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PRIORITÄT
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Diese
Patentanmeldung beansprucht die Priorität der vorläufigen
US-Patentanmeldung Nr. 60/873,177, eingereicht am 6. Dezember 2006
mit dem Titel „UTILIZING LOWER PURITY FEEDSTOCK IN SEMICONDUCTOR
RIBBON GROWTH”, unter Benennung von David Harvey, Emanuel
Michael Sachs, Richard Lee Wallace Jr. und Weidong Huang als Erfinder,
wobei die Offenbarung dieser Anmeldung hier in ihrer Gesamtheit
durch Bezugnahme eingegliedert wird.
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Diese
Patentanmeldung beansprucht auch die Priorität aus der
vorläufigen US-Patentanmeldung Nr. 60/922,355, eingereicht
am 6. April 2007 mit dem Titel „UTILIZING LOWER PURITY
FEEDSTOCK IN SEMICONDUCTOR RIBBON GROWTH”, unter Benennung
von David Harvey, Emanuel Michael Sachs, Richard Lee Wallace Jr.
und Weidong Huang als Erfinder, wobei die Offenbarung dieser Anmeldung
hier in ihrer Gesamtheit durch Bezugnahme eingegliedert wird.
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Diese
Patentanmeldung beansprucht auch die Priorität aus der
vorläufigen US-Patentanmeldung Nr. 11/741,372, eingereicht
am 27. April 2007 mit dem Titel „SYSTEM AND METHOD OF FORMING
A CRYSTAL”, unter Benennung von David Harvey, Emanuel Michael
Sachs, Richard Lee Wallace Jr., Leo van Glabeek und Weidong Huang als
Erfinder, wobei die Offenbarung dieser Anmeldung hier in ihrer Gesamtheit
durch Bezugnahme eingegliedert wird.
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GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
Erfindung betrifft allgemein das Kristallwachstum (Kristallzüchtung),
und insbesondere betrifft die Erfindung Systeme und Verfahren zur
Förderung des Kristallwachstumsvorgangs.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Siliziumwafer
bilden die Bausteine einer großen Vielfalt von Halbleitervorrichtungen,
wie z. B. Solarzellen, integrierte Schaltkreise und MEMS-Vorrichtungen.
Diese Vorrichtungen besitzen häufig unterschiedliche Trägerlebensdauern,
was einen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit der Vorrichtung
hat. Z. B. kann eine Silizium-basierte Solarzelle mit einer höheren
Trägerlebensdauer die Sonnenenergie mit einem höheren
Wirkungsgrad effektiver in elektrische Energie umwandeln als eine
Silizium-basierte Solarzelle mit einer geringeren Trägerlebensdauer.
Die Trägerlebensdauer einer Vorrichtung ist im Allgemeinen eine
Funktion der Konzentration der Verunreinigungen in den Silizium-Wafern,
aus welchen die Vorrichtung hergestellt wurde. Vorrichtungen mit
höherem Wirkungsgrad werden daher häufig aus Silizium-Wafern
mit geringeren Konzentrationen von Verunreinigungen hergestellt.
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Die
Konzentration der Verunreinigungen (Störstellendichte)
eines Silizium-Wafers hängt im Allgemeinen jedoch von der
Konzentration der Verunreinigungen im Silizium-Ausgangsmaterial
ab, aus welchem er hergestellt wurde. Unerwünschterweise ist
ein Silizium-Ausgangsmaterial mit einer geringeren Konzentration
an Verunreinigungen typischerweise teurer als ein Siliziumausgangsmaterial
mit einer höheren Konzentration an Verunreinigungen. Fachleute
sind daher nicht in der Lage, Vorrichtungen mit höherem
Wirkungsgrad herzustellen, ohne dabei die Herstellungskosten zu
erhöhen.
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DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
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In Übereinstimmung
mit einer Ausführungsform der Erfindung besitzt ein System
zur Herstellung eines aus einem Material mit Verunreinigungen gebildeten
Kristalls einen Tiegel zur Aufnahme des Materials. Der Tiegel besitzt
unter anderem einen Kristallbereich zur Ausbildung des Kristalls,
einen Einführbereich zur Aufnahme des Materials und einen
Entnahmebereich zur Entnahme eines Teils des Materials. Der Tiegel
ist so ausgestaltet, dass er einen allgemein unidirektionalen Materialstrom
(in flüssiger Form) aus dem Einführbereich zum
Entnahmebereich erzeugt. Diese allgemein unidirektionale Strömung
bewirkt, dass der Entnahmebereich eine höhere Konzentration
an Verunreinigungen besitzt als der Einführbereich.
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Einige
Ausführungsformen des Tiegels besitzen einen sich verengenden
Endabschnitt, der zumindest einen Teil des Entnahmebereichs enthält. Andere
Ausführungsformen des Tiegels besitzen eine längliche
Form mit einer Längsabmessung und einer Breitenabmessung.
Der Kristallbereich kann zwischen dem Einführbereich und
dem Entnahmebereich entlang der Längsabmessung positioniert
sein. Zusätzlich kann die Längsabmessung mindestens dreimal
größer als die Breitenabmessung sein. Darüber
hinaus ist der Tiegel beispielhaft so ausgestaltet, dass er den
Materialstrom allgemein in eine Richtung zum Entnahmebereich in
der Längsrichtung lenkt.
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Der
Entnahmebereich kann eine beliebige Anzahl unterschiedlicher Wege
zur Entnahme des Materials einsetzen. Z. B. kann der Entnahmebereich eine
Entnahmeöffnung aufweisen, welche vom Kristallbereich beabstandet
ist, um einen Teil des Materials zu entnehmen. Das System kann somit
eine Druckquelle aufweisen, um das Material durch die Entnahmeöffnung
zu drängen, oder sich einer Schwerkraft bedingten Speisung
bedienen. Um das entfernte Material aufzunehmen, kann das System auch
einen Behälter aufweisen, der mit der Entnahmeöffnung
gekoppelt ist. Alternativ oder zusätzlich kann das System
einen den Entnahmebereich durchquerenden Docht zur Entnahme des
Materials aufweisen.
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Der
Tiegel kann so ausgestaltet sein, dass er bewirkt, dass das Material
vom Einführungsbereich zum Entnahmebereich eine allgemein
zunehmende Menge an Verunreinigungen aufweist. Z. B. kann der allgemein
unidirektionale Strom bewirken, dass der Entnahmebereich eine höhere
Konzentration an Verunreinigungen besitzt als die durchschnittliche
Konzentration an Verunreinigungen im Kristallbereich.
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In
einigen Ausführungsformen ist der Tiegel im Wesentlichen
eben und enthält das Material durch Oberflächenspannung.
Darüber hinaus kann der Tiegel so ausgestaltet sein, dass
er im Wesentlichen keine Drehströmung (rotierende Strömung)
des Materials im Kristallbereich oder in dessen unmittelbarer Nähe
bewirkt. Es wird auch vorhergesehen, dass verschiedene Ausführungsformen
verwendet werden können, um eine Vielzahl von Kristallen
zu züchten. In diesem Fall umfasst der Kristallbereich
eine Vielzahl von Kristall-Unterbereichen zum Züchten einer Vielzahl
von Kristallen.
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In Übereinstimmung
mit einer weiteren Ausführungsform der Erfindung fügt
ein Verfahren zur Ausbildung eines Kristalls Material an einem Einführbereich
eines Tiegels hinzu. Auf ähnliche Weise wie beim oben besprochenen
Tiegel besitzt auch dieser Tiegel einen Kristallbereich und einen
Entnahmebereich. Das Verfahren bewirkt dann, dass das Material auf
eine im Wesentlichen unidirektionale Weise in der Richtung des Entnahmebereichs
fließt. Zumindest einige Verunreinigungen fließen
mit dem unidirektionalen Strom zum Entnahmebereich. Das Verfahren
entfernt auch einen Teil des Materials aus dem Entnahmebereich.
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In Übereinstimmung
mit einer weiteren Ausführungsform der Erfindung umfasst
ein Bandziehsystem zur Erzeugung eines aus Silizium mit Verunreinigungen
gebildeten Bandkristalls einen Tiegel zur Aufnahme von flüssigem
Silizium. Auf eine den oben besprochenen Ausführungsformen ähnliche
Art besitzt der Tiegel einen Kristallbereich zur Ausbildung des
Kristalls, einen Einführbereich zur Aufnahme des Siliziums
und einen Entnahmebereich zur Entfernung eines Teils des Siliziums
in flüssiger Form. Der Tiegel ist so ausgestaltet, dass
er einen allgemein unidirektionalen Strom des Siliziums (in flüssiger
Form) vom Einführbereich zum Entnahmebereich erzeugt. Dieser
allgemein unidirektionale Strom bewirkt, dass der Entnahmebereich
eine höhere Konzentration an Verunreinigungen besitzt als
der Einführbereich.
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In Übereinstimmung
mit einer weiteren Ausführungsform der Erfindung besitzt
ein System zur Herstellung eines aus einem Material mit Verunreinigungen
gebildeten Bandkristalls einen Tiegel zur Aufnahme des Materials.
Dieser Tiegel besitzt ebenfalls einen Kristallbereich zur Ausbildung
des Kristalls, einen Einführbereich zur Aufnahme des Materials
und einen Entnahmebereich zur Entnahme eines Teils des Materials.
Der Tiegel ist so ausgestaltet, dass er einen wesentlichen Großteil
des Materials veranlasst, allgemein direkt aus dem Einführbereich
zum Entnahmebereich zu fließen. Dieser Strom bewirkt, dass
der Entnahmebereich eine höhere Konzentration an Verunreinigungen
aufweist als der Einführbereich.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Der
Fachmann sollte die Vorteile der verschiedenen Ausführungsformen
der Erfindung aus der folgenden „Beschreibung der beispielhaften
Ausführungsformen” besser verstehen können,
welche mit Bezug auf die unmittelbar anschließend zusammengefassten
Zeichnungen diskutiert werden.
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1 zeigt
schematisch einen Ofen zur Züchtung von Silizium-Bandkristallen,
der beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung verwenden kann.
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2 zeigt
schematisch eine teilweise aufgeschnittene Ansicht des in 1 gezeigten
Kristallzüchtungssofens.
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3A zeigt
schematisch einen in Übereinstimmung mit beispielhaften
Ausführungsformen der Erfindung ausgestalteten Tiegel.
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3B zeigt
schematisch eine Ausführungsform des Tiegels, welcher flüssiges
Silizium enthält und in dem eine Vielzahl von Siliziumbandwafern
gezüchtet werden.
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4 zeigt
graphisch ein Beispiel für Konzentrationen der Verunreinigungen
in dem Schmelzmaterial des Tiegels.
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5 zeigt
schematisch eine Querschnittsansicht des Tiegels, der in 3B gezeigt
ist.
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6 zeigt
schematisch eine perspektivische Längsschnittansicht eines
Abschnitts des in 3A gezeigten Tiegels.
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7A zeigt
schematisch eine teilweise Schnittansicht einer Auslassöffnung
des Tiegels, sowie eine Vorrichtung zur Förderung des Schmelzenablasses
in Übereinstimmung mit einer Ausführungsform der
Erfindung.
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7B zeigt
schematisch eine teilweise Schnittansicht einer Auslassöffnung
des Tiegels, sowie eine Vorrichtung zur Förderung des Schmelzen-Ablasses
in Übereinstimmung mit einer zweiten Ausführungsform
der Erfindung.
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7C zeigt
schematisch eine teilweise Schnittansicht einer Auslassöffnung
des Tiegels, sowie eine Vorrichtung zur Förderung des Schmelzenablasses
in Übereinstimmung mit einer dritten Ausführungsform
der Erfindung.
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7D und 7E zeigen
schematisch eine Vorrichtung zur Förderung des Schmelzenablasses
in Übereinstimmung mit einer vierten Ausführungsform
der Erfindung.
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8 zeigt
ein Verfahren des Schmelzenablasses in Übereinstimmung
mit beispielhaften Ausführungsformen der Erfindung.
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9 zeigt
schematische eine Draufsicht eines Tiegels mit einem sich verengenden
Endabschnitt in Übereinstimmung mit alternativen Ausführungsformen
der Erfindung.
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10A, 10B und 10C zeigen schematisch Draufsichten von drei zusätzlichen
alternativen Ausführungsformen des Tiegels.
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BESCHREIBUNG DER BEISPIELHAFTEN
AUSFÜHRUNGSFORMEN
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In
beispielhaften Ausführungsformen besitzt ein Kristallwachstumssystem
(Kristallzuchtsystem) einen Tiegel, der ausgestaltet ist, um Kristalle
höherer Qualität aus einem Ausgangsmaterial niedrigerer Qualität
herzustellen. Dementsprechend sollte das System die Kristallherstellungskosten
verringern und somit die Kosten der aus diesen Kristallen hergestellten
Vorrichtungen verringern.
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Zu
diesem Zweck besitzt der Tiegel einen Entnahmebereich zum selektiven
Entnehmen von geschmolzenem Material mit höherer Konzentration an
Verunreinigungen, welches durch einen allgemein unidirektionalen
Strom dorthin gespült wurde. Genauer gesagt bewirkt dieser
Strom, dass viele der Verunreinigungen im Material (mit dem Materialstrom)
von einem stromaufwärts gelegenen Bereich des Tiegels zum
Entnahmebereich fließen. Tests unter Verwendung einer Siliziumschmelze
haben gezeigt, dass diese Strömung bewirkt, dass sich die Verunreinigungen
im Entnahmebereich ansammeln.
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Die
Entnahme des Materials aus dem Entnahmebereich besitzt den Nettoeffekt,
dass Verunreinigungen aus dem Tiegel entfernt werden und dementsprechend
das System in die Lage versetzt wird, Kristalle mit geringerer Verunreinigungskonzentration
herzustellen. Details der beispielhaften Ausführungsformen
werden im Folgenden besprochen.
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1 zeigt
schematisch einen Ofen 10 zur Züchtung von Siliziumbandkristallen,
der beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung einsetzen
kann. Der Ofen 10 besitzt unter anderem ein Gehäuse 12, das
einen abgedichteten Innenraum ausbildet, welcher im Wesentlichen
frei von Sauerstoff ist (um eine Entzündung zu verhindern).
Anstatt von Sauserstoff weist der Innenraum eine gewisse Konzentration
eines anderen Gases, wie z. B. Argon, oder einer Kombination von
Gasen auf. Das Gehäuseinnere enthält unter anderem
auch einen Tiegel 14 und weitere Komponenten (von denen
einige im Folgenden besprochen werden), um im Wesentlichen gleichzeitig vier
Siliziumbandkristalle 32 zu züchten. Die Bandkristalle 32 können
zu einer großen Vielfalt von Kristallarten gehören,
wie z. B. mehrkristallin, einkristallin, polykristallin, mikrokristallin
oder halbkristallin. Ein Speisungseinlass 18 im Gehäuse 12 stellt
ein Mittel zur Einleitung des Siliziumausgangsmaterials zum inneren
Tiegel 14 bereit, während ein optionales Fenster 16 die
Inspektion der Innenkomponenten erlaubt. Es sollte bemerkt werden,
dass die Diskussion von Siliziumbandkristallen 32 beispielhaft
ist und nicht dazu gedacht ist, sämtliche Ausführungsformen der
Erfindung einzuschränken. Z. B. können die Kristalle
aus einem von Silizium verschiedenen Material gebildet werden, oder
einer Kombination von Silizium und irgendeinem anderen Material.
Als weiteres Beispiel können beispielhafte Ausführungsformen
nicht bandförmige Kristalle bilden.
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2 zeigt
schematisch eine teilweise aufgeschnittene Ansicht des in 1 gezeigten
Kristallzüchtungsofens 10. Diese Ansicht zeigt
unter anderem den oben genannten Tiegel 14, welcher auf
einer inneren Plattform 20 im Gehäuse 12 gelagert
ist und eine im Wesentlichen flache obere Oberfläche besitzt.
Wie in 3A gezeigt ist, besitzt diese
Ausführungsform des Tiegels 14 eine längliche
Form mit einem Bereich zum Züchten der Siliziumbandkristalle 32 in
einer entlang seiner Länge nebeneinander liegenden Anordnung.
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In
beispielhaften Ausführungsformen ist der Tiegel 14 aus
Graphit gebildet und wird durch Widerstandserhitzung auf eine Temperatur
erhitzt, die in der Lage ist, das Silizium oberhalb seines Schmelzpunkts
zu halten. Um die Ergebnisse zu verbessern, besitzt der Tiegel 14 eine
Länge, die viel größer als seine Breite
ist. Z. B. kann die Länge des Tiegels 14 drei-
oder mehrmals größer als seine Breite sein. Natürlich
ist in gewissen Ausführungsformen der Tiegel 14 nicht
auf diese Weise länglich ausgebildet. Z. B. kann der Tiegel 14 eine
etwas quadratische Form oder eine nicht rechteckige Form aufweisen.
Der Einfachheit halber werden alle Ausführungsformen des Tiegels
mit der Bezugsziffer 14 bezeichnet.
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Der
Tiegel 14 kann als drei separate, jedoch angrenzende Bereiche
umfassend angesehen werden; nämlich erstens einen Einführbereich 22 zur Aufnahme
des Siliziumausgangsmaterials aus dem Speisungseinlass 18 des
Gehäuses, zweitens einen Kristallbereich 24 zum
Züchten von vier Bandkristallen 32, und drittens
einen Entnahmebereich 26 zum Entnehmen eines Teils des
geschmolzenen Siliziums, das vom Tiegel 14 gehalten wird
(d. h., um einen Ablassvorgang durchzuführen). In der gezeigten Ausführungsform
besitzt der Entnahmebereich 26 eine Öffnung 34 zur
Erleichterung der Siliziumentnahme. Wie detailliert im Folgenden
besprochen wird, besitzen andere Ausführungsformen jedoch eine
solche Öffnung 34 nicht.
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Der
Kristallbereich 24 kann als vier separate Kristall-Unterbereiche
bildend angesehen werden, die jeweils ein einzelnes Bandkristall 32 züchten.
Zu diesem Zweck besitzt jeder Kristall-Unterbereich ein Paar Drahtlöcher 28 zur
jeweiligen Aufnahme von zwei Hochtemperaturdrähten, die schließlich
den Randbereich eines wachsenden Siliziumbandkristalls 32 bilden.
Darüber hinaus kann jeder Unterbereich auch als von einem
Paar optionaler Flusssteuerungskanten(-leisten) definiert angesehen
werden. Dementsprechend besitzt jeder Unterbereich ein Paar von
Leisten 30, das seine Grenze bildet, und ein Paar von Drahtlöchern 28 zur
Aufnahme von Drähten. Wie in den Figuren gezeigt ist, teilen
sich die mittleren Kristall-Unterbereiche die Leisten 30 mit
benachbarten Kristall-Unterbereichen. Zusätzlich zur Unterteilung
der Kristall-Unterbereiche weisen die Leisten 30 auch einen
gewissen Grad an Strömungswiderstand gegenüber
der Strömung des geschmolzenen Siliziums auf, wodurch Mittel
zur Steuerung der Fluidströmung entlang des Tiegels 14 bereitgestellt
werden.
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Auf
eine den anderen Aspekten der Erfindung ähnliche Weise
ist die Diskussion von vier Kristall-Unterbereichen lediglich eine
Ausführungsform. Verschiedene Aspekte der Erfindung können
auf Tiegel 14 mit weniger als vier Kristall-Unterbereichen
(z. B. einem, zwei oder drei Unterbereichen) oder mehr als vier
Kristall-Unterbereichen angewendet werden. Dementsprechend dient
die Diskussion eines Kristall-Unterbereichs lediglich darstellerischen
Zwecken und ist nicht dazu gedacht, alle Ausführungsformen zu
beschränken. Auf ähnliche Weise betrifft die Diskussion
mehrerer Bandkristalle 32 eine Ausführungsform.
Einige Ausführungsformen gelten für Systeme, die
lediglich ein einziges Bandkristall 32 züchten.
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3B zeigt
schematisch eine Ausführungsform des Tiegels 14 mit
niedrigen Umfangswänden 31. Zusätzlich
zeigt diese Figur eine Ausführungsform des Tiegels 14,
welcher flüssiges Silizium enthält und vier Silizium-Bandkristalle 32 züchtet. Wie
gezeigt, züchtet der Kristall-Unterbereich, der dem Einführbereich 22 am
nächsten liegt und als erster Unterbereich bezeichnet wird,
das „Band 3” während ein zweiter Unterbereich
das „Band 2” züchtet. Ein dritter Unterbereich
züchtet das „Band 1”, und ein vierter
Unterbereich, der dem Entnahmebereich 26 am nächsten
liegt, züchtet das „Band 0”. Wie dem Fachmann
bekannt ist, kann ein durchgehendes Silizium-Bandkristallwachstum
durchgeführt werden, indem zwei Drähte aus Hochtemperaturmaterial
durch die Drahtlöcher 28 in den Tiegel 14 eingeführt
werden. Die Drähte stabilisieren die Kanten des wachsenden
Bandkristalls 32 und formen, wie oben erwähnt,
letztlich den Kantenbereich eines wachsenden Silizium-Bandkristalls 32.
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Wie
in 3B gezeigt ist, integriert sich das nach oben
gezogene geschmolzene Silizium mit dem Draht und existierenden eingefrorenen
Bandkristallen 32 gerade oberhalb der Oberflächen
des geschmolzenen Siliziums. Es ist an dieser Stelle (die als „Grenzfläche” bezeichnet
wird), an der der feste Bandkristall 32 typischerweise
einen Teil der Verunreinigungen aus seiner Kristallstruktur ausstößt.
Unter anderem können solche Verunreinigungen Eisen, Kohlenstoff,
Wolfram und Eisen umfassen. Die Verunreinigungen werden somit in
das geschmolzene Silizium ausgeschieden, wodurch dementsprechend die
Konzentration der Verunreinigungen im Kristallbereich 24 erhöht
wird. Während dieses Verfahrens wird jedes Bandkristall 32 bevorzugt
aus dem geschmolzenen Silizium mit einer sehr geringen Rate herausgezogen.
Z. B. kann jedes Bandkristall 32 aus dem geschmolzenen
Silizium mit einer Rate von ungefähr einem Zoll (2,54 cm)
pro Minute gezogen werden.
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In Übereinstimmung
mit beispielhaften Ausführungsformen der Erfindung ist
der Tiegel 14 so ausgestaltet, dass er das geschmolzene
Silizium veranlasst mit einer sehr geringen Rate aus dem Einführbereich 22 zum
Entnahmebereich 26 zu fließen. Wenn diese Strömungsrate
zu hoch wäre, könnten die wachsenden Kristalle
auf eine unerwünschte Weise wachsen und somit weniger nützlich
sein. Es ist diese geringe Strömung, die bewirkt, dass
ein Teil der Verunreinigungen im geschmolzenen Silizium, inklusive
jener, die von den wachsenden Kristallen ausgeschieden wurden, aus
dem Kristallbereich 24 zum Entnahmebereich 26 fließt.
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Mehrere
Faktoren tragen zu der Strömungsrate des geschmolzenen
Siliziums zum Entnahmebereich 26 bei. Jeder dieser Faktoren
betrifft das Hinzufügen oder Entnehmen von Silizium zu
und aus dem Tiegel 14. Insbesondere ist ein erster dieser
Faktoren einfach die Entfernung des Siliziums, die durch die physikalische
Nach-Oben-Bewegung der Drähte durch die Schmelze bewirkt
wird. Z. B. entfernt die Entnahme von vier Bandkristallen 32 mit
einer Rate von einem Zoll (2,54 cm) pro Minute, bei der jedes Bandkristall 32 eine
Breite von ungefähr drei Zoll (7,62 cm) und eine Dicke
im Bereich zwischen 190 Mikron und 300 Mikron aufweist, ungefähr
drei Gramm geschmolzenes Silizium pro Minute. Ein zweiter dieser
Faktoren, der die Strömungsrate beeinflusst, ist die selektive
Entnahme/Ablass des geschmolzenen Siliziums aus dem Entnahmebereich 26.
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Um
dementsprechend eine im Wesentlichen konstante Schmelzenhöhe
beizubehalten, fügt das System neues Siliziumausgangsmaterial
als Funktion der gewünschten Schmelzenhöhe im
Tiegel 14 hinzu. Zu diesem Zweck kann das System unter
anderem Änderungen im elektrischen Widerstand des Tiegels 14 erfassen,
welcher eine Funktion der Schmelze ist, die er enthält.
Dementsprechend kann das System nach Bedarf neues Siliziumausgangsmaterial
zum Tiegel 14 hinzufügen, basierend auf dem Widerstand
des Tiegels 14. Z. B. kann in einigen Ausführungen
die Schmelzenhöhe im Allgemeinen dadurch beibehalten werden,
dass ein allgemein kugelförmiger Siliziumklumpen mit einem
Durchmesser von ungefähr einigen Millimetern etwa jede
Sekunde hinzugefügt wird. Man siehe beispielsweise die
folgenden US-Patente (deren Offenbarungen hier in ihrer Gesamtheit
durch Bezugnahme eingegliedert werden), um zusätzliche
Informationen in Bezug auf das Hinzufügen von Siliziumausgangsmaterial
zum Tiegel 14 und die Aufrechterhaltung der Schmelzenhöhe
zu erhalten:
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Die
Strömungsrate des geschmolzenen Siliziums im Tiegel 14 ist
daher durch dieses allgemein kontinuierliche/intermittente Hinzufügen
und Entfernen von Silizium zu und aus dem Tiegel 14 bewirkt. Es
wird vorhergesehen, dass bei geeignet geringen Strömungsraten
die Geometrie und die Form der verschiedenen Ausführungsformen
des Tiegels 14 das geschmolzene Silizium veranlassen sollte,
mithilfe einer allgemein unidirektionalen Strömung zum
Entnahmebereich 26 zu fließen. Indem man diese
allgemein unidirektionale Strömung hat, fließt
ein wesentlicher Großteil des geschmolzenen Siliziums (im
Wesentlichen das gesamte geschmolzene Silizium) direkt zum Entnahmebereich 26.
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Während
es auf diese Weise fließt, wird ein Teil des geschmolzenen
Siliziums die sehr dünne Seite eines wachsenden Bandkristalls 32 berühren. Wie
oben erwähnt, kann in beispielhaften Ausführungsformen
diese dünne Seite des Bandkristalls 32 zwischen
ungefähr 190 und 300 Mikron betragen. In einigen Ausführungsformen
kann das Bandkristall 32 Abschnitte besitzen, die bis zu
ungefähr 60 Mikron dünn sind. Dementsprechend
sollte der Strömungswiderstand, der von der Seite des Bandkristalls 32 bewirkt
wird, im Wesentlichen zum Fluss des Siliziums zum Entnahmebereich 26 hin
im Wesentlichen vernachlässigbar sein. Dieser Widerstand
kann jedoch einige sehr geringe, vernachlässigbare und
lokalisierte Strömungen des geschmolzenen Siliziums in
einer Richtung bewirken, die nicht zum Entnahmebereich 26 gerichtet
ist.
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Es
wird dennoch vorhergesehen, dass das geschmolzene Silizium an diesen
Punkten glatt vorbeifließen sollte und keine wesentliche
Bewegung von Verunreinigungen in irgendeiner Richtung bewirken sollte
außer zum Entnahmebereich 26 hin. Tatsächlich
können die wachsenden Bandkristalle 32 aufgrund
ihres dünnen Profils als wie Finnen funktionierend angesehen
werden, um einen im Wesentlichen unidirektional Fluidstrom zum Entnahmebereich 26 hin
sicherzustellen/zu fördern.
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Wie
oben erwähnt, kann der Tiegel 14 andere Mittel
zur Erzeugung eines Widerstands gegen die Strömung des
geschmolzenen Siliziums umfassen; in der gezeigten Ausführungsform
nämlich die Vielzahl der Leisten 30, die die verschiedenen
Unterbereiche des Kristallbereichs 24 trennen. Wie bei
den Seiten der wachsenden Bandkristalle 32 erwartet man,
dass auch diese Leisten 30 eine vernachlässigbare,
lokalisierte Strömung des geschmolzenen Siliziums in einer
Richtung bewirken, die nicht zum Entnahmebereich 26 gerichtet
ist. In anderen Worten können diese Leisten 30 auf
eine den Seiten der wachsenden Wandkristalle 32 ähnliche
Weise im Wesentlichen vernachlässigbare, lokalisierte Strömungen
erzeugen, die allgemein senkrecht zur Richtung der Fluidströmung
insgesamt sind. Trotzdem fließt aufgrund der niedrigen
Strömungsrate die große Vielzahl des Siliziums
immer noch auf eine im Wesentlichen unidirektionale Weise – in
dieser Ausführungsform zum Entnahmebereich 26 hin
und allgemein parallel zur Längsachse des Tiegels 14.
Dieses Phänomen kann durch die sich erhöhende
Konzentration der Verunreinigungen am Entnahmebereich 26 belegt
werden, insbesondere im Vergleich zur Konzentration der Verunreinigungen
im Kristallbereich 24 und dem Einführungsbereich 22.
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In
anderen Worten besitzt die Strömung des geschmolzenen Siliziums über
die obere Fläche gewisser Ausführungsformen des
Tiegels 14 eine im Wesentlichen unidirektionale Fluidströmung
zum Entnahmebereich 26 hin, trotz gewisser vernachlässigbarer,
lokalisierter Fluidturbulenz. Dies ist im Kontrast zu Systemen des
Stands der Technik, die einen Großteil des geschmolzenen
Siliziums veranlassen, in einer im Wesentlichen kreisförmigen
oder anderen rotationalen Bewegung im Kristallbereich 24 oder
in dessen unmittelbarer Nähe zu zirkulieren. Anders als diese
Systeme des Stands der Technik sollten die vernachlässigbaren,
lokalisierten Siliziumströme in den oben beschriebenen
beispielhaften Ausführungsformen keinen wesentlichen Einfluss
auf das Verhalten haben und somit die Natur der allgemein unidirektionalen
Fluidströmung zum Entnahmebereich 26 nicht ändern.
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Als
Ergebnis dieser im Wesentlichen undirektionalen Strömung
nimmt die Konzentration der Verunreinigungen im geschmolzenen Silizium
zwischen dem Einführbereich 22 und dem Entnahmebereich 26 im
Allgemeinen zu. Diese Zunahme kann in einigen Bereichen höher
sein als in anderen. 4 zeigt graphisch ein Beispiel
dieses Verhältnisses. Insbesondere im Einführbereich 22 ist
die Konzentration der Verunreinigungen im Wesentlichen konstant. Die
Konzentration der Verunreinigungen nimmt im Kristallbereich 24 aufgrund
der oben erwähnten Ausscheidung der Verunreinigungen an
der Kristallwachstumsgrenzfläche zu. Diese Ausscheidung
ist im Stand der Technik auch als „Segregation” bekannt.
Die Konzentration erreicht im Allgemeinen im Entnahmebereich 26 ein
Plateau auf einer höheren, im Wesentlichen konstanten Konzentration.
Es wird angenommen, dass diese höhere Konzentration im Entnahmebereich 26 größer
als der Durchschnitt der Konzentration im Kristallbereich 24 ist.
Zusätzlich nimmt man an, dass auch diese höhere
Konzentration größer als die Konzentration in
irgendeinem Teil des Einführbereichs 22 ist.
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Wie
gezeigt, ändert sich die Konzentration der Verunreinigungen
lediglich im Kristallbereich 24. Dementsprechend besitzt
das im Allgemeinen stromabwärts liegende Ende des Kristallbereichs 24 (aus der
Perspektive des Fluidstroms) eine Konzentration an Verunreinigungen,
die im Wesentlichen dieselbe ist, wie jene des Entnahmebereichs 26.
Auf ähnliche Weise besitzt das allgemein stromaufwärts liegende Ende
des Kristallbereichs 24 eine Konzentration an Verunreinigungen,
die im Wesentlichen dieselbe ist, wie jene des Einführbereichs 22.
Diese Darstellung ist jedoch lediglich eine verallgemeinerte idealisierte Darstellung
einer Ausführungsform. In der Praxis können die
tatsächlichen Konzentrationen der Verunreinigungen zu einem
gewissen Ausmaß in allen Bereichen variieren.
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Die
variierende Konzentration der Verunreinigungen des Kristallbereichs 24 beeinflusst
die Konzentration der Verunreinigungen jedes der vier wachsenden
Bandkristalle 32. Es wird angenommen, dass insbesondere
die Bandkristalle 32, die dem Einführbereich 22 am
nächsten liegen, weniger Verunreinigungen besitzen als
jene näher am Entnahmebereich 26. Tatsächlich
kann die Konzentration der Verunreinigungen eines einzigen Bandkristalls 32 aufgrund
dieser Verteilung variieren. Einige Ausführungsformen können
tatsächlich ein Bandkristall 32 durch die Entnahmeregion 26 wachsen
lassen, um viele der Verunreinigungen zu entfernen. Solche Ausführungsformen
können die Entnahmeöffnung 34 verwenden,
müssen es aber nicht.
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Der
Tiegel 14 kann das geschmolzene Silizium auf einer Vielzahl
unterschiedlicher Weisen enthalten. In den beispielhaften Ausführungsformen
ist die obere Oberfläche des Tiegels 14 im Wesentlichen eben
ohne Seitenwände 31 (z. B. 3A). Dementsprechend
bewirkt im Wesentlichen die Oberflächenspannung des geschmolzenen
Siliziums, dass der Tiegel 14 das Silizium enthält. 5 veranschaulicht dies
durch Darstellen einer Querschnittsansicht des Tiegels 14 entlang
der Breite des Tiegels 14. Diese Zeichnung zeigt auch die
Seite eines wachsenden Bandkristalls 32. Es sollte bemerkt
werden, dass auch ähnliche Weise, wie bei den anderen Figuren, 5 schematisch
ist und somit deren Abmessungen nicht maßstabsgetreu sind.
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Weitere
Ausführungsformen des Tiegels 14 können
jedoch Umfangswände 31 verschiedener Höhen
aufweisen (siehe z. B. 3B). Dementsprechend dient die
Diskussion eines im Wesentlichen ebenen oder flachen Tiegels 14 oder
eines mit Wänden 31, lediglich veranschaulichenden
Zwecken und ist somit nicht dazu gedacht eine Anzahl weiterer Ausführungsformen
der Erfindung zu beschränken.
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Um
verschiedene Details der beispielhaften Ausführungsformen
zu veranschaulichen, zeigt 6 schematisch
eine Querschnittsansicht eines Teils der Länge des Tiegels 14 der 3A vom
Entnahmebereich 26 zu einem Punkt gerade hinter einem ersten
Drahtloch 28. In dieser Ausführungsform besitzt
der Tiegel 14 eine Entnahmeöffnung 34 mit
einer relativ großen inneren Abmessung in der Ebene der
oberen Oberfläche des Tiegels 14. Diese innere Abmessung
konvergiert jedoch auf allgemein kegelstumpfförmige Weise
zu einem Durchtritt mit einer sehr kleinen inneren Abmessung. Diese
Form wirkt effektiv als Trichter zur Entnahme des geschmolzenen,
abzulassenden Siliziums.
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Die
Unterseite der Entnahmeöffnung 34 besitzt beispielsweise
ein kapillares Retentionsmerkmal (Rückhaltemerkmal) 36,
das bewirkt, dass die Oberflächenspannung des geschmolzenen
Siliziums sich mit der Schwerkraft die Waage hält. Wie
detaillierter im Folgenden besprochen wird, kann das geschmolzene
Silizium unter Verwendung eines Vakuums, eines Differenzdrucks oder
gewisser anderer Mittel aus der Entnahmeöffnung 34 gedrängt
werden. In einigen Ausführungsformen kann das geschmolzene
Silizium jedoch abhängig von der Größe
der Öffnung, der Strömung und anderen Merkmalen
ohne Hilfe aus der Öffnung 34 austreten. Alternativ
kann die innere Abmessung der Entnahmeöffnung 34 groß genug sein,
um die Schwerkraft in die Lage zu versetzen, das geschmolzene Silizium
ebenfalls ohne Hilfe (z. B. ohne Vakuum) zu entfernen. Z. B. kann
in einem Schwerkraft betätigten Entnahmesystem das geschmolzene
Silizium ein Tröpfchen bilden, das sich von der Entnahmeöffnung 34 trennt,
nachdem es eine kritische Größe/Masse erreicht.
Die Größe dieses Tröpfchens kann basierend
auf der Art des in der Schmelze verwendeten Materials und der Größe
der Entnahmeöffnung 34 gesteuert werden.
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6 zeigt
eine Anzahl weiterer Merkmale des Tiegels 14 in größerem
Detail, wie z. B. die Leiste 30, die geringfügig über
die Oberfläche des Tiegels 14 hinausragt, sowie
das genannte Drahtloch 28. Auf ähnliche Weise
wie bei der Entnahmeöffnung 34 besitzt das Drahtloch 28 eine
innere Abmessung und stellt auch ähnliche kapillare Rückhaltemerkmale 36 bereit,
wodurch es als effektive Abdichtung wirkt. Zusätzlich besitzt
der in 6 gezeigte Tiegel 14 auch eine Stiftbohrung 38,
die bei der Regelung der Temperatur des Tiegels 14 hilft.
Zu diesem Zweck kann der Stiftbohrung 38 abhängig
von der gewünschten Temperatur eine Isolierung hinzugefügt
und/oder aus ihr entfernt werden.
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Beispielhafte
Ausführungsformen können eine Anzahl unterschiedlicher
Techniken zur Entfernung des geschmolzenen Siliziums aus dem Entnahmebereich 26 verwenden.
Eine solche Technik, die oben beschrieben wurde, umfasst das Züchten
eines Opferbandkristalls 32 durch den Entnahmebereich 26. 7A bis 7E zeigen
schematisch verschiedene weitere Techniken, die verwendet werden
können, um geschmolzenes Silizium hoher Verunreinigung
aus dem Entnahmebereich 26 zu entfernen. Jede dieser Techniken
kann alleine oder in Kombination mit anderen Techniken eingesetzt
werden. Es sollte bemerkt werden, dass die Diskussion dieser Techniken
nicht dazu gedacht ist, zu implizieren, dass keine weiteren Techniken
verwendet werden können, um das geschmolzene Silizium zu
entfernen. Tatsächlich können verschiedene Ausführungsformen
der Erfindung andere Techniken zur Entnahme des Siliziums aus dem
Entnahmebereich 26 einsetzen.
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7A zeigt
schematisch eine Vorrichtung, die einer geringen Überdruck
auf die Oberseite der Entnahmeöffnung 34 bereitstellt,
um geschmolzenes Silizium aus dem Entnahmebereich 26 zu
entfernen. Zu diesem Zweck besitzt die Vorrichtung einen Kragen 40 mit
einem offenen Ende, das über die Oberseite der Entnahmeöffnung 34 positioniert
ist und ein abgedichtetes gegenüberliegendes Ende. Das
abgedichtete Ende besitzt ein Rohr 42 zur Aufnahme von Druckgas,
wie z. B. Argongas, um dem Überdruck zur Entnahmeöffnung 34 zuzuführen.
Diese Vorrichtung kann beweglich oder stationär sein.
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Das
System besitzt auch einen entfernbaren Behälter 44,
der um die Unterseite der Entnahmeöffnung 34 herum
angeschlossen ist, um entferntes/abgelassenes geschmolzenes Silizium
aufzunehmen. Dieser Behälter 44 kann im Gehäuse 12,
außerhalb des Gehäuses 12 oder teilweise
innerhalb des Gehäuses 12 positioniert werden.
In beispielhaften Ausführungsformen ist der Behälter 44 wassergekühlt und
befindet sich außerhalb des Gehäuses 12.
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Dementsprechend
erzeugt die Anwendung eines Überdrucks zum oberen Abschnitt
der Entnahmeöffnung 24 hin ein Druckdifferential,
das geschmolzene Siliziumtröpfchen von der Entnahmeöffnung 34 zum
Behälter 44 drängt. Die Größe
jedes Tröpfchens wird durch die inneren Abmessungen der Entnahmeöffnung
geregelt und die Dichte und Oberflächenspannung des geschmolzenen
Siliziums. Z. B. kann eine Entnahmeöffnung 34 mit
einer im Wesentlichen runden inneren Abmessung von 4 mm ein Tröpfchen
mit einer Masse von ungefähr 0,9 g erzeugen.
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Anstatt
des Überdrucks oder zusätzlich zu ihm, verwenden
einige Ausführungsformen ein geringes Vakuum (z. B. ungefähr
800 Pa unterhalb des Atmosphärendrucks) von der Unterseite
der Entnahmeöffnung 34 aus (d. h. einen Unterdruck).
Zu diesem Zweck zeigt 7B schematisch einen Behälter 44,
der ein Vakuum am Auslassabschnitt der Entnahmeöffnung 34 anwendet.
Der Behälter 44 dieser Ausführungsform
kann jenem oben in Bezug auf 7A besprochenen ähnlich
sein, jedoch mit einem zusätzlichen Vakuumanschluss (nicht
gezeigt). In einigen Ausführungsformen, inklusive weiterer
hier diskutierter, kann ein Laser oder ein Fotosensor außerhalb des
Ofens 10 positioniert werden, um zu bestimmen, wann sich
der Tropfen gelöst hat. Dies ermöglicht eine Steuerung
des Unterdruckniveaus und der graduellen Entnahme der Tröpfchen.
Z. B. kann ein Tropfen der Schmelze durch ein Steigern der Unterdrucks
auf ungefähr 6 Zoll Wassersäule in ungefähr 800
ms extrahiert werden, bis hinunter zu ungefähr 0 in 200
ms. Tests haben bewiesen, dass 12 einzelne kontrollierte Tropfen
unter Verwendung eines automatischen Zeitprogramms extrahiert werden
können.
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7C zeigt
schematisch eine weitere Ausführungsform, die keine kapillare
Retention benötigt. Stattdessen friert (d. h. verfestigt)
diese Ausführungsform selektiv Tropfen aus geschmolzenem
Silizium und taut sie wieder auf, um den Fluidfluss durch die Entnahmeöffnung 34 zu
messen. Zu diesem Zweck besitzt diese Ausführungsform einen Schlauch 46,
um einen Gasstrom zuzuführen, der die Entnahmeöffnung 34 kühlt.
Z. B. kann der Gasstrom selektiv Argongas zur Entnahmeöffnung 34 führen. Diese
Ausführungsform kann ebenfalls einen Behälter 44 zur
Aufnahme des verworfenen Siliziums aufweisen. Dieser Behälter 44 kann
den oben in Bezug auf 7A und 7B besprochenen ähnlich
sein.
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7D und 7E zeigen
schematisch noch eine weitere Technik zur Entfernung von Verunreinigungen
aus dem Entnahmebereich 26. Anders als die oben besprochenen
Methoden erfordert diese Technik keine Entnahmeöffnung 34.
Stattdessen verwendet diese Ausführungsform einen Docht 48 zur Entfernung
von Verunreinigungen im Silizium. Zu diesem Zweck besitzt diese
Ausführungsform eine Dochtanordnung 49, die einen
Docht 48 durch das geschmolzene Silizium im Tiegel 14 führt. 7D zeigt
schematisch eine aufgeschnittene Ansicht des Ofens 10 mit
der Dochtanordnung 49, während 7E schematisch
die Dochtanordnung 49 im Gehäuse 12 aus
der Nähe zeigt.
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In
dieser Ausführungsform kann der Docht 48 aus einem
Material gebildet werden, das ähnlich jenem des Drahts
ist, der verwendet wurde, um die Bandkristalle 32 zu bilden.
Insbesondere kann der Docht 48 auf einer Spule 51 aufgewickelt
sein, von welcher er entfernt und zum Tiegel 14 geführt
wird. Ein Motor 50, wie z. B. ein elektrischer Gleichstrom-Schrittmotor,
zieht den Docht 48 von der Spule 51 auf einen
schwenkbaren Arm 52, der den Docht 48 zum Tiegel 14 umlenkt.
Ein zweiter Motor 45 oder eine ähnliche Drehvorrichtung
steuert die Schwenkbewegung des Arms 52. Der Docht 48 durchquert den
Tiegel 14 mit Hilfe eines Führungselements 56A, das
sich aus dem Entnahmebereich 26 des Tiegels 14 nach
oben erstreckt.
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Das
Silizium friert/haftet an der äußeren Oberfläche
des Dochts 48 an, nachdem er durch das geschmolzene Silizium
durchtritt. Insbesondere um Verunreinigungen aus dem geschmolzenen
Silizium zu entfernen, kann der Docht 48 entweder über
die Oberfläche des geschmolzenen Siliziums oder durch einen
tieferen Abschnitt des geschmolzenen Siliziums laufen. Ein Paar
motorisierter Rollen 58 drängen den mit Silizium
bedeckten Docht 48 zu einer äußeren Stelle,
wo er entsorgt werden kann.
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In
beispielhaften Ausführungsformen besitzt die Dochtanordnung 49 ein
Dochtgehäuse 60, das sich normalerweise außerhalb
des Hauptgehäuses 12 befindet. Dieses Dochtgehäuse 60 enthält
verschiedene Teile der Dochtanordnung 49, wie z. B. die Rollen 58,
den zweiten Motor 54 und ein weiteres Führungselement
(nicht gezeigt), um den Docht 48 von der Spule 51 (teilweise
gezeigt) weg zu führen. Auf ähnliche Weise wie
beim Inneren des Hauptgehäuses 12 kann auch dieses
Gehäuse 60 im Wesentlichen Sauerstoff-frei sein
und mit einem alternativen Gas, wie z. B. Argon, gefüllt
sein. Dichtungen 62 können eine abgedichtete Schnittstelle
für den Docht 48 zwischen den beiden Gehäusen 12 und 60 bereitstellen.
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In
alternativen Ausführungsformen nimmt der Docht 48 eine
Form an, die von einem Draht verschieden ist. Z. B. kann der Docht 48 ein
Rohr, ein Bandkristall, ein benetztes Stück Draht oder
ein poröses oder benetzendes Material sein. Alternative
Ausführungsformen können bewirken, dass der Docht 48 das
geschmolzene Silizium auf dieselbe Weise oder auf eine andere Weise
als jene in 7D und 7E gezeigte
berührt.
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Wie
oben erwähnt, können andere Techniken verwendet
werden, um das geschmolzene Silizium aus dem Tiegel 14 zu
entfernen. Z. B. kann das Silizium mit Hilfe einer Temperaturfluktuation
aus dem Tiegel 14 gedrängt werden. Dementsprechend dient
die Diskussion der verschiedenen Siliziumentnahmetechniken zur Diskussion
dieser spezifischen Ausführungsformen.
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Nach
dem Aufbau erzeugt das System im Wesentlichen Silizium-Bandkristalle 32 auf
im Wesentlichen durchgehende Weise. 8 zeigt
einen vereinfachten Prozess zur Ausbildung von Siliziumbandkristallen 32 in Übereinstimmung
mit beispielhaften Ausführungsformen der Erfindung. Alle
Schritte in diesem Verfahren können nacheinander, im Wesentlichen
gleichzeitig und/oder in einer unterschiedlichen Reihenfolge zu
verschiedenen Zeiten durchgeführt werden. Es sollte somit
bemerkt werden, dass 8, welche jeden Schritt als
parallel ausgeführt zeigt, lediglich eine Ausführungsform
ist.
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Insbesondere
fügt der Schritt 800 periodisch Siliziumausgangsmaterial über
den Speisungseinlass 18 im Ofengehäuse 12 dem
Tiegel 14 hinzu. Wie oben erwähnt, kann dieses
Siliziumausgangsmaterial eine höhere Konzentration an Verunreinigungen haben
als andere. Trotzdem erlauben die beispielhaften Ausführungsformen
die Verwendung eines solchen Ausgangsmaterials, um Silizium-Bandkristalle 32 mit
einer geringeren Konzentration der Verunreinigungen zu erzeugen.
Beispielhafte Ausführungsformen können das Siliziumausgangsmaterial
translational zum Speisungseinlass 18 mit Hilfe eines beliebigen
konventionellen Mittels bewegen, wie z. B. mit einem sich bewegenden
Band. Dieses Siliziumausgangsmaterial kann dem Speisungseinlass 18 in
jeder konventionellen Form hinzugefügt werden, wie z. B.
in Form von Körnern, Pellets oder einfach zerkleinertem
Material. In anderen Ausführungsformen wird das Siliziumausgangsmaterial
dem Speisungseinlass 18 in flüssiger Form zugeführt.
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Der
Schritt 802 bildet einfach einkristalline oder mehrfachkristalline
Silizium-Bandkristalle 32 auf herkömmliche Weise,
indem der Draht durch die Drahtlöcher 28 im Tiegel 14 durchgeführt
wird. Der Schritt 804 entfernt periodisch geschmolzenes
Silizium aus dem Entnahmebereich 26 auf eine wie oben beschrieben
Weise. In alternativen Ausführungsformen entfernt das System
festes Silizium aus dem Entnahmebereich 26 anstatt geschmolzenes
Silizium aus dem Entnahmebereich 26 zu entfernen. Es sollte bemerkt
werden, dass obwohl das Hinzufügen oder Ablassen von Silizium
als „periodisch” bezeichnet wird, solche Schritte
in regulären Intervallen oder intermittierend „nach
Bedarf” durchgeführt werden können.
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Die
oben beschriebenen Ausführungsformen beschreiben den Tiegel 14 als
eine im Wesentlichen rechteckige längliche Form aufweisend.
In alternativen Ausführungsformen kann der Tiegel 14 irgendeine
andere Form annehmen, die nicht rechteckig, nicht länglich
oder weder rechteckig noch länglich ist. 9 zeigt
schematisch eine solche Ausführungsform, in welcher der
Tiegel 14 einen relativ breiten Einführungsbereich 22 besitzt,
jedoch zu einem sich verengendem Endabschnitt konvergiert, der den
Entnahmebereich 26 enthält. Diese Ausführungsform des
Tiegels 14 besitzt eine Anzahl ähnlicher Merkmale
wie der oben besprochene Tiegel 14, wie z. B.
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Drahtlöcher 28,
vier Kristall-Unterbereiche und Strömungssteuerungsleisten 30.
Aufgrund seiner Form und der vorhergesehenen Flussraten sollte die
Strömung des wesentlichen Großteils des geschmolzenen
Siliziums im Allgemeinen zum Entnahmebereich 26 hin konvergieren.
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Die
Form und Gestaltung des in 9 gezeigten
Tiegels 14 ist lediglich eine aus einer großen Vielzahl
von Formen, die verwendet werden können. Andere unregelmäßig
geformte oder regelmäßig geformte Tiegel 14 können
eingesetzt werden. In solchen Fällen fördert die
Geometrie und die Form des Tiegels 14, gekoppelt mit anderen Überlegungen,
wie z. B. der vorhergesehenen Strömungsrate des geschmolzenen
Siliziums die allgemein unidirektionale Strömung zum Entnahmebereich 26 hin.
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In
gewissen weiteren Ausführungsformen der Erfindung kann
der Tiegel 14 länglich aber gekrümmt
sein. In diesem Fall kann das geschmolzene Silizium als auf im Wesentlichen
unidirektionale Weise fließend angesehen werden, wenn der
wesentliche Großteil davon der äußeren
Begrenzung eines solchen Tiegels 14 folgt. Obwohl sich
das Silizium beispielsweise auf bogenähnliche Weise bewegen kann,
ist eine solche Materialströmung dementsprechend immer
noch als im Wesentlichen unidirektional anzusehen, wenn dessen wesentlicher
Großteil im Allgemeinen der Richtung der Krümmung
und dem Umriss des Tiegels 14 folgt.
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10A bis 10C zeigen
schematisch verschiedene Ausführungsformen einer Art des
Tiegels 14, der den Entnahmebereich 26 im Wesentlichen
an seiner Mitte aufweist. Insbesondere in den in diesen Figuren
gezeigten Ausführungsformen ist der Ofen 10 so
ausgestaltet, dass er ein oder mehrere Bereiche für das
Hinzufügen von Siliziumausgangsmaterial zum Tiegel 14 bereitstellt.
In Bezug auf 10A z. B., welche einen im Wesentlichen
runden Tiegel 14 zeigt, wird das Siliziumausgangsmatetrial – unter Verwendung
der Urzeitpositionen als Bezugspunkt – an der 12-Uhr-Position,
der 3-Uhr-Position, der 6-Uhr-Position und der 9-Uhr-Position (oder
einigen ähnlich beabstandeten Bereichen) hinzugefügt. Der
Einführbereich 22 ist daher als toroidal-geformter Bereich
(d. h. Donut-förmig) anzusehen mit vier Speisungseinlassbereichen,
die an der oberen Fläche des Tiegels 14 umlaufend
angeordnet sind. Der innere Durchmesser des Einführbereichs 22 ist
deutlich viel größer als jener des Entnahmebereichs 26.
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Auf ähnliche
Weise wie beim Einführbereich 22, ist auch der
Kristallbereich 24 ein toroidal-geformter Bereich des Tiegels 14 radial
zwischen dem Einführbereich 22 und dem Entnahmebereich 26.
Der innere Durchmesser des Kristallbereichs 24 ist somit kleiner
als der innere Durchmesser des Einführbereichs 22.
Auf ähnliche Weise wie bei der Ausführungsform
des Tiegels 14, die in 3A gezeigt
ist, positionieren diese Ausführungsformen des Tiegels 14 den
Kristallbereich 24 radial zwischen dem Einführbereich 22 und
dem Entnahmebereich 26. Als solche ist diese Ausführungsform
des Tiegels 14, aus denselben Gründen wie oben
in Bezug auf den Tiegel 14 der 3A besprochen,
so ausgestaltet, dass sie den wesentlichen Großteil des
Materials veranlasst, im Allgemeinen direkt vom Einführbereich 22 zum Entnahmebereich 26 zu
fließen. In diesen Ausführungsformen konvergiert
der wesentliche Großteil des geschmolzenen Siliziums zum
Entnahmebereich 26; d. h. in diesem Fall zur allgemeinen
Mitte des Tiegels 14. Solche Ausführungsformen
stellen keine allgemein unidirektionale Strömung bereit.
Dementsprechend sollte diese Fluidströmung einen Teil der Verunreinigungen
veranlassen, sich mit dem Siliziumstrom zum Entnahmebereich 26 zu
bewegen. Dies sollte vorteilhafterweise eine erhöhte Konzentration
der Verunreinigungen im Entnahmebereich 26 bewirken.
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Auch
auf dem in 3A gezeigten Tiegel 14 ähnliche
Weise sollte diese Ausführungsform nicht bewirken, dass geschmolzenes
Silizium auf kreisförmige Weise fließt. Stattdessen
fließt das geschmolzene Silizium im Wesentlichen linear
von einem äußeren Durchmesser des Tiegels 14 zum
Entnahmebereich 26 radial nach innen.
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Wie
oben erwähnt, können die Formen der Tiegel 14 in
dieser Ausführungsform variieren. Z. B. zeigt 10A einen kreisförmigen Tiegel 14,
während 10B einen elliptisch geformten
Tiegel 14 zeigt. Als noch weiteres Beispiel zeigt 10C einen rechteckig geformten Tiegel 14.
Natürlich kann der Tiegel 14 dieser Ausführungsform
andere Formen, die nicht gezeigt sind, annehmen, wie z. B. eine
oktagonale Form oder irgendeine unregelmäßige
Form. Wenn die Form des Tiegels 14 dieser Ausführungsform
nicht symmetrisch ist, dann kann sich der Entnahmebereich 26 an
irgendeiner allgemeinen zentralen Stelle befinden.
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Siliziumkristalle,
die durch die beispielhaften Ausführungsformen hergestellt
werden, können als Basis für eine große
Vielfalt von Halbleiterprodukten dienen. Unter anderem können
die Bandkristalle 32 z. B. in Wafer geschnitten werden,
die hoch effiziente Solarzellen bilden.
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Dementsprechend
spülen verschiedene Ausführungsformen viele Verunreinigungen
aus dem Kristallbereich 24 des Tiegels 14 effektiv
weg. Dies Spülung bewirkt, dass Verunreinigungen sich mit
relativ hohen Konzentrationen im Entnahmebereich 26 ansammeln,
verglichen mit erstens der Konzentration der Verunreinigungen des
Einführbereichs 22, und zweitens der durchschnittlichen
Konzentration der Verunreinigungen des Kristallbereichs 24.
Verschiedene Ausführungsformen der Erfindung erleichtern
somit die Herstellung von qualitativ hochwertigen Kristallen (d.
h. solchen, die geringe Konzentrationen der Verunreinigungen aufweisen)
aus weniger teueren Ausgangsmaterialien mit höherer Verunreinigung.
Dementsprechend können verschiedene hocheffiziente Halbleitervorrichtungen
bei geringeren Kosten hergestellt werden.
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Obwohl
die obige Diskussion verschiedene beispielhafte Ausführungsformen
der Erfindung offenbart, sollte offensichtlich sein, dass der Fachmann verschiedene
Abwandlungen vornehmen kann, die einige der Vorteile der Erfindung
erzielen werden, ohne dabei vom wahren Schutzbereich der Erfindung abzuweichen.
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Zusammenfassung
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Ein
System zur Erzeugung eines aus einem Material mit Verunreinigungen
gebildeten Kristalls besitzt einen Tiegel zum Halten des Materials.
Der Tiegel besitzt unter anderen einen Kristallbereich zur Ausbildung
des Kristalls, einen Einführbereich zur Aufnahme des Materials
und einen Entnahmebereich zur Entfernung eines Teils des Materials.
Der Tiegel ist so ausgestaltet, dass er einen allgemein unidirektionalen
Fluss des Materials (in flüssiger Form) vom Einführbereich
zum Entnahmebereich erzeugt. Dieser allgemein unidirektionale Fluss
bewirkt, dass der Entnahmebereich eine höhere Konzentration
an Verunreinigungen besitzt als der Einführbereich.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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-
Zitierte Patentliteratur
-
- - US 6090199 [0043]
- - US 6200383 [0043]
- - US 6217649 [0043]