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QUERVERWEIS AUF ZUGEHÖRIGE ANMELDUNGEN
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Der
Gegenstand der vorliegenden Anmeldung bezieht sich auf und umfasst
die Offenbarung der vorläufigen
U. S. Patentanmeldung Nr. 60/699,659, angemeldet am 11. Juli 2005,
im Namen von George R. Brandes, Robert P. Vaudo und Xueping Xu für „LASER
DIODE ORIENTATION ON MIS-CUT SUBSTRATES”. Die Offenbarung einer solchen
vorläufigen
Anmeldung ist hierin hiermit unter Bezug auf ihre Gesamtheit berücksichtigt.
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GEBIET DER ERFINDUNG
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Diese
Erfindung bezieht sich im Allgemeinen auf Halbleiter-Bauelemente
und in einer bestimmten Ausführungsform
auf die ausrichtbare räumliche
Anordnung einer Laserdiode auf einem „Off-Axis”-Substrat eines III-V-Nitrid-Materials,
wie zum Beispiel Galliumnitrid.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Galliumnitrid
(GaN) und verwandte Nitrid-Legierungen sind Halbleitermaterialien
mit einer großen Bandlücke, die
Anwendungen in der Opto-Elektronik aufweisen (z. B. bei der Herstellung
von blauers, und UV-Licht emittierenden Dioden und Laserdioden)
und in der Hochfrequenz-, Hochtemperatur- und Hochleistungs-Elektronik.
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Elektronische
Bauelemente, die auf Nitrid basieren werden üblicherweise auf Fremd(heteroepitaktischen)-Substraten,
wie zum Beispiel Saphir und Siliziumkarbid Bewachsen. Infolge der
resultierenden Fehlanpassung von Gitterkonstanten und thermischen
Ausdehnungsunterschieden zwischen den Galliumnitrid-Bauelement-Schichten
und dem Fremdsubstrat, wird typischerweise eine hohe Dichte an Störstellen
in den Galliumnitrid-Bauelement-Schichten
erzeugt, welche wiederum eine Güte bzw.
Leistung der Bauelemente ungünstig
beeinflusst.
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Ein
Wachsen von Galliumnitrid-Bauelement-Schichten wird typischerweise
durch Metallorganische Chemische Dampfabscheidung (MOCVD) oder Metallorganische
Dampfphasen-Epitaxie (MOVPE) ausgeführt, mit einer Puffer-Schicht,
die zuerst auf dem Fremdsubstrat gewachsen wird, gefolgt vom Wachsen
von Galliumnitrid- und zugehörigen
Bauelement-Schichten einer Dicke von wenigen Mikrometern. Um Kristall-Störstellen
in der Galliumnitrid-Schicht zu verringern, werden Techniken, wie zum
Beispiel epitaktisches laterales überwachsenes (ELOG) Wachsen
auf Saphir oder Siliziumkarbid eingesetzt.
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In
Anbetracht der morphologischen und strukturellen Mängel, die
mit der Verwendung von heteroepitaktischen Substraten verbunden
sind, würden
native Galliumnitrid-Substrate
für viele
mikroelektronische Baulemente auf der Basis von Galliumnitrid ideal
sein. Galliumnitrid-Substrate können
mit verschiedenen Verfahren vorbereitet werden.
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Porowski
et al., U.S. Patent
US 5,637,531 beschreiben
ein Wachsen von Bulk-Galliumnitrid
aus metallischem Gallium unter hohem Stickstoff-Druck, aber das
offenbarte Verfahren hat eine maximale Kristallgröße von nur
etwa 10 mm Plättchen
erreicht (S. Porowski und I. Grzegory, J. Cryst. Growth, Vol. 78,
174 (1997), M. Bockowski, J. Cryst. Growth, Vol. 246, 194 (2002)).
Kristalline Galliumnitrid-Plättchen sind
c-ebene Strukturen und weisen entgegengesetzte Oberflächen auf,
mit einer Fläche
des Plättchens,
die mit Gallium und der anderen Fläche, die mit Stickstoff abgeschlossen
ist. Jede der entsprechenden Oberflächen weist ausgeprägte Eigenschaften
auf, und die meisten Bauelemente auf Galliumnitrid-Basis werden
bevorzugt auf der mit Gallium abgeschlossenen Oberfläche, d.
h. der (0001)-Oberfläche abgeschieden.
Obwohl die Größe der Kristall-Plättchen klein
ist, wurde auf Proben solcher Plättchen
ein homoepitaktisches Aufbringen ausgeführt. Zum Beispiel wurde eine
Homoepitaxie auf kristallinen Galliumnitrid-Plättchen mit lateralen Dimensionen
von weniger als 5 mm ausgeführt
(F. A. Ponce, D. B. Bour, W. Götz
and P. J. Wright, Appl. Phys. Lett., 68(1), 57 (1996)): „High electron
mobility transistor(HEMT)”-Strukturen,
basierend auf AlGaN/GaN-Heterostrukturen, sind auf 8 × 8 mm
2 Galliumnitrid-Proben durch Molekularstrahlepitaxie
aufgebracht worden (E. Frayssington et al. Appl. Phys. Lett. 77,
2551 (2000)). InGaN/GaN „Multiple
Quantum Well(MQW)”-Strukturen
und Doppel-Heterostruktur-LEDs sind auf etwa 6 × 8 mm
2 Galliumnitrid-Proben
durch MOVPE abgeschieden, worden (M. Kamp et al., MRS Internet J.
Nitride Semicond. Res. 4S1, G.10.2 (1999)). Über homoepitaktisches Aufbringen
mit MOVP auf Galliumnitrid-(000
1 )-Plättchen,
die mit Stickstoff abgeschlossen bzw. begrenzt sind, und auf Oberflächen, die
leicht von der (000
1 )-Ebene
weg geneigt sind, wurde berichtet (A. R. A. Zauner et al., J. Crystal
Growth, 210, 435 (2000)).
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Da
die Herstellung von opto-elektronischen und elektronischen Bauelementen
großflächige Substrate
erfordert, sind verschiedenartige Bauelemente auf großflächigen Galliumnitrid-Substraten
durch andere Techniken hergestellt worden. Bei einer solchen Technik
sind Laserdioden basierend auf Galliumnitrid durch eine komplizierte
Wachstumsfolge hergestellt worden (S. Nakamura et al., Jpn. J. Appl.
Phys. 37, L309 (1998)). Zuerst wurde eine 2 Mikrometer dicke MOVPE
Galliumnitrid-Schicht auf ein Saphir-Substrat aufgebracht, gefolgt
von einer Abscheidung einer 2 Mikrometer dicken Siliziumdioxid-Schicht,
die in Streifen strukturiert war. Eine 20 Mikrometer dicke Galliumnitrid-Schicht
wurde dann durch MOVPE aufgebracht, wobei eine FLOG-Technik verwendet
wurde, um die Siliziumdioxid-Struktur
abzudecken und eine glatte Galliumnitrid-Oberfläche zu erhalten. Dieser folgte
eine Hydrid-Gasphasen-Epitaxie (HVPE), um eine Galliumnitrid-Schicht
einer Dicke von etwa 100 Mikrometern auszubilden. Als nächstes wurde das
Saphir-Substrat durch Polieren entfernt, um ein Galliumnitrid-Stück von etwa
80 Mikrometern Dicke zu erhalten. Schließlich wurde eine InGaN-MQW-LD-Struktur
durch MOVPE aufgebracht.
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Ogawa
et al. U.S. Patent
US 6,455,877 offenbart
ein Aufbringen von Licht emittierenden Bauelementen auf Galliumnitrid-Substrat,
die durch HVPE-Abscheiden von Galliumnitrid auf ELOG-Galliumnitrid
ausgebildet werden, das durch MOVPE auf Saphir ausgebildet wird,
wobei der Saphir nach Ausbilden einer ausreichenden Dicke von Galliumnitrid Wegpoliert
wurde. Ogawa et al. beschreibt eine bevorzugte Orientierung des
Substrats von 0,10 bis 0,25 Grad, von der c-Ebene des Galliumnitrid-Materials
weggeneigt. In einer späteren
veröffentlichten
U. S. Patentanmeldung US 2001/0030329 A1 Ueta et al. wird eine Präferenz für eine Orientierung
des Substrats von 0,05–2
Grad weggeneigt von der c-Ebene des Galliumnitrid-Materials dargelegt.
Bei diesen verschiedenartigen Bauelement-Strukturen wurde die Bauelement-Struktur
durch MOVPE direkt auf die wie aufgebrachte HVPE Galliumnitrid-Oberfläche aufgebracht.
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U.
S. Patentveröffentlichung
US 2005/0104162 A1 offenbart
ein GaN-Substrat, das eine GaN-(0001)-Oberfläche umfasst, die von der (0001)-Ebene
im wesentlichen in Richtung auf eine Richtung abgespalten wurde,
die aus der Gruppe ausgewählt
wurde, die aus <10
1 0>- und <11
2 0>-Richtungen
besteht, und Verfahren, die dasselbe ausführen. GaN-Substrate mit Oberflächen, die absichtlich
von der c-Ebene (0001) des Gitters weg geneigt sind, d. h. Wafer mit
einer benachbarten c-Ebenen-Oberfläche oder mit abgespaltenen
Oberflächen,
weisen Stufen-Strukturen des Oberflächen-Gitters auf. Weiter ermöglichen
die absichtlich geneigten Oberflächen
von GaN-Substraten ein homoepitaktisches Aufbringen, das ausgeführt werden soll,
welches glatte homoepitaktische dünne Schichten hoher Qualität von GaN
erzeugt.
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Wie
Fachleuten, die sich mit opto-elektronischen Bauelementen, wie zum
Beispiel LEDs und Lasern auskennen, bekannt ist, hängt die
Frequenz von elektromagnetischer Strahlung (d. h. die der Photonen),
die durch ein gegebenes Halbleiter-Material erzeugt werden kann,
von der Bandlücke
des Materials ab. Kleinere Bandlücken
erzeugen niedrigere Energie und Photonen mit einer längeren Wellenlänge, während Materialien
mit größerer Bandlücke höhere Energie
erzeugen und Photonen mit einer kürzeren Wellenlänge. Zum
Beispiel ist ein Halbleiter, der üblicherweise für Laser
verwendet wird, Aluminium-Indium-Galliumphosphid
(AlInGaP). Aufgrund der Bandlücke
dieses Materials (tatsächlich
ein Bereich von Bandlücken,
der vom Molenbruch oder atomaren Bruchteil jedes vorhandenen Elements
abhängt) kann
das Licht, das AlInGaP erzeugen kann, auf den roten Abschnitt des
sichtbaren Spektrums begrenzt werden, d. h. etwa 600 bis 700 Nanometer
(nm). Um Photonen zu erzeugen, die Wellenlängen im blauen oder ultravioletten
Abschnitt des Spektrums aufweisen, können Halbleiter-Materialien
verwendet werden, die relativ große Bandlücken aufweisen. Gruppe III-Nitrid-Materialien,
wie zum Beispiel Galliumnitrid (GaN), die ternären Legierungen Indium-Galliumnitrid
(InGaN), Aluminium-Galliumnitrid (AlGaN) und Aluminium-Indiumnitrid
(AlInN), als auch die quaternäre
Legierung Aluminium-Gallium-Indiumnitrid (AlInGaN)
sind attraktive Materialkandidaten für blaue und UV-Laser, und zwar
aufgrund ihrer relativ hohen Bandlücke (3,36 eV bei Raumtemperatur
für GaN).
Entsprechend sind Laserdioden gezeigt worden, die auf Gruppe III-Nitriden
basieren und die Licht in dem Bereich von 370–420 nm emittieren. Die veröffentlichen
U. S. Anmeldungen US 2004/152224 A1, US 2004/0147094 A1, US 2004/0147054
A1 und US 2004/0149997 A1 beschreiben verschiedene Verfahren und
Strukturen für
Laser-Bauelemente, die auf Galliumnitrid basieren.
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Die
Inhalte aller vorangegangenen Patente, Patentanmeldungen und veröffentlichten
Patentanmeldungen sind hierin unter Bezug, als ob sie hierin vollständig dargelegt
wären,
berücksichtigt.
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US 2005/0104162 A1 offenbart
ein III-V Nitrit(z. B. GaN)-Substrat umfassend eine (001) Oberfläche, die
von der <001> Richtung geschnitten
wurde, hauptsächlich
hin zu einer Richtung, ausgewählt aus
der Gruppe bestehend, aus <10-10> und <11-20> Richtungen, wobei
die Oberfläche
einen mittleren Rauhigkeitswert von weniger als einem Nanometer
aufweist und eine Fehlbesetzungsdichte, die geringer ist als 3·10
6 cm
–2, gemessen an einem 50·50 μm
2 AFM Scan. Das Substrat kann gebildet werden
durch aussägen
eines entsprechenden Reinkristalls oder eines Wafer Rohlings durch
Versatz (Offcut Lapping) oder Wachstum auf dem Substratkörper auf
einem entsprechenden benachbarten heteroepitaktischen Substrat,
z. B. verschnittener Saphir. Das Substrat wird günstigerweise zur homoepitaktischen
Lagenabscheidung in der Herstellung von III-V Nitrit basierten mikroelektronischen
und optoelektronischen Vorrichtungen verwendet.
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US 2001/0030329 A1 offenbart
ein GaN-Substrat mit einer Kristallorientierung, die aus der <0001> Richtung um einen
Winkel verkippt ist, der gleich oder größer ungefähr 0,05 Grad ist und der gleich
oder kleiner etwa 2 Grad ist. Die
US 2001/0030329 A1 offenbart
weiter eine Halbleitermultilagenstruktur, die auf dem GaN-Substrat
gebildet ist, wobei die Halbleitermultilagenstruktur umfasst: eine
Akzeptordotierungsschicht, die eine Nitrithalbleiterschicht beinhaltet,
die mit einem Akzeptor dotiert ist und eine aktive Schicht, die
einen Licht-emmittierenden Bereich umfasst.
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US 6072197 A offenbart
die Bildung verschiedener licht-emittierender Halbleitervorrichtungen.
Dort wird weiter anerkannt, dass im Stand der Technik Wachstum auf
den c-Flächen
bekannt ist und es wird die Bildung von diesen Strukturen unter Spannung
offenbart, um Bandentartung aufzuheben, sodass ein geringerer Schwellenstrom
für das
Funktionieren des Lasers möglich
wird. Als Teil der Herstellung der Struktur offenbart die
US 6072197 zwei andere Wachstumsflächen, nämlich die
in {1
1 00}-Fläche und
die {11
2 0}-Fläche
und gibt weiter an, dass sofern die {1
1 00}-Fläche als
die Wachstumsfläche
verwendet wird, die {0001}- oder die {11
2 0}-Fläche
als die abgespaltenen Oberflächen verwendet
werden können.
Alternativ können,
sofern die {11
2 0}-Fläche als
die Wachstumsfläche
verwendet wird, die {0001}-Ebene oder die {1
1 00}-Fläche
als die abgespaltene Oberfläche
verwendet werden.
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EP 1 182697 A2 offenbart
die Verwendung eines Saphirsubstrats als Wachstumsfläche, die
parallel zu einer Ebene ist, die durch Rotieren einer (0110)-Ebene
um eine ihrer c-Achsen um 8 bis 20 Grad, erhalten wird. Außerdem sind
Kristallwachstumsverfahren, Halbleitervorrichtungen und eine elektronische
Komponente ebenfalls offenbart.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich im Allgemeinen auf Halbleiter-Bauelemente und in
einer bestimmten Ausführungsform
auf die ausrichtbare räumliche
Anordnung einer Laserdiode auf einem „Off-Axis”- oder abgespaltenen Substrat.
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In
einer Ausführungsform
bezieht sich die Erfindung auf ein Halbleiter-Bauelement, das Folgendes umfasst: ein
GaN-Substrat, das eine GaN(0001)-Oberfläche aufweist, die von der <0001>-Richtung im wesentlichen
in Richtung auf die <11 2 0>-Richtung abgespalten wurde; und einen
Laserdioden-Resonator auf dem GaN-Substrat, der parallel zu der <1 1 00>-Richtung
ausgerichtet ist.
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In
einer weiteren Ausführungsform
bezieht sich die Erfindung auf ein GaN-Substrat, das eine GaN(0001)-Oberfläche aufweist,
die von der <0001>-Richtung im wesentlichen
in Richtung auf die <11 2 0>-Richtung abgespalten wurde; und das weiter eine
Substratfläche
aufweist, die die Spaltebene senkrecht zu der <1 1 00>-Richtung definiert.
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In
noch einer weiteren Ausführungsform
bezieht sich die Erfindung auf eine Laserdiode, die ein GaN-Substrat
umfasst, das eine GaN(0001)-Oberfläche umfasst, die von der <0001>-Richtung im wesentlichen
in Richtung auf die <11 2 0>-Richtung abgespalten wurde; und einen
Laserdioden-Resonator auf dem GaN-Substrat, der parallel zu der <1 1 00>-Richtung
ausgerichtet ist.
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Eine
noch weitere Ausführungsform
der Erfindung bezieht sich auf eine mikroelektronische Halbleiter-Struktur,
die ein GaN-Substrat umfasst, das eine GaN(0001)-Oberfläche umfasst, die von der <0001>-Richtung im wesentlichen
in Richtung auf die <11 2 0>-Richtung abgespalten wurde; und eine
Spiegelfläche,
die auf einer Spaltebene senkrecht zu der <1 1 00>-Richtung ausgerichtet
ist.
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In
einer anderen Ausführungsform
bezieht sich die Erfindung auf Halbleiter-Bauelement, das Folgendes umfasst: ein
GaN-Substrat, das eine GaN(0001)-Oberfläche beinhaltet, die von der <0001>-Richtung im wesentlichen
in Richtung auf die <1 1 00>-Richtung abgespalten wurde: einen Laserdioden-Resonator
auf dem GaN-Substrat, der parallel zu der <11 2 0>-Richtung ausgerichtet
ist; und eine Spiegelfläche,
die auf einer Spaltebene senkrecht zu der <1 1 00>-Richtung ausgerichtet
ist.
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Eine
noch weitere Ausführungsform
der Erfindung bezieht sich auf ein Halbleiter-Bauelement, das Folgendes umfasst: ein
III-V Nitrid-Substrat, das eine (Al, Ga, In)N(0001)-Oberfläche beinhaltet,
die von der <0001>-Richtung im wesentlichen
in Richtung auf die <11 2 0>-Richtung abgespalten wurde; und einen
Laserdioden-Resonator auf dem III-V Nitrid-Substrat, der parallel
zu der <1 1 00>-Richtung ausgerichtet ist.
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Eine
andere Ausführungsform
der Erfindung bezieht sich auf eine Laserdiode, die ein Halbleiter-Bauelement
umfasst, das Epitaxieschichten umfasst, die durch Hydrid-Gasphasen-Epitaxie
auf das Substrat aufgebracht wurden.
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Eine
weitere Ausführungsform
der Erfindung bezieht sich auf eine Laserdiode, die ein Halbleiter-Bauelement
wie hierin oben beschrieben umfasst, das durch ein Herstellungsverfahren
hergestellt wurde, das Verfahrensschritte umfasst, die aus der Gruppe
bestehend aus Strukturierung, Ätzen, Abscheidung
und Facetten-Abspaltung ausgewählt sind.
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In
einer noch anderen Ausführungsform
bezieht sich die Erfindung auf ein mikroelektronisches Bauelement,
das auf einem III-V Nitrid-Substrat ausgerichtet ist, wobei das
III-V Nitrid-Substrat
eine III-V Nitrid(0001)-Oberfläche
umfasst, die von der <0001>-Richtung im wesentlichen
in Richtung auf die <11 2 0>-Richtung abgespalten wurde.
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Eine
andere Ausführungsform
der Erfindung bezieht sich auf ein mikroelektronisches Bauelement, das
auf einem III-V Nitrid-Substrat ausgerichtet ist, wobei das III-V
Nitrid-Substrat eine III-V Nitrid(0001)-Oberfläche umfasst, die von der <0001>-Richtung im wesentlichen
in Richtung auf die <1 1 00>-Richtung abgespalten wurde.
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Andere
Ausführungsformen,
Merkmale und Vorteile der Erfindung werden aus der folgenden Offenlegung
und den beigefügten
Ansprüchen
noch vollständiger
deutlich.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1 ist
eine Serie von Mikrographen einer GaN-Epitaxieschicht, die auf einen
Wafer aufgebracht wurde, in welchem sich die kristallografische Ausrichtung
gleichmäßig als
eine Funktion des Abstands vom Mittelpunkt des Wafers ändert, wobei
der Mittelpunkt des Wafers [0001] ist (Mikrograph (a)), wobei sich
Mikrographen (b), (c) und (d) in Abständen von 4 mm, 6 mm und 10
mm vom Mittelpunkt entlang der <10 1 0>-Richtung befinden; in den Mikrographen
(e), (f), (g) und (h) ist der Mittelpunkt des Wafers +1 mm in Mikrograph
(e) gezeigt, und wobei sich Mikrographen (f), (g) und (h) in Abständen von
5 mm, 7 mm und 10 mm von dem Mittelpunkt entlang der <11 2 0>-Richtung
befinden.
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2A–2D veranschaulichen
Ausrichtungen von Laserdioden auf benachbarten GaN-Substraten entsprechend
verschiedenen Ausführungsformen
der Erfindung.
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3A–3D veranschaulichen
Ausrichtungen von Laserdioden auf benachbarten GaN-Substraten entsprechend
zusätzlicher
Ausführungsformen
der Erfindung.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
VON AUSFÜHRUNGSFORMEN
DER ERFINDUNG
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Obwohl
sich die folgende Diskussion hierin hauptsächlich auf GaN als eine veranschaulichende III-V-Nitrid-Art
für eine
Anwendung der vorliegenden Erfindung richtet, wird man verstehen,
dass die Erfindung auf III-V-Nitrid-Verbindungen breit anwendbar ist,
einschließlich
binärer
Verbindungen und Legierungen.
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Wie
hierin verwendet, bezeichnet der Ausdruck „III-V-Nitrid” ein Halbleiter-Material, einschließlich Stickstoff,
und mindestens eines aus dem Folgenden: Al, In und Ga. Derartiges
III-V-Material kann symbolisch als (Al, In, Ga)N bezeichnet werden.
Der Ausdruck „(Al,
In, Ga)N” umfasst
alle Permutationen von Nitriden, einschließlich einem oder mehreren aus den
Folgenden: Al, In und Ga und schließt somit als alternative Materialien
AlN, InN, GaN, AlInN, AlGaN, InGaN und AlInGaN ein, wobei die stöchiometrischen Koeffizienten
von Al, In und Ga in Verbindungen, die zwei oder alle drei solcher
Metalle enthalten, irgendeinen geeigneten Wert zwischen 0 und 1
aufweisen, mit der Bedingung, dass die Summe aller derartigen Koeffizienten
1 beträgt.
Insofern können Störstellen,
wie zum Beispiel Wasserstoff oder Kohlenstoff, Dotierungsmaterialien,
oder spannungsverändernde
Materialien, wie zum Beispiel Bor, ebenfalls in das (AlIn, Ga)N-Material
eingebaut werden, aber die Summe aller stöchiometrischen Koeffizienten
beträgt
1, mit einer Variation von ±0,1%.
Beispiele für
derartige Verbindungen umfassen AlxGa1-xN, wobei 0 ≤ x ≤ 1, und AlxInyGa1-x-yN, wobei
0 ≤ x ≤ 1 und 0 ≤ y ≤ 1. Somit
können,
obwohl sich die folgende Diskussion auf GaN als ein veranschaulichendes Material
richtet, andere III-V-Nitrid-Materialien ähnlich in den Substraten und
Bauelementen der Erfindung eingesetzt werden.
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Als
Referenz wird die c-Ebene des GaN-Kristalls als (0001)-Ebene bezeichnet
und die Richtung der c-Ebene ist die [0001]-Richtung der c-Achse. Wenn
Bezug auf die (0001)-Ebene
genommen wird, ist die mit Gallium abgeschlossene c-Ebene gemeint, wohingegen sich
die (000 1 )-Ebene auf die mit
Stickstoff abgeschlossene c-Ebene bezieht. Die Richtung einer Oberfläche oder
Ebene wird als die Richtung senkrecht zu der Oberfläche definiert.
Wenn die Richtung einer Oberfläche
eines benachbarten Wafers die Ebene ist die durch die <0001>- und <11 2 0>-Richtungen
definiert ist, wird die Oberfläche als
eine (0001)-Oberfläche bezeichnet,
die in Richtung der <11 2 0>-Richtung abgespalten wurde. Wegen der
Symmetrie des GaN-Kristalls ist die <10 1 0>-Richtung ein allgemeiner
Ausdruck für
eine Gruppe von Richtungen, die [10 1 0],
[ 1 010], [1 1 00], [ 1 100],
[01 1 0] und [0 1 10] umfasst. Die <11 2 0>-Richtung ist ein allgemeiner
Ausdruck für
eine Gruppe von Richtungen, die [11 2 0],
[ 11 20], [1 2 10], [ 1 2 1 0], [ 2 110] und [2 11 0]
umfasst. Wie hierin verwendet, meint der Ausdruck „im wesentlichen
in Richtung” in Bezug
auf eine bestimmte Richtung, d. h. die <10 1 0>-Richtung oder die <11 2 0>-Richtung, in Richtung
auf solch eine Richtung ±15
Grad. Es sollte berücksichtigt
werden, dass sich ein solcher Bezug auf einen azimutalen Toleranzwinkel
bezieht, im Gegensatz zu einem Bezug hierin auf einen polaren (Abspaltungs-)Winkel.
Vorzugsweise beträgt
die azimutale Variation in Richtung der bestimmten Richtung ±5 Grad,
und am liebsten beträgt
solch eine Variation ±2
Grad.
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Die
vorliegende Erfindung gibt die Entdeckung wieder, dass GaN-Substrate
mit Oberflächen, die
von der (0001)-Ebene im wesentlichen in Richtung auf eine Richtung
abgespalten werden, die aus einer Gruppe ausgewählt wird, die <10 1 0>-
und <11 2 0>-Richtungen umfasst,
Oberflächenstufen
des Gitters auf dem Substrat aufgrund der Neigung der Gitterstruktur
des Substrats aufweisen. Epitaktische dünne Schichten, die auf diese
abgespaltenen Oberflächen
aufgebracht werden, weisen eine glattere Morphologie auf als Substrat-Oberflächen, die
nicht weg von der (0001)-Ebene geneigt sind.
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In
einer exemplarischen Ausführungsform bezieht
sich die vorliegende Erfindung auf eine Laserdiode, die auf einem
GaN-Substrat ausgerichtet ist, wobei das GaN-Substrat eine GaN-(0001)-Oberfläche aufweist,
die aus der <0001>-Richtung im wesentlichen
in Richtung auf die <11 2 0>-Richtung abgespalten wurde. Der Abspaltungswinkel
kann von 0,2 bis 10 Grad reichen, wobei Gitterstufen der Oberfläche parallel
zu der <10 1 0>-Richtung bereitgestellt werden. Der Laserdioden-Resonator
kann so auf der abgespaltenen Substrat-Oberfläche ausgebildet sein, dass
die Richtung des Laserdioden-Resonators entlang der <1 1 00>-Richtung
ausgerichtet ist, parallel zu den Oberflächen-Stufen des Gitters des
Substrats. Die bevorzugte Spaltebene liegt dann senkrecht zu der <1 1 00>-Richtung,
was zu einer gespaltenen Spiegelfläche des Lasers führt, die
senkrecht zu der Oberfläche
der Gitterstufen der Oberfläche
des Substrats liegt. In weiteren Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung ist die Substratfläche
so positioniert, um die <11 2 0>-Richtung der Spaltebene zu definieren.
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In
einer anderen exemplarischen Ausführungsform bezieht sich die
vorliegende Erfindung auf eine Laserdiode, die auf einem GaN-Substrat
ausgerichtet ist, wobei das GaN-Substrat
eine GaN-(0001)-Oberfläche
aufweist, die aus der <0001>-Richtung im wesentlichen
in Richtung auf die <1 1 00>-Richtung abgespalten wurde. Der Abspaltungswinkel
kann von 0,2 bis 10 Grad reichen, wobei Gitterstufen der Oberfläche parallel
zu der < 11 20>-Richtung bereitgestellt werden – noch üblicher
in der <11 2 0>-Richtung. Der Laserdioden-Resonator kann
so auf der abgespaltenen Oberfläche
des Substrats ausgebildet sein, dass der Laserdioden-Resonator entlang
der <1 1 00>-Richtung
senkrecht zu den Oberflächen-Stufen
des Gitters des Substrats ausgerichtet ist. Die bevorzugte Spaltebene
liegt senkrecht zu der <1 1 00>-Richtung,
was zu einer gespaltenen Laser-Spiegelfläche führt, die den c-Achsen-Vektor
enthält.
In weiteren Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung ist die Substratfläche so positioniert, um die <1 1 00>-Richtung
der Spaltebene zu definieren.
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Die
Erfindung weist eine breite Anwendbarkeit für ein reiches Angebot an mikroelektronischen Bauelement-Baugruppen
und -Strukturen auf. Eine bevorzugte Bauelement-Anwendung sind Laserdioden und Laserdioden-Strukturen
der vorliegenden Erfindung mit einer potenziellen Nützlichkeit
in Durchfluss-Cytometrie, Drucken, Spektroskopie und medizinischen
Systemanwendungen.
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1 zeigt
differienzielle Interferenz-Kontrast(DIC)-Mikoskopaufnahmen von
Epitaxie-Schichten, die auf GaN-Oberflächen aufgebracht wurden, d. h.
Oberflächen
mit unterschiedlich fehlgeschnittenen Richtungen und fehlgeschnittenen
Winkeln.
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GaN-Substrate
wurden durch Hydrid-Gasphasen-Epitaxie vorbereitet. Um den Effekt
der Ausrichtung der Oberfläche
auf Homo-Epitaxie zu untersuchen wurde ein GaN-Wafer von 30 mm Durchmesser mit einer
hohen Gitterkrümmung
und einer Wölbung
des Wafers hergestellt. Mechanisches Läppen und Polieren beseitigte
die physikalische Wölbung des
Wafers, aber die Krümmung
des Gitters blieb, was in einer Oberfläche mit variierenden Graden
an Abspaltung in Bezug auf die c-Ebene resultiert.
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1 zeigt
eine Serie von Mikrographen einer epitaktischen GaN-Schicht, die
auf dem resultierenden Wafer aufgebracht wurde, in welcher sich
die kristallografische Ausrichtung als eine Funktion des Abstands
vom Mittelpunkt des Wafers gleichmäßig ändert, wobei der Mittelpunkt
des Wafers [0001] ist (Mikrograph (a)), wobei sich Mikrographen
(b), (c) und (d) in Abständen
von 4 mm, 6 mm und 10 mm vom Mittelpunkt entlang der <10 1 0>-Richtung befinden;
in den Mikrographen (e), (f), (g) und (h) ist der Mittelpunkt des
Wafers +1 mm in Mikrograph (e) gezeigt, und wobei sich Mikrographen
(f), (g) und (h) in Abständen
von 5 mm, 7 mm und 10 mm von dem Mittelpunkt entlang der <11 2 0>-Richtung
befinden.
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Homoepitaktisches
Aufbringen wurde in einem Aixtron 200/4 MOVPE-System ausgeführt, wobei
Trimethylgallium, Ammoniak-Präkursoren
und ein Wasserstoff-Trägergas
verwendet wurden. Die Wachstums-Temperatur betrug 1170°C, wie mit
einem Thermoelement überwacht
wurde, das hinter dem Suszeptor platziert war, und der Gasdruck
betrug 100 mbar. Die Wachstumsrate betrug 2 μm pro Stunde und das V:III-Verhältnis betrug
6000:1, wobei eine 3 μm
homoepitaktische dünne
GaN-Schicht auf der Gallium-Oberfläche des angrenzenden Substrats hergestellt
wurde.
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1 zeigt
somit Oberflächen-Aufnahmen des
Mittelpunktes des Substrats, und Oberflächen, die um 0,4°, 0,6° und 1,0° in Richtung
auf die <10 1 0>-Richtung fehlgeschnitten sind, und Oberflächen, die
um 0,1°,
0,5°, 0,7° und 1,0° in Richtung
auf die <11 2 0>-Richtung fehlgeschnitten sind. In dem (nominell
c-Ebene) Mittelpunkt des Wafers weist die Oberfläche eine sechsfache Struktur
kleiner Hügel auf,
wie in Mikrograph (a) gezeigt. Weg vom Mittelpunkt wird eine Seite
des kleinen Hügels
graduell lang gezogen, wie in Mikrograph (e) gezeigt, und die Oberfläche wird
glatter. Die Entwicklung der Morphologie entlang der <10 1 0>-Richtung
und entlang der <11 2 0>-Richtung war leicht unterschiedlich,
aber in einem Abstand von 10 mm vom Mittelpunkt war die beobachtete
Oberflächen-Morphologie
unter dem DIC-Mikroskop grau bzw. nichts sagend.
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Die
Oberflächenmorphologie
der dünnen Epitaxieschicht
in 1 wird in jeder Richtung zunehmend glatter, während sich
der Abspaltungs- oder Neigungswinkel 1 Grad nähert. Glatte dünne Oberflächen-Epitaxie-Schichten
sind wünschenswerte
Oberflächen
für verschiedenartige
Halbleiter-Bauelemente, wie zum Beispiel Laserdioden. Daher können Substrate
absichtlich entlang der <10 1 0>-Richtung und entlang der <11 2 0>-Richtung zur
Verwendung in solchen Bauelement-Anwendungen abgespalten werden.
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Verschiedene
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung, in welchen GaN-Substrate in Richtung der <11 2 0>-Richtung
abgespalten wurden sind in den 2A–2Dschematisch
veranschaulicht. 2A stellt eine Draufsicht von
oben der Oberfläche
eines abgespaltenen Substrats 201 in Richtung der <11 2 0>-Richtung
dar. Die veranschaulichenden Oberflächen-Stufen des Gitters 202 sind senkrecht
zu der <11 2 0>-Richturig gezeigt, und zwar als ein Ergebnis
der Gitter-Struktur, die in Richtung der <11 2 0>-Richtung geneigt ist.
Eine Richtung des Laserdioden-Resonators 203, die als die
Längsrichtung
des Laser-Resonators
definiert ist, kann entlang der <10 1 0>-Richtung parallel zu den Oberflächen-Stufen des Gitters 202 des
Substrats ausgerichtet sein. 2B stellt
eine Querschnitts-Ansicht des Substrats dar, das in Richtung der <11 2 0>-Richtung 201 abgespalten
wurde, wobei die Ansicht entlang der <1 1 00>-Richtung ist. Der
Neigungswinkel 204 von der <0001>-Richtung
entlang der <11 2 0>-Richtung kann in einem Bereich von 0,2
bis 10 Grad liegen und bestimmt die Ausrichtung der Oberflächen-Stufen
des Gitters 202.
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Für Laserdioden-Anwendungen
kann es wünschenswert
sein, eine gespaltene Oberfläche
zu haben, die senkrecht zum Resonator der Laserdiode ist, um eine
verbesserte Leistungs-Güte
zu erzielen. Nun Bezug nehmend auf 2C ist
die Richtung eines Laserdioden-Resonators parallel zu den Oberflächen-Stufen
des Gitters 202 entlang der <1 1 00>-Richtung gezeigt. Für eine gespaltene Spiegelfläche 205,
die senkrecht zu der Richtung eines Laserdioden-Resonators 203 ist,
ist die bevorzugte Spaltebene senkrecht zu der <1 1 00>-Richtung und den Oberflächen-Stufen
des Gitters 202.
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2D stellt
eine Seitenansicht des abgespaltenen Substrats in der <11 2 0>-Richtung 201 dar, die
weiter einen Laserdioden-Resonator 207 umfasst, der in
der Richtung eines Laserdioden-Resonators 203 der <1 1 00>-Kristall-Richtung
ausgerichtet ist. Die gespaltene Spiegelfläche 205 ist dann senkrecht
zu dem Laserdioden-Resonator 207.
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Zusätzliche
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung, wobei GaN-Substrate entlang der <1 1 00>-Richtung
abgespalten sind, sind schematisch in 3A–3D veranschaulicht. 3A stellt
eine Draufsicht der Oberfläche
eines abgespaltenen Substrats 301 entlang der <1 1 00>-Richtung dar.
Oberflächen-Stufen
des Gitters 302 sind senkrecht zu der Abspaltungsrichtung <1 1 00>,
als ein Ergebnis der Gitter-Struktur gezeigt, die in Richtung der <1 1 00>-Richtung
geneigt ist. Eine Richtung eines Laserdioden-Resonators 303 kann
entlang der <1 1 00>-Richtung senkrecht zu den Oberflächen-Stufen
des Gitters 302 des Substrats ausgerichtet sein. 3B stellt
eine Querschnitts-Ansicht des abgespaltenen Substrats in der <1 1 00>-Richtung 301 dar, wobei
die Ansicht entlang der < 11 20>-Richtung ist.
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Der
Neigungswinkel 304 von der <0001>-Richtung
entlang der <1 1 00>-Richtung kann in einem Bereich von 0,2
bis 10 Grad liegen und bestimmt die Ausrichtung der Oberflächen-Stufen des Gitters 302.
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Nun
Bezug nehmend auf 3C ist die Richtung des Laserdioden-Resonators 303 entlang der <1 1 00> senkrecht
zu den Oberflächen-Stufen des
Gitters 302 gezeigt. Für
eine gespaltene Spiegelfläche 305,
die senkrecht zu der Richtung des Laserdioden-Resonators 303 gewünscht ist,
ist die bevorzugte Spaltebene senkrecht zu der <1 1 00> und parallel zu den
Oberflächen-Stufen
des Gitters 302. Zurückverweisend
auf 3B ist eine bevorzugte Spaltebene 307 senkrecht
zu der Richtung des Laserdioden-Resonators 303 und ist
an den Oberflächen-Stufen
des Gitters 302 ausgerichtet und im Vergleich zu der Richtung
des Laserdioden-Resonators 303 gewinkelt oder geneigt.
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3D stellt
eine Seitenansicht des entlang der <1 1 00> abgespaltenen Substrats 301 dar,
das weiter eine bevorzugte Spaltebene 307 umfasst, die in
der Richtung des Laserdioden-Resonators 303 der <1 1 00>-Kristall-Richtung
ausgerichtet ist.
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Wie
in den vorhergehenden Figuren gezeigt, ist es wünschenswert, einen Laserdioden-Resonator so
auszurichten, dass eine Spaltebene des Substrats seine Spiegelflächen bestimmt.
Es ist ebenfalls wünschenswert,
die Substratfläche
als die gewünschte Spaltebene
zu definieren. Für
eine klar abgegrenzte Laser-Spiegelfläche ist daher die Toleranz
der Substratfläche,
oder der schrägen
Ausrichtung als wünschenswert
innerhalb von 5 Grad liegend bekannt, wünschenswerter innerhalb von
1 Grad, noch wünschenswerter
innerhalb von 0,1 Grad und am wünschenswertesten
innerhalb von 0,01 Grad. Angesichts der Erwünschtheit einer klar ausgerichteten Spalt-
und Wafer-Fläche,
ist es wünschenswert,
geeignete Abspaltungstechniken zu verwenden, um die Wafer-Fläche auszubilden
bzw. zu definieren.
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Obwohl
beide Ausrichtungen funktionierende Laserdioden ergeben, ermöglicht die
erste Ausführungsform,
die durch 2A–2D veranschaulicht
ist, sowohl eine problemlose Epitaxie aufgrund der benachbarten
Wafer-Oberfläche,
als auch der Spiegelflächen,
die senkrecht zu dem Laserdioden-Resonator sind. Eine derartige
Konfiguration ist in verschiedenen Ausführungsformen der Erfindung erwünscht, da
eine senkrechte Spiegelfläche
zum Erreichen einer verbesserten Leistungs-Güte (Effizienz und Paus) nützlich
ist
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In
verschiedenen Ausführungsformen
können
die dünnen
Epitaxie-Schichten, die auf das abgespaltene Substrat aufgebracht
werden, mit geeigneten Dotierungsmaterialien eines Typs behandelt
werden, der üblicherweise
zur Dotierung von GaN und anderen dünnen III-V-Nitrid-Schichten
eingesetzt wird. Bei einer Ausführungsform
wird eine Silizium Dotierung von GaN durch Zusatz von Silan während des
homoepitaktischen Wachstumsprozesses beeinflusst, um eine dünne Schicht
auf der benachbarten Oberfläche
herzustellen, die glatt und grau bzw. nichts sagend ist.
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Bezugszeichenliste
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- 201
- abgespaltenes
Substrat in Richtung der <1120>-Richtung
- 201
- „Off-Axis”-Substrate
- 201
- GaN-Substrat
- 202
- Oberflächen-Stufen
des Gitters
- 203
- die
Richtung des Laserdioden-Resonators
- 204
- Neigungswinkel
- 205
- gespaltene
Spiegelfläche
- 207
- Laserdioden-Resonator
- 301
- abgespaltenes
Substrat entlang der <1100>-Richtung
- 302
- Oberflächen-Stufen
des Gitters
- 303
- Richtung
des Laserdioden-Resonators
- 304
- Neigungswinkel
- 305
- gespaltene
Spiegelfläche
- 307
- bevorzugte
Spaltebene