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TECHNISCHES
GEBIET
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Betreiben eines Viertakt-Verbrennungsmotors.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Die
Kraftfahrzeugindustrie erforscht im Bemühen, die Kraftstoffwirtschaftlichkeit
zu verbessern, die Ziele von Emissionsvorschriften zu erfüllen oder zu überbieten
oder Verbrauchererwartungen hinsichtlich der Emissionen, der Kraftstoffwirtschaftlichkeit
und der Produktdifferenzierung zu erfüllen oder zu überbieten,
ständig
neue Wege, den Verbrennungsprozess des Verbrennungsmotors zu verbessern.
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Die
meisten modernen herkömmlichen
Benzin-Verbrennungsmotoren versuchen, um stöchiometrische Bedingungen zu
arbeiten, das heißt,
ein optimales Luft/Kraftstoff-Verhältnis von im Wesentlichen 14,6
zu 1 zu liefern, das im Wesentlichen zu vollständiger Verbrennung des Kraftstoffs
und des Sauerstoffs führt,
die an den Motor gefördert
werden. Dieser Betrieb ermöglicht
die Abgasnachbehandlung durch 3-Wege-Katalysatoren, die irgendwelchen nicht
verbrauchten Kraftstoff (HC) und Verbrennungsnebenprodukte wie etwa
NOx und CO reinigen. Die meisten modernen Motoren besitzen eine Kraftstoffeinspritzung,
entweder eine Zentraleinspritzung (TBI) oder eine Öffnungskraftstoffeinspritzung (MPFI),
wobei sich jede von mehreren Einspritzdüsen in der Nähe einer
Einlassöffnung
bei jedem Zylinder eines Mehrzylindermotors befindet. Mit einer
MPFI-Anordnung wird eine bessere Luft/Kraftstoff-Verhältnis-Steuerung
erzielt; allerdings begrenzen Bedingungen wie etwa die Wandbenetzung
und die Einlassleitungsdynamik die Genauigkeit, mit der diese Steuerung
erzielt wird. Durch Zylinderdirekteinspritzung (DI) kann die Kraftstoffförderungsgenauigkeit verbessert
werden. So genannte lineare Sauerstoffsensoren schaffen einen höheren Grad
der Steuerungsfähigkeit
und legen, wenn sie mit der DI verknüpft werden, ein attraktives
System mit verbesserter Zylinder-Zylinder-Luft/Kraftstoff-Verhältnis-Steuerungsfähigkeit
nahe. Allerdings wird dann die zylinderinterne Verbrennungsdynamik
wichtiger, wobei die Verbrennungsqualität eine zunehmend wichtige Rolle
bei der Steuerung von Emissionen spielt. Somit konzentrieren sich
die Motorhersteller auf solche Dinge wie Einspritzdüsen-Sprühmuster,
Einlassverwirbelung und Kolbengeometrie, um eine verbesserte zylinderinterne
Luft/Kraftstoff-Mischung und -Homogenität zu bewirken.
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Obgleich
Systeme mit stöchiometrischem Benzinviertaktmotor-
und 3-Wege-Katalysator
das Potential haben, äußerst niedrige
Emissionsziele zu erfüllen,
bleibt die Wirksamkeit dieser Systeme hinter so genannten Magersystemen
zurück.
Magersysteme sind außerdem
vielversprechend bei der Erfüllung
von Emissionszielen für
NOx durch Verbrennungssteuerungen einschließlich der Technologien hoher
Abgasverdünnung
und der neu entstehenden NOx-Nachbehandlung. Allerdings stellen
sich den Magersystemen noch andere Hürden entgegen, z. B. die Verbrennungsqualität und die
Verbrennungsstabilität,
insbesondere an Teillast-Arbeitspunkten, und die hohe Abgasverdünnung. Außerdem können neu entstehende
NOx-Nachbehandlungstechnologien die periodische Reduzierungsmittelförderung
(z. B. von Kraftstoff) zum Regenerieren der Nachbehandlungsvorrichtung
erfordern, wodurch die während des
Magermotorbetriebs ermöglichten
Nettokraftstoffverbrauchsvorteile gefährdet werden.
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Auf
der untersten Ebene enthalten Magermotoren alle Verbrennungsmotoren,
die mit überschüssiger Luft
gegenüber
der betrieben werden, die für
die Verbrennung der bereitgestellten Kraftstoffladung erforderlich
ist. Die Magertopologien unterscheiden eine Vielzahl von Kraftstoffbeaufschlagungs-
und Zündmethodiken.
Funkenzündungssysteme
(SI) beginnen die Verbrennung dadurch, dass sie in der Verbrennungskammer
eine elektrische Entladung bereitstellen. Verdichtungszündungssysteme (CI)
beginnen die Verbrennung mit Verbrennungskammerbedingungen einschließlich u.
a. Kombinationen aus Luft/Kraftstoff-Verhältnis, Temperatur und Druck.
Die Kraftstoffbeaufschlagungsverfahren können TBI, MPFI und DI enthalten.
Systeme mit homogener Ladung sind durch sehr gleich bleibende und gut
verdampfte Kraftstoffverteilung innerhalb des Luft/Kraftstoff-Gemischs
charakterisiert, wie sie durch MPFI oder durch Direkteinspritzung
früh in dem
Ansaugzyklus erzielt werden kann. Schichtladungssysteme sind durch
weniger gut verdampften und verteilten Kraftstoff innerhalb des
Luft/Kraftstoff-Gemischs charakterisiert und sind üblicherweise
der Direktkraftstoffeinspritzung spät in dem Verdichtungszyklus
zugeordnet.
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Bekannte
Benzin-DI-Motoren können
wahlweise gemäß homogener
Funkenzündungsbetriebsart
oder Schichtfunkenzündungsbetriebsart
betrieben werden. Eine homogene funkengezündete Betriebsart wird allgemein
für Bedingungen
höherer Last
ausgewählt,
während
eine Schichtfunkenzündungsbetriebsart
allgemein für
Bedingungen niedriger Last ausgewählt wird.
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Bestimmte
DI-Verdichtungszündungsmotoren
nutzen ein im Wesentlichen homogenes Gemisch aus vorgeheizter Luft
und Kraftstoff und stellen während
der Motorverdichtungszyklen Druck- und Temperaturbedingungen her,
die eine Verbrennung ohne die Notwendigkeit zusätzlicher Funkenenergie veranlassen.
Dieser Prozess wird gelegentlich gesteuerte Selbstzündung genannt.
Die gesteuerte Selbstzündung
ist ein vorhersagbarer Prozess und unterscheidet sich somit von
unerwünschten
Vorzündungsereignissen,
die Funkenzündungsmotoren
gelegentlich zugeordnet sind. Außerdem unterscheidet sich die
gesteuerte Selbstzündung
von der gut bekannten Verdichtungszündung in Dieselmotoren, in
der der Kraftstoff bei Einspritzung in eine stark vorkomprimierte
Hochtemperatur-Luftladung im Wesentlichen sofort zündet, während die
vorgeheizte Luft und der Kraftstoff in dem gesteuerten Selbstzündungsprozess
vor der Verbrennung während
der Einlassereignisse und allgemein bei Verdichtungsprofilen miteinander
gemischt werden, die mit herkömmlichen
funkengezündeten
Viertaktmotorsystemen verträglich sind.
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Es
sind Viertakt-Verbrennungsmotoren vorgeschlagen worden, die die
Selbstzündung
durch Steuern der Bewegung des Einlass- und des Auslassventils,
die einer Verbrennungskammer zugeordnet sind, bereitstellen, um
sicherzustellen, dass eine Luft/Kraftstoff-Ladung mit verbrannten
Gasen gemischt wird, um ohne die Notwendigkeit einer äußeren Vorheizung
der Einlassluft oder der Zylinderladung oder hoher Verdichtungsprofile
für die
Selbstzündung
geeignete Bedingungen zu erzeugen. Diesbezüglich sind bestimmte Motoren
vorgeschlagen worden, die ein nockenbetätigtes Auslassventil besitzen,
das wesentlich später
in dem Viertaktzyklus geschlossen wird, als es in einem funkengezündeten Viertaktmotor
herkömmlich
ist, um eine wesentliche Überlappung
des offenen Auslassventils mit einem offenen Einlassventil zu ermöglichen,
wodurch zuvor ausgestoßene
verbrannte Gase früh
während
des Ansaugzyklus in die Verbrennungskammer zurückgezogen werden. Es sind bestimmte
weitere Motoren vorgeschlagen worden, die ein Auslassventil besitzen,
das wesentlich früher
in dem Ausstoßzyklus
geschlossen wird, wodurch verbrannte Gase zur nachfolgenden Mischung
mit Kraftstoff und Luft während des
Ansaugzyklus eingefangen werden. In diesen beiden Motoren werden
das Auslass- und
das Einlassventil in jedem Viertaktzyklus nur einmal geöffnet. Es
sind bestimmte weitere Motoren mit einem hydraulisch gesteuerten
Auslassventil vorgeschlagen worden, das während jedes Viertaktzyklus
zweimal – einmal
zum Ausstoßen
verbrannter Gase aus der Verbrennungskammer in den Auslasskanal
während
des Ausstoßzyklus
und einmal zum Zurückziehen
verbrannter Gase aus dem Auslasskanal in die Verbrennungskammer
spät während des
Ansaugzyklus – geöffnet wird.
Diese Motoren nutzen unterschiedlich Drosselkörper-, Öffnungs- oder Verbrennungskammer-Direktkraftstoffeinspritzung.
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Wie
vorteilhaft diese Magermotorsysteme auch zu sein scheinen, gibt
es, insbesondere bei Teillast-Arbeitspunkten und bei hoher Abgasverdünnung, weiter
bestimmte Nachteile in Bezug auf die Verbrennungsqualität, auf die
Verbrennungsstabilität und
auf die NOx-Emissionen. Diese Nachteile führen zu unerwünschten
Kompromissen einschließlich
Beschränkungen,
wie stark eine Kraftstoffladung während Teillast-Arbeitspunkten
effektiv verringert werden kann, während weiter akzeptable Verbrennungsqualitäts- und
Verbrennungsstabilitätseigenschaften und
Beschränkungen
des Nettokraftstoffverbrauchs aufrechterhalten werden.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung ist ein Verfahren zum Steuern eines Viertakt-Verbrennungsmotors, der
in einer Betriebsart gesteuerter Selbstzündung betrieben wird. Der Motor
enthält
eine Verbrennungskammer mit veränderlichem
Volumen, die durch einen Kolben definiert ist, der innerhalb eines
Zylinders zwischen oberem Totpunkt und unterem Totpunkt hin- und hergeht, einen
Einlass- und einen Auslasskanal, ein Kraftstoffförder system und ein Einlass-
und ein Auslassventil, die während
wiederholter aufeinander folgender Ausstoß-, Ansaug-, Verdichtungs- und
Arbeitstakte des Kolbens gesteuert werden. Ein System veränderlicher
Ventile und ein Kraftstofffördersystem
werden zusammenwirkend betrieben, um eine gesteuerte Selbstzündung mit
zylinderinternen Kraftstoffladungen zu bewirken, die entweder in
einem stöchiometrischen
oder in einem mageren gegenüber
dem stöchiometrischen
Luft-Kraftstoff-Verhältnis
sind. Es wird ein Maß der
Motor-NOx-Emission bereitgestellt, wobei dann, wenn es einen vorgegebenen
Schwellenwert übersteigt,
die zylinderinterne Kraftstoffladung aus dem arbeitenden des stöchiometrischen
oder des mageren gegenüber
dem stöchiometrischen
Luft-Kraftstoff-Verhältnis
in das nicht arbeitende des stöchiometrischen
oder des mageren gegenüber
dem stöchiometrischen
Luft-Kraftstoff-Verhältnis überführt wird.
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Insbesondere
kann das Maß der
NOx-Emission z. B. durch eine Nachschlagetabelle, die die Kraftstoffbeaufschlagungsrate
mit dem Maß der NOx-Emission
korreliert, durch einen NOx-Sensor oder durch eine Nachschlagetabelle,
die das Motorklopfen mit dem Maß der
NOx-Emission korreliert, bereitgestellt werden.
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Die
Steuerung des Systems veränderlicher Ventilen
zum Bewirken zylinderinterner Bedingungen für gesteuerte Selbstzündung kann
z. B. das Herstellen einer Unterdruckbedingung innerhalb der Verbrennungskammer
wenigstens während
eines Abschnitts des Ansaugtakts enthalten. Außerdem ist diese Ventilsteuerung
vorzugsweise mit einer Rückführung von
Abgasen in die Verbrennungskammer wie etwa durch interne oder externe
Mittel einschließlich
Einfangen der Abgase innerhalb der Verbrennungskammer durch frühes Auslassventilschließen, Rücksaugen
der Abgase entweder durch das Auslass- oder durch das Einlassventil
oder durch externe Abgasrückführungsmittel
gekoppelt. Alternativ kann die Steuerung des Systems veränderlicher
Ventile zum Bewirken zylinderinterner Bedingungen für die gesteuerte
Selbstzündung
z. B. den Einfang- und
die Rückverdichtung
eines Teils der verbrannten Gase innerhalb der Verbrennungskammer
enthalten.
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Die
Kraftstoffübergangssteuerung
kann mit verschiedenen Kombinationen der alternativen NOx-Emissionsmessungen
und Ventilsteuerstrategien, die hier beschrieben sind, verwirklicht
werden.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Die
vorliegende Erfindung wird nun beispielhaft anhand der beigefügten Zeichnungen
beschrieben, in denen:
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1 eine
schematische Darstellung eines Einzylinder-Direkteinspritzungs-Viertakt-Verbrennungsmotors
in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung ist;
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2 Kurven
des Ventilhubs gegenüber dem
Kurbelwinkel veranschaulicht, die der Auslass- und Einlassventilphaseneinstellung
des verwandten Gebiets eines herkömmlichen funkengezündeten Verbrennungsmotors
entsprechen;
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3 verschiedene
Kurven der Phase und des Hubs des Auslass- und des Einlassventils gegenüber dem
Kurbelwinkel und eine bevorzugte Trendentsprechung zur Motorlast
entsprechend dem Einzylindermotor aus 1 mit phasengesteuerter Ventilbetätigung zum
Bewirken gewünschter
zylinderinterner Bedingungen in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung veranschaulicht;
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4 verschiedene
Kurven des Zylinderdrucks gegenüber
dem Kurbelwinkel und eine bevorzugte Trendentsprechung zur Motorlast
zum Bewirken gewünschter
zylinderinterner Bedingungen in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung veranschaulicht;
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5 Teillast-Betriebsbereiche
und ihnen entsprechende beispielhafte Kraftstoffeinspritzungs-Zeitpläne in Übereinstimmung
mit Abgasrücksaugaspekten
der vorliegenden Erfindung veranschaulicht;
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6 beispielhafte
Ventilzeiten, die durch die phasengesteuerte Ventilbetätigung,
durch die Kraftstoffeinspritzungsstrategien und durch die Verbrennungsbetriebsarten
bewirkt werden, gegenüber Teillastbedingungen
des Motorbetriebs in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung veranschaulicht;
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7 verschiedene
Kurven der Phase und des Hubs des Auslass- und des Einlassventils gegenüber dem
Kurvenwinkel und die bevorzugte Trendentsprechung zur Motorlast
entsprechend dem Einzylindermotor aus 1 mit phasengesteuerter
Ventilbetätigung
zum Bewirken gewünschter
zylinderinterner Bedingungen in Übereinstimmung
mit Abgaseinfang/Abgasrückverdichtungs-Aspekten
der vorliegenden Erfindung veranschaulicht;
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8 Teillast-Betriebsbereiche
und beispielhafte ihnen entsprechende Kraftstoffeinspritzungs-Zeitpläne in Übereinstimmung mit
Abgaseinfang/Rückverdichtungs-Aspekten
der vorliegenden Erfindung veranschaulicht;
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9 beispielhafte
Ventilzeiten, die durch die phasengesteuerte Ventilbetätigung,
durch die Kraftstoffeinspritzungsstrategien und durch die Verbrennungsbetriebsarten
bewirkt werden, gegenüber Teillastbedingungen
des Motorbetriebs in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung veranschaulicht;
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10 vergleichend
beispielhafte Kurven des Luft-Kraftstoff-Verhältnisses
gegenüber
dem effektiven Zylindernettomitteldruck für verschiedene Kombinationen
der Steuerung von Abgas-Rücksaugen,
Abgasrückverdichtung
und Kraftstoffbeaufschlagung in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung veranschaulicht;
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11 vergleichend
resultierende Kurven der NOx-Emissionen gegenüber dem effektiven Zylindernettomitteldruck
für verschiedene
beispielhafte Kombinationen der Steuerung von Abgas-Rücksaugen,
Abgasrückverdichtung
und Kraftstoffbeaufschlagung aus 10 in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung veranschaulicht;
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12 vergleichend
resultierende Kurven des Motorklopfens gegenüber dem effektiven Zylindernettomitteldruck
für verschiedene
beispielhafte Kombinationen der Steuerung von Abgas-Rücksaugen,
Abgasrückverdichtung
und Kraftstoffbeaufschlagung aus 10 in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung veranschaulicht;
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13 ein
Blockdiagramm der Bestimmung des Luft-Kraftstoff-Verhältnis-Übergangs
in Übereinstimmung
mit einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist;
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14 ein
Blockdiagramm der Bestimmung des Luft-Kraftstoff-Verhältnis-Übergangs
in Übereinstimmung
mit einer alternativen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist;
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15 ein
Blockdiagramm der Bestimmung des Luft-Kraftstoff-Verhältnis-Übergangs
in Übereinstimmung
mit einer weiteren alternativen Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung ist.
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BESCHREIBUNG
DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM
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Zunächst anhand
von 1 ist schematisch ein beispielhaftes Einzylinder-Viertakt-Verbrennungsmotorsystem
(Motor) 10 veranschaulicht, das zur Realisierung der vorliegenden
Erfindung geeignet ist. Es ist klar, dass die vorliegende Erfindung gleichfalls
auf einen Mehrzylinder-Viertakt-Verbrennungsmotor
anwendbar ist. Der dargestellte beispielhafte Motor 10 ist
zur Brennkammerdirekteinspritzung (Direkteinspritzung) von Kraftstoff
gegenüber einer
Kraftstoffeinspritzdüse 41 konfiguriert
gezeigt. In Verbindung mit bestimmten Aspekten der vorliegenden
Erfindung können
auch alternative Kraftstoffbeaufschlagungsstrategien einschließlich Öffnungskraftstoffeinspritzung
oder Zentralkraftstoffeinspritzung verwendet werden; allerdings
ist die bevorzugte Vorgehensweise die Direkteinspritzung. Obgleich weithin
verfügbare
Sorten von Benzin und Leichtethanolgemischen davon bevorzugte Kraftstoffe
sind, können
bei der Realisierung der vorliegenden Erfindung ähnlich auch alternative flüssige und
gasförmige
Kraftstoffe wie etwa höhere
Ethanolgemische (z. B. E80, E85), Rein ethanol (E99), Reinmethanol (M100),
Erdgas, Wasserstoff, Biogas, verschiedene Reformate, Synthesegase
usw. verwendet werden.
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In
Bezug auf den Basismotor ist in einem Zylinder 13 ein Kolben 11 beweglich
und definiert darin eine Verbrennungskammer 15 mit veränderlichem Volumen.
Der Kolben 11 ist über
eine Pleuelstange 33 mit einer Kurbelwelle 35 verbunden
und treibt die Kurbelwelle 35 wechselseitig an oder wird
durch sie wechselseitig angetrieben. Außerdem enthält der Motor 10 einen
Ventilzug 16, der mit einem einzelnen Einlassventil 21 und
mit einem einzelnen Auslassventil 23 veranschaulicht ist,
obgleich Abwandlungen mit mehreren Einlass- und Auslassventilen
gleichfalls zur Nutzung mit der vorliegenden Erfindung anwendbar
sind. Der Ventilzug 16 enthält außerdem ein Ventilbetätigungsmittel 25,
das irgendeine einer Vielzahl von Formen einschließlich elektrisch
gesteuerter hydraulischer oder elektromechanischer Betätigung (anderweitig
als vollflexible Ventilbetätigung
FFVA bekannt) und Mehrprofilnocken (anderweitig als Mehrkeulen-Mehrschritt-
bekannt) und Auswahlmechanismen, Nockenphasensteller und andere
mechanisch veränderbare
Ventilbetätigungstechnologien,
die einzeln oder in Kombination realisiert sind, annehmen kann.
Der Ansaugkanal 17 führt
Luft in die Verbrennungskammer 15 zu. Der Fluss der Luft
in die Verbrennungskammer 15 wird während Einlassereignissen durch
das Einlassventil 21 gesteuert. Die verbrannten Gase werden
während
Auslassereignissen durch den Auslasskanal 19 aus der Verbrennungskammer 15 ausgestoßen, wobei
der Fluss durch das Auslassventil 23 gesteuert wird.
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Die
Motorsteuerung wird durch eine computergestützte Steuerung 27 bereitgestellt,
die die Form herkömmlicher
Hardware-Konfigurationen und -Kombinationen einschließlich Kraftübertragungsstrang-Controllern,
Motor-Controllern und digitalen Signalprozessoren in integrierten
und ver teilten Architekturen annehmen kann. Im Allgemeinen enthält die Steuerung 27 wenigstens
einen Mikroprozessor, einen ROM, einen RAM und verschiedene EA-Vorrichtungen
einschließlich
A/D- und D/A-Umsetzern und eine Leistungsansteuerungs-Schaltungsanordnung.
Außerdem
enthält
die Steuerung 27 spezifisch Steuerungen für das Ventilbetätigungsmittel 25 und für die Kraftstoffeinspritzdüse 41.
Der Controller 27 enthält
die Überwachung
mehrerer motorbezogener Eingaben von mehreren gewandelten Quellen
einschließlich
Motorkühlmitteltemperatur,
Außenlufttemperatur,
Krümmerlufttemperatur,
Betreiberdrehmomentanforderungen, Umgebungsdruck, Krümmerdruck
in gedrosselten Anwendungen, Verlagerungs- und Positionssensoren
wie etwa für
Ventilzug- und Motorkurbelwellengrößen und enthält ferner
die Erzeugung von Steuerbefehlen für eine Vielzahl von Stellgliedern
sowie die Ausführung
allgemeiner Diagnosefunktionen. Obgleich die dem Ventilbetätigungsmittel 25 und
der Kraftstoffeinspritzdüse 41 zugeordnete
Steuer- und Leistungselektronik als einteilig mit dem Controller 27 veranschaulicht
und beschrieben ist, kann sie als Teil eines verteilten intelligenten
Betätigungsschemas
enthalten sein, in dem eine bestimmte Überwachungs- und Steuerfunktionalität in Bezug
auf jeweilige Teilsysteme durch programmierbare verteilte Controller
realisiert ist, die diesen jeweiligen Ventil- und Kraftstoffsteuerungs-Teilsystemen zugeordnet
sind.
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Nachdem
somit die Umgebung und eine bestimmte Anwendungs-Hardware beschrieben
wurden, die für
die Realisierung der vorliegenden Erfindung geeignet sind, wird
die Aufmerksamkeit nun auf die 2–15 gelenkt.
In 2 sind die Ventilhübe des Einlass- und des Auslassventils
eines funkengezündeten
herkömmlichen
Verbrennungsmotors oder Grundspezifikations-Verbrennungsmotors gegenüber einem
vollständigen
Viertakt-Verbrennungszyklus dargestellt. In dieser und in den nachfolgenden
Figuren sind Auslassventilpläne
(EV) mit dünnen Linien
veran schaulicht, während
Einlassventilpläne (IV)
mit dicken Linien veranschaulicht sind. Beginnend bei 0 Grad, was
dem oberen Totpunkt (OT) Verbrennungstakt entspricht, sind gegen
die horizontale Achse vollständige
720 Grad oder zwei Umdrehungen der Kurbelwelle dargestellt (d. h.
die Stellung des Kolbens zu Beginn des Arbeitstakts (Ende des Verdichtungstakts)
und endend bei 720 Grad entspricht derselben Stellung des oberen
Totpunkts am Ende des Verdichtungstakts (Beginn des Arbeitstakts). Herkömmlich und
wie es hier befolgt wird, beziehen sich die Kurbelwellenwinkelstellungen
0 bis 720 auf Grad der Kurbelwellendrehung nach OT Verbrennungstakt.
Die aufeinander folgend wiederholten Zyklen sind über die
Oberseite der Figur mit doppelseitigen Pfeilen abgegrenzt, die mit
ARBEIT, AUSSTOSSEN, ANSAUGEN und VERDICHTEN bezeichnet sind. Jeder
dieser Zyklen entspricht der Kolbenbewegung zwischen jeweiligen
oberen Totpunktstellungen und unteren Totpunktstellungen und umfasst vollständige 180
Grad der Kurbelwellendrehung oder ein Viertel des vollständigen Viertaktzyklus.
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In
der vorliegenden beispielhaften Darstellung der Erfindung wurde
bei der Realisierung der Ventil- und Kraftstoffbeaufschlagungssteuerungen und
der Erfassung der verschiedenen hier verkörperten Daten ein Benzin-Direkteinspritzungs-kraftstoffbeaufschlagter
Viertakt-Einzylinder-0,55-Liter-Verbrennungsmotor
mit gesteuerter Selbstzündung
genutzt. Sofern nicht spezifisch etwas anderes diskutiert ist, ist
angenommen, dass alle diese Realisierungen und Erfassungen unter
Standardbedingungen ausgeführt
werden, wie sie für
den Durchschnittsfachmann auf dem Gebiet selbstverständlich sind.
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In Übereinstimmung
mit bestimmten Ventilsteuerungsaspekten der vorliegenden Erfindung
wird während
des Teillastbetriebs des Motors innerhalb der Verbrennungskammer,
vorzugsweise mittels FFVA oder einer Phasensteuerungs-Ventilbetätigung,
die das Öffnen
und Schließen
eines oder mehrere Einlass- und Auslassventile betätigt. Wie
er hier verwendet wird, entspricht ein Teillastbetrieb einer Motorlast
unterhalb der Mittellast von etwa 450 kPa effektivem Nettomitteldruck.
Eine niedrige Teillast, wie sie hier verwendet wird, entspricht
einer Motorlast unterhalb etwa 125 kPa effektivem Nettomitteldruck.
Eine Zwischenteillast, wie sie hier verwendet wird, entspricht einer
Motorlast von etwa 125 bis etwa 200 kPa effektivem Nettomitteldruck.
Außerdem
entspricht eine hohe Teillast, wie sie hier verwendet wird, einer
Motorlast von etwa 200 bis etwa 450 kPa effektivem Nettomitteldruck.
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Die 3 und 6 veranschaulichen
eine Phasensteuerungs-Ventilbetätigungstopologie-Realisierung
der vorliegenden Erfindung, um deren Aspekte des Rücksaugens
verbrannter Gase zu realisieren. Darin schaffen hydraulisch gesteuerte
Ventilhubmechanismen zusammen mit Nockenphasenstellermechanismen,
beide gut bekannter Arten, die Einlassventil-Phasenverschiebung und den Auslassventil-Rücksaugereignishub
um die gewünschten Verbrennungskammerbedingungen
in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung zu bewirken. Der Einlassventilplan
ist mit einer beispielhaften Dauer von im Wesentlichen 165 Grad
bei einzelnen phasenverschobenen Stellungen veranschaulicht, die von
einer stärker
nach früh
verstellten zu einer stärker
nach spät
verstellten Phaseneinstellung unterschiedlich mit 71, 73, 75 und 77 bezeichnet
sind.
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Gegenüber einer
Einlassventil-Phasenverschiebung, die das Öffnen des Einlassventils relativ zum
Schließen
des Auslassventils am Ende des Auslassereignisses steuert, wird
innerhalb der Verbrennungskammer ein niedriger Druck hergestellt.
In dem in 3 veranschaulichten vorliegendem
Beispiel ist angenommen, dass veranlasst wird, dass ein Auslassereignis
auftritt, in dem das Auslassventil wenigstens für einen Abschnitt des Ausstoßtakts von
180 bis 360 Grad geöffnet
wird. Der tatsächliche Öffnungs- und
Schließwinkel
des Auslassventils während
eines Auslassereignisses variiert in Übereinstimmung mit solchen
Faktoren wie der Motordrehzahl oder -last und Auspuffleitungsgeometrien
sowie anderen gewünschten
Motorabstimmungseigenschaften. In dem vorliegenden veranschaulichten
Beispiel ist angenommen, dass das Auslassventilschließen im Wesentlichen
380 Grad nach OT Verbrennungstakt oder 20 Grad nach dem OT des Ausstoßtakts entspricht. Vorzugsweise
findet das Auslassventilschließen
innerhalb angenähert
20 Grad vor dem OT des Ausstoßtakts
bis 20 Grad nach dem OT des Ausstoßtakts statt. Allgemein wird
angenommen, dass ein maximaler Ausstoß von Abgasen aus der Verbrennungskammer
den Restzylinderdruck minimieren hilft und dass diese Bedingung
allgemein verträglich
mit dem Bewirken tieferer und länger
andauernder Niederdruckereignisse ist. Durch bestimmte Gasdynamiken unter
bestimmten Bedingungen findet der maximale Ausstoß statt,
wenn das Auslassventil für
einen gewissen Winkel nach dem OT des Ausstoßtakts offen bleibt. Bevorzugter
findet daraufhin das Auslassventilschließen, insbesondere bei den niedrigsten
Motorlasten, bei denen in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung Bedingungen mit niedrigerem Zylinderdruck
erwünscht
sind, innerhalb angenähert des
OT des Ausstoßtakts
bis 20 Grad nach dem OT des Ausstoßtakts statt.
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In Übereinstimmung
dem Ziel der Herstellung eines Niederdruckereignisses innerhalb
der Verbrennungskammer während
des Ansaugtakts kann es ferner erwünscht sein, dass die Auslassereignis-Auslassventilschließ-Absolutphase vor
dem OT des Ausstoßtakts
nicht größer als
die Einlassventil-Öffnungsphase
nach dem OT des Ausstoßtakts
ist oder dass es eine minimale Ventilüberlappung gibt. Allgemein
ist ein bestimmter Grad der Asymmetrie um den OT des Ausstoßtakts wie
zwischen dem Auslassventilschließen und dem Einlassventilöffnen wie beschrieben
erforderlich, um die gewünschten
Niederdruckbedingungen innerhalb der Verbrennungskammer herzustellen.
Falls das Auslassereignis-Auslassventilschließen vor dem OT des Ausstoßtakts stattfindet,
kann es erwünscht
sein zu ermöglichen, dass
sich der Druck in der Verbrennungskammer wenigstens einen ähnlicher
Winkel nach dem OT entspannt, bevor sich das Einlassventil zu öffnen beginnt.
Vorzugsweise folgt das Einlassventilöffnen während eines Einlassereignisses
bei Arbeitspunkten niedriger Teillast dem Auslassventilschließen bei etwa
30 bis etwa 90 Grad nach dem OT des Ausstoßtakts.
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Diese
zuvor beschriebenen Eigenschaften der Einlass- und Auslassventilphaseneinstellung
sind im Wesentlichen in den in 3 veranschaulichten beispielhaften
Kurven dargelegt. Das Auslassprofil 69 repräsentiert
ein Auslassereignis-Auslassventil-Profil, in dem das Ventilschließen im Wesentlichen 20
Grad nach dem OT des Ausstoßtakts
stattfindet. Zur Erläuterung
ist angenommen, dass das Auslassereignis im Wesentlichen statisch
in Bezug auf die Auslassereignis-Auslassventil-Schließphaseneinstellung
ist, obgleich, wie zuvor beschrieben wurde, betrachtet wird, dass
die Phasenverschiebung des Auslassventilprofils innerhalb des Umfangs
der Erfindung beim Erreichen verschiedener Ergebnisse und Lösen verschiedener
Aufgaben davon liegt. Das Einlassprofil 77 entspricht dem
Einlassventilöffnen
bei im Wesentlichen 40 Grad nach dem oberen Totpunkt des Ausstoßtakts und
dem Schließen
im Wesentlichen 25 Grad nach dem unteren Totpunkt des Ansaugtakts
zum Bewirken eines Pegels des zylinderinternen Unterdrucks. Die
Einlassprofile 75, 73 und 71 entsprechen
in dieser Reihenfolge früheren
Einlassventilöffnungen
im Wesentlichen 20 Grad nach, bei und 30 Grad vor dem oberen Totpunkt
des Ausstoßtakts.
Die entsprechenden Einlassventilschließungen für die Profile 75, 73 und 71 sind
in dieser Reihenfolge im Wesentlichen 5 Grad nach, 15 Grad vor und
45 Grad vor dem unteren Totpunkt des Ansaug takts. In Übereinstimmung
mit der Aufgabe, bei fortschreitend niedrigeren Motorlasten eine
Abnahme der Zylinderdrücke
zu bewirken, folgt der Trend der Phasenkurven dem in der Figur gezeigten
Pfeil abnehmender Last.
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Falls
in der Figur ein Kontinuum solcher Einlassprofile mit Einlassventil-Öffnungsgrenzen bei weniger
nach spät
verstellten und mehr nach früh
verstellten Phasenwinkeln dargestellt würde, wären das Ergebnis veränderliche
Unterdruckpegel und deren Dauern innerhalb der Verbrennungskammer.
Natürlich
können
außer
den verschiedenen Niederdruckprofilen innerhalb der Verbrennungskammer,
die wie beschrieben mit einfacher Phasenverschiebung der Ventilöffnungen
erzielt werden können,
durch komplexere und unabhängige Änderungen
der Auslass- und der Einlassprofile einschließlich mittels Hubänderung
zusätzlich
zu der der Zeit zusätzliche
Druckprofile erzielt werden. Zusätzliche
Einzelheiten hinsichtlich veränderlicher
Unterdruckpegel sind in zusätzlicher
Einzelheit in den gemeinsam übertragenen und
gleichzeitig anhängigen
Patentanmeldungen der Vereinigten Staaten, laufende Nummer 10/611,845 (Aktenzeichen
des Anwalts GP-303270); 10/611,366 (Aktenzeichen des Anwalts GP-303271);
10/899,422 (Aktenzeichen des Anwalts GP-303776); 10/899,443 (Aktenzeichen
des Anwalts GP-303692); und 10/899,456 (Aktenzeichen des Anwalts
GP-304128) dargelegt, die hiermit durch Literaturhinweis eingefügt sind.
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Die
Phasensteuerungs-Ventilbetätigung
des Einlass- und des Auslassventils zum Herstellen eines Niederdruckereignisses
innerhalb der Verbrennungskammer wird ausgeführt, um innerhalb der Verbrennungskammer
Druckpegelvertiefungen und deren Dauern herzustellen, die im herkömmlich bekannten Viertaktbetrieb
nicht zu finden sind. Nunmehr zusätzlich anhand von 4 ist
ein Druckprofil veranschaulicht, das dem anhand von 3 beschriebenen
beispielhaften lastabhängigen
Einlassventilprofiltrend entspricht. Darin ist eine Kurve allgemein
durch das Bezugszeichen 61 bezeichnet, wobei sie nur in
Bezug auf die 360 Grad Kurbelwellendrehung über den Ausstoß- und über den
Ansaugtakt des vollständigen Viertaktprozesses,
wie sie an der Oberseite der Figur innerhalb zweiseitiger Pfeile
abgegrenzt sind, die mit AUSSTOSSEN und ANSAUGEN bezeichnet sind, veranschaulicht
ist. Der Zylinderdruck ist auf einer linearen Skale entlang der
vertikalen Achse veranschaulicht, wobei der Umgebungsdruck speziell
bezeichnet ist und angenommen ist, dass er im Wesentlichen eine
Standardatmosphäre
oder etwa 101 kPa ist. Der Bereich 63 bezeichnet allgemein
das Gebiet resultierender Niederdruckereignisse oder von Unterdruckbedingungen,
die in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung hergestellt werden. Ein mäßig tiefes
und andauerndes Niederdruckereignis erreicht im Wesentlichen 60
kPa unter dem Umgebungsdruck oder Unterdruck oder, anders gesagt, etwa
60 % unter dem Umgebungs- oder Atmosphärendruck oder etwa 40 % des
Umgebungs- oder
Atmosphärendrucks.
Natürlich
sind die in 4 veranschaulichten spezifischen
Kurven beispielhaft, wobei weitere solche Kurven und Profile aufgrund
komplexerer und unabhängigerer Änderungen
des Auslass- und des Einlassprofils einschließlich mittels Hubänderung
zusätzlich
zu der der Zeit und Dauer hergestellt werden können. Zum Beispiel würde in Bezug auf
die spezifische in 3 veranschaulichte Kurve 77 eine
weitere Verstellung des Einlassventilöffnens nach spät während Einlassereignissen
tiefere Niederdruckereignisse bewirken, während ein weiteres Verstellen
nach früh
des Einlassventilöffnens
während
Einlassereignissen flachere Niederdruckereignisse bewirken würde. Ein
beispielhaftes verhältnismäßig flaches
Niederdruckereignis mit beschränkter Dauer
erreicht im Wesentlichen 42 kPa unter dem Umgebungsdruck oder Unterdruck
oder, anders gesagt, etwa 42 % unter dem Umgebungs- oder Atmosphärendruck
oder etwa 58 % des Umgebungs- oder Atmosphärendrucks. Ein beispiel haftes
verhältnismäßig tiefes
und andauerndes Niederdruckereignis erreicht im Wesentlichen 75
kPa unter dem Umgebungsdruck oder Unterdruck oder, anders gesagt, etwa
75 % unter dem Umgebungs- oder Atmosphärendruck oder etwa 25 % des
Umgebungs- oder Atmosphärendrucks.
Wie zuvor anhand von 3 beschrieben wurde, ist erwünscht, dass
bei niedrigeren Motorlasten niedrigere zylinderinterne Drücke bewirkt
werden, das heißt,
dass bei niedrigeren Motorlasten tiefere Unterdruckpegel erzielt
werden. Der Pfeil abnehmender Last aus 4 veranschaulicht den
gewünschten
gesteuerten Trend der Ansaugdruckprofile als eine Funktion abnehmender
Motorlast.
-
Es
ist erwünscht,
dass zurückgeführte Abgase
in die Verbrennungskammer eingeführt
werden, damit sie sich mit Luft und Kraftstoff mischen. Noch einmal
anhand der in 3 gezeigten Ventilpläne bewirkt
eine Auslassrücksaugen-Auslassventilbetätigung die
Wiederaufnahme verbrannter Gase, die zuvor durch das Auslassventil
in den Auslasskanal ausgestoßen
wurden. Die Hubänderung
ermöglicht
in dieser Auslass-Rücksaug-Realisierung.
Ein beispielhafter Rücksaugplan
ist in 3 mit 79 bezeichnet.
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Es
wird nun die bevorzugte Kraftstoffbeaufschlagungsmethodik für einen
wie oben dargelegt betriebenen Motor beschrieben. Flüssige und
gasförmige
Einspritzungen sind Kandidaten für
die DI. Zusätzlich
wird betrachtet, dass luftgestützte
und andere Förderungstypen
genutzt werden können.
Außerdem
ist der Typ des nutzbaren Verbrennungssystems – allgemein in Übereinstimmung
mit Motorlast und Klopfbetrachtungen – veränderlich und enthält solche nicht
einschränkenden
Beispiele wie SI, CI und gesteuerte Selbstzündung.
-
In Übereinstimmung
mit den Kraftstoffbeaufschlagungs-Steuerungsaspekten der vorliegenden Erfindung
sind innerhalb des Teillast-Betriebsbe reichs des Motors zwei allgemeine
Lastbereiche abgegrenzt. Anhand von 5 ist der
Bereich niedriger Teillast mit L-PL bezeichnet und ist der Zwischenteillastbereich/Bereich
hoher Teillast mit I/H-PL bezeichnet. Diese Bereiche sind gegen
einen vollständigen
Viertakt-Verbrennungszyklus dargestellt, der unterschiedlich unten
durch den Kurbelwinkel nach OT Verbrennungstakt und oben entsprechend
aufeinander folgend wiederholter Verbrennungszyklusbereiche abgetrennt
ist. Allgemein wird in dem Bereich niedriger Teillast veranlasst,
dass eine Aufteilungseinspritzung der Gesamtkraftstoffladung stattfindet,
während
in dem Zwischenteillastbereich/Bereich hoher Teillast veranlasst
wird, dass eine Einzeleinspritzung der Gesamtkraftstoffladung stattfindet. In
der Figur ist ein Übergangsbereich 62 veranschaulicht,
der einen oder beide der angrenzenden Teillastbereiche wesentlich überlappen
kann, wobei er die Teillastbereiche für entsprechende Kraftstoffsteuerungen
effektiv erweitert.
-
Bei
der Aufteilungseinspritzung wird die Gesamtkraftstoffanforderung
für den
Zyklus in zwei Einspritzereignisse geteilt. Eines der Einspritzereignisse wird
früh in
dem Ansaugzyklus ausgeführt,
während das
andere Einspritzereignis spät
in dem Verdichtungszyklus ausgeführt
wird. Allgemein spritzt das erste Kraftstoffbeaufschlagungsereignis
etwa 10 bis etwa 50 Prozent der Gesamtkraftstoffanforderung für den Zyklus
ein. Die durch diesen ersten Kraftstoffbruchteil hergestellte Zylinderladung
reicht allgemein für
die Selbstzündung
innerhalb der Verbrennungskammer nicht aus. Der Rest der Kraftstoffanforderung
für den
Zyklus wird während
des zweiten Kraftstoffbeaufschlagungsereignisses eingespritzt. Dieser zweite
Kraftstoffbruchteil reichert die Zylinderladung während eines
Verdichtungstakts des Kolbens ausreichend an, um eine Selbstzündung zu
veranlassen.
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Das
Eindringen und die Zerstreuung des zweiten Kraftstoffsprühstrahls
werden wegen der höheren
zylinderinternen Ladungstemperatur und -dichte unterdrückt. In
der Verbrennungskammer wird ein lokalisierter Bereich fetten Gemischs
gebildet. Das Gemisch aus Luft, wiederaufgenommenem verbranntem
Gas und Kraftstoff aus der ersten Kraftstoffeinspritzung arbeitet
mit dem lokalisierten fetten Gemisch zusammen, das durch die zweite
Kraftstoffeinspritzung gebildet wird, um die Selbstzündung des
Benzins im Vergleich zu einem verhältnismäßig hohen Verdichtungsverhältnis, das
bei der Selbstzündung
von Dieselkraftstoff verwendet wird, unter einem verhältnismäßig niedrigen
Verdichtungsverhältnis
ohne irgendeine Hilfe eines Funkens auszuführen.
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In
dem Betriebsbereich hoher Teillast (H-PL) wird eine Einzeleinspritzung
des Kraftstoffs ausgeführt.
Bei der Einzeleinspritzung wird die Gesamtkraftstoffanforderung
für den
Zyklus in einem Einspritzereignis zusammengefasst, das früh in dem
Ansaugzyklus ausgeführt
wird.
-
5 demonstriert
außerdem
bestimmte Präferenzen
hinsichtlich der Einspritzzeit. Der durch die mit 56 und 57 bezeichneten
durchgehenden Linien abgegrenzte Bereich entspricht bevorzugten
Winkelbereichen innerhalb des Ansaug- und des Verdichtungszyklus
für die
Lieferung des ersten Kraftstoffbeaufschlagungsereignisses bzw. des
zweiten Kraftstoffbeaufschlagungsereignisses für den Betriebsbereich niedriger
Teillast. Vorzugsweise wird der erste Kraftstoffbruchteil etwa 360
bis etwa 400 Grad nach OT Verbrennungstakt eingespritzt. Wie in der
Figur gezeigt ist, wird die Einspritzzeit für die erste Einspritzung vorzugsweise
ebenfalls auf kontinuierliche Weise nach spät verstellt, während die
Motorlast ansteigt. Außerdem
wird der zweite Kraftstoffbruchteil etwa 640 bis etwa 700 Grad nach
OT Verbrennungstakt (20 bis 80 Grad vor oberem Totpunkt Verbrennungstakt)
eingespritzt. Diese Einspritzzeit wird gewählt, um einen rauchfreien Betrieb
sicherzustellen, und wird durch den Einspritzdüsen-Sprühkegelwinkel
und durch den Betrag des eingespritzten Kraftstoffs bewirkt. Die
Einspritzzeit für
die zweite Einspritzung wird vorzugsweise ebenfalls auf kontinuierliche
Weise auf früh
verstellt, während
die Motorlast ansteigt. Für
die Aufteilungseinspritzungs-Einspritzung können andere Winkelbereiche
genutzt werden, die aber keinen so wesentlichen Vorteil wie die
bevorzugten Bereiche liefern können.
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Der
durch die mit 58 bezeichnete durchgezogene Linie abgegrenzte
Bereich entspricht einem bevorzugten Winkelbereich innerhalb des
Ansaugzyklus für
die Lieferung des Ansaugzyklus-Kraftstoffbeaufschlagungsereignisses
für den
Zwischenteillast-Betriebsbereich/Betriebsbereich hoher Teillast.
Vorzugsweise wird dieser Kraftstoff etwa 390 bis etwa 450 Grad nach
OT Verbrennungstakt eingespritzt. Wie in der Figur gezeigt ist,
wird die Einspritzzeit für
die Einzeleinspritzung vorzugsweise ebenfalls auf kontinuierliche
Weise nach spät
verstellt, während
die Motorlast ansteigt. Für
die Einzeleinspritzung können
andere Winkelbereiche genutzt werden, die aber keinen so wesentlichen
Vorteil wie die bevorzugten Bereiche liefern können.
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Der Übergang
von einer Einspritzungsstrategie zu einer anderen während einer
Laständerung wird
sowohl durch die Motorleistung als auch durch die Emissionen reguliert.
Zum Beispiel ist während des
Betriebs mit niedriger Teillast die Aufteilungseinspritzung mit
der ersten Einspritzung während
des frühen
Ansaugtakts und mit der zweiten Einspritzung während des Verdichtungstakts
die einzige Einspritzungsstrategie, die eine stabile Verbrennung
mit gesteuerter Selbstzündung
erzeugen kann. Die Einspritzzeit für die zweite Einspritzung wird
mit zunehmender Motorlast kontinuierlich nach früh verstellt, um die Zerstreuung
des Kraftstoffs innerhalb der Verbrennungskammer zu fördern und
um das Luft/Kraftstoff- Verhältnis des
lokalisierten Gemischs innerhalb eines akzeptablen Bereichs zu halten,
um inakzeptable Pegel von NOx- und Rauchemissionen zu vermeiden.
Allerdings kann selbst mit der auf früh verstellten Einspritzzeit
die Bildung von Stickoxiden (NOx) während des Betriebs mit Zwischenteillast
immer noch auf einen inakzeptablen Pegel steigen. Somit wird die
Einspritzungsstrategie, wie in 6 gezeigt
ist, bei etwa 90 bis etwa 130 kPa effektivem Nettomitteldruck (NMEP)
von der Aufteilungseinspritzung zur Einzeleinspritzung geschaltet.
Experimente bestätigen,
dass sowohl die Aufteilungseinspritzungs- als auch die Einzeleinspritzungsstrategie während des
Zwischenteillast-Motorbetriebs zu ähnlicher Motorleistung führen. Vergleichende NOx-Emissionen
sind bei der Einzelkraftstoffeinspritzung während des Ansaugtakts wesentlich
niedriger als bei der Aufteilungseinspritzung. Dagegen sind vergleichende
Kohlenwasserstoffemissionen (HC-Emissionen) bei Einzelkraftstoffeinspritzung während des
Ansaugtakts wegen Zunahmen von im Spalt eingefangenem Kraftstoff,
der der Verbrennung entgeht, höher
als bei der Aufteilungseinspritzung. Somit wird die genaue Last,
bei der der Übergang stattfindet,
durch NOx-HC-Emissions-Abwägung bestimmt.
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6 zeigt
beispielhafte Öffnungs-
und Schließventilzeiten
als eine Funktion der Motorlast für das Auslass- und für das Einlassventil
eines Viertakt-Verbrennungsmotors, der in Übereinstimmung mit der vorliegenden
Erfindung unter Verwendung eines Phasensteuerungs-Ventilbetätigungssystems
arbeitet. Darin ist die folgende Bezeichnung verwendet: Einlassventilöffnen (IVO);
Einlassventilschließen (IVC);
Auslassventilöffnen-Auslass
(EVOe); Auslassventilschließen-Auslass
(EVCe); Auslassventilöffnen-Rücksaugen
(EVOr); und Auslassventilschließen-Rücksaugen
(EVCr). Außerdem sind in 6 die
lastabhängigen
Einspritzungsstrategien und die verschiedenen Verbrennungsbetriebsarten
als eine Funktion der Motorlast in Übereinstimmung mit der vorliegenden
Erfindung gezeigt. Insbesondere wird der Motor unterhalb etwa 420
kPa NMEP mit magerem Luft/Kraftstoff-Gemisch (CAI-L) in der Verbrennungsbetriebsart
mit gesteuerter Selbstzündung
betrieben. Während
dieser Verbrennungsbetriebsart steigt der NOx-Emissionsindex mit
zunehmender Motorlast an. Bei etwa 420 kPa NMEP ist der NOx-Emissionsindex
etwa 1 g/kg Kraftstoff. Zwischen etwa 420 und etwa 500 kPa NMEP
wird der Motor in der Verbrennungsbetriebsart mit gesteuerter Selbstzündung mit
stöchiometrischem
Luft/Kraftstoff-Verhältnis
(CAI-S) betrieben, um nach Behandlung für die NOx-Steuerung die Verwendung
des herkömmlichen
3-Wege-Katalysators zuzulassen. Zwischen etwa 500 und etwa 600 kPa
NMEP wird der Motor in der ungedrosselten Verbrennungsbetriebsart
mit Funkenzündung
mit stöchiometrischem Luft/Kraftstoff-Gemisch
(NT-S) unter Verwendung frühen
Einlassventilschließens
für die
Laststeuerung betrieben. Jenseits etwa 600 kPa NMEP wird der Motor
in der herkömmlichen
gedrosselten Verbrennungsbetriebsart mit Funkenzündung mit stöchiometrischem
Luft/Kraftstoff-Gemisch (T-S) betrieben, bis die Volllast erreicht
ist.
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Zusätzliche
Einzelheiten in Bezug auf die Verbrennungsgas-Rückführungsventil- und die Kraftstoffsteuerung
für die
gesteuerte Selbstzündung – einschließlich alternativer
FFVA-Realisierungen – sind
in den zuvor eingefügten
gemeinsam übertragenen
und gleichzeitig anhängigen
Patentanmeldungen der Vereinigten Staaten, laufende Nummer 10/899,442
(Aktenzeichen des Anwalts Nr. GP-303776), und 10/899,456 (Aktenzeichen
des Anwalts Nr. GP-304128), zu finden.
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In Übereinstimmung
mit bestimmten alternativen Ventilsteuerungsaspekten der vorliegenden
Erfindung wird während
des Teillastbetriebs des Motors innerhalb der Verbrennungskammer,
vorzugsweise mittels FFVA oder Phasensteuerungs-Ventilbetätigung,
die das Schließen
des Auslassventils nach früh verschiebt
und vorzugsweise das Öffnen
des Einlassven tils nach spät
verschiebt, ein Hochdruckereignis hergestellt. Das Verstellen des
Auslassventilschließens
nach früh
erzeugt eine negative Ventilüberlappung,
während
der sowohl das Auslass- als auch das Einlassventil geschlossen sind.
Außerdem bewirkt
das nach früh
verstellte Schließen
des Auslassventils eine interne Rückführung verbrannter Gase durch
Aufbewahren oder Einfangen eines Teils davon innerhalb der Verbrennungskammer.
Das eingefangene Abgas wird daraufhin für den Rest des Kolbentakts
während
des Ausstoßzyklus
rückverdichtet.
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Die 7 und 9 veranschaulichen
eine Phasensteuerungs-Ventilbetätigung,
um die Aspekte der Aufbewahrung und Verdichtung von verbranntem Gas
der vorliegenden Erfindung zu bewirken. Darin schafft ein hydraulisch
gesteuerter Ventilhubmechanismus zusammen mit einem Nockenphasenstellermechanismus,
beide gut bekannter Arten, eine Einlassventil- und Auslassventil-Phasenverschiebung, um
die gewünschten
Verbrennungskammerbedingungen in Übereinstimmung mit der vorliegenden
Erfindung zu bewirken. Der Einlassventilplan ist mit einer beispielhaften
Dauer von im Wesentlichen 125 Grad veranschaulicht, wobei er in
jeder der einzelnen Kurven veranschaulicht ist, die den Einlassplan 74 von
einer stärker
nach früh
verstellten zu einer stärker
nach spät
verstellten Phaseneinstellung umfassen, während die Motorlast abnimmt.
Der Auslassventilplan ist ähnlich
mit einer beispielhaften Dauer von im Wesentlichen 125 Grad veranschaulicht,
wobei er in jeder der einzelnen Kurven veranschaulicht ist, die
den Auslassplan 72 von einer stärker nach spät verstellten
zu einer stärker
nach früh
verstellen Phaseneinstellung umfassen, während die Motorlast abnimmt.
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In
dem in 7 veranschaulichten vorliegendem Beispiel ist
angenommen, dass veranlasst wird, dass ein Auslassereignis auftritt,
in dem das Auslassventil wenigstens für einen Abschnitt des Ausstoßtakts von
180 bis 360 Grad geöffnet
wird. Der tatsächliche Öffnungs-
und Schließwinkel
des Auslassventils während
eines Auslassereignisses ändern
sich in Übereinstimmung
mit solchen Faktoren wie der Motordrehzahl oder -last und Abgasleitungsgeometrien
sowie anderen gewünschten
Motorabstimmungseigenschaften. In dem vorliegenden veranschaulichten
Beispiel ist zu sehen, dass sich die Schließzeit des Auslassventils, wie
durch den Pfeil ansteigender Last zentral in der Figur angegeben
ist, als eine Funktion der Motorlast ändert. Während des Teillastbetriebs
wird die Auslassventil-Schließzeit umso
mehr nach früh
vorgestellt (und wird die Öffnungszeit
wegen der Phasensteller-Realiserung ebenfalls umso mehr nach früh vorgestellt),
je niedriger die Motorlast wird. Somit ist es allgemein wahr, dass
abnehmende Lasten zu erhöhtem
Einfang von verbranntem Gas und zu höherer Verdichtungstemperatur
und zu höherem
Verdichtungsdruck davon führen.
Die durch die Ventilsteuerung bewirkten höheren Drücke und Temperaturen schaffen
eine zylinderinterne Umgebung, die förderlich für eine Teilreformation von
darin eingespritztem Kraftstoff ist, wobei die Reformation und die
nachfolgende Zerstreuung von Reformat innerhalb der Verbrennungskammern
eine gesteuerte Selbstzündung
ermöglichen. Der
gewünschte
Trend der Erhöhungen
eingefangener verbrannter Gase und der Erhöhungen der Drücke und
Temperaturen bei Abnahme der Motorbetriebslasten schafft über den
gesamten Teillastbereich des Motorbetriebs eine optimale Selbstzündungsverbrennungs-Phaseneinstellung.
Wie in jeder der einzelnen Kurven, die den Einlassplan 74 umfassen,
veranschaulicht ist, wird außerdem
eine allgemein symmetrische und in Bezug auf die Richtung entgegengesetzte
Phaseneinstellung der Einlassventil-Öffnungszeit
bewirkt. Dadurch wird die Entspannung des hohen Drucks innerhalb
der Verbrennungskammer bewirkt und die gespeicherte Energie des
verdichteten Gases an den Kolben und an die Motorkurbelwelle zurückgegeben.
Somit wird mit dem Mechanismus der Phasensteuerung des Auslassventilhubs
der gewünschte
Trend der Zunahmen eingefangener verbrannter Gase und Zunahmen der Drücke und
Temperaturen bei Abnahme der Motorbetriebslasten ausgeführt. Wie
ebenfalls in dem Einlassplan 74 veranschaulicht ist, wird
außerdem
eine allgemein symmetrische und richtungsmäßig entgegengesetzte Phaseneinstellung
der Einlassventilzeit bewirkt, um die oben beschriebenen Entspannungsvorteile
zu schaffen.
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Die
Phasensteuerungs-Ventilbetätigung
des Einlass- und des Auslassventils zum Herstellen der Bedingungen
des eingefangenen verbrannten Gases und des Drucks innerhalb der
Verbrennungskammer werden ausgeführt,
um zylinderinterne Gas-, Druck- und Temperaturtrends als eine Funktion
der Motorlast herzustellen, die im herkömmlichen bekannten Viertaktbetrieb
nicht zu finden sind.
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Es
wird nun die bevorzugte Kraftstoffbeaufschlagungsmethodik für einen
Motor beschrieben, der wie im Folgenden dargelegt betrieben wird.
Flüssige
und gasförmige
Einspritzungen sind Kandidaten für
die DI. Zusätzlich
wird betrachtet, dass luftgestützte
und andere Typen der Förderung
genutzt werden können.
Der Typ des nutzbaren Zündungssystems
ist ebenfalls – allgemein
in Übereinstimmung mit
Motorlast- und Klopfbetrachtungen – veränderlich und enthält solche
nicht einschränkenden
Beispiele wie SI, CI und gesteuerte Selbstzündung.
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In Übereinstimmung
mit den Kraftstoffbeaufschlagungs-Steuerungsaspekten der vorliegenden Erfindung
werden innerhalb des Teillast-Betriebsbereichs des Motors drei allgemeine
Lastbereiche abgegrenzt. Anhand von 8 ist der
Bereich niedriger Teillast durch L-PL bezeichnet, ist der Zwischenteillastbereich
durch I-PL bezeichnet und ist der Bereich hoher Teillast durch H-PL
bezeichnet. Diese Bereiche sind gegenüber einem vollständigen Viertakt-Verbrennungszyklus
dargestellt, der unter schiedlich unten durch den Kurbelwinkel nach
OT Verbrennungstakt und oben durch Bereiche entsprechend aufeinander
folgend wiederholter Verbrennungszyklen abgegrenzt ist. Allgemein
wird in dem Bereich niedriger Teillast und in dem Zwischenteillastbereich
veranlasst, dass eine Aufteilungseinspritzung der Gesamtkraftstoffladung
erfolgt, während
in dem Bereich hoher Teillast veranlasst wird, dass eine Einzeleinspritzung
der Gesamtkraftstoffladung erfolgt. In der Figur sind die Übergangsbereiche 42 und 54 veranschaulicht,
die sich jeweils mit einem oder mit beiden angrenzenden Teillastbereichen
wesentlich überlappen
können,
was die Teillastbereiche für
die entsprechenden Kraftstoffsteuerungen effektiv erweitert.
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Bei
der Aufteilungseinspritzung wird die Gesamtkraftstoffanforderung
für den
Zyklus in zwei Einspritzereignisse geteilt. In dem Betriebsbereich
niedriger Teillast (L-PL) wird eines der Einspritzereignisse spät in dem
Ausstoßzyklus
ausgeführt,
während
das andere Einspritzereignis spät
in dem Verdichtungszyklus ausgeführt
wird. Allgemein spritzt das erste Kraftstoffbeaufschlagungsereignis
etwa 10 bis etwa 50 Prozent der Gesamtkraftstoffanforderung für den Zyklus
ein. Die durch diesen ersten Kraftstoffbruchteil hergestellte Zylinderladung
reicht allgemein für
die Selbstzündung
innerhalb der Verbrennungskammer nicht aus. Der Rest der Kraftstoffanforderung
für den Zyklus
wird während
des zweiten Kraftstoffbeaufschlagungsereignisses eingespritzt. Dieser
zweite Kraftstoffbruchteil reichert die Zylinderladung bei niedrigen
Teillasten während
eines Verdichtungstakts des Kolbens ausreichend an, um eine Selbstzündung zu
veranlassen.
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Das
Eindringen und die Zerstreuung des zweiten Kraftstoffsprühstrahls
werden wegen höherer
zylinderinterner Ladungstemperatur und -dichte unterdrückt. In
der Verbrennungskammer wird ein lokalisierter Bereich fetten Gemischs
gebildet. Das Gemisch aus Luft, eingefangenem verbranntem Gas und
Kraftstoff aus der ersten Kraftstoffeinspritzung wirkt mit dem lokalisierten
fetten Gemisch zusammen, das durch die zweite Kraftstoffeinspritzung
gebildet wird, um die Selbstzündung
des Benzins im Vergleich zu einem verhältnismäßig hohen Verdichtungsverhältnis, das
bei der Selbstzündung
von Dieselkraftstoff verwendet wird, unter einem verhältnismäßig niedrigen
Verdichtungsverhältnis
ohne irgendeine Hilfe eines Funkens auszuführen.
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In
dem Zwischenteillast-Betriebsbereich (I-PL) wird ähnlich eines
der Einspritzereignisse spät in
dem Ausstoßzyklus
ausgeführt.
Dagegen wird das andere Einspritzereignis früh in dem Ansaugzyklus ausgeführt. Allgemein
spritzt das erste Kraftstoffbeaufschlagungsereignis etwa 10 bis
etwa 50 Prozent der Gesamtkraftstoffanforderung für den Zyklus
ein. Allgemein reicht die durch diesen ersten Kraftstoffbruchteil
hergestellte Zylinderladung für
die Selbstzündung
innerhalb der Verbrennungskammer nicht aus, schafft aber die Keimladung
von Kraftstoff und Reformat, die entscheidend für die Selbstzündung ist.
Der Rest der Kraftstoffanforderung für den Zyklus wird während des
zweiten Kraftstoffbeaufschlagungsereignisses eingespritzt. Dieser
zweite Kraftstoffbruchteil reichert die Zylinderladung während des
Ansaugtakts des Kolbens ausreichend an, um bei Zwischenteillasten
eine Selbstzündung
zu veranlassen.
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Das
Eindringen und die Zerstreuung des zweiten Kraftstoffsprühstrahls
werden anfangs wegen der höheren
zylinderinternen Ladungstemperatur und -dichte und wegen des zuerst
eingespritzten Kraftstoffs unterdrückt. Allerdings schaffen die
Entspannung des zylinderinternen Drucks und die nachfolgende Frischluftaufnahme
und Verwirbelung während
des Ansaugzyklus Bedingungen für
eine wesentliche Zerstreuung und Homogenität des Zylindergemischs. Dieses
homogene Gemisch aus Luft, aufbewahrtem verbranntem Gas und Kraftstoff
arbeitet zusammen, um die Selbstzündung des Benzins im Vergleich
zu einem verhältnismäßig hohen
Verdichtungsverhältnis,
das bei der Selbstzündung
von Dieselkraftstoff verwendet wird, unter einem verhältnismäßig niedrigen
Verdichtungsverhältnis
ohne irgendwelche Hilfe eines Funkens auszuführen.
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In
dem Betriebsbereich hoher Teillast (H-PL) wird eine Kraftstoffeinzeleinspritzung
ausgeführt.
Bei der Einzeleinspritzung wird die Gesamtkraftstoffanforderung
für den
Zyklus in einem Einspritzereignis, das während der negativen Ventilüberlappung
ausgeführt
wird, vereinigt.
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8 demonstriert
außerdem
bestimmte Präferenzen
hinsichtlich der Einspritzzeit. Der durch die mit 44 und 46 bezeichneten
durchgezogenen Linien abgegrenzte Bereich entspricht bevorzugten Winkelbereichen
innerhalb des Ausstoß-
und des Verdichtungszyklus für
die Lieferung des ersten Kraftstoffbeaufschlagungsereignisses bzw.
des zweiten Kraftstoffbeaufschlagungsereignisses für den Betriebsbereich
niedriger Teillast. Vorzugsweise wird der erste Kraftstoffbruchteil
bei etwa 300 bis etwa 350 Grad nach OT Verbrennungstakt eingespritzt. Wie
in der Figur gezeigt ist, wird außerdem vorzugsweise die Einspritzzeit
für die
erste Einspritzung auf kontinuierliche Weise nach spät verstellt,
während die
Motorlast ansteigt. Außerdem
wird der zweite Kraftstoffbruchteil etwa 640 bis etwa 695 Grad nach OT
Verbrennungstakt (25 bis 80 Grad vor oberer Totpunkt Verbrennungstakt)
eingespritzt. Diese Einspritzzeit wird gewählt, um einen rauchfreien Betrieb sicherzustellen,
und wird durch den Einspritzdüsen-Sprühkegelwinkel
und durch den Betrag des eingespritzten Kraftstoffs bewirkt. Vorzugsweise
wird die Einspritzzeit für
die zweite Einspritzung ebenfalls auf kontinuierliche Weise nach
früh vorgestellt,
während die
Motorlast ansteigt. Es können
weitere Winkelbereiche für
die Aufteilungs einspritzungs-Einspritzung genutzt werden, die aber
keinen so wesentlichen Vorteil wie die bevorzugten Bereiche liefern
können.
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Der
durch die mit 47 und 48 bezeichneten durchgezogenen
Linien abgegrenzte Bereich entspricht bevorzugten Winkelbereichen
innerhalb des Ausstoß-
und des Ansaugzyklus für
die Lieferung des ersten Kraftstoffbeaufschlagungsereignisses bzw. des
zweiten Kraftstoffbeaufschlagungsereignisses für den Zwischenteillast-Betriebsbereich.
Vorzugsweise wird der erste Kraftstoffbruchteil etwa 300 bis etwa
360 Grad nach OT Verbrennungstakt eingespritzt. Wie in der Figur
gezeigt ist, wird die Einspritzzeit für die erste Einspritzung vorzugsweise
ebenfalls auf kontinuierliche Weise nach spät verstellt, während die
Motorlast ansteigt. Diese Einspritzzeit wird so gewählt, dass
ein rauchfreier Betrieb sichergestellt wird (z. B. Vermeidung des
Kraftstoffsprühstrahls
bei steigendem Kolben), was eine ausreichende Kraftstoffmenge und
Residenzzeit für
die angemessene Reformation sicherstellt und durch den Einspritzdüsen-Sprühkegelwinkel
und durch den Betrag des eingespritzten Kraftstoffs bewirkt wird.
Der zweite Kraftstoffbruchteil wird etwa 30 bis etwa 60 Grad nach
dem Ende der ersten Einspritzung eingespritzt. Vorzugsweise wird
die Einspritzzeit für
die zweite Einspritzung ebenfalls auf kontinuierliche Weise nach
spät verstellt,
während
die Motorlast ansteigt. Beide Zwischeneinspritzungen werden innerhalb
des negativen Überlappungsbereichs
des Auslass- und des Einlassventils ausgeführt. Weitere Winkelbereiche
für die
Aufteilungseinspritzungs-Einspritzung können genutzt werden, können aber
keinen so wesentlichen Vorteil wie die bevorzugten Bereiche liefern.
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Der
durch die mit 49 bezeichnete durchgezogene Linie abgegrenzte
Bereich entspricht einem bevorzugten Winkelbereich für die Förderung
des Kraftstoffs für
den Betriebsbereich hoher Teillast. Vorzugsweise wird dieser Kraftstoff
etwa 340 bis etwa 490 Grad nach OT Verbrennungstakt ein gespritzt.
Wie in der Figur gezeigt ist, wird die Einspritzzeit für die Einzeleinspritzung
vorzugsweise ebenfalls auf kontinuierliche Weise nach spät verstellt,
während
die Motorlast ansteigt. Für
die Einzeleinspritzung können
andere Winkelbereiche genutzt werden, die aber keinen so wesentlichen
Vorteil wie die bevorzugten Bereiche liefern können.
-
Der Übergang
von einer Einspritzungsstrategie zu einer anderen während einer
Laständerung wird
sowohl durch die Motorleistung als auch durch die Emissionen reguliert.
Zum Beispiel ist während des
Betriebs mit niedriger Teillast die Aufteilungseinspritzung mit
der ersten Einspritzung während
der Periode negativer Ventilüberlappung
und mit der zweiten Einspritzung während des Verdichtungstakts die
einzige Einspritzungsstrategie, die eine stabile Verbrennung mit
gesteuerter Selbstzündung
erzeugen kann. Die Einspritzzeit für die zweite Einspritzung wird
mit zunehmender Motorlast kontinuierlich nach früh verstellt, um die Zerstreuung
des Kraftstoffs innerhalb der Verbrennungskammer zu fördern und
um das Luft/Kraftstoff-Verhältnis
des lokalisierten Gemischs innerhalb eines akzeptablen Bereichs
zu halten, um inakzeptable Pegel von NOx- und Rauchemissionen zu
vermeiden. Allerdings kann selbst mit der nach früh verstellten
Einspritzzeit die Bildung von Stickoxiden (NOx) während des
Betriebs bei Zwischenteillast immer noch auf einen inakzeptablen Pegel
ansteigen. Somit wird die Einspritzungsstrategie, wie in 9 gezeigt
ist, bei etwa 130 bis etwa 200 kPa NMEP von der Aufteilungseinspritzung
mit einer zweiten Einspritzung im Verdichtungszyklus zur Aufteilungseinspritzung
mit einer zweiten Einspritzung im Ansaugzyklus geschaltet. Experimente
bestätigen,
dass beide Aufteilungseinspritzungsstrategien zu ähnlicher
Motorleistung während
des Zwischenteillast-Motorbetriebs führen. Bei Aufteilungseinspritzungen
unter Verwendung einer zweiten Einspritzung während des Ansaugtakts können vergleichende
NOx-Emissionen wesentlich kleiner als bei Aufteilungseinspritzungen,
die eine zweite Einspritzung während
des Verdichtungstakts verwenden, sein. Dagegen sind vergleichende
Kohlenwasserstoffemissionen (HC-Emissionen) bei Aufteilungseinspritzungen,
die eine zweite Einspritzung während des
Ansaugtakts verwenden, wegen Zunahmen von im Spalt gefangenem Kraftstoff,
der der Verbrennung entgeht, höher
als bei Aufteilungseinspritzungen, die eine zweite Einspritzung
während
des Verdichtungstakts verwenden. Somit wird die genaue Last, bei
der der Übergang
von Aufteilungseinspritzung bei niedriger Teillast und Aufteilungseinspritzung
bei Zwischenteillast stattfindet, durch NOx-HC-Emissions-Abwägung bestimmt. Ähnliche
Betrachtungen definieren Kriterien, die zur Festsetzung des Übergangs
von der Aufteilungseinspritzungsstrategie bei Zwischenteillast zur
Einzeleinspritzungsstrategie bei hoher Teillast verwendet werden
(z. B. NOx-HC-Emissionsabwägung).
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9 zeigt
für das
Einlass- und für
das Auslassventil eines Viertakt-Verbrennungsmotors,
der in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung arbeitet, um unter Verwendung einer
2-Schritt/Phasensteller-Hardware
für variable
Ventilbetätigung
eine Abgasrückverdichtung
zu bewirken. Darin ist die folgende Bezeichnung verwendet: Einlassventilöffnen (IVO);
Einlassventilschließen
(IVC); Auslassventilöffnen
(EVO); Auslassventilschließen
(EVC). Außerdem
sind in 9 die lastabhängigen Einspritzungsstrategien
und verschiedene Verbrennungsbetriebsarten als eine Funktion der
Motorlast in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung gezeigt. Insbesondere wird der Motor
unterhalb etwa 320 kPa NMEP in der Verbrennungsbetriebsart mit gesteuerter
Selbstzündung
mit magerem Luft/Kraftstoff-Gemisch (CAI-L) betrieben. Während dieser
Verbrennungsbetriebsart steigt der NOx-Emissionsindex mit zunehmender
Motorlast an. Bei etwa 320 kPa NMEP ist der NOx-Emissionsindex etwa
1 g/kg Kraftstoff. Zwischen etwa 320 und etwa 420 kPa NMEP wird
der Motor in der Verbrennungsbetriebsart mit gesteuerter Selbstzündung mit
stöchiometrischem
Luft/Kraftstoff-Verhältnis
(CAI-S) betrieben, um nach der Behandlung für die NOx-Steuerung die Verwendung des
herkömmlichen
3-Wege-Katalysators zu ermöglichen.
Zwischen etwa 420 und etwa 620 kPa NMEP wird der Motor in der ungedrosselter
Betriebsart mit Funkenzündung
mit stöchiometrischem
Luft/Kraftstoff-Gemisch (NT-S) unter Verwendung eines frühen Einlassventilschließens zur
Laststeuerung betrieben. Jenseits etwa 620 kPa NMEP wird der Motor
bis zum Erreichen der Volllast in der herkömmlichen gedrosselten Betriebsart
mit Funkenzündung
mit stöchiometrischem
Luft/Kraftstoff-Gemisch (T-S) betrieben.
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Zusätzliche
Einzelheiten hinsichtlich der Verbrennungsgaseinfang- und der Rückverdichtungs-Ventil-
und der Kraftstoffsteuerung für
die gesteuerte Selbstzündung – einschließlich alternativer FFVA-Realisierungen – sind in
der gemeinsam übertragenen
und gleichzeitig anhängigen
Patentanmeldung der Vereinigten Staaten, laufende Nummer 10/899,457
(Aktenzeichen des Anwalts GP-303777), deren Inhalt hier durch Literaturhinweis
eingefügt
ist, sowie in der zuvor eingefügten
gemeinsam übertragenen
und gleichzeitig anhängigen
Patentanmeldung der Vereinigten Staaten, laufenden Nummer 10/899,456
(Aktenzeichen des Anwalts GP-304128), zu
finden.
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Die
oben beschriebene Abgasrückführung erfolgte
in Bezug auf nicht einschränkende
Beispiele des Auslassventil-Rücksaugens
verbrannter Gase und des Einfangs/der Rückverdichtung verbrannter Gase
unter Verwendung einer Mehrschritt-Hub- und Nockenphasenstellerbetätigung.
Alternative Ventilbetätigungsrealisierungen
für dieses
Rücksaugen und/oder
für diesen
Einfang/diese Rückverdichtung, z.
B. FFVA, wie sie in den zuvor eingefügten gemeinsam übertragenen
und gleichzeitig anhängigen
Patentanmeldungen der Vereinigten Staaten, laufende Nummer 10/899,457
(Aktenzeichen des Anwalts GP-303777); 10/611,845 (Aktenzeichen des Anwalts GP-303270);
10/611,366 (Aktenzeichen des Anwalts GP-303271); 10/899,422 (Aktenzeichen
des Anwalts GP-303776); 10/899,443 (Aktenzeichen des Anwalts GP-303692);
und 10/899,456 (Aktenzeichen des Anwalts GP-304128) offenbart sind,
sind gleichfalls anwendbar, um die gewünschten Verbrennungskammerbedingungen
zu bewirken. In Übereinstimmung mit
einer alternativen Rücksaugrealisierung
für die Abgasrückführung wird
das Einlassventil wenigstens während
eines Abschnitts des Auslassereignisses geöffnet, um verbrannte Gase zur
nachfolgenden Rückführung oder
zum nachfolgenden Rücksaugen davon
in den Einlasskanal 17 auszustoßen, um sie nachfolgend gegenüber dem
Einlassventil in die Verbrennungskammer zurückzuziehen. Rücksaug-Einlassventilbetätigungen
können
durch FFVA- oder Mehrschritthub- und Nockenphaseneinsteller-Realisierungen
bewirkt werden. Zusätzliche
Einzelheiten dieses einlassventilgestützten Abgasrücksaugens
in Verbindung mit der Herstellung niedriger Verbrennungskammerdrücke sind
in der zuvor eingefügten, gemeinsam übertragenen
und gleichzeitig anhängigen
laufenden Nummer der Vereinigten Staaten 10/899,443 (Aktenzeichen
des Anwalts GP-303692), offenbart. Zusätzlich kann eine externe Abgasrückführungsvorrichtung
genutzt werden. Zum Beispiel können
herkömmliche
Abgasrückführungsventile
angemessene verbrannte Gase zu einem Einlasskanal des Motors liefern,
wo ein angemessener Einlassunterdruck für die erzwungene Aufnahme vorhanden ist.
Alternativ kann dort, wo in einem Einlasskanal kein ausreichender
Unterdruck vorhanden ist – wie es
etwa bei ungedrosselten Betriebsarten der Fall ist, die in Systemen
mit gesteuerter Selbstzündung
typisch sind – eine
Abgasrückführungspumpe
den Überdruck
liefern, der die verbrannten Gase dem Einlass zuführt.
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Anhand
von 10 sind nun beispielhafte Luft-Kraftstoff-Pläne für eine Vielzahl
von Kombinationen von Abgasrücksaug-
und Abgasrückverdichtungsstrategien,
Aufteilungs- und Einzeleinspritzungsstrategien und Strategien mit
magerem und stöchiometrischem
Luft-Kraftstoff-Verhältnis
in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung veranschaulicht. Die rücksaugbezogenen
Strategien entsprechen im Wesentlichen den früheren Beschreibungen hier in
Bezug auf die 3–6. Außerdem entsprechen
die rückverdichtungsbezogenen Strategien
im Wesentlichen den früheren
Beschreibungen hier in Bezug auf die 7–9.
Die Luft-Kraftstoff-Pläne
aus 10 entsprechen im Wesentlichen experimentell unter
Verwendung eines beispielhaften Einzylindermotors wie hier zuvor
dargelegt bestimmten Daten und bewirken einen stabilen Teillast-Motorbetrieb
bis zu wenigstens etwa 75 kPa NMEP entweder in der genutzten Rücksaug- oder
Rückverdichtungsstrategie.
Eine stabile Teillast wird durch allgemein akzeptierte Metriken
wie etwa 5 % oder weniger Änderungskoeffizient
des effektiven angegebenen Mitteldrucks (COV von IMEP) als ein Indikator
gemessen. Mit alternativen Ventilsteuerungen gegenüber jenen,
die hier zur Veranschaulichung genau beschrieben sind, ist selbst
der Betrieb mit niedriger stabiler Teillast erreichbar, wobei der Niederlastgrenzwert
nicht besonders entscheidend für
die Realisierung oder für
das Verständnis
der vorliegenden Erfindung ist. Aus 10 kann
für die Rücksaug-Ventilsteuerstrategien
beobachtet werden, dass bei den niedrigsten Teillasten bis zu etwa 425
kPa NMEP magere Luft-Kraftstoff-Verhältnisse bewirkt werden, während danach
im Wesentlichen stöchiometrische
Luft-Kraftstoff-Verhältnisse
bewirkt werden. Ähnlich
kann für
Rückverdichtungs-Ventilsteuerungsstrategien
beobachtet werden, dass bei den niedrigsten Teillasten bis zu etwa
320 kPa NMEP magere Luft-Kraftstoff-Verhältnisse bewirkt werden, während danach
im Wesentlichen stöchiometrische Luft-Kraftstoff-Verhältnisse
bewirkt werden. Die für den Übergang
gewählten
Motorlasten entsprechen im Wesentlichen einem Emissionsziel von
NOx und werden im Folgenden anhand von 11 umfassender
diskutiert. In einer Realisierung eines Luft-Kraftstoff-Verhältnis-Übergangs
in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung und wie im Folgenden anhand von 13 ausführlich beschrieben
wird, kann eine Korrelation verschiedener Motorbetriebsparameter
wie etwa Kraftstoffbeaufschlagungsrate oder Drosselklappenanforderung
zur Motorlast entsprechend einem NOx-Ziel erfolgen und genutzt werden. Obgleich
diese Realisierungen verhältnismäßig unkompliziert
sind, erfordern sie eine umfangreiche Motorabbildung für Kalibrierungen,
die über
die Motorbetriebslebensdauer weniger genau werden können. Somit
kann eine solche Motorparameter-Kalibrierungstabellenrealisierung
zusätzlichen
Nutzen aus adaptiven Einstellungen für Kalibrierungsdaten über die
Motorbetriebslebensdauer ziehen.
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Wie
zuvor erwähnt
wurde, wird die Verbrennungsstabilität oberhalb eines Grenzwerts
der unteren Teillast leicht aufrechterhalten. Der Übergang
der Steuerung mageres/stöchiometrisches
Luft-Kraftstoff-Verhältnis
liegt weit über
diesem Niederlastgrenzwert und ist von Verbrennungsstabilitätsbetrachtungen
effektiv unbeeinflusst. Dagegen bezieht sich der bevorzugte Übergang
wesentlich auf Emissionsbetrachtungen – insbesondere Zunahmen der NOx-Emissionen
beim Motorbetrieb mit höherer Teillast.
Somit wird zusätzlich
Bezug genommen auf 11, in der normierte NOx-Emissionen (NOx-Emissionsindex),
wie sie in Gramm pro Kilogramm (g/kg) Kraftstoff gemessen werden,
gegen die Motorlast dargestellt sind, wie sie durch NMEP in kPa gemessen
wird. Der Übergang
zwischen magerem und stöchiometrischem
Luft-Kraftstoff-Verhältnis
ist für
alternative Steuerungsrealisierungen direkt mit dem NOx-Emissionsindex
korreliert. Für
die Übergänge kann
irgendein beliebiger Indexwert gewählt werden; allerdings ist
ein Indexwert von im Wesentlichen 1 g/kg ein bevorzugter Wert, unterhalb
dessen die NOx-Emissionen derzeit als akzeptabel gelten und oberhalb
dessen die NOx-Emissionen derzeit als inakzeptabel gelten. Eine
direkte Messung der NOx-Emissionen schafft somit eine genaueste
und am besten wiederholbare Übergangssteuerung,
die sich an Emissionsänderungen,
die über
die Motorbetriebslebensdauer auftreten können, selbst anpasst. Somit
kann in einer weiteren Realisierung eines Luft-Kraftstoff-Verhältnis-Übergangs
in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung, wie auch im Folgenden anhand von 14 weiter
ausführlich
geschildert wird, eine direkte Messung von NOx-Emissionen vorgenommen
und genutzt werden. Obgleich Technologien der direkten NOx-Abfühlung allgemein verfügbar sind
(z. B. Sensoren auf der Grundlage von Dickschicht-Zirkoniumdioxid),
hat diese Abgasbestandteilabfühlung
derzeit eine beschränkte
Produktionsdurchdringung und kommerzielle Erfahrung.
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Eine
weitere alternative Realisierung der Steuerung des Luft-Kraftstoff-Verhältnis-Übergangs nutzt
eine Korrelation zwischen umfassender und herkömmlich genutzter Abfühltechnologie
und NOx-Emissionen. Zum Beispiel wird eine üblicherweise genutzte Klopfsensorausgabe
(Klingelstärke), wie
sie in Volt (V) gemessen wird, gegen die Motorlast, wie sie durch
den NMEP in kPa gemessen wird, dargestellt. Es ist experimentell
bestimmt worden, dass zwischen der Klopfstärke und NOx-Emissionen eine
wesentliche Korrelation besteht. Somit kann in einer nochmals weiteren
Realisierung eines Luft-Kraftstoff-Verhältnis-Übergangs in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung, wie auch im Folgenden anhand von 15 weiter
ausführlich
geschildert wird, eine Korrelation der Klopfstärke zum NOx-Index vorgenommen
und genutzt werden. Eine solche Realisierung ist nützlich,
da die Klopfabfühlung
mit wesentlicher Produktionsdurchdringung und kommerzieller Erfahrung
und Verfügbarkeit
allgemein gut verstanden ist. Außerdem erfordert eine solche
Korrelation weder eine umfangreiche Kalibrierungsabbildung noch
erfordert ihre Genauigkeit Anpassungsmaßnahmen über die Motorbetriebslebensdauer.
Somit kann eine Nachschlagetabelle ausreichend Korrelationsdaten
bereitstellen, die zur Verwendung in einer weiteren Realisierung
eines Luft-Kraftstoff-Verhältnis-Übergangs
die Klopfstärke auf
die NOx-Emissionen abbilden.
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Die
verschiedenen oben dargelegten alternativen Ausführungsformen des Luft-Kraftstoff-Verhältnis-Übergangs
sind in den schematischen Darstellungen der 13–15 veranschaulicht. 13 veranschaulicht
eine Vorgehensweise auf der Grundlage einer Nachschlagetabelle,
in der die Kraftstoffbeaufschlagungsrate genutzt wird, um daraus
einen NOx-Emissionsindex zu bestimmen. Die Kraftstoffbeaufschlagungsrate
kann aus einem Steuerparameter wie etwa einem Kraftstoffimpulsbreitensignal oder
aus einem Maß für die angeforderte
Drossel oder aus einem anderen lastangebenden Maß bestimmt werden. Durch Korrelieren
zusätzlicher
Parameter 111, z. B. der Motordrehzahl, mit den NOx-Emissionsdaten,
kann außerdem
die Genauigkeit auf Kosten größerer Kalibrierungsdatensätze verbessert
werden. Der Betriebsartbestimmungs-Logikblock stützt sich bei der Bestimmung
der aktiven Kraftstoffbeaufschlagungsbetriebsart (d. h. mager oder
stöchiometrisch)
auf den bereitgestellten NOx-Emissionsindexwert aus der Nachschlagetabelle.
Ferner kann die Betriebsart-Bestimmungslogik durch weitere Parameter 113 wie
etwa eine Motordrehzahl beeinflusst und bestimmt werden. Vorzugsweise
nutzen die Betriebsart-Bestimmungslogik und die Schaltung der aktiven
Kraftstoffbeaufschlagungsbetriebsart eine Routinenhysterese, um
eine Betriebsartschaltstabilität
zu bewirken.
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14 veranschaulicht
eine Vorgehensweise auf der Grundlage der direkten NOx-Abfühlung, in der
der NOx-Emissionsindex aus einem Abgas-Bestandteilsensor bestimmt wird, der
innerhalb des Abgasstroms angeordnet ist. Die Betriebsart-Bestimmungslogik
stützt
sich bei der Bestimmung der aktiven Kraftstoffbeaufschlagungsbetriebsart
(d h. mager oder stöchiometrisch)
auf den bereitgestellten NOx-Emissionsindexwert von dem Sensor.
Ferner kann die Betriebsart-Bestimmungslogik durch weitere Parameter 113 wie
etwa die Motordrehzahl weiter beeinflusst und be stimmt werden. Vorzugsweise
nutzen die Betriebsart-Bestimmungslogik und die Schaltung der aktiven
Kraftstoffbeaufschlagungsbetriebsart eine Routinehysterese zum Bewirken
einer Betriebsartschaltstabilität.
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15 veranschaulicht
einen Zugang auf der Grundlage der indirekten NOx-Abfühlung, in
dem der NOx-Emissionsindex auf der Grundlage der Korrelation der
Klopfsensorausgabe mit dem NOx-Emissionsindex aus einer Nachschlagetabelle
bestimmt wird. Durch Korrelieren zusätzlicher Parameter 111, z.
B. der Motordrehzahl, mit den NOx-Emissionsdaten kann außerdem die
Genauigkeit auf Kosten größerer Kalibrierungsdatensätze verbessert
werden. Der Betriebsartbestimmungs-Logikblock stützt sich bei der Bestimmung
der aktiven Kraftstoffbeaufschlagungsbetriebsart (d. h. mager oder
stöchiometrisch) auf
den bereitgestellten NOx-Emissionsindexwert aus der Nachschlagetabelle.
Ferner kann die Betriebsart-Bestimmungslogik durch weitere Parameter 113 wie
etwa die Motordrehzahl beeinflusst und bestimmt werden. Vorzugsweise
nutzen die Betriebsart-Bestimmungslogik und die Schaltung der aktiven Kraftstoffbeaufschlagungsbetriebsart
eine Routinenhysterese, um eine Betriebsartschaltstabilität zu bewirken.
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Die
vorliegende Erfindung ist hier in Bezug auf bestimmte bevorzugte
Ausführungsformen
und Änderungen
davon beschrieben worden. Weitere alternative Ausführungsformen, Änderungen
und Realisierungen können
realisiert und verwirklicht werden, ohne von dem Umfang der Erfindung
abzuweichen, der lediglich durch die folgenden Ansprüche beschränkt ist:
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Zusammenfassung
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Ein
Viertakt-Verbrennungsmotor wird in der Betriebsart gesteuerter Selbstzündung durch
irgendeine einer Vielzahl von Ventilsteuerungsstrategien, die Bedingungen
gesteuerter Selbstzündung förderlich
sind, in Verbindung mit zylinderinternen Kraftstoffladungen, die
entweder stöchiometrische oder
magere gegenüber
dem stöchiometrischen Luft-Kraftstoff-Verhältnissen
sind, betrieben. Es wird ein Maß der
Motor-NOx-Emission bereitgestellt, wobei dann, wenn es einen vorgegebenen
Schwellenwert überschreitet,
die zylinderinterne Kraftstoffladung von dem funktionalen des stöchiometrischen oder
des mageren gegenüber
dem stöchiometrischen
Luft-Kraftstoffverhältnis
in das nichtfunktionale des stöchiometrischen
oder des mageren gegenüber dem
stöchiometrischen
Luft-Kraftstoff-Verhältnis überführt wird.