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DE112006003347T5 - Elektronische Zündsysteme und Verfahren zum Zünden einer Vorrichtung - Google Patents

Elektronische Zündsysteme und Verfahren zum Zünden einer Vorrichtung Download PDF

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DE112006003347T5
DE112006003347T5 DE112006003347T DE112006003347T DE112006003347T5 DE 112006003347 T5 DE112006003347 T5 DE 112006003347T5 DE 112006003347 T DE112006003347 T DE 112006003347T DE 112006003347 T DE112006003347 T DE 112006003347T DE 112006003347 T5 DE112006003347 T5 DE 112006003347T5
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ignition
electrical energy
energy storage
storage device
control system
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE112006003347T
Other languages
English (en)
Inventor
Steven J. Frickey
John M. Svoboda
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Battelle Energy Alliance LLC
Original Assignee
Battelle Energy Alliance LLC
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Battelle Energy Alliance LLC filed Critical Battelle Energy Alliance LLC
Publication of DE112006003347T5 publication Critical patent/DE112006003347T5/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42DBLASTING
    • F42D1/00Blasting methods or apparatus, e.g. loading or tamping
    • F42D1/04Arrangements for ignition
    • F42D1/045Arrangements for electric ignition
    • F42D1/05Electric circuits for blasting
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42DBLASTING
    • F42D1/00Blasting methods or apparatus, e.g. loading or tamping
    • F42D1/04Arrangements for ignition
    • F42D1/043Connectors for detonating cords and ignition tubes, e.g. Nonel tubes
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42DBLASTING
    • F42D1/00Blasting methods or apparatus, e.g. loading or tamping
    • F42D1/04Arrangements for ignition
    • F42D1/045Arrangements for electric ignition

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Charge And Discharge Circuits For Batteries Or The Like (AREA)
  • Testing Of Short-Circuits, Discontinuities, Leakage, Or Incorrect Line Connections (AREA)
  • Air Bags (AREA)

Abstract

Elektronisches Zündsystem, welches umfaßt:
eine erste Zündschaltung;
eine zweite Zündschaltung; und
ein Detektionssystem, das mit der ersten und der zweiten Zündschaltung betriebstechnisch in Verbindung steht, wobei das Detektionssystem erkennt, ob eine zu zündende Vorrichtung mit einer der ersten und zweiten Zündschaltung verbunden ist, und das elektronische Zündsystem eine der ersten und zweiten Zündschaltung, mit welcher die zu zündende Vorrichtung verbunden ist, betätigt.

Description

  • Vertraglicher Ursprung der Erfindung
  • Die Regierung der Vereinigten Staaten hat gemäß Vertrag Nr. DE-AC07-051D14517 zwischen dem Energieministerium der Vereinigten Staaten und Battelle Energy Alliance gewisse Rechte an der Erfindung.
  • Verwandte Anmeldung
  • Diese Anmeldung beansprucht die Priorität der US-Patentanmeldung S/N 11/297,001, die am 07. Dezember 2005 eingereicht wurde und in die vorliegende Anmeldung einbezogen ist.
  • Technisches Gebiet
  • Diese Erfindung betrifft das Initiieren von Schaltungen im allgemeinen und spezieller Verfahren und Vorrichtungen zur zeitverzögerten Initiierung von Sprengvorrichtungen.
  • Stand der Technik
  • Es sind zahlreiche Typen von Zündvorrichtungen und Zündsystemen entwickelt worden und werden verwendet, welche geeignet sind, ein umfangreiches Spektrum von Sprengvorrichtungen zu zünden oder zu initiieren, wie zum Beispiel Stoßwellenrohre und Sprengkapseln. Ein typisches Zündsystem ist mit einer elektrischen Energiespeichervorrichtung wie etwa einem Kondensator ausgestattet, welche die elektrische Energie speichert, die benötigt wird, um die Vorrichtung zu initiieren oder zu zünden. Viele derartige Zündvorrichtungen sind auch mit einer Verzögerungs- oder Rückwärtszählschaltung (Countdown-Schaltung) ausgestattet, welche durch einen Benutzer so eingestellt werden kann, daß sie die Initiierung (d. h. das Zünden) der Vorrichtung um eine gewisse Zeitdauer verzögert, nachdem das System scharfgeschaltet ist. Stattdessen kann das Zündsystem auch durch entfernte Mittel betätigt werden, wie zum Beispiel über ein Funksignal.
  • Leider sind jedoch solche Zündsysteme nicht frei von Problemen. Zum Beispiel beginnen viele Zündsysteme, die elektrische Energiespeichervorrichtung (z. B. einen Kondensator) unmittelbar in Reaktion auf eine Benutzereingabe aufzuladen (z. B. wenn der Benutzer den Countdown auslöst). Falls jedoch die gewählte Countdownzeit relativ lang ist, bedeutet ein solches Steuerungsschema, daß die elektrische Energiespeichervorrichtung für eine Zeitdauer geladen werden kann, welche beträchtlich länger ist als die Countdownzeit. Demzufolge ist das Zündsystem dann lange vor dem gewünschten Zeitpunkt in der Lage, die Vorrichtung zu initiieren, was zu vorzeitigen Zündungen führen kann und Probleme verursachen kann, wenn der Benutzer beschließt, den Countdown abzubrechen.
  • Hinzu kommt, daß, obwohl viele Zündsysteme in sorgfältig gesteuerten Umgebungen verwendet werden, in denen ein Benutzer genügend Zeit hat, die richtige Einstellung und Funktionsweise des Zündsystems sicherzustellen, andere Umgebungen, wie etwa Umgebungen der Rechtsdurchsetzung und/oder militärische Umgebungen, oft keine vorsichtige und überlegte Verwendung solcher Vorrichtungen gestatten. Demzufolge besteht ein ständiger Bedarf sicherzustellen, daß solche Zündsysteme einfach zu verwenden und zu bedienen sind, während die Möglichkeiten für eine Fehlprogrammierung und/oder unerwünschte Ergebnisse, wenn die Zeit knapp ist, auf ein Minimum begrenz werden.
  • Kurzdarstellung der Erfindung
  • Eine Ausführungsform eines elektronischen Zündsystems gemäß der vorliegenden Erfindung kann eine erste Zündschaltung und eine zweite Zündschaltung aufweisen. Ein Detektionssystem, das der ersten und der zweiten Zündschaltung betriebstechnisch zugeordnet ist, erkennt, ob eine zu zündende Vorrichtung mit einer der ersten und zweiten Zündschaltung verbunden ist. Das elektronische Zündsystem betätigt eine der ersten und zweiten Zündschaltung, mit welcher die zu zündende Vorrichtung verbunden ist.
  • Eine andere Ausführungsform eines elektronischen Zündsystems kann eine elektrische Energiespeichervorrichtung und eine mit der elektrischen Energiespeichervorrichtung betriebstechnisch verbundene Zündschaltung aufweisen, welche betrieben werden kann, die elektrische Energie speichervorrichtung mit einer zu zündenden Vorrichtung elektrisch zu verbinden. Ein Entladesystem, das der elektrischen Energiespeichervorrichtung betriebstechnisch zugeordnet ist, kann betrieben werden, die elektrische Energiespeichervorrichtung elektrisch zu entladen.
  • Außerdem wird eine Ausführungsform eines elektronischen Zündsystems offenbart, welches eine elektrische Energiespeichervorrichtung und eine Ladesystem zum Laden der elektrischen Energiespeichervorrichtung mit elektrischer Energie aufweist. Eine Zündschaltung, die mit der elektrischen Energiespeichervorrichtung betriebstechnisch verbunden ist, kann betrieben werden, um die elektrische Energiespeichervorrichtung mit einer zu zündenden Vorrichtung elektrisch zu verbinden. Ein Steuerungssystem, das mit dem Ladesystem betriebstechnisch verbunden ist, betätigt das Ladesystem in Reaktion auf einen durch den Benutzer initiierten Befehl.
  • Ein Verfahren zum Zünden einer Vorrichtung kann die folgenden Schritte umfassen: Betriebstechnisch Verbinden der Vorrichtung mit einem elektronischen Zündsystem, wobei das elektronische Zündsystem mindestens eine elektrische Energiespeichervorrichtung, eine Zündschaltung, ein Steuerungssystem und eine Benutzerschnittstelle, die dem Steuerungssystem betriebstechnisch zugeordnet ist, aufweist; Bedienen der Benutzerschnittstelle, um eine Betriebsart einzugeben; Einstellen einer Countdownzeit; und Auslösen eines Countdowns, wobei das Steuerungssystem die elektrische Energiespeichervorrichtung während des Countdowns lädt, wobei das Steuerungssystem die Zündschaltung betätigt, um die Vorrichtung zu zünden, wenn der Countdown null erreicht.
  • Ein Verfahren zum Betreiben eines elektronischen Zündsystems kann die folgenden Schritte umfassen: Auslösen eines Countdowns; Laden eines elektrischen Energiespeichersystems, während der Countdown durchgeführt wird; Erkennen, ob eine zu zündende Vorrichtung mit einem Zündanschluß des elektronischen Zündsystems verbunden ist; und Anlegen von Spannung an den Zündanschluß, mit welchem die zu zündende Vorrichtung verbunden ist, wenn der Countdown null erreicht.
  • Kurzbeschreibung der Zeichnung
  • Veranschaulichende und gegenwärtig bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in der beigefügten Zeichnung dargestellt, wobei:
  • 1 eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform eines elektronischen Zündsystems gemäß der vorliegenden Erfindung ist;
  • 2 ein Blockschaltbild einer Ausführungsform des elektronischen Zündsystems ist;
  • 3 ein elektrisches Prinzipschaltbild einer Ausführungsform des elektronischen Zündsystems ist;
  • 4 ein Flußdiagramm einer Ausführungsform eines Verfahrens zum Zünden einer Vorrichtung ist;
  • 5 eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform eines elektronischen Zündsystems ist, welche die Drehung des Einschaltschlüssels aus einer "Aus"-Position in eine "Ein"-Position zeigt; und
  • 6 eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform eines elektronischen Zündsystems ist, welche das Abziehen des Einschaltschlüssels zeigt, um das elektronische Zündsystem scharfzumachen.
  • Ausführliche Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
  • Eine Ausführungsform eines elektronischen Zündsystems 10 ist am besten in den 1 und 2 zu erkennen und kann eine Anzahl von Systemen und Komponenten umfassen, die mit einem Gehäuse 12 betriebstechnisch in Verbindung stehen. Zum Beispiel kann bei einer Ausführungsform das Gehäuse 12 des elektronischen Zündsystems 10 mit einem Benutzereingabesystem 14 ausgestattet sein, das eine oder mehrere Tasten 16 umfaßt, und mit einem Anzeigesystem 18, das eine LED-Anzeige 20 umfaßt. Das elektronische Zündsystem 10 kann außerdem mit einem oder mehreren Ausgangsanschlüssen oder Verbindern 22 ausgestattet sein, wie etwa einem Stoßwellenrohr-Verbinder 24 und einem Sprengkapsel-Verbinder 26, um zu ermöglichen, daß eine zu zündende Vorrichtung 28 (in 2 schematisch dargestellt), wie etwa ein Stoßwellenrohr 30 oder eine Sprengkapsel 32 (welche beide ebenfalls in 2 schematisch dargestellt sind), mit dem elektronischen Zündsystem 10 verbunden wird. Das elektronische Zündsystem 10 kann außerdem mit einem Einschaltschlüssel 34 ausgestattet sein, um zu ermöglichen, daß das elektronische Zündsystem 10 im Einklang mit den hier dargelegten Lehren betätigt, scharf gemacht und entschärft wird.
  • Es wird nun primär auf 2 Bezug genommen: Das elektronische Zündsystem 10 kann außerdem eine elektrische Energiespeichervorrichtung 36 umfassen, wie etwa einen Kondensator 38, sowie eine Stoßwellenrohr-Zündschaltung 40 und eine Sprengkapsel-Zündschaltung 42. Wie weiter unten ausführlicher beschrieben wird, können die Zündschaltungen 40 und 42 so betätigt werden, daß sie die elektrische Energiespeichervorrichtung 36 mit der zu zündenden Vorrichtung 28 (z. B. einem Stoßwellenrohr 30 oder einer Sprengkapsel 32) elektrisch verbinden. Das elektronische Zündsystem 10 kann außerdem ein Detektorsystem 44 zum Erkennen, ob eine zu zündende Vorrichtung 28 mit den Zündschaltungen 40, 42 verbunden ist, umfassen. Zum Beispiel erkennt bei einer Ausführungsform das Detektorsystem 44, ob eine Sprengkapsel 32 mit der Sprengkapsel-Zündschaltung 42 verbunden ist. Ist dies der Fall, wird die Sprengkapsel-Zündschaltung 42 gezündet oder aktiviert. Ist dies nicht der Fall, wird die Stoßwellenrohr-Zündschaltung 40 gezündet oder aktiviert.
  • Das elektronische Zündsystem 10 kann außerdem mit einem Entladesystem 46 zum Entladen der elektrischen Energiespeichervorrichtung 36 ausgestattet sein, wodurch das unerwünschte Zurückbehalten von elektrischer Ladung (d. h. Energie) innerhalb des elektronischen Zündsystems 10 verhindert wird. Ein Ladesystem 48 kann ebenfalls vorgesehen sein, um die elektrische Energiespeichervorrichtung 36 zu laden. Das elektronische Zündsystem 10 kann außerdem mit einem Steuerungssystem 50 zum Steuern der Funktion und des Betriebs der verschiedenen Vorrichtungen und Systeme, aus denen das elektronische Zündsystem 10 besteht, ausgestattet sein.
  • Es wird nun auf 4 Bezug genommen: Das elektronische Zündsystem 10 kann wie folgt bedient werden, um eine zu zündende Vorrichtung 28 (2), welche mit dem elektronischen Zündsystem 10 verbunden sein kann, zu zünden (d. h. zu initiieren). Unter der Annahme, daß eine zu zündende Vorrichtung 28, wie etwa ein Stoßwellenrohr 30 oder eine Sprengkapsel 32, mit dem Stoßwellenrohr-Verbinder 24 bzw. mit dem Sprengkapsel-Verbinder 26 betriebstechnisch in Verbindung steht, kann das elektronische Zündsystem 10 aktiviert werden, indem der Einschaltschlüssel 34 aus einer "Aus"-Position in eine "Ein"-Position gedreht wird, d. h. im allgemeinen in der Richtung des Pfeils 52. Siehe 5. Ein Benutzer kann dann eine Verzögerungs- oder Countdownzeit einstellen, indem er verschiedene Tasten 16 des Benutzereingabesystems 14 aktiviert. Die gewählte Verzögerungs- oder Countdownzeit wird dann auf dem Anzeige system 18 angezeigt. Stattdessen kann auch eine Standard-Countdownzeit gewählt werden. Der Benutzer kann dann den Countdown-Vorgang initiieren, indem er den Einschaltschlüssel 34 von dem Gehäuse 12 abzieht, d. h. im allgemeinen in der Richtung des Pfeils 54. Siehe 6. Das Abziehen des Einschaltschlüssels 34 bewirkt, daß das Steuerungssystem 50 die Funktion und Betätigung der verschiedenen Systeme und Komponenten des elektronischen Zündsystems 10 übernimmt.
  • Zum Beispiel aktiviert bei einer Ausführungsform beim Abziehen des Einschaltschlüssels 34 das Steuerungssystem 50 zu dem geeigneten Zeitpunkt während des Countdowns das Ladesystem 48, um das Laden des Kondensators 38 zu initiieren. Das Steuerungssystem 50 kann auch den Ladevorgang überwachen, um sicherzustellen, daß der Kondensator 38 vollständig geladen bleibt. Außerdem kann das Steuerungssystem 50, das in Verbindung mit dem Detektorsystem 44 arbeitet, bestimmen, ob eine Sprengkapsel 32 mit dem Sprengkapsel-Verbinder 26 verbunden ist. Falls eine Sprengkapsel 32 erkannt wird, aktiviert dann das Steuerungssystem 50 die Sprengkapsel-Zündschaltung 42, wenn der Countdown null erreicht. Falls keine Sprengkapsel 32 erkannt wird, aktiviert das Steuerungssystem 50 die Stoßwellenrohr-Zündschaltung 40, wenn der Countdown null erreicht. Das Steuerungssystem 50 kann außerdem den Zündvorgang überwachen und auf dem Anzeigesystem 18 eine Angabe darüber liefern, ob der Zündvorgang erfolgreich war und welche Vorrichtung gezündet wurde.
  • Wie oben erwähnt, kann das elektronische Zündsystem 10 auch mit einem Entladesystem 46 ausgestattet sein. Bei einer Ausführungsform kann das Entladesystem 46 mit einem aktiven Entladesystem ausgestattet sein, welches durch das Steuerungssystem 50 betätigt werden kann, um die elektrische Energiespeichervorrichtung 36 in Reaktion auf einen Befehl des Steuerungssystems 50 zu entladen. Eine solche Entladung kann wünschenswert sein, falls zum Beispiel ein Benutzer den Countdown-Vorgang abbrechen möchte, indem er den Einschaltschlüssel 34 während des den Countdown-Vorgangs wieder einsteckt. Das Entladesystem 46 kann auch mit einem passiven Entladesystem ausgestattet sein, welches den Kondensator 38 entlädt, ohne daß ein spezieller Befehl von dem Steuerungssystem 50 notwendig ist. Es sind noch weitere Entladevorgänge und -funktionen möglich, die weiter unten ausführlicher beschrieben werden.
  • Mit dem elektronischen Zündsystem 10 und den Verfahren zum Zünden einer Vorrichtung sind wesentliche Vorteile und Merkmale verknüpft. Zum Beispiel kann das Detektorsystem 44 verwendet werden, um automatisch zu erkennen, ob eine zu zündende Vorrichtung 28 mit den Aus gangsverbindern 22 des elektronischen Zündsystems 10 verbunden ist, und danach sicherzustellen, daß die richtige Zündschaltung betätigt wird. Durch die automatische Wahl und Betätigung der richtigen Zündschaltung entfällt die Notwendigkeit, daß der Benutzer die richtige Zündschaltung manuell wählt. Außerdem schließt das Detektorsystem 44 durch das automatische Zünden der richtigen Zündschaltung die Möglichkeit aus, daß der Benutzer versehentlich die falsche Zündschaltung gewählt hat.
  • Mit dem Entladesystem 46 sind noch weitere Vorteile verknüpft. Zum Beispiel kann das Entladesystem 46 verwendet werden, um die elektrische Energiespeichervorrichtung 36, z. B. den Kondensator 38, zu entladen und dadurch eine unerwünschte Energiespeicherung in dem elektronischen Zündsystem 10 zu verhindern. Das Verhindern einer unerwünschten Energiespeicherung sorgt für eine erhöhte Sicherheit im Hinblick auf unbeabsichtigte und/oder versehentliche Zündungen. Bei einer Ausführungsform kann das Entladesystem 46 aktive und passive Elemente umfassen, um eine zusätzliche Absicherung gegen eine unerwünschte Energiespeicherung zu gewährleisten.
  • Die Verwendung des Steuerungssystems 50, um die Funktion und den Betrieb der verschiedenen Systeme und Komponenten zu steuern, aus denen das elektronische Zündsystem 10 besteht, bietet noch weitere Vorteile. Zum Beispiel wird bei einer Ausführungsform das Ladesystem 48 durch das Steuerungssystem 50 betätigt, anstatt daß es durch einen Benutzer direkt betätigt wird. Eine solche indirekte Steuerung des Ladesystems 48 ermöglicht eine verbesserte Steuerung des Ladevorgangs sowie die Bereitstellung von zusätzlichen sicherheitsgerichteten Maßnahmen, wie zum Beispiel der Fähigkeit, den Ladevorgang während des Countdown-Vorgangs so lange wie möglich zu verzögern sowie den Ladevorgang zu beenden, nachdem er begonnen wurde.
  • Nachdem das elektronische Zündsystem 10 sowie einige seiner wesentlicheren Merkmale und Vorteile kurz beschrieben wurden, werden nun verschiedene Ausführungsformen des elektronischen Zündsystems und Verfahren zum Zünden einer Vorrichtung im einzelnen beschrieben. Bevor jedoch mit der Beschreibung fortgefahren wird, ist anzumerken, daß das elektronische Zündsystem und die Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung so dargestellt und beschrieben werden, wie sie implementiert werden könnten, um entweder ein Stoßwellenrohr oder eine Sprengkapsel zu zünden. Es könnten jedoch auch andere Typen von Vorrichtungen, welche derzeit in der Technik bekannt sind oder welche in der Zukunft entwickelt werden können, gezündet oder initiiert werden, wie für einen Durchschnittsfachmann ersichtlich wird, nachdem er sich mit den hier dargelegten Lehren vertraut gemacht hat. Demzufolge dürfen das Verfahren und die Vorrichtung der vorliegenden Erfindung nicht als auf die speziellen Komponenten, Umgebungen und Funktionsabläufe beschränkt betrachtet werden, die hier dargestellt und beschrieben sind.
  • Es wird nun nochmals auf die 1 und 2 Bezug genommen; eine Ausführungsform eines elektronischen Zündsystems 10 kann ein Gehäuse 12 umfassen, das so bemessen ist, daß es die verschiedenen Systeme und Komponenten aufnehmen kann, aus denen das elektronische Zündsystem 10 besteht. Bei einer Ausführungsform umfaßt das Gehäuse 12 eine im allgemeinen rechteckig gestaltete Konstruktion mit einer Frontplatte 56, die so bemessen ist, daß sie Platz für das Benutzereingabesystem 14 sowie das Anzeigesystem 18 bietet. Eine Seitenplatte 58 kann so bemessen sein, daß sie die Ausgangsverbinder 22 des elektronischen Zündsystems 10 sowie den Einschaltschlüssel 34 aufnehmen kann. Stattdessen könnte das Gehäuse 12 auch andere Formen aufweisen, und die verschiedenen Komponenten könnten in anderen Konfigurationen angeordnet sein, wie für einen Durchschnittsfachmann ersichtlich wird, nachdem er sich mit den hier dargelegten Lehren vertraut gemacht hat. Demzufolge darf die vorliegende Erfindung nicht als auf die speziellen Konfigurationen beschränkt betrachtet werden, die hier dargestellt und beschrieben sind.
  • Das Gehäuse 12 kann aus irgendeinem Material aus einem breiten Spektrum von Materialien (z. B. Metallen, Kunststoffen oder Kombinationen davon) hergestellt werden, die für die beabsichtigte Anwendung geeignet sind. Beispielsweise ist bei einer Ausführungsform das Gehäuse 12 aus ABS-Kunststoff hergestellt.
  • Das Benutzereingabesystem 14 kann irgendeines aus einem breiten Spektrum von Systemen und Vorrichtungen sein, die geeignet sind, einem Benutzer zu ermöglichen, dem elektronischen Zündsystem 10 die entsprechenden Eingangssignale zu liefern, z. B. um die Countdownzeit einzustellen, und beliebige andere gewünschte Benutzereingaben vorzunehmen. Beispielsweise umfaßt bei einer Ausführungsform das Benutzereingabesystem 14 ein Membrantastenfeld, das mehrere Tasten 16 aufweist. Bei der in 1 dargestellten Ausführungsform umfaßt das Benutzereingabesystem 14 eine Taste "SET" (Einstellen), eine Minuten-Zehner-Taste "10", eine Minuten-Einer-Taste "1", eine Sekunden-Zehner-Taste "10" und eine Sekunden-Einer-Taste "1". Die Tasten 16 können entsprechend den hier gegebenen Beschreibungen verwendet werden, um die Countdownzeit einzustellen und verschiedene andere Funktionen und Abläufe des elektronischen Zündsystems 10 zu steuern.
  • Das Anzeigesystem 18 kann irgendeines aus einem breiten Spektrum von Systemen und Vorrichtungen sein, die geeignet sind, die gewünschten Informationen anzuzeigen. Beispielsweise umfaßt bei einer Ausführungsform das Anzeigesystem 18 eine 7-Segment-LED-Anzeige 20 zum Anzeigen der gewählten Countdownzeit sowie verschiedener Fehlermeldungen und Codes, wie weiter unten beschrieben wird. Das Anzeigesystem 18 kann auch mit einer separaten LED "Ladevorgang" ausgestattet sein, um den Zustand des Ladevorgangs anzuzeigen, wie ebenfalls weiter unten ausführlicher beschrieben wird.
  • Wie oben erwähnt, kann das Gehäuse 12 des elektronischen Zündsystems 10 außerdem mit einem oder mehreren Ausgangsanschlüssen oder Verbindern 22 ausgestattet sein, um zu ermöglichen, daß eine zu zündende oder zu initiierende Vorrichtung an das elektronische Zündsystem 10 angeschlossen wird. Bei den hier dargestellten und beschriebenen Ausführungsformen ist das elektronische Zündsystem 10 dazu bestimmt, entweder ein Stoßwellenrohr 30 oder eine Sprengkapsel 32 zu zünden (welche beide in 2 schematisch dargestellt sind). Demzufolge umfaßt einer der Ausgangsverbinder 22 einen Stoßwellenrohr-Verbinder 24, während der andere der Ausgangsverbinder 22 einen Sprengkapsel-Verbinder 26 umfaßt. Siehe 1. Der Stoßwellenrohr-Verbinder 24 kann irgendeiner aus einem breiten Spektrum von Verbindern zur Verwendung mit Stoßwellenrohren sein, die in der Technik bekannt sind und daher hier nicht näher beschrieben werden. In ähnlicher Weise kann der Sprengkapsel-Verbinder 26 irgendeiner aus einem breiten Spektrum von in der Technik bekannten Verbindern sein, welche zum Herstellen eines elektrischen Kontakts mit Leitungsdrähten (nicht dargestellt) geeignet sind, die zu der Sprengkapsel 32 gehören. Demzufolge darf der Sprengkapsel-Verbinder 26 nicht als auf irgendeinen speziellen Typ von Verbindern beschränkt betrachtet werden. Jedoch umfaßt beispielsweise bei einer Ausführungsform der Sprengkapsel-Verbinder 26 einen Verbinder des Typs mit Isolationsverschiebung, welcher dazu bestimmt ist, die Isolation auf dem Leitungsdraht zu verschieben (d. h. zu durchschneiden), wenn der Leitungsdraht in den Verbinder 26 eingeführt wird. Bei solchen Verbindern mit Isolationsverschiebung entfällt die Notwendigkeit, zuerst die Isolation von dem Leitungsdraht zu entfernen.
  • Die Seitenplatte 58 des Gehäuses 12 kann außerdem mit einem Einschaltschlüssel ("Scharfmach-Schlüssel") 34 ausgestattet sein. Der Einschaltschlüssel 34 wird verwendet, um das elektronische Zündsystem "ein" und "aus" zu schalten und außerdem den Countdown-Vorgang auszulösen, nachdem die gewünschte Countdownzeit gewählt worden ist. Bei der hier dargestellten und be schriebenen Ausführungsform läßt sich der Einschaltschlüssel 34 im Uhrzeigersinn (d. h. in der Richtung, die in 5 durch den Pfeil 52 angegeben ist) drehen, um das elektronische Zündsystem 10 einzuschalten. Der Einschaltschlüssel 34 kann außerdem von dem elektronischen Zündsystem 10 abgezogen werden (d. h. in der Richtung, die in 6 durch den Pfeil 54 angegeben ist), um den Countdown-Vorgang auszulösen. Der Countdown-Vorgang kann beendet werden, indem der Einschaltschlüssel 34 wieder in das Gehäuse 12 eingesteckt wird, wie weiter unten ausführlicher beschrieben wird.
  • Es sind auch andere Anordnungen und Betriebskonfigurationen für den Einschaltschlüssel 34 möglich. Zum Beispiel kann bei einer anderen Ausführungsform der Einschaltschlüssel so konfiguriert sein, daß er herausgezogen werden kann, um das elektronische Zündsystem einzuschalten, und hineingedrückt werden kann, um es auszuschalten. Der Einschaltschlüssel kann das System scharf machen, wenn der Schlüssel herausgezogen ist, indem der Schlüssel gedreht wird. Wenn der Schlüssel gedreht ist und daher das System scharf macht, kann er nicht hineingedrückt werden und dadurch das System ausschalten. Es sind noch weitere Anordnungen und Betriebskonfigurationen für den Einschaltschlüssel 34 möglich, wie für einen Durchschnittsfachmann ersichtlich wird, nachdem er sich mit den hier dargelegten Lehren vertraut gemacht hat. Demzufolge darf die vorliegende Erfindung nicht als auf Einschaltschlüssel beschränkt betrachtet werden, welche die speziellen Anordnungen und Betriebskonfigurationen aufweisen, die hier dargestellt und beschrieben sind.
  • Es wird nun hauptsächlich auf die 2 und 3 Bezug genommen: Das elektronische Zündsystem 10 kann eine Anzahl von zusätzlichen Systemen und Komponenten umfassen, welche innerhalb des Gehäuses 12 vorgesehen sein können. Zum Beispiel kann das elektronische Zündsystem 10 ferner ein elektrisches Energiespeichersystem 36 umfassen, wie etwa einen oder mehrere Kondensatoren 38. Das elektrische Energiespeichersystem 36 wird verwendet, um eine Menge an elektrischer Energie zu speichern, die ausreichend ist, um die gewünschte Vorrichtung zu zünden oder zu initiieren. Beispielsweise ist bei einer Ausführungsform, bei der das elektronische Zündsystem 10 dafür konfiguriert ist, ein "standardmäßiges" Stoßwellenrohr 30 (z. B. ein Stoßwellenrohr mit einem Durchmesser in einem Bereich von ungefähr 2 mm bis ungefähr 3,8 mm) und eine "standardmäßige" Sprengkapsel 32 zu zünden, das Energiespeichersystem 36 so bemessen, daß es bis etwa 4 Joule an elektrischer Energie speichern kann. Falls ein Kondensator oder Kondensatoren 38 als das elektrische Energiespeichersystem 36 verwendet wird bzw. wer den, liefert eine Gesamtkapazität von ungefähr 200 Mikrofarad (μF) bei einer Spannung von ungefähr 200 Volt ungefähr 4 Joule an elektrischer Energie.
  • Die elektrische Energie, die in dem Energiespeichersystem 36 gespeichert ist, ist mit der zu zündenden Vorrichtung 28 über eine oder mehrere Zündschaltungen elektrisch verbunden. Bei einer Ausführungsform ist das elektronische Zündsystem 10 mit einer Stoßwellenrohr-Zündschaltung 40 und einer Sprengkapsel-Zündschaltung 42 ausgestattet. Es wird nun auf 3 Bezug genommen; die Stoßwellenrohr-Zündschaltung 40 kann einen Thyristor (Silicon Controlled Rectifier, SCR) 60 und eine Funkenstrecke 62 umfassen, deren Reihenkombination zu dem Kondensator 38 parallelgeschaltet ist. Bei einer Ausführungsform ist die Funkenstrecke 62 innerhalb des Stoßwellenrohr-Verbinders 24 vorgesehen, so daß ein mit diesem verbundenes Stoßwellenrohr 30 durch einen Funken initiiert werden kann, der über die Funkenstrecke 62 erzeugt wird.
  • Bei einer Ausführungsform ist die Funkenstrecke 62 keine freie Luftfunkenstrecke, sondern umfaßt vielmehr ein thermoplastisches "Kopfstück" der Art, die zum Initiieren von Stoßwellenrohren geeignet ist. Genauer, das thermoplastische Kopfstück umfaßt ein Paar Drähte, die in ein Kunststoffmaterial wie etwa Polyphenylensulfid eingebettet sind. Wenn die Zündspannung an die eingebetteten Drähte angelegt wird, beginnt Strom in dem Kunststoff Strom zu fließen und verursacht dabei dessen Durchbruch, was den Widerstand des Kunststoffes verringert und so zu einem Lawinendurchbruch des Kunststoffes führt. Das Ergebnis ist die Bildung eines Funkens von ausreichender Energie, um das Stoßwellenrohr zu initiieren. Beispielsweise kann bei einer Ausführungsform das thermoplastische Kopfstück, das die Funkenstrecke 62 umfaßt, einen RP-87 Brückenkopf umfassen, der von Teledyne RISI, Inc. (USA) hergestellt wird. Stattdessen können ebensogut auch andere Typen von Kopfstücken verwendet werden, die von anderen Herstellern bezogen werden können.
  • Es wird nun mit der Beschreibung fortgefahren. Die Anode des Thyristors 60 ist mit einer ersten Anschlußklemme der Funkenstrecke 62 verbunden. Eine zweite Anschlußklemme der Funkenstrecke 62 ist mit einer ersten Platte des Kondensators 38 verbunden. Die Kathode des Thyristors 60 ist mit einer zweiten Platte des Kondensators 38 verbunden. Das Gate des Thyristors 60 steht mit dem Steuerungssystem 50 betriebstechnisch in Verbindung, welches dafür konfiguriert ist, dem Thyristor 60 einen geeigneten "Ein"-Befehl oder ein "Ein"-Signal zuzuführen, wenn der Countdown null erreicht. Ein zu der Funkenstrecke 62 parallelgeschalteter Widerstand 64 bewirkt eine Vorwärtsvorspannung für den Thyristor 60. Daher wird, wenn der Thyristor 60 in Reaktion auf den Befehl vom Steuerungssystem 50 eingeschaltet oder "gezündet" wird, der Kondensator 38 zu der Funkenstrecke 62 parallelgeschaltet, was die Bildung eines Funkens mit ausreichender Energie zur Folge hat, um ein mit dem Stoßwellenrohr-Verbinder 24 verbundenes Stoßwellenrohr 30 zu initiieren oder zu zünden.
  • Die Sprengkapsel-Zündschaltung 42 kann einen Thyristor 66 umfassen, der mit dem Sprengkapsel-Verbinder 26 in Reihe geschaltet ist. Genauer, die Anode des Thyristors 66 ist mit einer ersten Anschlußklemme des Sprengkapsel-Verbinders 26 verbunden, während eine zweite Anschlußklemme des Sprengkapsel-Verbinders 26 mit der ersten Platte des Kondensators 38 verbunden ist. Das Gate des Thyristors 66 steht mit dem Steuerungssystem 50 betriebstechnisch in Verbindung, welches dafür konfiguriert ist, dem Thyristor 66 ein geeignetes "Ein"-Signal oder einen "Ein"-Befehl zuzuführen, wenn der Countdown null erreicht. Ein zu dem Sprengkapsel-Verbinder 26 parallelgeschalteter Widerstand 68 bewirkt eine Vorwärtsvorspannung für den Thyristor 66. Ein Kondensator 70, der ebenfalls zu dem Sprengkapsel-Verbinder 26 parallelgeschaltet ist, sorgt für eine Transienten-Unterdrückung. Wenn der Thyristor 66 in Reaktion auf den Befehl vom Steuerungssystem 50 eingeschaltet oder "gezündet" wird, wird der Kondensator 38 an die Anschlußklemmen des Sprengkapsel-Verbinders 26 angeschlossen, wodurch er die elektrische Energie liefert, die erforderlich ist, um eine Sprengkapsel 32 zu initiieren oder zu zünden, die mit dem Sprengkapsel-Verbinder 26 elektrisch verbunden ist.
  • Das Detektorsystem 44 kann ein Paar von Spannungsteilernetzwerken 72 und 74 umfassen, die zu dem Kondensator 38 parallelgeschaltet sind. Genauer, ein erstes Spannungsteilernetzwerk 72 kann einen ersten und einen zweiten Widerstand 76 und 78 umfassen, die in Reihe an den Kondensator 38 angeschlossen sind. Ein zweites Spannungsteilernetzwerk 74 kann drei Widerstände 68, 80 und 82 umfassen, die in Reihe an den Kondensator 38 angeschlossen sind. Siehe 3. Es ist anzumerken, daß der Widerstand 68 auch zu der ersten und zweiten Anschlußklemme des Sprengkapsel-Verbinders 26 parallelgeschaltet ist. Die Anordnung ist so beschaffen, daß der Gesamtwiderstandswert der Widerstände 68 und 80 ungefähr gleich dem Widerstandswert des Widerstands 76 des ersten Spannungsteilernetzwerks 72 ist. In ähnlicher Weise sollte der Widerstandswert des Widerstands 80 ungefähr gleich dem Widerstandswert des Widerstands 78 des ersten Spannungsteilernetzwerks 72 sein.
  • Das Steuerungssystem 50 steht mit dem Knotenpunkt ("Vcap") zwischen den Widerständen 76 und 78, dem Knotenpunkt ("CapV") zwischen dem Widerstand 76 und dem Kondensator 38 so wie mit dem Knotenpunkt ("VBLCap") zwischen den Widerständen 80 und 82 betriebstechnisch in Verbindung. Falls keine Sprengkapsel 32 an die Anschlußklemmen des Sprengkapsel-Verbinders 26 angeschlossen ist, sind die Spannungen an den Knotenpunkten Vcap und VBLCap aufgrund der ausbalancierten Konfiguration der zwei Spannungsteilernetzwerke 72 und 74 im wesentlichen identisch. Falls jedoch eine Sprengkapsel 32 (die normalerweise einen Widerstandswert von ungefähr 2 Ohm aufweist) an die Anschlußklemmen des Sprengkapsel-Verbinders 26 angeschlossen ist, sind die Spannungen an den Knotenpunkten Vcap und VBLCap nicht im wesentlichen identisch. Das Steuerungssystem 50 ist dafür konfiguriert, diese Spannungsdifferenz zu erkennen und somit zu bestimmen, ob eine Sprengkapsel 32 an den Sprengkapsel-Verbinder 26 angeschlossen ist.
  • Die verschiedenen Widerstände 68, 76, 80 und 82, aus denen das erste und das zweite Spannungsteilernetzwerk 72 und 74 bestehen, können irgendwelche aus einem breiten Spektrum von Widerständen sein, vorausgesetzt, daß sie auf die bereits beschriebene Art und Weise ausbalancierte Spannungsteilernetzwerk 72 und 74 bilden. Jedoch sollten, wie weiter unten ausführlicher beschrieben wird, da das erste und das zweite Spannungsteilernetzwerk 72 und 74 zusammen auch einen passiven Shunt (Nebenschlußwiderstand) 84 des Entladesystems 46 darstellen, die Widerstandswerte des ersten und zweiten Spannungsteilernetzwerks 72 und 74 so gewählt werden, daß auch ein angemessener Grad des Widerstands für den passiven Shunt 84 des Entladesystems 46 gewährleistet wird. Beispielsweise weist bei einer Ausführungsform der Widerstand 68 einen Widerstandswert von ungefähr 330 Kiloohm (kΩ) auf, während der Widerstand 76 einen Widerstandswert von ungefähr 1 Megohm (MΩ) aufweist. Der Widerstand 80 kann dann mit einem Widerstandswert von ungefähr 680 kΩ versehen sein, so daß der Reihenwiderstandswert der Widerstände 68 und 80 ungefähr 1 MΩ beträgt. Die Widerstände 78 und 82 können beide Widerstandswerte von ungefähr 10 kΩ aufweisen.
  • Wie oben erwähnt, kann das elektronische Zündsystem 10 auch mit einem Entladesystem 46 zum Entladen von elektrischer Energie, die in dem elektrischen Energiespeichersystem 36 gespeichert ist, ausgestattet sein. Bei einer Ausführungsform umfaßt das Entladesystem 46 einen passiven Entladeabschnitt oder passiven Shunt (Nebenschlußwiderstand) 84 und einen aktiven Entladeabschnitt oder aktiven Shunt 86. Bei einer Ausführungsform umfaßt der passive Shunt 84 des Entladesystems 46 die zwei Spannungsteilernetzwerke 72 und 74, da sie an die erste und zweite Platte des Kondensators 38 angeschlossen sind und daher dazu dienen, den Kondensator 38 im Laufe der Zeit zu entladen.
  • Der aktive Shunt 86 kann einen Feldeffekttransistor (FET) 88 oder ein anderes geeignetes Schaltelement und einen Strombegrenzungswiderstand oder Strombegrenzungswiderstände 90 umfassen, deren Reihenkombination an den Kondensator 38 angeschlossen ist. Das Gate des FET 88 steht mit dem Steuerungssystem 50 betriebstechnisch in Verbindung, welches dafür konfiguriert ist, dem FET 88 ein geeignetes "Ein"-Signal oder einen "Ein"-Befehl zuzuführen, wenn gewünscht wird, den Kondensator 38 über den Widerstand 90 schnell zu entladen. Außerdem kann ein Schalter 34' (3), der mit dem Einschaltschlüssel 34 betriebstechnisch in Verbindung steht, zu dem FET 88 parallelgeschaltet sein, so daß, wenn der Einschaltschlüssel 34 eingesteckt wird, der Schalter 34' schließt, wodurch er den Kondensator 38 über den Widerstand 90 kurzschließt. Das heißt, der Widerstand 90 ist immer an den Kondensator 38 angeschlossen, wenn der Einschaltschlüssel 34 eingesteckt ist.
  • Der Widerstand 90 kann irgendeiner aus einem Spektrum von Widerständen sein, die geeignet sind, den Kondensator 38 mit der gewünschten Geschwindigkeit zu entladen und außerdem den Entladestrom auf einen sicheren Pegel zu begrenzen. Beispielsweise umfaßt bei einer Ausführungsform der Widerstand 90 ein Paar von parallelgeschalteten Widerständen von 200 Ohm (Ω).
  • Das Ladesystem 48 kann verwendet werden, um das elektrische Energiespeichersystem 36 (z. B. den Kondensator 38) zu laden, so daß es dann ausreichend Energie enthält, um die zu zündende Vorrichtung 28 zu initiieren. Bei einer Ausführungsform kann das Ladesystem 48 eine Aufwärtswandlerschaltung umfassen, die eine Induktivität 88 und einen FET 94 umfaßt, deren Reihenkombination an eine (z. B. von einer Batterie 96 gelieferte) Gleichspannung angeschlossen ist. Der Kondensator 38 ist zu dem FET 94 über eine Diode 98 parallelgeschaltet, wie in 3 am besten zu erkennen ist. Das Gate des FET 94 steht mit dem Steuerungssystem 50 betriebstechnisch in Verbindung, welches dem FET 94 ein gepulstes Gate-Signal zuführt, um zu bewirken, daß dieser ein- und ausgeschaltet wird. Eine Lawinendiode 99 kann zwischen der Diode 98 und dem Widerstand 90 in Reihe geschaltet sein, um für eine Transienten-Unterdrückung zu sorgen.
  • Der FET 94 kann zwischen den Zustanden "Ein" und "Aus" mit beliebigen Frequenzen und relativen Einschaltdauern (d. h. Verhältnissen zwischen "Ein"-Zeit und "Aus"-Zeit) aus einem weiten Spektrum umgeschaltet werden, um den Kondensator 38 in der gewünschten Zeit und bis zu dem gewünschten Potential zuladen. Bei einer Ausführungsform, bei der das elektronische Zündsys tem 10, wie oben beschrieben, mit einem passiven Shunt 84 ausgestattet ist, sollten die Schaltfrequenz und die relative Einschaltdauer für den FET 94 so beschaffen sein, daß das Ladesystem 48 den Kondensator 38 mit einer Geschwindigkeit lädt, die wesentlich größer ist als die, mit der es durch den passiven Shunt 84 entladen wird, und mit einer Geschwindigkeit, welche ermöglicht, daß der Kondensator 38 vollständig geladen wird, bevor der Countdown null erreicht. Beispielsweise wird bei einer bevorzugten Ausführungsform der FET 94 mit einer Frequenz von ungefähr 10 Kilohertz (kHz) zwischen den Zuständen "Ein" und "Aus" umgeschaltet. Die "Ein"-Zeit beträgt ungefähr 95 Mikrosekunden (μs) und die "Aus"-Zeit beträgt ungefähr 5 μs. Wenn die Spannung der Batterie 96 ungefähr 9 Volt beträgt, sind diese Umschaltzeiten in der Lage, den Kondensator 38 bis zu einer Spannung von ungefähr 200 Volt oder höher aufzuladen, welche ausreichend ist, um ein Stoßwellenrohr 30 oder eine Sprengkapsel 32 zu initiieren.
  • Das Steuerungssystem 50 kann irgendeines aus einem breiten Spektrum von Steuerungssystemen sein, die geeignet sind, die verschiedenen Systeme und Komponenten des elektronischen Zündsystems 10 gemäß den hier dargelegten Lehren zu betreiben. Demzufolge darf die Erfindung nicht als auf irgendeinen speziellen Typ von Steuerungssystemen 50 beschränkt betrachtet werden. Jedoch kann beispielsweise bei einer Ausführungsform das Steuerungssystem 50 einen 8-Bit CMOS FLASH Mikrocontroller umfassen, wie etwa vom Typ PIC16F72, welcher von Microchip Technology, Inc., aus Chandler, AZ (USA) beziehbar ist. Der Mikrocontroller kann so programmiert sein, daß er verschiedene Systeme auf die hier beschriebene Art und Weise steuert.
  • Es wird nun auf die 3 und 4 gleichzeitig Bezug genommen: Das elektronische Zündsystem 10 kann wie folgt betrieben werden, um eine zu zündende Vorrichtung 28 (z. B. ein Stoßwellenrohr 30 oder eine Sprengkapsel 32) zu initiieren oder zu zünden. Wenn das elektronische Zündsystem 10 erstmals eingeschaltet wird, kann das Steuerungssystem 50 zuerst die Ist-Spannung der Batterie 96 messen. Bei einer Ausführungsform kann die Batterie 96 eine herkömmliche 9-Volt-Alkali-Batterie sein, welche, wenn sie "frisch" ist, normalerweise eine Spannung von ungefähr 9,5 Volt entwickelt. Der Mikrocontroller des Steuerungssystems 50 kann so programmiert sein, daß er nach einer Batteriespannung von mindestens 7,5 Volt sucht. Falls das Steuerungssystem 50 nicht mindestens 7,5 Volt findet, wird der Verarbeitungsvorgang abgebrochen, und es wird eine Fehlermeldung "Batteriespannung niedrig" auf dem Anzeigesystem 18 angezeigt. Der Benutzer ist dann nicht in der Lage fortzufahren, er kann nur das elektronische Zündsystem 10 ausschalten.
  • Falls ermittelt wird, daß die Spannung der Batterie 96 7,5 Volt oder mehr beträgt, kann das Steuerungssystem 50 dann gleichzeitig sämtliche Segmente der LED-Anzeige 20 einschalten, wodurch eine Prüflast an die Batterie 96 angeschlossen wird. Es ist möglich, daß, obwohl die anfängliche Batterieprüfung erfolgreich ist, die Batterie 96 so stark entladen sein kann, daß sie nicht die Kapazität aufweist, um das elektronische Zündsystem 10 über irgendeine Zeitdauer zu betreiben. Diese Prüflast wird an die Batterie 96 für eine gewisse Zeitdauer (z. B. ungefähr zwei Sekunden) angeschlossen. Das Steuerungssystem 50 kann nochmals die Spannung der Batterie 96 messen. Falls die Batteriespannung auf 6,6 Volt oder darunter gesunken ist, verbleiben weniger als 20% der ursprünglichen Batteriekapazität. Wenn dies der Fall ist, wird der Verarbeitungsvorgang abgebrochen, und es wird eine Fehlermeldung auf dem Anzeigesystem 18 angezeigt. Der Benutzer ist dann nicht in der Lage fortzufahren, er kann nur das elektronische Zündsystem 10 ausschalten.
  • Nach diesen zwei Batterieprüfungen kann das Steuerungssystem 50 dafür konfiguriert oder programmiert sein, eine Standard-Verzögerungs- oder Countdownzeit auf dem Anzeigesystem 18 anzuzeigen. Das Steuerungssystem 50 wartet dann auf eine Benutzereingabe von den Tasten 16 der Frontplatte sowie auf das Abziehen des Einschaltschlüssels 34. An dieser Stelle kann der Benutzer die Standard-Countdownzeit wählen oder eine andere Countdownzeit programmieren, indem er die verschiedenen Tasten 16 betätigt. In jedem Falle wird die Countdownzeit auf der LED-Anzeige 20 angezeigt.
  • Die Standard-Countdownzeit sowie die benutzerprogrammierbare Countdownzeit können innerhalb eines breiten Spektrums von Zeiten gewählt werden, die für die beabsichtigte Anwendung geeignet sind. Beispielsweise beträgt bei einer Anwendung die Standard-Countdownzeit 2 Minuten und 30 Sekunden. Die benutzerprogrammierbare Countdownzeit kann zwischen einem Maximum von 59 Minuten, 59 Sekunden und einem Minimum von 15 Sekunden gewählt werden.
  • Eine erste passive Sicherheit ist gegeben, wenn der Einschaltschlüssel 34 vollständig eingesteckt ist. Wenn nämlich der Einschaltschlüssel 34 vollständig eingesteckt ist, wird ein Shunt mit niedrigem Widerstandswert (gebildet durch den Widerstand 90 und den geschlossenen Schalter 34') zu dem Kondensator 38 physisch parallelgeschaltet, wodurch verhindert wird, daß sich am Kondensator 38 eine Ladung aufbaut. Dieser Shunt mit niedrigem Widerstandswert baut dann auch eine eventuelle Ladung ab, die sich möglicherweise am Kondensator 38 aufgebaut hat, wenn der Einschaltschlüssel 34 abgezogen wurde. Eine zweite passive Sicherheit ist der hohe Wider standswert oder passive Shunt 84, welcher zu jedem Zeitpunkt am Kondensator 38 vorhanden ist. Der passive Shunt 84 verhindert, daß irgendeine Ladung längere Zeit im Kondensator 38 verbleibt.
  • Wie schon erwähnt, kann das elektronische Zündsystem 10 auch mit einem aktiven Shunt 86 ausgestattet sein, welcher durch das Steuerungssystem 50 gesteuert werden kann. Von dem Zeitpunkt, zu dem das elektronische Zündsystem 10 eingeschaltet wird, bis zu dem Zeitpunkt, zu dem das Steuerungssystem 50 den Kondensator 38 zu laden beginnt, ist der aktive Shunt 86 geschlossen, was auch verhindert, daß sich irgendeine Ladung am Kondensator 38 aufbaut, selbst wenn der Einschaltschlüssel 34 abgezogen ist. Die Kombination des passiven und des aktiven Shunts 84 und 86, wie hier beschrieben, erzeugt eine Situation, in welcher es entweder nicht möglich ist, eine Ladung am Kondensator 38 aufzubauen, oder wenn eine Ladung aufgebaut wird, dies eigentlich in einem "Wettlauf" geschieht, mit dem Ziel, schneller eine ausreichende Ladung aufzubauen und zu halten, als die Ladung über den passiven (d. h. einen hohen Widerstandswert aufweisenden) Shunt 84 abgeführt wird.
  • Nachdem die gewünschte Countdownzeit gewählt worden ist, z. B. über die Tasten 16, und auf der LED-Anzeige 20 bestätigt wurde, muß der Benutzer dann den Einschaltschlüssel 34 abziehen. Das Abziehen des Einschaltschlüssels 34 bewirkt zweierlei. Erstens wird dadurch einer der Shunts am Kondensator 38 physisch entfernt (nämlich durch Öffnen des Schalters 34'). Zweitens wird der geänderte Zustand des Schalters 34' von dem Steuerungssystem 50 erkannt. Zu diesem Zeitpunkt löst das Steuerungssystem 50 den Countdown aus und ignoriert jede weitere Eingabe von dem Benutzereingabesystem 14. Das Steuerungssystem 50 hält den aktiven Widerstand 86 geschlossen, bis der Countdown eine Minute erreicht (oder weniger, falls die eingestellte Zeit weniger als eine Minute beträgt). Das Steuerungssystem 50 öffnet dann den aktiven Shunt 86 und beginnt, die Ladeschaltung 48 anzusteuern, um den Kondensator 38 zu laden. Wie erwähnt, müssen die Pulsdauer und die Frequenz des dem FET 88 zugeführten Signals so beschaffen sein, daß die Ladeschaltung 48 den Kondensator 38 mit einer Geschwindigkeit lädt, welche höher ist als die Geschwindigkeit, mit welcher der Kondensator 38 durch den passiven (d. h. einen hohen Widerstandswert aufweisenden) Shunt 84 entladen wird. Das heißt, die Ladegeschwindigkeit, die durch die Ladeschaltung 48 bewirkt wird, muß höher sein als die Entladegeschwindigkeit über den passiven Shunt 84. Die Ladegeschwindigkeit sollte auch ausreichend hoch sein, so daß der Kondensator 38 vollständig geladen wird, bevor der Countdown null erreicht.
  • Sobald die am Kondensator 38 anliegende Spannung zum Beispiel 200 Volt erreicht, moduliert das Steuerungssystem 50 die Ladeschaltung 48 (d. h. schaltet sie ein und aus), um die Spannung des Kondensators 38 bei ungefähr 200 Volt zu halten. Das Steuerungssystem 50 kann die Spannung am Kondensator 38 durch Überwachen der Spannung am Knotenpunkt Vcap bestimmen. Während des Countdowns kann der Benutzer jederzeit den Einschaltschlüssel 34 wieder einstecken. Das Wiedereinstecken des Einschaltschlüssels 34 bewirkt dann zweierlei. Erstens wird dadurch ein Shunt mit niedrigem Widerstandswert am Kondensator 38 physisch zurückgesetzt, wobei er über den Widerstand 90 entladen wird. Zweitens schließt das erneute Einstecken des Einschaltschlüssels 34 einen Schalter 34' (3), was von dem Steuerungssystem 50 erkannt wird. Das Steuerungssystem 50 bricht dann den Countdown ab und wechselt zu einem Betriebszustand, in dem der Benutzer die Countdownzeit ändern oder neu einstellen kann. Falls das Steuerungssystem 50 nicht in der Lage ist, das Wiedereinstecken des Einschaltschlüssels 34 zu erkennen (d. h. durch Erkennen des geänderten Zustands des Schalters 34'), bewirkt das Wiedereinstecken des Einschaltschlüssels 34, daß der Shunt mit niedrigem Widerstand über den Kondensator 38 zurückgesetzt wird, wobei er über den Widerstand 90 entladen wird und damit jeden weiteren Aufbau von Ladung verhindert.
  • Unter normalen Umständen, d. h. wenn der Einschaltschlüssel 34 nicht wieder eingesteckt wird, setzt das Steuerungssystem 50 den Countdown bis null fort, wobei es die Spannung am Kondensator 38 bei ungefähr der gewünschten Zündspannung (z. B. ungefähr 200 Volt) aufrecht erhält, indem es die Spannung am Knotenpunkt Vcap überwacht und indem es das Ladesystem 48 auf die bereits beschriebene Art und Weise moduliert. Zu diesem Zeitpunkt bestimmt das Steuerungssystem 50, das mit dem Detektorsystem 44 zusammenarbeitet, ob eine Sprengkapsel 32 an den Sprengkapsel-Verbinder 26 angeschlossen ist. Diese Detektion wird bewerkstelligt, indem die Spannungen an den verschiedenen Knotenpunkten des ersten und des zweiten Spannungsteilernetzwerks 72 und 74 verglichen werden. Das heißt, falls die Spannung am Knotenpunkt VBLCap ungefähr gleich der Spannung am Knotenpunkt Vcap ist, schlußfolgert das Steuerungssystem 50, daß keine Sprengkapsel 32 angeschlossen ist. Daher betätigt oder zündet das Steuerungssystem 50, wenn der Countdown null erreicht, die Stoßwellenrohr-Zündschaltung 40. Andernfalls, wenn die Spannung am Knotenpunkt VBLCap nicht gleich der Spannung am Knotenpunkt Vcap ist, schlußfolgert das Steuerungssystem 50, daß eine Sprengkapsel 32 an den Sprengkapsel-Verbinder 26 angeschlossen ist. Das Steuerungssystem 50 betätigt oder zündet dann die Sprengkapsel-Zündschaltung 42, wenn der Countdown null erreicht. Nach dem Zünden zeigt das Steuerungssystem 50 dann einen Hinweis an, daß es gezündet hat, und was es gezündet hat (d. h. entweder die Stoßwellenrohr-Zündschaltung 40 oder die Sprengkapsel-Zündschaltung 42). Das Steuerungssystem 50 beendet außerdem das Ansteuern der Ladeschaltung 48 und stellt den aktiven Shunt 86 am Kondensator 38 wieder her.
  • Optional kann das Steuerungssystem 50 unmittelbar vor dem Zünden der entsprechenden Zündschaltung (z. B. entweder der Stoßwellenrohr-Zündschaltung 40 oder der Sprengkapsel-Zündschaltung 42) die am Kondensator 38 aufgebaute Spannung über die Spannung am Knotenpunkt Vcap messen. Bei einer Ausführungsform sollte die Spannung am Kondensator 38 mindestens 160 Volt betragen. Falls die Spannung am Kondensator 38 mindestens 160 Volt beträgt, betätigt das Steuerungssystem 50 die entsprechende Zündschaltung auf die bereits beschriebene Art und Weise. Falls die Spannung kleiner als ungefähr 160 Volt ist, betätigt das Steuerungssystem 50 nach wie vor die entsprechende Zündschaltung, doch es bewirkt außerdem eine Anzeige "Batteriespannung niedrig" auf dem Anzeigesystem 18. Eine solche Fehlermeldung weist darauf hin, daß die Batterie 96 ausgewechselt werden sollte, bevor ein Versuch unternommen wird, nochmals mit derselben Countdown-Einstellung oder einer längeren Countdown-Einstellung zu zünden. Falls die Energie nicht ausreichend war, um eine Detonation zu initiieren, kann das Steuerungssystem 50 eine Anzeige der wahrscheinlichen Ursache liefern (z. B. eine niedrige Batteriespannung).
  • nochmals die Spannung der Batterie 96. So ermöglicht das Messen der Spannung der Batterie 96 eine Bestimmung, wie stark die Batterie 96 während des Countdown-Vorgangs entladen wurde. Falls bestimmt wird, daß die Spannung der Batterie 96 kleiner als ungefähr 6,6 Volt ist, zeigt dann das Steuerungssystem 50 ein Signal "Batteriespannung niedrig" anstelle einer Zündungsanzeige an. In diesem Falle verhindert das Steuerungssystem 50 nicht die Betätigung der entsprechenden Zündschaltung. Das Steuerungssystem 50 zeigt vielmehr einfach den Hinweis "Batteriespannung niedrig" an, was bedeutet, daß die Batterie 96 ausgewechselt werden sollte, bevor erneut versucht wird zu zünden.
  • Nach dem Zünden reagiert das Steuerungssystem 50 nicht mehr auf irgendeine Eingabe von dem Benutzereingabesystem 14 oder dem Einschaltschlüssel 34. Das elektronische Zündsystem 10 muß aus- und eingeschaltet werden, um eine weitere Zündsequenz zu beginnen. Dies dient dazu, eine Systemprüfung zu erzwingen, bevor erneut ein Countdown ausgelöst werden kann.
  • Nachdem hier bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung dargelegt wurden, wird angenommen, daß geeignete Modifikationen an dieser vorgenommen werden können, welche trotzdem innerhalb des Rahmens der Erfindung bleiben. Die Erfindung darf daher nur entsprechend den folgenden Ansprüchen interpretiert werden:
  • ZUSAMMENFASSUNG
  • Ein elektronisches Zündsystem kann eine erste Zündschaltung und eine zweite Zündschaltung aufweisen. Ein Detektionssystem, das mit der ersten und der zweiten Zündschaltung betriebstechnisch in Verbindung steht, erkennt, ob eine zu zündende Vorrichtung mit einer der ersten und zweiten Zündschaltung verbunden ist. Das elektronische Zündsystem betätigt eine der ersten und zweite Zündschaltung, mit welcher die zu zündende Vorrichtung verbunden ist.

Claims (22)

  1. Elektronisches Zündsystem, welches umfaßt: eine erste Zündschaltung; eine zweite Zündschaltung; und ein Detektionssystem, das mit der ersten und der zweiten Zündschaltung betriebstechnisch in Verbindung steht, wobei das Detektionssystem erkennt, ob eine zu zündende Vorrichtung mit einer der ersten und zweiten Zündschaltung verbunden ist, und das elektronische Zündsystem eine der ersten und zweiten Zündschaltung, mit welcher die zu zündende Vorrichtung verbunden ist, betätigt.
  2. Elektronisches Zündsystem nach Anspruch 1, wobei das Detektionssystem erkennt, ob die zu zündende Vorrichtung mit der zweiten Zündschaltung verbunden ist, und das elektronische Zündsystem das zweite Zündsystem betätigt, wenn das Detektionssystem erkennt, daß die zu zündende Vorrichtung mit der zweiten Zündschaltung verbunden ist.
  3. Elektronisches Zündsystem nach Anspruch 2, wobei das elektronische Zündsystem die erste Zündschaltung betätigt, wenn das Detektionssystem erkennt, daß die zu zündende Vorrichtung nicht mit der zweiten Zündschaltung verbunden ist.
  4. Elektronisches Zündsystem nach Anspruch 1, welches ferner eine elektrische Energiespeichervorrichtung umfaßt, wobei die erste und die zweite Zündschaltung mit der elektrischen Energiespeichervorrichtung betriebstechnisch in Verbindung stehen.
  5. Elektronisches Zündsystem nach Anspruch 4, welches ferner ein Ladesystem umfaßt, wobei das Ladesystem mit der elektrischen Energiespeichervorrichtung betriebstechnisch in Verbindung steht und das Ladesystem die elektrische Energiespeichervorrichtung mit elektrischer Energie lädt.
  6. Elektronisches Zündsystem nach Anspruch 5, welches ferner ein Steuerungssystem umfaßt, wobei das Steuerungssystem mit der ersten Zündschaltung, der zweiten Zündschaltung, dem Detektionssystem und dem Ladesystem betriebstechnisch in Verbindung steht, das Steuerungssystem das Ladesystem steuert und das Steuerungssystem in Reaktion auf ein Signal von dem Detektionssystem eine der ersten und zweiten Zündschaltung betätigt, wobei das Signal von dem Detektionssystem damit zusammenhängt, ob die zu zündende Vorrichtung mit der zweiten Zündschaltung verbunden ist.
  7. Elektronisches Zündsystem nach Anspruch 6, wobei die elektrische Energiespeichervorrichtung mindestens einen Kondensator umfaßt.
  8. Elektronisches Zündsystem nach Anspruch 7, wobei das Detektionssystem umfaßt: einen ersten Spannungsteiler, der zu dem mindestens einen Kondensator parallelgeschaltet ist; und einen zweiten Spannungsteiler, der zu dem ersten Spannungsteiler parallelgeschaltet ist, wobei der zweite Spannungsteiler mindestens einen ersten Widerstand umfaßt, welcher zu den Ausgangsanschlußklemmen des zweiten Zündsystems ebenfalls parallelgeschaltet ist.
  9. Elektronisches Zündsystem, welches umfaßt: eine elektrische Energiespeichervorrichtung; eine Zündschaltung, die mit der elektrischen Energiespeichervorrichtung betriebstechnisch in Verbindung steht, wobei die Zündschaltung betrieben werden kann, um die elektrische Energiespeichervorrichtung mit einer zu zündenden Vorrichtung elektrisch zu verbinden; und ein Entladesystem, das mit der elektrischen Energiespeichervorrichtung betriebstechnisch in Verbindung steht, wobei das Entladesystem betrieben werden kann, um die elektrische Energiespeichervorrichtung elektrisch zu entladen.
  10. Elektronisches Zündsystem nach Anspruch 9, welches ferner ein Steuerungssystem umfaßt und wobei das Entladesystem einen aktiven Shunt umfaßt, der mit dem Steuerungssystem betriebstechnisch in Verbindung steht, wobei das Steuerungssystem den aktiven Shunt betätigt, um zu bewirken, daß der aktive Shunt die elektrische Energiespeichervorrichtung in Reaktion auf ein Signal von dem Steuerungssystem elektrisch entlädt.
  11. Elektronisches Zündsystem nach Anspruch 10, wobei der aktive Shunt einen Schalter und einen mit dem Schalter in Reihe geschalteten Widerstand umfaßt.
  12. Elektronisches Zündsystem nach Anspruch 9, welches ferner ein Ladesystem umfaßt, das mit der elektrischen Energiespeichervorrichtung betriebstechnisch in Verbindung steht, wobei das Ladesystem die elektrische Energiespeichervorrichtung mit einer Ladegeschwindigkeit lädt.
  13. Elektronisches Zündsystem nach Anspruch 12, wobei die elektrische Energiespeichervorrichtung einen Kondensator umfaßt und wobei das Ladesystem eine Induktivität und einen Schalter, die in Reihe an eine Spannungsquelle angeschlossen sind, und eine Diode, die zwischen einem Knotenpunkt zwischen der Induktivität und dem Schalter und einer ersten Platte des Kondensators angeschlossen ist, umfaßt; wobei eine zweite Platte des Kondensators mit der Spannungsquelle verbunden ist.
  14. Elektronisches Zündsystem nach Anspruch 12, wobei das Entladesystem einen passiven Shunt umfaßt, wobei der passive Shunt mit der elektrischen Energiespeichervorrichtung betriebstechnisch in Verbindung steht und der passive Shunt die elektrische Energiespeichervorrichtung mit einer Entladegeschwindigkeit entlädt, welche kleiner als die Ladegeschwindigkeit ist.
  15. Elektronisches Zündsystem, welches umfaßt: eine elektrische Energiespeichervorrichtung; ein Ladesystem, das mit der elektrischen Energiespeichervorrichtung betriebstechnisch in Verbindung steht, wobei das Ladesystem die elektrische Energiespeichervorrichtung mit elektrischer Energie lädt; eine Zündschaltung, die mit der elektrischen Energiespeichervorrichtung betriebstechnisch in Verbindung steht, wobei die Zündschaltung betrieben werden kann, um die elektrische Energiespeichervorrichtung mit einer zu zündenden Vorrichtung elektrisch zu verbinden; und ein Steuerungssystem, das mit dem Ladesystem betriebstechnisch in Verbindung steht, wobei das Steuerungssystem in Reaktion auf einen von einem Benutzer initiierten Befehl das Ladesystem ansteuert.
  16. Elektronisches Zündsystem nach Anspruch 15, wobei die Zündschaltung mit dem Steuerungssystem betriebstechnisch in Verbindung steht und das Steuerungssystem die Zünd schaltung betätigt, um die elektrische Energiespeichervorrichtung mit einer zu zündenden Vorrichtung elektrisch zu verbinden.
  17. Elektronisches Zündsystem nach Anspruch 16, welches ferner eine zweite Zündschaltung umfaßt, die mit der elektrischen Energiespeichervorrichtung und mit dem Steuerungssystem betriebstechnisch in Verbindung steht, wobei die zweite Zündschaltung durch das Steuerungssystem betrieben werden kann, die elektrische Energiespeichervorrichtung mit einer zu zündenden Vorrichtung elektrisch zu verbinden.
  18. Elektronisches Zündsystem nach Anspruch 17, welches ferner ein Detektionssystem umfaßt, das mit dem Steuerungssystem betriebstechnisch in Verbindung steht, wobei das Detektionssystem erkennt, ob eine zu zündende Vorrichtung mit der zweiten Zündschaltung verbunden ist, und das Steuerungssystem die zweite Zündschaltung betätigt, wenn das Detektionssystem erkennt, daß die zu zündende Vorrichtung mit der zweiten Zündschaltung verbunden ist.
  19. Verfahren zum Zünden einer Vorrichtung, welches umfaßt: Operativ Verbinden der Vorrichtung mit einem elektronischen Zündsystem, wobei das elektronische Zündsystem mindestens eine elektrische Energiespeichervorrichtung, eine Zündschaltung, ein Steuerungssystem und eine Benutzerschnittstelle aufweist; Betreiben der Benutzerschnittstelle, um eine Betriebsart einzugeben; Einstellen einer Countdownzeit; Auslösen eines Countdowns, wobei das Steuerungssystem die elektrische Energiespeichervorrichtung während des Countdowns lädt und das Steuerungssystem die Zündschaltung betätigt, um die Vorrichtung zu zünden, wenn der Countdown null erreicht.
  20. Verfahren zum Steuern eines elektronischen Zündsystems, welches umfaßt: Auslösen eines Countdowns; Laden eines elektrischen Energiespeichersystems, während der Countdown durchgeführt wird; Erkennen, ob eine zu zündende Vorrichtung mit einem Zündanschluß des elektronischen Zündsystems verbunden ist; und Bestromen des Zündanschlusses, mit welchem die zu zündende Vorrichtung verbunden ist, wenn der Countdown null erreicht.
  21. Verfahren nach Anspruch 20, wobei das Auslösen eines Countdowns das Wählen einer Standard-Countdownzeit umfaßt.
  22. Verfahren nach Anspruch 20, wobei das Auslösen eines Countdowns das Wählen einer Countdownzeit umfaßt.
DE112006003347T 2005-12-07 2006-12-05 Elektronische Zündsysteme und Verfahren zum Zünden einer Vorrichtung Withdrawn DE112006003347T5 (de)

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US11/297,001 US20070125256A1 (en) 2005-12-07 2005-12-07 Electronic firing systems and methods for firing a device
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