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TECHNISCHES GEBIET
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Transporterfahrzeug, wie etwa
einen Muldenkipper, der in geeigneter Weise zum Transport zerkleinerter
Steine, die beispielsweise aus einem Tagebau-Abbauort, einem Steinbruch,
einer Mine ausgegraben wurden, oder Erd- und Sandaushub oder dergleichen
eingesetzt wird.
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TECHNISCHER HINTERGRUND
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Im
Allgemeinen weist ein großformatiges Transporterfahrzeug,
das als Kipplaster bezeichnet wird, einen anhebbaren Behälter
bzw. eine anhebbare Mulde (Ladeplattform) auf dem Gestell eines
Fahrzeugaufbaus auf und trägt und befördert zu
transportierende Objekte, wie etwa zerkleinerte Steine oder Erde
und Sand oder dergleichen an einen Abladeplatz oder eine Frachtsammelstelle
von beispielsweise einem Ausfuhrhafen nahe einer Küste
in einem Zustand, in dem die zu transportierenden Objekte in großer
Menge in den Behälter geladen sind (siehe zum Beispiel
die
japanische Patentoffenlegungsschrift
Nr. 2001-105954 ).
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Ein
Transporterfahrzeug dieser Art gemäß dem Stand
der Technik besteht aus einem Fahrzeugaufbau, der imstande ist,
sich selbst fortzubewegen; einer Ladeplattform, die auf dem Fahrzeugaufbau
so vorgesehen ist, dass sie gekippt (angehoben) werden kann und
auf die die zu transportierenden Objekte geladen werden; einem Hebezylinder,
der zwischen der Ladeplattform und dem Fahrzeugaufbau teleskopisch
vorgesehen und zum Zeitpunkt des Entladens der zu trans portierenden
Objekte von der Ladeplattform ausgefahren wird, um die Ladeplattform in
Bezug auf der Fahrzeugaufbau diagonal nach hinten zu kippen; einer
Hydraulikdruckquelle zum Zuführen von Drucköl;
und 4 Positions-Richtungssteuerventileinheiten, die zwischen dem
Hebezylinder und der Hydraulikdruckquelle vorgesehen sind, um den von
einem Steuerhebel geschalteten Hebezylinder aus- oder einzufahren.
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Weiterhin
weist die in einem solchen Transporterfahrzeug eingesetzte Steuerventileinheit
eine Gesamtzahl von 4 Umschaltpositionen auf, einschließlich
einer Anhebeposition zum Anheben der Ladeplattform durch Ausfahren
des Hebezylinders durch Zuführen und Abgeben des Drucköls
von der Hydraulikdruckquelle in eine Richtung; einer Absenkposition
zum Senken der Ladeplattform nach unten durch Einziehen des Hebezylinders
durch Zuführen und Abgeben des Drucköls in die
andere Richtung; eine Schwebeposition zum Gestatten des Eigengewichtherabfallens
der Ladeplattform durch Einziehen des Hebezylinders durch das Eigengewicht
der Ladeplattformseite; und einer neutralen Position zum Stoppen
der Bewegung des Hebezylinders durch Stoppen der Zufuhr und Abgabe
des Drucköls.
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Mittels
eines manuellen Steuerhebels wird das Richtungssteuerventil gezielt
in eine oder aus einer der vorgenannten 4 Positionen geschaltet.
Nachdem das Transporterfahrzeug aus eigener Kraft zu der Frachtsammelstelle
in dem Zustand gefahren ist, in dem die Erde und der Sand oder die
zerkleinerten Steine oder dergleichen auf die Ladeplattform geladen
sind, wird weiterhin der Hebezylinder ausgefahren, um die Ladeplattform
diagonal nach hinten anzuheben. Durch diesen Hebevorgang werden
die Erde und der Sand oder die zerkleinerten Steine oder dergleichen
längs der Kipprichtung der Ladeplattform an der Frachtsammelstelle
abgeladen.
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Wenn
das Richtungssteuerventil aus einer neutralen Position, in der die
Ladeplattform in Ruhestellung gehalten wird, in eine Anhebeposition
geschaltet wird, wird nämlich Drucköl aus einer
Hydraulikdruckquelle in Richtung der Hebezylinder geleitet und als
Ergebnis hiervon werden die Hebezylinder ausgefahren, um die Ladeplattform
in eine größtenteils gekippte Position in rückwärtiger
Richtung gegen den Fahrzeugaufbau anzuheben, um transportierte Lasten
von der Ladeplattform gleiten zu lassen und auszukippen.
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Andererseits
wird, nachdem Lasten (nach dem Entladen der Ladeplattform) ausgekippt
worden sind, das Richtungssteuerventil aus der Hebeposition manuell
entweder in eine Absenk- oder eine Schwebeposition geschaltet, um
die Ladeplattform abwärts zu schwenken. Falls das Richtungssteuerventil
in eine Schwebeposition geschaltet wird, werden die Hebezylinder
unter dem Eigengewichtherabfallen der Ladeplattform selbst eingefahren
und als Ergebnis wird die Ladeplattform durch den Eigengewichtherabfallen
allmählich abgesenkt, bis sie auf dem Fahrzeugaufbau aufsitzt.
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Wenn
im Fall des Transporterfahrzeugs im Stand der Technik, wie vorstehend
angegeben, ein Richtungssteuerventil in eine Absenkposition zum Schwenken
einer Ladeplattform aus einer rückwärts gekippten
Position in eine flache Aufsitzposition auf einem Fahrzeugaufbau
geschaltet und Drucköl aus einer Hydraulikdruckquelle in
der Richtung absinkender Hebezylinder zugeführt wird, werden
die Hebezylinder mit dem Drucköl der Hebezylinder gewaltsam
eingezogen. Jedoch kann in dem Fall, in dem Hebezylinder auf diese
Weise gewaltsam eingezogen werden, die Ladeplattform durch Anlegen
einer überflüssigen Last in dem Augenblick, wenn
sie in Richtung einer flachen Aufsitzposition auf dem Fahrzeugaufbau
gedreht wird, gegen den Fahrzeugaufbau gestoßen werden.
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Weiterhin
kann, wenn das Richtungssteuerventil in der Absenkposition gehalten
und die Ladeplattform beständig gegen den Fahrzeugaufbau
gedrückt wird, eine Hydraulikdruckkraft von den Hebezylindern
beständig auf anstoßende Oberflächen
der Ladeplattform und des Fahrzeugaufbaus als überflüssige
Lasten ausgeübt werden. Zusätzlich wirkt weiterhin
ein Druck des Drucköls als überflüssige Last
auf die Hebezylinder, was bewirkt, dass die Lebenszeiten der Hebezylinder
verkürzt werden.
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Aus
diesem Grund ist das Transporterfahrzeug des Standes der Technik
angeordnet, um das Richtungssteuerventil anstelle der Absenkposition
in die Schwebeposition zu schalten, wobei es die Ladeplattform auf
dem Fahrzeugaufbau durch ihr eigenes Gewicht aufsetzen (niederlegen)
lässt und die Hebezylinder durch Nutzung des Eigengewichts
der Ladeplattform automatisch in eingezogenem Zustand hält, wenn
das Fahrzeug fährt.
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Jedoch
werden in vielen Fällen Transporterfahrzeuge wie Muldenkipper,
die sich auf der Fahrt zu und von einer Pulverisierungsanlage einer
Mine oder dergleichen befinden, beispielsweise auf einer holperigen
Straße beim Fahren auf und abgeschüttelt. Insbesondere
wird ein Transporterfahrzeug in einem solchen Fall aufgrund von
Torsionsverformungen des Fahrzeugaufbaus zusätzlich zu
vertikalen Schüttelbewegungen, die durch eine Verwerfung
einer Straßenoberfläche verursacht werden, in
horizontale (laterale) Schüttelbewegungen versetzt.
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Wenn
ein Richtungssteuerventil bei einer solchen Gelegenheit in einer
Schwebeposition belassen wird, geraten Hebezylinder, die durch das
Eigengewicht einer Ladeplattform in eingezogenem Zustand gehalten
werden, unter den Einfluss vertikaler und horizontaler (latera ler)
Schüttelbewegungen. Das heißt, Hebezylinder werden über
kleine Hublängen hinweg wiederholt ausgefahren und eingefahren.
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Infolgedessen
beginnt eine auf einem Fahrzeugaufbau sitzende Ladeplattform sich
in vertikaler Richtung zu schütteln und wird gleichzeitig
in laterale Abweichungsbewegungen auf eine solche Weise versetzt,
dass umso mehr Vibrationsbewegungen der Ladeplattform hervorgerufen
werden, wenn das Fahrzeug fährt. Natürlich verursacht
dies für eine Bedienperson bzw. einen Fahrzeugführer
in der Kabine des Fahrzeugs beträchtliche Unbequemlichkeit.
Weiterhin wirken sich die wiederholten Springbewegungen der Ladeplattform
auf einem Fahrzeugaufbau auf benachbarte Bauteile nachteilig aus,
insbesondere auf ihre Widerstandsfähigkeit und ebenso ihre
Lebenszeit.
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OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
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Angesichts
der vorstehend erörterten Probleme mit dem Stand der Technik
ist es Aufgabe der Erfindung, ein Transporterfahrzeug zu schaffen,
das imstande ist, wackelige Springbewegungen einer Ladeplattform
auf einem Fahrzeugaufbau zu unterdrücken, wenn das Fahrzeug
fährt, um eine Unbequemlichkeit seitens einer Bedienperson
zu mildern, während eine höhere Widerstandsfähigkeit
und längere Lebenszeit der Vorrichtung sichergestellt wird.
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(1)
Zur Lösung der vorstehenden Aufgabe wird gemäß der
vorliegenden Erfindung ein Transporterfahrzeug zur Verfügung
gestellt, bestehend aus: einem Kraftfahrzeugaufbau, einer Ladeplattform,
die kippbar auf dem Fahrzeugaufbau zum Tragen einer Transportlast
angebracht ist, einem zwischen der Ladeplattform und dem Fahrzeugaufbau verbundenen
ausfahrbaren Hebezylinder zum Anheben der Ladeplattform nach oben
in eine rückwärts gekippte Position zum Zeitpunkt
des Abladens der Transportlast von der Ladeplattform, einer Hydraulikdruckquelle
zum Zuführen und Abgeben von Drucköl an den und
aus dem Hebezylinder zum Ausfahren und Einfahren des Hebezylinders
und einer zwischen der Hydraulikdruckquelle und dem Hebezylinder
verbundenen Steuerventileinheit zur Steuerung der Zufuhr und Abgabe
von Drucköl an und aus dem Hebezylinder; wobei die Steuerventileinheit
in mehrere und aus mehreren Positionen schaltbar ist, einschließlich
einer Anhebeposition zum Anheben der Ladeplattform durch Ausfahren
des Hebezylinders durch Zuführen und Abgeben des Drucköls,
einer Absenkposition zum Absenken der Ladeplattform nach unten durch
Einfahren des Hebezylinders durch Zuführen und Abgeben
des Drucköls, einer Schwebeposition zum Gestatten eines
Eigengewichtherabfallens der Ladeplattform durch Einfahren des Hebezylinders
durch das Eigengewicht der Ladeplattform, und einer neutralen Position
zum Anhalten der Bewegung des Hebezylinders durch Stoppen der Zufuhr und
Abgabe des Drucköls.
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Das
Transporterfahrzeug der vorliegenden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
dass: eine Positionserfassungseinrichtung, die dazu ausgelegt ist,
zu erfassen, welche der mehreren Positionen der Steuerventileinheit
zurzeit verschoben ist; eine Plattformzustands-Erfassungseinrichtung,
die dazu ausgelegt ist, um eine aktuelle Stellung der Ladeplattform
auf dem Fahrzeugaufbau zu erfassen; eine Fahrzeuggeschwindigkeits-Erfassungseinrichtung, die
dazu ausgelegt ist, zu erfassen, ob der Fahrzeugaufbau zurzeit fährt
oder nicht; und eine Steuereinrichtung, die dazu ausgelegt ist,
um die Steuerventileinheit aus der Schwebeposition in die Absenkposition
zu schalten, wenn auf der Grundlage von Erfassungssignalen von der
Positionserfassungseinrichtung, der Plattformzustands-Erfassungseinrichtung und
einer Fahrzeuggeschwindigkeits-Erfassungseinrichtung beurteilt wird,
dass die Steuerventileinheit zurzeit in der Schwebeposition ist,
dass die Ladeplattform vom Fahrzeugaufbau abgehoben ist und dass
der Fahrzeugaufbau zurzeit fährt.
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Mit
den gerade beschriebenen Anordnungen wird, falls die Ladeplattfarm
vom Fahrzeugaufbau aufwärts abgehoben ist, während
das Fahrzeug mit der Steuerventileinheit in der Schwebeposition
fährt, die Steuerventileinheit durch die Steuereinrichtung sofort
aus der Schwebeposition in die Absenkposition geschaltet, um den
Hebezylinder mittels einer Hydraulikdruckkraft in einem eingefahrenen
Zustand zu halten. Somit kann die Ladeplattform in einer Aufsitzposition
gegen den Fahrzeugaufbau gehalten und an Schüttel- oder
Springbewegungen der Ladeplattform auf dem Fahrzeugaufbau gehindert
werden.
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Somit
wird durch den Hebezylinder verhindert, dass die Ladeplattform,
die auf dem Fahrzeugaufbau in einer Aufsitzposition gehalten werden
sollte, während das Fahrzeug fährt, in Springbewegungen
in vertikaler Richtung oder in laterale abweichende Schüttelbewegungen
gerät, um die Unbequemlichkeit zu erleichtern, die seitens
einer Bedienperson in der Kabine des Fahrzeugs empfunden wird. Die Unterdrückung
von Springbewegungen der Ladeplattform des Fahrzeugaufbaus führt
neben einer Verbesserung der Zuverlässigkeit des Transporterfahrzeugs
selbst zum Schutz von benachbarten Bauteilen vor Vibrationsschäden,
was ihnen eine höhere Widerstandsfähigkeit und
eine längere Lebensdauer garantiert.
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(2)
Weiterhin umfasst gemäß der vorliegenden Erfindung
das Transporterfahrzeug eine Gewichtserfassungseinrichtung, die
dazu ausgelegt ist, eine aktuelle Beladung des Fahrzeugaufbau zu
erfassen; wobei die Steuereinrichtung dazu ausgelegt ist, die Steuerventileinheit
aus der Schwebeposition in die Absenkposition zu schalten, wenn
auf der Grundlage eines Erfassungssignals von der Gewichtserfassungseinrichtung
zusätzlich zu Erfassungssignalen von der Positionserfassungseinrichtung,
der Plattformzustands- Erfassungseinrichtung und der Fahrzeuggeschwindigkeits-Erfassungseinrichtung
beurteilt wird, dass die Steuerventileinheit zurzeit in der Schwebeposition
ist, dass die Ladeplattform von dem Fahrzeugaufbau abgehoben ist, dass
der Fahrzeugaufbau zurzeit fährt und dass eine aktuelle
Beladung kleiner als ein vorgegebener Bezugswert ist.
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In
diesem Fall wird die Steuerventileinheit aus der Schwebeposition
in die Absenkposition geschaltet, wenn beurteilt wird, dass der
Fahrzeugaufbau mit der Steuerventileinheit in der Schwebeposition
fährt, dass die Ladeplattform vom Fahrzeugaufbau abgehoben
ist und dass eine aktuelle Beladung der Ladeplattform kleiner als
ein vorgegebener Bezugswert ist. Daher wird, wenn das Fahrzeug in
Fahrt versetzt wird und dabei im Wesentlichen keine Transportlast,
wie zerkleinerte Steine, auf der Ladeplattform trägt, die
Steuerventileinheit aus der Schwebeposition in die Absenkposition
geschaltet, um ein Abheben oder Springbewegungen der Ladeplattform auf
dem Fahrzeugaufbau zu unterdrücken. Falls die Ladeplattform
mit einer beträchtlichen Menge Transportmaterial beladen
ist, das schwer genug ist, um Springbewegungen der von dem Fahrzeugaufbau abgehobenen
Ladeplattform zu unterdrücken, wird die Steuerventileinheit
in der Schwebeposition belassen, selbst wenn das Fahrzeug fährt,
was vorab Möglichkeiten ausschließt, dass Hydraulikdruckkräfte
als Zusatzlasten auf den Hebezylinder wirken.
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(3)
Gemäß der vorliegenden Erfindung umfasst das Transporterfahrzeug
weiterhin Aufhängungen zwischen dem Fahrzeugaufbau und
Fahrzeugrädern; und die Gewichtserfassungseinrichtung wird dabei
von Drucksensoren gebildet, die dazu ausgelegt sind, Schwankungen
im Innendruck der Aufhängungen zu erfassen.
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In
diesem Fall kann, da eine aktuelle Beladung des Fahrzeugs aus einem
Erfassungssignal, die durch Beobachten von Schwankungen im Innendruck
von Aufhängungen erfasst werden, die zwischen dem Fahrzeugaufbau
und fahrenden Rädern tragen, mit einem Drucksensor erfasst
werden kann, eine aktuelle Beladung leicht unter Verwendung von Aufhängungen
erfasst werden, die auf den meisten Transporterfahrzeugen dieser
Art vorhanden sind, in Verbindung mit dem Vorteil, dass die Drucksensoren sehr
leicht an den Aufhängungen angebracht werden können.
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(4)
Andererseits wird die Plattformzustands-Erfassungseinrichtung gemäß der
Erfindung von einem Aufsitzsensor gebildet, der dazu ausgelegt ist,
zu erfassen, ob die Ladeplattform auf dem Fahrzeugaufbau aufsitzt
oder nicht.
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Somit
werden aktuelle Bedingungen der Ladeplattform mittels des Aufsitzsensors überprüft,
welcher dazu ausgelegt ist, zu erfassen, ob die Ladeplattform auf
dem Fahrzeugaufbau aufsitzt oder nicht. Daher kann mit hoher Präzision
mittels des Aufsitzsensors überprüft werden, ob
die Ladeplattform auf dem Fahrzeugaufbau aufsitzt oder nicht oder
ein Stück vom Fahrzeugaufbau entfernt abhebt oder nicht.
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(5)
Weiterhin wird gemäß der vorliegenden Erfindung
die Plattformzustands-Erfassungseinrichtung von einem Winkelsensor
gebildet, der dazu ausgelegt ist, einen Kippwinkel der Ladeplattform
relativ zum Fahrzeugaufbau zu erfassen.
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Somit
werden in diesem Fall Bedingungen der Ladeplattform von einem Winkelsensor
durch Erfassen eines Kippwinkels der Ladeplattform relativ zum Fahrzeugaufbau
erfasst, es ist möglich, einen Abhebezustand der Ladeplattform
mit hoher Präzision zu erfassen, indem eine Beurteilung
erfolgt, ob ein aktueller Kippwinkel der Ladeplatt form gegen den Fahrzeugaufbau
einen vorgegebenen Bezugswert überschreitet oder nicht.
In Abhängigkeit vom Typ des Fahrzeugs kann ein vorhandener
Winkelsensor zu diesem Zweck genutzt werden.
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(6)
Des Weiteren besteht gemäß der vorliegenden Erfindung
die Steuerventileinheit aus einer Kombination aus einem ersten Richtungssteuerventil,
das entweder in eine neutrale Position zum Aussetzen der Zufuhr
und Abgabe von Drucköl an den und aus dem Hebezylinder
oder entweder in die Anhebe- oder die Schwebeposition geschaltet
werden kann, und einem zweiten Richtungssteuerventil, das in eine
neutrale Position zum Aussetzen der Zufuhr und Abgabe von Drucköl
an den und aus dem Hebezylinder oder in entweder die Anhebe- oder
die Absenkposition geschaltet werden kann.
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Somit
kann die Steuerventileinheit, die aus einer Kombination aus einem
ersten und einem zweiten Richtungssteuerventil besteht, durch die
Verwendung von zwei 3-Positions-Richtungssteuerventilen, die allgemein
eingesetzt werden, realisiert werden, ohne ein 4-Positions-Richtungssteuerventil
zu verwenden, dessen Aufbau kompliziert ist. Wenn sich sowohl das
erste als auch das zweite Richtungssteuerventil der Steuerventileinheit
jeweils in neutraler Position befinden, wird die Bewegung des Hebezylinders
gestoppt, um die Ladeplattform in einer aktuellen Position zu halten.
Weiterhin wird, wenn sowohl das erste als auch das zweite Richtungssteuerventil jeweils
aus der neutralen Position in die Anhebeposition geschaltet werden,
der Hebezylinder ausgefahren, um die Ladeplattform in eine Anhebeposition
anzuheben. Wenn andererseits das erste Richtungssteuerventil in
die Schwebeposition geschaltet wird, während das zweite
Richtungssteuerventil in der neutralen Position ist, kann der Hebezylinder
unter dem Eigengewichtherabfallen der Ladeplattform eingefahren
werden. Weiterhin kann, wenn das erste Richtungssteu erventil in
die neutrale Position zurückgeführt wird, während
das zweite Richtungssteuerventil in die Absenkposition geschaltet
ist, der Hebezylinder durch einen Druck des Drucköls zwangsweise
eingefahren werden.
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(7)
Des Weiteren besteht die Steuerventileinheit gemäß der
vorliegenden Erfindung aus einem ersten und einem zweiten Richtungssteuerventil,
die zwischen der Hydraulikdruckquelle und dem Hebezylinder parallel
verbunden sind, wobei das erste Richtungssteuerventil in eine neutrale
Position zum Aussetzen der Zufuhr und Abgabe von Drucköl
an den und aus dem Hebezylinder oder entweder in die Anhebe- oder
die Schwebeposition geschaltet werden kann, und das zweite Richtungssteuerventil
in eine neutrale Position zum Aussetzen der Zufuhr und Abgabe von
Drucköl an den und aus dem Hebezylinder und in entweder
die Anhebe- oder die Absenkposition geschaltet werden kann.
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Somit
kann gemäß der vorliegenden Erfindung die Steuerventileinheit
aus einem Paar aus einem ersten und einem zweiten Richtungssteuerventil gebaut
werden, die zwischen der Hydraulikdruckquelle und dem Hebezylinder
parallel verbunden sind, das heißt, durch die Verwendung
von zwei konventionellen 3-Positions-Richtungssteuerventilen, die
allgemein verwendet werden.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Es
zeigen in den beigefügten Zeichnungen:
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1 eine
Vorderansicht, die einen Muldenkipper gemäß einer
ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung veranschaulicht;
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2 eine
Vorderansicht, die einen Zustand veranschaulicht, in dem ein Behälter
des Muldenkippers diagonal nach hinten in eine Abladeposition hochgekippt
ist;
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3 ein
Hydraulikschaltkreisdiagramm zum Antreiben eines Hebezylinders;
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4 ein
Blockdiagramm eines Steuersystems zum Zuführen von Vorsteuerdrücken
zu jeweiligen Richtungssteuerventilen in 3;
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5 ein
Flussdiagramm eines Antispring-Steuervorgangs zur Unterdrückung
von Springbewegungen des Behälters, der von einer Steuerung in 4 ausgeführt
wird;
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6 eine
Vorderansicht, die einen Muldenkipper gemäß einer
zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung veranschaulicht;
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7 eine
Vorderansicht, die einen Zustand veranschaulicht, in der ein Behälter
in 6 diagonal nach hinten in eine Abladeposition
hochgekippt ist;
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8 ein
Blockdiagramm eines Steuersystems zum Zuführen von Vorsteuerdrücken
zu jeweiligen Richtungssteuerventilen einer Steuerventileinheit;
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9 ein
Flussdiagramm eines Antispring-Steuervorgangs zur Unterdrückung
von Springbewegungen des Behälters, der von einer Steuerung in 8 ausgeführt
wird;
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10 eine
Vorderansicht, die einen Muldenkipper gemäß einer
dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung veranschaulicht;
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11 ein
Blockdiagramm eines Steuersystems zum Zuführen von Vorsteuerdrücken
zu jeweiligen Richtungssteuerventilen einer Steuerventileinheit;
und
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12 ein
Flussdiagramm eines Antispring-Steuervorgangs zur Unterdrückung
von Springbewegungen des Behälters, der von einer Steuerung in 11 ausgeführt
wird.
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BESTE ART UND WEISE DER AUSFÜHRUNG
DER ERFINDUNG
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Nachstehend
erfolgt unter Bezugnahme auf 1 bis 12 eine
detaillierte Beschreibung eines Transporterfahrzeugs gemäß einer
Ausführungsform der Erfindung unter Anführung
eines Muldenkippers, der zerkleinerte Steine oder andere ähnliche, aus
einer Mine ausgegrabene Objekte transportiert, als Beispiel.
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Es
wird zunächst auf 1 bis 5 Bezug genommen,
in denen eine erste Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
gezeigt ist. In den Zeichnungen ist mit 1 ein Muldenkipper
bezeichnet, der ein großes Transportfahrzeug ist. Wie in 1 und 2 gezeigt
ist, besteht der Muldenkipper 1 hauptsächlich
aus einem Fahrzeugaufbau 2, das einen steifen Rahmenaufbau
bildet, und einem Behälter 3, der als Ladeplattform
dient, die kippbar (anhebbar) auf dem Fahrzeugaufbau 2 angebracht
ist.
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Weiterhin
ist der Behälter 3 als großer Container
ausgebildet, dessen Gesamtlänge von 10 bis zu 13 Meter
erreicht, um ein großes Volumen schwerer Objekte die zu
transportieren sind, zu laden, wie etwa zerkleinerte Steine oder
andere ähnliche Objekte (nachstehend als die zerkleinerten
Steine 4 bezeichnet). Sein hinterer Bodenabschnitt ist
kippbar mit einer hinteren Endseite des Fahrzeugaufbaus 2 unter Verwendung
eines Verbindungsstifts 5 gekoppelt. Des Weiteren stehen
Schutzeinrichtungen 3A von einer oberen Oberfläche
des Behälters 3 so vor, dass sie von der Oberseite
einer Kabine 6, die nachstehend beschrieben wird, eine
Abdeckung bilden.
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Die
Unterseite des Behälters 3 ist nämlich von
dem rückwärtigen Ende des Fahrzeugaufbaus 2 durch
Verwendung des Verbindungsstifts 5 drehbar gehalten. Weiterhin
wird, wenn ein nachstehend beschriebener Hebezylinder 10 aus-
oder eingefahren wird, die Schutzeinrichtung 3A, die sich
auf der vorderen Endseite des Behälters 3 befindet,
vertikal mit dem Verbindungsstift 5 als Drehpunkt gedreht
(angehoben oder gesenkt). Infolgedessen wird der Behälter 3 zwischen
einer in 1 gezeigten Transportierposition
und einer in 2 gezeigten Abladeposition gedreht
und die im Behälter 3 geladenen zerkleinerten
Steine 4 werden an einer vorgegebenen Frachtsammelstelle
aus dem Behälter 3 abgeladen, der, wie in 2 gezeigt,
nach hinten gekippt ist.
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Bei 6 ist
eine Kabine angegeben, die in einem vorderen Abschnitt des Fahrzeugaufbaus 2 gebaut
und auf der unteren Seite der Schutzeinrichtungen 3A positioniert
ist. Die Kabine 6 stellt einen Betriebsraum bereit, der
von einer Bedienperson des Muldenkippers 1 einzunehmen
ist, und ist innen mit einem Sitz für die Bedienperson,
einen Anlassschalter, einem Gaspedal, einem Bremspedal und einem Lenkhandgriff
(die alle in den Zeichnungen nicht gezeigt sind) zusammen mit Steuerhebeln 28A (von
denen einer in 4 gezeigt ist) ausgestattet.
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Die
Schutzeinrichtungen 3A des Behälters 3 sind
so angeordnet, dass sie die Oberseite der Kabine 6 fast
vollständig bedecken, um letztere vor harten fliegenden
Objekten, wie Steinen und Felsstücken, zu schützen
und eine Bedienperson der Kabine 6 im Fall eines Umkippens des Fahrzeugs
(des Muldenkippers 1) zu schützen.
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Mit 7 sind
rechte und linke Vorderräder bezeichnet (nur ein Vorderrad
ist in den Zeichnungen gezeigt), die auf der Vorderseite des Fahrzeugaufbau 2 drehbar
gelagert sind. Diese Vorderräder 7 sind Lenkräder,
die durch einen Lenkvorgang einer Bedienperson des Muldenkippers 1 gelenkt
werden. Ähnlich wie bei den Hinterrädern 8,
die nachstehend beschrieben werden, beträgt der äußere
Reifendurchmesser von jedem der Vorderräder 7 beispielsweise 2
bis 4 Meter. Bei diesem Beispiel ist eine Vorderradseitenaufhängung 7A in
Form eines Hydraulikstoßdämpfers beispielsweise
zwischen die Vorderseite des Fahrzeugaufbaus 2 und jedes
Vorderrad 7 eingefügt, um dadurch die Vorderseite
des Fahrzeugaufbau 2 auf den Vorderrädern 7 zu
stützen.
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Mit 8 sind
linke und rechte Hinterräder angegeben (nur eines ist gezeigt),
die drehbar auf der Rückseite des Fahrzeugaufbau 2 vorgesehen
sind, und die Hinterräder 8 bilden Antriebsräder
des Muldenkippers 1, die von einer (nicht gezeigten) Fahrantriebseinheit
drehend angetrieben werden. Weiterhin ist eine Hinterradseitenaufhängung 8A,
die von einem Hydraulikstoßdämpfer oder dergleichen
gebildet wird, zwischen dem Hinterrad 8 und dem hinteren Bereich
des Fahrzeugaufbaus 2 bereitgestellt. Diese Hinterrad-Seitenaufhängung 8A stützt
die Rückseite des Fahrzeugaufbaus 2 an einer Position
zwischen derselben und dem Hinterrad 8.
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Mit 9 ist
ein Motor angegeben, der im Fahrzeugaufbau 2 unterhalb
der Kabine 6 als Kraftmaschine des Fahrzeugs eingebaut
ist. Beispielsweise wird ein großer Dieselmotor als Motor 9 verwendet, um
eine Hydraulikpumpe 11 der 3, die nachstehend
beschrieben wird, drehend anzutreiben.
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Mit 10 ist
ein Paar Hebezylinder (nur ein Hebezylinder ist in 1 gezeigt)
angegeben, die zwischen dem Fahrzeugaufbau 2 und dem Behälter 3 verbunden
sind und welche aus- und eingefahren werden können. Jeder
dieser Hebezylinder 10 besteht aus einem mehrstufigen Hydraulikzylinder
(zum Beispiel einem zweistufigen Zylinder), der aus einem Außenrohrabschnitt 10A,
der auf der Außenseite positioniert ist, wie in 3 gezeigt,
einem Innenrohrabschnitt 10B, der teleskopisch in den Außenrohrabschnitt 10A so
eingepasst ist, dass er eine obere Ölkammer A und eine
untere Ölkammer B im Außenrohrabschnitt 10A begrenzt,
und einer Kolbenstange 10C, die teleskopisch in den Innenrohrabschnitt 10B eingepasst
ist, zusammengesetzt ist.
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Die
Kolbenstange 10C jedes Hebezylinders 10 wird in
Abwärtsrichtung ausgefahren, wenn der Ölkammer
A von einer Hydraulikpumpe 11 Drucköl zugeführt
wird, was nachstehend beschrieben wird, wobei der Behälter 3 um
den Verbindungsstift 5 als Drehpunkt nach oben geschwenkt
wird, um eine geneigte Abladeposition einzunehmen, bei der der Behälter 3 in
Rückwärtsrichtung nach unten gekippt ist. Wenn
andererseits der Ölkammer B Drucköl von der Hydraulikpumpe 11 zugeführt
wird, wird die Kolbenstange 10C in den Innenrohrbereich 10B zurückgezogen,
wobei der Behälter 3 um den Verbindungsstift 5 als
Drehpunkt abwärts geschwenkt wird, um eine horizontale
Transportierposition einzunehmen (siehe 1), wobei
der Behälter 3 horizontal auf dem Fahrzeugaufbau 2 aufsitzen
gelassen wird.
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Die
jeweiligen Hebezylinder 10 werden mittels einer Hydraulikschaltung
angesteuert, die wie nachstehend unter Bezugnahme auf 3 beschrieben
angeordnet ist.
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In 3 ist
mit 11 eine Hydraulikpumpe angegeben, die zusammen mit
einem Hydrauliköltank 12 (nachstehend der Kürze
halber einfach als „Tank 12” bezeichnet)
eine Hydraulikdruckquelle bildet. In diesem Fall ist, wie in 1 gezeigt,
der Tank 12 auf einer lateralen Seite des Fahrzeugaufbau 2 an
einer Position unterhalb des Behälters 3 angebracht.
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In
diesem Fall wird, wenn die Hydraulikpumpe 11 vom Motor 9 drehend
angetrieben wird, Hydrauliköl, das im Tank 12 gelagert
ist, in die Hydraulikpumpe 11 geleitet und als Drucköl
einer Hochdruckpumpenleitung 13 auf der Ausgangsseite der Hydraulikpumpe 11 zugeführt.
Zurückkehrendes Öl von den Hebezylindern 10 wird
durch eine Niederdrucktankleitung 14 in den Tank 12 abgelassen.
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Mit 15A und 15B ist
ein Paar Hydraulikleitungen bezeichnet, die jeweils mit den Ölkammern
A und B jedes Hebezylinders 10 verbunden sind. Diese Hydraulikleitungen 15A und 15B sind
jeweils mit einer Hydraulikdruckquelle (einschließlich
der Hydraulikpumpe 11 und des Tanks 12) durch
eine Steuerventileinheit 16 verbunden, welche nachstehend
beschrieben wird, um den Ölkammern A und B der jeweiligen
Hebezylinder 10 Drucköl von der Hydraulikpumpe 11 zuzuführen
oder um Drucköl in den Ölkammern A und B in den
Tank 12 abzulassen.
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Mit 16 ist
eine Steuerventileinheit angegeben, die zwischen der Hydraulikpumpe 11,
dem Tank 12 und den Hebezylindern 10 verbunden
ist. In diesem Fall ist die Steuerventileinheit 16 beispielsweise größtenteils
von einem Hochdruckseitendurchgang 17, einem Niederdruckseitendurchgang 18,
einem Umgehungsdurchgang 19, einem ersten Richtungssteuerventil 20 und
einem zweiten Richtungssteuerventil 21 gebildet. In diesem
Fall sind das erste und zweite Richtungssteuerventil 20 und 21 mittels
des Hochdruckseitendurchgangs 17, des Niederdruckseitendurchgangs 18 und
des Umgehungsdurchgangs 19 relativ zueinander parallel
verbunden.
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Der
Hochdruckseitendurchgang 17 der Steuerventileinheit 16 ist
mit der Ausgangsseite der Hydraulikpumpe 11 durch die Pumpenleitung 13 verbunden,
während der Niederdruckseitendurchgang 18 mit
dem Tank 12 durch die Tankleitung 14 verbunden
ist. Weiterhin ist, wie in 3 gezeigt,
der Umgehungsdurchgang 19 der Steuerventileinheit 16 dazu ausgelegt,
beispielsweise den Hoch- und Niederdruckseitendurchgang 17 und 18 miteinander
zu verbinden, wenn die Richtungssteuerventile 20 und 21 jeweils
in einer neutralen Position (a) sind, wobei die Hydraulikpumpe 11 in
unbelastetem Zustand gehalten und ihr Ausgangsdruck (der Druck in
der Pumpenleitung 13) auf einem niedrigen Niveau ähnlich dem
Tankdruck gehalten wird.
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Andererseits
sind ein Paar Stellgliedseiten-Öldurchgänge 22A und 22B mit
der Ausgangsseite des ersten Richtungssteuerventils 20 verbunden.
Diese Stellgliedseiten-Öldurchgänge 22A und 22B sind
mit den Ölkammern A und B der Hebezylinder 10 jeweils
durch Hydraulikleitungen 15A und 15B verbunden.
Andererseits sind ein Paar Stellgliedseiten-Öldurchgänge 23A und 23B mit
der Ausgangsseite des zweiten Richtungssteuerventils 21 verbunden.
Diese Stellgliedseiten-Öldurchgänge 23A und 23B sind
mit den Ölkammern A und B der Hebezylinder 10 jeweils
durch die Hydraulikleitungen 15A und 15B verbunden.
-
In
diesem Fall werden beispielsweise die Richtungssteuerventile 20 und 21 jeweils
von zum Beispiel einem hydraulisch vorgesteuerten 6-Öffnungs-3-Positions-Richtungssteuerventil
gebildet. Das erste Richtungssteuerventil 20 ist mit Paar
Hydraulikvorsteuerabschnitten 20A und 20B versehen. Wenn
ein Vorsteuerdruck Pb, der nachstehend beschrieben wird, auf den
Hydraulikvorsteuerabschnitt 20A ausgeübt wird,
wird das erste Richtungssteuerventil 20 aus einer neutralen
Position (a) in eine Anhebeposition (b) geschaltet. Andererseits
wird, wenn ein Vorsteuerdruck Pc, der nachstehend beschrieben wird,
auf den Hydraulikvorsteuerabschnitt 20B ausgeübt
wird, das Richtungssteuerventil 20 aus der neutralen Position
(a) in eine Schwebeposition (c) geschaltet.
-
Gleichermaßen
ist das zweite Richtungssteuerventil 21 mit einem Paar
Hydraulikvorsteuerabschnitten 21A und 21B versehen.
Wenn ein Vorsteuerdruck Pb, der nachstehend beschrieben wird, auf den
Hydraulikvorsteuerabschnitt 21A ausgeübt wird, wird
das zweite Richtungssteuerventil 21 aus einer neutralen
Position (a) in eine Anhebeposition (b) geschaltet. Wenn andererseits
ein Vorsteuerdruck Pd, der nachstehend beschrieben wird, auf den
gegenüberliegenden Hydraulikvorsteuerabschnitt 21B ausgeübt
wird, wird das zweite Richtungssteuerventil 21 aus der
neutralen Position (a) in eine Absenkposition (d) geschaltet.
-
Nachstehend
sind nun Leistungen der Steuerventileinheit 16 in einer
Halteposition beschrieben. In diesem Fall befindet sich nämlich,
wie in 3 gezeigt, jedes der ersten und zweiten Richtungssteuerventile 20 und 21 der
Steuerventileinheit 16 in der neutralen Position (a), wobei
sie die Hebezylinder 10 bewegungslos halten, um den Behälter 3 in
einer Halteposition zurückzuhalten, die in einer aktuellen
Position still verharrt. Somit befinden sich in dieser Halteposition
die Richtungssteuerventile 20 und 21 der Steuerventileinheit 16 jeweils
in der neutralen Position (a), wobei sie Zufuhr und Abgabe von Drucköl
zu und von den Hebezylindern 10 durch den Stellgliedseiten-Öldurchgang 22A und 22B und
den Stellgliedseiten-Öldurchgang 23A und 23B aussetzen.
-
Die
Steuerventileinheit 16 wechselt auf die folgende Weise
in eine Anhebeposition. In diesem Fall werden sowohl das erste als
auch das zweite Richtungssteuerventil 20 und 21 der
Steuerventileinheit 16 aus der neutralen Position (a) in
eine Anhebeposition (b) geschaltet. Zunächst wird, sobald
das zweite Richtungssteuerventil 21 in die Anhebeposition
(b) geschaltet ist, den Ölkammern A der Hebezylinder 10 Drucköl
aus der Hydraulikpumpe 11 durch die Pumpenleitung 13,
den Hochdruckseitendurchgang 17, das Richtungssteuerventil 21,
den Stellgliedseiten-Öldurchgang 23A und die Hydraulikleitung 15A zugeführt.
Weiter wird, sobald das erste Richtungssteuerventil 20 in
die Anhebeposition (b) geschaltet ist, Drucköl in den Ölkammern
B durch die Hydraulikleitung 15B, den Stellgliedseiten-Öldurchgang 22B,
das Richtungssteuerventil 20, den Niederdruckseitendurchgang 18 und
die Tankleitung 14 in den Tank 12 abgelassen.
-
Infolgedessen
wird die Kolbenstange 10C jedes Hebezylinders 10 durch
das Drucköl in der Ölkammer A ausgefahren, wobei
der Behälter 3 in die in 2 gezeigte
gekippte Abladeposition angehoben wird. Das heißt, zu diesem
Zeitpunkt sind das erste und zweite Richtungssteuerventil 20 und 21 der Steuerventileinheit 16 beide
in die jeweiligen Anhebepositionen (b) geschaltet und fahren die
jeweiligen Hebezylinder 10 durch einen Hydraulikdruckkraft zum
Anheben des Behälters 3 in eine Aufwärtsrichtung
aus.
-
Anderseits
sind Folgende die Leistungen der Steuerventileinheit 16 in
einer Schwebeposition. In diesem Fall wird das erste Richtungssteuerventil 20 der
Steuerventileinheit 16 aus der neutralen Position (a) in
eine Schwebeposition (c) geschaltet, während das zweite
Richtungssteuerventil 21 in der neutralen Position (a)
gehalten wird. Sobald das erste Richtungssteuerventil 20 in
die Schwebeposition (c) geschaltet ist, wird der Stellgliedseiten-Öldurchgang 22A durch
das Richtungssteuerventil 20 mit dem Niederdruckseitendurchgang 18 und
der Tankleitung 14 verbunden. Weiterhin wird der Stellgliedseiten-Öldurchgang 22B durch
ein Rückschlagventil 24B, das nachstehend beschrieben
wird, mit dem Niederdruckseitendurchgang 18 und der Tankleitung 14 verbunden,
und der andere Stellgliedseiten-Öldurchgang 23B wird
durch ein Rückschlagventil 26B, das ebenfalls
nachstehend beschrieben wird, mit dem Niederdruckseitendurchgang 18 und
der Tankleitung 14 verbunden.
-
Infolgedessen
wird jeder Hebezylinder 10 mit einer bestimmten Geschwindigkeit
eingefahren, die von einem Lastfaktor (Eigengewicht) des Behälters 3 abhängt,
wobei das Drucköl in der Ölkammer A in Richtung
des Tanks 12 durch die Hydraulikleitung 15A, den
Stellgliedseiten-Öldurchgang 22A und das erste
Richtungssteuerventil 20 abgelassen wird, während
Drucköl aus dem Tank 12 durch die Rückschlagventile 24B und 26B über
den Stellgliedseiten-Öldurchgang 22B und 23B und
die Hydraulikleitung 15B in die Ölkammer B geleitet
wird. Auf diese Weise wird das erste Richtungssteuerventil 20 der Steuerventileinheit 16 zu
diesem Zeitpunkt in die Schwebeposition (c) gebracht, was es dem
Behälter 3 erlaubt, durch die Schwerkraft herabzufallen.
-
Die
Folgenden sind Leitungen, wenn die Steuerventileinheit 16 in
eine Absenkposition gebracht wird. In diesem Fall wird das erste
Richtungssteuerventil 20 der Steuerventileinheit 16 in
die neutrale Position (a) zurückgebracht, während
das zweite Richtungssteuerventil 21 aus der neutralen Position
(a) in eine Absenkposition (d) geschaltet wird. Denn sobald das
zweite Richtungssteuerventil 21 in die Absenkposition (d)
geschaltet ist, wird Drucköl aus der Hydraulikpumpe 11 der Ölkammer
B jedes Hebezylinders 10 durch die Pumpenleitung 13,
den Hochdruckseitendurchgang 17, das zweite Richtungssteuerventil 21,
den Stellgliedseiten-Öldurchgang 23B und die Hydraulikleitung 15B zugeführt.
In der Zwischenzeit wird ein Öl in der Ölkammer A über die
Hydraulikleitung 15A, den Stellgliedseiten-Öldurchgang 23A,
das zweite Richtungssteuerventil 21, den Niederdruckseitendurchgang 18 und
die Tankleitung 14 in den Tank 12 abgelassen.
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Als
Ergebnis wird der Innenrohrabschnitt 10B jedes Hebezylinders 10 in
den Außenrohrabschnitt 10A zusammen mit der Kolbenstange 100 durch
Drucköl, das in der Ölkammer B vorhanden ist, zurückgezogen,
wobei der Behälter 3 nach unten in Richtung der
Transportierposition der 1 durch eine Hydraulikdruckkraft
des Hebezylinders 10 geschwenkt wird. Denn zu diesem Zeitpunkt
wird das zweite Richtungssteuerventil 21 der Steuerventileinheit 16 in
die Absenkposition (d) geschaltet, wobei die Hebezylinder 10 mit
einer Hydraulikdruckkraft eingefahren werden, um den Behälter 3 in
eine Aufsitzposition auf dem Fahrzeugaufbau 2 zu bringen.
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Mit 24A und 24B sind
Ausgleichs-Rückschlagventile bezeichnet, die auf der Seite
des ersten Richtungssteuerventils 20 der Steuerventileinheit 16 vorgesehen
sind. Diese Rückschlagventile 24A und 24B befinden
sich zwischen dem Stellgliedseiten-Öldurchgang 22A oder 22B und
dem Niederdruckseitendurchgang 18, wobei sie das erste
Richtungssteuerventil 20 umgehen. Weiterhin erlauben die
Rückschlagventile 24A und 24B, dass ein Öl
im Tank 12 in Richtung der Ölkammern A oder B
der Hebezylinder 10 von dem Niederdruckseitendurchgang 18 durch den
Stellgliedseiten-Öldurchgang 22A oder 22B und die
Hydraulikleitung 15A oder 15B fließt,
während ein Ölrückfluss blockiert wird.
Somit wird den Ölkammern A und B der Hebezylinder 10 Öl
zugeführt, um die Entwicklung eines Vakuumdrucks in diesen Ölkammern
zu verhindern.
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Mit 25A und 25B sind
Entlastungsventile angegeben, die in der Steuerventileinheit 16 vorgesehen
sind, um eine Überladung zu verhindern. Diese Entlastungsventile 25A und 25B befinden
sich zwischen dem Stellgliedseiten-Öldurchgang 22A oder 22B und
dem Niederdruckseitendurchgang 18 parallel zu den Rückschlagventilen 24A bzw. 24B,
die das erste Richtungssteuerventil 20 umgehen. Ein Entlastungsventil 25A wird
in dem Fall geöffnet, wenn eine Überladung beispielsweise
in der Einfahrrichtung der Hebezylinder 10 stattfindet,
um die Ölkammern A von einem Überladungsdruck
zu entlasten. Das andere Entlastungsventil 25B wird in
dem Fall geöffnet, wenn eine Überladung beispielsweise
in der Ausfahrrichtung der Hebezylinder 10 erfolgt, um
die Ölkammern B von einem Überladungsdruck zu
entlasten.
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Mit 26A und 26B sind
Ausgleichs-Rückschlagventile bezeichnet, die auf der Seite
des zweiten Richtungssteuerventils 21 der Steuerventileinheit 16 vorgesehen
sind. Diese Rückschlagventile 26A und 26B befinden
sich zwischen dem Stellgliedseiten-Öldurchgang 23A oder 23B und
dem Niederdruckseitendurchgang 18, wobei sie das zweite
Richtungssteuerventil 21 umgehen. Die Rückschlagventile 26A und 26B gestatten,
dass Öl im Tank 12 in Richtung der Ölkammer
A oder B der Hebezylinder 10 von dem Niederdruckseitendurchgang 18 durch den
Stellgliedseiten-Öldurchgang 23A oder 23B und die
Hydraulikleitung 15A oder 15B fließt,
während ein Ölrückfluss blockiert wird.
Somit wird den jeweiligen Ölkammern A und B der Hebezylinder 10 Öl
zugeführt.
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Mit 27 ist
ein Entlastungsventil angegeben, das sich zwischen dem Hochdruckseitendurchgang 17 und
dem Niederdruckseitendurchgang 18 der Steuerventileinheit 16 befindet.
Dieses Entlastungsventil 27 hat die Funktion der Änderung
eines Entlastungsdruckniveaus, das heißt, die Funktion
des Einstellens eines maximalen Ausgangsdrucks der Hydraulikpumpe 11.
Ein über einen voreingestellten maximalen Ausgangsdruck
der Hydraulikpumpe 11 hinausgehender Überdruck
wird auf die Seite des Tanks 12 als übermäßiger
Druck entlastet. Das Entlastungsventil 27 ist mit einem
eingestellten Druckänderungsabschnitt 27A versehen,
der mit einem Vorsteuerdruck Pb zugeführt wird, um ein
Entlastungsdruckniveau in eine Hochdruckeinstellung umzuschalten.
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Wenn
nämlich das erste und zweite Richtungssteuerventil 20 und 21 durch
Zufuhr eines Vorsteuerdrucks Pb in die jeweiligen Anhebepositionen (b)
geschaltet werden, wird das Entlastungsdruckniveau durch das Entlastungsventil 27 in
eine Hochdruckeinstellung geschaltet, um den Ausgangsdruck der Hydraulikpumpe 11 auf
ein hohes Ausgangsniveau zu setzen. Andererseits wird, wenn der
Vorsteuerdruck Pb nicht ausgeübt wird, das Entlastungsdruckniveau
in eine Niedrigdruckeinstellung geschaltet, um übermäßigen
Druck des Drucköls zu begrenzen. Somit wird die Hydraulikpumpe 11 auf
einem niedrigen Ausgangsdruck betätigt, wenn sich das erste
und zweite Richtungssteuerventil 20 und 21 in anderen
Positionen als der Anhebeposition (b) befinden, das heißt,
wenn diese Richtungssteuerventile 20 und 21 in
der neutralen Position (a), Schwebeposition (c) oder Absenkposition
(d) sind.
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In
der nachstehend unter Bezugnahme auf 4 beschriebenen
Art und Weise wird auf das erste und zweite Richtungssteuerventil 20 und 21 ein Vorsteuerdruck
ausgeübt.
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Mit 28 ist
ein Steuerhebelaufbau angegeben, d. h. eine manuelle Betätigungseinrichtung
der Steuerventileinheit 16. Beispielsweise besteht dieser Steuerhebelaufbau 28 aus
einem Elektrohebelaufbau und dergleichen und ist mit einem Steuerhebel 28A versehen,
um von einer Bedienperson in der Kabine 6 von Hand umgelegt
zu werden. Insbesondere kann der Steuerhebel 28A manuell
in eine der Schaltpositionen umgelegt werden, die den „Halte”-, „Anhebe”-, „Schwebe”-
und „Absenk”-Positionen der Steuerventileinheit 16 entsprechen.
-
In
diesem Fall ist der Steuerhebel 28A mit einer ersten Rückkehrposition 28A1,
die durch eine ausgezogene Linie angezeigt ist, und einer zweiten Rückkehrposition 28A2,
die mit einer strichpunktierten Linie in 4 angezeigt
ist, versehen und wird normal in der ersten Rückkehrposition 28A1 gehalten.
In diesem Fall entspricht die erste Rückkehrposition 28A1 der
Halteposition zum Stoppen und Halten des Behälters 3 in
einer willkürlichen Position. Wenn der Steuerhebel 28A in
Richtung eines Pfeils R aus der ersten Rückkehrposition 28A1 umgelegt
wird, die in einer ausgezogenen Linie in 4 angegeben
ist, wird ein Vorsteuerdruck Pb aus einem Anhebevorsteuerausgangsabschnitt 33B eines
Vorsteuerdruckgenerators 33 ausgegeben, der nachstehend
beschrieben wird. Wenn in diesem Zustand eine Bedienperson ihre
Hand vom Steuerhebel 28A nimmt, wird der Steuerhebel 28A durch
die Wirkung einer (nicht gezeigten) Rückholfeder automatisch
in die erste Rückkehrposition 28A1 zurückgeführt,
die in 4 in einer ausgezogenen Linie angegeben ist.
-
Weiterhin
bleibt, wenn der Steuerhebel 28A in der ersten Rückkehrposition 28A1,
die in 4 in einer ausgezogenen Linie angegeben ist, durch
eine Bedienperson gegen die Wirkung der vorstehend angegebenen Rückstellfeder
soweit wie die zweite Rückkehrposition 28A2, die
in 4 in einer strichpunktierten Linie angegeben ist,
umgelegt wird, der Steuerhebel 28A durch seine Eigenrückhaltewirkung in
jener Position. In diesem Fall wird ein Vorsteuerdruck Pc aus einem
Schwebevorsteuerausgangsabschnitt 33C, der nachstehend
beschrieben wird, ausgegeben.
-
Wenn
des Weiteren der Steuerhebel 28A in der zweiten Rückkehrposition 28A2 in
der Richtung des Pfeils L umgelegt wird, wird ein Vorsteuerdruck Pd
aus einem Absenkvorsteuerausgangsabschnitt 33D, der nachstehend
beschrieben wird, ausgegeben. Wenn die Bedienperson in diesem Zustand
ihre Hand vom Steuerhebel 28A nimmt, wird der Steuerhebel 28A durch
die Wirkung einer weiteren (nicht gezeigten) Rückholfeder
automatisch in die zweite Rückkehrposition 28A2 zurückgeführt.
-
Mit 29 ist
ein Hebelsensor angegeben, der auf dem Steuerhebelaufbau 28 vorgesehen
ist. Dieser Hebelsensor 29 spielt die Rolle, eine aktuelle
Position des Steuerhebels 28A zu erfassen, wenn er von
einer Bedienperson betätigt wird, wobei er ein entsprechendes
Erfassungssignal an eine Steuerung 32 ausgibt, die nachstehend
beschrieben wird. Der Hebelsensor 29 bildet eine Positionserfassungseinrichtung
gemäß der Erfindung, um zu erfassen, in welche
der vorstehend beschriebenen Positionen die Steuerventileinheit 16 mittels
des Steuerhebelaufbaus 28 geschaltet wird.
-
Mit 30 ist
ein Aufsitzsensor angegeben, welcher zur Überprüfung
vorgesehen ist, ob der Behälter 3 auf dem Fahrzeugaufbau 2 aufsitzt
oder nicht. Wie in 1 und 2 gezeigt
ist, besteht dieser Aufsitzsensor 30 aus einem Kontakttypsensor,
der sich auf der Seite des Fahrzeugaufbaus 2 befindet,
beispielsweise oben auf dem Tank 12, um mittels eines Projektionsobjekts 30A,
das auf der Seite des Behälters 3 bereitgestellt
ist, zu überprüfen, ob sich der Behälter
in einer Aufsitzposition befindet oder nicht. Der Aufsitzsensor 30 bildet
nämlich eine Plattformzustands-Erfassungseinrichtung zur Überprüfung
von Verhaltensweisen des Behälters 3 auf dem Fahrzeugaufbau 2 (zur Überprüfung,
in welcher Stellung sich der Behälter 3 auf dem
Fahrzeug befindet), wobei er ein Erfassungssignal an eine Steuerung 32 ausgibt,
die nachstehend beschrieben wird.
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Mit 31 ist
ein Fahrzeuggeschwindigkeitssensor als Fahrzeuggeschwindigkeits-Erfassungseinrichtung
angegeben, welche überprüft, ob der Muldenkipper 1 fährt
oder nicht. Beispielsweise befindet sich, wie in 1 und 2 gezeigt,
der Fahrzeuggeschwindigkeitssensor 31 auf der Seite eines
Hinterrads 8 zur Erfassung einer Fahrgeschwindigkeit des
Muldenkippers 1 (nachstehend als „eine Fahrzeuggeschwindigkeit
V” bezeichnet) aus der Umdrehungsgeschwindigkeit eines
Hinterrads 8.
-
Mit 32 ist
eine Steuerung angegeben, die von einem Mikrocomputer oder dergleichen,
der als Steuereinrichtung dient, gebildet wird. Die Eingabeseite der
Steuerung 32 ist mit dem Hebelsensor 29, Aufsitzsensor 30 und
Fahrzeuggeschwindigkeitssensor 31 verbunden, während
die Ausgangsseite der Steuerung 32 mit einem Vorsteuerdruckgenerator 33 verbunden
ist, der nachstehend beschrieben wird. Weiterhin ist die Steuerung 32 mit
einem Speicherabschnitt 32A einschließlich ROM
und RAM zum Speichern eines Steuerprogramms wie in 5 versehen,
zusammen mit einer Bezugsfahrzeuggeschwindigkeit V0, die zum Zeitpunkt
der Vornahme einer Beurteilung, ob der Muldenkipper 1 fährt
oder nicht, zu verwenden ist.
-
Somit
werden Springbewegungen des Behälters 3 von der
Steuerung 32 durch Ausführung des Steuerprogramms
der 5, das nachstehend erläutert wird, unterdrückt.
Denn die Steuerung 32 ist dazu ausgelegt, für
den Behälter 3 auf der Grundlage von Signalen
von dem Hebelsensor 29, Aufsitzsensor 30 und Fahrzeuggeschwindigkeitssensor 31 durch
Schalten der Steuerventileinheit 16 aus der Schwebeposition
(c) in die Absenkposition (d) bei Erfassung einer Springbewegung
des Behälters 3 auf dem Fahrzeugaufbau 2 in
eine Antispringsteuerung zu gehen, wenn das Fahrzeug (Muldenkipper 1)
mit der Steuerventileinheit 16 in der Schwebeposition (c) fährt.
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Mit 33 ist
ein Vorsteuerdruckgenerator angegeben, der mit der Ausgangsseite
der Steuerung 32 verbunden ist. Wie in 4 gezeigt,
ist dieser Pilotdruckgenerator 33 dazu ausgelegt, ein Steuersignal (ein
elektrisches Signal) von der Steuerung 32 an einen Vorsteuerdruck
Pb, Pc oder Pd umzuwandeln, und wird beispielsweise von einer elektrohydraulischen
Umwandlungsvorrichtung wie einem elektrohydraulischen proportionalen
Ventil gebildet. Der Vorsteuerdruckgenerator 33 besteht
aus einem Haltevorsteuerausgangsabschnitt 33A, einem Anhebevorsteuerausgangsabschnitt 33B,
einem Schwebevorsteuerausgangsabschnitt 33C und einem Absenkvorsteuerausgangsabschnitt 33D.
-
Mit 34 ist
eine Vorsteuerpumpe bezeichnet, die zusammen mit dem Tank 12 als
Vorsteuerdruckquelle dient. Zusammen mit der Hydraulikpumpe 11 der 3 wird
die Vorsteuerpumpe 34 vom Motor 9 angetrieben,
um dem Vorsteuerdruckgenerator 33 Drucköl, beispielsweise
in der Größenordnung von 0,5 bis 5,0 MPa (Megapascal),
zuzuführen. Mittels des Vorsteuerdruckgenerators 33 wird
das Drucköl aus der Vorsteuerpumpe 34 beispielsweise
als Vorsteuerdruck Pb, Pc oder Pd ausgegeben.
-
In
diesem Fall wird, wenn sich beispielsweise der Steuerhebel 28A des
Steuerhebelaufbaus 28 in der ersten Rückkehrposition 28A1 befindet,
die in 4 in ausgezogener Linie angegeben ist, von der Steuerung 32 ein
Steuersignal an den Haltevorsteuerausgangsabschnitt 33A des
Vorsteuerdruckgenerators 33 ausgegeben. Zu diesem Zeitpunkt
werden, um den Behälter 3 in der Halteposition
zu halten, das erste und zweite Richtungssteuerventil 20 und 21 beide
in den jeweiligen neutralen Positionen (a) zurückgehalten
und aus dem Vorsteuerdruckgenerator 33 wird kein Vorsteuerdruck
Pb, Pc oder Pd ausgegeben.
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Weiterhin
wird, wenn der Steuerhebel 28A in die Richtung des Pfeils
R aus der ersten Rückkehrposition 28A1 umgelegt
wird, die in 4 in ausgezogener Linie angegeben
ist, beispielsweise ein Steuersignal an den Anhebevorsteuerausgangsabschnitt 33B des
Vorsteuerdruckgenerators 33 von der Steuerung 32 ausgegeben.
Zu diesem Zeitpunkt werden das erste und zweite Richtungssteuerventil 20 und 21 der
Steuerventileinheit 16 beide aus der neutralen Position
(a) in die Anhebeposition (b) geschaltet und ein Vorsteuerdruck
Pb wird jeweils auf die Hydraulikvorsteuerabschnitte 20A und 21A des
ersten und zweiten Richtungssteuerventils 20 und 21 von
dem Anhebevorsteuerausgangsabschnitt 33B des Vorsteuerdruckgenerators
ausgeübt.
-
Weiterhin
bleibt, wenn der Steuerhebel 28A aus der ersten Rückkehrposition 28A1,
die in 4 in ausgezogener Linie gezeigt ist, in die zweite
Rückkehrposition 28A2 in strichpunktierter Linie
umgelegt wird, der Steuerhebel 28A durch eine Eigenrückhaltehandlung
in der geschalteten Position und es wird von der Steuerung 32 ein
Steuersignal an den Schwebevorsteuerausgangsabschnitt 33C des
Vorsteuerdruckgenerators 33 ausgegeben. Zu diesem Zeitpunkt
wird von dem Schwebevorsteuerausgangsabschnitt 33C des
Vorsteuerdruckgenerators 33 ein Vorsteuerdruck Pc auf den
Hydraulikvorsteuerabschnitt 20B des Richtungssteuerventils 20 ausgeübt,
so dass das erste Richtungssteuerventil 20 der Steuerventileinheit 16 aus
der neutralen Position (a) in die Schwebeposition (c) geschaltet
wird. In der Zwischenzeit wird das zweite Richtungssteuersignal 21 in
die neutrale Position (a) zurückgeführt, da beide Vorsteuerdrücke
Pb und Pd auf ein Niveau ähnlich dem Tankdruck fallen.
-
Weiterhin
wird, wenn der Steuerhebel 28A in Richtung des Pfeils L
aus der zweiten Rückkehrposition 28A2, die in 4 in
einer strich punktierten Linie gezeigt ist, umgelegt wird, von der
Steuerung 32 ein Steuersignal an den Absenkvorsteuerausgangsabschnitt 33D des
Vorsteuerdruckgenerators 33 ausgegeben. Zu diesem Zeitpunkt
wird ein Vorsteuerdruck Pd auf den Hydraulikvorsteuerabschnitt 21B des zweiten
Richtungssteuerventils 21 aus dem Absenkvorsteuerausgangsabschnitt 33D des
Vorsteuerdruckgenerators 33 ausgeübt, so dass
das zweite Richtungssteuerventil 21 der Steuerventileinheit 16 aus
der neutralen Position (a) in die Absenkposition (d) geschaltet
wird. In der Zwischenzeit wird das erste Richtungssteuerventil 20 in
die neutrale Position (a) zurückgeführt, da beide
Vorsteuerdrücke Pb und Pc auf ein Niveau ähnlich
dem Tankdruck fallen.
-
Der
Muldenkipper 1 gemäß der ersten Ausführungsform
der Erfindung, der wie vorstehend beschrieben angeordnet ist, wird
auf folgende Weise in Betrieb genommen.
-
Zunächst
werden an einer Zertrümmerungsstelle einer Mine beispielsweise
zerkleinerte Steine oder Felsstücke 4 in den Behälter 3 des
Muldenkippers 1 durch Verwendung eines großen
Hydrauliklöffelbaggers oder dergleichen (nicht gezeigt)
geladen. Dann wird der Muldenkipper 1, der mit einer großen Menge
zerkleinerter Steine oder Felsstücke 4 im Behälter 3 beladen
ist, zu einer Abladestelle in Exportverschiffungsanlagen gefahren.
-
Bei
der Ankunft an der Abladestelle legt eine Bedienperson in der Kabine 6 den
Steuerhebel 28A des Steuerhebelaufbaus 28 in Richtung
des Pfeils R in 4 um. Daraufhin wird beispielsweise
ein Steuersignal an den Anhebevorsteuerausgangsabschnitt 33B des
Vorsteuerdruckgenerators 33 von der Steuerung 32 ausgegeben.
Als Ergebnis wird von dem Anhebevorsteuerausgangsabschnitt 33B des
Vorsteuerdruckgenerators 33 ein Vorsteuerdruck Pb auf die
Hydrau likvorsteuerabschnitte 20A und 21A des ersten
und zweiten Richtungssteuerventils 20 und 21 ausgeübt.
-
Somit
werden das erste und zweite Richtungssteuerventil 20 und 21 der
Steuerventileinheit 16 beide aus einer neutralen Position
(a) jeweils in eine Anhebeposition (b) geschaltet. Daher wird den Ölkammern
A der Hebezylinder 10 durch die Pumpenleitung 13,
den Hochdruckseitendurchgang 17, das zweite Richtungssteuerventil 21,
den Stellgliedseiten-Öldurchgang 23A und die Hydraulikleitung 15A Drucköl
von der Hydraulikpumpe 11 zugeführt. Weiterhin
wird Öl in den Ölkammern B durch die Hydraulikleitung 15B,
den Stellgliedseiten-Öldurchgang 22B, das erste
Richtungssteuerventil 20, den Niederdruckseitendurchgang 18 und
die Tankleitung 14 in den Tank 12 abgelassen.
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Als
Ergebnis wird die Kolbenstange 100 jedes Hebezylinders 10 durch
das Drucköl in der Druckkammer A ausgefahren, um den Behälter 3 in eine
Abladeposition zu heben, wobei der Behälter 3 in
Rückwärtsrichtung hochgekippt wird, wie in 2 gezeigt.
Zu diesem Zeitpunkt, wenn der Behälter 3 auf dem
Muldenkipper 1 schwenkend um den Verbindungsstift 5 in
die gekippte Anhebeposition der 2 gedreht
wird, werden die zerkleinerten Felsstücke 4 im
Behälter 3 auf die Abladestelle fallengelassen.
-
Zu
diesem Zeitpunkt wird, sobald die Bedienperson ihre Hand vom Steuerhebel 28A nimmt,
der Steuerhebel 28A durch die Wirkung der vorgenannten
Rückholfeder automatisch in die erste Rückkehrposition 28A1 der 4 zurückgebracht.
In diesem Fall wird von der Steuerung 32 ein Steuersignal
an den Haltevorsteuerausgangsabschnitt 33A des Vorsteuerdruckgenerators 33 ausgegeben,
um alle Vorsteuerdrücke Pb, Pc und Pd des Vorsteuerdruckgenerators 33 auf
einem Niveau ähnlich dem Tankdruck zu halten.
-
Als
Ergebnis werden die Richtungssteuerventile 20 und 21 der
Steuerventileinheit 16 automatisch in die jeweiligen neutralen
Positionen (a) zurückgeführt, um die Zufuhr von
Drucköl zu den und von den Ölkammern A und B der
Hebezylinder 10 aufzuheben, wobei jede Kolbenstange 10C im
ausgefahrenen Zustand gehalten wird, um den Behälter 3 vorübergehend
in der in 2 gezeigten hochgekippten Position
zu stoppen.
-
Als
Nächstes führt die Bedienperson, nachdem sie die
zerkleinerten Steine 4 abgeladen hat, den Steuerhebel 28A aus
der ersten Rückkehrposition 28A1, die in 4 gezeigt
ist, manuell in die zweite Rückkehrposition 28A2 in
der strichpunktierten Linie zurück. Daraufhin wird von
der Steuerung 32 ein Steuersignal an den Schwebevorsteuerausgangsabschnitt 33C des
Vorsteuerdruckgenerators 33 ausgegeben und ein Vorsteuerdruck
Pc wird von dem Schwebevorsteuerausgangsab schnitt 33C des
Vorsteuerdruckgenerators 33 auf den Hydraulikvorsteuerabschnitt 20B des
ersten Richtungssteuerventils 20 ausgeübt, um
das Richtungssteuerventil 20 in die Schwebeposition (c)
zu schalten. Inzwischen wird das zweite Richtungssteuerventil 21 automatisch
in die neutrale Position (a) zurückgeführt.
-
Sobald
das erste Richtungssteuerventil 20 auf diese Weise in die
Schwebeposition (c) geschaltet ist, wird die Ölkammer A
jedes Hebezylinders 10 mit dem Niederdruckseitendurchgang 18 und
der Tankleitung 14 durch die Hydraulikleitung 15A,
den Stellgliedseiten-Öldurchgang 22A und das erste Richtungssteuerventil 20 in
Verbindung gebracht. Andererseits wird die Ölkammer B jedes
Hebezylinders 10 mit dem Niederdruckseitendurchgang 18 und der
Tankleitung 14 durch die Hydraulikleitung 15B, den
Stellgliedseiten-Öldurchgang 22B oder 23B und dem
Rückschlagventil 24B oder 26B in Verbindung gebracht.
-
Als
Ergebnis wird jeder Hebezylinder 10 mit einer Geschwindigkeit
eingefahren, die von einem Lastfaktor (Eigengewicht) abhängt,
der von der Seite des Behälters 3 angelegt wird,
wobei Öl in der Ölkammer A in Richtung des Tanks 12 abgelassen
wird, während der Ölkammer B durch das Rückschlagventil 24B oder 26B Öl
vom Tank 12 zugeführt wird. Somit lassen die Hebezylinder 10 den
Behälter 3 durch Eigengewicht herabfallen und
horizontal in der Transportierposition, wie in 1 gezeigt,
liegen, wobei er auf dem Fahrzeugaufbau 2 sitzt.
-
Falls
andererseits der Muldenkipper 1 in gekipptem Zustand auf
einer holperigen Straße oder auf einer Neigung einer Arbeitsstelle
ins Schwanken kommt, kann es sein, dass der Behälter 3 durch
sein Eigengewicht nicht herabfällt, selbst nachdem das erste
Richtungssteuerventil 20 der Steuerventileinheit 16 in
die Schwebeposition (c) geschaltet worden ist. Jedoch wird in einem
solchen Fall ein Steuersignal an den Absenkvorsteuerausgangsabschnitt 33D des
Vorsteuerdruckgenerators 33 der Steuerung 32 ausgegeben,
sobald der Steuerhebel 28A von einer Bedienperson in Richtung
des Pfeils L aus der zweiten Rückkehrposition 28A2,
die in 4 in einer strichpunktierten Linie gezeigt ist,
von Hand umgelegt wird.
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Somit
wird ein Vorsteuerdruck Pd vom Absenkvorsteuerausgangsabschnitt 33D des
Vorsteuerdruckgenerators 33 auf den Hydraulikvorsteuerabschnitt 21B des
zweiten Richtungssteuerventils 21 ausgeübt, um
das Richtungssteuerventil 21 in die Absenkposition (d)
zu schalten. Zu diesem Zeitpunkt wird das erste Richtungssteuerventil 20 automatisch in
die neutrale Position (a) zurückgeführt. Dementsprechend
wird der Ölkammer B jedes Hebezylinders 10 mittels
des Richtungssteuerventils 21, das in die Absenkposition
(d) geschaltet worden ist, Drucköl von der Hydraulikpumpe 11 durch
die Pumpenlei tung 13, den Hochdruckseitendurchgang 17,
den Stellgliedseiten-Öldurchgang 23B und die Hydraulikleitung 15B zugeführt.
Weiterhin wird Öl in der Ölkammer A durch die
Hydraulikleitung 15A, den Stellgliedseiten-Öldurchgang 23A,
den Niederdruckseitendurchgang 18 und die Tankleitung 14 in
den Tank 12 zurückführt.
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Somit
wird durch das in der Ölkammer B vorhandene Drucköl
der Innenrohrabschnitt 10B jedes Hebezylinders 10 zusammen
mit der Kolbenstange 10C in den Außenrohrabschnitt 10A zurückgezogen, wodurch
der Behälter 3 nach unten in Richtung der Transportierposition
in 1 durch Hydraulikdruckkräfte des jeweiligen
Hebezylinders 10 geschwenkt wird, wobei der Behälter 3 gewaltsam
auf dem Fahrzeugaufbau 2 aufsitzen gelassen wird.
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Wenn
jedoch das zweite Richtungssteuerventil 21 der Steuerventileinheit 16 auf
diese Weise in die Absenkposition (d) geschaltet wird, wird jeder
Hebezylinder 10 durch Hydraulikdruckkraft eingefahren, mit
Möglichkeiten zur Ausübung von Einwirkungen oder übermäßigen
Lasten auf den Behälter 3 und den Fahrzeugaufbau 2,
wenn ersterer auf letzterem aufsitzt.
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Wenn
weiterhin das zweite Richtungssteuerventil 21 beständig
in der Absenkposition (d) belassen wird, wird der Behälter 3 ununterbrochen
von der Hydraulikdruckkraft jedes Hebezylinders 10 gegen den
Fahrzeugaufbau 2 gedrückt. Das heißt,
die Hydraulikdruckkraft wird ständig als Zusatzlast auf
anstoßende Oberflächen des Behälters 3 und
des Fahrzeugaufbaus 2 ausgeübt. Dies verursacht
das Problem, dass die Lebensdauer jedes Hebezylinders 10 durch
den Überladungsdruck des Drucköls verkürzt werden
kann.
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Daher
muss die Bedienperson des Muldenkippers 1 den Steuerhebel 28A wieder
in die zweite Rückkehrposition 28A2 in 4 schalten.
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Daraufhin
wird das zweite Richtungssteuerventil 21 in die neutrale
Position (a) zurückgebracht, während das erste
Richtungssteuerventil 20 wieder in die Schwebeposition
(c) geschaltet wird. Als Ergebnis wird gestattet, dass der Behälter 3 durch
sein Eigengewicht auf dem Fahrzeugaufbau 2 aufsitzt (sich
niederlegt) und die Hebezylinder 10 werden unter dem Gewicht
des Behälters 3 in einem eingefahrenen Zustand
gehalten, selbst wenn der Muldenkipper 1 fährt.
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Nichtsdestoweniger
ist es gewöhnlich der Fall, dass der Muldenkipper 1 in
einem größeren Ausmaß geschüttelt
wird, wenn er auf einer holperigen Straße zu oder von einer
Steinzertrümmerungsstelle einer Mine fährt. Bei
einer solchen Gelegenheit wird der Muldenkipper 1, zusätzlich
zu den schüttelnden Auf- und Abbewegungen, die durch holperige Straßenoberflächen
verursacht werden, aufgrund von Torsionsverformungen des Fahrzeugaufbaus 2 in
seitliche Richtungen geschüttelt. Daher können
die Hebezylinder 10, die unter dem Gewicht des Behälters 3 in
eingefahrenem Zustand gehalten werden, unter dem Einfluss der vertikalen
nach oben und unten und zur Seite (nach rechts und links) führenden Schüttelbewegungen
des Fahrzeugs wiederholt in Ausfahr- und Einfahrbewegungen von kleiner
Hublänge geraten.
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Als
Ergebnis wird der Behälter 3, der in sitzender
Position auf dem Fahrzeugkörper 2 gehalten werden
sollte, auf und ab geschüttelt und gleichzeitig in seitliche
Schüttelbewegungen versetzt, die Positionsabweichungen
auf eine solche Weise verursachen, dass sie die Schüttelbewegungen
des Behälters 3 umso mehr verstärken,
was der Bedienperson in der Kabine 6 beträchtliche
Unbequemlichkeit verursacht. Die wiederholten auf und ab führenden Schüttelbewegungen
des Behälters 3 auf dem Fahrzeugaufbau 2 wirken
sich natürlich negativ auf benachbarte Bauteile aus, was
zu Verschlechterungen ins besondere der Widerstandsfähigkeit
führt und ihre Lebensdauer verkürzt.
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In
dieser Hinsicht werden in der ersten Ausführungsform der
Erfindung auf und ab führende Springbewegungen des Behälters 3 auf
dem Fahrzeugaufbau 2 von der Steuerung 32 gemäß der
Antispringsteuerung der 5 verhindert oder unterdrückt,
während der Muldenkipper 1 fährt.
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Beim
Starten der Antispringsteuerung der 5 wird nämlich
ein Erfassungssignal vom Aufsitzsensor 30 in Schritt 1 eingelesen.
Im nächsten Schritt 2 wird eine Beurteilung vorgenommen,
ob der Behälter 3 auf dem Fahrzeugaufbau 2 aufsitzt
oder nicht. Wenn die Beurteilung in Schritt 2 „JA” lautet, wird
beurteilt, dass der Behälter 3 auf dem Fahrzeugaufbau 2 ohne
Springbewegung aufsitzt und die Steuerung kehrt beispielsweise zu
Schritt 1 zurück.
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Wenn
andererseits die Beurteilung in Schritt 2 „NEIN” lautet,
ist es wahrscheinlich, dass der Behälter 3 nicht
auf dem Fahrzeugaufbau 2 aufsitzt und die Möglichkeit
besteht, dass eine Springbewegung auftritt. Somit geht die Steuerung
in diesem Fall zum nächsten Schritt 3, um eine
aktuelle Fahrzeuggeschwindigkeit V des Muldenkippers 1 mit
dem Fahrzeuggeschwindigkeitssensor 31 einzulesen. Im nächsten
Schritt 4 erfolgt eine Beurteilung, ob die Fahrzeuggeschwindigkeit
V einen Bezugswert V0 (zum Beispiel V0 = 0 km/h) überschreitet.
Wenn die Beurteilung in Schritt 4 „NEIN” lautet,
wird beurteilt, dass der Muldenkipper 1 im Ruhezustand
ist oder parkt und die Steuerung geht beispielsweise zurück, um Überprüfungsvorgänge
von Schritt 1 und folgenden zu wiederholen.
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Wenn
die Beurteilung in Schritt 4 „JA” lautet, wird
beurteilt, dass der Muldenkipper 1 angelassen worden ist
und fährt. In diesem Fall geht die Steuerung zu Schritt 5,
um ein Positionssignal des Steuerhebels 28A vom Hebelsensor 29 einzulesen.
Im nächsten Schritt 6 erfolgt eine Beurteilung,
ob das erste Richtungssteuerventil 20 in die Schwebeposition
(c) geschaltet worden ist oder nicht. Wenn die Beurteilung in Schritt 6 „NEIN” lautet,
wird beurteilt, dass das erste Richtungssteuerventil 20 in
einer anderen Position als der Schwebeposition (c) ist, das heißt,
in der neutralen Position (a) oder in der Anhebeposition (b), und
die Steuerung geht zurück, um Überprüfungsvorgänge
von Schritt 1 und folgenden zu wiederholen.
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Wenn
die Beurteilung in Schritt 6 andererseits „JA” lautet,
wird beurteilt, dass das erste Richtungssteuerventil 20 der
Steuerventileinheit 16 in der Schwebeposition (c) ist und
der Behälter 3 sich in einem Schwebezustand vom
Fahrzeugaufbau 2 befindet, während der Muldenkipper 1 fährt.
Daher wird das erste Richtungssteuerventil 20 im nächsten Schritt 7 aus
der Schwebeposition (c) in die neutrale Position (a) geschaltet
und das zweite Richtungssteuerventil 21 wird sofort aus
der neutralen Position (a) in die Absenkposition (d) geschaltet,
um in eine Antispringsteuerung für den Behälter 3 zu
gehen.
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Beim
Schalten des zweiten Richtungssteuerventils 21 aus der
neutralen Position (a) in die Absenkposition (d) wird nämlich
der Innenrohrabschnitt 10B jedes Hebezylinders 10 in
den Außenrohrabschnitt 10A zusammen mit der Kolbenstange 10C zurückgezogen,
um den Hebezylinder 10 durch der Ölkammer B zugeführtes
Drucköl einzufahren. Daher wird der Behälter 3 durch
Hydraulikdruckkräfte der Hebezylinder 10 nach
unten in Richtung der Transportierposition der 1 gefahren,
wobei der Behälter 3 gewaltsam auf dem Fahrzeugaufbau 2 aufgesetzt
wird.
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Somit
wird durch Hydraulikdruckkräfte der Hebezylinder 10 verhindert
oder unterdrückt, dass der Behälter 3 auf
dem Fahrzeugaufbau 2 auf und ab springt (schwebt), wenn
das Fahrzeug fährt. Falls das zweite Richtungssteuerventil 21 aus
der neutralen Position (a) in die Absenkposition (d) in Schritt 7 geschaltet
wird, um eine Antispringsteuerung für den Behälter 3 zu
starten, kehrt die Steuerung zu Schritt 8 zurück.
Die Vorgänge der Schritte 1 bis 8 werden
in vorgegebenen Zeitintervallen zyklisch wiederholt.
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Somit
liest gemäß der vorliegenden Ausführungsform
der Erfindung die Steuerung 32 Erfassungssignale vom Hebelsensor 29,
Aufsitzsensor 30 und Fahrzeuggeschwindigkeitssensor 31 ein,
während sie überprüft, ob das erste Richtungssteuerventil 20 der
Steuerventileinheit 16 in die Schwebeposition (c) geschaltet
worden ist oder nicht. Wenn beurteilt wird, dass die Möglichkeit
besteht, dass der Behälter 3 wahrscheinlich auf
dem Fahrzeugaufbau 2 auf und ab springt, wenn der Muldenkipper 1 fährt, wird
aus der Steuerung 32 ein Steuersignal ausgegeben, um das
erste Richtungssteuerventil 20 aus der Schwebeposition
(c) sofort in die neutrale Position zu schalten, während
das zweite Richtungssteuerventil 21 in die Absenkposition
(d) geschaltet wird.
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Dementsprechend
kann von der Hydraulikpumpe 11 durch die Pumpleitung 13,
den Hochdruckseitendurchgang 17, das zweite Richtungssteuerventil 21,
das nun in die Absenkposition (d) geschaltet ist, den Stellgliedseiten-Öldurchgang 23B und
die Hydraulikleitung 15B der Ölkammer B jedes
Hebezylinders 10 Drucköl zugeführt werden.
Andererseits wird Öl in der Ölkammer A durch die
Hydraulikleitung 15A, den Stellgliedseiten-Öldurchgang 23A,
das zweite Richtungssteuerventil 21, den Niederdruckseitendurchgang 18 und
die Tankleitung 14 in den Tank 12 zurückgeleitet.
Somit kann jeder der Hebezylinder 10 durch eine Hydraulikdruckkraft
in eingefahrenem Zustand gehalten werden, um den Behälter 3 in
einer Aufsitzposition auf dem Fahrzeugaufbau 2 zu halten.
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Wie
vorstehend beschrieben, wird gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel der Erfindung mittels der Hebezylinder 10 der
Behälter 3, der auf dem Fahrzeugaufbau 2 aufsitzen
sollte, während das Fahrzeug fährt, von auf und
ab führenden Springbewegungen sowie abweichenden Schüttelbewegungen
in seitliche Richtungen abgehalten, was das Problem löst,
dass Schüttelbewegungen des Behälters der Bedienperson
in der Kabine 6 beträchtliche Unbequemlichkeit
bereiten.
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Weiterhin
trägt die Unterdrückung von Vibrationen und Springbewegungen
des Behälters 3 auf dem Fahrzeugaufbau 2 dazu
bei, nahe gelegene Bauteile (zum Beispiel den Verbindungsstift 5,
anstoßende Bereiche des Fahrzeugaufbaus 2 und
des Behälters 3 und Gleitabschnitte der Hebezylinder 10, die
in 1 gezeigt sind), vor Vibrationen zu schützen,
was die Widerstandsfähigkeit und Lebensdauern dieser Bauteile
verlängert und die Zuverlässigkeit des Muldenkippers 1 (Transporterfahrzeug)
umso mehr verbessert.
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Weiterhin
wird die Steuerventileinheit 16 in der ersten Ausführungsform
von einer Kombination aus dem ersten und zweiten Richtungssteuerventil 20 und 21 gebildet.
Daher kann im Gegensatz zum Stand der Technik, in dem ein Vier-Positions-Richtungssteuerventil
von kompliziertem Aufbau verwendet wird, die Steuerventileinheit 16 durch
die Anwendung der Kombination aus 3-Positions-Richtungssteuerventilen 20 und 21,
die allgemein verwendet werden, aufgebaut sein.
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Im Übrigen
kann die Steuerventileinheit 16 leicht durch die Verwendung
des ersten und zweiten Richtungssteuerventils 20 und 21 der
Art, die allgemein verwendet wird, aufgebaut werden, nämlich einfach
durch paralleles Verbinden des ersten und zweiten Richtungssteuer ventils 20 und 21 zwischen der
Hydraulikpumpe 11, dem Tank 12 und jedem der Hebezylinder 10.
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Nun
wird auf 6 bis 9 Bezug
genommen, in denen eine zweite Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung gezeigt ist. Diese zweite Ausführungsform weist
ein Merkmal auf, dass eine Plattformzustands-Erfassungseinrichtung,
die Bewegungen und Stellungen eines Lastträgerbehälters
auf dem Fahrzeug beobachtet, von einem Winkelsensor gebildet wird,
der dazu ausgelegt ist, einen Kippwinkel der Ladeplattform relativ
zu einem Fahrzeugaufbau zu erfassen. In der folgenden Beschreibung
der zweiten Ausführungsform werden jene Bauteile, die mit
einem Gegenstück in der vorstehenden ersten Ausführungsform
identisch sind, einfach durch dasselbe Bezugszeichen oder denselben
Bezugsbuchstaben bezeichnet, um Wiederholungen ähnlicher
Erläuterungen zu vermeiden.
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In
den Zeichnungen ist mit 41 ein Winkelsensor angegeben,
der eine Plattformzustands-Erfassungseinrichtung bildet. Wie in 6 und 7 gezeigt,
ist der Winkelsensor 41 an der Rückseite eines Fahrzeugaufbaus 2 in
der Nähe eines Verbindungsstifts 5 angebracht.
Der Winkelsensor 41 ist dazu ausgelegt, ein Signal des
Kippwinkels des Behälters 3 relativ zum Fahrzeugkörper 2 auszugeben,
d. h. eines Kippwinkels θ, wie beispielhaft in 7 dargestellt,
und ein entsprechendes Erfassungssignal an eine Steuerung 42,
die nachstehend beschrieben wird, auszugeben.
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Mit 42 ist
eine Steuerung angegeben, die als Steuereinrichtung dient, welche
von einem Mikrocomputer gebildet wird. Die Steuerung 42 ist
von im Wesentlichen dem gleichen Aufbau wie die Steuerung 32 in
der vorhergehenden ersten Ausführungsform. Jedoch unterscheidet
sich die Steuerung 42 von dem Gegenstück in der
ersten Ausführungsform darin, dass der Winkelsensor 41 mit
seiner Eingangsseite zusätzlich mit einem Hebelsensor 29 und
einem Fahrzeuggeschwindigkeitssensor 31 verbunden ist, wie
in 8 gezeigt. In einem Speicherabschnitt 42A der
Steuerung 42 ist ein Steuerprogramm der 9 zusammen
mit einer Bezugsfahrzeuggeschwindigkeit V0 und einem Bezugsbehälterwinkel θa
gespeichert, der beim Beurteilen des Behälterwinkels θ des Behälters 3,
was nachstehend beschrieben wird, zu verwenden ist.
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Im
Fall der zweiten Ausführungsform werden Springbewegungen
des Behälters 3 von der Steuerung 42 gemäß der
Antispringsteuerung der 9 verhindert oder unterdrückt.
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Das
heißt, ein Antispring-Steuerungsvorgang wird gestartet,
indem in Schritt 11 ein Kippwinkel (Winkel θ)
des Behälters 3 von dem Winkelsensor 41 eingelesen
wird. Im nächsten Schritt 12 erfolgt eine Beurteilung,
ob der Winkel θ des Behälters 3 größer
als der vorgegebene Bezugswinkel θa ist oder nicht, das
heißt, ob der Behälter 3 auf dem Fahrzeugaufbau 2 aufsitzt
oder nicht. Falls die Beurteilung in Schritt 12 „NEIN” lautet,
wird beurteilt, dass der Behälter 3 auf dem Fahrzeugaufbau 2 Aufsitzt
und sich nicht in einer Springbewegung befindet, und die Steuerung
geht zu einer Wiederholung von Schritt 11 zurück.
-
Andererseits
wird, falls die Beurteilung in Schritt 12 „JA” lautet,
beurteilt, dass der Behälter 3 nicht auf dem Fahrzeugaufbau 2 aufsitzt
und die Möglichkeit besteht, dass eine Springbewegung auftritt,
und die Steuerung geht zum nächsten Schritt 13 weiter,
um eine Fahrzeuggeschwindigkeit V des Muldenkippers 1 vom
Fahrzeuggeschwindigkeitssensor 31 einzulesen. In den Schritten 14 bis 17 werden
die gleichen Steuervorgänge ausgeführt wie in
den Schritten 4 bis 7 der ersten Ausführungsform
in 5.
-
Somit
schaltet in der zweiten Ausführungsform, wie oben beschrieben,
die Steuerung 42 auf der Grundlage von Erfassungssignalen,
die von dem Hebelsensor 29, dem Fahrzeuggeschwindigkeitssensor 31 und
dem Winkelsensor 41 eingelesen werden, und einer Beurteilung,
ob das erste Richtungssteuerventil 20 in die Schwebeposition
(c) geschaltet ist oder nicht, das erste Richtungssteuerventil 20 aus der
Schwebeposition (c) in die neutrale Position (a) und schaltet zur
gleichen Zeit das zweite Richtungssteuerventil 21 nur dann
aus der neutralen Position (a) in die Absenkposition (d), wenn beurteilt
wird, dass der Behälter 3 über dem Fahrzeugaufbau 2 abgehoben
ist, während der Muldenkipper 1 fährt,
wodurch Springbewegungen des Behälters 3 im Wesentlichen
auf die gleiche Art und Weise wie bei der vorstehenden ersten Ausführungsform
verhindert oder unterdrückt werden.
-
Insbesondere
im Fall der zweiten Ausführungsform kann ein Schwebezustand
des Behälters 3 mit hoher Präzision erfasst
werden, indem bezüglich des Winkels θ des Behälters 3 zum
Fahrzeugaufbau 2 überprüft wird, ob er
größer als ein vorgegebener Bezugswinkel θ geworden
ist oder nicht. Im Übrigen kann in einem Fall, in dem der
Muldenkipper 1 bereits mit einem Winkelsensor zur Erfassung
eines Winkels des Behälters 3 ausgestattet ist,
jener Winkelsensor mit Vorteil für die Antispringsteuerung
genutzt werden.
-
Nun
wird auf 10 bis 12 Bezug
genommen, in denen eine dritte Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung gezeigt ist. Diese dritte Ausführungsform hat
ein Merkmal, dass sie dazu ausgelegt ist, eine Steuerung einer Ladeplattform
durchzuführen, wobei weiterhin ein Beladungsfaktor des Fahrzeugaufbaus
berücksichtigt wird. In der folgenden Beschreibung der
dritten Ausführungsform werden jene Bauteile, die mit einem
Gegenstück in der vorstehenden ersten Ausführungsform
identisch sind, einfach durch dasselbe Bezugszeichen oder denselben
Bezugsbuchstaben bezeichnet, um Wiederholungen ähnlicher
Erläuterungen zu vermeiden.
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In
den Zeichnungen ist mit 51 ein Winkelsensor angegeben,
der als Plattformzustands-Erfassungseinrichtung verwendet wird.
Dieser Winkelsensor 51 ist von im Wesentlichen dem gleichen
Aufbau wie der Winkelsensor 41 in der vorstehenden zweiten Ausführungsform
und an der Rückseite des Fahrzeugaufbaus 2 in
der Nähe eines Verbindungsstifts 5 angebracht.
Der Winkelsensor 51 ist dazu ausgelegt, einen Kippwinkel
des Behälters 3 relativ zum Fahrzeugkörper 2 zu
erfassen, d. h. einen Kippwinkel θ, wie beispielhaft in 7 dargestellt,
und ein entsprechendes Erfassungssignal an eine Steuerung 52,
die nachstehend beschrieben wird, auszugeben.
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Mit 52 sind
Drucksensoren angegeben (nur zwei Drucksensoren sind in 10 gezeigt),
die an einer Vorderradseitenaufhängung 7A bzw.
Hinterradseitenaufhängung 8A vorgesehen sind,
um als Gewichtserfassungseinrichtung zu dienen. Diese Drucksensoren 52 sind
dazu ausgelegt, Innendrücke Pi von hydraulischen Dämpfern
der Vorder- und Hinterradseitenaufhängungen 7A und 8A zu
erfassen und Erfassungssignale an die Steuerung auszugeben.
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In
diesem Fall variieren die Innendrücke Pi der jeweiligen
Aufhängungen 7A und 8A je nach der Beladung
W des Muldenkippers 1 (siehe zum Beispiel 12),
die beispielsweise durch Berechnung eines Mittelwerts des Innendrucks
Pi auf der Seite der Vorderräder 7 und des Innendrucks
Pi auf der Seite der Hinterräder bestimmt werden kann.
-
Mit 53 ist
eine Steuerung angegeben, zum Beispiel ein Mikrocomputer, der als
Steuereinrichtung eingesetzt wird. Diese Steuerung 53 ist
von im Wesentlichen dem gleichen Aufbau wie die Steuerung 32 in der
vorstehenden ersten Ausführungsform. Jedoch unterscheidet
sich die Steuerung 53 von dem Gegenstück der ersten
Ausführungsform darin, dass ein Winkelsensor 51 und
ein Drucksensor 52 mit ihrer Eingangsseite zusätzlich
zu einem Hebelsensor 29 und einem Fahrzeuggeschwindigkeitssensor 31,
wie in 8 gezeigt, verbunden sind.
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Weiterhin
ist in einem Speicherabschnitt 53A der Steuerung 53 ein
Steuerprogramm der 12 zusammen mit Bezugswerten,
wie etwa V0, der beim Überprüfen einer Fahrzeuggeschwindigkeit
zu verwenden ist, einem Bezugswert θa, der beim Überprüfen
eines Behälterkippwinkels θ des Behälters 3 zu verwenden
ist, und einem Bezugswert W1, der beim Prüfen einer Beladung
W des Behälters zu verwenden ist, gespeichert. Die Steuerung 53 hat
auch die Funktion des Berechnens einer aktuellen Beladung W des
Muldenkippers 1 aus Innendrücken Pi, die von jedem
Drucksensor 52 erfasst werden.
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In
diesem Fall der dritten Ausführungsform werden Springbewegungen
des Behälters 3 von der Steuerung 53 gemäß dem
Steuerprogramm der 12 verhindert oder unterdrückt.
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Das
heißt, ein Steuerungsvorgang wird gestartet, indem in Schritt 21 ein
Kippwinkel des Behälters 3 (ein Winkel θ)
aus dem Winkelsensor 51 eingelesen wird. Im nächsten
Schritt 22 erfolgt eine Beurteilung, ob der Winkel θ des
Behälters 3 größer als ein vorgegebener
Bezugswinkel θa ist oder nicht, das heißt, ob
der Behälter 3 auf dem Fahrzeugaufbau 2 aufsitzt
oder nicht. Falls die Beurteilung in Schritt 22 „NEIN” lautet,
wird beurteilt, dass der Behälter 3 auf dem Fahrzeugaufbau 2 Aufsitzt
und keine Springbewegung aufgetreten ist, und die Steuerung geht
zu einer Wiederholung von Schritt 21 zurück.
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Andererseits
geht, falls die Beurteilung in Schritt 22 „JA” lautet,
beurteilt, dass der Behälter 3 nicht auf dem Fahrzeugaufbau 2 aufsitzt
und die Möglichkeit besteht, dass eine Springbewegung auftritt,
die Steuerung zum nächsten Schritt 23 weiter, um
eine Fahrzeuggeschwindigkeit V des Muldenkippers 1 vom
Fahrzeuggeschwindigkeitssensor 31 einzulesen. In den nachfolgenden
Schritten 24 bis 26 werden dann Fahrzeugzustände
in der gleichen Art und Weise wie in den Schritten 4 bis 6 der
ersten Ausführungsform überprüft.
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Falls
die Beurteilung in Schritt 26 „JA” lautet, geht
die Steuerung zu Schritt 27, um Innendrücke Pi der
Drucksensoren 52 der Vorder- und Hinterräder 7 und 8 einzulesen,
wobei im nächsten Schritt 28, eine aktuelle Beladung
W des Muldenkippers 1 aus den eingelesenen Innendrücken
Pi berechnet wird.
-
Dann
erfolgt in Schritt 29 eine Beurteilung, ob die Beladung
W kleiner als ein vorgegebener Bezugswert W1 (zum Beispiel 100 Tonnen)
ist oder nicht, das heißt, ob die erfasste Beladung W kleiner als
der Bezugswert W1 ist oder nicht. Falls die Beurteilung in Schritt 29 „NEIN” lautet,
wird beurteilt, dass der Behälter 3 zum Beispiel
mit einer großen Menge zerkleinerter Steine 4 beladen
ist, die die Beladung W vergrößert, und keine
Möglichkeit besteht, dass der Behälter 3 durch
eine Springbewegung vom Fahrzeugaufbau 2 abhebt. Daher
kehrt in diesem Fall die Operation zu den Steuervorgängen
in Schritt 21 und folgenden zurück, wobei das
erste Richtungssteuerventil 20 der Steuerventileinheit 16 in
der Schwebeposition (c) belassen wird, selbst wenn das Fahrzeug fährt.
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Falls
andererseits die Beurteilung in Schritt 29 „JA” lautet,
wird beurteilt, dass sich das erste Richtungssteuerventil 20 in
der Schwebeposition (c) befindet und der Behälter 3 einer
leichten oder Null-Be ladung durch eine Springbewegung vom Fahrzeugaufbau 2 abhebt,
während der Muldenkipper 1 fährt.
-
Daher
wird im nächsten Schritt 30 das erste Richtungssteuerventil 20 der
Steuerventileinheit 16 aus der Schwebeposition (c) in die
neutrale Position (a) geschaltet, zusammen mit dem zweiten Richtungssteuerventil 21 wird
es gewaltsam aus der neutralen Position (a) in die Absenkposition
(d) geschaltet, um Springbewegungen des Behälters 3 zu
verhindern. Danach wird die Steuerung in Schritt 31 zurückgeführt,
um die Vorgänge der Schritte 21 bis 31 in
vorbestimmten Zeitintervallen zu wiederholen.
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Somit
geht gemäß der vorliegenden Erfindung auf der
Grundlage von Erfassungssignalen, die aus dem Hebelsensor 29,
dem Fahrzeuggeschwindigkeitssensor 31, dem Winkelsensor 51 und
dem Drucksensor 52 eingelesen werden, zusätzlich
zu einem Hebelpositionssignal, welches anzeigt, dass das erste Richtungssteuerventil 20 in
die Schwebeposition (c) geschaltet ist, die Steuerung 42 in
einen Antispringmodus, um Springbewegungen des Behälters 3 zu
verhindern, indem die Steuerventileinheit 16 nur dann aus
der Schwebeposition (c) in die Absenkposition (d) geschaltet wird,
wenn der Behälter 3 mit einer leichten oder Null-Beladung
durch eine Springbewegung vom Fahrzeugaufbau 2 abhebt,
währen der Muldenkipper 1 fährt, wodurch
im Wesentlichen die gleichen Betriebswirkungen wie in der vorstehenden
ersten Ausführungsform erzeugt werden.
-
Insbesondere
im Fall der dritten Ausführungsform wird, wenn festgestellt
wird, dass der Behälter 3 keine Transportlast
wie beispielsweise zerkleinerte Steine 4 befördert
und, wenn der Muldenkipper 1 fährt, die Steuerventileinheit 16 aus
der Schwebeposition (c) in die Absenkposition (d) schaltet, um Springbewegungen
des Behälters 3 auf dem Fahrzeugaufbau 2 zu
verhindern. Falls festgestellt wird, dass der Be hälter 3 eine
große Menge zerkleinerter Steine 4 befördert
und zu Springbewegungen des Behälters 3 auf dem
Fahrzeugaufbau 2 unter dem Gewicht der Tragelast nicht
imstande ist, wird das erste Richtungssteuerventil 20 der
Steuerventileinheit 16 in der Schwebeposition (c) belassen, selbst
wenn festgestellt wird, dass das Fahrzeug fährt, wobei
die Hebezylinder 10 frei von Hydraulikdrücken
gehalten werden, die ansonsten als Zusatzlast auf diese wirken würden.
-
Des
Weiteren wird, während die Schwankung von Innendrücken
von Vorder- und Hinterradseitenaufhängungen 7A und 8A durch
die Drucksensoren 52 überwacht wird, eine aktuelle
Beladung W des Muldenkippers 1 auf der Grundlage von Erfassungssignalen
berechnet. Das heißt, eine aktuelle Beladung W kann durch
Verwendung vorhandener Aufhängungen 7A und 8A,
an denen die Drucksensoren 52 leicht anbringbar sind, auf
einfache Weise erfasst werden.
-
In
der dritten Ausführungsform erfolgt eine Beurteilung, ob
der Behälter 3 auf dem Fahrzeugaufbau 2 aufsitzt
oder nicht, durch Erfassung eines Winkels θ des Behälters 3 durch
den Winkelsensor 51. Jedoch ist die vorliegende Erfindung
nicht auf dieses besondere Beispiel beschränkt. So kann
beispielsweise der Aufsitzsensor 30 in der vorstehenden
ersten Ausführungsform zum Überprüfen
der Position oder Stellung des Behälters 3 auf
dem Fahrzeugaufbau 2, ob der Behälter 3 auf
dem Fahrzeugaufbau 2 sitzt oder nicht, herangezogen werden.
-
Weiterhin
besteht in jeder der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen
mittels Beispiels die Steuerventileinheit
16 aus einem
Paar aus einem ersten und zweiten Richtungssteuerventil
20 und
21. Jedoch
ist die vorliegende Erfindung nicht auf dieses besondere Beispiel
beschränkt. Wenn es beispielsweise gewünscht wird,
kann die Steuerventileinheit von einem 4-Positions-Richtungssteuerventil
der Art, die in der
japanischen
Offenlegungsschrift Nr. 2001-105954 beschrieben ist, gebildet
werden.
-
Des
Weiteren ist die vorliegende Erfindung in den vorstehenden Ausführungsformen
in Bezug auf einen Muldenkipper 1 mit Vorder- und Hinterrädern 7 und 8 beschrieben,
dessen Behälter 3 auf einem Radtyp-Fahrzeugaufbau 2 gehalten
wird. Es muss nicht erwähnt werden, dass die vorliegende
Erfindung in ähnlicher Weise auf andere Transporterfahrzeuge
angewendet werden kann, beispielsweise auf ein Transporterfahrzeug
mit einem Behälter, der als Ladeplattform auf einem Fahrzeugaufbau
vom Raupenschleppertyp angebracht ist.
-
ZUSAMMENFASSUNG
-
TRANSPORTERFAHRZEUG
-
Erfassungssignale
von einem Hebelsensor (29), Aufsitzsensor (30)
und Fahrzeuggeschwindigkeitssensor (31) werden in eine
Steuerung (32) eingelesen. Ein Steuersignal wird von der
Steuerung (32) erzeugt, um ein Richtungssteuerventil (20)
einer Steuerventileinheit (16) sofort aus einer Schwebeposition
(c) in eine neutrale Position (a) zu schalten und ein anderes Richtungssteuerventil
(21) aus einer neutralen Position (a) in eine Absenkposition
(d) zu schalten, wenn ein Muldenkipper (1) fährt,
wobei das Richtungssteuerventil (20) der Steuerventileinheit (16)
in die Schwebeposition (c) geschaltet ist. Daraufhin wird ein Hebezylinder
(10) durch eine Hydraulikdruckkraft eingefahren, um einen
Behälter (3) in einer Aufsitzposition auf einem
Fahrzeugaufbau (2) zu halten, wodurch der Behälter
(3) vor Schüttelbewegungen, wie etwa ein Abheben,
bewahrt bleibt, während der Muldenkipper (1) fährt.
-
- 1
- Muldenkipper
(Transporterfahrzeug)
- 2
- Fahrzeugaufbau
- 3
- Behälter
(Ladeplattform)
- 4
- Zerkleinerte
Steine (Transportobjekt)
- 5
- Verbindungsstift
- 6
- Kabine
- 7
- Vorderrad
- 7A
- Vorderradseitenaufhängung
- 8
- Hinterrad
- 8A
- Hinterradseitenaufhängung
- 9
- Motor
- 10
- Hebezylinder
- 11
- Hydraulikpumpe
(Hydraulikdruckquelle)
- 12
- Hydrauliköltank
(Hydraulikdruckquelle)
- 16
- Steuerventileinheit
- 20
- Erstes
Richtungssteuerventil
- 21
- Zweites
Richtungssteuerventil
- 28
- Manueller
Steuerhebelaufbau
- 28A
- Manueller
Steuerhebel
- 29
- Hebelsensor
(Positionserfassungseinrichtung)
- 30
- Aufsitzsensor
(Plattformzustands-Erfassungseinrichtung)
- 31
- Fahrzeuggeschwindigkeitssensor (Fahrzeuggeschwindigkeits-Erfassungseinrichtung)
- 32,
42, 53
- Steuerung
(Steuereinrichtung)
- 41,
51
- Winkelsensor
(Plattformzustands-Erfassungseinrichtung)
- 52
- Drucksensor
(Gewichtserfassungseinrichtung)
- (a)
- Neutrale
Position
- (b)
- Anhebeposition
- (c)
- Schwebeposition
- (d)
- Absenkposition
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
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-
Zitierte Patentliteratur
-
- - JP 2001-105954 [0002, 0149]