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DE112008001476T5 - Verfahren zur Verarbeitung von Faserstoff - Google Patents

Verfahren zur Verarbeitung von Faserstoff Download PDF

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DE112008001476T5
DE112008001476T5 DE112008001476T DE112008001476T DE112008001476T5 DE 112008001476 T5 DE112008001476 T5 DE 112008001476T5 DE 112008001476 T DE112008001476 T DE 112008001476T DE 112008001476 T DE112008001476 T DE 112008001476T DE 112008001476 T5 DE112008001476 T5 DE 112008001476T5
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DE
Germany
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pulp
processing
flow
pipe system
paper
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE112008001476T
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English (en)
Inventor
Raimo Pitkänen
Antti Harju
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
UPM Kymmene Oy
Original Assignee
UPM Kymmene Oy
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Publication date
Application filed by UPM Kymmene Oy filed Critical UPM Kymmene Oy
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Abstract

Verfahren zu Verarbeitung von Faserstoff, der bei der Herstellung von Papier oder Karton zu verwenden ist, wobei in dem Verfahren der Faserstoff von einer Faserstoffquelle (10A, 10B, 10C) zur Faserstoffverarbeitung und weiter über den kurzen Siebkreislauf zum Stoffeinlass einer Papier- oder Kartonmaschine transportiert wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Faserstoffverarbeitung auf eine solche Weise in einem Faserstoffverarbeitungsrohrsystem ausgeführt wird, dass der Faserstofffluss mit einer Rate in Abhängigkeit des Volumendurchsatzes kontinuierlich fortfährt.

Description

  • Gebiet der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verarbeitung von Faserstoff, der bei der Herstellung von Papier oder Karton zu verwenden ist, wobei in dem Verfahren der Faserstoff von einer Faserstoffquelle zur Faserstoffverarbeitung und weiter über einen kurzen Siebkreislauf zum Stoffeinlauf einer Papier- oder Kartonmaschine geführt wird.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Die Faserstoffverarbeitung ist ein Teil des Prozesses, der zwischen einem Faserstoffwerk und einer Papier- oder Kartonmaschine stattfindet. Der Zweck der Faserstoffverarbeitung besteht darin, für den kurzen Siebkreislauf einer Papier- oder Kartonmaschine Faserstoff herzustellen, der aus einem oder mehreren Teilfaserstoffen besteht, die miteinander vermischt werden. Die Faserstoffverarbeitung besteht aus verschiedenen Mischtanks, in denen Teilfaserstoffe gemischt werden, wobei die Stoffdichte der Faserstoffe und die Konzentration der Faserstoffe eingestellt werden und notwendige Füllmittel und andere Chemikalien hinzugefügt werden.
  • In Faserstoffverarbeitungssystemen, die gegenwärtig verwendet werden, werden Faserstoffe, die von der Faserstoffherstellung kommen, in getrennten Speichertanks gelagert, aus denen der Faserstoff zur Faserstoffverarbeitung vorangebracht wird. Die Faserstoffe werden von den Speichertanks zu Dispergatortanks gebracht und gleichzeitig in dem unteren Teil des Speichertanks oder in einem Rohr zwischen den Tanks oder in einem Dispergatortank verdünnt. In Abhängigkeit des Faserstoffs können Faserstoffe in dem Faserstoffprozess defibriert werden. Von dem Speichertank werden Faserstoffe weiter zu einem gemeinsamen Mischtank geführt, in dem verschiedene Faserstoffkomponenten miteinander vermischt werden. Zusätzlich zu verschiedenen Faserstoffgüten ist es unter anderem möglich, Füllmittel und andere notwendige Zusätze zum Faserstoff beizumischen. Von dem Mischtank wird der Faserstoff in eine Maschinenbütte zugeführt, in welcher der Faserstoff zur endgültigen Stoffdichte verdünnt wird und weiter zum kurzen Siebkreislauf einer Papiermaschine gebracht wird. In dem kurzen Siebkreislauf der Papiermaschine wird der Faserstoff zur Stoffeinlaufstoffdichte mit Wasser verdünnt, das aus der Siebpartie der Papiermaschine aufbereitet wird.
  • Die oben beschriebenen Faserstoffverarbeitungssysteme, die gegenwärtig verwendet werden, sind komplex und umfassen eine große Anzahl verschiedener Tanks und Einrichtungen mit einem erforderlichen Platzbedarf, der erheblich ist. Ein Grund für diese Komplexität des Faserstoffverarbeitungssystems liegt in der Tatsache, dass verschiedene Zwischentanks und Dispergatortanks für die Faserstoffverarbeitung als notwendig erachtet werden, um die Faserstoffqualität ausreichend gleichmäßig beizubehalten und die Verarbeitungsbedingungen so konstant wie möglich zu halten.
  • Allerdings verursachen die aufeinanderfolgenden Tanks und Verdünnungsorte beispielsweise Probleme in der Verarbeitungssteuerung, da die Steuerreihe lang und komplex wird, wodurch Probleme bezüglich des Steuerns der Stoffdichte und des Prozessflusses verursacht werden, was Schwankungen bezüglich der Qualität des Faserstoffs, der in den kurzen Siebkreislauf zu führen ist, und ferner Schwankungen bezüglich des Flächengewichts des herzustellenden Papiers zur Folge hat. Ein weiteres Problem besteht in den Irregularitäten der Stoffdichte, die beispielsweise durch Aufwölben in den Tanks verursacht wird, wobei Faserstoffteile von hoher Stoffdichte, die sich von der Innenoberfläche des Tanks lösen, Peaks in der Stoffdicht verursachen. Anormalitäten bei der Stoffdichte können auch durch ungleichmäßiges Abgeben oder Infiltrieren von den Tanks bewirkt werden.
  • Es gibt Lösungen, bei denen der Aufbau zum Zuführen von Faserstoff zum kurzen Siebkreislauf und weiter zum Stoffeinlauf der Papiermaschine vereinfacht wurden; allerdings wurden keine Anstrengungen unternommen, um den gesamte Faserstoffprozess vom Faserstoffsilo bis hin zum kurzen Siebkreislauf der Papiermaschine zu vereinfachen und all die Zwischentanks und Dispergatortanks in der Faserstoffverarbeitung zu eliminieren, da die Tanks immer noch als notwendig erachtet wurden, um die Faserstoffqualität zu sicherzustellen. Die existierenden Lösungen betreffen in erster Linie eine Vereinfachung des kurzen Siebkreislaufs. Ferner hat das Faserstoffverarbeitungssystem einen Pufferspeicher zwischen dem Faserstoffwerk und der Papiermaschine für den Fall einer Fehlfunktion berücksichtigt.
  • Kurze Zusammenfassung der Erfindung
  • Es wurde in der Erfindung, die in dieser Anmeldung dargelegt wird, gefunden, dass die Anzahl der Zwischentanks, Mischtanks und Dispergatortanks in dem Faserstoffprozess nicht notwendig sind, sondern auch ein homogener Faserstoff von guter Qualität zum kurzen Siebkreislauf der Papier- oder Kartonmaschine und weiter zum Stoffeinlauf mittels eines einfacheren Prozessaufbaus abgegeben werden kann, wodurch es möglich ist, die Probleme aus dem Stand der Technik zu lösen oder zumindest wesentlich zu verringern. Es ist somit ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Verarbeitung von Faserstoff bereitzustellen, das es ermöglicht, den für die Herstellung von Papier oder Karton zu verwendenden Faserstoff von einer Faserstoffquelle zur Papier- oder Kartonmaschine auf eine solche Weise zuzuführen, dass der Faserstoff nicht veranlasst wird, in Tanks zur Zwischenspeicherung, Mischtanks oder einer Maschinenbütte zu verbleiben. Ferner werden das Mischen der Teilfaserstoffe und das Verdünnen der Faserstoffe ohne Tanks ausgeführt.
  • Um dieses Ziel zu erreichen, ist das Verfahren gemäß der Erfindung in erster Linie dadurch gekennzeichnet, dass die Faserstoffverarbeitung so in einem Faserstoffverarbeitungsrohrsystem ausgeführt wird, dass der Faserstofffluss kontinuierlich mit einer Rate fortfährt, die von dem Volumendurchsatz bestimmt wird.
  • Somit erfordert das Verfahren zur Verarbeitung von Faserstoff gemäß der Erfindung keine Dispergatortanks, Mischtanks, Maschinenbütten und die Pumpen oder andere Aktuatoren, die damit verbunden sind, die in dem herkömmlichen Prozessaufbau verwendet werden. Stattdessen basiert die Erfindung auf der Idee, dass der Faserstoff als ein stetiger und kontinuierlicher Volumenstrom, beispielsweise von einem Faserstoffsilo, zu einem geschlossenen Faserstoffverarbeitungsrohrsystem zugeführt wird, wobei der Faserstofffluss den gesamten Weg von der Faserstoffquelle zum Mischpunkt der Teilfaserstoffe und weiter über den kurzen Siebkreislauf zum Stoffeinlauf kontinuierlich fortfährt. Alle Aktuatoren, die in der Faserstoffverarbeitung erforderlich sind, sind so ausgewählt, dass diese keine Verzögerung bei der kontinuierlichen Fortführung des Faserstoffs in dem Rohrsystem verursachen. Ferner wird in dem Rohrsystem und den Aktuatoren der Faserstoff keinem Raum freier Luft ausgesetzt, was das Einmischen von Luft in die Masse verringert.
  • In dem Verfahren gemäß der Erfindung kann der Faserstoff, der für die Herstellung von Papier oder Karton verwendet wird, aus chemischen, mechanischen oder mechanochemischen Faserstoff, Kollerstoff oder recycelten Fasern bestehen. Die Faserstoffquelle ist vorzugsweise ein Faserstoffsilo oder ein Kollerstoffturm, aber die Faserstoffquelle kann auch Faserstoff aus einer Leitung, der direkt von einer Faserstofffabrik kommt, oder Faserstoff sein, der vom Aufschluss kommt. Der Faserstoff wird gleichzeitig auf die gewünschte Stoffdichte verdünnt, wenn dieser von der Faserstoffquelle zum Faserstoffverarbeitungsrohrsystem gepumpt wird, oder die Verdünnung wird beispielsweise in dem unteren Teil eines Silos ausgeführt. Der Faserstoff fährt mit dieser Stoffdichte fort, bis der Faserstoff auf die gewünschte Stoffeinlaufstoffdichte verdünnt wird, bevor der Faserstoff in den Stoffeinlauf zugeführt wird. Somit wird der Faserstoff nicht an verschiedenen unterschiedlichen Orten verdünnt, wie bei Faserstoffverarbeitungssystemen, die gegenwärtig verwendet werden. Die Stoffdichte des Faserstoffs in dem Faserstoffverarbeitungsrohrsystem ist normalerweise bis zum Punkt der endgültigen Verdünnung zur Stoffeinlaufstoffdichte größer als 4%.
  • Die Verdünnung auf die Stoffeinlaufstoffdichte mit Wasser, das aus der Siebpartie der Papiermaschine aufbereitet wird, kann gleichzeitig damit stattfinden, wenn die Teilfaserstoffe in dem Faserstoffverarbeitungsrohrsystem vermischt werden. Somit findet die Verdünnung auf die Stoffeinlaufstoffdichte auch in dem Faserstofffluss statt, und der Faserstoff fährt kontinuierlich bis zur Stoffeinlaufzufuhrpumpe der Papier- oder Kartonmaschine fort.
  • Die Funktion der Faserstoffverarbeitung besteht unter anderem im Aufschluss, Zerkleinerung und Refinermahlung von Faserstoffen. In dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung werden diese erforderlichen Faserstoffverarbeitungsschritte in dem Faserstoffverarbeitungsrohrsystem vorgenommen, sodass der Faserstofffluss nicht anhält, sondern von einem Schritt zum anderen in der Verarbeitung kontinuierlich fortgeführt wird. Die Verarbeitungsschritte und Aktuatoren, die in der Faserstoffverarbeitung erforderlich sind, hängen von der Güte des herzustellenden Papiers oder Kartons und von den zur Verfügung stehenden Faserstoffen ab; folglich schwanken diese von einer Papiermaschine und Teilfaserstoffverarbeitung zur anderen. Allerdings kann das Verfahren der vorliegenden Erfindung für alle Arten von Papier- und Kartonmaschinen angewendet werden.
  • Normalerweise werden auch verschiedene Füllmittel, Zusätze und andere Chemikalien in den Faserstoff in der Faserstoffverarbeitung hinzugefügt, beispielsweise um die Qualität oder Druckeigenschaften des fertigen Papiers zu verbessern. In dem Verfahren gemäß der Erfindung können diese oben erwähnten Substanzen zum Faserstoff in dem Faserstofffluss hinzugemischt werden.
  • In Abhängigkeit des herzustellenden Papiers oder Kartons besteht der Faserstoff, der in den kurzen Siebkreislauf und weiter zum Stoffeinlauf der Papiermaschine zuzuführen ist, aus einem oder mehreren Teilfaserstoffen. In dem Verfahren gemäß der Erfindung werden die Faserstoffe in dem Faserstofffluss miteinander vermischt, und das Mischen kann unter Verwendung einer Mischpumpe gewährleistet werden. Mittels der Mischpumpe ist es auch möglich, die Füllmittel, Zusätze und andere Chemikalien, die zum Faserstoff hinzugefügt werden, homogen in den Faserstoff einzumischen.
  • Der Prozessaufbau, der für das Verfahren gemäß der Erfindung erforderlich ist, ist eine einfache Vorrichtung, und diese erfordert weniger Aktuatoren oder andere Komponenten als die gegenwärtig verwendeten Faserstoffverarbeitungssysteme. Ferner sind die Einrichtungen, die für das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung erforderlich sind, kleiner, da das Volumen der zu verarbeitenden Faserstoffe kleiner als im Stand der Technik ist. Ferner ist ein kleineres Rohrsystem als gegenwärtig erforderlich. Folglich verringert der Prozessaufbau gemäß der Erfindung die Kosten der Anschaffung und Wartung des Prozesses. Ferner erfordert der Prozessaufbau deutlich weniger Raum. Ferner ist der Energieverbrauch des Faserstoffprozesses verringert, da beispielsweise die Faserstoffe nicht in großen Tanks gemischt werden und von einem Tank zu einem weiteren gepumpt werden. Ferner kann der Wasserverbrauch in dem Prozess deutlich verringert werden.
  • In dem Verfahren gemäß der Erfindung wird der Faserstoff in der Phase verdünnt, wenn der Faserstoff von der Faserstoffquelle zum Faserstoffverarbeitungsrohrsystem geführt wird, und das nächste Mal wird der Faserstoff auf die Stoffeinlaufstoffdichte entweder an dem Mischort der Teilfaserstoffe oder als erstes vor dem Zuführen in den Stoffeinlauf verdünnt. Das vereinfacht deutlich das Steuersystem, das für den Prozess erforderlich ist, und Schwankungen der Faserstoffdichte können ausgeglichen werden, und gleichermaßen können Probleme, die durch Flussänderungen bewirkt werden, minimiert werden. Somit wird die Qualität des herzustellenden Papiers einheitlicher.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung beschleunigt ferner einen Sortenwechsel in der Papiermaschine, da der Faserstoff nicht in verschiedenen Tanks vor dem kurzen Siebkreislauf gespeichert wird, und die Mängel von Kollerstoffmasse wird in Verbindung mit Sortenwechseln verringert. Da keine Zwischentanks in dem Faserstoffverarbeitungsaufbau gemäß der Erfindung vorliegen, werden keine Agglomerationen in den Faserstoff eingebracht, der sich von den Wänden der Tanks lösen und die Faserstoffqualität beeinflussen würde.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Im Folgenden werden einige vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung detaillierter mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, in denen
  • 1 ein schematisches Diagramm ist, das ein herkömmliches Faserstoffverarbeitungssystem einer Papiermaschine gemäß dem Stand der Technik zeigt,
  • 2 ein schematisches Diagramm ist, das ein Faserstoffverarbeitungssystem gemäß der Erfindung zeigt, und
  • 3 eine schematische Ansicht eines Faserstoffverarbeitungssystems gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt.
  • Detaillierte Beschreibung der Erfindung
  • Bevor die Erfindung detaillierter beschrieben wird, möchte der Anmelder einige Begriffe spezifizieren, die in der Beschreibung der Erfindung verwendet werden. „Faserstoffverarbeitungsrohrsystem” bezeichnet in diesem Zusammenhang ein Rohrsystem und entsprechende Aktuatoren, in denen der Faserstofffluss sich vorwärts bewegt, und worin die erforderlichen Faserstoffverarbeitungsschritte unternommen werden, worunter das Vereinigen und Mischen der Teilfaserstoffe miteinander enthalten ist. In dem Faserstoffverarbeitungsnetzwerk kann der Durchmesser des Rohrs variieren, beispielsweise, zwischen den Aktuatoren, aber der Faserstofffluss wird in den Aktuatoren nicht gestoppt und der Fluss schreitet somit kontinuierlich mit einer Rate voran, die durch den Volumendurchsatz bestimmt ist. „Aktuatoren” bezeichnen beispielsweise ein Mahlwerk, einen Stofflöser, einen Filter und Pumpen, die zum Implementieren der verschiedenen Faserstoffverarbeitungsschritte erforderlich sind. „Faserstofffluss” bezeichnet in dieser Anmeldung den Faserstoff, der in dem Faserstoffverarbeitungsrohrsystem befördert wird.
  • In dem Faserstoffverarbeitungssystem, das in den 1 bis 3 gezeigt ist, sind drei Teilfaserstoffe dargestellt, und deren Verarbeitung ist in einer vereinfachten Ansicht gezeigt, aber bezüglich des Verfahrens gemäß der Erfindung, kann die Anzahl der Teilfaserstoffe N sein, wobei N eine positive Ganzzahl ≥ 1 ist. Die Figuren zeigen beispielsweise weder Steuersysteme, Verdünnungswasserflüsse, Faseraufbereitungssysteme, noch alle möglichen Aktuatoren, die in dem System involviert sind.
  • 1 ist eine schematische Ansicht, welche das herkömmliche Faserstoffverarbeitungssystem einer Papier- oder Kartonmaschine gemäß dem Stand der Technik zeigt.
  • In 1 wird jeder der Teilfaserstoffe von seinem Speichertank 10A, 10B, 10C mittels Pumpen 11A, 11B, 11C zu den Dispergatortanks 13A, 13B, 13C zugeführt, und der Teilfaserstoff wird das erste Mal in dem unteren Teil des Faserstoffsilos oder in dem Rohr zwischen den Tanks mit einem Verdünnungswasserfluss, der darin eingebracht wird, verdünnt. Von dem Dispergatortank 13A, 13B, 13C wird jeder Teilfaserstoff weiter mittels Dispergatorpumpen 14A, 14B, 14C in einen Mischtank 15 zugeführt, in dem die Teilfaserstoffe miteinander vermischt werden, und von dem Mischtank 15 wird der Faserstoff weiter mittels einer Faserstoffzufuhrpumpe 16 in eine Maschinenbütte 17 zugeführt. Der Faserstoff wird an verschiedenen unterschiedlichen Punkten zwischen diversen Tanks verdünnt, und dieser wird in der Maschinenbütte 17 auf die endgültige Dispenserfaserstoffdichte verdünnt, von wo der Faserstoff mit hoher Stoffdichte weiter durch eine Faserstoffzufuhrpumpe 18 in den kurzen Siebkreislauf zugeführt wird. In der Faserstoffverarbeitung können die Teilfaserstoff, sofern erforderlich, zerfasert und gemahlen werden, beispielsweise zwischen den Silos und Dispergatortanks, durch Aktuatoren 12A, 12B, 12C, wie es in 1 gezeigt ist. Ferner werden notwendige Füllmittel und andere Zusätze zum Faserstoff in der Maschinenbütte 17 hinzugemischt. Die Stoffdichte des sogenannten Maschinenfaserstoffs, der zum kurzen Siebkreislauf zuzuführen ist, wird somit in der Maschinenbütte 17 geeignet eingestellt, bevor der Faserstoff in den kurzen Siebkreislauf zugeführt wird, in dem der Faserstoff zur Stoffeinlaufstoffdichte verdünnt wird.
  • 2 und 3 stellen den Prozessaufbau des Verfahrens gemäß der Erfindung beispielhaft dar.
  • 2 ist eine schematische Ansicht eines Faserstoffverarbeitungsaufbaus des Verfahrens gemäß der Erfindung. Die Teilfaserstoffe werden von einer Faserstoffquelle, beispielsweise einem Speicherturm 10A, 10B, 10C, zum Faserstoffverarbeitungsrohrsystem mittels Pumpen 11A, 11B, 11C zugeführt. Die Verdünnung der Teilfaserstoffe auf die gewünschte Stoffdichte findet in dem unteren Teil der Speichertürme 10A, 10B, 10C statt und/oder gleichzeitig damit, wenn der Faserstoff in das Faserstoffverarbeitungsrohrsystem gepumpt wird. Die Pumpen 11A, 11B, 11C stellen einen stetigen und kontinuierlichen Volumenfluss bereit, der durch die erforderlichen Aktuatoren 12A, 12B, 12C und Filter 19A, 19B, 19C zur Faserstoffzufuhrpumpe 20 fortfährt, worin die Teilfaserstoffflüsse miteinander vermischt werden, und der vereinigte Fluss wird als ein kontinuierlicher Fluss in den kurzen Siebkreislauf der Papier- oder Kartonmaschine weitergeführt. Ein separater Filter kann für jeden Teilfaserstofffluss bereitgestellt werden, wie es in der Figur gezeigt ist, oder, alternativ, ist ein Filter in dem vereinigten Faserstofffluss vor oder hinter der Faserstoffzufuhrpumpe 20 angeordnet.
  • 3 zeigt einen alternativen Prozessaufbau für das Verfahren gemäß der Erfindung. Die Teilfaserstoffe werden beispielsweise von den Speichertürmen 10A, 10B, 10C zum geschlossenen Faserstoffverarbeitungsrohrsystem mittels Pumpen 11A, 11B, 11C in einer gewünschte Stoffdichte abgegeben, und unmittelbar danach werden die Teilfaserstoffströme in dem Faserstoffverarbeitungsrohrsystem miteinander vereinigt. Der vereinigte Faserstofffluss wird als ein kontinuierlich fortschreitender Fluss über die Aktuatoren 12 und den Filter 19 zur Faserstoffzufuhrpumpe 20 transportiert, welche den Faserstofffluss weiter zum kurzen Siebkreislauf zuführt.
  • Die Aktuatoren 12, 12A, 12B, 12C und die Filter 13A, 13B, 13C, 19, die in den 2 und 3 gezeigt sind, sind in der Faserstoffverarbeitung nicht notwendig, sondern deren Orte können variieren, und verschiedene Aktuatoren können in dem Faserstofffluss von verschiedenen Teilfaserstoffen an verschiedenen Orten in dem Faserstoffverarbeitungsrohrsystem vorgesehen sein, oder es müssen überhaupt keine dieser Aktuatoren vorhanden sein. Die Aktuatoren 12A, 12B, 12C betreffen in erster Linie einen Zerfaserer und/oder eine ein Mahlwerk. Die Notwendigkeit dafür in der Faserstoffverarbeitung wird von dem Betreffenden Faserstoff abhängen. Die Pumpe 20 kann eine sogenannte Zufuhrpumpe für Faserstoff mit hoher Stoffdichte sein, welche den Faserstoff zum kurzen Siebkreislauf weiterpumpt, oder die Pumpe 20 kann eine sogenannten Mischpumpe sein, bei der die Verdünnung gleichzeitig stattfindet.
  • Die Faserstoffquelle ist vorzugsweise ein Faserstoffsilo, wie es in den Figuren gezeigt ist. Der Faserstoff, der von der Faserstoffherstellung kommt, ist normalerweise in Silos gespeichert, bevor dieser in den eigentlichen Faserstoffprozess geführt wird. Die Funktion des Faserstoffsilos besteht darin, als ein sogenannter Pufferspeicher zwischen dem Faserstoffwerk und der Papiermaschine zu fungieren. Allerdings kann die Faserstoffquelle Faserstoff aus der Leitung, der direkt von einem Faserstoffwerk kommt, ein Faserstofffluss, der vom Zerfasern von Cellulosebündeln kommt, oder ein Kollerstoffturm, in dem zerfaserter Kollerstoff gespeichert ist, oder ein sogenannter Ausgleichstank zwischen dem Faserstoffwerk und der Faserstoffverarbeitung sein. Somit kann der Faserstoff aus chemisch, mechanisch oder mechanochemisch hergestelltem Faserstoff, Kollerstoff oder recycelten Fasern bestehen.
  • Das Zuführen von Faserstoff als einen stetigen und kontinuierlichen Fluss von der Faserstoffquelle in das Faserstoffverarbeitungsrohrsystem wird mittels einer Pumpe bewirkt. Das Verdünnungswasser wird gleichzeitig zum Faserstoff hinzugemischt, wenn der Faserstoff in das Faserstoffverarbeitungsrohrsystem gepumpt wird, oder der Faserstoff wird beispielsweise bereits in dem unteren Teil des Speichertanks verdünnt. Die Stoffdichte des Faserstoffs wird in einem gegebenen konstanten Stoffdichtebereich in dem Faserstoffverarbeitungsrohrsystem aufrecht erhalten, vorzugsweise bei ungefähr 4 bis 6%, aber die Stoffdichte kann auch innerhalb eines größeren Stoffdichtenbereichs in Abhängigkeit des Faserstoffs variieren. Der Faserstoff kann mit Wasser, das von der Siebpartie der Papiermaschine aufbereitet wird, auf die Stoffeinlassstoffdichte gleichzeitig, wenn die Teilfaserstoffe mit einer hohen Stoffdichte miteinander durch eine Mischpumpe 20 vermischt werden, von welcher der verdünnte Faserstoff weiter zum Stoffeinlass über die notwendigen Verarbeitungsschritte geführt wird, verdünnt werden. Somit wird die Verdünnung für den sogenannten kurzen Siebkreislauf bereits in diesem Stadium durchgeführt, und der Faserstofffluss erfordert keine weitere Verdünnung vor dem Stoffeinlass.
  • Eine Vorraussetzung zum Erzielen einer gleichförmigen Stoffdichte in dem Faserstoffverarbeitungsrohrsystem ist eine gute Mischung in dem Faserstoffsilo, dem Kollerstoffturm oder dem Ausgleichstank, sodass große Schwankungen bezüglich der Stoffdichte stattfinden, aber der Faserstoff auf die gewünschte Stoffdichte in dem unteren Teil des Tanks und/oder gleichzeitig, wenn dieser in das Faserstoffverarbeitungsrohrsystem gepumpt wird, verdünnt werden kann. Ferner muss das Abgeben von dem Tank oder Silo gleichmäßig stattfinden.
  • Ein ausreichender Druck wird mit der Pumpe entwickelt, sodass der Faserstoffvolumenfluss in dem Rohrsystem ausreichend ist. Der kontinuierliche Fluss in dem Rohrsystem garantiert, dass der Faserstoff keine Agglomerationen an den Wänden des Rohrs ausbildet, wie im herkömmlichen Verfahren, in dem der Faserstoff geführt wird, um in Tanks zu stehen und gemischt zu werden, wobei Wölben und Infiltrierung stattfinden, wenn die Tanks abgelassen werden. Somit ist es mit dem Verfahren gemäß der Erfindung unter anderem möglich, Fluktuationen und andere Störungen, die durch Wölbung verursacht werden, zu verringern.
  • Das Faserstoffverarbeitungsrohrsystem ist ein geschlossenes System; mit anderen Worten ist der Faserstoff keinem freien Luftraum in dem Rohrsystem ausgesetzt, wodurch somit die Mischung von Luft in den Faserstoff verringert wird. In dem Faserstoffverarbeitungsrohrsystem ist es möglich, Luft aus dem Faserstoff, sofern erforderlich, zu entfernen. Das ist im Besonderen dann der Fall, wenn Faserstoff aus direktem Zerfasern als eine Faserstoffquelle verwendet wird. Eine Luftverringerung wird vorzugsweise gleichzeitig ausgeführt, wenn Faserstoff in das Faserstoffverarbeitungsrohrsystem gepumpt wird.
  • Der Faserstofffluss fährt für die Verarbeitung des Faserstoffs mittels der erforderlichen Verarbeitungsschritte, wie beispielsweise Zerfaserung, Zermahlung und Filtrierung, ohne Stoppen fort. Dieses Merkmal wird in der Auswahl und Dimensionierung der notwendigen Aktuatoren berücksichtigt. Ferner wird durch die Aktuatoren kein Rückfluss erzeugt. Ferner sollte man bei der Auswahl der Aktuatoren berücksichtigen, dass diese keine übermäßige Resonanz in dem Faserstofffluss verursachen.
  • Die Füllmittel und andere Zusätze für den Faserstofffluss werden zum Faserstofffluss ohne separate Mischtanks hinzugemischt. Die oben erwähnten Substanzen werden entweder in den Fluss der Teilfaserstoffe oder zunächst in den vereinigten Faserstofffluss hinzugefügt. Die Faserstoffströmungsrate in dem Faserstoffverarbeitungsrohrsystem sollte so vorgesehen sein, dass es für die oben erwähnten Substanzen ausreichend ist, durch die Wirkung des Flusses gleichmäßig in den Faserstoff eingemischt zu werden. Im Besonderen wird der Faserstofffluss durch die Tatsache beeinflusst, dass der Faserstoff mit einer ausreichenden Rate von der Faserstoffquelle in das Faserstoffverarbeitungsrohrsystem geführt wird. Die Faserstoffströmungsrate wird durch viele Faktoren beeinflusst, und folglich sollte diese eingestellt werden, um für die betreffende Papiermaschine geeignet zu sein.
  • Das gleichmäßige Einmischen von Füllmitteln und anderen Zusätzen in den Faserstoff wird normalerweise durch eine Mischpumpe 20 sichergestellt, durch die der Faserstofffluss in den kurzen Siebkreislauf transportiert wird. Ferner werden die Teilfaserstoffe in dem Faserstoffverarbeitungsrohrsystem ohne separate Mischtanks in dem Faserstofffluss miteinander vermischt, und das Mischen wird mittels eines sogenannten Pumpenmischers oder einer Mischpumpe 20 verstärkt, wie es in den 2 und 3 gezeigt ist. Nassausschuss bzw. nasser Kollerstoff kann, wenn erforderlich, direkt zum Mischort der Teilfaserstoffe, ohne Zirkulieren desselben, über einen Kollerstoffturm und eine Faserstoffverarbeitung eingebracht werden.
  • In 3 findet das Filtern des Faserstoffflusses vor dem Mischen des Faserstoffflusses mit der Faserstoffzufuhrpumpe 20 statt. Alternativ kann jeder Teilfaserstofffluss getrennt vor dem miteinander Vermischen der Teilfaserstoffe gefiltert werden, wie es in 2 gezeigt ist. Der Filter 19 kann auch zunächst hinter der Pumpe 20 platziert werden.
  • 2 und 3 zeigen, dass der Faserstofffluss mittels einer Faserstoffzufuhrpumpe 20 gemischt wird, und es wurde oben dargestellt, dass die Verdünnung des Faserstoffs zur Stoffeinlassstoffdichte zur selben Zeit durchgeführt werden kann. Allerdings ist es möglich, dass der Prozessaufbau keine Faserstoffzufuhrpumpe (Mischpumpe) 20, die in den Figuren gezeigt ist, umfasst, sondern die Faserstoffe als kontinuierlicher Fluss direkt den gesamten Weg zur Faserstoffpumpe des Stoffeinlasses fortfahren.
  • Es ist auch möglich, dass die Teilfaserstoffflüsse nicht miteinander vermischt werden, sondern diese als kontinuierliche separate Flüsse in den kurzen Siebkreislauf und den Stoffeinlass fließen. Eine Faserstoffverarbeitung für jeden Teilfaserstoff findet gemäß denselben oben dargelegten Prinzipien statt.
  • Das System zum Einstellen der (des) bei dem Verfahren erforderlichen Stoffdichte und Faserstoffflusses, ist einfach, da der Faserstoff lediglich an dem Punkt, von dem der Faserstoff als ein stetiger Volumenstrom in das Rohrsystem geführt wird, und das nächste Mal zuerst auf die erforderliche Stoffeinlassstoffdichte entweder in Verbindung mit dem Mischen von Teilfaserstoffen oder vor dem Stoffeinlass verdünnt wird. Die Faserstoffstoffdichte wird durch Variieren des Inhalts von Verdünnungswasser eingestellt, um mit dem Faserstoff vermischt zu werden; mit anderen Worten wird Verdünnungswasser in einem geeigneten Verhältnis zur Quantität und Stoffdichte des Faserstoffs hinzugefügt. Indem die Stoffdichte in dem frühen Stadium der Faserstoffverarbeitung und das nächste Mal zuerst vor dem Zuführen des Faserstoffs in den Stoffeinlass eingestellt wird, ist es möglich, Probleme zu minimieren, die durch Stoffdichtenstörungen, beispielsweise Fluktuationen bezüglich des Flächengewichts, verursacht werden. Unter anderem wird dieses durch die Tatsache beeinflusst, dass der Verarbeitungsaufbau gemäß der Erfindung keine Tanks beinhaltet, die eine Verzögerung bewirken würden, sondern Fluktuationen bezüglich der Stoffdichte können schnell behoben werden.
  • Die Stoffdichten der Teilfaserstoffe unterscheiden sich voneinander, und in Abhängigkeit des herzustellenden Papiers, werden die Faserstoffe miteinander in verschiedenen Verhältnissen gemischt. Somit wird auch die Notwendigkeit zum Verdünnen von Faserstoffen für den betreffenden Teilfaserstoff spezifiziert. Die Stoffdichte wird in dem Faserstoffverarbeitungsrohrsystem vor dem Vermischen der Teilfaserstoffe gemessen, und diese wird zum Einstellen des Verdünnungswasserstroms verwendet.
  • Falls erforderlich kann das Faserstoffverarbeitungsrohrsystem Verdünnungsdüsen enthalten, die es ermöglichen, den Faserstoff in dem Faserstofffluss zu verdünnen, aber als eine Regel beim Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung wird der Faserstoff gleichzeitig damit auf die gewünschte Stoffdichte verdünnt, wenn dieser von der Faserstoffquelle in das Faserstoffverarbeitungsrohrsystem zugeführt wird.
  • Die oben dargelegten Prozessanordnungen des Verfahrens gemäß der Erfindung vereinfachen die Faserstoffverarbeitung in Papier- und Kartonmaschinen und teilweise auch den Prozessaufbau des kurzen Siebkreislaufs auf eine solche Weise, dass verschiedenen Zwischentanks und Mischtanks nicht länger erforderlich sind, um die Einheitlichkeit bzw. Gleichförmigkeit des Faserstoffs zu gewährleisten, sondern die Faserstoffverarbeitung kann in einem kontinuierlichen Verarbeitungsfaserfluss ausgeführt werden. Der Faserstofffluss, der von der Faserstoffquelle zur Faserstoffverarbeitung zugeführt wird, wird schnell durch die erforderlichen Verarbeitungsschritte transportiert, den gesamten Weg zum Stoffeinlass der Papier- oder Kartonmaschine, und der Faserstoff verbleibt nicht dazwischen in den Zwischentanks stehend.
  • Die oben beschriebenen Ausführungsformen stellen die Lösung gemäß der Erfindung beispielhaft dar, und der Fachmann wird erkennen, dass der Verarbeitungsaufbau gemäß der Erfindung verschiedene Verarbeitungsschritte enthalten kann, in Abhängigkeit der herzustellenden Papier- oder Kartongüte, und diese von einer Papier- oder Kartonmaschine zu einer anderen variieren. Die Erfindung soll somit nicht auf die Ausführungsformen oder Einrichtungen, die als Beispiele oben dargelegt sind, beschränkt sein, sondern die Erfindung soll weithin innerhalb des Gegenstands der erfinderischen Idee, die in den beigefügten Ansprüchen definiert ist, angewendet werden.
  • Zusammenfassung
  • Verfahren zur Verarbeitung von Faserstoff, das bei der Herstellung von Papier oder Karton zu verwenden ist, wobei in dem Verfahren der Faserstoff von einer Faserstoffquelle zur Faserstoffverarbeitung und weiter in den Siebkreislauf und den Stoffeinlauf einer Papier- oder Kartonmaschine transportiert wird. Die Faserstoffverarbeitung findet auf eine solche Weise in einem Faserstoffverarbeitungsrohrsystem statt, dass der Faserstofffluss mit einer Rate, die durch den Volumendurchsatz bestimmt wird, kontinuierlich fortfährt.

Claims (12)

  1. Verfahren zu Verarbeitung von Faserstoff, der bei der Herstellung von Papier oder Karton zu verwenden ist, wobei in dem Verfahren der Faserstoff von einer Faserstoffquelle (10A, 10B, 10C) zur Faserstoffverarbeitung und weiter über den kurzen Siebkreislauf zum Stoffeinlass einer Papier- oder Kartonmaschine transportiert wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Faserstoffverarbeitung auf eine solche Weise in einem Faserstoffverarbeitungsrohrsystem ausgeführt wird, dass der Faserstofffluss mit einer Rate in Abhängigkeit des Volumendurchsatzes kontinuierlich fortfährt.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Faserstoff ein chemischer Faserstoff, mechanischer Faserstoff, mechanochemischer Faserstoff, Kollerstoff oder recycelte Faser ist.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Faserstoffquelle (10A, 10B, 10C) ein Faserstoffsilo, ein Kollerstoffturm oder Faserstoff aus der Leitung direkt von der Faserstoffherstellung ist.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Faserstoff von der Faserstoffquelle (10A, 10B, 10C) als ein stetiger und kontinuierlicher Volumenstrom in das Faserstoffverarbeitungsrohrsystem geführt wird.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Faserstoff gleichzeitig damit auf die gewünschte Stoffdichte verdünnt wird, wenn der Faserstoff von der Faserstoffquelle (10A, 10B, 10C) in das Faserstoffverarbeitungsrohrsystem transportiert wird.
  6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Faserstoff in dem unteren Teil eines Faserstoffsilos oder Kollerstoffturms (10A, 10B, 10C) auf die gewünschte Stoffdichte verdünnt wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Faserstoff auf eine Stoffdichte von ungefähr 4 bis 6% verdünnt wird.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Faserstoffverarbeitungsrohrsystem der Faserstofffluss durch Faserstoffverarbeitungsschritte (12, 12A, 12B, 12C, 19, 19A, 19B, 19C) tritt, welche beispielsweise eine Faserstoffzermahlung, Zerfaserung und/oder Filterung enthalten.
  9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Füllmittel, Chemikalien und andere Zusätze für den Faserstofffluss zum Faserstoff in dem Faserstoffverarbeitungsrohrsystem hinzugemischt werden.
  10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehr Teilfaserstoffströme in dem Faserstofffluss in dem Faserstoffverarbeitungsrohrsystem miteinander vereinigt werden.
  11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Faserstoff mit Wasser verdünnt wird, das von der Siebpartie aufbereitet wird, gleichzeitig damit, wenn zwei oder mehr Teilfaserstoffströme miteinander vereinigt werden.
  12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischen mittels einer Mischpumpe (20) durchgeführt wird.
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