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QUERBEZUG
ZU VERWANDTER ANMELDUNG
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Diese
Anmeldung ist eine Anmeldung, welche unter 35 U.S.C. §111 (a)
unter Beanspruchung des Vorteils gemäß 35 U.S.C. §119 (e)
(1) des Anmeldetages der provisorischen Anmeldung Nummer 60/584,135,
welche am 1. Juli 2004 gemäß 35 U.S.C. §111 (b)
eingereicht wurde, angemeldet wurde.
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TECHNISCHER
BEREICH
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Die
vorliegende Erfindung betrifft Wärmetauschrohre
aus Aluminium und ein Verfahren zur Herstellung des Rohrs, insbesondere
Aluminium-Wärmetauschrohre,
beispielsweise für
die Verwendung in Wärmetauschern
wie Kondensatoren oder Verdampfern in Kraftfahrzeug-Klimaanlagen,
in welche ein Chlorfluorkohlenwasserstoff-Kältemittel verwendet wird, und
in Gaskühlern
oder Verdampfern in Kraftfahrzeug-Klimaanlagen, in denen CO2 oder ein ähnliches überkritisches Kältemittel
verwendet wird, und ein Verfahren zur Herstellung solcher Rohre.
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Der
Begriff „Aluminium", wie er hierin und
in den beiliegenden Ansprüchen
verwendet wird, umfasst Aluminiumlegierungen zusätzlich zu reinem Aluminium.
Das Metall, welches durch ein Atomsymbol dargestellt ist, umfasst
natürlich
keine Legierungen von dem selben.
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Für die Verwendung
in Kraftfahrzeug-Klimaanlagen, in denen ein Chlorfluorkohlenwasserstoff-Kältemittel
verwendet wird, sind Kondensatoren bekannt, welche ein Paar von
Aluminium-Sammelbehältern,
die parallel und beabstandet voneinander angeordnet sind, flache
Wärmetauschrohre
aus Aluminium, die parallel angeordnet sind und jeweils gegenüberliegende
Enden haben, die an den entsprechenden Sammelbehältern angebracht sind, gewellte
Aluminiumrippen, die jeweils in einem Luftdurchtrittsspalt zwischen
jeden benachbarten Paar von Wärmetauschrohren
angeordnet und an dem Paar von Wärmetauschrohren
angebracht sind, und ein Aluminium-Einlassrohr, welches an einem
Sammelbehälter
angebracht ist, und ein Aluminium-Auslassrohr, welches an dem anderen
Sammelbehälter
angebracht ist, aufweisen.
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Das
Wärmetauschrohr
des oben beschriebenen Kondensators wird herkömmlicherweise beispielsweise
aus einer Legierung hergestellt, welche 0,2–1,0 Gew.-% Cu aufweist, wobei
der Rest Al und unvermeidbare Verunreinigungen sind (siehe die Publikation
JP-B Nr. 60-22278).
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Die
Oberflächen
von Wärmetauschrohren
für die
Verwendung in dem Kondensator von Kraftfahrzeug-Klimaanlagen sind
bisher einer Chromatierungsbehandlung unterworfen worden, um ihnen
einen verbesserten Korrosionswiderstand zu geben, aber die Behandlung
erfordert aufwendige Arbeiten. Da Cr6+ eine
schädliche
Substanz ist, erfordert der flüssige
Abfall, welcher aus der Behandlung resultiert, eine aufwendige Behandlung
für die
Beseitigung. Das Wärmetauschrohr
hat daher das Problem, dass es eine aufwendige Arbeit für die Herstellung
erfordert. Zusätzlich
soll die Verwendung von Cr6+ in Europa in
nahender Zukunft verboten werden.
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Das
in der obigen Publikation offenbarte Wärmetauschrohr bietet jedoch
keinen Widerstand gegen Lochfraßkorrosion,
wenn das Rohr nicht der Chromatierungsbehandlung unterworfen wird.
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Obwohl
es angemessen erscheint, vor dem Löten eine Zn-Schicht auf der Außenoberfläche des Wärmetauschrohrs durch thermisches
Spritzen auszubilden, anstatt die Chromatierungsbehandlung einzusetzen,
um den Widerstand gegen Lochfraß des Rohrs
zu verbessern, hat diese Prozedur auch das Problem, dass sie aufwendig
und kostenintensiv durchzuführen
ist.
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Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die obigen Probleme zu überwinden
und ein Aluminium- Wärmetauschrohr,
welches leicht und preiswert herzustellen ist und einen zufriedenstellenden Widerstand
gegen Lochfraßkorrosion
besitzt, und ein Verfahren zur Herstellung des Rohrs anzugeben.
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OFFENBARUNG
DER ERFINDUNG
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Um
die obige Aufgabe zu lösen,
umfasst die vorliegende Erfindung die folgenden Modi.
- 1)
Ein Aluminium-Wärmetauschrohr,
das aus einer Legierung hergestellt ist, welche 0,90–1,5 Massen-% Mn
enthält,
wobei der Rest Al und unvermeidbare Verunreinigungen sind, wobei
das Rohr eine elektrische Leitfähigkeit
von 30–43%
IACS hat.
Bei dem Aluminium-Wärmetauschrohr gemäß Abschnitt
1) ist Mn das Mittel, um einen verbesserten Widerstand gegen Lochfraßkorrosion
und eine verbesserte Festigkeit zu geben, aber wenn der Anteil weniger
als 0,90 Massen-% ist, ist dieser Effekt nicht verfügbar. wenn
der Anteil über
1,50 Massen-% liegt, nimmt der Effekt, eine verbesserte Festigkeit
zu geben, ab, während
eine Warmformgebung einem erhöhten
Widerstand gegen Verformung begegnet und das Material, aus welchem
das Aluminium-Wärmetauschrohr
herzustellen ist, eine beeinträchtigte
Bearbeitbarkeit, beispielsweise eine beeinträchtigte Strangussfähigkeit
zeigt. Entsprechend sollte die Legierung zur Herstellung des Aluminium-Wärmetauschrohrs
einen Mn-Anteil von 0,90– 1,5
Massen-%. Der Mn-Anteil beträgt
vorzugsweise 1,0–1,2 Massen-%.
Wenn
das Rohr gemäß Abschnitt
1) eine elektrische Leitfähigkeit
von weniger als 30% IACS hat, deutet dies auf einen unzureichenden
Mn-Anteil hin, was zu einer verringerten Festigkeit führt. Wenn
die Leitfähigkeit über 43%
IACS liegt, werden Mn und unvermeidbare Verunreinigungen nicht in
hinreichender Weise feste Lösungen
in der Matrix bilden, was zu einem verringerten Korrosionswiderstand
führt.
Entsprechend sollte die Leitfähigkeit
der Legierung zur Herstellung des Aluminium-Wärmetauschrohrs 30–43% IACS
betragen und ist vorzugsweise 33–37% IACS.
- 2) Ein Aluminium-Wärmetauschrohr
nach Abschnitt 1, worin die unvermeidbaren Verunreinigungen Cu umfassen
und der Anteil an Cu bis zu 0,05 Massen-% beträgt.
Bei dem Aluminium-Wärmetauschrohr
gemäß Abschnitt
2) ist es wahrscheinlich, dass die unvermeidbare Verunreinigung
Cu, selbst wenn sie in einer geringen Menge vorliegt, den Widerstand
gegen Lochfraß beeinträchtigt.
Entsprechend beträgt
der Cu-Anteil bis zu 0,05 Massen-%.
- 3) Ein Aluminium-Wärmetauschrohr
gemäß Abschnitt
1, worin die unvermeidbaren Verunreinigungen Fe umfassen und der
Anteil an Fe bis zu 0,25 Massen-% beträgt.
Bei dem Aluminium-Wärmetauschrohr
gemäß Abschnitt
3) ist es wahrscheinlich, dass die unvermeidbare Verunreinigung
mit Fe den Widerstand gegen Lochfraß des Rohrs beeinträchtigt,
obwohl es weniger Einfluss besitzt als Cu. Entsprechend ist es gewünscht, dass
der Fe-Anteil bis zu 0,25 Massen-% beträgt.
- 4) Ein Aluminium-Wärmetauschrohr
nach Abschnitt 1, worin die unvermeidbaren Verunreinigungen Si umfassen
und der Anteil an Si bis zu 0,25 Massen-% beträgt.
Bei dem Aluminium-Wärmetauschrohr
gemäß Abschnitt
4) wird die unvermeidbare Verunreinigung an Si wie Fe den widerstand
des Rohrs gegen Lochfraßkorrosion
verringern. Es ist daher gewünscht,
dass der Si-Anteil bis zu 0,25 Massen-% beträgt.
- 5) Ein Verfahren zur Herstellung eines Aluminium-Wärmetauschrohrs, dadurch gekennzeichnet, dass
ein Rohling, der aus einer Legierung hergestellt ist, welche 0,90–1,50 Massen-%
Mn und als Rest Al und unvermeidbare Verunreinigungen enthält, in der Atmosphäre oder
einer Inertgasatmosphäre
10–600 Minuten
lang auf 550–600°C gehalten
wird und anschließend
abgekühlt
wird.
Bei dem Verfahren gemäß Abschnitt
5) zur Herstellung eines Aluminium-Wärmetauschrohrs wird der Rohrrohling
auf einer vorgegebenen Temperatur für eine bestimmte Zeitdauer
gehalten, wodurch das Mn und unvermeidbare Verunreini gungen in der
Legierung dazu gebracht werden, dass der Rohrrohling feste Lösungen in
der Matrix bildet, wodurch die Mengen an Kristallen und Ausscheidungen,
welche als Kerne in dem Material zur Verursachung von Korrosion
dienen, verringert wird, was zu einer verbesserten Korrosionswiderstand
führt und
entsprechend in einer niedrigeren elektrischen Leitfähigkeit
resultiert, um zu einen verbesserten Widerstand des hergestellten
Aluminium-Wärmetauschrohrs
gegen Lochfraßkorrosion
beizutragen. Die verwendete Heiztemperatur beträgt 550–600°C, weil wenn die Temperatur
niedriger als 550°C
ist, Mn und unvermeidbare Verunreinigungen nicht in einem ausreichendem Maß feste
Lösungen
in der Matrix bilden werden, und weil wieiterhin Temperaturen oberhalb
von 600°C ökonomisch
ineffizient sind und es nicht schaffen, einen verbesserten Effekt
bei der Bildung von festen Lösungen
von Mn und unvermeidbaren Verunreinigungen in der Matrix zu geben.
Der Rohling wird 10–600
Minuten lang aufgeheizt gehalten, weil wenn diese Zeitdauer weniger
als 10 Minuten beträgt,
Mn und unvermeidbare Verunreinigungen sich nicht in ausreichendem
Maße in
der festen Matrix lösen
werden, während
Zeitdauern oberhalb von 600 Minuten nur zu einer niedrigeren ökonomischen
Effizienz führen
werden und es nicht schaffen, einen verbesserten Effekt bei der
Bildung von festen Lösungen
des Mn und der unvermeidbaren Verunreinigungen in der Matrix zu
schaffen.
- 6) Ein Verfahren zur Herstellung eines Aluminium-Wärmetauschrohrs gemäß Abschnitt
5, worin die Legierung, aus welcher das Wärmetauschrohr gemacht ist,
Cu als eine der unvermeidbaren Verunreinigungen enthält und der
Anteil an Cu bis zu 0,05 Massen-% beträgt.
- 7) Ein Verfahren zur Herstellung eines Aluminium-Wärmetauschrohrs gemäß Abschnitt
5, worin die Legierung, aus welcher der Rohrrohling hergestellt ist,
Fe als eine der unvermeidbaren Verunreinigungen enthält und der
Anteil von Fe bis zu 0,25 Massen-% beträgt.
- 8) Ein Verfahren zur Herstellung eines Aluminium-Wärmetauschrohrs gemäß Abschnitt
5, worin die Legierung, aus welcher der Rohrrohling hergestellt ist,
Si als eine der unvermeidbaren Verunreinigungen enthält und der
Anteil an Si bis zu 0,25 Massen-% beträgt.
- 9) Ein Verfahren zur Herstellung eines Aluminium-Wärmetauschrohrs gemäß Abschnitt
5, worin die Temperatur mit einer Geschwindigkeit von 20–130°C/Minute
zur Erwärmung
des Rohlings erhöht
wird.
Bei dem Rohrherstellungsverfahren gemäß Abschnitt 9) wird die Temperatur
mit einer Geschwindigkeit von 20–130°C/Minute für die Erwärmung erhöht, weil Geschwindigkeiten
unterhalb von 20°C/Minute ökonomisch
ineffizient sind, und wenn die Rate oberhalb von 130°C/Minute
liegt, andere Aluminiumprodukte die gleichzeitig zu erwärmen sind,
hinsichtlich der Geschwindigkeit des Temperaturanstiegs variieren werden.
- 10) Ein Verfahren zur Herstellung eines Aluminium-Wärmetauschrohrs gemäß Abschnitt
5, worin der Rohling mit der Geschwindigkeit von wenigstens 47°C/Minute
nach dem Erwärmen
abgekühlt
wird.
In dem Rohrherstellungsverfahren von Abschnitt 10) beträgt die Abkühlgeschwindigkeit
nach der Erwärmung
wenigstens 47°C/Minute,
weil wenn die Abkühlgeschwindigkeit
weniger als 47°C/Minute,
das Mn und die unvermeidbaren Verunreinigungen, welche feste Lösungen in
der Matrix bilden, wieder ausscheiden werden, was möglicherweise
zu einem beeinträchtigten
Korrosionswiderstand führen
kann.
- 11) Ein Wärmetauscher
mit einem Aluminium-Wärmetauschrohr
nach einem der Abschnitte 1 bis 4.
- 12) Ein Kältekreislauf,
welcher einen Kompressor, einen Kondensator und einen Verdampfer
enthält
und worin ein Chlorfluorkohlenwasserstoff-Kältemittel verwendet wird, wobei
der Kondensator ein Wärmetauscher
gemäß Abschnitt
11 ist.
- 13) Ein Fahrzeug, in dem ein Kältekreislauf gemäß Anspruch
12 als die Kraftfahrzeug-Klimanlage installiert ist.
- 14) Ein überkritischer
Kältekreislauf,
welcher einen Kompressor, einen Gaskühler, einen Verdampfer und einen
Zwischenwärmetauscher,
um ein Kältemittel, welches
aus dem Gaskühler
strömt,
und ein Kältemittel,
welches aus dem Verdampfer strömt,
einem Wärmetausch
zu unterwerfen, aufweist und in dem ein überkritisches Kältemittel
verwendet wird, wobei der Gaskühler
einem Wärmetauscher
nach Abschnitt 11 aufweist.
- 15) Ein Fahrzeug, in welchem ein Kältekreislauf gemäß Abschnitt
14 als eine Kraftfahrzeug-Klimaanlage installiert ist.
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Das
Aluminium-Wärmetauschrohr
gemäß Abschnitt
1) hat eine elektrische Leitfähigkeit
von 30–43%
IACS und kann daher daran gehindert werden, eine Lochfraßkorrosion
zu entwickeln, ohne die Chromatierungsbehandlung oder ein thermisches Zinksprühverfahren
zu benötigen.
Da das Rohr aus einer Legierung hergestellt ist, welches 0,90–1,50 Massen-%
Mn und als Rest Al und unvermeidbare Verunreinigungen enthält, kann
das Rohr mit einer verbesserten Festigkeit und einer zufriedenstellenden
Bearbeitbarkeit hergestellt werden. Das Rohr kann daher im wesentlichen
hergestellt werden, in dem ein Rohling auf einer vorgegebenen Temperatur in
der Atmosphäre
oder in einer Inertgasatmosphäre für eine bestimmte
Zeitdauer gehalten wird, und anschließend der Rohling abgekühlt wird,
und ist daher leicht und preiswert herzustellen.
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Die
Aluminium-Wärmetauschrohre
gemäß den Abschnitten
2) bis 4) sind weiterhin hinsichtlich des Widerstands gegen Lochfraßkorrosion
verbessert.
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Die
beschriebenen Aluminium-Wärmetauschrohre
können
relativ leicht zu niedrigen Kosten durch das Verfahren gemäß Abschnitt
5) hergestellt werden.
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Die
Rohrherstellungsverfahren gemäß den Abschnitten
6) bis 8) schaffen Aluminium-Wärmetauschrohre,
die in den Abschnitten 2) bis 4) beschrieben sind, jeweils relativ
leicht und zu niedrigen Kosten.
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Die
Rohrherstellungsverfahren gemäß den Abschnitten
9) und 10) gewährleisten
eine hohe ökonomische
Effizienz, um Aluminium-Wärmetauschrohre
zu schaffen, welche einen verlässlichen
Widerstand gegen Lochfraßkorrosion
haben.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Die 1 ist
eine perspektivische Ansicht, welche einen Kondensator zeigt, der
ein Wärmetauschrohr
aus Aluminium der Erfindung umfasst und in Kraftfahrzeug-Klimaanlagen einsetzbar
ist, worin ein Chlorfluorkohlenwasserstoff-Kältemittel verwendet wird.
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2 ist
ein Diagramm, das ein Heiztemperaturmuster von Beispielen 1 bis
4 zeigt.
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BESTE FORM
ZUR AUSFÜHRUNG
DER ERFINDUNG
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Eine
Ausführungsform
der Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben.
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Die 1 zeigt
einen Kondensator, der zur Verwendung in Kraftfahrzeug-Klimaanlagen
geeignet ist und ein Wärmetauschrohr
aus Aluminium gemäß der Erfindung
aufweist.
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Unter
Bezugnahme auf die 1 umfasst der Kondensator 1 zur
Verwendung in Kraftfahrzeug-Klimaanlagen, in denen ein Chlorfluorkohlenwasserstoff-Kältemittel
verwendet wird, ein Paar von ersten und zweiten Aluminium-Sammelbehältern 2, 3,
die aus Aluminium hergestellt sind und parallel mit Abstand von
einander angeordnet sind, flache Wärmetauschrohre 4,
die jeweils aus einem Aluminium-Strangussteil hergestellt sind,
welche parallel angeordnet sind und gegenüberliegende Enden haben, die
an den entsprechenden Sammelbehältern 2, 3 angebracht
sind, gewellte Rippen 5, die aus einem Aluminiumlötblech hergestellt
sind und jeweils in einem Luftdurchtrittsspalt zwischen jedem benachbarten
Paar von Wärmetauschrohren 4 angeordnet
und an dem Paar von Wärmetauschrohren 4 festgelötet sind,
ein Einlassrohr 6, das aus einem Aluminium-Strangussteil hergestellt
ist und an einem oberen Endbereich der Umfangswandung des ersten
Sammelbehälters 2 festgeschweißt ist,
ein Auslassrohr 7, das aus einem Aluminium-Strangussteil
hergestellt und an einem unteren Endbereich der Umfangswand des
zweiten Sammelbehälters 3 festgeschweißt bzw. gelötet ist,
eine erste Trennungsplatte 8, welche innerhalb des ersten
Sammelbehälters 2 oberhalb
von dessen Mittelbereich vorgesehen ist, und eine zweite Teilungsplatte 9,
die innerhalb des zweiten Sammelbehälters unterhalb von dessen
Mittelbereich vorgesehen ist.
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Die
Anzahl von Wärmetauschrohren 4,
die oberhalb der ersten Trennungsplatte 8 angeordnet sind,
die Anzahl von Wärmetauschrohren 4,
welche zwischen der ersten Trennungsplatte 8 und der zweiten
Trennungsplatte 9 angeordnet sind, und die Anzahl von Wärmetauschrohren,
die unterhalb der zweiten Trennungsplatte 9 angeordnet
sind, nimmt zunehmend von oben nach unten hin ab, um Gruppen von
Kanälen
zu bilden. Ein Kältemittel,
das durch das Einlassrohr 6 in einer Dampfphase einströmt, strömt zick-zack-förmig durch
die Kanalgruppen als Einheiten innerhalb des Kondensators, bevor
es in einer flüssigen
Phase aus dem Auslassrohr 7 ausströmt.
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Die
Wärmetauschrohre 4 sind
aus einer Legierung hergestellt, das 0,9 bis 1,5 Massen-% Mn aufweist,
wobei der Rest Al und unvermeidbare Verunreinigungen sind, und die
Rohre haben eine elektrische Leitfähigkeit von 30–43% IACS.
Obwohl es nicht gezeigt ist, hat jedes der Wärmetauschrohre 4 eine
Mehrzahl von Kältemittelkanälen, die
parallel angeordnet sind.
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In
dem Fall, wo die Legierung zur Herstellung des Wärmetauschrohrs 4 Cu
als eine unvermeidbare Verunreinigung enthält, beträgt der Anteil der unvermeidbaren
Verunreinigung an Cu vorzugsweise bis zu 0,05 Massen %. Wenn die
Legierung zur Herstellung des Wärmetauschrohrs 4 Fe
als eine unvermeidbare Verunreinigung enthält, beträgt der Anteil der unvermeidbaren
Verunreinigung an Fe vorzugsweise bis zu 0,25 Massen-%. Wenn schließlich die Legierung,
aus der das Wärmetauschrohr 4 hergestellt
ist, Si als eine unvermeidbare Verunreinigung enthält, beträgt der Anteil
der unvermeidbaren Verunreinigung an Si vorzugsweise bis zu 0,25
Massen-%.
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Das
Wärmetauschrohr 4 wird
beispielsweise in der folgenden Weise hergestellt.
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Die
oben beschriebene Legierung wird zu einem Rohling extrudiert bzw.
stranggepresst. Der Rohrrohling wird auf eine Temperatur von 550–600°C aufgeheizt
und in der Atmosphäre
oder in einer Inertgasatmosphäre
10–600
Minute lang aufgeheizt, gehalten und wird anschließend abgekühlt. Zur
Erwärmung
des Rohlings wird die Temperatur vorzugsweise mit einer Geschwindigkeit
von 20–130°C/Minute aufgeheizt
und nach der Erwärmung
wird der Rohling vorzugsweise mit einer Geschwindigkeit von wenigstens
47°C/Minuten
abgekühlt.
Auf diese Weise wird das Wärmetauschrohr 4 hergestellt.
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Wenn
der Rohrrohling auf einer vorgegebenen Temperatur für eine bestimmte
Zeitdauer gehalten wird, bilden das Mn und unvermeidbare Verunreinigungen
in der Legierung, aus welcher der Rohling hergestellt ist, feste
Lösungen
in der Matrix, wodurch die Mengen an Kristallen und Ausscheidungen,
welche als Kerne in dem Material zur Verur ursachung von Korrosion
dienen, reduziert werden, so dass dem hergestellten Aluminium-Wärmetauschrohr
ein verbesserter Korrosionswiderstand gegeben wird, was entsprechend
in einer niedrigeren elektrischen Leitfähigkeit resultiert, um ihm
einen verbesserten widerstand gegen Lochfraßkorrosion zu verleihen.
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Bei
der Herstellung des Kondensators 1 können die Wärmetauschrohre 4 simultan
hergestellt werden, wenn die Sammelbehälter 2, 3 an
den Wärmetauschrohren 4 festgelötet werden
und wenn die Rohre 4 an den gewellten Rippen 5 festgelötet werden.
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Gemäß der vorliegenden
Ausführungsform wird
das Wärmetauschrohr
aus Aluminium gemäß der Erfindung
in Kondensatoren zur Verwendung in Kraftfahrzeug-Klimaanlagen eingesetzt,
welches Kältekreisläufe sind,
in denen ein Chlorfluorkohlenwasserstoff-Kältemittel verwendet wird. Das
Rohr kann alternativ in Verdampfern zur Verwendung in Kraftfahrzeug-Klimaanlagen
verwendet werden.
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Das
Wärmetauschrohr
der Erfindung kann auch in Kraftfahrzeug-Klimaanlagen, d.h. in Kältekreisläufen eingesetzt
werden, welche einen Kompressor, einen Gaskühler, einen Verdampfer und
einen Zwischenwärmetauscher,
um das Kältemittel, welches
aus dem Gaskühler
strömt,
und das Kältemittel,
welches aus dem Verdampfer strömt,
einem Wärmetausch
zu unterwerfen, aufweisen und worin CO2 oder
ein anderes überkritisches
Kältemittel
verwendet wird, um als das Rohr des Gaskühlers oder des Verdampfers
zu dienen.
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Die
vorliegende Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf bestimmte
Beispiele und Vergleichsbeispiele beschrieben.
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Beispiele 1 bis 4
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Rohlinge
für Wärmetauschrohre
mit einer Breite von 16mm, einer Höhe (Dicke) von 2mm, mit achtzehn
Kältemittelkanälen und
einer Dicke der Umfangswandungen von 0,3 mm wurden aus vier Arten von
Legierungen, welche die in Tabelle 1 gezeigten Zusammensetzungen
hatten, stranggepresst.
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Anschließend wurden
die Rohrrohlinge in einem Vorheizhofen, der auf eine interne Temperatur von
500°C vorgeheizt
war, plaziert, darin 10 Minuten lang gehalten und anschließend in
dem Hauptheizofen, welcher auf eine interne Temperatur von 601°C vorgeheizt
war, plaziert und darin gehalten, so dass er im Wesentlichen auf
einer Temperatur von 600°C drei
Minuten lang gehalten wurde, woraufhin die Rohrrohling im wesentlichen
auf einer Temperatur von 570°C
mit Stickstoffgas abgekühlt
wurden. Die Rohrrohlinge wurden anschließend aus dem Ofen entnommen.
Die Temperatur wurde zum Heizen mit einer Geschwindigkeit von 30°C/Minute
erhöht,
und die Rohling wurden mit einer Geschwindigkeit von 60°C/Minute
abgekühlt.
Die 2 zeigt das Heiztemperaturmuster. Die so hergestellen
Wärmetauschrohre
wurden hinsichtlich ihrer elektrischen Leitfähigkeit überprüft. Die Tabelle 1 zeigt auch
das Ergebnis.
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Die
Wärmetauschrohre
würden
einem SWAAT 960-hr Test unterzogen und auf Korrosion überprüft. Die
Tabelle 1 zeigt die maximalen Korrisionstiefen der Rohre. Die Tabelle
2 zeigt den Zustand der Korrosion, welche sich in den Wärmetauschrohren
entwickelte, d.h. die Tiefe der Korrosion und die Anzahl von Korrosionsfehlern.
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Vergleichsbeispiele 1
bis 4
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Rohrrohlinge
für Wärmetauschrohre
mit einer Breite von 16mm, einer Höhe (Dicke) von 2mm, achtzehn
Kältemittelkanälen und
einer Umfangswanddicke von 0,3mm wurden aus vier unterschiedlichen
Legierungen, welche die in der Tabelle 1 gezeigten Zusammensetzungen
haben, stranggepresst. Die Rohrrohlinge wurden dem SWAAT 960-hr Test
unterworfen, ohne zur Behandlung erwärmt worden zu sein, und anschließend hinsichtlich
der resultierenden Korrosion überprüft. Es wurde
herausgefunden, dass die Rohlinge Löcher haben, welche sich durch
die Dicke der Umfangswandung erstrecken.
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INDUSTRIELLE
ANWENDBARKEIT
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Das
Wärmetauschrohr
aus Aluminium gemäß der Erfindung
ist beispielsweise zur Verwendung in Wärmetauschern, die in Kondensatoren
oder Verdampfern in Kraftfahrzeug-Klimanlagen eingesetzt werden, wo ein
Chlorfluorkohlenwasserstoff-Kältemittel
verwendet wird, und in Gaskühlern oder
Verdampfern in Kraftfahrzeug-Klimaanlagen, in denen CO2 oder
ein anderes überkritisches
Kältemittel
verwendet wird, geeignet.
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Zusammenfassung:
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Ein
Aluminium-Wärmetauschrohr 4 ist
aus einer Legierung, welche 0,90–1,50 Massen-% Mn und den Rest
Al und unvermeidbare Verunreinigungen aufweist, hergestellt und
hat eine elektrische Leitfähigkeit
von 30–43%
IACS. Das Rohr 4 ist aus einem Rohrrohling hergestellt,
der aus einer Legierung besteht, welche 0,90–1,50 Massen-% Mn und den Rest
Al und unvermeidbare Verunreinigungen enthält, in denen der Rohling in
der Atmosphäre
oder in einer Inertgasatmosphäre
10–600
Minuten lang auf einer Temperatur von 550–600°C erhitzt gehalten wird und
anschließend
der Rohling abgekühlt
wird. Das Rohr ist einfach und preiswert herzustellen und zufriedenstellend
hinsichtlich des Widerstands gegen Lochfraßkorrosion.