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Technisches Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Brennstoffzellensystem und sein
Betriebsverfahren.
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Stand der Technik
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Bisher
wurde ein Brennstoffzellensystem vorgeschlagen und praktisch in
Gebrauch genommen, das eine Brennstoffzelle einschließt,
die geeignet ist, mit einem Reaktionsgas (ein Brenngas und ein Oxidationsgas)
versorgt zu werden. Derzeit wird eine Technologie vorgeschlagen,
bei der eine Aktion mit niedriger Auslastung (eine Aktion in einem
Zustand des Wirkungsgrades der Leistungserzeugung geringer als jener
bei einer normalen Aktion) der Brennstoffzelle ausgeführt
wird, um die Energie des zugeführten Reaktionsgases in
mehr Wärmeenergie umzuwandeln und dadurch die Temperatur
der Brennstoffzelle anzuheben.
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Die
Aktion der Brennstoffzelle mit niedriger Auslastung wird häufig „während
des Starts" oder „während des Stoppens" der Brennstoffzelle
durchgeführt, um die Brennstoffzelle in einer Umgebung mit
niedriger Temperatur aufzuwärmen. Außerdem wurde
in den letzten Jahren ein technisches Konzept offenbart, nach dem
die Aktion mit niedriger Auslastung selbst dann durchgeführt
wird, wenn die Temperatur der Brennstoffzelle niedriger ist als „während des
normalen Betriebs" (siehe beispielsweise die
japanische, offengelegte Patentanmeldung
Nr. 2006-73501 ).
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Offenbarung der Erfindung
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Jedoch
wird „während des normalen Betriebs" einer Brennstoffzelle
Leistung von der Brennstoffzelle einer vorbestimmten Lastleistungsquelle
(z. B. einem Antriebsmotor für ein Fahrzeug) zugeführt. Deshalb
kann bei der Durchführung einer Aktion mit niedriger Auslastung
in der gleichen Weise wie bei einem herkömmlichen Beispiel
zur Bevorzugung des Temperaturanstiegs der Brennstoffzelle der Lastleistungsquelle
nicht ausreichend Leistung zugeführt werden und es kann
schwierig sein, die Lastleistungsquelle anzutreiben.
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Die
vorliegende Erfindung wurde angesichts einer solchen Situation entwickelt
und es ist eine ihrer Aufgaben, ein Brennstoffzellensystem zu schaffen, das
befähigt ist, sowohl den Betrieb der Lastleistungsquelle
als auch das Aufwärmen bei einer Aktion mit niedriger Auslastung
zu realisieren.
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Um
diese Aufgabe zu erfüllen, ist ein Brennstoffzellensystem
gemäß der vorliegenden Erfindung ein Brennstoffzellensystem
umfassend: eine Elektrizität erzeugende Brennstoffzelle
und Steuermittel zur Zuführung einer Ausgangsleistung zu
einer vorgegebenen Lastleistungsquelle, während eine Aktion
der Brennstoffzelle mit geringer Auslastung realisiert wird, wodurch
die Lastleistungsquelle betrieben und gesteuert wird, wobei das
Steuermittel die Ausgangsspannung der Brennstoffzelle während
der Aktion mit geringer Auslastung auf einen Wert einstellt, der
nicht kleiner ist als die minimale Betriebsspannung der Lastleistungsquelle.
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Außerdem
ist ein Betriebsverfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung ein Betriebsverfahren eines Brennstoffzellensystems einschließlich
einer Elektrizität erzeugenden Brennstoffzelle, wobei das Verfahren
einen Schritt zur Zuleitung einer Ausgangsleistung der Brennstoffzelle
zu einer vorgegebenen Lastleistungsquelle während der Realisierung einer
Aktion mit geringer Auslastung der Brennstoffzelle umfaßt,
wodurch die Lastleistungsquelle betrieben und gesteuert wird, wobei
der Schritt die Ausgangsspannung der Brennstoffzelle während
der Aktion mit geringer Auslastung auf einen Wert einstellt, der
nicht kleiner ist als die minimale Betriebsspannung der Lastleistungsquelle.
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Wenn
eine solche Konstruktion und Verfahrensweise angewandt wird, kann
die Aktion mit geringer Auslastung der Brennstoffzelle bei einem
Zustand realisiert werden, bei dem die Ausgangsspannung der Brennstoffzelle
auf einen Wert eingestellt ist, der nicht kleiner ist als die minimale
Betriebsspannung der vorgegebenen Lastleistungsquelle (z. B. ein Antriebsmotor
des Fahrzeugs). Deshalb kann sowohl der Betrieb der Lastleistungsquelle
als auch das Aufheizen durch die Aktion mit geringer Auslastung
realisiert werden.
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Beim
obigen Brennstoffzellensystem wird es vorgezogen, das Steuermittel
zur Einstellung der Ausgangsspannung der Brennstoffzelle während
der Aktion mit geringer Auslastung auf die minimale Betriebsspannung
der Lastleistungsquelle einzusetzen.
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In
diesem Falle kann die maximale Temperaturerhöhungswirkung
durch die Aktion mit geringer Auslastung erreicht werden, während
die minimale Betriebsspannung für den Betrieb der Lastleistungsquelle
gesichert wird.
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Überdies
wird es beim obigen Brennstoffzellensystem vorgezogen, das Steuermittel
zur Steuerung der Ausgangsleistung der Brennstoffzelle ansprechend
auf eine Ausgabeanforderung von der Lastleistungsquelle und zur Änderung
der Ausgangsleistung einzusetzen, während eine konstante
Ausgangsspannung der Brennstoffzelle in einem Falle aufrechterhalten
wird, in dem sich die Ausgabeanforderung von der Lastleistungsquelle ändert.
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Wenn
eine solche Konstruktion angewandt wird, kann die Ausgangsspannung
der Brennstoffzelle selbst in einem Falle konstant gehalten werden,
in dem die Ausgangsspannung der Brennstoffzelle in Übereinstimmung
mit der Änderung der Ausgabeanforderung von der Lastleistungsquelle
geändert wird. Deshalb kann das Auftreten einer elektrischen
Ladung oder Entladung aufgrund der Änderung der Ausgangsspannung
der Brennstoffzelle unterdrückt werden, so daß die
Präzision der Steuerung der Ausgangsleistung verbessert
werden kann. Überdies kann die Ausgangsspannung der Brennstoffzelle
auf der minimalen Betriebsspannung gehalten werden, wie sie ist,
selbst wenn die Ausgabeanforderung von der Lastleistungsquelle sich ändert,
so daß die maximale Temperaturerhöhungswirkung
durch die Aktion mit geringer Auslastung konstant erhalten werden kann.
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Des
weiteren kann beim Brennstoffzellensystem das Steuermittel zur Einstellung
der Ausgangsspannung der Brennstoffzelle auf einen Wert geringer
als die minimale Betriebsspannung der Lastleistungsquelle eingesetzt
werden, um die Aktion mit geringer Auslastung in einem Falle zu
realisieren, in dem beurteilt wird, daß keine Ausgabeanforderung von
der Lastleistungsquelle vorliegt.
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Wenn
eine solche Konstruktion angewandt wird und keine Ausgabeanforderung
von der Lastleistungsquelle vorliegt, kann die Ausgangsspannung
der Brennstoffzelle auf den Wert eingestellt werden, der kleiner
ist als die minimale Betriebsspannung der Lastleistungsquelle, um
die Aktion mit geringer Auslastung zu realisieren. Deshalb kann
die für den Antrieb der Lastleistungsquelle eingesetzte
Kraftenergie in thermische Energie umgewandelt werden und tatsächlich
für die effiziente Aufheizung genutzt werden, und die Zeit
für die Temperaturerhöhung kann verkürzt
werden.
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Überdies
kann beim Brennstoffzellensystem der Antriebsmotor des Fahrzeugs
als Lastleistungsquelle eingesetzt werden und Auswahlmittel zur
Auswahl einer Betriebsweise des Antriebsmotors des Fahrzeugs können
vorgesehen werden. In einem solchen Falle ist es möglich,
das Steuermittel einzusetzen, um zu beurteilen, daß keine
Ausgabeanforderung vom Antriebsmotor des Fahrzeugs vorliegt, wenn
die vom Auswahlmittel ausgewählte Betriebsweise des Antriebsmotors
des Fahrzeugs die neutrale Betriebsweise oder die dem Parken zugeordnete Betriebsweise
ist.
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Außerdem
wird es beim Brennstoffzellensystem vorgezogen, das Steuermittel
zur Fortsetzung des Betriebs und der Steuerung des Antriebsmotors des
Fahrzeugs einzusetzen, wenn die durch das Auswahlmittel gewählte
Betriebsweise des Antriebsmotors des Fahrzeugs eine neutrale Betriebsweise oder
eine dem Parken zugeordnete Betriebsweise ist und die gegenelektromotorische
Spannung des Antriebsmotors des Fahrzeugs größer
ist als eine vorgegebene Bezugsspannung.
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Falls
eine solche Konstruktion verwendet wird, kann der Betrieb und die
Steuerung des Antriebsmotors des Fahrzeugs fortgesetzt werden, wenn
die Betriebsweise des Antriebsmotors des Fahrzeugs die neutrale
Betriebsweise oder die dem Parken zugeordnete Betriebsweise ist,
aber die gegenmotorische Spannung des Antriebsmotors des Fahrzeugs
größer ist als die vorgegebene Bezugsspannung
(z. B. eine Systemspannung während der Aktion mit geringer
Auslastung). Folglich kann die Beschädigung eines Wechselrichters
aufgrund der gegenmotorischen Spannung des Antriebsmotors des Fahrzeugs
oder dergleichen unterdrückt werden.
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Gemäß der
vorliegenden Erfindung kann ein Brennstoffzellensystem vorgesehen
werden, das befähigt ist, sowohl den Betrieb der Lastleistungsquelle als
auch die Aufheizung durch die Aktion mit geringer Auslastung zu
realisieren.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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1 ist
ein Schaltbild eines Brennstoffzellensystems gemäß einer
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
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2A ist
ein erläuterndes Schaubild, das eine Beziehung zwischen
einer Ausgangsleistung und einem Leistungsverlust während
einer normalen Aktion des in 1 gezeigten
Brennstoffzellensystems zeigt;
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2B ist
ein erläuterndes Schaubild, das eine Beziehung zwischen
einer Ausgangsleistung und einem Leistungsverlust während
einer Aktion bei geringer Auslastung des in 1 gezeigten
Brennstoffzellensystems zeigt;
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3 ist
ein Strom-Spannungs-Diagramm, während der normalen Aktion
und der Aktion bei geringer Auslastung des in 1 gezeigten
Brennstoffzellensystems;
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4 ist
ein Ablaufdiagramm zur Erläuterung eines Betriebsverfahrens
des in 1 gezeigten Brennstoffzellensystems; und
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5 ist
ein Ablaufdiagramm zur Erläuterung eines zweiten Betriebsverfahrens
bei geringer Auslastung des in 1 gezeigten
Brennstoffzellensystems.
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Beste Weise die Erfindung
auszuführen
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Nachfolgend
wird ein Brennstoffzellensystem gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben.
Bei der vorliegenden Ausführungsform wird ein Beispiel
beschrieben, bei dem die vorliegende Erfindung bei einem bordeigenen
Leistungserzeugungssystem eines Brennstoffzellenfahrzeugs angewandt
wird.
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Zunächst
wird unter Bezugnahme auf die 1 bis 3 die
Konstruktion eines Brennstoffzellensystems 1 nach der Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung beschrieben.
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Wie
in 1 gezeigt, schließt das Brennstoffzellensystem 1 gemäß der
vorliegenden Erfindung eine Brennstoffzelle 2 ein, der
ein Reaktionsgas (ein Oxidationsgas und ein Brenngas) zur Erzeugung von
Elektrizität zugeführt wird; ein Leitungssystem 3 für
Oxidationsgas, das der Brennstoffzelle 2 Luft als Oxidationsgas
zuführt; ein Brenngasleitungssystem 4, das der
Brennstoffzelle 2 ein Wasserstoffgas als das Brenngas zuführt,
ein Leistungssystem 5, das die Leistung des Systems lädt
und entlädt; eine Steuervorrichtung 6, die allgemein
das ganze System steuert, und dergleichen.
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Die
Brennstoffzelle 2 wird von beispielsweise einer Bauart
mit festem Polymer-Elektrolyt gebildet und schließt eine
Stapelkonstruktion ein, bei der eine große Zahl von Zelleneinheiten
geschichtet ist. Jede Zelleneinheit der Brennstoffzelle 2 besitzt
einen Kathodenpol (einen Luftpol) auf einer Seitenfläche
eines von einer Elektronenaus tauschmembran gebildeten Elektrolyten,
einen Anodenpol (einen Brennstoffpol) auf der anderen Seitenfläche
des Elektrolyten und ein Paar von Separatoren, die den Kathodenpol
und den Anodenpol von beiden Seiten her sandwichartig einschließen.
Ein Brenngas wird einem Brenngaskanal eines der Separatoren zugeführt,
das Oxidationsgas wird einem Oxidationsgaskanal des anderen Separators
zugeführt, und die auf diese Weise zugeführten
Gase erzeugen in der Brennstoffzelle 2 Elektrizität.
An der Brennstoffzelle 2 sind ein Stromsensor 2a und
ein Spannungssensor 2b zur Ermittlung eines Stroms und
einer Spannung (eines Ausgangsstroms und einer Ausgangsspannung) während
der Leistungserzeugung angebracht, sowie ein Temperatursensor 2c zur
Feststellung der Temperatur der Brennstoffzelle 2. Es ist
festzuhalten, daß die Brennstoffzelle 2 außer
der Bauart mit festem Polymer-Elektrolyt jede andere Bauart verwenden
kann, wie die Phosphorsäurebauart oder die Schmelzkarbonatbauart.
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Das
Leitungssystem 3 für Oxidationsgas besitzt einen
Luftkompressor 31, einen Oxidationsgasversorgungskanal 32,
ein Befeuchtungsmodul 33, einen Kathodenabgaskanal 34,
einen Verdünner 35, einen Motor M1 zum Antrieb
des Luftkompressors 31 und dergleichen.
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Der
Luftkompressor 31 wird durch eine Antriebskraft des Motors
M1 angetrieben, der in Übereinstimmung mit einem Steuerbefehl
der Steuervorrichtung 6, dem Kathodenpol der Brennstoffzelle 2 aus
der Außenluft entnommenen Sauerstoff (das Oxidationsgas) über
einen (nicht dargestellten) Luftfilter zuzuführen, in Betrieb
gesetzt wird. Der Oxidationsgasversorgungskanal 32 ist
ein Gaskanal für die Weiterleitung von durch den Luftkompressor 31 gefördertem
Sauerstoff an den Kathodenpol der Brennstoffzelle 2. Ein
Kathodenabgas wird vom Kathodenpol der Brennstoffzelle 2 abgeführt.
Zusätzlich zu dem für die Zellenreaktion der Brennstoffzelle 2 benutzten
Sauerstoffabgas schließt das Kathodenabgas auf der Seite
des Kathodenpols erzeugten Pumpwasserstoff (pumping hydrogen) und
dergleichen ein. Dieses Kathodenabgas schließt einen Wassergehalt
ein, der durch die Zellenreaktion der Brennstoffzelle 2 erzeugt
wird, und gelangt deshalb in einen hochfeuchten Zustand.
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Das
Befeuchtungsmodul 33 führt einen Austausch des
Wassergehalts zwischen dem durch den Oxidationsgasversorgungskanal 32 strömenden
und einen niedrigen Befeuchtungszustand aufweisenden Oxidationsgas
und dem durch den Kathodenabgaskanal 34 strömenden
und den hochfeuchten Zustand aufweisenden Kathodenabgas durch und
befeuchtet in geeigneter Weise das der Brennstoffzelle 2 zugeführte
Oxidationsgas. Der Kathodenabgaskanal 34 ist ein Gaskanal
zur Ableitung des Kathodenabgases aus dem System und ist mit einem
Luftdruckeinstellventil A1 nahe einem Kathodenpolausgang des Gaskanals
versehen. Der Rückdruck des der Brennstoffzelle 2 zugeführten
Oxidationsgases wird durch das Luftdruckeinstellventil A1 eingestellt.
Der Verdünner 35 verdünnt die Ableitungskonzentration
des Wasserstoffabgases in einem vorgegebenen Konzentrationsbereich
(ein Bereich, der auf der Basis eines Umweltstandards oder dergleichen
vorgegeben ist). Der Verdünner 35 ist mit der
stromab gelegenen Seite des Kathodenabgaskanals 34 und
der stromab gelegenen Seite eines später beschriebenen
Anodenabgaskanals 44 verbunden und ein Wasserstoffabgas und
das Sauerstoffabgas werden vermischt, verdünnt und aus
dem System abgeleitet.
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Das
Brenngasleitungssystem 4 besitzt eine Brenngasversorgungsquelle 41,
einen Brenngasversorgungspfad 42, einen Brenngaskreislaufpfad 43, den
Anodenabgaskanal 44, eine Pumpe 45 für
den Wasserstoffkreislauf und dergleichen.
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Die
Brenngasversorgungsquelle 41 ist ein Mittel zur Zufuhr
eines Brenngases, wie das Wasserstoffgas, zur Brennstoffzelle 2 und
wird beispielsweise von einem Hochdruckwasserstofftank, einem Wasserstoffspeichertank,
oder dergleichen gebildet. Der Brenngasversorgungspfad 42 ist
ein Gaskanal zur Führung des von der Brenngasversorgungsquelle 41 abgegebenen
Brenngases zum Anodenpol der Brennstoffzelle 2, und der
Gaskanal ist von der stromauf gelegenen Seite zur stromab gelegenen Seite
aufeinanderfolgend mit Ventilen, wie einem Tankventil H1, einem
Wasserstoffversorgungsventil H2 und einem Brennstoffzelleneinlaßventil
H3 versehen. Das Tankventil H1, das Wasserstoffversorgungsventil
H2 und das Brennstoffzelleneinlaßventil H3 sind Absperrventile,
um das Brenngas der Brennstoffzelle 2 zuzuführen (oder
abzusperren) und werden beispielsweise von elektromagnetischen Ventilen
gebildet.
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Der
Brenngaskreislaufpfad 43 ist ein Kanal für rückzuführendes
Gas, um Gas, das nicht an der Reaktion teilgenommen hat, zur Brennstoffzelle 2 zurückzuführen,
und der Gaskanal ist mit einem Auslaßventil H4 der Brennstoffzelle,
der Pumpe 45 für den Wasserstoffkreislauf und
dem Rückschlagventil 46 versehen, die von der
stromauf gelegenen Seite zur stromab gelegenen Seite aufeinanderfolgend
angeordnet sind. Das von der Brennstoffzelle 2 abgegebene,
einen geringen Druck aufweisende Brenngas, das nicht an der Reaktion
teilgenommen hat, wird in geeigneter Weise von der durch die Antriebskraft
des Motors M2 angetriebenen Pumpe 45 für den Wasserstoffkreislauf
unter Druck gesetzt, der in Übereinstimmung mit einem Steuerbefehl
von der Steuervorrichtung 6 in Aktion tritt, und das Gas
wir dem Brenngasversorgungspfad 42 zugeführt.
Die Gegenströmung des Brenngases vom Brenngasversorgungspfad 42 zum
Brenngaskreislaufpfad 43 wird durch das Rückschlagventil 46 verhindert.
Der Anodenabgaskanal 44 ist ein Gaskanal, um das von der
Brennstoffzelle 2 abgegebene, das Wasserstoffabgas enthaltende
Anodenabgas aus dem System abzuführen, und ist mit einem
Spülventil H5 versehen.
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Das
Leistungssystem 5 schließt einen Hochspannungs-Gleichspannungswandler 51,
eine Batterie 52, einen Antriebsumrichter, einen Hilfsmaschinenumrichter 54,
einen Fahrmotor M3, einen Hilfsmaschinenmotor M4 und dergleichen
ein.
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Der
Hochspannungs-Gleichspannungswandler 51 ist ein Gleichspannungswandler
und hat die Funktion, den Gleichspannungseingang von der Batterie 52 zur
Ausgabe der Spannung zur Seite des Antriebsumrichters 53 zu
regeln, sowie die Funktion, den Gleichspannungseingang von der Brennstoffzelle 2 oder
dem Fahrmotor M3 zur Ausgabe der Spannung an die Batterie 52 zu
regeln. Diese Funktionen des Hochspannungs-Gleichspannungswandlers 51 realisieren
das Laden/Entladen der Batterie 52. Außerdem steuert
der Hochspannungs-Gleichspannungswandler 51 die Ausgangsspannung
der Brennstoffzelle 2.
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Die
Batterie 52 ist eine ladbare/entladbare Sekundärbatterie
und weist jede Art einer Sekundärbatterie auf (z. B. eine
Nickel-Wasserstoff-Batterie oder dergleichen). Die Batterie 52 kann
eine überschüssige Leistung oder eine Hilfszufuhr
an Leistung durch die Steuerung eines (nicht gezeigten) Batteriecomputers
laden. Die Spannung (pressure) eines Teils der durch die Brennstoffzelle 2 erzeugten Gleichstromleistung
wird durch den Hochspannungs-Gleichspannungswandler 51 zum
Laden der Batterie 52 angehoben/abgesenkt. An die Batterie 52 ist
ein SOC-Sensor 5a angefügt, der den Ladezustand
(SOC = state of charge) der Batterie 52 feststellt. Es
ist anzumerken, daß statt der Batterie 52 ein anderer
ladbarer/entladbarer Speicher (z. B. ein Kondensator) eingesetzt
werden kann.
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Der
Antriebsumrichter 53 und der Hilfsmaschinenumrichter 54 sind
Inverter mit Pulsbreitenmodulation (PWM), die ansprechend auf den
gegebenen Steuerbefehl die Gleichstromausgangsleistung aus der Brennstoffzelle 2 oder
der Batterie 52 in eine Dreiphasen-Wechselstromleistung
umwandelt, um die Leistung dem Fahrmotor M3 und dem Hilfsmaschinenmotor
M4 zuzuführen. Der Fahrmotor M3 ist ein Motor (ein Fahrzeugantriebsmotor)
für Antriebsräder 7L, 7R und
ist eine Ausführungsform einer Lastleistungsquelle bei
der vorliegenden Erfindung. Am Fahrmotor M3 ist ein Drehzahlermittlungssensor 5b angeordnet,
der die Motordrehzahl feststellt. Der Hilfsmaschinenmotor M4 ist
ein Motor zum Antrieb jeder Art von Hilfsmaschine und bezieht sich
allgemein auf den Motor M1 für den Antrieb des Luftkompressors 31,
den Motor M2 zum Antrieb der Pumpe 45 für den
Wasserstoffkreislauf und dergleichen.
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Die
Steuervorrichtung 6 wird von einer CPU, einem ROM, einem
RAM und dergleichen gebildet und steuert allgemein jede Einheit
des Systems auf der Basis eines jeden eingehenden Sensorsignals. Insbesondere
berechnet die Steuervorrichtung 6 eine geforderte Ausgangsleistung
der Brennstoffzelle 2 auf der Basis der Sensorsignale,
die von einem den Öffnungsgrad des Fahrpedals feststellenden
Fahrpedalsensor 6a, einem SOC-Sensor 5a, dem Drehzahlsensor 5b und
dergleichen ausgehen. Dann steuert die Steuervorrichtung 6 die
Ausgangsspannung und den Ausgangsstrom der Brennstoffzelle 2, um
die Ausgangsleistung zu erzeugen, die dieser geforderten Ausgangsleistung
entspricht. Überdies steuert die Steuervorrichtung 6 eine
Ausgangsimpulsbreite und dergleichen des Antriebsumrichters 53 und
des Hilfsmaschinenumrichters 54 zur Steuerung des Fahrmotors
M3 und des Hilfsmaschinenmotors M4.
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Zudem
stellt die Steuervorrichtung 6 die Temperatur der Brennstoffzelle 2 auf
der Basis des von dem in der Brennstoffzelle 2 vorgesehenen
Temperatursensors 2c ausgegebenen Sensorsignals fest und
vergleicht die festgestellte Temperatur mit einer vorgegebenen Vergleichstemperatur,
um zu beiurteilen, ob ein Aufheizen erforderlich ist oder nicht.
Des weiteren führt die Steuervorrichtung 6 die
normale Betriebssteuerung durch, falls die Temperatur der Brennstoffzelle 2 die
Vergleichstemperatur überschreitet und die Vorrichtung
feststellt, daß ein Aufheizen unnötig ist. Dabei
ist die normale Betriebssteuerung jene Verfahrensweise, bei der
die Aktion bei einem hochwirksamen Betriebspunkt (d. h. der Betriebspunkt,
der nur einen geringen Leistungsverlust aufweist) ausgeführt
wird, ohne das Aufheizen durchzuführen. Andererseits führt
die Steuervorrichtung 6 eine Betriebsweise mit geringer
Effizienz (eine Betriebsweise, die die Aktion an einem Betriebspunk mit
geringer Leistungserzeugungseffizienz durchführt,) in dem
Falle durch, bei dem die Temperatur der Brennstoffzelle 2 gleich
der Vergleichstemperatur ist oder geringer als diese und die Vorrichtung
feststellt, daß das Aufheizen erforderlich ist.
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Nun
wird das Verhältnis zwischen der normalen Betriebsweise
und der Betriebsweise mit geringer Effizienz unter Bezugnahme auf
die 2A und 2B beschrieben.
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In
den 2A und 2B zeigt
die Abszisse den Ausgangsstrom an und die Ordinate die Ausgangsspannung
und die der geöffneten Schaltung entsprechende Spannung
(OCV) ist eine Spannung bei einem Zustand, bei dem es keinem Strom
gestattet ist, durch die Brennstoffzelle 2 zu fließen.
Im Allgemeinen führt in der Brennstoffzelle 2,
die befähigt ist, die in den 2A (2B)
gezeigten Strom/Spannungs-Charakteristika (I/V-Charakteristika)
anzunehmen, wie in 2A gezeigt die Steuervorrichtung 6 die
Aktion bei einem normalem Betriebspunkt (I0,
V0) durch, bei dem der Leistungsverlust
in Bezug zur Ausgangsspannung klein ist. Andererseits führt
die Steuervorrichtung 6, wenn ein Aufheizvorgang durchgeführt wird,
wie in 2B gezeigt die Aktion bei einem
Betriebspunkt (IL, VL)
mit niedriger Auslastung mit einem großen Leistungsverlust
durch, um die interne Temperatur der Brennstoffzelle 2 anzuheben.
Bei einem Verfahren zur Durchführung einer solchen Aktion
bei niedriger Auslastung kann, was die durch eine Reaktion zwischen
Wasserstoff und Sauerstoff gewonnene Energie betrifft, der Anteil an
Verlustleistung (Wärmeenergie) positiv erhöht werden,
so daß eine schnelle Aufheizung realisiert werden kann.
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Es
ist anzumerken, daß die 3 eine I/V-Kennlinie
(durchgezogene Linie) während der normalen Aktion und eine
I/V-Kennlinie (unterbrochene Linie) während der Aktion
mit niedriger Auslastung zeigt, und die Betriebspunkte können
während der normalen Aktion und der Aktion mit niedriger
Auslastung durch Verwendung dieser Kennlinien ermittelt werden.
Die I/V-Kennlinie (die unterbrochene Kennlinie) während
der Aktion mit geringer Auslastung kann in geeigneter Weise in Übereinstimmung
mit der Leistungsanforderung vom Fahrmotor M3 eingestellt werden
und die 3 zeigt ein Beispiel der Kennlinie.
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Des
weiteren realisiert die Steuervorrichtung 6 zwei Arten
von Aktionen mit geringer Auslastung. Insbesondere in einem Falle,
in dem die Steuervorrichtung 6 beurteilt, daß es
keinerlei Leistungsanforderung vom Fahrmotor M3 gibt, realisiert
die Vorrichtung die Aktion mit geringer Auslastung (eine erste Aktion
mit geringer Auslastung), die keine positive Antriebssteuerung des
Fahrmotors M3 zur Folge hat. Andererseits realisiert in dem Falle,
in dem die Steuervorrichtung 6 beurteilt, daß die
Anforderung von Leistung vom Fahrmotor M3 besteht, die Aktion mit geringer
Auslastung (eine zweite Aktion mit geringer Auslastung), die eine
positive Antriebssteuerung des Fahrmotors M3 zur Folge hat. Das
heißt, die Steuervorrichtung 6 ist eine Ausführungsform
des Steuermittels bei der vorliegenden Erfindung.
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Außerdem
berechnet die Steuervorrichtung 6 die für den
Betrieb des Fahrmotors 3 mindestens erforderliche Ausgangsspannung
der Brennstoffzelle 2 (die minimale Betriebsspannung: z.
B. Vlim, gezeigt in 3) basierend
auf der gegenelektromotorischen Spannungskonstante, der Drehzahl,
der maximalen Ausgangsleistung und dergleichen des Fahrmotors M3. Überdies
stellt, wie in 3 durch einen Betriebspunkt
P1 gezeigt, die Steuervorrichtung 6 die
Ausgangsspannung (VL2) der Brennstoffzelle 2 bei
der zweiten Aktion mit geringer Auslastung auf einen Wert ein, der
kleiner ist als die minimale Antriebsspannung (Vlim).
Bei der zweiten Aktion mit geringer Auslastung ist, wie durch einen
Betriebspunkt Plim (I, Vlim)
in 3 gezeigt, die Ausgangsspannung (VL2) der
Brennstoffzelle 2 vorzugsweise auf einen Wert gleich der
minimalen Betriebsspannung eingestellt.
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Des
weiteren ändert die Steuervorrichtung 6 die Ausgangsleistung,
während die Ausgangsspannung der Brennstoffzelle 2 auf
einem konstanten Wert (der minimalen Betriebsspannung) gehalten wird,
wenn sich die Anforderung nach Ausgangsleistung vom Fahrmotor M3
während der zweiten Aktion mit geringer Auslastung ändert.
Beispielsweise ändert die Steuervorrichtung 6 den
Ausgangsstrom von I nach I', wenn sich die Anforderung nach Ausgangsleistung
vom Fahrmotor M3 von Plim nach Plim' ändert, während die
Ausgangsspannung der Brennstoffzelle 2, wie in 3 gezeigt,
auf der minimalen Betriebsspannung Vlim gehalten
wird.
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Zudem
beurteilt die Steuervorrichtung 6 das Vorhandensein der
Anforderung nach Ausgangsleistung vom Fahrmotor M3 auf der Basis
eines von einem Bedienungsabschnitt 8 (Auswahlmittel) ausgesandten
Signals von einem Bedienungsabschnitt 8 (Auswahlmittel),
der von einem Schalthebel oder dergleichen zur Auswahl der Betriebsweise
des Fahrmotors M3 (P: Parken, R: Rückwärtsfahrt,
N: Neutraler Betriebszustand, D: Vorwärtsfahrt, B: regeneratives Bremsen)
gebildet wird. Insbesondere in einem Falle, in dem die Steuervorrichtung 6 ein
Signal empfängt, das anzeigt, daß die durch den
Bedienungsabschnitt 8 ausgewählte Betriebsweise
des Fahrmotors M3 Parken (P) oder Neutral (N) ist, beurteilt die
Vorrichtung, daß vom Fahrmotor M3 keine Anforderung nach
Ausgangsleistung zur Realisierung der ersten Aktion mit geringer
Auslastung gibt. Andererseits, falls die Steuervorrichtung 6 ein
Signal empfängt, das anzeigt, daß die vom Bedienungsabschnitt 8 ausgewählte
Betriebsweise des Fahrmotors M3 Rückwärtsfahrt
(R), Vorwärtsfahrt (D) oder regeneratives Bremsen (B) ist,
beurteilt die Vorrichtung, daß vom Fahrmotor M3 eine Anforderung
nach Ausgangsleistung zur Realisierung der zweiten Aktion mit geringer Auslastung
besteht.
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Es
ist anzumerken, daß, wenn die gegenelektromotorische Spannung
des Fahrmotors M3 größer ist als eine vorgegebene
Bezugsspannung (z. B. die Systemspannung während der zweiten
Aktion mit geringer Auslastung) und die Steuervorrichtung 6 die Steuerung
des Antriebsumrichters 53 stoppt, die gegenelektromotorische
Leistung des Fahrmotors M3 auf den Antriebsumrichter 53 wirkt.
Folglich setzt die Vorrichtung die Betriebssteuerung des Fahrmotors M3
(die Steuerung des Antriebsumrichters) fort, selbst wenn die Steuervorrichtung 6 das
Signal empfangt, daß die durch den Bedienungsabschnitt 8 ausgewählte
Betriebsweise des Fahrmotors M3 das Parken (P) oder Neutral (N)
ist, wenn die gegenelektromotorische Spannung des Fahrmotors M3
größer als die vorgegebene Bezugsspannung ist.
Bei der vorliegenden Ausführungsform berechnet die Steuervorrichtung 6 die
gegenelektromotorische Leistung des Fahrmotors M3 auf der Basis
einer mit der Drehzahl des Fahrmotors M3 verbundenen Information
oder dergleichen, ausgesandt vom Drehzahlermittlungssensor 5b.
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Nun
wird das Betriebsverfahren des Brennstoffzellensystems 1 gemäß der
vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf die Ablaufdiagramme nach
den 4 und 5 beschrieben.
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Zunächst
ermittelt die Steuervorrichtung 6 die Temperatur der Brennstoffzelle 2 auf
der Basis der Sensorsignals, das vom Temperatursensor 2c ausgegeben
wird (ein Temperaturermittlungsschritt: S1) und vergleicht die festgestellte
Temperatur mit der vorgegebenen Bezugstemperatur, um zu beurteilen,
ob ein Aufheizen nötig ist oder nicht (ein Aufheizbeurteilungsschritt:
S2). Wenn beim Aufheizbeurteilungsschritt S2 die Temperatur der
Brennstoffzelle 2 die Bezugstemperatur überschreitet
und die Steuervorrichtung 6 beurteilt, daß eine
Aufheizung unnötig ist, realisiert die Vorrichtung die
normale Aktion (Schritt zur normalen Aktion: S6). Andererseits,
wenn beim Aufheizbeurteilungsschritt: S2 die Temperatur der Brennstoffzelle 2 gleich
der Bezugstemperatur oder geringer ist und die Steuervorrichtung 6 beurteilt,
daß eine Aufheizung erforderlich ist, stellt die Vorrichtung
das Vorhandensein einer Anforderung nach Ausgangsleistung vom Fahrmotor
M3 fest (Schritt zur Beurteilung der Leistungsausgabeforderung:
S3).
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Beim
Schritt S3 zur Beurteilung der Leistungsausgabeforderung realisiert
die Vorrichtung, falls die Steuervorrichtung 6 feststellt,
daß keine Anforderung zur Leistungsausgabe vom Fahrmotor
M3 besteht, die erste Aktion mit geringer Auslastung (Schritt zur
ersten Aktion mit geringer Auslastung: S4). Beim Schritt S4 zur
ersten Aktion mit geringer Auslastung stellt die Steuervorrichtung 6 einen
Zielbetriebspunkt ein, d. h. einen angezielten Befehlswert für
den Ausgangsstrom und einen angezielten Befehlswert für
die Ausgangsspannung (beispielsweise der Betriebspunkt P1 (IL1, VL1), gezeigt in 3. In diesem
Falle stellt die Steuervorrichtung 6 den Befehlswert für
die Ausgangsspannung der Brennstoffzelle 2 auf einen Wert
ein, der geringer ist als die minimale Antriebsspannung des Fahrmotors
M3 (z. B. Vlim in 3). Dann
führt die Steuervorrichtung 6 eine Steuerung durch,
um die durch den Spannungssensor 2b festgestellte Ausgangsspannung
der Brennstoffzelle 2 durch Benützung des Hochspannungs-Gleichspannungswandlers 51 nahe
an den Befehlswert der Ausgangsspannung heranzubringen, und die
Vorrichtung senkt eine der Brennstoffzelle 2 zuzuführende
Luftmenge durch Gebrauch des Luftkompressors 31 oder des
Luftdruckeinstellventils A1, wodurch eine Steuerung durchgeführt
wird, um den durch den Stromsensor 2a festgestellten Ausgangsstrom
der Brennstoffzelle 2 nahe an den Befehlswert des Ausgangsstroms
heranzubringen. Die Steuervorrichtung 6 beendet die erste
Aktion mit geringer Auslastung, wenn die Temperatur der Brennstoffzelle 2 die
vorgegebene Bezugstemperatur überschreitet.
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Andererseits
realisiert die Vorrichtung die zweite Aktion mit geringer Auslastung
(ein Schritt zur zweiten Aktion mit geringer Auslastung: S5) beim Schritt
S3 zur Beurteilung der Leistungsausgabeforderung, falls die Steuervorrichtung 6 urteilt,
daß eine Forderung nach Leistungsausgabe vom Fahrmotor 6 besteht.
Hier wird nun der Schritt S5 zur zweiten Aktion mit geringer Auslastung
unter Bezugnahme auf ein Ablaufdiagramm in 5 beschrieben.
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Zunächst
berechnet die Steuervorrichtung 6 die Leistungsausgabeanforderung
an die Brennstoffzelle 2 auf der Basis der Sensorsignale,
die vom SOC-Sensor 5a, dem Drehzahlermittlungssensor 5b und
dergleichen ausgesandt werden (Schritt zur Berechnung der geforderten
Ausgangsleistung: S10). Anschließend berechnet die Steuervorrichtung 6 die minimale
Antriebsspannung (z. B. Vlim, in 3)
des Fahrmotors M3 als Befehlswert der Ausgangsspannung auf der Basis
der gegenelektromotorischen Spannungskonstante, der Drehzahl, der
maximalen Ausgangsleistung und dergleichen der Fahrmotors M3 (ein
Schritt zur Berechnung des Spannungsbefehlswerts: S11).
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Anschließend
berechnet die Steuervorrichtung 6 den Befehlswert des Ausgangsstroms
auf der Basis der I/V-Kennlinie entsprechend der beim Schritt S10
zur Berechnung der geforderten Ausgangsleistung berechneten, geforderten
Ausgangsleistung und der minimalen Antriebsspannung (der Befehlswert
der Ausgangsspannung) berechnet beim Schritt S11 zur Berechnung
des Spannungsbefehlswerts (ein Schritt zur Berechnung des Strombefehlswerts:
S12). Beispielsweise berechnet die Steuervorrichtung 6 den
Befehlswert I des Ausgangsstroms basierend auf der als unterbrochene
Linier in 3 gbezeigten I/V-Kennlinie und
der berechneten minimalen Antriebsspannung Vlim.
Folglich wird der Betriebspunkt Plim (I,
Vlim) während der zweiten Aktion mit
geringer Auslastung bestimmt.
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Es
ist anzumerken, daß, wenn der beim Schritt S11 zur Berechnung
des Spannungsbefehlswerts berechnete Wert der minimalen Betriebsspannung übermäßig
klein ist, angenommen wird, daß der beim Schritt S12 zur
Berechnung des Strombefehlswerts berechnete Strombefehlswert übermäßig
groß ist. Deshalb stellt die Steuervorrichtung 6 einen
oberen Grenzwert (Ilim) für den
Befehlswert des Ausgangsstroms ein und verschiebt automatisch den
Betriebspunkt während der zweiten Aktion mit geringer Auslastung
auf den den oberen Grenzwert (Ilim) des Befehlswerts
des Ausgangsstroms einschließenden Betriebspunkt, wenn
der berechnete Befehlswert des Ausgangsstroms diesen oberen Grenzwert
(Ilim) überschreitet. Der Befehlswert
(V) der Ausgangsspannung des verschobenen Betriebspunkts ist ein
Wert (ein Wert größer als die minimale Betriebsspannung), der
auf der Basis der I/V-Kennlinie entsprechend der beim Schritt S10
zur Berechnung der geforderten Ausgangsleistung berechneten geforderten
Ausgangsleistung und dem oberen Grenzwert (Ilim)
des Befehlswert des Ausgangsstroms.
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Nach
der Feststellung des Befehlswerts des Ausgangsstroms durch diesen
Schritt S12 zur Berechnung des Strombefehlswerts bestimmt die Steuervorrichtung 6 ein
stöchiometrisches Luftverhältnis auf der Basis
des ermittelten Befehlswerts des Ausgangsstroms (ein Schritt zur
Festlegung des stöchiometrischen Luftverhältnisses:
S13). Dabei ist das stöchiometrische Luftverhältnis
ein übermäßiges Verhältnis der
aktuellen Luftzufuhrmenge in Bezug auf die zur Erzeugung des Ausgangsstroms
erforderliche theoretische Luftversorgungsmenge. Bei der vorliegenden
Ausführungsform ist das stöchiometrische Luftverhältnis
bestimmt auf der Basis einer speziellen Kennlinie, die eine Beziehung
zwischen dem Befehlswert des Ausgangsstroms und dem stöchiometrischen
Luftverhältnis anzeigt.
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Anschließend
berechnet die Steuervorrichtung 6 den Durchfluß (einen
erforderlichen Luftdurchfluß) des der Brennstoffzelle 2 zuzuführenden
Oxidationsgases auf der Basis des beim Schritt S13 zur Festlegung
des stöchiometrischen Luftverhältnisses bestimmten
stöchiometrischen Luftverhältnisses (ein Schritt
zur Berechnung des Luftdurchflusses: S14). Bei der vorliegenden
Ausführungsform wird das stöchiometrische Luftverhältnis
in eine Formel zur Berechnung des erforderlichen Luftdurchflusses
eingesetzt. Dann vergleicht die Steuervorrichtung 6 den beim
Schritt S12 zur Berechnung des Strombefehlswerts berechneten Befehlswert
des Ausgangsstroms mit dem vom Stromsensor 2a ermittelten
Ausgangsstromwert (ein aktuell gemessener Stromwert), um eine Differenz
zu berechnen, und korrigiert den erforderlichen Luftdurchfluß auf
der Basis der berechneten Differenz (ein Schritt zur Korrektur des
Luftdurchflusses; S15).
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Anschließend
berechnet die Steuervorrichtung 6 die Drehzahl des Luftkompressors 31 auf
der Basis des beim Schritt S15 zur Korrektur des Luftdurchflusses
korrigierten, erforderlichen Luftdurchflusses, treibt den Motor
M2 des Luftkompressors 31 an und steuert ihn unter Verwendung
dieser Drehzahl als Befehlsdrehzahl, um den Strom der Brennstoffzelle 2 zu
steuern, und führt eine Spannungssteuerung durch, um die
durch den Spannungssensor 2b festgestellte Ausgangsspannung
der Brennstoffzelle 2 durch den Einsatz des Hochspannungs-Gleichspannungswandlers 51 nahe
an den Befehlswert der Ausgangsspannung heranzubringen (ein Schritt
zur Spannungssteuerung: S16).
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Danach
beurteilt die Steuervorrichtung 6 auf der Basis des vom
Temperatursensor 2c zugeführten Sensorsignals,
ob die festgestellte Temperatur der Brennstoffzelle 2 die
Bezugstemperatur überschreitet oder nicht, das heißt,
ob die Aufheizung beendet werden kann oder nicht (ein Schritt zur
Beurteilung der Aufheizung: S17). Falls die Steuervorrichtung 6 urteilt,
daß die Temperatur der Brennstoffzelle 2 die Bezugstemperatur
nicht überschreitet und die Aufheizung fortzusetzen ist,
kehrt die Vorrichtung zum Schritt S10 zur Berechnung der geforderten
Ausgangsleistung zurück, worauf die obige Folge von Verfahrensschritten
wiederholt durchgeführt wird. Falls andererseits die Steuervorrichtung 6 urteilt,
daß die Temperatur der Brennstoffzelle 2 die Bezugstemperatur überschreitet,
stellt die Vorrichtung fest, daß die Aufheizung nicht mehr
erforderlich ist und beendet damit die oben geschilderte Verfahrensweise.
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Beim
Brennstoffzellensystem 1 gemäß der obigen
Ausführungsform kann die Aktion mit geringer Auslastung
(die zweite Aktion mit geringer Auslastung) realisiert werden, um
die Ausgangsspannung der Brennstoffzelle 2 auf einen Wert
einzustellen, der nicht kleiner ist als die minimale Antriebsspannung (Vlim) des Fahrmotors M3 (die Lastleistungsquelle). Deshalb
kann der Fahrmotor M3 selbst während der Aufheizung durch
die Aktion mit geringer Auslastung sicher angetrieben werden. Folglich
kann sowohl die Aufheizung als auch die Fahrt des Fahrzeugs realisiert
werden.
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Überdies
kann beim Brennstoffzellensystem 1 gemäß der
obigen Ausführungsform die maximale Temperatursteigerungswirkung
bei der zweiten Aktion mit geringer Auslastung erhalten werden,
während die Leistung für den Betrieb des Fahrmotors
M3 gesichert ist, weil die Ausgangsspannung der Brennstoffzelle 2 während
der zweiten Aktion mit geringer Auslastung auf die minimale Antriebsspannung
(Vlim) des Fahrmotors M3 eingestellt werden
kann.
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Des
weiteren kann beim Brennstoffzellensystem 1 gemäß der
obigen Ausführungsform die Ausgangsspannung der Brennstoffzelle 2 konstant gehalten
werden, selbst wenn die Ausgangsleistung der Brennstoffzelle 2 entsprechend
der Änderung der Ausgangsanforderung vom Fahrmotor M3 während der
zweite Aktion mit geringer Auslastung geändert wird. Deshalb
kann die Verursachung einer Ladung/Entladung aufgrund der Änderung
der Ausgangsspannung der Brennstoffzelle 2 unterbunden werden,
wodurch die Präzision der Steuerung der Ausgangsleistung
der Brennstoffzelle 2 verbessert werden kann. Überdies
kann die Ausgangsspannung der Brennstoffzelle 2 auf der
minimalen Antriebsspannung (Vlim), wie sie
ist, gehalten werden, selbst wenn sich die Ausgangsanforderung vom
Fahrmotor M3 ändert, so daß die maximale Temperaturerhöhungswirkung
durch die zweite Aktion mit geringer Auslastung konstant erhalten
werden kann.
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Zusätzlich
kann beim Brennstoffzellensystem 1 gemäß der
obigen Ausführungsform die Aktion mit niedriger Auslastung
(die erste Aktion mit geringer Auslastung) zur Einstellung der Ausgangsspannung
der Brennstoffzelle 2 auf einen geringeren Wert als die
minimale Antriebsspannung (Vlim) des Fahrmotors
M3 realisiert werden, wenn es keinerlei Ausgangsanforderung vom
Fahrmotor 3 gibt. Deshalb kann die Aufheizung durch wirksame
Nutzung der für den Antrieb des Motors benutzten Kraftenergie
als thermische Energie wirkungsvoll ausgeführt werden und
die Zeit für die Temperaturerhöhung kann verkürzt
werden.
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Überdies
kann beim Brennstoffzellensystem 1 gemäß der
obigen Ausführungsform die Antriebssteuerung des Fahrmotors
M3 fortgesetzt werden, selbst wenn die Betriebsweise des Fahrmotors
M3 Parken (P) oder Neutral (N) ist, wenn die gegenelektromotorische
Spannung des Fahrmotors M3 größer ist als die
vorgegebene Bezugsspannung (z. B. die Systemspannung während
der zweiten Aktion mit geringer Auslastung). Folglich kann die Beschädigung des
Antriebsumrichters 53 aufgrund der gegenelektromotorischen
Spannung des Fahrmotors M3 oder dergleichen unterdrückt
werden.
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Es
ist anzumerken, daß bei der obigen Ausführungsform
eine Aktion mit geringer Auslastung beschrieben wurde, die es der
Brennstoffzelle 2 erlaubt, die Elektrizität in
einem Zustand zu erzeugen, in welchem das einer Kathode zuzuführende
Oxidationsgas abnimmt, doch statt dieser Aktion (oder zusätzlich
zu dieser Aktion) kann eine Aktion mit niedriger Auslastung angewandt
werden, die es der Brennstoffzelle 2 ermöglicht,
die Elektrizität in einem Zustand zu erzeugen, in welchem
das einer Anode zuzuführende Brenngas abnimmt.
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Überdies
wurde bei der obigen Ausführungsform ein Beispiel beschrieben,
bei welchem die Aktion mit geringer Auslastung für den
Zweck der Aufheizung durchgeführt wird, wenn die Temperatur
der Brennstoffzelle 2 absinkt, jedoch kann die Aktion mit niedriger
Auslastung auch in einem Falle durchgeführt werden, in
dem die katalytische Aktivität der Brennstoffzelle 2 wiederhergestellt
wird oder festgestellt wird, daß der Elektrodenkatalysator
der Brennstoffzelle 2 vergiftet ist.
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Weiterhin
wird bei der obigen Ausführungsform durch Verwendung des
an der Brennstoffzelle 2 angebrachten Temperatursensors 2c die
Temperatur der Brennstoffzelle 2 festgestellt, um zu beurteilen, ob
die Aufheizung erforderlich ist oder nicht, aber es kann auch dadurch
beurteilt werden, ob die Aufheizung erforderlich ist oder nicht,
daß die Lufttemperatur auf der Außenseite oder
eine Bauteiltemperatur in der Umgebung der Brennstoffzelle statt
der Temperatur der Brennstoffzelle 2 festgestellt wird.
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Zusätzlich
wurde bei der obigen Ausführungsform ein Beispiel beschrieben,
bei dem der Motor zum Antrieb des Fahrzeugs (der Fahrmotor M3) als
die Lastleistungsquelle eingesetzt wird, jedoch ist die Lastleistungsquelle
nicht auf dieses Beispiel beschränkt und es kann jede Art
von Leistungsquelle zur Aufnahme der von der Brennstoffzelle zugeführten
Elektrizität eingesetzt werden um zu agieren und die Leistung
zu erzeugen.
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Außerdem
wird bei der obigen Ausführungsform ein Beispiel beschrieben,
bei dem der vom Schalthebel oder dergleichen gebildete Bedienungsabschnitt 8 als Auswahlmittel
benutzt wird, jedoch ist das Auswahlmittel nicht auf dieses Beispiel
beschränkt. Des weiteren wurde bei der obigen Ausführungsform
ein Beispiel beschrieben, bei dem, wenn die vom Bedienungsabschnitt 8 gewählte
Betriebsweise P oder N ist, beurteilt wird, daß keine Leistungsausgabeforderung
vom Motor besteht, um die erste Aktion mit geringer Auslastung zu
realisieren, während, wenn die vom Bedienungsabschnitt 8 gewählte
Betriebsweise R, D oder B ist, beurteilt wird, daß eine
Ausgabeforderung vom Motor besteht, um die zweite Aktion mit geringer
Auslastung zu realisieren, jedoch ist ein Verfahren zur Beurteilung
der Leistungsausgabeanforderung vom Motor nicht auf dieses Beispiel
beschränkt.
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Gewerbliche Verwendbarkeit
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Wie
bei der obigen Ausführungsform kann ein Brennstoffzellensystem
gemäß der vorliegende Erfindung auf einem Brennstoffzellenfahrzeug
montiert werden, aber auch auf jeder anderen Bauart eines beweglichen
Körpers (einem Roboter, einem Schiff, einem Flugzeug oder
dergleichen). Überdies kann das Brennstoffzellensystem
gemäß der vorliegende Erfindung bei einem stationären
Leistungserzeugungssystem angewandt werden, das als eine Leistungserzeugungseinrichtung
für ein Bauwerk (eine Behausung, ein Gebäude oder
dergleichen) benützt wird.
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Zusammenfassung
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Brennstoffzellensystem und
sein Betriebsverfahren
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Ein
Brennstoffzellensystem schließt ein: eine Elektrizität
erzeugende Brennstoffzelle und Steuermittel, die eine Ausgangsleistung
von der Brennstoffzelle einer vorgegebenen Lastleistungsquelle zuführen,
während eine Aktion mit geringer Auslastung der Brennstoffzelle
realisiert wird, wodurch die Lastleistungsquelle betrieben und gesteuert
wird. Das Steuermittel stellt die Ausgangsspannung der Brennstoffzelle
während der Aktion mit geringer Auslastung auf einen Wert
ein, der nicht kleiner ist als die minimale Betriebsspannung der
Lastleistungsquelle.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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