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Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Brennstoffzellensystem und ein
Verfahren zum Steuern einer Reaktionsgaszuführmenge.
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Hintergrund der Erfindung
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Ein
Brennstoffzellensystem verwendet eine Brennstoffzelle als Energiequelle
bzw. Leistungsquelle, welche elektrische Leistung durch eine elektrochemische
Reaktion eines Brenngases mit einem Oxidationsgas, das als Reaktionsgas
dient, erzeugt. Um die Brennstoffzelle effizient zu betreiben, muss eine
Menge von jedem der Reaktionsgase, die der Brennstoffzelle zuzuführen
sind, gesteuert werden, um auf verschiedene Situationen zu reagieren.
Ein Beispiel einer Technik zum Steuern einer Reaktionsgaszuführmenge
ist die Technik in welcher: eine Leitung zum Zuführen eines
Reaktionsgases zu einer Brennstoffzelle mit einem Drucksensor vorgesehen ist;
und die Reaktionsgaszuführmenge basierend auf einem Wert
gesteuert wird, der durch den Drucksensor erfasst wird (siehe z.
B. Patentdokument 1).
- Patentdokument 1: Japanische Offenlegungsschrift mit der
Veröffentlichungsnummer: 2004-342475 .
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Offenbarung der Erfindung
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Das durch die Erfindung zu
lösende Problem
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Die
Herstellung von Absolutdrucksensoren, welche als Drucksensoren verwendet
werden, ist Zeit- und Leistungsaufwändig. Daher kann die
Anzahl der Herstellungsschritte durch Verwenden eines Gate-Drucksensors
bzw. Relativdrucksensors als Drucksensor, welcher einfacher als
ein Absolutdrucksensor herzustellen ist, weiter reduziert werden. Wenn
jedoch der Gate-Drucksensor bzw. Relativdrucksensor verwendet wird,
ist ein Umgebungsdruck einem Relativdrucksensor hinzuzufügen,
der durch diesen Sensor erfasst wird, um in einen Absolutdruck umgewandelt
zu werden. Gemäß diesem Fall wird ein separater
Umgebungsdrucksensor zum Messen eines Umgebungsdrucks benötigt.
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Wenn
im Umgebungsdrucksensor aufgrund eines Bruchs, eines Kurzschlusses,
etc. eine Fehlfunktion verursacht wird, hat ein Absolutdruck, der unter
Verwendung eines Wertes berechnet wird, der durch den Umgebungsdrucksensor
erfasst wird, einen Wert, der sich von einem tatsächlichen
Absolutdruck unterscheidet. Das heißt, in diesem Fall kann die
Menge eines Reaktionsgases, das einer Brennstoffzelle hinzuzuführen
ist, nicht effizient gesteuert werden.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, die obenstehend
beschriebenen Probleme des Standes der Technik zu lösen,
und ein Brennstoffzellensystem und ein Verfahren zum Steuern einer
Reaktionsgaszuführmenge vorzusehen, durch welche die Reaktionsgaszuführmenge
effizient unter Reduzierung des benötigten Aufwands gesteuert wird.
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Mittel zum Lösen
des Problems
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Um
das obenstehend beschriebene Problem zu lösen, sieht die
vorliegende Erfindung ein Brennstoffzellensystem vor, umfassend
eine Brennstoffzelle, welche elektrische Leistung aufgrund einer
elektrochemischen Reaktion eines Reaktionsgases nach Zuführen
des Reaktionsgases erzeugt, umfassend: einen Zuführ-/Auslassmechanismus,
welcher das Reaktionsgas zuführt und ablässt;
einen Drucksensor, welcher einen Druck des Reaktionsgases im Zuführ-/Auslassmechanismus
erfasst; einen Umgebungsdrucksensor, welcher einen Umgebungsdruck erfasst;
eine Korrektureinrichtung, welche einen Erfassungswert korrigiert,
der durch den Umgebungsdrucksensor erfasst wird; und eine Steuereinrichtung,
welche eine Zuführmenge des Reaktionsgases bezüglich
der Brennstoffzelle unter Verwendung des Erfassungswertes, der durch
den Drucksensor erfasst wird, und eines Korrekturwertes, der durch
eine Korrektur durch die Korrektureinrichtung erhalten wird, steuert.
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Die
vorliegende Erfindung sieht auch ein Verfahren zum Steuern einer
Reaktionsgaszuführmenge bezüglich einer Brennstoffzelle
vor, welche elektrische Leistung aufgrund einer elektrochemischen
Reaktion eines Reaktionsgases nach Zuführen eines Reaktionsgases
erzeugt, umfassend: einen Druckerfassungsschritt zum Erfassen eines
Druckes des Reaktionsgases in einem Zufuhr-/Auslassmechanismus,
welcher das Reaktionsgas zuführt und ablässt; einen
Umgebungsdruckerfassungsschritt zum Erfassen eines Umgebungsdruckes;
einen Korrekturschritt zum Korrigieren eines Erfassungswertes, der
im Umgebungsdruckerfassungsschritt erfasst wird; und ein Steuerschritt
zum Steuern der Reaktionsgaszuführmenge bezüglich
der Brennstoffzelle, unter Verwendung des Erfassungswertes, der
im Druckerfassungsschritt erfasst wird, und des Korrekturwertes, der
durch eine Korrektur im Korrekturschritt erhalten wird.
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Gemäß der
Erfindung wird der Wert, der durch den Umgebungsdrucksensor erfasst
wird, durch die Korrektureinrichtung korrigiert, und die Reaktionsgaszuführmenge
bezüglich der Brennstoffzelle kann unter Verwendung des
resultierenden Korrekturwertes und des Druckwertes des Reaktionsgases
im Zuführ-/Auslassmechnismus gesteuert werden. Demgemäß kann
ein Gate-Drucksensor bzw. Relativdrucksensor als der Drucksensor
verwendet werden. Zudem, selbst wenn der Umgebungsdrucksensor einen
Wert ausgibt, der sich vom tatsächlichen Umgebungsdruck
aufgrund einer Fehlfunktion, etc. unterscheidet, kann der Ausgangswert
korrigiert werden. Somit kann die Reaktionsgaszuführmenge unter
Reduzierung des benötigten Aufwands effizient gesteuert
werden.
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Im
obenstehenden Brennstoffzellensystem kann die Korrektureinrichtung
den Erfassungswert, der durch den Umgebungsdrucksensor erfasst wird, durch Übermitteln
bzw. Durchgeben des Erfassungswertes durch einen Tiefpassfilter
korrigieren.
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Mit
einer solchen Konfiguration kann der Veränderungsgrad verringert
werden, selbst wenn sich, zum Beispiel, der Erfassungswert aufgrund
einer Fehlfunktion, etc. schnell verändert, wodurch eine schnelle
Veränderung der Reaktionsgaszuführmenge verhindert
wird.
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Im
obenstehenden Brennstoffzellensystem kann die Korrektureinrichtung
einen oberen Grenzwert bzw. eine obere Grenze und einen unteren Grenzwert
bzw. eine untere Grenze für den Korrekturwert vorsehen.
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Mit
einer solchen Konfiguration kann der Ausgangswert so korrigiert
werden, dass er in den Bereich von der eingestellten oberen Grenze
bis zur eingestellten unteren Grenze fällt, selbst wenn
zum Beispiel aufgrund einer Fehlfunktion, etc. ein unmöglicher
Wert für einen tatsächlichen Umgebungsdruck ausgegeben
wird.
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Im
obenstehenden Brennstoffzellensystem kann die Korrektureinrichtung
eine Korrektur durch Austauschen eines vorliegenden Austauschwertes für
den Erfassungswert durchführen, wenn der Erfassungswert,
der durch den Umgebungsdrucksensor erfasst wird, nicht in einen
vorbestimmten Bereich fällt.
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Mit
einer solchen Konfiguration kann ein Austauschwert mit dem Erfassungswert
ausgetauscht werden, wenn, zum Beispiel, der Erfassungswert aufgrund
einer Fehlfunktion, etc. des Umgebungsdrucksensors nicht in einen
vorbestimmten Bereich fällt. Daher kann ein Austauschwert,
der einen Standartumgebungsdruck anzeigt bzw. für einen Standartumgebungsdruck
steht, den Erfassungswert ersetzten, selbst wenn ein Wert, der sich
komplett vom tatsächlichen Umgebungsdruck unterscheidet, aufgrund
einer Fehlfunktion, etc. des Umgebungsdrucksensors ausgegeben wird.
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Im
obenstehenden Brennstoffzellensystem kann die Korrektureinrichtung
einen Austausch des Austauschwertes für den Erfassungswert
starten, wenn der Zustand, in dem der Erfassungswert, der durch
den Umgebungsdrucksensor erfasst wird, nicht in einen vorbestimmten
Bereich fällt, für eine vorbestimmte Zeit bzw.
Zeitdauer fortgeschritten ist.
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Mit
einer solchen Konfiguration kann der Austausch des Austauschwertes
so beschränkt werden, dass er nicht auszuführen
ist, wenn der Umgebungsdrucksensor temporär einen Erfassungswert ausgibt,
der aufgrund eines Faktors, der nicht eine Fehlfunktion ist, nicht
in den vorbestimmten Bereich fällt.
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Im
obenstehenden Brennstoffzellensystem, nachdem der Austausch des
Austauschwertes für den Erfassungswert begonnen hat, kann
die Korrektureinrichtung den Austausch des Austauschwertes für
den Erfassungswert beenden, wenn der Erfassungswert, der durch den
Umgebungsdrucksensor erfasst wird, für eine vorbestimmte
Zeit in einen vorbestimmten Bereich fällt.
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Mit
einer solchen Konfiguration kann die Steuerung durch Verwenden des
Wertes, der durch den Umgebungsdrucksensor erfasst wird, selbst nachdem
der Austausch des Austauschwertes für den Erfassungswert
begonnen hat, wenn sich der Umgebungsdrucksensor wieder in einem
Normalzustand befindet, ausgeführt werden.
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Auswirkung der Erfindung
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Gemäß der
vorliegenden Erfindung kann die Reaktionsgaszuführmenge
unter Reduzierung des benötigten Aufwands effizient gesteuert
werden.
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Kurze Beschreibung der Figuren
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1 zeigt
ein Konfigurationsdiagramm, das ein Brennstoffzellensystem einer
Ausführungsform schematisch illustriert.
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2 zeigt
ein Diagramm, das die Beziehung zwischen einem Umgebungsdruckerfassungswert
und einem Umgebungsdruckkorrekturwert illustriert.
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3 zeigt
ein Flussdiagramm, das den Prozessablauf zum Steuern einer Reaktionsgaszuführmenge
bezüglich einer Brennstoffzelle im Brennstoffzellensystem,
das in 1 dargestellt ist, erklärt.
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- 1
- Brennstoffzellensystem
- 2
- Brennstoffzelle
- 3
- Oxidationsgasleitungssystem
- 4
- Wasserstoffgasleitungssystem
- 5
- Steuereinheit
- 30
- Filter
- 31
- Kompressor
- 32
- Luftzuführdurchflussweg
- 33
- Luftauslassdurchflussweg
- 34
- Gegendruckregelventil
- 35
- Befeuchter
- 40
- Wasserstofftank
- 41
- Wasserstoffzuführdurchflussweg
- 42
- Zirkulationsdurchflussweg
- 43
- Haupt-Stoppventil
- 44
und 45
- Regler
- 46
und 47
- Abschaltventile
- 48
- Wasserstoffpumpe
- 49
- Gas-Flüssigkeit-Separator
- 50
- Abgas-/Abflussventil
- 51
- Auslassdurchflussweg
- 52
- Verdünner
- P1
und P2
- Drucksensoren
- P3
- Umgebungsdrucksensor
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Bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung
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Eine
bevorzugte Ausführungsform eines Brennstoffzellensystems
und eines Verfahrens zum Steuern einer Reaktionsgaszuführmenge
gemäß der vorliegenden Erfindung wird untenstehend
bezüglich der beigefügten Figuren beschrieben.
In dieser Ausführungsform wird der Verwendungsfall des
Brennstoffzellensystems der Erfindung als ein Elektrische-Leistung-Erzeugungssystem
beschrieben, das auf einem Brennstoffzellen-Hybridfahrzeug (BZHF bzw.
engl. FCHV) montiert ist.
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In
dem Brennstoffzellensystem dieser Ausführung erfasst der
Relativdrucksensor den Druck eines Reaktionsgases in einem Zuführ-/Auslassdurchflussweg
zum Zuführen oder Auslassen des Reaktionsgases, wobei ein
Absolutdruck unter Verwendung des Wertes, der durch diesen Relativdrucksensor
erfasst wird, und den Wert, der durch Korrigieren des Wertes, der
durch einen Umgebungsdrucksensor erfasst wird, berechnet wird. Eine
Menge des Reaktionsgases, dass einer Brennstofzelle zuzuführen
ist, wird dann basierend auf dem Absolutdruck gesteuert.
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Zuerst
wird die Konfiguration des Brennstoffzellensystems in dieser Ausführungsform
bezüglich 1 beschrieben. 1 zeigt
ein Konfigurationsdiagramm, das das Brennstoffzellensystem in dieser Ausführungsform
schematisch illustriert.
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Wie
in der Figur dargestellt, umfasst ein Brennstoffzellensystem 1:
Eine Brennstoffzelle 2, welche elektrische Leistung aufgrund
einer elektrochemischen Reaktion zwischen einem Oxidationsgas und
einem Brenngas, welches als Reaktionsgas dient, erzeugt; ein Oxidationsgasleitungssystem 3 (Zuführ-/Auslassmechanismus),
welches Luft zuführt, die als das Oxidationsgas in der
Brennstoffzelle 2 dient; ein Wasserstoffgasleitungssystem 4,
welches Wasserstoff zuführt, der als Brenngas in der Brennstoffzelle 2 dient;
und eine Steuereinheit 5, welche das gesamte System steuert.
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Die
Brennstoffzelle 2 besteht aus einer Stapelstruktur einer
Mehrzahl von gestapelten Einheitszellen, von denen jede nach dem
Zuführen des Reaktionsgases elektrische Leistung erzeugt.
Die Spannung eines Teils der Gleichstromleistung, die durch die
Brennstoffzelle 2 erzeugt wird, wird durch einen DC/DC-Wandler
(nicht dargestellt) vermindert und anschließend zum Laden
einer Zweitbatterie (nicht dargestellt), welche als eine Batterie
dient, verwendet.
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Das
Oxidationsgasleitungssystem 3 umfasst: einen Kompressor 31 (Oxidationgaszuführquelle)
zum komprimieren von Luft, die durch einen Filter 30 eingebracht
wird, und weiterleiten dieser komprimierten Luft, die als Oxidationsgas
dient; einen Luftzuführdurchflussweg 32 zum Zuführen
des Oxidationsgases zur Brennstoffzelle 2; und einen Luftauslassdurchflussweg 33 zum
Auslassen eines Oxidationsabgases, das von der Brennstoffzelle 2 ausgelassen
wird. Der Luftzuführdurchflussweg 32 und der Luftauslassdurchflussweg 33 sind
mit einem Befeuchter 35 zum Befeuchten des Oxidationsgases vorgesehen,
das vorn Kompressor 31 unter Verwendung des Oxidationsabgases,
das von der Brennstoffzelle 2 durch ein Gegendruckregelventil 34 ausgelassen
wird, gepumpt wird. Das Oxidationsabgas, welches für einen
Wasseraustausch, etc. im Befeuchter 35 vorgesehen worden
ist, wird eventuell als Abgasluft in die Umgebungsluft des Systems
abgelassen. Auf der Stromaufwärtsseite des Gegendruckregelventils 34 ist
ein Drucksensor P1 zum Erfassen des Druckes des Oxidationsgases
im Oxidationsgasleitungssystem 3 vorgesehen. Der Drucksensor
P1 ist ein Relativdrucksensor. Relativdrucksensoren sind Drucksensoren,
die im Vergleich zu Absolutdrucksensoren einfach herzustellen sind.
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Das
Wasserstoffgasleitungssytem 4 umfasst: einen Wasserstofftank 40,
der als Krafstoffzuführquelle dient, die Wasserstoffgas
bei einem hohen Druck (z. B. 70 MPa) speichert; einen Wasserstoffzuführdurchflussweg 41,
der als ein Kraftstoffzuführdurchflussweg zum Zuführen
des Wasserstoffgases im Wasserstofftank 40 zur Brennstoffzelle 2 dient; und
einen Zirkulationsdurchflussweg 42 zum Rückführen
eines Wasserstoffabgases, das von der Brennstoffzelle 2 in
den Wasserstoffzuführdurchflussweg 41 ausgelassen
wird. Dabei ist zu beachten, dass das Wasserstoffgasleitungssystem 4 eine
Ausführungsform eines Kraftstoffzuführsystems
der Erfindung ist. Anstelle des Wasserstofftanks 40 in
dieser Ausführungsform kann z. B. auch ein Reformer zum
reformieren, unter Verwendung von Wasserdampf, von Kohlenwasserstoffkraftstoff
in ein wasserstoffangereichertes Brenngas, und ein Hochdruckgastank,
welcher das Brenngas, das durch den Reformer reformiert wird, in
einen Hochdruckzustand zur Drucksteigerung bzw. Druckansammlung
bringt, als die Kraftstoffzuführquelle vorgesehen sein.
Außerdem kann ein Tank, der eine wasserstoffabsorbierende
Legierung umfasst, als die Kraftstoffzuführquelle bereitgestellt
sein.
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Der
Wasserstoffzuführdurchflussweg 41 ist vorgesehen
mit: einem Haupt-Stoppventil 43 zum Unterbrechen oder Erlauben
von Zuführen von Wasserstoffgas vom Wasserstofftank 40;
Reglern 44 und 45 zum Regeln des Druckes von Wasserstoffgas
auf einen voreingestellten Zweitdruck bzw. Hilfsdruck; und einem
Abschaltventil 46 zum Unterbrechen oder Erlauben von Zuführen
von Wasserstoffgas von dem Wasserstoffzuführdurchflussweg 41 zu
der Brennstoffzelle 2. Außerdem ist auf der Stromabwärtsseite des
Reglers 45 ein Drucksensor P2 zum Erfassen des Druckes
des Wasserstoffgases im Wasserstoffgasleitungssystem 4 vorgesehen.
Der Drucksensor P2 ist ein Relativdrucksensor.
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Der
Zirkulationsdurchflussweg 42 ist vorgesehen mit: einem
Abschaltventil 47 zum Unterbrechen oder Erlauben des Durchflusses
von Wasserstoffabgas von der Brennstoffzelle 2 zum Zirkulationsdurchflussweg 42;
und einer Wasserstoffpumpe 48 zum Komprimieren bzw. Druckbeaufschlagen
des Wasserstoffabgases im Zirkulationsdurchflussweg 42 und
Weiterleiten des resultierenden Wasserstoffabgases in den Wasserstoffzuführdurchflussweg 41. Mit
dem Zirkulationsweg 42 ist außerdem ein Auslassdurchflussweg 51 durch
einen Gas-Flüssigkeit-Separator 49 und ein Auslass-/Ausflussventil 50 verbunden.
Der Gas-Flüssigkeit-Separator 49 sammelt Wasser
vom Wasserstoffabgas. Das Auslass-/Ausflussventil 50 lässt
das Wasser (spült), das durch den Gas-Flüssigkeit-Separator 49 gesammelt wird,
und das Wasserstoffabgas, das Unreinheiten enthält, in
den Zirkulationsdurchflussweg 42 aus. Das Wasserstoffabgas,
das vom Auslass-/Ausflussventil 50 ausgelassen wird, wird
durch einen Verdünner 52 verdünnt, um
sich mit dem Oxidationsabgas im Luftauslassdurchflussweg 33 zu
vermischen.
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Die
Steuereinheit 5 erfasst die Betriebsmenge bzw. den Betriebswert
einer Beschleunigungsbetriebseinheit (Beschleuniger bzw. Gaspedal,
etc.), die an einem Brennstoffzellenfahrzeug vorgesehen ist, und
steuert den Betrieb von verschiedenen Vorrichtungen in dem System
nach der Aufnahme von Steuerinformationen wie zum Beispiel einem
beschleunigungsbenötigten Wert (z. B. eine Menge bzw. ein Wert
einer erzeugten elektrischen Leistung, die von einer leistungsverbrauchenden
Vorrichtung wie zum Beispiel einem Traktionsmotor benötigt
wird). Dabei ist zu beachten, dass Leistungsverbrauchende Vorrichtungen
nicht nur den Traktionsmotor umfassen sondern auch Hilfsgeräte
(z. B. Motoren für den Kompressor 31 und die Wasserstoffpumpe 48,
etc.), die zum Betreiben bzw. für den Betrieb der Brennstoffzelle 2 notwendig
sind, Aktoren, die in verschiedenen Vorrichtungen zum Fahren des
Fahrzeuges verwendet werden (ein Schalthebel, Radsteuervorrichtung, Lenkvorrichtungen,
Fahrwerkvorrichtung, etc.), eine Luftaufbereitungsvorrichtung (Klimaanlage)
für eine Fahrgastzelle, eine Beleuchtung, Audiogeräte,
etc.
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Basierend
auf einem Wert, erfasst durch einen Umgebungsdrucksensor P3 zum
Messen eines Umgebungsdrucks (hiernach als Umgebungsdruckerfassungswert
bezeichnet), gibt die Steuereinheit 5 einen Korrekturwert
aus (hiernach als Umgebungsdruckkorrekturwert bezeichnet). Die Steuereinheit 5 berechnet
einen Absolutdruckwert durch Addieren des Umgebungsdruckkorrekturwerts
auf einen Wert, der durch Umwandeln des Wertes, der durch den Drucksensor
P1 oder P2 erfasst wird (hiernach als Druckerfassungswert bezeichnet),
in einen Referenzdruck (hiernach als Referenzdruckwert bezeichnet),
erhalten wird. Die Steuereinheit 5 verwendet diesen Absolutdruck,
um die Zuführmenge des Oxidationsgases oder des Wasserstoffgases,
das der Brennstoffzelle 2 zuzuführen ist, zu steuern.
Der Umgebungsdrucksenor P3 wird z. B. in einem Motorraum angebracht.
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Die
Beziehung zwischen dem Umgebungsdruckerfassungswert und dem Umgebungsdruckkorrekturwert
wird speziell bezüglich 2 beschrieben. Die
Steuereinheit 5 wandelt den Umgebungsdruckerfassungswert
[V], der durch den Umgebungsdrucksensor P3 erfasst wird, in einen
Umgebungsdruckwert [kPa.abs] um, und leitet den Umgebungsdruckwert
[kPa.abs] anschließend durch einen Tiefpassfilter weiter,
um den Umgebungsdruckkorrekturwert [kPa.abs] auszugeben. In 2 zeigt
A einen Umgebungsdruckerfassungswert an und B einen Umgebungsdruckkorrekturwert.
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Die
Steuereinheit 5 beurteilt, ob der Zustand, in dem sich
der Umgebungsdruckerfassungswert A nicht in einem Bereich von einem
ersten Grenzwert zu einem zweiten Grenzwert (z. B. 0,6 V bis 4,48
V) befindet, nicht länger als z. B. 50 ms fortgeschritten ist
oder nicht. Falls der Zustand nicht länger als 50 ms fortgeschritten
ist, startet die Steuereinheit 5 mit einem Austauschwertausgabeprozessablauf.
Der Austauschwertausgabeprozessablauf betrifft einen Prozessablauf,
bei dem ein Standardumgebungsdruck, 101,3 kPa.abs, als ein Austauschwert
ausgegeben wird, welcher als der Umgebungsdruckkorrekturwert B dient.
Ts, dargestellt in 2, stellt eine Dauer bzw. Periode
dar, während welcher 50 ms vergehen, nachdem der Umgebungsdruckerfassungswert
A einen Wert von weniger als 0,6 V erreicht. Nachdem diese Dauer
Ts vergangen ist, wird 101,3 kPa.abs ausgegeben, um als der Umgebungsdruckkorrekturwert
B zu dienen.
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Nach
Beginn des Austauschwertausgabeprozessablaufs beurteilt die Steuereinheit 5,
ob der Zustand, in dem der Umgebungsdruckerfassungswert A in den
Bereich von dem ersten Grenzwert zu dem zweiten Grenzwert (z. B.
0,6 V bis 4,48 V) fällt, für z. B. 6000 ms oder
länger fortgeschritten ist oder nicht. Falls der Zustand
für 6000 ms oder länger fortgeschritten ist, beendet
die Steuereinheit 5 den Austauschwertausgabeprozessablauf
und gibt den Umgebungsdruckkorrekturwert B unter normalen Bedingungen
bzw. in einem Normalzustand aus. Te, dargestellt in 2,
stellt eine Dauer bzw. eine Periode dar, während welcher
6000 ms vergehen, nachdem der Umgebungsdruckerfassungswert A in
den Bereich von 0,6 V bis 4,48 V gefallen ist. Nachdem diese Dauer
Te vergangen ist, wird ein Normalumgebungsdruckkorrekturwert, welcher
durch Wandeln des Umgebungsdruckerfassungswertes A in einen Umgebungsdruckwert
und Weiterleiten des Umgebungsdruckwertes durch den Tiefpassfilter
berechnet wird, als der Umgebungsdruckkorrekturwert B ausgegeben.
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Hierbei
umfasst die Steuereinheit 5 z. B. eine CPU, ein ROM oder
eine HDD zum Speichern eines Steuerprogramms oder Steuerdaten, die
in der CPU verarbeitet werden, ein RAM, das als Bereich für
verschiedene Operationen bzw. Betriebe hauptsächlich für
Steuerprozesse verwendet wird, und eine Eingabe-Ausgabe Schnittstelle.
Diese Elemente werden miteinander über Busse verbunden.
Verbunden mit der Eingabe-Ausgabe Schnittstelle sind nicht nur verschiedene
Sensoren, wie die Drucksensoren P1 und P2 und der Umgebungsdrucksensor
P3, sondern auch verschiedene Antriebe zum Antreiben bzw. Betreiben
des Kompressors 31, des Haupt-Stoppventils 43,
der Abschaltventile 46 und 47, der Wasserstoffpumpe 48,
des Auslass-/Ausflussventils 50, etc.
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Die
CPU empfängt bzw. nimmt die entsprechenden Ergebnisse auf,
die durch die Drucksensoren P1 und P2 und den Umgebungsdrucksensor
P3 über die Eingabe-Ausgabe Schnittstelle gemäß dem Steuerprogramm,
das im RAM gespeichert ist, auf, und verarbeitet die Ergebnisse
unter Verwendung verschiedener Daten, etc. im RAM weiter, und steuert dadurch
die Menge von jedem der Reaktionsgase, die der Brennstoffzelle 2 zuzuführen
sind. Außerdem gibt die CPU durch die Eingabe-Ausgabe Schnittstelle
Steuersignale an die verschiedenen Antriebe aus, und steuert dadurch
das gesamte Brennstoffzellensystem 1.
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Als
nächstes wird der Prozessablauf zum Steuern einer Reaktionsgaszuführmenge
bezüglich einer Brennstoffzelle in dieser Ausführungsform
unter Verwendung des Flussdiagrammes in 3 beschrieben.
Dieser Prozessablauf zum Steuern einer Reaktionsgaszuführmenge
ist ein Prozessablauf, der wiederholt durchgeführt wird,
bis die Brennstoffzelle 2, nachdem sie gestartet wird,
aufgrund eines Zwischenbetriebs gestoppt oder unterbrochen wird.
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Zuerst
liest die Steuereinheit 5 nach dem Start der Brennstoffzelle 2 bzw.
nach dem Start des Betriebs der Brennstoffzelle 2 die entsprechenden Druckerfassungswerte
[V], die durch die Drucksensoren P1 und P2 erfasst werden, und den
Umgebungsdruckerfassungswert [V], der durch den Umgebungsdrucksensor
P3 erfasst wird, von den relevanten Sensoren (Schritt S1).
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Die
Steuereinheit 5 beurteilt, ob der Zustand, in dem der Umgebungsdruckwert
nicht in den Bereich von 0,6 V bis 4,48 V fällt, für
50 ms oder länger fortgeschritten ist oder nicht, basierend
auf dem Umgebungsdruckerfassungswert, der in dem obenstehenden Schritt
S1 (Schritt S2) gelesen wird. Falls das Ergebnis der Beurteilung
NEIN ist (Schritt S2; NEIN), gibt die Steuereinheit 5 den
Umgebungsdruckkorrekturwert [kPa.abs] durch Wandeln des Umgebungsdruckerfassungswertes
[V] in einen Umgebungsdruckwert [kPa.abs] und Weiterleiten des Umgebungsdruckwertes
[kPa.abs] durch den Tiefpassfilter aus (Schritt S3).
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Anschließend
wandelt die Steuereinheit 5 die entsprechenden Druckerfassungswerte
[V], die in Schritt S1 gelesen werden, in Referenzdruckwerte [kPa.G],
und addiert den Umgebungsdruckkorrekturwert [kPa.abs] auf jeden
der Referenzdruckwerte, um die Absolutdrücke [kPa.abs]
der entsprechenden Reaktionsgase im Oxidationsgasleitungssystem 3 und dem
Wasserstoffgasleitungssystem 4 zu berechnen. Die Steuereinheit 5 steuert
dann die Zuführmenge von jedem der Reaktionsgase bezüglich
der Brennstoffzelle 2 basierend auf diesen Absolutdrücken (Schritt
S4). Die Steuereinheit 5 schreitet dann wie untenstehend
beschrieben zu Schritt S1 voran.
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Andererseits,
falls das Ergebnis der Beurteilung in Schritt S2 ist, dass der obenstehende
Zustand für 50 ms oder länger fortgeschritten
ist (Schritt S2; JA), gibt die Steuereinheit 5 101,3 kPa.abs
als den Austauschwert aus, welcher als der Umgebungsdruckkorrekturwert
dient (Schritt S5).
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Die
Steuereinheit 5 wandelt nachfolgend die Druckerfassungswerte
[V], die von den entsprechenden Sensoren gelesen werden, in Referenzdruckwerte
[kPa.G] um, und addiert 101,3 kPa.abs, was als Umgebungsdruckkorrekturwert
dient, auf jeden der Referenzdruckwerte, wodurch die entsprechenden
Absolutdrücke [kPa.abs] im Oxidationsgasleitungssystem 3 und
dem Wasserstoffgasleitungssystem 4 berechnet werden. Die
Steuereinheit 5 steuert dann basierend auf diesen Absolutdrücken
die Zuführmenge von jedem der Reaktionsgase bezüglich der
Brennstoffzelle 2 (Schritt S6).
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Die
Steuereinheit 5 liest anschließend die Druckerfassungswerte
[V], die durch die Drucksensoren P1 und P2 erfasst werden, und den
Umgebungsdruckerfassungswert [V], der durch den Umgebungsdrucksensor
P3 erfasst wird, von den relevanten bzw. entsprechenden Sensoren
(Schritt S7).
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Die
Steuereinheit 5 beurteilt anschließend, ob der
Zustand, in dem der Umgebungserfassungswert in den Bereich von 0,6
V bis 4,48 V fällt, für 6000 ms oder länger
fortgeschritten ist oder nicht basierend auf dem Umgebungsdruckerfassungswert,
der obenstehend in Schritt S7 gelesen wird (Schritt S8). Falls das
Ergebnis dieser Beurteilung NEIN ist (Schritt S8; NEIN), schreitet
die Steuereinheit 5 zu Schritt S5, wie obenstehend beschrieben,
voran.
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Andererseits,
falls das Ergebnis der Beurteilung in Schritt S8 obenstehend das
ist, das der obenstehende Zustand für 6000 ms oder länger
fortgeschritten ist (Schritt S8; JA), schreitet die Steuereinheit 5 zu
Schritt S3, wie obenstehend beschrieben, voran.
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Wie
obenstehend beschrieben, wird der Umgebungsdruckerfassungswert,
der durch den Umgebungsdrucksensor P3 erfasst wird, gemäß dem Brennstoffzellensystem 1 in
dieser Ausführungsform korrigiert, und die Zuführmengen
der entsprechenden Reaktionsgase bezüglich der Brennstoffzelle 2 können
unter Verwendung des Umgebungsdruckkorrekturwertes, der durch Korrigieren
erhalten wird, und der Druckwerte der entsprechenden Reaktionsgase
im Oxidationsgasleitungssystem 3 und dem Wasserstoffgasleitungssystem 4,
gesteuert werden. Demgemäß können die
Referenzdrucksensoren P1 und P2, welche im Vergleich zu Absolutdrucksensoren
einfach hergestellt werden können, als Drucksensoren verwendet
werden, und darüber hinaus, selbst wenn der Umgebungsdrucksensor
P3 einen Wert ausgibt, der sich von einem tatsächlichen
Umgebungsdruck aufgrund einer Fehlfunktion, etc. unterscheidet,
der Ausgangswert korrigiert werden. Dadurch kann die Reaktionsgaszuführmenge
unter Reduzierung des benötigten Aufwands effizient gesteuert
werden.
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Gemäß dem
Brennstoffzellensystem 1 in dieser Ausführungsform,
in dem der Umgebungsdruckerfassungswert, der durch den Umgebungsdrucksensor
P3 erfasst wird, nicht in einen vorbestimmten Bereich (z. B. der
Bereich von 0,6 V bis 4,48 V) fällt, kann ein Austauschwert
(z. B. 101,3 kPa.abs) als der Umgebungsdruckkorrekturwert verwendet
werden. Somit, selbst wenn der Umgebungsdrucksensor P3 einen Wert
ausgibt, der sich vollständig von einem tatsächlichen
Umgebungsdruck aufgrund einer Fehlfunktion, etc. unterscheidet,
kann der Ausgabewert durch den Austauschwert, der einen Standardumgebungsdruck
darstellt, ersetzt werden.
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Gemäß dem
Brennstoffzellensystem 1 in dieser Ausführungsform
kann ein Austausch des Austauschwertes nur dann ausgeführt
werden, wenn der Zustand, in den der Umgebungsdruckerfassungswert,
der durch den Umgebungsdrucksensor P3 erfasst wird, nicht in einen
vorbestimmten Bereich fällt (z. B. den Bereich von 0,6
V bis 4,48 V), für eine vorbestimmte Dauer (z. B. 50 ms)
oder länger fortgeschritten ist. Demgemäß,
wenn der Umgebungsdrucksensor P3 einen Erfassungswert ausgibt, der aufgrund
eines Faktors, der nicht die Fehlfunktion ist, temporär
nicht in den vorbestimmten Bereich fällt, kann der Austausch
des Austauschwertes darauf beschränkt sein, nicht durchgeführt
zu werden.
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Gemäß dem
Brennstoffzellensystem 1 in dieser Ausführungsform,
in dem der Umgebungsdruckerfassungswert, der durch den Umgebungsdrucksensor
P3 erfasst wird, für eine vorbestimmte Zeit (z. B. 6000
ms) in einen vorbestimmten Bereich (z. B. den Bereich von 0,6 V
bis 4,48 V) fällt, nachdem der Austausch des Austauschwertes
für den Umgebungsdruckerfassungswert begonnen hat, kann
der Austausch des Austauschwertes für den Umgebungsdruckerfassungswert
vervollständigt werden. Demgemäß, wenn
sich der Umgebungsdrucksensor P3 wieder in einem Normalzustand befindet,
kann eine Steuerung unter Verwendung des Wertes, der durch den Umgebungsdrucksensor
P3 erfasst wird, ausgeführt werden.
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In
der obenstehend beschriebenen Ausführungsform wird beim
Berechnen des Umgebungsdruckkorrekturwertes der Umgebungsdruckwert,
der durch Umwandeln des Umgebungsdruckerfassungswertes erhalten
wird, durch den Tiefpassfilter gegeben, wobei dieser Umgebungsdruckwert
nicht immer durch den Tiefpassfilter gegeben bzw. übermittelt werden
muss. Das Übermitteln des Umgebungsdruckwertes durch den
Tiefpassfilter ermöglicht es jedoch, ein Rauschen, das
im Umgebungsdruckerfassungswert enthalten ist, zu entfernen, und
zudem den Veränderungsgrad zu verringern, selbst wenn sich
der Umgebungsdruckerfassungswert schnell aufgrund einer Fehlfunktion
etc. des Umgebungsdrucksensors verändert. Demgemäß kann
verhindert werden, dass sich die Reaktionszuführmenge schnell verändert,
wodurch die Effizienz der Steuerung der Reaktionsgaszuführmenge
verbessert werden kann. Auch wenn der obenstehende Wert durch den
Tiefpassfilter gegeben wird, ist eine Abschaltfrequenz für den
Tiefpassfilter vorzugsweise niedrig eingestellt. Zum Beispiel, wenn
eine Betriebsdauer für den Umgebungsdruckkorrekturwert
8,192 ms ist, kann die Frequenz, entsprechend welcher eine Referenzzeit 1998,848
ms (8,192 × 244) ist, als die Abschaltfrequenz eingestellt
werden. Eine schnelle Veränderung des Umgebungsdruckerfassungswertes
kann durch Einstellen einer niedrigeren Abschaltfrequenz weiter verringert
werden.
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Eine
obere Grenze und eine untere Grenze können für
den Umgebungsdruckkorrekturwert in der obenstehenden Ausführungsform
eingestellt werden. Die obere Grenze und die untere Grenze sind
vorzugsweise um die obere Grenze und die untere Grenze für
einen möglichen Wert eines Umgebungsdruckes eingestellt.
Zum Beispiel kann für die obere Grenze und die untere Grenze
110 kPa.abs bzw. 65 kPa.abs eingestellt werden. Demgemäß kann
der Umgebungsdruckkorrekturwert, selbst wenn ein unmöglicher
Wert eines Umgebungsdruckes aufgrund einer Fehlfunktion, etc. des
Umgebungsdrucksensors P3 ausgegeben wird, dazu gebracht werden,
in den Bereich möglicher Werte eines Umgebungsdruckes zu
fallen.
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In
der obenstehenden Ausführungsform wird zum Starten oder
Beenden eines Austauschwertausgabeprozessablaufs eine vorbestimmte
Schaltdauer (50 ms oder 6000 ms) vorgesehen. Diese Schaltdauer kann
jedoch beliebig eingestellt werden, und z. B. auf 0 ms eingestellt
werden. Darüber hinaus wird der Bereich der Umgebungsdruckerfassungswerte
als einer der Zustände zum Starten oder Beenden des Austauschwertausgabeprozessablaufs
von 0,6 V bis 4,48 V eingestellt, wobei der Bereich der Umgebungsdruckerfassungswerte
nicht auf den obenstehenden Bereich beschränkt ist, und
beliebig eingestellt werden kann. Der Bereich der Umgebungsdruckerfassungswerte
wird vorzugsweise im Bereich möglicher Werte eines Umgebungsdruckwertes
eingestellt.
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Obwohl
die obenstehende Ausführungsform den Fall beschrieben hat,
in dem das Brennstoffzellensystem der Erfindung auf einem Brennstoffzellensystemfahrzeug
montiert ist, kann das Brennstoffzellensystem der Erfindung nicht
nur bei Brennstoffzellenfahrzeugen Anwendung finden, sondern auch
bei anderen verschiedenen mobilen Objekten bzw. Gegenständen
(z. B. Robotern, Schiffen und Flugzeugen). Die Brennstoffzellensysteme
der Erfindung können auch in stationären Leistungserzeugungssystemen
Anwendung finden, die als Leistungserzeugungsvorrichtungen für
Anlagen (z. B. Häuser und Gebäude) verwendet werden.
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Industrielle Anwendbarkeit
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Das
Brennstoffzellensystem und das Verfahren zum Steuern einer Reaktionsgaszuführmenge gemäß der
vorliegenden Erfindung sind zum effizienten Steuern einer Reaktionsgaszuführmenge
bezüglich einer Brennstoffzelle geeignet.
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Zusammenfassung
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Brennstoffzellensystem und
Verfahren zum Steuern einer Reaktionsgaszuführmenge
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Die
Menge eines zuzuführenden Reaktionsgases kann unter Reduzierung
des benötigten Aufwands effizient gesteuert werden. Eine
Steuereinheit beurteilt, ob der Zustand, in dem ein Umgebungsdruckerfassungswert,
der durch einen Umgebungsdrucksensor erfasst wird, nicht in den
Bereich von 0,6 V bist 4,48 V fällt, für 50 ms
oder länger fortgeschritten ist oder nicht. Falls der Zustand
nicht für 50 ms oder länger fortgeschritten ist,
gibt die Steuereinheit einen Umgebungsdruckkorrekuturwert durch
Umwandeln des Umgebungsdruckerfassungswertes in einen Umgebungsdruckwert
und anschließendes Durchgeben des Umgebungsdruckwertes
durch einen Tiefpassfilter aus. Falls hingegen der Zustand für 50
ms oder länger fortgeschritten ist, gibt die Steuereinheit
101,3 kPa.abs aus, was als Austauschwert für den Umgebungsdruckkorrekturwert
dient. Die Steuereinheit wandelt dann entsprechende Druckerfassungswerte,
die durch Drucksensoren erfasst werden, in Referenzdruckwerte um,
und addiert den Umgebungsdruckkorrekturwert auf jeden der Referenzdruckwerte,
um die Absolutdrücke der entsprechenden Reaktionsgase in
einem Oxidationsgasleitungssystem und einem Wasserstoffleitungssystem
zu berechnen. Die Steuereinheit steuert die Zuführmenge von
jedem der Reaktionsgase bezüglich einer Brennstoffzelle
basierend auf diesen Absolutdrücken.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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