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Technisches Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Offsetrotationsdruckmaschine
und ein Verfahren zum Betrieb derselben.
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Hintergrund
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Eine
Offsetrotationsdruckmaschine, wie eine kommerzielle Offsetpresse,
ist eine Maschine, in der eine aus einer Papierzufuhr kontinuierlich
ausgelassene Rollenbahn in ihrer Zugspannung an einer Zuführeinheit
eingestellt wird und dann nacheinander durch einen Druckabschnitt,
eine Trocknungseinheit, eine Kühleinheit, eine Bahnpfadeinheit
und eine Faltvorrichtung hindurchgeht, um zu einem gefalteten Blatt
prozessiert zu werden, das während dieser Zeit einem gewünschten
Druck unterworfen wird.
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Bei
dieser Offsetrotationsdruckmaschine werden Schlepper („drags"),
nämlich ein Kühlungsschlepper, ein Bahnpfadschlepper
und ein Faltungsschlepper, die eine Transportgeschwindigkeit anlegen,
die höher oder niedriger als die Stromaufwärts-Bandtransportgeschwindigkeit
ist, in der Kühleinheit, der Bahnpfadeinheit bzw. der Faltvorrichtung bereitgestellt.
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Der
Kühlschlepper und der Bahnenpfadschlepper legen entsprechende
Transportgeschwindigkeiten bei einem konstanten Verhältnis
(Schlepprate) relativ zu dem Stromaufwärts-Schlepper an
und führen eine Zugsteuerung durch, bei der eine geeignete
Zugspannung an die Bahn angelegt wird, um die Zugspannung der Bahn
zwischen dem Druckabschnitt und der Bahnpfadeinheit zu stabilisieren.
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Der
Faltschlepper zieht die Bahn bei einer vorgegebenen Geschwindigkeit
höher als derjenigen an der stromaufwärtigen Seite
und legt die für einen Faltvorgang erforderliche Zugspannung
an die Bahn an.
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Bei
der Offsetbahndruckmaschine werden verschiedene vorbereitende Operationen
durchgeführt, neben denjenigen während des Druckens,
und die meisten dieser vorbereitenden Operationen werden in einem
Zustand durchgeführt, in dem der Zylinder entkoppelt ist,
während die Bahn bei niedriger Geschwindigkeit transportiert
wird.
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Zu
diesem Zeitpunkt werden bei der konventionellen Offsetrotationsdruckmaschine
Kühlschlepper und Bahnpfadschlepper mit denselben Einstellungen
betrieben, die während des Druckens verwendet werden.
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Da
sie mit entkoppeltem Zylinder durchgeführt werden, ist
die Bahn nicht in Eingriff mit oder in Unterstützung durch
irgendwelche Drucktuchzylinder, Walzen oder dergleichen zwischen
der Einführeinheit und der Kühleinheit. Auf diese
Weise wird, weil die Länge, über die die Bahn
frei wird, d. h. die Länge, über die die Bahn
nicht beschränkt ist, signifikant größer
als während des Druckens, können Falten (längs
laufende Falten) in der Bahn an einem stromaufwärtigen
Bereich in Laufrichtung der Bahn in der Kühleinheit auftreten,
d. h. einem Bereich wo die Unterstützung (Beschränkung)
der Bahn endet.
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Diese
Art von "Falte" tendiert dazu, aufzutreten, wenn die Bahn aus dünnem
Papier ist. Wenn Falten in der Bahn auf diese Weise auftreten, gibt
es eine Tendenz dafür, dass Papierbruch aufgrund der Falten
auftritt, was eine signifikante Minderung der Produktivität
der Druckpresse verursacht.
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Eine
Art der Reduktion des Auftretens von Falten ist es, keine Zugpannungssteuerung
in der Einführeinheit während des Niedriggeschwindigkeitsbetriebes
durchzuführen; dies ist jedoch inadäquat.
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Eine
andere Art, das Auftreten von Falten durch Steuern der Spannung
durch Änderung des Kühlschleppers zum Durchführen
von Zugsteuerung zu verhindern, ist wie im Patentdokument 1 und
Patentdokument 2 beschrieben, vorgeschlagen worden.
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Mit
dem in Patentdokument 1 offenbarten Ansatz wird eine Zugspannungssteuerung
nur während des Niedriggeschwindigkeitsbetriebs durchgeführt
und mit dem in Patentdokument 2 offenbarten Ansatz wird eine Zugspannungssteuerung
zu allen Zeitpunkten durchgeführt, d. h. während
des Druckens und des Niedriggeschwindigkeitsbetriebs.
- Patentdokument
1: Japanische ungeprüfte
Patentanmeldung, Veröffentlichungsnummer HEI 6-122188
- Patentdokument 2: Japanische
ungeprüfte Patentanmeldung, Veröffentlichungsnummer
2000-127352
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Offenbarung der Erfindung
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Jedoch,
um die Zugspannung zu steuern, gibt es, weil es notwendig ist, teure
Vorrichtungen und Steuermittel hinzuzufügen, ein Problem
dahingehend, dass die Herstellkosten steigen.
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Zusätzlich
muss die Zugspannung gemessen werden; jedoch ist bei der konventionellen
Offsetrotationsdruckmaschine ein Zugspannungsdetektor allgemein
zwischen der Kühleinheit und der Bahnpfadeinheit platziert.
Bei seiner Verwendung ist es, weil die Zugspannung zwischen der
Kühleinheit und der Bahnpfadeinheit kontrolliert wird,
nicht möglich, Falten zu verhindern, die an einem Einlass
der Kühleinheit auftreten. Entsprechend sollte der Zugspannungsdetektor
unmittelbar vor der Kühleinheit angeordnet sein, dies ist
jedoch im Hinblick auf eine Verfärbung aufgrund von Kontakt
mit der Walze, in welcher der Zugspannungsdetektor platziert ist,
von Kosten und von Gegenmaßnahmen gegen eine Erhitzung
während des Betriebs schwierig zu realisieren.
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Weiterhin
ist, wenn die Zugspannung während beispielsweise Niedriggeschwindigkeitsbetrieb klein
ist, die Bewegung der Bahn unstabil; daher ist es unmöglich,
die Detektionsgenauigkeit des Zugspannungsdetektors aufrecht zu
erhalten. Dementsprechend gibt es ein Problem dahingehend, dass eine
stabile Zugspannungssteuerung nicht durchgeführt werden
kann. Wenn die Bewegung der Bahn beachtlich instabil wird, kann
der Zugspannungsdetektor beschädigt werden, was möglicherweise
zur Unfähigkeit der Durchführung der Steuerung
führt.
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Die
vorliegende Erfindung ist im Lichte der oben beschriebenen Probleme
gemacht worden und eine Aufgabe derselben ist das Bereitstellen
einer Offsetrotationsdruckmaschine, die weniger teuer ist und in
der Lage ist, kontinuierlich Falten zu verhindern, die in einer
Bahn während des Niedriggeschwindigkeitsbetriebes auftreten,
und ein Verfahren zum Betreiben derselben bereitzustellen.
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Um
die obigen Probleme zu lösen, verwendet die vorliegende
Erfindung die nachfolgenden Lösungen.
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Spezifisch
ist ein erster Aspekt der vorliegenden Erfindung eine Offsetrotationsdruckmaschine einschließlich
eines Druckabschnitts, der auf eine Bahn, die transportiert wird,
druckt; ein Stromaufwärts-Schlepper, der stromaufwärts
des Druckabschnittes angeordnet ist und der eine Zugspannung der
Bahn einstellt und die Bahn stromabwärts transportiert;
ein Stromabwärts-Schlepper, der stromabwärts des
Druckabschnittes vorgesehen ist und der die Bahn bei einer höheren
Transportgeschwindigkeit als derjenigen des Stromaufwärts-Schleppers
transportiert; und eine Zugspannungssteuereinheit, welche die Zugspannung
der Bahn steuert, wobei die Zugspannungssteuereinheit einen Zugspannungs-Lösetriebsmodus aufweist,
in dem eine Transportgeschwindigkeitsdifferenz zwischen dem Stromabwärts-Schlepper
und dem Stromaufwärts-Schlepper kleiner als eine Transportgeschwindigkeitsdifferenz
zwischen dem Stromabwärts-Schlepper und dem Stromaufwärts-Schlepper
während des Druckens ist.
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Auf
diese Weise, weil der Zugspannungs-Lösebetriebsmodus, in
dem die Transportgeschwindigkeitsdifferenz zwischen dem Stromabwärts-Schlepper
und dem Stromaufwärts-Schlepper während des Druckens
klein gemacht wird, bereitgestellt wird, wenn Falten dazu tendieren,
während des Niedriggeschwindigkeitsbetriebes aufzutreten,
wird die Transportgeschwindigkeitsdifferenz (Zugwert) zwischen dem
Stromabwärts-Schlepper und dem Stromaufwärts-Schlepper
unter Verwendung des Zugspannungs-Lösetriebsmodus klein
gemacht.
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Wenn
die Transportgeschwindigkeitsdifferenz (Zugwert) zwischen dem Stromabwärts-Schlepper
und dem Stromaufwärts-Schlepper klein gemacht wird, wird
die an die durch den Druckabschnitt hindurchgehende Bahn angelegte
Spannung klein. Dementsprechend kann verhindert werden, dass Falten
an einem Stromabwärts-Schlepperbereich auftreten.
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Zusätzlich
kann im Zugspannungs-Lösebetriebsmodus, weil Zugkontrolle
einfach durch Ändern des Zugwerts des Stromabwärts-Schleppers
auf eine kleinere Einstellung durchgeführt wird, welcher
die Bahn bei einer höheren Geschwindigkeit als der Stromaufwärts-Schlepper
transportiert, stabiler Betrieb realisiert werden und es muss keine
Vorrichtung, keine Sequenz und kein Zugspannungsdetektor zur Steuerung
hinzugefügt werden, wodurch ein Ansteigen der Herstellkosten
verhindert wird.
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Der
verwendete Stromaufwärts-Schlepper ist beispielsweise ein
Einführschlepper und der Stromabwärts-Schlepper
ist beispielsweise ein Kühlschlepper oder ein Bahnpfadschlepper.
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Im
Zugspannungs-Lösebetriebsmodus kann eine Mehrzahl von Zugwerten
bereitgestellt und gemäß den Bedingungen ausgewählt
werden. Zusätzlich kann der Zugwert kontinuierlich variieren.
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Zusätzlich
wird im ersten Aspekt die Transportgeschwindigkeitsdifferenz im
Zugspannungs-Lösebetriebsmodus vorzugsweise anhand des
Papiertyps eingestellt.
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Dadurch
wird es möglich, zwischen der Implementierung des Zugspannungs-Lösebetriebsmodus,
zum Ermöglichen einer Änderung zum kleineren Zugwert
nur bei Verwendung dünnen Papiers, in dem Falten gerne
auftreten, oder alternativ der Nichtimplementierung des Zugspannungs-Lösebetriebsmodus
bei Verwendung von dickem Papier mit hoher Steifheit auszuwählen.
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Zusätzlich
ist ein zweiter Aspekt der vorliegenden Erfindung ein Betriebsverfahren
für eine Offsetrotationsdruckmaschine, die einen Druckabschnitt beinhaltet,
der auf eine Bahn druckt, die transportiert wird; einen Stromaufwärts-Schlepper,
der stromaufwärts des Druckabschnitts vorgesehen ist und
eine Zugspannung der Bahn einstellt und die Bahn stromabwärts
transportiert; ein Stromabwärts-Schlepper, der stromabwärts
des Druckabschnittes vorgesehen ist und die Bahn bei einer höheren
Geschwindigkeit als derjenigen des Stromaufwärts-Schleppers
transportiert; und eine Zugspannungssteuereinheit, welche die Zugspannung
der Bahn steuert, wobei, wenn die Transportgeschwindigkeit der Bahn
niedriger ist als während des Druckens, die Zugspannungssteuereinheit
einen Zugspannungs-Lösebetrieb durchführt, indem
eine Transportgeschwindigkeitsdifferenz zwischen dem Stromabwärts-Schlepper
und dem Stromaufwärts-Schlepper kleiner gemacht wird als eine
Transportgeschwindigkeitsdifferenz zwischen dem Stromabwärts-Schlepper
und dem Stromaufwärts-Schlepper während des Druckens.
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Auf
diese Weise, wenn die Transportgeschwindigkeit der Bahn niedriger
als während des Druckens ist, weil die Zugspannungssteuereinheit den
Zugspannungs-Lösebetrieb durchführt, bei dem die
Transportgeschwindigkeitsdifferenz zwischen dem Stromabwärts-Schlepper
und dem Stromaufwärts-Schlepper kleiner gemacht wird als
die Transportgeschwindigkeitsdifferenz zwischen dem Stromabwärts-Schlepper
und dem Stromaufwärts-Schlepper während des Druckens,
ist es möglich, die an die durch den Druckabschnitt hindurchgehende
Bahn angelegte Zugspannung zu vermindern. Indem das gemacht wird,
kann verhindert werden, dass Falten am Stromabwärts-Schlepperbereich
auftreten.
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Zusätzlich
ist im Zugspannungs-Lösebetrieb, weil eine konventionelle
Zugsteuerung einfach durch Ändern auf eine kleinere Einstellung
des Zugwerts des Stromabwärts-Schleppers durchgeführt
wird, welcher die Bahn bei einer höheren Geschwindigkeit als
der Stromaufwärts-Schlepper transportiert, ein stabiler
Betrieb für die Offsetrotationsdruckmaschine, die unter
Verwendung dieses Verfahrens betrieben wird, möglich, und
es müssen nicht eine Vorrichtung, eine Abfolge oder ein
Zugspannungsdetektor für die Steuerung hinzugefügt
werden, wodurch ein Ansteigen bei den Herstellkosten verhindert
wird.
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Der
verwendete Stromabwärts-Schlepper ist beispielsweise ein
Einführschlepper, und der Stromabwärts-Schlepper
ist beispielsweise ein Kühlschlepper oder ein Bahnpfadschlepper.
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Im
Zugspannungs-Lösebetriebsmodus kann eine Mehrzahl von Zugwerten
bereitgestellt und gemäß den Bedingungen ausgewählt
werden. Zusätzlich kann der Zugwert kontinuierlich variieren.
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Zusätzlich
wird im ersten Aspekt die Transportgeschwindigkeitsdifferenz im
Zugspannungs-Lösebetriebsmodus vorzugsweise anhand des
Papiertyps eingestellt.
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Dadurch
wird es möglich, zwischen der Implementierung des Zugspannungs-Lösebetriebsmodus,
zum Ermöglichen einer Änderung zum kleineren Zugwert
nur bei Verwendung dünnen Papiers, in dem Falten gerne
auftreten, oder alternativ der Nichtimplementierung des Zugspannungs-Lösebetriebsmodus
bei Verwendung von dickem Papier mit hoher Steifheit auszuwählen.
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Bei
der Offsetrotationsdruckmaschine gemäß dem ersten
Aspekt der vorliegenden Erfindung, weil sie mit dem Zugspannungs-Lösebetriebsmodus versehen
ist, bei dem die Transportgeschwindigkeitsdifferenz zwischen dem
Stromabwärts-Schlepper und dem Stromaufwärts-Schlepper
während des Druckens klein gemacht wird, kann verhindert
werden, dass Falten am Stromabwärts-Schlepperteil auftreten.
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Zusätzlich
kann im Zugspannungs-Lösebetriebsmodus, weil die konventionelle
Zugsteuerung einfach durch Ändern auf eine kleinere Einstellung des
Zugwerts des Stromabwärts-Schleppers durchgeführt
wird, der die Bahn bei einer höheren Geschwindigkeit als
der Stromaufwärts-Schlepper transportiert, stabiler Betrieb
realisiert werden und eine Vorrichtung, eine Sequenz oder ein Zugspannungsdetektor
zur Steuerung müssen nicht hinzugefügt werden,
womit ein Ansteigen in den Herstellungskosten verhindert wird.
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Mit
dem Betriebsverfahren für die Offsetrotationsdruckmaschine
gemäß dem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung
kann verhindert werden, wenn die Transportgeschwindigkeit der Bahn
niedriger als während des Druckens ist, weil die Zugspannungssteuereinheit
den Zugspannungs-Lösevorgang durchführt, bei dem
die Transportgeschwindigkeitsdifferenz zwischen dem Stromabwärts-Schlepper
und dem Stromaufwärts-Schlepper kleiner gemacht wird als
die Transportgeschwindigkeitsdifferenz zwischen dem Stromabwärts-Schlepper
und dem Stromaufwärts-Schlepper während des Druckens,
dass Falten am Stromabwärts-Schlepperbereich auftreten.
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Zusätzlich
ist im Zugspannungs-Lösebetrieb, weil die konventionelle
Zugsteuerung einfach durch Ändern auf eine kleinere Einstellung
des Zugwerts des Stromabwärts-Schleppers durchgeführt
wird, der die Bahn bei einer höheren Geschwindigkeit als
der Stromaufwärts-Schlepper transportiert, ein stabiler Betrieb
für die unter Verwendung dieses Verfahrens betriebene Offsetrotationsdruckmaschine
möglich, und es müssen keine Vorrichtung, keine
Sequenz oder kein Zugspannungsdetektor zur Steuerung hinzugefügt
werden, was ein Ansteigen der Herstellungskosten verhindert.
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Kurze Beschreibung von Zeichnungen
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[1] 1 ist
eine Frontansicht, die schematisch die Gesamtkonfiguration einer
Offsetrotationsdruckmaschine gemäß einer Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung zeigt.
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[2] 2 ist
ein Blockdiagramm, das eine Zugspannungs-Lösesteuereinheit
gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung zeigt.
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[3] 3 ist
ein Zeitnahmendiagramm, das ein Beispiel eines Verfahrens zum Betreiben
einer Offsetrotationsdruckmaschine gemäß einer
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt.
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[4] 4 ist
ein Flussdiagramm eines Zugspannungs-Lösebetriebsmodus
gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung.
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Bester Modus zum Ausführen
der Erfindung
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Eine
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird untenstehend
unter Bezugnahme auf 1 bis 4 beschrieben.
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Bei
dieser Ausführungsform wird die vorliegende Erfindung auf
eine Offsetrotationsdruckmaschine 1 vom opponierten Drucktuchtyp
angewendet, die einen Mehrfarbdruck auf beide Seiten einer Bahn durchführt.
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1 ist
eine schematische Ansicht, welche die Gesamtkonfiguration der Offsetrotationsdruckmaschine 1 zeigt.
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Die
Offsetrotationsdruckmaschine 1 hat eine Papierzufuhr 3,
eine Einführeinheit 5, einen Druckabschnitt 7,
eine Trocknereinheit 9, eine Kühleinheit 11, eine
Bahnpfadeinheit 13 und eine Faltvorrichtung 15.
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Der
Papierzuführer 3 liefert eine Bahn 17 und ist
dafür konfiguriert, zwei Papierrollen 19 zu halten, auf
welche die Bahn 17 in eine Rolle aufgewickelt ist.
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Wenn
Papier von einer der Papierrollen 19 geliefert wird, wird
die andere Papierrolle 19 als Vorbereitung auf das Papierspleißen
geladen. Wenn die verbleibende Menge an Bahn 17 auf der
einen Papierrolle 19 klein wird, wird sie mit der Bahn 17 auf
der anderen Papierrolle 19 verspleißt. Gleichermaßen wird,
während die Bahn 17 von der anderen Papierrolle 19 zugeführt
wird, die eine Papierrolle 19 für die Vorbereitung
zum Papierspleißen geladen.
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Auf
diese Weise wird die Bahn 17 kontinuierlich aus der Papierzufuhr
zur stromabwärtigen Seite herausgelassen.
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Zusätzlich
weist die Welle jeder Papierrolle 19 eine Papierzuführbremse
zum Regulieren der Papierzufuhr auf.
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Die
Einführeinheit 5 hat einen Einführschlepper
(Stromaufwärts-Schlepper) 21, Tänzerwalzen 23 und
einen Spannungsvariation absorbierenden Dämpfer 25.
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Der
Einführschlepper 21 ist ein Bereich, der die Bahn 17 kontinuierlich
aus den Papierrollen 19 zieht und der ausgebildet ist,
von einem wellenlosen Einführeinheits-Motor 29 mit
einer kontinuierlich variablen Übersetzung 29a angetrieben
zu werden. Hier wird eine Konfiguration, in der der Einführschlepper 21 die
Bahn 17 mit einer Walze hält, verwendet.
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Die
Tänzerwalzen 23 sind im Wesentlichen rechtwinklig
zur Transportrichtung der Bahn 17 angeordnete und parallel
zur Bahn 17 angeordnete Walzen. Die Tänzerwalzen 23 sind
elastisch durch Luftzylinder (nicht gezeigt) in vertikaler Richtung
(d. h. in einer Richtung weg von der laufenden Oberfläche
der Bahn 17) gehaltert.
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Wenn
die Zugspannung der Bahn 17 klein ist, werden die Tänzerwalzen 23 vom
Luftzylinder abgesenkt, um die Spannung der Bahn 17 zu
steigern und wenn die Zugspannung der Bahn 17 groß ist, werden
die Tänzerwalzen 23 gegen die Luftzylinder angehoben,
um die Zugspannung der Bahn 17 zu vermindern.
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Ein
Spannungsvariation absorbierender Dämpfer 25 ist
ein Dämpfer, der Variationen in der Zugspannung der Bahn 17 absorbiert.
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Im
Druckabschnitt 7 sind Druckeinheiten 31, deren
Anzahl der Anzahl von Druckfarben entspricht, Seite an Seite in
einer Richtung vorgesehen, in der die Bahn 17 transportiert
wird.
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Bei
dieser Ausführungsform sind vier Druckeinheiten 31 vorgesehen,
die zum Drucken von Zyan, Gelb, Magenta bzw. Schwarz verwendet werden. Farbdruck
wird durch Mischen dieser Farben durchgeführt.
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Die
Druckeinheiten 31 sind alle mit einem Paar von Plattenzylindern 33 und
einem Paar von Drucktuchzylindern 35 versehen, um doppelseitigen Druck
zu gestatten. Das Paar Drucktuchzylinder 35 ist so angeordnet,
dass sie zueinander weisen, wobei die Bahn 17 dazwischen
eingefügt wird, und die so funktionieren, dass sie gegeneinander
drücken.
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Dämpfvorrichtungen
und Tintenvorrichtungen (nicht gezeigt) sind um die Umfangsoberflächen der
entsprechenden Plattenzylinder 33 bereitgestellt. Die Dämpfvorrichtungen
liefern Dämpfwasser an um die Plattenzylinder 33 herum
angebrachte Druckplatten und die Tintenvorrichtungen liefern Tinte
an die Druckplatten.
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Die
Druckeinheiten 31 sind dazu konfiguriert, unabhängig
jeweils von wellenlosen Druckabschnitt-Motoren 32 angetrieben
zu werden.
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Zusätzlich,
obwohl in der Zeichnung nicht gezeigt, wird ein Automatikregistersensor
am Auslass der vierten Druckeinheit 31 oder an der Bahnpfadeinheit 13 vorgesehen.
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Der
Automatikregistersensor detektiert den Farbverschiebungsbetrag jeder
Farbe, um die Registrierung durch Antreiben eines Orientierungsregistermotors
(nicht gezeigt), der für die Plattenzylinder 33 vorgesehen
ist, gemäß dem detektierten Farbverschiebungsbetrag
jeder Farbe einzustellen, so dass der Farbverschiebungsbetrag jeder
Farbe dazu gebracht wird, sich Null zu nähern.
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Die
Trockeneinheit 9 hat eine Funktion zum Erhitzen und Trocknen
der Bahn 17, auf der der Druck durch den Druckabschnitt 7 auf
seinen beiden Seiten ausgeführt worden ist.
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Die
Kühleinheit 11 ist mit einer Mehrzahl von Kühltrommeln 37 versehen.
Die Bahn 17, die in der Trockeneinheit 9 erhitzt
worden ist, wird dazu gebracht, in einer solchen Weise hindurchzugehen, dass
sie die Umfangsoberfläche jeder Kühltrommel 37 kontaktiert,
wodurch die Bahn 17 gekühlt wird.
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Zusätzlich
bildet die zweite Kühltrommel einen Kühlschlepper
(Stromabwärts-Schlepper) 39. Ähnlich
zum oben beschriebenen Einführschlepper 21 ist
der Kühlschlepper 39 konstituiert, um von einem
wellenlosen Kühleinheit-Motor 41 mit einer kontinuierlich
variablen Übersetzung 41a angetrieben zu werden.
Zusätzlich hat der Kühlschlepper 39 auch eine
Walze zum Halten der Bahn 17.
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Die
Bahnpfadeinheit 13 wird durch eine Mehrzahl von Führungswalzen
gebildet und hat einen Bahnpfadschlepper 43 stromab davon.
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Ähnlich
zum oben beschriebenen Einführschlepper 21 ist
der Bahnpfadschlepper 43 dafür konfiguriert, von
einem wellenlosen Bahnpfadeinheits-Motor 45 mit einer kontinuierlich
variablen Übertragung 45a angetrieben zu werden.
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Der
Bahnpfadschlepper 43 hat die Funktion, die Spannung der
Bahn 17 einzustellen, um sie der Faltvorrichtung 15 zuzuführen,
und weist ebenfalls eine Walze zum Halten der Bahn 17 auf.
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Hier
kann die Bahnpfadeinheit 13 eine Schneidfunktion zum Längsschneiden
(Schlitzen) der Bahn 17 nach Bedarf aufweisen.
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Ein
Abschnittsensor (nicht gezeigt) ist direkt vor dem Einlass der Bahnpfadeinheit 13 bereitgestellt.
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Der
Abschnittsensor detektiert die Phase des gesamten Bildes, um eine
Abschneide-(Schnittposition)Einstellung durch Antreiben eines Vollbreiten-Kompensationsmotors
(nicht gezeigt) in der Bahnpfadeinheit 13 gemäß der
detektierten Phase durchzuführen, was es möglich
macht, dass die Phase des Bildes zu derjenigen der Faltvorrichtung
ausgerichtet wird, um so die Bahn 17 an einer geeigneten
Position zu schneiden.
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Die
Bahn 17 wird in der Falteinheit 15 mittels einer
dreieckigen Platte 47 auf der Hälfte gefaltet, geht
dann wiederum durch die Einlasswalzen 49 und Faltschlepper
(Kniffwalzen) 51, wird geschnitten und an einer vorgegebenen
Position in eine gewünschte Form gefalteten Blatts durch
einen Schnittzylinder 53 und einen Faltzylinder 55 geschnitten
und gefaltet und wird dann nach außen abtransportiert.
Hier haben die Faltzüge 51 auch einen wellenlosen
Faltschleppereinheitsmotor 52.
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Zusätzlich
sind als Ansatz zum Detektieren des Spannungszustandes der Bahn 17,
ein direkt vor dem Druckabschnitt angeordneter Einführspannungsmeißel 57 und
ein am Einlass der Bahnpfadeinheit 13 angeordneter Bahnpfadspannungsmeißel 59 vorgesehen.
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Die
Offsetrotationsdruckmaschine 1 weist eine Steuereinheit 60 einschließlich
einer Zugspannungssteuereinheit 61 und einer virtuellen
Wellensteuereinheit 62 auf. Hier steuert die virtuelle
Wellensteuereinheit 62 Phasen des wellenlosen Einführeinheits-Motors 29,
des wellenlosen Druckabschnittsmotors 32, des wellenlosen
Kühleinheitsmotors 41, des wellenlosen Bahnpfadeinheitsmotors 45 und
des wellenlosen Faltschleppereinheitsmotors 52 synchron
zu einer virtuellen Welle, wodurch eine Drucksteuerung ähnlich
einer konventionellen Antriebssteuerung, die eine echte Welle verwendet,
realisiert wird.
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Die
Zugspannungssteuereinheit 61 weist eine Funktion zum Steuern
des Betriebs für den Einführschlepper 21,
den Kühlschlepper 39 und den Bahnpfadschlepper 43 und
zum Steuern der Zugspannung der transportierten Bahn 17 auf.
Zusätzlich werden die Faltschlepper 51 so gesteuert,
dass sie mit einer konstanten Zugrate in Bezug auf die Steuerung
dieser Schlepper ziehen.
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Durch
Bezugnahme auf ein Selektionsergebnis aus dem Einführspannungsmeißel 57 steuert
die Zugspannungssteuereinheit 61 die Spannung so, dass
das Ergebnis eine Zielspannung wird. Spezifisch wird in der Einführeinheit 5 durch
Betreiben des wellenlosen Einführeinheitsmotors 29,
der eine kontinuierlich variable Übersetzung hat, so dass
die Tänzerwalzen 23 bei einer im Wesentlichen
konstanten Position positioniert sind, und durch Einstellen einer Umfangsgeschwindigkeit
des Einführschleppers 21 (Transportgeschwindigkeit
der Bahn 17) die Zugspannung so gesteuert, dass die Zugspannung
der Bahn 17 eine Zielspannung wird.
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Zusätzlich
stellt ein Operator manuell die Umfangsgeschwindigkeit des Kühlschleppers 39 und des
Bahnpfadschleppers 43 auf eine gewünschte Zugspannung
gemäß einer Ablesung von Bahnpfadspannungsmeißel 59 ein,
womit ein neues Zugsteuersystem realisiert wird, in dem die Zugspannung
bei einer konstanten Zugrate stabilisiert ist.
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Zusätzlich
wird Zugsteuerung in der Kühleinheit 11 und der
Bahnpfadeinheit 13 ausgeübt, indem der wellenlose
Kühleinheitenmotor 41 und der wellenlose Bahnpfadeinheitenmotor 45 betrieben
werden, um mit einer Umfangsgeschwindigkeit (Transportgeschwindigkeit
der Bahn 17) des Kühlschleppers 39 und
einer Umfangsgeschwindigkeit des Bahnpfadschleppers 43 (Transportgeschwindigkeit der
Bahn 17) mit einem konstanten Umfangsgeschwindigkeitsverhältnis
(Zugwert) relativ zu einer Umfangsgeschwindigkeit eines Stromaufwärts-Schleppers
angetrieben zu werden. Hier ist der Zugwert ein Wert, der anzeigt,
ob die Umfangsgeschwindigkeit der Zugwalzen höher oder
niedriger in Bezug auf die Geschwindigkeit des Druckabschnitts oder
der Faltvorrichtung sein sollte.
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Der
Zugwert des Kühlschleppers 39 wird beispielsweise
auf 0,06% gesetzt. Bei dieser Konfiguration wird die Umfangsgeschwindigkeit
des Kühlschleppers 39 so gesteuert, dass sie 100,06%
der Transportgeschwindigkeit des Druckabschnitts 7 beträgt.
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Die
Zugspannungssteuereinheit 61 verfügt über
eine Zugspannungs-Lösesteuereinheit 63, die in
einem Zugspannungs-Lösebetriebsmodus TM läuft. 2 ist
ein Blockdiagramm, das im Umriss die Konfiguration der Zugspannungs-Lösesteuereinheit 63 zeigt.
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Die
Zugspannungs-Lösesteuereinheit 63 weist eine Eingabeeinheit 65,
eine Ausgabeeinheit 67, eine Entscheidungseinheit 69,
eine Normalzugswert-Speichereinheit 71, eine erste Löse-Zugwert-Speichereinheit 73,
eine zweite Löse-Zugwert-Speichereinheit 75, eine
dritte Löse-Zugwert-Speichereinheit 77 und eine
vierte Löse-Zugwert-Speichereinheit 79 auf.
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Die
Eingabeeinheit empfängt beispielsweise ein Basisgewicht,
eine Papierbreite und eine Transportgeschwindigkeit der Bahn 17 von
einer Produktionssteuervorrichtung.
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Die
Eingabeeinheit 65 empfängt Informationen zu Basisgewicht
etc. der Bahn 17 aus der Produktionssteuervorrichtung,
um die Papiersorte, hauptsächlich die Papierdicke, in der
Entscheidungseinheit 69 zu bestimmen. Jegliche Art von
Information kann empfangen werden, solange sie mit der Papierdicke
korreliert, wie etwa ein Zugspannungsvoreinstellwert aus der Produktionssteuervorrichtung oder
ein Zugspannungseinstellwert oder ein Zugspannungswert der Einführeinheit 5 während
des Druckens. Wenn beispielsweise ein Wert nicht direkt erhalten
wird, kann ein Backup-System verwendet werden, um ihn durch Umwandlung
unter Verwendung einer Korrelationsdatenbasis, einer Korrelationsfunktion
oder dergleichen zu erhalten.
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Normalzugwertspeichereinheit 71 speichert einen
Zugwert während des Druckens, beispielsweise 0,06%; die
erste Löse-Zugwert-Speichereinheit 73 speichert
einen ersten Löse-Zugwert, beispielsweise 0%; die zweite
Löse-Zugwert-Speichereinheit 75 speichert einen
zweiten Löse-Zugwert, beispielsweise 0,01%; die dritte
Löse-Zugwert-Speichereinheit 77 speichert einen
dritten Löse-Zugwert, beispielsweise 0,02% und die vierte
Löse-Zugwert-Speichereinheit 79 speichert einen
vierten Löse-Zugwert, beispielsweise 0,04%.
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Unter
allen diesen in der Normalzugwert-Speichereinheit 71, der
ersten Löse-Zugwert-Speichereinheit, der zweiten Löse-Zugwert-Speichereinheit 75,
der dritten Löse-Zugwert-Speichereinheit 77 und
der vierten Löse-Zugwert-Speichereinheit 79 gespeicherten
Zugwerte bestimmt die Entscheidungseinheit 69 einen optimalen Zugwert,
basierend auf der Informationseingabe an die Eingabeeinheit 65 und
sendet den ausgewählten Zugwert an die Ausgabeeinheit 67.
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Die
Ausgabeeinheit 67 betreibt den wellenlosen Kühleinheitenmotor 41 mit
kontinuierlich variabler Übersetzung, basierend auf dem
ausgewählten Zugwert, der aus der Entscheidungseinheit 69 geschickt
wird.
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Bei
dieser Ausführungsform wählt die Entscheidungseinheit 69 einen
aus einer Mehrzahl von Zugwerten; jedoch ist es auch möglich,
beispielsweise eine Zugwertfunktion bereitzustellen, die kontinuierlich
gemäß den Papierartbedingungen variiert und die
Entscheidungseinheit 69 kalkuliert einen Zugwert gemäß der
Papierart, und der Zugwert des Berechnungsergebnisses wird an die
Zugeinheit 67 geliefert.
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Der
Betrieb der oben beschriebenen Offsetrotationsdruckmaschine 1 gemäß dieser
Ausführungsform wird nunmehr beschrieben.
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Als
Erstes wird der Druckbetrieb beschrieben.
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Eine
Rotationsantriebskraft aus dem wellenlosen Einführeinheitenmotor 29 wird
an den Einführschlepper 21 der Einführeinheit 5 übertragen.
Der Einführschlepper 21 wird drehend bei einer
vorgegebenen Druckgeschwindigkeit auf Basis eines Befehls aus der
Zugspannungssteuereinheit 61 angetrieben.
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Die
aus der Papierzufuhr 3 ausgelassene Bahn 17 wird
durch den Einführschlepper 21 herausgezogen, auf
eine konstante Zielspannung durch die Tänzerwalzen 23 eingestellt
und dann dem Druckabschnitt 7 zugeführt.
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Im
Druckabschnitt 7, werden unter Zuführung von dämpfendem
Wasser und von Tinte an jede Druckeinheit 31 auf den um
die Plattenzylinder 33 herum angebrachten Druckplatten
gebildete Bilder auf die Drucktuchzylinder 35 transferiert.
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Die übertragenen
Bilder werden auf beide Seiten der Bahn 17 übertragen,
die zwischen den Drucktuchzylindern 35 und 35 hindurchgeht,
und der Druck wird ausgeführt.
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Beim
Hindurchgehen durch vier Druckeinheiten 31, werden Schwarz,
Zyan, Magenta und Gelb auf die Bahn 17 gedruckt, wodurch
der Farbdruck durchgeführt wird.
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Die
Bahn 17, die im Druckabschnitt 7 gedruckt wird,
wird in der Trockeneinheit 9 erhitzt, um die Tinte zu trocknen.
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Als
Nächstes geht die Bahn 17 hindurch, um eine Umfangsoberfläche
jeder Kühltrommel 37 in der Kühleinheit 11 zu
kontaktieren, und wird durch jede Kühltrommel 37 gekühlt.
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Zu
diesem Zeitpunkt wird eine Rotationsantriebskraft aus dem wellenlosen
Kühleinheitenmotor 41 an den Kühlschlepper 39 übertragen.
Der Kühlschlepper 39 wird rotationell angetrieben,
auf Basis eines Befehls aus der Zugspannungssteuereinheit 61 bei
einer vorgegebenen Zugrate relativ zur Druckgeschwindigkeit (Umfangsgeschwindigkeit
des Einführschleppers 21), beispielsweise einer
durch Addieren von 0,06% erhaltenen Umfangsgeschwindigkeit. Dadurch
wird die Spannung der Bahn 17 im Druckabschnitt 7 stabil,
weil die im Druckabschnitt 7 transportierte Bahn 17 gezogen
wird und daran Zugspannung angelegt wird, wodurch eine überlegene Bedruckung
durchgeführt wird.
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Die
in der Kühleinheit 11 gekühlte Bahn 17 wird
rotational durch den Bahnpfadschlepper 43 der Bahnpfadeinheit 13,
bei einer durch Addieren oder Subtrahieren einer vorgegebenen Zugrate
erhaltenen Umfangsgeschwindigkeit angetrieben. Dadurch wird die
Bahn 17 an die Faltvorrichtung 15 geliefert, wobei
ihre Spannung adjustiert ist.
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Die
Bahn 17, die in Längsrichtung durch eine dreieckige
Platte 31 gefaltet wird und in die Faltvorrichtung 15 hineingeht,
wird durch die Einführwalzen 49 geführt
und dann stromab durch die Faltschlepper 51 transportiert.
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Die
Bahn 17 wird geschnitten (Querschnitt) und bei einer vorgegebenen
Position in eine gewünschte Form von gefaltetem Blatt gefaltet,
durch den Schneidzylinder 53 und den Faltzylinder 55 und wird
dann nach außen transportiert.
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Als
Nächstes wird der Betrieb bis zum Beginn des nachfolgenden
Drucks nach Abschluss des Druckens unter Bezugnahme auf die 3 und 4 beschrieben.
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3 ist
ein Zeitdiagramm, das die temporale Änderung der Rotationsgeschwindigkeit
der Druckeinheit 31 und der Laufgeschwindigkeit der Bahn 17 beim
Durchführen von Drucktuchreinigung während der
Zeit zwischen Abschluss des Drucks und Start des Drucks zeigt. 4 ist
ein Flussdiagramm, welches den Betrieb unter Verwendung des Zugspannungs-Lösebetriebsmodus
zeigt.
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Zusätzlich
zeigt in 3 die durchgezogene Linie die
Laufgeschwindigkeit der Bahn an und die Zweipunkt-Strichlinie zeigt
die Rotationsgeschwindigkeit der Druckeinheit an. Teile, bei denen
die durchgehende Linie und die Zweipunkt-Strichlinie überlappen,
werden nur durch die durchgezogene Linie angezeigt.
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Nach
Abschluss eines Druckprozesses A wird ein Geschwindigkeitsreduktionsprozess
B durchgeführt, bei dem die Transportgeschwindigkeit der
Bahn 17 von einer vorgegebenen Produktionsgeschwindigkeit
bis zu einem angehaltenen Zustand reduziert wird.
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Zu
diesem Zeitpunkt wird eine Konstantgeschwindigkeitsperiode relativ
kurzer Dauer für die Laufgeschwindigkeit (d. h. Rotationsgeschwindigkeit der
Druckeinheit 31) der Bahn 17 vorgesehen, deren Geschwindigkeit
reduziert worden ist und während dieser Periode wird ein
Tintenmengen-Reduktionsprozess G durchgeführt, bei dem
eine Menge an Tinte in einer Tintenwalzengruppe vermindert wird.
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Weiterhin
wird während der Geschwindigkeitsreduktion eine Zylinderentkoppelung
durchgeführt, bei der die Bahn 17 und die Drucktuchzylinder 35 jeder
Druckeinheit 31 im Druckabschnitt 7 außer Eingriff
gebracht werden.
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Im
Geschwindigkeitsreduktionsprozess G kann die Zugspannung, die an
die Bahn 17 angelegt wird, welche durch den Druckabschnitt 7 hindurchgeht,
unter Verwendung eines Zugspannungs-Lösebetriebsmodus TM
vermindert werden, der später beschrieben wird.
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Weil
es eine Tendenz dazu gibt, dass Knicke in der Bahn 17 auftreten,
insbesondere nach Zylinderentkoppelung M, ist es bevorzugt, das
Auftreten von Knicken unter Verwendung des Zugspannungs-Lösebetriebsmodus
TM zu vermindern.
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Weil
die Transportgeschwindigkeit der Bahn 17 sich sehr stark ändert,
wird in diesem Fall der Zugwert vorzugsweise unter Berücksichtigung
der Transportgeschwindigkeit verändert.
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Während
der Druckbetrieb angehalten ist, kann die Bahn 17 mit der
niedrigsten Geschwindigkeit transportiert werden, d. h. einer niedrigen
Laufgeschwindigkeit, um so Reinigung der Drucktücher, Entfernung
von Papierspleißteilen zum Vermeiden des Übertrocknens
der Bahn 17 in der Trockeneinheit 9 und so weiter
durchzuführen.
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Hier
wird eine Beschreibung für einen Fall gegeben, bei dem
ein Drucktuchreinigungsprozess C durch Betreiben der Transportgeschwindigkeit
der Bahn 17 bei dieser niedrigen Laufgeschwindigkeit durchgeführt
wird.
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In
diesem Fall wird die Spannung der Bahn 17 im in 4 gezeigten
Zugspannungs-Lösebetriebsmodus TM gesteuert.
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Als
Erstes wird bestimmt, ob der Zugspannungs-Lösebetriebsmodus
TM verwendet wird (Schritt S1).
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Wenn
der Zugspannungs-Lösebetriebsmodus TM verwendet wird (JA),
wird die aktuell eingestellte Umfangsgeschwindigkeit des Kühlschleppers 39,
d. h. der Umfangsgeschwindigkeit während des Drucks, spezifisch
ein Zugwert während des Drucks in der Normalzugwert-Speichereinheit 71 gespeichert
(Schritt S2).
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Als
Nächstes wählt die Entscheidungseinheit 69 einen
zu verwendenden Zugwert aus den Zugwerten in der ersten Löse-Zugwert-Seichereinheit 73 bis vierten
Löse-Zugwert-Seichereinheit 79 aus, basierend
auf dem Basisgewicht, das von der Produktionssteuervorrichtung gesendet
wird und das an der Eingangseinheit 65 eingegeben wird.
In diesem Fall wird ein kleiner Zugwert ausgewählt, da
Falten dazu tendieren, in der Bahn 17 aufzutreten, wenn
das Basisgewicht derselben klein wird.
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Der
ausgewählte Zugwert wird aus der Ausgabeeinheit 67 zum
wellenlosen Kühleinheitenmotor 41 gesendet und
die Umfangsgeschwindigkeit des Kühlschleppers 39 wird
verändert (Schritt S3).
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Weil
die Drucktuchzylinder 35 zum Reinigen der Drucktücher
rotiert werden müssen, wird die Offsetrotationsdruckmaschine 1 bei
niedriger Laufgeschwindigkeit betrieben (Schritt S4). Bei diesem langsamen
Betrieb wird die Bahn 17 bei niedriger Laufgeschwindigkeit
transportiert.
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Zu
dieser Zeit wird der Kühlschlepper 39 basierend
auf einem kleineren Zugwert als dem geänderten Zugwert
während des Druckens betrieben.
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Auf
diese Weise wird, wenn der Zugwert (Transportgeschwindigkeitsdifferenz)
des Kühlschleppers 39 relativ zum Einführschlepper 21 klein gemacht
wird, die an die durch den Druckabschnitt 7 hindurchgehende
Bahn 17 angelegte Zugspannung klein. Dementsprechend kann
verhindert werden, dass Falten im Bereich des Kühlschleppers 39 auftreten.
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Selbst
wenn eine dünne Bahn 17 mit einem niedrigen Basisgewicht
verwendet wird, beispielsweise 54 g/m2,
ist, falls der Zugwert des Kühlschleppers 39 beispielsweise
0% ist, die Menge an gezogenem Papier im Wesentlichen konstant.
Dementsprechend treten kaum Falten in der Kühleinheit 11 auf.
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Zusätzlich
kann beim Zugspannungslöse-Betriebsmodus TM, weil eine
konventionelle Zugsteuerung einfach durch Ändern des Zugwerts
des Kühlschleppers 39 auf eine kleinere Einstellung durchgeführt
wird, was die Bahn 17 mit einer höheren Geschwindigkeit
transportiert als den Einführschlepper 21, ein
stabiler Betrieb realisiert werden und eine Vorrichtung, Abfolge
oder ein Zugspannungsdetektor zur Steuerung müssen nicht
hinzugefügt werden, womit ein Anstieg bei der Herstellungskosten
vermieden wird.
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Andererseits,
wenn der Zugspannungslöse-Betriebsmodus TM in Schritt S1
nicht verwendet wird (NEIN), schreitet der Prozess zu Schritt S4
fort, wo ein Kühlschlepper 39 bei niedriger Laufgeschwindigkeit
betrieben wird, basierend auf dem Zugwert während des Druckens.
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Auf
diese Weise ist es möglich, zwischen einer Implementierung
des Zugspannungslöse-Betriebsmodus zum Ermöglichen
der Änderung auf einen kleineren Zugwert nur dann, wenn
dünnes Papier verwendet wird, bei dem Falten dazu tendieren aufzutreten,
oder alternativ dem Nichtimplementieren des Zugspannungslöse-Betriebsmodus
bei Verwendung von dickem Papier mit hoher Steifheit auszuwählen.
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Es
wird ein Drucktuchreinigungsprozess C durchgeführt, um
die Drucktücher während des langsamen Betriebs
zu reinigen (siehe 3).
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Nach
Abschluss des Drucktuchreinigungsprozesses C wird der nächste
Betriebszustand, d. h. eine Betriebsanweisung, bestimmt (Schritt
S5).
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Wenn
die Betriebsanweisung Halt ist, sendet die Entscheidungseinheit 69 einen
Zugwert während des Druckens (während des Normalbetriebs),
der in der Normalzugwert speichereinheit 71 gespeichert ist,
an den wellenlosen Kühleinheitenmotor 41 über die
Ausgabeeinheit 67 und die Umfangsgeschwindigkeit des Kühlschleppers 39 wird
geändert (wiederhergestellt) (Schritt S6). Danach wird
der Betrieb der Offsetrotationsdruckmaschine 1 angehalten
(Schritt S7).
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Wenn
die Betriebsanweisung Beschleunigen lautet, sendet die Entscheidungseinheit 69 den
Zugwert während des Druckens (während des Normalbetriebs),
der in der Normalzugwert-Speichereinheit 71 gespeichert
ist, an den wellenlosen Kühleinheitenmotor 41 über
die Ausgabeeinheit 67 und die Umfangsgeschwindigkeit des
Kühlschleppers 39 wird geändert (wiederhergestellt)
(Schritt S8). Danach wird der Betrieb der Offsetrotationsdruckmaschine 1 beschleunigt
(Schritt S9).
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Nach
Abschluss des Drucktuchreinigungsprozesses C während des
langsamen Betriebs wird der Betrieb der Offsetrotationsdruckmaschine 1 angehalten.
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Danach
wird die Offsetrotationsdruckmaschine 1 zum Starten des
Druckbetriebs reaktiviert, gefolgt von einem Druckprozess.
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Beim
Druckprozess wird ein Voreinstellprozess D zum Voreinstellen der
Offsetrotationsdruckmaschine gemäß den Druckbedingungen
durchgeführt, während die Bahn 17 bei
niedriger Laufgeschwindigkeit läuft.
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Als
Nächstes wird ein Trockeneinheits-Heizprozess E durchgeführt,
in welchem die Bahn 17 bei im Wesentlichen konstanter Geschwindigkeit
(Heizgeschwindigkeit) transportiert wird, die höher ist
als die niedrige Laufgeschwindigkeit, um die Trockeneinheit 9 wieder
zu erhitzen.
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Es
wird ein Reinigungsflüssigkeits-Entfernungsprozess H zum
Entfernen einer Reinigungsflüssigkeit von den Drucktuchzylindern 35 durchgeführt,
parallel zum Trockeneinheitsheizprozess E, indem die Druckeinheiten 31 individuell
bei hoher Geschwindigkeit rotiert werden.
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Zu
diesem Zeitpunkt wird eine Reservezufuhr von Tinte der Tintenwalzengruppe
gemeinsam mit dem Reinigungsflüssigkeits-Entfernungsprozess H
zugeführt.
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Danach
schreitet der Prozess zu einem Beschleunigungsprozess F zum Erhöhen
der Transportgeschwindigkeit der Bahn 17 fort.
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Während
die Transportgeschwindigkeit der Bahn 17 im Beschleunigungsprozess
F gesteigert wird, werden die Transportgeschwindigkeit der Bahn 17 und
die Geschwindigkeit jeder Druckeinheit 31 synchronisiert
und Zylindereingriff N wird durchgeführt, bei dem die Drucktuchzylinder 35 in
jeder Druckeinheiten 31 mit der Bahn 17 in Eingriff
kommen.
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Nach
dem Zylindereingriff N wird die Bahn 17 bei im Wesentlichen
konstanter Einstellgeschwindigkeit transportiert und es wird ein
Einrichtprozess J für die Farbeinstellung und zum Einstellen
der Registrierung der Bahn 17 durchgeführt.
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Nach
dem Einstellprozess J, allerdings in der Zeichnung nicht gezeigt,
wird die Geschwindigkeit graduell von der Einstellgeschwindigkeit
bis zur Produktionsgeschwindigkeit erhöht und dann wird
das Drucken ausgeführt.
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Bei
diesem Druckprozess kann die an die Bahn 17, welche durch
den Druckabschnitt 7 hindurchgeht, angelegte Zugspannung
unter Verwendung des Zugspannungslöse-Betriebsmodus TM
reduziert werden.
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Insbesondere
da es eine Tendenz dazu gibt, dass Falten in der Bahn 17 vor
dem Zylindereingriff M auftreten, wird bevorzugt, das Auftreten
der Falten unter Verwendung des Zugspannungslöse-Betriebsmodus
TM zu reduzieren.
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In
diesem Fall wird, weil die Transportgeschwindigkeit der Bahn 17 signifikant
variiert, der Zugwert auch unter Berücksichtigung der Transportgeschwindigkeit
verändert.
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Obwohl
die Offsetrotationsdruckmaschine 1 und das Betriebsverfahren
derselben als eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
beschrieben werden, ist die vorliegende Erfindung nicht darauf beschränkt;
verschiedene Modifikationen können gemacht werden, solange
sie nicht vom Geist der vorliegenden Erfindung abweichen.
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Beispielsweise
wird bei dieser Ausführungsform der Kühlschlepper 39 als
ein Stromabwärts-Schlepper verwendet; jedoch kann der Bahnpfadschlepper 43 verwendet
werden, oder sowohl der Kühlschlepper 39 als auch
der Bahnpfadschlepper 43 können verwendet werden.
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ZUSAMMENFASSUNG
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Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Offsetrotationsdruckmaschine
bereitzustellen, die zur Kostenminderung und zuverlässigen Vermeidung
von Falten, die in einer Bahn während Niedriggeschwindigkeitsbetrieb
auftreten, in der Lage ist. Eine Offsetrotationsdruckmaschine (1)
enthält eine Druckabschnitt (7), der auf eine
Bahn (17) druckt, welche transportiert wird; einen Einführschlepper
(21), der stromaufwärts des Druckabschnitts (7)
vorgesehen ist und eine Zugspannung der Bahn (17) einstellt
und sie stromabwärts transportiert; einen Kühlschlepper
(39), der stromabwärts des Druckabschnittes (7)
vorgesehen ist und die Bahn (17) bei einer höheren
Transportgeschwindigkeit als derjenigen des Einführschleppers
(21) transportiert; und eine Zugspannungssteuereinheit
(61), welche eine Zugspannung der Bahn (17) steuert.
Die Zugspannungssteuereinheit (61) weist einen Zugspannungslöse-Betriebsmodus
(TM) auf, bei dem eine Transportgeschwindigkeitsdifferenz zwischen dem
Kühlschlepper (39) und dem Einführschlepper (21)
kleiner ist als eine Transportgeschwindigkeitsdifferenz zwischen
dem Kühlschlepper (39) und dem Einführschlepper
(21) während des Drucks.
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- 1
- Offsetrotationsdruckmaschine
- 7
- Druckabschnitt
- 17
- Bahn
- 21
- Einführschlepper
- 39
- Kühlschlepper
- 43
- Bahnpfadschlepper
- 61
- Zugspannungssteuereinheit
- 63
- Zugspannungs-Lösesteuereinheit
- TM
- Zugspannungs-Lösebetriebsmodus
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - JP 6-122188 [0012]
- - JP 2000-127352 [0012]