DE112006002234B4 - Planetenträger für drehbar auf Planetenbolzen gelagerte Planetenräder - Google Patents
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Abstract
Description
- Gebiet der Erfindung
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Planetenträger nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Hintergrund der Erfindung
- Oft werden bei der Montage derartiger Planetenträger die Tragelemente zunächst miteinander verschweißt, vernietet oder anders verbunden und mit den Einzelteilen wie Planetenrad, Planetenradlager, axialen Anlaufscheiben und Bolzen bestückt. Dabei wird der Bolzen von einer Seite über seine gesamte Länge durch die Planetenträgerbohrung (Aufnahme) gedrückt und anschließend axial durch Verstemmen, durch Verstiften des Bolzens oder durch zusätzliche Sicherungsbleche in den Aufnahmen gesichert. Damit ist die Herstellung der Planetenträger durch den Verfahrensschritt des Einführens der Bolzen relativ aufwändig und ungenau.
- Aus der
DE 44 11 604 A1 ist ein Planetenträger bekannt, bei dem die Aufnahmen für die Bolzen in den Trageelementen radial nach außen zur radialen Einführung der Bolzen taschenförmig geöffnet sind. Diese taschenförmige Öffnung hat jedoch den Nachteil, dass die Stabilität des gesamten Trägers und auch der Halt der Bolzen verringert wird. -
DE 74 01 523 U zeigt einen Planetenträger, in dem die Bolzen an zumindest einem der Tragelemente in wenigstens einem Bereich, der sich der jeweiligen Aufnahmen axial anschließt, durch zumindest eine Verformung an mindestens einem axialen Vorsprung axial gesichert ist. Die Verformung und somit der Vorsprung sind einteilig aus dem Material des jeweiligen Tragelements. Verformungen sind beispielsweise Verstemmungen aus Material, das aus dem Randbereich der jeweiligen Aufnahme verdrängt ist. -
US 4, 838, 123 zeigt einen Planetenträger mit einem ersten Trageelement, einem zweiten Trageelement, mit Bolzen und mit Planetenrädern. Die Bolzen sind zwischen dem ersten Trageelement und dem zweiten Trageelement angeordnet. Jedes der Planetenräder ist drehbar auf einem Bolzen gelagert. Die Bolzen sind mit Endbereichen in napfförmig ausgebildeten Aufnahmen der Trageelemente aufgenommen. Der jeweilige Bolzen ist axial an den Tragelementen axial aus dem Bereich hervorstehender Boden der napfförmig ausgebildeten Aufnahmen axial abgedeckt und somit in dem Planetenträger gesichert. - Aufgabe der Erfindung
- Der vorliegenden Erfindung liegt damit die Aufgabe zugrunde, die Montage eines Planetenträgers zu vereinfachen. Damit sollen auch die Herstellungskosten des Planetenträgers verringert werden.
- Zusammenfassung der Erfindung
- Die Aufgabe der Erfindung wird durch die Merkmale des kennzeichnenden Teiles des Anspruchs 1 gelöst.
- Die Tragelemente des Planetenträgers sind aus Blech und liegen sich axial einander gegenüber. Mindestens ein Bolzen, jedoch bevorzugt drei oder mehr (Planeten)bolzen sind mit ihren Endbereichen in Aufnahmen der Tragelemente aufgenommen. Der Außenquerschnitt der Endbereiche der Bolzen ist außenzylindrisch oder weist andere Geometrien auf. Es ist denkbar, dass die Außenabmessungen des Endbereichs größer, gleich oder geringer sind als der Bereich des Bolzens, auf dem das oder die Planetenräder angeordnet sind. Der Innenquerschnitt der Aufnahmen der Tragelemente korrespondiert geometrisch mit dem Außenquerschnitt des jeweiligen Endbereichs, der in dieser Aufnahme sitzt. Vorzugsweise ist der Planetenbolzen durchgängig außen zylindrisch bzw. für den Ausgleich von Verkippungen im Wälzlager der Planetenradlagerung auf dem Bolzen leicht ballig, und die Aufnahme dementsprechend innenzylindrisch, mit Abmessungen für einen Schiebe-, Übergangs- oder Presssitz.
- Unter einem Trageelement werden insbesondere aber nicht ausschließlich Rahmen und Träger und Planetenstege verstanden, die zur Führung, Lagerung oder Halterung anderer Elemente des Planetenträgers dienen.
- Die Balzen des erfindungsgemäßen Planetenträgers sind an zumindest einem der Tragelemente in wenigstens einem Bereich, der sich der jeweiligen Aufnahmen axial anschließt, durch zumindest eine Verformung in Form eines axial aus dem Bereich hervorstehender Bodens axial gesichert. Der Boden ist einteilig mit dem jeweiligen Tragelement, d. h. mit der napfförmig ausgebildeten Aufnahme ausgebildet und deckt den Endbereich zumindest teilweise axial ab. Die napfförmige Aufnahme wird bei der spanlosen Herstellung des entsprechenden Tragelements mit eingeformt. Zusätzliche axiale Sicherungselemente, wie Sicherungsringe o. ä. und nachträgliche Verstemmungen zur axialen Sicherung entfallen.
- Es ist auch denkbar, dass sich der Querschnitt der Aufnahme zu dem Endbereich des Bolzens hin und/oder der Endbereich des Bolzens vom Planetenrad aus betrachtet zu seiner Stirnseite hin verjüngt.
- Die Umfangsränder der Aufnahme umgeben den Bolzen im Wesentlichen vollständig, vorzugsweise vollständig. Auf diese Weise wird die eingangs beschriebene taschenartige Variante, die mit einem Minus an Stabilität einhergeht, vermieden.
- Denkbar ist auch, dass sich der Querschnitt der Aufnahme soweit, dass der Querschnitt des Bolzens erreicht oder sogar unterschritten wird, gleichförmig alternativ stufenweise verjüngt. Wenn bei dieser Ausführungsform der Bolzen in die Aufnahmeausnehmung eingeführt wird, wird er ab einer vorgegebenen Position in einem im Wesentlichen kraftschlüssigen Verbund (Presssitz) mit der Aufnahmeausnehmung und damit mit dem entsprechenden Trageelement stehen. Der Presssitz ist bevorzugt zwischen einem außenzylindrischen Endbereich und der entsprechenden innenzylindrischen Aufnahme vorgesehen.
- Damit muss der Bolzen auch nicht über die gesamte Laufbahnlänge durch die Aufnahmeausnehmung gedrückt werden.
- Es ist auch möglich, dass sich beide Querschnitte d. h. sowohl der Querschnitt des Bolzens als auch der Querschnitt der Aufnahmeausnehmung ändern und insbesondere nach außen hin verkleinern. Der Bolzen und die Aufnahmeausnehmung weisen alternativ auch Stufen auf.
- Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die Aufnahme einen im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt auf. Es sind jedoch hier auch andere Querschnitte denkbar wie beispielsweise polygonale Querschnitte und insbesondere quadratische Querschnitte.
- Auch der Bolzen weist an den Endbereichen einen im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt auf. Es wäre jedoch auch möglich, dass der Bolzen insbesondere in seinem Endbereich einen vom kreisförmigen Querschnitt abweichenden Querschnitt aufweist, beispielsweise einen quadratischen Querschnitt, mit dem er in die Aufnahmeausnehmung eingedrückt wird. Auf diese Weise könnten die Kanten des Endbereichs zu einer kraftschlüssigen Verbindung mit der Aufnahmeausnehmung führen.
- Bevorzugt weist wenigstens eine Aufnahme bodenseitig eine Durchgangsöffnung auf. Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weisen mehrere und bevorzugt alle Aufnahmen, die in einem bestimmten Trageelement angeordnet sind, Durchgangsöffnungen auf. Vorzugsweise weisen diejenigen Aufnahmeausnehmungen an dem Tragelement, die dem Tragelement mit den Durchgangslöchern in den Aufnahmen gegenüberliegen, keine Durchgangsoffnungen auf. Es ist jedoch denkbar, dass auch deren Aufnahmen mit Durchgangslöchern versehen sind. Auch die Bolzen sind ganz oder teilweise hohl(zylindrisch) und weisen bevorzugt oder Sack- oder Durchgangslöcher bzw. im Bolzen verlaufende Kanäle auf. Diese Löcher dienen, zusammen mit den Durchgangslöchern, zur Weiterleitung von Öl zur Planetenradlagerung über ein oder mehrere quer oder schräg zur Längsmittelachse ausgerichtete Schmierlöcher und damit zur Schmierung der Planetenradlager. Der Durchmesser der Durchgangsöffnungen ist kleiner als der Durchmesser des Endbereichs des jeweiligen Planetenbolzens, der in der Aufnahme sitzt, so dass die axiale Sicherung der Bolzen gewährleistet ist.
- Die napfförmige Aufnahme weist alternativ einen innenzylindrisch hohlen und einteilig mit dem Tragelement ausgebildeten axialen Vorsprung auf, der axial an einer von den Planetenrad abgewandten Seite aus dem Tragelement hervorsteht. Der Vorsprung ist vorzugsweise ein hohler und zumindest innenzylindrischer Abschnitt der Aufnahme, in dem der Bolzen sitzt. Durch diese Maßnahme kann insbesondere bei Tragelementen aus dünnem Blech die Stützbreite des Sitzes des jeweiligen Bolzens in der Aufnahme verbreitert und somit der Sitz des Bolzens im Planetenträger stabilisiert werden.
- Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind drei Bolzen oder mehr vorgesehen, von denen jeder zwei Endbereiche aufweist, mit denen jeder jeweils in eine entsprechende Aufnahme an beiden Trageelementen eingreift.
- Bei einer weiteren Ausführungsform weisen nur die Aufnahmeausnehmungen eines Trageelementes die erfindungsgemäßen Aufnahmen auf. Die Aufnahmen in dem anderen Trageelement sind in diesem Fall herkömmlich ausgeführt. Bei der Herstellung werden die Bolzen in diesem Fall zuerst in das erstgenannte Trageelement eingeführt, um die oben erwähnte Vorstabilisierung zu erreichen.
- Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist wenigstens ein Trageelement im Wesentlichen scheibenförmig ausgeführt. Bevorzugt sind beide Trageelemente im Wesentlichen scheibenförmig ausgeführt. Vorzugsweise sind die Trageelemente miteinander mittels Nieten verbunden. Es sind jedoch auch andere Arten der Verbindungen wie Klemmverbindungen, Schraubverbindungen, Schweißverbindungen und dergleichen denkbar.
- Die oder ein Trageelement(e) weisen wahlweise einen topfartig ausgeführten Bereich zur Stabilisierung oder Aufnahme andere Elemente auf.
- Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist wenigstens ein Trageelement eine Außenverzahnung für ein Zusammenwirken mit weiteren Getriebeteilen auf.
- Vorzugsweise ist der topfartig ausgeführte Bereich einteilig mit einem Trageelement ausgebildet. Auf diese Weise kann die Stabilität der gesamten Anordnung erhöht werden.
- Es ist auch möglich, zwischen dem ersten Trageelement und dem zweiten Trageelement Abstandshalter vorzusehen. Durch diese Abstandshalter wird ermöglicht, dass zwischen den beiden im Wesentlichen scheibenförmigen Trageelementen die weiteren Elemente wie die Planetenräder mit ausreichendem Spiel zueinander angeordnet werden können.
- Die vorliegende Erfindung ist weiterhin auf ein Planetengetriebe mit einem Planetenradträger der oben beschriebenen Art gerichtet. Dabei ist bevorzugt eine Vielzahl von Planetenrädern vorgesehen, die gleichmäßig über den Umfang des Planetenradträgers verteilt sind. Ferner ist ein Sonnenrad vorgesehen, welches mit jedem der Planetenräder in Eingriff steht. Weiterhin ist ein Hohlrad vorgesehen, welches die Planetenräder umgibt und ebenfalls mit den Planetenrädern in Eingriff steht.
- Die vorliegende Erfindung ist ferner auf ein Verfahren zur Herstellung eines Planetenradträgers gerichtet. Dabei wird wenigstens ein Bolzen mit einem ersten Endabschnitt in eine Aufnahme eines ersten Trageelements eingefügt. In einem weiteren Verfahrensschritt wird ein zweites Trageelement auf einen zweiten Endabschnitt des Bolzens aufgesetzt. Dabei wird erfindungsgemäß der Bolzen so lange in die Aufnahme eingeführt, bis zwischen der Aufnahme und dem Bolzen bzw. dessen Endbereich eine kraftschlüssige Verbindung (ein Presssitz) entsteht.
- Durch diese form-kraftschlüssige Verbindung wird, wie eingangs erwähnt, der Bolzen gegenüber dem Trageelement vorstabilisiert Bevorzugt werden nach dem Einführen der Bolzen in die Aufnahme weitere Elemente wie Lagerelemente, die Planetenradträger und Anlaufscheiben auf den Planetenradbolzen aufgesteckt.
- Bevorzugt wird in einem weiteren Verfahrensschritt das erste Trageelement gegenüber dem zweiten Trageelement ausgerichtet. Damit kann auch die genaue Lage der Bolzen gegenüber den Trageelementen ausgerichtet werden.
- Bei einer weiteren Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die Trageelemente abschließend miteinander formschlüssig verbunden und bevorzugt vernietet oder verschweißt.
- Vorzugsweise werden die Bolzen unter Druck in die Aufnahme eingeführt, das heißt eingepresst. Dies bewirkt einen zumindest vorläufig festen Halt zwischen dem Bolzen und den Aufnahmen und damit den Trageelementen.
- Weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen ergeben sich aus den beigefügten Zeichnungen. Darin zeigen:
- Kurze Beschreibung der Zeichnungen
-
1 eine Explosionsansicht eines erfindungsgemäßen Planetenradträgers in einer ersten Ausführungsform; -
2 eine Schrägansicht des Planetenradträgers aus1 ; -
3 eine Schrägansicht eines Trageelements des Planetenradträgers aus1 ; -
4 eine Schnittdarstellung des Planetenradträgers aus1 ; -
5 die Schnittdarstellung aus4 mit weiteren Getriebeelementen; -
6 eine Seitenansicht auf ein zweites Trageelement des Planetenradträgers aus1 ; -
7 eine Seitenansicht auf ein erstes Trageelement des Planetenradträgers aus1 ; -
8 eine Explosionsansicht eines erfindungsgemäßen Planetenradträgers in einer zweiten Ausführungsform; -
9 eine Schrägansicht des Planetenradträgers aus8 ; -
10 eine Schnittdarstellung des Planetenradträgers aus8 ; - Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen
-
1 zeigt eine Explosionsansicht eines erfindungsgemäßen Planetenradträgers1 einem ersten Trageelement4 einem zweiten Trageelement5 . Zwischen den beiden Trageelementen4 und5 sind drei Bolzen8 angeordnet. Auf jedem Bolzen8 ist ein Wälzlager6 in Form eines Nadelkranzes vorgesehen, mit dem das jeweilige der Planetenräder9 drehbar gelagert ist. Beidseitig der Planetenräder9 sind Anlaufscheiben7 vorgesehen. - In den beiden Trageelementen
4 und5 sind Aufnahmen11 vorgesehen, um die jeweiligen Endbereiche8a der Bolzen aufzunehmen. - Nach diesem Einpressen der Bolzen
8 in eines der Tragelemente4 oder5 und dem Entstehen eines gewissen Halts werden die Anlaufscheiben7 , die Wälzlager6 sowie die Planetenträger9 aufgeschoben und anschließend wird das jeweils zweite Trageelement5 bzw.4 aufgesetzt. Vor dem endgültigen Zusammenfügen können noch die beiden Trageelemente4 und5 leicht gegeneinander verschoben werden, um die Stellungen der einzelnen Bolzen8 und Planetenräder9 aneinander anzugleichen. - In einem Verfahrensschritt werden die beiden Trageelemente
4 und5 durch Vernieten aneinander gefügt. - Die in dem Trageelement
5 angeordneten Aufnahmen11 weisen, wie in5 dargestellt, Durchgangsöffnungen11c auf. Die Bolzen8 weisen mit der Längsmittelachse L ausgerichtete durchgehende Löcher8b auf. Durch die Durchgangsöffnungen11c , das Loch8b über und die Schmierlöcher18 hindurch wird Öl zur Schmierung der Wälzlager6 geführt. - Das Trageelement
5 weist an seinem Außenumfang eine Verzahnung15 und an seinem Innenumfang eine Befestigungsöffnung22 zur drehfesten Befestigung weiterer Elemente auf. Die Tragelemente4 und5 sind mittels Nieten21 miteinander verbunden, wie in2 dargestellt ist. Für die Nieten21 sind Nietöffnungen16 vorgesehen. -
2 zeigt eine Schrägansicht eines erfindungsgemäßen Planetenradträgers mit Planetenrädern9 . Die Planetenräder9 ragen seitlich durch Öffnungen25 , die an dem Trageelement4 vorgesehen sind. Das Trageelement4 weist drei stufenartige Absätze26 als Abstandshalter auf. -
3 zeigt eine Schrägansicht des Trageelementes4 aus1 . Das Trageelement4 wird durch ein Tiefziehverfahren hergestellt. -
4 zeigt eine Schnittdarstellung des erfindungsgemäßen Planetenradträgers. Auf den Bolzen8 sind die Planetenräder9 drehbar gelagert. Zur Schmierung dienen, wie oben ausgeführt, die Löcher18 , über die dem Planetenrad Öl zugeführt werden kann. Die napfförmigen Aufnahmen11 ragen zumindest mit dem endseitigen Boden um einen vorbestimmten Bereich über die jeweiligen Trageelemente4 und5 hinaus, sind durch Tiefziehverfahren hergestellt und sind axial verschlossene Sacklöcker. Bei der in4 gezeigten Ausführungsform ist die Wanddicke des Trageelements5 höher als die Wanddicke des Trageelements4 . Dementsprechend ist das Trageelement5 stabiler. Der zylindrische Sitz für den Endbereich8a des Bolzens8 weist die Breite b auf, die der Wanddicke des Trageelements5 entspricht. Der zylindrische Sitz des Bolzens8 im Trageelement4 ist breiter als die Blechdicke des Trageelements4 , so dass der Sitz für den Endbereich axial über die Wand des Trageelements4 hinaus geht. -
5 zeigt eine Schnittdarstellung eines Planetenradträgers, der zu dem in3 dargestellten Planetenträger1 modifiziert ist und in dem weitere Getriebeelemente wie zum Beispiel eine verzahnte Nabe31 mit einer Verstärkung34 eingezeichnet sind und in dem das Tragelement5 gegenüber den bisherigen Darstellungen modifiziert ist. Die napfförmige Aufnahme11 weist einen innenzylindrisch hohlen und einteilig mit dem Tragelement5 ausgebildeten axialen und innenzylindrischen Vorsprung11b auf, der axial an einer von den Planetenrad9 abgewandten Seite aus dem Tragelement5 hervorsteht und den axialen Sitz des Bolzens8 über die axiale Dicke des Blechs des Tragelements5 hinaus verbreitert, wodurch der Sitz des Bolzens8 in dem Planetenträger stabiler ist. Schließlich ist das innenzylindrische Loch des Vorsprungs11b und damit das der Aufnahme11 axial endseitig teilweise mit dem Boden11a soweit bedeckt, dass die Durchgangsöffnung11c in das Loch33 übergeht. - Der Bolzen
8 weist das durchgehende zylindrisches Loch33 zur Ölführung auf. Über Durchgangsöffnungen11c wird dem Kanal33 Öl zugeführt. Die im Bild linke Seite des Bolzens8 ist hingegen durch den Boden der Aufnahme verschlossen. -
6 und7 zeigen Seitenansichten des Planententrägers1 mit Sicht auf Trageelemente4 und5 . Es sind insgesamt6 Nieten vorgesehen, die den Zusammenhalt der Trageelemente4 und5 gewährleisten. Dabei sind jeweils zwei Nieten21 voneinander um einen Winkel von etwa 40 Grad in Umfangsrichtung beabstandet. -
8 zeigt eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Planetenradträgers. Die Anordnung der Bolzen8 , der Planetenräder9 sowie der Wälzlager6 und der Anlaufscheiben7 entspricht der in1 gezeigten Darstellung. Im Gegensatz zu der in1 gezeigten Darstellung sind jedoch bei der in8 gezeigten Darstellung zwei jeweils im Wesentlichen scheibenförmige Trageelemente4 und5 vorgesehen. Zwischen den beiden Trageelementen4 und5 sind drei Abstandshalter28 vorgesehen. Diese Abstandshalter28 werden an axial durchgestellten Ausrichtvorsprüngen27 der Trageelemente4 ,5 ausgerichtet. Beim Zusammenfügen werden die Abstandshalter28 mit den Trageelementen4 und5 verschweißt. -
9 zeigt eine Schrägansicht des Planetenträgers aus8 . Die Ausrichtvorsprünge27 sind aus dem Material des Tragelements5 durchgestellt. Bei dieser Ausführungsform weisen die beiden Trageelemente4 ,5 jeweils im Wesentlichen den gleichen Durchmesser auf. -
10 zeigt eine Schnittdarstellung des Planetenträgers aus den8 und9 . Bei dieser Ausführungsform sind die Wandstärken der beiden Trageelemente4 und5 im Wesentlichen gleich. Die Verzahnung ist auch bei dieser Ausführungsform an dem Trageelement5 angeordnet. Die Tiefe der Aufnahmen ist bei dieser Ausführungsform bei beiden Trageelementen4 und5 im Wesentlichen gleich. - Bezugszeichenliste
-
- 1
- Planetenradträger
- 4
- erstes Trageelement
- 5
- zweites Trageelement
- 6
- Wälzlager
- 7
- Anlaufscheibe
- 8
- Bolzen
- 8a
- Endbereich des Bolzens
8 - 8b
- Loch
- 9
- Planetenrad
- 11
- Aufnahmeausnehmung
- 11a
- Boden
- 11b
- axialer Vorsprung
- 11c
- Durchgangsöffnung
- 15
- Verzahnung
- 16
- Nietenöffnung
- 18
- Schmierloch
- 21
- Niete
- 22
- Befestigungsöffnung
- 24
- topfartig ausgeführter Bereich
- 25
- Öffnung
- 26
- Absätze
- 27
- Ausrichtvorsprung
- 28
- Abstandhalter
- 31
- Nabe
- 33
- Loch
- 34
- Verstärkung
- L
- Längsmittelachse
Claims (6)
- Planetenträger (
1 ) mit einem ersten Trageelement (4 ), einem zweiten Trageelement (5 ), wenigstens einem zwischen dem ersten Trageelement (4 ) und dem zweiten Trageelement (5 ) angeordneten Bolzen (8 ) und mit mindestens einem auf dem Bolzen (8 ) drehbar gelagerten Planetenrad (9 ), wobei der Bolzen (8 ) mit Endbereichen (8a ) in Aufnahmen (11 ) der Trageelemente (4 ,5 ) aufgenommen ist, wobei der Bolzen (8 ) an zumindest einem der Tragelemente (4 ,5 ) in wenigstens einem Bereich, der sich der jeweiligen Aufnahmen (11 ) axial anschließt, durch zumindest eine Verformung an mindestens einem Vorsprung (11b ) aus dem Material des jeweiligen Tragelements (4 ,5 ) axial gesichert ist, und wobei die Verformung ein axial aus dem Bereich hervorstehender Boden (11a ) ist, der einteilig mit dem jeweiligen Tragelement (4 ,5 ) und der napfförmig ausgebildeten Aufnahme (11 ) ist, wobei der Boden (11a ) den Endbereich (8a ) zumindest teilweise axial abdeckt, dadurch gekennzeich net, dass das Tragelement (4 ,5 ) mit Aufnahme (11 ) ein Tiefziehteil ist, in welchem der Boden (11a ) eine Durchgangsöffnung (11c ) aufweist, wobei der Durchmesser der Durchgangsöffnung (11c ) kleiner ist als der Durchmesser des zylindrischen Endbereichs (8a ) des Bolzens (8 ), der in der Aufnahme (11 ) sitzt, und dass der Bolzen (8 ) zumindest teilweise so hohl ist, dass die Durchgangsöffnung (11c ) axial in ein Loch (8b ,33 ) in dem Bolzen (8 ) übergeht, wobei das Loch (8b ,33 ) längs mit der Längsmittelachse (L) des Bolzens (8 ) gleichgerichtet ist und wobei ein quer zur Längsmittelachse (L) ausgerichtetes Schmierloch (18 ) in das Loch (8b ,33 ) mündet. - Planetenträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (
11 ) einen im wesentlichen kreisförmigen Querschnitt aufweist. - Planetenträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Loch (
8b ,33 ) ein längs durch den Bolzen hindurch führendes Durchgangsloch ist. - Planetenträger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine endseitige Öffnung des Lochs (
8b ,33 ) mit einem geschlossenen der Böden (11a ) axial abgedeckt ist. - Planetenträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmen (
11 ) eines der Tragelemente (4 ,5 ) die Durchgangsöffnung (11c ) im Boden (11a ) aufweisen und die Aufnahmen (11 ) des anderen der Tragelemente (4 ,5 ) mit einem geschlossenen Boden (11a ) versehen sind. - Planetenträger nach einem der vorangegangenen Ansprüche, mit mindestens drei der auf Bolzen (
8 ) angeordneten Planetenrädern (9 ), wobei jeder der Bolzen (8 ) mit wenigstens einem der Endbereiche (8a ) in einer der Aufnahmen (11 ) aufgenommen ist.
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