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Hintergrund
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung,
in der ein Wellenglied durch ein Lagerglied gehalten wird, wobei
der dynamische Druck eines Schmiermittels verwendet wird, sodass eine
relative Drehung zwischen dem Wellenglied und dem Lagerglied möglich ist.
Die Erfindung kann auch einen Spindelmotor, der mit der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
versehen ist, sowie eine Aufzeichnungsscheiben-Laufwerksvorrichtung,
die mit der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung versehen ist, betreffen.
Die Erfindung betrifft insbesondere eine Verbesserung an einem Kapillardichtungsteil,
der mit seiner Kapillarwirkung ein Lecken des in die Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
eingefüllten
Schmiermittels nach außen
verhindert.
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Bei
Aufzeichnungsscheiben-Laufwerkseinrichtungen für etwa eine Magnetscheibe oder
eine optischen Scheibe in einem Computer besteht ein großer Bedarf
nach einer höheren
Dichte zusätzlich
zu einer Miniaturisierung wie etwa einer dünneren Dicke und einem leichteren
Gewicht. Deshalb besteht ein großer Bedarf dafür, die Umdrehungszahl
pro Minute zu erhöhen
und die Drehpräzision
eines zum Drehen der Scheibe verwendeten Spindelmotors zu verbessern.
Um diesen Bedarf zu erfüllen
wird anstelle eines herkömmlichen Kugellagers
als Lagervorrichtung für
einen Spindelmotor eine Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung verwendet, die
eine Drehwelle durch ein Lagerglied unter Verwendung des Fluiddynamikdrucks
eines Schmiermittels drehbar hält.
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Zusammenfassung
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Bei
Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtungen besteht das Problem, dass das
zwischen einer Drehwelle und einem Lagerglied gehaltene Schmiermittel
nach oben zu einer Öffnung
steigt, die durch einen oberen Endteil der Drehwelle und das Lagerglied
gebildet wird und von dort nach außen leckt. Die Ursachen für dieses Problem
sind etwa: Volumenänderungen
wie etwa eine Expansion oder Kontraktion des Schmiermittels aufgrund
von Temperaturänderungen
oder einer Erweiterung oder ähnlichem
der Abmessungen der Drehwelle, des Lagerglieds usw.; eine interne
Bewegung aufgrund eines Pumpeffekts oder ähnlichem, wenn eine Drehoperation
beginnt und stoppt; und eine Zentrifugalkraft, ein dynamischer Druckeffekt
oder ähnliches
während der
Drehung. Wenn die Schmiermittelmenge reduziert wird, wird der erforderliche
Fluiddynamikdruck nicht erzeugt. Dadurch wird die Haltekraft für die Drehwelle
herabgesetzt, sodass die Möglichkeit
eines Verschleißes besteht,
wenn die Drehwelle und das Lagerglied einander kontaktieren. Außerdem besteht
die Möglichkeit, dass
die Aufzeichnungsscheiben-Laufwerksvorrichtung durch das leckende
Schmiermittel verunreinigt wird, wodurch eine Beschädigung der
Aufzeichnungsscheiben-Laufwerksvorrichtung oder ein Löschen der
Aufzeichnung auftreten können.
Und auch wenn das Schmiermittel nicht nach außen leckt, nimmt die Schmiermittelmenge
allmählich
aufgrund einer natürlichen Verdunstung
ab, sodass schließlich
ein Verschleiß verursacht wird.
Deshalb ist die Menge des Schmiermittels, das zusätzlich zu
der Schmiermittelmenge in dem Lagerspalt in die Lagervorrichtung
gefüllt
werden kann, ein ausschlaggebender Faktor für die Lebensdauer einer Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung.
Deshalb besteht ein Bedarf nach einer kleinen Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung,
die eine große
Menge von Schmiermittel halten kann und aus der das Schmiermittel
nicht einfach verdunstet oder nach außen leckt.
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Um
dieses Problem zu lösen,
wurde eine Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
vorgeschlagen, bei welcher der Querschnitt eines nach außen hin
kommunizierenden Spalts mit einer sich verjüngenden Form vorgesehen ist,
sodass mehr zusätzliches
Schmiermittel gehalten werden kann, wobei außerdem ein Kapillardichtungsteil
vorgesehen ist, der aufgrund seiner Kapillarwirkung ein Lecken des
Schmiermittels nach außen unterdrückt.
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Zum
Beispiel wird bei einer Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung von 16A und 16B ein Kapillardichtungsteil 500,
der zusätzliches
Schmiermittel halten kann, durch eine Öffnung eines Spalts zwischen
einer Drehwelle 501 und einem Lagerglied 502 gebildet,
indem eine sich verjüngende
Fläche 502a vorgesehen
wird, die sich auf der Innenumfangsfläche eines Lagerglieds 502 nach
oben in der Axialrichtung mit einem vorbestimmten Neigungswinkel
erstreckt (siehe zum Beispiel das japanische Patent 2937833 (JP-B-2937833) (1)).
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Weiterhin
wird in einer Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung von 17 zwischen
einer oberen Endfläche 601a des
Lagerglieds 601 und einer dünnen Platte 602 gegenüber der
oberen Endfläche 601a ein
Kapillardichtungsteil 600 zum Halten von zusätzlichem
Schmiermittel gebildet, indem ein sich im Querschnitt verjüngender
Spalt vorgesehen wird, der sich in der Radialrichtung nach außen erstreckt
(siehe zum Beispiel die offen gelegte japanische Patentanmeldung
8-331796 (JP-A-8-331796)
(1 und 3, Zusammenfassung)).
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Weiterhin
ist bei einer Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung von 18 ein
Schublagerteil 701 zwischen einer oberen Endfläche eines
Lagerglieds 704 und einer unteren Fläche eines oberen Wandteils 703a einer
Läufernabe 703 vorgesehen,
sodass keine Schubplatte vorgesehen werden muss, die herkömmlicherweise
eine Last in einer Schubrichtung hält. Indem ein sich verjüngender
Spalt gebildet wird, der sich zwischen einer Innenumfangsfläche eines
ringförmigen
Vorsprungs 703b, der sich von dem oberen Wandteil 703a der Läufernabe 703 nach
unten erstreckt, und einer Außenumfangsfläche eines
Lagerglieds 704 in der Axialrichtung nach unten erstreckt,
wird ein Kapillardichtungsglied 700 gebildet, das zusätzliches
Schmiermittel halten kann (siehe zum Beispiel die offen gelegte
japanische Patentanmeldung 2000-197309 (JP-A-2000-197309) (2, Zusammenfassung). Weiterhin geben die
Bezugszeichen 703c und 704c der Figur jeweils
eine Schubdynamikdruck-Erzeugungsvertiefung und eine Radialdynamikdruck-Erzeugungsvertiefung
wieder.
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Bei
den vorstehend genannten herkömmlichen
Kapillardichtungsteilen treten jedoch bestimmte Probleme auf.
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Der
Kapillardichtungsteil 500 von 16A und 16B ist derart ausgebildet, dass er sich
zu einer Öffnung
in einer Axialrichtung verbreitert, sodass das Schmiermittel einfach
verdunsten kann und Verunreinigungen (Staub) einfach das Schmiermittel
verunreinigen können.
Dadurch wird die Lebensdauer der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
und außerdem
die Funktion des Schmiermittels verschlechtert. Wenn weiterhin eine
schnelle Bewegung des Schmiermittels durch einen Stoß oder ähnliches
verursacht wird, wird das Schmiermittel nicht zurückgehalten
und kann ein Lecken des Schmiermittels nicht verhindert werden.
Weil der Kapillardichtungsteil 500 außerdem in einer Axialrichtung
ausgebildet ist, muss der Kapillardichtungsteil 500 lange
in der Axialrichtung ausgebildet sein, um eine große Menge
von Schmiermittel in dem Kapillardichtungsteil 500 zu halten.
Dadurch wird die Gesamtlänge
der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
wesentlich verlängert,
sodass es schwierig ist, die Größe der Lagervorrichtung
zu reduzieren. Wenn versucht wird, die Schmiermittelhaltekapazität zu erhöhen, ohne
die Gesamtlänge
der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung zu verlängern, muss der Kapillardichtungsteil 500 in
der Axialrichtung verlängert
werden und muss die Länge
der Radialdynamikdruckvertiefung 503 verkürzt werden.
In diesem Fall wird jedoch die dynamische Druckkraft in der Radialrichtung
klein, wodurch die Steifigkeit des Lagers vermindert wird.
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In
dem Kapillardichtungsteil 600 von 17 ist
der Schmiermittel-Halteraum auf einen sich verjüngenden Spalt an der oberen
Endfläche 601a des
Lagerglieds 601 begrenzt. Wenn also der Durchmesser des
Lagerglieds 601 klein vorgesehen wird, um die Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
kleiner zu machen, wird die Schmiermittel-Haltekapazität klein.
Weiterhin ist der Spalt über
im wesentlichen den gesamten Umfang der Außenumfangsfläche der
dünnen
Platte 602 offen, sodass das Schmiermittel einfach verdunsten
kann. Bei der Durchführung
verschiedener Tests in Verbindung mit der Erfindung der vorliegenden
Patentanmeldung wurde das Schmiermittel vorgesehen, indem ein Flüssigkeitspegel
innerhalb des sich verjüngenden
Spalts an der oberen Endfläche
des Lagerglieds von 17 gebildet wurde, wobei der
Flüssigkeitspegel
nicht stabil und gleichmäßig gebildet
werden konnte. Dabei bestand die Möglichkeit, dass die Lebensdauer
der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
von 17 negativ beeinflusst wurde.
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In
dem Kapillardichtungsteil 700 von 18 bildet
der Spalt an der oberen Endfläche
des Lagerglieds 704 einen Schublagerteil. Der Spalt zum
Halten des zusätzlichen
Schmiermittels ist auf den Spalt an der Außenumfangsfläche des
Lagerglieds 704 begrenzt. Weiterhin wird der Kapillardichtungsteil 700 von 18 gebildet,
indem die Läufernabe 703,
die ein Motorteil ist, eingeschlossen wird, sodass die Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
nicht unabhängig
fertig gestellt werden kann. Deshalb kann die Qualität der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
nicht unabhängig
vor der Montage im Motor getestet werden. Jedoch ist ein Drehmomentwert
der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung proportional zu einem Stromverbrauchswert
eines Spindelmotors, der die Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
verwendet, sodass vorzugsweise der Drehmomentwert gemessen und als
gewünschter
Drehmomentwert bestätigt
wird, bevor die Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung in einem Motor montiert
wird.
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Weiterhin
ist eine Läufernabe
kostspieliger als eine Schubplatte. Wenn also die Qualität einer
Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
nicht vor der Montage in einem Motor getestet werden kann und Probleme
auftreten, sind die Kosten für
das Aussondern beträchtlich.
Weiterhin ist die untere Fläche
des oberen Wandteils 703a der Läufernabe 703 eine
der Flächen,
die den Schubdynamikdrucklagerteil 701 bilden. Deshalb
muss der gesamte obere Wandteil 703a der Motornabe 703 starr
vorgesehen werden, sodass es schwierig ist, die Läufernabe 703 dünner auszubilden.
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Wenn
außerdem
eine Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung in dem Kapillardichtungsteil 700 auf
eine Aufzeichnungsscheiben-Laufwerksvorrichtung
angewendet wird, tritt das folgende Problem auf. Wenn eine Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
an einer Aufzeichnungsscheiben-Laufwerkseinrichtung montiert wird, wird
allgemein ein Aufbau mit einem zentralen Stift verwendet, wobei
ein weibliches Schraubloch in einer Drehwelle der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
vorgesehen ist und wobei ein Klemmglied der Aufzeichnungsscheibeneinrichtung,
eine Läufernabe
und die Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung fixiert werden, indem
eine männliche
Schraube in das weibliche Schraubloch geschraubt wird. Bei dem Aufbau
mit dem zentralen Stift kann je nach dem Material der Läufernabe,
den Abmessungen der Nabe in der Dickenrichtung usw. die Läufernabe
durch die Druckkraft des Klemmglieds gegen eine Magnetscheibe beim
Einlegen der Scheibe verformt werden. Wenn eine derartige Verformung
auftritt, wird die Läufernabe
gebogen, sodass die Abmessungen in der Axialrichtung des durch den
Schublagerteil kontrollierten Mikrospalts in der Durchmesserrichtung
nicht gleichmäßig sind,
weshalb es schwierig ist, eine stabile Wellenhaltekraft in dem Schublagerteil
zu erhalten. Dadurch wird die Motordrehpräzision herabgesetzt. Außerdem treten
Probleme wie eine Beschädigung,
ein Verschleiß oder ähnliches
der Lagerfläche
auf, wenn die untere Fläche
der Läufernabe,
die den Schublagerteil bildet, und die obere Endfläche des
Lagerglieds einander kontaktieren, wodurch die Dauerhaftigkeit und
Zuverlässigkeit
des Motors beeinträchtigt
werden.
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Gewöhnlich wird
eine Aluminiumlegierung, Glas, Kunstharz oder ähnliches als Material für eine Magnetscheibe
verwendet, die drehbar durch einen Motor mit einer Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
angetrieben wird. Von diesen Materialien wird meistens die Aluminiumlegierung
verwendet, weil diese weniger kostspielig ist als Glas. Um eine
Verwerfung der Magnetscheibe aufgrund einer Temperaturfluktuation
zu unterdrücken,
muss ein Material mit einem Wärmeausdehnungskoeffizienten,
der im wesentlichen gleich demjenigen des Magnetscheibenmaterial
ist, als Material für
die Nabe verwendet werden, an der die Magnetscheibe für eine Drehung
mit derselben montiert wird. Im Fall einer Magnetscheibe aus einer
Aluminiumlegierung, wird dieselbe Aluminiumlegierung auch für die Nabe
verwendet. Eine für
eine Magnetscheibe aus einer Aluminiumlegierung geeignete Läufernabe
aus einer Aluminiumlegierung ist jedoch relativ weich, sodass eine
Abrasion und Beschädigung
der Lagerfläche
einfach verursacht werden können,
wenn die untere Fläche
der Läufernabe und
die obere Endfläche
des Lagerglieds einander kontaktieren oder wenn die Drehung gestoppt
wird und kein dynamischer Druck in der Schubrichtung erzeugt wird.
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Die
Erfindung nimmt auf die oben geschilderten herkömmlichen Probleme Bezug. Es
ist eine Aufgabe von beispielhaften Ausführungsformen der Erfindung,
eine Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung anzugeben, in der ein Kapillardichtungsteil
unabhängig
durch eine Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
gebildet werden kann, wobei eine Miniaturisierung erzielt werden
kann und die Lebensdauer verbessert werden kann, indem eine Verunreinigung
in der Aufzeichnungsscheiben-Laufwerksvorrichtung unterdrückt wird,
ein Lecken des Schmiermittels nach außen unterdrückt wird und die gehaltene
zusätzliche
Schmiermittelmenge vergrößert wird.
Es ist eine Aufgabe von einigen Ausführungsformen, einen Spindelmotor
und eine Aufzeichnungsscheiben-Laufwerksvorrichtung
anzugeben, die mit der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung ausgestattet sind.
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Eine
Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung gemäß einigen Ausführungsformen
der Erfindung umfasst: ein Wellenglied; ein Lagerglied, das das
Wellenglied hält;
ein Dichtungsglied mit einer oberen Wand, wobei die obere Wand ein
Vorsprungsloch aufweist, durch das ein oberer Endteil des Wellenglieds
vorsteht, wobei das Dichtungsglied angeordnet ist, um einen oberen
Endteil des Lagerglieds zu bedecken; ein Verschlussglied, das einen
unteren Endteil des Lagerglieds verschließt; und einen Lagerspalt, der
Dynamikdruckvertiefungen umfasst, die jeweils zwischen dem Wellenglied
und dem Lagerglied und zwischen dem Wellenglied und dem Verschlussglied
ausgebildet sind. Eine Radialdynamikdruckvertiefung ist in der Außenumfangsfläche des
Wellenglieds oder der Innenumfangsfläche des Lagerglieds ausgebildet
und erzeugt eine dynamische Druckkraft, die eine Last in einer Radialrichtung
empfängt.
Eine erste Schubdynamikdruckvertiefung ist in einer nach unten gerichteten
Fläche
des Wellenglieds oder einer oberen Fläche des Verschlussglieds ausgebildet
und erzeugt eine dynamische Druckkraft, die eine Last in einer Schubrichtung
empfängt.
Ein. Schmiermittel-Haltespalt ist zwischen einer oberen Endfläche des
Lagerglieds und einer Innenfläche
der oberen Wand des Dichtungsglieds ausgebildet. Ein erster Kapillardichtungsteil
ist zwischen einer Außenumfangsfläche des
Lagerglieds und einer Innenumfangsfläche des Dichtungsglieds ausgebildet.
Der erste Kapillardichtungsteil ist mit einer sich verjüngenden
Querschnittform ausgebildet, die sich nach unten hin verbreitert.
Ein zweiter Kapillardichtungsteil ist zwischen der Außenumfangsfläche des
Wellenglieds und einer Innenumfangsfläche des Vorsprungslochs ausgebildet.
Der Lagerspalt, der zweite Kapillardichtungsteil, der Schmiermittel-Haltespalt
und der erste Kapillardichtungsteil kommunizieren miteinander und
werden durch ein Schmiermittel eingenommen. Das Dichtungsglied kann
eine Ventilationsloch umfassen, das in einer Seitenwand des Dichtungsglieds
ausgebildet ist. Das Dichtungsglied kann ein Lüftungsloch umfassen, das in
einer Seitenwand des Dichtungsglieds ausgebildet ist. Das Lüftungsloch
ist unter dem Flüssigkeitspegel
des Schmiermittels angeordnet, das den ersten Kapillardichtungsteil
einnimmt. Ein Durchgangsloch kann sich durch das Lagerglied in einer
Axialrichtung erstrecken und eine Kommunikation zwischen dem Lagerspalt
und dem Schmiermittel-Haltespalt herstellen.
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In
beispielhaften Ausführungsform
einer Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
gemäß dieser
Erfindung ist ein erster Kapillardichtungsteil mit einer sich verjüngenden
Querschnittform, die sich nach unten hin in der Axialrichtung verbreitert,
an den Schmiermittel-Haltespalt anschließend zwischen den gegenüberliegenden Flächen der
Außenumfangsfläche des
Lagerglieds und des Dichtungsglieds ausgebildet. Aufgrund der Kapillarwirkung
wirkt eine Kraft auf das Schmiermittel in dem ersten Kapillardichtungsteil
und zieht das Schmiermittel in der Axialrichtung nach oben, sodass
ein Lecken des Schmiermittels aus der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
unterdrückt
werden kann. Deshalb kann eine Reduktion in der Schmiermittelmenge
reduziert werden und kann eine Verunreinigung in einer Aufzeichnungsscheiben-Laufwerksvorrichtung
mit der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
unterdrückt
werden. Außerdem
ist der Flüssigkeitspegel
des Schmiermittels innerhalb des ersten Kapillardichtungsteils vorgesehen,
sodass der Flüssigkeitspegel
des Schmiermittels beim Einfüllen
des Schmiermittels stabil und gleichmäßig vorgesehen werden kann.
Auf diese Weise kann das zusätzlich
in den Spalt zwischen dem ersten Kapillardichtungsteil und dem Schmiermittel-Haltespalt
eingefüllte Schmiermittel
zuverlässig
zu dem Lagerteil zugeführt
werden.
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Im
Gegensatz zu der Ausführungsform,
die eine Läufernabe
eines herkömmlichen
Spindelmotors verwendet, kann der erste Kapillardichtungsteil unabhängig durch
eine Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
gebildet werden. Deshalb kann das Problem, das bei der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
mit einer herkömmlichen
Läufernabe
gegeben ist, beseitigt werden. Außerdem wird der Schmiermittel-Haltespalt
zwischen den gegenüberliegenden
Flächen
der oberen Endfläche
des Lagerglieds und des Dichtungsglieds gebildet, sodass nicht nur
der erste Kapillardichtungsteil, sondern auch die gesamte obere
Endfläche
des Lagerglieds als Schmiermittel-Halteraum verwendet werden kann.
Im Gegensatz zu einem herkömmlichen
Kapillardichtungsteil, der an der Öffnung des Spalts zwischen
der Außenumfangsfläche eines
Wellenglieds und der Innenumfangsfläche eines Lagerglieds gebildet
wird, muss der Kapillardichtungsteil nicht in der Axialrichtung
verlängert werden.
Außerdem
kann die gehaltene Schmiermittelmenge wesentlich erhöht werden,
ohne den Durchmesser des Lagerglied: zu vergrößern, was eine Verbesserung
gegenüber
dem herkömmlichen
Kapillardichtungsteil zwischen einer dünnen Platte und der oberen
Endfläche
des Lagerglieds darstellt. Auf diese Weise können die Lebensdauer und die
Miniaturisierung der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung verbessert
werden.
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Außerdem kann
der erste Kapillardichtungsteil ein Lüftungsloch als Öffnungsteil
in Kommunikation mit der atmosphärischen
Luft verwenden, sodass der Öffnungsbereich
des Kapillardichtungsteils kleiner als im Stand der Technik vorgesehen
werden kann. Dadurch können
eine Verdunstung, ein Lecken und eine Verunreinigung des Schmiermittels
unterdrückt
werden. Auf diese Weise können
eine Verminderung der gehaltenen Schmiermittelmenge und eine Verunreinigung
einer Aufzeichnungsscheiben-Laufwerksvorrichtung mit der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
weiter unterdrückt
werden.
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Es
können
verschiedene Aufbauten verwendet werden, um die Schmiermittel-Haltefunktionen
der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
der Erfindung zu verbessern. Zum Beispiel kann der zweite Kapillardichtungsteil
eine sich verjüngende Querschnittform
aufweisen, die sich nach oben hin verbreitert. Aufgrund der Kapillarwirkung
wird dabei eine Kraft in dem Schmiermittel in dem zweiten Kapillardichtungsteil
erzeugt, durch die das Schmiermittel in der Axialrichtung nach oben
gezogen wird, sodass ein Lecken des Schmiermittels aus dem Gerät weiter
unterdrückt
werden kann.
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Vorzugsweise
ist dabei auf der oberen Wand des Dichtungsglieds ein ringförmiger Vorsprung
ausgebildet, der von einem Umfang des Vorsprungslochs nach oben
vorsteht. Der zweite Kapillardichtungsteil ist zwischen den gegenüberliegenden
Flächen
des Vorsprungslochs des Dichtungsglieds, der Innenumfangsfläche des
ringförmigen
Vorsprungs und der Außenumfangsfläche des
Wellenglieds ausgebildet. In diesem Zustand ist weiterhin eine Bewegung
des Schmiermittels in dem zweiten Kapillardichtungsteil in der Axialrichtung
möglich,
sodass ein Lecken des Schmiermittels nach außen weiter unterdrückt werden
kann.
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Der
Schmiermittel-Haltespalt kann eine sich verjüngende Querschnittform aufweisen,
die sich nach außen
hin in der Radialrichtung verbreitert. Aufgrund der Kapillarwirkung
wird eine Kraft in dem Schmiermittel in dem Schmiermittel-Haltespalt erzeugt,
durch die das Schmiermittel in der Radialrichtung nach innen gezogen
wird. Es wird also eine Kraft, durch die das Schmiermittel in der
Axialrichtung nach oben gezogen wird, in dem Schmiermittel in dem
ersten Kapillardichtungsteil erzeugt, der mit dem Schmiermittel-Haltespalt kommuniziert,
sodass ein Lecken des Schmiermittels aus der Einrichtung weiter
unterdrückt
werden kann.
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Weiterhin
können
drei oder mehr Vorsprünge
auf der Innenfläche
der oberen Wand des Dichtungsglieds ausgebildet werden, wobei eine
Positionierung in der Axialrichtung des Dichtungsglieds bewerkstelligt werden
kann, indem die Vorsprünge
die obere Endfläche
des Lagerglieds kontaktieren. In diesem Zustand kann eine Erzeugung
von Größenunregelmäßigkeiten
in der Flächenrichtung
des Schmiermittel-Haltespalts unterdrückt werden, wodurch die Schmiermittel-Haltekapazität weiter
stabilisiert wird.
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Vorzugsweise
sind die Umfangsvertiefungen jeweils einander zugewandt in der Außenumfangsfläche des
Lagerglieds und der Innenumfangsfläche des Dichtungsglieds ausgebildet,
wobei die Umfangsvertiefungen unterhalb des Flüssigkeitspegels des ersten
Kapillardichtungsteils und über
dem Lüftungsloch
des Dichtungsglieds ausgebildet sind. In diesem Fall kann ein Öl abweisendes
Mittel auf der Außenumfangsfläche des Lagerglieds
und/oder der Innenumfangsfläche
des Dichtungsglieds unterhalb der Umfangsvertiefung aufgetragen
werden. Die Umfangsvertiefung und das Öl abweisende Mittel können ein
Lecken des Schmiermittels aus dem Lüftungsloch weiter unterdrücken. Indem
die Umfangsvertiefung als Markierung verwendet wird, kann der mit
dem Öl
abweisenden Mittel zu beschichtende Teil zuverlässig bestimmt werden, sodass
das Öl.
abweisende Mittel einfach aufgetragen werden kann.
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Das
Lüftungsloch
kann eine Vertiefung sein, die sich nach unten zu der unteren Endfläche des
zylindrischen Teils des Dichtungsglieds erstreckt, und kann als
Fenster für
eine visuelle Prüfung
der Position des Flüssigkeitspegels
des Schmiermittels dienen. Dabei kann die vorhandene Schmiermittelmenge
visuell durch das Lüftungsloch
geprüft
werden.
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Vorzugsweise
wird ein hohles Gehäuseglied
verwendet, dessen Gesamtlänge
kürzer
als diejenige des Lagerglieds ist. Das Lagerglied steht von einem
oberen Endteil des Gehäuseglieds
vor, wobei das Lagerglied mit der Innenumfangsfläche des Gehäuseglieds verbunden werden
kann. In diesem Zustand werden das Lagerglied und das Verschlussglied
mit dem Gehäuseglied
verbunden, sodass die Formen der entsprechenden Glieder vereinfacht
werden können
und dementsprechend die Verarbeitung einfach wird. Außerdem können unter
Verwendung von standardisierten und gelagerten Gliedern verschiedene
Kombinationen vorgesehen werden, sodass auch einfach auf eine Entwurfsänderung
der Lagervorrichtung reagiert werden kann. Auf diese Weise können die
Produktionskosten vermindert werden.
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In
dem oben beschriebenen Zustand kann die Positionierung in der Axialrichtung
des Dichtungsglieds bewerkstelligt werden, indem das Dichtungsglied,
das mit der Außenumfangsfläche des
oberen Endteils des Lagerglieds verbunden ist, in Kontakt mit der
oberen Endfläche
des Gehäuseglieds
gebracht wird. Alternativ hierzu kann ein Stufenteil in der Außenumfangsfläche des
oberen Endteils des Gehäuseglieds
ausgebildet sein, wobei die Positionierung in der Axialrichtung
des Dichtungsglieds bewerkstelligt werden kann, indem das Dichtungsglied,
das mit der Außenumfangsfläche des
oberen Endteils des Gehäuseglieds
verbunden ist, in Kontakt mit dem Stufenteil gebracht wird. In diesem
Zustand können
dimensionale Unregelmäßigkeiten
in der Flächenrichtung des
Schmiermittel-Haltespalts weiter unterdrückt werden, wodurch die Schmiermittel-Haltekapazität weiter
stabilisiert werden kann.
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Wenn
das Dichtungsglied mit dem oberen Endteil der Außenumfangsfläche des
Lagerglieds verbunden ist, ist vorzugsweise ein erster Kleberhalteteil
zwischen der Außenumfangsfläche des
Lagerglieds und der Innenumfangsfläche des oberen Endteils des
Gehäuseglieds
ausgebildet und ist ein zweiter Kleberhalteteil zwischen der Außenumfangsfläche des
Lagerglieds und der Innenumfangsfläche des unteren Endteils des Dichtungsglieds
ausgebildet. Der Kleber wird in die erster und zweiten Halteteile
gefüllt,
und das Gehäuseglied und
das Dichtungsglied werden jeweils durch den Kleber an dem Lagerglied
fixiert.
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Wenn
in dem oben beschriebenen Zustand das Dichtungsglied und das Gehäuseglied
mit dem Lagerglied verbunden werden und dazwischen der Kleber aufgetragen
wird, kann das Eindringen von Kleber zu der Innenumfangsfläche des
Lagerglieds unterdrückt
werden. Außerdem
kann das Herausfließen
des Klebers zu anderen Teilen als dem beabsichtigten Füllteil unterdrückt werden.
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Eine
Umfangsvertiefung kann auf der Außenumfangsfläche des
Lagerglieds ausgebildet werden. Der erste Halteteil kann zwischen
der Umfangsvertiefung und der Innenumfangsfläche des oberen Endteils des Gehäuseglieds
ausgebildet werden, und der zweite Halteteil kann zwischen der Umfangsvertiefung
und einer Innenumfangsfläche
des unteren Endteils des Dichtungsglieds ausgebildet werden.
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In
dem oben beschriebenen Zustand kann zusätzlich zu den bereits genannten
Effekten der Kleberfüllbereich
vereinfacht werden, wobei der erste und der zweite Haltebereich
nebeneinander ausgebildet werden können. Außerdem kann der Kleber auf
einmal eingefüllt
werden, wodurch die Fülloperation
vereinfacht wird.
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Das
Gehäuseglied
kann durch einen zylindrischen Teil gebildet werden, der einstückig mit
dem Verschlussglied ausgebildet ist. Weiterhin kann das Gehäuseglied
ausgebildet werden, indem es gezogen oder stranggepresst wird. Das
Wellenglied kann einen Flanschteil umfassen. Außerdem kann ein Abstandsglied zwischen
dem Lagerglied und dem Verschlussglied angeordnet sein. Das Abstandsglied
bildet einen Verbindungsspalt, der mit dem Flanschteil und dem Wellenglied
verbunden ist. Das Abstandsglied kann ebenfalls standardisiert sein
und zuvor gelagert werden, sodass schnell auf eine Entwurfsänderung
reagiert werden kann.
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Auf
der unteren Endfläche
des Lagerglieds und/oder der oberen Endfläche des Flanschteils, die einander
gegenüberliegen,
kann eine zweite Schubdynamikdruckvertiefung ausgebildet sein, die
einen dynamischen Druck erzeugt, der eine Last in der Schubrichtung
empfängt.
In diesem Zustand wird ein in der Schubrichtung an der unteren Fläche des
Flanschteils erzeugter dynamischer Druck durch den in der Schubrichtung an
der oberen Fläche
des Flanschteils erzeugten dynamischen Druck ausgeglichen, sodass
das Wellenglied nicht überlastet
wird und stabil gedreht werden kann.
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Ein
beispielhafter Spindelmotor gemäß der Erfindung
umfasst: eine Basis; einen Ständer,
der an der Basis fixiert ist; einen Läufer, der mit einer Läufernabe
und einem Läufermagneten
versehen ist, wobei der Läufermagnet
mit der Läufernabe
verbunden ist und zusammen mit dem Ständer ein Drehmagnetfeld erzeugt;
und eine Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung,
die eine Drehung des Motors unterstützt. Die Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
kann eine der oben beschriebenen Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtungen
sein und eine erste Schubvertiefung umfassen, wobei der Läufer durch
eine Magnetkraft in der Axialrichtung angezogen wird, die der Richtung
des Schubdynamikdrucks entgegen gesetzt ist, der in der ersten Schubdynamikdruckvertiefung
in der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung erzeugt wird.
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Wenn
die oben genannte Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung weiterhin mit
der zweiten Schubdynamikdruckvertiefung versehen ist, muss der Läufer nicht
durch eine Magnetkraft angezogen werden.
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Eine
beispielhafte Aufzeichnungsscheiben-Laufwerksvorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung umfasst: eine Aufzeichnungsscheibe; einen Aufzeichnungskopf,
der Informationen auf der Aufzeichnungsscheibe schreibt und/oder
liest; und einen wie oben beschriebenen Spindelmotor, der die Aufzeichnungsscheibe
drehend antreibt.
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Diese
und andere Merkmale, Aufgaben und/oder Vorteile werden in der folgenden
ausführlichen
Beschreibung beispielhafter Ausführungsformen
beschrieben oder gehen aus derselben hervor.
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Kurzbeschreibung
der Zeichnungen
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1A und 1B zeigen
schematisch den Aufbau einer Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
gemäß einer
ersten Ausführungsform
der Erfindung, wobei 1A eine seitliche Querschnittansicht
der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung ist und 1B eine
Seitenansicht der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung in der Richtung des
Pfeils A von 1A ist.
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2A und 2B zeigen
schematisch den Aufbau einer Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, wobei 2A eine
seitliche Querschnittansicht der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
ist und 2B eine Seitenansicht der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
in der Richtung aus dem Pfeil A von 2A ist.
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3 ist
eine seitliche Querschnittansicht, die schematisch den Aufbau einer
Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
gemäß einer
dritten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt.
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4 ist
eine seitliche Querschnittansicht, die schematisch den Aufbau einer
Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
gemäß einer
vierten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt.
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5 ist
eine seitliche Querschnittansicht, die schematisch den Aufbau einer
Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
gemäß einer
fünften
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt.
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6 ist
eine seitliche Querschnittansicht, die schematisch den Aufbau einer
Fluiddynamikdruck- Lagervorrichtung
gemäß einer
sechsten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt.
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7 ist
eine seitliche Querschnittansicht, die schematisch den Aufbau einer
Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
gemäß einer
siebten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt.
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8 ist
eine seitliche Querschnittansicht, die schematisch den Aufbau einer
Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
gemäß einer
achten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt.
-
9 ist
eine seitliche Querschnittansicht, die schematisch den Aufbau einer
Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
gemäß einer
neunten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt.
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10A und 10B zeigen
schematisch den Aufbau eines Dichtungsglieds, das in der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
von 1 angeordnet ist, wobei 10A eine Draufsicht auf die obere Wand des Dichtungsglieds
ist und 10B eine Querschnittansicht
entlang der Linie A A von 10A ist.
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11 ist
eine seitliche Querschnittansicht, die schematisch den Aufbau eines
Spindelmotors zeigt, auf den die Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
von 1 angewendet ist.
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12 ist
eine Querschnittansicht, die schematisch den Aufbau einer Magnetscheiben–Laufwerksvorrichtung
zeigt, auf die der Spindelmotor von 11 angewendet
ist.
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13 ist
eine Fotografie einer Seitenfläche
einer Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung einer Prototyp-Ausführungsform
1 der vorliegenden Erfindung und zeigt einen Bildungszustand eines
Flüssigkeitspegels des
Schmiermittels.
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14 ist
ein Fotografie einer oberen Fläche
einer Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung eines Vergleichsbeispiels
1 der vorliegenden Erfindung und zeigt den Bildungszustand eines
Flüssigkeitspegels
des Schmiermittels.
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15 ist
eine Fotografie einer oberen Fläche
einer Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung eines Vergleichsbeispiels
2, der vorliegenden Erfindung zeigt den Bildungszustand eines Flüssigkeitspegels
des Schmiermittels.
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16 ist eine seitliche Querschnittansicht,
die schematisch den Aufbau eines herkömmlichen Beispieles eines Kapillardichtungsteils
einer Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
zeigt, wobei 16A eine Gesamtansicht
der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung ist und 16B eine
vergrößerte Teilansicht
des Kapillardichtungsteils von 16a ist.
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17 ist
eine seitliche Querschnittansicht, die schematisch den Aufbau eines
anderen herkömmlichen
Beispiels eines Kapillardichtungsteils einer Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
zeigt.
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18 ist
eine seitliche Querschnittansicht, die schematisch den Aufbau eines
anderen herkömmlichen
Beispiels eines Kapillardichtungsteils einer Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
zeigt.
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Ausführliche
Beschreibung der Ausführungsformen
-
(A) Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
-
(1) Erste Ausführungsform
-
Im
Folgenden wird eine erste Ausführungsform
der Erfindung mit Bezug auf die Zeichnungen erläutert. 1 zeigt
schematisch einen Aufbau einer Fluiddynamikdruck- Lagervorrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. 1A ist
eine seitliche Querschnittansicht einer Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung 1,
und 1B ist eine Seitenansicht der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung 1 aus der
Richtung des Pfeils A von 1A.
-
Zuerst
wird im Folgenden der Gesamtaufbau einer beispielhaften Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung 1 erläutert. Die
Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung 1 umfasst ein hohles,
im wesentlichen zylindrisches Lagerglied 20, das eine Drehwelle
(ein Wellenglied) 10 drehbar hält. Ein zylindrisches Dichtungsglied 30 ist
mit dem Lagerglied 20 verbunden, um den oberen Endteil
des Lagerglieds 20 zu bedecken. Das Dichtungsglied 30 umfasst
eine obere Wand 31 und einen zylindrischen Teil 32,
der einstückig
mit der oberen Wand 31 ausgebildet ist. In der oberen Wand 31 des
Dichtungsglieds 30 ist ein Vorsprungsloch 31a ausgebildet,
durch welches der obere Endteil der Drehwelle 10 vorsteht.
Ein Lüftungsloch 32a ist
in dem zylindrische Teil 32 des Dichtungsglieds 30 ausgebildet.
Ein Verschlussglied 40 ist mit einem unteren Öffnungsteil 21 des
Lagerglieds 20 verbunden.
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Ein
erster Kapillardichtungsteil 50 ist zwischen dem Lagerglied 20 und
der Innenumfangsfläche
des zylindrischen Teils 32 ausgebildet. Das erste Kapillardichtungsteil 50 weist
einen sich verjüngenden
Querschnitt auf, der sich nach unten in der Axialrichtung verbreitert.
Ein zweiter Kapillardichtungsteil 60 ist zwischen der Innenumfangsfläche des
Vorsprungslochs 31a des Dichtungsglieds 30 und
einer sich verjüngenden
Fläche 11a der
Drehwelle 10 (weiter unten beschrieben) ausgebildet. Der
zweite Kapillardichtungsteil 60 weist einen sich verjüngenden
Querschnitt auf, der sich nach oben in der Axialrichtung verbreitert.
Radialdynamikdruckvertiefungen 20a sind auf der Innenumfangsfläche des
Lagerglieds 20 ausgebildet, und eine Schubdynamikdruckvertiefung 40a (erste
Schubdynamikdruckvertiefung) ist auf der oberen Fläche des
Verschlussglieds 40 ausgebildet. Weiterhin ist ein Durchgangsloch 20b ausgebildet,
das sich durch beide Endflächen
des Lagerglieds 20 in der Axialrichtung erstreckt.
-
Ein
Radiallagerspalt 71 ist zwischen der Drehwelle 10 und
dem Lagerglied 20 ausgebildet. Ein Schublagerspalt 72 ist
zwischen der Drehwelle 10 und dem Verschlussglied 40 ausgebildet.
Die Lagerspalte 71, 72 sind Mikrospalte. Ein Schmiermittel-Haltespalt 73 ist
zwischen der Innenseitenfläche
der oberen Wand 31 des Dichtungsglieds 30 und
der oberen Endfläche
des Lagerglieds 20 ausgebildet. Der Schmiermittel-Haltespalt 73 weist
einen sich verjüngenden
Querschnitt auf, der sich nach außen in der Radialrichtung verbreitert.
Das Durchgangsloch 20b, der Radiallagerspalt 71,
der Schublagerspalt 72, der Schmiermittel-Haltespalt 73,
der erste Kapillardichtungsteil 50 und der zweite Kapillardichtungsteil 60 kommunizieren
miteinander, wobei das Schmiermittel 80 kontinuierlich
dazwischen eingefüllt
ist. Weiterhin wird das Schmiermittel aufgrund der Kapillarwirkung
angezogen und zuverlässig
von dem ersten Kapillardichtungsteil 50 über den
Schmiermittel-Haltespalt 73 zu dem Lagerspalt zugeführt, sodass
die Spaltabmessung in der Radialrichtung in dem ersten Kapillardichtungsteil 50 größer ist
als die Spaltabmessung in der Axialrichtung des Schmiermittel-Haltespalts 73.
-
Das
Schmiermittel kann in die Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung der ersten Ausführungsform
zum Beispiel unter Verwendung der folgenden Füllmethode eingefüllt werden.
In einer unvollständigen
Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung, in der alle Glieder mit Ausnahme
des Dichtungsglieds 30 montiert sind, werden die Spalte
in dem Lagerglied 20 im wesentlichen in einem Vakuum vorgesehen.
Dann wird eine vorbestimmte Menge des Schmiermittels 80 unter
Verwendung eines Spenders zu der oberen Endfläche des Lagerglieds 20 zugeführt. Wenn
die Öffnung 22 des
Radiallagerspalts 71 und das Durchgangsloch 20b durch
das Schmiermittel bedeckt wurden und dann die Umgebung des Lagerglieds 20 zu
dem atmosphärischen
Druck zurückgeführt wird,
wird das Schmiermittel 80 aufgrund der Druckdifferenz zwischen
der Umgebung und dem Inneren des Lagerglieds 20 in die
Spalte gezogen. Das Schmiermittel füllt dann kontinuierlich die
Lagerspalte 71, 72 und das Durchgangsloch 20b.
In dieser Phase wird das Schmiermittel 80 zum Füllen des
ersten Kapillardichtungsteil 50, des Schmiermittel-Haltespalts 73 und
des zweiten Kapillardichtungsteils 60 an der oberen Endfläche des
Lagerglieds 20 in einem Zustand gehalten, in dem der Flüssigkeitspegel
des Schmiermittels durch die Oberflächenspannung gehoben wird.
Wenn dabei das Dichtungsglied 30 mit dem Lagerglied 20 verbunden und
nach unten gedrückt
wird und der Spalt zwischen der Innenseitenfläche der oberen wand 31 des
Dichtungsglieds 30 und der oberen Endfläche des Lagerglieds 20 kleiner
wird, wird das an der oberen Endfläche des Lagerglieds 20 gehaltene
Schmiermittel 30 gepresst und in der Radialrichtung verteilt,
sodass sich der Flüssigkeitspegel
zu dem ersten Kapillardichtungsteil 50 bewegt. Wenn dann
das Dichtungsglied 30 in der Axialrichtung positioniert
ist, wird der Flüssigkeitspegel
an derselben Position in der Axialrichtung entlang des gesamten
Umfangs des ersten Kapillardichtungsteils 50 gebildet.
Es kann also ein stabiler, gleichmäßiger Flüssigkeitspegel des Schmiermittels 80 vorgesehen
werden. Außerdem
kann die Füllmethode
mit gleicher Wirkung auch in den anderen, nachfolgend beschriebenen
Ausführungsformen
verwendet werden.
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Im
Folgenden werden verschiedene Teile der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung 1 erläutert. Die Drehwelle 10 umfasst
einen Wellenhauptkörperteil 11 und
einen Flanschteil 12, der unter dem Wellenhauptkörperteil 11 ausgebildet
ist. Der Wellenhauptkörperteil 11 umfasst
einen zylindrischen Teil 13 mit großem Durchmesser, einen sich
verjüngenden
Teil 14 und einen zylindrischen Teil 15 mit kleinem
Durchmesser in dieser Reihenfolge von unten nach oben, wobei die
Teile 13–15 einstückig ausgebildet
sind. In dem sich verjüngenden
Teil 14 ist eine sich verjüngende Fläche 11a gebildet,
deren Durchmesser nach oben hin in der Axialrichtung kleiner wird.
Das untere Ende der sich verjüngenden
Fläche 11a ist
mit dem oberen Ende des zylindrischen Teils 13 mit großem Durchmesser
verbunden. Außerdem
ist der Durchmesser des oberen Endes der sich verjüngenden
Fläche 11a größer als
der Durchmesser des zylindrischen Teils 15 mit kleinem
Durchmesser.
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Das
Lagerglied 20 bildet ein hohles, im wesentlichen zylindrisches
Lagerglied. An dem Boden des Lagerglieds 20 ist ein unterer Öffnungsteil 21 ausgebildet,
der mit dem Verschlussglied 40 verbunden ist. An der oberen
Seite des Lagerglieds 20 ist ein oberer Öffnungsteil 22 ausgebildet, durch
den der zylindrische Teil 15 mit kleinem Durchmesser und
der sich verjüngende
Teil 14 der Drehwelle 10 vorstehen. Auf der Innenumfangsfläche des
Lagerglieds 20 sind Radialdynamikdruckvertiefungen 20a ausgebildet.
Ein Durchgangsloch 20b erstreckt sich durch beide Endflächen des
Lagerglieds 20 in der Axialrichtung. Das Durchgangsloch 20b ermöglicht eine
Zirkulation des Schmiermittels und gleicht die Innendruckdifferenz
aus, die zwischen den entsprechenden Lagerspalten und dem Schmiermittel-Haltespalt 73 an
dem oberen Endteil des Lagerglieds 20 erzeugt wird, wenn
die Welle gedreht wird. Ein Radiallagerspalt 71 ist zwischen
der Innenumfangsfläche
des Lagerglieds 20 und der Drehwelle 10 ausgebildet.
Der Radiallagerspalt 71 weist eine Form auf, die der Außenumfangsfläche des
zylindrischen Teils 13 mit großem Durchmesser des Wellenhauptkörperteils 11 entspricht. Ein
Radiallagerteil wird durch die Radialdynamikdruckvertiefungen 20a,
den Radiallagerspalt 71 und das in den Radiallagerspalt 71 gefüllte Schmiermittel 80 gebildet.
In dem Radiallagerteil wird aufgrund der Wirkung der Radialdynamikdruckvertiefung 20a ein
dynamischer Druck des Schmiermittels erzeugt, das eine Last in der
Radialrichtung empfängt.
Die oben genannten Radial- und Schubdynamikdruckvertiefungen können eine Form
aufweisen, die aus dem Stand der Technik für Dynamidruckvertiefungen bekannt
ist, wobei aber auch eine neu entwickelte Form verwendet werden
kann.
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Eine
sich verjüngende
Fläche 20c ist
auf dem oberen Teil. der Außenumfangsfläche des
Lagerglieds 20 ausgebildet. Der Durchmesser der sich verjüngenden
Fläche 20c reduziert
sich nach unten hin in der Axialrichtung von dem oberen Endrand
des Lagerglieds 20. Der erste Kapillardichtungsteil 50 zwischen der
Innenumfangsfläche
des zylindrischen Teils 32 des Dichtungsglieds 30 und
dem Lagerglied 20 weist wegen der sich verjüngenden
Fläche 20c einen
sich verjüngenden
Querschnitt auf. Auf der oberen Endfläche des Lagerglieds 20 ist
eine sich verjüngende
Fläche 20d gebildet,
die sich nach unten und außen
in der Axialrichtung von dem Vorsprungsloch 31a verjüngt. Der
Schmiermittel-Haltespalt 73, der zwischen der Innenfläche der
oberen Wand 31 des Dichtungsglieds 30 und der
oberen Endfläche:
des Lagerglieds 20 ausgebildet ist, weist wegen der sich
verjüngenden
Fläche 20d einen
sich verjüngenden
Querschnitt auf. Der Flüssigkeitspegel
des Schmiermittels 80 ist in dem ersten Kapillardichtungsteil 50 positioniert.
Deshalb wird der Flüssigkeitspegel stabil
und gleichmäßig gebildet,
wobei eine ausreichende Menge des Schmiermittels 80 kontinuierlich
in dem ersten Kapillardichtungsteil 50 und dem Schmiermittel-Haltespalt 73 gehalten
wird.
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10 zeigt schematisch einen Aufbau des
Dichtungsglieds 30 von 1.
In den folgenden Erläuterungen
werden dieselben Symbole wie in 1 auch
für 10 verwendet. 10A ist
eine Draufsicht auf die obere Wand 31 des Dichtungsglieds 30,
und 10B ist eine Querschnittansicht
entlang der Linie A-A von 10A.
Das Dichtungsglied 30 kann durch Ziehen ausgebildet werden
und bildet eine zylindrische Form, in der die obere Wand 31 und
der zylindrische Teil 32 einstückig ausgebildet sind. In der
oberen Wand 31 ist das Vorsprungsloch 31a im Zentrum
gebildet, wobei drei Vorsprünge 31b,
die die obere Endfläche
des Lagerglieds 20 kontaktieren, auf der Innenfläche der
oberen Wand 31 ausgebildet sind. Die Vorsprünge 31b erfüllen eine Funktion
beim Positionieren des Dichtungsglieds 30 in der Axialrichtung,
indem sie die obere Endfläche
des Lagerglieds 20 kontaktieren. Der erste Kapillardichtungsteil 50 und
der Schmiermittel-Haltespalt 73 werden also mit spezifizierten
Abmessungen im wesentlichen ohne Unregelmäßigkeiten gebildet. Ein Lüftungsloch 32a kann
ungefähr
im Zentrum des zylindrischen Teils 32 ausgebildet werden.
Das Lüftungsloch 32a stellt
eine Kommunikation zwischen dem Flüssigkeitspegel des Schmiermittels 80 des
ersten Kapillardichtungsteils 50 und der Atmosphäre her.
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Das
Dichtungsglied 30 ist derart positioniert, dass die Innenfläche der
oberen Wand 31 der oberen Endfläche des Lagerglieds 20 gegenüberliegt,
wobei sich der obere Endteil des sich verjüngenden Teils 14 und der
zylindrische Teil 15 mit kleinem Durchmesser der Drehwelle 10 durch
das Vorsprungsloch 31a erstrecken. Das Lüftungsloch 32a ist
unter der oberen Endfläche
des Lagerglieds 20 positioniert. Das Dichtungsglied 30 ist
mit dem Lagerglied 20 verbunden, um den oberen Endteil
des Lagerglieds 20 zu bedecken, und wird durch einen Kleber 33 fixiert.
-
Das
Verschlussglied 40 ist mit dem unteren Öffnungsteil 21 des
Lagerglieds 20 verbunden. Auf der oberen Fläche des
Verschlussglieds 40 ist die Schubdynamikdruckvertiefung 40a ausgebildet,
die der unteren Fläche
des Flanschteils 12 der Drehwelle 10 gegenüberliegt.
Zwischen der oberen Fläche
des Verschlussglieds 40 und der unteren Fläche des
Flanschteils 12 ist der Schublagerspalt 72 ausgebildet.
Ein Schublagerteil wird durch die Schubdynamikdruckvertiefung 40a,
den Schublagerspalt 72 und das in den Schublagerspalt 72 gefüllte Schmiermittel 80 gebildet.
Wenn die Drehwelle 10 gedreht wird, wird ein dynamischer
Druck des Schmiermittels, der eine Last in der Schubrichtung empfängt, in
dem Schublagerteil durch die Schubdynamikdruckvertiefung 40a erzeugt.
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Der
erste Kapillardichtungsteil 50 kommuniziert mit dem Schmiermittel-Haltespalt 73 und
ist zwischen der sich verjüngenden
Fläche 20c des
oberen Teils der Außenumfangsfläche des
Lagerglieds 20 und der Innenumfangsfläche des Dichtungsglieds 30 ausgebildet,
die der sich verjüngenden
Fläche 20c gegenüberliegt. Der
erste Kapillardichtungsteil 50 bildet einen sich im Querschnitt
verjüngenden
Kapillaraufbau, der sich nach unten in der Axialrichtung verbreitert.
Der Flüssigkeitspegel
des Schmiermittels 80 in dem ersten Kapillardichtungsteil 50 ist über dem
Lüftungsloch 32a des
zylindrischen Teils 32 in der Axialrichtung positioniert.
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Der
zweite Kapillardichtungsteil 60 kommuniziert jeweils mit
dem Radiallagerspalt 71 und dem Schmiermittel-Haltespalt 73 und
ist zwischen der Innenumfangsfläche
des Vorsprungslochs 31a des Dichtungsglieds 20 und
der sich verjüngenden
Fläche 11a der
Drehwelle 10 ausgebildet. Der zweite Kapillardichtungsteil 60 bildet
einen Kapillaraufbau mit einem sich verjüngenden Querschnitt, der sich
nach oben in der Axialrichtung verbreitert.
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Das
Schmiermittel 80 nimmt das Durchgangsloch 20b,
den Radiallagerspalt 71, den Schublagerspalt 72,
den Schmiermittel-Haltespalt 73, den ersten Kapillardichtungsteil 50 und
den zweiten Kapillardichtungsteil 60 ein, die miteinander
kommunizieren. Das Schmiermittel 80 zirkuliert von dem
Radiallagerspalt 71 und dem Schublagerspalt zu dem Schmiermittel-Haltespalt 73.
Aufgrund der Kapillarwirkung wird eine Kraft erzeugt, die das Schmiermittel
in dem ersten Kapillardichtungsteil 50 nach oben in der
Axialrichtung zieht. Indem insbesondere in dem ersten Kapillardichtungsteil 50 die
Oberflächenspannung
des Schmiermittels 80 über
das Lüftungsloch 32a mit
dem atmosphärischen
Druck ausgeglichen wird, wird die Position des Flüssigkeitspegels des
Schmiermittels 80 über
dem Lüftungsloch 32a in
der Axialrichtung gehalten. Aufgrund der Wirkung des ersten Kapillardichtungsteils 50 wird
ein Lecken des Schmiermittels 80 nach außen unterdrückt. Außerdem wird
in dem zweiten Kapillardichtungsteil 60 aufgrund der Kapillarwirkung
eine Kraft erzeugt, durch die das Schmiermittel 80 nach
unten in der Axialrichtung gezogen wird. Wegen dieser Wirkung des
zweiten Kapillardichtungsteils 60 wird ein Lecken des Schmiermittels 80 nach
außen
unterdrückt.
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In
der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung 1 der ersten Ausführungsform
ist der erste Kapillardichtungsteil 50, der eine sich verjüngende Querschnittform
aufweist, die sich nach unten in der Axialrichtung verbreitert,
zwischen der Außenumfangsfläche des
Lagerglieds 20 und der Innenumfangsfläche des Dichtungsglieds 30 ausgebildet
und kommuniziert mit dem Schmiermittel-Haltespalt 73. Aufgrund
der Kapillarwirkung wird in dem ersten Kapillardichtungsteil 50 eine
Kraft erzeugt, die das Schmiermittel 80 nach unten in der
Axialrichtung zieht, wobei ein Lecken des Schmiermittels 80 aus
der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung nach außen unterdrückt wird. Dadurch kann eine
Verminderung der Menge des Schmiermittels 80 unterdrückt werden
und kann eine Verunreinigung in der Aufzeichnungsscheiben- Laufwerksvorrichtung
mit der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung 1 unterdrückt werden.
Weil weiterhin der Flüssigkeitspegel
des Schmiermittels 80 in dem ersten Kapillardichtungsteil 50 positioniert
werden kann, kann der Flüssigkeitspegel
des Schmiermittels 80 stabil und gleichmäßig gebildet
werden. Es wird also zusätzliches
Schmiermittel 80 in dem ersten Kapillardichtungsteil 50 gehalten,
und der Schmiermittel-Haltespalt 72 kann zuverlässig zu
dem Radiallagerteil und dem Schublagerteil zugeführt werden.
-
Weiterhin
wird gemäß der ersten
Ausführungsform
der erste Kapillardichtungsteil 50 unabhängig durch
eine Lagervorrichtung gebildet, ohne dass eine Läufernabe eines herkömmlichen
Spindelmotors verwendet wird. Dadurch wird das Problem beseitigt,
das bei einer Lagervorrichtung gegeben ist, die eine herkömmliche
Läufernabe
verwendet. Außerdem
kommuniziert der Schmiermittel-Haltespalt 73 mit dem ersten Kapillardichtungsteil 50 und
ist zwischen der oberen Endfläche
des Lagerglieds 20 und der Innenfläche der oberen Wand 31 des
Dichtungsglieds 30 ausgebildet. Der erste Kapillardichtungsteil 50 und
die gesamte obere Endfläche
des Lagerglieds 20 können
also als Schmiermittel-Halteraum verwendet werden. Daraus resultiert, dass
die Menge des zusätzlich
gehaltenen Schmiermittels 80 vergrößert werden kann, ohne den
Kapillardichtungsteil in der Axialrichtung zu verlängern, wodurch
sich die vorliegende Erfindung von einem herkömmlichen Kapillardichtungsteil
unterscheidet, der an der Öffnung
eines Spalts zwischen der Außenumfangsfläche der Drehwelle
und der Innenumfangsfläche
des Lagerglieds gebildet wird, und ohne den Durchmesser des Lagerglieds
zu vergrößern, wodurch
sich die vorliegende Erfindung von einem herkömmlichen Kapillardichtungsteil unterscheidet,
der zwischen einer dünnen
Platte und der oberen Endfläche
des Lagerglieds ausgebildet ist. Wenn die Kapazität zum Halten
von zusätzlichem
Schmiermittel 80 größer ist,
wird die Lebensdauer des Lagers bis zu einer Erschöpfung des
Schmiermittels aufgrund einer natürlichen Verdunstung verlängert. Es
kann also die Lebensdauer der Fluiddynamikdruck–Lagervorrichtung 1 verlängert werden,
und die Fluiddynamikdruck–Lagervorrichtung 1 kann
kleiner ausgebildet werden.
-
Weiterhin
wird bei der Fluiddynamikdruck–Lagervorrichtung 1 der
ersten Ausführungsform
in dem zweiten Kapillardichtungsteil 60 aufgrund der Kapillarwirkung
eine Kraft erzeugt, die das Schmiermittel 80 nach unten
in der Axialrichtung zieht, sodass ein Lecken des Schmiermittels
aus der Einrichtung nach außen
unterdrückt
wird.
-
Weiterhin
kann der erste Kapillardichtungsteil 50 das Lüftungsloch 32a als
einen Öffnungsteil
verwenden, der mit der Atmosphäre
kommuniziert, sodass der Öffnungsbereich
des Kapillardichtungsteils kleiner als bei einer herkömmlichen
Einrichtung vorgesehen werden kann. Es können also eine Verdunstung,
ein Lecken und eine Verunreinigung des Schmiermittels 80 unterdrückt werden.
Dadurch kann eine Verminderung der Menge des gehaltenen Schmiermittels 80 weiter
unterdrückt
werden, und es kann eine Verunreinigung in einer Aufzeichnungsscheiben-Laufwerksvorrichtung
mit der Fluiddynamikdruck–Lagervorrichtung 1 weiter
unterdrückt
werden.
-
Außerdem weist
der Schmiermittel-Haltespalt 73 eine sich verjüngende Querschnittform
auf, die sich in der Radialrichtung nach außen verjüngt, sodass in dem Schmiermittel-Haltespalt 73 aufgrund
der Kapillarwirkung eine Kraft auf das Schmiermittel 80 wirkt,
die das Schmiermittel in der Radialrichtung nach innen zieht. Eine
Kraft wirkt weiterhin auf das Schmiermittel 80 in dem ersten
Kapillardichtungsteil 50, der mit dem Schmiermittel-Haltespalt 73 kommuniziert,
und zieht das Schmiermittel nach oben in der Axialrichtung. Dadurch
kann ein Lecken des Schmiermittels 80 aus der Einrichtung
nach außen
effektiv unterdrückt
werden.
-
Indem
die Vorsprünge 31b die
obere Endfläche
des Lagerglieds 20 kontaktieren und das Dichtungsglied 30 in
der Axialrichtung positionieren, können der erste Kapillardichtungsteil 50 und
der Schmiermittel-Haltespalt 73 in Übereinstimmung mit spezifizierten
Abmessungen ohne Unregelmäßigkeiten
ausgebildet werden.
-
(2) Zweite Ausführungsform
-
Im
Folgenden wird eine zweite Ausführungsform
der Erfindung mit Bezug auf 2 erläutert. 2 zeigt schematisch einen Aufbau einer
Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung 2 gemäß der zweiten
Ausführungsform
der Erfindung. 2A ist eine seitliche Querschnittansicht
der Fluiddynamikdruck–Lagervorrichtung 2, und 2B ist
eine Seitenansicht der Fluiddynamikdruck–Lagervorrichtung 2 aus
der Richtung des Pfeils A von 2A. Weiterhin
werden in den folgenden zweiten bis elften Ausführungsformen dieselben Symbole
für Teile
verwendet, die mit denjenigen der ersten Ausführungsform identisch sind,
wobei auf eine wiederholte Erläuterung
des Aufbaus und des Betriebs dieser Teile verzichtet wird. In der
Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung 2 der zweiten Ausführungsform
ist anstelle des Lüftungslochs 32a der
ersten Ausführungsform
eine Aussparung 32b ausgebildet. Die Aussparung 32b ist
an einem unteren Ende des zylindrischen Teils 32 ausgebildet,
und die Position des oberen Endes der Aussparung 32b entspricht
der Position des Lüftungslochs 32a der ersten
Ausführungsform.
In der zweiten Ausführungsform
kann die Menge des Schmiermittels 80 visuell über die
Aussparung 32b bestätigt
werden.
-
(3) Dritte Ausführungsform
-
Im
Folgenden wird eine dritte Ausführungsform
der Erfindung mit Bezug auf 3 erläutert. 3 ist eine
seitliche Querschnittansicht, die schematisch einen Aufbau einer
Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung 3 gemäß der dritten
Ausführungsform
der Erfindung zeigt. In der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung 3 der dritten
Ausführungsform
wird der Wellenhauptkörperteil 11 nur
durch den zylindrischen Teil 15 mit kleinem Durchmesser
und den zylindrischen Teil 16 mit großem Durchmesser gebildet, wobei
der sich verjüngende
Teil 14 der ersten Ausführungsform
weggelassen wird. In der dritten Ausführungsform weist also der zylindrische
Teil 16 mit großem
Durchmesser des Wellenhauptkörperteils 11 eine
derartige Form auf, dass die Position seines oberen Endes der Position
des oberen Endes des sich verjüngenden
Teils 14 der ersten Ausführungsform entspricht. Deshalb
kann auf eine Polierverarbeitung des sich verjüngenden Teils 14 verzichtet werden,
sodass die Drehwelle 10 einfach verarbeitet werden kann.
-
(4) Vierte Ausführungsform
-
Im
Folgenden wird eine vierte Ausführungsform
der Erfindung mit Bezug auf 4 erläutert. 4 ist eine
seitliche Querschnittansicht, die schematisch einen Aufbau einer
Fluiddynamikdruck–Lagervorrichtung 4 gemäß der vierten
Ausführungsform
der Erfindung zeigt. In der vierten Ausführungsform ist auf dem Dichtungsglied 30 der
ersten Ausführungsform
ein ringförmiger
Vorsprung 31c ausgebildet, der entlang des Innenumfangs
des Vorsprungslochs 31a nach oben vorsteht. Dadurch wird
eine weitere Bewegung des Schmiermittels 80 in dem zweiten
Kapillardichtungsteil 60 in der Axialrichtung gestattet,
sodass ein Lecken des Schmiermittels 80 nach außen weiter
unterdrückt
werden kann.
-
(5) Fünfte Ausführungsform
-
Im
Folgenden wird eine fünfte
Ausführungsform
der Erfindung mit Bezug auf 5 erläutert. 5 ist eine
seitliche Querschnittansicht, die schematisch einen Aufbau einer
Fluiddynamikdruck–Lagervorrichtung 5 gemäß der fünften Ausführungsform
der Erfindung zeigt. Die Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung 5 der fünften Ausführungsform
umfasst ein hohles und im wesentlichen zylindrisches Gehäuseglied 90,
wobei das Lagerglied 20 mit der Innenumfangsfläche des
Gehäuseglieds 90 verbunden
ist. Das Gehäuseglied 90 kann durch
Ausschneiden ausgebildet werden. Das Verschlussglied 40 ist
mit dem unteren Öffnungsteil 91 des
Gehäuseglieds 90 verbunden,
und die obere Endfläche
des Verschlussglieds 40 liegt der unteren Fläche des Flanschteils 12 gegenüber. Das
Dichtungsglied 30 ist mit dem oberen Endteil der Außenumfangsfläche des Gehäuseglieds 90 verbunden.
Indem die untere Endfläche
des zylindrischen Teils 32 des Dichtungsglieds 30 einen
Stufenteil 92 kontaktiert, wird das Dichtungsglied 30 in
der Axialrichtung positioniert. Indem das Dichtungsglied 30 auf
diese Weise in der Axialrichtung positioniert wird, kann auf den
Prozess zum Ausbilden der Vorsprünge 31b der
ersten Ausführungsform
verzichtet werden. Ohne also die Positionsgenauigkeit des Dichtungsglieds 30 in
der Axialrichtung zu verlieren, kann das Dichtungsglied 30 einfach
verarbeitet werden. Indem weiterhin ein Aufbau vorgesehen wird,
in dem das Lagerglied 20 und das Verschlussglied 40 mit
dem Gehäuseglied 90 verbunden
sind, kann die Form der entsprechenden Glieder vereinfacht werden,
sodass die Verarbeitung vereinfacht werden kann. Indem gleichzeitig
die entsprechenden Glieder standardisiert und zuvor gelagert werden,
werden verschiedene Kombinationen möglich. Damit kann einfach auf
Entwurfsänderungen
der Lagervorrichtung reagiert werden. Auf diese Weise können die
Produktionskosten reduziert werden.
-
(6) Sechste Ausführungsform
-
Im
Folgenden wird eine sechste Ausführungsform
der Erfindung mit Bezug auf 6 erläutert. 6 ist
eine Querschnittansicht, die schematisch einen Aufbau einer Fluiddynamikdruck–Lagervorrichtung 6 gemäß einer
sechsten Ausführungsform
der Erfindung zeigt. Die sechste Ausführungsform ist ein modifiziertes Beispiel
der fünften Ausführungsform.
Bei der Fluiddynamikdruck–Lagervorrichtung 6 der
sechsten Ausführungsform
ist der Stufenteil 92 des Gehäuseglieds 90 der fünften Ausführungsform
weggelassen, sodass das Dichtungsglied 30 mit der Außenumfangsfläche des
Lagerglieds 20 verbunden wird. Die untere Endfläche des zylindrischen
Teils 32 des Dichtungsglieds 30 kontaktiert die
obere Endfläche 90a des
Gehäuseglieds 90,
sodass das Dichtungsglied 30 in der Axialrichtung positioniert
werden kann. Das Gehäuseglied 90 kann
also einfach verarbeitet werden, ohne die Positionsgenauigkeit des
Dichtungsglieds 30 in der Axialrichtung zu verlieren, wobei
auf den Prozess zum Ausbilden des Stufenteils 92 des Gehäuseglieds 90 der
fünften
Ausführungsform
verzichtet werden kann.
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(7) Siebte Ausführungsform
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Im
Folgenden wird eine siebte Ausführungsform
der Erfindung mit Bezug auf 7 erläutert. 7 ist eine
seitliche Querschnittansicht, die schematisch einen Aufbau einer
Fluiddynamikdruck–Lagervorrichtung 7 gemäß einer
siebten Ausführungsform
der Erfindung zeigt. Die siebte Ausführungsform ist ein modifiziertes Beispiel
der fünften
Ausführungsform.
Die Fluiddynamikdruck–Lagervorrichtung 7 der
siebten Ausführungsform
umfasst ein zylindrisches Gehäuseglied 90 mit
einem Boden. Das Gehäuseglied 90 ist
ein Glied, in dem das Verschlussglied 40 der fünften Ausführungsform
und das Gehäuseglied 90 einstückig ausgebildet
sind. Weiterhin umfasst die Fluiddynamikdruck–Lagervorrichtung 7 ein
Abstandsglied 100 zwischen der unteren Endfläche des
Lagerglieds 20 und der oberen Fläche der Bodenwand des Gehäuseglieds 90,
sodass ein Verbindungsspalt 101 gebildet wird, der mit
dem Flanschteil 12 der Drehwelle 10 verbunden
wird. Weiterhin ist in der Fluiddynamikdruck–Lagervorrichtung 7 anstelle
der sich verjüngenden
Fläche 20d auf
der oberen Endfläche
des Lagerglieds 20 der ersten Ausführungsform eine sich verjüngende Fläche 31d auf
der Innenseitenfläche
der oberen Wand 31 des Dichtungsglieds 30 ausgebildet.
Die sich verjüngende
Fläche 31d erhebt
sich in der Axialrichtung von dem Vorsprungsloch 31 nach
außen
in der Radialrichtung. Weiterhin ist anstelle der sich verjüngenden
Fläche 20c auf
der oberen Seite der Außenumfangsfläche des
Lagerglieds 20 der ersten Ausführungsform eine sich verjüngende Fläche 32b auf
der Innenseitenfläche
des zylindrischen Teils 32 des Dichtungsglieds 30 ausgebildet.
Die sich verjüngende
Fläche 32b erstreckt
sich von der sich verjüngenden
Fläche 31d nach
unten in der Axialrichtung. Außerdem
ist auf der Innenseite des unteren Endteils des zylindrischen Teils 32,
der mit dem oberen Endteil der Außenumfangsfläche des
Gehäuseglieds 90 verbunden
ist, eine zylindrische Fläche
ausgebildet, die mit der sich verjüngenden Fläche 31d verbunden
ist. Bei diesem Aufbau sind die sich verjüngenden Flächen und der Stufenteil des
Lagerglieds 20 weggelassen, sodass die Außenumfangsfläche ein
gerader Zylinder ist, wodurch die Verarbeitung viel einfacher wird.
Indem weiterhin genauso wie in der fünften Ausführungsform zusätzlich zu
dem Gehäuseglied 90 und
dem Lagerglied 20 auch das Abstandsglied 100 standardisiert
und zuvor gelagert wird, kann einfach auf Entwurfsänderungen
reagiert werden.
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(8) Achte Ausführungsform
-
Im
Folgenden wird eine achte Ausführungsform
der Erfindung mit Bezug auf 8 erläutert. 8 ist eine
seitliche Querschnittansicht, die schematisch einen Aufbau einer
Fluiddynamikdruck–Lagervorrichtung 8 gemäß der achten
Ausführungsform
der Erfindung zeigt. Die achte Ausführungsform ist ein modifiziertes
Beispiel der ersten Ausführungsform.
In der achten Ausführungsform
ist auf der unteren Endfläche
des Lagerglieds 20 gegenüber der oberen Fläche des
Flanschteils 12 der Drehwelle 10 der ersten Ausführungsform
eine Schubdynamikdruckvertiefung 20e ausgebildet, die einen
dynamischen Druck erzeugt, der eine Last in der Schubrichtung empfängt. In
diesem Zustand wird der dynamische Druck in der Schubrichtung, der
auf der unteren Fläche
des Flanschteils 12 erzeugt wird, durch den dynamischen
Druck in der Schubrichtung, der auf der oberen Fläche des
Flanschteils 12 erzeugt wird, ausgeglichen, sodass die
Drehwelle 10 nicht überlastet
wird und sich stabil drehen kann.
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(9) Neunte Ausführungsform
-
Im
Folgenden wird eine neunte Ausführungsform
der Erfindung mit Bezug auf 9 erläutert. 9 ist
eine seitliche Querschnittansicht, die schematisch einen Aufbau
einer Fluiddynamikdruck–Lagervorrichtung 9 gemäß der neunten
Ausführungsform
der Erfindung zeigt. Die Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung 9 umfasst
das hohle, im wesentlichen zylindrische Gehäuseglied 90, wobei
das Lagerglied 20 mit der Innenumfangsfläche des
Gehäuseglieds 90 verbunden
ist. Das Gehäuseglied 90 wird
durch Ziehen oder Strangpressen ausgebildet und ist deshalb kostengünstiger
als das Gehäuseglied
der fünften
Ausführungsform.
Das Verschlussglied 40 ist mit dem unteren Öffnungsteil 91 des
Gehäuseglieds 90 verbunden,
und die obere Endfläche des
Verschlussglieds 40 liegt der unteren Fläche des
Flanschteils 12 der Drehwelle 10 gegenüber. Außerdem ist
ein Abstandsglied 100 zwischen der unteren Endfläche des
Lagerglieds 20 und der oberen Endfläche des Verschlussglieds 40 angeordnet,
sodass ein Verbindungsspalt 101 gebildet wird, der mit
dem Flanschteil 12 verbunden ist.
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Außerdem sind
auf der Außenumfangsfläche des
Lagerglieds 20 und der Innenumfangsfläche des Dichtungsglieds 30 Umfangsvertiefungen 20f, 32c einander
gegenüberliegend
ausgebildet. Die Umfangsvertiefungen 20f, 32c sind
unter dem Flüssigkeitspegel
des ersten Kapillardichtungsteils 50 und über dem
Lüftungsloch 32a des
Dichtungsglieds 30 angeordnet. Ein Öl abweisendes Mittel 110 ist
auf der Außenumfangsfläche des
Lagerglieds 20 an einer Position unter der Umfangsvertiefung 20f und
auf der Innenumfangsfläche des
Dichtungsglieds 30 an einer Position unter der Umfangsvertiefung 32c aufgetragen.
Das Öl
abweisende Mittel 110 ist zum Beispiel ein Fluormaterial.
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Eine
Umfangshaltevertiefung 111 (für einen Kleber) ist auf der
Außenumfangsfläche des
Lagerglieds 20 ausgebildet. Ein erster Halteteil 121 für einen
Kleber ist zwischen der Außenumfangsfläche des
oberen Endteils der Umfangshaltevertiefung 111 und der
Innenumfangsfläche
des Endteils des zylindrischen Teils 32 des Dichtungsglieds 30 ausgebildet.
Ein zweiter Halteteil 122 für einen Kleber ist zwischen
der Außenumfangsfläche des
unteren Endteils der Umfangsvertiefung 111 und der Innenumfangsfläche des
oberen Endteils des Gehäuseglieds 90 ausgebildet.
Das Dichtungsglied 30 wird durch einen in dem ersten Halteteil 121 gehaltenen Kleber
an dem Lagerglied 20 fixiert. Das Gehäuseglied 90 wird durch
einen in dem zweiten Halteteil 122 gehaltenen Kleber an
dem Lagerglied 20 fixiert.
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Auch
wenn sich in der neunten Ausführungsform
der Flüssigkeitspegel
des Schmiermittels 80 der ersten Kapillardichtungsteil 50 aufgrund
eines Stoßes
oder aufgrund von Vibrationen schnell nach unten bewegt, wird das
Schmiermittel 80 durch die Umfangsvertiefungen 20f, 32c und
das Öl
abweisende Mittel 110 effektiv geschlossen, sodass ein
Lecken des Schmiermittels 80 aus dem Lüftungsloch 32a weiter
unterdrückt
werden kann. Weiterhin dienen die Umfangsvertiefungen 20f, 32c auch
dazu, eine Beschichtungsposition beim Auftragen des Öl abweisenden
Mittels 110 zu begrenzen. Indem die Umfangsvertiefungen 20f, 32c jeweils
neben dem ersten und zweiten Halteteil 121, 122 positioniert
werden, können
die Umfangsvertiefungen 20f, 32c auf der Außenumfangsfläche ausgebildet
werde, die relativ weit entfernt von dem Öffnungsteil 22 des
Lagerglieds 20 beabstandet ist. Wenn also ein Kleber aufgetragen
wird, kann das Problem beseitigt werden, dass Kleber zu anderen
als den beabsichtigten Teilen gelangt, wodurch verhindert werden
kann, dass der Kleber über
den Öffnungsteil 22 des
Lagerglieds 20 zu der Innenumfangsfläche gelangt. Außerdem kann
der mit dem Kleber zu füllende
Teil vereinfacht werden. Und schließlich kann der Kleber auf einmal
eingespritzt werden, sodass der Kleber einfach eingespritzt werden
kann.
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(10) Zehnte Ausführungsform
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(B) Spindelmotor
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Im
Folgenden wird ein Spindelmotor erläutert, auf den die Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtungen 1–9 der
ersten bis neunten Ausführungsform
angewendet werden können. 11 ist
eine seitliche Querschnittansicht, die schematisch einen Aufbau
eines Spindelmotors 200 einer zehnten Ausführungsform
zeigt, auf die die Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung 1 der
ersten Ausführungsform
angewendet ist. Weiterhin ist der Spindelmotor 200 nicht
auf die Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung 1 der
ersten Ausführungsform
begrenzt, sondern es können
auch die Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtungen 2–9 der
zweiten bis neunten Ausführungsformen
angewendet werden.
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Der
Spindelmotor 200 umfasst eine Basis 210. Ein Vorsprungsteil 302,
der nach oben vorsteht, ist auf dem Bodenteil der Basis 210 ausgebildet.
Ein Ständer 220,
in dem eine Spule 222 um einen Ständerkern 221 gewickelt
ist, ist an dem Außenumfangsteil
des Vorsprungsteils 302 fixiert. Weiterhin ist die Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung 1 mit
der Innenumfangsfläche
des Vorsprungsteils 302 verbunden und wird ein Läufer 230 durch
die Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung 1 relativ drehbar
zu dem Ständer 220 gehalten.
Der Läufer 230 umfasst
eine Läufernabe 231 und
einen Läufermagneten 232,
der mit der Läufernabe 231 verbunden
ist und zusammen mit dem Ständer 220 ein
Drehmagnetfeld erzeugt. Die Läufernabe 231 ist
mit dem zylindrischen Teil 15 mit kleinem Durchmesser der Drehwelle 10 verbunden
und kontaktiert die Endfläche
des sich verjüngenden
Teils 14, sodass die Läufernabe 231 in
der Axialrichtung positioniert wird. Eine ringförmige Anziehungsplatte 240,
die dem unteren Endteil des Läufermagneten 232 über einen
kleinen Spalt in der Axialrichtung gegenüberliegt, kann an der Basis 210 fixiert
sein. Die Anziehungsplatte 240 zieht den gesamten Läufer 230 durch
eine Magnetkraft an.
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Ein
Schraubloch, das nicht im Detail gezeigt ist, kann in dem oberen
Ende der Drehwelle 10 ausgebildet sein, und ein Klemmglied,
das eine Aufzeichnungsscheibe fixiert, kann in dieses Schraubloch
geschraubt sein. Weiterhin kann eine flexible Leiterplatte an einer
Fläche
der Basis 210 fixiert sein, und ein Läuferanordnungskörper, der
durch die Läufernabe 231,
den Läufermagneten 232,
die Drehwelle 10 usw. gebildet wird, kann in Bezug auf
den Ständer 220 gedreht
werden, wenn ein Steuerstrom durch einen Ausgabeanschluss der Leiterplatte
zu dem Ständer 220 zugeführt wird.
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Wenn
bei dem oben beschriebenen Spindelmotor 200 die Drehwelle 10 gedreht
wird, wird der Läuferanordnungskörper durch
eine Magnetkraft in der Axialrichtung angezogen, die der Richtung
des dynamischen Schubdrucks entgegen gesetzt ist, der durch die
Schubdynamikdruckvertiefung 40a in der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung 1 erzeugt
wird. Die durch die Schubdynamikdruckvertiefung 40a erzeugte
dynamische Schubkraft wird durch eine Resultierende aus der Magnetkraft
und der Schwerkraft ausgeglichen. Der Spindelmotor 200 wird
also nicht überlastet
und kann stabil gehalten werden.
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Wenn
die Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung 8 der achten Ausführungsform
anstelle der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung 1 der
ersten Ausführungsform
auf den Spindelmotor 200 angewendet wird, ist die Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung 8 mit
einem Paar von Schubdynamikdrucklager 20e, 40a versehen,
die einander ausgleichen, sodass die Anziehungsplatte 240 zum
Anziehen des Läufers 230 durch
eine Magnetkraft nicht angeordnet zu werden braucht. Es können also
weniger Teile verwendet werden.
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(11) Elfte Ausführungsform
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(C) Aufzeichnungsscheiben-Laufwerksvorrichtung
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Im
Folgenden wird eine Magnetscheiben-Laufwerksvorrichtung 300 als
Aufzeichnungsscheiben-Laufwerksvorrichtung erläutert, auf die der Spindelmotor 200 der
zehnten Ausführungsform
angewendet wird. 12 ist eine seitliche Querschnittansicht,
die schematisch den Aufbau der Aufzeichnungsscheiben-Laufwerksvorrichtung 300 der
elften Ausführungsform
zeigt. In der Magnetscheiben-Laufwerksvorrichtung 300 ist ein
Abdeckglied 301 angeordnet, das einen reinen Raum mit extrem
wenig Staub bildet, indem es den Raum innerhalb der Basis 210 des
Spindelmotors 200 der zehnten Ausführungsform dichtet. Das Abdeckungsglied 301 und
die Basis 210 bilden ein Gehäuse der Magnetscheiben-Laufwerksvorrichtung 300.
Deshalb bildet die Basis 210 einen Teil des Spindelmotors 200 und
einen Teil des Gehäuses
der Magnetscheiben-Laufwerksvorrichtung 300. Der Ständer 220 des
Spindelmotors 200 und der Hauptkörperteil des Spindelmotors 200 einschließlich des
Läufers 230 werden
in dem Gehäuse
der Magnetscheiben-Laufwerksvorrichtung 300 gehalten.
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Auf
der Außenumfangsfläche der
Läufernabe 231 sind
zwei Magnetscheiben 304 (Aufzeichnungsscheiben) montiert.
Die Magnetscheiben 304 werden an der Läufernabe 231 fixiert,
indem ein zentraler Stift 305 mit dem Schraubloch, das
in der Axialrichtung des zylindrischen Teils 15 mit kleinem
Durchmesser 15 der Drehwelle 10 ausgebildet ist,
verbunden wird und ein Klemmglied 303 fixiert. Dabei werden
die Magnetscheiben 304 zusammen mit der Läufernabe 231 gedreht.
Weiterhin sind in der elften Ausführungsform zwei Magnetscheiben 304 an
der Läufernabe 231 montiert,
wobei jedoch die Anzahl der Magnetscheiben nicht darauf beschränkt ist.
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Außerdem umfasst
die Magnetscheiben-Laufwerksvorrichtung 300 Magnetköpfe 306 (Aufzeichnungsköpfe), die
Informationen in Bezug auf die Magnetscheiben 304 schreiben
und/oder lesen, einen Arm 307, der die Magnetköpfe 306 hält, und
einen Schwingspulenmotor 308, der die Magnetköpfe 306 und
den Arm 307 zu einer vorbestimmten Position bewegt. Der
Schwingspulenmotor 308 umfasst eine Spule 309 und
einen Magneten 310, der gegenüber der Spule 309 angeordnet
ist.
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An
einer entsprechenden Position auf der Basis 210 sind die
Magnetköpfe 306 an
dem Spitzenendteil einer Kopfstapelanordnung 311 montiert,
die an dem drehbar gehaltenen Arm 307 fixiert ist. Ein
Paar aus einem oberen und einem unteren Magnetkopf 306 ist
derart angeordnet, dass dazwischen die Magnetscheiben 304 eingeschlossen
sind, und schreibt und/oder liest Informationen auf beiden Seiten
der Magnetscheiben 304. Weiterhin sind in der elften Ausführungsform
zwei Magnetscheiben 304 vorgesehen, sodass zwei Paare von
Aufzeichnungsköpfen 306 angeordnet
sind. Außerdem
ist in der elften Ausführungsform
der Spindelmotor 200 auf die Magnetscheiben-Laufwerksvorrichtung 300 angewendet,
wobei die Erfindung jedoch nicht darauf beschränkt ist. Zum Beispiel kann
der Spindelmotor 200 auch auf eine Aufzeichnungsscheiben-Laufwerksvorrichtung
angewendet werden, die eine Aufzeichnungsscheibe wie etwa eine CD
oder eine DVD antreibt.
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Im
Folgenden werden einige Prototyp-Ausführungsformen beschrieben.
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(1) Bewertung des Flüssigkeitspegelzustand
des Schmiermittels an der oberen Endfläche des Lagerglieds
-
[Prototyp-Ausführungsform
1]
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Die
Prototyp-Ausführungsform
1 ist eine Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung,
in der ein Dichtungsglied aus einem transparenten Kunstharz derart
montiert ist, dass der Zustand des Flüssigkeitspegels beobachtet
werden kann, wobei ansonsten derselbe Dichtungsaufbau wie in der
oben beschriebenen ersten Ausführungsform
der Erfindung vorgesehen ist. Unter Verwendung der in der ersten
Ausführungsform
erläuterten Füllmethode
wurden also Spalte in der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung der
Ausführungsform
1 mit Schmiermittel gefüllt.
Das heißt,
der interne Teil eines Lagerglieds eines unvollständigen Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
wurde in einem Zustand, in dem die Glieder mit Ausnahme des Kunstharzdichtungsglieds
alle montiert sind, in ein Vakuum gebracht. Eine vorbestimmte Menge
des Schmiermittels wurde unter Verwendung einer Spendereinrichtung
zu der oberen Endfläche
des Lagerglieds zugeführt,
und das Schmiermittel bedeckte die Öffnung des Lagerspalts und
das Durchgangsloch. Dann wurde der externe Teil des Lagerglieds
zu dem atmosphärischen
Druck zurückgeführt, und
das Schmiermittel wurde aufgrund der Differenz zwischen dem Außendruck
und dem Innendruck in den Lagerspalt und das Durchgangsloch gezogen.
Dabei wurde eine zum Einnehmen des ersten Kapillardichtungsteils,
des Schmiermittel-Haltespalts und des zweiten Kapillardichtungsteils
nötige
Menge des Schmiermittels auf der oberen Endfläche des Lagerglieds in einem Zustand
gehalten, in dem der Flüssigkeitspegel
aufgrund der Oberflächenspannung
gehoben war. Dann wurde eine Positionierung in der Axialrichtung
durchgeführt,
indem das Dichtungsglied mit dem Lagerglied verbunden wurde, wobei
der Flüssigkeitspegel
an einer vorbestimmten Position des ersten Kapillardichtungsteils
gebildet wurde. Das Ergebnis ist in 13 gezeigt. 13 ist
eine Fotografie einer Seitenfläche
der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
der Prototyp-Ausführungsform
1, wobei der Flüssigkeitspegel
des Schmiermittels zwischen dem Lagerglied und dem Dichtungsglied
gezeigt ist. Wie in 13 gezeigt, konnte bei der Prototyp-Ausführungsform
1 bestätigt
werden, dass der Flüssigkeitspegel
des Schmiermittels an derselben Position in der Axialrichtung entlang
des gesamten Umfangs des ersten Kapillardichtungsteils gebildet
wurde. Bei mehreren Prüfungen
desselben Zustands wurde jeweils dasselbe Ergebnis erhalten. Das
heißt,
bei der Prototyp-Ausführungsform
1 wurde ein stabiler, gleichmäßiger Flüssigkeitspegel
des Schmiermittels entlang des gesamten Umfangs des Kapillardichtungsteils
gebildet.
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[Vergleichsbeispiele 1,
2]
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Unter
Verwendung derselben Lagervorrichtung wie bei der Prototyp-Ausführungsform
1 wurde eine kleinere Menge des Schmiermittels als die vorbestimmte
Menge der Prototyp-Ausführungsform
1 unter Verwendung derselben Füllmethode
wie bei der Prototyp-Ausführungsform
1 zugeführt,
um den Flüssigkeitspegel an
der oberen Endfläche
des Lagerglieds vorzusehen, wobei der Zustand des Flüssigkeitspegels
beobachtet wurde. Die Ergebnisse sind in 14 und 15 gezeigt. 14 und 15 sind
Fotografien einer oberen Fläche
einer Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung in Vergleichsbeispielen
1, 2 und zeigen eine durch den Flüssigkeitspegel des Schmiermittels
an der oberen Endfläche
des Lagerglieds gebildete Kontur. Wenn in diesem Fall der Flüssigkeitspegel
im wesentlichen mit derselben Distanz zu dem Zentrum des Lochs des
Lagerglieds entlang der gesamten Peripherie des Lagerglieds gebildet
wird, d.h. wenn die Kontur eine dem Umfang ähnliche Form aufweist, kann
davon ausgegangen werden, dass ein gleichmäßiger Flüssigkeitspegel gebildet wird. In
den Vergleichsbeispielen 1, 2 wurde eine kleinere, aber ausreichende
Menge des Schmiermittels verwendet, um einen Flüssigkeitspegel an der oberen
Endfläche
des Lagerglieds zu bilden. Aus 14 und 15 wird
jedoch deutlich, dass der Flüssigkeitspegel
des Schmiermittels unregelmäßig gebildet
wurde, wobei die Kontur des Flüssigkeitspegels
von oben betrachtet eine unregelmäßige Form aufwies und wobei
nicht immer dieselbe Form gebildet wurde. 14 zeigt,
dass die Kontur des Flüssigkeitspegels
an dem Teil des zentralen Lochrands diskontinuierlich ist. In 15 wurde
eine etwas größere Menge
des Schmiermittels als in 14 verwendet,
wobei aber das Durchgangsloch nicht durch das Schmiermittel bedeckt
war. Weiterhin traten Blasen in den Teil des zentralen Lochrands
ein, wobei das Schmiermittel diskontinuierlich eingefüllt wurde.
Wenn in diesem Zustand das Lagerglied gedreht wird, tritt Luft in
das Schmiermittel ein, sodass das Schmiermittel nicht ausreichend
zu dem Lagerspalt zugeführt
wird und deshalb das Lagerglied verschleißen kann.
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Im
Vergleich zu den Vergleichsbeispielen 1, 2 wurde bei der Prototyp-Ausführungsform
1 ein stabiler, gleichmäßiger Flüssigkeitspegel
gebildet, wobei bestätigt
werden konnte, dass das in der Lagervorrichtung gehaltene Schmiermittel
zuverlässig
zu dem Radiallagerteil und dem Schublagerteil zugeführt werden
kann. Wenn der Flüssigkeitspegel
an der oberen Endfläche
des Lagerglieds gebildet wird und die Spalte durch das Schmiermittel
gefüllt
werden, konnte auch bei einer ausreichenden Menge von Schmiermittel
in der Lagervorrichtung festgestellt werden, dass das Schmiermittel
diskontinuierlich eingefüllt
wurde, Luft während
der Drehung in den Radiallagerteil und den Schublagerteil eintrat
und nicht genügend
Schmiermittel zugeführt
wurde. Deshalb besteht die Möglichkeit,
dass die Lebensdauer der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung früher als erwartet abläuft. Wenn
also Schmiermittel in die Spalte gefüllt wird, sodass der Flüssigkeitspegel
in dem ersten Kapillardichtungsteil gebildet wird, wird die Lebensdauer
verlängert
und kann eine stabilere Lebensdauer des Lagers erhalten werden.
-
(2) Stoßtestergebnisse
für die
Spindelmotoren
-
[Prototyp-Ausführungsformen
2–19]
-
Es
wurde ein Stoßtest
zu den Spindelmotoren mit der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung 9 der neunten
Ausführungsform
der Erfindung durchgeführt.
Bei den Prototyp-Ausführungsformen
2–10 wurde
ein Stoß auf
den Spindelmotor der neunten Ausführungsform der Erfindung ausgeübt, der
sich in einem stationären
Zustand befand. Bei den Prototyp-Ausführungsformen
11–19
wurde ein Stoß auf
den Spindelmotor der neunten Ausführungsform der Erfindung ausgeübt, der
sich in einem drehenden Zustand befand. Es wurde der Effekt zum
Unterdrücken
eines Ausstoßens
des Schmiermittels in Bezug auf den Stoß geprüft. Die Stoßtestergebnisse der Prototyp-Ausführungsformen
2–10 sind
in Tabelle 1 gezeigt, und die Stoßtestergebnisse der Prototyp-Ausführungsformen
11–19
sind in Tabelle 2 gezeigt.
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[Tabelle
1] Stoßtestergebnisse
eines stationären
Spindelmotors
-
-
[Tabelle
2] Stoßtestergebnisse
für einen
sich drehenden Spindelmotor Stoßtestergebnisse
eines stationären
Spindelmotors
-
Für den Stoßtest wurde
eine Stoßtestmaschine
des SM111 Typs von Endevco verwendet. Als Testbedingungen wurden
drei verschiedene Ausrichtungen für die Anordnung des Spindelmotors
in Bezug auf die oben genannte Testmaschine verwendet: nach oben,
nach unten und zur Seite (siehe Tabelle 1 und 2). Die Ausrichtung
der Anordnung „nach
oben", „nach unten" und „zur Seite" bedeutet, dass der
obere Öffnungsteil des
Lagerglieds der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung jeweils nach
oben, nach unten oder zur Seite hin ausgerichtet ist. Weiterhin
wurde ein von oben nach unten gerichteter Stoß ausgeübt, wobei die Stoßintensität anhand
des Werts der maximalen Beschleunigung bemessen wurde. Die Stoßintensität wurde
in fünf
Stufen von 800 G bis 1500 G für
die Durchführung
der Tests unterteilt. Für
die Beschleunigung wurde eine Halbsinuswelle verwendet, in der die
Beschleunigung während
der 1 ms langen Anwendungszeit von null auf die maximale Beschleunigung
erhöht
wurde und anschließend
auf eine Nullbeschleunigung zurückgeführt wurde.
Es wurde diese Testmethode verwendet, weil die Größe der Flussbewegung
des Schmiermittels in der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung von der Stoßintensität und der
Ausrichtung usw. der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung in Bezug
auf die Stoßrichtung
abhängt
und diese Methode diese Faktoren berücksichtigt.
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Als
zu testende Produkte wurden 18 Spindelmotoren (Prototyp-Ausführungsformen
2–19)
mit der Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung
der neunten Ausführungsform
der Erfindung vorbereitet. Es wurden neun Spindelmotoren in einem
stationären
Zustand getestet, und es wurden neun Spindelmotoren in einem sich
drehenden Zustand getestet. Für
jeden dieser Zustände
wurden drei der neun Spindelmotoren für jede Ausrichtung (nach oben,
nach unten und zur Seite) verwendet. Es wurden nacheinander fünf Beschleunigungsstufen für den Stoßtest der
entsprechenden Produkte verwendet.
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Weiterhin
wurde der Test für
die Prototyp-Ausführungsformen
2–19 in Übereinstimmung
mit einer Stoßprozedur
(Beschleunigungsprozedur) ausgeführt,
die von einem kleinen Stoß zu
größeren Stößen (größeren Beschleunigungen)
fortschreitet, weil die Positionsstabilität des Schmiermittels in Bezug
auf den Stoß zunehmend
gefährdet
wird. Weiterhin wurde der Stoßtest
durchgeführt,
bis die Beschleunigung ein Maximum von 1500 G erreichte oder bis
ein Lecken von Öl
an dem getesteten Produkt festgestellt wurde.
-
Wie
aus den Tabellen 1 und 2 hervorgeht, zeigen die Testergebnisse,
dass auch einem Stoß von
1500 G in einem stationären
Zustand kein Lecken des Schmiermittels festgestellt werden konnte
und dass auch bei einem Stoß von
1400 G in einem sich drehenden Zustand kein Lecken des Schmiermittels
festgestellt werden konnte. Wenn ein Magnetscheiben-Laufwerksvorrichtung
wie etwa ein CD-ROM-Laufwerk
oder ähnliches
in einem Notebook-Computer oder einem anderen tragbaren Gerät installiert
ist, liegt die Stoßbeständigkeitsanforderung
für einen
Spindelmotor mit einer Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung bei ungefähr 1000
G. Mit dem Dichtungsaufbau der neunten Ausführungsform der Erfindung wird
auch bei einem Stoß von
mehr als 1000 G ein hervorragender Effekt zum Verhindern eines Austretens
des Schmiermittels vorgesehen. In den Tabellen gibt der Eintrag „Öl leckt" an, dass ein Lecken
von Öl
während
des Tests festgestellt wurden, während „OK" angibt, dass kein
Lecken von Öl
festgestellt wurde. Das Lecken von Öl wurde durch eine visuelle
Prüfung
unter Verwendung eines Mikroskops festgestellt.
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Die
Erfindung wurde mit Bezug auf spezifische, beispielhafte Ausführungsformen
beschrieben, wobei diese Ausführungsform
beispielhaft sind und die Erfindung in keiner Weise einschränken. Es
sind verschiedene Änderungen,
Ersetzungen und Verbesserungen innerhalb des Erfindungsumfangs möglich.
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Zusammenfassung
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Eine
Fluiddynamikdruck-Lagervorrichtung umfasst einen ersten Kapillardichtungsteil
(50), der zwischen einer Außenumfangsfläche eines
Lagerglieds (20) und einer Innenumfangsfläche eines
Dichtungsglieds (30) ausgebildet ist. Ein zweiter Kapillardichtungsteil
(60) ist zwischen einer Außenumfangsfläche eines
Wellenglieds (10) und einem Vorsprungsloch (31)
des Dichtungsglieds (30) ausgebildet. Ein Lüftungsloch
(32a) ist im wesentlichen in einem mittleren Teil einer
Seitenwand des Dichtungsglieds ausgebildet. Ein Schmiermittel-Halteteil
(73) ist zwischen einer Innenfläche einer oberen Wand (31)
des Dichtungsglieds (30) und der oberen Endfläche des
Lagerglieds (20) ausgebildet. Ein Lecken des Schmiermittels
(80) wird durch die Wirkung der Kapillardichtungsteile
(50, 60) unterdrückt, und der Flüssigkeitspegel
ist in dem ersten Kapillardichtungsteil (50) über dem
Lüftungsloch
(32a) angeordnet, sodass zusätzliches Schmiermittel (80)
in den ersten Kapillardichtungsteil (50) und den Schmiermittel-Haltespalt
(73) gefüllt
ist.