Objekte 210 bereitzustellen. Die Rechenvorrichtung 105 kann dann eine Nachricht mit der Benutzereingabe an das zweite Fahrzeug 101 senden. Außerdem kann die Rechenvorrichtung 105 eine Nachricht an das zweite Fahrzeug 101 senden, die das Ereignis 200 identifiziert, falls die Rechenvorrichtung 105 das Ereignis 200 auf Grundlage der Benutzereingabe bezüglich der Objekte 210 identifizieren kann.
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3 veranschaulicht eine beispielhafte tragbare Vorrichtung 140, die den Benutzer zu einer Eingabe bezüglich des Ereignisses 200 auffordert. Der Prozessor 145 der tragbaren Vorrichtung kann eine Vielzahl von Aufforderungen auf der Anzeige der tragbaren Vorrichtung 140 darstellen. Bei Empfang einer Eingabe kann der Prozessor 145 der tragbaren Vorrichtung eine Nachricht mit der Eingabe an die Rechenvorrichtung 105 senden. Die Rechenvorrichtung 105 kann dann das Ereignis 200 auf Grundlage der Eingabe identifizieren. In dem Beispiel der 3 stellt der Prozessor 145 der tragbaren Vorrichtung drei Aufforderungen dar: eine für ein Ereignis 200, wenn ein Tier kreuzt, eine für ein Baustellenereignis 200 und eine zum Bereitstellen einer benutzerdefinierten Eingabe bezüglich des Ereignisses 200. Das heißt, der Prozessor 145 der tragbaren Vorrichtung kann Aufforderungen hinsichtlich gespeicherter Ereignisse (z. B. das Kreuzen der Tiere, die Baustelle usw.) und Aufforderungen, die dem Benutzer ermöglichen, eine benutzerdefinierte Eingabe bereitzustellen, darstellen. Wenn die Objekte 210 ein Ereignis 200 angeben, dass keines der durch die Aufforderungen angezeigten Ereignisse 200 ist, kann der Benutzer eine benutzerdefinierte Eingabe bereitstellen, um die Objekte 210 zu identifizieren. Zum Beispiel kann die benutzerdefinierte Eingabe eine Audioeingabe sein und kann die Rechenvorrichtung 105 bekannte Sprach-Parsing-Techniken verwenden, um den Text der Audioeingabe zu identifizieren, um die Objekte 210 und das Ereignis 200 zu identifizieren. In einem weiteren Beispiel kann die benutzerdefinierte Eingabe eine Texteingabe von einer virtuellen Tastatur, die auf der Anzeige der tragbaren Vorrichtung 140 dargestellt wird, sein. 4 veranschaulicht einen beispielhaften Prozess 400 zum Auffordern eines Benutzers, ein Ereignis 200 zu identifizieren. Der Prozess 400 beginnt in einem Block 405, in dem die Rechenvorrichtung 105 den Prozessor 145 der tragbaren Vorrichtung anweist, einen oder mehrere Sensoren 160 in der tragbaren Vorrichtung 140 zu betätigen, um biometrische Daten 115 von dem Benutzer zu sammeln. Wie vorstehend beschrieben, kann der Prozessor 145 der tragbaren Vorrichtung zum Beispiel Daten 115 von Sensoren 160 über die galvanische Hautreaktion und/oder Herzfrequenz des Benutzers empfangen.
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Als nächstes bestimmt der Prozessor 145 der tragbaren Vorrichtung in einem Block 410, ob die biometrischen Daten 115 einen vorbestimmten Schwellenwert überschreiten. Wenn zum Beispiel die gesammelten biometrischen Daten 115 galvanische Hautreaktionsdaten 115 sind, kann der Prozessor 145 der tragbaren Vorrichtung die gemessene galvanische Hautreaktion mit einem Hautreaktionsschwellenwert vergleichen. In einem weiteren Beispiel kann der Prozessor 145 der tragbaren Vorrichtung, wenn die gesammelten biometrischen Daten 115 Herzfrequenzdaten 115 sind, die gemessene Herzfrequenz mit einem Herzfrequenzschwellenwert vergleichen. Wenn die biometrischen Daten 115 den vorbestimmten Schwellenwert überschreiten, wird der Prozess 400 in einem Block 415 fortgeführt. Andernfalls kehrt der Prozess 400 zu dem Block 405 zurück, um weitere biometrische Daten 115 zu sammeln.
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Im Block 415 fordert der Prozessor 145 der tragbaren Vorrichtung als Reaktion darauf, dass die biometrischen Daten ein Ereignis 200 angeben, wie vorstehend in Bezug auf Block 410 beschrieben, den Benutzer zu einer Eingabe bezüglich eines oder mehrerer Objekte 210 in der Nähe des Fahrzeugs 101 auf. Der Prozessor 145 der tragbaren Vorrichtung kann die Aufforderungen auf der Anzeige der tragbaren Vorrichtung 140 bereitstellen. Wie vorstehend beschrieben, können biometrische Daten 115 über dem Schwellenwert angeben, dass der Benutzer durch das Erleben eines Ereignisses 200 schwitzt und/oder angespannt ist. Somit kann der Prozessor 145 der tragbaren Vorrichtung den Benutzer dazu auffordern, eine Eingabe bezüglich der Objekte 210 in der Nähe des Fahrzeugs 101 bereitzustellen, bei denen die Rechenvorrichtung 105 möglicherweise Schwierigkeiten hat, diese lediglich auf Grundlage der Daten 115 von den Sensoren 110 des Fahrzeugs 101 zu identifizieren.
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Als nächstes empfängt der Prozessor 145 der tragbaren Vorrichtung in einem Block 420 eine Eingabe von dem Benutzer. Die Eingabe kann z. B. eine Audioeingabe, die durch ein Mikrofon in der tragbaren Vorrichtung 140 aufgezeichnet wird, eine Texteingabe, eine Option in einem Menü auf der Anzeige der tragbaren Vorrichtung 140 usw. sein. Der Prozessor 145 der tragbaren Vorrichtung kann die Eingabe über das Netzwerk 125 an die Rechenvorrichtung 105 senden.
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Als nächstes betätigt die Rechenvorrichtung 105 in einem Block 425 einen oder mehrere Sensoren 110, damit sie Daten 115 über die Objekte 210 auf Grundlage der von dem Prozessor 145 der tragbaren Vorrichtung empfangenen Eingabe sammeln. Zum Beispiel kann die Rechenvorrichtung 105 eine Text-Parsing-Technik verwenden, um eine Audioeingabe in Daten 115 umzuwandeln, die die Rechenvorrichtung 105 untersuchen kann. Auf Grundlage der Daten 115 von der Audioeingabe kann die Rechenvorrichtung 105 die Sensoren 110 verwenden, um Daten 115 über die Objekte 210 zu sammeln. Zum Beispiel kann die Rechenvorrichtung 105 auf Grundlage einer Audioeingabe, die angibt, dass das Ereignis 200 vor dem Fahrzeug 101 auftritt, eine Kamera 110 betätigen, um visuelle Daten 115 der Objekte 210 auf der Straße 205 vor dem Fahrzeug 101 zu sammeln.
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Als nächstes identifiziert die Rechenvorrichtung 105 in einem Block 430 das Ereignis 200 auf Grundlage der Daten 115 und der Benutzereingabe. Wenn zum Beispiel die Daten 115 angeben, dass sich die Objekte 210 über die Straße 205 vor dem Fahrzeug 101 bewegen und die Benutzereingabe das Wort „Wild“ beinhaltet, kann die Rechenvorrichtung 105 das Ereignis 200 als Wild, das die Straße überquert, identifizieren.
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Als nächstes bestimmt die Rechenvorrichtung 105 in einem Block 435, ob der Prozess -400 fortgeführt werden soll. Wenn beispielsweise das Fahrzeug 101 angehalten und ausgeschaltet wurde, kann die Rechenvorrichtung 105 bestimmen, den Prozess 400 nicht fortzuführen. Wenn die Rechenvorrichtung 105 bestimmt fortzufahren, kehrt der Prozess 400 zum Block 405 zurück, um weitere biometrische Daten 115 zu sammeln. Andernfalls endet der Prozess 400.
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5 veranschaulicht einen beispielhaften Prozess 500 zum Verbreiten von Informationen über Ereignisse 200. Wie vorstehend beschrieben, kann die Rechenvorrichtung 105 mit anderen Fahrzeugen 101 kommunizieren, um Daten 115 über Objekte 210 bezüglich Ereignissen 200 auf der Straße 205 zu sammeln. Durch Kommunizieren mit anderen Fahrzeugen 101 können die Ereignisse 200 mit höherer Konfidenz identifiziert werden als wenn nur mit Daten 115 gearbeitet wird, die durch Sensoren 110 des Fahrzeugs 101 bereitgestellt werden. Der Prozess 500 beginnt in einem Block 505, in dem die Rechenvorrichtung 105 Daten 115 von Sensoren 110 über ein oder mehrere Objekte 210 sammelt. Wie vorstehend beschrieben, kann die Rechenvorrichtung 105 auf Anweisung von dem Benutzervorrichtungsprozessor 155 und/oder dem Prozessor 145 der tragbaren Vorrichtung die Daten 115 über die Objekte 210 sammeln.
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Als nächstes identifiziert die Rechenvorrichtung 105 in einem Block 510 das Ereignis 200. Auf Grundlage der Benutzereingabe und der Daten 115 über die Objekte 210 kann die Rechenvorrichtung 105 dem Ereignis 200 eine Klassifizierung zuordnen, wie vorstehend beschrieben. Zum Beispiel kann die Rechenvorrichtung 105 das Ereignis 200 z. B. als ein kreuzendes Tier, ein Hindernis, ein Verkehrsunfall usw. identifizieren.
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Als nächstes ordnet die Rechenvorrichtung 105 in einem Block 515 dem Ereignis 200 einen Identifizierungskonfidenzwert zu und bestimmt, ob der Identifizierungskonfidenzwert über einem vorbestimmten Schwellenwert liegt. Wie vorstehend beschrieben, kann die Rechenvorrichtung 105 bekannte Konfidenzbestimmungstechniken (z. B. Bewerten der Qualität der Daten 115) verwenden, um den Identifizierungskonfidenzwert zu bestimmen. Wenn der Identifizierungskonfidenzwert für das Ereignis 200 über dem Schwellenwert liegt, wird der Prozess 500 in einem Block 520 fortgeführt. Andernfalls wird der Prozess 500 in Block 530 fortgeführt.
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In Block 520 generiert die Rechenvorrichtung 105 einen Ereignisbericht. Der Ereignisbericht kann eine Nachricht sein, die das identifizierte Ereignis 200 und einen aktuellen Standort des Fahrzeugs 101 beinhaltet. Somit kann der Ereignisbericht durch andere Fahrzeuge 101 verwendet werden, um das Ereignis 200 oder ein ähnliches Ereignis 200 vorherzusagen, wenn sie in der Nähe des in dem Ereignisbericht identifizierten Standorts sind.
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Als nächstes verbreitet die Rechenvorrichtung 105 in einem Block 525 den Ereignisbericht. Die Rechenvorrichtung 105 kann den Ereignisbericht über das Netzwerk 125 senden, z. B. über WiFi, DSRC, Bluetooth® usw. Die Rechenvorrichtung 105 kann den Ereignisbericht an andere Fahrzeuge 101, den Server 130 usw. verbreiten.
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In Block 530 bestimmt die Rechenvorrichtung 105, ob der Prozess 500 fortgeführt werden soll. Wenn die Rechenvorrichtung 105 beispielsweise bestimmt, dass sich das Fahrzeug 101 nicht bewegt und ein Schalthebel in einer Parkposition ist, kann die Rechenvorrichtung 105 bestimmen, den Prozess 500 nicht fortzuführen. In einem weiteren Beispiel kann die Rechenvorrichtung 105, wenn die Rechenvorrichtung 105 bestimmt, dass das Fahrzeug 101 immer noch auf der Straße 205 entlangfährt, bestimmen, den Prozess 500 fortzuführen. Wenn die Rechenvorrichtung 105 bestimmt fortzufahren, kehrt der Prozess 500 zum Block 505 zurück, um weitere Daten 115 zu sammeln. Andernfalls endet der Prozess 500.
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Im hier verwendeten Sinne bedeutet das ein Adjektiv modifizierende Adverb „im Wesentlichen“, dass eine Form, eine Struktur, ein Messwert, ein Wert, eine Berechnung usw. von einer genau beschriebenen Geometrie, einer genau beschriebenen Entfernung, einem genau beschriebenen Messwert, einem genau beschriebenen Wert, einer genau beschriebenen Berechnung usw. aufgrund von Mängeln hinsichtlich der Materialien, Bearbeitung, Herstellung, Datensammlermessungen, Berechnungen, Verarbeitungszeit, Kommunikationszeit usw. abweichen kann.
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Rechenvorrichtungen 105 beinhalten im Allgemeinen jeweils Anweisungen, welche durch eine oder mehrere Rechenvorrichtungen, wie etwa die vorstehend identifizierten, durchgeführt werden können, und zum Ausführen von vorstehend beschriebenen Blöcken oder Verfahrensschritten. Computerausführbare Anweisungen können von Computerprogrammen zusammengestellt oder interpretiert werden, die unter Verwendung einer Vielzahl von Programmiersprachen und/oder -technologien erstellt wurden, einschließlich unter anderem, entweder allein oder in Kombination, Java™, C, C++, Visual Basic, Java Script, Perl, HTML usw. Im Allgemeinen empfängt ein Prozessor (z. B. ein Mikroprozessor) Anweisungen, z. B. von einem Speicher, einem computerlesbaren Medium usw., und führt diese Anweisungen aus, wodurch er ein oder mehrere Prozesse durchführt, einschließlich eines oder mehrerer der hier beschriebenen Prozesse. Derartige Anweisungen und andere Daten können unter Verwendung vielfältiger computerlesbarer Medien gespeichert und übertragen werden. Eine Datei in der Rechenvorrichtung 105 ist im Allgemeinen eine Sammlung von Daten, die auf einem computerlesbaren Medium, wie etwa einem Speichermedium, einem Direktzugriffsspeicher usw., gespeichert werden.
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Ein computerlesbares Medium beinhaltet jedes beliebige Medium, das am Bereitstellen von Daten (z. B. Anweisungen) beteiligt ist, die durch einen Computer gelesen werden können. Ein derartiges Medium kann viele Formen annehmen, einschließlich unter anderem nichtflüchtiger Medien, flüchtiger Medien usw. Nichtflüchtige Medien beinhalten beispielsweise optische oder magnetische Platten und andere Dauerspeicher. Flüchtige Medien schließen einen dynamischen Direktzugriffsspeicher (dynamic random access memory - DRAM) ein, der üblicherweise einen Hauptspeicher darstellt. Zu gängigen Formen computerlesbarer Medien zählen beispielsweise eine Diskette, eine Folienspeicherplatte, eine Festplatte, ein Magnetband, ein beliebiges anderes magnetisches Medium, eine CD-ROM, eine DVD, ein beliebiges anderes optisches Medium, Lochkarten, Lochstreifen, ein beliebiges anderes physisches Medium mit Lochmustern, ein RAM, ein PROM, ein EPROM, ein FLASH-EEPROM, ein beliebiger anderer Speicherchip oder eine beliebige andere Speicherkassette oder ein beliebiges anderes Medium, das durch einen Computer ausgelesen werden kann.
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Hinsichtlich der hier beschriebenen Medien, Prozesse, Systeme, Verfahren usw. versteht es sich, dass, obwohl die Schritte derartiger Prozesse usw. zwar als gemäß einer bestimmten Abfolge erfolgend beschrieben worden sind, derartige Prozesse durchgeführt werden könnten, wobei die beschriebenen Schritte in einer anderen Reihenfolge als der hierin beschriebenen Reihenfolge durchgeführt werden. Es versteht sich ferner, dass bestimmte Schritte gleichzeitig ausgeführt, andere Schritte hinzugefügt oder bestimmte hier beschriebene Schritte weggelassen werden könnten. Beispielsweise könnten im Prozess 300 ein oder mehrere der Schritte weggelassen oder die Schritte könnten in einer anderen Reihenfolge als in 3 gezeigt ausgeführt werden. Mit anderen Worten sind die Beschreibungen von Systemen und/oder Prozessen in der vorliegenden Schrift zum Zwecke der Veranschaulichung bestimmter Ausführungsformen bereitgestellt und sollten keinesfalls dahingehend ausgelegt werden, dass sie den offenbarten Gegenstand einschränken.
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Dementsprechend versteht es sich, dass die vorliegende Offenbarung, einschließlich der vorangehenden Beschreibung und der beigefügten Figuren und nachfolgenden Ansprüche, als veranschaulichend und nicht als einschränkend gedacht ist. Viele Ausführungsformen und Anwendungen, bei denen es sich nicht um die bereitgestellten Beispiele handelt, werden dem Fachmann bei der Lektüre der vorangehenden Beschreibung ersichtlich. Der Umfang der Erfindung sollte nicht in Bezugnahme auf die vorangehende Beschreibung bestimmt werden, sondern stattdessen in Bezugnahme auf Ansprüche, die hier beigefügt sind und/oder in einer hierauf basierenden, nicht vorläufigen Patentanmeldung enthalten sind, gemeinsam mit dem vollständigen Umfang von Äquivalenten, zu welchen derartige Ansprüche berechtigen. Es wird erwartet und ist beabsichtigt, dass es hinsichtlich der in der vorliegenden Schrift erörterten Techniken künftige Entwicklungen geben wird und dass die offenbarten Systeme und Verfahren in solche künftige Ausführungsformen aufgenommen werden. Insgesamt versteht es sich, dass der offenbarte Gegenstand modifiziert und variiert werden kann.
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Der ein Nomen modifizierende Artikel „ein/e“ sollte dahingehend verstanden werden, dass er einen oder mehrere bezeichnet, es sei denn, es ist etwas anderes angegeben oder der Kontext erfordert etwas anderes. Der Ausdruck „auf Grundlage von“ schließt teilweise oder vollständig auf Grundlage von ein.