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DE112006002879T5 - Luftschiff zum Heben schwerer Lasten und Betriebsverfahren - Google Patents

Luftschiff zum Heben schwerer Lasten und Betriebsverfahren Download PDF

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DE112006002879T5
DE112006002879T5 DE112006002879T DE112006002879T DE112006002879T5 DE 112006002879 T5 DE112006002879 T5 DE 112006002879T5 DE 112006002879 T DE112006002879 T DE 112006002879T DE 112006002879 T DE112006002879 T DE 112006002879T DE 112006002879 T5 DE112006002879 T5 DE 112006002879T5
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DE
Germany
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airship
buoyancy
static
reverse
load
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE112006002879T
Other languages
English (en)
Inventor
Hokan S. Newmarket Colting
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
21st Century Airship Technologies Inc
Original Assignee
21st Century Airship Technologies Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by 21st Century Airship Technologies Inc filed Critical 21st Century Airship Technologies Inc
Publication of DE112006002879T5 publication Critical patent/DE112006002879T5/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • B64BLIGHTER-THAN AIR AIRCRAFT
    • B64B1/00Lighter-than-air aircraft
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    • B64B1/24Arrangement of propulsion plant
    • B64B1/30Arrangement of propellers
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Abstract

Verfahren zum Transportieren einer Last von einer Ladestelle zu einem erwünschten Ort mit einem Luftschiff, das eine Umkehrschubvorrichtung aufweist, wobei das Verfahren aufweist:
(a) Betreiben des Luftschiffs an der Ladestelle, wobei das Luftschiff einen im allgemeinen neutralen statischen Nettoauftrieb aufweist, wobei der im allgemeinen neutrale statische Nettoauftrieb von einem positiven statischen Auftrieb des Luftschiffs und einem umgekehrten Auftrieb aus der Schubvorrichtung herrührt, der gleich dem positiven statischen Auftrieb des Luftschiffs ist;
(b) Beladen des Luftschiffs des Schritts (a) mit der Last, so daß das Luftschiff einen negativen statischen Auftrieb aufweist;
(c) Ausüben eines Auftriebs auf das Luftschiff des Schritts (b) aus der Schubvorrichtung, um den im allgemeinen neutralen statischen Nettoauftrieb des Luftschiffs aufrechtzuerhalten;
(d) Fliegen des beladenen Luftschiffs des Schritts (c) zum erwünschten Ort; und
(e) Entladen des Luftschiffs des Schritts (c) am erwünschten Ort.

Description

  • Gebiet der Erfindung
  • Diese Erfindung betrifft das Gebiet von Luftfahrzeugen mit Auftrieb bzw. statischem Auftrieb und deren Betrieb, insbesondere Luftschiffe zum Heben schwerer und/oder übergroßer Lasten.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Die Verwendung von Luftschiffen als Transporter schwerer (z. B. mehrere Tonnen oder mehr) und/oder übergroßer Lasten ist lange erwogen worden. Jedoch sind frühere Versuche mit solchen Luftschiffen nicht zufriedenstellend gewesen. Eine der schwierigsten Herausforderungen zur Verwendung von Luftschiffen als Transporter für schwere Lasten sind die großen Fluktuationen oder Variationen des Gewichts zwischen beladen und unbeladen und daher des statischen Auftriebs solcher Luftschiffe.
  • Ein Luftschiff wird durch ein Gas leichter als Luft, wie zum Beispiel Helium oder Wasserstoff mit einem statischen Auftrieb versehen. Idealerweise sollte ein Luftschiff im allgemeinen einen neutralen statischen Auftrieb aufweisen (z. B. ist das Gewicht des Luftschiffs gleich dem statischen Auftrieb des Gases leichter als Luft) und schwebt daher in der Luft und benötigt nur Leistung, um es durch die Luft anzutreiben, zusammen mit einem Verfahren zum Regulieren der Flughöhe. In Wirklichkeit variiert der statische Auftrieb des Luftschiffs ständig infolge von Faktoren wie Änderungen der Temperatur und der Treibstofflast. Um sich diesen Äderungen des statischen Auftriebs anzupassen, kann das Luftschiff, falls es eine längliche, im allgemeinen ellipsenförmige oder Zigarrenform aufweist, einen aerodynamischen Auftrieb erzeugen, entweder wenn es durch die Luft fliegt, ziemlich auf dieselbe Art, in der Auftrieb durch einen Flügel eines Flugzeug erzeugt wird, oder durch ge richteten Schub von den Propellern des Luftschiffs. Es wird sich verstehen, daß andererseits ein sphärisches Luftschiff, wie jene, die zum Beispiel im US-Patent Nr. 5,294,076 sowie in den US-Patenten Anmeldenummer 10/178,345 und 10/718,634 , dargelegt werden, deren Inhalt hierin durch Verweis aufgenommen wird, keinen aerodynamischen Auftrieb erzeugen kann und daher das Aufsteigen und Absinken durch gerichteten Schub aus den Luftschiffmotoren/Propellern steuert. Trotz der Fähigkeit auszugleichen, gibt es Grenzen sowohl dafür, wie schwer Luftschiffe starten als auch wie leicht sie landen können. Zum Beispiel könnten einige Luftschiffe, wie jene, die in der Werbung verwendet werden, 200 kg schwer starten und können nach mehreren Stunden Flug genügend Treibstoff verbrannt haben, so daß sie beim Landen 100 kg leicht sind. Größere Fluktuationen oder Variationen des Gewichts oder statischen Auftriebs des Luftschiffs können durch die Verwendung der oben erwähnten Mittel nicht überwunden werden.
  • Wie oben erwähnt, gibt es ein Problem des statischen Luftfahrzeugauftriebs, wenn versucht wird, schwere Lasten von mehr als mehrere Tonnen oder mehr zu heben. Während Luftschiffe einen erheblichen statischen Auftrieb aufweisen können (z. B. die positive oder aufwärts gerichtete statische Auftriebskraft des Traggases) und fähig sein können, schwere Lasten zu heben, treten Probleme beim Beladen oder Entladen auf, da das Hinzufügen oder Entfernen von großen Lasten oder Nutzlasten das Gewicht des Luftschiffs und daher seinen statischen Auftrieb verändert. Wo zum Beispiel ein Luftschiff eine 10-Tonnen-Nutzlast trägt, wird es plötzlich um 10 Tonnen leichter, wenn diese Last entfernt oder entladen wird. Folglich ist es notwendig gewesen, Mechanismen bereitzustellen, die Änderung des Gewichts des Luftschiffs auszugleichen. Zum Beispiel ist ein Lastaustauschsystem vorgeschlagen worden, wie zum Beispiel das System, das im US-Patent Nr. 6,231,007 von Schäfer bereitgestellt wird, dessen Inhalt hierin durch Verweis aufgenommen wird, das das entladene Gewicht gegen Wasser, Sand oder irgendein anderes Ge wicht als Ballast gleichzeitig mit der Nutzlast austauscht, die entladen wird. Ein solches Lastaustauschsystem kann ein erheblicher Nachteil sein, wenn Lasten zu Stellen gebracht werden, wo es keine zuverlässige Versorgung mit Ballastmaterial gibt. Überdies trägt die Zeit, die benötigt wird, den Ballast zu überführen und das Luftschiff ruhig zu halten, während die Überführung stattfindet, zur Komplexität und zu den Kosten eines jeden solchen Vorgangs bei. Deshalb kann jedes System dieser Art ungünstig und unpraktisch sein.
  • Es gibt auch Schwierigkeiten, die mit herkömmlicheren Hubluftfahrzeugen, wie zum Beispiel Hubschraubern verbunden sind. Während Hubschrauber verhältnismäßig schwere Lasten heben können, sind sie kompliziert, kostspielig und treibstoffineffizient. Da ferner Hubschrauber im allgemeinen einen negativen statischen Auftrieb aufweisen (z. B. ist die Schwerkraft größer als alle statischen Auftriebs- oder Hubkräfte), müssen sie außerdem ihr eigenes Gewicht heben. Zum Beispiel weist der in Rußland gebaute Hubschrauber Mi-26, der als der leistungsfähigste Hubschrauber der Welt gilt, ein Leergewicht von 28 Tonnen auf und kann eine Last von 20 Tonnen heben. Als Ergebnis muß dieser Hubschrauber genügend Leistung haben, um 48 Tonnen zu heben, nämlich das Gesamtgewicht des Hubschraubers und der Nutzlast. Andererseits sind Luftfahrzeuge, die leichter als Luft sind, wie Luftschiffe, sehr effiziente Vertikalhubvorrichtungen, da sie nur Leistung zum Heben der Nutzlast benötigen, da vorausgesetzt wird, daß das Luftschiff schon einen neutralen statischen Auftrieb aufweist. Deshalb sind Luftschiffe für eine gegebene Tragfähigkeit im allgemeinen weniger kostspielig zu bauen und zu betreiben als Luftfahrzeuge, die schwerer als Luft sind, wie Hubschrauber.
  • Es sind auch Hybridluftfahrzeuge zum Heben einer schweren Last vorgeschlagen worden. Ein Hybridluftfahrzeug ist ein Luftfahrzeug, das aus Elementen besteht, die sowohl von Luftfahrzeugen, die leichter als Luft sind („LTA") (z. B. Luftschiffe), als auch von Luftfahrzeugen, die schwerer als Luft sind („HTA") (z. B. Hubschraubern), entnommen sind. In den letzten Jahren gibt es ein zunehmendes Interesse an Hybridluftfahrzeugen, die Elemente von Luftschiffen mit Vortriebselementen von HTA-Luftfahrzeugen, wie neigbare Propeller und Rotoren kombinieren, um ein Luftfahrzeug zu schaffen, das darauf abzielt, die Vorteile beider Typen zu erhalten. Es ist eine Anzahl von Luftschiffgestaltungen vorgeschlagen worden, die statischen Auftrieb leichter als Luft mit herkömmlichen Komponenten schwerer als Luft kombinieren. Ein Beispiel eines solchen Luftschiffs umfaßt das Luftschiff, das im US-Patent Nr. 4,591,112 von Piasecki u. a. beschrieben wird, dessen Inhalt hierin durch Verweis aufgenommen wird, in dem Vortriebseinrichtungen zu einem Luftschiff, das leichter als Luft ist, hinzugefügt werden. Die Idee war, daß ein Luftschiff die Hubschrauber hebt, das ihr Leergewicht aufhebt, wodurch der gesamte potentielle Auftrieb aus den Hubschraubern für die Nutzlast freigesetzt wird. Andere Beispiele umfassen das US-Patent Nr. 4,052,025 von Clark u. a.; das US-Patent Nr. 5,823,468 von Bothe; das US-Patent Nr. 4,695,012 und das US-Patent Nr. 4,601,444 , beide von Lindenbaum, deren gesamter Inhalt hierin durch Verweis aufgenommen wird.
  • Jedoch haben solche Hybridluftschiffe keinen Erfolg gehabt. In einem Beispiel, dem „Piasecki Heli-Stat", verlor das Hybridluftschiff Leistung und stürzte ab. In einem anderen Beispiel, gelang es dem „CargoLifter" nicht, ein solches Luftschiff herzustellen, selbst nachdem erhebliche Kosten angefallen waren.
  • Es wäre vorteilhaft, ein Luftschiff bereitzustellen, das schwere und/oder übergroße Lasten von mehreren Tonnen oder mehr heben kann.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Ein Aspekt der vorliegenden Erfindung ist auf ein Verfahren zum Transportieren einer Last von einer Ladestelle zu einem erwünschten Ort mit einem Luftschiff gerichtet, das eine Umkehrschubvorrichtung aufweist, wobei das Verfahren aufweist: (a) Betreiben des Luftschiffs an der Ladestelle, wobei das Luftschiff einen im allgemeinen neutralen statischen Nettoauftrieb aufweist, wobei der im allgemeinen neutrale statische Nettoauftrieb von einem positiven statischen Auftrieb des Luftschiffs und einem umgekehrten Auftrieb aus der Schubvorrichtung herrührt, der gleich dem positiven statischen Auftrieb des Luftschiffs ist; (b) Beladen des Luftschiffs des Schritts (a) mit der Last, so daß das Luftschiff einen negativen statischen Auftrieb aufweist; (c) Ausüben eines Auftriebs auf das Luftschiff des Schritts (b) aus der Schubvorrichtung, um den im allgemeinen neutralen statischen Nettoauftrieb des Luftschiffs aufrechtzuerhalten; (d) Fliegen des beladenen Luftschiffs des Schritts (c) zum erwünschten Ort; und (e) Entladen des Luftschiffs des Schritts (c) am erwünschten Ort.
  • Ein anderer Aspekt der vorliegenden Erfindung ist auf ein Verfahren zum Transportieren einer Last von einer Ladestelle zu einem erwünschten Ort mit einem Luftschiff gerichtet, das eine Umkehrschubvorrichtung aufweist, wobei das Verfahren aufweist: (a) Betreiben des Luftschiffs an der Ladestelle, wobei das Luftschiff einen im allgemeinen neutralen statischen Nettoauftrieb aufweist, wobei der im allgemeinen neutrale statische Nettoauftrieb von einem positiven statischen Auftrieb des Luftschiffs und einem umgekehrten Auftrieb herrührt, der durch Ballast erzeugt wird; (b) Beladen des Luftschiffs des Schritts (a) mit der Last und Entladen des Ballasts, so daß das Luftschiff einen negativen statischen Auftrieb aufweist; (c) Ausüben eines Auftriebs auf das Luftschiff des Schritts (b) aus der Schubvorrichtung, um den im allgemeinen neutralen statischen Nettoauftrieb des Luftschiffs aufrechtzuerhalten; (d) Fliegen des beladenen Luftschiffs des Schritts (c) zum erwünschten Ort; und (e) Entladen des Luftschiffs des Schritts (c) am erwünschten Ort.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Verschiedene Aufgaben, Merkmale und damit verbundene Vorteile der vorliegenden Erfindung werden vollständiger erkannt und besser verstanden werden, wenn sie in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen betrachtet werden, in denen gleiche Be zugszeichen über die verschiedenen Ansichten hinweg dieselben oder ähnliche Teile bezeichnen.
  • 1(a) und (b) sind Ansichten von der Seite und von oben einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
  • 2 ist eine Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
  • 3 ist eine Draufsicht einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
  • 4 und 5 sind Seitenansichten einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
  • 6 ist eine Seitenansicht einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
  • Detaillierte Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen
  • Die Beschreibung, die folgt, und die darin beschriebenen Ausführungsformen werden zum Zweck der Veranschaulichung eines Beispiels oder von Beispielen von bestimmten Ausführungsformen der Prinzipien der vorliegenden Erfindung bereitgestellt. Diese Beispiele werden zum Zweck der Erläuterung und nicht der Begrenzung jener Prinzipien der Erfindung bereitgestellt. In der Beschreibung werden gleiche Teile durch die Beschreibung und die Zeichnungen hindurch mit denselben jeweiligen Bezugsziffern markiert. Die Zeichnungen sind nicht notwendigerweise maßstabsgerecht, und in einigen Fällen können Proportionen übertrieben sein, um bestimmte Merkmale der Erfindung deutlicher darzustellen.
  • Damit die Erfindung vollständiger verstanden werden kann, wird sie nun beispielhaft unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, in denen die 1 bis 6 Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung darstellen.
  • In der Beschreibung und den Zeichnungen hierin, und falls nicht anders angegeben, sind die Ausdrücke „vertikal", „lateral" und „horizontal", Bezugnahmen auf ein kartesisches Koordinatensystem, in dem sich die vertikale Richtung im allgemeinen in eine „auf und ab"-Orientierung von unten nach oben (z-Achse) erstreckt, während sich die laterale Richtung im allgemeinen in eine „links nach rechts" oder „Seite zu Seite"-Orientierung (y-Achse) erstreckt. Zusätzlich erstreckt sich die horizontale Richtung in eine „vorn nach hinten"-Orientierung und kann sich in eine Orientierung erstrecken, die sich aus der Seite oder in die Seite erstreckt (x-Achse). Vorn und achtern (und vorderer und hinterer) sind Ausrücke, die Bezug zur x-Achse haben. Die Schwerkraft und der statische Auftrieb wirken parallel zur z-Achse.
  • Wie sie in der Beschreibung verwendet werden, werden außerdem drei Rotationsachsen bezüglich Luftschiffen definiert, die auf dem Schwerpunkt des Luftfahrzeugs beruhen. Typischerweise kann die Orientierung eines Luftfahrzeugs durch den Rotationsbetrag der Teile des Luftfahrzeugs längs dieser drei Achsen definiert werden. Jede Achse dieses Koordinatensystems ist senkrecht zu den anderen beiden Achsen. Zum Beispiel ist die Nickachse senkrecht zur Gierachse und zur Rollachse. Eine Nickbewegung oder „Nicken", die auch als „Trimm" bezeichnet wird, ist eine Aufwärts- oder Abwärtsbewegung der Nase und des Hecks des Luftfahrzeugs längs der z-Achse. Eine Gierbewegung oder „Gieren" ist eine Bewegung der Nase des Luftfahrzeugs von einer Seite zur anderen längs der y-Achse. Wenn mit anderen Worten ein Luftfahrzeugmodell, das auf einer ebenen Fläche angeordnet ist, um seinen Schwerpunkt gedreht oder geschwenkt wird, würde es als gierend beschrieben. Eine Rollbewegung oder „Rollen" ist eine Drehbewegung eines Luftschiffs längs der x-Achse. Wenn man sich das Luftfahrzeug so vorstellt, daß es eine Hoch- oder z-Achse, eine Längs- oder x-Achse und eine Quer- oder y-Achse aufweist, ist Nicken eine Rotation um die y-Achse, ist Rollen eine Rotation um die x-Achse und ist Gieren eine Rotation um die z-Achse. Wenn sie zusammen beschrieben werden, wird die Orientierung eines Luftfahrzeugs typischerweise als „Fluglage" bezeichnet.
  • Wie oben angegeben, wirken die Kräfte der Schwerkraft und des statischen Auftriebs parallel zur z-Achse. Wie er in der Beschreibung verwendet wird, bezieht sich der statische Auf trieb auf Kräfte, die auf ein Objekt wirken (z. B. ein Luftschiff), das in einem Fluid (z. B. Luft) schwebend gehalten wird, längs oder parallel zur z-Achse. Insbesondere wird es sich verstehen, daß der Ausdruck „positiver statischer Auftrieb" sich auf ein Objekt bezieht, das dazu tendiert, sich längs der z-Achse entgegengesetzt zur Schwerkraft aufwärts zu bewegen, während der Ausdruck „negativer statischer Auftrieb" sich auf ein Objekt bezieht, das dazu tendiert, sich längs der z-Achse längs der Schwerkraft zu bewegen. Es wird sich verstehen, daß der Ausdruck „neutraler statischer Auftrieb" sich auf ein Objekt bezieht, das dazu tendiert, sich nicht längs der z-Achse entweder in eine positive (z. B. aufwärts gerichtete) Richtung oder eine negative (z. B. abwärts gerichtete) Richtung zu bewegen. Der Ausdruck „Auftrieb" bezieht sich auf aufwärts gerichtete oder statische Auftriebskräfte, die auf ein Objekt wie ein Luftschiff gegen die oder entgegengesetzt zur Schwerkraft wirken.
  • Es gibt einen wachsenden Bedarf nach dem vertikalen Heben von großen Nutzlasten, insbesondere Nutzlasten, die einzelne integrierte Strukturen mit verhältnismäßig großen Abmessungen wie zum Beispiel Kraftwerksanordnungen, Kessel, Transformatoren, Atomkraftwerkskomponenten, vorgefertigte Strukturen, Bohrinseln, Ölgewinnungsanlagen, Windräder usw. umfassen. Typischerweise betragen diese großen Nutzlasten mehrere Tonnen, und betragen in vielen Fällen über 20 Tonnen. Andere bedeutende Verwendungen umfassen die Beförderung von Ladung zwischen Schiff und Ufer, das Bewegen großer Strukturen wie Brückensegmente und das Transportieren von Häusern und anderen Gebäuden, die in Fabriken hergestellt werden, zu spezifischen Stellen, sowie die Unterstützung von seismischen Prüfungen und einer Bohrstellensanierung. Dies gilt insbesondere dort, wo das Fehlen von Straßen solche Arbeiten sehr schwierig oder sehr teuer macht; zum Beispiel beim Entfernen von Bäumen aus Wäldern, um sie zu einer Holzabfuhrstelle oder zu einem Sägewerk zu bringen oder das Transportieren von Anlagen in entfernte Gebiete zur Ölgewinnung.
  • Die vorliegende Erfindung ist auf ein Luftschiff gerichtet, das imstande sein wird, schwere oder übergroße Lasten oder Nutzlasten zu laden und zu entladen. Der Zweck des Luftschiffs der vorliegenden Erfindung ist es, schwere und/oder übergroße Lasten mit einer minimalen Infrastruktur am Boden zu heben und zu transportieren. Dieses Luftschiff wird die Hebelwirkung des positiven statischen Auftriebs verwenden, um Nutzlasten zu heben und zu transportieren; wobei ein Bruchteil der Energie verwendet wird, die ein senkrecht startendes und landendes Luftfahrzeug („VTOL"), wie ein Hubschrauber für dasselbe Nutzlastgewicht verwenden würde. Das Luftschiff der vorliegenden Erfindung kann außerdem imstande sein, weit schwerere Lasten als irgendein existierender Hubschrauber zu heben.
  • Luftschiffe der vorliegenden Erfindung können eine längliche, sphärische und zylindrische oder irgendeine andere Form aufweisen, die mit einem Traggas wie Helium oder Wasserstoff gefüllt ist. Die Luftschiffe der vorliegenden Erfindung können starr oder nicht starr sein. Im Gegensatz zu starren Luftschiffen, die ein inneres Gerippe haben, behalten nicht starre Luftschiffe ihre Form nur durch den Druck aufrecht, der auf die Innenfläche einer Hülle durch die Fluide (z. B. Traggas und/oder Luft) ausgeübt wird, die in der Hülle enthalten sind. In diesem Fall sind Motoren und Rotoren an Rahmen angebracht, die an der Oberfläche des Luftschiffs durch Einrichtungen befestigt sind, die Fachleuten offenkundig sind.
  • Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird in den 1a und 1b dargestellt. Ein Luftschiff 10 kann mit mindestens einem Paar Rotoren 12 ausgestattet sein. Es wird sich verstehen, daß jede Kombination der Rotoren, die für die vorliegende Erfindung geeignet sind, hierin eingeschlossen ist, wie zum Beispiel zwei oder vier Paare von Rotoren. Alternativ kann auch ein Rotor eingeschlossen sein, der fähig ist, die notwendigen Funktionen der vorliegenden Erfindung auszuführen.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform gibt es ein oder zwei Paare von Rotoren. Es wird sich verstehen, daß der Ausdruck „Rotor" im allgemeinen ein Rotorsystem, das rotierende Tragflächen, Blätter, Flügel oder Winglets aufweist, die eingerichtet sind, eine aufwärts gerichtete oder positive Kraft (z. B. vertikalen Schub oder Auftrieb) zu erzeugen, und Motor(en) oder eine Antriebsmaschinenanlage bezeichnet, die imstande ist, die Rotation der Tragflächen oder Flügel zu erzeugen. Wie aus den 1a und 1b zu entnehmen ist, ist jeder der Rotoren 12a und 12b auf einer Seite angeordnet, die dem anderen Mitglied des Paars 12 gegenüberliegt. Wie oben erwähnt, wird es sich verstehen, daß jede Position der Rotoren, einschließlich wo der Rotor in einem vertikalen Luftkanal von der Oberseite zur Unterseite der Hülle des Luftschiffs angebracht ist, durch die vorliegende Erfindung eingeschlossen würde. Die Rotoren 12a und 12b können zweiblättrige oder mehrblättrige hubschrauberartige Rotoren sein, die im allgemeinen einen großen Durchmesser mit einer niedrigen Kreisflächenbelastung aufweisen und imstande sind, einen starken Schub aus den verwendeten Antriebsmaschinenanlagen zu erzeugen. Die Rotoren bestehen im allgemeinen aus einer zentralen Nabe, die als eine Vorrichtung dient, die Blätter zu enthalten. Es sind mehrere Blätter, Winglets usw. in der Nabe mit entweder festen oder einstellbaren Steigungswinkeln der Blätter eingebaut. Die Motoren können Hubkolben-Gas- oder Dieselmotoren, eine Turbine oder irgendein anderer Typ sein, die die Rotoren direkt oder durch einen Riemen, eine Kette, ein Getriebe oder einen anderen Typ einer Untersetzung antreiben. Der (die) Motor(en) könnten alternativ einen elektrischen Generator(en) antreiben, der wiederum Elektromotoren versorgt, die die Rotoren direkt oder durch Untersetzungsantrieb(e) versorgen.
  • Wie in den 1b zu erkennen ist, ist ein Rotor 12a auf der linken Seite des Luftschiffs angeordnet, wobei das Luftschiff nach vorn weist, während ein Rotor 12b auf der rechten Seite des Luftschiffs angeordnet ist. Es wird jedoch sich verstehen, daß dies lediglich eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist. Wie oben erwähnt, kann jede andere Kombination von Rotoren, die die hierin angegebenen Anforderungen erfüllen, ebenfalls durch die vorliegende Erfindung eingeschlossen werden.
  • Es wird sich verstehen, daß während die Figuren, wie gezeigt, nur längliche oder zigarrenförmige Luftschiffe darstellen, Luftschiffe der vorliegenden Erfindung eine längliche, sphärische und zylindrische oder irgendeine andere Form aufweisen können. Zur Leichtigkeit der Bezugnahme werden nur die länglichen oder zigarrenförmigen Luftschiffe gezeigt.
  • Andere Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung setzen voraus, daß die Rotoren auch an einem Rahmen angebracht sein könnten, der unter dem Luftschiff befestigt ist, wie in 2 dargestellt. Wie in 2 zu erkennen ist, ist ein Luftschiff 10 vorgesehen, das einen Rahmen 22 mit Rotoren 16, 18 und 20 aufweist, die daran angebracht vorgesehen sind.
  • Wie in 1 zu erkennen ist, ist außerdem eine Vortriebsvorrichtung 14, wie zum Beispiel ein Propeller zur Erzeugung einer horizontalen Bewegung des Luftschiffs 10 vorgesehen. Es wird sich verstehen, daß der Ausdruck Propeller, wenn er hierin verwendet wird, eine Form Rotor bezeichnet, der hauptsächlich dazu bestimmt ist, einen Vortrieb des Luftfahrzeugs bereitzustellen, im Gegensatz zu aufwärts gerichteten (z. B. Auftrieb) oder abwärts gerichteten Kräften; seine Drehachse verläuft normalerweise parallel zur Längs- oder x-Achse des Luftschiffs. Es wird jedoch sich verstehen, daß der Vortrieb des Luftschiffs auch durch zusätzliche (nicht gezeigte) Rotoren bereitgestellt werden könnte.
  • Es wird sich verstehen, daß die Rotoren 12a und 12b eine umkehrbare Steigung aufweisen, die einem Fachmann wohlbekannt ist. Kurz gesagt bezeichnet eine umkehrbare Steigung eine Änderung der Steigung der Rotorblätter. Mit anderen Worten kann die Steigung der Rotorblätter, Winglets usw. unter ihren positiven Winkel oder ihre positive Steigung durch eine flache Steigung gedreht werden, bis eine erwünschte negative Blattsteigung oder negativer Winkel erhalten wird. Die Steigung kann zum Beispiel mittels eines Steigungsänderungsmechanismus gedreht werden, der hydraulisch betrieben werden kann. Wenn die Blätter mit einer positiven Steigung gedreht werden, erzeugen die Rotoren einen positiven oder aufwärts gerichteten vertikalen Schub oder Auftrieb. Wenn die Blätter der Rotoren so gedreht werden, daß sie eine negative Steigung aufweisen, erzeugen die Rotoren einen negativen oder abwärts gerichteten vertikalen Schub, der in die entgegengesetzte Richtung zum Auftriebsschub wirkt, der erzeugt wird, wenn die Blätter eine positive Steigung haben. Es wird sich verstehen, daß daher die Rotoren mit umkehrbarer Steigung entweder einen aufwärts gerichteten vertikalen Schub (z. B. Auftrieb) oder abwärts gerichteten vertikalen Schub (z. B. umgekehrten Auftrieb) erzeugen können.
  • Als Alternative können die Rotoren durch Elektromotoren betrieben werden, die umkehrbar sind, um die Drehrichtung der Rotorblätter einzustellen, wobei in eine Drehrichtung ein aufwärts gerichteter vertikaler Schub (z. B. Auftrieb) oder in die andere Drehrichtung ein (abwärts gerichteter) negativer Auftrieb erzeugt wird. Noch eine andere Konfiguration ist mit vertikalen Luftkanälen (die im allgemeinen in ihrer Form zylindrisch sind und an beiden Enden offen sind) durch das Luftschiff gestaltet, wie in 3 dargestellt, und stellt dar, daß ein Rotor innerhalb der vertikalen Luftkanäle angebracht sein kann. Wie in 3 zu erkennen ist, sind mehrere vertikale Luftkanäle 24 und 26 vorgesehen, die sich durch das Luftschiff 10 erstrecken. In den vertikalen Luftkanälen 24 und 26 sind Rotoren 28 und 30 vorgesehen.
  • Alternativ können die Rotoren mit oder ohne Luftkanäle mit einem Rahmen an der Hülle angebracht sein. Die 1 und 2 stellen Seitenansichten der Rotoren ohne Luftkanäle dar, die an einem Rahmen befestigt sind. Die Rotoren können mit oder ohne Luftkanäle in einem Rahmen an der Hülle angebracht sein, wie in 2 gezeigt. Es wird sich verstehen, daß jede Kombination der Luftkanäle und/oder Rahmen in der vorliegenden Erfindung erwogen wird.
  • In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung würde das Luftschiff wie folgt betrieben. Vor dem Beladen der Nutzlast ist das Luftschiff 10 so konfiguriert, daß es einen „positiven" statischen Auftrieb aufweist (z. B. würde das Luftschiff dazu neigen, zu steigen oder aufwärts zu schweben, wenn keine abwärts gerichtete Kraft darauf ausgeübt wird). Wie im folgenden erwähnt wird, kann dieser positive statische Auftrieb als der „Hebelauftrieb" bezeichnet werden. Wie er hierin verwendet wird, bezeichnet der Ausdruck „Hebelauftrieb" den Betrag des Auftriebs, der auf eine Last oder Nutzlast ausgeübt wird, der auf den positiven statischen Auftrieb des Luftschiffs zurückzuführen ist oder aus ihm hervorgeht, wenn die Last am Luftschiff befestigt wird, bevor ein Auftrieb von den Rotoren ausgeübt wird. Der Grad, mit dem das Luftschiff einen positiven statischen Auftrieb aufweisen wird, wird von der Beschaffenheit der Nutzlast abhängen. Zum Beispiel kann bei einer bevorzugten Ausführungsform der Hebelauftrieb gleich 50% des Gewichts oder der abwärts gerichteten Kraft (z. B. umgekehrten Auftrieb) der Nutzlast betragen. Es wird sich verstehen, daß der Hebelauftrieb abhängig von der Beschaffenheit der Last größer oder kleiner als 50% sein kann. Es wird sich daher ferner verstehen, daß jeder Betrag oder Grad des positiven statischen Auftriebs oder Hebelauftriebs durch die vorliegende Erfindung eingeschlossen sein kann.
  • Als Ergebnis des positiven statischen Auftriebs des Luftschiffs gibt es einen Auftrieb (z. B. eine aufwärts gerichtete vertikale Kraft), die auf das Luftschiff wirkt (siehe 4). Um einen im allgemeinen neutralen statischen Auftrieb des Luftschiffs aufrechtzuerhalten (z. B. steigt oder sinkt das Luftschiff nicht), üben (nicht gezeigte) Rotoren 12a und 12b einen umgekehrten Auftrieb (z. B. einen abwärts gerichteten vertikalen Schub) aus, der gleich der aufwärts gerichteten Kraft ist, die auf das Luftschiff infolge seines positiven statischen Auf triebs wirkt (siehe 4). Als Ergebnis des umgekehrten Auftriebs, der auf das Luftschiffe durch die Rotoren 12a und 12b ausgeübt wird, wird das Luftschiff 10 im allgemeinen einen neutralen statischen Auftrieb aufweisen.
  • Es sollte beachtet werden, daß der statische Auftrieb des Luftschiffs ständig infolge von Faktoren wie Änderungen der Temperatur und der Treibstofflast variiert. Zum Beispiel könnten heutige herkömmliche Werbeluftschiffe 200 kg schwer starten und können nach mehreren Stunden Flug genügend Treibstoff verbrannt haben, so daß sie beim Landen 100 kg leicht sind. Im regulären Ablauf des Betriebs eines Luftschiffs, das „leicht" ist (z. B. weist das Luftschiff einen positiven statischen Auftrieb auf, da die aufwärts wirkende Auftriebskraft des Traggases größer als die abwärts wirkende Kraft infolge des Gewichts des Luftschiffs ist), muß eine gewisse Art einer abwärts gerichteten Kraft eingesetzt werden, um eine Position auf einer spezifischen Flughöhe zu halten oder zu sinken. Diese abwärts wirkende Kraft, die aus einem gerichteten Schub oder aus schwenkbaren Rotoren stammen kann, ist lediglich eine Steuerkraft. Diese Steuerkräfte können jedoch nicht verwendet werden, um schwere oder übergroße Objekte zu heben, wie jene, die hierin erwähnt werden, was folglich diese Steuermanöver oder Steuerkräfte vom Hebelauftrieb der vorliegenden Erfindung unterscheidet. Große Variationen des Gewichts eines Luftschiffs, die auf große oder übergroße Lasten zurückzuführen sind, können durch die Verwendung der oben erwähnten Mittel nicht überwunden werden. Als Ergebnis unterscheiden sich die kleinen Steuerkräfte, die auf Luftschiffe ausgeübt werden, um geringe Unterschiede des statischen Auftriebs auszugleichen, vom Hebelauftrieb, der auf den positiven statischen Auftrieb zurückzuführen ist, um schwere oder übergroße Lasten zu heben, wie hier beschrieben.
  • Nach dem Beladen des Luftschiffs 10 mit einer Nutzlast, die ein Gewicht (z. B. eine abwärts wirkende Kraft) aufweist, die größer als der Auftrieb ist, der auf das Luftschiff infolge seines positiven statischen Auftriebs wirkt, wird das Luft schiff dann einen „negativen" statischen Nettoauftrieb aufweisen (z. B. würde das Luftschiff dazu neigen, abwärts zu fallen oder zu sinken) wenn keine Kraft auf es ausgeübt würde (siehe 5). Dieser negative statische Nettoauftrieb wird aus der abwärts gerichteten Nettokraft (z. B. Gewicht) der Nutzlast herrühren. Die abwärts gerichtete oder negative Nettokraft, die auf das Luftschiff wirkt, wird die Differenz zwischen der aufwärts gerichteten Kraft (z. B. Auftrieb) des Luftschiffs mit positivem statischen Auftrieb und dem Gewicht oder der abwärts wirkenden Kraft der Nutzlast sein.
  • Um den neutralen statischen Nettoauftrieb des Luftschiffs 10 aufrechtzuerhalten, können die Rotoren 12a und 12b verwendet werden, um einen Auftrieb zu erzeugen, der gleich der abwärts gerichteten oder negativen Nettokraft des Luftschiffs ist (siehe 5). Zum Beispiel könnte die Steigung der Rotoren umgekehrt werden oder die Drehrichtung der Rotoren könnte geändert werden, um eine aufwärts gerichtete Kraft auf das Luftschiff auszuüben, die gleich der abwärts gerichteten oder negativen Nettokraft des Luftschiffs ist, das nun einen negativem statischen Auftrieb aufweist. Als Ergebnis des aufwärts gerichteten vertikalen Schubs der Rotoren, der auf das Luftschiff ausgeübt wird, wird das Luftschiff einen neutralen statischen Nettoauftrieb aufweisen. Sobald es beladen ist, kann das Luftschiff dann die Last zum erwünschten Ort transportieren.
  • Es wird sich verstehen, daß das Entladen des Luftschiffs 10 natürlich das Umgekehrte sein wird.
  • Erfindungsgemäß wird nur ein Anteil des Gewichts der Nutzlast durch den Auftrieb getragen, der durch die Rotoren erzeugt wird. In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden 50% der abwärts gerichteten Kraft (z. B. des umgekehrten Auftriebs), die durch die Nutzlast erzeugt wird, durch den Auftrieb getragen, der durch die Rotoren erzeugt wird. Die aufwärts gerichtete Kraft des Luftschiffs mit positivem statischen Auftrieb vor dem Beladen ist auch für das Tragen eines Anteils der Nutzlast (z. B. 50%) verantwortlich. Als Ergebnis kann eine schwerere Nutzlast durch Luftschiffe getragen werden, die herkömmliche Rotoren aufweisen. Mit anderen Worten ist es nur notwendig, daß Rotoren vorhanden sind, die imstande sind, den aufwärts gerichteten vertikalen Schub oder Auftrieb zu erzeugen, der gleich der abwärts gerichteten Kraft des Luftschiffs mit negativem statischen Auftrieb nach dem Beladen ist. Der erzeugte Schub wird kleiner als das Gewicht oder die abwärts gerichtete Kraft der Nutzlast sein. Daher können schwerere Nutzlasten mit der gegenwärtig existierenden Rotortechnik getragen werden. Alternativ können schwerere Nutzlasten durch kleinere Rotorsysteme getragen werden, was zu erheblichen Treibstoffkosteneinsparungen führen kann.
  • Es wird sich verstehen, daß jede Konfiguration von Rotoren und Propellern, die notwendig ist, die aufwärts gerichteten, abwärts gerichteten und vorwärts gerichteten Kräfte oder den Schub zu erreichen, wie oben erwähnt, durch die vorliegende Erfindung eingeschlossen ist.
  • Die 4 und 5 zeigen ein Beispiel der vorliegenden Erfindung im Betrieb mit einer Last oder Nutzlast 32, die ein Gewicht oder eine abwärts gerichtete Kraft aufweist, die gleich 10 metrischen Tonnen ist. Es wird sich jedoch verstehen, daß Nutzlasten jeder Größe durch ein Luftschiff geeigneter Größe transportiert werden könnten, das durch Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung gehoben wird. Wenn das Luftschiff zum Beispiel eine Last von 10 Tonnen transportieren soll, fliegt das Luftschiff 10 in das Ladegebiet 5 Tonnen „leicht" (wobei es z. B. einen im allgemeinen positivem statischen Auftrieb aufweist), wobei es seine Flughöhe durch Regulieren des abwärts gerichteten Schubs (d. h. umgekehrten Auftriebs) aus den Rotoren 12a und 12b steuert, während der Propeller 14 für einen Vorwärtsschub sorgt (siehe 4). Nachdem das Luftschiff 10 die Nutzlast 32 von 10 Tonnen aufnimmt und die Leistung aus den Rotoren im Leerlauf laufen läßt, wird das Luftschiff dann die Hälfte der Last (z. B. 5 metrische Tonnen) mit seinem statischen Auftrieb heben (siehe 5), somit „Hebelauftrieb". Das Luft schiff 10 weist jedoch immer noch einen negativen statischen Auftrieb von 5 Tonnen auf. Wenn die Rotoren 12a und 12b für einen aufwärts gerichteten Schub oder Auftrieb hochgefahren werden, wird das Luftschiff 10 die anderen 5 Tonnen heben und transportiert eine Last von 10 Tonnen, wobei die Motor/Rotorleistung nur für 5 Tonnen verwendet wird. Mit anderen Worten hebt das Luftschiff der vorliegenden Erfindung eine Nutzlast von 10 Tonnen, wobei nur die Kraft verwendet wird, die notwendig ist, eine aufwärts gerichtete Kraft oder einen Auftrieb zu erzeugen, der zu 5 Tonnen äquivalent ist.
  • Nutzlasten können untergehängt, an einer Winde(n) hängen oder sogar in einem Frachtraum 34 innerhalb des Luftschiffs untergebracht werden, wie in 6 dargestellt wird.
  • In einer anderen Ausführungsform könnte das Luftschiff 10 eher einen im allgemeinen neutralen statischen Auftrieb vor dem Beladen der Nutzlast als einen positiven statischen Auftrieb aufweisen, wie er in der vorhergehenden Ausführungsform vorgesehen ist. Der neutrale statische Auftrieb könnte vom Vorhandensein eines Ballasts herrühren, wie zum Beispiel eines Wasserballasts. Die Menge des Ballasts könnte beruhend auf den Eigenschaften der Nutzlast festgelegt werden, wie oben erwähnt. Mit anderen Worten wird die Menge des Ballasts zu dem durch den Piloten erwünschten Betrag äquivalent sein, um den das Luftschiff beim Fehlen des Ballasts oder der Nutzlast einen positiven statischen Auftrieb aufweist. Wie oben erwähnt, wird der Grad, in dem das Luftschiff einen positiven statischen Auftrieb aufweisen wird, schließlich von der Beschaffenheit der Nutzlast abhängen, wie oben erwähnt. In dieser Ausführungsform weist das Luftschiff als Ergebnis des Ballasts, der bis zu mindestens 50% des Gewichts der Nutzlast äquivalent ist, einen neutralen statischen Auftrieb auf. Als Ergebnis des neutralen statischen Auftriebs des Luftschiffs gibt es keine aufwärts gerichtete Kraft oder Auftrieb, der auf das Luftschiff wirkt. Daher brauchen die Rotoren 12a und 12b keine abwärts gerichtete Kraft oder umgekehrten Auftrieb auf das Luftschiff ausüben; dieser ist durch die abwärts gerichtete Kraft des Ballasts ersetzt worden, die auf das Luftschiff wirkt. Als Ergebnis der abwärts gerichteten Kraft, die durch den Ballast auf die Luftschiffe ausgeübt wird, wird das Luftschiff im allgemeinen einen neutralen statischen Auftrieb aufweisen.
  • Nach dem Beladen der Luftschiffs 10 mit einer Nutzlast kann der Ballast entfernt werden, wobei folglich eine aufwärts gerichtete Kraft erzeugt wird, die äquivalent zum Gewicht (z. B. abwärts gerichteten Kraft) des entfernten Ballasts ist. Als Ergebnis gibt es immer noch eine „Hebelwirkung" infolge der aufwärts gerichteten Kraft, sobald der Ballast entfernt ist. Während Wasser der bevorzugte Ballast ist, wird es sich verstehen, daß andere Materialien als Ballast verwendet werden könnten, wie Sand usw. Jedoch ist das Endresultat, daß es infolge der Nutzlast eine abwärts gerichtete Gesamtkraft geben wird, die durch den Rotorauftrieb ausgeglichen werden wird, wie im folgenden erwähnt.
  • In dieser Ausführungsform wird der Betrieb nach dem Beladen derselbe wie im vorhergehenden Beispiel sein. Um einen neutralen statischen Nettoauftrieb des Luftschiffs 10 aufrechtzuerhalten, können die Rotoren 12a und 12b die Steigung umkehren oder die Drehrichtung ändern, um eine aufwärts gerichtete Kraft auf das Luftschiff auszuüben, die gleich der abwärts gerichteten Kraft des nun mit negativem Auftrieb versehenen Luftschiffs ist (z. B. das Luftschiff mit der Nutzlast und ohne den Ballast). Die Last kann zum erwünschten Ort transportiert werden. Beim Entladen kehren die Rotoren einfach den Schub um, um das Luftschiff mit positivem statischen Auftrieb auszugleichen.
  • Es sind nun verschiedene Ausführungsformen der Erfindung im Detail beschrieben worden. Da Änderungen an und oder Hinfügungen zu der oben beschriebenen besten Art vorgenommen werden können, ohne die Natur, den Geist oder Rahmen der Erfindung zu verlassen, ist die Erfindung nicht auf jene Details zu beschränken, sondern nur durch die beigefügten Ansprüche.
  • Zusammenfassung
  • Luftschiff zum Heben schwerer Lasten & Betriebsverfahren
  • Diese Erfindung betrifft das Gebiet von Luftfahrzeugen mit statischen Auftrieb und deren Betrieb, insbesondere Luftschiffe zum Heben schwerer und/oder übergroßer Lasten. Erfindungsgemäß wäre es vorteilhaft, ein Luftschiff bereitzustellen, das schwere und/oder übergroße Lasten von mehreren Tonnen oder mehr anheben kann. Die vorliegende Erfindung ist auf ein Luftschiff gerichtet, das fähig sein wird, schwere oder übergroße Lasten oder Nutzlasten zu laden und zu entladen. Der Zweck des Luftschiffs der vorliegenden Erfindung ist es, schwere und/oder übergroße Nutzlasten zu transportieren oder als ein fliegender Kran zu dienen, der eine minimale Infrastruktur am Boden benötigt. Das Luftschiff der vorliegenden Erfindung verwendet die Hebelwirkung eines positiven statischen Auftriebs, um Nutzlasten zu heben und zu transportieren; wobei ein Bruchteil der Energie verwendet wird, die ein senkrecht startendes und landendes Luftfahrzeug („VTOL"), wie ein Hubschrauber für dasselbe Nutzlastgewicht verwenden würde. Das Luftschiff der vorliegenden Erfindung kann außerdem imstande sein, weit schwerere Lasten als irgendein existierender Hubschrauber zu heben.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Claims (24)

  1. Verfahren zum Transportieren einer Last von einer Ladestelle zu einem erwünschten Ort mit einem Luftschiff, das eine Umkehrschubvorrichtung aufweist, wobei das Verfahren aufweist: (a) Betreiben des Luftschiffs an der Ladestelle, wobei das Luftschiff einen im allgemeinen neutralen statischen Nettoauftrieb aufweist, wobei der im allgemeinen neutrale statische Nettoauftrieb von einem positiven statischen Auftrieb des Luftschiffs und einem umgekehrten Auftrieb aus der Schubvorrichtung herrührt, der gleich dem positiven statischen Auftrieb des Luftschiffs ist; (b) Beladen des Luftschiffs des Schritts (a) mit der Last, so daß das Luftschiff einen negativen statischen Auftrieb aufweist; (c) Ausüben eines Auftriebs auf das Luftschiff des Schritts (b) aus der Schubvorrichtung, um den im allgemeinen neutralen statischen Nettoauftrieb des Luftschiffs aufrechtzuerhalten; (d) Fliegen des beladenen Luftschiffs des Schritts (c) zum erwünschten Ort; und (e) Entladen des Luftschiffs des Schritts (c) am erwünschten Ort.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Last einen umgekehrten Auftrieb aufweist und der umgekehrte Auftrieb der Last größer als der positive statische Auftrieb des Luftschiffs im Schritt (a) ist.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei der positive statische Auftrieb des Luftschiffs im Schritt (a) gleich 50% des umgekehrten Auftriebs der Last ist.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei der negative statische Auftrieb des Luftschiffs im Schritt (b) gleich 50% des umgekehrten Auftriebs der Last ist.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, wobei der Auftrieb im Schritt (c) gleich 50% des umgekehrten Auftriebs der Last ist.
  6. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Umkehrschubvorrichtung einen Auftrieb und einen umgekehrten Auftrieb erzeugt.
  7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei die Umkehrschubvorrichtung mindestens einen Rotor aufweist.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei der Rotor in einem vertikalen Luftkanal angebracht ist, wobei sich der vertikale Luftkanal über das Luftschiff erstreckt.
  9. Verfahren nach Anspruch 7, wobei das Luftschiff ferner eine Außenhülle aufweist und der Rotor an der Außenhülle angebracht ist.
  10. Verfahren nach Anspruch 7, wobei der Rotor aus Rotoren mit umkehrbarer Steigung besteht.
  11. Verfahren nach Anspruch 7, wobei der Rotor aus Rotoren mit umkehrbarer Rotation besteht.
  12. Verfahren nach Anspruch 4, wobei der Schritt (e) ferner das Ausüben eines umgekehrten Auftriebs auf das Luftschiff des Schritts (e) aufweist, um den im allgemeinen neutralen statischen Nettoauftrieb des Luftschiffs aufrechtzuerhalten.
  13. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Luftschiff länglich, sphärisch oder zylindrisch ist.
  14. Verfahren nach Anspruch 13, wobei das Luftschiff starr oder nicht starr sein kann.
  15. Verfahren zum Transportieren einer Last von einer Ladestelle zu einem erwünschten Ort mit einem Luftschiff, das eine Umkehrschubvorrichtung aufweist, wobei das Verfahren aufweist: (a) Betreiben des Luftschiffs an der Ladestelle, wobei das Luftschiff einen im allgemeinen neutralen statischen Nettoauftrieb aufweist, wobei der im allgemeinen neutrale statische Nettoauftrieb von einem positiven statischen Auftrieb des Luftschiffs und einem umgekehrten Auftrieb herrührt, der durch Ballast erzeugt wird; (b) Beladen des Luftschiffs des Schritts (a) mit der Last und Entladen des Ballasts, so daß das Luftschiff einen negativen statischen Auftrieb aufweist; (c) Ausüben eines Auftriebs auf das Luftschiff des Schritts (b) aus der Schubvorrichtung, um den im allgemeinen neutralen statischen Nettoauftrieb des Luftschiffs aufrechtzuerhalten; (d) Fliegen des beladenen Luftschiffs des Schritts (c) zum erwünschten Ort; und (e) Entladen des Luftschiffs des Schritts (c) am erwünschten Ort.
  16. Verfahren nach Anspruch 15, wobei die Last einen umgekehrten Auftrieb aufweist und der umgekehrte Auftrieb der Last größer als der positive statische Auftrieb des Luftschiffs im Schritt (a) ist.
  17. Verfahren nach Anspruch 16, wobei der positive statische Auftrieb des Luftschiffs im Schritt (a) gleich 50% des umgekehrten Auftriebs der Last ist.
  18. Verfahren nach Anspruch 17, wobei der negative statische Auftrieb des Luftschiffs im Schritt (b) gleich 50% des umgekehrten Auftriebs der Last ist.
  19. Verfahren nach Anspruch 18, wobei der Auftrieb im Schritt (c) gleich 50% des umgekehrten Auftriebs der Last ist.
  20. Verfahren nach Anspruch 15, wobei die Umkehrschubvorrichtung einen Auftrieb und einen umgekehrten Auftrieb erzeugt.
  21. Verfahren nach Anspruch 20, wobei die Umkehrschubvorrichtung mindestens einen Rotor aufweist.
  22. Verfahren nach Anspruch 21, wobei der Rotor in einem vertikalen Luftkanal angebracht ist, wobei sich der vertikale Luftkanal über das Luftschiff erstreckt.
  23. Verfahren nach Anspruch 21, wobei das Luftschiff ferner eine Außenhülle aufweist und der Rotor an der Außenhülle angebracht ist.
  24. Verfahren nach Anspruch 15, wobei der Schritt (e) ferner das Ausüben eines umgekehrten Auftriebs auf das Luftschiff des Schritts (e) aufweist, um den im allgemeinen neutralen statischen Nettoauftrieb des Luftschiffs aufrechtzuerhalten.
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