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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Detektieren
und/oder Anzeigen von Verschleiß der
Gleitbeschichtung zwischen einer ersten und einer zweiten Lagerfläche eines
Kugellagers in einer Verbindung eines Fahrzeugrahmens und einer
Radwelle.
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Die
Vorrichtung ist unter anderem zur Anwendung in Verbindung mit wartungsfreien
Gleitlagern gedacht. Wartungsfreie Gleitlager funktionieren in der
Weise, dass die Gleitbeschichtung PTFE ablagert, das als Schmierfilm
wirkt. Nach einiger Zeit der Benutzung wird die Beschichtung aufgrund
von Verschleiß (Abrieb)
dünner,
und wenn der Film vollständig
aufreißt,
steigt der Verschleiß dramatisch,
weil es einen Kontakt von Stahl auf Stahl gibt. Im Fall eines Kugellagers
kann daher die Gefahr bestehen, dass die innere Kugel des Lagers
aus dem äußeren Ring herausspringt.
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Gleitlager
dieses Typs werden z.B. in der Aufhängung von V-Streben in großen Fahrzeugen eingesetzt.
An einer V-Strebe ist an der Gleitbeschichtung Verschleiß aufgetreten,
wenn das Fahrzeug für
einige Zeit gefahren worden ist. Dies ist in einer Verbindung zwischen
einem Fahrzeugrahmen und einer Radachse eine nicht zu tolerierende
Situation. Messungen des inneren Lagerfreiraums oder -spiels in
dem Lager werden dazu verwendet, um Verschleiß der Gleitbeschichtung zu
detektieren. Im Stand der Technik wird das Spiel gemessen, indem eine
Messlehre und ein Hebel eingesetzt werden, der das Lager vor und
zurück
in dem Freiraum zwischen den Lageroberflächen bewegt. Ein solches Verfahren ist
sehr mühsam,
sowohl in Bezug auf den Zeitbedarf, die Zugänglichkeit der Lager, die benötigte Handarbeit
und die Sicherheit der Messresultate.
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Um
eine relativ verlässliche
Messung durch Bewegen des Lagers in dem Freiraum mit dem Hebel zu
erhalten, muss das Lager entlastet sein, so dass mit der zur Verfügung stehenden
Kraft das volle Spiel erreicht werden kann. Die Kraft muss auch
ausreichend sein, um den inneren Lagerfreiraum zu realisieren. Um
sicherzustellen, dass das Lager entlastet ist, dürfen die Bremsen nicht angezogen
sein und die V-Streben müssen
in einer Position sein, in der die Gummimuffen an den anderen Enden
der Strebe nicht vorbelastet sind. Außerdem variiert die auf den Hebel
aufgebrachte Kraft und die Positionierung des Hebels von Person
zu Person und auch von Zeit zu Zeit, und wird daher möglicherweise
das Messresultat beeinträchtigen.
Wie gesagt, die Prozedur ist auch heikel und besonders schwierig,
wenn nur wenig Raum zur Verfügung
steht.
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Wenn
jedoch das Spiel nicht geprüft
wird, kann eine gefährliche
Situation dahingehend auftreten, dass die Kugel herausfallen könnte und
die Kontrolle über
die Achse des Fahrzeugs verlorengehen könnte. Dies ist besonders bedeutsam
in Fällen
mit einem einzigen Befestigungspunkt des Kugellagers, z.B. einem
sogenannten "stehenden" Kugellager, das
eine zu einer Oberfläche
für das
Fahrzeug nicht-parallele Mittelachse hat und das oft in der Verbindung
zwischen einem Fahrzeugrahmen und einer Radachse angewendet wird.
Es gibt verschiedene Verfahren zum Detektieren des Verschleißes in anderen
Arten von Lagern und Anwendungen davon, z.B. wie in
SU 1 167 367 und
DE 199 15 348 beschrieben.
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Die
Aufgabe der Erfindung besteht darin, die mit dem Stand der Technik
verbundenen Probleme zu überwinden,
indem eine Vorrichtung zum Detektieren und Anzeigen von Verschleiß einer
Gleitbeschichtung zwischen einer ersten und einer zweiten Lagerfläche in einem
Kugellager in einer Verbindung eines Fahrzeugrahmens und einer Radachse
bereitzustellen. Eine andere Aufgabe besteht darin, eine Vorrichtung
zum Detektieren von Verschleiß in
einem Kugellager bereitzustellen, die einfach zu verwenden, bei
Reparatur oder Wartung des Kugellagers leicht auszutauschen und
die, wenn nur wenig Raum zur Verfügung steht, leicht abzulesen
ist.
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Eine
andere Aufgabe besteht auch darin, eine Vorrichtung bereitzustellen,
die die Verwendung eines Hebels und von Messwerkzeugen ersetzt und die
dadurch unabhängig
von der Person, die die Messung durchführt, von der Positionierung
des Fahrzeugs ist und die mit größerer Verlässlichkeit
abgelesen werden kann.
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Es
ist auch eine Aufgabe, eine Vorrichtung bereitzustellen, die in
einem nur geringen Maße
die Funktion des Kugellagers in Bezug auf seine Lebensdauer, Festigkeit
und Stärke
beeinträchtigt.
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Gemäß der Erfindung
wird eine Vorrichtung für
ein Kugellager in einer Verbindung zwischen einem Fahrzeugrahmen
und einer Radachse zum Detektieren und Anzeigen von Verschleiß der Gleitbeschichtung
zwischen einer äußeren Lagerfläche, die in
einem Lagergehäuse
angeordnet ist, und einer inneren Lagerfläche bereitgestellt, die um
ein inneres Lagerelement angeordnet ist. Die Vorrichtung umfasst
eine Aufnahme und ein Anzeigeelement, das ein gegen die innere Lagerfläche gerichtetes
erstes Ende hat und das dazu ausgestaltet ist, der Bewegung der
inneren Lagerfläche
auf die äußere Lagerfläche zu wenigstens
teilweise zu folgen, und eine Anzeigeeinrichtung, die in Reaktion
auf eine gegebene Bewegung des Anzeigeelments, eine Anzeige des Verschleißes der
Gleitbeschichtung liefert. Die Aufnahme ist in einer hindurchgehenden
Bohrung in dem Lagergehäuse
untergebracht.
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Gemäß der Erfindung
kann ein inneres Ende der durchgehenden Bohrung in oder bei der äußeren Lagerfläche angeordnet
sein.
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Mit
bei ist gemeint, dass sie in dem Lagergehäuse, das das Lager umgibt,
aber außerhalb
der äußeren Lagerfläche, aber
in deren Nähe
angeordnet ist. Vorzugsweise ist die durchgehende Bohrung bei der äußeren Lagerfläche gegenüber einem
Befestigungspunkt für
das innere Lagerelement angeordnet. Dies ist auf der anderen Seite
einer Mittelebene des Kugellagers, die im Wesentlichen parallel
mit der Basisfläche
für das
Fahrzeug ist, vorzugsweise in dem Fall, wenn das Kugellager ein
an einem einzelnen Punkt befestigtes Kugellager ist. Es ist auch
möglich, dass
das innere Ende der durchgehenden Bohrung an der Seite in Bezug
auf die Gleitbeschichtung zwischen der inneren und der äußeren Lagerfläche, jedoch
in oder bei der äußeren Lagerfläche angeordnet ist.
Das hindurchgehende Loch kann, in Bezug auf das Kugellager, eine
radiale Mittelachse oder eine unter einem Winkel verlaufende Mittelachse
zur leichten Zugänglichkeit
zum Ablesen des Anzeigeelements haben.
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Das
Anzeigelement in der Vorrichtung gemäß der Erfindung kann beispielsweise
ein Stift, eine Kugel, ein eiförmiges
Element, ein Kegel oder ein Element anderer Form sein, solange es
zwei Enden oder Endflächen
hat, die voneinander entfernt und miteinander verbunden sind, so
dass die Verschiebung einer der Endflächen eine Veränderung
in den Eigenschaften des Anzeigeelements verursacht. Eine solche
Veränderung
kann eine Verschiebung der anderen Fläche sein und auch, dass das
Anzeigeelement komprimiert wird.
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Das
Anzeigeelement kann ein drehendes Teil aufweisen, dass zur Drehung über die
erste Fläche
in der Lage ist. Das Anzeigeelement kann auch ein Teil aufweisen,
dass mit dem drehenden Teil verbunden ist, sich aber nur in der
Längsrichtung
bewegt. In dieser Weise vermag das Anzeigeelement der Drehbewegung
der ersten Fläche
zu folgen. Das erste Ende des Anzeigeelements kann in einem Abstand
von der ersten Lagerfläche
oder in Kontakt mit der ersten Lagerfläche angeordnet sein. Der Unter schied
zwischen diesen beiden Alternativen ist der Grad des Verschleißes der
Beschichtung, der zu einer Anzeige von Beschichtungsverschleiß führt, oder mit
anderen Worten, die Schwelle zum Auslösen der Vorrichtung.
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Eine
Auslöseschwelle
kann auch am zweiten Ende oder den Seiten des Anzeigeelements festgelegt
werden. In dem Fall, in dem das erste Ende des Anzeigeelements auf
Abstand von der ersten Lagerfläche
angeordnet ist, könnte
die Vorrichtung eine Einrichtung zum Einstellen des Abstandes zwischen dem
ersten Ende des Anzeigeelements und der ersten Lagerfläche aufweisen.
Vorteilhafterweise könnte diese
Einstelleinrichtung eine Schraubverbindung zwischen dem Anzeigeelement
und/oder dem Anzeigeelement und einem Teil sein, das fixiert relativ
zu der zweiten Lagerfläche
liegt.
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Die
Anzeigeeinrichtung kann dazu ausgestaltet sein, eine visuelle und/oder
fühlbare
Anzeige der Versetzung des zweiten Endes und/oder der Seiten des
Anzeigeelements zu liefern.
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In
einer Ausführungsform
weist die Anzeigeeinrichtung einen Sensor zur Erfassung einer Verschiebung
des zweiten Endes des Anzeigeelements oder seiner Seiten oder ihrer
Position relativ zu einem Teil auf, das fixiert in Beziehung auf
die zweite Lagerfläche
ist. Der Sensor kann wiederum mit einem Alarmgeber oder einer Warnlampe
verbunden sein.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
weist der Anzeiger ein Teil auf, das durch das zweite Ende oder
die Seiten des Anzeigeelements aufgebrochen wird, wenn das Anzeigeelement
bewegt wird. Die Aktivierungsschwelle steht daher in Beziehung zu
der mechanischen Festigkeit des aufzubrechenden Teils und auch zu
der Steifigkeit des Anzeigeelements.
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In
einer Ausführungsform
weist die Anzeigeeinrichtung eine Aufnahme mit einer Ausnehmung zur
Aufnahme des Anzeigeelements auf. Die Aufnahme kann ein Teil der
Vorrichtung der Erfindung sein, oder es kann eine Ausnehmung in
einem Teil mit fixiertem Abstand relativ zur zweiten Endoberfläche sein.
Dies ist dadurch begründet,
dass es das Ziel der Erfindung ist, eine Versetzung der ersten Fläche auf die
zweite Fläche
zu zu erfassen. In einer Variante dieser Ausführungsform hat die Vertiefung
eine Bodenfläche,
die dem zweiten Ende des Anzeigeelements zugewandt ist. Die Bodenfläche wird
durch das zweite Ende auf die Verschiebung des Anzeigeelements hin
durchbrochen. Ein Hinweis auf die Tatsache, dass die Bodenfläche durchbrochen
ist, kann z.B. sein, dass das zweite Ende des Anzeigeelements sichtbar
wird oder dass es leicht aus der Vertiefung hervorsteht, so dass
es mit der Hand oder mit einem geeigneten Werkzeug erfühlt werden
kann. In einer anderen Variante hat die Ausnehmung Befestigungen
gegen die Seiten des Anzeigeelements und die Befestigungen werden
durch Verschiebung des Anzeigeelements zerstört. In diesem Fall kann die Ausnehmung
beispielsweise durchgehend sein und dazu ausgestaltet sein, eine
visuelle oder fühlbare Anzeige
des zweiten Endes des Anzeigeelements bei Verschiebung über eine
bestimmte Strecke zu liefern (beispielsweise dadurch, dass das zweite
Ende des Anzeigeelements sichtbar wird).
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In
einer Ausführungsform
der Erfindung besteht die Aufnahme aus einer Ausnehmung in dem Lagerghäuse oder
in einem Material, das fixiert in Bezug auf die zweite Fläche angeordnet
ist. Eine Möglichkeit
in Verbindung mit dieser Ausführungsform besteht
darin, dass der Boden der Ausnehmung dazu ausgestaltet ist, aufzubrechen,
wenn eine bestimmte Verschleißschwelle
(und daher Verschiebung) erreicht ist. Eine andere Möglichkeit
ist, dass Befestigungen gegenüber
dem Stift und der Vertiefung die Bewegung des Stiftes und daher
den Verschleiß erfassen.
In einer anderen Ausführungsform
ist die Aufnahme zum Positionieren in einer Vertiefung in dem Lagergehäuse oder
in Material ausgestaltet, das relativ zu der zweiten Fläche fixiert
angeordnet ist.
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In
Verbindung mit Ausführungsformen,
die ein Aufnahmeteil aufweisen, kann die Vorrichtung einen Verschluss
zum zeitweiligen Verschließen
der Vertiefung aufweisen.
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Außerdem und
um eine präzise
und Toleranzen absorbierende Anbringung der Vorrichtung zu erhalten,
kann das Aufnahmeteil mit einem Außengewinde und einem Schlüsselgriff
versehen sein.
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Beim
Anbringen wird das Aufnahmeteil in eine Materialvertiefung angeschraubt,
bis der Stift an der ersten Fläche
stoppt, und kann dann mit einer Anzahl von Umdrehungen wieder herausgeschraubt werden,
die dem gewünschten
Spiel entspricht. Durch Verwenden von festsetzendem Klebstoff kann das
Aufnahmeteil in dieser Position festgelegt werden.
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Die
Vorrichtung der Erfindung zeigt an, wenn die Verschleißgrenze
erreicht worden ist, indem sie das Spiel in dem Lager erfasst, d.h.
den Abstand zwischen den beiden Lagerflächen. Die Vorrichtung liefert
eine schnelle und zuverlässliche
Warnung des Betriebszustandes des Lagers.
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In
ihrer einfachsten Form könnte
die Vorrichtung einfach eine zweiwertige Antwort liefern, d.h. es ist
möglich
zu erfassen, ob eine Grenze erreicht worden ist oder nicht. Es ist
auch möglich,
die Vorrichtung so zu gestalten, dass sie dazu in der Lage ist, eine
Anzeige über
den Grad der Verschleißes
zu jeder gegebenen Zeit zu liefern.
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Die
Erfindung macht die Notwendigkeit, das Spiel zwischen den zwei Lagerflächen unter
Verwendung einer Messlehre zu messen, überflüssig.
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Die
Vorrichtung kann, wie erwähnt,
auch einen Sensor aufweisen, der wiederum die Erzeugung eines Warnsignals
auslöst,
z.B. das Erleuchten einer Lampe an dem Amaturenbrett des Fahrzeugs,
in der die Vorrichtung im Einsatz ist.
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Die
Erfindung könnte
in einer einfachen Version in einem V-Gestänge
zur genauen Erfassung des Verschleißgrades verwendet werden.
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Vorteilhafterweise
bieten das Anzeigeelement und ein Teil der oder die Gesamtheit der
Anzeigereinrichtung eine Einheit, die einfach ersetzt werden kann.
Auf diese Weise ist es möglich,
eine verbrauchte Vorrichtung durch eine neue zu ersetzen. Das Anzeigeelement
und die hindurchgehende Bohrung können auch mit so geringen Abmessungen ausgebildet
sein, dass sie die Funktionsfähigkeit
des Lagers, seine Lebensdauer oder Beständigkeit nicht beeinflussen.
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Im
Folgenden wird die Erfindung detaillierter unter Bezugnahme auf
die beigefügten
Zeichnungen beschrieben, in denen:
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1 eine
Ansicht eines Gleitlagers und einer V-Strebe ist;
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2 eine
Querschnittsansicht einer V-Strebe ist;
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3 eine
Illustration des Standes der Technik ist;
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4 eine
Querschnittsansicht einer ersten Ausführungsform der Erfindung ist;
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5 eine
Draufsicht auf die erste Ausführungsform
der Erfindung ist;
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6 ein
Beispiel der ersten Ausführungsform
der Erfindung zeigt; und
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7 eine
zweite Ausführungsform
der Erfindung zeigt.
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In
den in den Figuren dargestellten Ausführungsformen der Erfindung
ist das Anzeigeelement ein Stift, aber wie erwähnt, ist es durchaus möglich, diesen
durch Anzeigeelemente anderer Formen zu ersetzen.
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1 ist
eine Ansicht eines Gleitlagers 1 und eine V-Strebe 2.
Die Aufnahme, in der das Gleitlager 1 platziert wird, ist
mit 3 bezeichnet. Das Gleitlager 1 und das V-Gestänge 2 wie
in der Figur gezeigt, werden z.B, in Verbindung mit der Radaufhängung von großen Motorfahrzeugen
eingesetzt.
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2 zeigt
einen Querschnitt eines Gleitlagers 1 an Ort und Stelle
in der Aufnahme 3. Das Gleitlager 1 umfasst unter
anderem eine Lagerkugel 11 und einen äußeren Ring 13. Zwischen
der Lagerkugel, die eine erste Lagerfläche 12 hat, und dem äußeren Ring 13,
der die zweite Lagerfläche 14 bildet,
ist eine Gleitbeschichtung (nicht sichtbar) angeordnet, die die
Bewegung des äußeren Ringes 13 relativ
zu der Kugel 11 erlaubt. Das Ziel der Erfindung ist es, die
Dicke der Gleitbeschichtung zu überwachen,
indem der Bewegung der ersten Lagerfläche 12 relativ zu
der zweiten Lagerfläche 14 gefolgt
wird.
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3 illustriert
den Stand der Technik zur Messung des Verschleißes von Gleitbeschichtungen. Die
Figur zeigt das Gleitlager 1 an Ort und Stelle an der V-Strebe
und einen Hebel (wobei der Punkt, an dem der Hebel anzusetzen ist,
durch das Bezugszeichen 20 bezeichnet ist), der auf und
nieder bewegt wird, während
das Spiel zwischen den Flächen
unter Verwendung einer Messlehre (nicht gezeigt) gemessen wird.
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4A und 4B sind
Querschnittsansichten einer ersten Ausführungsform der Erfindung. Die
Figuren zeigen die Vorrichtung 30 zum Detektieren und Anzeigen
von Verschleiß der
Gleitbeschichtung 31 zwischen einer ersten Lagerfläche 12 und
einer zweiten Lagerfläche 14.
Die Vorrichtung 30 umfasst ein Anzeigeelement, in diesem
Falle einen Stift 32, mit einem ersten Ende 33,
das der ersten Lagerfläche zugewandt
ist. Der Stift 32 ist so positioniert, dass er einer Versetzung
der ersten Lagerfläche 12 auf
die zweite Lagerfläche 14 zu
folgt (die Richtung der Versetzung ist durch einen Pfeil in 4A angedeutet). Die Vorrichtung 30 umfasst
auch eine Anzeigeeinrichtung, die eine Anzeige für Beschichtungsverschleiß liefert,
wenn sich die erste Fläche 12 um
eine bestimmte Strecke in Bezug auf die zweite Fläche 14 bewegt
hat. In diesem Fall weist die Anzeigeeinrichtung eine Aufnahme 34 mit
einer Ausnehmung 35 zur Aufnahme des Stiftes 34 und
mit einem Boden 36 auf.
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4A zeigt einen ersten Zustand der Vorrichtung 30,
in dem die Geleitbeschichtung 31 eine akzeptable Dicke
hat. Die Figur zeigt das erste Ende 33 des Stiftes 32 in
einem Abstand von der ersten Oberfläche 12 liegend und
in Kontakt mit dem Boden 36 der Ausnehmung 35,
aber es ist auch möglich, eine
Ausführungsform
zur Verfügung
zu stellen, in der der Stift 32 an der Oberfläche 12 anliegt
und einen Abstand zu dem Boden 35 hat, oder von Beginn an
in Kontakt mit beiden Oberflächen
gleichzeitig ist. Wie oben erwähnt,
wird sich die erste Lagerfläche 12 aufgrund
des Verschleißes
auf die zweite Lagerfläche 14 zu
bewegen und daher den Stift in die Richtung des Pfeils drücken. Da
der Stift 32 starr ist, drückt das andere Ende 37 des
Stiftes gegen den Boden 36 der Ausnehmung und wenn eine
bestimmte Schwelle erreicht ist, bricht der Boden 36 auf.
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4B zeigt den zweiten Zustand der Vorrichtung 30,
in dem das zweite Ende 37 des Stiftes 32 den Boden 36 durchdrungen hat.
Das zweite Ende 37 des Stiftes ist daher von einem von
den Lagerflächen 12, 14 entfernten
Punkt 38 sichtbar. Es ist möglich, den Stift 32 so
zu gestalten, dass er aus dem Ausnahmeteil 34 vorsteht
und eine fühlbare
Anzeige der Bewegung des Stiftes 32 bietet.
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Eine
Vorrichtung gemäß dieser
Ausführungsform
könnte
beim Wechseln des Lagers leicht ausgetauscht werden.
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5 ist
eine Ansicht von oben der ersten Ausführungsform der Erfindung.
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5A illustriert den ersten Zustand, in
dem der Boden 36 der Aufnahme 34 intakt ist.
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5B zeigt den zweiten Zustand, in dem der
Boden 36 aufgebrochen ist und das zweite Ende des Stiftes 37 sichtbar
ist.
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6 zeigt
ein Beispiel der ersten Ausführungsform
der Erfindung. Die Figur zeigt ein Kugellager 11 mit einer
ersten Lagerfläche 12,
einem äußeren Ring 13 mit
einer zweiten Lagerfläche 14 und
einer Gleitbeschichtung 31 zwischen der ersten und der
zweiten Lagerfläche
(12 bzw. 14). In dieser Ausführungsform der Erfindung ist
die Aufnahme 34 so gestaltet, um in einer Ausnehmung 38 eines
Materials 41 platziert zu werden, das fixiert relativ zu
der zweiten Fläche 14 angeordnet
ist. Die Ausnehmung 38 in dem Material 41 ist
durch einen Verschluss 42 verschlossen, der dazu gestaltet
ist, um in Position in die Ausnehmung 38 eingeschraubt
zu werden. Zur Inspektion wird der Verschluss 42 entfernt,
und es ist leicht sichtbar, ob der Boden der Aufnahme 36 aufgebrochen
ist oder nicht.
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7 zeigt
eine zweite Ausführungsform
der Erfindung. In dieser Ausführungsform
ist die Ausnehmung 35 durchgehend und ist mit Befestigungen 50 an
den Seiten des Stiftes 32 versehen.
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7A zeigt einen ersten Zustand der Vorrichtung 30,
in dem die Gleitbeschichtung 31 eine akzeptable Dicke hat.
Das erste Ende 33 des Stiftes 32 befindet sich
auf Abstand zu der ersten Oberfläche 12 und
ist bündig
mit dem Boden 36 der Aufnahme 34. Es ist aber
auch möglich,
eine Ausführungsform vorzusehen,
in der der Stift in den Boden 36 zurückgezogen oder daraus hervorstehend
ist. Wie oben erwähnt,
wird sich die erste Lagerfläche
aufgrund des Verschleißes
auf die zweite Lagerfläche 14 zu
bewegen und daher den Stift 32 in die Richtung des Pfeils drücken. Eine
Scherkraft wird an den Seiten des Stiftes auftreten, und wenn diese
Kraft groß genug
ist, werden die Befestigungen 50 brechen. Eine sichtbare
oder fühlbare
Anzeige des Verschleißes
der Gleitbeschichtung wird auf diese Weise geliefert.
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Obwohl
zwei Varianten der Erfindung illustriert worden sind, ist es möglich, die
Erfindung in einer Anzahl von verschiedenen Weisen zu realisieren. Z.B.
können
Federelemente in den Befestigungen verwendet werden, um sie gegen
die Scherkraft zu verstärken,
oder im Boden der Aufnahme, um das Anzeigeelement in die erste Fläche zu drücken. Das Anzeigeelement
kann im Bereich der Gleitbeschichtung oder außerhalb davon platziert sein,
d.h. in einem Gebiet, in dem keine Gleitbeschichtung vorhanden ist.
Das Anzeigeelement kann an der Innenseite einen Anzeiger aufweisen,
beispielsweise eine Drucksensor, der den Druck auf das Anzeigeelement detektiert
und der ein Signal abgibt, das den Belastungszustand des Anzeigeelements
repräsentiert.
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Obwohl
die beschriebenen Varianten der Erfindung eine binäre Anzeige
des Verschleißes
zeigen, d.h. es gibt eine Anzeige, ob der Beschichtungsverschleiß unterhalb
eines akzeptablen Ni veaus liegt oder nicht, ist es auch möglich, die
Vorrichtung so auszugestalten, dass sie Auskunft über den
Grad des Verschleißes
gibt, d.h. eine Anzeige von verschiedenen Stufen des Verschleißprozesses.
Eine kontinuierliche Anzeige ist auch möglich.
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In
Verbindung mit der Ausführungsform
der Erfindung, in der die Ausnehmung der Aufnahme einen Boden hat,
ist es möglich,
einen Sensor vorzusehen (z.B. einen optischen Sensor oder einen
Drucksensor in dem Boden der Ausnehmung), um die Anzeige zu liefern.
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Die
Aufnahme kann auch eine Ausnehmung mit einem Loch in dem Boden haben,
wobei der Durchmesser des Loches kleiner als der Durchmesser des
Anzeigeelement ist. Das Anzeigeelement ist dann elastisch (z.B.
aus Gummi hergestellt), so dass eine Verschiebung des ersten Endes
des Anzeigeelements das Element durch das Loch drückt, um
die gewünschte
Anzeige zu liefern.
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Schließlich ist
es möglich,
die Erfindung in Verbindung mit Kunststoffteilen auszuführen, wobei die
Gleitbeschichtung in der ersten oder zweiten Gleitfläche inkorporiert
ist. Normalerweise ist der äußere Ring
aus Kunststoff, so dass die Gleitbeschichtung ein integraler Teil
der zweiten Lagerfläche
ist. Die Gleitbeschichtung kann auch durch Schmiermittel zwischen
den Lagerflächen
bereitgestellt werden.
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Zusammenfassung
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Gemäß der Erfindung
wird eine Vorrichtung (30) zum Detektieren und Anzeigen
des Verschleißes einer
Gleitbeschichtung (31) zwischen einer ersten und einer
zweiten Lagerfläche
(12 bzw. 14) eines Lagers bereitgestellt, wobei die Vorrichtung
einen Stift (32) mit einem ersten Ende (33), das
der ersten Lagerfläche
(12) zugewandt ist, und die dazu ausgestaltet ist, der
Verschiebung der ersten Lagerfläche
(12) auf die zweite Lagerfläche (14) wenigstens
teilweise zu folgen, und eine Anzeigevorrichtung aufweist, die auf
eine Versetzung des Stiftes (32) über eine bestimmte Strecke
hinweg Beschichtungsverschleiß anzeigt.