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Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft im allgemeinen die drahtlose Kommunikation
und im speziellen die Störungsunterdrückung in
drahtlosen Empfängern.
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Hintergrund
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Immer
häufiger
sind verschiedene Arten drahtloser Kommunikationsvorrichtungen anzutreffen.
Mit der Verbreitung drahtloser Kommunikationsvorrichtungen geht
die erhöhte
Wahrscheinlichkeit einher, daß diese einander
stören.
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Kurzbeschreibung der Zeichnungen
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1 zeigt
Knoten in einem drahtlosen Netzwerk;
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2 und 3 zeigen
Signale, die ein Paket in einem Orthogonalfrequenzmultiplex(OFDM-)System stören;
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4 und 5 zeigen
die Leistung von Systemen, die der Störung gemäß 2 und 3 unterliegen;
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6 und 7 zeigen
Ablaufdiagramme gemäß verschiedenen
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung;
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8 zeigt
Simulationsergebnisse gemäß verschiedenen
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung; und
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9 zeigt
ein Systemschema gemäß verschiedenen
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung.
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Beschreibung von Ausführungsformen
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In
der folgenden detaillierten Beschreibung wird bezug genommen auf
die beigefügten
Zeichnungen, die zur Veranschaulichung spezifische Ausführungsformen
zeigen, in denen die Erfindung praktisch ausgeführt werden kann. Diese Ausführungsformen
sind ausreichend detailliert beschrieben, um Fachleuten die praktische
Ausführung
der Erfindung zu ermöglichen.
Es ist davon auszugehen, daß die
verschiedenen Ausführungsformen
der Erfindung, obgleich unterschiedlich, einander nicht notwendigerweise
ausschließen.
Zum Beispiel kann ein bestimmtes Merkmal, eine bestimmte Struktur
oder eine bestimmte Eigenschaft, das/die hier im Zusammenhang mit
einer Ausführungsform
beschrieben ist, in anderen Ausführungsformen
umgesetzt werden, ohne vom Gedanken und Umfang der Erfindung abzuweichen.
Zusätzlich
ist davon auszugehen, daß die Lage
oder Anordnung einzelner Elemente in jeder offenbarten Ausführungsform
modifiziert werden kann, ohne vom Gedanken und Umfang der Erfindung
abzuweichen. Die folgende detaillierte Beschreibung ist daher nicht als
Einschränkung
zu verstehen, und der Umfang der vorliegenden Erfindung ist nur
durch die entsprechend auszulegenden beigefügten Ansprüche und die gesamte Bandbreite
an Äquivalenten,
zu denen die Ansprüche berechtigen,
definiert. In den Zeichnungen bezeichnen in sämtlichen Darstellungen gleiche
Bezugszeichen die gleiche oder eine ähnliche Funktionalität.
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1 zeigt
ein Schema zweier drahtloser Stationen: Station 110 und
Station 150, sowie eine Vorrichtung für ein drahtloses persönliches
Netzwerk (Wireless Personal Area Network, WPAN) 170. In
einigen Ausführungsformen
sind Station 110 und Station 150 Teil eines drahtlosen
lokalen Netzwerkes (Wireless Local Area Network, WLAN). Beispielsweise
kann/können
eine oder mehrere der Stationen 110 und 150 ein
Zugangspunkt in einem WLAN sein. Ebenfalls beispielsweise kann/können eine
oder mehrere der Stationen 110 und 150 eine mobile
Station wie zum Beispiel ein Laptop-Computer, persönlicher
digitaler Assistent (Personal Digital Assistant, PDA) oder dergleichen
sein. Weiterhin sind Station 110 und Station 150 in
einigen Ausführungsformen
Teil eines drahtlosen Weitverkehrsnetzwerkes (Wirless Wide Area
Network, WWAN). Beispielsweise kann/können eine oder mehrere der
Stationen 110 und 150 eine Basisstation oder eine
Teilnehmereinheit sein. Obgleich in 1 nur zwei
Stationen gezeigt sind, kann jede beliebige Anzahl von Stationen
vorhanden sein, ohne vom Umfang der vorliegenden Erfindung abzuweichen.
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Station 110 schließt drahtlose
Schnittstelle 112 ein, und Station 150 schließt drahtlose
Schnittstelle 152 sowie WPAN-Schnittstelle 158 ein.
In einigen Ausführungsformen
können
drahtlose Schnittstelle 112 und drahtlose Schnittstelle 152 teilweise
in Übereinstimmung
oder vollständig
in Übereinstimmung
mit einem Drahtlosnetzwerkstandard arbeiten.
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Beispielsweise
können
drahtlose Schnittstelle 112 und drahtlose Schnittstelle 152 teilweise
in Übereinstimmung
mit einer Norm wie der ANSI/IEEE-Norm 802.11, Ausgabe 1999, arbeiten,
obgleich dies keine Einschränkung
der vorliegenden Erfindung darstellt. Der hier verwendete Begriff „802.11" bezieht sich auf
jede frühere,
gegenwärtige
oder zukünftige
IEEE-Norm 802.11, einschließlich
unter anderem der Ausgabe von 1999. Ebenfalls beispielsweise können drahtlose
Schnittstelle 112 und drahtlose Schnittstelle 152 teilweise
in Übereinstimmung
mit jeder beliebigen anderen Norm arbeiten, zum Beispiel jeder beliebigen
IEEE-Norm zu drahtlosen Weitverkehrsnetzwerken (WWAN).
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Drahtlose
Schnittstelle 112 und drahtlose Schnittstelle 152 können an
jede beliebige Anzahl von Antennen gekoppelt sein. In dem Beispiel
von 1 ist Antenne 114 als eine an drahtlose
Schnittstelle 112 gekoppelte einzelne Antenne gezeigt,
und Antenne 154 ist als eine an drahtlose Schnittstelle 152 gekoppelte
einzelne Antenne gezeigt, obgleich dies keine Einschränkung der
vorliegenden Erfindung darstellt. Beispielsweise kann Antenne 114 mehrere
physikalische Antennen einschließen, und Antenne 154 kann
ebenfalls mehrere physikalische Antennen einschließen.
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Der „Kanal", über den
Station 110 und Station 150 miteinander kommunizieren,
kann viele mögliche Signalwege
einschließen.
Wenn sich Station 110 und Station 150 beispielsweise
in einer Umgebung mit vielen „Reflektoren" befinden (zum Beispiel
Wände,
Türen oder
sonstige Hindernisse), können
viele Signale über
unterschiedliche Wege eintreffen. Dieser Zustand ist als „Mehrwege-Effekt" bekannt. In einigen
Ausführungsformen
nutzen Station 110 und Station 150 mehrere Antennen,
um den Mehrwege-Effekt vorteilhaft zu nutzen und um die Kommunikationsbandbreite
zu erhöhen.
Beispielsweise können
Station 110 und Station 150 in einigen Ausführungsformen
miteinander unter Nutzung von Multiple-Input-Multiple-Output-(MIMO-)Verfahren kommunizieren.
Im allgemeinen bieten MIMO-Systeme
höhere
Kapazitäten
durch Nutzung mehrerer Raumkanäle,
die durch den Mehrwege-Effekt
ermöglicht
werden.
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In
einigen Ausführungsformen
können
Station 110 und Station 150 unter Nutzung des
Orthogonalfrequenzmultiplexens (OFDM) in jedem Raumkanal miteinander
kommunizieren. Der Mehrwege-Effekt kann frequenzselektiven Schwund
einführen,
der Beeinträchtigungen
wie Intersymbolstörungen
(ISI) verursachen kann. OFDM ist zum Teil deshalb bei der Bekämpfung von
frequenzselektivem Schwund wirkungsvoll, weil OFDM in jedem Raumkanal
mehrere Frequenzunterträger
nutzt, so daß das
von jedem Unterträger
belegte Spektrum eine flachere Kanalkennlinie aufweist. Zur Korrektur
von Unterträgerabschwächungen
kann eine für jeden
Unterträger
geeignete Skalierung implementiert werden. Weiterhin kann die Datenträgerkapazität eines jeden
Unterträgers
in Abhängigkeit
den Schwundeigenschaften des von dem Unterträger belegten Spektrums dynamisch
gesteuert werden.
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WPAN-Vorrichtung 170 ist
an Antenne 172 gekoppelt, und WPAN-Schnittstelle 158 ist
an Antenne 156 gekoppelt. Wie in 1 gezeigt,
kann WPAN-Vorrichtung 170 jede beliebige Vorrichtung sein,
die in der Lage ist, mit Station 150 über ein persönliches
Netzwerk zu kommunizieren. Beispielsweise kann WPAN-Vorrichtung 170 eine
Bluetooth-kompatible
Vorrichtung, wie ein drahtloses Headset oder ein Mobiltelefon, sein.
In einigen dieser Ausführungsformen
kann Station 150 ein Notebook-Computer sein, und kann WPAN-Vorrichtung 170 Audioverbesserungen
oder Modemfähigkeiten
bieten.
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Die
WPAN-Kommunikationsvorgänge
können
Störungen
der Kommunikationsvorgänge
zwischen drahtloser Schnittstelle 112 und drahtloser Schnittstelle 152 verursachen.
WPAN-Schnittstelle 158 ist beispielsweise ortsgleich mit
drahtloser Schnittstelle 152 angeordnet und kann Störungen verursachen.
Weiterhin kann WPAN-Vorrichtung 170 Störungen einer
der oder beider drahtlosen Schnittstellen 112 und 152 verursachen.
Andere Vorrichtungen können
ebenfalls Störungen
des Betriebs einer der oder beider drahtlosen Schnittstellen 112 und 152 verursachen.
Beispielsweise können
Vorrichtungen, wie schnurlose Telefone, Babymonitore, Mikrowellenherde
und Garagentoröffner,
Störungen
verursachen.
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Verschiedene
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung schwächen
die oben beschriebenen Störungen
durch Anwendung verschiedener Verfahren ab. In einigen Ausführungsformen
kann eine drahtlose Schnittstelle Informationen von einer anderen
Vorrichtung empfangen, um die Störungsermittlung
zu unterstützen.
Beispielsweise kann WPAN-Vorrichtung 158 drahtloser Schnittstelle 152 ein
Signal zuführen,
um anzuzeigen, daß die
beiden Schnittstellen ortsgleich angeordnet sind, und drahtlose
Schnittstelle 152 kann ihren Störungsermittlungsalgorithmus
entsprechend modifizieren. In anderen Ausführungsformen kann eine Schmalbandstörung durch
eine drahtlose Schnittstelle, wie drahtloser Schnittstelle 152,
ermittelt werden, ohne Informationen von einer ortsgleich angeordneten
Schnittstelle zu empfangen.
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Zusätzlich können verschiedene
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung die oben beschriebenen Störungen durch
Aktualisierung einer auf empfangenen Daten beruhenden Rauschvarianzschätzung abschwächen. Beispielsweise
kann eine Rauschvarianz während
des Empfangs einer Datenpaketpräambel geschätzt werden,
um die Störungsabschwächung zu
unterstützen.
Weiterhin kann die Rauschvarianzschätzung auch während des
Empfangs von Daten aktualisiert werden. Durch Aktualisierung der
Rauschvarianzschätzung
können
die verschiedenen Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung die Auswirkungen von Schmalbandstörungen in
jedem OFDM-Unterträger
abschwächen.
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In
verschiedenen Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung wenden Sender Vorwärtsfehlerkorrektur (FEC) an.
Beispielsweise kann ein Sender einen Datenstrom unter Anwendung
von Faltungskodierung, Block-Turbokodierung, Faltungs-Turbokodierung,
Low-Density-Parity-Codes
(LDPC) oder sonstigen Kodierschemata kodieren. Außerdem kann
er Hybrid-ARQ anwenden. Weiterhin kann ein Empfänger den Datenstrom unter Verwendung
eines geeigneten Dekoders dekodieren. Beispielsweise kann ein Viterbi-Dekoder
an einem Empfänger
verwendet werden, um einen faltungskodierten Datenstrom zu dekodieren.
Die hier verwendete Begriffe „kodieren" und „dekodieren" umfassen die mit
jedem der möglichen
Vorwärtsfehlerkorrekturschemata
zusammenhängenden
Vorgänge,
einschließlich
der oben aufgelisteten sowie weiterer. Weiterhin können unter
Bezugnahme auf Faltungskodierung verschiedene Ausführungsformen
beschrieben sein, die Erfindung ist jedoch nicht auf diese beschränkt. Beispielsweise
können
unter Bezugnahme auf Faltungskodierung beschriebene Ausführungsformen
andere Arten der FEC anwenden, ohne vom Umfang der vorliegenden
Erfindung abzuweichen.
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2 und 3 zeigen
Signale, die ein Paket in einem Orthogonalfrequenzmultiplex(-OFDM)-System
stören.
Wie in 2 und 3 gezeigt, stellt die horizontale
Achse von links nach rechts den Zeitverlauf dar, und die vertikale
Achse stellt die Frequenz von OFDM-Unterträgern dar. 2 und 3 zeigen
zehn OFDM-Unterträger,
obgleich dies keine Einschränkung
der vorliegenden Erfindung darstellt. Beispielsweise nutzen einige
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung eine mit IEEE 802.11g kompatible drahtlose Schnittstelle,
die 52 OFDM-Unterträger
sendet und empfängt.
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Die
Pakete sind in 2 Teile unterteilt: die Präambel 202 und die
Daten 204, wobei die Teilungsstelle durch eine vertikale
Linie angegeben ist. Die Präambel
kann jede beliebige Länge
aufweisen. Beispielsweise beträgt
die Zeitspanne T_p der Präambel
in einigen Ausführungsformen 16 Mikrosekunden.
Weiterhin liegt die Datenlänge
T_d in einigen Ausführungsformen
im Bereich von einigen hundert Mikrosekunden bis zu zwei Millisekunden
oder darüber.
Die starken horizontalen Linien 210 und 310 stellen
Schmalbandstörungen
dar.
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2 zeigt
eine mit oder vor der Präambel
beginnende Störung,
und 3 zeigt eine nach der Präambel beginnende Störung. Verschiedene
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung schließen einen Empfänger ein,
der für
jeden der OFDM-Unterträger
während
des Empfangs der Präambel
sowie während
des Empfangs der Daten Rauschvarianzschätzungen vornimmt. Durch fortlaufende
Aktualisierung der Rauschvarianzschätzungen können das Vorhandensein von
Störungen
ermittelt und deren Auswirkungen abgeschwächt werden, selbst wenn die
Störung,
wie in 3 gezeigt, nach der Präambel auftritt.
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4 und 5 zeigen
die Leistung von Systemen, die der Störung gemäß 2 und 3 unterliegen. 4 zeigt
die Leistung eines Systems, das der Störung gemäß 2 unterliegt.
In 4 weist der Empfänger eine exakte Rauschvarianzschätzung auf,
die während
des Empfangs der Präambel
vorgenommen wurde. Da die Störung
während
der Präambel
vorhanden ist, wurde die Störung
als „Rauschen" gemessen, und die
Rauschvarianzschätzung
spiegelt die Kombination aus Rauschen und Störung genau wider. Der Dekoder
im Empfänger
kann diese Rauschvarianzschätzung
nutzen, um die Auswirkung der Störung
abzuschwächen.
In Abhängigkeit
von den zu der Störung
verfügbaren
Informationen kann das System die Störung ausgleichen oder das Gewicht
des stärker
rauschenden Unterträgerbeitrags
reduzieren und kleinere Dekodierfehler erreichen. 4 zeigt
das Ergebnis der Nutzung eines geringeren Gewichts für den rauschenden
Unterträger.
Die horizontale Achse ist das Signal-Rausch-Verhältnis auf der dB-Skala. Die
drei Kurven stellen unterschiedliche Störleistungspegel dar. Kurve 410 weist
ein Störungs-Rausch-Verhältnis (I/N)
von –20
dB auf; dies entspricht im wesentlichen dem Fall, daß keine
Störung
vorliegt. Kurve 420 und Kurve 430 stellen I/N
= 10 dB beziehungsweise I/N = 40 dB dar. Es ist zu beachten, daß die Störbandbreite
lediglich 1 MHz beträgt und
802.11g eine Bandbreite von etwa 16 MHz aufweist (12 auf der dB-Skala),
daher ist das Träger-Störungs-Verhältnis (C/I)
etwa gleich 2 dB beziehungsweise –28 dB. Die Tatsache, daß sich die
Funkleistung um lediglich den Bruchteil eines dB verschlechtert,
zeigt, wie hoch die Fehlerkorrekturfähigkeit der Vorwärtsfehlerkorrektur
ist, wenn die Störinformation
richtig genutzt wird.
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5 dient
dazu, die Leistungsverschlechterung zu veranschaulichen, wenn die
Rauschvarianzschätzung
nach der Präambel
des Paketes nicht aktualisiert wird. In der Simulation, die 5 ergeben
hat, werden die Rauschvarianzschätzungen
während
der Datenphase des Paketes nicht aktualisiert. Da das Störsignal während der
Datenphase des Paketes beginnt, ist die korrekte Rauschvarianz für den Faltungsdekoder
nicht verfügbar,
und der Dekoder verliert aufgrund der Störung wesentlich an Leistung,
Die fehlerhafte Rauschvarianzschätzung
liefert dem Faltungsdekoder nicht ausreichend Informationen, um
die Entscheidungsmatrix richtig zu gewichten. Wie in 4 gezeigt,
stellen die drei Kurven unterschiedliche Störleistungspegel dar. Kurve 510 weist
ein I/N von –20
dB auf, Kurve 520 weist ein I/N von 10 dB auf und Kurve 530 weist
ein I/N von 40 dB auf. Der Leistungsverlust nähert sich asymptotisch (Störleistung
+ Rauschleistung)/Rauschleistung.
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Wie
unten beschrieben, können,
wenn in einem OFDM-Empfänger
verschiedene Ausführungsformen der
vorliegenden Erfindung angewendet werden, die Auswirkungen eines
starken Schmalband-Störsignals
abgeschwächt
werden. Beispielsweise kann in einem IEEE-802.11g-(OFDM-)Empfänger ein starkes Bluetooth-kompatibles
Störsignal
mit geringer Verschlechterung bis zu dem Pegel abgeschwächt werden,
bei dem der Hochfrequenz(HF-)Eingang gesättigt ist.
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6 zeigt
ein Ablaufdiagramm gemäß verschiedenen
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung. Verfahren 600 stellt die Arbeitsschritte
eines OFDM-Empfängers
bei der Aktualisierung der Rauschvarianzschätzung während des Datenempfangs dar.
Bei 610 wird die Rauschvarianz für jeden Ton in einem OFDM-Signal
geschätzt.
Beispielsweise kann bei 610 die Präambel eines OFDM-Datenpaketes
genutzt werden, um das Datenpaket zu synchronisieren und die Rauschvarianz
in jedem Ton zu schätzen.
Bei 620 wird das Signal y = hx + n empfangen, wobei y,
h, x und n das empfangene Signal, die Auswirkungen auf den Kanal, das
gesendete Symbol beziehungsweise das Rauschen sind.
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Bei
630 werden
Hard-Bits (b_h) und Soft-Bits (b_s) geschätzt. Hard-Bits entsprechen
einer Schätzung des
gesendeten Symbols, und Soft-Bits geben die log-Likelihood an, mit
der die Hard-Bits korrekt sind. In einigen Ausführungsformen kann diese Funktionalität durch
Anwendung einer Funktion sym2bit(y, h, σ) implementiert sein als:
wobei N die Anzahl der Bits
in b_h ist. Es ist wichtig zu beachten, daß die Abhängigkeit von der Rauschvarianz in
der dritten Zeile explizit angegeben ist. In Abhängigkeit von der Größe der Quadraturamplitudenmodulations (QAM-)Konstellation
kann b_h eine andere Anzahl von Bits enthalten. Beispielsweise schließen BPSK,
QPSK, 16QAM und 64QAM 1, 2, 4 beziehungsweise 6 Bits ein.
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Bei 640 erfolgt
die FEC-Dekodierung. Beispielsweise kann bei Ausführungen
mit Faltungskodierung bei 640 ein Viterbi-Dekoder verwendet
werden. Der Dekoder gibt bei 642 Daten aus und führt bei 644 Fehlerinformationen
zurück.
Die Rückführungsinformationen
aus der Dekodierung können
bei 650 verwendet werden, um die Rauschvarianz zu aktualisieren.
Das nächste
empfangene Symbol bei 620 kann anschließend unter Verwendung der aktualisierten
Rauschvarianz verarbeitet werden. Wenn ein Schmalband-Störsignal
viele Rohbitfehler verursacht, wird die Rauschvarianz bei 650 aktualisiert,
und der neue Rauschvarianzwert hilft, die Auswirkungen des Störsignals
abzuschwächen,
wenn das Symbol im verbleibenden Verfahren 600 verarbeitet wird.
Zur Korrektur der früheren
Symbole kann iterative Dekodierung angewendet werden.
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Die
verschiedenen Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung wenden eine robuste Vorwärtsfehlerkorrektur
(FEC) an, bei der ein Sender den Datenstrom kodiert und der Empfänger den
Datenstrom dekodiert. Durch Ermittlung der Störung in jedem OFDM-Unterträger beziehungsweise „Ton" und Modifizierung
der Rauschvarianzschätzung
kann auch die Soft-Bit-Schätzung
modifiziert und die Auswirkungen des Störers können abgeschwächt werden.
In einigen Ausführungsformen
kann die Rauschvarianzschätzung
auf einer Symbol-für-Symbol-Basis
fortlaufend aktualisiert werden. In anderen Ausführungsformen wird die Rauschvarianzschätzung weniger
häufig
als auf einer Symbol-für-Symbol-Basis
aktualisiert. Wie oben beschrieben, nutzen die durch 6 dargestellten
Ausführungsformen
eine Rückführung von
der FEC-Dekodierungsstufe im Empfänger. 7, die im
Anschluß beschrieben
ist, stellt Ausführungsformen
dar, die nicht notwendigerweise eine Rückführung von der FEC-Dekodierungsstufe
aufweisen.
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Es
wird nun auf 7 bezug genommen, wobei bei 710 ein
Signal y = hx + n empfangen wird, wobei y, h, x und n dieselbe Bedeutung
haben wie obenstehend unter Bezugnahme auf 6 beschrieben.
Bei 720 wird die Störung,
sofern vorhanden, ermittelt, bei 730 wird die dem gestörten OFDM-Ton
entsprechende Rauschvarianz aktualisiert oder der gestörte Ton
wird punktiert, und bei 740 werden Hard-Bits und Soft-Bits geschätzt. Nachdem
Hard-Bits und Soft-Bits geschätzt
wurden, kann bei 750 die FEC-Dekodierung erfolgen.
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Nachstehend
sind verschiedene Ausführungsformen
der Vorgänge
in Block 720, Block 730 und Block 740 als
eine alternative Implementierung von sym2bit(y, h, σ) beschrieben,
obgleich dies keine Einschränkung der
vorliegenden Erfindung darstellt. Beispielsweise sind in einigen
Ausführungsformen
die Vorgänge
in Block 720, Block 730 und Block 740 in
separaten Funktionen oder über
verteilte Verarbeitungselemente hinweg implementiert.
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Verschiedene
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung können
die zeitliche Lokalität
und Frequenzlokalität
der Störung
nutzen oder nicht nutzen, um deren Vorhandensein zu ermitteln und
die Rauschvarianz zu aktualisieren. Beispielsweise kann die Energie
eines Symbols in einem Ton mit der Energie von Symbolen in demselben
Ton oder mit der Energie von Symbolen in anderen Tönen verglichen
werden. Der folgende Pseudocode veranschaulicht den Algorithmus:
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Um
die mögliche
Abhängigkeit
von Zeit und Tönen
zu veranschaulichen, wurden dem Ausdruck zwei Indizes hinzugefügt; der
erste Index ist der zeitliche Symbolindex, der zweite steht für die Tonkennungen
(tone labels). Die Entscheidungsvariable d(j, k) wird gebildet durch
Mittelwertbildung aus den benachbarten n + 1 Symbolen und den benachbarten
m + 1 Tönen.
Um die Latenzzeit zu reduzieren, kann n gleich Null oder Eins gesetzt
werden.
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Weiterhin
kann jede beliebige Anzahl von vorangehenden Symbolen oder nachfolgenden
Symbolen in jeder beliebigen Kombination genutzt werden. Der Wert
von m kann auf der Basis der zu erwartenden kohärenten Bandbreite des Störers gewählt werden.
Der beste Wert für
m und n kann von der Frequenz-Zeit-Kohärenz der Störquelle abhängen. Er kann von dem Netzwerkschnittstellen-Controller
(NIC) auf der Basis eines früheren
Logs oder Informationen anderer Komponenten geschätzt werden.
Die Wahl von m = 3 ist beispielsweise ein sinnvoller Wert für eine Bluetooth-Störung. In
einigen Ausführungsformen
kann der „Schwellenwert" wie folgt gesetzt
werden:
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Der
Koeffizient α kann
jeden beliebigen Wert annehmen. Beispielsweise kann α einen Wert
im Bereich von 2–4
annehmen. In einigen Ausführungsformen
kann die Rauschvarianzschätzung
offensiver sein. Beispielsweise kann die Rauschvarianz berechnet
werden als:
wobei die letzten l Entscheidungsvariablen
berücksichtigt
werden. In einigen Ausführungsformen
kann l ausreichend groß sein,
um sämtliche
vorangegangenen Symbole im aktuellen Paket einzuschließen.
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In
verschiedenen Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung kann ein Störsignal ermittelt werden, ohne
die zeitliche Lokalität
und die Frequenzlokalität
der Störung
zu nutzen. Beispielsweise kann im Fall einer großen Schmalbandstörung wie
derjenigen, die infolge einer ortsgleich angeordneten Bluetooth-Vorrichtung
vorhanden ist, die folgende sym2bit-Funktion angewendet werden:
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Der
Schwellenwert kann auf jeden beliebigen geeigneten Schwellenwert
eingestellt werden. Beispielsweise kann der Schwellenwert für eine gegebene
Anwendung heuristisch ermittelt werden. Diese sym2bit-Funktion wurde
mit einem Schwellenwert zwischen 2,6 und 4,9 simuliert, und alle
lieferten gute Ergebnisse. Die Simulationsergebnisse sind in 8 gezeigt.
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8 zeigt
Simulationsergebnisse gemäß verschiedenen
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung. Die Bluetooth-Störung wurde in der Simulation
bei verschiedenen Störungs-Rausch-(I/N-)Verhältnissen modelliert.
Die drei Kurven stellen unterschiedliche Störleistungspegel dar. Kurve 810 weist
ein Störungs-Rausch-Verhältnis (I/N)
von –20
dB auf; dies entspricht im wesentlichen dem Fall, daß keine
Störung vorliegt.
Kurve 820 und Kurve 830 stellen I/N = 10 dB beziehungsweise
I/N = 40 dB dar. Es ist zu beachten, daß bei dem I/N-Verhältnis von
10 dB dieser Algorithmus etwa 2 dB an Leistung verliert. Jedoch
wird mit größerer Störung (Kurve 830)
die Leistung verbessert. Dies zeigt, daß dieser Algorithmus bei der
Heraustrennung des größeren Störers aus
dem thermischen Rauschen gut funktioniert.
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9 zeigt
ein Systemschema gemäß verschiedenen
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung. Das Systemschema gemäß 9 schließt zwei
elektronische Systeme, 910 und 950, ein. System 910 schließt Prozessor 912,
Speicher 914, WPAN-Schnittstelle 916,
WLAN-Schnittstelle 918 und Antenne 920 ein. System 950 schließt Prozessor 952,
Speicher 954, WLAN-Schnittstelle 958 und Antenne 960 ein.
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Elektronisches
System 910 und elektronisches System 950 können jeglicher
Art sein, die über
Funksignale kommunizieren kann. Beispielsweise kann in einigen Ausführungsformen
sowohl elektronisches System 910 als auch elektronisches
System 950 ein System darstellen, das einen WLAN-Zugangspunkt,
eine mobile Station, eine Basisstation oder eine Teilnehmereinheit
sowie sonstige Kreise einschließt.
Ebenfalls beispielsweise kann in einigen Ausführungsformen jedes der elektronischen
Systeme ein Computer, ein Handcomputer, ein zur drahtlosen Kommunikation
fähiges
Telefon oder jede andere Art von Kommunikationsvorrichtung sein.
Weiterhin können
System 910 und System 950 Knoten in einem drahtlosen
Netzwerk sein, wie zum Beispiel Station 110 und Station 150 (1).
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WPAN-Schnittstelle 916 kann
jede Art von Schnittstelle eines persönlichen Netzwerkes sein. Beispielsweise
ist WPAN-Schnittstelle 916 in einigen Ausführungsformen
eine Bluetooth-kompatible Schnittstelle, die WPAN-Konnektivität für elektronisches
System 910 bereitstellt. WLAN-Schnittstelle 918 und WLAN-Schnittstelle 958 können jede
Art von WLAN-Schnittstelle sein, einschließlich unter anderem eine mit IEEE
802.11 kompatible Schnittstelle.
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WPAN-Schnittstelle 916 und
WLAN-Schnittstelle 918 sind in elektronischem System 910 ortsgleich angeordnet.
In einigen Ausführungsformen
bietet WPAN-Schnittstelle 916 auf Leiter 917 einen
Hinweis auf ihr Vorhandensein oder ihren Betrieb. Beispielsweise
kann WPAN-Schnittstelle 916 in einigen Ausführungsformen auf
Leiter 917 immer dann ein Signal aktivieren, wenn sie in
System 910 vorhanden ist. In anderen Ausführungsformen
kann WPAN-Schnittstelle 916 auf Leiter 917 immer
dann ein Signal aktivieren, wenn sie in System 910 in Betrieb
ist. In einigen Ausführungsformen
wird auf Leiter 917 verzichtet.
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Elektronisches
System 910 und elektronisches System 950 können jede
der oben unter Bezugnahme auf die vorangehenden Figuren beschriebenen
Ausführungsformen
zur Störungsermittlung
und -abschwächung
nutzen. Beispielsweise kann in einigen Ausführungsformen ein FEC-Dekoder
Fehlerinformationen bereitstellen und Rauschvarianzschätzungen
auf einer Symbol-für-Symbol-Basis
aktualisieren. Weiterhin kann in einigen Ausführungsformen ein elektronisches
System zeitliche Lokalität
und Frequenzlokalität
zur Ermittlung von Störungen,
wie oben unter Bezugnahme auf 7 beschrieben,
nutzen oder nicht nutzen. Außerdem kann
WLAN-Schnittstelle 918 in einigen Ausführungsformen anders arbeiten,
je nachdem, ob auf Leiter 917 ein Signal aktiviert wird,
um eine ortsgleich angeordnete WPAN-Schnittstelle anzuzeigen. Beispielsweise
kann WLAN-Schnittstelle 918 zeitliche Lokalität und Frequenzlokalität nutzen,
um Störungen
zu ermitteln, wenn eine WPAN-Schnittstelle nicht ortsgleich angeordnet
ist, und einen einfacheren Ansatz anwenden, wenn eine WPAN-Schnittstelle
ortsgleich angeordnet ist.
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Während des
Betriebs lesen Prozessor 912 und Prozessor 952 Befehle
und Daten aus Speicher 914 beziehungsweise Speicher 954 aus
und führen
in Reaktion darauf Aktionen aus.
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Beispielsweise
kann Prozessor 912 auf Befehle aus Speicher 914 zugreifen
und Verfahrensausführungsformen
der vorliegenden Erfindung durchführen, wie zum Beispiel die
Gesamtheit oder einen Teil von Verfahren 600 (6)
oder Verfahren 700 (7) oder
unter Bezugnahme auf andere Figuren beschriebener Verfahren. Prozessor 912 und
Prozessor 952 stellen jede beliebige Art von Prozessor
dar, einschließlich
unter anderem einen Mikroprozessor, einen Digitalsignalprozessor,
einen Mikrocontroller oder dergleichen.
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Speicher 914 und
Speicher 954 sind Speicherelemente, die jeweils einen Artikel
darstellen, der ein maschinenlesbares Medium einschließt. Beispielsweise
kann sowohl Speicher 914 als auch Speicher 954 einen
Schreib-Lese-Speicher (RAM), dynamischen Schreib-Lese-Speicher (DRAM),
statischen Schreib-Lese-Speicher (SRAM), Nur-Lese-Speicher (ROM), Flash-Speicher
oder jegliche andere Art von Artikel darstellen, der ein von jedem
der Prozessoren lesbares Medium einschließt. Speicher 914 und
Speicher 954 können Befehle
zur Durchführung
der verschiedenen Verfahrensausführungsformen
der vorliegenden Erfindung speichern.
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Obgleich
die vorliegende Erfindung in Verbindung mit bestimmten Ausführungsformen
beschrieben wurde, versteht sich, daß auf Modifikationen und Variationen
zurückgegriffen
werden kann, ohne vom Geist und Umfang der Erfindung abzuweichen,
wie für
Fachleute leicht ersichtlich sein wird. Derartige Modifikationen und
Variationen gelten als im Umfang der Erfindung und der beigefügten Ansprüche inbegriffen.
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Zusammenfassung
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Die
Störungsauswirkungen
werden in einem drahtlosen System durch Aktualisierung von Rauschvarianzschätzungen
abgeschwächt.
Rauschvarianzschätzungen
können
nach dem Empfang einer Präambel
in einem OFDM-Empfänger
aktualisiert werden.