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Technisches Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Oberflächenplasmonenresonanz (Surface
plasmon Resonance; SPR) benutzendes Fluoreszenzmikroskop, zum Maximieren
eines Fluoreszenzsignals einer Bioprobe, die mit einem Fluorophor
markiert ist, unter Benutzung von SPR, um Verfolgung der Bioprobe
zu ermöglichen.
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Die
Erfindung wurde unterstützt
durch das ITR&D-Programm
von MIC/IITA [2006-S-007-02, Ubiquitous
Health Monitoring Module and System Development].
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Stand der Technik, von dem die Erfindung
ausgeht
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Fluoreszenzmikroskope
machen von dem Prinzip Gebrauch, dass ein Fluorophor Fluoreszenzlicht
emittiert, wenn es Licht mit einer bestimmten Wellenlänge absorbiert.
Fluoreszenzmikroskop bezieht sich auf Vorrichtungen zum Behandeln
einer Probe mit Fluorophoren (fluoreszierenden Farbstoffen) und
dann Einstrahlen von Licht mit einer Absorptionswellenlänge der
Fluorophore in die Probe, um Verfolgung der Probe auf Grund der
Licht emittierenden Fluorophore zu ermöglichen. Fluoreszenzmikroskope
werden hauptsächlich
benutzt, um biologische Objekte zu untersuchen.
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1 ist
eine Prinzipskizze, die einen Aufbau eines konventionellen Fluoreszenzmikroskops veranschaulicht.
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Unter
Bezugnahme auf 1 enthält das Fluoreszenzmikroskop
ein erstes Lichtfilter 11, eine Objektivlinse 12,
einen dichroitischen Spiegel 13, ein zweites Lichtfilter 14,
eine Lichtempfangseinheit 15 und eine Platte 16.
Das erste Lichtfilter 11 filtert monochromatisches Licht 10a,
das mit einer Absorptionswellenlänge
eines Fluorophors übereinstimmt, der
an einer auf der Platte 16 platzierten Probe 17 angebracht
ist, aus weißem
Licht 10. Der dichroitische Spiegel 13 selektiert
das gefilterte monochromatische Licht 10a mit der Absorptionswellenlänge. Die Objektivlinse 12 strahlt
das monochromatische Licht 10a in die Probe 17 ein.
Das zweite Lichtfilter 14 filtert Licht, das mit einer
Emissionswellenlänge
des Fluorophors der Probe 17 übereinstimmt, aus Licht 10b, das
von dem Fluorophor der Probe 17 erzeugt wird und durch
die Objektivlinse 12 und den dichroitischen Spiegel 13 hindurchgeht.
Das zweite Lichtfilter 14 führt das gefilterte Licht mit
der Emissionswellenlänge
der Lichtempfangseinheit 15 zu.
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Die
Lichtempfangseinheit 15 wird mittels einer Okularlinse
oder eines ladungsgekoppelten Bauelements (CCD) realisiert. Die
Lichtempfangseinheit 15 detektiert das empfangene Licht
mit der Emissionswellenlänge
des an der Probe 17 angebrachten Fluorophors und zeigt
es an und ermöglicht
Beobachtungen einer Fluoreszenzintensität der Probe 17.
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SPR-Sensoren
sind Sensoren, die SPR benutzen, die auftritt, wenn in einer transversalen
magnetischen Mode (TM-Mode) polarisiertes Licht unter einem Winkel,
der eine SPR-Bedingung erfüllt,
auf einem dünnen
Metallfilm einfällt.
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Die
Energie des einfallenden Lichts wird unter einer SPR-Bedingung,
dass ein Wellenvektor einer auf dem dünnen Metallfilm einfallenden
Lichtquelle mit jenem der Oberflächenplasmonen
zusammenpasst, in einer Oberflächenplasmonenmode
nahezu absorbiert. Als Folge wird daher die Intensität des die
Totalreflexion an einer Metalloberfläche erfahrenden Lichts minimiert.
Die SPR-Bedingung ändert
sich auf Grund einer winzigen Änderung
eines Brechungsindex von dielektrischen Materialien auf der Metalloberfläche. Durch
Messung der Änderung der
SPR-Bedingung kann biochemische Interaktion quantitativ analysiert
werden. Die SPR-Sensoren gehören
bekanntlich zu einem der typischen nichtmarkierenden Biosensorverfahren,
die biomolekulare Interaktion ohne Marken wie z. B. Fluorophore
messen können.
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Prinzipaufbauten
der SPR-Sensoren werden unter Bezugnahme auf 2 bis 4 beschrieben.
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Unter
Bezugnahme auf 2 bis 4 enthalten
SPR-Biosensoren jeweils im Allgemeinen Prismen 21a, 21b und 21c,
flache transparente dielektrische Substrate 22, dünne Metallfilme 23,
Polarisatoren 25a, 25b und 25c und Lichtempfangseinheiten 26a, 26b und 26c.
Die SPR-Biosensoren dafür eingerichtet,
von Lichtquellen 24a, 24b und 24c erzeugtes
polarisiertes Licht mittels der Polarisatoren 25a, 25b und 25c in
einer TM-Mode zu polarisieren, dann das TM-polarisierte Licht durch
die Prismen 21a, 21b und 21c auf den
dünnen
Metallfilmen 23 einfallen zu lassen und dann Licht, das
von den dünnen
Metallfilmen 23 reflektiert und zu den Prismen 21a, 21b und 21c emittiert
wird, mittels der Lichtempfangseinheiten 26a, 26b und 26c zu
detektieren.
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Durch
die Prismen 21a, 21b und 21c einfallendes
Licht induziert SPR an den dünnen
Metallfilmen 23. Durch auf den Oberflächen des dünnen Metallfilms 23 absorbierte
Proben 20 verursachte Änderungen
der effektiven Brechungsindizes oder effektiven Dicke werden gemessen,
indem Änderungen
der SPR-Bedingungen durch die Analyse des in den Lichtempfangseinheiten 26a, 26b und 26c detektierten
reflektierten Lichts detektiert werden.
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Im
Detail bewegt der SPR-Biosensor von 2 die Lichtquelle 24a unter
Benutzung eines Bewegungs-Controllers (nicht gezeigt) und ändert einen Einfallswinkel
von mittels des Polarisators 25a in TM-Mode polarisiertem,
von der Lichtquelle 24a erzeugtem monochromatischem Licht
und lässt
das in TM-Mode polarisierte Licht auf dem Prisma 21a einfallen.
Dadurch misst der SPR-Biosensor von 2 eine durch
eine Änderung
eines effektiven Brechungsindex oder einer effektiven Dicke der
Probe 20 auf dem dünnen
Metallfilm 23 verursachte Änderung des SPR-Winkels.
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Der
SPR-Biosensor von 3 fixiert einen Einfallswinkel
des von der Lichtquelle 24b erzeugten monochromatischen
Lichts, während
das einfallende Licht in Form einer zweidimensionalen Ebene ausgedehnt
wird, um eine zweidimensionale Lichtempfangseinheit wie z. B. eine
CCD zu benutzen. Dadurch beschreibt der SPR-Biosensor von 3 mittels
einer relativen Grauwertdifferenz eine an jedem Punkt (Pixel) auf
dem dünnen
Metallfilm 23 auftretende Änderung des effektiven Brechungsindex
oder der effektiven Dicke der Probe 20. Im Allgemeinen
wird der SPR-Biosensor
in Form eines Mehrkanal-Sensorsystems angewendet.
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Der
SPR-Biosensor von 4 steuert einen Brennpunkt des
von der Lichtquelle 24c erzeugten monochromatischen Lichts
unter Benutzung einer Linse 27, so dass das einfallende
Licht in allen Richtungen zur Oberfläche des Prismas 21c senkrecht sein
kann. Wie der SPR-Biosensor von 2 misst der
SPR-Biosensor von 4 mittels einer Änderung des
SPR-Winkels eine Änderung
eines effektiven Brechungsindex oder einer effektiven Dicke der
Probe 20 auf dem dünnen
Metallfilm 23.
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Bei
den konventionellen SPR-Biosensoren werden die dünnen Metallfilme 23 nicht
direkt auf Reflexionsflächen
der Prismen 21a, 21b und 21c ausgebildet,
sondern auf den flach ausgeführten
transparenten dielektrischen Substraten 22 wie z. B. einem Objektträgerglas
oder einem Mikroskop-Deckglas mit denselben Brechungsindizes wie
die Prismen 21a, 21b und 21c, um eine
selbstzusammengebaute Monoschicht (Self-Assembled Monolayer; SAM) auf einer
Sensoroberfläche
auszubilden oder anderweitige biochemische Behandlung zu erleichtern
und auch um die Prismen 21a, 21b und 21c wiederholt
zu benutzen. Danach wird Index-anpassendes Öl zwischen die flachen transparenten
dielektrischen Substrate 22 und die Prismen 21a, 21b und 21c eingebracht.
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Das
konventionelle Fluoreszenzmikroskop kann jedoch optisches Hintergrundrauschen
verursachen, da Licht mit einer Emissionswellenlänge und Licht mit einer Absorptionswellenlänge, welche
von einem dichroitischen Spiegel durchgelassen oder reflektiert
werden, eines an einer Probe angebrachten Fluorophors denselben
Lichtweg haben. Daher besteht der Nachteil, dass Beseitigung des
optischen Hintergrundrauschens sehr von der Leistung des Lichtfilters
abhängt,
das das Licht mit der Emissionswellenlänge oder das Licht mit der
Absorptionswellenlänge
filtert.
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Um
dies zu verbessern, müssen
die Wege des der Probe zugeführten
Lichts mit der Absorptionswellenlänge und des Lichts mit der
Emissionswellenlänge
vollständig
getrennt werden.
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Offenbarung der Erfindung
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Technisches Problem
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Die
vorliegende Erfindung wurde gemacht, um die vorerwähnten Probleme
mit dem Stand der Technik zu lösen,
und daher stellt die vorliegende Erfindung ein SPR benutzendes Fluoreszenzmikroskop zur
Verbesserung eines Rauschabstands (Signal to Noise Ratio; SNR) durch
Trennung der Lichtwege von Licht mit einer Absorptionswellenlänge eines
Fluorophors und von Licht mit einer Emissionswellenlänge des
Fluorophors bereit.
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Technische Lösung
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Gemäß einem
Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Oberflächenplasmonenresonanz (SPR)
benutzendes Fluoreszenzmikroskop bereitgestellt. Das Mikroskop enthält eine
Einheit zur Bereitstellung von monochromatischem Licht, einen SPR-Sensor
und einen ersten Lichtdetektor. Die Einheit zur Bereitstellung von
monochromatischem Licht stellt in einer transversalen magnetischen
Mode (TM-Mode) monochromatisches Licht mit einer Wellenlänge bereit,
die mit einer Absorptionswellenlänge eines
bestimmten Fluorophors übereinstimmt,
der an einer Probe angebracht ist, die sich in einem Plasmonen-evaneszenten
Feld befindet. Der SPR-Sensor regt Oberflächenplasmonen mittels des monochromatischen
Lichts an, um ein Fluoreszenzsignal des bestimmten Fluorophors zu
verstärken.
Der erste Lichtdetektor detektiert das im SPR-Sensor verstärkte Fluoreszenzsignal,
um Verfolgung einer Fluoreszenzintensität der Probe zu ermöglichen.
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Das
Mikroskop kann weiterhin einen zweiten Lichtdetektor zum Detektieren
des vom SPR-Sensor totalreflektierten monochromatischen Lichts in TM-Mode
enthalten, um Verfolgung einer SPR-Bedingung des SPR-Sensors zu
ermöglichen.
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Die
Einheit zur Bereitstellung von monochromatischem Licht kann eine
Lichtquelle zur Erzeugung von Licht, ein erstes Lichtfilter und
einen Polarisator enthalten. Das erste Lichtfilter lässt nur
das monochromatische Licht mit der Wellenlänge, die mit der Absorptionswellenlänge des
bestimmten Fluorophors übereinstimmt,
unter dem von der Lichtquelle erzeugten Licht durch. Der Polarisator
wandelt das vom ersten Lichtfilter durchgelassene monochromatische
Licht in TM-Mode-Licht um.
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Der
SPR-Sensor kann ein flaches transparentes dielektrisches Substrat,
einen dünnen
Metallfilm, ein Prisma und eine Abstandsschicht enthalten. Der dünne Metallfilm
ist oben auf dem flachen transparenten dielektrischen Substrat ausgebildet
und unterstützt
Oberflächenplasmonen.
Das Prisma ist an einer Unterseite des flachen transparenten dielektrischen
Substrats ausgebildet und lässt
das monochromatische Licht in transversaler magnetischer Mode, das
von der Einheit zur Bereitstellung von monochromatischem Licht einer
Einfallsebene des Prismas zugeführt
wird und mit der Absorptionswellenlänge des Fluorophors übereinstimmt,
auf dem dünnen
Metallfilm einfallen, um die Oberflächenplasmonenresonanz anzuregen,
und emittiert das von dem dünnen
Metallfilm reflektierte Licht in eine Emissionsebene. Die Abstandsschicht
ist in einer vorbestimmten Dicke auf dem dünnen Metallfilm ausgebildet,
hält mittels
der Dicke einen minimalen Abstand zwischen dem an der Probe angebrachten
Fluorophor und dem dünnen
Metallfilm aufrecht und verhindert strahlungslose Energieübertragung
von dem Fluorophor zu dem dünnen
Metallfilm.
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Der
erste Lichtdetektor kann ein zweites Lichtfilter und eine Lichtempfangseinheit
enthalten. Das zweite Lichtfilter ist auf dem SPR-Sensor angeordnet
und lässt
nur monochromatisches Licht mit einer Wellenlänge, die mit einer Emissionswellenlänge des
bestimmten Fluorophors übereinstimmt,
unter dem von dem SPR-Sensor einfallenden Licht durch. Die Lichtempfangseinheit
empfängt
das durch das zweite Lichtfilter durchgelassene Licht mit der Emissionswellenlänge und
ermöglicht
Verfolgung einer Fluoreszenzintensität der Probe.
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Vorteilhafte Wirkungen
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Wie
oben dargelegt, hat ein Fluoreszenzmikroskop gemäß der vorliegenden Erfindung
die hervorragende Wirkung, ein Fluoreszenzsignal eines Fluorophors
unter Benutzung des in einem SPR-Sensor induzierten Plasmonen-evaneszenten Feldes
zu verstärken
und eine Absorptionswellenlänge
des Fluorophors von einem Beobachtungspunkt unter Benutzung der
Totalreflexion (Total Internal Reflection; TIR) vollständig zu
trennen, wodurch das SNR sehr verbessert wird.
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Außerdem hat
das Fluoreszenzmikroskop die hervorragende Wirkung, dass es durch
SNR-Verbesserung eine hohe Empfindlichkeit und ein kleines Hintergrundsignal
verglichen mit einem konventionellen Fluoreszenzmikroskop erwarten
lässt,
und bildet ein miniaturisiertes Fluoreszenzmikroskop, das an die
Eigenschaften eines bestimmten Fluorophors angepasst ist.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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1 ist
eine Prinzipskizze, die einen Aufbau eines konventionellen Fluoreszenzmikroskops veranschaulicht;
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2 bis 4 sind
Prinzipskizzen, die Aufbauten von konventionellen SPR-Sensoren veranschaulichen;
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5 ist
eine Prinzipskizze, die einen Aufbau eines Fluoreszenzmikroskops
gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung veranschaulicht;
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6 ist
ein Graph, der Absorptions- und Emissionsspektren eines zum Detektieren
von Biomolekülen
allgemein benutzten Fluorophors zeigt; und
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7 und 8 sind
Skizzen, die verschiedene Beispiele von SPR-Sensoren veranschaulichen,
die für
ein Fluoreszenzmikroskop gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung benutzt werden.
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Beste Art zur Ausführung der
Erfindung
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Es
folgt eine Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen. In der folgenden
Beschreibung werden bekannte Funktionen oder Aufbauten nicht im
Detail beschrieben, da sie die Erfindung mit unnötigen Details in den Schatten
stellen würden.
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Man
beachte, dass überall
in den Zeichnungen gleiche Bezugszeichen benutzt werden, um dieselben
oder ähnliche
Elemente, Merkmale und Strukturen darzustellen.
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Überall in
der Beschreibung umfasst 'ein
Teil mit einem anderen Teil verbinden' nicht nur 'direktes Verbinden', sondern auch 'indirektes Verbinden' mit einem anderen, dazwischen liegenden
Element. 'Irgendein
Element enthaltend' bezeichnet
nicht, ein anderes Element auszuschließen, sondern ein anderes Element
zusätzlich
einschließen
zu können, wenn
nicht anders angegeben.
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5 ist
eine Prinzipskizze, die einen Aufbau eines Fluoreszenzmikroskops
gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung veranschaulicht Unter Bezugnahme auf 5 enthält das Fluoreszenzmikroskop
eine Einheit zur Bereitstellung von monochromatischem Licht 31,
einen SPR-Sensor 32 und einen ersten Lichtdetektor 33. Die
Einheit zur Bereitstellung von monochromatischem Licht 31 stellt
monochromatisches Licht (nachfolgend als ”Absorptionswellenlängenlicht” bezeichnet)
mit einer Wellenlänge,
die mit einer Absorptionswellenlänge
eines bestimmten Fluorophors übereinstimmt,
in einer transversalen magnetischen Mode (TM-Mode) bereit. Der SPR-Sensor 32 regt Oberflächenplasmonen
infolge des von der Einheit zur Bereitstellung von monochromatischem
Licht 31 in der TM-Mode bereitgestellten Absorptionswellenlängenlichts
an und verstärkt
ein Fluoreszenzsignal des bestimmten Fluorophors in dem Plasmonen-evaneszenten
Feld. Der erste Lichtdetektor 33 detektiert das verstärkte Fluoreszenzsignal
und ermöglicht
Beobachtungen der Fluoreszenzintensität einer Probe 30.
Das Fluoreszenzmikroskop kann weiterhin einen zweiten Lichtdetektor 34 zum
Detektieren des die Totalreflexion im SPR-Sensor 32 erfahrenden
TM-Mode-Absorptionswellenlängenlichts
enthalten, um Verfolgung einer SPR-Bedingung des SPR-Sensors 32 zu
ermöglichen.
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Im
Detail enthält
die Einheit zur Bereitstellung von monochromatischem Licht 31 eine
Lichtquelle 311, ein erstes Lichtfilter 312 und
einen Polarisator 313. Das erste Lichtfilter 312 lässt das
Absorptionswellenlängenlicht
des bestimmten Fluorophors unter dem von der Lichtquelle 311 erzeugten
Licht durch. Der Polarisator 313 wandelt durch das erste Lichtfilter 312 durchgelassene
Absorptionswellenlängenlicht
in TM-Mode-Licht um. Die Lichtquelle 311 kann realisiert
werden mittels einer Quelle für
monochromatisches Licht oder einer Weißlichtquelle, einschließlich einer
Wolfram-Halogen-Lampe (Quarz-Wolfram-Halogen(QTH)-Lampe),
eines Lasers und einer Leuchtdiode (LED). Außerdem kann die Lichtquelle 311 Lichtquellen
mehrerer Typen benutzen, wie z. B. eine Punktlichtquelle, eine ausgedehnte
Parallellichtquelle und eine keilförmige Lichtquelle.
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Die
Einheit zur Bereitstellung von monochromatischem Licht 31 kann
nach Bedarf weiterhin eine oder mehrere Linsen enthalten (eine Kugellinse
oder eine Zylinderlinse) (nicht gezeigt), die hinter dem Polarisator 313 angeordnet
sind. Die eine oder mehreren Linsen wandeln das TM-Mode-Absorptionswellenlängenlicht
in zweidimensionales ausgedehntes paralleles Licht um. Das Absorptionswellenlängenlicht
fällt in
Form von zweidimensionalem parallelem Licht auf dem SPR-Sensor 32 ein.
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Das
Absorptionswellenlängenlicht
von der Einheit zur Bereitstellung von monochromatischem Licht 31 fällt hier
unter einem SPR-Winkel des SPR-Sensors 32 auf dem SPR-Sensor 32 ein.
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Somit
induziert das unter dem SPR-Winkel einfallende Absorptionswellenlängenlicht
von der Einheit zur Bereitstellung von monochromatischem Licht 31 eine
SPR-Anregung im
SPR-Sensor 32.
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Es
wird ein Detailaufbau des SPR-Sensors 32 beschrieben. Der
SPR-Sensor 32 enthält
ein Prisma 321, ein flaches transparentes dielektrisches Substrat 322,
einen dünnen
Metallfilm 323 und eine Abstandsschicht 324.
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Durch
Optikkopplungswirkung lässt
das Prisma 321 Absorptionswellenlängenlicht, welches unter dem
SPR-Winkel von der Einheit zur Bereitstellung von monochromatischem
Licht 31 durch eine Einfallsebene einfällt, zu einer Grenzfläche zwischen
dem flachen transparenten dielektrischen Substrat 322 und
dem dünnen
Metallfilm 323 hindurchgehen und emittiert das Absorptionswellenlängenlicht,
das die Totalreflexion an der Grenzfläche erfährt, in eine Emissionsebene.
Im Detail ist es wünschenswert, das
Prisma 321 dreieckförmig
auszubilden.
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Das
flache transparente dielektrische Substrat 322 liegt unter
dem dünnen
Metallfilm 323 und hat an seiner Unterseite mit einer Oberfläche des
dreieckförmigen
Prismas 321 Kontakt.
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Das
Prisma 321 und das flache transparente dielektrische Substrat 322 können entweder
durch ein Index-anpassendes Öl
usw. gekoppelt werden oder können
in einem gleichen Körper,
z. B. transparentem Kunststoff mit hohem Brechungsindex, ausgebildet
sein. Der Fall der einstückigen
Ausbildung wird später
im Detail beschrieben.
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Da
der dünne
Metallfilm 323 aus Metall hergestellt ist, das Oberflächenplasmonen
unterstützt, tritt
durch das unter dem SPR-Winkel einfallende monochromatische Licht
SPR auf. Im Detail ist der dünne
Metallfilm 323 aus Metall gebildet, das eine negative Dielektrizitätskonstante
bei einer Dicke von Dutzenden Nanometern (nm) hat, wie z. B. Gold
(Au), Silber (Ag), Kupfer (Cu) und Aluminium (Al). Von diesen Metallen
werden im Allgemeinen Silber (Ag), das den schärfsten SPR-Peak zeigt, und
Gold (Au) mit hervorragender Oberflächenstabilität benutzt.
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Die
Abstandsschicht 324 dient dazu, strahlungslose Energieübertragung
von dem Fluorophor 303 zu dem dünnen Metallfilm 323 zu
verhindern, die auftreten kann, wenn der an der Probe 30 angebrachte
Fluorophor 303 näher
an den dünnen
Metallfilm 323 herankommt als wenn sie in einer bestimmten
Distanz von ungefähr
10 nm sind.
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5 zeigt
zum Beispiel ein Sandwich-Immunoassay-Verfahren. In 5 wird
ein Detektor-Antikörper 302 in
die Probe 30 injiziert. Der Detektor-Antikörper 302,
welcher mit einem Fluorophor 303 konjugiert ist, kann an
ein Antigen 304 gebunden werden, das ein Zielmolekül ist, dessen
Konzentration zu bestimmen ist. Ein Fang-Antikörper 301 ist oben
auf der Abstandsschicht 324 des SPR-Sensors 32 immobilisiert.
Der Fang-Antikörper 301 kann
an ein Antigen 304 gebunden werden, das das Zielmolekül ist, dessen
Konzentration zu bestimmen ist. Somit findet wegen einer Bioreaktion
zwischen Antikörper
und Antigen eine Kopplung von Fang-Antikörper 301 – Antigen 304 – Detektor-Antikörper 302 – Fluorophor 303 an
einer Oberfläche
der Abstandsschicht 324 statt.
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Hinsichtlich
der Bioreaktion dient die Abstandsschicht 324 dazu, den
Fluorophor 303 und den dünnen Metallfilm 323 zu
trennen, so dass sie sich nicht näher als eine vorbestimmte Distanz
kommen.
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Dementsprechend
wird die Abstandsschicht 324 aus einem dielektrischen Medium
in einer vorbestimmten Dicke ausgebildet, um die minimale Abstandsdistanz
zwischen dem Fluorophor 303 und dem dünnen Metallfilm 323 bereitzustellen.
Es ist wünschenswert,
dass die Abstandsschicht 324 so angelegt ist, dass sie
eine Dicke innerhalb eines Bereichs hat, um strahlungslose Energieübertragung des
Fluoreszenzsignals zu verhindern, während das Fluoreszenzsignal
infolge des Einflusses des Plasmonen-evaneszenten Feldes, welches
in der zum dünnen
Metallfilm 323 senkrechten Richtung exponentiell abnimmt,
verstärkt
wird.
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Die
Abstandsschicht 324 muss so gestaltet sein, dass das Fixieren
an einer Oberfläche
des dünnen
Metallfilms 323 erleichtert wird und Oberflächenorientierung,
gleichförmige
räumliche
Verteilung und leichte Funktionalisierung ihrer Oberfläche ermöglicht wird.
Zum Beispiel kann die Abstandsschicht 324 selbstzusammengebaute
Monoschicht (SAM), Polyethylenglykol (PEG) oder Dextran benutzen.
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Der
erste Lichtdetektor 33 ist in der entgegengesetzten Richtung
zum Prisma 321 basierend auf dem dünnen Metallfilm 323 des
SPR-Sensors 32 ausgebildet, das heißt, in einer vorbestimmten
Höhe von
einer Oberseite der Abstandsschicht 324 des SPR-Sensors 32,
auf dem die Probe 30 platziert ist. Der erste Lichtdetektor 33 detektiert
ein Fluoreszenzsignal, welches durch SPR des dünnen Metallfilms 323 verstärkt wird,
des in der Probe 30 enthaltenen Fluorophors 303.
Dafür enthält der erste
Lichtdetektor 33 ein zweites Lichtfilter 331 und
eine Lichtempfangseinheit 332. Das zweite Lichtfilter 331 lässt monochromatisches
Licht (nachfolgend als ”Emissionswellenlängenlicht” bezeichnet)
mit einer Wellenlänge,
die mit einer Emissionswellenlänge
des Fluorophors 303 übereinstimmt,
unter dem von der Probe 30 erzeugten Licht durch. Die Lichtempfangseinheit 332 empfängt das
durch das zweite Lichtfilter 331 durchgelassene Emissionswellenlängenlicht
und ermöglicht
Beobachtungen einer Fluoreszenzintensität der Probe 30. Die
Lichtempfangseinheit 332 kann durch eine Okularlinse, ein
ladungsgekoppeltes Bauelement (CCD), das eine zweidimensionale Empfangseinheit
ist, usw. realisiert werden, da das Fluoreszenzmikroskop bezweckt,
die Gestalt eines Ziels oder einer Bioreaktion zu verfolgen.
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Eine
Beschreibung des Betriebs des Fluoreszenzmikroskops wird für den Beispielfall
gegeben, dass ein Beobachter Beobachtungen des Antigens 304 der
Probe 30 in einem Sandwich-Immunoassay-Verfahren vornimmt.
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In
dem Beispiel wird der Detektor-Antikörper 302, der mit
dem Fluorophor 303 gekoppelt ist und gleichzeitig mit dem
Antigen 304 gekoppelt ist, das das Zielmolekül ist, in
die Probe 30 injiziert. Der Fang-Antikörper 301, der spezifisch
an das Antigen 304 gebunden werden kann, wird an der Abstandsschicht 324 des
SPR-Sensors 32 fixiert. Als Folge induziert die Bioreaktion
Kopplung mit der Oberfläche der
Abstandsschicht 324 in der Reihenfolge Fang-Antikörper 301 – Antigen 304 – Detektor-Antikörper 302 – Fluorophor 303.
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In
diesem Zustand fällt
Absorptionswellenlängenlicht
in einer TM-Mode mit einer Wellenlänge, die mit einer Absorptionswellenlänge des
Fluorophors 303 übereinstimmt,
durch die Einheit zur Bereitstellung von monochromatischem Licht 31 zu
dem Prisma 321 des SPR-Sensors 32 unter dem SPR-Winkel
auf dem dünnen
Metallfilm 323 auf. In dem Fall tritt an einer Oberfläche des
dünnen
Metallfilms 323 SPR auf. Dabei induziert das Plasmonen-evaneszente
Feld Verstärkung
eines Fluoreszenzsignals des an der Oberfläche der Abstandsschicht 324 angeordneten
Fluorophors 303, das heißt, Emissionswellenlängenlicht.
Der davon angeordnete erste Lichtdetektor 33 detektiert
das verstärkte
Emissionswellenlängenlicht.
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Basierend
auf dem dünnen
Metallfilm 323, an dem SPR auftritt, erfährt das
Absorptionswellenlängenlicht
die Totalreflexion an einer Unterseite des dünnen Metallfilms 323,
und das Emissionswellenlängenlicht
wird an einer Oberseite des dünnen
Metallfilms 323 erzeugt. Somit sind Wege des Absorptionswellenlängenlichts
und des Emissionswellenlängenlichts
vollständig
getrennt. Dies kann eine Verminderung eines Hintergrundsignals für ein im
ersten Lichtdetektor 33 detektiertes Fluoreszenzsignal
bewirken, was einen Rauschabstand (SNR) verbessert.
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Die
Verstärkung
des Fluoreszenzsignals des Fluorophors 303 wird durch Einstellung
der SPR-Wellenlänge
auf die Absorptionswellenlänge des
Fluorophors 303 erreicht. Die Verstärkung des Fluoreszenzsignals
kann auch maximiert werden, wenn Plasmonenresonanz maximiert wird.
Dabei hängen
ein Messbereich und eine Empfindlichkeit von einem Messziel ab,
da die SPR-Winkeländerung proportional
zu einer Brechungsindexänderung
von dielektrischen Materialien auf dem dünnen Metallfilm 323 unter
derselben Wellenlängenbedingung
ist.
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Die
Abstandsschicht 324 stellt eine Distanz zwischen dem Fluorophor 303 und
dem dünnen
Metallfilm 323 ein und kann somit folgende Energieübertragung
zu dem dünnen
Metallfilm 323 verhindern. Als Folge wird das verstärkte Fluoreszenzsignal
konstant gehalten.
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Der
zweite Lichtdetektor 34 kann Absorptionswellenlängenlicht
empfangen, das die Totalreflexion im SPR-Sensor 32 erfährt, eine Änderung
des SPR-Winkels im SPR-Sensor 32 detektieren
und kann benutzt werden, um das Fluoreszenzmikroskop zu steuern.
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6 ist
ein Graph, der die Spektren der Absorption und Emission eines zum
Detektieren von Biomolekülen
allgemein benutzten Fluorophors zeigt. Insbesondere zeigt 6 ein
Absorptionsspektrum 41 und ein Emissionsspektrum 42 für Alexa 647,
Invitrogen. Das Absorptionsspektrum 41 und das Emissionsspektrum 42 überlappen
sich teilweise, wie in 6 gezeigt. Daher kann Absorptionswellenlängenlicht
teilweise gemischt sein, obwohl ein zweites Lichtfilter 14 in 1 Emissionswellenlängenlicht herausfiltert.
Wenn daher Wege des Absorptionswellenlängenlichts und des Emissionswellenlängenlicht
gemäß der vorliegenden
Erfindung vollständig
getrennt sind, kann der Einfluss des Absorptionswellenlängenlichts
voltständig
beseitigt werden.
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Wie
oben erwähnt,
soll das Fluoreszenzmikroskop der vorliegenden Erfindung ein Fluoreszenzsignal
eines Fluorophors unter Benutzung des SPR-Phänomens verstärken. Zu
diesem Zweck kann ein SPR-Sensor 32 als SPR-Sensoren verschiedener
Typen benutzt werden.
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7 und 8 sind
Skizzen, die verschiedene Beispiele von auf ein Fluoreszenzmikroskop gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung anwendbaren SPR-Sensoren veranschaulichen.
Die für
das Fluoreszenzmikroskop benutzten SPR-Sensoren werden unter Bezugnahme
auf 7 und 8 im Detail beschrieben.
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Unter
Bezugnahme zuerst auf 7 kann der SPR-Sensor 40 ein
Sensorsubstrat 41, einen dünnen Metallfilm 43 und
eine Abstandsschicht 44 enthalten. Ein Prisma 42 ist
in einem gleichen Körper auf
einer Unterseite des Sensorsubstrats 41 ausgebildet. Ein
dünner
Metallfilm 43 ist oben auf der Oberfläche des Sensorsubstrats 41 ausgebildet,
das in der senkrechten Richtung zum Prisma 41 angeordnet
ist, um Oberflächenplasmonen
zu unterstützen. Die
Abstandsschicht 44 ist auf dem dünnen Metallfilm 43 fixiert
und stellt eine Distanz zwischen dem dünnen Metallfilm 43 und
einem Fluorophor ein, so dass keine Energieübertragung vom Fluorophor zum
dünnen
Metallfilm 43 stattfindet.
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Unter
Bezugnahme auf 8 enthält der SPR-Sensor 50 ein
flaches transparentes Sensorsubstrat 51, einen dünnen Metallfilm 53,
eine Abstandsschicht 54 und einen oder mehrere Kanäle 55. Ein
Prisma 52 ist in einem gleichen Körper auf einer Unterseite des
Sensorsubstrats 51 ausgebildet. Der dünne Metallfilm 53 ist
oben auf der Oberfläche
des Sensorsubstrats 51 ausgebildet, das in der senkrechten
Richtung zum Prisma 51 angeordnet ist, um Oberflächenplasmonen
zu unterstützen.
Die Abstandsschicht 54 ist auf dem dünnen Metallfilm 53 fixiert
und stellt eine Distanz zwischen dem dünnen Metallfilm 53 und
einem Fluorophor ein, so dass keine Energieübertragung vom Fluorophor zum
dünnen Metallfilm 53 stattfindet.
Die ein oder mehreren Kanäle 55 sind
auf der Abstandsschicht 54 quer über das SPR-Tauchband ausgebildet,
an welchem reflektiertes Licht durch SPR des dünnen Metallfilms 53 minimiert
wird. Alle oder ein Teil der Kanäle 55 sind
bzw. ist aus unterschiedlichen dielektrischen Materialien ausgebildet.
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Das
heißt,
die Sensorsubstrate 41 und 51 erhält man durch
einstückiges
Ausbilden des Prismas 321 und des flachen transparenten
dielektrischen Substrats 322 von 5 unter
Benutzung desselben Materials. Die Sensorsubstrate 41 und 51 können transparente
optische Polymermaterialien mit hohem Brechungsindex benutzen, einschließlich Polystrol (PS),
Polymethyl-Methacrylat (PMMA), Polycarbonat (PC) und zyklischem
Olefin-Copolymer (COC). Die Sensorsubstrate 41 und 51 können auf
eine Art wie z. B. durch Spritzformen ausgebildet werden. Die Sensorsubstrate 41 und 51 machen
es unnötig, durch
einzelne Handarbeit ein Index-anpassendes Öl zwischen dem Prisma 321 und
dem flachen transparenten dielektrischen Substrat 322 einzubringen.
Daher kann die Benutzungsbequemlichkeit verbessert werden.
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Die
dünnen
Metallfilme 43 und 53 werden aus Metall ausgebildet,
das durch einen externen Stimulus leicht Elektronen emittiert und
eine negative Dielektrizitätskonstante
bei einer Dicke von Dutzenden Nanometern (nm) hat, wie z. B. Gold
(Au), Silber (Ag), Kupfer (Cu) und Aluminium (Al). Von diesen Metallen
werden im Allgemeinen Silber (Ag), das den schärfsten SPR-Peak zeigt, und
Gold (Au) mit hervorragender Oberflächenstabilität benutzt.
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Die
Prismen 42 und 52 strahlen einfallendes Licht
in die dünnen
Metallfilme 43 und 53 für SPR-Anregung ein und emittieren
von den dünnen
Metallfilmen 43 und 53 reflektiertes Licht. Die
Prismen 42 und 52 sind dreieckförmig ausgebildet.
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Im
Detail können
die Sensorsubstrate 41 und 51 für bequeme
Benutzung in derselben Gestalt und Größe wie solche im Standard-Objekträgerformat ausgebildet
werden. Zum Beispiel werden die Sensorsubstrate 41 und 51 in
einer Rechteckform realisiert. Das heißt, die Prismen 42 und 52 werden
einstückig
an einseitigen Unterseiten der Sensorsubstrate 41 und 51 ausgebildet,
die jeweils eine rechteckige Gestalt und eine vorbestimmte Dicke
haben. Die dünnen
Metallfilme 43 und 53 werden in zu den Prismen 42 und 52 senkrechten
Richtungen auf den Oberseiten der darauf angeordneten Sensorsubstrate 41 und 51 ausgebildet.
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Die
Abstandsschichten 44 und 54 stellen die minimale
Abstandsdistanz zwischen dem Fluorophor und den dünnen Metallfilmen 43 und 53 bereit,
um strahlungslose Energieübertragung
eines Fluoreszenzsignals auf die dünnen Metallfilme 43 und 53 zu verhindern.
Strahlungslose Energieübertragung
kann stattfinden, wenn der Fluorophor, der ein Indikatormaterial
für ein
Zielmaterial ist, das zur Beobachtung bestimmt ist, näher an die
dünnen
Metallfilme 43 und 53 herankommt als wenn sie
in einer bestimmten Distanz von ungefähr 10 nm sind. Es ist wünschenswert, dass
die Abstandsschichten 44 und 54 so angelegt sind,
dass sie eine Dicke innerhalb eines Bereichs haben, um strahlungslose
Energieübertragung
des Fluoreszenzsignals des Fluorophors zu verhindern, während das
Fluoreszenzsignal infolge des Einflusses des Plasmonen-evaneszenten
Feldes, welches in der zu den dünnen
Metallfilmen 43 und 53 senkrechten Richtung exponentiell
abnimmt, verstärkt wird.
Die Abstandsschichten 44 und 54 werden mittels
selbstzusammengebauter Monoschicht (SAM), Polyethylenglykol (PEG)
oder Dextran realisiert, um das Fixieren an einer Oberfläche des
dünnen
Metallfilms 323 zu erleichtern und Oberflächenorientierung, gleichförmige räumliche
Verteilung und leichte Funktionalisierung ihrer Oberfläche zu ermöglichen.
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Bei
dem SPR-Sensor 40 von 7 werden spezifisch
an Zielmaterialien gebundene Biomoleküle an einer Oberfläche der
Abstandsschicht 44 fixiert. Danach wird eine Probe mit
einem mit Zielmaterialien koppelnden Fluorophor auf den fixierten
Biomolekülen
eingegeben. Dadurch werden die an der Abstandsschicht 44 fixierten
Biomoleküle
mit den Zielmaterialien der Probe gekoppelt.
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In
diesem Zustand wird Absorptionswellenlängenlicht des Fluorophors in
einer TM-Mode dem SPR-Sensor 40 zugeführt, welcher
in einer Untersuchungsposition in dem Fluoreszenzmikroskop von 5 platziert
ist. Der SPR-Sensor 40 erzeugt dann SPR, so dass ein Fluoreszenzsignal
des in dem Plasmonen-evaneszenten Feld angeordneten Fluorophors
verstärkt
wird. Dies ermöglicht
Verfolgung der Zielmaterialien, die das angebrachte Fluorophor aufweisen
und an die Oberfläche
der Abstandsschicht 44 des SPR-Sensors 40 gekoppelt
sind, durch den ersten Lichtdetektor 33.
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Der
SPR-Sensor 50 von 8 enthält weiterhin
einen oder mehrere, auf der Abstandsschicht 54 ausgebildete
Kanäle 55.
Alle oder ein Teil der Kanäle 55 sind
bzw. ist aus dielektrischen Materialien mit unterschiedlichem Brechungsindex
ausgebildet, das heißt,
aus Biomolekülen
ausgebildet, die sich spezifisch an unterschiedliche Zielmoleküle binden. Die
ein oder mehreren Kanäle 55 können jeweils
mit den unterschiedlichen Zielmaterialien gekoppelt werden. Somit
ermöglicht
es der SPR-Sensor 50 von 8,
gleichzeitige Beobachtungen von unterschiedlichen Zielmaterialien
vorzunehmen.
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Obwohl
die vorliegende Erfindung im Zusammenhang mit den Ausführungsbeispielen
gezeigt und beschrieben worden ist, ist dem Fachmann klar, dass
Modifizierungen und Veränderungen
vorgenommen werden können,
ohne den Geist und Schutzbereich der Erfindung, wie durch die beigefügten Ansprüchen definiert,
zu verlassen.
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Zusammenfassung
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OBERFLÄCHENPLASMONENRESONANZ BENUTZENDES
FLUORESZENZMIKROSKOP
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Ein
Oberflächenplasmonenresonanz
(SPR) benutzendes Fluoreszenzmikroskop enthält eine Einheit zur Bereitstellung
von monochromatischem Licht, einen SPR-Sensor und einen ersten Lichtdetektor.
Die Einheit zur Bereitstellung von monochromatischem Licht stellt
monochromatisches Licht bereit, das mit einer Absorptionswellenlänge eines
bestimmten Fluorophors übereinstimmt,
der an einer Probe angebracht ist. Der SPR-Sensor regt Oberflächenplasmonen an, um ein Fluoreszenzsignal
des bestimmten Fluorophors zu verstärken. Der erste Lichtdetektor
detektiert das Fluoreszenzsignal, um Verfolgung einer Fluoreszenzintensität der Probe
zu ermöglichen.