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TECHNISCHES GEBIET
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Bremsvorrichtung für
ein Fahrzeug, die eine auf ein Fahrzeug zu übertragende
Bremskraft entsprechend einer von einem Fahrer ausgeübten
Bremsbetätigung elektrisch steuert bzw. regelt.
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STAND DER TECHNIK
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Als
eine Bremsvorrichtung für ein Fahrzeug ist eine elektronisch
geregelte Bremsvorrichtung bekannt, die eine Bremskraft einer Bremsvorrichtung, das
heißt einen auf Radzylinder, die diese Bremsvorrichtung
antreiben, entsprechend eines Bremsbetätigungsbetrages
(oder einer Betätigungskraft), eingegeben über
ein Bremspedal, auszuübenden Bremshydraulikdruck elektronisch
regelt. Eine solche Bremsvorrichtung ist zum Beispiel aus der Patentschrift
1 bekannt.
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In
einer in der Patentschrift 1 offenbarten Bremsvorrichtung für
ein Fahrzeug erzeugt ein Hauptzylinder einen einem Betätigungsbetrag
entsprechenden Hydraulikdruck, wenn ein Fahrer ein Bremspedal betätigt.
Gleichzeitig fließt ein Teil eines Hydrauliköls
in einen Hubsimulator, und eine einem Druck auf das Bremspedal entsprechende
Betätigungskraft des Bremspedals wird eingestellt. Ferner wird
ein Soll-Verzögerungsgrad des Fahrzeugs entsprechend einem
Pedalhub, der von einer Brems-ECU erfasst wird, eingestellt, eine
Verteilung der Bremskraft auf jeweilige Räder wird bestimmt, und
ein vorbestimmter Hydraulikdruck wird auf die jeweiligen Räder übertragen.
Patentschrift
1:
Japanische Patentoffenlegungsschrift
Nr. 2004-243983 .
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OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
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DURCH DIE ERFINDUNG ZU LÖSENDES
PROBLEM
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In
der oben beschriebenen herkömmlichen Bremsvorrichtung für
ein Fahrzeug ist für den Hauptzylinder, der einen einem
Betätigungsbetrag des Bremspedals entsprechenden Hydraulikdruck
erzeugt, der Hubsimulator, der eine Betätigungskraft des
Bremspedals bei der Aufnahme eines Teils des dort hinein fließenden
Hydrauliköls einstellt, vorgesehen. Ferner ist ein Druckbeaufschlagungsmechanismus,
der ein vier Radzylindern von dem Hauptzylinder durch ein Hauptsperrventil
zuzuführendes Hydrauliköl mit Druck beaufschlagt,
vorgesehen. Daher wird ein Kopplungssystem von Hydraulikleitungen zur
Verbindung eines Druckspeichers, des Hauptzylinders, des Hubsimulators
und dergleichen kompliziert, so dass sich die Herstellungskosten
erhöhen.
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Es
ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, das oben genannte Problem
zu lösen und eine einfach konstruierte und Bremsvorrichtung
für ein Fahrzeug bereitzustellen, die kostengünstig
herstellbar ist.
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MITTEL ZUM LÖSEN DES PROBLEMS
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Um
das oben beschriebene Problem zu lösen und das Ziel zu
erreichen, umfasst eine Bremsvorrichtung für ein Fahrzeug
gemäß der vorliegenden Erfindung ein Betätigungselement,
mit dem ein Fahrer eine Bremsbetätigung ausführt,
einen Antriebskolben, der in axialer Richtung beweglich in einem Zylinder
beweglich gestützt wird und der durch das Betätigungselement
nach vorn bewegt werden kann, eine erste Druckkammer und eine zweite
Druckkammer, die als Folge davon, dass der Antriebskolben in dem
Zylinder beweglich gestützt wird, in eine vordere Position
und eine hintere Position bezüglich des Antriebskolbens
unterteilt sind, ein Regelhydraulikdruck-Einstellmittel, das einen
Regelhydraulikdruck entsprechend einer durch das Betätigungselement bewirkten
Betätigung des Antriebskolbens einstellt, ein Hydraulikdruck-Versorgungsmittel,
das einen Bremshydraulikdruck von der ersten Druckkammer erzeugt,
indem es bewirkt, dass der durch das Regelhydraulikdruck-Einstellmittel
eingestellte Regelhydraulikdruck auf die zweite Druckkammer wirkt,
eine Gegenkraftkammer, die in dem Zylinder angeordnet ist und deren
Volumen abnimmt, wenn sich der Antriebskolben nach vorn bewegt,
und ein Gegenkraftübertragungsmittel, das in dem Antriebskolben
angeordnet ist und das durch den Antriebskolben eine dem Betätigungselement
entgegenwirkende Betätigung übertragen kann, indem
es entsprechend der Verringerung des Volumens die Gegenkraftkammer verformt.
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In
der Bremsvorrichtung für ein Fahrzeug der vorliegenden
Erfindung umfasst der Antriebskolben einen Eingangskolben und einen
Druckbeaufschlagungskolben, die in dem Zylinder hintereinander angeordnet
sind, kann eine Betätigungskraft des Betätigungselements
auf den Eingangskolben übertragen werden, ist die erste
Druckkammer vor dem Druckbeaufschlagungskolben gebildet, ist die
zweite Druckkammer zwischen dem Druckbeaufschlagungskolben und dem
Eingangskolben gebildet, ist eine dritte Druckkammer hinter dem
Eingangskolben gebildet, und sind die zweite Druckkammer und die
zweite Druckkammer durch einen Verbindungsweg miteinander verbunden.
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In
der Bremsvorrichtung für ein Fahrzeug der vorliegenden
Erfindung ist die Gegenkraftkammer ringförmig zwischen
dem Zylinder und dem Antriebskolben oder dem Eingangskolben ausgebildet,
und das Gegenkraftübertragungsmittel umfasst einen Gegenkraftkolben,
der innerhalb des Antriebskolbens oder des Eingangskolbens beweglich
angeordnet ist, um eine Kompressionskammer, einen Verbindungsweg,
der die Gegenkraftkammer mit der Kompressionskammer verbindet, und
ein Vorspannelement, das eine Vorspannung in eine Richtung zu dem Gegenkraftkolben überträgt,
um die Kompressionskammer zu komprimieren, zu bilden.
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In
der Bremsvorrichtung für ein Fahrzeug der vorliegenden
Erfindung ist der Gegenkraftkolben in dem Antriebskolben oder dem
Eingangskolben beweglich gestützt, um die Kompressionskammer
und eine Dekompressionskammer zu bilden, und die Dekompressionskammer
ist so ausgelegt, dass Luft durch einen Entlastungsweg, der in dem
Antriebskolben oder dem Eingangskolben vorgesehen ist, freizugeben.
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In
der Bremsvorrichtung für ein Fahrzeug der vorliegenden
Erfindung ist der Gegenkraftkolben in dem Antriebskolben oder dem
Eingangskolben beweglich gestützt, um die Kompressionskammer
und eine Dekompressionskammer zu bilden, und die Dekompressionskammer
ist durch einen Ableitungsweg mit einem Reservetank verbunden.
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In
der Bremsvorrichtung für ein Fahrzeug der vorliegenden
Erfindung umfasst der Ableitungsweg einen ersten Ableitungsweg,
dessen eines Ende mit der Dekompressionskammer dadurch verbunden
ist, dass der Antriebskolben oder der Eingangskolben durchbohrt
ist, einen zweiten Ableitungsweg, dessen eines Ende mit einem weiteren
Ende des ersten Ableitungsweges dadurch verbunden ist, dass der
Zylinder durchbohrt ist, und einen dritten Ableitungsweg, der den
zweiten Ableitungsweg mit dem Reservetank verbindet, und ein Dichtelement
zur Verhinderung des Entweichens von Hydraulikdruck von dem Ableitungsweg
ist zwischen dem Antriebskolben oder dem Eingangskolben und dem
Zylinder angeordnet.
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Gemäß einer
Bremsvorrichtung der vorliegenden Erfindung ist ein Antriebskolben,
der durch ein Betätigungselement bewegt werden kann, innerhalb
eines Zylinders beweglich gestützt, wodurch eine erste
Druckkammer und eine zweite Druckkammer gebildet werden. Ein Hydraulikdruck-Versorgungsmittel
bewirkt, dass ein Regelhydraulikdruck, der durch ein Regelhydraulikdruck-Einstellmittel
eingestellt wird, auf die zweite Druckkammer wirkt, wodurch sie
dazu geeignet ist, einen Bremshydraulikdruck von der ersten Druckkammer
zu erzeugen. Eine Gegenkraftkammer, deren Volumen abnimmt, wenn
sich der Antriebskolben in dem Zylinder nach vorn bewegt, ist vorgesehen,
und ein Gegenkraftübertragungsmittel, das mittels des Antriebskolbens durch
eine einer Volumenabnahme entsprechende Verformung in der Gegenkraftkammer
eine Betätigungsgegenkraft auf das Betätigungselement
ausüben kann, ist in dem Zylinder angeordnet. Demzufolge
ist das Gegenkraftübertragungsmittel in dem Zylinder integriert,
wodurch die Hydraulikdruckleitungen, die außerhalb des
Zylinders angeordnet sind, einfach ausgelegt und die Herstellungskosten
reduziert sind.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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[1] 1 ist
ein schematisches Konfigurations- bzw. Aufbaudiagramm einer Bremsvorrichtung
für ein Fahrzeug gemäß einer ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung; und
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[2] 2 ist
ein schematisches Konfigurations- bzw. Aufbaudiagramm einer Bremsvorrichtung
für ein Fahrzeug gemäß einer zweiten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
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BESTER MODUS ZUR DURCHFÜHRUNG
DER ERFINDUNG
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Nachfolgend
sind Ausführungsformen einer Bremsvorrichtung für
ein Fahrzeug gemäß der vorliegenden Erfindung
ausführlich mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen
erläutert. Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die
Ausführungsformen begrenzt.
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Erste Ausführungsform
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1 ist
eins schematisches Konfigurations- bzw. Aufbaudiagramm einer Bremsvorrichtung
für ein Fahrzeug gemäß einer ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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In
der Bremsvorrichtung für ein Fahrzeug gemäß der
ersten Ausführungsform ist ein Hauptzylinder 11 so
ausgebildet, dass ein Eingangskolben 13 und ein Druckbeaufschlagungskolben 14 als
Antriebskolben in einer axialen Richtung beweglich in einem Zylinder 12 gestützt
sind, wie es in 1 gezeigt ist. Dieser Zylinder 12 hat
eine zylindrische Form, bei der ein vorderes Ende geschlossen ist
und ein hinteres Ende durch eine solche Konfiguration offen ist,
bei der ein Abschlusselement 15 an dem vorderen Ende durch
Verschraubung (oder Presssitz) befestigt ist, während ein
Stützele ment 16 an dem hinteren Ende durch Verschraubung
(oder Presssitz) befestigt ist. Der Eingangskolben 13 und
der Druckbeaufschlagungskolben 14 sind darin in axialer
Richtung beweglich hintereinander angeordnet.
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Ein
oberes Ende eines Bremspedals 17 als ein Betätigungselement
ist durch eine Stützachse 18 in einer Befestigungsklammer
eines nicht gezeigten Fahrzeugaufbaus drehbar gestützt,
und ein Pedal 19, das durch einen Fahrer niedergedrückt
werden kann, indem er darauf tritt, ist an einem unteren Ende davon
befestigt. An dem Bremspedal 17 ist durch einen Verbindungsschaft 20 an
einem Zwischenteil ein Gabelkopf 21 befestigt, und mit
diesem Gabelkopf 21 ist ein hinteres Ende einer Betätigungsstange 22 verbunden.
Ein vorderes Ende der Betätigungsstange 22 des
Bremspedals 17 ist mit einem hinteren Ende des Eingangskolbens 13 verbunden,
der auf einer Seite eines hinteren Endes des Zylinders 12 angeordnet
ist.
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Ein äußerer
Umfang des Eingangskolbens 13 ist durch einen Abschnitt 12a mit
kleinem Durchmesser des Zylinders 12 und einen inneren
Umfang des Stützelements 16 beweglich gestützt,
und ein scheibenförmiger Flansch 23 ist durch
einen inneren Umfang eines Abschnitts 12b mit großem
Durchmesser beweglich gestützt. Der Eingangskolben 13 ist
so ausgelegt, dass dessen Hubbewegung durch den Flansch 23 begrenzt
ist, der an einen ersten Stufenabschnitt 12c und eine Endoberfläche
des Stützelements 16 in Anlage gelangt, und dass
der Flansch 23 an einer Position gestützt wird,
an der der Flansch 23 an das Stützelement 16 mit
Druck durch eine Gegenkraftfeder 25 in Anlage gelangt,
die zwischen dem Stützelement 16 und einer Klammer 24 des
Bremspedals 17 gespannt ist.
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Der
Druckbeaufschlagungskolben 14, der auf einer Endseite des
Zylinders 12 angeordnet ist, besitzt einen U-förmigen
Querschnitt, und ein äußerer Umfang von ihm ist
durch einen inneren Umfang des Abschnitts 12a mit kleinerem
Durchmesser des Zylinders 12 beweglich gestützt.
Der Druckbeaufschlagungskolben 14 ist so ausgelegt, dass
dessen Hubbewegung durch einen Flansch 26 begrenzt ist, der
an das Abschlusselement 15 und einen zweiten Stufenabschnitt 12d des
Zylinders 12 in Anlage gelangt, und dass der Druckbeaufschlagungskolben 14 an
einer Position gestützt ist, an der der Druckbeaufschlagungskolben 14 mit
Druck durch eine Vorspannfeder 27, die zwischen dem Druckbeaufschlagungskolben 14 und
dem Abschlusselement 15 gespannt ist, in Anlage an den
zweiten Stufenabschnitt 12d gelangt. In diesem Fall sind
der Eingangskolben 13 und der Druckbeaufschlagungskolben 14 in
einer solchen Position gehalten, dass das vordere Ende des Eingangskolbens 13 und
das hintere Ende des Druckbeaufschlagungskolbens 14 unter
Aufrechterhaltung eines vorbestimmten Intervalls (Hubs) S0 beabstandet sind.
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Demzufolge
wird, wenn ein Fahrer das Pedal 19 niederdrückt,
um das Bremspedal 17 zu bewegen, die Betätigungskraft
durch den Betätigungsstab 22 auf den Eingangskolben 13 übertragen.
Dieser Eingangskolben 13 kann sich gegen die von der Gegenkraftfeder 25,
ausgeübte Kraft nach vorn bewegen. Wenn sich der Eingangskolben 13 um
einen Betrag nach vorn bewegt, der dem vorbestimmten Hub S0 entspricht, kann der Eingangskolben 13 in
Anlage an den Druckbeaufschlagungskolben 14 gelangen und gegen
diesen drücken, wodurch sich der Eingangskolben 13 und
der Druckbeaufschlagungskolben 14 als eine Einheit gegen
die durch die Vorspannfeder 27 ausgeübte Kraft
nach vorn bewegen können.
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Dadurch,
dass der Eingangskolben 13 und der Druckbeaufschlagungskolben 14 auf
diese Weise koaxial innerhalb des Zylinders 12 angeordnet
sind, wird eine erste Druckkammer R1 in
einer Vorwärtsrichtung (nach links in 1)
des Druckbeaufschlagungskolbens 14 gebildet, wird eine
zweite Druckkammer R2 in einer Rückwärtsrichtung
(nach rechts in 1) des Druckbeaufschlagungskolbens 14,
das heißt zwischen dem Eingangskolben 13 und dem Druckbeaufschlagungskolben 14,
gebildet, und wird eine dritte Druckkammer R3 in
einer Rückwärtsrichtung (nach rechts in 1)
des Eingangskolbens 13, das heißt zwischen dem
Eingangskolben 13 und dem Stützelement 16 gebildet.
Die zweite Druckkammer R2 und die dritte
Druckkammer R3 sind durch einen Verbindungsweg 28 miteinander
verbunden.
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Eine
Hydraulikdruckpumpe 31 kann durch einen nicht gezeigten
Motor angetrieben werden und ist durch eine Leitung 32 mit
einem Reservetank 33 und ferner durch eine Leitung 34 mit
einem Druckspeicher 35 verbunden. Daher liefert die Hydraulikdruckpumpe 31,
wenn der Motor betrieben wird, in dem Reservetank 33 aufbewahrtes
Hydrauliköl durch die Leitungen 32 und 34 zu
dem Druckspeicher 35, um den Druck zu erhöhen.
Der Druckspeicher 35 kann einen vorbestimmten Hydraulikdruck
speichern.
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Ein
Ende einer Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 36 ist mit
dem Druckspeicher 35 verbunden, und das weitere Ende dieser
Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 36 ist mit einem Versorgungsanschluss 37 verbunden,
der in dem Zylinder 12 ausgebildet ist, um mit der dritten
Druckkammer R3 des Hauptzylinders 11 verbunden
zu sein. Ein normalerweise geschlossenes erstes Linearventil 38,
mit dem eine Strömungsrate gesteuert werden kann, ist an
dieser Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 36 befestigt.
Das erste Linearventil 38 dient dazu, einen Strömungsweg
der Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 36 zu öffnen,
wenn Strom zugeführt wird. In dem Eingangskolben 13 des
Hauptzylinders 11 ist entlang von dessen Längsrichtung
eine Hydraulikdruck-Ableitungsdurchführung 39 ausgebildet.
Ein Ende dieser Hydraulikdruck-Ableitungsdurchführung 39 öffnet
zu der Außenseite des Zylinders 12 und ist mit
ersten Ableitungsanschlüssen 40 und 41 verbunden,
die den Zylinder 12 und das Stützelement 16 durchdringen
und zu dem äußeren Umfang des Eingangskolbens 13 öffnen,
während das weitere Ende mit einem zweiten Ableitunganschluss 42 verbunden
ist, der zu der Außenseite des Zylinders 12 öffnet.
Ein Ende der ersten Hydraulikdruck-Ableitungsleitung 43 ist
auf einer Seite des ersten Versorgungsanschlusses 37 bezüglich des
ersten Linearventils 38 mit der Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 36 verbunden,
und das weitere Ende ist mit dem ersten Entlastungsanschluss 40 verbunden.
In dieser ersten Hydraulikdruck-Ableitungsleitung 43 ist
ein normalerweise offenes zweites Linearventil 44 befestigt,
mit dem eine Strömungsrate gesteuert werden kann. Das zweite Linearventil 44 dient
dazu, die Hydraulikdruck-Ableitungsleitung 43 zu schließen,
wenn es bestromt wird. Ein Ende einer zweiten Hydraulikdruck-Ableitungsleitung 45 ist
mit dem Reservetank 33 verbunden, und das weitere Ende
ist mit dem zweiten Ableitunganschluss 42 verbunden.
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In
der ersten Druckkammer R1 des Hauptzylinders 11 sind Verbindungsanschlüsse 46 und 47, die
den Zylinder 12 und den Druckbeaufschlagungskolben 14 durchdringen,
ausgebildet, und diese Ersatzanschluss-Verbindungsanschlüsse 46 und 47 sind
durch eine Hydraulikdruck-Verbindungsleitung 48 mit dem
Reservetank 33 verbunden.
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Ferner
ist als Folge der beweglichen Stützung des Eingangskolbens 13 innerhalb
des Zylinders 12 eine Gegenkraftkammer R4 zwischen
dem Zylinder 12 und dem Eingangskolben 13 ausgebildet. Diese
Gegenkraftkammer R4 ist ringförmig
um den äußeren Umfang des Eingangskolbens 13 ausgebildet,
und ihr Volumen nimmt ab, wenn sich der Eingangkolben 13 nach
vorn (nach links in 1) bewegt. In diesem Eingangskolben 13 ist
ein Gegenkraftübertragungsmechanismus (eine Gegenkraftübertragungsmittel) 51 vorgesehen,
der mittels der Gegenkraftkammer R4 und des Eingangskolbens 13 aufgrund
einer durch eine Verringerung des Volumens der Gegenkraftkammer
R4 bewirkten Verformung eine Betätigungsgegenkraft auf
das Bremspedal 17 ausübt.
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Ein
zylindrischer Abschnitt 13a ist an dem Ende des Eingangskolbens 13 einteilig
mit diesem Gegenkraftübertragungsmechanismus 51 ausgebildet,
und ein Abschlusselement 52 ist mit einem Ende dieses zylindrischen
Abschnitts 13a in Eingriff, so dass eine hohle Form gebildet
ist. Ein Fuß 52a, der ins Innere des Eingangskolbens 13 hervorragt,
ist einteilig mit dem Abschlusselement 52 ausgebildet, und
eine Stützstange 52b, die sich entlang einer Mittelachse
des Eingangskolbens 13 von diesem Fuß 52a erstreckt,
ist einteilig ausgebildet. Ein Endabschnitt dieser Stützstange 52b ist
mit dem Eingangskolben 13 in Eingriff. Ein Gegenkraftkolben 53 ist
scheibenförmig ausgebildet. An seinem Mittelteil wird er
von der Stützstange 52b durchdrungen, und ein äußerer
Umfang von ihm ist mit dem inneren Umfang des Eingangskolbens 13 so
in Eingriff, dass er beweglich innerhalb des Eingangskolbens 13 gestützt
ist. Durch dieses bewegliche Stützen des Gegenkraftkolbens 53 innerhalb
des Eingangskolbens 13 sind eine Kompressionskammer R5
und eine Dekompressionskammer R6 gebildet. Die Gegenkraftkammer
R4 und die Kompressionskammer R5 sind durch einen Verbindungsweg 54,
der in dem zylindrischen Abschnitt 13 ausgebildet ist,
miteinander verbunden. In der Dekompressionskammer R6 ist zwischen
dem Fuß 52a und dem Gegenkraftkolben 53 eine
Vorspannfeder (Vorspannelement) 55 angeordnet. Der Gegenkraftkolben 53 dient
dazu, die Kompressionskammer R5 durch Ausübung einer Kraft
in eine Richtung durch die Vorspannfeder 55 zu komprimieren.
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Ferner
ist innerhalb der Stützstange 52b des Abschlusselements 52 ein
erster Ableitungsweg 56 ausgebildet, und ein Ende dieses
ersten Ableitungsweges 56 durchdringt den Fuß 52a und öffnet
zu der Depressionskammer R6. Ferner ist
innerhalb des Eingangskolbens 13 ein zweiter Ableitungsweg 57 ausgebildet,
und ein Ende dieses zweiten Ableitungsweges 57 öffnet
zu der Außenseite des Zylinders 12, das heißt
zur Atmosphäre in einem Fahrzeuginnenraum. Das weitere
Ende des ersten Ableitungsweges 56 und das weitere Ende
des zweiten Ableitungsweges 57 sind miteinander verbunden.
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Ferner
ist in dem Zylinder 12 ein Versorgungs-/Ableitungs-Anschluss 58 ausgebildet,
der mit der Gegenkraftkammer R4 verbunden
ist. Eine Hydraulikdruck-Versorgungs-/Ableitungs-Leitung 59 ist derart
ausgebildet, dass ein Ende von ihr mit der zweiten Hydraulikdruck-Ableitungsleitung 45 verbunden
ist und das weitere Ende mit dem Versorgungs-/Ableitungs-Anschluss 58 verbunden
ist. An dieser Hydraulikdruck-Versorgungs-/Ableitungs-Leitung 59 ist
ein elektromagnetisches Absperrventil 60 vom normalerweise
offenen Typ befestigt, und dieses Absperrventil 60 sperrt
bzw. schließt die Hydraulikdruck-Versorgungs-/Ableitungs-Leitung 59,
wenn es bestromt wird.
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Demzufolge
ist ein Hubsimulator, der als der Gegenkraftübertragungsmechanismus 55 dient,
der eine Betätigungsgegenkraft übertragen kann,
innerhalb des Eingangskolbens 13 angeordnet, wodurch ein
Pedalhub erzeugt wird, der einem Betätigungsbetrag des
Bremspedals 17 durch den Fahrer entspricht, um die Gegenkraftkammer
R4 zu komprimieren. Somit wird über
das Bremspedal 17 eine Betätigungsgegenkraft auf
den Fahrer übertragen. Insbesondere wird, wenn der Fahrer
das Bremspedal 17 niederdrückt, die Betätigungskraft über
die Betätigungsstange 22 auf den Eingangskolben 13 übertragen,
wodurch der Eingangskolben 13 nach vorn bewegt wird. Da
die zweite Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 59 durch das
Absperrventil 60 gesperrt ist, nimmt das Volumen der Gegenkraftkammer
R4 als Folge der Vorwärtsbewegung
des Eingangskolbens 13 ab, und das Hydrauliköl
in der Gegenkraftkammer R4 fließt
durch den Verbindungsweg 54 in die Kompressionskammer R5. Der Gegenkraftkolben 53 bewegt
sich gegen die von der Vorspannfeder 55 ausgeübte
Kraft. Ferner nimmt das Volumen der Dekompressionskammer R6 ab, und darin enthaltene Luft wird durch
den ersten Ableitungsweg 56 und den zweiten Ableitungsweg 57 zur
Atmosphäre abgeleitet. Zu diesem Zeitpunkt wird das Hydrauliköl
in der Gegenkraftkammer R4, dem Verbindungsweg 54 und der
Kompressionskammer R5 durch eine erhöhte Kraft
der Vorspannfeder 55 als Folge ihrer Kontraktion zusammengedrückt,
um so eine Kraft gegen die Vorwärtsbewegung des Eingangskolbens 13 zu
erzeugen, wodurch die Übertragung der Betätigungsgegenkraft
zu dem Bremspedal 17 ermöglicht wird.
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Den
Vorderrädern FR und FL und Hinterrädern RR und
RL zugeordnet sind Radzylinder 61FR, 61FL, 61RR bzw. 61RL angeordnet,
die eine (nicht gezeigte) Bremsvorrichtung betätigen, und
die Radzylinder 61FR, 61FL, 61RR und 61RL können
durch ein ABS (Antiblockiersystem) 62 aktiviert werden. Ferner
ist in dem Hauptzylinder 11 eine erste Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 64 mit
einem ersten Versorgungsanschluss 63, der mit der ersten
Druckkammer R1 verbunden ist, verbunden.
Diese erste Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 64 ist so
mit einem ABS 40 verbunden, dass ein Bremshydraulikdruck den
Radzylindern 61FR und 61FL der Vorderräder FR
bzw. FR zugeführt werden kann. Andererseits ist eine zweite
Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 66 mit einem zweiten
Versorgungsanschluss 65, der mit der zweiten Druckkammer
R2 verbunden ist, verbunden. Diese zweite
Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 66 ist mit dem ABS 62 so
verbunden, dass der Bremshydraulikdruck den Radzylindern 61RR und 61RL der
Hinterräder RR bzw. RL zugeführt werden kann.
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An
dem Stützelement 16 ist eine Einrichtungsdichtung 67,
die eine Oberfläche abdichtet, auf der der Eingangskolben 13 gleitet,
an Positionen vor und hinter dem ersten Ableitungsanschluss 41 angebracht,
um ein Austreten von Hydraulikdruck zu verhindern. An dem Zylinder 12 ist
eine Einrichtungsdichtung 68, die eine Oberfläche
abdichtet, auf der der Druckbeaufschlagungskolben 14 gleitet,
an Positionen vor und hinter dem zweiten Ableitungsanschluss 46 angebracht,
um ein Austreten von Hydraulikdruck zu verhindern.
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Ferner
sind an dem Abschlusselement 15 und dem Stützelement 16,
O-Ringe 69 und 70, die eine Oberfläche
abdichten, mit der der Zylinder 12 in Eingriff ist, befestigt,
um ein Austreten von Hydraulikdruck zu verhindern. An dem zylindrischen
Abschnitt 13a und dem Flansch 13 des Eingangskolbens 13 sind
O-Ringe 71 und 72, die eine Oberfläche
abdichten, auf der der Zylinder 12 gleitet, befestigt,
und an dem Eingangskolben 13 ist ein O-Ring 73,
der eine Oberfläche abdichtet, an der der Eingangskolben 13 mit
der Stützstange 52a in Eingriff ist, um ein Austreten
von Hydraulikdruck zu verhindern. An dem Abschlusselement 52 ist
ein O-Ring 74 befestigt, der eine Oberfläche abdichtet,
an der das Abschlusselement 52 mit dem Eingangskolben 13 in
Eingriff ist, um ein Austreten von Hydraulikdruck zu verhindern.
An dem Gegenkraftkolben 53 sind O-Ringe 75 und 76 befestigt,
die eine Oberfläche abdichten, auf der die Stützstange 52b und
der zylindrische Abschnitt 13a gleiten, um ein Austreten
von Hydraulikdruck zu verhindern.
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In
der Bremsvorrichtung für ein Fahrzeug gemäß der
so ausgelegten vorliegenden Ausführungsform stellt eine
elektronische Regelungs- bzw. Steuerungseinheit (ECU) 81 einen
Soll-Steuer-Hydraulikdruck ein, der einer Betätigungskraft
(Pedalniederdrückung) entspricht, die von dem Bremspedal 17 auf den
Eingangskolben 13 übertragen wird, und steuert das
erste Linearventil 38 und das zweite Linearventil 44 auf
der Grundlage des eingestellten Soll-Steuer-Hydraulikdrucks, um
die dritte Druckkammer R3 mit dem Soll-Steuer-Hydraulikdruck
zu beaufschlagen und um die zweite Druckkammer R2 über
den Verbindungsweg 28 mit dem Soll-Steuer-Hydraulikdruck
zu beaufschlagen, wodurch der Druckbeaufschlagungskolben 14 unterstützt
wird. Somit wird der Soll-Steuer-Hydraulikdruck von der ersten Druckkammer
R1 vorn und der zweiten Druckkammer R2 durch das ABS 62 an jeden der
Radzylinder 61FR, 61FL, 61RR und 61RL gegeben,
um eine Bremskraft auf die Vorderräder FR und FL und die
Hinterräder RR und RL auszuüben.
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Insbesondere
sind ein Hubsensor 82, der einen Pedalhub Sp des Bremspedals 17 erfasst,
und ein Niederdrücksensor 83, der eine Niederdrückkraft Fp,
die darauf ausgeübt wird, erfasst, an dem Bremspedal 17 vorgesehen,
und jeweilige erfasste Ergebnisse werden an die ECU 18 ausgegeben.
Ferner ist ein erster Drucksensor 84, der einen Bremshydraulikdruck
erfasst, an der ersten Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 64 angeordnet.
Dieser erste Drucksensor 84 erfasst einen Bremshydraulikdruck
PM, mit dem die Radzylinder 61FR und 61FL der
Vorderräder FR bzw. FL beaufschlagt werden, und gibt ein
Ergebnis der Erfassung an die ECU 81 aus. Ferner ist ein zweiter
Drucksensor 85 vorgesehen, der an der Hydraulikdruck- Versorgungsleitung 36,
auf der Seite des Versorgungsanschlusses 37 bezüglich
des ersten Linearventils 38 angeordnet ist. Dieser zweite Drucksensor 85 erfasst
einen Steuer-Hydraulikdruck PA, der durch
Einstellen eines Hydraulikdrucks von dem Druckspeicher 31 durch
das erste Linearventil 38 gewonnen wird, und gibt ein Ergebnis
der Erfassung an die ECU 81 aus. Ferner ist ein dritter
Drucksensor 86 vorgesehen, der an der Hydraulikdruck-Versorgungs-/Ableitungs-Leitung 59,
auf der Seite des Versorgungs-/Ableitungs-Anschlusses 58 bezüglich
des Absperrventils 60 angeordnet ist. Dieser dritte Drucksensor 86 erfasst
einen Gegenkraft-Hydraulikdruck PR in der
Gegenkraftkammer R4 und gibt ein Ergebnis
der Erfassung an die ECU 81 aus. An jedem von den Vorderrädern
FR und FL und den Hinterrädern RR und RL ist ein Raddrehzahlsensor 87 angeordnet,
die die jeweils erfasste Raddrehzahl an die ECU 81 ausgeben.
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Demzufolge
stellt die ECU 81 einen Soll-Steuer-Hydraulikdruck PMT auf der Grundlage des von dem Hubsensor 82 erfassten
Pedalhubs Sp des Bremspedals 17 oder der von dem Niederdrücksensor 83 erfassten
Pedalniederdrückkraft Fp des Bremspedals 17 ein
und stellt den Öffnungsgrad des ersten und des zweiten
Linearventils 38 bzw. 44 ein. Ferner führt
die ECU 81 eine Rückkopplung des durch den ersten
Drucksensor 84 erfassten Bremshydraulikdrucks PM durch und eine Steuerung derart aus, dass
der Bremshydraulikdruck PM mit dem Soll-Steuer-Hydraulikdruck
PMT übereinstimmt. Die ECU 81 hat
eine Karte des Soll-Steuer-Hydraulikdrucks PMT entsprechend
dem Pedalhub Sp oder der Pedalniederdrückkraft Fp und steuert
jedes der Linearventile 38 und 44 auf der Grundlage
dieser Karte. Ein Wert des Gegenkraft-Hydraulikdrucks PR,
der an das Bremspedal 17 gegeben werden soll, wird durch Addition
einer Federkraft der Gegenkraftfeder 25 und eines Gegenkraft-Hydraulikdrucks
PV, der auf die Gegenkraftkammer R4 wirken, gewonnen. Die Federkraft ist ein
fester Wert, der durch die Spezifikation der Feder bestimmt ist,
und der Gegenkraft-Hydraulikdruck PV, der
auf die Gegenkraftkammer R4 wirkt, wird
durch den Gegenkraftübertragungsmechanismus 51 bestimmt.
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Eine
durch die Bremsvorrichtung für ein Fahrzeug gemäß der
so ausgelegten vorliegenden Ausführungsform durchgeführte
Bremskraftsteuerung ist nachfolgend besonders erläutert.
Wenn ein Fahrer das Bremspedal 17 niederdrückt,
bewegt sich der Eingangskolben 13 entsprechend eines Betätigungsbetrages
oder einer Betäti gungskraft nach vorn, und der Druckbeaufschlagungskolben 14 bewegt
sich in einem Zustand nach vorn, in dem der vorbestimmte Hub S0 gehalten wird. Der Hydraulikdruck in der
zweiten Druckkammer R2 fließt durch den
Verbindungsweg 28 in die dritte Druckkammer R3,
wodurch der Eingangskolben 13 freigemacht wird. Demzufolge
wirkt der Hydraulikdruck der zweiten Druckkammer R2 nicht
durch den Eingangskolben 13 als eine Gegenkraft auf das
Bremspedal 17.
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Der
Hubsensor 82 erfasst den Pedalhub Sp, und der Niederdrücksensor 83 erfasst
die Pedalniederdrückkraft Fp. Die ECU 81 stellt
den Soll-Steuer-Hydraulikdruck PMT auf der
Grundlage des Pedalhubs Sp oder der Pedalniederdrückkraft
Fp ein. Die ECU 81 steuert dann das erste und das zweite
Linearventil 38 und 44 auf der Grundlage dieses Soll-Steuer-Hydraulikdruck
PMT an, um den Bremshydraulikdruck von jedem
der Radzylinder 61FR, 61FL, 61RR und 61RL der
Vorderräder FR und FL und der Hinterräder RR und
RL zu steuern bzw. zu regeln.
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Insbesondere,
wenn ein Stromversorgungssystem normal arbeitet, steuert bzw. regelt
die ECU 81 das erste und das zweite Linearventil 38 und 44 auf
der Grundlage des Soll-Steuer-Hydraulikdrucks PMT,
wodurch der Hydraulikdruck von dem Druckspeicher 31 erhöht
oder verringert wird, und beaufschlagt die dritte Druckkammer R3 durch die Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 36 und
den Versorgungsanschluss 37 mit dem vorbestimmten Steuer-Hydraulikdruck.
Demzufolge dringt dieser Steuer-Hydraulikdruck von der dritten Druckkammer
R3 durch den Verbindungsweg 28 und
wirkt auf die zweite Druckkammer R2, wirkt
der vorbestimmte Bremshydraulikdruck PM von
einem zweiten Versorgungsanschluss 65 auf eine zweite Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 66,
und wirkt der Bremshydraulikdruck PA von
der dritten Druckkammer R3 auf die zweite
Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 66. Ferner wird der Druckbeaufschlagungskolben 14 durch
den Steuer-Hydraulikdruck der dritten Druckkammer R3,
der durch den Verbindungsweg 28 auf die zweite Druckkammer
R2 wirkt, unterstützt. Dadurch
wirkt der vorbestimmte Bremshydraulikdruck PM von
der ersten Druckkammer R1 auf die erste
Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 64. Zu diesem Zeitpunkt
führt der erste Drucksensor 84 eine Rückkopplung
des erfassten Bremshydraulikdrucks PM durch,
und die ECU 81 stellt den Öffnungsgrad des ersten
und des zweiten Linearventils 38 und 44 so ein,
dass der Bremshydraulikdruck PM mit dem
Soll-Steuer- Hydraulikdruck PMT übereinstimmt.
Somit wirken die Bremshydraulikdrücke PM und
PA durch das ABS 62 auf die Radzylinder 61FR, 61FL, 61RR und 61RL,
wodurch eine Bremskraft erzeugt wird, die der Betätigungskraft
des Bremspedals 17, erzeugt durch den Fahrer, auf die Vorderräder
RF und FL und die Hinterräder RR und RL entspricht.
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Ferner
bewegt sich, wenn das Stromversorgungssystem normal arbeitet und
der Fahrer das Bremspedal 17 niederdrückt, der
Eingangskolben 13 nach vorn, um das Volumen der Gegenkraftkammer R4 zu verkleinern, und das Hydrauliköl
in der Gegenkraftkammer R4 fließt
durch den Verbindungsweg 54 in die Kompressionskammer R5, der Gegenkraftkolben 53 bewegt
sich gegen eine Kraft der Vorspannfeder 55, und das Volumen
der Dekompressionskammer R6 verringert sich,
um darin enthaltene Luft durch den ersten Ableitungsweg 56 und
den zweiten Ableitungsweg 57 an die Atmosphäre
abzuleiten, da in dem Gegenkraftübertragungsmechanismus 51 die Hydraulikdruck-Versorgungs-/Ableitungs-Leitung 59 durch
das Absperrventil 60 gesperrt ist. Daher wird das Hydrauliköl
in der Gegenkraftkammer R4, dem Verbindungsweg 54 und
der Kompressionskammer R5 durch die Vorspannfeder 55 mit
einer Kraft unter Druck gesetzt, die als Folge der Kontraktion erhöht ist,
um eine Kraft gegen die Vorwärtsbewegung des Eingangskolbens 13 zu
erzeugen und somit eine der Betätigungskraft des Bremspedals 17 durch
den Fahrer entsprechende Betätigungsgegenkraft zu übertragen.
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Andererseits
kann, wenn in dem Stromerzeugungssystem eine Fehlfunktion auftritt
und das System beschädigt ist, der Bremshydraulikdruck,
der an jeden der Radzylinder 61FR, 61FL, 61RR und 61RL gegeben
werden soll, durch elektrische Ansteuerung des ersten und des zweiten
Ventils 38 und 44 und des Absperrventils 60 nicht
auf einen geeigneten Hydraulikdruck gesteuert bzw. geregelt werden.
Jedoch sind in der vorliegenden Ausführungsform die erste
Druckkammer R1 des Hauptzylinders 11 und
die Radzylinder 61FR und 61FL der Vorderräder
FR bzw. FL durch die erste Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 64 direkt
verbunden.
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Daher
bewegt sich, wenn das Stromversorgungssystem beschädigt
ist, beim Niederdrücken des Bremspedals 17 durch
den Fahrer der Eingangskolben 13 durch eine Betätigungskraft
davon um den vorbestimmten Hub S0 nach vorn.
Der Ein gangskolben 13 liegt dann in Anlage gegen den Druckbeaufschlagungskolben 14,
und die beiden Kolben 13 und 14 bewegen sich als
eine Einheit. Demzufolge wird die erste Druckkammer R1 komprimiert,
und der Hydraulikdruck dieser ersten Druckkammer R1 wird
zu der ersten Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 64 ausgegeben.
Mit dem zu der ersten Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 64 ausgegebenen
Hydraulikdruck werden die Radzylinder 61FR und 61FL der Vorderräder
FR und FL als Bremshydraulikdruck beaufschlagt, wodurch eine Bremskraft
erzeugt wird, die der Betätigungskraft des Bremspedals 17 entspricht,
die vom Fahrer auf die Vorderräder FR und FL gegeben werden.
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Ferner,
wenn das Stromversorgungssystem beschädigt ist und der
Fahrer das Bremspedal 17 niederdrückt, bewegt
sich in dem Gegenkraftübertragungsmechanismus 51 der
Eingangskolben 13 nach vorn, da das Absperrventil 60 offen
ist und die Hydraulikdruck-Versorgungs-/Ableitungs-Leitung 59 frei ist,
um das Volumen der Gegenkraftkammer R4 zu verringern,
und das Hydrauliköl in der Gegenkraftkammer R4 wird
durch die Hydraulikdruck-Versorgungs-/Ableitungs-Leitung 59 zu
dem Reservetank 33 abgeleitet, so dass ein solcher Zustand
vermieden werden kann, in dem das Bremspedal 17 nicht funktioniert
oder in dem eine Betätigungskraft unnötig hoch
wird.
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Wie
es oben beschrieben ist, sind in der Bremsvorrichtung für
ein Fahrzeug gemäß der ersten Ausführungsform
der Eingangskolben 13 und der Druckbeaufschlagungskolben 14 in
dem Zylinder 12 hintereinander beweglich gestützt,
wodurch die erste Druckkammer R1, die zweite
Druckkammer R2 und die dritte Druckkammer
R3 gebildet werden. Ferner sind die zweite
Druckkammer R2 und die dritte Druckkammer
R3 durch den Verbindungsweg 28 miteinander
verbunden, und die ECU 81 bewirkt, dass der Steuer-Hydraulikdruck,
der mit dem ersten und dem zweiten Linearventil 38 und 44 eingestellt
wird, von der dritten Druckkammer R3 auf
die zweite Druckkammer R2 wirkt, um den
Druckbeaufschlagungskolben 14 zu unterstützen,
so dass der Steuer-Hydraulikdruck von der ersten Druckkammer R1 ausgegeben werden kann. Die Gegenkraftkammer
R4, deren Volumen entsprechend der Vorwärtsbewegung
des Eingangskolbens 13 abnimmt, ist in dem Zylinder 11 angeordnet,
und der Gegenkraftübertragungsmechanismus 51,
der über den Eingangskolben 13 durch Verformung
entsprechend der Verringerung des Volumens der Gegenkraftkammer
R4 eine Betätigungskraft auf das
Bremspedal 17 geben kann, ist vorgesehen.
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Daher
steuert die ECU 81, wenn sich das Stromversorgungssystem
in einem normalen Zustand befindet, das erste und das zweite Linearventil 38 und 44 auf
der Grundlage des Soll-Steuer-Hydraulikdrucks PMT,
um den Hydraulikdruck von dem Druckspeicher 31 einzustellen,
und bewirkt, dass der Hydraulikdruck auf die dritte Druckkammer
R3 und durch den Verbindungsweg 28 auf
die zweite Druckkammer R2 wirkt. Somit wird
der Druckbeaufschlagungskolben 14 unterstützt,
so dass der Steuer-Hydraulikdruck PM von
der ersten Druckkammer R1 auf die erste
Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 64 wirkt, und so dass
der Steuer-Hydraulikdruck PA von der zweiten
Druckkammer R2 auf die zweite Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 66 wirkt.
Indem bewirkt wird, dass der Steuer-Hydraulikdruck PM und
der Steuer-Hydraulikdruck PA auf jeden der
Radzylinder 61FR, 61FL, 61RR und 61RL wirkt,
kann eine Bremskraft, die der Betätigungskraft des Bremspedals 17 durch
den Fahrer entspricht, auf die Vorderräder FR und FL und
die Hinterräder RR und RL erzeugt werden.
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Zu
diesem Zeitpunkt nimmt in dem Gegenkraftübertragungsmechanmismus 51 das
Volumen der Gegenkraftkammer R4 als Folge
der Vorwärtsbewegung des Eingangskolbens 13 ab,
fließt das Hydrauliköl durch den Verbindungsweg 54 in
die Kompressionskammer R5, und bewegt sich
der Gegenkraftkolben 53 gegen die durch die Vorspannfeder 55 erzeugte
Kraft. Dadurch wird das Hydrauliköl in der Gegenkraftkammer
R4, des Verbindungsweges 54 und
der Kompressionskammer R5 komprimiert, um eine
Kraft gegen die Vorwärtsbewegung des Eingangskolbens 13 zu
erzeugen, wodurch eine geeignete Betätigungsgegenkraft
auf das Bremspedal 17 übertragen wird, die der
von dem Fahrer ausgeübten Betätigungskraft entspricht.
Ferner, wenn sich der Eingangskolben 13 nach vorn bewegt
und das Volumen der Gegenkraftkammer R4 abnimmt,
und das Hydrauliköl durch den Verbindungsweg 54 in
die Kompressionskammer R5 fließt,
nimmt das Volumen der Dekompressionskammer R6 ab,
um die darin enthaltene Luft durch den ersten Ableitungsweg 56 und den
zweiten Ableitungsweg 57 ins Innere des Fahrzeugs abzuleiten.
Demzufolge ist es nicht erforderlich, Hydrauliköl in die
Dekompressionskammer R6 zu füllen,
so dass eine durch Rost oder dergleichen verursachte Fehlfunktion
des Gegenkraftübertragungsmechanismus 51 verhindert
werden kann.
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Andererseits
wird, wenn das Stromversorgungssystem beschädigt bzw. fehlerhaft
ist, bewirkt, dass sich der Eingangskolben 13 durch die
Betätigungskraft des Bremspedals 17 soweit nach
vorn bewegt, dass er gegen den Druckbeaufschlagungskolben 14 zur
Anlage kommt, um beide Kolben 13 und 14 als eine
Einheit nach vorn zu bewegen, so dass die erste Druckkammer R1 mit Druck beaufschlagt wird. Der Steuer-Hydraulikdruck
PM wirkt von der ersten Druckkammer R1 auf die erste Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 64,
und dieser Steuer-Hydraulikdruck PM wirkt
auf jeden der Radzylinder 61FR, 61FL, 61RR und 61RL,
wodurch eine Bremskraft auf das Vorderrad FR wirkt, die der Betätigungskraft
des Bremspedals durch den Fahrer entspricht.
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Zu
diesem Zeitpunkt wird in dem Gegenkraftübertragungsmechanismus 59,
wenn das Volumen der Gegenkraftkammer R4 als
Folge der Vorwärtsbewegung des Eingangskolbens 13 abnimmt,
das Hydrauliköl in der Gegenkraftkammer R4 durch
die Hydraulikdruck-Versorgungs-/Ableitungs-Leitung 59 zu dem
Reservetank 33 abgeleitet, da die Hydraulikdruck-Versorgungs-/Ableitungs-Leitung 59 durch
das Absperrventil 60 freigegeben ist. Daher kann ein Zustand
vermieden werden, in dem das Bremspedal 17 nicht funktioniert
oder dass eine Betätigungskraft unnötig groß wird,
und dessen Wirkung kann verbessert sein.
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Ferner,
in der vorliegenden Ausführungsform kann durch Einbau bzw.
Integration des Gegenkraftübertragungsmechanismus 51 in
dem Hauptzylinder 11 die Anordnung von Hydraulikdruckleitungen
außerhalb des Hauptzylinders 11 vereinfacht sein,
wodurch wiederum die Herstellungskosten gesenkt sind.
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Wie
es in der vorliegenden Ausführungsform beschrieben ist,
kann, wenn sich das Stromversorgungssystem in einem normalen Zustand
befindet, durch Ansteuern des ersten und des zweiten Linearventils 38 und 44 auf
der Grundlage des Soll-Steuer-Hydraulikdrucks PMT ein
Bremshydraulikdruck sicher erzeugt werden, der einer Betätigung
des Bremspedals durch den Fahrer entspricht, und ein Gegenkraft-Hydraulikdruck
kann durch den Gegenkraftübertragungsmechanismus 51 sicher
erzeugt werden. Andererseits kann, wenn das Stromversorgungssystem
fehlerhaft ist, dadurch, dass bewirkt wird, dass ein statischer
Druck des Hauptzylinders 11 direkt auf die Radzylinder 28FR und 28FL wirkt,
ein Bremshydraulikdruck sicher erzeugt werden, der einer Betätigung
des Bremspedals durch einen Fahrer entspricht. Als Folge davon kann
die Konfiguration mit einer einfachen Hydraulikdruckdurchführung
vereinfacht werden, was wiederum die Herstellungskosten senkt. Ferner
ist dadurch eine geeignete Steuerung einer Bremskraft möglich,
wodurch deren Glaubhaftigkeit und Sicherheit erhöht sind.
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Zweite Ausführungsform
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2 ist
ein schematisches Konfigurations- bzw. Aufbaudiagramm einer Bremsvorrichtung
für ein Fahrzeug gemäß einer zweiten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Gleiche Elemente,
die ähnliche Funktionen wie jene der ersten Ausführungsform ausüben,
sind mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet, so dass sie nicht erneut
beschrieben sind.
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In
der Bremsvorrichtung für ein Fahrzeug gemäß der
zweiten Ausführungsform ist der Hauptzylinder 11 so
ausgebildet, dass der Eingangskolben 13 und der Druckbeaufschlagungskolben 14 in
dem Zylinder 12 beweglich gestützt sind, wie es
in 2 gezeigt ist. In diesem Zylinder 12 ist
das Abschlusselement 15 an dem vorderen Ende befestigt,
während das Stützelement 16 an dem hinteren
Ende befestigt ist. Der Eingangskolben 13 und der Druckbeaufschlagungskolben 14 sind
darin koaxial hintereinander angeordnet. Ferner ist die Betätigungsstange 22 des
Bremspedals 17 mit dem Eingangskolben 13 verbunden.
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Der
Eingangskolben 13 ist so ausgelegt, dass dessen Hubbewegung
durch den Flansch 23, der an den ersten Stufenabschnitt 12c und
die Endoberfläche des Stützelements 16 in
Anlage gelangt, begrenzt ist, und dass der Flansch 23 an
einer Position gestützt wird, an der der Flansch 23 mit
Druck durch die Gegenkraftfeder 25 an dem Stützelement 16 anliegt.
Der Druckbeaufschlagungskolben 14 ist so konfiguriert,
dass dessen Hubbewegung durch den Flansch 26, der an dem
Abschlusselement 15 und dem zweiten Stufenabschnitt 12d des
Zylinders 12 in Anlage gelangt, begrenzt ist, und dass
der Druckbeaufschlagungskolben 14 an einer Position gestützt
wird, an der der Druckbeaufschlagungskolben 14 mit Druck
durch die Vorspannfeder 27 an dem zweiten Stufenabschnitt 12d anliegt.
In diesem Fall werden der Eingangskolben 13 und der Druckbeaufschlagungsbolzen 14 unter
Bewahrung des vorbestimmten Intervalls (Hubs) S0 beabstandet
gehalten.
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Demzufolge
wird, wenn der Fahrer das Bremspedal 17 niederdrückt,
die Betätigungskraft durch die Betätigungsstange 22 zu
dem Eingangskolben 13 übertragen. Dieser Eingangskolben 13 kann
gegen die von der Gegenkraftfeder 25 ausgeübte
Kraft nach vorn bewegt werden. Wenn sich der Eingangskolben 13 um
einen Betrag nach vorn bewegt, der dem vorbestimmten Hub S0 entspricht, kann der Eingangskolben 13 an
dem Druckbeaufschlagungskolben 14 in Anlage gelangen, so
dass sich der Eingangskolben 13 und der Druckbeaufschlagungskolben 14 als
eine Einheit gegen die von der Vorspannfeder 27 ausgeübte
Kraft nach vorn bewegen können.
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In
dem Zylinder 12 ist die erste Druckkammer R1 vor
dem Druckbeaufschlagungskolben 14 ausgebildet, die zweite
Druckkammer R2 ist hinter dem Druckbeaufschlagungskolben 14,
das heißt zwischen dem Eingangskolben 13 und dem
Druckbeaufschlagungskolben 14, ausgebildet, und die dritte Druckkammer
R3 ist hinter dem Eingangskolben 13, das
heißt zwischen dem Eingangskolben 13 und dem Stützelement 16,
ausgebildet. Die zweite Druckkammer R2 und
die dritte Druckkammer R3 sind miteinander
durch den Verbindungsweg 28 verbunden.
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Die
Hydraulikdruckpumpe 31 ist durch die Leitung 32 mit
dem Reservetank 33 sowie durch die Leitung 34 mit
dem Druckspeicher 35 verbunden. Der Druckspeicher 35 ist
durch die Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 36 mit dem
Versorgungsanschluss 37, der mit der dritten Druckkammer
R3 des Hauptzylinders 11 verbunden
ist, verbunden. In dieser Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 36 ist
das erste Linearventil 38 befestigt. In dem Eingangskolben 13 ist die
Hydraulikdruck-Ableitungsdurchführung 39 ausgebildet,
und ein Ende dieser Hydraulikdruck-Ableitungsdurchführung 39 ist
mit dem ersten und dem zweiten Ableitungsanschluss 40 und 42 verbunden, die
den Zylinder 12 und das Stützelement 16 in
der Richtung von deren Durchmesser durchdringen, während
das weitere Ende mit dem zweiten Ableitungsanschluss 42,
der in der Richtung des Durchmessers des Zylinders 12 durchdringt,
verbunden ist. Die Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 36 ist
durch die erste Hydraulikdruck-Ableitungsleitung 43 mit dem
ersten Ableitungsanschluss 40 verbunden. In dieser ersten
Hydraulikdruck-Ableitungsleitung 43 ist das zweite Linearventil 44 befestigt.
Ferner sind der Reservetank 33 und der zweite Ableitungsanschluss 42 durch
die zweite Hydraulikdruck- Ableitungsleitung 45 verbunden.
Die Verbindungsanschlüsse 46 und 47,
die mit der ersten Druckkammer R1 des Hauptzylinders 11 verbunden
sind, sind durch die Hydraulikdruck-Verbindungsleitung 48 mit
dem Reservetank 33 verbunden.
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Ferner
ist die Gegenkraftkammer R4 dadurch ausgebildet,
dass der Eingangskolben 13 innerhalb des Zylinders 12 beweglich
gestützt ist. Das Volumen der Gegenkraftkammer R4 nimmt ab, wenn sich der Eingangskolben 13 nach
vorn bewegt. In dem Eingangskolben 13 ist ein Gegenkraftübertragungsmechanismus
(eine Gegenkaftübertragungsmittel) 91 angeordnet,
der mittels der Gegenkraftkammer R4 und
des Eingangskolbens 13 durch Verformung als Folge einer
Verringerung des Volumens der Gegenkraftkammer R4 eine
Betätigungsgegenkraft auf das Bremspedal 17 geben
kann.
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In
diesem Gegenkraftübertragungsmechanismus 91 ist
ein Abschlusselement 92 an einem Ende dieses zylindrischen
Abschnitts 13a in Eingriff und bildet somit eine hohle
Form des Eingangskolbens 13. Angrenzend an dieses Abschlusselement 92 ist
ein ringförmiges Gummielement 93 mit einem Durchgangsloch 93a in
der Mitte angeordnet. Angrenzend an dieses Gummielement 93 ist
eine ringförmige Stützklammer 94 mit
einem Durchgangsloch 94b in einer Mitte eines in einem
mittleren Abschnitt davon ausgebildeten Vorsprungs 94a ausgebildet. Ein
Gegenkraftkolben 95 ist scheibenförmig ausgebildet.
An dessen mittlerem Abschnitt ist eine Stützstange 95a,
die sich in einer Richtung der Stützklammer 94 erstreckt,
einteilig ausgebildet. Ein Ende dieser Stützstange 95a durchdringt
das Durchgangsloch 94b der Stützklammer 94 und
ist mit einem Eingriffsabschnitt 95b in Eingriff. Ein äußerer
Umfang dieses Gegenkraftkolbens 95 ist mit dem inneren Umfang
des Eingangskolbens 13 in Eingriff und damit in dem Eingangskolben 13 beweglich
gestützt. Der Gegenkraftkolben 95 bildet die Kompressionskammer
R5 und die Dekompressionskammer R6. Die Gegenkraftkammer R4 und
die Kompressionskammer R5 sind durch einen
Verbindungsweg 96, der in dem zylindrischen Abschnitt 13a ausgebildet
ist, miteinander verbunden. In der Dekompressionskammer R6 ist eine Vorspannfeder (ein Vorspannelement) 97 zwischen
der Stützklammer 94 und dem Gegenkraftkolben 95 angeordnet.
Der Gegenkraftkolben 95 dient der Komprimierung der Kompressionskammer R5, indem er durch die Vorspannfeder 97 in
eine Richtung gedrückt wird.
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Ferner
ist die Dekompressionskammer R6 durch einen
Ableitungsweg mit dem Reservetank 33 verbunden. Insbesondere
umfasst dieser Ableitungsweg einen ersten Ableitungsweg 98,
dessen eines Ende durch das Durchgangsloch 93a des Gummielements 93 mit
der Dekompressionskammer R6 verbunden ist,
wobei er den zylindrischen Abschnitt 13a des Eingangskolbens 13 und
das Abschlusselement 92 durchdringt, den zweiten Ableitungsanschluss 42 als
einen zweiten Ableitungsweg, dessen eines Ende mit dem weiteren
Ende des ersten Ableitungswegs 98 verbunden ist, wobei
er den Zylinder 12 durchdringt, und die zweite Hydraulikdruck-Ableitungsleitung 45 als
einen dritten Ableitungsweg, der den zweiten Ableitungsanschluss 42 und
den Reservetank 33 verbindet.
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Ferner
sind der Versorgungs-/Ableitungs-Anschluss 58 der Gegenkraftkammer
R4 und die zweite Hydraulikdruck-Ableitungsleitung 45 durch
die Hydraulikdruck-Versorgungs-/Ableitungs-Leitung 59 verbunden,
und das elektromagnetische Absperrventil 60 ist an dieser
Hydraulikdruck-Versorgungs-/Ableitungs-Leitung 59 befestigt.
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Demzufolge
wird mit einem Hubsimulator, der als der Gegenkraftübertragungsmechanismus 91 dient,
der eine Betätigungsgegenkraft übertragen kann
und der innerhalb des Eingangskolbens 13 angeordnet ist,
ein Pedalhub erzeugt, der einem Betätigungsbetrag des Bremspedals 17 durch
den Fahrer entspricht, um die Gegenkraftkammer R4 zu
komprimieren und somit durch das Bremspedal 17 eine Betätigungsgegenkraft
auf den Fahrer zu übertragen. Insbesondere, wenn der Fahrer
das Bremspedal 17 niederdrückt, wird die Betätigungskraft
durch die Betätigungsstange 22 auf den Eingangskolben 13 übertragen,
wodurch der Eingangskolben 13 nach vorn bewegt wird. Da
die zweite Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 59 durch das
Absperrventil 60 geschlossen ist, nimmt das Volumen der
Gegenkraftkammer R4 als Folge der Vorwärtsbewegung
des Eingangskolbens 13 ab, und das Hydrauliköl
in der Gegenkraftkammer R4 fließt
durch den Verbindungsweg 96 in die Kompressionskammer R5. Der Gegenkraftkolben 95 bewegt
sich gegen die von der Vorspannfeder 97 ausgeübte
Kraft. Ferner verringert sich das Volumen der Dekompressionskammer
R6, und darin enthaltendes Hydrauliköl
wird durch die Durchgangslöcher 94b und 93a,
den ersten Ableitungsweg 98, den zweiten Ableitungsanschluss 42 und
die zweite Hydraulikdruck- Ableitungsleitung 45 zu dem Reservetank 33 abgeleitet.
Zu diesem Zeitpunkt wird das Hydrauliköl in der Gegenkraftkammer
R4, dem Verbindungsweg 96 und der
Kompressionskammer R5 durch eine erhöhte
Kraft der Vorspannfeder 97 als Folge von deren Kontraktion
komprimiert, um eine Kraft entgegen der Vorwärtsbewegung
des Eingangskolbens 13 zu erzeugen und damit die Betätigungsgegenkraft
an das Bremspedal 17 zu übertragen.
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An
den Vorderrädern FR und FL und den Hinterrädern
RR und RL sind die Radzylinder 61FR, 61FL, 61RR und 61RL angeordnet,
und die Radzylinder 61FR, 61FL, 61RR und 61RL können
durch das ABS 62 aktiviert werden. Ferner ist in dem Hauptzylinder 11 mit
dem ersten Versorgungsanschluss 63, der mit der ersten
Druckkammer R1 verbunden ist, die erste
Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 64 verbunden. Diese erste
Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 64 ist durch das ABS 40 mit
den Radzylindern 61FR und 61FL der Vorderräder
FR und FL verbunden. Ferner ist mit dem zweiten Versorgungsanschluss 65,
der mit der zweiten Druckkammer R2 verbunden
ist, die zweite Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 66 verbunden.
Diese zweite Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 66 ist durch
das ABS 62 mit den Radzylindern 61RR und 61RL der
Hinterräder RR bzw. RL verbunden.
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An
dem zylindrischen Abschnitt 13a und dem Flansch 23 des
Eingangskolbens 13 sind die O-Ringe 71 und 72 befestigt,
die eine Oberfläche, auf der der Zylinder 12 gleitet,
abdichten, und an dem Zylinder 12 ist der O-Ring 73 befestigt,
der eine Oberfläche abdichtet, auf der der Eingangskolben 13 gleitet. Diese
O-Ringe 71 und 99 sind an einer Position angeordnet,
an der der erste Ableitungsweg 98 und der zweite Ableitungsanschluss 42,
die den oben beschriebenen Ableitungsweg bilden, zwischen den O-Ringen 71 und 99 angeordnet
sind, die als ein Dichtungselement der vorliegenden Erfindung zur Verhinderung
eines Abfalls des Hydraulikdrucks durch Austreten von Hydrauliköl
dienen. An dem Gegenkraftkolben 95 ist ein O-Ring 100 befestigt,
der eine Oberfläche abdichtet, auf der der Gegenkraftkolben 95 auf
dem zylindrischen Abschnitt 13a gleitet, um einen Abfall
des Hydraulikdrucks durch Austreten von Hydrauliköl zu
verhindern.
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In
der Bremsvorrichtung für ein Fahrzeug gemäß der
so konfigurierten vorliegenden Ausführungsform stellt die
elektronische Steuerungs- bzw. Regelungseinheit (ECU) 81 einen
Soll-Steuer-Hydraulikdruck entsprechend einer Betätigungskraft (Pedalniederdrückung),
die von dem Bremspedal 17 auf den Eingangskolben 13 übertragen
wird, ein und steuert das erste Linearventil 38 und das
zweite Linearventil 44 auf der Grundlage des eingestellten Soll-Steuer-Hydraulikdrucks,
um die dritte Druckkammer R3 mit dem Steuer-Hydraulikdruck
zu beaufschlagen und die zweite Druckkammer R2 über
den Verbindungsweg 28 mit dem Soll-Steuer-Hydraulikdruck
zu beaufschlagen und so den Druckbeaufschlagungskolben 14 zu
unterstützen. Somit wird der Steuer-Hydraulikdruck von
der Druckkammer R1 vorn und der zweiten
Druckkammer R2 durch das ABS 62 an
jeden der Radzylinder 61FR, 61FL, 61RR und 61RL gegeben,
um eine Bremskraft auf die Vorderräder FR und FL und die
Hinterräder RR und RL zu übertragen.
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Insbesondere
sind an dem Bremspedal 17 der Hubsensor 82, der
einen Pedalhub Sp des Bremspedals 17 erfasst, und der Niederdrücksensor 83, der
die Niederdrückkraft Fp, die darauf ausgeübt wird,
erfasst, angeordnet. Ferner ist der erste Drucksensor 84,
der den Bremshydraulikdruck PM erfasst, an
der ersten Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 64 angeordnet.
Der zweite Drucksensor 85, der den Bremshydraulikdruck
PA erfasst, ist an der Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 36 angeordnet.
Der dritte Drucksensor 86, der den Gegenkraft-Hydraulikdruck PR erfasst, ist an der Hydraulikdruck-Versorgungs-/Ableitungs-Leitung 59 angeordnet.
An den Vorderrädern FR und FL und den Hinterrädern
RR und RL ist jeweils der Raddrehzahlsensor 87 angeordnet.
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Demzufolge
stellt die ECU 81 den Soll-Steuer-Hydraulikdruck PMT auf der Grundlage des von dem Hubsensor 82 erfassten
Pedalhubs Sp des Bremspedals 17 oder der von dem Niederdrücksensor 83 erfassten
Pedalniederdrückkraft Fp des Bremspedals 17 ein,
und stellt den Öffnungsgrad des ersten und des zweiten
Linearventils 38 und 44 ein. Ferner führt
die ECU 81 eine Rückkopplung des von dem ersten
Drucksensor 84 erfassten Bremshydraulikdrucks PM durch, und führt dahingehend eine
Steuerung aus, dass der Bremshydraulikdruck PM mit
dem Soll-Steuer-Hydraulikdruck PMT übereinstimmt.
Die ECU 81 besitzt eine Karte des Soll-Steuer-Hydraulikdrucks
PMT entsprechend dem Pedalhub Sp oder der Pedalniederdrückkraft
Fp und steuert jedes der Linearventile 38 und 44 auf
der Grundlage dieser Karte. Ein Wert des Gegenkraft-Hydraulikdrucks
PR, der an das Bremspedal 17 gegeben
werden soll, wird durch Addition einer Federkraft der Gegenkraftfeder 25 und eines
Gegenkraft-Hydraulikdrucks PV, der auf die
Gegenkraftkammer R4 wirkt, gewonnen. Die
Federkraft ist ein fester Wert, bestimmt durch die Spezifikation der
Feder, und der Gegenkraft-Hydraulikdruck PV, der
auf die Gegenkraftkammer R4 wirkt, ist durch
den Gegenkraftübertragungsmechanismus 51 bestimmt.
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Eine
durch die Bremsvorrichtung für ein Fahrzeug gemäß der
vorliegenden Erfindung durchgeführte Bremskraftsteuerung
bzw. -regelung ist besonders beschrieben. Wenn ein Fahrer das Bremspedal 17 niederdrückt,
bewegt sich der Eingangskolben 13 entsprechend einem Betätigungsbetrag oder
einer Betätigungskraft nach vorn, und der Druckbeaufschlagungskolben 14 bewegt
sich in einem Zustand nach vorn, in dem der vorbestimmte Hub S0 aufrecht erhalten wird. Der Hydraulikdruck
in der zweiten Druckkammer R2 fließt
durch den Verbindungsweg 28 in die dritte Druckkammer R3, so dass der Eingangskolben 13 frei
gemach wird. Demzufolge wirkt der Hydraulikdruck der zweiten Druckkammer
R2 nicht als eine Gegenkraft auf das Bremspedal 17 mittels
des Eingangskolbens 13.
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Der
Hubsensor 82 erfasst den Pedalhub Sp, und der Niederdrücksensor 83 erfasst
die Pedalniederdrückkraft Fp. Die ECU 81 stellt
den Soll-Steuer-Hydraulikdruck PMT auf der
Grundlage des Pedalhubs Sp oder der Pedalniederdrückkraft
Fp ein. Die ECU 81 steuert dann das erste und das zweite
Linearventil 38 und 44 auf der Grundlage dieses Soll-Steuer-Hydraulikdrucks
PMT ein, um den Bremshydraulikdruck von
jedem der Radzylinder 61FR, 61FL, 61RR und 61RL der
Vorderräder FR bzw. FL und der Hinterräder RR
und RL zu steuern bzw. zu regeln.
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Insbesondere
steuert die ECU 81, wenn das Stromversorgungssystem normal
arbeitet, das erste und das zweite Linearventil 38 und 44 auf
der Grundlage des Soll-Steuer-Hydraulikdrucks PMT an
und erhöht oder verringert somit den Hydraulikdruck von dem
Druckspeicher 31, und beaufschlagt über die Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 36 und
den Versorgungsanschluss 37 die dritte Druckkammer R3 mit dem vorbestimmten Steuer-Hydraulikdruck.
Daher tritt dieser Steuer-Hydraulikdruck von der dritten Druckkammer
R3 durch den Verbindungsweg 28 und wirkt
auf die zweite Druckkammer R2, wirkt der
vorbestimmte Bremshydraulikdruck PM von
dem zweiten Versorgungsanschluss 65 auf die zweite Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 66,
und wirkt der vorbestimmte Bremshydraulikdruck PA von
der dritten Druckkammer R3 auf die zweite
Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 66. Ferner wirkt der
Steuer-Hydraulikdruck der dritten Druckkammer R3 durch
den Verbindungsweg 28 auf die zweite Druckkammer R2, um den Druckbeaufschlagungskolben 14 zu
unterstützen. Als Folge davon wirkt der vorbestimmte Bremshydraulikdruck
PM von der ersten Druckkammer R1 auf
die erste Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 64. Zu diesem
Zeitpunkt führt der erste Drucksensor 84 eine
Rückkopplung des erfassten Bremshydraulikdrucks PM durch, und die ECU 81 stellt den Öffnungsgrad
des ersten und des zweiten Linearventils 38 und 44 so
ein, dass der Bremshydraulikdruck PM mit
dem Soll-Steuer-Hydraulikdruck PMT übereinstimmt.
Somit wirken die Bremshydraulikdrücke PM und
PA durch das ABS 62 auf die Radzylinder 61FR, 61FL, 61RR und 61RL,
wodurch sie eine Bremskraft auf die Vorderräder FR und
FL und die Hinterräder RR und RL erzeugen, die der Betätigungskraft
des Bremspedals 17 durch den Fahrer entspricht.
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Ferner,
wenn das Stromversorgungssystem normal arbeitet und der Fahrer das
Bremspedal 17 niederdrückt, bewegt sich, da die
Hydraulikdruck-Versorgungs-/Ableitungs-Leitung 59 durch
das Absperrventil 60 gesperrt ist, der Eingangskolben 13 in
dem Gegenkraftübertragungsmechanismus 91 nach
vorn, um das Volumen der Gegenkraftkammer R4 zu
verkleinern, und das Hydrauliköl in der Gegenkraftkammer
R4 fließt durch den Verbindungsweg 96 in
die Kompressionskammer R5, der Gegenkraftkolben 95 bewegt
sich gegen eine Kraft der Vorspannfeder 97, und das Volumen
der Dekompressionskammer R6 verringert sich,
um das darin enthaltene Hydrauliköl durch die Durchgangslöcher 94b und 93a, den
ersten Ableitungsweg 98, den zweiten Ableitungsanschluss 42 und
die zweite Hydraulikdruck-Ableitungsleitung 45 zu dem Reservetank 33 abzuleiten.
Daher wird das Hydrauliköl in der Gegenkraftkammer R4, dem Verbindungsweg 96 und der Kompressionskammer
R5 durch die Vorspannfeder 97 mit
einer Kraft komprimiert, die als Folge der Kontraktion erhöht
ist, um eine Kraft gegen die Vorwärtsbewegung des Eingangskolbens 13 zu
erzeugen und somit eine Betätigungs gegenkraft zu übertragen,
die der Betätigungskraft des Bremspedals 17 durch
den Fahrer entspricht.
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Wenn
hingegen der Fahrer das Bremspedal 17 niederdrückt
und in dem Stromversorgungssystem eine Fehlfunktion auftritt und
das System beschädigt ist, bewegt sich der Eingangskolben 13 durch
dessen Betätigungskraft um den vorbestimmten Hub S0 nach vorn. Der Eingangskolben 13 gelangt
dann in Anlage an den Druckbeaufschlagungskolben 14, und
die beiden Kolben 13 und 14 bewegen sich als Einheit
nach vorn. Demzufolge wird die erste Druckkammer R1 komprimiert,
und der Hydraulikdruck dieser ersten Druckkammer R1 wird
zu der ersten Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 64 ausgegeben.
Der zu der ersten Hydraulikdruck-Versorgungsleitung 64 ausgegebene
Hydraulikdruck wird an die Radzylinder 61FR und 61FL der
Vorderräder FR und FL als Bremshydraulikdruck gegeben,
wodurch eine Bremskraft auf die Vorderräder FR und FL übertragen
bzw. ausgeübt wird, die der Betätigungskraft des
Bremspedals 17 durch den Fahrer entspricht.
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Ferner
bewegt sich in dem Gegenkraftübertragungsmechanismus 91,
wenn der Fahrer das Bremspedal 17 niederdrückt
und das Stromversorgungssystem beschädigt ist, da das Absperrventil 60 offen
ist die Hydraulikdruck-Versorgungs-/Ableitungs-Leitung 59 freigegeben
ist, der Eingangskolben 13 nach vorn, um das Volumen der
Gegenkraftkammer R4 zu verringern, und das
Hydrauliköl in der Gegenkraftkammer R4 wird
durch die Hydraulikdruck-Versorgungs-/Ableitungs-Leitung 59 zu
dem Reservetank 33 abgeleitet, so dass ein Zustand verhindert
werden kann, in dem das Bremspedal 17 nicht funktioniert
oder in dem die Betätigungskraft unnötigerweise
zu groß wird.
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Wie
es oben beschrieben ist, sind in der Bremsvorrichtung für
ein Fahrzeug gemäß der zweiten Ausführungsform
der Eingangskolben 13 und der Druckbeaufschlagungskolben 14 in
dem Zylinder 12 hintereinander beweglich gestützt,
wodurch die erste Druckkammer R1, die zweite
Druckkammer R2 und die dritte Druckkammer
R3 gebildet sind. Ferner sind die zweite
Druckkammer R2 und die dritte Druckkammer
R3 durch den Verbindungsweg 28 miteinander verbunden,
und die ECU 81 bewirkt, dass der Steuer-Hydraulikdruck,
der mit dem ersten und dem zweiten Linearventil 38 und 44 eingestellt
wird, von der dritten Druckkammer R3 auf
die zweite Druckkammer R2 wirkt, um den
Druckbeaufschlagungskolben 14 zu unterstützen
und somit zu ermöglichen, dass der Steuer-Hydraulikdruck
von der ersten Druckkammer R1 ausgegeben
wird. Die Gegenkraftkammer R4, deren Volumen
entsprechend der Vorwärtsbewegung des Eingangskolbens 13 abnimmt,
ist in dem Zylinder 11 vorgesehen, und der Gegenkraftübertragungsmechanismus 91,
der durch den Eingangskolben 13 durch Verformung entsprechend
der Verringerung des Volumens der Gegenkraftkammer R4 eine
Betätigungskraft auf das Bremspedal 17 übertragen
kann, ist in dem Eingangskolben 13 angeordnet.
-
Daher
nimmt in dem Gegenkraftübertragungsmechanismus 91,
wenn sich das Stromversorgungssystem in einem normalen Zustand befindet, das
Volumen der Gegenkraftkammer R4 als Folge
der Vorwärtsbewegung des Eingangskolbens 13 ab, fließt
das Hydrauliköl durch den Verbindungsweg 96 in
die Kompressionskammer R5, und bewegt sich
der Gegenkraftkolben 95 gegen die von der Vorspannfeder 97 ausgeübte
Kraft. Dadurch wird das Hydrauliköl in der Gegenkraftkammer
R4, dem Verbindungsweg 96 und der
Kompressionskammer R5 komprimiert, um eine
Kraft gegen die Vorwärtsbewegung des Eingangskolbens 13 zu
erzeugen und somit eine geeignete Betätigungsgegenkraft
auf das Bremspedal 17 zu übertragen, die der Betätigungskraft
des Fahrers entspricht. Zusätzlich nimmt, wenn sich der
Eingangskolben 13 nach vorn bewegt und sich das Volumen
der Gegenkraftkammer R4 verringert und das Hydrauliköl
durch den Verbindungsweg 96 in die Kompressionskammer R5 fließt, das Volumen der Dekompressionskammer
R6 ab, um das Hydrauliköl darin
durch die Durchgangslöcher 94b und 93a,
den ersten Ableitungsweg 98, den zweiten Ableitungsanschluss 42 und
die zweite Hydraulikdruck-Ableitungsleitung 45 zu dem Reservetank 33 abzuleiten. Daher
kann durch Füllen des Hydrauliköls in die Dekompressionskammer
R6 eine Mischung von Fremdsubstanzen und
das Auftreten einer Fehlfunktion verhindert werden.
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Wenn
hingegen das Stromversorgungssystem beschädigt ist, wird,
da die Hydraulikdruck-Versorgungs-/Ableitungs-Leitung 59 durch
das Absperrventil 60 freigegeben ist, in dem Gegenkraftübertragungsmechanismus 91,
wenn das Volumen der Gegenkraftkammer R4 als
Folge der Vorwärtsbewegung des Eingangskolbens 13 abnimmt,
das Hydrauliköl in der Gegenkraftkammer R4 durch
die Hydraulikdruck- Versorgungs-/Ableitungs-Leitung 59 zu
dem Reservetank 33 abgeleitet. Daher kann ein Zustand vermieden
werden, in dem das Bremspedal 17 nicht funktioniert oder
in dem eine Betätigungskraft unnötig groß wird,
so dass die Wirkung verbessert werden kann.
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Ferner
ist in der vorliegenden Ausführungsform durch die Aufnahme
bzw. Integration des Gegenkraftübertragungsmechanismus 91 in
den Hauptzylinder 11 die Anordnung von Hydraulikdruckleitungen
außerhalb des Hauptzylinders vereinfacht, so dass die Herstellungskosten
verringert sind.
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Während
in den jeweiligen oben beschriebenen Ausführungsformen
der Hauptzylinder 11 so ausgelegt ist, dass er den Eingangskolben 13 und den
Druckbeaufschlagungskolben 14 als Antriebskolben in dem
Zylinder 12 beweglich stützt, kann er auch so
ausgelegt sein, dass er einen einzigen Antriebskolben innerhalb
eines Zylinders stützt. In diesem Fall werden vorn und
hinten in der Bewegungsrichtung des Antriebskolbens eine erste Druckkammer
und eine zweite Druckkammer gebildet.
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INDUSTRIELLE ANWENDBARKEIT
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Wie
es oben beschrieben ist, werden durch die Bremsvorrichtung für
ein Fahrzeug gemäß der vorliegenden Ausführungsform
eine Vereinfachung der Konfiguration und eine Verringerung der Herstellungskosten
durch Integration eines Gegenkraftübertragungsmittels in
einen Antriebskolben erreicht, und die vorliegende Erfindung ist
zur Verwendung in jeder Art von Bremsvorrichtung geeignet.
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Zusammenfassung
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In
einer Bremsvorrichtung für ein Fahrzeug sind ein Eingangskolben
(13) und ein Druckbeaufschlagungskolben (14) beweglich
innerhalb eines Zylinders (12) gestützt, wodurch
eine erste Druckkammer (R1), eine zweite
Druckkammer (R2) und eine dritte Druckkammer
(R3) gebildet sind, und die zweite Druckkammer
(R2) und die dritte Druckkammer (R3) sind durch einen Verbindungsweg (28)
miteinander verbunden. Eine ECU (81) bewirkt, dass ein
Steuer-Hydraulikdruck, der durch ein erstes und ein zweites Linearventil
(38, 44) eingestellt wird, von der dritten Druckkammer
(R3) auf die zweite Druckkammer (R2) wirkt, wodurch der Druckbeaufschlagungskolben (14)
darin unterstützt wird, dass er den Steuer-Hydraulikdruck
von der ersten Druckkammer (R1) ausgeben
kann. Eine Gegenkraftkammer (R4), deren
Volumen sich verringert, wenn sich der Eingangskolben (13)
nach vorn bewegt, ist innerhalb eines Zylinders (11) angeordnet,
und ein Gegenkraftmechanismus (51), der mittels des Eingangskolbens
(13) durch eine Verformung entsprechend einer Verringerung
des Volumens der Gegenkraftkammer (R4) eine
Betätigungsgegenkraft auf ein Bremspedal (17) übertragen kann,
ist innerhalb des Eingangskolbens (13) angeordnet.
-
- 11
- HAUPTZYLINDER
- 12
- ZYLINDER
- 13
- EINGANGSKOLBEN
- 14
- DRUCKBEAUFSCHLAGUNGSKOLBEN
- 17
- BREMSPEDAL
(BETÄTIGUNGSELEMENT)
- 22
- BETÄTIGUNGSSTANGE
- 25
- GEGENKRAFTFEDER
- 27
- VORSPANNFEDER
- 28
- VERBINDUNGSWEG
- 31
- HYDRAULIKDRUCKPUMPE
- 33
- RESERVETANK
- 35
- DRUCKSPEICHER
- 36
- HYDRAULIKDRUCK-VERSORGUNGSLEITUNG
- 38
- ERSTES
LINEARVENTIL
- 43
- ERSTE
HYDRAULIKDRUCK-ABLEITUNGSLEITUNG
- 44
- ERSTES
LINEARVENTIL
- 45
- ZWEITE
HYDRAULIKDRUCK-ABLEITUNGSLEITUNG
- 51,
91
- GEGENKRAFTÜBERTRAGUNGSMECHANISMUS (GEGENKRAFTÜBERTRAGUNGSMITTEL)
- 53,
95
- GEGENKRAFTKOLBEN
- 54,
96
- VERBINDUNGSWEG
- 55,
97
- VORSPANNFEDER
- 56,
98
- ERSTER
ABLEITUNGSWEG
- 57
- ZWEITER
ABLEITUNGSWEG
- 59
- HYDRAULIKDRUCK-VERSORGUNGS-/ABLEITUNGSLEITUNG
- 60
- ABSPERRVENTIL
- 61FR,
61FL, 61RR, 61RL
- RADZYLINDER
- 62
- ABS
- 64
- ERSTE
HYDRAULIKDRUCK-VERSORGUNGSLEITUNG
- 66
- ZWEITE
HYDRAULIKDRUCK-VERSORGUNGSLEITUNG
- 71,
99
- O-RING
(DICHTELEMENT)
- 81
- ELEKTRONISCHE
STEUERUNGS- BZW. REGELUNGSEINHEIT (STEUERHYDRAULIKDRUCK-EINSTELLMITTEL)
- 82
- HUBSENSOR
- 83
- DEKOMPRESSIONSSENSOR
- 84
- ERSTER
DRUCKSENSOR
- 85
- ZWEITER
DRUCKSENSOR
- 86
- DRITTER
DRUCKSENSOR
- 93
- GUMMIELEMENT
- 94
- STÜTZKLAMMER
- R1
- ERSTE
DRUCKKAMMER
- R2
- ZWEITE
DRUCKKAMMER
- R3
- DRITTE
DRUCKKAMMER
- R4
- GEGENKRAFTKAMMER
- R5
- KOMPRESSIONSKAMMER
- R6
- DEKOMPRESSIONSKAMMER
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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