-
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
-
Die
Erfindung betrifft im Allgemeinen Fahrzeugräder und, im
Besonderen, eine verbesserte Fahrzeugrad-Radkappenanordnung sowie
ein verbessertes Verfahren zu deren Herstellung.
-
Automobilräder
dienen zwei Hauptzwecken: Die Räder tragen die mit ihnen
verbundenen Reifen sowie das Fahrzeug und die Räder sorgen
für ein ästhetisch angenehmes Erscheinungsbild.
Gegenwärtige Entwicklungen erfordern meist einen Kompromiss zwischen
diesen beiden Zielen. Räder werden meist aus Metall oder
Metalllegierungen gebaut, obgleich alternative Materialien, wie
Verbundwerkstoffe, bereits vorgeschlagen wurden. Das ästhetische
Erscheinungsbild eines solchen Rades ist durch die Herstellverfahren
beschränkt, mit denen eine Oberfläche mit gewünschtem
Styling ausgebildet werden kann. Zusätzlich erhält
solch ein Rad häufig Zusatzmaterial (und Zusatzgewicht),
um das gewünschte Styling der Oberfläche zu erreichen.
Radzierblenden oder Kappen werden verwendet, um ein Erscheinungsbild
einer Radoberfläche hervorzurufen, während darunter
eine Radkonstruktion eingesetzt wird, die sämtliche Belastungen,
die auf das Rad ausgeübt werden, aufnimmt. Die Radkappe
wird normalerweise aus einem Kunststoff oder einem dünnen
Metallmaterial hergestellt, welche erheblich einfacher zu einem
angenehmen Erscheinungsbild umformbar sind. Die Radkappe wird dann
am Rad mittels mechanischen Mitteln wie Befestigungseinrichtungen,
Kleber oder Verriegelungsmitteln, welche an der Kappe oder dem Rad
ausgebildet sind, befestigt. Die Radkappe kann auch eine spezielle
Oberflächenbeschichtung wie beispielsweise eine Glanzlackierung
oder eine Chromplattierung erhalten, um ihr Erschei nungsbild zu
verbessern. Ferner ist wünschenswert, dass die Radkappe
nicht als ein vom Rad separates Teil wahrgenommen wird. Hierzu ist
wünschenswert, die Erkennungsmerkmale, dass eine Kappe
verwendet wird, wie beispielsweise die Fügungslinien, ein
hohl klingendes Geräusch beim Anschlagen, ein Nachgeben
bei mäßigem Druck, den Eintritt von Fremdkörpern
zwischen die Radteile und die Sichtbarkeit von Radoberflächen
hinter der Kappe, zu eliminieren. Zu diesem Zweck wird häufig
ein geeignetes Kleberschaummaterial verwendet, um das hohl klingende Geräusch
beim Schlagen zu dämpfen, um den Raum zwischen dem Rad
und der Kappe auszufüllen, wodurch der Eintritt von Fremdkörpern
verhindert wird, und um die Kappe zu halten, falls Druck auf die
Kappe ausgeübt wird.
-
Der
Einsatz von Klebern zum Verbinden der Kappe und des Rades kann bei
einem Herstellverfahren mit hoher Ausstoßrate Probleme
bereiten, da der Kleber ausreichend Zeit benötigt, bis
eine chemische Reaktion eintritt und er expandiert (falls ein Klebreschaum
verwendet wird), und bis eine Handhabungsfestigkeit und anschließend
eine volle Festigkeit erreicht wird. Ein schnell aushärtender
Kleber erlaubt zwar einen höheren Durchsatz, härtet
aber auch schneller in den Mischvorrichtungen aus und bedingt daher
größeren Wartungsaufwand. Ein langsam härtender
Kleber hingegen besitzt eine längere offene Zeit, bevor
Verstopfungen in der Kleberzuführeinrichtung auftreten,
bedingt aber auch einen höheren, im Arbeitsprozess befindlichen
Bestand und hierfür erforderliche Ressourcen, wie beispielsweise
Stellfläche, Aushärtöfen, Materialhandhabungsvorrichtungen
und Werkzeuge.
-
Außerdem
kann die Kappen-Radanordnung, wenn ein expansionsfähiges
Schaumklebermaterial verwendet wird, innerhalb eines Maskier- oder
Abdeckwerkzeugs eingekapselt werden, um das expansionsfähige
Schaumklebermaterial zurückzuhalten. Allerdings bestehen
meist innerhalb der Kappen-Radanordnung interne Passagen, bei welchen nicht
gewünscht wird, dass in diese expandierendes Schaumklebermaterial
eintritt. Es ist auch kaum durchführbar, zahlreiche Bereiche
abzudecken, wenn die Kappe und das Rad zusammengebaut werden.
-
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
-
Die
Erfindung betrifft eine Fahrzeugrad-Radkappenanordnung sowie ein
Verfahren zu deren Herstellung.
-
Gemäß einer
Ausgestaltung weist das Verfahren zum Herstellen einer Fahrzeugrad-Radkappenanordnung
die Schritte auf: (a) Bereitstellen einer Radkappe mit einer Innenfläche
und einer Außenfläche; (b) selektives Auftragen
zumindest eines Schusses eines ersten Klebermaterials auf einen
Abschnitt der Innenfläche der Radkappe, um einen vorbestimmten
abgedeckten Bereich zu definieren; (c) Bereitstellen eines Fahrzeugrades,
welches eine Außenseite aufweist; (d) Positionieren der
Radkappe und des Fahrzeugrades relativ zueinander, wobei zumindest
ein Hohlnest (Kavität) zwischen der Innenfläche
der Radkappe, der Außenseite des Fahrzeugrades und dem
abgedeckten, von dem ersten Klebematerial begrenzten Bereich an
der Radkappe ausgebildet wird; und (e) selektives Auftragen eines zweiten
Klebermaterials in dem Hohlnest, um die Radkappe am Fahrzeugrad
zu befestigen.
-
Gemäß einer
anderen Ausführungsform weist die Fahrzeugrad-Radkappenanordnung
auf: Ein Fahrzeugrad, das eine Außenseite aufweist; und eine
Radkappe, die an dem Fahrzeugrad befestigt ist, und die eine Innenfläche
und eine Außenfläche hat; wobei zumindest eine
Ladung eines ersten Klebematerials selektiv auf einem Abschnitt
der Innenfläche der Radkappe aufgetragen ist, um einen
vorbestimmten Bereich abzudecken, bevor selektiv ein zweites Klebematerial
aufgetragen wird, um zumindest ein Hohlnest zwischen der Innenfläche
der Radkappe, der Außenseite des Fahrzeugrades und dem abgedeckten,
durch das erste Klebematerial begrenzten Bereich an der Radkappe
zu schaffen, um die Radkappe an dem Fahrzeugrad zu befestigen.
-
Weitere
Vorteile der Erfindung werden für den Fachmann aus der
nachfolgenden detaillierten Beschreibung der Erfindung unter Bezugnahme
auf die beigefügten Zeichnungen ersichtlich.
-
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
-
1 zeigt
einen Längsschnitt durch ein Ausführungsbeispiel
einer Fahrzeugrad-Radkappenanordnung;
-
2 zeigt
eine weitere Schnittansicht der Anordnung aus Fahrzeugrad und Radkappe,
wobei nur der ersten Ladungsausstoß des Klebematerials/Schaummaterials
dargestellt ist;
-
3 zeigt
die Radkappe aus den 1 und 2, wobei
der erste Ladungsausstoß des Kleber-/Schaummaterials auf
einem Teilabschnitt der Radkappe aufgetragen ist;
-
4 zeigt
in einem Schaudiagramm beispielhaft die Schrittfolge beim Herstellen
der Fahrzeugrad-Radkappenanordnung nach 1;
-
5 verdeutlicht
anhand eines schematischen Diagramms eine Ausgestaltung eines ersten Verfahrensschritts
zum Herstellen einer Fahrzeugrad-Radkappenanordnung;
-
6 verdeutlicht
anhand eines schematischen Diagramms ein Ausführungsbeispiel
eines zweiten Verfahrensschrittes zum Herstellen der Anordnung aus
Fahrzeugrad und Radkappe;
-
7 zeigt
in einer perspektivischen Ansicht ähnlich zu 3 ein
alternatives Ausführungsbeispiel beim Auftragen eines ersten
Ladungsausstoßes eines Kleber-/Schäummaterials
auf einen Abschnitt der Radkappe.
-
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
-
Es
wird nun Bezug genommen auf die Zeichnungen, in denen in den
1 und
2 in
einer Schnittansicht eine insgesamt mit Bezugszeichen
10 bezeichnete
Fahrzeugrad-Kappenanordnung einschließlich eines ersten
Ausführungsbeispiels für ein insgesamt mit Bezugszeichen
12 bezeichnetes
Radkappenrückhaltesystem dargestellt ist. Die Anordnung
10 aus Fahrzeugrad
und Radkappe hat eine Zentralachse X und besteht im Wesentlichen
aus einem Fahrzeugrad, welches insgesamt mit Bezugszeichen
22 bezeichnet
ist, und einer Radkappe, die insgesamt mit Bezugszeichen
30 bezeichnet
ist, welche, wie weiter unten noch erläutert werden wird,
sicher aneinander befestigt sind. Das Fahrzeugrad
22 kann
aus jeder geeigneten Art von Material oder Materialien, wie beispielsweise
aus Stahl, aus Aluminium oder aus Legierungen hiervon, bestehen,
und es kann in jeder geeignete Art von Radkonstruktion ausgeführt
sein, wie beispielsweise als "Full-Face"-Scheibenrad, wie es in
5A der
US 5,533,261 dargestellt
ist, als "Semi-Full-Face"-Fahrzeugrad mit Felgenschulteranschluss,
wie es in
4 der
US 5,188,429 gezeigt ist, als Fahrzeugrad mit
Tiefbettanschluss, wie es in
3 der
US 5,188,429 gezeigt ist,
als "Bimetall"-Radkonstruktion mit einer Aluminiumscheibe und einer
Stahlfelge, wie in der
US 5,421,642 gezeigt
ist, als "Modular"-Radkonstruktion, wie sie in
US 5,360,261 gezeigt ist, als Aluminium-Gussrad,
wie es in der
US 5,340,418 gezeigt
ist, oder als "Euroflange"-Radkonstruktion, wie dies in der
US 5,564,792 gezeigt ist;
der Offenbarungsgehalt der vorgenannten Patente wird durch deren
Nennung in den Offenbarungsgehalt der vorliegenden Patentanmeldung
vollständig einbezogen.
-
Im
gezeigten Ausführungsbeispiel besteht das Fahrzeugrad 22 der
Fahrzeugrad-Radkappenanordnung 10 aus einem einstückigen
Aluminium-Gussteil und weist eine Radfelge, die insgesamt mit Bezugszeichen 14 bezeichnet
ist, und eine Radscheibe auf, die insgesamt mit Bezugszeichen 16 bezeichnet
ist. Die Radfelge 14 weist einen Rückhalteflansch 14A für
den inneren Reifenwulst, einen inneren Reifenwulstsitz 14B,
einen sich im Wesentlichen axial erstreckenden Wandabschnitt 14C,
einen äußeren Reifenwulstsitz 14D und
einen äußeren Rückhalteflansch 14E für
den äußeren Reifenwulst auf. Die Konstruktion,
das Material, das Aussehen und der Querschnitt der Radfelge 14 könnten
alternativ auch anders ausgebildet sein, falls dies gewünscht
wird.
-
Die
Radscheibe 16 weist eine im Wesentlichen zentral angeordnete
Radbefestigungsfläche oder einen Nabenanschlussbereich 18 sowie
ei nen äußeren Ringabschnitt 20 auf, der
eine Außenoberfläche oder Außenseite 22A bildet.
Die innere Befestigungs- oder Nabenanschlussfläche 18 der
Radscheibe 16 ist mit einem Mittennabenloch 18A und
einer Mehrzahl von Befestigungsbolzenlöchern 18B versehen,
die umfangsverteilt beabstandet um das Mittennabenloch 18A angeordnet
sind, wobei in 1 nur ein Befestigungsbolzenloch 18B dargestellt
ist. Die Befestigungsbolzenlöcher 18B sind angepasst,
um nicht dargestellte Befestigungsbolzen und Muttern (nicht dargestellt)
zum Festlegen des Fahrzeugrades 22 an einer nicht gezeigten
Fahrzeugachse eines Fahrzeugs aufzunehmen. Außerdem weist
die Radscheibe 16, wie im Ausführungsbeispiel
dargestellt, eine Mehrzahl von Fenstern oder Öffnungen 24 auf,
wobei jedes Fenster zwischen einem Paar von Speichen 26 ausgebildet
ist. Im gezeigten Ausführungsbeispiel hat die Radscheibe 16 fünf
Fenster 20, von denen allerdings nur ein Fenster 20 in 1 und
zwei solcher Fenster 20 in 2 gezeigt
sind, und sie hat fünf Speichen 26, von denen
in 1 nur eine Speiche 26 dargestellt ist.
Die Konstruktion, das Material und das Erscheinungsbild der Radscheibe 16 könnten
von dem dargestellten Ausführungsbeispiel, falls gewünscht,
auch abweichen.
-
Im
gezeigten Ausführungsbeispiel umfasst das Radkappenrückhaltesystem 12 die
Radkappe 30, die an dem Fahrzeugrad 22 befestigt.
Wie noch erläutert werden wird, verwendet das Radkappenrückhaltesystem 12 mehrere
Ladungen oder "Schüsse" eines geeigneten Materials, d.
h. eines Kleber-/Schaummaterials, die vorzugsweise vor dem Zusammenbauen
der Radkappe 30 und des Fahrzeugrades 22 und/oder
nach dem Zusammenbau der Radkappe 30 und des Fahrzeugrades 22 aus-
oder abgegeben werden. Dies ermöglicht es, mittels Abdeckwerkzeugen
Bereiche der Radkappe 30 und des Fahrzeugrades 22,
welche Bereiche anders nicht zugänglich sind, vor dem Zusammenbau
"abzusperren" oder abzugrenzen.
-
Im
gezeigten Ausführungsbeispiel wird die Radkappe 30 vorzugsweise
aus Kunststoff gebildet und sie besteht aus einer einstückigen
Radkappe, die zumindest eine Außenfläche erhalten
kann, die lackiert, chrom-plattiert oder auf andere Weise verziert oder
entsprechend den Wünschen dekoriert ist. Alternativ könnte
die Radkappe 30 auch aus anderen Materialien bestehen,
wie beispielsweise aus Metall und/oder sie könnte eine
mehrteilige Radkappe (mit zwei oder mehr Teilen) aus gleichen oder
ungleichartigen Materialien, je nach dem gewünschten Anforderungsprofil,
sein.
-
Die
Radkappe 30 kann eine Innenfläche erhalten, deren
Profil eng an die Außenseite des Rades angepasst ist; sie
kann eine Innenfläche erhalten, welche von der Außenseite
des Rades beabstandet liegt, um das Styling des Rades weiterzugeben;
oder sie kann eine Kombination sowohl einer Innenfläche, die
der Außenseite entspricht, als auch einer Innenfläche,
die beabstandet von der Außenseite des Rades liegt, erhalten.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist die Radkappe 30 eine
Innenfläche 30A auf, die einen Abschnitt hat,
der im Wesentlichen an die Außenseite 22A des
Rades 22 angepasst ist und einen weiteren Abschnitt hat,
der von der Außenseite 22A des Rades 22 beabstandet
liegt.
-
Wie
am besten in 3 zu sehen ist, weist die Radkappe 30 ein
Mittennabenloch 32, eine Mehrzahl von Bolzenlöchern 34,
eine Mehrzahl von Fenstern 36 und jeweils zwischen einem
Paar von Fenstern 36 eine Speiche 38 auf. Das
Mittelloch 32 der Radkappe 30 ist vorzugsweise
angepasst, koaxial zur Zentralachse X des Rades 10 und
des Mittennabenlochs 18A zu liegen. Die Bolzenlöcher 34 der Radkappe 30 liegen
vorzugsweise koaxial mit den Befestigungsbolzenlöchern 18B des
Rades 22. Die Fenster 36 der Radkappe 30 korrespondieren
oder ähneln den Fenstern 20 im Rad 22.
Die Speichen 38 der Radkappe 30 bedecken vorzugsweise
die Speichen 26 des Rades 22 und geben vorzugsweise
ein gewünschtes Styling des Fahrzeugrades 22 wieder. Alternativ
könnten der Aufbau, das Material und das Erscheinungsbild
der Radkappe 30 auch von dem dargestellten Erscheinungsbild
abweichen, falls dies gewünscht wird.
-
Es
wird nun Bezug genommen auf 4, welche
ein Blockdiagramm zeigt, das eine bevorzugte Folge von Schritten
zum Herstellen der ersten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Fahrzeugrad-Radkappenanordnung 10 wiedergibt. Gemäß Schritt 40 wird,
wie dies auch schematisch in 5 dargestellt
ist, die Radkappe 30 mit ihrer Außenfläche
nach unten weisend auf einem unteren Abdeckwerkzeug abgelegt (wobei
das untere Abdeckwerkzeug schematisch in 5 mit Bezugszeichen 60 angedeutet
ist), so dass das untere Abdeckwerkzeug 60 benachbart der
Außenseite 30B der Radkappe 30 liegt.
Wie noch erläutert werden wird, dient das untere Abdeckwerkzeug 60 zum
Abstützen und Positionieren der Radkappe 30 und
es verhindert, dass ein ausgewähltes Kleber-/Schaummaterial
in Kontakt mit der "dekorativen" Außenfläche 30B der
Radkappe 30 kommt. Ferner wird in Schritt 40 ein
Vorformwerkzeug (schematisch in 5 angedeutet
und mit Bezugszeichen 62 bezeichnet) für den ersten
"Ladungsschuss" eines gewählten Kleber-/Schaummaterials auf
der Radkappe 30 vorzugsweise nahe deren Innenseite 30A platziert
und alle drei Teile (das untere Abdeckwerkzeug 60, die
Radkappe 30 und das Vorformwerkzeug 62) werden
ausgerichtet und als eine Anordnung zusammengeklammert, wie dies
schematisch in 5 in Schritt 40 angedeutet
ist.
-
Anschließend
wird, in Schritt 42, der Anordnung vorzugsweise ermöglicht,
eine gewünschte kontrollierte Temperatur (entweder durch
Heizen oder Abkühlen von innen oder von außen)
zu erreichen und anschließend wird ein geeignetes Kleber-/Schaummaterial 54 selektiv
in ein oder mehrere Hohlnester (Kavitäten) abgegeben (ein
solches Hohlnest ist schematisch als strichpunktiertes Kästchen
in 5 angedeutet und mittels Bezugszeichen 56 bezeichnet
ist), welche Hohlnester zwischen dem Vorformwerkzeug 62 und
der Radkappe 30 begrenzt sind, und dem Kleber-/Schaummaterial 54 wird
ermöglicht, zu reagieren. In Abhängigkeit von
dem jeweils verwendeten Kleber-/Schaummaterial 54 kann Schritt 42 ein
Heizen oder Kühlen erfordern, aber der Schritt kann auch
bei Raumtemperatur stattfinden.
-
Nach
einer ausreichenden Zeitspanne wird anschließend in Schritt 44 das
Vorformwerkzeug 62 entklammert und die Radkappe 10 wird
herausgenommen, wobei sie die erste Ladung des Kleber-Schaummaterials
aufweist, der selektiv in einem gewünschten "Abdeckmuster"
daran befestigt ist, wobei das Abdeckmuster beispielsweise eine
Gestaltung haben kann, wie es beispielhaft in den 2 und 3 gezeigt
ist. Wie in diesem Ausführungsbeispiel gezeigt, wird das
Kleber-/Schaummaterial 54 vorzugsweise im Wesentlichen
um einen inneren Ringbereich der Innenfläche 30A der
Radkappe 30 aufgetragen. Insbe sondere vorteilhaft ist,
wenn die erste Ladung des Kleber-/Schaummaterials 54 selektiv
um das Mittennabenloch 32 und die Bolzenlöcher 34 der
Radkappe 30 herum aufgetragen wird. Alternativ wäre
es möglich, dass die Radkappe 30 mehr als einen
Schuss oder Ladung des gleichen oder eines anderen Kleber-/Schaummaterials
erhält, was den Einsatz eines oder mehrerer Vorformwerkzeuge erfordert,
in Abhängigkeit von dem gewünschten oder erforderlichen
Abdeckeffekt, der erreicht werden soll, und/oder die jeweiligen
Bereiche der Radkappe 30, welche das Kleber-/Schaummaterial
erhalten sollen, können anders ausgebildet sein, falls
dies wünschenswert ist. So kann beispielsweise, wie in 7 gezeigt,
der Schritt 42 dazu dienen, ein Kleber-/Schaummaterial 70 auf
der Innenfläche der Radkappe 30 um die Bolzenlöcher 34 herum
abzulegen. Hieraus ist ersichtlich, dass ein Bereich oder mehrere
gewünschte Bereiche der Radkappe 30 durch selektives
Auftragen des Kleber-/Schaummaterials während Schritt 42 maskiert
werden können.
-
Anschließend
kann, in Schritt 46, das untere Abdeckwerkzeug 60 aus
Schritt 42 verwendet werden, falls gewünscht.
In diesem Fall würde, in Schritt 42, wie schematisch
in 6 angedeutet, die Radkappe 30 auf dem
unteren Abdeckwerkzeug 60 verbleiben und das Fahrzeugrad 22 wird,
mit seiner Außenseite nach unten weisend, auf die Radkappe 30 derart
aufgelegt, dass die Außenseite 22A des Rades 22 vorzugsweise
benachbart der Innenfläche 30A der Radkappe 30 liegt.
Eine Bremse oder Rückseite 22B des Fahrzeugrades 22 wird
mittels eines oberen Abdeckwerkzeugs (schematisch in 6 dargestellt
und mit Bezugszeichen 64 versehen) abgedeckt. Die vier
Teile (das untere Abdeckwerkzeug 60, die Radkappe 30,
das Fahrzeugrad 22 und das obere Abdeckwerkzeug 64)
werden anschließend zusammengeklammert und es wird vorzugsweise
ermöglicht, dass sie eine gewünschte kontrollierte Temperatur
erreichen (durch inneres oder äußeres Heizen oder
Kühlen). In Abhängigkeit von dem verwendeten Kleber-Schaummaterial,
welches im nächsten Schritt verwendet wird, kann Schritt 48 auch
kein Heizen oder Kühlen erfordern, sondern dieser Schritt
kann bei Raumtemperatur stattfinden.
-
Als
nächstes, in Schritt 48, wird ein geeignetes Kleber-/Schaummaterial
(welches in 1 mit Bezugszeichen 58 bezeichnet
ist) in eine oder mehrere Nestbereiche, die zwischen der Kappe 30 und dem
Rad 10 definiert sind, abgegeben, und diesem Material wird
ermöglicht, zu reagieren (zur leichteren Erläuterung
ist ein solcher Nestbereich mit Bezugszeichen 66 in 2 bezeichnet
und ein solcher Nestbereich ist auch strichpunktiert in 6 dargestellt und
mit Bezugszeichen 66 versehen). Während Schritt 48 werden
die Bereiche zwischen der Radkappe 30 und dem Fahrzeugrad 22,
welche nicht sauber mittels der oberen und unteren Abdeckwerkzeuge 64 bzw. 60 abgedeckt
sind, vorzugsweise bereits abgedichtet und mittels einer oder mehrerer
Vorschäumladung(en) des Materials 54 im Vorschritt 42 gefüllt
und vereinfachen hierdurch das obere und das untere Abdeckwerkzeug 64 bzw. 60,
indem sie Bereiche mit negativer Einziehung eliminieren und Auskernelemente
und ihre jeweiligen Stellorgane entfernen.
-
Während
Schritt 48 werden vorzugsweise sämtliche Nestbereiche
zwischen der Radkappe 30 und dem Fahrzeugrad 22 mit
dem geeigneten Kleber-/Schaummaterial 58 ausgefüllt;
jedoch können, falls gewünscht, nur einige solcher
Nestbereiche während Schritt 48 ausgefüllt
werden, falls dies gewünscht wird. Anschließend
wird, in Schritt 50, vorzugsweise nachdem eine gewünschte
Zeitspanne verstrichen ist, das obere Abdeckwerkzeug 64 gelöst und
entfernt und die Radanordnung 10 wird herausgenommen und
für einen Versand verpackt. Während der Lagerung
und des Versandes können das/die Kleber-/Schaummaterial(ien) 54 und/oder 58 aushärten
und ihre volle Belastungsstärke erhalten und ein übermäßiger
Lagerbestand wird vermindert. Das Kleber-/Schaummaterial 58,
mit dem die Nestbereiche während Schritt 48 ausgefüllt
werden, hält vorzugsweise die Radkappe 30 und
das Fahrzeugrad 22 dauerhaft zusammen. Alternativ können auch
andere Mittel, wie beispielsweise mechanische Rückhaltemittel,
d. h. Schnapphaken, Befestigungsmittel u. dgl. (nicht gezeigt) verwendet
werden, um die Ausrichtung der Radkappe 30 relativ zum
Fahrzeugrad 22 zu unterstützen und/oder die Radkappe 30 dauerhaft
am Fahrzeugrad 22 zu befestigen, falls dies so gewünscht
wird.
-
Das
Verfahren zum Herstellen der Fahrzeugrad-Radkappenanordnung 10 kann
auch anders, als dargestellt, ablaufen, falls dies gewünscht
wird. So können beispielsweise der eine Ladungsschuss oder
mehrere Ladungen des Kleber-/Schaummaterial(s) aus demselben oder
aus unterschiedlichen Produkten bestehen. Jede Ladung und/oder jedes
Abdeckwerkzeug können erhitzt und/oder abgekühlt werden,
falls dies zu irgendeinem Zeitpunkt während des Verfahrensablaufes
notwendig ist. Die Zeitspanne zwischen zwei Ladungsausstößen
kann in Abhängigkeit von der gewünschten Durchführung
des Zusammenbaus der Anordnung wie z. B. Dichtlinien, Kohäsionsfestigkeit,
Erscheinungsbild und Herstellbedingungen variiert werden. Darüber
hinaus kann, auch wenn die Ausführungsbeispiele die Herstellung einer
Fahrzeugrad-Radkappenanordnung zeigen, dasselbe Verfahren, wie sich
dem Fachmann ohne weiteres erschließt, auch im Zusammenhang
mit anderen Autoteilen oder Produktionsteilen, die mittels eines
Kleber-/Schaummaterials (unabhängig davon, ob ein Expandierschaum
oder ein anderes Produkt verwendet wird) eingesetzt werden, sofern
diese nicht auf einfache Weise als Anordnung abgedeckt werden können.
Schließlich könnte, auch wenn der erste Ladungsstoß des
Kleber-/Schaummaterials 54 in Schritt 42 vorzugsweise
unmittelbar auf der Innenfläche der zu verwendenden Radkappe
aufgetragen wird, dieser erste Ladungsschuss auch separat erzeugt
und an der Innenfläche der Radkappe mittels geeigneter
Mittel, wie beispielsweise einem Kleber, vor dem Auftragen des Kleber-/Schaummaterials 58 in
Schritt 48, befestigt werden, oder er kann separat ausgebildet
und befestigt und/oder aufrechterhalten werden (d. h. falls er als
"Einsatz"-Abdeckelement genutzt wird, welches in Position gesichert
oder nicht gesichert wird), und zwar durch das Auftragen des Kleber-/Schaummaterials 58 in
Schritt 48.
-
Gemäß den
Bestimmungen in den Patentgesetzen erfolgt die Beschreibung und
Darstellung des Aufbaus und der Betriebsweise der Erfindung nur beispielhaft.
Es versteht sich, dass die Erfindung auch anders ausgeführt
werden kann, als im konkreten Ausführungsbeispiel dargestellt,
ohne den Schutzbereich der anhängenden Ansprüche
zu verlassen.
-
ZUSAMMENFASSUNG:
-
Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer Fahrzeugrad-Radkappenanordnung
mit folgenden Schritten: a) Bereitstellen einer Radkappe, die eine
Innenfläche und eine Außenfläche hat;
b) Selektives Auftragen von zumindest einer Ladung eines ersten
Klebermaterials auf einen Abschnitt der Innenfläche der
Radkappe, um einen vorbestimmten abgedeckten Bereich festzulegen;
c) Bereitstellen eines Fahrzeugrades, welches eine Außenseite
hat; d) Anordnen der Radkappe und des Fahrzeugrades relativ zueinander,
wodurch zumindest ein Hohlnest zwischen der Innenfläche
der Radkappe, der Außenseite des Fahrzeugrades und dem
mittels des ersten Klebematerials festgelegten abgedeckten Bereich der
Radkappe ausgebildet wird; und e) selektives Auftragen eines zweiten
Klebermaterials in das Hohlnest, um die Radkappe und das Fahrzeugrad
aneinander zu befestigen. (Hierzu
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste
der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert
erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information
des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen
Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt
keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-
- - US 5533261 [0016]
- - US 5188429 [0016, 0016]
- - US 5421642 [0016]
- - US 5360261 [0016]
- - US 5340418 [0016]
- - US 5564792 [0016]