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TECHNISCHES GEBIET
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Die vorliegende Offenbarung betrifft eine Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte, die ein unbeaufsichtigtes Objekt, das in einem Überwachungsbereich zurückgelassen wird, basierend auf aufgenommenen Bildern des Überwachungsbereichs detektiert, der durch eine Abbildungsvorrichtung abgebildet wird, ein mit derselben ausgestattetes System zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte und ein Verfahren zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte.
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STAND DER TECHNIK
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Auf dem Stand der Technik wurde Überwachung verdächtiger unbeaufsichtigter Objekte in einem Raum, wie beispielsweise Bahnhöfen, Flughäfen und dergleichen, der von einer großen Anzahl unspezifizierter Personen genutzt wird, zum Zwecke der Verbrechensbekämpfung und dergleichen durchgeführt. Die Überwachung eines unbeaufsichtigten Objekts wird im Allgemeinen durch einen Beobachter durchgeführt, der aufgenommene Bilder eines Überwachungsbereichs überwacht, der durch eine Überwachungskamera (Abbildungsvorrichtung) abgebildet wird, aber es ist notwendig, ein unbeaufsichtigtes Objekt basierend auf aufgenommenen Bildern einer Überwachungsbereichs automatisch zu detektieren, um die Belastung des Beobachters zu verringern und die Genauigkeit der Detektion des unbeaufsichtigten Objekts zu verbessern. Verschiedene Techniken zum automatischen Detektieren eines unbeaufsichtigten Objekts basierend auf aufgenommenen Bildern wurden daher vorgeschlagen (siehe PTL 1). Bei der Technik des Standes der Technik von PTL 1 wird ein Unterschied zwischen einem Eingabebild eines Zielüberwachungsbereichs, das in einem vorbestimmten Zeitintervall aufgenommen und eingegeben wird, und einem Anfangsbild des Zielüberwachungsbereichs erhalten, um das Bild einer Person im Zielüberwachungsbereich auszuschneiden, wobei die Personenbilder, die im vorbestimmten Zeitintervall nacheinander erhalten werden, miteinander verglichen werden, um ein Objektbild zu detektieren, das von den Personenbildern getrennt werden soll, und, wenn das Objektbild detektiert wird, die Zeit gemessen wird, für welche das Objekt des Bildes zurückgelassen wurde, so dass ein Alarm ausgegeben wird, wenn eine vorbestimmte Zeit verstrichen ist.
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Falls ein unbeaufsichtigtes Objekt detektiert wird, ist es außerdem wünschenswert, den Besitzer des unbeaufsichtigten Objekts spezifizieren zu können. Daher wurden verschiedenen Techniken zum Spezifizieren des Besitzers eines unbeaufsichtigten Objekts basierend auf aufgenommenen Bildern vorgeschlagen (siehe PTL 2 und PTL 3). Bei der Technik des Standes der Technik von PTL 2 werden ein Bild eines unbeaufsichtigten Objekts und ein Bild einer umstehenden Person innerhalb eines vorbestimmten Abstandsbereichs vom unbeaufsichtigten Objekt aus einem aufgenommenen Bild extrahiert, und es werden Protokolldaten extrahiert, die das Bild des unbeaufsichtigten Objekts und das Bild der umstehenden Person umfassen, um einen Benutzer mit Informationen zum Spezifizieren des Besitzers des unbeaufsichtigten Objekts zu versehen. Außerdem werden bei der Technik des Standes der Technik von PTL 3 in einem vorbestimmten Zeitraum mit einem Endpunkt unmittelbar vor der Detektionszeit, zu welcher ein unbeaufsichtigtes Objekt (verdächtiges Objekt) erstmals detektiert wird, alle Objekte, deren Detektionsbereiche sich mit einem Detektionsbereich des verdächtigen Objekts überlappen, als Kandidatenobjekt des Besitzers des unbeaufsichtigten Objekts detektiert, und Informationen (Vorfallinformationen), die ein Objektbild des detektierten Kandidatenobjekts umfassen, werden ausgebeben, um den Benutzer mit Informationen zum Spezifizieren des Besitzers des unbeaufsichtigten Objekts zu versehen.
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JP2011055270A is concerned with an information transmission apparatus. The information transmission apparatus comprises a detection unit for detecting an object from an image; a determination unit for determining a state of a detected object; a transmission unit for transmitting object information concerning the detected object to processing apparatuses communicable via a network as image attribute information; a reception unit for receiving a request concerning the attribute information to be transmitted by the transmission unit, from the processing apparatuses communicable via the network; and a control unit for determining the content of the attribute information to be transmitted to the processing apparatuses, based on the values included in the request received by the reception unit.
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JP2012235300A is concerned with speedily providing reference information for specifying a person performing leaving or carrying-away in a leaving or carrying-away detection system. A leaving or carrying-away detection system includes a camera imaging a monitoring area; a data storage medium storing an imaged image; a leaving/carrying-away determining section; an occurrence time operating section operating occurrence time of leaving or carrying-away; an image acquirement processing section acquiring the imaged image of the monitored area imaged at occurrence time from the data storage medium ; a peripheral person extracting section extracting an image of a peripheral person within a prescribed distance range from a foreign matter being an object of leaving or carrying-away from the acquired imaged image; and a log data creating section creating leaving log data or carrying-away log data, which include the image of the foreign matter being the object of leaving or carrying-away and the image of the peripheral person.
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US2010271478A1 discloses an apparatus includes a recording unit configured to record a video image, a generation unit configured to generate, when a first type of event in which a state of an object changes is detected from the video image, an index associating the first type and a second type of event related to the first type in the video image, and a playback unit configured to play back, when the first type is specified, a video image concerning the second type corresponding to the specified first type based on the index.
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Zitationsliste
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Patentliteratur
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- PTL 1: Ungeprüfte japanische Patentschrift Nr. 1-245395
- PTL 2: Ungeprüfte japanische Patentschrift Nr. 2012-235300
- PTL 3: Ungeprüfte japanische Patentschrift Nr. 2011-49646
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KURZDARSTELLUNG DER ERFINDUNG
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Beansprucht wird eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und ein Verfahren mit des Anspruchs 7.
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Die Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte der vorliegenden Offenbarung ist eine Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte, die ein unbeaufsichtigtes Objekt, das in einem Überwachungsbereich zurückgelassen wird, basierend auf einem aufgenommenen Bild des Überwachungsbereichs detektiert, der durch eine Abbildungsvorrichtung abgebildet wird, und eine Bildabrufeinheit umfasst, die ein aufgenommenes Bild des durch die Abbildungsvorrichtung abgebildeten Überwachungsbereichs abruft, eine Objektverfolgungseinheit, die ein erscheinendes Objekt, das im Überwachungsbereich erscheint, aus dem aufgenommenen Bild detektiert und zwischen den aufgenommenen Bildern für jedes erscheinende Objekt verfolgt, eine Einheit zum Detektieren unbeaufsichtigter Objekte, die ein erscheinendes Objekt, das über eine vorbestimmte Zeit hinaus nicht verschoben wird, basierend auf einem Verfolgungsergebnis für jedes erscheinende Objekt durch die Objektverfolgungseinheit als ein unbeaufsichtigtes Objekt detektiert, einen Fortschrittsinformationsgenerator, der Fortschrittsinformationen des unbeaufsichtigten Objekts nach der Erscheinung im Überwachungsbereich basierend auf dem Verfolgungsergebnis für jedes erscheinende Objekt durch die Objektverfolgungseinheit erzeugt, und einen Meldungsbildgenerator umfasst, der ein Meldungsbild durch Einblenden der Fortschrittsinformationen im aufgenommenen Bild erzeugt.
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Gemäß der vorliegenden Offenbarung ist es möglich, einen Benutzer mit Fortschrittsinformationen des unbeaufsichtigten Objekts nach der Erscheinung im Überwachungsbereich zu versehen. Auf diese Weise ist es für den Benutzer außerdem möglich, die Änderung des Zustands des unbeaufsichtigten Objekts oder die Details aus der Erscheinung zu erfassen, bis der Alarm ausgeben wird.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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- 1 ist eine schematische Darstellung einer Konfiguration eines Systems zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte gemäß einer ersten Ausführungsform.
- 2A ist eine schematische Darstellung, die ein Beispiel zeigt, in welchem ein erscheinendes Objekt (eine Person mit einer Tüte), das in einem Überwachungsbereich erscheint, aus einem aufgenommenen Bild detektiert wird.
- 2B ist eine schematische Darstellung, die ein Beispiel zeigt, in welchem ein erscheinendes Objekt (Tüte), das im Überwachungsbereich erneut erscheint, aus dem aufgenommenen Bild detektiert wird.
- 3A ist eine schematische Darstellung, die ein Beispiel eines Meldungsbildes zeigt, falls es sich bei den Fortschrittsinformationen um eine verstrichene Zeit seit dem Zeitpunkt handelt, zu dem das unbeaufsichtigte Objekt im Überwachungsbereich erscheint.
- 3B ist eine schematische Darstellung, die ein anderes Beispiel des Meldungsbildes zeigt, falls es sich bei den Fortschrittsinformationen um eine verstrichene Zeit seit dem Zeitpunkt handelt, zu dem das unbeaufsichtigte Objekt im Überwachungsbereich erscheint.
- 4A ist eine schematische Darstellung, die ein Beispiel des Meldungsbildes zeigt, falls es sich bei den Fortschrittsinformationen um Zeitfolgebilder des unbeaufsichtigten Objekts seit dem Zeitpunkt handelt, zu dem das unbeaufsichtigte Objekt im Überwachungsbereich erscheint.
- 4B ist eine schematische Darstellung, die ein Beispiel von Zeitfolgebildern zeigt, falls es sich bei den Fortschrittsinformationen um Zeitfolgebilder des unbeaufsichtigten Objekts seit dem Zeitpunkt handelt, zu dem das unbeaufsichtigte Objekt im Überwachungsbereich erscheint.
- 5A ist eine schematische Darstellung, wobei es sich bei den Fortschrittsinformationen um die verstrichene Zeit seit dem Zeitpunkt handelt, zu dem das unbeaufsichtigte Objekt im Überwachungsbereich erscheint, eine schematische Darstellung, die ein Beispiel des Meldungsbildes zeigt, das die verstrichene Zeit durch eine Farbänderung eines Rahmenbildes darstellt, und eine schematische Darstellung, die ein Beispiel des Meldungsbildes zeigt, wobei die Farbe des Rahmenbildes blau ist.
- 5B ist eine schematische Darstellung, wobei es sich bei den Fortschrittsinformationen um die verstrichene Zeit seit dem Zeitpunkt handelt, zu dem das unbeaufsichtigte Objekt im Überwachungsbereich erscheint, eine schematische Darstellung, die ein Beispiel des Meldungsbildes zeigt, das die verstrichene Zeit durch eine Farbänderung eines Rahmenbildes darstellt, und eine schematische Darstellung, die ein Beispiel des Meldungsbildes zeigt, wobei die Farbe des Rahmenbildes gelb ist.
- 5C ist eine schematische Darstellung, wobei es sich bei den Fortschrittsinformationen um die verstrichene Zeit seit dem Zeitpunkt handelt, zu dem das unbeaufsichtigte Objekt im Überwachungsbereich erscheint, eine schematische Darstellung, die ein Beispiel des Meldungsbildes zeigt, das die verstrichene Zeit durch eine Farbänderung eines Rahmenbildes darstellt, und eine schematische Darstellung, die ein Beispiel des Meldungsbildes zeigt, wobei die Farbe des Rahmenbildes rot ist.
- 6 ist ein Ablaufdiagramm, das den Verarbeitungsablauf in einer Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte gemäß der ersten Ausführungsform zeigt.
- 7 ist eine schematische Darstellung einer Konfiguration eines Systems zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte gemäß einer zweiten Ausführungsform.
- 8 ist ein Graph, der ein Merkmalsmengenniveau eines lokalen Bereichs auf in Zeitfolge aufgenommenen Bildern darstellt.
- 9A ist eine schematische Darstellung, die ein Beispiel von Bildschichten eines Hintergrundobjekts und eines erscheinenden Objekts A zeigt.
- 9B ist eine grafische Darstellung, die ein Beispiel einer Bildschicht eines erscheinenden Objekts B zeigt.
- 10A ist eine grafische Darstellung, die ein Beispiel eines Hintergrundbildes zeigt.
- 10B ist eine schematische Darstellung, die ein Bild zeigt, wobei jede Bildschicht auf das Hintergrundbild aufgesetzt ist.
- 10C ist eine Ansicht, die ein Meldungsbild darstellt, das durch Einblenden der Fortschrittsinformationen und des Rahmenbildes im Bild von 10B erzeugt wird.
- 11 ist ein Ablaufdiagramm, das den Verarbeitungsablauf in einer Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte gemäß der zweiten Ausführungsform zeigt.
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BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Vor der Beschreibung der Ausführungsformen werden die Probleme des Standes der Technik kurz beschrieben. Übrigens gab es bei der Technik des Standes der Technik von PTL 1 ein Problem, dass es nicht möglich war, einen Benutzer mit Fortschrittsinformationen eines unbeaufsichtigten Objekts nach der Erscheinung in einem Überwachungsbereich zu versehen. Wenn es möglich ist, den Benutzer mit den Fortschrittsinformationen des unbeaufsichtigten Objekts nach der Erscheinung im Überwachungsbereich zu versehen, ist dies sinnvoll, da es den Benutzer befähigt, die Zustandsänderung des unbeaufsichtigten Objekts und das Auftreten des unbeaufsichtigten Objekts zu erfassen, bis der Alarm ausgegeben wird.
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Außerdem ist es bei den Techniken des Standes der Technik von PTL2 und PTL 3 möglich, den Besitzer eines unbeaufsichtigten Objekts zu spezifizieren, aber es gab ein Problem, dass der Benutzer das unbeaufsichtigte Objekt nicht sehen konnte, wenn das unbeaufsichtigte Objekt hinter einem anderen erscheinenden Objekt, wie beispielsweise dem Benutzer oder einem anderen unbeaufsichtigten Objekt, verborgen war.
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Selbst wenn das unbeaufsichtigte Objekt hinter einem anderen erscheinenden Objekt verborgen ist, ist es vorteilhaft, wenn es möglich ist, das unbeaufsichtigte Objekt im Bild anzuzeigen, da der Benutzer den Zustand des unbeaufsichtigten Objekts prüfen kann.
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Die vorliegende Erfindung wurde in Anbetracht dieser Probleme der Technik des Standes der Technik entwickelt, und eine erste Aufgabe der vorliegenden Offenbarung ist die Bereitstellung einer Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte, die zum Versehen eines Benutzers mit Fortschrittsinformationen eines unbeaufsichtigten Objekts nach der Erscheinung in einem Überwachungsbereich imstande ist, eines mit derselben ausgestatteten Systems zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte und eines Verfahrens zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte. Außerdem ist eine zweite Aufgabe der vorliegenden Offenbarung die Bereitstellung einer Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte, die zum Anzeigen eines unbeaufsichtigten Objekts in einem Bild imstande ist, eines mit derselben ausgestatteten Systems zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte und eines Verfahrens zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte, selbst wenn das unbeaufsichtigte Objekt hinter einem anderen erscheinenden Objekt verborgen ist.
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Eine erste Offenbarung, die zur Lösung des zuvor erwähnten Problems gemacht wird, ist eine Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte, die ein unbeaufsichtigtes Objekt, das in einem Überwachungsbereich zurückgelassen wird, basierend auf einem aufgenommenen Bild des Überwachungsbereichs detektiert, der durch eine Abbildungsvorrichtung abgebildet wird, und eine Bildabrufeinheit umfasst, die ein aufgenommenes Bild des durch die Abbildungsvorrichtung abgebildeten Überwachungsbereichs abruft, eine Objektverfolgungseinheit, die ein erscheinendes Objekt, das im Überwachungsbereich erscheint, aus dem aufgenommenen Bild detektiert und zwischen den aufgenommenen Bildern für jedes erscheinende Objekt verfolgt, eine Einheit zum Detektieren unbeaufsichtigter Objekte, die ein erscheinendes Objekt, das über eine vorbestimmte Zeit hinaus nicht verschoben wird, basierend auf einem Verfolgungsergebnis für jedes erscheinende Objekt durch die Objektverfolgungseinheit als das unbeaufsichtigte Objekt detektiert, einen Fortschrittsinformationsgenerator, der Fortschrittsinformationen des unbeaufsichtigten Objekts nach der Erscheinung im Überwachungsbereich basierend auf dem Verfolgungsergebnis für jedes erscheinende Objekt durch die Objektverfolgungseinheit erzeugt, und einen Meldungsbildgenerator umfasst, der ein Meldungsbild durch Einblenden der Fortschrittsinformationen im aufgenommenen Bild erzeugt.
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Gemäß der der Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte der ersten Offenbarung ist es möglich, den Benutzer mit den Fortschrittsinformationen des unbeaufsichtigten Objekts nach der Erscheinung im Überwachungsbereich zu versehen.
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Außerdem umfassen die Fortschrittsinformationen in einer zweiten Offenbarung eine verstrichene Zeit seit einem vorbestimmten Zeitpunkt nach der Erscheinung im Überwachungsbereich in der ersten Offenbarung.
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Gemäß der Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte der zweiten Offenbarung ist es möglich, die verstrichene Zeit seit einem vorbestimmten Zeitpunkt nach der Erscheinung im Überwachungsbereich für einen Benutzer auf eine visuell leicht verständliche Art und Weise visuell darzustellen.
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Außerdem umfassen die Fortschrittsinformationen in einer dritten Offenbarung ein Zeitfolgebild eines unbeaufsichtigten Objekts seit einem vorbestimmten Zeitpunkt nach der Erscheinung im Überwachungsbereich in der ersten oder zweiten Offenbarung.
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Gemäß der Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte der dritten Offenbarung ist es möglich, die Änderung des Zustands des unbeaufsichtigten Objekts seit dem vorbestimmten Zeitpunkt nach der Erscheinung im Überwachungsbereich für den Benutzer auf eine visuell leicht verständliche Art und Weise anzuzeigen.
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Außerdem wird in einer vierten Offenbarung, falls ein erscheinendes Objekt detektiert wird, ein Rahmenbild, welches das erscheinende Objekt umgibt, auf das Meldungsbild in einer der Offenbarungen eins bis drei aufgesetzt.
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Gemäß der Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte der vierten Offenbarung kann, falls ein erscheinendes Objekt detektiert wird, das erscheinende Objekt für den Benutzer auf eine visuell leicht verständliche Art und Weise angezeigt werden.
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Außerdem ändert der Meldungsbildgenerator in einer fünften Offenbarung die Farbe des Rahmenbildes gemäß der verstrichenen Zeit seit einem vorbestimmten Zeitpunkt nach der Erscheinung des unbeaufsichtigten Objekts im Überwachungsbereich in der vierten Offenbarung.
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Gemäß der Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte der fünften Offenbarung ist es möglich, die verstrichene Zeit seit einem vorbestimmten Zeitpunkt nach der Erscheinung des unbeaufsichtigten Objekts im Überwachungsbereich für einen Benutzer auf eine visuell leicht verständliche Art und Weise visuell darzustellen.
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Außerdem umfasst eine sechste Offenbarung einen Bildschichtgenerator, der eine Bildschicht, die ein Bild des erscheinenden Objekts umfasst, für jedes erscheinende Objekt erzeugt, und einen Hintergrundbildgenerator, der ein Hintergrundbild durch Entfernen von erscheinenden Objekten aus einem aufgenommenen Bild erzeugt, wobei ein Meldungsbildgenerator jede Bildschicht in Reihenfolge der Detektion von erscheinenden Bildern, die in jeder Bildschicht enthalten sind, auf das Hintergrundbild aufsetzt, falls eine Mehrzahl von erscheinenden Objekten in einer der Offenbarungen eins bis fünf detektiert wird.
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Gemäß der Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte gemäß der sechsten Offenbarung ist es möglich, das unbeaufsichtigte Objekt im Bild anzuzeigen, selbst wenn das unbeaufsichtigte Objekt hinter einem anderen erscheinenden Objekt verborgen ist.
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Außerdem ist eine siebte Offenbarung ein System zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte, das eine Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte gemäß einer der Offenbarungen eins bis sechs, eine Abbildungsvorrichtung zum Abbilden des Überwachungsbereichs und eine Anzeigevorrichtung umfasst, die ein Meldungsbild anzeigt, das von der Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte erzeugt wird.
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Außerdem ist eine achte Offenbarung ein Verfahren zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte zum Detektieren eines unbeaufsichtigten Objekts, das in einem Überwachungsbereich zurückgelassen wird, basierend auf einem aufgenommenen Bild des Überwachungsbereichs, der durch eine Abbildungsvorrichtung abgebildet wird, das ein Abrufen eines aufgenommenen Bildes des durch die Abbildungsvorrichtung abgebildeten Überwachungsbereichs, Detektieren eines erscheinenden Objekts, das im Überwachungsbereich erscheint, aus dem aufgenommenen Bild und Verfolgen zwischen den aufgenommenen Bildern für jedes erscheinende Objekt, Detektieren des erscheinenden Objekts, das über eine vorbestimmte Zeit hinaus nicht verschoben wird, basierend auf einem Verfolgungsergebnis für jedes erscheinende Objekt, Erzeugen von Fortschrittsinformationen des unbeaufsichtigten Objekts nach der Erscheinung im Überwachungsbereich basierend auf dem Verfolgungsergebnis für jedes erscheinende Objekt und Erzeugen eines Meldungsbildes durch Einblenden der Fortschrittsinformationen im aufgenommenen Bild umfasst.
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Im Folgenden werden Ausführungsformen unter Bezugnahme auf Zeichnungen beschrieben.
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(Erste Ausführungsform)
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Zunächst wird ein System zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte 1 gemäß einer ersten Ausführungsform unter Bezugnahme auf 1 bis 6 beschrieben. Dieses System zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte 1 ist ein System zum Detektieren eines unbeaufsichtigten Objekts, das im Überwachungsbereich zurückgelassen wird, basierend auf dem auf dem aufgenommenen Bild des Überwachungsbereichs, der durch die Abbildungsvorrichtung 2 abgebildet wird, und Auslösen eines Alarms, falls ein unbeaufsichtigtes Objekt detektiert wird, und kann auf das Überwachen verdächtiger unbeaufsichtigter Objekte in einem Raum, wie beispielsweise Bahnhöfen und Flughäfen, der von einer großen Anzahl von unspezifizierten Personen genutzt wird, angewendet werden. Im Folgenden wird ein Fall beschrieben, in welchem das System zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte 1 gemäß der vorliegenden Offenbarung auf das Überwachen eines verdächtigen unbeaufsichtigten Objekts in einem Bahnhofsgebäude angewendet wird. Beispiele für unbeaufsichtigte Objekte umfassen Gegenstände (zum Beispiel Papiertüten und Aktentaschen), Personen und dergleichen. Ein unbeaufsichtigtes Objekt ist nicht speziell beschränkt, und es kann sich dabei um verschiedene andere Objekte, wie beispielsweise einen Rollstuhl, einen Elektrowagen und dergleichen handeln.
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1 ist eine schematische Darstellung einer Konfiguration eines Systems zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte 1 gemäß der ersten Ausführungsform. Wie in 1 dargestellt, ist das System zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte 1 so konfiguriert, dass es eine Abbildungsvorrichtung 2, eine Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte 3 und eine Anzeigevorrichtung 4 umfasst. Die Anzeigevorrichtung 4 dient als eine Meldevorrichtung zum Melden eines Alarms an einen Beobachter. Die Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte 3 ist mit der Abbildungsvorrichtung 2 und der Anzeigevorrichtung 4 über drahtgebundene oder drahtlose Kommunikation, wie beispielsweise ein lokales Netzwerk (LAN - Local Area Network), verbunden. Die Verbindungsform zwischen der Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte 3 und der Abbildungsvorrichtung 2 und der Anzeigevorrichtung 4 ist nicht speziell beschränkt und kann zum Beispiel eine Verbindung über ein Netzwerk, wie beispielsweise das Internet, sein, oder die Vorrichtungen können unter Verwendung einer Universalschnittstelle (zum Beispiel einer USB (Universeller Serieller Bus)-Schnittstelle) durch ein Kommunikationskabel miteinander verbunden sein.
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Die Abbildungsvorrichtung 2 ist eine allgemeine Abbildungsvorrichtung, wie beispielsweise eine CCD-Kamera und dergleichen, ist an einer Wand, an einer Decke oder dergleichen installiert und bildet einen vorbestimmten Überwachungsbereich in Zeitfolge als ein Standbild oder ein Bewegtbild ab. Die Abbildungsvorrichtung 2 ist hinsichtlich ihrer Form, Funktion, Anordnung, Menge und dergleichen nicht speziell beschränkt, solange ein Überwachungsbereich in Zeitfolge abgebildet werden kann, und es sind verschiedene Modifikation davon möglich. Zum Beispiel kann die Abbildungsvorrichtung 2 eine Panoramakamera, die an einer Wand oder dergleichen installiert und zum Abbilden von 180 Grad mit einer Einheit imstande ist, oder eine omnidirektionale Kamera sein, die an einer Decke oder dergleichen installiert und zum Abbilden von 360 Grad mit einer Einheit imstande ist. Ein aufgenommenes Bild des Überwachungsbereichs, das durch die Abbildungsvorrichtung 2 in Zeitfolge aufgenommen wird, wird in die Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte 3 eingegeben.
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Die Anzeigevorrichtung 4 ist eine allgemeine Anzeigevorrichtung, wie beispielsweise ein Monitor (eine Anzeige), die in einem Überwachungsraum oder dergleichen installiert ist, in dem der Beobachter Überwachungsarbeit verrichtet, und zeigt ein Meldungsbild an (siehe 4), das von der Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte 3 ausgeben wird. Einzelheiten des Meldungsbildes werden später beschrieben. Die Anzeigevorrichtung 4 ist hinsichtlich ihrer Form, Funktion, Anordnung, Menge und dergleichen nicht speziell beschränkt, solange das Meldungsbild angezeigt werden kann, und es sind verschiedene Modifikation möglich. Zum Beispiel kann die Anzeigevorrichtung 4 ein Anzeigebildschirm eines mobilen Endgeräts sein, das vom Beobachter mitgeführt wird, wenn er den Überwachungsraum für einen Rundgang oder dergleichen verlässt.
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Die Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte 3 ist eine allgemeine Computervorrichtung und umfasst eine zentrale Verarbeitungseinheit (CPU - Central Processing Unit), die verschiedene Arten von Informationsverarbeitung, Steuerung von peripheren Vorrichtungen oder dergleichen basierend auf einem vorbestimmten Steuerprogramm vollumfänglich ausführt, einen Direktzugriffsspeicher (RAM - Random-Access Memory), der als ein Arbeitsbereich der CPU fungiert, einen Festwertspeicher (ROM - Read-Only Memory), der Steuerprogramme, die von der CPU ausgeführt werden, oder Daten speichert, eine Netzwerkschnittstelle, die Kommunikationsverarbeitung über ein Netzwerk ausführt, und dergleichen, was nicht im Einzelnen dargestellt ist. Verschiedene Funktionen (zum Beispiel die Erzeugung von Fortschrittsinformationen) der Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte 3, die später ausführlich beschrieben werden, können durch die CPU realisiert werden, die ein vorbestimmtes Steuerprogramm (zum Beispiel ein Fortschrittsinformationserzeugungsprogramm) ausführt. Die Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte 3 ist nicht auf eine Computervorrichtung beschränkt, sondern es ist auch möglich, eine andere Informationsverarbeitungsvorrichtung (wie beispielsweise einen Server und dergleichen) zu verwenden, die zum Ausführen der gleichen Funktionen imstande ist. Außerdem kann wenigstens ein Teil der Funktionen der Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte 3 durch andere bekannte Hardwareverarbeitung ersetzt werden.
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Die Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte 3 gibt einen Alarm über die Anzeigevorrichtung 4 aus, wenn eine vorbestimmte Zeit seit der Detektion des unbeaufsichtigten Objekts verstrichen ist. Konkret wird ein Alarm durch Anzeigen von Informationen, die ein Auslösen eines Alarms angeben, auf dem an die Anzeigevorrichtung 4 ausgegebenen Meldungsbild ausgegeben. Wenn zum Beispiel ein unbeaufsichtigtes Objekt detektiert wird, wird das unbeaufsichtigte Objekt mit einem Rahmenbild umgeben und, wenn eine vorbestimmte Zeit seit der Detektion des unbeaufsichtigten Objekts verstrichen ist, kann die Farbe des Rahmenbildes in eine hervorstechende Farbe umgewandelt werden, oder es kann ein Alarm durch Blinkenlassen des Rahmenbildes ausgegeben werden. Außerdem kann die Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte 3 eine Alarmauslösevorrichtung, nicht dargestellt, zum Ausgeben eines Alarms steuern. Als die Alarmauslösevorrichtung zusätzlich zu einer allgemeinen Alarmauslösevorrichtung, wie beispielsweise einem Alarmsummer, einer Alarmlampe oder dergleichen, kann eine Tonerzeugungsvorrichtung verwendet werden, die eine vorbestimmte Alarmnachricht durch Sprache ertönen lässt.
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Wie in 1 dargestellt, umfasst die Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte 3 eine Bildabrufeinheit 11, einen Bildprozessor 12 und einen Meldungsbildgenerator 13, und der Bildprozessor 12 umfasst eine Objektverfolgungseinheit 21, eine Einheit zum Detektieren unbeaufsichtigter Objekte 22 und einen Fortschrittsinformationsgenerator 23. Jede Einheit wird von einer Steuerung (nicht dargestellt) gesteuert.
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Die Bildabrufeinheit 11 ist mit der Abbildungsvorrichtung 2 verbunden und ruft ein aufgenommenes Bild des Überwachungsbereichs von der Abbildungsvorrichtung 2 ab. Die Bildabrufeinheit 11 ist mit dem Bildprozessor 12 und dem Meldungsbildgenerator 13 verbunden, und das aufgenommene Bild, das durch die Bildabrufeinheit 11 von der Abbildungsvorrichtung 2 abgerufen wird, wird in den Bildprozessor 12 und den Meldungsbildgenerator 13 eingegeben.
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Der Bildprozessor 12 ruft ein aufgenommenes Bild von der Bildabrufeinheit 11 ab. Falls das aufgenommene Bild ein Standbild ist, das in einem vorbestimmten Zeitintervall aufgenommen wird, wird das aufgenommene Bild als Standbilddaten abgerufen und, falls das aufgenommene Bild ein Bewegtbild ist, wird das aufgenommene Bild als Standbilddaten (Bild-Framedaten) abgerufen, die in einem vorbestimmten Zeitintervall aus dem Bewegtbild extrahiert werden. Das aufgenommene Bild (Standbilddaten), das durch den Bildprozessor 12 von der Bildabrufeinheit 11 abgerufen wird, wird durch die Objektverfolgungseinheit 21, die Einheit zum Detektieren unbeaufsichtigter Objekte 22 und den Fortschrittsinformationsgenerator 23 verarbeitet.
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Die Objektverfolgungseinheit 21 detektiert ein erscheinendes Objekt, das im Überwachungsbereich erscheint, aus dem aufgenommenen Bild und verfolgt zwischen den aufgenommenen Bildern nach der Detektion des erscheinenden Objekts für jedes detektierte erscheinende Objekt. Das erscheinende Objekt kann eine Person, ein sich bewegendes Objekt, wie beispielsweise ein Rollstuhl, ein Elektrowagen oder dergleichen, mit dem eine Person fährt, oder ein anderes, bemanntes oder unbemanntes, sich bewegendes Objekt oder dergleichen sein. Die Detektion des erscheinenden Objekts wird durch Vergleichen des aufgenommenen Hintergrundbildes mit dem aufgenommenen Bild im Voraus oder durch Vergleichen zweier zueinander benachbarter in Zeitfolge aufgenommener Bilder durchgeführt. Konkret wird ein Unähnlichkeitsgrad (Differenz- oder Korrelationswert) von Pixelwerten (zum Beispiel Helligkeitswert) entsprechender Pixel zwischen den aufgenommenen Bildern erhalten, die verglichen werden sollen, Pixel, deren erhaltene Unähnlichkeit eine vorbestimmte Schwelle überschreitet, werden extrahiert, und ein Bereich, in dem die extrahierten Pixel in nächster Nähe zusammengestellt sind, wird als ein erscheinendes Objekt detektiert. Wenn ein erscheinendes Objekt aus dem aufgenommenen Bild detektiert wird, wird ein individueller Identifikationscode zu jedem detektierten erscheinenden Bild zugeordnet, und nach der Detektion des erscheinenden Objekts wird Verfolgen zwischen den aufgenommenen Bildern durchgeführt. Wenn ein neues erscheinendes Objekt in der Nähe des bereits detektierten erscheinenden Bildes erscheint, wird bestimmt, dass das neue erscheinende Objekt von dem bereits detektierten erscheinenden Objekt getrennt wurde. In diesem Fall wird der Identifikationscode des bereits detektierten erscheinenden Objekts nicht geändert, und ein erscheinendes Objekt, das neu erschienen ist, wird mit einem neuen Identifikationscode versehen und verwaltet. Bei Detektion eines erscheinenden Objekts durch die Objektverfolgungseinheit 21 wird das Detektionsergebnis in den Meldungsbildgenerator 13 eingegeben.
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2A ist eine grafische Darstellung, die ein Beispiel zeigt, bei dem ein erscheinendes Objekt 31, das im Überwachungsbereich erscheint, durch die Objektverfolgungseinheit 21 aus dem aufgenommenen Bild detektiert wird. Im Beispiel von 2A ist das erscheinende Objekt 31 eine Person 33 mit einer Papiertüte 32. Zu diesem Zeitpunkt werden die Papiertüte 32 und die Person 33 nicht individuell identifiziert, sondern als ein erscheinendes Objekt 31 detektiert. 2B ist eine grafische Darstellung, die ein Beispiel zeigt, bei dem ein erscheinendes Objekt 34, das im Überwachungsbereich neu erscheint, durch die Objektverfolgungseinheit 21 aus dem aufgenommenen Bild detektiert wird. Im Beispiel von 2B wird die Papiertüte 32, die von der Person 33 getrennt ist, als das neue erscheinende Objekt 34 detektiert. Danach wird die Papiertüte 32 als das neue erscheinende Objekt 34 verfolgt. Außerdem wird das erscheinende Objekt 31 (das heißt die Person 33), das von der Papiertüte 32 getrennt ist, im Istzustand als ein erscheinendes Objekt 31 verfolgt.
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Die Einheit zum Detektieren unbeaufsichtigter Objekte 22 detektiert ein unbeaufsichtigtes Objekt basierend auf dem Verfolgungsergebnis für jedes erscheinende Objekt durch die Objektverfolgungseinheit 21. Konkret wird für jedes erscheinende Objekt, das von der Objektverfolgungseinheit 21 detektiert wird, eine zeitliche Verschiebung im aufgenommenen Bild des erscheinenden Objekts erhalten, und ein erscheinendes Objekt, das über eine vorbestimmte Zeit hinaus nicht bewegt wird, das heißt, über eine vorbestimmte Zeit hinaus stationär ist, wird als ein unbeaufsichtigtes Objekt detektiert. Wenn ein unbeaufsichtigtes Objekt detektiert wird, wird ein eindeutiger Identifikationscode zu jedem detektierten unbeaufsichtigten Bild zugeordnet, und nach der Detektion des unbeaufsichtigten Objekts wird Verfolgen zwischen den aufgenommenen Bildern durchgeführt. Bei Detektion eines unbeaufsichtigten Objekts durch die Einheit zum Detektieren unbeaufsichtigter Objekte 22 wird das Detektionsergebnis in den Meldungsbildgenerator 13 eingegeben.
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Der Fortschrittsinformationsgenerator 23 erzeugt Fortschrittsinformationen des unbeaufsichtigten Objekts nach dem Zeitpunkt, zu dem das unbeaufsichtigte Objekt im Überwachungsbereich erscheint (im Folgenden als „Zeitpunkt der Objekterscheinung“ bezeichnet), basierend auf dem Verfolgungsergebnis für jedes erscheinende Objekt durch die Objektverfolgungseinheit 21. Als die Fortschrittsinformationen können die verstrichene Zeit seit einem vorbestimmten Zeitpunkt nach dem Zeitpunkt der Objekterscheinung, die verstrichene Zeit seit einem vorbestimmten Zeitpunkt seit der Detektion des unbeaufsichtigten Objekts und ein Zeitfolgebild des unbeaufsichtigten Objekts nach einer vorbestimmten Zeit nach dem Zeitpunkt der Objekterscheinung erwähnt werden. Die Fortschrittsinformationen sind nicht darauf beschränkt und können zum Beispiel verschiedene andere Informationen oder Bilder, wie beispielsweise ein Bild und eine Zeit zum Zeitpunkt der Erscheinung des unbeaufsichtigten Objekts im Überwachungsbereich, ein Bild und eine Zeit zum Zeitpunkt der Detektion des unbeaufsichtigten Objekts und dergleichen, sein. Die Fortschrittsinformationen, die durch den Fortschrittsinformationsgenerator 23 erzeugt werden, werden in die Meldungsbildgenerator 13 eingegeben.
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Der Meldungsbildgenerator 13 ruft ein aufgenommenes Bild von der Bildabrufeinheit 11 ab. Wenn die Fortschrittsinformationen des unbeaufsichtigten Objekts vom Fortschrittsinformationsgenerator 23 eingegeben werden, dann erzeugt der Meldungsbildgenerator 13 ein Meldungsbild durch Einblenden der Fortschrittsbildinformationen des unbeaufsichtigen Objekts im aufgenommenen Bild. Konkret erzeugt der Meldungsbildgenerator 13 ein Bild, das die Fortschrittsinformationen des unbeaufsichtigten Objekts umfasst, basierend auf den vom Fortschrittsinformationsgenerator 23 eingegebenen Fortschrittsinformationen und setzt das Bild auf das aufgenommene Bild auf, um ein Meldungsbild zu erzeugen. Falls es sich bei den vom Fortschrittsgenerator 23 eingegebenen Fortschrittsinformationen um ein Bild handelt, das Fortschrittsinformationen umfasst, wird ein Meldungsbild durch Aufsetzen des Bildes auf das aufgenommene Bild erzeugt.
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Falls außerdem ein erscheinendes Objekt durch die Objektverfolgungseinheit 21 detektiert wird, setzt der Meldungsbildgenerator 13 ferner ein Rahmenbild, welches das erscheinende Objekt umgibt, auf das Meldungsbild auf. Wenn kein unbeaufsichtigtes Objekt durch die Einheit zum Detektieren unbeaufsichtigter Objekte 22 detektiert wird, setzt der Meldungsbildgenerator 13 ein Rahmenbild, welches das unbeaufsichtigte Objekt umgibt, auf das aufgenommene Bild auf und erzeugt ein Meldungsbild. Das durch den Meldungsbildgenerator 13 erzeugte Meldungsbild wird an die Anzeigevorrichtung 4 ausgegeben. Falls kein unbeaufsichtigtes Objekt durch die Objektverfolgungseinheit 21 detektiert wird, gibt der Meldungsbildgenerator 13 das aufgenommene Bild, das von der Bildabrufeinheit 11 abgerufen wird, im Istzustand an die Anzeigevorrichtung 4 aus.
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3A und 3B sind schematische Darstellungen, die ein Beispiel des Meldungsbildes zeigen, wenn es sich bei den Fortschrittsinformationen um die verstrichene Zeit seit dem Zeitpunkt der Objekterscheinung handelt. In diesem Fall erzeugt der Meldungsbildgenerator 13 ein Bild (im Folgenden als „Zeitzählbild“ bezeichnet), das die verstrichene Zeit seit dem Zeitpunkt der Objekterscheinung angibt, und blendet das Zeitzählbild im aufgenommenen Bild ein, um ein Meldungsbild zu erzeugen. Außerdem setzt der Meldungsbildgenerator 13 das Rahmenbild, welches das unbeaufsichtigte Objekt umgibt, auf das Meldungsbild auf.
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Im Beispiel von 3A und 3B wird eine Papiertüte 41 als ein unbeaufsichtigtes Objekt detektiert, und ein Zeitzählbild 42 ist in einer Position auf der Oberseite der Papiertüte 41 im aufgenommenen Bild eingeblendet. Außerdem ist das Rahmenbild 43, das die Papiertüte 41 umgibt, auf das Meldungsbild aufgesetzt. Im Beispiel von 3A ist das Zeitzählbild 42 von „3:15“, das angibt, dass die verstrichene Zeit seit dem Zeitpunkt, zu dem die Papiertüte 41, die ein unbeaufsichtigtes Objekt ist, im Überwachungsbereich erschien, 3 Minuten 15 Sekunden beträgt, im aufgenommenen Bild eingeblendet. Im Beispiel von 3B ist außerdem das Zeitzählbild 42 von „8:59“, das angibt, dass die verstrichene Zeit seit dem Zeitpunkt, zu dem die Papiertüte 41, die ein unbeaufsichtigtes Objekt ist, im Überwachungsbereich erschien, 8 Minuten 59 Sekunden beträgt, im aufgenommenen Bild eingeblendet.
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Wie bereits erwähnt, ist es möglich, die verstrichene Zeit seit der Erscheinung der Papiertüte 41, die ein unbeaufsichtigtes Objekts ist, im Überwachungsbereich für den Benutzer auf eine visuell leicht verständliche Art und Weise anzuzeigen, wenn das Zeitzählbild 42 im aufgenommenen Bild eingeblendet wird. Außerdem ist es möglich, das unbeaufsichtigte Objekt (Papiertüte 41) für den Benutzer auf eine visuell leicht verständliche Art und Weise anzuzeigen, indem das unbeaufsichtigte Objekt (Papiertüte 41) mit einem Rahmenbild 43 umgeben wird. Falls ein anderes erscheinendes Objekt oder ein anderes unbeaufsichtigtes Objekt als die Papiertüte 41 aus dem aufgenommenen Bild detektiert wird, ist es möglich, diese Objekte für den Benutzer auf eine visuell leicht verständliche Art und Weise anzuzeigen, wenn diese Objekte von einem Rahmenbild umgeben sind. Im Beispiel von 3A und 3B wurde der Fall beschrieben, bei welchem es sich bei den Fortschrittsinformationen um eine verstrichene Zeit seit dem Zeitpunkt der Objekterscheinung handelt, aber bei den Fortschrittsinformationen kann es sich auch um die verstrichene Zeit seit einem vorbestimmten Zeitpunkt nach dem Zeitpunkt der Objekterscheinung handeln. Außerdem kann es sich bei den Fortschrittsinformationen um die verstrichene Zeit seit dem Zeitpunkt, zu dem das unbeaufsichtigte Objekt detektiert wird, (oder einem vorbestimmten Zeitpunkt danach) handeln.
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4A und 4B sind schematische Darstellungen, die ein Beispiel des Meldungsbildes zeigen, wenn es sich bei den Fortschrittsinformationen um ein Zeitfolgebild eines unbeaufsichtigten Objekts nach dem Zeitpunkt der Objekterscheinung handelt. In diesem Fall setzt der Meldungsbildgenerator 13 das vom Fortschrittsinformationsgenerator 23 eingegebene Zeitfolgebild des unbeaufsichtigten Objekts auf das aufgenommene Bild auf und erzeugt ein Meldungsbild. Außerdem setzt der Meldungsbildgenerator 13 das Rahmenbild, welches das unbeaufsichtigte Objekt umgibt, auf das Meldungsbild auf.
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Im Beispiel von 4A wird eine Person 51, die auf dem Boden zusammengebrochen ist, als ein unbeaufsichtigtes Objekt detektiert, und ein Zeitzählbild 52 ist in einer Position auf der Oberseite der Person 51 im aufgenommenen Bild eingeblendet. Außerdem ist ferner ein Rahmenbild 53 aufgesetzt, das die Person 51 umgibt. Im Beispiel von 4A ist das Zeitzählbild 52 von „10:00“, das angibt, dass die verstrichene Zeit seit dem Zeitpunkt der Objekterscheinung der Person 51, die ein unbeaufsichtigtes Objekt ist, 10 Minuten beträgt, im aufgenommenen Bild eingeblendet.
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Dieses Beispiel zeigt, wie ein Alarm ausgegeben wird, wenn 10 Minuten seit dem Zeitpunkt der Objekterscheinung verstrichen sind und ein unbeaufsichtigtes Objekt auftritt. Das heißt, die Zeit in 4A ist der Zeitpunkt, zu dem ein Alarm ausgegeben wird. Wenn ein Alarm ausgegeben wird, wie in 4B dargestellt, kann durch den Beobachter, der die Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte 3 bedient, über eine Eingabeoperationsvorrichtung (nicht dargestellt), wie beispielsweise eine Tastatur oder eine Maus, ein Zeitfolgebild 54 der Person 51, die ein unbeaufsichtigtes Objekt ist, im Rahmenbild 53 angezeigt werden. Das Zeitfolgebild 54 wird als ein Standbild (frameweises Bild) oder ein Bewegtbild in vorbestimmten Zeitintervallen angezeigt. Außerdem wird auch die verstrichene Zeit des Zeitfolgebildes 54 im Zeitfolgebild 54 angezeigt. Im Beispiel von 4B steht die Person 51 auf dem Bild zum Zeitpunkt von 4 Minuten und 50 Sekunden aufrecht, und auf den Bildern nach dem Zeitpunkt von 5 Minuten 00 Sekunden ist die Person 51 zusammengebrochen.
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Wie bereits erwähnt, ist es möglich, die Änderung des Zustands des unbeaufsichtigten Objekts (Person 51) nach dem Zeitpunkt der Objekterscheinung für den Benutzer auf eine visuell leicht verständliche Art und Weise anzuzeigen, wenn das Zeitfolgebild 54 der Person 51, die ein unbeaufsichtigtes Objekt ist, auf das aufgenommene Bild aufgesetzt wird. Im Beispiel von 4B ist festzustellen, dass die Person 51 bis zum Zeitpunkt von 4 Minuten und 50 Sekunden aufrecht stand, aber zum Zeitpunkt von 5 Minuten 00 Sekunden zusammenbrach. Folglich kann der Beobachter den Zustand, bevor die Person 51 zusammenbrach, und den Zeitpunkt erfassen, zu dem die Person 51 zusammenbrach. In den Beispielen von 4A und 4B wurde der Fall beschrieben, bei welchem es sich bei den Fortschrittsinformationen um das Zeitfolgebild des unbeaufsichtigten Objekts seit dem Zeitpunkt der Objekterscheinung handelt, aber bei den Fortschrittsinformationen kann es sich auch um die verstrichene Zeit seit einem vorbestimmten Zeitpunkt nach dem Zeitpunkt der Objekterscheinung handeln. Außerdem kann es sich bei den Fortschrittsinformationen um die verstrichene Zeit seit dem Zeitpunkt, zu dem das unbeaufsichtigte Objekt detektiert wird, (oder einem vorbestimmten Zeitpunkt danach) handeln.
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Die Anzeigeposition des Zeitfolgebildes 54 der Person 51 ist nicht auf innerhalb des Rahmenbildes 53 beschränkt, sondern kann zum Beispiel eine andere Position im Meldungsbild oder auf einem anderen Bildschirm sein. Außerdem kann die Anzeigeposition oder das Anzeigeverfahren der verstrichenen Zeit des Zeitfolgebildes 54 verschieden sein. Außerdem kann der Zeitpunkt, zu welchem der Beobachter das Zeitfolgebild 54 anzeigt, der Zeitpunkt vor der Ausgabe eines Alarms sein. Zum Beispiel kann das Zeitfolgebild 54 zu dem Zeitpunkt von 4B angezeigt werden, zu dem die Person 51 zusammenbrach. Da es auf diese Weise möglich ist, die Zustandsänderung der Person 51 früher als zum Zeitpunkt des Ausgebens eines Alarms zu erfassen, ist es möglich, schneller zu reagieren.
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5A bis 5C sind schematische Darstellungen, die ein Beispiel des Meldungsbildes zeigen, wobei es sich bei den Fortschrittsinformationen um die verstrichene Zeit seit dem Zeitpunkt der Objekterscheinung handelt und die verstrichene Zeit durch eine Änderung der Farbe des Rahmenbildes angegeben wird. In diesem Fall setzt der Meldungsbildgenerator 13 ein Rahmenbild, welches das unbeaufsichtigte Objekt umgibt, auf das aufgenommene Bild auf und ändert die Farbe des Rahmenbildes gemäß der verstrichenen Zeit. Im Beispiel von 5A bis 5C wird die Farbe des Rahmenbildes in der Reihenfolge von Blau, Gelb und Rot gemäß der verstrichenen Zeit geändert.
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Im Beispiel von 5A bis 5C wird eine Aktentasche 61 als ein unbeaufsichtigtes Objekt detektiert, und ein die Aktentasche 61 umgebendes Rahmenbild 62 wird auf das aufgenommene Bild aufgesetzt. In 5A bis 5C wird die Farbe des Rahmenbildes 62 in der Reihenfolge von Blau (siehe 5A), Gelb (siehe 5B) und Rot (siehe 5C) geändert, während die Zeit verstreicht. 5A ist ein Meldungsbild eines Zeitraums vom Zeitpunkt der Objekterscheinung der Aktentasche 61, die ein unbeaufsichtigtes Objekt ist, bis zu dem Zeitpunkt, zu dem eine vorbestimmte Zeit verstrichen ist, 5B ist ein Meldungsbild eines Zeitraums vom Zeitpunkt von 5A bis zu dem Zeitpunkt, zu dem eine vorbestimmte Zeit verstrichen ist, und 5C ist ein Meldungsbild eines Zeitraums vom Zeitpunkt von 5B bis zu dem Zeitpunkt, zu dem eine vorbestimmte Zeit verstrichen ist. In diesem Beispiel ist ein Alarm so eingestellt, dass er zum Zeitpunkt von 5C ausgegeben wird, und der Alarm wird durch Umändern des Rahmenbildes 62 auf Rot ausgegeben. Das Zeitintervall zum Ändern der Farbe des Rahmenbildes 62 kann beliebig eingestellt werden. Außerdem kann auch die Farbe des Rahmenbildes 62, die gemäß der verstrichenen Zeit geändert werden soll, beliebig festgelegt werden. Ferner können die Form, die Helligkeit und dergleichen des Rahmenbildes 62 nicht nur gemäß der Farbe des Rahmenbildes 62, sondern auch gemäß der verstrichenen Zeit geändert oder blinken gelassen werden.
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Wie bereits erwähnt, ist es möglich, die verstrichene Zeit seit der Objekterscheinung der Aktentasche 61, die ein unbeaufsichtigtes Objekts ist, im Überwachungsbereich für den Benutzer auf eine visuell leicht verständliche Art und Weise anzuzeigen, wenn die Farbe des Rahmenbildes gemäß der verstrichenen Zeit geändert wird. Im Beispiel von 5 wurde der Fall beschrieben, bei welchem es sich bei den Fortschrittsinformationen um die verstrichene Zeit seit dem Zeitpunkt der Objekterscheinung handelt, aber bei den Fortschrittsinformationen kann es sich auch um die verstrichene Zeit seit einem vorbestimmten Zeitpunkt nach dem Zeitpunkt der Objekterscheinung handeln. Außerdem kann es sich bei den Fortschrittsinformationen um die verstrichene Zeit seit dem Zeitpunkt, zu dem das unbeaufsichtigte Objekt detektiert wird, (oder einem vorbestimmten Zeitpunkt danach) handeln.
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Als Nächstes wird der Verarbeitungsablauf in der Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte 3 des Systems zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte 1 gemäß der ersten Ausführungsform, die in 1 dargestellt ist, unter Bezugnahme auf das Ablaufdiagramm von 6 beschrieben.
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Zunächst ruft die Bildabrufeinheit 11 ein aufgenommenes Bild von der Abbildungsvorrichtung 2 ab und gibt das aufgenommene Bild in den Bildprozessor 12 und den Meldungsbildgenerator 13 ein (Schritt ST101). Anschließend detektiert die Objektverfolgungseinheit 21 ein erscheinendes Objekt (siehe 2A und 2B), das im Überwachungsbereich erscheint, aus dem aufgenommenen Bild (Schritt ST102). Falls ein erscheinendes Objekt detektiert wird (Schritt ST102: Ja), geht die Verarbeitung zu Schritt ST103 über, falls kein erscheinendes Objekt detektiert wird (Schritt ST102: Nein), kehrt die Verarbeitung zu Schritt ST101 zurück.
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In Schritt ST103 verfolgt die Objektverfolgungseinheit 21 zwischen den aufgenommenen Bildern nach der Detektion eines erscheinenden Objekts für jedes detektierte erscheinende Objekt. Im nächsten Schritt ST104 detektiert die Einheit zum Detektieren unbeaufsichtigter Objekte 22 ein erscheinendes Objekt, das über eine vorbestimmte Zeit nicht bewegt wird, als ein unbeaufsichtigtes Objekt basierend auf dem Verfolgungsergebnis für jedes erscheinende Objekt durch die Objektverfolgungseinheit 21. Falls ein unbeaufsichtigtes Objekt detektiert wird (Schritt ST104: Ja), geht die Verarbeitung zu Schritt ST105 über, und falls kein unbeaufsichtigtes Objekt detektiert wird (Schritt ST104: Nein), kehrt die Verarbeitung zu Schritt ST101 zurück.
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In Schritt ST105 erzeugt der Fortschrittsinformationsgenerator 23 Fortschrittsinformationen des unbeaufsichtigten Objekts nach dem Zeitpunkt der Objekterscheinung basierend auf dem Verfolgungsergebnis für jedes erscheinende Objekt durch die Objektverfolgungseinheit 21. Wie bereits erwähnt, können als die Fortschrittsinformationen die verstrichene Zeit seit einem vorbestimmten Zeitpunkt nach dem Zeitpunkt der Objekterscheinung, die verstrichene Zeit seit einem vorbestimmten Zeitpunkt seit der Detektion des unbeaufsichtigten Objekts und ein Zeitfolgebild des unbeaufsichtigten Objekts nach einer vorbestimmten Zeit nach dem Zeitpunkt der Objekterscheinung erwähnt werden.
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Als Nächstes blendet der Meldungsbildgenerator 13 in Schritt ST106 die durch den Fortschrittsinformationsgenerator 23 erzeugten Fortschrittsinformationen im aufgenommenen Bild ein und erzeugt ein Meldungsbild (siehe 3 bis 5). Außerdem setzt der Meldungsbildgenerator 13 das Rahmenbild, welches das erscheinende Objekt umgibt, auf das Meldungsbild auf. Das erzeugte Meldungsbild wird an die Anzeigevorrichtung 4 ausgegeben.
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Wenn eine vorbestimmte Zeit seit der Detektion des unbeaufsichtigten verstrichen ist, dann gibt die Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte 3 in Schritt ST107 über die Anzeigevorrichtung 4 oder die Alarmauslösevorrichtung, nicht dargestellt, einen Alarm aus.
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Wie bereits erwähnt, ist es gemäß der ersten Ausführungsform möglich, den Benutzer mit den Fortschrittsinformationen des unbeaufsichtigten Objekts nach der Erscheinung im Überwachungsbereich zu versehen, da ein Meldungsbild durch Einblenden der Fortschrittsinformationen des unbeaufsichtigten Objekts nach dem Zeitpunkt der Objekterscheinung im aufgenommenen Bild erzeugt werden kann. Außerdem ist es möglich, die Fortschrittsinformationen des unbeaufsichtigten Objekts für den Benutzer auf eine intuitiv leicht verständliche Art und Weise anzuzeigen.
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(Zweite Ausführungsform)
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Als Nächstes wird ein System zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte 1 gemäß der zweiten Ausführungsform unter Bezugnahme auf 7 bis 11 beschrieben. Die Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte 3 gemäß der zweiten Ausführungsform unterscheidet sich von der Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte 3 gemäß der ersten Ausführungsform, die in 1 dargestellt ist, darin, dass die Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte 3 ferner einen Bildschichtgenerator 24 und einen Hintergrundbildgenerator 25 umfasst. Da die anderen Punkte gleich wie in der zuvor beschriebenen ersten Ausführungsform sind, werden die gleichen Bezugszeichen verwendet und die Beschreibung davon wird unterlassen.
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Bei Detektion einer Mehrzahl von erscheinenden Objekten im Überwachungsbereich erzeugt der Bildschichtgenerator 24 eine Bildschicht, die das Bild des erscheinenden Objekts umfasst, für jedes detektierte erscheinende Objekt. Konkret wird eine Mehrzahl von erscheinenden Objekten basierend auf dem Merkmalsmengennivau des lokalen Bereichs im aufgenommenen Bild identifiziert, und für jedes identifizierte erscheinende Objekt wird eine Bildschicht erzeugt. Falls außerdem das erscheinende Objekt ein unbeaufsichtigtes Objekt ist und ein Hintergrundobjekt dahinter vorhanden ist, wird auch eine Bildschicht erzeugt, die das Bild des Hintergrundobjekts umfasst. Die Erzeugung der Bildschicht des Hintergrundobjekts ist nicht unbedingt notwendig.
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8 ist ein Graph, der ein Merkmalsmengenniveau eines lokalen Bereichs auf in Zeitfolge aufgenommenen Bildern (aufgenommenen Frames) darstellt. Im Beispiel von 8 werden ein Hintergrundobjekt, ein erscheinendes Objekt A und ein erscheinendes Objekt B gemäß dem Merkmalsmengenniveau identifiziert. Der Bildschichtgenerator 24 erzeugt eine Bildschicht für jedes Objekt, das auf diese Weise identifiziert wird. Jede Bildschicht wird durch Ausschneiden jedes Objekts aus dem Hintergrundbild erzeugt.
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9A ist eine Bildschicht, die basierend auf dem Merkmalsmengenniveau zum Zeitpunkt t1 im Graphen von 8 erzeugt wird. Im Beispiel von 9A ist das erscheinende Objekt A in 8 ein unbeaufsichtigtes Objekt, und eine Aktentasche 71 wird als ein unbeaufsichtigtes Objekt (erscheinendes Objekt A) detektiert. Außerdem ist die Aktentasche 71 auf einer Sitzbank 72 angeordnet, und die Sitzbank 72 wird als ein Hintergrundbild der Aktentasche 71 detektiert, die ein unbeaufsichtigtes Objekt ist. Wie auf der rechten Seite von 9A dargestellt, erzeugt der Bildschichtgenerator 24 eine Bildschicht L1, die ein Bild der Sitzbank 72 umfasst, die ein Hintergrundobjekt ist, und eine Bildschicht L2, die ein Bild der Aktentasche 71 umfasst, die ein unbeaufsichtigtes Objekt (erscheinendes Objekt A) ist.
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9B ist eine Bildschicht, die basierend auf dem Merkmalsmengenniveau zum Zeitpunkt t2 im Graphen von 8 erzeugt wird. Im Beispiel von 9B wird eine Person 73 als ein erscheinendes Objekt B in 8 detektiert. Diese Person 73 bewegt sich auf dem Bild von links nach rechts und befindet sich zu diesem Zeitpunkt t2 vor der Aktentasche 71 und der Sitzbank 72. Das heißt, zu diesem Zeitpunkt t2 sind die Aktentasche 71 und die Sitzbank 72 hinter der Person 73 verborgen. Wie auf der rechten Seite von 9B dargestellt, erzeugt der Bildschichtgenerator 24 eine Bildschicht L3, die das Bild der Person 73 umfasst, die das erscheinende Objekt B ist.
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Der Hintergrundbildgenerator 25 erzeugt ein Hintergrundbild durch Entfernen der erscheinenden Objekte aus dem aufgenommenen Bild. 10A ist eine grafische Darstellung, die das Hintergrundbild zeigt, das vom Hintergrundbildgenerator 25 erzeugt wird. Konkret wird der Bildbereich des erscheinenden Objekts als ein Vordergrundbild basierend auf der Differenz zwischen dem aufgenommenen Bild zum Zeitpunkt, zu dem das erste erscheinende Objekt detektiert wird (im Beispiel von 9 dem Zeitpunkt t1, zu dem das erscheinende Objekt A detektiert wird), und dem aufgenommenen Bild zu einem früheren Zeitpunkt extrahiert. Dann wird durch Entfernen des Vordergrundbildes aus dem aufgenommenen Bild zum Zeitpunkt, zu dem das erste erscheinende Objekt detektiert wird, ein Hintergrundbild erzeugt. Alternativ kann ein Bild des Überwachungsbereichs, das im Voraus in einer Situation aufgenommen wird, in der kein erscheinendes Objekt vorhanden ist, als das Hintergrundbild verwendet werden.
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Wie in 10B dargestellt, setzt der Meldungsbildgenerator 13 die durch den Bildschichtgenerator 24 erzeugten Bildschichten L1 bis L3 auf das Hintergrundbild (siehe 10A) in der Detektionsreihenfolge von der Rückseite auf. Die Bildschichten L1 und L2 werden so aufgesetzt, dass wenigstens ein Teil der in diesen Bildschichten enthaltenen Objekte sichtbar ist. Im Beispiel von 10B sind die Bildschichten L1 bis L3 mit den Positionen um eine vorbestimmten Distanz in der Richtung von links nach rechts voneinander verschoben aufeinander aufgesetzt. Folglich können die Aktentasche 71 und die Sitzbank 72, die hinter der Person 73 verborgen sind, auf dem Bild angezeigt werden. Die Richtung und die Distanz, um welche die Positionen der Bildschichten L1 bis L3 verschoben werden, können beliebig festgelegt werden. Falls wenigstens ein Teil der in den Bildschichten L1 bis L2 enthaltenen Objekten sichtbar ist, selbst wenn die Bildschichten aufeinander aufgesetzt sind, so wie sie sind, müssen die Positionen der Bildschichten L1 bis L3 nicht voneinander verschoben werden. Solange der Beobachter erkennen kann, dass die Bildschichten L1 bis L3 aufeinander aufgesetzt sind, können die Bildschichten L1 bis L3 außerdem so aufeinander gesetzt sein, wie sie sind. In diesem Fall wird zum Beispiel ein Mittel zum Ändern der Reihenfolge des Aufeinandersetzens der Bildschichten, wie beispielsweise Registerkarten (nicht dargestellt), die zu den Bildframes hinzugefügt werden, beliebige andere Bedientasten (nicht dargestellt) oder dergleichen, bereitgestellt, und die Bildschicht kann durch Betätigen des Mittels auf der Rückseite angezeigt werden.
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Wie außerdem in 10C dargestellt, erzeugt der Meldungsbildgenerator 13 ein Meldungsbild, indem er ferner die Fortschrittsinformationen und das Rahmenbild, die durch den Fortschrittsinformationsgenerator 23 erzeugt werden, im Bild einblendet (siehe 10B), wobei jede Bildschicht auf das Hintergrundbild aufgesetzt ist. Im Beispiel von 10C sind als die Fortschrittsinformationen das Zeitzählbild 74 von „6:18“ und die Rahmenbilder 75 bis 77, welche die Person 73, die Aktentasche 71 bzw. die Sitzbank 72 umgeben, einblendet. Das durch den Meldungsbildgenerator 13 erzeugte Meldungsbild wird an die Anzeigevorrichtung 4 ausgegeben.
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Als Nächstes wird der Verarbeitungsablauf in der Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte 3 des Systems zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte 1 gemäß der zweiten Ausführungsform, die in 6 dargestellt ist, unter Bezugnahme auf das Ablaufdiagramm von 11 beschrieben.
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Die Verarbeitung in der Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte 3 gemäß der zweiten Ausführungsform unterscheidet sich von der ersten Ausführungsform darin, dass Schritt ST201 bis ST204 zwischen Schritt ST105 und Schritt ST106 der Verarbeitung der Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte 3 gemäß der ersten Ausführungsform hinzugefügt sind, die unter Bezugnahme auf das Ablaufdiagramm von 6 beschrieben wurde. Im Folgenden werden in erster Linie die hinzugefügten Schritte ST201 bis ST204 beschrieben.
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Falls in Schritt ST105 ein erscheinendes Objekt im Überwachungsbereich detektiert wird, wird in Schritt STST201 nach Schritt ST105 bestimmt, ob eine Mehrzahl von erscheinenden Objekten im Überwachungsbereich detektiert wurde oder nicht. Falls eine Mehrzahl von erscheinenden Objekten detektiert wird (Schritt ST201: Ja), geht die Verarbeitung zu Schritt ST202 weiter, falls keine Mehrzahl von erscheinenden Objekten detektiert wird (Schritt ST201: Nein), geht die Verarbeitung zu Schritt ST106 über.
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In Schritt STST202 erzeugt der Bildschichtgenerator 24 eine Bildschicht, die das Bild des erscheinenden Objekts für jedes erscheinende Objekt umfasst. Falls das erscheinende Objekt außerdem ein unbeaufsichtigtes Objekt ist und ein Hintergrundobjekt dahinter vorhanden ist, wird auch eine Bildschicht erzeugt, die das Bild des Hintergrundobjekts umfasst (siehe 9A und 9B). Anschließend erzeugt der Bildschichtgenerator 24 in Schritt STST203 ein Hintergrundbild (siehe 10A).
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Im nächsten Schritt ST204 setzt der Meldungsbildgenerator 13 jede durch den Bildschichtgenerator 24 erzeugte Bildschicht auf das durch den Hintergrundbildgenerator 25 erzeugte Hintergrundbild auf, so dass wenigstens ein Teil der in jeder Bildschicht enthaltenen Objekte zu sehen ist (siehe 10B). Dann blendet der Meldungsbildgenerator 13 in Schritt ST106 nach Schritt ST204 ferner die Fortschrittsinformationen und das Rahmenbild, die durch den Fortschrittsinformationsgenerator 23 erzeugt werden, im Bild ein, wobei jede Bildschicht auf das Hintergrundbild aufgesetzt ist, um ein Meldungsbild (siehe 10C) zu erzeugen, und gibt das Bild an die Anzeigevorrichtung 4 aus.
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Wie bereits erwähnt, ist es gemäß der zweiten Ausführungsform möglich, das unbeaufsichtigte Objekt auf dem Bild anzuzeigen, selbst wenn das unbeaufsichtigte Objekt hinter einem anderen Objekt verborgen ist, da jedes erscheinende Objekt und jedes Hintergrundobjekt, die im aufgenommenen Bild enthalten sind, im Bild angezeigt werden können, falls eine Mehrzahl von erscheinenden Objekten im Überwachungsbereich detektiert wird. Außerdem kann auch das Hintergrundobjekt, das sich hinter dem unbeaufsichtigten Objekt befindet, auf dem Bild angezeigt werden.
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Obwohl die vorliegende Offenbarung auf der Basis spezifischer Ausführungsformen beschrieben wurde, sind diese Ausführungsformen lediglich Beispiele, und die vorliegende Offenbarung wird durch diese Ausführungsformen nicht eingeschränkt. Die in der vorstehenden Ausführungsform beschriebenen Bestandselemente der Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte gemäß der vorliegenden Offenbarung, des mit derselben ausgestatteten Systems zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte und des Verfahrens zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte sind nicht unbedingt alle notwendig, sondern können in geeigneter Weise ausgewählt werden, ohne vom Schutzbereich der vorliegenden Offenbarung abzuweichen.
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GEWERBLICHE VERWERTBARKEIT
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Eine Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte, ein mit derselben ausgestattetes System zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte und ein Verfahren zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte können als eine Vorrichtung zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte, die zum Versehen eines Benutzers mit Fortschrittsinformationen eines unbeaufsichtigten Objekts nach der Erscheinung in einem Überwachungsbereich imstande ist, ein mit derselben ausgestattetes System zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte und ein Verfahren zur Überwachung unbeaufsichtigter Objekte und dergleichen verwendet werden.
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BEZUGSZEICHEN DER ZEICHNUNGEN
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- 1
- SYSTEM ZUR ÜBERWACHUNG UNBEAUFSICHTIGTER OBJEKTE
- 2
- ABBILDUNGSVORRICHTUNG
- 3
- VORRICHTUNG ZUR ÜBERWACHUNG UNBEAUFSICHTIGTER OBJEKTE
- 4
- ANZEIGEVORRICHTUNG (MELDEVORRICHTUNG)
- 11
- BILDABRUFEINHEIT
- 12
- BILDPROZESSOR
- 13
- MELDUNGSBILDGENERATOR
- 21
- OBJEKTVERFOLGUNGSEINHEIT
- 22
- EINHEIT ZUM DETEKTIEREN UNBEAUFSICHTIGTER OBJEKTE
- 23
- FORTSCHRITTSINFORMATIONSGENERATOR
- 24
- BILDSCHICHTGENERATOR
- 25
- HINTERGRUNDBILDGENERATOR