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Behälter mit Siebboden, insbesondere zum Waschen und Spülen von Salat
und Gemüse Die Erfindung betrifft einen zur Benutzung über einer Abflußfläche bestimmten
Behälter mit wenigstens einem Siebboden, insbesondere zum Waschen und Spülen von
Salat und Gemüse, bei welchem der unter dem Siebboden befindliche Behälterraum durch
einen gegen den offenen unteren Behälterrand unter Zwischenlage einer Ringdichtung
sich anlegenden Boden verschließbar ist, der zum Ablassen des Spülwassers abgeklappt
oder ganz abgenommen werden kann. Solche Behälter werden insbesondere für Anwendungen
im Haushalt verwendet. Sie können jedoch auch ganz allgemein zum Waschen, Spülen
u. dgl. in Industrie und Technik Verwendung finden.
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Es ist bereits ein Gefäß mit einem Siebboden bekannt, das insbesondere
zum Waschen von Kartoffeln, Gemüse, Obst usw. verwendet werden kann, das einen unterhalb
des Siebes angeordneten wasserdichten Raum aufweist, der mit einer oder mehreren
dicht verschließbaren Wasseröffnungen versehen ist. Dabei kann dieser unterhalb
des Siebes befindliche Raum durch einen Boden abgedichtet sein, der durch irgendeine
Haltevorrichtung in seiner abdichtenden Lage gehalten wird und der entweder abnehmbar
oder abklappbar ist. Dieses bekannte Gefäß ist sehr kompliziert, und die Korrosionsanfälligkeit
der gegeneinander beweglichen Teile bedingt eine sehr sorgfältige Verarbeitung,
die dementsprechend teuer ist.
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Es ist weiter auch bereits ein zylindrischer Behälter mit einem Siebboden
bekannt, an dem ein zylindrischer Ventilkegel befestigt ist. Beim Einsatz dieses
zylindrischen Behälters in einen weiteren Behälter, dessen Innendurchmesser nur
geringfügig größer ist als der Außendurchmesser des erstgenannten Behälters, dichtet
der Ventilkegel eine konische Ventilöffnung im Boden des zweiten Behälters ab. Auch
diese Einrichtung ist verhältnismäßig kompliziert, da sie aus zwei etwa gleich großen
Behältern besteht. Der Kostenaufwand ist dementsprechend.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen einfachen Siebbehälter
zu schaffen, der schnell nach unten entwässert werden kann und der keine weiteren
besonderen Zusatzeinrichtungen, wie z. B. Schieber oder Klappen oder Ventile, erfordert.
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Erfindungsgemäß wird ein solcher einfacher Behälter erhalten, und
die oben angezeigten Nachteile werden vermieden, indem der den Behälterraum unter
dem Siebboden verschließende Boden unmittelbar von der Abflußfläche oder einer elastischen
Bodenauflage derselben oder einem in geringem Abstand von der Fläche angeordneten
Sockel gebildet wird, worauf der Behälter mit einem elastischen, nachgiebigen Dichtungsrand
aufstellbar ist, wobei Einrichtungen vorgesehen sind, die den notwendigen Abdichtungsdruck
zwischen dem Behälterrand und der Stützfläche herstellen, wenn der Behälter mit
Flüssigkeit gefüllt ist.
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Hiermit wird ein sehr einfacher Behälter geschaffen, der sehr schnell
entleert werden kann, da die überhaupt maximal mögliche Abflußfläche in Größe von
etwa dem gesamten Siebboden zur Verfügung steht. Die Abdichtung des gefüllten Behälters
wird sicher im Zusammenwirken mit einer entsprechenden Unterlage und der Dichtung
am unteren Rand des Behälters infolge des Eigengewichtes und des Gewichtes der Füllung
erreicht.
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Es sind bereits Eimer der üblichen Bauart bekannt, deren Bodenring
mit einem U-förmig umgreifenden Schutzring aus Kautschuk, Kunststoff od. dgl. eingefaßt
ist. Diese bekannte Maßnahme wurde lediglich zum Schutz des Bodenrandes verwendet.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform nach der Erfindung ist der waagerechte
Querschnitt des Behälters oberhalb seines auf der Stützfläche aufliegenden Dichtungsrandes
nach oben hin derartig erweitert, daß das auf der Erweiterung lastende Flüssigkeitsgewicht
einen
hinreichenden Abdichtungsdruck zwischen dem Dichtungsrand und der Stützfläche erzeugt.
Bei einem Behälter dieser Ausführungsform ist eine maximale Abdichtung des unteren
Siebrandes im gefüllten Zustand gewährleistet.
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Um den Behälter beliebig weit von seiner Stützfläche abzuheben und
ihn in dieser Stellung zur Abflußregulierung zu fixieren, können am Behältermantel
verstellbare Reguliereinrichtungen, wie z. B. ein in seiner Länge veränderlich einstellbarer
Stützfuß, angeordnet sein.
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In bestimmten Fällen hat es sich als zweckmäßig erwiesen, den Dichtungsdruck
dadurch zu erhöhen, daß am unteren Teil des Behälters Belastungsgewichte angeordnet
sind.
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An Hand der Figuren soll die Erfindung beispielsweise näher erläutert
werden.
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Fig. 1 zeigt schematisch einen Längsschnitt durch einen erfindungsgemäß
ausgebildeten Behälter und ein Spülbecken; Fig. 2 zeigt eine entsprechende Schnittansicht
des Behälters bei einer schnellen Entleerung; Fig. 3 zeigt eine entsprechende Schnittansicht
des Behälters bei einer langsamen Entleerung; Fig.4 zeigt eine weitere Ausführungsform
nach der Erfindung mit einem Sockel im Längsschnitt; Fig. 5 zeigt eine weitere Ausführungsform
nach der Erfindung mit einem Sockel im Längsschnitt; Fig. 6 und 7 zeigen im Schnitt
zwei Ausführungsformen eines Randes des erfindungsgemäß ausgebildeten Behälters
mit den Abdichtungen im vergrößerten Maßstab; Fig. 8 zeigt einen Längsschnitt durch
eine weitere Ausführungsform nach der Erfindung; Fig. 9 zeigt in perspektivischer
Ansicht einen Korb zum Waschen und Ausschleudern von Salat nach der Erfindung; Fig.
10 und 11 zeigen zwei Behälter, die weitere Ausführungsformen nach der Erfindung
darstellen, wobei Fig. 10 eine Schnittansicht und Fig. 11 eine perspektivische Ansicht
ist; Fig. 12 zeigt einen Längsschnitt durch einen erfindungsgemäß ausgebildeten
Behälter aus Kunststoff; Fig. 13 und 14 zeigen Schnitte durch ein Detail eines erfindungsgemäß
ausgebildeten Kunststoffbehälters in größerem Maßstab; Fig. 15 und 16 zeigen einen
Längsschnitt durch zwei weitere Ausführungsformen eines erfindungsgemäß ausgebildeten
Behälters; Fig. 17 zeigt einen Längsschnitt durch einen Teil eines erfindungsgemäß
ausgebildeten Behälters und einen Sockel in etwas größerem Maßstab.
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In Fig. 1 ist ein Behälter 1 dargestellt, der aus einem starren Werkstoff
besteht. Er ist mit Henkeln oder Griffen 2 versehen und kann z. B. mit seiner Unterkante
auf den Boden 3 eines Spülbeckens 4 oder eines beliebigen anderen Hilfsbehälters
oder Hilfsgerätes aufgesetzt werden. Diese Spülbecken weisen einen Abfluß 5 auf.
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Der Boden 3 bildet die Stützfläche, die vorzugsweise eben, waagerecht
und glatt ist. Diese Eigenschaften sind jedoch keine notwendigen Bedingungen, denn
die Abdichtung kann auch durch entsprechend ausgebildete elastische Überzüge gewährleistet
werden, wenn die Stützfläche rauh ist.
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Die Abdichtung wird entweder dadurch erreicht, daß die starren Oberflächen
der Ränder der Öffnung und der Unterlage genau aufeinanderpassen, indem sie beispielsweise
sich in Ebenen berühren und vollkommen geglättet sind, so daß die Abdichtung durch
den Druck des Behälters und der in ihm enthaltenen Flüssigkeit erzielt wird.
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Es kann jedoch noch wenigstens eine dieser Flächen mit einem elastischen
Überzug versehen werden, der die Abdichtung verbessert. Hierfür sind beispielsweise
Gummi, Schaumgummi oder andere elastische Kunststoffe geeignet.
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Der Behälter und/oder die Stützfläche können an den abdichtenden Flächen
ebenfalls mit einem plastischen Werkstoff überzogen werden, der durch sein Verformungsvermögen
die dichte Berührung, die erforderlich ist, ermöglicht.
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Der elastische Überzug 6 über den unteren Behälterrand kann aus einem
Luftschlauch gebildet werden, der auch aufblasbar sein kann und dessen Verformungsmöglichkeit
die Unebenheiten ausgleicht, die die Unterlage 3 aufweisen kann.
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Weitere Ausführungsformen von elastischen Überzügen sind in Fig. 6
und 7 dargestellt. In Fig. 6 ist ein Überzug 6 gezeigt, dessen Berührungsfläche
schmal ist, während in Fig. 7 ein Teil 6 mit dem Index 1 vorgesehen ist, der infolge
des Flüssigkeitsdrucks eine Dichtungszunge bildet.
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Wenn der Überzug oder ganz allgemein der verformbare Abdichtungsteil
sich durch Knicken in Querrichtung verformen kann, können Führungseinrichtungen,
die das Knicken verhindern, vorgesehen sein. Diese können beispielsweise aus lotrechten
Verlängerungen der starren Wand 1 gebildet werden. Diese Verlängerungen erfüllen
die Aufgabe eines Anschlags, der die Kompression des elastischen Werkstoffs begrenzt.
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Der Überzug kann auch eine regelbare Höhe besitzen.
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Eine weitere Möglichkeit zur Herstellung der Abdichtung, gegebenenfalls
in Kombination mit den obenerwähnten Überzügen, besteht darin, in der in Fig. 1
dargestellten Weise auf die Stützfläche 3 eine Platte 10 aus einem nachgiebigen
Werkstoff (Gummi, Schaumgummi usw.) zu legen. Diese Lösung kann bei einer beliebigen
Form der Stützfläche verwendet werden, insbesondere bei dem in Fig.4 dargestellten
Sockel.
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In Fig. 4 ist ein Behälter nach Art der Erfindung dargestellt, der
nicht mehr von dem Boden 3 des betreffenden Hilfsgerätes getragen wird, sondern
von einem Sockel 11, der mit gegebenenfalls höhenverstellbaren Füßen 12 (von
denen z. B. drei vorhanden sein können) auf dem Boden oder einer beliebigen anderen
Oberfläche ruht, wobei diese Füße mit elastischen Sohlen 13 versehen sein können,
die Stöße dämpfen und ein Rutschen verhindern. Es können mehrere Fußreihen mit verschiedener
Höhe vorgesehen werden, z. B. zwei Reihen 12 beiderseits des Sockels 11, so daß
man den Sockel auf verschiedene Höhen einstellen kann, je nachdem, ob man seine
Oberseite oder seine Unterseite zum Aufstellen des Behälters 1 benutzt. Falls außerdem
der Sockel mit einem Überzug oder mit einer plastischen Platte der bei 10 in Fig.
1 dargestellten Art versehen ist, können zwei derartige Platten 101, 102 beiderseits
des Sockels vorgesehen werden, die verschiedene elastische Eigenschaften aufweisen.
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Die Benutzung eines derartigen Sockels 11 ist stets dann zweckmäßig,
wenn die Öffnung 5° des Abflusses 5 des Spülbeckens od. dgl. freigelegt werden soll
selbst
wenn der Behälter gerade über den Abfluß kommt. Wenn einer dieser Sockel mit Gummi
überzogen ist, kann er außerdem ganz allgemein zur Dämpfung der Stöße in dem Spülbecken
dienen, um z. B. das Spülen von Geschirr zu ermöglichen.
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Gegebenenfalls kann die Ausbildung so getroffen werden, daß der Behälter
1 gegenüber dem Sockel geführt wird, damit er diesem gegenüber in die richtige Lage
kommt. Dies kann z. B. durch mit dem Sockel 11 fest verbundene Führungsstangen
14 oder Laschen 52 erreicht werden, die mit am Behälter 1 befestigten Lappen
15 oder Zapfen 51, wie in Fig. 4 und 9 dargestellt ist, zusammenwirken.
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Der Sockel kann dann zur Vergrößerung des Stützpolygons des Behälters
beitragen.
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In Fig.4 sind ferner Einrichtungen gezeigt, nämlich Schrauben 39,
um den Behälter 1 auf wenigstens einer Seite in angehobener Stellung zu halten und
so einen regelbaren Auslaß für die langsame oder kontrollierbare Entleerung zu ermöglichen,
wobei die gleichen Schrauben natürlich auch die Verriegelung des Sockels an dem
Behälter ermöglichen. An dem oberen Ende der Führungsstangen 14 können Anschläge
oder Stifte 14, vorgesehen werden.
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Ein Behälter der oben beschriebenen Art kann gegebenenfalls noch gemäß
einem weiteren Kennzeichen der Erfindung durch Einrichtungen ergänzt werden, welche
seine Querstabilität vergrößern und/oder die Regelung des Freilegungsgrades der
unteren Öffnung des Behälters gegenüber der Fläche 3 oder 11 zur Regelung der Entleerung
ermöglichen.
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Hierfür können z. B. ein oder mehrere Füße 16 der schematisch in Fig.
1 dargestellten Art vorgesehen werden. Diese Füße 16, die unten zweckmäßig
mit Sohlen 17 versehen sind, welche vorzugsweise mit einem nachgiebigen oder
elastischen Werkstoff überzogen sind, können so ausgebildet sein, daß sie etwa in
derselben Arbeitsfläche wie der Rand der Entleerungsöffnung arbeiten, wobei sich
dann ihr elastischer Werkstoff gleichzeitig mit dem Überzug 6 zusammendrückt oder
wobei sie die Zusammendrückung desselben bei der Berührung mit der Stützfläche 3
oder 11 begrenzen. Die Ausbildung kann jedoch auch so getroffen werden, daß
sie von der Stützfläche entfernt bleiben, wie in Fig. 1 dargestellt. Ferner können
sie auch so arbeiten, daß sie, wie in Fig. 3 dargestellt, zur Herstellung einer
geregelten Entleerung den Rand der Öffnung des Behälters etwas von der Oberfläche
3 oder 11 abheben, während Fig. 2 die schnelle Entleerung durch Anheben zeigt.
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Bei einer geregelten Entleerung werden die Arme oder Füße 16 so ausgebildet,
daß ihre Länge beliebig mit Hilfe von Schraubvorrichtungen 18 od. dgl. einstellbar
ist, wie dies schematisch in Fig. 1 bis 3 dargestellt ist.
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Die geregelte Entleerung ist für alle Anwendungen, z. B. für Spülen,
zweckmäßig, bei welchen der Behälter unter einen dauernd laufenden Hahn gebracht
werden kann, dessen Ausflußmenge der Einstellung der Entleerung angepaßt ist.
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Gegebenenfalls kann bei Vorhandensein eines Sokkels 11 dieser durch
ein Gelenk mit dem Behälter verbunden werden, wobei die geregelte oder ungeregelte
Entleerung durch Kippen erfolgt.
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Der Behälter 1 kann auch in gewissen Fällen mit seitlichen Armen versehen
werden, welche sich auf den Seitenwänden des Spülbeckens 4 od. dgl. abstützen.
Diese Lösung ist nicht dargestellt. In allen Fällen können Mittel vorgesehen werden,
um eine zeitweilige Vereinigung, d. h. eine Verriegelung, zwischen dem Behälter
1 und seiner Stützfläche (Fläche 3 in Fig. 1; Sockel 11 in Fig. 4
usw.) herzustellen, um insbesondere seinen bequemen Transport nach Füllung mit einer
Flüssigkeit oder seine Erwärmung zu ermöglichen. Diese Mittel tragen ebenfalls zur
Herstellung der Abdichtung bei.
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Diese Mittel können insbesondere durch an den Enden der Füße
16 angebrachte Saugnäpfe gebildet oder auf beliebige andere Weise hergestellt
werden. Bei Benutzung eines Sockels mit Einstellmitteln 14, 15 können diese
so ausgebildet werden, daß sie auch die Verriegelung bewirken. Fig. 5 zeigt eine
andere Ausführungsform, bei welcher für die vorübergehende Vereinigung mit dem Sockel
11 (oder einer anderen Stützfläche) mit Federn 19 versehene Vorrichtungen
benutzt werden.
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Gemäß einem weiteren Kennzeichen der Erfindung kann zur Vergrößerung
der Abdichtung zwischen dem Behälter und der Stützfläche das Gewicht des Behälters
mit Hilfe von einem oder mehreren festen oder entfernbaren Belastungsgewichten aus
einem schweren Werkstoff (Metall) vergrößert werden, welche vorzugsweise zur Tieferlegung
des Schwerpunktes an dem unteren Teil angeordnet werden. Eine derartige Anordnung
ist insbesondere bei sehr leichten Behältern 1
zweckmäßig, welche z. B. aus
einem plastischen Werkstoff bestehen und eine beliebige Form haben können, insbesondere
eine zylindrische Form.
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Dieses in der Zeichnung nicht dargestellte Belastungsgewicht kann
auch durch Wasser gebildet werden, welches sich in einer oder mehreren an der Außenwand
des Behälters vorgesehenen Kammern befindet, die bei Verwendung von mit entsprechenden
Stöpseln. versehenen Abflußlöchern durch ein erstes überlaufen der Flüssigkeit gefüllt
und ohne Umkehrung des Behälters entleert werden können.
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Ein derartiger Behälter kann mit oder ohne Stützfläche zweckmäßig
im Haushalt oder für beliebige andere physikalische und/oder chemische Anwendungen
benutzt werden, insbesondere zum Spülen oder Waschen mit nachfolgendem schnellem
Spülen. Bei derartigen Anwendungen müssen in dem Behälter während der aufeinanderfolgenden
Wasch- und Spülvorgänge die behandelten Gegenstände (z. B. Gemüse bei der Anwendung
im Haushalt) zurückgehalten werden, wofür bekannte Vorrichtungen vorgesehen werden,
z. B. eine durchbrochene Wand (Gitter, Korb usw.).
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Eine derartige durchbrochene Wand ist in bekannter Weise entfernbar,
so daß je nach der Größe der zurückzuhaltenden Gegenstände und gegebenenfalls zur
Herstellung der bei dieser Größe größtmöglichen Entleerungsgeschwindigkeit nach
Belieben Wände verschiedener Ausbildung benutzt werden können.
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In Fig. 1 sowie in anderen Figuren ist bei 20 eine derartige Wand
dargestellt, welche in Fig. 4 die Form eines Korbes hat.
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Eine zweckmäßige Form des Behälters 1 ist die in Fig. 8 dargestellte
Schalenform. Die Vorsehung eines begrenzten Querschnitts für die untere Öffnung
ist aus den bereits oben erläuterten Gründen zweckmäßig (Abdichtung durch die Gewichtskomponente
der Flüssigkeit selbst bei einem Spülbecken mit nicht ebener Oberfläche, Möglichkeit
der bequemen Anordnung des Behälters unter dem Hahn, selbst wenn seine untereöffnungüberdieAbflußöffnung5
kommt).
Man sieht bei 20 das auswechselbare Gitter und darüber das
zu spülende Gut, welches sich unten sammelt, wodurch die Spülung verbessert wird.
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Wenn das Behandlungsgut eine geringere Wichte hat als die Flüssigkeit
(wie dies bei Salat bei der Anwendung im Haushalt der Fall ist), können in bekannter
Weise überlauföffnungen 21(Fig. 1) in dem oberen Teil der Wand des Behälters vorgesehen
sein, um zu verhindern, daß das obenschwimmende Gut beim Überlaufen aus dem Behälter
herausgeschwemmt wird. Hierfür kann auch ein abnehmbarer Deckel benutzt werden,
welcher z. B. durch ein elastisches Netz gebildet wird, das sich nach der Benutzung
auf eine sehr kleine Größe zusammenzieht, oder auch durch Reifen, welche in bekannter
Weise nach Ärt der Dekkel von Salatkörben angelenkt sind.
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Ein derartiger Salatbehälter ist in Fig. 9 dargestellt, in welcher
man bei 50 die Ausschleuderhenkel bekannter Bauart sieht. Die Anordnung hat
die Form einer Schale wie bei Fig. B. Der Sockel ist an dem Behälter durch Bajonettvorrichtungen
51, 52 od. dgl. verriegelt, welche mit allen anderen gleichartigen Behältern kombiniert
werden können. Die mit dem Sockel starr verbundenen Laschen 52 erfüllen außerdem
gegenüber dem unteren Teil 53 des Behälters die gleiche Führungsaufgabe wie die
Stangen 14 der Fig. 4. Ferner gestattet die Festziehung mittels eines Bajonettverschlusses
die Zusammendrückung der Dichtungsüberzüge 6 an dem Sockel, wodurch die Abdichtung
verbessert wird.
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Mit einem derartigen Salatkorb können somit zunächst mehrmalige Waschungen
und Spülungen durch mehrfaches Füllen unter dem Hahn mit nachfolgender Entleerung
(durch Anheben des Behälters zum Zwecke seiner zeitweiligen Trennung von seinem
Sockel 11 oder dem Boden des Spülbeckens) vorgenommen werden, worauf das
Ausschleudern erfolgt, wofür der Sockel an dem Behälter verriegelt wird.
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Das bei der Ausschleuderung austretende Wasser sammelt sich dann in
dem durch den Sockel 11, die untere Wand 53 und das Sieb 20 begrenzten Raum.
Dieser Raum kann in bekannter Weise einen schwammigen Werkstoff oder ein beliebiges
anderes Mittel zur teilweisen Aufnahme des bei der Ausschleuderung ausgetretenen
Wassers enthalten.
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Das Sieb 20 kann in bekannter Weise abnehmbar eingesetzt sein, wofür
es z. B. einen seitlichen Mantel 54 aufweist, welcher mit Reibung etwas in
die untere Wand 53 eintritt, um das Sieb an Ort und Stelle zu halten, wenn der Behälter
zur bequemen Entnahme des Behandlungsgutes umgekehrt wird, wobei noch Haltelappen
oder -zungen 541 vorgesehen sind.
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Natürlich können die obigen Behälter oder Anordnungen entsprechend
den vorgesehenen Anwendungen mit Zusatzteilen versehen werden. Nachstehend sind
einige Beispiele hierfür angeführt.
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Ein mit wenigstens einer entfernbaren durchbrochenen Wand versehener
erfindungsgemäß ausgebildeter Behälter kann ohne Abänderung als Durchlaufsieb benutzt
werden. Hierfür wird er in der Entleerungsstellung in der Hand gehalten oder auf
seine regelbaren, am weitesten ausgezogenen Füße gesetzt, wenn er solche besitzt.
Wenn die durch ein derartiges Sieb durchlaufende Flüssigkeit in einem Hilfsbehälter
aufgefangen werden soll, wird der Behälter mit außen an ihm befestigten waagerechten
Armen oder einem waagerechten Schirm auf dem Hilfsbehälter abgestützt. Diese waagerechten
Arme können durch die Füße 16 der Fig. 1 gebildet werden, welche dann hochklappbar
sind. Wenn ein waagerechter Schirm vorgesehen ist, kann der Behälter 1 für das Kochen
von Nahrungsmitteln. in dem Wasserdampf benutzt werden, welcher aus einem auf eine
Feuerstelle gesetzten Hilfsbehälter kommt, wobei dann der Behälter 1 mit einem Deckel
versehen ist.
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Ein derartiges Sieb kann durch Hinzufügung eines sich drehenden Schabers
oder einer durch eine Schraube oder einen Hebel betätigten Druckplatte in einen
Gemüsedurchschlag oder eine Fruchtpresse umgewandelt werden. Die durchbrochenen
Wände 20
werden dann gegebenenfalls verstärkt oder durch für diese Arbeit
geeignete Reiben ersetzt.
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Alle oben hinsichtlich eines Spülbeckens gemachten Ausführungen sind
auch gültig, wenn das Spülbecken durch ein beliebiges Gefäß zum Auffangen des aus
dem Behälter austretenden Gutes ersetzt wird.
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Fig. 10 zeigt ein weiteres Beispiel einer lösbaren Befestigung des
Sockels 11 an dem Behälter. Der Sockel weist einen kontinuierlichen oder unterbrochenen
Ring 35 auf, welcher gegebenenfalls aus einem elastisch verformbaren Werkstoff besteht
und in den der Dichtungswulst 6 eingesetzt werden kann. Der Sockel bildet dann für
den Behälter sozusagen einen leicht entfernbaren Pfropfen. Wie gestrichelt in Fig.10
angegeben, kann der Sockel umgedreht werden, wobei dann seine Füße 12 verdoppelt
sind.
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Fig. 11 zeigt einen Behälter, welcher mit Vorteil in der Chemie benutzt
wird und dann z. B. aus Polyäthylen besteht.
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Dieser z. B. zylindrische Behälter 1 weist an seinem Fuß einen verjüngten
Teil 53 auf, welcher durch die Klemmschrauben 55 und die Führungsstangen
14 mit dem Sockel 11 fest verbunden werden kann. Er weist außerdem verstellbare
Füße 16 auf, welche Zweckmäßig durch mit Innengewinde versehene Muffen gebildet
werden, die mit an dem Behälter befestigten Gewindeteilen 56 zusammenwirken. Derartige
Füße gestatten eine sehr genaue Einstellung der Stellung der langsamen Entleerung,
wenn eine solche vorgesehen ist.
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Fig. 12 bis 14 betreffen ebenfalls Behälter aus einem plastischen
Werkstoff.
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In diesem Fall kann eine Schwierigkeit für das Aufrechterhalten der
Abdichtung an dem unteren Teil infolge der durch die Art des benutzten Werkstoffes
bedingten Verformungen des gesamten Behälters auftreten.
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Zur Aufrechterhaltung dieser Abdichtung kann man zunächst eine geeignete
Verstärkung der Dicke des plastischen Werkstoffes über der die Dichtungskanten bildenden
Zone vorsehen.
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Ferner kann eine Metallbewehrung vorgesehen werden, welche in den
plastischen Werkstoff an der Stelle der Zone der Dichtungskanten eingebettet ist
und übrigens auch, wenn sie genügend stark ist, die Aufgabe eines Belastungsgewichtes
erfüllen kann.
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Es ist jedoch häufig zweckmäßig, der Kante der unteren Öffnung des
Behälters eine besondere Form zu geben, welche zur Aufrechterhaltung der Abdichtung
trotz der Ovalisierungsneigung des Körpers des Behälters beiträgt.
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Eine derartige Ausbildung ist in Fig. 12 dargestellt, bei welcher
die Unterkante nach außen erweitert und geschwächt ist, wie bei 7 dargestellt.
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Ferner kann bei der Verwendung von Polyäthylen oder einem ähnlichen
Werkstoff, welcher weniger elastisch
als Gummi ist, ein harmonikaförmiger
Rand 7 vorgesehen werden, wie in Fig. 13 dargestellt.
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In Fig. 14 ist eine andere Ausführungsform dargestellt, bei welcher
der Unterkante 7 ein U-förmiger Querschnitt gegeben wird, d. h. ein Querschnitt,
welcher wenigstens zwei Verjüngungen erzeugt. Diese Anordnung erzeugt eine die Abdichtung
vergrößernde saugnapfartige Wirkung.
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Zur Herstellung einer kontrollierten Entleerung kann in bekannter
Weise in dem Sockel wenigstens eine Ausflußöffnung vorgesehen sein, welche durch
einstellbare Vorrichtungen verschließbar ist.
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In Fig. 17 ist hierfür ein Schraubstöpsel 40 mit einer seitlichen
Nut 41 vorgesehen. Der Stöpsel ist in der Schließstellung dargestellt. Durch
Herausschrauben wird die Nut 41 mehr oder weniger freigelegt.
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Für den gleichen Zweck kann in bekannter Weise auch ein Ventil oder
ein beliebiges anderes Verschlußglied vorgesehen werden.
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Bei einem derartigen, mit einem verschließbaren Loch 44 versehenen
Sockel kann noch der Stöpsel 40
oder das Ventil durch einen kleinen Stutzen
ersetzt werden, wodurch der Behälter unabhängig von seiner Form in einen großen
Trichter umgewandelt wird, wobei dann natürlich der Sockel an dem Behälter verriegelt
wird.
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Gemäß Fig. 15 und 16 kann die Abfuhr der Flüssigkeit am Fuß des Behälters
in bekannter Weise durch eine oder mehrere Öffnungen 46 in einem Boden
47 erfolgen.
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Fig. 15 betrifft einen Eimer mit einer Öffnung 46
an dem unteren
Teil, über welcher sich das Sieb 20
befindet. Diese Öffnung, deren Rand mit
einem Dichtungsüberzug 6 versehen ist, kann in bekannter Weise durch einen
in sie eingeführten Pfropfen verschlossen werden.
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In Fig. 16 ist angenommen, daß es sich um einen länglichen Behälter
(Becken) handelt, wobei dann z. B. drei derartige Öffnungen 46 vorgesehen
sind, welche Füße bilden.
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Die in Fig. 15 und 16 dargestellten Behälter bestehen in bekannter
Weise aus einem plastischen Werkstoff, was zu der richtigen Anlage des Überzuges
6 der Ränder der Öffnungen 46 an der Unterlage 3 oder dem Sockel 10 beiträgt.
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Für industrielle Anwendungen oder auch Anwendungen im Haushalt bei
großen Küchen können die Behälter in bekannter Weise zusammenfaltbar gemacht werden,
z. B. mit Hilfe eines zusammenlegbaren Gestells aus Eisendraht oder plastischen
Stäben, welche mit einem wasserundurchlässigen Gewebe oder einem sehr nachgiebigen
plastischen Werkstoff überzogen sind. Derartige Behälter, welche bei geringem Gewicht
große Abmessungen haben können, können in der für die Erfindung beschriebenen Weise
benutzt werden, wobei sie mit Belastungsgewichten kombiniert sein können oder nicht.