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FACHGEBIET
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein refraktäres Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial,
welches als refraktäres Rohmaterial für refraktäre
und keramische Produkte verwendbar ist und im Besonderen durch ein Schmelzverfahren
erhältlich und als Rohmaterial für ein refraktäres
Produkt für das Stranggießen, wie z. B. einen
plattenförmigen Ziegel oder eine Düse, geeignet
ist, und einen plattenförmigen Ziegel, für den
das refraktäre Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial verwendet
wird.
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ZUGRUNDELIEGENDES FACHGEBIET
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In
den Bereichen Eisen und Stahl, Nichteisenmetalle, Zement, Müllverbrennungsanlagen,
Ascheschmelzöfen usw. sind refraktäre Produkte
weit verbreitet und als Rohmaterial für die refraktären
Produkte wird üblicherweise ein refraktäres Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial
verwendet. Im Besonderen findet es breite Verwendung als refraktäres
Rohmaterial für einen plattenförmigen Ziegel oder
eine Düse, die in einer Gleitdüsen-Vorrichtung
zur Steuerung des Volumenstroms von geschmolzenem Stahl während
des Stranggießens von Stahl verwendet werden soll.
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Im
Allgemeinen wird ein refraktäres Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial
durch ein Schmelzverfahren industriell hergestellt, das zum Schmelzen
eines Gemisches aus Zircon und Aluminiumoxid oder eines Gemisches
aus Zirkoniumdioxid, Siliciumdioxid und Aluminiumoxid unter Verwendung
eines Elektrolichtbogenofens oder dergleichen ausgelegt ist. Das
refraktäre Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial umfasst eine
mineralische Phase, die hauptsächlich aus kristallinem
Zirkoniumdioxid und Mullit besteht, wobei Kristallkörner
des kristallinen Zirkoniumdioxids in der Mikrostruktur des refraktären
Produktes dispergiert sind, um die Rissentstehung zu verhindern.
Außerdem gilt es als ausgezeichnet in der Wärmeschockbeständigkeit,
da es im Vergleich zu anderen refraktären Rohmaterialien,
wie etwa Aluminiumoxid, eine geringe Wärmeausdehnungsrate
aufweist.
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In
typischem Zirkoniumdioxid-Mullit beinhalten die Kristallkörner
des kristallinen Zirkoniumdioxids einen relativ großen
Kristall (primärer Zirkoniumdioxidkristall) mit einer Korngröße
von etwa 100 μm, welcher während des Abkühlens
nach dem Schmelzen als primäre Phase ausgeschieden wird,
und einen relativ kleinen Kristall (eutektischer Zirkoniumdioxidkristall)
mit einer Korngröße von etwa 10 μm oder
weniger, welcher am eutektischen Punkt in der letzten Phase des
Abkühlens ausgeschieden wird. Was den primären
Zirkoniumdioxidkristall angeht, der als primäre Phase ausgeschieden
werden soll, wird der Kristall nach dem Ausscheiden eines Impfkristalls
in der Anfangsphase des Abkühlens einhergehend mit dem
Abkühlen wachsen, so dass er als ein relativ großer
Kristall mit einer Korngröße von etwa 100 μm
gebildet wird. Was den eutektischen Zirkoniumdioxidkristall angeht,
der am eutektischen Punkt ausgeschieden werden soll, wird in der
letzten Phase des Abkühlens auf einmal eine flüssige
Phase kristallisiert und dadurch das Kristallwachstum nicht begünstigt, so
dass er als ein feiner Kristall mit einer Korngröße
von etwa 10 μm oder weniger gebildet wird.
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Was
den Mullit angeht, wird die Ausscheidung ausgelöst, nachdem
der primäre Zirkoniumdioxidkristall ausgeschieden ist,
und der ausgeschiedene Kristall wachst einhergehend mit dem Abkühlen
bis auf etwa 100 μm. Zum Ausfüllen der Lücken
zwischen den Kristallen gibt es ein Matrixglas.
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In
einer solchen Mikrostruktur liegen die primären Zirkoniumdioxidkristalle
und der Mullit als relativ große Kristalle vor, so dass
der Matrixteil in Form des vorwiegend aus SiO2 bestehenden
Matrixglases und die Lücke größer werden.
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In
dem nachstehenden Patentdokument 1 wird beispielsweise als refraktäres
Produkt, für das ein refraktäres Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial
verwendet wird, ein refraktäres Produkt zum Stranggießen
beschrieben, für welches ein refraktäres Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial
mit einer mineralischen Phase, die hauptsächlich aus Mullit
und Baddeleyit (kristallinem Zirkoniumdioxid) besteht und als chemische
Komponenten 30 bis 80 Gew.-% Al2O3, 10 bis 65 Gew.-% ZrO2 und
5 bis 25 Gew.-% SiO2 umfasst, verwendet
wird. Von dem refraktären Produkt, für das dieses
refraktäre Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial verwendet
wird, wird gesagt, dass es eine geringe Wärmeausdehnungsrate
und eine ausgezeichnete Korrosionsbeständigkeit aufweist.
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Ferner
wird in dem nachstehenden Patentdokument 2 ein refraktäres
Produkt zum Stranggießen beschrieben, welches elektrisch
verschmolzenes Aluminiumoxid-Zirkoniumdioxid enthält, wobei
der mittlere Durchmesser der primären Aluminiumoxidkristalle
im Bereich von 5 bis 70 μm liegt und Zirkoniumdioxid in
einer Menge von 5 bis 43 Gew.-% enthalten ist. Darin wird gesagt,
dass, wenn der mittlere Durchmesser der Aluminiumoxidkristalle,
die als primäre Phase ausgeschieden werden sollen, so eingestellt
wird, dass er im Bereich von 5 bis 70 μm liegt, die primären
Aluminiumoxidkristalle und die eutektischen Aluminiumoxid-Zirkoniumdioxid-Kristalle
fein und komplex gemischt werden, so dass die zum Reißen
eines elektrisch verschmolzenen Aluminiumoxid-Zirkoniumdioxid-Korns
erforderliche Energie größer wird und dadurch
die Wärmeschockbeständigkeit im Vergleich zu einem
herkömmlichen Aluminiumoxid-Zirkoniumdioxid-Rohmaterial
verbessert wird.
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In
dem nachstehenden Patentdokument 3 wird ein refraktäres
Material auf der Basis von verschmolzenem Aluminiumoxid-Zirkoniumdioxid-Siliciumdioxid
beschrieben, welches eine Grundmikrostruktur, bestehend aus Korundkristallen,
Baddeleyitkristallen (kristallinem Zirkoniumdioxid) und einem Matrixglas,
aufweist, wobei das refraktäre Material, als chemische
Komponenten und in Gew.-% basierend auf dem Oxid, ZrO2 in einer
Menge von 25 bis 32%; Al2O3 in
einer Menge von 55 bis 67%; SiO2 in einer
Menge von 5 bis 12%; P2O5 in
einer Menge von 0,05 bis 0,5%; B2O3 in einer Menge von 0,05 bis 0,5%; und Na2O und K2O in einer
Einzelmenge von 0,1 bis 0,5% und in einer Gesamtmenge von 0,6% oder
weniger enthält. Darin wird gesagt, dass Na2O
und K2O als chemische Komponenten in einer
Einzelmenge von 0,1 bis 0,5% und in einer Gesamtmenge von 0,6% oder
weniger enthalten sind, um die Wirkung zu erzielen, dass ein Auslaugen
des hauptsächlich aus SiO2 bestehenden
Matrixglases während der Verwendung unter einer hohen Temperatur
von 1400°C oder mehr unterdrückt wird.
- [Patentdokument
1] JP 56-96775 A
- [Patentdokument 2] JP
2000-44327 A
- [Patentdokument 3] JP
10-101439 A
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OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
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[DURCH DIE ERFINDUNG ZU LÖSENDES
PROBLEM]
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Das
in dem Patentdokument 1 beschriebene refraktäre Produkt,
für das das refraktäre Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial
verwendet wird, wird als refraktäres Produkt mit ausgezeichneter
Wärmeschockbeständigkeit und Korrosionsbeständigkeit
hergestellt. Es ist jedoch bekannt, dass das refraktäre
Produkt, wenn es mit Stahl eines Typs, der eine hohe Sauerstoffkonzentration
im Stahl aufweist, oder Stahl eines Typs, dem Ca zugesetzt wurde,
verwendet wird, einem Verschleiß unterliegt, der auf die
Reaktion zwischen einer SiO2-Komponente
des Zirkoniumdioxid-Mullits und einer Komponente des Stahls, wie
z. B. FeO oder CaO, zurückzuführen ist, wodurch
eine wesentliche Verschlechterung in der Haltbarkeit verursacht
wird. Darüber hinaus wird, wenn das refraktäre
Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial in einem Kohlenstoff enthaltenden
refraktären Produkt eingesetzt und über einen
langen Zeitraum unter hohen Temperaturen verwendet wird, sich seine
Mikrostruktur verändern und abgebaut werden, was zu dem
Problem der Verschlechterung in der Haltbarkeit führt.
Als Ursache wird angenommen, dass das Innere der Mikrostruktur des
refraktären Produktes einer geringen Sauerstoffkonzentration
und einer stark reduzierenden Atmosphäre ausgesetzt ist
und das hauptsächlich aus SiO2 bestehende
Matrixglas dadurch reduziert und als SiO-Gas abgegeben wird, was
zur Veränderung des Zirkoniumdioxid-Mullits führt.
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Das
in dem Patentdokument 2 beschriebene refraktäre Rohmaterial
enthält keine SiO2-Komponente und
weist eine dichte Mikrostruktur auf, so dass es nicht nur in der
Korrosionsbeständigkeit sondern auch in der Abriebfestigkeit
ausgezeichnet ist. Aufgrund seiner Wärmeausdehnungsrate,
die größer als die eines refraktären
Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials ist, ist es jedoch unmöglich,
bezüglich der Wärmeschockbeständigkeit
eine Wirkung zu erzielen, die der des refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials
gleichwertig ist.
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Weiterhin
enthält das in dem Patentdokument 3 beschriebene refraktäre
Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial enthält ein Matrixglas
in einer Menge von 15 bis 20 Gew.-%. Daher unterliegt das refraktäre
Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial, wenn es in einem refraktären
Produkt für geschmolzenen Stahl verwendet wird, einem Verschleiß,
der auf die Reaktion mit einer Komponente des Stahls, wie z. B.
FeO oder CaO, zurückzuführen ist, wodurch eine
wesentliche Verschlechterung in der Haltbarkeit verursacht wird,
wie vorstehend ausgeführt.
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Es
ist deshalb eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein refraktäres
Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial, welches in der Korrosionsbeständigkeit
gegen FeO, CaO usw. ausgezeichnet ist und weniger wahrscheinlich
einer Veränderung und einem mikrostrukturellen Abbau unter
hohen Temperaturen unterliegt, und gleichzeitig eine geringe Wärmeausdehnungsrate
aufweist, um die geforderte Wärmeschockbeständigkeit
und Korrosionsbeständigkeit zu erfüllen, und welches
besonders optimal ist als Rohmaterial zur Verwendung in einem refraktären
Produkt zum Stranggießen, und einen plattenförmigen
Ziegel, für den das refraktäre Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial
verwendet wird, bereitzustellen.
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[MITTEL ZUM LÖSEN DES PROBLEMS]
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Um
die vorstehenden Probleme zu lösen, haben die Erfinder
durch verschiedene Untersuchungen, deren Schwerpunkt auf der Mikrostruktur
eines refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials lag,
die vorliegende Erfindung gemacht.
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Genauer
gesagt, stellt die vorliegende Erfindung ein refraktäres
Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial bereit, das durch ein Schmelzverfahren
erhalten wird. Das refraktäre Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial
umfasst kristallines Zirkoniumdioxid und Mullit als primäre
Komponenten, wobei der Rest Korund und/oder ein Matrixglas ist,
wobei das kristalline Zirkoniumdioxid einen eutektischen Zirkoniumdioxidkristall
mit einer Korngröße von 1,0 μm oder weniger
beinhaltet und das Matrixglas in einer Menge von 5 Gew.-% oder weniger
enthalten ist.
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Wenn
das refraktäre Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial durch
ein Schmelzverfahren hergestellt wird, hat die Abkühlungsgeschwindigkeit
während des Abkühlens des geschmolzenen Gemisches
einen Einfluss auf die Korngröße des refraktären
Rohmaterials und es wird eine umso geringere Korngröße
erhalten, je höher die Abkühlungsgeschwindigkeit wird.
Demnach wird bei einem refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial, welches
so durch ein Schmelzverfahren erhalten wird, dass es einen kleinen
eutektischen Zirkiumdioxidkristall aufweist, jeder andere als der
eutektische Zirkiumdioxidkristall in der Korngröße
auch klein ausfallen, was bedeutet, dass es eine dichte Mikrostruktur
aufweist. Ferner weist ein refraktäres Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial,
in dem der eutektische Zirkiumdioxidkristall eine Korngröße
von 1,0 μm oder weniger, vorzugsweise 0,5 μm oder
weniger aufweist, und ein Matrixglas in einer Menge von 5 Gew.-%
oder weniger enthalten ist, verglichen mit herkömmlichen
refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterialien eine
dichte Mikrostruktur, d. h. eine ausgezeichnete Korrosionsbeständigkeit
und eine geringe Volumenänderung, d. h. eine ausgezeichnete
Wärmeschockbeständigkeit, auf. Ist die Korngröße
des eutektischen Zirkiumdioxidkristalls größer
als 1,0 μm, wird die Mikrostruktur weniger dicht, was zu
ungenügender Korrosionsbeständigkeit und Wärmeschockbeständigkeit
führt.
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Die
dichte Mikrostruktur des refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials
macht es möglich, mikrostrukturelle Veränderung
und Abbau zu verhindern, wenn es über einen langen Zeitraum
unter hohen Temperaturen verwendet wird. Es wird angenommen, dass
dies daran liegt, dass die dichte Mikrostruktur ein Ausbreiten der
stark reduzierenden Atmosphäre in der Mikrostruktur eines
refraktären Produkts während der Verwendung unterdrücken
kann.
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Der
Ausdruck ”eutektischer Zirkoniumdioxidkristall”,
wie er hier verwendet wird, bedeutet einen relativ kleinen Zirkoniumdioxidkristall,
welcher während der Herstellung des refraktären
Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials durch ein Schmelzverfahren am
eutektischen Punkt in der letzten Phase des Abkühlen ausgeschieden
wird. Ferner bedeutet der Ausdruck ”primärer Zirkoniumdioxidkristall” einen
relativ großen Zirkoniumdioxidkristall, welcher in der
Anfangsphase des Abkühlens ausgeschieden wird. Die zwei
Typen von Kristallen können anhand ihrer Korngröße
leicht durch mikroskopische Betrachtung voneinander unterschieden
werden. Ferner weist der eutektische Zirkoniumdioxidkristall bei
der mikroskopischen Betrachtung das Merkmal auf, dass er als Aggregat
von feinen Kristallen wahrgenommen wird und benachbarte Kristalle
in der gleichen Richtung orientiert sind. Im Unterschied dazu gibt
es bei dem primären Zirkoniumdioxidkristall fast keine
Richtungscharakteristik zwischen benachbarten Kristallen. Was weiterhin
die Teilchengröße anbelangt, weist der eutektische
Zirkoniumdioxidkristall eine Korngröße auf, die
etwa 1/5 oder weniger der maximalen Korngröße
des Zirkoniumdioxidkristalls ist.
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In
der vorliegenden Erfindung bedeutet der Ausdruck ”eutektischer
Zirkoniumdioxidkristall mit einer Korngröße von
1,0 μm oder weniger”, dass im Sichtfeld der mikroskopischen
Betrachtung 95%/Fläche oder mehr der eutektischen Zirkoniumdioxidkristalle
eine Korngröße von 1,0 μm oder weniger
aufweisen. Ferner bedeutet in der vorliegenden Erfindung der Ausdruck ”das
kristalline Zirkoniumdioxidkristall weist eine maximale Korngröße
von 30 μm oder weniger auf”, dass bei einer mikroskopischen
Betrachtung von 10 Teilchen des refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials,
die jeweils eine Teilchengröße von 0,5 bis 3 mm
aufweisen, um die jeweiligen Korngrößen von 20
Kristallen in absteigender Korngröße zu bestimmen,
der Durchschnittswert der gemessenen Korngrößen
30 μm oder weniger beträgt, was später
ausführlich beschrieben wird.
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Dabei
bedeutet der Ausdruck ”kristallines Zirkoniumdioxid” einen
Kristallkörper, der eine ZrO2-Komponente
in einer Menge von 95 Gew.-% oder mehr enthält, wobei seine
Kristallmorphologie eines oder mehrere, ausgewählt aus
der Gruppe bestehend aus einem monoklinen System, einem kubischen
System und einem tetragonalen System, umfasst. Ein Grund ist der,
dass, wenn das kristalline Zirkoniumdioxid partiell stabilisiert wird,
indem eine Verunreinigung, wie etwa Y2O3 oder TiO2, in ZrO2, als feste Lösung eingebracht
wird, der stabilisierte Kristall ein tetragonales System oder ein
kubisches System aufweist. Ein anderer Grund ist der, dass in einem
Verfahren, bei dem das geschmolzene Gemisch schnell abgekühlt
wird, um das refraktäre Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial
der vorliegenden Erfindung herzustellen, Zirkoniumdioxid, das im
Bereich hoher Temperaturen von 1170°C oder mehr ein tetragonales
System aufweist, teilweise in dem tetragonalen System gehalten wird,
ohne dass während des schnellen Abkühlens ein
Phasenübergang zu einem monoklinen System stattfindet.
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In
dem refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial sorgt
eine kleinere Menge des Matrixglases für eine verbesserte
Korrosionsbeständigkeit gegenüber FeO oder CaO
während der Verwendung als refraktäres Produkt.
Daher ist es bevorzugt, dass kein Matrixglas enthalten ist. Solange
der Gehalt an dem Matrixglas 5 Gew.-% oder weniger beträgt,
ist seine negative Wirkung jedoch vernachlässigbar gering.
Wenn der Gehalt größer als 5 Gew.-% ist, verschlechtert
sich die Korrosionsbeständigkeit gegenüber FeO
oder CaO und die Veränderung und der mikrostrukturelle
Verfall des refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials,
die auf den Abbau der SiO2-Komponente bei
Einwirkung von hohen Temperaturen für einen langen Zeitraum
zurückzuführen sind, werden erheblich, wodurch
eine wesentliche Verschlechterung in der Haltbarkeit verursacht
wird.
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Der
Korund in dem refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial
kann die Korrosionsbeständigkeit gegenüber geschmolzenem
Metall verbessern. Demnach kann, wenn das refraktäre Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial
für ein refraktäres Produkt verwendet wird, bei
dem der Korrosionsbeständigkeit Vorrang zu geben ist, eine
bestimmte Menge Korund enthalten sein. Andererseits ist es, wenn
es für ein refraktäres Produkt verwendet wird,
bei dem der Wärmeschockfestigkeit Vorrang zu geben ist,
bevorzugt, das Inhaltsverhältnis von Korund in dem refraktären
Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial zu minimieren oder ist bevorzugt
kein Korund enthalten. Wenn es beispielsweise als refraktäres
Material für ein refraktäres Produkt zum Stranggießen
verwendet wird, ist es bevorzugt, das Inhaltsverhältnis
von Korund zu minimieren.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner ein refraktäres Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial
bereit, welches aus kristallinem Zirkoniumdioxid und Mullit besteht,
wobei das kristalline Zirkoniumdioxid einen eutektischen Zirkoniumdioxidkristall
mit einer Korngröße von 1,0 μm oder weniger
beinhaltet.
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Vorzugsweise
weist das kristalline Zirkoniumdioxid in dem refraktären
Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial der vorliegenden Erfindung eine
maximale Korngröße von 30 μm oder weniger
auf. In diesem Fall wird seine Mikrostruktur dichter, wodurch eine
verbesserte Korrosionsbeständigkeit bereitgestellt wird.
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Vorzugsweise
erfüllt die chemische Zusammensetzung des refraktären
Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials der vorliegenden Erfindung die
folgenden Anforderungen: es umfasst 30 bis 55 Gew.-% ZrO2, 30 bis 55 Gew.-% Al2O3 und 10 bis 25 Gew.-% SiO2 und
die chemischen Komponenten fallen jeweils in einen ersten Phasenbereich
von ZrO2 in einem Phasendiagramm des Systems
Al2O3-ZrO2-SiO2.
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Das
refraktäre Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial, das die
vorstehenden Anforderungen erfüllt, weist eine geringere
Zirkoniumdioxid-Korngröße und eine dichtere Mikrostruktur
auf, was für eine höhere Wärmeschockbeständigkeit
und Korrosionsbeständigkeit sorgt. Es wird davon ausgegangen,
dass dies daran liegt, dass bei dem refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial,
das die vorstehenden Anforderungen erfüllt, im Laufe der
Abkühlung des geschmolzenen Gemisches während
der Herstellung zuerst primäre Zirkoniumdioxidkristalle
und dann nacheinander und in dieser Reihenfolge Mullit und Korund
ausgeschieden werden, was eine übermäßige
Bildung von Korund und Glas unterdrückt.
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Der
primäre Phasenbereich 1 von ZrO2 ist
in dem Phasendiagramm des Systems Al2O3-ZrO2-SiO2 von 1 dargestellt.
In 1 zeigt die Linie A an, dass das Inhaltsverhältnis
von ZrO2 30 Gew.-% beträgt, und zeigt
die Linie B an, dass das Inhaltsverhältnis von ZrO2 55 Gew.-% beträgt. Die Linie C
zeigt an, dass das Inhaltsverhältnis von Al2O3 30 Gew.-% beträgt und die Linie
D zeigt an, dass das Inhaltsverhältnis von Al2O3 55 Gew.-% beträgt. Die Linie E
zeigt an, dass das Inhaltsverhältnis von SiO2 10
Gew.-% beträgt und die Linie F zeigt an, dass das Inhaltsverhältnis
von SiO2 25 Gew.-% beträgt.
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Beträgt
die Menge an ZrO2 in dem refraktären
Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial weniger als 30 Gew.-%, tritt
eine Verschlechterung hinsichtlich der Bildung von Mikrorissen in
der Matrix während des Phasenübergangs des kristallinen
Zirkoniumdioxids ein, was zu einer Verschlechterung des Effekts
der Verringerung des Elastizitätsmoduls des refraktären
Produktes führt. Wenn die Menge größer
als 55 Gew.-% ist, wird der Einfluss des Phasenübergangs
des kristallinen Zirkoniumdioxids auf die Volumenänderungseigenschaften größer,
was zur Zerstörung der Matrixstruktur des refraktären
Produktes und zur Verschlechterung in der Festigkeit und Wärmeschockbeständigkeit
des refraktären Produktes führt.
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Die
Al2O3-Komponente
in dem refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial reagiert
mit der SiO2-Komponente, wodurch Mullit
gebildet wird. Beträgt die Menge an Al2O3 weniger als 30 Gew.-% beträgt, verringert
sich demnach die Menge an Mullit, der in dem refraktären
Rohmaterial gebildet werden soll, was zur Verschlechterung in der
Wärmeschockbeständigkeit führt. Außerdem
erhöhen sich im Verhältnis die Menge an der SiO2-Komponente und/oder die Menge an der ZrO2-Komponente. Nimmt die ZrO2-Komponente übermäßig zu,
wird der Einfluss des Phasenübergangs des kristallinen
Zirkoniumdioxids auf die Volumenänderungseigenschaften
größer, was nicht nur zur Verschlechterung in
der Festigkeit und Wärmeschockbeständigkeit des
refraktären Produktes durch Zerstörung der Matrixstruktur
des refraktären Produktes, sondern auch zur Verschlechterung
der Korrosionsbeständigkeit durch beschleunigte Bildung
einer niedrigschmelzenden Substanz aus der Reaktion mit FeO führt.
Nimmt die SiO2 Komponente übermäßig
zu, bildet sie eine niedrigschmelzende Substanz aus der Reaktion
mit FeO oder CaO, was zur Verschlechterung in der Korrosionsbeständigkeit
führt. Wenn die Menge an Al2O3 größer als 55 Gew.-%
ist, nehmen die Menge an SiO2 und/oder die
Menge an ZrO2 im Verhältnis ab,
was zur Verschlechterung hinsichtlich des Effekts der Verringerung
der Wärmeausdehnungsrate und des Elastizitätsmoduls
führt.
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Beträgt
die Menge an SiO2 in dem refraktären
Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial weniger als 10 Gew.-%, wird die
Menge an Mullit unzureichend, was zu einer Erhöhung in
der Wärmeausdehnungsrate führt. Ist die Menge
größer als 25 Gew.-%, ist es wahrscheinlicher,
dass eine niedrigschmelzende Substanz aus der Reaktion mit FeO oder
CaO gebildet wird, was zur Verschlechterung in der Korrosionsbeständigkeit
führt.
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Die
scheinbare Porosität des refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials
der vorliegenden Erfindung beträgt vorzugsweise 3,0% oder
weniger, stärker bevorzugt 2,0% oder weniger. Ist die scheinbare
Porosität größer als 3,0% wird der Dichtegrad
des refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials unzureichend, so
dass durch Lücken, die in der Mikrostruktur des refraktären
Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials vorhanden sind, leicht SiO-Gas
austritt, was die Veränderung und den mikrostrukturellen
Abbau des refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials
beschleunigen kann. Außerdem wird die spezifische Oberfläche
des refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials größer,
was den auf eine Reaktion mit FeO oder CaO zurückzuführenden Verschleiß beschleunigen
kann.
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Vorzugsweise
enthält das refraktäre Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial
der vorliegenden Erfindung Na2O, K2O, CaO, MgO, P2O5, B2O3,
Fe2O3 und MnO2 in einer Gesamtmenge von 1,0 Gew.-% oder
weniger. Ist die Gesamtmenge an diesen Komponenten größer
als 1,0 Gew.-%, wird der Schmelzpunkt des Matrixglases niedriger,
was zu einer Verschlechterung in der Korrosionsbeständigkeit
des refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials und
ferner zu einer Verschlechterung in der Wärmeschockbeständigkeit
führt, die darauf zurückzuführen ist,
dass sich während der Wärmeaufnahme bei hohen
Temperaturen der mikrostrukturelle Abbau in dem refraktären
Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial selbst beschleunigt.
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Der
Begriff ”Matrixglas”, wie er hier verwendet wird,
bedeutet eine amorphe Glasphase, welche keine spezielle Kristallstruktur,
die hauptsächlich aus SiO2 besteht,
aufweist. In dem refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial
ist das Matrixglas vorhanden, um jeweils die Lücken zwischen
den Kristallen, wie z. B. dem kristallinen Zirkoniumdioxid und dem
Mullit, zu füllen. Die Menge an dem Matrixglas kann aus
den chemischen Komponenten und der quantitativen Bestimmung der
Mineralphase durch ein auf der Röntgendiffraktometrie basierendes
Verfahren mit interner Referenz quantitativ bestimmt werden.
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Das
refraktäre Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial der vorliegenden
Erfindung kann in einem plattenförmigen Ziegel in einer
Menge von 5 bis 40 Gew.-% enthalten sein, um einen plattenförmigen
Ziegel bereitzustellen, der in der Korrosionsbeständigkeit
und der Wärmeschockbeständigkeit ausgezeichnet
ist.
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In
dem plattenförmigen Ziegel, der das refraktäre
Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial der vorliegenden Erfindung enthält,
verhindert die geringe Wärmeausdehnungsrate des refraktären
Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials eine übermäßige
Bildung von Mikroräumen zwischen den Zirkoniumdioxid-Mullit-Teilchen
und der Matrix während der Wärmeaufnahme, wodurch
eine angemessene Festigkeit und ein angemessener Elastizitätsmodul
bereitgestellt werden. Außerdem wird die Wärmeausdehnungsrate
im Bereich um 1000°C verringert, so dass die Wärmeschockbeständigkeit
verbessert wird.
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Genauer
gesagt, wiederholen sich während der konkreten Verwendung
des plattenförmigen Ziegels Erwärmung und Abkühlung.
So weist ein plattenförmiger Ziegel, der das herkömmliche
refraktäre Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial enthält,
eine große Restdehnung auf, so dass sich seine Mikrostruktur
mit steigender Anzahl von Verwendungen immer mehr auflockert, wodurch
ein Abbau in der Mikrostruktur verursacht wird. Hingegen weist ein
plattenförmiger Ziegel, der das refraktäre Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial
der vorliegenden Erfindung enthält, fast keine Restdehnung
auf, so dass der mikrostrukturelle Abbau während der wiederholten
Verwendung unterdrückt wird, was es erlaubt, die Anzahl
der Nutzzyklen zu erhöhen. Ferner sinkt die Übergangstemperatur
je kleiner die Korngröße des kristallinen Zirkoniumdioxids
des refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials ist.
Dies macht es möglich, bei einer relativ niedrigen Temperatur
einen angemessenen Mikroraum zu bilden, so dass der Elastizitätsmodul
reduziert wird, wodurch die Wärmebeschockbeständigkeit
des plattenförmigen Ziegels wirksam unterstützt
wird.
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Ist
der Gehalt an dem refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial
in dem plattenförmigen Ziegel geringer als 5 Gew.-%, verschlechtert
sich die Wirkung bezüglich der Verringerung der Wärmeausdehnungsrate
zur Verbesserung der Spallingsbeständigkeit. Ist der Gehalt
größer als 40 Gew.-%, verschlechtert sich die Korrosionsbeständigkeit.
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[WIRKUNG DER ERFINDUNG]
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Bei
dem refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial der
vorliegenden Erfindung sind die Veränderung und der mikrostrukturelle
Abbau unter hohen Temperaturen bezeichnenderweise gering und es
ist im Vergleich zu den herkömmlichen refraktären
Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterialien ausgezeichnet in der Wärmeschockbeständigkeit
und der Korrosionsbeständigkeit. Demnach kann es anstelle
der herkömmlichen refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterialien
verwendet werden, um die Haltbarkeit von refraktären und
keramischen Produkten zu verbessern. Ferner ist es in einem plattenförmigen
Ziegel verwendbar, um seine Haltbarkeit zu verbessern.
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BESTE FORM DER AUSFÜHRUNG
DER ERFINDUNG
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Das
refraktäre Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial der vorliegenden
Erfindung wird hergestellt oder erhalten, indem: ein Gemisch von
Ausgangsmaterialien, bestehend aus Zircon und Aluminiumoxid oder
aus Zirkoniumdioxid, Siliziumdioxid und Aluminiumoxid, hergestellt
wird; das Ausgangsmaterialgemisch einem Schmelzverfahren unterzogen
wird, bei dem das Ausgangsmaterialgemisch unter Verwendung eines
Elektrolichtbogenofens oder dergleichen geschmolzen wird; und das
geschmolzene Gemisch nach dem Schmelzen des Ausgangsmaterialgemisches
schnell abgekühlt wird. Das Zircon kann Zirconsand sein.
Das Aluminiumoxid kann kalziniertes Aluminiumoxid oder gesintertes
Aluminiumoxid sein und das Zirkoniumdioxid kann natürlich
vorkommendes Baddeleyit oder entsiliziertes Baddeleyit sein. Das
Siliziumdioxid kann ein natürlich vorkommendes Siliziumdioxidmaterial,
wie z. B. Siliziumdioxidstein, oder ein synthetisches Siliziumdioxidmaterial, wie
z. B. Mikrosilika oder Quarzmehl, sein.
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Das
schnelle Abkühlen kann eine Methode, bei der man das geschmolzene
Gemisch an einer wassergekühlten Eisenplatte entlang fließen
lässt, eine Methode, bei der das geschmolzene Gemisch in
einen Rahmen gegossen wird, der durch Zusammenfügen von
Eisenplatten gebildet wird, und eine Methode, bei der das geschmolzene
Gemisch in einen Behälter, in den Eisenkugeln eingebettet
sind, gegossen wird, beinhalten.
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Das
in der vorstehenden Art und Weise erhaltene refraktäre
Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial weist eine dichte Mikrostruktur
mit feinen Kristallen auf. Genauer gesagt, kann die dichte Mikrostruktur
mit feinen Kristallen erhalten werden, indem die Abkühlungsgeschwindigkeit
des im geschmolzenen Zustand befindlichen Ausgangsmaterialgemisches
auf einen hohen Wert eingestellt wird, um das Kristallwachstum des
kristallinen Zirkoniumdioxids und Mullits zu unterdrücken.
Ferner kann die Korngröße des primären
und des eutektischen Zirkoniumdioxidkristalls gesteuert werden,
indem die Bedingungen bei der schnellen Abkühlung, d. h. der
Abkühlungsbetrag, gesteuert werden. Folglich kann auch
die Porosität des refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials
gesteuert werden.
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Die
chemische Zusammensetzung des Ausgangsmaterialgemisches, d. h. des
Gemisches der Ausgangsmaterialien, die einem Schmelzverfahren zu
unterziehen sind, wird so eingestellt, dass sie 30 bis 55 Gew.-%
ZrO2, 30 bis 55 Gew.-% Al2O3 und 10 bis 25 Gew.-% SiO2 umfasst,
wobei die chemischen Komponenten jeweils in einen ersten Phasenbereich
von ZrO2 in einem Phasendiagramm des Systems
Al2O3-ZrO2-SiO2 fallen. In
diesem Fall kann leichter ein refraktäres Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial
erhalten werden, in welchem kristallines Zirkoniumdioxid einen eutektischen
Zirkoniumdioxidkristall mit einer Korngröße von
1,0 μm oder weniger beinhaltet und eine maximale Korngröße
von 30 μm oder weniger aufweist und ein Matrixglas in einer
Menge von 5 Gew.-% oder weniger enthalten ist.
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In
einer Situation, in der alle chemischen Komponenten außerhalb
des ersten Phasenbereichs des ZrO2 sind,
d. h. in 1 in den Zusammensetzungsbereich 2 fallen,
welcher der erste Phasenbereich von Korund ist, verursacht die Al2O3-Komponente in
den geschmolzenen Rohmaterialien während des schnellen
Abkühlens der in einem geschmolzenen Zustand befindlichen
Rohmaterialien eine schnelle Ausscheidung von Korundkristallen,
so dass es schwierig wird, die SiO2-Komponente
und den Mullit zu bilden. Die Folge ist, dass der Gehalt an der
Matrixglasphase 10 Gew.-% oder mehr betragen kann.
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In
einer anderen Situation, in der die chemischen Komponenten in 1 jeweils
in den Zusammensetzungsbereich 3 fallen, welcher der erste
Phasenbereich von Mullit ist, wird eine Matrixphase zwar im Wesentlichen
nicht gebildet, aber der Gehalt an ZrO2 ist
relativ verringert auf weniger als etwa 30 Gew.-%, so dass eine
Verschlechterung hinsichtlich der Bildung von Mikrorissen, d. h.
des Effektes der Verringerung des Elastizitätsmoduls eines
refraktären Produktes, eintreten kann.
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Ferner
wird die Gesamtmenge an Na2O, K2O,
CaO, MgO, P2O5,
B2O3, Fe2O3 und MnO2 in dem refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial
auf 1,0 Gew.-% oder weniger eingestellt. Zu diesem Zweck kann der Gehalt
an diesen Komponenten in den Ausgangsmaterialien vorausgehend geregelt
werden. Der Grad der Bildung des Matrixglases kann verringert werden,
indem der Gehalt an diesen Komponenten verringert wird.
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Die
Mikrostruktur des refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials
der vorliegenden Erfindung umfasst kristallines Zirkoniumdioxid
und Mullit als primäre Komponenten, wobei der Rest Korund
und/oder ein Matrixglas ist. Die Mikrostruktur kann z. B. nur aus
kristallinem Zirkoniumdioxid und Mullit bestehen.
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Im
Hinblick auf die Verbesserung der Wärmeschockbeständigkeit
ist es bevorzugt, dass das Gesamtinhaltsverhältnis des
kristallinen Zirkoniumdioxids und des Mullits in der ganzen Mikrostruktur
85 Gew.-% oder mehr beträgt. Wenn das Gesamtinhaltsverhältnis
weniger als 85 Gew.-% beträgt, neigt die Wärmeschockbeständigkeit
dazu, sich beträchtlich zu verschlechtern. Ferner ist es
bevorzugt, dass das Inhaltsverhältnis des kristallinen
Zirkoniumdioxids im Bereich von 30 bis 55 Gew.-% liegt. Beträgt
das Inhaltsverhältnis weniger als 30 Gew.-%, tritt eine
Verschlechterung hinsichtlich der Bildung von Mikrorissen in der
Matrix während eines Phasenübergangs des kristallinen
Zirkoniumdioxids ein, was zu einer Verschlechterung des Effekts
der Verringerung des Elastizitätsmoduls des refraktären
Produktes führt. Ist das Inhaltsverhältnis größer
als 55 Gew.-%, wird der Einfluss des Phasenübergangs des
kristallinen Zirkoniumdioxids auf die Volumenänderungsverhalten größer,
was zur Zerstörung der Matrixstruktur des refraktären
Produktes und zur Verschlechterung in der Festigkeit und Wärmeschockbeständigkeit
des refraktären Produktes führen kann.
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Was
den Korund des refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials
betrifft, so wächst in dem Kristall selbst wahrscheinlich
ein Spaltungsriss. Wird in dem refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial
ein Korundkristall gebildet, kann der Spaltungsriss in dem Korundkristall
demnach zu einem Defekt werden, welcher ein Faktor sein könnte,
der die Dichte des refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials
ruiniert. Aus diesem Grund ist es bevorzugt das Inhaltsverhältnis
von Korund zu minimieren oder dass kein Korund enthalten ist. Solange
das Inhaltsverhältnis 20 Gew.-% oder weniger beträgt,
ist die nachteilige Wirkung vernachlässigbar gering und
es kann eine die Korrosionsbeständigkeit erhöhende
Wirkung erhalten werden. Ist das Inhaltsverhältnis größer
als 20 Gew.-% nimmt die Wärmeausdehnungsrate zu, was zu
einer Verschlechterung in der Wärmeschockbeständigkeit
führt.
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Die
Inhaltsverhältnisse der vorstehenden mineralischen Phasen
können jeweils auf der Grundlage des Röntgenintensitätsverhältnisses
quantitativ bestimmt werden. Genauer gesagt, können sie
durch eine Analyse der chemischen Komponenten, wie z. B. eine Röntgenfluoreszenzanalyse
oder Elektronensonden-Röntgenmikroanalyse (EPMA), oder
durch ein gängiges auf Röntgendiffraktion basierendes
Verfahren mit interner Referenz unter Verwendung von Probenstandards
von Korund, kristallinem Zirkoniumdioxid, Mullit usw. quantitativ
bestimmt werden.
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Das
Inhaltverhältnis des hauptsächlich aus SiO2 bestehenden Matrixglases kann erhalten
werden, indem der Gehalt an SiO2 durch eine
Analyse der chemischen Komponenten, wie z. B. eine Röntgenfluoreszenzanalyse
oder EPMA, quantitativ bestimmt wird und von dem SiO2-Gehalt
die in der Mullitphase enthaltene Menge an SiO2,
welche durch das auf Röntgendiffraktion basierende Verfahren
mit interner Referenz quantitativ bestimmt wird, subtrahiert wird.
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In
der vorliegenden Erfindung beinhaltet das kristalline Zirkoniumdioxid
einen eutektischen Zirkoniumdioxidkristall mit einer Korngröße
von 1,0 μm oder weniger und weist eine maximale Korngröße
von 30 μm oder weniger auf. Im Hinblick darauf, eine dichtere
Mikrostruktur zu erhalten, ist es bevorzugt, die maximale Korngröße
des Mullits zu minimieren. Genauer gesagt, beträgt die
maximale Korngröße des Mullits vorzugsweise 50 μm
oder weniger, stärker bevorzugt 30 μm oder weniger.
Wie bei dem kristallinen Zirkoniumdioxid kann die maximale Korngröße
des Mullits durch Steuerung der Abkühlungsgeschwindigkeit
des geschmolzenen Gemisches gesteuert werden.
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Der
Ausdruck ”maximale Korngröße”,
wie er hier verwendet wird, bedeutet einen Wert, der erhalten wird,
indem 10 Teilchen des refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials,
die jeweils eine Teilchengröße von 0,5 bis 3 mm
aufweisen, mikroskopisch betrachtet werden, um die jeweiligen Korngrößen
von 20 Kristallen in absteigender Korngröße zu
bestimmen, und der Durchschnittswert der gemessenen Korngrößen
gebildet wird. Im Allgemeinen beinhalten das kristalline Zirkoniumdioxid
und der kristalline Mullit jeweils einen länglichen säulenförmigen
Kristall, einen blockförmigen Kristall oder einen dendritischen
Kristall. In der vorliegenden Erfindung bezeichnet der Ausdruck ”Korngröße” den
maximalen Außendurchmesser eines solchen Kristalls in senkrechter
Richtung zur Längsachse des Kristalls. Ferner wird der
Kristall bei der eigentlichen mikroskopischen Betrachtung im Querschnitt,
der an einer beliebigen Stelle geschnitten wird, betrachtet. Deshalb
wird die Länge des Außendurchmessers des Kristalls
in senkrechter Richtung zur Längsachse des Kristalls unter Berücksichtigung
der Ausrichtung des Kristalls im jeweiligen Querschnitt gemessen.
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Das
refraktäre Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial der vorliegenden
Erfindung kann ohne negative Auswirkung anstelle des herkömmlichen
refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials verwendet
werden, um die Wärmeschockbeständigkeit und Korrosionsbeständigkeit
zu verbessern. Der Vorteil tritt besonders hervor, wenn es in einem
refraktären Produkt für die Eisen-/Stahlherstellung
verwendet wird. Insbesondere kann es in einem plattenförmigen
Ziegel verwendet werden, um seine Haltbarkeit zu verbessern.
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[BEISPIEL]
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Die
Tabellen 1 und 2 zeigen erfindungsgemäße Beispiele
und Vergleichsbeispiele.
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Das
refraktäre Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial wurde versuchsweise
hergestellt, indem: jeweils etwa 1 t eines Gemischs der Ausgangsmaterialien
in den Tabellen 1 und 2 bei etwa 2000°C unter Verwendung eines
elektrischen Schmelzofens geschmolzen wurde; und nach dem gleichmäßigen
Schmelzen des Gemisches das geschmolzene Gemisch einer schnellen
Abkühlung, die so gestaltet war, dass das geschmolzene Gemisch,
das bei der Temperatur gehalten wurde, in einen gitterförmigen
Eisenrahmen gegossen wurde, um das geschmolzene Gemisch schnell
abzukühlen, oder einer langsamen Abkühlung, die
so gestaltet war, dass das geschmolzene Gemisch abgekühlt
wurde, während es in einem Behälter für
geschmolzenes Material belassen wurde, unterzogen wurde. Die Korngröße
des kristallinen Zirkoniumdioxids wurde gesteuert, indem die Größe
des Eisenrahmens (Abkühlungsbetrag) geändert wurde.
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Was
die chemische Zusammensetzung oder die chemischen Komponenten angeht,
so wurde eine quantitative Analyse durch Röntgenfluoreszenzanalyse
gemäß JIS R2216 durchgeführt.
Was die Mineralphasen angeht, so wurde die quantitative Bestimmung
der Mineralphase jeweils durch ein auf der Röntgendiffraktometrie
basierendes Verfahren mit interner Referenz durchgeführt.
Was das Matrixglas angeht, so wurde die Menge des Matrixglases durch
Subtrahieren der in der Mullitphase enthaltenen Menge an SiO2, die durch Röntgendiffraktometrie
erhalten wurde, vom Ergebnis der quantitativen Analyse der SiO2-Komponente, die auf der Röntgenfluoreszenzanalyse
basiert, bestimmt.
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Die
versuchsweise hergestellten refraktären Materialien wurden
jeweils in Harz eingebettet und nach dem Harten des Harzes wurde
die erhaltene Probe poliert. Dann wurde die Mikrostruktur des refraktären
Materials mittels eines Reflexionsmikroskops untersucht, um die
maximale Korngröße des kristallinen Zirkoniumdioxids
zu prüfen.
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Was
die Wärmeausdehnungsrate angeht, so wurden die versuchsweise
hergestellten refraktären Materialien jeweils auf eine
Teilchengröße von 0,044 mm oder weniger pulverisiert
und es wurde eine säulenförmige Probe hergestellt
und einer Wärmebehandlung unterzogen. Dann wurde das Wärmeausdehnungsverhalten
durch eine thermomechanische Analyse (TMA) geprüft.
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Was
die scheinbare Porosität angeht, so wurden, nachdem die
versuchsweise hergestellten refraktären Materialien pulversiert
wurden, die erhaltenen Teilchen gesiebt, um jeweils die Teilchen
mit einer Korngröße von 3,35 bis 2,0 mm zu selektieren,
und die selektierten Teilchen wurden gemäß JIS
R2205 geprüft.
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Ferner
wurden die versuchsweise hergestellten refraktären Rohmaterialien
nach der Bestimmung der Porosität jeweils in einen Aluminiumschmelztiegel
gegeben und der Aluminiumschmelztiegel wurde in einen Behälter
aus einem refraktären Material auf Siliziumcarbidbasis
gegeben. Dann wurde der Behälter mit Koksstückchen
gefüllt und mit einem Deckel verschlossen. In diesem Zustand
wurden die versuchsweise hergestellten refraktären Materialien
jeweils für 10 h einer kontinuierlichen Wärmebehandlung
in einem Elektroofen bei einer Temperatur von 1500°C unterzogen
und dann wurde die scheinbare Porosität erneut bestimmt,
um anhand der scheinbaren Porosität nach der Wärmebehandlung
den mikrostrukturellen Abbau infolge von Veränderung und
Abbau des Matrixglases unter hohen Temperaturen zu bewerten.
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Was
die Korrosionsbeständigkeit angeht, so wurden die versuchsweise
hergestellten refraktären Rohmaterialien, die eine durch
die Teilchengrößenselektion vorgegebene Teilchengröße
aufwiesen, mit einem Phenolharz gemischt. Dann wurde das Gemisch
zu einer quadratischen Säule mit einer Größe
von 30 × 30 × 150 mm geformt und in einem Coke
Breeze für 3 h bei 1000°C gebrannt, um eine Probe
zu erhalten. Die Probe wurde bewertet, indem Eisenoxidpulver als
korrosives Material in einem Hochfrequenz-Induktionsofen eingesetzt
wurde. In den Tabellen 1 und 2 ist die Korrosionsbeständigkeit
durch eine Verschleißzahl angegeben, wobei ein größerer
Wert einen höheren Verschleiß angibt, d. h. die
Korrosionsbeständigkeit unzureichender wird. Die Verschleißzahl
wird unter der Annahme bestimmt, dass der Verschleißbetrag
in Vergleichsbeispiel 7 100 ist.
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Bei
den ”chemischen Komponenten” in den Tabellen 1
und 2 steht ”Andere 1” für das Gesamtinhaltsverhältnis
von Na2O, K2O, CaO,
MgO, P2O5, B2O3, Fe2O3 und MnO2 und steht ”Andere
2” für das Gesamtinhaltsverhältnis von
Al2O3, ZrO2, SiO2 und anderen
chemischen Komponenten außer den ”Anderen 1”.
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In
Tabelle 1 fallen die erfindungsgemäßen Beispiele
1 bis 4 jeweils in den Schutzbereich der vorliegenden Erfindung,
d. h. das kristalline Zirkoniumdioxid beinhaltet einen eutektischen
Zirkoniumdioxidkristall mit einer Korngröße von
1,0 μm oder weniger und weist eine maximale Korngröße
von 30 μm oder weniger auf und das Matrixglas ist in einer
Menge von 5 Gew.-% oder weniger enthalten. Wie aus Tabelle 1 hervorgeht,
unterliegen die erfindungsgemäßen Beispiele 1
bis 4 jeweils weniger wahrscheinlich einer Veränderung
und einem mikrostrukturellen Abbau unter hohen Temperaturen, da
ihre scheinbare Porosität (scheinbare Porosität
vor der Wärmebehandlung) und ihre scheinbare Porosität
nach der Wärmebehandlung geringer sind als die von Vergleichsbeispiel
7, bei welchem es sich um ein herkömmliches refraktäres
Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial handelt, und ausgezeichnet sind
in der Korrosionsbeständigkeit gegen FeO, da ihre Verschleißzahl
kleiner ist als die von Vergleichsbeispiel 7.
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Die
Vergleichsbeispiele 1 bis 6 liegen jeweils außerhalb des
Schutzbereichs der vorliegenden Erfindung, da sie kein Mullit als
mineralische Phase enthalten. Die Vergleichsbeispiele 1 bis 6 sind
aufgrund ihrer hohen Wärmeausdehnungsrate jeweils unzureichend
in der Wärmeschockbeständigkeit. Außerdem
enthalten sie eine relativ geringe Menge an SiO2-
und ZrO2-Komponenten und eine relativ große
Menge an Al2O3,
so dass der in der Anfangsphase der Abkühlung ausgeschiedene
Korund übermäßig kristallisiert, wodurch
die Bildung von Mullit ausgeschlossen ist. Somit liegt die SiO2-Komponente vollständig als Matrixglas
vor und dadurch steigt die scheinbare Porosität nach der
Wärmebehandlung auf bis zu 3,0% oder mehr, woraus ein wesentlicher
mikrostruktureller Abbau resultiert.
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Die
Vergleichsbeispiele 7 bis 9 wurden jeweils unter Verwendung der
gleichen Ausgangsmaterialien wie das erfindungsgemäße
Beispiel 3 und mit einer Abkühlungsgeschwindigkeit, die
durch Verändern der Größe (z. B. der
Dicke) des für die versuchsweise Herstellung zu verwendenden
Eisenrahmens verringert wurde, hergestellt, so dass der eutektische
Zirkoniumdioxidkristall eine Korngröße von mehr
als 1,0 μm aufwies, was außerhalb des Schutzbereiches
der vorliegenden Erfindung liegt. Folglich war die scheinbare Porosität
vor der Wärmebehandlung auf 4,8% bis 6,2% erhöht
und deshalb wurde nicht die beabsichtigte Mikrostruktur erhalten. Außerdem
verursachte dies einen Anstieg in der scheinbaren Porosität
nach der Wärmebehandlung, was zu einer Verschlechterung
in der Korrosionsbeständigkeit, zurückzuführen
auf einen wesentlichen mikrostrukturellen Abbau nach der Aufnahme
von Wärme und eine Verringerung der Dichte, führte.
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Vergleicht
man die vor der Wärmebehandlung erhaltenen scheinbaren
Porositäten des erfindungsgemäßen Beispiel
3 und des Vergleichsbeispiels 7, so gibt es einen großen
Unterschied zwischen ihnen. Genauer gesagt beträgt die
scheinbare Porosität vor der Wärmebehandlung in
dem erfindungsgemäßen Beispiel 3 0,7%, wohingegen
die scheinbare Porosität vor der Wärmebehandlung
in Vergleichsbeispiel 7 4,8% beträgt. Ferner gibt es auch
bezüglich der Korngröße des eutektischen
Zirkoniumdioxidkristalls und der maximalen Korngröße
des kristallinen Zirkoniumdioxids einen großen Unterschied
zwischen ihnen. Genauer gesagt beträgt die Korngröße
des eutektischen Zirkoniumdioxidkristalls in dem erfindungsgemäßen
Beispiel 3 0,2 μm, wohingegen die die Korngröße
des eutektischen Zirkoniumdioxidkristalls in Vergleichsbeispiel
7 1,2 μm beträgt, und die maximale Korngröße
des kristallinen Zirkoniumdioxids beträgt in dem erfindungsgemäßen
Beispiel 3 21 μm, wohingegen die maximale Korngröße
des kristallinen Zirkoniumdioxids in Vergleichsbeispiel 7 52 μm
beträgt. Folglich wies das erfindungsgemäße
Beispiel 3 hinsichtlich der Korrosionsbeständigkeit ein deutlich überlegenes
Ergebnis auf. Dies bedeutet, dass sich die Mikrostruktur verdichtet,
wenn die Korngröße des Zirkoniumdioxids verringert
wird, wodurch die Korrosionsbeständigkeit gegen FeO verbessert
wird. Es lässt sich auch sagen, dass die Korrosionsbeständigkeit
gegen CaO verbessert wird.
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Die
Vergleichsbeispiele 10 und 11 enthalten jeweils eine übermäßige
Menge an der SiO2-Komponente und dadurch
eine große Menge (8,0% oder 18,7%) an Matrixglas, so dass
die scheinbare Porosität nach der Wärmebehandlung
auf 4,7% oder 5,2% stieg, was zu einem wesentlichen mikrostrukturellen
Abbau führte. Außerdem stieg auch die Menge an
Silikatglas, was zu einer wesentlichen Verschlechterung in der Korrosionsbeständigkeit
führte.
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2A zeigt
eine Mikroskopaufnahme (Reflexionsmikroskop) eines in dem erfindungsgemäßen
Beispiel 3 erhaltenen refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials
und 2B zeigt eine Mikroskop-Nahaufnahme (Elektronenmikroskop)
eines eutektischen Zirkoniumdioxidkristalls davon. 3A zeigt
eine Mikroskopaufnahme (Reflexionsmikroskop) eines in Vergleichsbeispiel
7 erhaltenen refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials
und 3B zeigt eine Mikroskop-Nahaufnahme (Elektronenmikroskop) eines
eutektischen Zirkoniumdioxidkristalls davon. Der weißliche
Teil in den Figuren ist jeweils das kristalline Zirkoniumdioxid.
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In 2A ist
ein weißer Kristall mit einer klar erkennbaren Form ein
primärer Zirkoniumdioxidkristall, wohingegen ein eutektischer
Zirkonuimdioxidkristall wegen seiner zu geringen Größe
nicht erkennbar ist. Der primäre Zirkoniumdioxidkristall
und der eutektische Zirkonuimdioxidkristall sind also von unterschiedlicher
Größe und können klar voneinander unterschieden
werden. In 2A beträgt die maximale
Korngröße des kristallinen Zirkoniumdioxids 30 μm
oder weniger. In 2B, welche eine Nahaufnahme
des eutektischen Zirkoniumdioxidkristalls ist, beträgt
seine Korngröße 1,0 μm oder weniger.
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In 3A ist
ein großer weißer Kristall ein primärer
Zirkoniumdioxidkristall. Der primäre Zirkoniumdioxidkristall
umfasst einen rechteckigen Kristall und einen ovalen Kristall, die
jeweils lange und kurze Typen einschließen. Die Form des
primären Zirkoniumdioxidkristalls variiert in Abhängigkeit
vom Querschnitt des Kristalls, der auf der Beobachtungsfläche
erscheint. In 3A weist ein großer
Zirkoniumdioxidkristall eine maximale Korngröße
von 30 μm auf und ein Teil, erkennbar als weißer
Punkt oder weiße Linie mit einer Größe
von 10 μm oder weniger, ist ein eutektischer Zirkoniumdioxidkristall,
aber kein primärer Zirkoniumdioxidkristall. Der eutektische
Zirkoniumdioxidkristall weist das Merkmal auf, dass er als Gruppe
aus einer Vielzahl von Kristallen, die in der gleichen Richtung
orientiert sind, oder als Aggregat von Punkten oder Linien beobachtet
wird. In 3B, welche eine Nahaufnahme
eines eutektischen Zirkoniumdioxidkristalls ist, wird ein Querschnitt
des Kristalls in etwa senkrechter und leicht schräger Richtung
zu seiner Längsachse beobachtet. Wie in 3B zu
sehen ist, ist die Kontur (Korngröße) des Kristalls
in diesem Querschnitt größer als 1,0 μm.
Wie in diesem Photogramm, weist ein eutektischer Zirkoniumdioxidkristall
in vielen Fällen eine säulenartige Form auf.
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In
Tabelle 2 enthalten die erfindungsgemäßen Beispiele
5 bis 7 jeweils eine geringe Menge einer Verunreinigung, bestehend
aus den ”Anderen 1”, so dass sie ein Matrixglas
in einer geringen Menge von 5 Gew.-% oder weniger enthalten und
dadurch die Dichte in der Mikrostruktur auch nach der Wärmebehandlung und
eine ausgezeichnete Korrosionsbeständigkeit aufrechterhalten.
Außerdem weisen sie eine geringe Wärmeausdehnungsrate
von 0,6 bis 0,63 und eine ausreichend hohe Wärmeschockbeständigkeit
auf.
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Dagegen
enthalten die Vergleichsbeispiele 12 und 13 jeweils ein Matrixglas
in einer Menge, die außerhalb des Schutzbereichs der vorliegenden
Erfindung liegt, so dass die scheinbare Porosität nach
der Wärmebehandlung auf 3,1% oder 3,6% erhöht
ist, was zu einem wesentlichen mikrostrukturellen Abbau nach der Wärmeaufnahme
und einer wesentlichen Verschlechterung in der Korrosionsbeständigkeit
führt.
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In
den erfindungsgemäßen Beispielen 8 und 9 wurden
Baddeleyit, kalziniertes Aluminiumoxid und Quarzmehl als Ausgangsmaterialien
verwendet und ihr Mischungsverhältnis wurde so geändert,
dass es 29,0 bis 54,0 Gew.-% Al2O3, 55,0 bis 30,0 Gew.-% ZrO2 und
15,0 Gew.-% SiO2 aufwies. Nach dem Schmelzen
eines Gemisches der Ausgangsmaterialien wurde das geschmolzene Gemisch
schnell abgekühlt, um ein refraktäres Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial
zu erhalten.
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Die
erfindungsgemäßen Beispiele 8 und 9 weisen jeweils
eine geringe Wärmeausdehnungsrate von 0,62% oder 0,66%
und eine ausreichende Wärmeschockbeständigkeit
auf. Außerdem enthalten sie ein Matrixglas in einer geringen
Menge von 3,6 Gew.-% oder 0,8 Gew.-% und erhalten dadurch die Dichte
in der Mikrostruktur auch nach der Wärmebehandlung aufrecht.
Ferner wiesen sie eine ausgezeichnete Korrosionsbeständigkeit
auf.
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4A zeigt
das Messergebnis für die Wärmeausdehnungsrate
des refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials in
dem erfindungsgemäßen Beispiel 3 unter wiederholter
Wärmebelastung und 4B zeigt das
Messergebnis für die Wärmeausdehnungsrate des
refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials in Vergleichsbeispiel
7 unter wiederholter Wärmebelastung.
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Um
das Wärmeausdehnungsverhalten eines refraktären
Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials, das einer wiederholten Wärmebelastung
unterzogen wurde, zu prüfen, wurde ein säulenförmiges
Prüfstück, das so aus einer geschmolzenen Probe
nach dem Kühlen ausgeschnitten wurde, dass es eine Höhenminderung
von 20 mm und einen Durchmesser von 10 mm aufwies, als Messprobe
verwendet. Der Vorgang der Erwärmung von Raumtemperatur
auf 1300°C und der Abkühlvorgang wurden dreimal
wiederholt, um das Wärmeausdehnungsverhalten anhand einer
thermomechanischen Analyse (TMA) zu messen.
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Wie
in 4A zu sehen ist, weist das refraktäre
Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial in dem erfindungsgemäßen
Beispiel 3 eine geringe Wärmeausdehnungsrate bei 1300°C
und eine geringe Volumenänderung während des Phasenübergangs
auf. Außerdem weist es im ersten Zyklus der Wärmebelastung
eine geringe Restausdehnung und im zweiten und dritten Zyklus fast
keine Restausdehnung auf. Wie in 4B zu sehen
ist, weist das refraktäre Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial
im Vergleichsbeispiel 7 dagegen eine hohe Wärmeausdehnungsrate
bei etwa 1100°C auf und bei einer Temperatur von mehr als
etwa 1100°C schrumpft es aufgrund des Phasenübergangs
in hohem Maße. Darüber hinaus tritt eine Restdehnung
von etwa 0,2% auf, wenn es im ersten Zyklus der Wärmebelastung
auf Raumtemperatur abgekühlt wird. Die Restdehnung nimmt dann
durch Wiederholung des Erwärmens im zweiten und dritten
Zyklus der Wärmebelastung zu.
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In
Tabelle 1 beträgt die maximale Korngröße
des kristallinen Zirkoniumdioxids 21 μm im erfindungsgemäßen
Beispiel 3 und 52 μm im Vergleichsbeispiel 7 und die Korngröße
des eutektischen Zirkoniumdioxidkristalls beträgt 0,2 μm
im erfindungsgemäßen Beispiel 3 und 1,2 μm
im Vergleichsbeispiel 7. Damit ist nachgewiesen, dass der vorstehende
Unterschied im Wärmeausdehnungsverhalten durch einen Unterschied
in der Korngröße des kristallinen Zirkoniumdioxids
verursacht wird. Wie vorstehend ausgeführt, weist das refraktäre Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial
der vorliegenden Erfindung eine geringe Wärmeausdehnungsrate
und Restdehnung und eine geringe Volumenänderung während
des Phasenübergangs auf, so dass es als refraktäres
Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial, das bezeichnenderweise eine
ausgezeichnete Wärmeschockbeständigkeit aufweist,
dient. Im Besonderen kann es die Lebensdauer eines refraktären
oder keramischen Produktes, das unter Bedingungen verwendet werden
soll, bei denen es einer wiederholten Wärmebelastung unterzogen
wird, erheblich verbessern. Beispielsweise kann es als refraktäres
Material für einen plattenförmigen Ziegel verwendet
werden, um die Anzahl der Nutzzyklen des plattenförmigen
Ziegels drastisch zu erhöhen.
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Unter
Verwendung des in dem erfindungsgemäßen Beispiel
3 erhaltenen refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials
wurde ein plattenförmiger Ziegel als kohlenstoffhaltiges
refraktäres Produkt hergestellt und seine Leistung wurde
mit der des plattenförmiges Ziegels, der unter Verwendung
des refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials von
Vergleichsbeispiel 7 als Beispiel für ein herkömmliches
refraktäres Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial hergestellt
worden war, verglichen. Die Teilchengröße des
refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials wurde so
eingestellt, dass sie im Bereich von 1 mm bis weniger als 2 mm lag.
Dieser plattenförmige Ziegel wurde erhalten, indem das
refraktäre Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial in einen
mit Koksstückchen gefüllten refraktären
Behälter eingebracht und bei 1000°C gebrannt wurde.
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Tabelle
3 zeigt das Ergebnis der vergleichenden Bewertung unter Verwendung
eines sogenannten gebrannten plattenförmigen Ziegels, der
durch Brennen eines Formkörpers aus einem Gemisch, hergestellt
unter Verwendung der jeweiligen refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterialien,
unter den vorstehenden Bedingungen erhalten wurde.
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Ein
herkömmliches refraktäres Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial
(Vergleichsbeispiel 7) bzw. ein refraktäres Aluminiumoxid-Zirkoniumdioxid-Rohmaterial
wurden zu Vergleichsbeispiel 14 und Vergleichsbeispiel 15 hinzugefügt,
jeweils in einer Menge von 20 Gew.-%.
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Verglichen
mit herkömmlichen plattenförmigen Ziegeln ist
das erfindungsgemäße Beispiel 10, hergestellt
unter Verwendung des in dem erfindungsgemäßen
Beispiel 3 erhaltenen refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials,
sowohl in der Wärmeschockbeständigkeit als auch
der Korrosionsbeständigkeit überlegen. Ferner
wurde das erfindungsgemäße Beispiel 10 versuchsweise
in einem A-Stahlwerk als plattenförmiger Ziegel einer Gleitdüsen-Vorrichtung
für eine Pfanne verwendet. Im Ergebnis konnte das erfindungsgemäße Beispiel
für 7 Betriebszyklen verwendet werden, wobei der Verschleiß im
Düsenloch geringer und die Haltbarkeit um 30% besser war
als bei dem herkömmlichen refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial.
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Es
wird davon ausgegangen, dass dies daran liegt, dass das refraktäre
Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial in dem erfindungsgemäßen
Beispiel 3 aufgrund des kristallinen Zirkoniumdioxids mit einer
geringen Korngröße eine dichte Mikrostruktur aufweist,
die ein Eindringen von FeO in den Zirkoniumdioxid-Mullit unterdrückt,
so dass eine Reaktion mit der SiO2-Komponente
verhindert wird. Es wird auch angenommen, dass dies daran liegt,
dass das refraktäre Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial
in dem erfindungsgemäßen Beispiel 3 eine geringe
Restausdehnung aufweist, welche den mikrostrukturellen Abbau auch
bei wiederholter Verwendung unterdrückt. Wie vorstehend
ausgeführt, kann das refraktäre Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial
der vorliegenden Erfindung in einem plattenförmigen Ziegel
verwendet werden, um die Lebensdauer des plattenförmigen Ziegels
zu verlängern.
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Tabelle
4 zeigt das Ergebnis einer vergleichenden Bewertung unter Verwendung
eines sogenannten ungebrannten plattenförmigen Ziegels,
der erhalten wird, indem der Formkörper einer Wärmebehandlung
bei 300°C unterzogen wird. Die Teilchengröße
des refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials wurde
so eingestellt, dass sie im Bereich von 1 mm bis weniger als 2 mm
lag.
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Ein
herkömmliches refraktäres Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial
(Vergleichsbeispiel 7) bzw. ein refraktäres Aluminiumoxid-Zirkoniumdioxid-Rohmaterial
wurden zu Vergleichsbeispiel 16 und Vergleichsbeispiel 17 hinzugefügt,
jeweils in einer Menge von 20 Gew.-%.
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Verglichen
mit herkömmlichen plattenförmigen Ziegeln ist
das erfindungsgemäße Beispiel 11, hergestellt
unter Verwendung des in dem erfindungsgemäßen
Beispiel 3 erhaltenen refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials,
sowohl in der Wärmeschockbeständigkeit als auch
der Korrosionsbeständigkeit überlegen. Ferner
wurde das erfindungsgemäße Beispiel 11 versuchsweise
in einem B-Stahlwerk als plattenförmiger Ziegel einer Gleitdüsen-Vorrichtung
für eine Pfanne verwendet. Im Ergebnis war die erfindungsgemäße Haltbarkeit
um 30% besser. Wie vorstehend ausgeführt, wurde bestätigt,
dass die Haltbarkeit wie bei dem gebrannt Plattenziegel in Tabelle
3 auch bei dem ungebrannten plattenförmigen Ziegel verbessert
ist.
TABELLE 3
| | Vgl.-bsp.
14 | Vgl.-bsp.
15 | Erfindungsgemäßes Bsp.
10 |
| Brenntemperatur
(°C) | 1000 | 1000 | 1000 |
| Aluminiumoxid
(grobe Teilchen zu feine Teilchen) | 60 | 60 | 60 |
| Zirkoniumdioxid-Mullit
(herkömmlicher
Typ: Vergleichsbeispiel 7)
Aluminiumoxid-Zirkoniumdioxid
(herkömmlicher
Typ)
Zirkoniumdioxid-Mullit
(erfindungsgemäßes
Beispiel 3) | 20 |
20 |
20 |
| Kohlenstoffpulver
Feines
Aluminiumoxidpulver
Metall-Si-Pulver
Phenolharz *1 | 5
10
5
4 | 5
10
5
4 | 5
10
5
4 |
| Absplitterungsbeständigkeit
*2 | Riss:
gering | Riss:
mittel | Riss:
sehr
gering |
| Korrosionsbeständigkeit
*3 | 100 | 85 | 80 |
| Haltbarkeit
im A-Stahlwerk (Zyklen) *4 | 5 | 4 | 7 |
- *1 Zusätzlicher Gewichtsanteil,
bezogen auf 100 Gewichtsteile, welche die Gesamtmenge an anderen
Materialien des Gemisches sind.
- *2 Der Rissgrad wurde bestimmt, nachdem die Probe 5 h auf 1500°C
erwärmt und dann für 3 min in 1600°C heißes
Metall getaucht wurde.
- *3 Die Probe wurde unter Verwendung von geschmolzenem FeO als
korrosives Material in einem Induktionsofen bewertet. Ein kleinerer
Wert zeigt eine bessere Korrosionsbeständigkeit an.
- *4 Testergebnis, erhalten unter Verwendung einer Probe als SN-Platte
in einem A-Stahlwerk. Der Wert zeigt die Anzahl von Nutzzyklen an.
TABELLE 4 | | Vgl.-bsp.
16 | Vgl.-bsp.
17 | Erfindungsgemäßes Bsp.
11 |
| Brenntemperatur
(°C) | 300 | 300 | 300 |
| Aluminiumoxid
(grobe Teilchen zu feine Teilchen) | 60 | 60 | 60 |
| Zirkoniumdioxid-Mullit
(herkömmlicher
Typ: Vergleichsbeispiel 7)
Aluminiumoxid-Zirkoniumdioxid
(herkömmlicher
Typ)
Zirkoniumdioxid-Mullit
(erfindungsgemäßes
Beispiel 3) | 20 |
20 |
20 |
| Kohlenstoffpulver
Feines
Aluminiumoxidpulver
Metall-Si-Pulver
Phenolharz *1 | 5
10
5
4 | 5
10
5
4 | 5
10
5
4 |
| Absplitterungsbeständigkeit
*2 | Riss:
hoch | Riss:
mittel | Riss:
gering |
| Korrosionsbeständigkeit
*3 | 100 | 80 | 75 |
| Haltbarkeit
im B-Stahlwerk (Zyklen) *4 | 7 | 7 | 9 |
- *1 Zusätzlicher Gewichtsanteil,
bezogen auf 100 Gewichtsteile, welche die Gesamtmenge an anderen
Materialien des Gemisches sind.
- *2 Der Rissgrad wurde bestimmt, nachdem die Probe 5 h auf 1500°C
erwärmt und dann für 3 min in 1600°C heißes
Metall getaucht wurde.
- *3 Die Probe wurde unter Verwendung von geschmolzenem FeO als
korrosives Material in einem Induktionsofen bewertet. Ein kleinerer
Wert zeigt eine bessere Korrosionsbeständigkeit an.
- *4 Testergebnis, erhalten unter Verwendung einer Probe als SN-Platte
in einem B-Stahlwerk. Der Wert zeigt die Anzahl von Nutzzyklen an.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1 ist
ein Phasendiagramm des Systems Al2O3-ZrO2-SiO2.
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2A in
eine Mikroskopaufnahme eines in dem erfindungsgemäßen
Beispiel 3 (Tabelle 1) erhaltenen refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials.
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2B in
eine Mikroskopnahaufnahme eines eutektischen Zirkoniumdioxidkristalls
des in dem erfindungsgemäßen Beispiel 3 (Tabelle
1) erhaltenen refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials.
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3A in
eine Mikroskopaufnahme eines im Vergleichsbeispiel 7 (Tabelle 1)
erhaltenen refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials.
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3B in
eine Mikroskopnahaufnahme eines eutektischen Zirkoniumdioxidkristalls
des im Vergleichsbeispiel 7 (Tabelle 1) erhaltenen refraktären
Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials.
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4A ist
eine graphische Darstellung, die das Messergebnis für die
Wärmeausdehnungsrate des in dem erfindungsgemäßen
Beispiel 3 (Tabelle 1) erhaltenen refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials
unter wiederholter Wärmebelastung zeigt.
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4B ist
eine graphische Darstellung, die das Messergebnis für die
Wärmeausdehnungsrate des im Vergleichsbeispiel 7 (Tabelle
1) erhaltenen refraktären Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterials
unter wiederholter Wärmebelastung zeigt.
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ZUSAMMENFASSUNG
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Bereitgestellt
wird ein refraktäres Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial,
welches weniger wahrscheinlich einer Veränderung und einem
mikrostrukturellen Abbau unter hohen Temperaturen unterliegt und
eine geringe Wärmeausdehnungsrate aufweist, so dass es
wärmeschockbeständig und korrosionsbeständig
ist. Das refraktäre Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial
umfasst kristallines Zirkoniumdioxid und Mullit als primäre
Komponenten, wobei der Rest Korund und/oder ein Matrixglas ist,
wobei das kristalline Zirkoniumdioxid einen eutektischen Zirkoniumdioxidkristall
mit einer Korngröße von 1,0 μm oder weniger
beinhaltet und eine maximale Korngröße von 30 μm
oder weniger hat, und das Matrixglas in einer Menge von 5 Gew.-%
oder weniger enthalten ist. Das refraktäre Zirkoniumdioxid-Mullit-Rohmaterial
weist eine chemische Zusammensetzung auf, die 30 bis 55 Gew.-% ZrO2, 30 bis 55 Gew.-% Al2O3 und 10 bis 25 Gew.-% SiO2 umfasst,
wobei die chemischen Komponenten jeweils in einen ersten Phasenbereich
von ZrO2 in einem Phasendiagramm des Systems Al2O3-ZrO2-SiO2 fallen.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - JP 56-96775
A [0009]
- - JP 2000-44327 A [0009]
- - JP 10-101439 A [0009]
-
Zitierte Nicht-Patentliteratur
-
- - JIS R2216 [0056]
- - JIS R2205 [0059]