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Verwandte
Anmeldungen
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Dies
ist eine Teilfortführung
der US-Patentanmeldung Nr. 11/000 330, eingereicht am 29. November
2004, und eine Teilfortführung
der US-Patentanmeldung Nr. 11/000 333, eingereicht am 29. November
2004, die eine Teilfortführung
der US-Patentanmeldung
Nr. 10/611 798, eingereicht am 30. Juni 2003, ist.
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Technisches
Gebiet
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Diese
Erfindung betrifft Laser und insbesondere ein Verfahren und eine
Vorrichtung zum Erhöhen
des Werkstückbearbeitungsdurchsatzes
durch abwechselndes Umschalten eines einzelnen Laserstrahls unter
zwei oder mehr Strahlwegen, so dass einer der Strahlwege zur Bearbeitung
eines Werkstücks
verwendet wird, während
der andere Strahlweg zur Bearbeitung eines anderen Werkstücks positioniert
wird.
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Hintergrund
der Erfindung
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Laser
werden in einer Vielfalt von Forschungs-, Entwicklungs- und industriellen
Vorgängen,
einschließlich
Prüfen,
Bearbeiten und Mikrobearbeiten einer Vielfalt von elektronischen
Materialien und Substraten, umfangreich verwendet. Um beispielsweise
einen dynamischen Direktzugriffsspeicher ("DRAM")
zu reparieren, werden Laserimpulse verwendet, um elektrisch leitende
Verbindungen zu durchtrennen, um fehlerhafte Speicherzellen von
einem DRAM-Bauelement zu trennen und dann redundante Speicherzellen
zu aktivieren, um die fehlerhaften Speicherzellen zu ersetzen. Da
fehlerhafte Speicherzellen, die Verbindungsentfernungen benötigen, willkürlich angeordnet
sind, sind die Verbindungen, die durchtrennt werden müssen, willkürlich angeordnet.
Während
des Laser-Verbindungsreparaturprozesses werden folglich die Laserimpulse
in willkürlichen
Impulsintervallen abgefeuert. Mit anderen Worten, die Laserimpulse laufen
vielmehr mit einem breiten variablen Bereich von Impulswiederholungsfrequenzen
("PRFs") als mit einer konstanten
PRF. Damit industrielle Prozesse einen größeren Produktionsdurchsatz
erreichen, wird der Laserimpuls ohne Stoppen des Laserstrahl-Abtastmechanismus
auf die Zielverbindung abgefeuert. Dieses Herstellungsverfahren
wird in der Industrie als Verbindungsbearbeitung "im Fluge" ("OTF") bezeichnet. Andere übliche Laseranwendungen
verwenden Laserimpulse, die nur dann abgefeuert werden, wenn sie
zu willkürlichen
Zeiten erforderlich sind.
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Die
Laserenergie pro Impuls nimmt jedoch typischerweise mit zunehmender
PRF ab, während die
Laserimpulsbreite mit zunehmender PRF zunimmt, Eigenschaften, die
insbesondere für
gütegeschaltete
Festkörperlaser
gelten. Obwohl viele Laseranwendungen willkürlich zeitverschobene Laserimpulse
auf Verlangen erfordern, erfordern diese Anwendungen auch, dass
die Laserenergie pro Impuls und die Impulsbreite im Wesentlichen
konstant gehalten werden. Für
die Verbindungsbearbeitung an einem Speicher oder anderen IC-Chips
führt eine
unangemessene Laserenergie zu einer unvollständigen Verbindungsdurchtrennung,
während
eine übermäßige Laserenergie
eine unannehmbare Beschädigung an
der Passivierungsstruktur oder am Siliziumsubstrat verursacht. Der
annehmbare Bereich von Laserimpulsenergien wird häufig als "Prozessfenster" bezeichnet. Für viele
praktischen IC-Bauelemente erfordert das Prozessfenster, dass die
Laserimpulsenergie um weniger als 5 Prozent von einem ausgewählten Impulsenergiewert
abweicht.
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Verschiedene
Methoden wurden implementiert, um einen Betrieb innerhalb eines
Prozessfensters sicherzustellen oder das Prozessfenster zu erweitern.
Das US-Pat. Nr.
5 590 141, über
METHOD AND APPARATUS FOR GENERATING AND EMPLOYING A HIGH DENSITY
OF EXCITED IONS IN A LASANT, das auf den Anmelder dieser Patentanmeldung übertragen
wurde, beschreibt beispielsweise Festkörperlaser mit laseraktiven
Materialien, die einen verringerten Impulsenergieabfall als Funktion
einer zunehmenden PRF und daher eine höhere verwendbare PRF aufweisen.
Solche Laser sind daher in der Lage, stabilere Impulsenergiepegel
zu erzeugen, wenn sie unter ihren maximalen PRFs betrieben werden.
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Das
US-Pat. Nr. 5 265 114 über
SYSTEM AND METHOD FOR SELECTIVELY LASER PROCESSING A TARGET STRUCTURE
OF ONE OR MORE MATERIALS OFA MULTIMATERIAL, MULTILAYER DEVICE, das
auch auf den Anmelder dieser Patentanmeldung übertragen wurde, beschreibt
die Verwendung einer längeren
Laserwellenlänge
wie z.B. 1320 Nanometer ("nm"), um das Verbindungsprozessfenster
zu erweitern, um eine breitere Variation der Laserimpulsenergie
während
des Prozesses zu ermöglichen.
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Das
US-Pat. Nr. 5 226 051 über
LASER PUMP CONTROL FOR OUTPUT POWER STABILIZATION beschreibt ein
Verfahren zum Ausgleichen der Laserimpulsenergie durch Steuern des
elektrischen Stroms der Pumpdioden. Das Verfahren arbeitet in praktischen
Anwendungen gut, die eine Laser-PRF unterhalb etwa 25 kHz oder 30
kHz verwenden.
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Die
vorstehend beschriebenen Laserbearbeitungsanwendungen verwenden
typischerweise Infrarot- ("IR") Laser mit Wellenlängen von
1047 nm bis 1324 nm, die mit PRFs nicht über etwa 25 bis 30 kHz laufen.
Die Produktionsbedürfnisse
verlangen jedoch einen viel höheren
Durchsatz, so dass die Laser in der Lage sein sollten, mit PRFs
zu arbeiten, die viel höher
sind als etwa 25 kHz, wie z.B. 50 kHz bis 60 kHz oder höher. Außerdem werden
viele Laserbearbeitungsanwendungen unter Verwendung von Ultraviolett-
("UV") Energiewellenlängen verbessert,
die typischerweise geringer als etwa 400 nm sind. Solche UV-Wellenlängen können erzeugt
werden, indem ein IR-Laser einem Oberwellenerzeugungsprozess unterzogen
wird, der die zweite, dritte oder vierte Oberwelle des IR-Lasers
stimuliert. Aufgrund der Art der Oberwellenerzeugung sind die Energiepegel
solcher UV-Laser von Impuls zu Impuls leider gegen Zeitvariationen
in der PRF und im Laserimpulsintervall besonders empfindlich.
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Das
US-Pat. Nr. 6 172 325 über
LASER PROCESSING POWER OUTPUT STABILIZATION APPARATUS AND METHOD
EMPLOYING PROCESSING POSITION FEEDBACK, das auch auf den Anmelder
dieser Patentanmeldung übertragen
wurde, beschreibt ein Verfahren zum Betreiben des Lasers mit einer
konstanten hohen Wiederholungsrate in Verbindung mit einer durch
Positionsrückkopplung gesteuerten
Laserimpulsaussuch- oder -torsteuervorrichtung, um ein Laserimpulsaussuchen
auf Verlangen in einem willkürlichen
Zeitintervall bereitzustellen, das ein Vielfaches des Laserimpulsintervalls ist.
Dieses Verfahren bietet eine gute Laserimpulsenergiestabilität und einen
hohen Durchsatz.
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Eine
typische Laserimpulsaussuch- oder -torsteuervorrichtung ist ein
akustischoptischer Modulator ("AOM") oder elektrooptischer
Modulator ("EOM", auch als Pockels-Zelle
bezeichnet). Typisches EOM-Material wie z.B. KD*P oder KDP leidet unter
einer relativ starken Absorption bei den UV-Wellenlängen, was
zu einer niedrigeren Beschädigungsschwelle
des Materials bei der verwendeten Wellenlänge und zu einer lokalen Erhitzung
entlang des Laserstrahlweges innerhalb der Vorrichtung führt, was Änderungen
der Halbwellenplattenspannung der Vorrichtung verursacht. Ein weiterer
Nachteil des EOM ist seine fragliche Fähigkeit, bei einer Wiederholungsrate über 50 kHz
gut zu arbeiten.
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Ein
AOM-Material ist andererseits für UV-Licht
mit 250 nm bis zu IR-Licht mit 2000 nm ziemlich durchlässig, was
ermöglicht,
dass der AOM über
die ganzen typischen Laserwellenlängen innerhalb des Bereichs
gut arbeitet. Ein AOM kann sich auch leicht auf die erwünschte Torsteuerung
von Impulsen mit einer Wiederholungsrate von bis zu einigen hundert
kHz einstellen. Ein Nachteil des AOM ist sein begrenzter Beugungswirkungsgrad
von etwa 75-90 Prozent.
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1 zeigt
einen typischen AOM 10 des Standes der Technik, der durch
einen Hochfrequenz- ("HF") Treiber 12 angesteuert
wird und für
eine Laserimpulsaussuch- oder -torsteueranwendung verwendet wird,
und 2A bis 2D (gemeinsam 2) zeigen entsprechende Zeitsteuergraphen
des Standes der Technik für
eingehende Laserimpulse 14, AOM-HF-Impulse 15 und
AOM-Ausgangsimpulse 16 und 20. 2A zeigt
Laserimpulse 14a-14k mit konstanter Wiederholungsrate,
die von einem Laser (nicht dargestellt) emittiert und zum AOM 10 ausgebreitet
werden. 2B demonstriert zwei beispielhafte
Schemen zum Anlegen von HF-Impulsen 15 an den AOM 10,
um auszuwählen,
welche der Laserimpulse 14a-14k, die in entsprechenden
Zeiträumen 22a-22k auftreten,
in Richtung eines Ziels ausgebreitet werden. In einem ersten Schema
wird ein einzelner HF-Impuls 15cde (in gestrichelten Linien dargestellt)
so erweitert, dass er die Zeiträume 22c-22e abdeckt,
die den Laserimpulsen 14c, 14d und 14e entsprechen;
und in einem zweiten Schema werden getrennte HF-Impulse 15c, 15d und 15e erzeugt,
um die jeweiligen Zeiträume 22c, 22d und 22e für die Laserimpulse 14c, 14d und 14e einzeln
abzudecken. 2C und 2D zeigen
den jeweiligen Strahl 20 erster Ordnung und Strahl 16 nullter
Ordnung, die vom AOM 10 ausgebreitet werden, wie durch
die Anwesenheit oder Abwesenheit der HF-Impulse 15, die an den AOM 10 angelegt
werden, bestimmt.
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Mit
Bezug auf 1 und 2 wird
der AOM 10 durch einen HF-Treiber 12 angesteuert.
Wenn keine HF-Impulse 15 an den AOM 10 angelegt
werden, laufen eingehende Laserimpulse 14 durch den AOM 10 im
Wesentlichen entlang ihres ursprünglichen
Strahlweges und treten als Strahl 16 aus, der typischerweise
als Strahl 16 nullter Ordnung bezeichnet wird. Wenn HF-Impulse 15 an
den AOM 10 angelegt werden, wird ein Teil der Energie der
eingehenden Laserimpulse 14 vom Weg des Strahls 16 nullter
Ordnung zu einem Weg eines Strahls 20 erster Ordnung gebeugt.
Der AOM 10 besitzt einen Beugungswirkungsgrad, der als
Verhältnis
der Laserenergie im Strahl 20 erster Ordnung zur Laserenergie
in den eingehenden Laserimpulsen 14 definiert ist. Entweder
der Strahl 20 erster Ordnung oder der Strahl 16 nullter
Ordnung kann in Abhängigkeit
von verschiedenen Anwendungserwägungen
als Arbeitsstrahl verwendet werden. Der Einfachheit halber werden
die in den AOM 10 eintretenden Laserimpulse 14 nachstehend
als "Laserimpulse" oder "Laserausgang" bezeichnet, und
Impulse, die zum Ziel geliefert werden, werden, da sie vom AOM 10 ausgesucht
werden, als "Arbeitslaserimpulse" oder "Arbeitslaserausgang" bezeichnet.
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Wenn
der Strahl 20 erster Ordnung als Arbeitsstrahl verwendet
wird, kann die Energie der Arbeitslaserimpulse dynamisch von 100
Prozent ihres Maximalwerts bis auf im Wesentlichen Null gesteuert werden,
wenn sich die Leistung der HF- Impulse 15 von
ihrer maximalen Leistung auf im Wesentlichen Null ändert. Da
der praktische begrenzte Beugungswirkungsgrad eines AOM unter einer
zulässigen
maximalen HF-Leistungslast etwa 75 Prozent bis 90 Prozent ist, ist
der maximale Energiewert der Arbeitslaserimpulse etwa 75 Prozent
bis 90 Prozent des Energiewerts in den Laserimpulsen 14.
Wenn jedoch der Strahl 16 nullter Ordnung als Arbeitsstrahl
verwendet wird, kann die Energie der Arbeitslaserimpulse dynamisch
von 100 Prozent der maximalen Energie in den Laserimpulsen 14 bis
auf 15 Prozent bis 20 Prozent des Maximalwerts gesteuert werden,
wenn sich die Leistung der HF-Impulse 15 von im Wesentlichen
Null auf ihre maximale Leistung ändert.
Für eine
Speicherverbindungsbearbeitung wird beispielsweise, wenn kein Arbeitslaserimpuls
verlangt ist, kein Austritt von Systemlaserimpulsenergie zugelassen, d.h.
die Arbeitslaserimpulsenergie sollte Null sein, so dass der Laserstrahl 20 erster
Ordnung vorzugsweise als Arbeitsstrahl verwendet wird.
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Mit
erneutem Bezug auf 2 werden HF-Impulse 15 an
den AOM 10 in willkürlichen
Zeitintervallen und nur dann, wenn Arbeitslaserimpulse verlangt
werden, in diesem Fall in willkürlichen
ganzzahligen Vielfachen des Laserimpulsintervalls, angelegt. Die
willkürliche
Ausgabe von Arbeitslaserimpulsen führt zu einer willkürlichen
variablen Wärmebelastung
am AOM 10. Die variable Wärmebelastung verursacht eine
geometrische Verzerrung und Temperaturgradienten im AOM 10,
die Gradienten in seinem Brechungsindex verursachen. Die Konsequenzen
der Wärmebelastung
verzerren einen durch den AOM 10 hindurchtretenden Laserstrahl,
was zu einer verschlechterten Laserstrahlqualität und einer Instabilität im Laserstrahlweg
oder zu einer schlechten Strahlpositionierungsgenauigkeit führt. Diese
Verzerrungen könnten
in einem gewissen Grad korrigiert werden, wenn sie konstant gehalten
werden könnten. Wenn
jedoch die Systemlaserimpulse willkürlich verlangt werden, wie
z.B. bei der Laserverbindungsbearbeitung, weisen diese Verzerrungen
dieselbe willkürliche
Art auf und können
nicht praktisch korrigiert werden.
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Testergebnisse
an einer AOM-Vorrichtung, wie z.B. einem Modell N23080-2-1.06-LTD, das von NEOS
Technologies, Melbourne, FL., hergestellt wird, zeigten, dass mit
nur zwei Watt HF-Leistung die Laserstrahl-Zeigegenauigkeit nicht
weniger als ein Milliradian abweichen kann, wenn die HF willkürlich ein
und aus an den AOM angelegt wird. Diese Abweichung ist einige hundert
Mal größer als
die für
das typische Speicherverbindungs-Bearbeitungssystem zulässige maximale
Abweichung. Die Laserstrahlqualitätsverzerrung, die sich aus
der willkürlichen Wärmebelastung
am AOM 10 ergibt, verschlechtert auch die Fokussierbarkeit
des Laserstrahls, was zu einer größeren Laserstrahl-Fleckgröße am Brennpunkt
führt.
Für Anwendungen
wie z.B. die Speicherverbindungsbearbeitung, die erfordern, dass
die Laserstrahl-Fleckgröße so klein
wie möglich
ist, ist diese Verzerrung sehr unerwünscht.
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Was
daher erforderlich ist, ist eine Vorrichtung und ein Verfahren zum
willkürlichen
Aussuchen von Arbeitslaserimpulsen von einer Laserimpulsfolge mit
hoher Wiederholungsrate, ohne eine Verzerrung des Laserstrahls zu
verursachen und die Positionierungsgenauigkeit nachteilig zu beeinflussen,
was durch die willkürliche
Wärmebelastungsveränderung am
AOM verursacht wird. Was auch erforderlich ist, ist eine Vorrichtung
und ein Verfahren zum Erzeugen von Arbeitslaserimpulsen mit einer
konstanten Laserenergie pro Impuls und einer konstanten Impulsbreite auf
Verlangen und/oder im Fluge mit einer hohen PRF und mit einer hohen
Genauigkeit in verschiedenen Impulszeitintervallen für eine Vielfalt
von Laseranwendungen wie z.B. Laserverbindungsbearbeitung an Speicherchips.
Was überdies
erforderlich ist, ist eine effiziente Vorrichtung mit hohem Durchatz und
ein effizientes Verfahren zur Verwendung der Arbeitslaserimpulse.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Eine
Aufgabe dieser Erfindung besteht folglich darin, eine Vorrichtung
und ein Verfahren zum Aussuchen von Laserimpulsen auf Verlangen
von einem gepulsten Laser mit hoher Wiederholungsrate bereitzustellen.
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Das
Folgende sind mehrere der Vorteile der Erfindung. Ausführungsbeispiele
dieser Erfindung führen
ein solches Impulsaussuchen mit minimaler Veränderung der Wärmebelastung
am AOM durch, um die Verzerrung des Laserstrahls und der Positionierungsgenauigkeit
zu minimieren. Sie umfassen eine Vorrichtung und ein Verfahren zum
Erzeugen von Systemlaserimpulsen auf Verlangen mit stabilen Impulsenergien
und stabilen Impulsbreiten bei ausgewählten Wellenlängen von
UV bis nahes IR und mit hohen PRFs für Laserbearbeitungsanwendungen mit
hoher Genauigkeit wie z.B. Speicherverbindungsdurchtrennung. Die
Ausführungsbeispiele
dieser Erfindung stellen eine effiziente Vorrichtung mit hohem Durchsatz
und ein effizientes Verfahren zur Verwendung der Arbeitslaserimpulse
bereit.
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Ein
Werkstückbearbeitungssystem
dieser Erfindung verwendet einen Laser, der mit einer Strahlumschaltvorrichtung
gekoppelt ist, die bewirkt, dass ein Laserstrahl oder Laserimpulse
zwischen einem ersten und einem zweiten Strahlpositionierungskopf umschalten,
so dass, wenn der erste Strahlpositionierungskopf den Laserstrahl
zum Bearbeiten eines ersten Werkstücks richtet, der zweite Strahlpositionierungskopf
sich zu einer nächsten
Zielstelle auf einem zweiten Werkstück oder einem zweiten Satz
von Stellen auf dem ersten Werkstück bewegt. Wenn der erste Strahlpositionierungskopf
die Bearbeitung des ersten Werkstücks vollendet und der zweite
Strahlpositionierungskopf seine Zielposition erreicht, bewirkt die
Strahlumschaltvorrichtung, dass der Strahl zum zweiten Strahlpositionierungskopf
umschaltet, und dann richtet der zweite Strahlpositionierungskopf
den Laserstrahl auf Zielstellen auf dem zweiten Werkstück, während sich
der erste Strahlpositionierungskopf zu seiner nächsten Zielstelle bewegt.
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Ein
Vorteil des vorliegenden Laserstrahl-Umschaltsystems besteht darin,
dass das erste und das zweite Werkstück fast die volle Leistung
des Laserstrahls für
die Bearbeitung empfangen. Die Gesamtzeitnutzung des Laserstrahls
wird in Abhängigkeit vom
Bearbeitungs-Bewegungs-Zeitverhältnis
um fast einen Faktor von zwei erhöht. Dies erhöht den Systemdurchsatz
erheblich, ohne die Systemkosten signifikant zu steigern.
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Eine
bevorzugte Strahlumschaltvorrichtung umfasst einen ersten und einen
zweiten AOM, die benachbart zueinander angeordnet sind, so dass
der Laserstrahl (oder die Laserimpulse) normalerweise unabgelenkt
durch die AOMs hindurchtritt und an einem Strahlblocker endet. Wenn
HF-Energie an den ersten AOM angelegt wird, werden etwa 90 Prozent des
Laserstrahls als erster Laserstrahl gebeugt und 10 Prozent bleiben
als Restlaserstrahl, der im Strahlblocker endet. Wenn HF-Energie
an den zweiten AOM angelegt wird, werden ebenso etwa 90 Prozent des
Laserstrahls als zweiter Laserstrahl gebeugt und 10 Prozent bleiben
als Restlaserstrahl, der im Strahlblocker endet. In diesem Ausführungsbeispiel
läuft der
Laser, der den Laserstrahl erzeugt, konstant mit seiner gewünschten
Impulswiederholungsrate.
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Die
Verwendung der Strahlumschaltvorrichtung ist vorteilhaft, da ein
konstanter Betrieb des Lasers die thermische Abweichung des Laserausgangs beseitigt.
Durch Betreiben des ersten und des zweiten AOMs mit Impulsaussuchverfahren
dieser Erfindung werden überdies
Wärmebelastungsschwankungen
in den AOMs minimiert, wodurch die Laserstrahl-Positionierungsgenauigkeit
erhöht
wird.
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Ein
weiterer Vorteil der Verwendung des ersten und des zweiten AOMs
als Strahlumschaltvorrichtung besteht darin, dass sie als Laserleistungs-Steuervorrichtung
arbeiten können,
was einen Bedarf für
eine separate Laserleistungs-Steuereinheit in einem typischen Werkstückbearbeitungssystem
auf Laserbasis beseitigt. Die Leistungssteuerung ist möglich, da
die Ansprechzeiten der AOMs für
die Programmierung der Laserimpulsamplituden des umgeschalteten
Laserstrahls während
der Bearbeitung von einzelnen Zielstellen auf den Werkstücken ausreichend
schnell sind. Eine typische Laserbearbeitungsanwendung ist die Blindkontaktlochausbildung
in geätzten
Leiterplatten, in denen es häufig
erforderlich ist, die Laserimpulsenergie zu verringern, wenn der
Laserstrahl die Unterseite des ausgebildeten Kontaktlochs erreicht.
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Bevorzugte
Ausführungsbeispiele
des Lasersystems implementieren eine Strahlmultiplexierung innerhalb
des Hohlraums, die zwei Ausgangsstrahlen von hinsichtlich des Polarisationszustandes modulierten
Lichtemissionsimpulsen für
die Verwendung in Laserbearbeitungsanwendungen bereitstellt.
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Zusätzliche
Aspekte und Vorteile dieser Erfindung sind aus der folgenden ausführlichen
Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen ersichtlich,
die mit Bezug auf die zugehörigen
Zeichnungen vor sich geht.
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Kurzbeschreibung
der Zeichnungen
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1 ist
eine vereinfachte schematische Ansicht einer AOM-Vorrichtung des
Standes der Technik und eines HF-Treibers, die einen Strahl nullter
Ordnung, einen Strahl erster Ordnung oder beide von ihnen durchlässt.
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2A-2D sind
entsprechende Zeitsteuergraphen des Standes der Technik von Laserimpulsen,
HF-Impulsen bzw. AOM-Ausgangslaserimpulsen erster und nullter Ordnung.
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3A-3C sind
entsprechende beispielhafte Zeitsteuergraphen von Laserausgängen, HF-Impulsen
bzw. Arbeitslaserausgängen,
wie in einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
verwendet.
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4A-4C sind
alternative entsprechende beispielhafte Zeitsteuergraphen von Laserausgängen, HF-Impulsen
bzw. Arbeitslaserausgängen,
die die Verwendung des AOM für
die Energiesteuerung der Arbeitslaserimpulse demonstrieren.
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5 ist
ein vereinfachtes schematisches Blockdiagramm eines Laserstrahl-Umschaltsystems dieser
Erfindung.
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6 ist
ein Wellenform-Zeitsteuerdiagramm, das Betriebszeitsteuerbeziehungen
unter verschiedenen Komponenten des Laserstrahl-Umschaltsystems
von 5 darstellt.
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7 ist
ein vereinfachtes schematisches Blockdiagramm, das eine bevorzugte
Doppel-AOM-Laserstrahl-Umschaltvorrichtung zur Verwendung bei dieser
Erfindung darstellt.
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8 ist
ein Wellenformzeitsteuerdiagramm, das Betriebszeitsteuerbeziehungen
unter verschiedenen Komponenten eines Laserstrahl-Umschaltsystems
darstellt, das die Doppel-AOM-Umschaltvorrichtung von 7 verwendet.
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9 ist
ein vereinfachtes schematisches Blockdiagramm eines typischen Werkstückbearbeitungssystems,
das die Laserstrahl-Umschaltvorrichtung von 7 verwendet.
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10 ist
ein Wellenformzeitsteuerdiagramm, das Betriebszeitsteuerbeziehungen
unter verschiedenen Komponenten des Werkstückbearbeitungssystems von 9 darstellt.
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11A und 11B sind
vereinfachte Blockdiagramme, die Werkstückbearbeitungssysteme dieser
Erfindung darstellen, die einen gemeinsamen optischen Bearbeitungsweg
für mehrere
Laserstrahlen, die sich von einer bzw. zwei Laserquellen ausbreiten,
verwenden.
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12 ist
ein vereinfachtes schematisches Blockdiagramm, das ein alternatives
Werkstückbearbeitungssystem
dieser Erfindung darstellt, das einen schnellen EOM und einen Polarisationsstrahlteiler verwendet,
um eine Laserstrahl-Umschaltvorrichtung dieser
Erfindung zu implementieren.
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13 ist
ein vereinfachtes bildhaftes Blockdiagramm, das ein alternatives
Laserstrahl-Umschaltsystem darstellt, das einen schnellen Lenkspiegel
zum Umschalten eines Laserstrahls entlang abwechselnder erster und
zweiter Wege verwendet.
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14 ist
ein Lasersystem, das dazu ausgelegt ist, eine Lichtstrahlmultiplexierung
innerhalb des Hohlraums zu implementieren, die selektiv entweder abwechselnd oder
gleichzeitig zwei Grundwellenausgangsstrahlen von im Polarisationszustand
modulierten Lichtemissionsimpulsen liefert.
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15 ist
ein Lasersystem, das dazu ausgelegt ist, eine Lichtstrahlmultiplexierung
innerhalb des Hohlraums zu implementieren, die gleichzeitig zwei Ausgangsstrahlen
der dritten Oberwelle von im Polarisationszustand modulierten Lichtemissionsimpulsen
liefert.
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Ausführliche
Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen
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Die
Wärmebelastungsschwankungen
in AOMs, wie z.B. im AOM 10 des Standes der Technik, können unter
Verwendung von Impulsaussuch- und Laserleistungs-Steuerverfahren, die mit Bezug auf 3A-3C bzw. 4A-4C gezeigt
werden, gemildert werden. 3A-3C (gemeinsam 3) zeigen entsprechende Zeitsteuergraphen
von Laserausgängen 24a-24k (gemeinsam
Laserausgang 24), HF-Impulsen 38a-38k (gemeinsam
HF-Impulse 38), die an den AOM 10 des Standes
der Technik angelegt werden, und Arbeitslaserausgängen 40a, 40c, 40d, 40e und 40i (gemeinsam
Arbeitslaserausgänge 40).
Insbesondere zeigt 3A Laserausgänge 24a-24k,
die von einem Laser (nicht dargestellt) mit einer konstanten Wiederholungsrate
emittiert werden und durch im Wesentlichen identische Laserausgangsintervalle 41 getrennt
sind. In typischen Ausführungsbeispielen
kann die Laserausgangswiederholungsrate im Bereich von etwa 1 kHz bis
zu etwa 500 kHz liegen. Beispielhafte Laserausgangswiederholungsraten
liegen im Bereich von etwa 25 kHz bis größer als etwa 100 kHz. Für Verbindungsbearbeitungsausführungsbeispiele
umfasst jeder der Arbeitslaserausgänge 40 vorzugsweise
einen einzelnen Laserimpuls mit einer Impulsbreite von mehreren
Nanosekunden. Fachleute werden jedoch erkennen, dass jeder der Arbeitslaserausgänge 40 ein
Bündel
von einem oder mehreren Laserimpulsen, wie z.B. im US-Pat. Nr. 6
574 250 über
LASER SYSTEM AND METHOD FOR PROCESSING A MEMORY LINK WITH A BURST
OF LASER PULSES HAVING ULTRASHORT PULSE WIDTHS, das auf den Anmelder
dieser Patentanmeldung übertragen
ist, offenbart, oder Bündel
von einem oder mehreren Impulsen mit Impulsbreiten im Bereich von
etwa 10 Pikosekunden bis etwa 1000 Pikosekunden umfassen kann.
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3B zeigt
ein bevorzugtes HF-Impulsaussuchschema, das HF-Impulse 38 mit
Impulsdauern, wie z.B. 42a und 42b (gemeinsam
HF-Impulsdauern 42), die durch HF-Impulsintervalle 43a-43j (gemeinsam
HF-Impulsintervalle 43) getrennt sind, die im Wesentlichen
regelmäßig oder
gleichmäßig sind,
verwendet, um die Wärmebelastungsschwankungen
am AOM 10 innerhalb einer vorab zugewiesenen Betriebstoleranz
zu halten. Eine solche Toleranz kann ein spezielles Wärmebelastungsfenster
sein, aber die vorab zugewiesene Toleranz kann auch oder alternativ
Fenster mit einer Fleckgrößen- oder
Strahlpositionsgenauigkeit sein. In einem Ausführungsbeispiel wird die Wärmebelastungsschwankung
innerhalb 5 Prozent gehalten und/oder die Strahlzeigegenauigkeit
wird innerhalb 0,005 Milliradian gehalten. In einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel
wird mindestens einer der HF-Impulse 38 so erzeugt, dass
er jedem der Laserausgänge 24 entspricht.
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Sobald
verlangt wird dass einer der Arbeitslaserausgänge 40 auf ein Ziel
wie z.B. eine elektrisch leitende Verbindung auftrifft, wird einer
der HF-Impulse 38 an den AOM 10 in Übereinstimmung
mit einem der Laserausgänge 24 derart
angelegt, dass er durch den AOM 10 durchgelassen wird und
zum Verlangten der Arbeitslaserausgänge 40 wird.
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In 3B sind
die übereinstimmenden HF-Impulse 38 HF-Impulse 38a, 38c, 38d, 38e und 38i. 3C zeigt
die resultierenden entsprechenden Arbeitslaserausgänge 40a, 40c, 40d, 40e und 40i. Wenn
nicht verlangt wird, dass ein Arbeitslaserausgang den Laserausgängen 24 entspricht,
werden die HF-Impulse 38 an
den AOM 10 nicht in Übereinstimmung
mit entsprechenden der Laserausgänge 24 angelegt.
In 3B sind die nicht übereinstimmenden HF-Impulse 38 die
HF-Impulse 38b, 38f, 38g, 38h, 38j und 38k. 3C zeigt,
dass keine Arbeitslaserausgänge 40 den
nicht übereinstimmenden
HF-Impulsen 38 entsprechen.
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Die
nicht-übereinstimmenden
HF-Impulse 38 sind vorzugsweise von den Einleitungen von
jeweiligen Laserausgängen 24 um
Zeitversätze 44 versetzt, die
länger
sind als etwa 0,5 Mikrosekunden. Fachleute werden erkennen, dass,
obwohl die Zeitversätze 44 als
den Laserausgängen 24 folgend
gezeigt sind, die Zeitversätze 44 alternativ
den Laserausgängen 24 um
eine ausreichende Zeit vorangehen könnten, um ein Zielen der Laserarbeitsausgänge 40 zu
verhindern. Folglich können
HF-Impulsintervalle 43, die einen der nicht-übereinstimmenden
HF-Impulse 38 umgeben, kürzer (wie z.B. HF-Impulsintervalle 43b und 43h)
als das gesamte mittlere HF-Impulsintervall 43 (wie z.B. 43c, 43d, 43f, 43g und 43j)
oder länger (wie
z.B. die HF-Impulsintervalle 43a, 43e und 43i) als
die mittleren HF-Impulsintervalle 43 sein.
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Mit
erneutem Bezug auf 3C sind die Nicht-Auftreff-Intervalle 46b und 46c zwischen
den Arbeitslaserausgängen 40c und 40d bzw.
zwischen den Arbeitslaserausgängen 40d und 40e etwa
dieselben wie das Laserausgangsintervall 41. Die Nicht-Auftreff-Intervalle 46a und 46d zwischen
den Arbeitslaserausgängen 40a und 40c bzw.
zwischen den Arbeitslaserausgängen 40e und 40i sind
ungefähr
ganzzahlige Vielfache des Laserausgangsintervalls 41.
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Fachleute
werden erkennen, dass, selbst wenn die Arbeitslaserausgänge 40 vorzugsweise
für die
meisten Anwendungen wie z.B. Verbindungsbearbeitung ein Strahl 20 erster
Ordnung sind, die Arbeitslaserausgänge 40 ein Strahl 16 nullter
Ordnung sein können,
wobei der Streuverlust tolerierbar ist und eine höhere Arbeitslaser-Ausgangsleistung
erwünscht
ist.
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In
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel verwenden
die übereinstimmenden
und nicht-übereinstimmenden
HF-Impulse 38 nicht nur etwa dieselbe HF-Energie, die das
Produkt eines HF-Leistungswerts und einer HF-Dauer ist, sondern
verwenden auch etwa denselben HF-Leistungswert und etwa dieselbe
HF-Dauer.
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4A-4C (gemeinsam 4) zeigen entsprechende Zeitsteuergraphen
der Laserausgänge 24,
HF-Impulse 38, die an den AOM 10 angelegt werden,
und Arbeitslaserausgänge 40,
die demonstrieren, wie der AOM 10 zusätzlich verwendet werden kann,
um die Ausgangsleistung der Arbeitslaserausgänge 40 zu steuern. 4A ist
identisch zu 3A und ist nur der Zweckmäßigkeit
halber gezeigt. 4B und 4C zeigen
HF-Impulse 38' und
Arbeitslaserausgänge 40', wobei die
entsprechenden HF-Impulse 38 und Arbeitslaserausgänge 40 der Zweckmäßigkeit
halber in gestrichelten Linien auf sie überlagert gezeigt sind. Die
Energiewerte der Arbeitslaserausgänge 40' werden durch Anlegen von weniger
HF-Leistung an den AOM 10 für die HF-Impulse 38' als für die HF-Impulse 38 gedämpft; die HF-Impulsdauern 42' sind jedoch
für die
HF-Impulse 38' gegenüber den
HF-Dauern 42, die für
die HF-Impulse 38 verwendet werden, verlängert, um
ein im Wesentlichen konstantes Produkt des HF-Leistungswerts und
der HF-Dauer aufrechtzuerhalten,
um eine im Wesentlichen konstante Wärmebelastung am AOM 10 aufrechtzuerhalten.
Dieses Verfahren ermöglicht
eine Auswahl für
ein Kontinuum von Ausgangsleistungen zwischen den Arbeitslaserausgängen 40 oder 40' auf Verlangen
ohne wesentliche Varianz der Wärmebelastung
am AOM 10. Fachleute werden erkennen, dass die HF-Leistungswerte
und HF-Dauern 42 der nicht-übereinstimmenden HF-Impulse 38 wie
ursprünglich
gehalten werden können oder
so geändert
werden können,
dass sie innerhalb einer festgelegten Toleranz der HF-Belastungsschwankung
der übereinstimmenden
HF-Impulse 38' liegen.
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Die
HF-Impulsdauer 42' wird
vorzugsweise von etwa einer Mikrosekunde bis etwa einem halben Laserausgangsintervall 41,
bevorzugter kürzer
als 30 Prozent des Laserausgangsintervalls 41 ausgewählt. Wenn
beispielsweise die Laserwiederholungsrate 50 kHz ist und das Laserausgangsintervall 41 20
Mikrosekunden ist, kann die HF-Impulsdauer 42' irgendwo zwischen
einer Mikrosekunde und zehn Mikrosekunden liegen. Die minimale HF-Impulsdauer 42 oder 42' wird durch
die Laserimpuls-Jitterzeit und die Ansprechzeit des AOM 10 festgelegt.
Es ist bevorzugt, entsprechende der HF-Impulse 38 und 38', die die Mittelpunkte
der Laserausgänge 24 umgeben,
einzuleiten. Ebenso ist es bevorzugt, dass die HF-Impulse 38 und 38' um etwa die
Hälfte
der minimalen HF-Impulsdauer
von der Einleitung entsprechender Laserausgänge 24 verzögert oder
versetzt werden.
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Es
ist zu erkennen, dass die HF-Leistung der an den AOM 10 angelegten
HF-Impulse 38 eingestellt
werden kann, um die Energie der Arbeitslaserausgänge 40 und 40' so zu steuern,
dass sie die Zielbearbeitungsbedürfnisse
erfüllt,
während
die HF-Impulsdauern 42 und 42' der HF-Impulse 38 und 38' dementsprechend
gesteuert werden können,
um eine im Wesentlichen konstante HF-Energie oder ein im Wesentlichen
konstantes arithmetisches Produkt der HF-Leistungen und Dauern der
HF-Impulse 38 und 38' aufrechtzuerhalten.
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Die
vorstehend beschriebenen Verfahren zur Verwendung eines AOM in einer
Werkstückbearbeitungsanwendung
wenden sich der Strahllenkgenauigkeit und den Prozessfensteranforderungen
zu, wenden sich jedoch nicht dem Werkstückbearbeitungsdurchsatz und
den Effizienzbelangen zu. Die Verwendung eines einzelnen Lasers
für die
Werkstückbearbeitung
ist zeitineffizient, da signifikante Zeit und Laserleistung verschwendet
wird, während der
Laserausgang und die Werkstückzielstelle
relativ zueinander bewegt werden. Die Verwendung eines Laserstrahls
für eine
Anwendung, wie z.B. die Kontaktlochausbildung in einer geätzten Leiterplatte, führt typischerweise
nur zu einer Laserstrahlnutzungszeit von 50 Prozent aufgrund der
Zeit, die zum Bewegen des Strahls zwischen Zielstellen erforderlich
ist. Die Strahlteilung korrigiert dieses Problem der niedrigen Zeitnutzung
nicht. Frühere
Arbeiter haben mehrere Laserstrahlen verwendet, um den Bearbeitungsdurchsatz
zu verbessern, aber die zusätzlichen Kosten
und die verschwendete Laserleistung sind immer noch eine Sorge.
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Diese
Erfindung stellt eine Vorrichtung und Verfahren zum Verbessern des
Durchsatzes und der Effizienz eines Werkstückbearbeitungssystems mit einzelnem
Laser bereit. In dieser Erfindung werden AOMs, die Impulsaussuchverfahren
verwenden, in Kombination mit einem Laserstrahl-Umschalt- oder -Multiplexierungsverfahren
verwendet, um die Werkstückbearbeitung
und Effizienz zu verbessern.
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5 und 6 stellen
ein Laserstrahl-Umschaltsystem 50 und zugehörige Zeitsteueraspekte dieser
Erfindung dar, wobei ein Laser Laserimpulse 54 emittiert,
die von einem optionalen Knickspiegel 56 auf eine Strahlumschaltvorrichtung 58 reflektiert werden.
Die Strahlumschaltvorrichtung 58 bewirkt, dass die Laserimpulse 54 zwischen
einem ersten und einem zweiten Strahlpositionierungskopf 60 und 62 umschalten,
so dass, wenn der erste Strahlpositionierungskopf 60 bewirkt,
dass die Laserimpulse 54 eine Zielstelle auf einem ersten
Werkstück 64 bearbeiten,
der zweite Strahlpositionierungskopf 62 sich zu einer Zielstelle
auf einem zweiten Werkstück 66 bewegt.
Die Laserimpulse 54 werden von der Strahlumschaltvorrichtung 58 zum
Strahlpositionierungskopf 62 durch einen optionalen Knickspiegel 68 gerichtet.
Wenn der erste Strahlpositionierungskopf 60 die Bearbeitung
des Werkstücks 64 beendet,
schaltet entweder eine optionale Verschlussblende (nicht dargestellt)
wie z.B. ein Güteschalter
den Laser 52 aus, wie in 6 gezeigt,
oder die Laserimpulse 54 werden auf einen Strahlblocker
(nicht dargestellt) abgeladen. Wenn der zweite Strahlpositionierungskopf 62 seine
Zielposition erreicht, werden die Laserimpulse 54 durch
die Verschlussblende eingeschaltet und der zweite Strahlpositionierungskopf 62 richtet
die Laserimpulse 54 auf Zielstellen auf dem Werkstück 66, während sich
der erste Strahlpositionierungskopf 60 zu seiner nächsten Zielposition
bewegt. 6 stellt Werkstückbearbeitungszeiten
als Intervalle P und die Positionierungseinrichtungs-Bewegungszeiten
zwischen den Zielpositionen als Intervalle M dar.
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Ein
Vorteil des Laserstrahl-Umschaltsystems 50 besteht darin,
dass das erste und das zweite Werkstück 64 und 66 abwechselnd
fast die vollständige
Leistung der Laserimpulse 54 für die Bearbeitung empfangen.
Die Gesamtzeitnutzung der Laserimpulse 54 ist in Abhängigkeit
vom Bearbeitungs-Bewegungs-Zeitverhältnis um fast einen Faktor
von zwei erhöht.
Die erhöht
den Systemdurchsatz erheblich, ohne die Systemkosten signifikant
zu erhöhen.
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7 und 8 zeigen
eine bevorzugte Strahlumschaltvorrichtung 70 und zugehörige Zeitsteuerbeziehungen.
Die Strahlumschaltvorrichtung 70 umfasst einen ersten und
einen zweiten AOM 72 und 74, die in optischer
Reihenbeziehung angeordnet sind, so dass ein Laserstrahl oder Laserimpulse 76 normalerweise
ungebeugt durch die AOMs 72 und 74 hindurchtreten
und als Laserstrahl 76A auf einem Strahlblocker 78 enden.
Wenn jedoch ein erster HF-Treiber 80 etwa 6 Watt eines
HF-Signals mit 85 MHz an den ersten AOM 72 anlegt, werden
etwa 90 Prozent des Laserstrahls 76 als Laserstrahl 76B gebeugt
und 10 Prozent bleiben als Laserstrahl 76A. Wenn ein zweiter
HF-Treiber 82 etwa 6 Watt eines HF-Signals mit 85 MHz an
den zweiten AOM 74 anlegt, werden ebenso etwa 90 Prozent
des Laserstrahls 76 als Laserstrahl 76C gebeugt
und 10 Prozent bleiben als Laserstrahl 76A. In diesem Ausführungsbeispiel
läuft der
den Laserstrahl 76 erzeugende Laser konstant mit seiner
gewünschten
Impulswiederholungsrate.
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Wenn
die Strahlumschaltvorrichtung 70 verwendet wird, ist keine
Verschlussblende oder kein Güteschalter
erforderlich, wenn Zeitintervalle erforderlich sind, wenn zwischen
den Laserstrahlen 76B und 76C umgeschaltet wird,
da es erforderlich ist, nur die an sowohl den ersten als auch den
zweiten AOM 72 und 74 angelegten HF-Signale abzuschalten,
wodurch der ganze Laserstrahl 76 am Strahlblocker 78 abgeladen
wird.
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Die
Strahlumschaltvorrichtung 70 ist vorteilhaft, da ein konstanter
Betrieb des Lasers die Wärmeabweichung
des Laserausgangs beseitigt. Durch Betreiben der AOMs 72 und 74 mit
den mit Bezug auf 3 und 4 beschriebenen Impulsaussuchverfahren werden überdies
die Wärmebelastungsschwankungen
minimiert, wodurch die Laserstrahl-Positionierungsgenauigkeit erhöht wird.
Jeder des ersten und des zweiten AOM 72 und 74 ist
vorzugsweise ein Modell N30085, das von NEOS Technologies, Inc.,
in Melbourne, Florida, hergestellt wird. Der N30085 AOM hat einen
spezifizierten Beugungswirkungsgrad von 90 Prozent, wenn er mit
zwei Watt HF-Leistung mit 85 MHz angesteuert wird.
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Ein
weiterer Vorteil der Strahlumschaltvorrichtung 70 besteht
darin, dass sie als Laserleistungs-Steuervorrichtung arbeiten kann,
was einen Bedarf für
eine separate Laserleistungs-Steuereinheit in einem typischen Werkstückbearbeitungssystem
auf Laserbasis beseitigt. Die Leistungssteuerung ist möglich, da
die Ansprechzeiten der AOMs 72 und 74 für die Programmierung
von Laserimpulsamplituden der Laserstrahlen 76B und 76C während der
Bearbeitung von einzelnen Zielstellen in Werkstücken ausreichend schnell sind.
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Eine
typische Laserbearbeitungsanwendung ist die Blindkontaktlochausbildung
in geätzten
Leiterplatten, in denen es häufig
erforderlich ist, die Laserimpulsenergie zu verringern, wenn der
Laserstrahl die Unterseite des ausgebildeten Kontaktlochs erreicht.
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9 bzw. 10 zeigen
ein typisches Werkstückbearbeitungssystem 90,
das die Strahlumschaltvorrichtung 70 verwendet, und zugehörige Betriebszeitsteuerbeziehungen.
Ein Laser 92 und eine variable Strahlaufweitungsvorrichtung 94 wirken
zusammen, um den Laserstrahl 76 zu erzeugen, der sich durch
die Strahlumschaltvorrichtung 70 ausbreitet, die wie mit
Bezug auf 7 und 8 beschrieben
arbeitet, um die Laserstrahlen 76A, 76B und 76C zu
erzeugen. Der Laserstrahl 76A endet im Strahlblocker 78.
Der Laserstrahl 76B wird durch einen optionalen Knickspiegel 96 reflektiert
und durch einen ersten XY-Abtaster 98 auf Zielstellen 1, 2, 3 und 4 auf
einem ersten Werkstück 100 gerichtet.
Ebenso wird der Laserstrahl 76C durch einen optionalen
Knickspiegel 102 reflektiert und durch einen zweiten XY-Abtaster 104 auf
Zielstellen 1, 2, 3 und 4 auf
einem zweiten Werkstück 106 gerichtet.
Der erste und der zweite XY-Abtaster 98 und 104 sind
an jeweiligen ersten und zweiten X-Positionierungstischen 108 und 110 montiert
und das erste und das zweite Werkstück 100 und 106 sind
an einem Y-Positionierungstisch 112 montiert. Fachleute
werden verstehen, dass die Abtaster und Werkstücke an einem mit einer Teilungsachse
konfigurierten Positionierungssystem montiert sind, aber dass planare
und gestapelte Konfigurationen alternativ verwendet werden können. Fachleute
werden auch verstehen, dass die Zielstellen auf dem ersten und dem
zweiten Werkstück
auf einem gemeinsamen Substrat liegen können und/oder sich nicht entsprechende
Zielstellen teilen können.
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10 zeigt
den Laserstrahl 76B, der die Zielstelle 1 auf
dem Werkstück 100 bearbeitet (bohrt),
während
der zweite XY-Abtaster 104 die Position des Laserstrahls 76C zur
Zielstelle 1 auf dem Werkstück 106 bewegt. Wenn
der Laserstrahl 76C die Zielstelle 1 auf dem Werkstück 106 bearbeitet, bewegt
der erste XY-Abtaster 98 die Position des Laserstrahls 76B zur
Zielstelle 2 auf dem Werkstück 100. Dieser Prozess
fährt für die Zielstellen 2, 3 und 4 fort,
bis die Bearbeitung der Zielstelle 4 auf dem Werkstück 106 vollständig ist,
zu welcher Zeit der erste und der zweite X-Positionierungstisch 108 und 110 und
der Y-Positionierungstisch 112 eine
lange Bewegung ausführen,
um den ersten und den zweiten XY-Abtaster 98 und 104 über den
Zielstellen 5, 6, 7 und 8 der
jeweiligen Werkstücke 100 und 106 zu positionieren.
Die linearen X- und Y-Positionierungstische
arbeiten mit einer konstanten Bewegung in Zusammenarbeit mit den
XY-Abtastern. Positionierungssysteme, die zur Verwendung bei dieser
Erfindung geeignet sind, sind im US-Pat. Nr. 5 751 585 über HIGH
SPEED, HIGH ACCURACY MULTI-STAGE TOOL POSITIONING SYSTEM, beschrieben, das
auf den Anmelder dieser Patentanmeldung übertragen wurde.
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11A zeigt ein Werkstückbearbeitungssystem 120 dieser
Erfindung, das eine gemeinsame modulare Abbildungsoptikanordnung 122 und
eine variable Strahlaufweitungsvorrichtung 94 zum optischen
Verarbeiten beider Laserstrahlen 76B und 76C verwendet.
In diesem Ausführungsbeispiel
arbeiten der Laser 92 und eine optionale feste Strahlaufweitungsvorrichtung 124 zusammen,
um den Laserstrahl 76 zu erzeugen, der sich durch die Strahlumschaltvorrichtung 70 ausbreitet,
die wie mit Bezug auf 7 und 8 beschrieben
arbeitet, um die Laserstrahlen 76A, 76B und 76C zu
erzeugen. Die Laserstrahlen 76B und 76C breiten
sich entlang separater Ausbreitungswegabschnitte aus. Ein erster
Drehspiegel 126 richtet den Laserstrahl 76B durch
eine Halbwellenplatte 128, die den Polarisationszustand des
Laserstrahls 76B um 90 Grad relativ zum Polarisationszustand
des Laserstrahls 76C ändert.
Der um 90 Grad phasenverschobene Laserstrahl 76B wird durch
einen zweiten Drehspiegel 130 auf einen Polarisationsstrahlkombinator 132 gerichtet.
Der Laserstrahl 76C wird durch einen dritten Drehspiegel 134 auf
einen Polarisationsstrahlkombinator 132 gerichtet, der
die separaten Wegabschnitte, entlang derer sich die Laserstrahlen 76B und 76C ausbreiten,
zu einem gemeinsamen Ausbreitungswegabschnitt kombiniert. Die Laserstrahlen 76B und 76C vereinigen
sich zu einem gemeinsamen Laserstrahl 76D, der sich entlang
des gemeinsamen Wegabschnitts durch die Abbildungsoptikanordnung 122 und
die optionale variable Aufweitungsvorrichtung 94 und in
einen Polarisationsstrahlteiler 136 ausbreitet. Der zweite
Polarisationsstrahlteiler 136 trennt den gemeinsamen Laserstrahl 76D in
Laserstrahlen 76B und 76C auf. Der Laserstrahl 76B wird
durch einen vierten Drehspiegel 138 beispielsweise in den
ersten XY-Abtaster 98 gerichtet; und der Laserstrahl 76C wird
beispielsweise in den zweiten XY-Abtaster 104 gerichtet.
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Die
Strahlaufweitungsvorrichtung 124 legt die Form der Laserstrahlen 76B und 76C in
Form einer gaußartigen
räumlichen
Verteilung der Lichtenergie fest. Die Abbildungsoptikanordnung 122 formt
die gaußartige
räumliche
Verteilung der Laser 76B und 76C, um Ausgangsstrahlen
mit gleichmäßiger räumlicher
Verteilung für
die Abgabe an die XY-Abtaster 98 und 104 zu bilden.
Eine bevorzugte Abbildungsoptikanordnung ist von einem Beugungsstrahlformungstyp,
wie z.B. die im US-Patent Nr. 5 864 430 beschriebene.
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11B zeigt ein alternatives Werkstückbearbeitungssystem 120', in dem die
Strahlumschaltvorrichtung 70 entfernt ist und sich die
Laserstrahlen 76B und 76C von separaten Laserquellen 92b bzw. 92c ausbreiten.
Die Größe des Laserstrahls 76B wird durch
eine Strahlaufweitungsvorrichtung 124b festgelegt und die
Größe des Laserstrahls 76C wird durch
eine Strahlaufweitungsvorrichtung 124c festgelegt. Die
Verwendung von separaten Laserquellen 92b und 92c erleichtert
die Konfigurationen der optischen Komponenten, in denen einer oder
mehrere der Drehspiegel 126, 130 und 134 beseitigt
werden können,
wie in 11B gezeigt.
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Jedes
der Werkstückbearbeitungssysteme 120 und 120' ist vorteilhaft,
da nur ein Satz einer teuren Strahlabbildungsoptik erforderlich
ist. Für
das Werkstückbearbeitungssystem 120,
ermöglicht
die Verwendung der Strahlumschaltvorrichtung 70 überdies
die Implementierung mit kleineren optischen Komponenten, da das
Umschalten mit einer kleineren Strahlbreite durchgeführt wird
als jener, die bei Stromabwärts-Umschaltkomponenten
zu finden wäre.
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12 zeigt
ein weiteres alternatives Werkstückbearbeitungssystem 140 dieser
Erfindung, das einen schnellen EOM 142 und einen Polarisationsstrahlteiler 144 verwendet,
um das Umschalten eines Laserstrahls 146 zwischen dem ersten
und dem zweiten XY-Strahlabtastkopf 98 und 104 zu
implementieren. Im Werkstückbearbeitungssystem 140 emittiert
der Laser 92 den Laserstrahl 146, der sich durch
ein Optikmodul 148 und eine Laserleistungs-Steuereinheit 150 ausbreitet
und durch diese optisch verarbeitet wird. Der Laserstrahl 146 verlässt die
Laserleistungs-Steuereinheit 150 und tritt in den schnellen
EOM 142 ein, der abwechselnd den Laserstrahl 146 in
jeweilige Laserstrahlen 146U und 146R mit ungedrehter
Polarisation und gedrehter Polarisation polarisiert. Der Polarisationsstrahlteiler 144 empfängt den
ungedrehten Laserstrahl 146U und richtet ihn auf einen
Drehspiegel 152 auf den ersten XY-Abtastkopf 98.
Der Polarisationsstrahlteiler 144 empfängt den gedrehten Laserstrahl 146R und
richtet ihn auf den zweiten XY-Abtastkopf 104.
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Ein
Nachteil des Werkstückbearbeitungssystems 140 besteht
darin, dass derzeitige praktische EOMs in den Laserimpuls-Wiederholungsraten
begrenzt sind und außerstande
sind, hohen Mengen an Ultraviolett-Laserstrahlleistung standzuhalten.
Eine weitere Begrenzung besteht darin, dass das Abladen von unnötiger Laserstrahlenergie
das Abschalten oder Ausschalten des Lasers 92 wie z.B.
durch einen Güteschalter,
der innerhalb des Hohlraums des Lasers 92 angeordnet ist,
erfordert.
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Andererseits
ist das Werkstückbearbeitungssystem 140 vorteilhaft,
da es einfacher ist als die Doppel-AOM-Strahlumschaltvorrichtung 70,
die mit Bezug auf 7 beschrieben ist, und ein hohes
Auslöschungsverhältnis aufweist,
das ermöglicht,
dass praktisch die ganze Leistung im Laserstrahl 146 als Laserstrahlen 146U und 146R auf
Zielstellen auftrifft.
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13 zeigt
ein alternatives Ausführungsbeispiel
eines Laserstrahl-Umschaltsystems 210,
in dem ein Laser 212 einen Laserstrahl 214 emittiert, der
durch einen schnellen Lenkspiegel ("FSM") 216 entlang
abwechselnder erster und zweiter Wege 218 und 220 abgelenkt
wird. Der FSM 216 verwendet vorzugsweise einen Spiegel
mit einem Ablenkungswinkel, der durch Materialien gesteuert wird,
die Spannungen in Winkelverschiebungen umsetzen. Der FSM 216 arbeitet ähnlich einem
durch ein Galvanometer angetriebenen Drehspiegel, jedoch mit Winkelgeschwindigkeiten,
die bis zu 10 mal schneller sind als Galvanometer, und über einen
Winkelablenkungsbereich 222 von bis zu etwa 5 Milliradian.
Die Ablenkung eines typischen Laserstrahldurchmessers mit einem
solchen begrenzten Winkelablenkungsbereich erfordert eine Weglänge 224,
die ausreichend lang ist, vorzugsweise etwa einen Meter, um den
ersten und den zweiten Strahlweg 218 und 220 um
einen ausreichenden Abstand 226, vorzugsweise etwa 10 Millimeter,
zu trennen, um zwischen diese ein HF-beschichtetes rechtwinkliges Prisma 228 einzufügen, das
den ersten und den zweiten Strahlweg 218 und 220 für die Reflexion
durch jeweilige erste und zweite Drehspiegel 230 und 232 weiter
trennt und auf zugehörige
Laserstrahl-Abtastköpfe (nicht
dargestellt) richtet. Das Umschalten des Laserstrahls 214 an
einer Stelle, wo er einen kleinsten Durchmesser aufweist, wie z.B.
vor irgendeiner Strahlaufweitungsvorrichtung, würde die Weglänge 224,
die erforderlich ist, um den ersten und den zweiten Weg 218 und 220 ausreichend
zu trennen, wo sie durch das rechtwinklige Prisma 228 reflektiert
werden, minimieren.
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Der
FSM 216 kann eine zweiachsige Vorrichtung sein, die ferner
ein Umschalten des Laserstrahls 214 in mehr als zwei Positionen
vorsehen könnte. Der
Laserstrahl 214 könnte
beispielsweise während langer
Bewegungen, wie mit Bezug auf 9 und 10 beschrieben,
auf einen Strahlblocker gerichtet werden, um konstante thermische
Bedingungen im Laser 212 aufrechtzuerhalten und den Tastgrad, der
mit Laserstrahl-Leistungsstabilitätsproblemen in Beziehung steht,
zu minimieren.
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Das
Laserstrahl-Umschaltsystem 210 ermöglicht die Implementierung
eines Werkstückbearbeitungssystems
mit einzelnem Laser mit demselben Werkstückbearbeitungsdurchsatz wie
ein System mit zwei Lasern, vorausgesetzt, dass die Bewegungszeiten über 3 ms
liegen und die Werkstückbearbeitungszeit
und die Laserstrahl-Umschaltzeit geringer als 1,0 ms sind.
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Das
Laserstrahl-Umschaltsystem 210 ist vorteilhaft, da die
Verwendung eines einzelnen Lasers und einer zugehörigen Optik
die Kosten um 20 Prozent bis 40 Prozent in Abhängigkeit von der Art von erforderlichem
Laser im Vergleich zu einem System mit zwei Lasern verringert.
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14 zeigt
ein Lasersystem 300, das dazu ausgelegt ist, eine Lichtstrahl-Multiplexierung innerhalb
des Hohlraums zu implementieren, die selektiv entweder abwechselnd
oder gleichzeitig zwei Ausgangsstrahlen von im Polarisationszustand
modulierten Lichtemissionsimpulsen liefert. Das Lasersystem 300 umfasst
einen Laserresonator 302, in dem ein Verstärkungs- oder Lasermedium 304 entlang
eines Strahlweges 306 zwischen einem Güteschalter 308 und
einer variablen optischen Verzögerungsvorrichtung 310 angeordnet
ist. Eine Pumpquelle 312, die dem Lasermedium 304 optisch
zugeordnet ist, stellt Pumplicht bereit, um eine Laserverstärkung des
Lasermediums 304 zu stimulieren. Ein Diodenlaser ist eine
bevorzugte Pumpquelle 312. Strahllenkspiegel 322 und 324 richten
die Ausbreitungsrichtung des im Laserresonator 302 gebildeten
Laserstrahls entlang eines Abschnitts des Strahlweges 306 zwischen
dem Laserresonator 302 und der variablen optischen Verzögerungsvorrichtung 310.
Ein Lichtpolarisationsstrahlteiler 326 ist an einem Ausgang 328 der
variablen optischen Verzögerungsvorrichtung 310 angeordnet.
Der Laserresonator 302 legt effektiv zwei Laserhohlräume fest,
von denen der erste durch einen hinteren Spiegel 330 und
eine dichroitische Spiegelfläche 332 eines
ersten Ausgangskopplers 334 innerhalb des Hohlraums definiert
ist, von dem sich ein erster Ausgangsstrahl ausbreitet, und von
denen der zweite durch den hinteren Spiegel 330 und eine
dichroitische Spiegelfläche 336 eines
zweiten Ausgangskopplers 338 innerhalb des Hohlraums definiert
ist, von dem sich ein zweiter Ausgangsstrahl ausbreitet. Die dichroitischen
Spiegelflächen 332 und 336 empfangen
einfallendes Licht, das sich von den jeweiligen Ausgängen 340 und 342 des
Lichtpolarisationsstrahlteilers 326 ausbreitet. Beide Ausgangsstrahlen
besitzen die Grundwellenlänge,
die durch das Lasermedium 304 festgelegt wird.
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Der
Güteschalter 308 ändert den
Gütewert des
Laserresonators 302 in Reaktion auf ein angelegtes Güteschalter-Ansteuersignal 344 durch
selektives Erzeugen von hohen und niedrigen Gütezuständen des Laserresonators 302.
Der hohe Gütezustand bewirkt
die Erzeugung von mehreren zeitlich verschobenen Lichtimpulsen und
der niedrige Gütezustand
bewirkt die Erzeugung von keinen Lichtimpulsen oder restlichen Lichtimpulsen
mit sehr niedriger Intensität.
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Das
Lasersystem 300 ist dazu ausgelegt, die Schwingung im Laserresonator 302 selbst
dann aufrechtzuerhalten, wenn ein Ausgangsstrahl von einem Laserhohlraum
gewonnen wird. Wenn das Lasermedium 304 vom isotropen Typ
ist, wie z.B. Nd:YAG, wird die Schwingung im Laserresonator 302 selbst dann
aufrechterhalten, wenn die variable optische Verzögerungsvorrichtung 310 bewirkt,
dass sich ein Polarisationszustand um 90 Grad ändert. Wenn das Lasermedium 304 vom
anisotropen Typ ist, wie z.B. YLF oder YVO4 (Vanadat),
unterscheiden sich die Verstärkungen
für die
zwei orthogonalen Polarisationszustände und gefährden dadurch die Aufrechterhaltung
der stabilen Schwingung. Um mit anisotropen Lasermedien zu arbeiten,
wird ein zweites Lasermedium 304a (in Durchsichtlinien
gezeigt) desselben Typs in den Laserresonator 302 in senkrechter
Orientierung relativ zum Lasermedium 304 eingeführt, so dass
sich die zwei orthogonalen Polarisationszustände nicht auf die Hohlraumverstärkung auswirken.
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Die
Funktionsweise der variablen optischen Verzögerungsvorrichtung 310 bestimmt
die Erzeugung des ersten und des zweiten Ausgangsstrahls, die sich
von den Ausgangskopplern 334 und 338 ausbreiten.
Sobald ein Ansteuersignal 346, das an die variable optische
Verzögerungsvorrichtung 310 angelegt
wird, bewirkt, dass sie dem einfallenden Licht eine Verzögerung einer
Viertelwelle verleiht, breitet sich zirkular polarisiertes Licht
vom Ausgang 328 aus, wird durch den Polarisationsstrahlteiler 326 auf
die dichroitischen Spiegelflächen 332 und 336 gerichtet
und tritt gleichzeitig als separate Strahlkomponenten der Grundwellenlänge von
den Ausgangskopplern 334 und 338 aus. Sobald ein
Ansteuersignal 346, das an die variable optische Verzögerungsvorrichtung 310 angelegt
wird, bewirkt, dass sie dem einfallenden Licht abwechselnd eine
Verzögerung von
Null und einer Halbwelle (oder ähnliche
Vielfache einer Verzögerung
einer Halbwelle) verleiht, breitet sich ein linear polarisierter
Lichtstrahl vom Ausgang 328 aus, wird durch den Polarisationsstrahlteiler 326 auf
die dichroitischen Spiegelflächen 332 und 336 gerichtet
und tritt abwechselnd aus den Ausgangskopplern 334 und 338 aus.
Die vorstehend beschriebenen verschiedenen Zustände des Ansteuersignals 346 sind
an den Laserresonator 302 ungeachtet dessen anlegbar, ob
er ein Lasermedium 304 vom isotropen Typ oder Lasermedien 304 und 304a des
anisotropen Typs enthält.
Das Ansteuersignal 346 stellt Informationen dar, die von
einer Werkzeugwegdatei abgeleitet sind, die sich in einem Verarbeitungssystem
befindet, und zur variablen optischen Verzögerungsvorrichtung 310 durch
einen Impulsgenerator (nicht dargestellt) als Impulswellenform geliefert
werden.
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Es
bestehen verschiedene Kopplungsverluste im Laserresonator 302 in
Abhängigkeit
davon, ob die Grundwelle einen oder beide der Ausgangskoppler 334 und 338 verlässt. Wenn
der Kopplungswert zu groß ist
und die Grundwelle gleichzeitig beide der Ausgangskoppler 334 und 338 verlässt, erzeugt
der Laserresonator 302 keine Schwingung. Folglich ist die
korrekte Auswahl des Kopplungswerts ein wichtiger Faktor, der zu
einer aufrechterhaltenen Schwingung beiträgt.
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Fachleute
werden erkennen, dass die Anordnung von nicht-linearen Kristallen,
die als Generatoren für
die zweite Oberwelle, Generatoren für die dritte Oberwelle oder
beide fungieren, an den Ausgängen
der Ausgangskoppler 334 und 338 (für eine Infrarot-Grundwelle)
Ultraviolettlichtstrahlen in abwechselnder oder gleichzeitiger Umschaltfähigkeit
erzeugen würden.
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15 zeigt
ein Lasersystem 400, das dazu ausgelegt ist, die Lichtmultiplexierung
innerhalb des Hohlraums zu implementieren, die gleichzeitig zwei Lichtausgangsstrahlen
mit dritter Oberwelle von im Polarisationszustand modulierten Lichtemissionsimpulsen
liefert. Das Lasersystem 400 unterscheidet sich vom Lasersystem 300 darin,
dass der Laserresonator des Lasersystems 400 hinzugefügte Oberwellenfrequenzerzeugungs-
und feste optische Verzögerungsvorrichtungen,
dichroitische Strahlabladespiegel als Ersatzvorrichtungen für die Strahllenkspiegel 322 und 324 und
unterschiedlich gekennzeichnete dichroitische Oberflächen von
Ausgangskopplern 334 und 338 enthält. Die
Komponenten des Lasersystems 400, die jenen des Lasersystems 300 entsprechen,
sind durch identische Bezugsziffern, gefolgt von Strichen, identifiziert.
-
Ein
Laserresonator 302' legt
effektiv zwei Laserhohlräume
fest, von denen der erste durch einen hinteren Spiegel 330' und eine dichroitische
Spiegelfläche 332' des ersten
Ausgangskopplers 334' definiert
ist, und von denen der zweite durch den hinteren Spiegel 330' und eine dichroitische
Spiegelfläche 336' des zweiten
Ausgangskopplers 338' definiert
ist. Die Spiegelflächen 332' und 336' reflektieren
die der Grundfrequenz entsprechende Wellenlänge und lassen die der dritten
Oberwelle der Grundfrequenz entsprechende Wellenlänge durch,
die durch das Lasermedium 304' festgelegt wird. Der Laserresonator 302' enthält eine
optische Verzögerungsvorrichtung oder
Wellenplatte 402, einen nicht-linearen Kristall, der als
Generator 404 für
die dritte Oberwelle fungiert, und einen nicht-linearen Kristall,
der als Generator 406 für
die zweite Oberwelle fungiert, die alle zwischen der variablen optischen
Verzögerungsvorrichtung 310' und einem dichroitischen
Strahlablade-Spiegelpaar 408 angeordnet sind. Jedes Element des
dichroitischen Strahlablade-Spiegelpaars 408 lässt Licht
der zweiten und dritten Oberwellenfrequenz durch und reflektiert
Licht der Grundfrequenz, um den Verstärkungswert des Laserresonators 302' bei der Wellenlänge von
ungefähr
1 μm (IR),
die der Grundfrequenz entspricht, bei der der Güteschalter 308' und das Lasermedium 304' arbeiten, zu
halten.
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Die
Funktionsweise der variablen optischen Verzögerungsvorrichtung 310' in Zusammenarbeit mit
der Wellenplatte 402 und den Oberwellengeneratoren 404 und 406 bestimmt
die Erzeugung des Strahls der dritten (UV) Oberwelle, der sich als
zwei separate Strahlkomponenten von den Ausgangskopplern 334' und 338' ausbreitet,
und die Rückkehr des
Grund- (IR) Strahls zum Lasermedium 304', um den Grundstrahl, der im Laserresonator 302' schwingt, beizubehalten.
In dem Ausführungsbeispiel
von 15 bestehen der Generator 404 für die dritte
Oberwelle und der Generator 406 für die zweite Oberwelle aus
einem LBO-Kristall,
der für
jeden der Prozesse für
die Erzeugung der zweiten und der dritten Oberwelle anders geschnitten
ist. Im Fall eines Prozesses für
den Generator 406 für
die zweite Oberwelle des Typs I sind die Laserstrahlen, die den
Generator 406 für
die zweite Oberwelle verlassen, Grund- und zweite Oberwellen mit
orthogonalen Polarisationszuständen.
Die Laserstrahlen, die den Generator 406 für die zweite
Oberwelle verlassen und auf den Generator 404 für die dritte
Oberwelle einfallen, verlassen ihn als Grund- und dritte Oberwellen mit
gleichmäßig ausgerichteten
Polarisationszuständen.
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Um
die Rückkehr
der Grundwelle zum Lasermedium 304' zu erreichen und dadurch die Grundwellenschwingung
innerhalb des Laserresonators 302' aufrechtzuerhalten, ist die Wellenplatte 402 von einem
Typ, der, wenn seine optische Achse geeignet festgelegt ist, die
Grundwelle um eine Viertelwellenlänge und die dritte Oberwelle
um eine Wellenlänge für jeden
Durchgang verzögert.
Daher verleiht die Wellenplatte 402 der Grundwelle, die
sich in einer Richtung von der Wellenplatte 402 in Richtung
des Strahlteilers 326' ausbreitet,
eine zirkulare Polarisation und hat keine Auswirkung auf den Polarisationszustand
der dritten Oberwelle. Die Funktionsweise der variablen optischen
Verzögerungsvorrichtung 310' bestimmt die
Erzeugung des ersten und des zweiten Ausgangsstrahls, die sich von
den Ausgangskopplern 334' und 338' ausbreiten.
Das Anlegen eines Ansteuersignals 346' an die variable optische Verzögerungsvorrichtung 310', die der dritten Oberwelle
nominal eine Verzögerung
einer Dreiviertelwellenlänge
und der Grundwelle eine Verzögerung einer
Viertelwellenlänge
verleiht, wandelt die zirkular polarisierte Grundwelle in eine linear
polarisierte Welle um, die um 90 Grad relativ zu ihrem ursprünglichen linear
polarisierten Zustand gedreht ist, der vor dem Einfall der Grundwelle
auf die Wellenplatte 402 hergestellt wird. Die linear polarisierte
Grundwelle, die sich von der variablen optischen Verzögerungsvorrichtung 310' ausbreitet,
fällt entweder
auf die dichroitische Oberfläche 332' oder 336' in Abhängigkeit
von der Orientierung des Polarisationsstrahlteilers 326' ein und breitet
sich zur variablen optischen Verzögerungsvorrichtung 310' zurück aus.
Der Rückkehrdurchlauf
durch die variable optische Verzögerungsvorrichtung 310' wandelt die
linear polarisierte Grundwelle in eine zirkular polarisierte Grundwelle um
und anschließend
wandelt der Rückkehrdurchlauf
durch die Wellenplatte 402 die zirkular polarisierte Grundwelle
in eine linear polarisierte Grundwelle um, die in derselben Richtung
wie jener der ursprünglichen
Grundwelle orientiert ist. Die linear polarisierte Grundwelle kehrt
dann zum Lasermedium 304' zur weiteren
Schwingung zurück.
Die Abstände
zwischen dem Polarisationsstrahlteiler 326' und jedem der Ausgangskoppler 334' und 338' sind so festgelegt,
dass sich die Polarisationszustände
der Rückkehrstrahlen
kombinieren, um einen im Wesentlichen perfekten zirkular polarisierten
Strahl zu bilden.
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Um
die Ausbreitung von zwei separaten Strahlkomponenten der dritten
Oberwelle durch die Ausgangskoppler 334' und 338' zu erreichen, wird die dritte
Oberwelle beim ersten Einfall auf die variable optische Verzögerungsvorrichtung 310' in einen zirkular
polarisierten Zustand umgewandelt, während die Grundwelle einer
Verzögerung
einer Viertelwelle unterzogen wird. Die zirkular polarisierte dritte
Oberwelle fällt
auf den Polarisationsstrahlteiler 326' ein, der die dritte Oberwelle
in zwei zirkular polarisierte Strahlkomponenten aufspaltet, von
denen sich jede durch eine andere der dichroitischen Oberflächen 332' und 336' ausbreitet
und ihren jeweiligen der Ausgangskoppler 334' und 338' verlässt. Diese Polarisationszustandsbeziehung
bewirkt daher, dass der Polarisationsstrahlteiler 326' den linear
polarisierten Grundstrahl auf eine der dichroitischen Oberflächen 332' und 336' und die zirkular
polarisierten Strahlkomponenten der dritten Oberwelle auf die dichroitischen
Oberflächen 332' und 336' richtet. Die
dichroitische Oberfläche 332' reflektiert
den Grundstrahl zurück
auf das Lasermedium 304' für eine weitere
Verstärkung,
und die dichroitischen Oberflächen 332' und 336' lassen die
zirkular polarisierten Strahlkomponenten der dritten Oberwelle durch
die jeweiligen Ausgangskoppler 334' und 338' durch.
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Fachleute
werden erkennen, dass das Entfernen der Wellenplatte 402 und
das Anlegen eines Ansteuersignals 346' an die variable optische Verzögerungsvorrichtung 310', die der Grundwelle
abwechselnd eine Verzögerung
von Null und einer halben Wellenlänge verleiht, eine Ausbreitung
der dritten Oberwelle abwechselnd durch die Ausgangskoppler 334' und 338' bereitstellt.
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In
den Lasersystemen 300 und 400 sind die Lasermedien 304 und 304' vorzugsweise
einer eines Nd:YAG-, Nd:YVO4- oder Yb- (Ytterbium)
Faserlasers. Der Faserlaser kann von einem Haupt-Oszillator-Leistungsverstärker- (MOPA) Typ
und/oder gütegeschaltet
sein. Güteschalter 308 und 308' sind vorzugsweise
akustisch-optische Modulatoren. Güteschalter, die in der Lage
sind, zwei orthogonal ausgerichtete Lasermedien zu unterstützen, sind
kommerziell erhältlich.
Die variablen optischen Verzögerungsvorrichtungen 310 und 310' können ein
BBO- oder KD*P-Kristall sein, wobei ein Beispiel des letzteren eine
LINOS-RTP-Pockels-Zelle (355 nm) ist, die von einem elektrooptischen
Umschaltmodul RVD angesteuert wird, die beide von LINOS Photonics GmbH & Co. KG, Planegg,
Deutschland, hergestellt werden.
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Fachleute
werden erkennen, dass die Generatoren 404 und 406 für die dritte
und die zweite Oberwelle, die den Strahl der dritten Oberwelle bei 355 nm
im Lasersystem 400 erzeugen, nur eine Implementierung zum
Erreichen der Oberwellenstrahlerzeugung innerhalb des Laserresonators 302' darstellen.
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Facharbeiter
werden erkennen, dass Teile dieser Erfindung von den vorstehend
für bevorzugte Ausführungsbeispiele
beschriebenen Implementierungen verschieden implementiert werden
können. Galvanometer
und Drehspiegelvorrichtungen können beispielsweise
auch als Laserstrahl-Umschaltvorrichtungen
verwendet werden; IR-, sichtbare und UV-Laser können verwendet werden; die
Zielstellen können
sich auf einzelnen oder mehreren Werkstücken befinden; das Laserstrahlumschalten
kann auf mehr als zwei oder drei Strahlwege bewirkt werden; mehrere
Laser können
verwendet werden und jeder von ihren jeweiligen Laserausgängen unter
mehreren Wegen umgeschaltet werden; die AOMs können durch einzelne oder mehrere
HF-Quellen umgeschaltet werden; und die verwendeten Abtastköpfe können ferner
Galvanometer, FSMs und andere als XY-Koordinaten-Positionierungsverfahren
umfassen.
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Für Facharbeiter
ist es offensichtlich, dass viele weitere Änderungen an den Einzelheiten
der vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele vorgenommen
werden können,
ohne von den zugrunde liegenden Prinzipien der Erfindung abzuweichen.
Der Schutzbereich der vorliegenden Erfindung sollte daher nur durch
die folgenden Ansprüche
bestimmt werden.
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Zusammenfassung
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Ein
Laserstrahl-Umschaltsystem (50) verwendet einen Laser (52),
der mit einer Strahlumschaltvorrichtung (58) gekoppelt
ist, die bewirkt, dass ein Laserstrahl zwischen einem ersten und
einem zweiten Strahlpositionierungskopf umschaltet, so dass, während der
erste Strahlpositionierungskopf (60) den Laserstrahl zum
Bearbeiten einer Werkstückzielstelle
richtet, der zweite Strahlpositionierungskopf (62) sich
zu einer anderen Zielstelle bewegt, und umgekehrt. Eine bevorzugte
Strahlumschaltvorrichtung umfasst einen ersten und einen zweiten
AOM. Wenn eine HF an den ersten AOM (72) angelegt wird,
wird der Laserstrahl in Richtung des ersten Strahlpositionierungskopfs
gebeugt, und wenn eine HF an den zweiten AOM (74) angelegt wird,
wird der Laserstrahl in Richtung des zweiten Strahlpositionierungskopfs
gebeugt. Ein Werkstückbearbeitungssystem
(120) verwendet eine gemeinsame modulare Abbildungsoptikanordnung
(122) und eine optionale variable Strahlaufweitungsvorrichtung
(94) zum optischen Verarbeiten von mehreren Laserstrahlen.
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