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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Turbomaschine wie zum
Beispiel eine Leistungsturbine oder ein Turbolader für
eine Brennkraftmaschine. Insbesondere bezieht sich die vorliegende Erfindung
auf die Reduzierung eines Öllecks aus einem Turbomaschinenlagergehäuse
in ein Turbinengehäuse oder einen Hohlraum hinter einem
Hitzeschild.
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Turbolader
sind allgemein bekannte Vorrichtungen zum Zuführen von
Luft zu dem Einlass einer Brennkraftmaschine bei Drücken über
Atmosphärendruck (Ladedrücke). Ein herkömmlicher
Turbolader hat im Wesentlichen ein mit Abgas angetriebenes Turbinenrad,
das an einer drehbaren Welle innerhalb eines Turbinengehäuses
angebracht ist. Eine Drehung des Turbinenrads dreht ein Verdichterrad,
das an dem anderen Ende der Welle innerhalb eines Verdichtergehäuses
angebracht ist. Das Verdichterrad liefert verdichtete Luft zu dem
Einlasskrümmer der Kraftmaschine, wodurch die Kraftmaschinenleistung erhöht
wird.
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Die
Turboladerwelle ist herkömmlicherweise durch Radial- und
Axiallager gestützt, die geeignete Schmiersysteme aufweisen,
die sich innerhalb eines mittleren Lagergehäuses befinden,
welches zwischen dem Turbinenradgehäuse und dem Verdichterradgehäuse
angeschlossen ist. Es ist allgemein bekannt, dass das Vorsehen eines
wirksamen Dichtsystems zum Verhindern eines Öllecks aus
dem mittleren Lagergehäuse in das Turbinengehäuse
problematisch ist. Es ist jedoch wichtig, ein Ölleck in
das Turbinengehäuse zu verhindern, in dem es sich mit dem
Abgas vermischt und Abgasemissionen erhöht, die eine Beschädigung
von stromabwärtigen Komponenten wie zum Beispiel einen
katalytischen Wandler verursachen können.
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Ein
Turboladerturbinenrad kann durch Reibschweißen an einer
Dichtnabe an dem Ende der Turboladerwelle geschweißt sein,
wobei die Dichtnabe einen größeren Durchmesser
als die Welle hat und sich innerhalb eines ringartigen Kanals durch
eine Gehäusewand dreht, die das Lagergehäuse von
dem Turbinengehäuse trennt. Bekannte Öldichtanordnungen
haben einen Dichtring, der sich um die Dichtnabe innerhalb des Kanals
befindet, wodurch eine Dichtung in der Art und Weise eines Kolbenrings
vorgesehen wird.
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Während
die Turbine des Turboladers einen Verdichter antreibt, überträgt
bei einer Leistungsturbine das Ende der Turbinenwelle, das von dem
Turbinenrad entfernt ist, eine Leistung über eine mechanische
Kopplung. Bei einer Turboverbundkraftmaschine, die eine Leistungsturbine
aufweist, welche in Reihe mit der Turbine eines Turboladers angeschlossen
ist, kann ein Zahnrad an dem Ende der Leistungsturbinenwelle befestigt
sein, um eine Leistung zu der Kurbelwelle der Kraftmaschine über
eine geeignete Kopplung (wie zum Beispiel eine Fluidkupplung oder
ein Getriebe oder ein anderer Antriebsmechanismus) hydraulisch,
mechanisch oder elektrisch zu übertragen. Bezüglich
eines Turboladers ist die Welle einer Leistungsturbine an Lagerbaugruppen gestützt,
die geeignete Schmiersysteme aufweisen, welche sich innerhalb eines
mit dem Turbinengehäuse verbundenen Lagergehäuses
befinden. Die Lageranordnung an dem Turbinenende der Welle kann
im Wesentlichen gleich jener sein, wie sie bei einem Turbolader
vorgefunden wird, auch wenn die Lageranordnung an dem angetriebenen
Ende der Welle eine Kugellagerbaugruppe sein kann.
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Turbinen,
ob sie bei einem Turbolader, einer Leistungsturbine oder einer anderen
Turbomaschine enthalten sind, sind im Allgemeinen mit einem Hitzeschild
versehen, das sich zwischen dem Turbinenrad und der Turbinen-/Lager-Gehäusewand
befindet, durch die die Turbinenwelle hindurch tritt. Das Hitzeschild,
das üblicherweise eine Metallblechkomponente ist, die in
dem Turbinengehäuse hinter dem Turbinenrad angebracht ist,
ist zum Verhindern einer Überhitzung des Lagergehäuses
vorgesehen, die zum Beispiel zu einer Ölverkokung in dem
Lagergehäuse führen kann.
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Es
ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Probleme des Öllecks
aus einem Turbomaschinenlagergehäuse in das Turbinengehäuse
oder das Hitzeschild zu unterbinden oder abzuschwächen.
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Gemäß der
vorliegenden Erfindung ist eine Turbomaschine vorgesehen, die Folgendes
aufweist:
ein Gehäuse, das einen Lagerhohlraum und
eine Turbinenkammer definiert, die durch eine erste Wand getrennt
sind;
ein Turbinenrad, das an einer Welle für eine
Drehung innerhalb der Turbinenkammer um eine Maschinenachse angebracht
ist;
ein Hitzeschild, das zwischen der ersten Wand und dem
Turbinenrad angeordnet ist, wobei ein Hitzeschildhohlraum zwischen
der ersten Wand und dem Hitzeschild definiert ist;
die Welle,
die sich von der Turbinenkammer in den Lagerhohlraum durch einen
Kanal erstreckt, der zumindest teilweise durch eine erste Öffnung
in der Wand und eine zweite Öffnung in dem Hitzeschild
definiert ist, wobei die Welle für eine Drehung an einer Lagerbaugruppe
angebracht ist, die in dem Lagerhohlraum vorgesehen ist;
eine
erste Dichtung zwischen der Welle und der ersten Öffnung
;
das Gehäuse, das einen ersten Gaskanal definiert, der
mit dem Hitzeschildhohlraum für eine Verbindung mit einer
Druckwelle zum Anheben eines Drucks innerhalb des Hitzeschildhohlraums
in Verbindung ist;
einen zweiten Kanal zwischen dem Hitzeschildhohlraum
und dem Kanal, wobei der zweite Kanal zu dem Kanal an der zu der
Lagerbaugruppe entgegengesetzten Seite der ersten Dichtung mündet;
und
eine zweite Dichtung, die zwischen der Welle und der zweiten Öffnung
vorgesehen ist.
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Das
Anheben des Drucks in dem Kanal bezüglich des Drucks in
dem Lagerhohlraum reduziert die Neigung des Öls, entlang
der ersten Dichtung zu lecken. Diesbezüglich ist es vorzuziehen,
dass der Druck innerhalb des Hitzeschildhohlraums über
jenen Druck angehoben wird, der üblicherweise innerhalb
des Lagerhohlraums angrenzend an der ersten Öffnung gebildet
ist.
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Die
erste Dichtung kann einen oder mehrere Dichtringe aufweisen, die
zum Beispiel eine sich überlappende Spaltringdichtung aufweisen.
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Die
zweite Dichtung kann einen oder mehrere Dichtringe aufweisen, wie
zum Beispiel eine Spaltringdichtung.
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Bei
einigen Ausführungsbeispielen kann der zweite Kanal einen
ringartigen Spalt aufweisen, der zwischen der Wand und dem Hitzeschild
zwischen der ersten und der zweiten Öffnung definiert ist.
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Bei
einigen Ausführungsbeispielen kann der zweite Kanal einen
oder mehrere sich in Umfangsrichtung erstreckende Schlitze aufweisen,
die um den Kanal herum definiert sind.
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Bei
einigen Ausführungsbeispielen kann der zweite Kanal eine
oder mehrere Öffnungen aufweisen, die in den Kanal und
den Hitzeschildhohlraum münden.
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Der
erste Kanal kann sich zwischen dem Hitzeschildhohlraum und einer äußeren
Fläche erstrecken, die durch das Gehäuse definiert
ist, und er kann eine Vielzahl an Kanälen aufweisen.
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Die
Welle kann einen Abschnitt mit vergrößertem Durchmesser
haben, der innerhalb des Kanals angeordnet ist und sich dort dreht.
Der Abschnitt mit vergrößertem Durchmesser der
Welle kann eine sich im Allgemeinen radial erstreckende ringartige Wand
definieren, die der Lagerbaugruppe zugewandt ist (und möglicherweise
an ihr anliegt). Die ringartige Wand kann so konfiguriert sein,
dass sie Öl von der Welle radial weg treibt, wenn sich
die Welle dreht. Das Öl kann in einen ringartigen Ölsammelkanal
getrieben werden, der innerhalb des Lagerhohlraums vorgesehen ist
und die sich radial erstreckende ringartige Wand in Umfangsrichtung
umgibt.
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Bei
einigen Ausführungsbeispielen hat der Abschnitt mit vergrößertem
Durchmesser der Welle eine radial äußere Umfangsfläche,
die sich im allgemeinen axial erstreckt, wobei sich eine Ölschleudernut
in den vergrößerten Abschnitt erstreckt, wobei
die Ölschleudernut eine Mündung hat, die zwischen
einem ersten sich in Umfangsrichtung erstreckenden Rand und einem
zweiten sich in Umfangsrichtung erstreckenden Rand definiert ist,
wobei der zweite Rand sowohl radial als auch axial von dem ersten Rand
beabstandet ist.
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Das
Hitzeschild kann einstückig mit der Gehäusewand
ausgebildet sein, anstatt dass es als separate Komponente vorgesehen
ist. Zum Beispiel kann ein Abschnitt des Gehäuses, der
das Hitzeschild und die Wand definiert, eine einzige Komponente,
zum Beispiel ein einziges Gussteil, aufweisen.
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Die
Turbomaschine kann zum Beispiel ein Turbolader sein, der ein Turbinengehäuse,
das die Turbinenkammer definiert, und ein Lagergehäuse aufweist,
das den Lagerhohlraum definiert. Alternativ kann die Turbomaschine
eine Leistungsturbine sein, die ein Turbogehäuse, das die
Turbokammer definiert, und ein Lagergehäuse aufweist, das
den Lagerhohlraum definiert. Bei einer Leistungsturbine überträgt
eine durch Abgas angetriebene Turbine eine Leistung über
eine Antriebsverbindung, die sich an dem zu dem Turbinenrad entgegengesetzten
Ende der Welle dreht. Die Antriebsverbindung kann zum Beispiel an
eine Abgabewelle einer Brennkraftmaschine gekoppelt sein. Die Leistungsturbine
kann eine Radial- oder Axialturbine sein. Bei einer Axialturbine hat
die Turbine einen axialen Einlass, der Abgas in einer im Allgemeinen
axialen Richtung durch das Turbinenrad zu einem ringartigen Auslass
führt. Ein Turbolader und eine Leistungsturbine können
in einer Turboverbundkraftmaschine kombiniert sein.
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Die
vorliegende Erfindung sieht außerdem ein Verfahren zum
Reduzieren eines Öllecks in einer Turbomaschine vor, die
ein Gehäuse aufweist, das einen Lagerhohlraum und eine
Turbinenkammer definiert, die durch eine erste Wand getrennt sind;
ein
Turbinenrad, das an einer Welle für eine Drehung innerhalb
der Turbinenkammer um eine Maschinenachse angebracht ist;
ein
Hitzeschild, das zwischen der ersten Wand und dem Turbinenrad angeordnet
ist, wobei ein Hitzeschildhohlraum zwischen der ersten Wand und
dem Hitzeschild definiert ist;
die Welle, die sich von der
Turbinenkammer in den Lagerhohlraum durch einen Kanal erstreckt,
der zumindest teilweise durch die erste Öffnung in der Wand
und eine zweite Öffnung in dem Hitzeschild definiert ist,
wobei die Welle für eine Drehung an einer Lagerbaugruppe
angebracht ist, die in dem Lagerhohlraum vorgesehen ist;
eine
erste Dichtung zwischen der Welle und der ersten Öffnung;
einem
zweiten Kanal zwischen dem Hitzschildhohlraum und dem Kanal, wobei
der zweite Kanal in den Kanal an der zu der Lagerbaugruppe entgegengesetzten
Seite der ersten Dichtung mündet; und
wobei das Verfahren
ein Zuführen von mit Druck beaufschlagter Luft zu dem Hitzeschildhohlraum
aufweist, um den Druck innerhalb des Hitzeschildhohlraums anzuheben
und dadurch den Druck innerhalb des Kanals an der zu der Lagerbaugruppe
entgegengesetzten Seite der ersten Dichtung anzuheben.
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Spezifische
Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden
nun anhand von Beispielen lediglich unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen
beschrieben, wobei:
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1 zeigt
einen Querschnitt durch einen bekannten Turbolader;
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2 zeigt
einen Querschnitt durch eine bekannte Radialleistungsturbine;
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3 zeigt
einen Querschnitt durch eine bekannte Axialleistungsturbine;
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4 zeigt
einen Querschnitt durch eine Axialleistungsturbine gemäß der
vorliegenden Erfindung;
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5 zeigt
einen vergrößerten Querschnitt durch einen Teil
der Turbine gemäß der 4;
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6a und 6b stellen
eine Abwandlung eines Merkmals der Leistungsturbine gemäß der 4 dar;
und
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7 stellt
eine Abwandlung der Leistungsturbine gemäß den 6a und 6b dar.
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Unter
Bezugnahme auf die
1 hat der dargestellte Turbolader
(wie er in
US-7,086,842 offenbart
ist) eine Turbine
1, die über ein mittleres Lagergehäuse
3 an
einen Verdichter
2 gefügt ist.
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Die
Turbine 1 hat ein Turbinenrad 4, das sich innerhalb
eines Turbinengehäuses 5 dreht. In ähnlicher
Weise hat der Verdichter 2 ein Verdichterrad 6, das
sich innerhalb eines Verdichtergehäuses 7 dreht. Das
Turbinenrad 4 und das Verdichterrad 6 sind an entgegengesetzten
Enden einer gemeinsamen Turboladerwelle 8 angebracht, die
sich durch das mittlere Lagergehäuse 3 erstreckt.
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Das
Turbinengehäuse 5 hat einen Abgaseinlassdiffusor 9,
der ringartig um das Turbinenrad 4 angeordnet ist, und
einen Axialabgasauslass 10. Das Verdichtergehäuse 7 hat
einen Axiallufteinlasskanal 11 und einen Verdichtungsluftauslassdiffusor 12,
der ringartig um das Verdichterrad 6 angeordnet ist.
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Im
Gebrauch wird das Turbinenrad 4 innerhalb einer Turbinenkammer 4a durch
den Durchlass von Abgas von dem ringartigen Abgaseinlass 9 zu dem
Abgasauslass 10 gedreht, wodurch wiederum das Verdichterrad 6 gedreht
wird, wodurch Einlassluft durch den Verdichtereinlass 11 eingezogen
wird, und Ladeluft wird zu dem Einlass einer Brennkraftmaschine über
den Verdichterauslassdiffusor 12 geliefert.
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Die
Turboladerwelle 8 dreht sich an vollständig schwimmenden
Radiallagern 13 und 14, die in einem Lagerhohlraum 3b zu
dem Turbinenende bzw. dem Verdichterende des Lagergehäuses 3 untergebracht
sind. Die Lagerbaugruppe 14 am Verdichterende hat des Weiteren
ein Axiallager 15, das mit einer Öldichtbaugruppe
zusammenwirkt, die eine Ölschleuder 16 aufweist.
Eine Ölschleuder ist eine ringartige Komponente, die sich
mit der Welle dreht und üblicherweise eine Anzahl an sich
radial erstreckenden Kanälen aufweist, die in wirksamer
Weise als Flügel dienen, um das Öl von der Welle
weg und insbesondere von dem Kanal aus dem Lagergehäuse
in das Verdichtergehäuse zu schleudern. Eine ringartige
Schwallkammer, die sich um das Axiallager und die Lagerbaugruppe
befindet, sammelt das Öl für eine Rückführung
innerhalb des Schmiersystems. Die Schwallkammer kann mit Auslasskanälen
zum Auslassen von Öl in einen Sumpf versehen sein. Einzelheiten
des Verdichterendlagers und der Öldichtung sind für
das Verständnis der vorliegenden Erfindung nicht wesentlich,
und sie werden nicht weiter beschrieben. Das Öl wird zu
dem Lagergehäuse von dem Ölsystem der Brennkraftmaschine über
einen Öleinlass 17 zugeführt und zu den
Lagerbaugruppen durch Ölkanäle 18 gefördert.
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Das
Turbinenrad
4 ist an das Turbinenende der Turboladerwelle
8 an
eine Dichtnabe
19 gefügt. Im Allgemeinen ist die
Dichtnabe
19 einstückig mit der Welle
8 ausgebildet
(und als solche bildet sie einen Teil der Welle), und sie ist (zum
Beispiel durch Reibungsschweißen) an einen Nabenabschnitt
an der Rückseite des Turbinenrads
4 gefügt.
Die Dichtnabe
19 erstreckt sich durch einen ringartigen
Kanal
20 in einer Lagergehäusewand
3a und
in das Turbinengehäuse. Die Dichtnabe
19 ist hinsichtlich
des ringartigen Kanals
20 durch einen sich überlappenden
Spaltring
21 abgedichtet, der ein Öl- und Gasleck durch
den Kanal
20 unterbindet. Das Radiallager
13 am
Turbinenende befindet sich zwischen Sicherungsringen
22 und
23. Öl
wird zu dem Lager
13 über einen Ölkanal
18 gefördert,
und das Lager
13 ist mit in Umfangsrichtung beabstandeten
radialen Löchern
27 versehen, damit das Öl
zu der Turboladerwelle
8 tritt. Ein ringartige Ölrückführungsnut
24 ist
radial in dem Lagergehäuse
3 angrenzend an dem
Kanal
20 durch die Gehäusewand
3a vertieft.
Die Ölrückführungsnut
24 umgibt
die Welle
8. Die ringartige Seite der Dichtnabe
19 ist
mit einer Hinterschneidung
25 bearbeitet, so dass sie sich
in einem Winkel weg von dem Kanal
20 durch die Lagergehäusewand
3a erstreckt,
anstatt dass sie sich streng radial von der Welle
8 erstreckt.
Wenn sich die Welle
8 dreht, läuft Öl,
das an der ringartigen Fläche
31 vorhanden ist, sowohl
radial als auch axial von dem Kanal
20 weg. Wie dies in
US-7,086,842 beschrieben
ist, dient die hinterschnittene Dichtnabe
19 als eine Ölschleuder, die
die Ölströmung zu dem Kanal
20 und dem
Dichtring
21 reduziert.
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Ein
Pressmetallhitzeschild 26 befindet sich in dem Turbinengehäuse
zwischen dem Turbinenrad 4 und dem Lagergehäuse 3.
Das Hitzeschild trennt die heiße Abgasströmung
von dem Lagergehäuse, um eine Wärmeübertragung
zu dem Lagergehäuse zu reduzieren, die andernfalls eine Überhitzung
der Lager verursachen könnte. An seinem radial äußeren Rand 26a ist
das Hitzeschild 26 zwischen dem Lagergehäuse 3 und
dem Turbinengehäuse 5 eingeklemmt. Das Hitzeschild 26 hat
eine mittlere Öffnung 27, die die Nabe 19 umgibt
und von dieser beabstandet ist, um eine freie Drehung der Welle 8 zu
ermöglichen. Ein Hitzeschildhohlraum 28 ist zwischen
dem Hitzeschild 26 und dem Lagergehäuse 3 definiert,
um eine Wärmeströmung zu dem Lagergehäuse
von dem heißen Abgas zu reduzieren, das durch das Turbinengehäuse
strömt.
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Unter
Bezugnahme auf die
2 stellt diese eine Radialleistungsturbine
dar (wie sie in
US-6,905,316 beschrieben
ist), die eine Welle
31 aufweist, die an einem Ende ein
Turbinenrad
32 innerhalb einer Turbinenkammer
32a stützt
und an dem anderen Ende ein Antriebszahnrad
33 stützt.
Die Welle
31 ist in einem einstückigen röhrenartigen
Lager
34 gestützt, das innerhalb des Lagerhohlraums eines
Lagergehäuses
35 gestützt ist. Das Lagergehäuse
35 ist
an einem Turbinengehäuse
36 gesichert, das einen
Diffusor
37 definiert, durch den ein Abgas zum Aufbringen
eines Momentes auf die Turbine
32 hindurch tritt, das von
einer Brennkraftmaschine geliefert wird. Ein Hitzeschild
38 schützt
die Lagerbaugruppe von den heißen Gasen, die durch die
Turbinenkammer
32a hindurchströmen und die Turbine
32 antreiben.
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Ein
Ende des Lagers
34 liegt an einem Absatz
39 an,
der durch eine Dichtnabe
40 an dem Turbinenende der Welle
31 definiert
ist. Das andere Ende des Lagers
4 liegt an einem Flansch
41 an,
der einen Teil eines Axiallagers an dem Antriebsende der Welle
31 bildet.
Wie dies in der
US-6,905,316 beschrieben
ist, ersetzt dieses einstückige Lager die überwiegend
herkömmlichen Lageranordnungen (die üblicherweise
ein Festlager an dem Antriebsende der Welle aufweisen), was das
Lagern der Last an dem Antriebsende der Leistungsturbine verbessert.
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Bezüglich
des Turboladers gemäß der 1 ist das
Hitzeschild 32 ein Pressmetallelement, das an seinem radial äußeren
Rand zwischen dem Turbinengehäuse 36 und dem Lagergehäuse 35 geklemmt
ist und eine mittlere Öffnung 42 definiert, in der
sich die Dichtnabe 40 dreht (ein kleiner ringartiger Zwischenraum,
der wiederum zwischen der Öffnung 42 und der Dichtnabe 40 verbleibt).
Ein Hitzeschildhohlraum 45 ist zwischen dem Hitzeschild 38 und dem
Lagergehäuse 35 definiert, um eine gewisse Isolierung
zwischen den beiden vorzusehen.
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Die
Dichtanordnung an dem Turbinenende der Welle 31 ist im
Wesentlichen gleich, wie sie bei dem Turbolader gemäß der 1 eingebaut
ist, und demnach hat sie einen Dichtring 43 (der wiederum üblicherweise
ein Spaltring ähnlich wie ein herkömmlicher Kolbenring
ist), der die Nabe 40 hinsichtlich eines Kanals 44 durch
das Lagergehäuse 35 abdichtet.
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Die
3 stellt
eine bekannte Axialleistungsturbine dar. Die Turbine hat ein Lagergehäuse
50 und
ein Axialturbinengehäuse
51. Eine Welle
52 erstreckt
sich durch das Lagergehäuse
50 und stützt an
einem Ende ein Turbinenrad
53 und an dem anderen Ende ein
Antriebszahnrad
54. Die Welle ist an einem einstückigen
Lager
55 gestützt, das im Wesentlichen gleich
dem einstückigen Lager
31 gemäß der
2 (und
US-6,905,316 ) ist, und es
wird nicht in weiteren Einzelheiten beschrieben. In ähnlicher
Weise ist das Turbinenrad
53 an dem Ende der Welle
52 an
eine Dichtnabe
56 gefügt, die sich durch einen
ringartigen Kanal
57 in einer Wand des Lagergehäuses
50 erstreckt.
Die Dichtnabe
56 ist hinsichtlich des Kanals
57 durch
einen Dichtring
58 abgedichtet, der ein sich überlappender
Spaltring sein kann.
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Das
Turbinengehäuse 51 hat einen axialen ringartigen
Einlasskanal 59, der um eine gewölbte Düse 60 definiert
ist und eine ortsfeste ringartige Flügelaufreihung 61 hat.
Abgas strömt durch den ringartigen Einlasskanal 59 durch
das Turbinenrad 53 und in einen ringartigen Sammelabschnitt 62 des
Turbinenauslasses über einen ringartig aufgebördelten Turbinendiffusorabschnitt 63,
der eine Erweiterung des Einlasskanals 59 ist. Das Gas
verlässt die Turbine über einen im allgemeinen
axial orientierten Auslass 64.
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Ein
Pressmetallhitzeschild 65 ist wiederum zum Trennen des
Lagergehäuses 50 von der Abgasströmung
vorgesehen. Die Konfiguration des Hitzeschilds 65 ist in
großem Maße durch den Axialströmungspfad
des Abgases durch die Turbine bestimmt, und insbesondere definiert
das Hitzeschild 65 eine radial innere Fläche des
Turbinendiffusorabschnitts 62, die das Führen
der Abgasströmung in den Turbinenauslass 62/63 unterstützt.
An seinem radial äußersten Rand ist das Hitzeschild 65 wiederum
zwischen dem Lagergehäuse 50 und dem Turbinengehäuse 51 geklemmt,
aber in diesem Moment ist der radial innere Rand des Hitzeschilds 65 mit
dem Lagergehäuse 35 um den Wellenkanal 57 in
Kontakt und wird durch einen Rückhaltering 66 in
Position gehalten. Ein Hitzeschildhohlraum 67 ist zwischen
dem Hitzeschild 65 und dem Lagergehäuse 51 zum
Reduzieren einer Wärmeübertragung zu dem Lagergehäuse 51 von
dem heißen Abgas definiert, das durch die Turbine strömt.
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Dichtanordnung an dem
Turbinenende einer Turbomaschinenwelle, und ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung wird auf eine Axialleistungsturbine angewendet, die
nun unter Bezugnahme auf die 4 beschrieben
wird.
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Unter
Bezugnahme auf die 4 stellt diese eine Leistungsturbine
gemäß der vorliegenden Erfindung dar, bei der
ein Turbinengehäuse 70, ein Lagergehäuse 71 und
ein Hitzeschild 72 als eine einzige Komponente integriert
sind, die zum Beispiel als ein einziges Gussteil ausgebildet sein
kann (auch wenn bestimmte Merkmale des Gehäuses maschinell nachbearbeitet
werden können). Das Turbinengehäuse hat einen
axialen Einlassabschnitt 73, der zusammen mit einer Düse 74 einen
ringartigen Einlasskanal 75 definiert. Die Düse 74 ist
innerhalb des axialen Einlasses 73 durch einen Rückhaltering 75 in Position
gehalten. Eine ringartige Aufreihung von ortsfesten Flügeln 76 ist
in dem Einlasskanal 75 stromaufwärts von einem
Turbinenrad 77 angeordnet, das sich innerhalb einer Turbinenkammer 77a dreht.
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Das
innere Ende des axialen Einlasses 73 ist radial nach außen
gebördelt, um einen Turbinendiffusorabschnitt 76 zu
definieren, der zu dem Turbinenauslass führt, der einen
ringartigen Sammelabschnitt 77 und einen im Allgemeinen
radialen Auslasskanal 78 aufweist.
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Der
Abgasströmungspfad durch das Turbinengehäuse 70 wird
von dem Lagergehäuse 71 durch ein integriertes
Hitzeschild 72 getrennt, das außerdem einen Teil
des Turbinengehäusediffusorabschnitts 76 und einen
ringartigen Auslassabschnitt 77 definiert. Ein Hitzeschildhohlraum 78 ist
zwischen dem Hitzeschild 72 und dem Lagergehäuse 71 definiert,
und ein Kanal 79 erstreckt sich durch das Turbinengehäuse
zu dem Hohlraum 78. Der Zweck des Kanals 79 wird
nachfolgend weiter beschrieben.
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Das
Turbinenrad 77 ist (zum Beispiel durch Reibungsschweißen)
an einem Ende einer Dichtnabe 80 angebracht, die an einem
Ende einer Welle 81 definiert ist. Die Welle 81 ist
für eine Drehung innerhalb eines einstückigen
röhrenartigen Lagers 82 gestützt, das
im Wesentlichen gleich den Lagern ist, die in den 2 und 3 gezeigt
sind. Das Lager wird innerhalb eines Lagerhohlraums 71a zwischen
der Nabe 80 und einem Flansch 83 zurückgehalten,
der einen Teil eines Axiallagers an dem Antriebsende der Welle 81 bildet,
die ein Antriebszahnrad 84 stützt. Einzelheiten
des Lagers und der Antriebszahnradbaugruppe an dem Antriebsende
der Welle können wiederum gleich jenen Einzelheiten sein,
die in den 2 und 3 dargestellt
sind.
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Wie
dies in der 4 gezeigt und in weiteren Einzelheiten
der 5 gezeigt ist (die eine Vergrößerung
der Dichtanordnung an dem Turbinenende der Welle 81 zeigt),
dreht sich die Dichtnabe 80 innerhalb eines Kanals 85,
der teilweise durch eine Öffnung 86 in einer Wand
des Lagergehäuses 71 und teilweise durch eine Öffnung 87 durch
das Hitzeschild 72 definiert ist. Die Dichtnabe ist hinsichtlich
des Kanals 87 durch einen ersten Dichtring 88 abgedichtet,
der eine Gasdichtung zwischen der Dichtnabe 80 und der Öffnung 86 vorsieht,
die durch das Lagergehäuse 71 definiert ist, und
durch einen zweiten Dichtring 89, der eine Gasdichtung
zwischen der Dichtnabe 80 und der Öffnung 87 vorsieht,
die durch das Hitzeschild 72 definiert ist. Die Dichtringe 88 und 89 sind
vorzugsweise sich überlappende Spaltringdichtungen, und
sie befinden sich in jeweiligen ringartigen Nuten 90 und 91, die
in der Außenfläche der Dichtnabe 80 definiert sind.
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Ein
ringartiger Spalt 92 ist zwischen dem Lagergehäuse 71 und
dem Hitzeschild 72 angrenzend an dem Kanal 85 definiert,
der für eine Fluidverbindung zwischen dem Hohlraum 78 und
dem Abschnitt des Kanals 85 sorgt, die zwischen dem ersten
und dem zweiten Dichtring 88 und 89 definiert
ist.
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Öl
wird dem Lagergehäuse 71 für eine Schmierung
des Lagers 81 zugeführt und tritt zu dem Lager
durch Ölkanäle 93 und 94 an
dem Verdichterende und bzw. dem Turbinenende 82. Das Lager 82 ist
mit Öldurchlässen 95 versehen, die eine Ölströmung
durch das Lager zu der Welle 81 zulassen. Eine Öffnung 96 in
einem mittleren Abschnitt des Lagers 82 gewährleistet,
dass das Öl aus den Innenlagerflächen frei ausgelassen
werden kann. Das Lagergehäuse definiert außerdem
eine ringartige Schwallkammer 97 an dem Turbinenende des
Lagergehäuses, die das von der sich drehenden Dichtnabe zurückschwallende Öl
sammelt und dieses zu dem Lagerhohlraumölauslass 98 liefert,
der steiler ist als im herkömmlichen Fall, und zwar infolge
des einstückigen Gussteils des Lagergehäuses und
des Hitzeschilds (was vorteilhaft sein kann, wenn die Turbine geneigt
ist, zum Beispiel wenn sie in einem Fahrzeug enthalten ist, das
auf einer Neigung steht).
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Die Ölzufuhr
zu dem Lagergehäuse kann aus irgendeiner geeigneten Quelle
kommen. Üblicherweise wird die Ölzufuhr von dem
Druckölzuführungssystem einer Brennkraftmaschine
geliefert, zum Beispiel über eine Ölförderung
von einem Brennkraftmaschinenkurbelgehäuse. In ähnlicher Weise
kann das Öl aus dem Lagergehäuse zu einem Sumpf
ausgelassen werden, der der Ölsumpf der Brennkraftmaschine
oder ein Getriebekastenölsumpf sein kann. Es ist offensichtlich,
dass andere Ölzuführungsanordnungen möglich
sind.
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Der Öldruck
innerhalb des Lagergehäuses kann sich ändern,
aber er wird im Allgemeinen größer sein als der
Druck in dem Turbinengehäuse hinter dem Turbinenrad. Dies
ist dann insbesondere für eine Axialleistungsturbine der
Fall, da Drücke unterhalb des Atmosphärendrucks
hinter dem Turbinenrad erzeugt werden können. Ein Druckabfall
von dem Lagergehäuse zu dem Turbinengehäuse kann
das Problem des Öllecks aus dem Lagergehäuse in
das Turbinengehäuse und somit in die Abgasströmung
erschweren. Gemäß der vorliegenden Erfindung wird dieses
Problem dadurch bewältigt, indem der Hohlraum 78 mit
Druck beaufschlagt wird, der zwischen dem Hitzeschild 72 und
dem Lagergehäuse 71 über den Kanal 79 definiert
ist. Der Druck innerhalb des Hohlraums 78 wird zu dem Abschnitt
des Dichtnabenkanals 85 übertragen, der zwischen
dem ersten und dem zweiten Dichtring 90 und 91 definiert
ist. Dies hat die Wirkung zum Anheben des Drucks hinter dem ersten
Dichtring 90, der die Welle (Dichtnabe 80) hinsichtlich
des Lagergehäuses abdichtet. Das Reduzieren des Druckabfalls
entlang des Dichtrings 90 von dem Lagergehäuse
zu dem Turbinengehäuse reduziert die Wahrscheinlichkeit
eines Öllecks hinter dem Dichtring 90 aus dem
Lagergehäuse.
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Der
Hitzeschildhohlraum 78 kann auf einen Druck beaufschlagt
werden, der über jenem Druck liegt, der üblicherweise
in dem Lagergehäuse vorgefunden wird. Ein Druck so klein
wie ungefähr 0,2 bar gauge bis ungefähr 1 bar
gauge kann bei einer üblichen Leistungsturbine ausreichend
sein. Auch wenn die Ölzufuhr zu dem Lagergehäuse
bei einem Druck von ungefähr 5 bar gauge zugeführt
wird, wird der Öldruck in der Nähe der Dichtnabe 80 im
allgemeinen sehr viel kleiner als dieser sein, was durch die begrenzten
Strömungspfade für das Öl vorgegeben
ist, um diesen Bereich des Lagergehäuses zu erreichen.
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Das
Anheben des Drucks in dem Hitzeschildhohlraum 78 und somit
in dem Abschnitt des Kanals 85 zwischen den Dichtringen 90 und 91 hat
eine vorteilhafte Wirkung beim Reduzieren des Öllecks entlang
des Dichtrings 90. Auch wenn der erhöhte Druck innerhalb
des Hohlraums 78 unter jenem Druck innerhalb des Lagergehäuses
in dem Bereich der Dichtnabe 80 bleibt, kann nämlich
die Druckdifferenz entlang des Dichtrings 90 nichtsdestotrotz
reduziert werden. Jedoch ist es vorzuziehen, dass der Druck innerhalb
des Hohlraums 78 auf einem Niveau ist, das zumindest im
Allgemeinen annähernd der maximale Druck ist, der in dem
Lagergehäuse angrenzend an der Dichtnabe 80 auftreten
wird, und weiter bevorzugt ist er noch größer
als dieses Niveau.
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Bei
dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel der Erfindung
sind beide Dichtringe 90 und 91 sich überlappende
Spaltringe. Bei alternativen Ausführungsbeispielen der
Erfindung kann der zweite Dichtring 91 durch einen einfachen
sich nicht überlappenden Spaltring ersetzt werden, der
eine Kosteneinsparung mit sich bringen kann. Die Wirkung der Abdichtung
zwischen der Dichtnabe und der Öffnung 87 durch
das Hitzeschild 72 ist bedeutend geringer als bei dem ersten
Dichtring 90. Auch wenn es vorzuziehen ist, überhaupt
keine Luftströmung aus dem Hohlraum 78 in das
Turbinengehäuse zu haben, würde eine kleine Luftströmung
unter gewissen Umständen kein bedeutendes Problem darstellen.
Tatsächlich kann bei anderen alternativen Ausführungsbeispielen
der Erfindung dieser zweite Dichtring 91 insgesamt weggelassen
werden, sofern der erforderliche Druck in dem Hohlraum 78 ohne
inakzeptable Luftströmungsniveaus in das Turbinengehäuse
aufrechterhalten werden kann.
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In
der Praxis kann es schwierig sein, den Öldruck innerhalb
des Lagergehäuses angrenzend an der Dichtnabe zu messen.
Für irgendeine vorgegebene Anwendung kann der optimale
Druck für den Hohlraum 78 durch Versuche empirisch
bestimmt werden. Alternativ kann der Öldruck an dem Ölauslass
gemessen werden, der im Allgemeinen gleich jenem Druck ist, der
an der Dichtnabe 80 vorhanden ist. Bei einigen Ausführungsbeispielen
der Erfindung kann sich der Druck innerhalb des Hohlraums 78 ändern,
und er kann bewusst geändert werden, und zwar unter unterschiedlichen
Betriebsbedingungen der Turbine oder der Vorrichtung (wie zum Beispiel einer
Brennkraftmaschine), in der die Turbine eingebaut ist.
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Eine
Zufuhr mit druckbeaufschlagtem Gas (vorzugsweise Luft) kann zu dem
Hohlraum 78 durch den Kanal 79 geliefert werden.
Eine bestimmte Druckgas-(Druckluft-)Quelle (nicht gezeigt) kann
vorgesehen sein. Bei Anwendungen, bei denen die Turbine mit einer
Brennkraftmaschine verbunden ist, kann mit Druck beaufschlagte Luft
zum Beispiel von einem Bremskraftverstärkersystem oder
einer Hilfsluftzufuhr abgeleitet werden. Mit Druck beaufschlagte Luft
kann außerdem von einer stromaufwärtigen Seite
des Turboladers bei Anwendungen abgeleitet werden, bei denen die
Turbine in Zusammenhang mit einem stromaufwärtigen Turbolader
verwendet wird (eventuell als eine Leistungsturbine in einem Turboverbundsystem
oder als ein zweiter Turbolader in einem Doppel-Turboladersystem).
In ähnlicher Weise kann eine andere Leistungsturbinenkomponente
wie zum Beispiel ein Getriebekasten, etc. verwendet werden, um Luft
innerhalb des Hitzeschildhohlraums 78 mit Druck zu beaufschlagen.
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Bei
dem Ausführungsbeispiel der Erfindung, das in den 4 und 5 gezeigt
ist, ist das Hitzeschild 72 einstückig mit dem
Lager-/Turbinengehäuse. Dies ist insbesondere vorteilhaft,
da es die Notwendigkeit zum Vorsehen einer Dichtung an dem radial äußeren
Rand des Hitzeschilds vermeidet, um zu unterstützen, dass
der gewünschte Druck in dem Hitzeschildhohlraum 78 aufrecht
erhalten wird. Das Vorsehen einer wirksamen Dichtung in diesem Bereich ist
zum Beispiel bei herkömmlichen Pressmetallhitzeschilden
aufgrund einer zumindest teilweisen unterschiedlichen Expansion
zwischen dem Hitzeschild und dem Gehäuse problematisch.
Bei einer Axialleistungsturbine, wie sie dargestellt ist, kann die
Notwendigkeit zum Vorsehen einer Dichtung in diesem Bereich ebenfalls
die aerodynamischen Eigenschaften eines Turbinendiffusers/-auslasses
beeinträchtigen, der mit einem herkömmlichen Hitzeschild
versehen ist.
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Das
einstückige Ausbilden des Hitzeschilds 72 mit
dem Lager-/Turbinengehäuse, zum Beispiel durch Gießverfahren,
unterstützt außerdem die Herstellung der erforderlichen
Toleranzen zwischen dem Hitzeschild und der Welle (Dichtnabe). Bei
einigen Ausführungsbeispielen kann die Öffnung 87 durch das
Hitzeschild (und tatsächlich die Öffnung 86 durch das
Lagergehäuse) zumindest teilweise nach dem Gießen
nachbearbeitet werden. Bei weiteren Ausführungsbeispielen
können. die Öffnung 87 durch das Hitzeschild
und die Öffnung 86 durch das Lagergehäuse
in einem Schritt maschinell nachbearbeitet werden, um eine Ausrichtung
zu gewährleisten. Alternativ kann die Öffnung 87 maschinell
nachbearbeitet werden, während das Hitzeschild 72 angrenzend an
dem Lagergehäuse 3 in Position gehalten wird, und
zwar mit einem Maschinenwerkzeug, das bezüglich einer Fläche
der Öffnung 87 ausgerichtet wird. Der ringartige
Spalt 92 zwischen dem Lagergehäuse und dem Hitzeschild
muss keine gegossene Komponente sein, sondern sie kann nach dem
Gießen maschinell nachbearbeitet werden. Es ist jedoch
vorzuziehen, dass diese Komponente gegossen wird. Geeignete Gießverfahren
sind dem Fachmann bekannt, und sie beinhalten zum Beispiel Gießen
mit verlorenem Schaum, verlorenem Wachs und Sandguss. Bei einigen
Ausführungsbeispielen der Erfindung wird der ringartige
Spalt 92 nach dem maschinellen Bearbeiten der Öffnung 97 maschinell
bearbeitet. Bei weiteren Ausführungsbeispielen wird der
ringartige Spalt 92 unter Verwendung eines Werkzeugs maschinell bearbeitet,
das durch die Öffnung 87 eingefügt wird.
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Auch
wenn die Dichtringe 90 und 91 vorgeschlagen werden,
können alternative Dichtanordnungen zwischen der Welle
(Dichtnabe) und dem Lagergehäuse und außerdem
zwischen der Welle (Dichtnabe) und dem Hitzeschild vorgesehen werden.
Anstelle eines einzigen Dichtrings 90 können zum
Beispiel mehrere Dichtringe vorgesehen werden, um die Welle (Dichtnabe)
hinsichtlich des Lagergehäuses abzudichten, und in ähnlicher
Weise können mehrere Dichtringe zum Abdichten der Welle
(Dichtnabe) hinsichtlich des Hitzeschilds anstelle des einzigen
Dichtrings 91 verwendet werden.
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Bei
dem Ausführungsbeispiel der Erfindung, das in den 4 und 5 dargestellt
ist, ist der Kanal von dem Hohlraum 77 zu dem Kanal 86 durch den
ringartigen Spalt 92 definiert. Zusätzlich zum
Ermöglichen einer Druckbeaufschlagung des Kanals 85 zwischen
den Dichtringen 90 und 91 unterstützt der
ringartige Spalt 92 ebenfalls eine Reduzierung der Wärmeübertragung
von dem Hitzeschild 72 zu dem Lagergehäuse 71,
und er reduziert eine Spannung, die aus der thermischen Expansion
des Hitzeschilds resultieren kann. Jedoch ist es nicht wesentlich,
dass der ringartige Spalt 92 kontinuierlich ist, und der
Spalt kann zum Beispiel an Umfangsstellen, die voneinander beabstandet
sind, durch ein Material überbrückt werden, das
sich zwischen dem Hitzeschild 72 und dem Lagergehäuse 71 erstreckt.
Eine derartige Anordnung kann in wirksamer Weise einen Kanal zwischen
dem Hohlraum 78 und dem Kanal 85 in der Gestalt
einer Vielzahl von in Umfangsrichtung beabstandeten Schlitzen durch
eine Wand vorsehen, die den Kanal 85 definiert. In ähnlicher
Weise kann die erforderliche Verbindung zwischen dem Hohlraum 78 und
dem Kanal 85 durch eine oder mehrere Öffnungen
vorgesehen sein, wie zum Beispiel Löcher, die durch eine
Gehäusewand hindurch vorgesehen sind, die sich zwischen
dem Hitzeschild 72 und dem Lagergehäuse 71 erstreckt,
die den Wellenkanal 85 definieren.
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Bei
Ausführungsbeispielen, bei denen ein ringartiger Spalt 92 zwischen
dem Lagergehäuse 71 und dem Hitzeschild 72 vorhanden
ist, ist es vorzuziehen, dass die axiale Breite des Spaltes enger
ist als die axiale Breite des ersten Dichtrings 91, um
das Einfügen der Welle einschließlich der Dichtringe
in das Lagergehäuse durch das Turbinengehäuse
zu erleichtern. Andere Konfigurationen für einen ringartigen
Spalt zwischen dem Hitzeschild 72 und dem Lagergehäuse 71 sind
dem Fachmann offensichtlich, die hilfreich sind, das Festklemmen
des Dichtrings 90 innerhalb des ringartigen Spalts zu verhindern,
wenn die Wellen/Dichtringbaugruppe in das Gehäuse eingefügt
wird.
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Andere
Ausführungsbeispiele der Erfindung können ein
Reservoir oder einen Kanal zum Sammeln/Beseitigen von irgendeinem Öl
beinhalten, das hinter der Dichtring 90 in den Hohlraum 78 lecken kann.
Ein derartiges Ölleck kann zum Beispiel möglicherweise
dann auftreten, wenn die Zufuhr der mit Druck beaufschlagten Luft
zu dem Hohlraum 78 nicht verfügbar ist oder aus
irgendeinem Grund unterbrochen ist. Jedwelches so gesammeltes Öl
kann zum Beispiel zu einem Kraftmaschinen- oder Getriebekastensumpf
zurückgeführt werden.
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Die
Reduzierung der Ölströmung zu dem ersten Dichtring 90 wird
durch das Vorsehen des ringartigen Ölsammelkanals 97 unterstützt,
der das Öl sammelt, welches von der radialen Seite 80a der
sich drehenden Dichtnabe 80 zurückschwallt, und
dieses strömt zu dem Ölauslass. Dies ist dazu
hilfreich, das Sammeln des Öls in dem Bereich der Dichtnabe 80 und
das Erreichen des ersten Dichtrings 90 zu verhindern. Eine
weitere Reduzierung der Neigung des Öls, den ersten Dichtring 90 zu
erreichen, kann dadurch erreicht werden, dass eine Ölschleuder
angrenzend an der Dichtnabe 80 vorgesehen wird. Öldichtringe
sind dem Fachmann allgemein bekannt. Bei der vorstehend beschriebenen
Lagerbaugruppe könnte eine Abwandlung notwendig sein, um
einen Raum für den Öldichtring zu erzeugen, zum
Beispiel durch Einbauen eines Sicherungsrings oder dergleichen,
um das Turbinenende des Lagers 82 festzuhalten. In der
Praxis kann es bei dem einstückigen Lager 82 einigermaßen
schwierig sein, den erforderlichen Raum für eine getrennte Ölschleuder
zu erzeugen, aber bei einer anderen Lageranordnung wie zum Beispiel
bei der in der 1 gezeigten Lageranordnung kann
der Einbau einer getrennten Ölschleuder einfach sein.
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Alternativ
kann die Dichtnabe
80 abgewandelt werden, um ihre Ölschleudereigenschaften
zu verbessern. Zum Beispiel kann die radiale Seite der Nabe
80 mit
einer Hinterschneidung ausgebildet sein, wie dies in der
US-7,086,842 offenbart und
vorstehend bei der
1 dargestellt wurde. Eine derartige
Hinterschneidung verbessert den Betrieb der Dichtnabe selbst als
eine Ölschleuder. Dies ist besonders nützlich
bei dem Ausführungsbeispiel der Erfindung, das in den
4 und
5 dargestellt
ist, in denen ein einstückiges Lager
82 eingebaut
ist, das einen kleinen Raum an dem Turbinenende der Welle lässt,
damit eine getrennte Ölschleuder eingebaut werden kann.
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Eine
Abwandlung der Dichtnabe 80, deren besondere Wirkung zum
Reduzieren der Ölströmung zu dem ersten Dichtring 90 bestätigt
wurde, ist in den 6a und 6b dargestellt.
Die 6a entspricht der 5 mit Ausnahme,
dass eine ringartige Ölschleudernut 100 vorgesehen
ist. Alle Komponenten sind durch die gleichen Bezugszeichen identifiziert, wie
sie in der 5 verwendet werden. Die Ölschleudernut 100 dient
dazu, das Öl, das die Dichtnabe 80 erreicht, sowohl
radial als auch axial in den Ölsammelkanal 97 zu
treiben. Die Konfiguration der Ölschleudernut 100 ist
in weiteren Einzelheiten in der 6b gezeigt.
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Unter
Bezugnahme auf die 6b hat die Nut 100 eine
erste ringartige Seitenwand 101, eine zweite ringartige
Seitenwand 102, die im wesentlichen parallel zu der ersten
ringartigen Seitenwand 101 ist, und eine ringartige Basis 103.
Die erste ringartige Seitenwand 101 liegt an einer konischen
Fläche, die die Wellenachse X in einem Winkel θ schneidet,
und die die Ebene schneidet, die die ringartige Seite 80a enthält,
bevor sie eine zylindrische Fläche schneidet, die die zylindrische
Wand 104 der Dichtnabe 80 enthält. Die
zweite Seitenwand 102 liegt an der Fläche eines
Konus, der wiederum die Achse X in einem Winkel θ schneidet,
der aber eine zylindrische Fläche schneidet, die die zylindrische
Außenwand 104 der Dichtnabe 80 enthält,
bevor sie eine Ebene schneidet, die die ringartige Seite 80a enthält. Dadurch
hat die Nut 100 einen ersten ringartigen Rand 105,
der dort definiert ist, wo die Seitenwand 101 die radiale
Dichtnabenseite 80a trifft, und einen zweiten ringartigen
Rand 106, der dort definiert ist, wo die zweite Seitenwand 102 die
zylindrische Wand 104 der Dichtnabe 80 trifft,
wobei er sowohl axial als auch radial von dem ersten Rand 105 beabstandet ist.
Die Nut 100 hat eine ringartige Mündung 107,
die zwischen dem ersten Rand 105 und dem zweiten Rand 106 definiert
ist, und sie liegt an einer konischen Fläche, die die ringartige
Seite 80a und die zylindrischen Wand 104 schneidet.
Die ringartige Basis 103 liegt an einer konischen Fläche,
die im Wesentlichen senkrecht zu den Seitenwänden 101 und 102 und
parallel zu der Mündung 107 ist.
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Das
vorstehend beschriebene Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung stellt somit ein wirksames Verfahren zum Reduzieren eines Öllecks entlang
der Turbinenenddichtung bereit, ohne dass irgendwelche zusätzliche
Komponenten zu der Dichtbaugruppe hinzugefügt werden, und
nur mit einer minimalen Abwandlung zu herkömmlichen Turboladerkomponenten,
nämlich durch geeignetes Profilieren des ringartigen Absatzes
der Dichtnabe 80.
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Bei
dem dargestellten Ausführungsbeispiel bildet die erste
Seitenwand 101 eine relativ scharfe ringartige Kante, wo
sie die ringartige Seite 80a an dem Rand 105 trifft,
und die zweite Seitenwand 102 bildet eine relativ scharfe
ringartige Kante, wo sie die zylindrische Wand 104 an dem
Rand 106 trifft. Bei anderen Ausführungsbeispielen
können die Ränder 105 und 106 abgeschrägt
sein, oder sie können abgestumpft sein, wie dies zum Beispiel
durch gepunktete Linien in der 6b gezeigt
ist. In gewissem Maß kann der Grad der Schärfe
der Ränder 104 und 105 durch jene Technik
bestimmt werden, die zum Ausbilden der Nut 100 verwendet
wird. Es wird erwartet, dass Ränder mit scharfen Kanten,
wie sie dargestellt sind, eine Ölschleuderwirkung der Nut 100 verbessern.
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Die Ölschleudernutränder 105 und 106 liegen
an einer konischen Fläche, die bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
die Achse X der Welle in einem Winkel 90° – θ schneidet.
Bei anderen Ausführungsbeispielen der Erfindung, bei denen
die Mündung 107 der Nut 100 im wesentlichen
nicht senkrecht zu den Seitenwänden 105 und 106 ist,
kann sich der Winkel von 90° – θ unterscheiden.
Der Winkel wird jedoch größer als 0° und
kleiner 90° sein. Bei einigen Ausführungsbeispielen
wird der Winkel größer 20° und bei anderen
Ausführungsbeispielen wird der Winkel größer
als 30° sein. Bei einigen Ausführungsbeispielen
wird der Winkel kleiner als 70° und bei anderen Ausführungsbeispielen
wird er kleiner als 60° sein. Der Winkel kann zum Beispiel
zwischen 20° und 70° betragen.
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Der
erste Rand 105 liegt auf einem Radius (bezogen auf die
Achse X), der kleiner ist als bei dem zweiten Rand 106 (und
er kann auf einem Radius liegen, der kleiner ist als das radial
innerste Ende der zweiten Seitenwand 102). Bei einigen
Ausführungsbeispielen beträgt das Verhältnis
von diesen Radien mindestens 29:24. Bei anderen Ausführungsbeispielen
beträgt das Verhältnis 27:24, und bei weiteren Ausführungsbeispielen
beträgt das Verhältnis 25:24.
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Bei
den meisten Ausführungsbeispielen wird erwartet, dass der
Radius des ersten Randes 105 kleiner ist als der Außenradius
des Radiallagers 82 angrenzend an der Dichtnabe 80.
Bei einigen Ausführungsbeispielen beträgt das
Verhältnis des Radius des ersten Randes 105 zu
dem Radius des Radiallagers mindestens 24:25. Bei anderen Ausführungsbeispielen
beträgt das Verhältnis mindestens 24:27, und bei
weiteren Ausführungsbeispielen beträgt das Verhältnis
mindestens 24:29.
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Die
Basis 103 der Nut 100 muss sich nicht notwendigerweise
senkrecht entweder zu der ersten Seitenwand 101 oder der
zweiten Seitenwand 102 erstrecken. Es ist auch nicht erforderlich,
dass der Schnittpunkt der Basis 103 mit den jeweiligen
Seitenwänden 101 und 102 gekrümmt
ist, wie dies in der 6b gezeigt ist.
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Die
Trennung A der Seitenwände 101 und 102 kann
sich von der dargestellten unterscheiden, und sie kann sich in der
Proportion zu der Tiefe B der Nut unterscheiden, die als der Durchschnitt
der Höhe der Seitenwände 101 und 102 definiert
ist. In einigen Ausführungsbeispielen kann das Verhältnis
A:B zum Beispiel ungefähr 2,5:1 sein, und in anderen Ausführungsbeispielen
kann es kleiner als dieses sein. Zum Beispiel kann das Verhältnis
kleiner sein als 2:1 oder sogar 1,5:1. Bei weiteren Ausführungsbeispielen kann
ein minimales Verhältnis 0,5:1; 0,75:1 oder 1:1 sein. Bei
Ausführungsbeispielen, bei denen die Seitenwände 101 und 102 nicht
parallel sind, kann das Maß A die maximale Breite der Nut 100 oder
die Breite der Mündung der Nut sein. In ähnlicher
Weise kann bei Ausführungsbeispielen, bei denen die Basis 103 nicht
senkrecht zu der Seitenwand 101 und/oder 102 ist,
das Maß B die maximale Tiefe der Nut sein, die von der
Mündung der Nut gemessen wird.
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Das
Gesamtmaß der Nut 100 kann in gewissem Maße
von dem Maß der Dichtnabe 80 abhängen.
Bei üblichen Ausführungsbeispielen kann die Dichtnabe 80 einen
Durchmesser ungefähr zwischen 15 mm und 40 mm haben, aber
Durchmesser außerhalb dieses Bereiches sind auch möglich.
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Es
ist offensichtlich, dass die exakte Form der Ölnut 97 verändert
werden kann. Zum Beispiel kann sich bei einigen Gehäusedesigns
des Turboladerlagers die Ölnut nahezu um 360° um
die Welle erstrecken, und bei anderen kann sich die Nut über
einen kleineren Winkel erstrecken. Die Einzelheiten der Ölnut 97 können
vollständig herkömmlich sein. Alternativ kann
die Ölnut 97 dadurch abgewandelt werden, dass
die Seitenwände der Nut und insbesondere die innere Seitenwand
angewinkelt werden, wodurch bei einigen Ausführungsbeispielen
die Ölsammelwirkung verbessert wird.
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Bei
dem dargestellten Ausführungsbeispiel liegen die Seitenwände 101 und 102 an
konischen Flächen, die eine konische Fläche schneiden,
an der die Bodenwand 103 liegt (und die außerdem
eine konische Fläche schneiden, die die Ränder 105 und 106 enthält).
Bei alternativen Ausführungsbeispielen kann die Basis 103 konkav
oder sogar konvex sein, und sie kann von irgendeiner besonderen
konischen Fläche weg gekrümmt sein. Bei weiteren
Ausführungsbeispielen kann die Seitenwand 101 und/oder die
Seitenwand 102 konkav oder konvex oder von irgendeiner besonderen
konischen Fläche weg gekrümmt sein. Zum Beispiel
können die Wände 101, 102 und 103 durch
eine einzige konkave Wand ersetzt werden, wie dies in der 7 schematisch
dargestellt ist. Bei einer Nut, die so konfiguriert ist, wie dies
in der 7 gezeigt ist, hat die Nut weiterhin eine Mündung 107,
die zwischen einem ringartigen Rand 105 und einem ringartigen
Rand 106 definiert ist, die an einer konischen Fläche
liegen, die eine zylindrische Fläche, welche die Dichtnabenwand 104 enthält,
bzw. die radiale Ebene schneidet, die die ringartige Seite 80a enthält.
Obwohl sie im dargestellten Querschnitt gekrümmt ist, kann
die Nut ein Gesamtmaß haben, das weitestgehend den verschiedenen möglichen
Relativmaßen der Nut 100 gemäß den 6a und 6b entspricht.
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Auch
wenn bei den Ausführungsbeispielen der Erfindung, die in
den 6a, 6b und 7 dargestellt
sind, die Ölschleudernut einen einheitlichen Querschnitt
um ihren Umfang hat, kann sich bei anderen Ausführungsbeispielen
der Querschnitt ändern. Zum Beispiel kann die Nut breiter
oder tiefer an gewissen Umfangspositionen als an anderen Umfangspositionen
sein. In ähnlicher Weise können sich die Form
der Nutwände und/oder ihre Orientierung relativ zueinander
um den Umfang der Nut ändern. In ähnlicher Weise
können sich der Radius des jeweiligen Randes 105 und 106 und/oder
die Breite der Mündung 107 der Nut um den Umfang
der Nut ändern.
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Andere
mögliche Abwandlungen der Ausführungsbeispiele
der Erfindung, die vorstehend beschrieben sind, werden für
den Fachmann in einfacher Weise ersichtlich.
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ZUSAMMENFASSUNG
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Eine
Turbomaschine hat ein Gehäuse (71), das einem
Lagerhohlraum (71) und eine Turbinenkammer (77a)
definiert, die durch eine erste Wand getrennt sind. Ein Hitzeschild
(72) ist zwischen der ersten Wand und dem Turbinenrad (77)
angeordnet, wobei ein Hitzeschildhohlraum (78) zwischen
der ersten Wand und dem Hitzeschild (72) definiert ist.
Die Welle (81) erstreckt sich durch einen Kanal (85),
der zumindest teilweise durch eine erste Öffnung (86)
in der Wand und eine zweite Öffnung (87) in dem
Hitzeschild (72) definiert ist. Eine erste Dichtung (88)
ist zwischen der Welle (81) und der ersten Öffnung
(86) vorgesehen. Das Gehäuse definiert einen ersten Gaskanal
(79), der mit dem Hitzeschildhohlraum (78) für
eine Verbindung mit einer Druckquelle zum Anheben eines Drucks innerhalb
des Hitzeschildhohlraums (78) in Verbindung ist. Ein zweiter
Kanal (92) ist zwischen dem Hitzeschildhohlraum (78)
und dem Kanal (85) vorgesehen, wobei der zweite Kanal zu dem
Kanal (85) an der zu der Lagerbaugruppe (82) entgegengesetzten
Seite der ersten Dichtung (88) mündet. Eine zweite
Dichtung (89) ist zwischen der Welle (81) und
der zweiten Öffnung (87) vorgesehen.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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-
Zitierte Patentliteratur
-
- - US 7086842 [0029, 0034, 0065]
- - US 6905316 [0036, 0037, 0040]