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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren wie in dem Oberbegriff von Anspruch
1 definiert.
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Zusätzlich betrifft
die Erfindung eine Anlage wie in dem Oberbegriff von Anspruch 12
definiert.
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Bei
der Sägeausrüstung nach
dem Stand der Technik wurden viele Arten von Verfahren verwendet. Bei
einer kompakten Sägeausrüstung nach
dem Stand der Technik wird die Bearbeitung des unbearbeiteten Baumstammes
wie folgt ausgeführt.
Der unbearbeitete Baumstamm wird in einer vor der Sägeausrüstung angeordneten
Eingabeausrüstung
so positioniert, dass die Krümmung
des unbearbeiteten Baumstammes in einer Vertikalebene angeordnet
ist. Der unbearbeitete Baumstamm wird dann in eine erste Bearbeitungsausrüstung geführt, wobei
erste Parallelebenen in den gegenüberliegenden runden Seitenflächen des
unbearbeiteten Baumstammes ausgebildet werden. Dann folgt ein zweites
Teil der Bearbeitungsausrüstung,
wobei zweite Parallelebenen in den verbleibenden gegenüberliegenden,
runden unteren und oberen Flächen
des unbearbeiteten Baumstammes ausgebildet werden. Nach der Bearbeitungsausrüstung wird
der unbearbeitete Baumstamm direkt in eine Teilungsstufe geführt, in
welcher der abgeschrägte
Block mittels einer Kreissäge,
die mit in einer Horizontalrichtung angeordneten Kreissägeblättern ausgerüstet ist,
in Nutzholz der gewünschten Größe geteilt
wird. Sägeausrüstung dieser
Art ist sehr kompakt, wenn alle Teile der an dem unbearbeiteten
Baumstamm arbeitenden Ausrüstung
nacheinander angeordnet sind und der unbearbeitete Baumstamm während des
Sägens
nicht umgewendet wird. Stattdessen stellt die niedrige Ausbeute
ein Problem insbesondere bei unbearbeiteten Baumstämmen dar, die
einen langen Durchmesser aufweisen. Ein relativ großer Teil
der gegenüberliegenden
runden Flächen des
unbearbeiteten Baumstammes muss durch die Bearbeitungsausrüstung in
Form von Spänen
entfernt werden, so dass die Form des unbearbeiteten Baumstammes
direkt zum Sägen
in der Teilungsstufe geeignet ist.
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Andererseits
kann die Ausbeute erhöht
werden, wenn die ersten Seitenbretter unmittelbar nach der Bearbeitungsausrüstung aus
dem unbearbeiteten Baumstamm herausgesägt werden. Dadurch werden die
Seitenbretter durch vertikal angeordnete Kreissägeblätter von den gegenüberliegenden
Seitenflächen
des unbearbeiteten Baumstammes geschnitten. Das so gesägte Seitenbrett
kann hierbei durch das Sägen
in der Teilungsstufe nicht transportiert werden, sondern zwischen
der Bearbeitungsausrüstung
und dem Sägen
in der Teilungsstufe muss mindestens ein Spielraum angeordnet sein,
der so lang wie die Länge
des längsten
zu sägenden
unbearbeiteten Baumstammes ist, in den die ersten abgesägten Seitenbretter
von der Linie weg abgelegt, und nach der Seite bewegt werden können. Zusätzlich ist
auch Raum für
die Eingabeausrüstung
erforderlich. Dadurch erhöht
sich die Gesamtlänge
der Sägeausrüstung beträchtlich.
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In
der DE-Patentanmeldung Nr. 2928949 (entsprechend U.S.-Patent Nr.
4,327,789) ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Verarbeitung
länglicher
unbearbeiteter Baumstämme
offenbart, so dass sie eine maximale Produktion von Bauholz ergeben. Der
unbearbeitete Baumstamm wird zu einem ersten Abmeißelkanter
geführt,
wobei erste Parallelebenen in den gegenüberliegenden runden Seiten
des unbearbeiteten Baumstammes ausgebildet werden. Der unbearbeitete
Baumstamm wird dann um 90 Grad um seine Längsachse gedreht, wobei der
unbearbeitete Baumstamm danach zu einem zweiten Abmeißelkanter
geführt
wird, wobei zweite Parallelebenen in den verbleibenden zwei gegenüberliegenden
runden Seiten des unbearbeiteten Baumstammes ausgebildet werden.
Der unbearbeitete Baumstamm ist nun in einen abgeschrägten Block
mit Rechteckform geformt, der runde, unbearbeitete Ecken aufweist. Auf
den zweiten Abmeißelkanter
folgt eine erste Verarbeitungsstation, die Messerköpfe aufweist,
die sich auf Vertikalachsen drehen, welche die verbleibenden gegenüberliegenden,
unbearbeiteten Ecken des unbearbeiteten Baumstammes abfräsen werden.
Auf die erste Verarbeitungsstation folgt eine erste Kreissäge, die
in einer Vertikalebene schneidet, die verwendet wird, um ein erstes
Seitenbrettpaar von den Seiten des unbearbeiteten Baumstammes zu
schneiden. Der unbearbeitete Baumstamm wird nach der ersten Kreissäge erneut
um 90 Grad um seine Längsachse
gedreht, wobei der unbearbeitete Baumstamm danach zu einer zweiten
Verarbeitungsstation geführt
wird, die Messerköpfe
aufweist, die sich auf Vertikalachsen drehen, welche die verbleibenden
gegenüberliegenden,
unbearbeiteten Ecken des unbearbeiteten Baumstammes abfräsen werden.
Auf die zweite Verarbeitungsstation folgt eine zweite Kreissäge, die
in einer Vertikalebene schneidet, die verwendet wird, um ein zweites
Seitenbrettpaar von den Seiten des unbearbeiteten Baumstammes zu
schneiden. Auf die zweite Kreissäge
kann dann eine dritte Kreissäge
folgen, die zur Ausführung
einer Teilung des verbleibenden Teiles des unbearbeiteten Baumstammes
verwendet wird. Diese Vorrichtung ist sehr lang auf Grund der Tatsache,
dass der unbearbeitete Baumstamm an zwei unterschiedlichen Standorten um
90 Grad gedreht wird, und dass die Seitenbretter an zwei unterschiedlichen
Stellen von der Linie weg abgelegt, und nach der Seite bewegt werden.
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In
dem U.S.-Patent 4,270,423 ist eine Vorrichtung und ein Verfahren
zur Umwandlung von Baumstamm-Randbeschnittteilen
von vier Seiten eines jeden unbearbeiteten Baumstammes in verwendbare
flachseitige Bauholzteile offenbart. Die Baumstamm-Randbeschnittteile
wurden zum Beispiel mittels einer Kreissäge von den runden Seitenflächen eines
unbear beiteten Baumstammes geschnitten. Die Baumstamm-Randbeschnittteile,
die eine flache untere Fläche
und eine gegenüberliegende
runde Fläche
aufweisen, werden auf eine Fördervorrichtung
gelegt und in ein erstes Paar vertikaler Kreissägeblätter zum Randbeschnitt gegenüberliegender
Seitenkanten des Baumstamm-Randbeschnittteiles
eingeführt.
Das randbeschnittene Baumstammteil wird dann weiter auf der Fördervorrichtung zu
einem zweiten horizontalen Kreissägeblatt transportiert, welches
den runden oberen Teil des randbeschnittenen Baumstammteiles wegschneidet.
Das Baumstamm-Randbeschnittteil wird somit in ein Seitenbrett umgewandelt,
welches eine flache untere Fläche
und eine parallele flache obere Fläche sowie parallele flache
Seitenflächen
aufweist. Die Baumstamm-Randbeschnittabfallsegmente,
die mit dem ersten Paar von vertikalen Sägeblättern geschnitten werden, werden
mit keilförmigen
Baumstamm-Randbeschnittführungen
geführt
um zu veranlassen, dass sich die Segmente von der Fördervorrichtung
wegbewegen, so dass sie nicht mit der zweiten horizontalen Kreissäge kollidieren.
Ein zweiter Satz von Führungen
wirkt mit dem ersten Satz von keilförmigen Führungen zusammen, um die Randbeschnittsegmente von
der oberen Fläche
der Vorrichtung weg, und in einen Siebschutzbehälter und in einen Randbeschnittaufnahmebehälter zu
befördern.
Die Randbeschnittsegmente, die auf die Seite der Vorrichtung zwischen dem
ersten Paar vertikaler Sägeblätter und
dem zweiten horizontalen Sägeblatt
zu führen
sind, weisen eine ziemlich kleine Abmessung und einen kleinen Biegewiderstand
auf. Seitenbretter weisen anderer seits eine viel größere Abmessung
und einen viel größeren Biegewiderstand
im Vergleich zu den kleinen Randbeschnittsegmenten auf. Daher ist
es nicht möglich,
Seitenbretter mit einer solchen einfachen Anordnung auf die Seite
der Sägevorrichtung
zu führen.
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Die
Lösung
gemäß der Erfindung
stellt eine Verbesserung der Lösungen
nach dem Stand der Technik dar.
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Bei
der Lösung
gemäß der Erfindung
ist die Sägeausrüstung sehr
kompakt, ohne jede schädliche Auswirkung
auf die Ausbeute.
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Die
hauptsächlichen
kennzeichnenden Merkmale des Verfahrens gemäß der Erfindung gehen aus dem
kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 hervor.
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Was
die hauptsächlichen
kennzeichnenden Merkmale der Anlage gemäß der Erfindung betrifft, so
gehen diese aus dem kennzeichnenden Teil von Anspruch 12 hervor.
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Die
Anlage zum Sägen
eines unbearbeiteten Baumstammes weist eine Sägeausrüstung auf, wobei der unbearbeitete
Baumstamm nach vorne in die Eingaberichtung zugeführt wird.
Am Anfang der Sägeausrüstung ist
ein erstes Teil von Bearbeitungsausrüstung angeordnet, welches zur
Bearbeitung erster Parallelebenen in gegenüberliegende runde Flächen des
unbearbeiteten Baumstammes verwendet wird. Ein zweites Teil von
Bearbeitungsausrüstung
ist nach dem ersten Teil von Bearbeitungsausrüstung angeordnet und wird zur
Bearbeitung zweiter Parallelebenen in die verbleibenden gegenüberliegenden,
runden Flächen
des unbearbeiteten Baumstammes verwendet, wobei die zweiten Ebenen
in einem Winkel von 90 Grad im Verhältnis zu den ersten Ebenen
verlaufen. Durch diese zwei aufeinanderfolgenden Teile von Bearbeitungsausrüstung wurde
der unbearbeitete Baumstamm in einen abgeschrägten Block mit Rechteckform
geformt, dessen Eckflächen rund
sind. Auf das zweite Teil von Bearbeitungsausrüstung folgt eine erste Kreissäge, die
zum Sägen mindestens
eines Paares von Seitenbrettern von den ein Paar ausbildenden ersten
oder zweiten Parallelebenen verwendet wird. Auf die erste Kreissäge folgt eine
zweite Kreissäge,
die zur Ausführung
des Sägens
des verbleibenden abgeschrägten
Blockes in Nutzholz der gewünschten
Art verwendet wird.
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Zusätzlich weist
die Anlage gekrümmte
Führungselemente
auf, die zwischen der ersten Kreissäge und der zweiten Kreissäge angeordnet
sind, wobei Leitschienen auf die gekrümmten Führungselemente folgen, wobei
die Seitenbretter des mindestens einen Paares von Seitenbrettern
mit den gekrümmten
Führungselementen
und schräg
nach der Seite im Verhältnis
zu der Eingaberichtung des unbearbeiteten Baumstammes verlaufenden
Leitschienen geführt
werden, so dass sich die Seitenbretter auf der ersten Seite des
mindestens einen Paares von Seitenbrettern an einer Seite der zweiten
Kreissäge
vorbeibewegen, und sich die Seitenbretter auf der anderen Seite
des mindestens einen Paares von Seitenbrettern an der gegenüberliegenden
Seite der zweiten Kreissäge
vorbeibewegen. Die Anlage weist weiterhin Fördervor richtungen auf, welche
die Seitenbretter des mindestens einen Paares von Seitenbrettern
entlang der Leitschienen an den gegenüberliegenden Seiten der zweiten
Kreissäge
vorbei transportieren.
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Durch
das Führen
der von der ersten Kreissäge
abgesägten
Seitenbretter auf die Seite ist es möglich, eine kompakte Sägeausrüstung zu
konstruieren, bei der alle an dem unbearbeiteten Baumstamm arbeitenden
Teile nacheinander in der Eingaberichtung des unbearbeiteten Baumstammes,
und in einem kurzen Abstand voneinander angeordnet sind. Der unbearbeitete
Baumstamm wird während der
Bearbeitung nicht umgewendet, wird jedoch direkt durch die Sägeausrüstung geführt. Eine
Sägeausrüstung dieser
Art kann so konstruiert werden, dass sie beträchtlich kürzer als Sägeausrüstung nach dem Stand der Technik
ist, bei der die durch die erste Kreissäge abgesägten Seitenbretter nicht auf die
Seite geführt
werden. Somit wird mit der Lösung gemäß der Erfindung
eine beträchtliche
Platzeinsparung sowie Kosteneinsparungen bei den Konstruktionskosten
erreicht.
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Mit
der Lösung
gemäß der Erfindung
kann eine kompakte Sägeausrüstung konstruiert
werden, deren Ausbeute ebenfalls gut ist. Bei Sägeausrüstung nach dem Stand der Technik,
bei der die Seitenbretter nicht vor dem Sägen in der Teilungsstufe von den
Seiten des unbearbeiteten Baumstammes freigegeben werden, muss ein
größerer Teil
von den Seiten des unbearbeiteten Baumstammes in Form von Spänen durch
die Bearbeitungsausrüstung
abgearbeitet werden, wodurch die Ausbeute an Nutzholz verringert
wird.
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Bei
einer vorteilhaften Ausführungsform
gemäß der Erfindung
wird der unbearbeitete Baumstamm so in die Sägeausrüstung eingeführt, dass
die Krümmung
des unbearbeiteten Baumstammes in einer Horizontalebene angeordnet
ist. Als Folge davon kann das Teilungssägen durch schneidende Kreissägeblätter in
einer Vertikalrichtung ausgeführt
werden, wobei sich der fertige Nutzholzstapel in einer Vertikalebene
befindet. Dies ist wiederum ein Vorteil bei der weiteren Handhabung
des Nutzholzstapels, bei der es leichter ist, die einzelnen Nutzholzteile
voneinander zu trennen. Wenn sich der Nutzholzstapel in einer Vertikalebene
befindet, werden die einzelnen Nutzholzteile insbesondere unter
Winterbedingungen nicht gefrieren und so aneinander anhaften, wie
es bei einem in einer Horizontalebene angeordneten Nutzholzstapel
der Fall ist.
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Wenn
sich der Nutzholzstapel in einer Vertikalebene befindet, besteht
keinerlei Notwendigkeit zur Freigabe von Messern nach der Kreissäge in der Teilungsstufe.
Die in einer Vertikalebene angeordneten Nutzholzteile bleiben nicht
so auf die Blätter
gepresst, dass sich die Blätter überhitzen
würden. Wenn
sich der Nutzholzstapel in einer Horizontalebene befindet, dann
müssen
nach der Kreissäge
der Teilungsstufe freizugebende Messer verwendet werden, mit denen
die einzelnen Nutzholzteile daran gehindert werden, sich auf die
Blätter
der Kreissäge
zu pressen.
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Nachfolgend
wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Figuren in den dazugehörigen Zeichnungen
beschrieben, die eine vorteilhafte Anlage darstellen, die das Verfahren
gemäß der Erfindung verkörpert, wobei
nicht beabsichtigt ist, die Erfindung nur auf die Details dieser
Ausführungsform
zu begrenzen.
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1 ist
eine Querschnittsansicht eines unbearbeiteten Baumstammes in verschiedenen
Stufen des Sägens.
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2 ist
eine schematische Ansicht einer Sägeausrüstung in einer Seitenansicht,
bei der das Verfahren gemäß der Erfindung
implementiert wird.
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3 ist
eine Draufsicht auf die Sägeausrüstung gemäß 2.
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4 ist
eine Draufsicht, die darstellt, wie ein unbearbeiteter Baumstamm 10 in
die Sägeausrüstung zugeführt wird.
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In 1 ist
die Form des zu sägenden
Holzes 10 in verschiedenen Behandlungsstufen A-G in der
Sägeausrüstung dargestellt.
In der Behandlungsstufe A wird das Holz (der unbearbeitete Baumstamm) 10 in
einer zum Sägen
geeigneten Position positioniert, und wird in die Sägeausrüstung zugeführt. In
der nachfolgenden Stufe B werden die gegenüberliegenden runden Seitenflächen des
Holzes 10 in Parallelebenen 1a, 1b bearbeitet.
In der nachfolgenden Stufe C werden die verbleibenden gegenüberliegenden,
runden Seitenflächen
des Holzes 10 in Parallelebenen 2a, 2b bearbeitet.
In den oben erwähnten
Stufen B und C wurde der unbearbeitete Baumstamm in einen abgeschrägten Block
mit einer Rechteckform geformt, der runde, unbearbeitete Eckflächen aufweist.
In Stufe D werden erste Schnitte 3 mit einer Innenwinkelform
in die verbleibenden runden Eckflächen des Holzes 10 eingearbeitet,
welche die ersten Parallelebenen 1a, 1b des Holzes 10 einfassen.
In Stufe E wird ein erstes Seitenbrettpaar 5a, 5b von
den oberen und unteren Flächen
des Holzes 10 geschnitten. In Stufe F werden zweite und
dritte Schnitte 4 mit einer Innenwinkelform in die verbleibenden
runden Eckflächen
des Holzes 10 eingearbeitet, welche die Parallelebenen 1a, 1b und 2a, 2b des
Holzes 10 einfassen. In Stufe G wird der verbleibende abgeschrägte Block
in Nutzholz der gewünschten
Größe geteilt,
zum Beispiel so, dass von den gegenüberliegenden Seitenflächen des
abgeschrägten
Blockes zweite und dritte Seitenbrettpaare 6a, 6b, 7a, 7b abgeschnitten
werden, und das verbleibende Kernholz wird in Planken 8a, 8b, 9a, 9b geteilt.
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2 ist
eine schematische Ansicht der Sägeausrüstung gemäß der Erfindung,
von einer Seite. In 3 ist die Sägeausrüstung gemäß 2 von oben
gesehen dargestellt. Die Eingaberichtung des unbearbeiteten Baumstammes
ist durch einen Pfeil S in den Figuren dargestellt.
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Die
Sägeausrüstung 900 enthält die folgenden
Ausrüstungsteile
zur Bearbeitung des unbearbeiteten Baumstammes 10. Am Anfang
der Sägeausrüstung ist
ein erstes Teil von Bearbeitungsausrüstung vorhanden, welches in
einer Horizontalebene arbeitet, wobei es sich um einen Abmeißelkanter 20 handelt.
Der erste Abmeißelkanter 20 wird
zum Einarbeiten der Parallelebenen 1a, 1b der
in 1 dargestellten Stufe B in die oberen und unteren
Flächen
des unbearbeiteten Baumstammes 10 verwendet. Auf den ersten
Abmeißelkanter 20 folgt
ein zweites Teil von Bearbeitungsausrüstung, welches in einer Vertikalebene
arbeitet, wobei es sich um einen Abmeißelkanter 30 handelt.
Der zweite Abmeißelkanter 30 wird
zur Bearbeitung der Parallelebenen 2a, 2b der
in 1 dargestellten Stufe C in die Seitenflächen des
unbearbeiteten Baumstammes 10 verwendet. Dadurch wurde
der unbearbeitete Baumstamm 10 in einen abgeschrägten Block
mit Rechteckform geformt, der runde, unbearbeitete Ecken aufweist.
Auf den zweiten Abmeißelkanter 30 folgt eine
erste Profilierungseinheit 40, die kleine, in einer Vertikalebene
schneidende Kreissägeblätter und
danach in einer Horizontalebene bearbeitende Fräselemente aufweist. Die erste
Profilierungseinheit wird zur Bearbeitung der Schnitte 3 der
in 1 dargestellten Stufe D verwendet. Auf die erste
Profilierungseinheit 40 folgt eine erste Kreissäge 50,
die in einer Horizontalebene schneidet, die zur Ausführung des
Abschneidens des ersten Seitenbrettpaares 5a, 5b der
in 1 dargestellten Stufe E von den oberen und unteren
Flächen
des unbearbeiteten Baumstammes 10 verwendet wird. Auf die
erste Kreissäge 50 folgen nacheinander
angeordnete zweite 60 und dritte 70 Profilierungseinheiten,
wovon jede kreisförmige Sägeblätter und
auf dieselben folgende Fräselemente
umfasst, und die zur Bearbeitung der Schnitte 4 von Stufe
F in 1 verwendet werden. Auf die dritte Profilierungseinheit 70 folgt
eine zweite Kreissäge 80,
die in einer Vertikalebene angeordnet ist, und die zur Ausführung der
Teilung des verbleibenden Teiles des abgeschrägten Blockes in Nutzholz 6a, 6b, 7a, 7b, 8a, 8b, 9a, 9b der
gewünschten
Art verwendet wird. Die Teilung wird so ausgeführt, dass zweite und dritte
Seitenbrettpaare 6a, 6b, 7a, 7b von
den Kanten des abgeschrägten
Blockes abgesägt
werden, und das Kernholz zum Beispiel in Planken 8a, 8b, 9a, 9b geteilt
wird. Diese Teile von den unbearbeiteten Baumstamm 10 bearbeitenden
Teilen von Ausrüstung
sind alles herkömmliche
Ausrüstungsteile,
die bei der Sägeausrüstung 900 allgemein
verwendet werden, und den Fachleuten auf diesem Gebiet bekannt sind.
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Zusätzlich zu
der oben erwähnten,
den unbearbeiteten Baumstamm 10 bearbeitenden Ausrüstung umfasst
die Sägeausrüstung herkömmliche Ausrüstung, die
zur Führung
des unbearbeiteten Baumstammes 10 und dazu benötigt wird,
um ihn nach vorne zuzuführen,
wie zum Beispiel Führungen 100, 110, 120, 130 und
Eingaberollen 200, 210, 220, 230, 240 in
einer Vertikalrichtung sowie Eingaberollen 300, 310, 320, 330, 340 in
einer Horizontalrichtung. Diese Ausrüstungsteile zum Führen des
unbearbeiteten Baumstammes und zum Zuführen desselben nach innen,
sind ebenfalls herkömmliche
Ausrüstungs teile,
die bei der Sägeausrüstung 900 allgemein
verwendet werden, und Fachleuten auf diesem Gebiet bekannt sind.
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Die
erste Kreissäge 50 wird
zum Absägen
eines ersten Seitenbrettpaares 5a, 5b von dem
abgeschrägten
Block verwendet. Das erste Seitenbrett 5a des ersten Seitenbrettpaares 5a, 5b,
welches von der unteren Fläche 1a des
abgeschrägten
Blockes abgesägt
ist, wird dann auf einem ersten gekrümmten Führungselement 410 auf
einer Leitschiene 420 schräg nach unten, und weiter zwischen
der ersten Leitschiene 420 und einem über der ersten Leitschiene 420 angeordneten
ersten Bandförderer 430 geführt. Der
erste Bandförderer 430 führt dann
das erste untere Seitenbrett 5a des ersten Seitenbrettpaares 5a, 5b entlang
der ersten Leitschiene 420 schräg nach unten, so dass sich
das erste untere Seitenbrett 5a des ersten Seitenbrettpaares 5a, 5b an
den zweiten 60 und dritten 70 Profilierungseinheiten
vorbeibewegt, die zu der Teilungsstufe in Bezug stehen, sowie die
unter diesen befindliche zweite Kreissäge 80. Das erste obere
Seitenbrett 5b des ersten Seitenbrettpaares 5a, 5b,
welches von der oberen Fläche 1b des
unbearbeiteten Baumstammes 10 abgesägt ist, wird dann durch ein
zweites Führungselement 510 schräg nach oben
auf einer zweiten Leitschiene 520 und weiter zwischen der
zweiten Leitschiene 520 und einem zweiten Bandförderer 530 geführt, der über der
zweiten Leitschiene 520 angeordnet ist. Der zweite Bandförderer 530 führt dann
das erste obere Seitenbrett 5b des ersten Seitenbrettpaares 5a, 5b entlang
der zweiten Leitschiene 520 schräg nach oben, so dass sich das
erste obere Seitenbrett 5b des ersten Seitenbrettpaares 5a, 5b an
den zweiten 60 und den dritten 70 Profilierungseinheiten
vorbeibewegen wird, die zu der Teilungsstufe sowie der zweiten Kreissäge 80 über denselben
in Bezug stehen.
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Die
ersten unteren 5a und oberen 5b Seitenbretter
des ersten Seitenbrettpaares 5a, 5b werden dann
auf Fördervorrichtungen
in der Sägelinie
vorwärts
geführt.
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In 4 ist
die Eingabe des unbearbeiteten Baumstammes 10 in die Sägeausrüstung von
oben gesehen dargestellt. Daher wird der unbearbeitete Baumstamm 10 so
in der Eingabeausrüstung 910 positioniert,
die der Sägeausrüstung 900 vorangeht, dass
die gekrümmte
Richtung des unbearbeiteten Baumstammes 10 in einer Horizontalebene
liegt. Hier kann eine herkömmliche
Eingabeausrüstung verwendet
werden, wie zum Beispiel eine den unbearbeiteten Baumstamm messende
Ausrüstung
oder eine den unbearbeiteten Baumstamm drehende Ausrüstung usw.
Durch seine Art neigt der unbearbeitete Baumstamm dazu, sich so
zu positionieren, dass seine Krümmung
in einer Horizontalebene angeordnet ist. Wenn der unbearbeitete
Baumstamm so in die Sägeausrüstung eingeführt wird,
dass seine Krümmung
in einer Horizontalebene angeordnet ist, kann das Sägen der
Teilungsstufe, welches mit der zweiten Kreissäge erfolgt, durch in einer
Vertikalrichtung positionierte Kreissägeblätter ausgeführt werden, die der Krümmung des
unbearbeiteten Baumstammes folgen. Beim Sägen in der Teilungsstufe ergibt
sich dadurch ein Nutzholzpaket, welches durch separate, in einer
Vertikalebene angeordnete, aneinander angrenzende Nutzholzteile
ausgebildet wird. Nach den Kreissägeblättern der Teilungsstufe werden
hierdurch keine Trennmesser benötigt,
da die Nutzholzteile nicht auf die Blätter drücken.
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Die
Gesamtlänge
der in 2–4 dargestellten
Sägeausrüstung 900 beträgt annähernd 6,7 m.
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Bei
der in den Figuren dargestellten Ausführungsform wird die erste Kreissäge 50 zum
Absägen eines
Paares von Seitenbrettern 5a, 5b von dem unbearbeiteten
Baumstamm verwendet, wobei die erste Kreissäge 50 jedoch auch
zum Sägen
von zwei oder mehr Seitenbretterpaaren verwendet werden könnte. Hierbei
werden die an jeder Seite des unbearbeiteten Baumstammes abgesägten Seitenbretter als
ein Paket auf den gekrümmten
Führungselementen 410, 510 unter,
und dementsprechend über
die zu der Teilungsstufe in Bezug stehenden Bearbeitungsausrüstung 60, 70, 80 geführt. Natürlich bestimmt
die Anzahl von durch die erste Kreissäge freizugebenden Seitenbrettern
auch, wie viele Profilierungseinheiten vor der ersten Kreissäge benötigt werden.
Die Größe des zu
sägenden
unbearbeiteten Baumstammes bestimmt in großem Umfang, wie viele Seitenbretter
durch die erste Kreissäge
von dem unbearbeiteten Baumstamm abgesägt werden.
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Bei
der in den Figuren dargestellten Ausführungsform wird eine erste
Profilierungseinheit 40 vor der ersten Kreissäge 50 verwendet.
Mit dieser ersten Profilie rungseinheit 40 werden die Kanten
des von der ersten Kreissäge 50 abgesägten Seitenbrettpaares 5a, 5b begradigt.
In einer Situation, in der die Kanten des Seitenbrettpaares 5a, 5b nicht
gerade sein müssen,
kann die erste Profilierungseinheit 40 ausgelassen werden.
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Bei
der in den Figuren dargestellten Ausführungsform wird die zweite
Kreissäge 80 in
der Teilungsstufe zum Absägen
von zwei Paaren von Seitenbrettern 6a, 6b, 7a, 7b von
dem unbearbeiteten Baumstamm verwendet. Es wäre hier natürlich möglich, nur ein Paar von Seitenbrettern,
mehr als zwei Paare von Seitenbrettern oder kein Paar von Seitenbrettern
von dem unbearbeiteten Baumstamm abzusägen. Natürlich bestimmt die Anzahl von
durch die zweite Kreissäge 80 abzusägenden Seitenbrettern ebenfalls,
wie viele Profilierungseinheiten vor der zweiten Kreissäge 80 in
Gebrauch sind. Die Größe des zu
sägenden
unbearbeiteten Baumstammes bestimmt in großem Umfang, wie viele Seitenbretter durch
die zweite Kreissäge
in der Teilungsstufe von dem unbearbeiteten Baumstamm abgesägt werden. In
einer Situation, in der die Kanten der Seitenbrettpaare nicht gerade
sein müssen,
werden vor der zweiten Kreissäge 80 keine
Profilierungseinheiten benötigt.
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Die
Teilung des Kernholzes kann sich natürlich von der in 1 dargestellten
Situation unterscheiden, in der das Kernholz durch vier Kreissägeblätter geteilt
wird.
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Die
in den Figuren dargestellte Ausrüstung zur
Bearbeitung des unbearbeiteten Baumstammes kann mit nicht anpassbaren
oder anpassbaren Einstellungen arbeiten. Die Ausrüstung arbeitet
mit nicht anpassbaren Einstellungen, wenn die Anpassung von Einstellungen
während
eines Maschinenstillstandes manuell vorgenommen werden muss, und
sie arbeitet mit anpassbaren Einstellungen, wenn die Anpassung der
Einstellungen automatisch durchführbar ist.
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Bei
der in den Figuren dargestellten Ausführungsform wird der unbearbeitete
Baumstamm so in der Eingabeausrüstung
positioniert, die der Sägeausrüstung vorangeht,
dass die gekrümmte
Richtung des unbearbeiteten Baumstammes in einer Horizontalebene
angeordnet ist. Der unbearbeitete Baumstamm kann natürlich so
in der Eingabeausrüstung
positioniert werden, die der Sägeausrüstung vorangeht,
dass die gekrümmte
Richtung des unbearbeiteten Baumstammes in einer Vertikalebene angeordnet
ist. Das erste Paar von Seitenbrettern wird hierbei durch vertikal
positionierte Kreissägeblätter der
ersten Kreissäge
von den Seitenflächen
des abgeschrägten
Blockes abgesägt,
und das Sägen
in der Teilungsstufe wird durch horizontal positionierte Kreissägeblätter der
zweiten Kreissäge
ausgeführt, die
der Krümmung
des unbearbeiteten Baumstammes folgen. Das Sägen in der Teilungsstufe hat
hierdurch ein Nutzholzpaket zum Ergebnis, welches durch separate,
in einer Horizontalebene übereinander
angeordnete Nutzholzteile ausgebildet wird. Hierbei werden nach
den Kreissägeblättern der
Teilungsstufe Trennmesser benötigt,
damit die Nutzholzteile nicht übermäßig auf
die Blätter
drücken.
Wenn die in einer Horizontalebene angeordneten Nutzholzteile frei
auf die Blätter
drückend
verbleiben, werden sich die Blätter überhitzen,
wodurch ihre Lebensdauer kürzer
sein wird. Natürlich
müssen
die Profilierungseinheiten hierbei auch in Übereinstimmung mit einer solchen
Sägesituation
angepasst sein.
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Der
unbearbeitete Baumstamm kann natürlich
auch so in die Sägeausrüstung eingeführt werden,
dass sich die Ebene, in der die gekrümmte Richtung des unbearbeiteten
Baumstammes angeordnet ist, einen beliebigen Winkel mit der Vertikalebene ausbildet.
Hierbei wird die den unbearbeiteten Baumstamm bearbeitende Ausrüstung dementsprechend in
einer durch den betroffenen Winkel bestimmten Art positioniert.
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Nachfolgend
werden Ansprüche
präsentiert, die
den Erfindungsgedanken festlegen, innerhalb dessen Umfang sich Details
von der vorangegangenen Präsentation
unterscheiden können,
die nur beispielhaft gegeben war.
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Zusammenfassung
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Verfahren und Anlage zum
Sägen eines
unbearbeiteten Baumstammes
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Verfahren
und Anlage zum Sägen
eines unbearbeiteten Baumstammes (10). Die Anlage weist eine
Sägeausrüstung (900)
auf, in die der unbearbeitete Baumstamm (10) nach vorne
zugeführt
wird. Ein erstes Teil von Bearbeitungsausrüstung (20), mit dem
erste Parallelebenen (1a, 1b) in die gegenüberliegenden
runden Flächen
des unbearbeiteten Baumstammes (10) eingearbeitet werden.
Ein zweites Teil von Bearbeitungsausrüstung (30), mit dem zweite
Parallelebenen (2a, 2b) in die verbleibenden gegenüberliegenden
runden Flächen
des unbearbeiteten Baumstammes (10) eingearbeitet werden,
wobei der unbearbeitete Baumstamm (10) in einen abgeschrägten Block
mit Rechteckform geformt wurde, der runde unbearbeitete Eckflächen aufweist.
Eine erste Kreissäge
(50), mit der mindestens ein Paar von Seitenbrettern (5a, 5b)
von den ersten (1a, 1b) oder zweiten (2a, 2b)
Parallelebenen verwendet wird. Eine zweite Kreissäge (80),
mit welcher der verbleibende abgeschrägte Block in Nutzholz der gewünschten
Art gesägt
wird. Die Anlage weist auch gekrümmte
Führungselemente
(410, 510) auf, auf denen die Seitenbretter (5a, 5b)
des mindestens einen Paares von Seitenbrettern (5a, 5b)
schräg
nach der Seite geführt
werden, so dass sich die Seitenbretter (5a, 5b)
an der gegenüberliegenden
Seite der zweiten Kreissäge
(80) vorbeibewegen.
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