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Gebiet der Technik
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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Polierinstrument zum kostengünstigen, effizienten und einfachen Polieren von Zahnrestaurierungs- und -prothesematerial und von Zähnen. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung eine Technik, mit der die Menge an teuren Diamantsplittern, die in ein Polierinstrument einzubringen sind, reduziert werden kann.
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Stand der Technik
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Wenn bei der Zahnbehandlung Krankheiten wie Karies in Zähnen angetroffen werden, werden sie beseitigt und eine Vielzahl von Materialien wie Metalle, Dentalkompositharze, Porzellan und dergleichen zur Wiederherstellung der beseitigten Teile verwendet. Insbesondere Dentalkompositharze und Porzellan sind viel gefragt, weil sie wegen ihrer Zahnkronenfarbe ein hervorragendes ästhetisches Ergebnis liefern.
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Allerdings lassen sich diese Materialien zur Restaurierung und prothetischen Versorgung, die hohen ästhetischen Ansprüchen genügen, schlecht polieren. Insbesondere Dentalkompositharz ist aus einem sehr harten Glasfüllstoff und einem Harz von geringer Härte zusammengesetzt. Es ist sehr schwierig, Materialien, die sich aus mehreren Materialien unterschiedlicher Härte zusammensetzen, im abschließenden Polierschritt zum Glänzen zu bringen.
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Außerdem ist es wegen ihrer großen Härte schwierig, Porzellan und Zähne durch Polieren zum Glänzen zu bringen.
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Die Patentschrift
JP 11-277453 A offenbart ein Dentalpolierinstrument, das aus einem Poliermaterial besteht, bei dem am Polierteil Cerkörner angebracht sind. Dieses Instrument ist hinsichtlich Elastizität und Flexibilität des Polierteils hervorragend geeignet. Jedoch ist seine Anwendung auf Zahnporzellan beschränkt, und es kann nicht für Materialien verwendet werden, die zu polieren sind.
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Bei vielen gängigen Polierverfahren wird das Polieren mit einem Elastomerpolierinstrument vorgenommen, nachdem Form und Okklusion mit Schleifinstrumenten wie keramisch gebundenen oder galvanisch behandelten Diamantwerkzeugen angepasst worden sind.
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Weil mit diesen Verfahren kein ausreichender Glanz erzielt werden kann, wird die Endpolitur mittels eines Aufsatzdrehinstruments aus Gummi oder dergleichen oder einer Nylonbürste unter Einsatz einer Spezialpolierpaste vorgenommen. Allerdings dauert dieses Feinpolierverfahren sehr lang, und es ist ineffektiv als Behandlung. Die Behandlungssitzung verlängert sich für den Patienten.
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Außerdem ist es bei Verwendung von Diamantsplittern bzw. Diamantkörnern relativ einfach, eine Feinpolitur bei diesen harten Materialien zu erreichen, und sind diamanthaltige Elastomerpolierinstrumente im Handel erhältlich.
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Die Patentschrift
JP 6-22983 A beispielsweise offenbart eine Technik zum Verbessern der Poliereigenschaften durch Einarbeiten beschichteter Diamantsplitter in ein Elastomer und Abformen.
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Die
JP 2005-22033 A offenbart eine Technik zum Verbessern der Poliereigenschaften durch Schaffen von Hohlräumen oder Löchern im Polierteil, um die Reibung beim Polieren zu unterdrücken. Jedoch ist es üblich, im Polierteil Komponenten zu verwenden, und wenn Material von großer Härte poliert werden soll, muss als Polierpartikel Diamant verwendet werden.
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Die
JP 2001-9736 A offenbart ein poröses Polierinstrument von mäßiger Flexibilität und hoher Abriebfestigkeit, bei dem im Polierteil Blasen ausgebildet sind.
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Weil diese Polierinstrumente jedoch viel Diamant enthalten, sind sie sehr teuer. Deshalb besteht eine Nachfrage nach Polierinstrumenten mit reduziertem Diamantgehalt.
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Die
JP 2002-86361 A offenbart Polierinstrumente, die durch Einarbeitung anorganischer Fasern in ein Elastomer geschaffen wurden. Die Einarbeitung von anorganischen Fasern verbessert die Poliereigenschaften und verringert die Menge der zu verwendenden Partikel. Jedoch ist ihre Verwendung für Dentalkompositharz nicht so zweckmäßig, weil sie die Harzoberfläche zerkratzen.
Patentschrift 1:
JP 11-277453 A Patentschrift 2:
JP 6-22983 A Patentschrift 3:
JP 2005-22033 A Patentschrift 4:
JP 2001-9736 A Patentschrift 5:
JP 2002-86361 A
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Offenbarung der Erfindung
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Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Drehpolierinstrument für Zähne zur Verfügung zu stellen, das hervorragende Poliereigenschaften für Dentalkompositharz, Porzellan und Zähne aufweist und diese zu geringen Kosten und innerhalb kurzer Zeit leicht polieren kann.
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Insbesondere stellt die vorliegende Erfindung ein Polierinstrument zur Verfügung, mit dem harte Materialien poliert werden können, die zur ästhetischen restaurativen und prothetischen Versorgung von Zähnen verwendet werden, und die einen geringeren Gehalt an teuren Diamantkörnern aufweisen.
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Die vorliegende Erfindung ist ein Dentalpolierinstrument aufweisend ein Polierteil, das durch Einarbeiten von Polierkörnern in ein Elastomerbindemittel gebildet wurde, wobei das Polierteil außerdem kugelige (sphärische) Harzpartikel gekennzeichnet durch eine Rundheit e = (4 πS)/L2 von 0,9 bis 1,0 mit S = Fläche eines durch Bildverarbeitung erhaltenen Partikels und L = Umfang des Partikels enthält, wobei das Polierteil 50 bis 200 Gewichtsteile Polierpartikel mit einer Größe von 1 bis 6 μm und 50 bis 150 Gewichtsteile sphärische Harzpartikel mit einer Größe von 10 bis 100 μm auf 100 Gewichtsteile Bindemittel oder 50 bis 200 Gewichtsteile Polierpartikel mit einer Größe von 10 bis 20 μm und 50 bis 150 Gewichtsteile sphärische Harzpartikel mit einer Größe von 0,5 bis 10 μm auf 100 Gewichtsteile Bindemittel enthält.
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Das erfindungsgemäße Polierinstrument umfasst ein Polierteil und ein Schaftteil zur Anbringung an einem Handstück oder ein Futter für einen Schaft.
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Das erfindungsgemäße Polierinstrument 1 kann durch Zusammenbau eines Polierteils 10 und eines Schaftteils 20 gebildet sein, das ein Standardteil für Dentalpolierinstrumente ist, wie in 1a gezeigt, oder es kann ein Aufsatzteil mit einem Futter 30 für einen Schaft sein, das an einem Schaft 20 angebracht und wieder davon abgenommen werden kann.
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Das Polierteil 10 des erfindungsgemäßen Polierinstruments kann durch ein beliebiges bekanntes Verfahren gebildet werden, bei dem das Ausgangsmaterial geformt wird, das durch homogenes Verarbeiten eines Elastomerbindemittels 11 mit Polierpartikeln 12 und sphärischen Harzpartikeln 13 bereitgestellt wird.
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Außerdem ist die Form des Polierteils 10 nicht eng beschränkt, sondern eine Form, die zur Geometrie von Zahnoberflächen passt, beispielsweise Radform, Geschossform, Scheibenform, Becherform und dergleichen.
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Das für das erfindungsgemäße Zahnpolierinstrument 1 verwendete Elastomerbindemittel 11 ist wenigstens eine Art organisches Elastomer, ausgewählt aus organischen Elastomeren mit einer Kautschukhärte von 30 bis 80.
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Bei der vorliegenden Erfindung wird als Elastomerbindemittel wenigstens ein synthetischer oder natürlicher elastischer Gummi wie Silikonkautschuk, Urethankautschuk, Chloroprenkautschuk, Nitrilkautschuk, Butadienkautschuk, Butylkautschuk, Styrol-Butadien-Kautschuk, Ethylen-Butadien-Kautschuk, Fluorkautschuk oder dergleichen verwendet. Vorzugsweise wird Silikonkautschuk oder Urethankautschuk verwendet.
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Die für das erfindungsgemäße Dentalpolierinstrument 1 verwendeten Polierpartikel 12 sind wenigstens eine Art von Polierpartikeln mit einer Mohs-Härte von 9 oder höher.
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Bei der vorliegenden Erfindung können als Polierpartikel Diamant, Bornitrid, Aluminiumoxid oder Siliciumcarbid verwendet werden. Bevorzugt sind Diamant oder Bornitrid.
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Die für das erfindungsgemäße Dentalpolierinstrument 1 verwendeten sphärischen Harzpartikel 13 sind anstelle von unregelmäßig geformten Partikeln, die man durch Pulverisieren eines Harzklumpens erhält, sphärische Partikel, die durch Suspensionspolymerisation oder Emulsionspolymerisation hergestellt wurden. Mit diesen Polymerisationsverfahren erhält man Partikel mit definierten Krümmungsflächen, wenigen Knickstellen und ohne scharfe Kanten.
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Für die vorliegende Erfindung können als sphärische bzw. kugelige Harzpartikel Partikel aus wenigstens einem der folgenden Harze verwendet werden: Acrylharz, Styrolharz, Nylonharz, Polyethylenharz, Phenolharz, Melaminharz, Urethanharz.
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Weil das im Polierteil des erfindungsgemäßen Dentalpolierinstruments 1 verwendete Elastomerbindemittel 11 ein Schäumungsmittel enthält, ist das so erhaltene Polierteil 10 des erfindungsgemäßen Dentalpolierinstruments 1 porös.
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Bei der vorliegenden Erfindung kann als Schäumungsmittel wenigstens eine organische oder anorganische Verbindung wie Dinitrosopentamethylentetramin (DPT), Azodicarbonamid (ADCA), 4,4'-Oxybisbenzensulfonylhydrazid (OBSH) und Natriumhydrogencarbonat verwendet werden.
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Wirkungen der Erfindung
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Erfindungsgemäß kann ein Dentalpolierinstrument zur Verfügung gestellt werden, mit dem nicht nur Dentalkompositharz, sondern auch Porzellan und Zähne einfach poliert werden können, und dessen Kosten durch eine geringere Menge teurer Polierpartikel reduziert werden können.
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Im einzelnen ergibt die Einarbeitung sphärischer Harzpartikel hervorragende Poliereigenschaften und verringert die Menge teurer Partikel wie Diamantpartikel, wodurch sich die Herstellungskosten verringern.
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Außerdem kann ein poröses Polierteil erzielt werden, indem dem Elastomerbindemittel ein Schäumungsmittel zugesetzt wird, wodurch das Polierteil besser zu den zu polierenden Materialien passt, die Polierwirkung verbessert wird und die Härte des Polierteils einstellbar wird.
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Kurze Erläuterung der Zeichnungen
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1: schematische Darstellung, die eine Form (Geschossform) des erfindungsgemäßen Polierinstruments zeigt;
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2: Querschnitt durch das Polierteil des ersten Ausführungsbeispiels der Erfindung;
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3: Querschnitt durch das Polierteil des zweiten Ausführungsbeispiels der Erfindung.
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Beste Art der Ausführung der Erfindung
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Das Polierteil 10, welches das erfindungsgemäße Polierinstrument 1 bildet, wird nach einem beliebigen bekannten Verfahren hergestellt, beispielsweise durch Warmverarbeitung wie Warmpressen, wodurch ein Poliermaterial, das durch Vermengen und Durcharbeiten des Elastomerbindemittels 11 mit Polierpartikeln 12, beispielsweise aus Diamant, und sphärischen Harzpartikeln 13 erhalten wird, in die für das Polierteil gewünschte Form gebracht wird.
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Bei der vorliegenden Erfindung können Polierpartikel 12 mit einer Partikelgröße von durchschnittlich 0,05 bis 20 μm und sphärische Harzpartikel 13 mit einer Partikelgröße von durchschnittlich 0,5 bis 100 μm zusammen mit dem obengenannten Elastomerbindemittel 11 verwendet werden.
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Das erste Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Polierteils wird aus einem Poliermaterial geformt, bei dem Polierpartikel und sphärische Harzpartikel, die viel größer sind als die Polierpartikel, in ein Elastomerbindemittel eingearbeitet sind.
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Polierpartikel mit einer Größe von durchschnittlich 1 bis 6 μm und eine oder mehrere Arten von Harzpartikeln mit einer Größe von durchschnittlich 10 bis 100 μm, die also größer sind als die Polierpartikel, werden miteinander kombiniert, um hervorragende Poliereigenschaften zu erzielen.
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Bei dem Polierteil des hier beschriebenen Ausführungsbeispiels sind insbesondere 50 bis 200 Gewichtsteile Polierpartikel mit einer Größe von 1 bis 6 μm und 50 bis 150 Gewichtsteile sphärische Harzpartikel mit einer Größe von 10 bis 100 μm auf 100 Gewichtsteile Bindemittel verwendet.
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Beim zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung wird das Polierteil aus einem Poliermaterial gebildet, bei dem Polierpartikel und sphärische Harzpartikel, die viel kleiner sind als die Polierpartikel, in ein Elastomerbindemittel eingearbeitet sind.
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Polierpartikel mit einer Größe von durchschnittlich 10 bis 20 μm und eine oder mehrere Arten von Harzpartikeln mit einer Größe von durchschnittlich 0,5 bis 10 μm, die also kleiner sind als die Polierpartikel, werden miteinander kombiniert, um hervorragende Poliereigenschaften zu erzielen.
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Im einzelnen werden für dieses Ausführungsbeispiel des Polierteils 50 bis 200 Gewichtsteile Polierpartikel mit einer Größe von 10 bis 20 μm und 50 bis 150 Gewichtsteile sphärische Harzpartikel mit einer Größe von 0,5 bis 10 μm auf 100 Gewichtsteile Bindemittel verwendet.
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Die bei der vorliegenden Erfindung verwendeten sphärischen Harzpartikel sind gekennzeichnet durch eine Rundheit von 0,9 bis 1,0, vorzugsweise 0,95 bis 1,00.
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Die Rundheit eines Harzpartikels wurde erhalten durch Verarbeiten von Rasterelektronenmikroskopbildern mit einem Bildanalysator. Es wurden 50 oder mehr Bilder analysiert.
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Wenn eine Fläche eines durch Bildverarbeitung erhaltenen Partikels mit S und der Umfang des Partikels mit L bezeichnet werden, wird die Rundheit e durch folgenden Ausdruck wiedergegeben: e = (4πS)/L2
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Beispiele
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Die vorliegende Erfindung wird nachstehend durch Beispiele beschrieben.
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Es wurde Poliermaterial, das durch Vermischen der in Tabelle 1 angegebenen Inhaltsstoffe erhalten wurde, durch Warmpressen bei 150°C während 10 Minuten in Geschossform gebracht, um die Polierinstrumente der Beispiele 1 bis 4 und der Vergleichsbeispiele 1 bis 4 zu erhalten.
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Die Beurteilung erfolgte durch Polieren der Oberfläche von Dentalkompositharzmustern bei 7500 U/min–1 während 30 Sekunden bei einem Andruck von etwa 1 N, wobei die einzelnen Polierinstrumente an einem speziell für einen Handstückmotor geeigneten Schaft befestigt waren, um die Bearbeitungseigenschaften (Berührung beim Polieren), die Poliereigenschaften und die Haltbarkeit nach den nachgenannten Kriterien zu beurteilen.
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Die Muster wurden wie folgt hergestellt: Zunächst wurde ein Edelstahlring mit einem Innendurchmesser von 15 mm und einer Dicke von 2 mm auf ein Glasplättchen gegeben. Dentalkompositharz (Beautifil Flow, Shofu Inc.) wurde in den Ring gefüllt, und es wurde ein zweites Glasplättchen aufgelegt. Das Harz wurde von beiden Seiten jeweils 3 Minuten lang mit einem Dentalphotopolymerisationsirradiator (TwinCure, Shofu Inc.) gehärtet, um ein zylindrisches Muster zu erhalten.
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Zusätzlich wurden die Glanzwerte der polierten Oberflächen der Proben nach dem in JIS Z 8741 definierten Spiegelglanzmessverfahren gemessen.
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1. Bearbeitungseigenschaften
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Beim Polieren wurden sensorische Bewertungen vorgenommen, um Poliermaterialien nach folgenden Kriterien einzustufen.
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Bewertungskriterien
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- A: sehr gut
Die Berührung beim Polieren ist glatt. Es gibt keine Schwingungen und keine Widerstände. Das Polieren geht reibungslos voran.
- B: gut
Die Berührung beim Polieren ist glatt. Es gibt wenig Schwingungen und wenig Widerstand. Das Polieren geht reibungslos voran.
- C: befriedigend
Die Berührung beim Polieren ist mäßig glatt. Es gibt einige Schwingungen und Widerstände. Das Polieren geht problemlos voran.
- D: schlecht
Die Berührung beim Polieren ist schlecht. Es gibt Schwingungen und Widerstände. Das Polieren geht nicht glatt voran.
- E: sehr schlecht
Die Berührung beim Polieren ist schlecht. Es gibt Schwingungen und Widerstände. Das Polieren ist schwierig.
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2. Poliereigenschaften
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Die von den Mustern beim Polieren abgetragenen Materialmengen wurden gemessen, um das Poliermaterial nach folgenden Kriterien einzustufen.
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Bewertungskriterien
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- A: sehr gut
Die vom Muster abgetragene Materialmenge beträgt 0,3 mg und mehr.
- B: gut
Die vom Muster abgetragene Materialmenge beträgt 0,2 bis 0,3 mg.
- C: befriedigend
Die vom Muster abgetragene Materialmenge beträgt 0,1 bis 0,2 mg.
- D: schlecht
Die vom Muster abgetragene Materialmenge beträgt 0 bis 0,1 mg.
- E: sehr schlecht
Die vom Muster abgetragene Materialmenge beträgt 0 mg.
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3. Haltbarkeit
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Die beim Polieren von den Polierinstrumenten abgetragenen Materialmengen wurden gemessen, um Poliermaterial nach den folgenden Kriterien einzustufen.
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Beurteilungskriterien
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- A: sehr gut
Die vom Polierinstrument abgetragene Materialmenge beträgt höchstens 0,5 mg.
- B: gut
Die vom Polierinstrument abgetragene Materialmenge beträgt 0,5 bis 1,0 mg.
- C: befriedigend
Die vom Polierinstrument abgetragene Materialmenge beträgt 1,0 bis 1,5 mg.
- D: schlecht
Die vom Polierinstrument abgetragene Materialmenge beträgt 1,5 bis 2,0 mg.
- E: sehr schlecht
Die vom Polierinstrument abgetragene Materialmenge beträgt 2,0 mg und mehr.
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4. Glanz der polierten Oberflächen
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Die Glanzwerte wurden nach dem in JIS Z 8741 definierten Spiegelglanzmeßverfahren gemessen.
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Erstes Ausführungsbeispiel
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2 zeigt das Polierteil 10 des ersten Ausführungsbeispiels der Erfindung im Querschnitt. Das Polierteil 10 wird hergestellt aus einem Poliermaterial, bei dem Diamantsplitter 12 und Acrylharzpartikel 13, die viel größer sind als die Diamantsplitter, in ein Elastomerbindemittel 11 eingearbeitet sind.
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Da Acrylharzpartikel 13 eingearbeitet sind, die viel größer sind als die Diamantsplitter 12, werden gute Poliereigenschaften erreicht, obwohl die Diamantsplitter 12 klein sind.
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Beispiel 1 stellt ein Polierinstrument 1 dar, das ein Polierteil 10 aufweist, bei dem als Polierkörner 12 2 bis 4 μm Diamant verwendet sind und kugelige Acrylharzpartikel mit einer Durchschnittsgröße von 60 μm und 100 μm in ein Silikonharzelastomerbindemittel 11 (TSE3450, GE Toshiba Silicones Co., Ltd) eingearbeitet sind.
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Verglichen mit dem Polierinstrument des Vergleichsbeispiels 1, bei dem keine kugeligen Acrylharzpartikel eingearbeitet sind, waren Haltbarkeit, Bearbeitungsfähigkeit (Berührung beim Polieren) sowie die Endbearbeitung nach dem Polieren (Glanz) verbessert.
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Bei Beispiel 1 wurde eine noch bessere Endoberfläche erzielt als beim Vergleichsbeispiel 2, bei dem eine große Menge Diamantkörner eingearbeitet sind. Weil nicht so viel teurer Diamant verwendet wird, sind die Kosten geringer.
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Bei Beispiel 1 wurden kugelige Acrylharzpartikel mit einer Durchschnittsgröße von 60 μm und kugelige Acrylharzpartikel mit einer Durchschnittsgröße von 100 μm im Verhältnis 1:1 vermischt. Es können kugelige Harzpartikel unterschiedlicher Größe kombiniert werden, um die Polierfähigkeit und die Bearbeitungsfähigkeit einzustellen.
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Weil bei Beispiel 1 kugelige Harzpartikel mit einer Rundheit von mindestens 0,95 verwendet wurden, gab es außerdem beim Vergleich mit Vergleichsbeispiel 3, bei dem unregelmäßig geformte Partikel mit einer Rundheit von 0,72 verwendet wurden, keinen Unterschied hinsichtlich Bearbeitungsfähigkeit und Haltbarkeit, jedoch wurde ein deutlich höherer Glanzwert erzielt.
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Beispiel 2 stellt ein Polierinstrument dar, bei dem dem Elastomerbindemittel 11 von Beispiel 1 das Schäumungsmittel DPT zugesetzt wurde. Der Zusatz des Schäumungsmittels ergab durch Schaumbildung ein poröses Polierteil, als die Ausgangsstoffe durch Warmpressen geformt wurden.
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Dadurch wurde das Polierinstrument weich, und der Anlagezustand zwischen Polierinstrument und dem zu polierenden Material wurde besser, so dass die Bearbeitungsfähigkeit und der Glanz der fertigen Oberfläche besser waren. Es zeigte sich ein sehr großer Effekt.
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Zweites Ausführungsbeispiel
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3 zeigt das Polierteil 10 des zweiten Ausführungsbeispiels der Erfindung im Querschnitt. Das Polierteil 10 ist aus einem Poliermaterial gebildet, bei dem Diamantkörner 12 und Acrylharzpartikel 13, die viel kleiner sind als die Diamantkörner, in ein Elastomerbindemittel 11 eingearbeitet sind.
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Da feine Acrylharzpartikel mit relativ groben Diamantpartikeln vermischt sind, verhalten sich die Acrylharzpartikel wie Absorber für die Körner und bringen die polierte Oberfläche zum Glänzen, so dass eine hervorragende Endoberfläche und sehr gute Poliereigenschaften erreicht werden.
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Beispiel 3 stellt ein Polierinstrument 1 dar, bei dem Diamantkörner 12 von 10 bis 20 μm verwendet wurden und kugelige Acrylharzpartikel mit einer Durchschnittsgröße von 2 μm in ein Elastomerbindemittel 11 (TSE3450, GE Toshiba Silicones Co., Ltd.) eingearbeitet wurden.
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Im Vergleich mit dem Polierinstrument von Vergleichsbeispiel 4, bei dem keine kugeligen Acrylharzpartikel eingearbeitet sind, waren eine bessere Bearbeitungsfähigkeit und bessere Eigenschaften der fertigen Oberfläche nach dem Polieren gegeben.
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Beispiel 4 stellt ein Polierinstrument dar, bei dem dem Elastomerbindemittel 11 von Beispiel 3 das Schäumungsmittel DPT zugesetzt wurde. Der Zusatz des Schäumungsmittels erbrachte ein poröses Polierteil durch Aufschäumen beim Warmpressen der Ausgangsstoffe.
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Dadurch wurde das Polierinstrument weich, und der Anlagezustand zwischen dem Polierinstrument und dem zu polierenden Material wurde besser, so dass die Bearbeitungsfähigkeit und der Glanz der endbearbeiteten Oberfläche verbessert waren. Es wurde ein sehr starker Effekt erzielt.
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Zusätzlich können die vorgenannten erfindungsgemäßen Polierinstrumente ähnliche Effekte wie die vorgenannten bei Porzellan und Zähnen zeigen. Tabelle 1 Inhaltsstoffe und Beurteilungsergebnisse für die Poliereigenschaften des ersten Ausführungsbeispiels des Polierteils
| | Bsp. 1 | Vergl.-bsp. 1 | Vergl.-bsp. 2 | Vergl.-bsp. 3 | Bsp. 2 |
| Inhaltsstoffe (Gewichtsteile) | Silikonharz | 100 | 100 | 100 | 100 | 100 |
| Diamantpartikel
Durchschnittsgröße:
2–4 μm | 140 | 140 | 200 | 140 | 140 |
| Acrylharzpartikel
Durchschnittsgröße:
60 μm
Rundheit: 0,97 | 42 | - | - | - | 42 |
|
Acrylharzpartikel
Durchschnittsgröße:
100 μm
Rundheit: 0,96 | 42 | - | - | - | 42 |
| Melaminharzpartikel
Durchschnittsgröße:
150 μm
Rundheit: 0,72 | - | - | - | 100 | - |
| Schäumungsmittel | - | - | - | - | 2,8 |
| Eigenschaften | Bearbeitungsfähigkeit | A | D | D | B | B |
| | Haltbarkeit | B | E | E | B | B |
| | Poliereigenschaften | B | D | A | B | B |
| | Glanz: Gs (60°) | 47,1 | 8,8 | 35,0 | 15,6 | 55,8 |
Tabelle 2 Inhaltsstoffe und Beurteilungsergebnisse für die Poliereigenschaften des zweiten Ausführungsbeispiels des Polierteils
| | Bsp. 3 | Bsp. 4 | Vergl.-Bsp. 4 |
| Inhaltsstoffe (Gewichtsteile) | Silikonharz | 100 | 100 | 100 |
| Diamantpartikel
Durchschnittsgröße:
10–20 μm | 140 | 140 | 140 |
| Acrylharzpartikel
Durchschnittsgröße:
2 μm
Rundheit: 0,98 | 56 | 56 | - |
| Schäumungsmittel | - | 2,8 | - |
| Eigenschaften | Bearbeitungsfähigkeit | B | A | C |
| Haltbarkeit | B | B | E |
| Poliereigenschaften | A | A | B |
| Glanz: Gs (60°) | 39,3 | 41,5 | 22,9 |