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Hintergrund
der Erfindung
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Die
Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen zum Messen elektrischer
Ströme
und insbesondere auf integrierende Elektrometer zum Messen schwankender
Ströme.
Die Erfindung bezieht sich weiter auf Instrumente, die integrierende
Elektrometer zum Messen elektrischer Ströme und zum Erzeugen von Teilchenkonzentrationsverteilung
auf Grundlage der elektrischen Beweglichkeit verwenden.
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Seit
den späten
sechziger Jahren nutzen Fachleute die elektrische Beweglichkeit
in einer Vielzahl von Instrumenten, um Anzahl und Größe von Partikeln
in Aerosolen, d.h. Partikelsuspensionen in gasförmigen Medien, zu bestimmen.
Ein solches Instrument ist beispielshalber in 1 gezeigt. Ein Aerosol, das eine polydispersierte
Teilchensuspension enthält,
wird in ein zylindrisches Gehäuse 1 an
einem Eingang 2 eingebracht, an dem eine elektrische Ladung
auf die Teilchen ausgeübt
wird. Ein laminarer Fluß gefilterter
Luft wird über
eine Leitung 3 in das Gehäuse eingebracht. Eine zylindrische
Mittelelektrode 4 wird auf Hochspannung gehalten, um die
geladenen Teilchen anzuziehen. Eine Außenwand 5 des Gehäuses ist
auf Erdpotential gelegt. Wenn sich das Aerosol und der Mantelstrom
vermischen und nach unten laufen, bewegen sich die geladenen Teilchen
auf die Elektrode 4 hin nach innen mit unterschiedlichen
Raten, wobei die Raten von der elektrischen Beweglichkeit abhängen. Teilchen
mit einer hohen Beweglichkeit, üblicherweise
kleinere Teilchen, treffen oberhalb eines Schlitzes 6 auf
die Elektrode 4. Teilchen mit einer niedrigeren Beweglichkeit treffen
unterhalb des Schlitzes auf die Elektrode. Teilchen in einem gewünschten
elektrischen Bereich treten in den Schlitz ein und laufen als monodispersiertes
Aerosol durch eine Leitung 7. Der Rest des ursprünglichen
Aerosols und der Mantelstrom treten an einer Auslaßleitung 8 aus
dem Instrument aus.
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Mittels
Durchschalten der an die Elektrode 4 angelegten Spannung
durch eine Reihe verschiedener Spannungspegel und durch eigenständiges Zählen der
Teilchen, die bei jedem Pegel die bestimmte elektrische Mobilität zeigen,
kann man dieses Instrument verwenden, um eine Größenverteilung oder ein Größenspektrum
der Teilchen zu erzeugen. Dieser Ansatz ist dann zufriedenstellend,
wenn man davon ausgehen kann, daß die Teilchenverteilung im
Aerosol weitgehend stabil bleibt, wie es z.B. bei Umweltüberwachungen
der Fall ist. Bei Anwendungen, bei denen für die das Aerosol bildenden
Teilchen schnelle Schwankungen zu erwarten sind, wie es beispielsweise
bei Untersuchung von Motorenabgaspartikeln der Fall ist, kann sich
die Zeit, die zum Durchschalten der Elektrodenspannung durch die
gewünschte
Abfolge von Spannungspegeln benötigt
wird, störend auf
das Erfordernis schnelle Zustandsänderungen zu verfolgen auswirken.
Darüber
hinaus kann man diesen Ansatz nicht verwenden, um diskret Messungen zu
erzeugen, die verschiedene Teilchengrößen in derselben Ansammlung
oder im selben Volumen des Aerosols wiedergeben, wenn es durch das
Instrument wandert.
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Diesen
Gesichtspunkten gewidmet wurden Teilchenmeßinstrumente mit modifizierten
Elektrodenausbildungen entwickelt, um die gleichzeitige Erzeugung
mehrerer Ströme
zur Teilchenklassierung zu ermöglichen.
Ein jüngst
entwickeltes Instrument hat beispielsweise eine einzelne Mittelsäulenelektrode,
die auf einem oder mehrere positive Spannungspegel vorgespannt und
von einer Reihe axial verlaufender ringförmiger Kollektorelektroden
umgeben ist, welche auf Erdpotential gehalten werden. Kleinere, hochbewegliche
Partikel werden an den stromaufwärts
gelegenen Elektroden aufgesammelt, und größere, niedrigbewegliche Teilchen
an den stromabwärts
gelegenen Elektroden. Jede Elektrode erzeugt ihren eigenen Meßstrom aufgrund
der aufgesammelten Partikel im entsprechenden elektrischen Beweglichkeitsbereich,
der wiederum dazu dient, den Partikelgrößenbereich wiederzugeben. Dementsprechend
werden mehrere Größenmessungen
gleichzeitig aufgenommen, ohne daß man verschiedene Spannungspegel
durchlaufen müßte. Darüber hinaus können Einzelvolumen
oder -ansammlungen des Aerosols in verschiedenen Kanälen oder
Stufen gemessen werden, die jeweils einer der Kollektorelektroden entsprechen,
wenn das Aerosolvolumen durch das Instrument läuft.
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Die
durch das Partikelaufsammeln an den ringförmigen Elektroden erzeugten
Ströme
werden mit Elektrometerverstärkern
gemessen, die jeweils eine Ausgangsspannung erzeugen, welche dem
zufließenden
Strom entspricht. Üblicherweise
haben Elektrometerverstärkerschaltungen
Kooperationsverstärker
mit niedrigen Eingangsgrundströmen
und großen
Widerstandswerten in den Rückkopplungsschleifen.
Die zu messenden Ströme
werden an den negativen Eingängen
der Operationsverstärker
zugeführt.
Im Ergebnis wird eine Ausgangsspannung U gemäß der Formel U = –I × R erzeugt,
wobei I der zugeführte
Strom und R der Widerstand ist.
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Obwohl
diese Anordnung besser geeignet ist, um wechselnde Partikelpegel
in überwachten
Aerosolen nach zu verfolgen, erfordert das thermische Rauschen,
das durch den großen
Widerstand bedingt ist, ein Tiefpaßfilter zur Rauschunterdrückung. Das
begrenzt die Gesamtbreite der Meßschaltung, wodurch die Fähigkeit,
Schwankungen in der Partikelgröße und -konzentration
genau zu verfolgen, vermindert ist. Dadurch ist dieser Ansatz nicht
vollständig
zufriedenstellend, um Transienten im Abgas von Motoren zu verfolgen.
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Es
ist deshalb ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Instrument
zum Charakterisieren von Aerosolpartikeln gemäß deren elektrischer Beweglichkeit bereitzustellen,
das die Fähigkeit
hat, die Partikel anhand der in der Amplitude niedrigen Partikelsammelströme, welche
schnellen Schwankungen unterworfen sind, zu klassieren.
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Ein
weiteres Ziel der Erfindung ist es, ein Aerosolpartikelspektrometer
zu schaffen, das gleichzeitig mehrere Ströme erzeugen kann, die Partikel
in verschiedenen elektrischen Beweglichkeitsbereichen wiedergeben
und mit einer hohen Abtastrate gewonnen werden, um Schwankungen
der mehreren Ströme
verbessert verfolgen zu können.
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Ein
weiteres Ziel der Erfindung ist es, eine integrierende Elektrometerschaltung
zu schaffen, die derart ausgebildet ist, daß Sie ein Ausgangssignal erzeugt,
das zeitschnell und exakt Eingangsströme charakterisiert, um eine
genauere Nachverfolgung schnell schwankender Eingangsströme zu ermöglichen.
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Ein
weiter zusätzliches
Ziel ist es, ein Verfahren zum Messen elektrischer Ströme durch
Stromintegration über
einen von mindestens einem Schwellwertsignalpegel vorbestimmten
Bereich zu schaffen, wobei der Schwellwertpegel verwendet wird zum schnellen
Rücksetzen
eines Ausgangssignals auf Grundlage des eingehenden Stroms durch
Zwangsrücksetzung
des Ausgangssignals in den Betriebsbereich zur weiteren Integration.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Um
dieses und weitere Ziele zu erreichen wird ein integrierendes Elektrometer
und eine Schnellrücksetzschaltung
bereitgestellt. Die Schaltung umfaßt einen Operationsverstärker mit
einem Integratoreingang zum Zuführen
eines elektrischen Eingangsstromes, einen Integratorausgang zum
Erzeugen von Integratorausgangsspannungsänderungen in einer vorbestimmten
ersten Richtung und mit einer Rate, die vom Niveau des Eingangsstromes
abhängt,
und einer Rückkopplungsschleife
mit einem integrierenden Kondensator. Zur Detektion einer Spannung
entlang der Rückkopplungsschleife
ist eine erste Schaltung vorgesehen, um eine Zustandsüberwachungsspannung
bereitzustellen, die abhängig
vom Eingangsstrom Änderungen
gemäß den Änderungen
der Integratorausgangsspannung unterworfen ist. Eine Spannungsquelle
stellt eine im wesentlichen stabile erste Schwellwertspannung ein, die
eine erste Grenze des Betriebsbereiches festlegt, über den
der Eingangsstrom integriert wird. Zum Empfang der Zustandsüberwachungsspannung
und der ersten Schwellwertspannung ist eine zweite Schaltung vorgesehen.
Die zweite Schaltung detektiert eine Veränderung der Zustandsüberwachungsspannung
in die erste Richtung über
die erste Schwellwertspannung hinaus und aus dem Betriebsbereich
heraus. Wurde diese Veränderung
detektiert, wendet die zweite Schaltung ein erstes Rücksetzsignal
auf die Rückkopplungsschleife
an, um die Zustandsüberwachungsspannung
in eine zweite entgegengesetzte Richtung zu einem Punkt im Betriebsbereich
einzustellen, um den Eingangsstrom weiter zu integrieren.
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Vorzugsweise
umfaßt
die Schaltung weiter eine Spannungsquelle, um eine im wesentlichen
stabile zweite Schwellwertspannung einzustellen, die eine zweite,
gegenüberliegende
Grenze des Betriebsbereiches festlegt. Eine dritte Schaltung empfängt die
Zustandsüberwachungsspannung
und die zweite Schwellwertspannung und detektiert eine Bewegung
der Zustandsüberwachungsspannung
in die zweite Richtung über
die zweite Schwellwertspannung hinaus und aus dem Betriebsbereich
heraus. Wurde diese Veränderung
in die zweite Richtung detektiert, wendet die zweite Schaltung ein
zweites Rücksetzsignal
auf die Rückkopplungsschleife
an, um die Zustandsüberwachungsspannung
in die erste Richtung zu einem Punkt im Betriebsbereich zurückzustellen,
um den Eingangsstrom weiter zu integrieren.
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In
einem besonders bevorzugten Ansatz ist die Zustandsüberwachungsspannung
im Betriebsbereich höher
als die erste Schwellwertspannung, niedriger als die zweite Schwellwertspannung
und wird während
der Integration des Eingangsstromes verringert. Dann ist die zweite
Schaltung so ausgebildet, daß sie
der Rückkopplungsschleife
während
der Integration eine stabile, niedrige Spannung bereitstellt. Zeigt
sich, daß die
Zustandsüberwachungsspannung auf
einem Pegel unterhalb der ersten Schwellwertspannung verringert
wurde, schaltet die Schaltung um, und führt der Rückkopplungsschleife eine stabile Hochspannung
zu, um den Integrationskondensator schnell aufzuladen, wodurch die
Zustandsüberwachungsspannung
nach oben gestellt wird.
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In
diesem Ansatz erzeugt die dritte Schaltung weiter während der
normalen Integration eine stabile Hochspannung. Zeigt sich, daß die Zustandsüberwachungsspannung
auf ein Niveau über
der zweiten Schwellwertspannung erhöht wurde, was üblicherweise
ein Ergebnis der schnellen Aufladung des Integrationskondensators
ist, stellt die dritte Schaltung das zweite Rücksetzsignal bereit, in dem von
der Hochspannung auf die stabile niedrige Spannung umgeschaltet
wird, wodurch der Kondensator schnell entladen wird.
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Als
weiter bevorzugtes Merkmal ist eine Versorgungssteuerschaltung so
angeschlossen, daß sie das
erste Rücksetzsignal
von der zweiten Schaltung empfängt
und den Operationsverstärker
mit Energie versorgt. Während
der Integration gewährleistet
die Versorgungssteuerschaltung eine stabile Hochpegelspannung für den OPA.
Empfängt
sie das erste Rücksetzsignal
von der zweiten Schaltung, schaltet die Versorgungssteuerschaltung
ihren Ausgang vom Hochspannungspegel auf einen gleichmäßigen Niedrigspannungspegel,
wodurch die Versorgung für den
Verstärker
abgeschaltet wird. Beendet die zweite Schaltung das erste Rücksetzsignal
reagiert die Versorgungssteuerschaltung dadurch, daß sie die
Versorgung für
den OPA wieder herstellt.
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Ein
weiteres vorteilhaftes Merkmal ist eine Ladungsbegrenzungsschaltung,
die zwischen die zweite Schaltung und die Rückkopplungsschleife gekoppelt
ist, um ein Überladen
des Integrationskondensators zu vermeiden.
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Ein
bevorzugter Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung liegt darin,
daß der
Verstärker
oder die Schaltungsverstärkung
durch den Integrationskondensator festgelegt wird und nicht durch
einen Rückkopplungswiderstand
mit hohem Widerstandswert. Dies vermeidet eine Hauptquelle für Rauschen in
der Schaltung und begrenzt das Schaltungsrauschen im wesentlichen
auf das des Operationsverstärkers.
Da die Bandbreite des Integrationsschaltungssignals nicht begrenzt
werden muß,
hat das Ausgangssignal eine größere Bandbreite
zur verbesserten Nachverfolgung von Schwankungen in Aerosolteilchensuspensionen.
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Die
Schaltkreise des integrierenden Elektrometers sind etwas komplexer
als die Schaltkreise üblicher
Differentialverstärker,
da der integrierende Kondensator wiederholt geladen und entladen
werden muß,
abhängig
davon, ob die Stromintegration das Integratorschaltungssignal erhöht oder
vermindert. Darüber
hinaus stellt das Rücksetzen
des Kondensators eine „Ausschaltzeit" dar, in der das
Signal der Integratorschaltung den Eingangsstrom nicht verläßlich wiedergibt,
wodurch Veranlassung dazu besteht, Daten, die während der Rückschaltstufe erzeugt werden,
wahlweise zu unterdrücken.
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Erfindungsgemäß werden
diese Bedenken zuerst durch eine Begrenzung der Rückschaltzykluszeit
angegangen. In dieser Hinsicht werden die obere und untere Schwellwertspannung
zum Auslösen
des Ladens bzw. Entladens des integrierenden Kondensators verwendet.
Je nachdem welchen Schwellwert die Zustandsüberwachungsspannung beim Verlassen
des vorbestimmten Betriebsbereiches durchläuft, wendet die Rücksetzschaltung
entweder eine Hochspannung zum schnellen Laden des Kondensators
oder eine niedrige (im wesentlichen Null-)Spannung zum schnellen
Entladen des Kondensators an.
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Wenn
die Integration das Integrationsschaltungssignal vermindert, wie
in der oben angesprochenen bevorzugten Bauweise, umfaßt jeder
Kondensatorrückschaltzyklus
vorzugsweise ein schnelles Laden unmittelbar gefolgt von einem schnellen Entladen.
Das Entladen, das vom Wiedereintreten der fallenden Zustandsüberwachungsspannung
in den Betriebsbereich beendet wird, bringt die Spannung nahe die
obere Grenze des Bereiches für
einen weiteren Integratorzyklus, in dem die Zustandsüberwachungsspannung
schrittweise vermindert wird.
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Als
Ergebnis des erzwungenen oder „harten" Ladens und Entladens
des integrierenden Kondensators ist der Rücksetzzyklus extrem kurz verglichen mit übrigen Meß(Integrations)zyklen.
Beispielsweise dauert in einer Bauweise der Schaltung jeder Integrationszyklus
mindestens eine Sekunde, wohingegen der Rücksetzzyklus etwa eine Millisekunde
dauert. Dadurch ist auch bei hoher Abtastung des Integrationsschaltungssignals,
z.B. bei 10 mal pro Sekunde, die Wahrscheinlichkeit, daß Daten
aufgenommen werden, die während
Rücksetzzyklen
erzeugt werden, äußerst gering.
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Um
dennoch sicherzustellen, daß solche
Daten unterdrückt
werden, beinhaltet die Integrationsschaltung vorzugsweise eine Logik
zum Vergleichen jedes Meßwertes
mit dem unmittelbar vorangehenden Meßwert und dem unmittelbar folgenden
Meßwert
und zur Berechnung des Unterschiedes zwischen den Meßwerten.
Die Unterschiede werden mit einem Schwellwert verglichen, der so
ausgewählt wurde,
daß Unterschiede,
die wesentliche Schwankungen der Aerosolzusammensetzungen wiedergeben,
zugelassen werden, jedoch sehr viel größere Unterschiede, die aufgrund
des schnellen Ladens oder Entladens des Integrationskondensators
entstanden, ausgeschlossen werden. Dann wird jeder Datenpunkt, der
im Vergleich mit benachbarten Datenpunkten den Unterschiedsschwellwert überschreitet,
durch das Interpolationsergebnis zwischen benachbarten, gültigen Datenpunkten
ersetzt.
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Dadurch
mißt die
integrierende Elektrometerschaltung gemäß der vorliegenden Erfindung Stromschwankungen
in einem großen
Dynamikbereich zuverlässiger.
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Ein
weiterer Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung liegt in einem
Instrument zur Charakterisierung von Aerosolen, die Schwankungen
hinsichtlich der Teilchenkonzentration unterworfen sind. Das Instrument
hat eine Leitung zum Führen
eines Aerosols in einem im wesentlichen nicht turbulenten Fluß mit einer
im wesentlichen konstanten Volumenflußrate zu einem und entlang
eines Teilchenmeßbereich(es). Das
Aerosol besteht im wesentlichen aus einer Suspension von Teilchen
in einem gasförmigen
Medium. Eine erste Elektrodenausbildung liegt längs des Meßbereiches. Eine zweite Elektrodenausbildung, die
mindestens eine Kollektorelektrode umfaßt, ist elektrisch von der
ersten Elektrodenausbildung isoliert und von dieser beabstandet,
so daß das
Aerosol zwischen der ersten und der zweiten Elektrodenausbildung
bei seinem Weg durch den Meßbereich
strömen
kann. Eine Spannungsquelle spannt wahlweise die erste Elektrodenausbildung
gegenüber
der zweiten Elektrodenausbildung vor, um ein elektrisches Feld längs des
Meßbereiches
zu erzeugen. Aerosolteilchen, die eine Ladung gewählter Polarität tragen
werden, wenn sie durch den Meßbereich
transportiert werden, auf die zweite Elektrodenausbildung hin gezogen,
wodurch ein Teil der ladungstragenden Teilchen an der Sammelelektrode
aufgesammelt werden. Eine Strommeßeinrichtung ist an die Kollektorelektrode
angeschlossen, um einen elektrischen Eingangsstrom an der Kollektorelektrode,
der durch das Aufsammeln der ladungstragenden Teilchen erzeugt wurde,
aufzunehmen. Die Strommeßeinrichtung
umfaßt
ein integrierendes Bauteil zur Integration des elektrischen Eingangsstroms,
um eine Ausgangsspannung zu erzeugen, die dem Strom entspricht.
Die Strommeßeinrichtung
umfaßt
auch ein Rücksetzbauteil,
um einen Bereich der Ausgangsspannung auszuwählen, über den der Strom integriert
wird, und um das integrierende Bauteil zurückzusetzen, wenn die Ausgangsspannung
aus dem gewählten
Bereich herausläuft,
und um die Ausgangsspannung in den Betriebsbereich zurückzusetzen oder
den Eingangsstrom weiter zu integrieren.
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In
einer bevorzugten Bauweise des Instrumentes umfaßt die zweite Elektrodenausbildung
eine axial verlaufende Reihe ringförmiger Kollektorelektroden,
die konzentrisch zu einer länglichen
axial verlaufenden Elektrode liegen, die die erste Elektrodenausbildung
darstellt. Teilchen mit höherer
elektrischer Beweglichkeit sammeln sich längs der stromaufwärts gelegenen
Elektroden, und Teilchen mit niedrigerer Beweglichkeit längs der
stromabwärts
gelegenen Elektroden. Jede Kollektorelektrode gibt einen Strom an
die ihr zugeordnete Strommeßeinrichtung,
wodurch man mehrere Sätze
von stromcharakterisierenden Daten erhält, um eine Größenverteilung
der Aerosolpartikel zu erhalten. Vorzugsweise werden die Ablesungen
der stromaufwärts
gelegenen Kollektoren wahlweise verzögert, um die Meßeinrichtungssignale
entsprechend einem Volumen oder einer Ansammlung von Aerosolen zu
synchronisieren, wenn das Volumen sich durch den Meßbereich
bewegt.
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Somit
kann das erfindungsgemäß aufgebaute
Aerosolteilchenmeßinstrument
nicht nur eine fein unterteilte Aerosolteilchengrößenverteilung
erzeugen, sondern auch Schwankungen der Teilchenkonzentration exakt
nachverfolgen, beides insgesamt und innerhalb eines Größenbereiches
oder -kanals, der jeder Kollektorelektrode zugeordnet ist. Dadurch ist
eine umfassendere Untersuchung von Motorabgasaerosolen und anderer
schnell schwankender Aerosole möglich.
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Zeichnungen
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Für ein besseres
Verständnis
obiger und weiterer Merkmale und Vorteile wird auf die folgende
detaillierte Beschreibung und auf die Zeichnungen verwiesen, in
welchen:
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1 schematisch
ein bekanntes Instrument zum Unterscheiden von Aerosolteilchen anhand
deren elektrischen Beweglichkeit zeigt,
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2 schematisch
ein erfindungsgemäßes Aerosolteilchenspektrometer
zeigt,
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3 eine
vergrößerte Teilansicht
des Spektrometers der 2 zeigt,
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4 eine
schematische Darstellung einer im Spektrometer der 2 verwendeten
Strommeßschaltung
zeigt,
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5 graphisch
Spannungsänderungen über mehrere
Betriebszyklen der Schaltung der 4 darstellt,
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6 einen
Rücksetzabschnitt
eines der Betriebszyklen graphisch darstellt,
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7 eine
bevorzugte Bauweise zeigt, die mehrere Schaltungsausgänge einem
einzigen A/D-Wandler
zuordnet,
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8 und 9 in
Diagrammform eine Synchronisation und Fehlerkorrektorlogik zum Verarbeiten
mehrerer Integratorschaltungsausgangssignale zeigen,
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10 schematisch
eine Logik zum Vermeiden der Verwendung von Daten, die Rücksetzzyklen zugeordnet
sind, zeigt,
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11–14 alternative
Stromintegrationsschaltungen zeigen und
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15 ein
alternatives erfindungsgemäßes Aerosolteilchencharakterisierungsinstrument
zeigt.
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Beschreibung
der bevorzugten Ausführungsformen
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In
den Zeichnungen zeigt 1 den Aufbau eines erfindungsgemäßen Aerosolteilchenspektrometers 16.
Die wesentlichen Strukturbauteile umfassen ein Gehäuse 18 und
zwei Elektrodenanordnungen oder -gruppen im Gehäuse: eine Mittelelektrodenanordnung 20 und
eine Anordnung mehrerer ringförmiger
Kollektorelektroden 22a bis 22n, die in einer
axial verlaufenden Reihe voneinander beabstandet und elektrisch
voneinander isoliert angeordnet sind. Die Kollektorelektroden 22 liegen
konzentrisch zur Mittelelektrodenanordnung und umgeben diese.
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Dem
Gehäuse 18 zugeordnete
Leitungen führen
eine Kombination aus Aerosol und anderen Gasen in das Gehäuse und
aus dem Gehäuse
heraus. Einer Aerosoleintrittsleitung 24 ist ein ankommendes
Aerosol mit einem Fluß von
etwa 10 Litern pro Minute, im wesentlichen bei atmosphärischem Druck,
zugeführt.
Ein Entstauber 26 nahe der Eingangsleitung entfernt aus
dem Aerosol größere Teilchen,
beispielsweise Teilchen mit einem Durchmesser über 1 Mikron. Stromabwärts des
Entstaubers ist ein Korona-Entladungselement 28 unter Spannung vorgesehen,
um negative Ionen zu erzeugen, die sich mit dem anströmenden Aerosol
mischen und den gelösten
Teilchen negative Ladungen zuführen.
Das Element 28 arbeitet als Vorladungselement, das die Zahl
an stark positiv geladenen Teilchen reduzieren soll und eine Überladung
im stromabwärts
gelegenen Hauptlader verhindern soll.
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Der
Hauptlader ist ein Korona-Entladungselement 30, das zum
Erzeugen positiver Ionen unter Spannung steht, die sich mit dem
Aerosol mischen und den Teilchen positive Ladungen verleihen. Aufgrund
der Vorladung erreicht die Hauptladung eine voraussagbare positive
Gesamtladung der Teilchen. Eine Leitung 23 liefert einen
das Laden erleichternden gefilterten Luftfluß, mit einem Fluß von etwa
0,6 Litern pro Minute (lpm). Dieser Fluß transportiert vermehrt positive
Ladungen von der Spitze des Entladungselementes 30 weg
und zum Aerosol hin und verbessert ein schnelles und gleichmäßigeres
Laden der Teilchen.
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Stromab
des Hauptladers wird ein zentraler Bereich des Flusses mit 2 lpm
abgezogen, da die Ladung im zentralen Bereich eher ungleichmäßig ist. Der
Rest des Flusses wird mit einem Mantelluftstrom vermischt, der durch
eine Leitung 34 mit einem Fluß von etwa 39,4 lpm zugeführt wird,
um eine Mischung aus Aerosol und Mantelluftstrom zu erreichen, der durch
das Gehäuse
mit 48 lpm strömt.
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Die
Mittelelektrodenanordnung und die Kollektorelektrodenanordnung sind
wahlweise gegeneinander geladen, um ein elektrisches Feld zu erzeugen,
das auf die geladenen Teilchen wirkt. Insbesondere umfaßt die Elektrodenanordnung 20 mehrere Elektrodenabschnitte,
die längs
der Teilchentransportrichtung mit ansteigenden positiven Hochspannungen
unter Spannung stehen. Ein Anfangselektrodenabschnitt wird auf einer
sehr niedrigen Spannung gehalten, im wesentlichen Null. Stromabwärts gelegene
Elektrodenabschnitte 38, 40 und 42 sind
auf 42 Volt, 420 Volt, bzw. 1200 Volt geladen. Die Kollektorelektroden 22 sind
dagegen auf Erdpotential gehalten. Dadurch wächst das elektrische Feld in
Stromrichtung merklich an. Das Anwachsen des Feldes verkürzt die
Länge der
Mittelelektrodenanordnung und die entsprechende Ausdehnung der Kollektorelektroden
merklich gegenüber
einem Instrument ohne solche Feldverstärkung, um einen Teilchenbereich
(elektrische Beweglichkeiten) über
einen gewünschten
Bereich zu messen, in diesem Fall über zwei Größenordnungen.
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Der
Elektrodenabschnitt 40 zeigt ein anderes Verfahren zum
Verkürzen
der erforderlichen Elektrodenlänge:
Vergrößern des
Mittelelektrodendurchmessers in stromabwärtiger Richtung, Verkürzen der Strecke
des Teilchentransfers von einer Mittelstellung zwischen Elektrodenanordnungen
zu einer der Kollektorelektroden.
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Während die
geladenen Teilchen axial entlang dem Meßbereich getragen werden, d.h.
zwischen den Elektrodenanordnungen, stoßen die positiv geladenen Mittelektrodenabschnitte
die Teilchen nach außen
zu den auf Masse gelegten Kollektorelektroden hin ab. Die Primär- und Sekundärlader sind,
soweit praktikabel, so ausgelegt, daß sie auf jedem Teilchen eine
einzelne Ladung übertragen.
Geht man davon aus, daß die
Teilchen identisch geladen sind, so werden die kleineren Teilchen,
die einer geringeren Zugkraft unterliegen, leichter von der Axialbahn
abgelenkt und zur Kollektorelektrodenanordnung hin getrieben. Folglich
neigen die kleineren Teilchen dazu, sich entlang den stromaufwärtigen Kollektorelektroden
zu sammeln, und die größeren Teilchen
neigen dazu, sich entlang den stromabwärtigen Kollektorelektroden
zu sammeln.
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Wenngleich
dies nicht in 2 dargestellt ist, erzeugt jede
Kollektorelektrode 22 einen elektrischen Strom proportional
zur Ladung der Teilchen, die sie sammelt. Dies führt dazu, daß der Strom
einen Hinweis auf die Anzahl gesammelter Teilchen gibt. Insbesondere
zeigen die Ströme
aller Kollektorelektroden 22 zusammen für jede Kollektorelektrode ein
Grad der gesammelten Teilchen im Vergleich zu den anderen Kollektorelektroden
und den Bruchteil der über
das gesamte Spektrum gesammelten Teilchen an.
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Stromabwärts der
Elektrodenanordnungen bildet eine Leitung 44 einen Auslaß für den Aerosol/Mantelluft-Strom
mit 48 lpm. Nach dem Filtrieren bei 46 wird ein Teil des
Stroms (8 lpm) von einer Ausstoßpumpe 48 zu
einem Ausstoßauslaß 50 gefördert. Die
verbleibenden 40 lpm werden mittels eines Mantelluft-Gebläses 52 durch
einen Wärmetauscher 54 und
einen Filter 56 zurück
zur Leitung 34 geleitet, um die Mantelluft wieder aufzufüllen.
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Eine
Leitung 58 bildet einen Auslaß für den oben erwähnten abgezogenen
Mittelstrom von 2 lpm, filtert den Strom bei 60 und führt den
Strom über
eine Abziehpumpe 62 dem Austoßauslaß zu. Die verschiedenen Ströme werden
von einem Drucksensor 64, Durchflußwächtern 66, 68, 70 und 72,
einem Gebläse 52,
Pumpen 48 und 62 und einem Ventil 74 zwischen
den Leitungen 32 und 34 erfaßt und gesteuert.
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3 ist
eine Schnittdarstellung, welche die Kollektorelektroden 22a und 22b detaillierter
zeigt. Der wirksame Abschnitt jeder Elektrode ist ein Metallring 76.
Der Ring ist zu einem ringförmigen
Gehäuse 78 geformt,
das aus einem elektrisch isolierenden Material gebildet ist, welches
wegen seiner geringen piezoelektrischen Eigenschaften zusätzlich zu
seinem hohen elektrischen Widerstand ausgewählt wurde. Diese Struktur ergibt
eine große
Oberfläche
für einen
hohen elektrischen Oberflächenwiderstand zwischen
benachbarten Metallringen 76, während ein relativ schmaler
Abstand zwischen den Ringen erhalten wird. Schließlich sind
O-Ringdichtungen 80 zwischen
benachbarten Ringen 76 montiert, um eine leckagedichte
Säule zu
bilden. Jede Elektrode 22 umfaßt ferner einen Leiter 82,
der mit dem Ring 76 gekoppelt ist, um einen elektrischen
Strom vom Ring wegzuleiten, wenn dieser geladene Teilchen sammelt.
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Jede
der Kollektorelektroden erzeugt aus den von ihr gesammelten geladenen
Teilchen einen elektrischen Strom und führt diesen Strom einer Strommeßvorrichtung
zu, die der Elektrode einzeln zugeordnet ist. Im Spektrometer 16 (2)
ist jede der Meßvorrichtungen
in Form einer integrierenden Elektrometerschaltung 84 vorgesehen,
wie dies in 4 gezeigt ist. Die Schaltung 84 enthält eine
integrierende Komponente und ein den Integrator zurücksetzendes
Bauteil, um die Integration des Eingangsstroms auf einen Betriebsbereich
von Ausgangsspannungen zu begrenzen, der mittels oberer Spannungsschwellwerte
präzise
vorgegeben sind. Die integrierende Komponente umfaßt einen
Operationsverstärker 86 mit
einem Minus-Eingang (invertierender Eingang), der den Kollektorstrom über einen
Widerstand 88 empfängt.
Der Plus-Eingang (nichtinvertierender Eingang) ist entlang einer
Bahn, in der ein Widerstand 90 aufgenommen ist, auf Masse
gelegt. Die Operationsverstärker-Verstärkung wird durch
eine Rückkopplungsschleife 92 bestimmt,
die an einem Verstärkerausgangsanschluß 94 beginnt und
einen Widerstand 96, einen Widerstand 98 und einen
integrierenden Kondensator 100 umfaßt. Dioden 97 und 99 weisen
einen geringen Leckagestrom und entsprechende Wärmeeigenschaften auf, und schützen den
OPA vor Beschädigungen
durch Eingangsspannungen (an den Versorgungsanschlüssen), die
größer als
die OPA-Versorgungsspannung sind.
Diese Dioden unterstützen
auch eine schnelle Ladung und Entladung des integrierenden Kondensators 100,
wie weiter unten erläutert
wird. Das Ausgangssignal des Verstärkers 86 wird an einen
Pufferverstärker 102 mit
einem Verstärkungsfaktor
von 1 angelegt. In einer besonders bevorzugten Ausführung der
integrierenden Elektrometerschaltung sind die vorgenannten Komponenten
auf einem einzigen Chip mit integrierten Schaltungen (IC) ausgebildet, wobei
dieses Ergebnis mit herkömmlichen
Siliziumchip-Fertigungstechniken erzielt werden kann. Das Ausgangssignal
des Verstärkers 102,
d.h. das Ausgangssignal des Analog-Integrators, wird an einen A/D-Wandler 104 angelegt.
Das Digitalsignal vom A/D-Wandler 104 wird an einen Digitalprozessor 106, vorzugsweise
einen IC-Chip angelegt. Der Chip 106 ist mit einem Mikroprozessor 108 verbunden,
der Daten vom Chip empfängt
sowie Programme zur Verwendung durch den Prozessor bei der Verarbeitung digitaler
Daten vom AD-Wandler 104 im Prozessor 106 speichert
und lädt.
Der Mikroprozessor 108 ist in gleicher Weise mit den Digitalprozessoren
gekoppelt, die den anderen Kollektorelektroden zugewiesen sind,
und ist daher so ausgelegt, daß er
Daten verarbeitet, die das gesamte Spektrum wiedergeben.
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Die
Rücksetz-Komponente
der Schaltung 84 umfaßt
einen Komparator 110, der das Laden des integrierenden
Kondensators steuert, einen Komparator 112, der das Entladen
des Kondensators 100 steuert, und eine Versorgungssteuerkomponente 114.
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Der
Komparator 110 umfaßt
einen Komparatorverstärker 116,
der mit einer positiven Spannung V1 vorgespannt
ist und eine Rückkopplungsschleife aufweist,
die einen Widerstand 118 enthält. Der Plus-Eingang des Verstärkers 116 ist
auf eine konstante, niedrige Schwellwertspannung V2 vorgespannt,
die das untere Ende eines Betriebsbereiches festlegt, über den
die integrierende Komponente den Eingangsstrom integriert.
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Der
Minus-Eingang des Komparator-Verstärkers 116 ist zu einer
Rückkopplungsschleife 92 zwischen
den Widerständen 96 und 98 gekoppelt,
um über
einen Widerstand 117 eine Komparator-Eingangsspannung zu
empfangen. Die Komparator-Eingangsspannung ändert sich abhängig vom
Eingangsstrom in einer Weise, die der Varianz des Integratorausgangssignals
entspricht. Insbesondere reagieren das Integratorausgangssignal
und die an den Minus-Eingang
des Verstärkers 116 angelegte
Spannung auf Eingangsstrom, indem sie sich in einer gewählten ersten
Richtung verändern
(d.h. beide werden verringert). Ferner werden diese Spannungen mit
einer Rate verändert,
die sich proportional zum Pegel des Eingangsstroms erhöht. Zweckmäßigerweise
kann man sich die Eingangsspannung am Verstärker 116 als Zustandsüberwachungsspannung
V3 vorstellen, da sie einen Zustand der
integrierenden Komponente der Schaltung 84, nämlich eine
Spannung entlang der Rückkopplungsschleife 92,
wiedergibt. Ein Unterschied zwischen diesen Signalen besteht darin,
daß Änderungen
der Zustandsüberwachungsspannung
verzögert
zu Änderungen
des Integratorausgangssignals mit einem Zeitversatz sind, der durch
die Zeitkonstante eines RC-Netzes bestimmt wird, das durch einen
Widerstand 120 und einen Kondensator 122 zwischen
dem Verstärker 116 und
der Rückkopplungsschleife 92 gebildet
ist.
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Der
Ausgang des Komparator-Verstärkers 116 an
einem Ausgangsanschluß 124 wird
zwischen zwei stetigen Spannungspegeln geschaltet: einem hohen Spannungspegel
V4, wenn die Zustandsüberwachungsspannung V3 größer als
Schwellwertspannung V2 ist, und einem niedrigen
Spannungspegel V5, wenn die Eingangsspannung
V3 höher
als die Schwellwertspannung V2 ist. Die
Widerstände 117 und 118 sorgen
zusammen für
eine Hysterese für stabile Übergänge zwischen
den hohen und niedrigen Spannungspegeln.
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Der
Komparator 112 umfaßt
einen Verstärker 126,
der Strom auf dem Spannungspegel V1 empfängt, und
weist einen Widerstand 128 entlang seiner Rückkopplungsschleife
auf. Der Minus-Eingang des Verstärkers 126 empfängt die
Zustandsüberwachungsspannung über einen
Widerstand 129, während
der Plus-Eingang auf eine konstante obere Schwellwertspannung V6 vorgespannt ist, die ein oberes Ende des
Betriebsbereiches festlegt. Der Komparator-Verstärker 126 ist dazu
eingerichtet, an seinem Ausgangsanschluß 130 alternativ zwei
Ausgangssignale zu erzeugen: den hohen Spannungspegel V4,
wenn die Zustandsüberwachungsspannung
niedriger als die Schwellwertspannung V6 ist, und
den niedrigen Spannungspegel V5, wenn die
Zustandsüberwachungsspannung über der
Schwellwertspannung V6 liegt. Die Widerstände 128 und 129 bewirken
in gleicher Weise wie die Widerstände 117 und 118 eine
Stabilisierung der Übergänge des
Ausgangssignals des Verstärkers 126 zwischen
den hohen und niedrigen Spannungspegeln.
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Die
Versorgungssteuerkomponente 114 umfaßt einen Verstärker 132,
der mit einer Spannung V1 versorgt wird
und mit einem Ausgangsanschluß 124 gekoppelt
ist, um die Ausgangsspannung des Verstärkers 116 über einen
Widerstand 134 an seinem Minus-Eingang zu empfangen. Der
Plus-Eingang des Verstärkers 132 ist
auf einen konstanten, positiven Zwischenspannungspegel V7 vorgespannt, der niedriger als der hohe
Spannungspegel V4 und höher als der niedrige Spannungspegel
V5 ist. Der Verstärker 132 ist so eingerichtet,
daß er
durch das Eingangssignal vom Verstärker 116 gesteuert
zwei alternative Ausgangssignale erzeugt: einen hohen Spannungspegel
V4, wenn er vom Verstärker 116 den niedrigen Spannungspegel
V5 empfängt,
und einen niedrigen Spannungspegel V5, wenn
er vom Verstärker 116 den hohen
Spannungspegel V4 empfängt. Der Verstärker 132 legt
das Leistungseingangssignal an den OPA 86 an. Der hohe
Spannungspegel des Verstärkers 132 speist
den Verstärker 86,
während
die Spannung mit dem niedrigen Pegel vom Verstärker 132 die Stromversorgung
des Verstärkers 86 unterbricht.
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Der
Ausgangsanschluß 124 des
Komparator-Verstärkers 116 ist
mit der Rückkopplungsschleife 92 gekoppelt,
um einen Strompfad 136 zum Laden des integrierenden Kondensators 100 zu
bilden. Zu den Komponenten entlang des Strompfades gehören ein
Widerstand 138 und eine Diode 140, deren positive
Richtung zum Ladestromfluß hin
ausgerichtet ist. Ebenfalls mit dem Pfad gekoppelt sind ein Begrenzungskondensator 142 und
eine Diode 144, wobei ein der Diode 144 vorgeschalteter
Anschluß 146 auf den
Zwischenspannungspegel V7 vorgespannt ist.
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Der
Betrieb der Elektrometerschaltung 84 ist im Zusammenhang
mit den 5 und 6 ersichtlich,
die zeigen, wie sich die Zustandsüberwachungsspannung V3 mit der Zeit verändert. 5 zeigt
mehrere Zyklen, die jeweils ein Normalstrom-Integrationssegment 148 und
ein Kondensator-Rücksetzsegment 150 umfassen,
in dem die Spannung V3 zurückgestellt
wird, um ein weiteres integrierendes Segment einzuleiten. Das integrierende
Segment 148 ist mit einer flachen Steigung gezeigt im Vergleich
zu einem deutlich steileren, nahezu vertikalen Abfall des Rücksetz-Segmentes 150,
um darzustellen, daß das integrierende
Segment den Großteil
der Zykluszeit belegt. Die Dauer dieses Segmentes kann beträchtlich
variieren, da die Rate, mit der die Zustandsüberwachungsspannung verringert
wird, d.h. die Flanke (oder Flanken) jedes Segmentes 148,
vom Pegel (oder von den Pegeln) des Eingangsstroms abhängt.
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Im
Gegensatz dazu dauert jedes Rücksetz-Segment 150 nur
etwa eine Millisekunde. Die Dauer der Rücksetz-Zyklen ist im wesentlichen gleich,
da jedes Rücksetz-Segment
die gleichen Rücksetzschritte
umfaßt.
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Wenngleich 5 jedes
Kondensator-Integrationssegment 148 mit der gleichen negativen Flanke
zeigt, um die Darstellung zu erleichtern, versteht sich, daß in der
tatsächlichen
Praxis die Flanke während
der Integration von der Amplitude des Eingangsstroms abhängt. Somit
kann die Flanke während
eines beliebigen integrierenden Segmentes von Null (horizontal),
wenn kein Eingangsstrom vorliegt, bis zu einer steilsten Flanke
variieren, die einem maximalen zu erwartenden Strompegel entspricht.
Alle Nicht-Null-Flanken sind negativ, was die Tatsache widerspiegelt,
daß sich
die Zustandsüberwachungsspannung
als Reaktion auf den Eingangsstrom in der gleichen Richtung bewegt.
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Für den Betriebszyklus
der Schaltung 84 wird zweckmäßigerweise davon ausgegangen,
daß er
mit einer normalen Integration des Eingangsstroms beginnt, die mit
der Zustandsüberwachungsspannung
V3 unmittelbar unterhalb des oberen Schwellwertspannungspegels
V6 einsetzt. Nachdem der positive Strom
I an den Minuspol des OPA 86 angelegt ist, verschiebt die
Integration das Integratorausgangssignal allmählich nach unten, was auch
die Zustandsüberwachungsspannung
V3 entsprechend dem zuvor erwähnten Zeitversatz
verringert.
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Wenn
die Zustandsüberwachungsspannung unterhalb
des unteren Schwellwertspannungspegels V2 verringert
wird (4), wird das Ausgangssignal des Komparator-Verstärkers 116 vom
niedrigen Spannungspegel zum hohen Spannungspegel geschaltet. In 6,
die eines der Rücksetz-Segmente zeigt,
beginnt das Rücksetz-Segment
bei 152, wo die Zustandsüberwachungsspannung V3 unter die untere Schwellwertspannung V2 fällt,
wodurch das Ausgangssignal des Verstärkers 116 vom niedrigen Spannungspegel
V5 zum hohen Spannungspegel V4 geschaltet
wird. Der hohe Spannungspegel am Ausgangsanschluß 124 bewirkt ein
rasches Laden des integrierenden Kondensators 100 und auch
des Begrenzungskondensators 142 durch den Widerstand 138.
Der Kondensator 100 wird rasch geladen, was nur durch die
Zeitkonstante des Widerstandes 138 und die Kombination
des Kondensators 100 mit dem Kondensator 142 begrenzt
ist.
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Nahezu
gleichzeitig mit dem Ladebeginn schaltet der Verstärker 132 als
Reaktion auf den Empfang der hohen Spannung vom Verstärker 116 vom
Hochspannungs- zum Niederspannungsausgangssignal um, um die Stromversorgung
des Operationsverstärkers 86 zu
unterbrechen. Trotz des Fehlens von Strom steigt die Integratorausgangsspannung
rasch an.
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Der
Kondensator 142 und die Diode 144 verhindern ein übermäßiges Laden
des integrierenden Kondensators 100, vorwiegend zum Schutz
des Eingangs des A/D-Wandlers 104. Der Kondensator 142 trägt zur Zeitkonstante
bei, so daß der
Kondensator 100 mit einer geringeren Rate geladen wird,
als wenn er alleine geladen würde.
Zudem wird, wenn die Spannung zwischen dem Kondensator 142 und
der Diode 144 beim Laden die Zwischenspannung V7 übersteigt,
Strom durch die Diode 144 abfließen, um die maximale an den
Kondensator 100 angelegte Spannung zu begrenzen und den
A/D-Wandler 104 zu schützen.
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Die
Zustandsüberwachungsspannung
V3 steigt während des Ladens des Kondensators
mit dem zuvor erwähnten
Zeitversatz an. Wenn die Spannung V3 auf
den unteren Schwellwertspannungspegel steigt, wie dies in 6 bei 154 angegeben
ist, wird die Spannung am Ausgangsanschluß 124 auf den niedrigen
Pegel zurückgeschaltet,
wodurch das Laden des Kondensators 100 beendet und durch
den Verstärker 132 ein
erneutes Anlegen von Strom an den OPA 86 bewirkt wird.
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Die
Zustandsüberwachungsspannung
steigt weiter an, bis sie die obere Schwellwertspannung V6 überschreitet,
wie dies bei 156 gezeigt ist, wobei das Ausgangssignal
des Komparator-Verstärkers 126 vom
hohen Spannungswert zum niedrigen Spannungswert V5 geschaltet
wird. Die niedrige Spannung wird an die Rückkopplungsschleife 92 angelegt,
die eine rasche Entladung des integrierenden Kondensators einleitet.
Dies verringert das Integrator-Ausgangssignal
und auch die Zustandsüberwachungsspannung
entsprechend dem RC-Versatz.
Wenn die Spannung V3 unter den oberen Schwellwertspannungspegel
V4 (bei 158) fällt, schaltet der Verstärker 126 seinen
Ausgang auf den hohen Spannungspegel zurück. Der hohe Spannungspegel
beendet ein Entladen, um somit den nächsten normalen Integrationszyklus
zu initiieren, wobei die Spannung V3 unmittelbar
unterhalb des oberen Schwellwertspannungspegels V4 liegt.
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Ein
auffallendes Merkmal der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung
von On-Chip-Schutzdioden 97 und 99,
die einen Strompfad bereitstellen, um das Laden und Entladen des
Kondensators 100 zu unterstützen. Insbesondere stellt die
Diode 97 einen Strompfad zwischen dem Kondensator 100 und dem
Verstärker 86 beim
Laden des Kondensators 100 und wenn die Stromversorgung
zum Verstärker 86 unterbrochen
wird, da der Verstärker 132 auf
seinen Ausgang mit niedrigem Spannungspegel geschaltet hat, bereit.
Durch die Diode 97 fließt Strom, der den hochohmigen
Versorgungseingang des Verstärkers 86 passiert.
Falls notwendig oder gewünscht,
kann die Diode 99 dazu verwendet werden, einen ähnlichen
Strompfad bereitzustellen, um den Versorgungseingang zu umgehen,
wenn der Kondensator 100 entladen wird.
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Die
Elektrometerschaltung 84 ist in der Lage, rasch Messungen
von äußerst niedrigen
Eingangsströmen,
z.B. im Femto-Ampere-Bereich, durchzuführen. Die Schaltung ermöglicht eine
Verstärkung und
Digitalisierung des Eingangsstroms mit schneller Geschwindigkeit
(zehn Abtastungen pro Sekunde oder mehr), mit einer A/D-Wandlerauflösung von mehr
als 20 Bit RMS, was einem dynamischen Bereich von 106 entspricht,
mit äußerst niedrigem
Hintergrundrauschen.
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Verglichen
mit den zuvor verwendeten Elektrometerschaltungen, die auf Rückkopplungswiderständen beruhen,
ist die integrierende Elektrometerschaltung 84 komplexer,
erfordert ein wiederholtes Zurücksetzen
des integrierenden Kondensators und eine Differenzierung des Elektrometerschaltungs-Ausgangssignals.
Allerdings überwiegen
die oben erwähnten
Vorteile diese Faktoren beträchtlich.
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Bei
einer stark bevorzugten Ausführung
der Schaltung 84 werden Versorgungsspannungen der Schaltung
(V1) bei 7,5 V gehalten. Die Zwischenspannung
V7 beträgt
5 V, und die obere und untere Schwellwertspannung liegen bei 4,7
V bzw. 0,3 V. Die Hochspannungs-Verstärkerausgänge liegen
bei 7,4 V, und die Niederspannungs-Verstärkerausgänge betragen 0 V. Die Widerstandswerte
betragen 3 M Ohm für
die Widerstände 118 und 128,
1 M Ohm für
die Widerstände 88 und 120,
100.000 Ohm für
die Widerstände 117, 129 und 134,
10.000 Ohm für
den Widerstand 90, 5.110 Ohm für den Widerstand 98 und 2.740
Ohm für
die Widerstände 96 und 138.
Der Integrator-Kondensator 100 hat eine Kapazität von 100 pF,
mit Ausnahme der ersten mehreren stromaufwärtigen Kanäle, in denen die Elektrometerschaltungs-Integrationskondensatoren
eine Kapazität
von 33 pF aufweisen. Die Kondensatoren 122 und 142 haben
jeweils eine Kapazität
von 0,1 μF.
Abgesehen von dem gerade erwähnten
Kapazitätsunterschied sind
die Elektrometerschaltungen im wesentlichen identisch.
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Ferner
ist es vorteilhaft, einen integrierenden Kondensator 100 aus
einem Material zu bilden, das einen hohen Widerstand gegen dielektrische
Absorption aufweist.
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7 zeigt
einen alternativen, bevorzugten Ansatz, bei dem ein einzelner A/D-Wandler 160 die Integrator-Ausgangssignale
von vier Elektrometerschaltungen empfängt, die mit aufeinanderfolgenden Kanälen oder
Kollektorelektroden 22 verbunden sind. Ein Eingangstaktsignal 162 steuert
den A/D-Wandler dahingehend, daß eine
Abtastfrequenz von vierzig Abtastungen pro Sekunde erhalten wird,
wodurch der A/D-Wandler jedes der Integratorausgangssignale mit
einer Frequenz von zehn Abtastungen pro Sekunde abtasten kann. Der
A/D-Wandler legt ein entsprechendes digitales Ausgangssignal an
einen Digitalprozessor 164, vorzugsweise in Form eines IC-Chips,
an.
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Die
Integratorausgangssignale der verschiedenen Kanäle und ihre entsprechenden
A/D-Wandlerausgangssignale
stellen unverarbeitete Werte dar, die einer Differenzierung bedürfen. Im
Zusammenhang mit der Elektrometerschaltung 84 differenziert der
Prozessor 106 das Integratorausgangssignal digital, indem
er die Differenzen zwischen aufeinanderfolgenden Abtastungen (digitale
Werte) des Elektrometerschaltungs-Ausgangssignals berechnet. Die berechneten
Werte sind proportional zum Eingangsstrom.
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Zudem
unterliegen die A/D-Wandler-Ausgangssignale Fehlern, die solchen
Instrumenten wie dem Spektrometer 16 inhärent sind.
Daher enthält der
Digitalprozessor 106 oder alternativ der Prozessor 164 eine
Digitallogik, um Systemfehler auszugleichen und die Kanäle wahlweise
zu synchronisieren.
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Die
Synchronisierung ist in 8 dargestellt, die vier Spektrometerkanäle 166, 168, 170 und 172 darstellt,
welche einer Reihe von Elektroden entsprechen, die stromabwärts hintereinander
geschaltet sind. Der horizontale Abstand zwischen den Kanälen stellt
die Zeit dar, die ein bestimmtes Volumen oder eine bestimmte Ansammlung
des Aerosols benötigt, um
von einer Elektrode zur nächsten
zu gelangen. Insbesondere ist D1 die Zeit, die das Aerosol benötigt, um
von der stromaufwärtigen
Elektrode des Kanals 166 zur nächsten, zweiten Elektrode zu
gelangen. Ferner stellt die Verzögerung
D2 die Fortbewegungsdauer von der zweiten zur dritten Elektrode
und D3 die Fortbewegungsdauer von der dritten Elektrode zur letzten,
stromabwärtigen
Elektrode dar. Wie gezeigt ist, wird die Fortbewegungsdauer zwischen einer
stromaufwärtigen
Elektrode und jeder stromabwärtigen
Elektrode im auf diese Elektrode bezogenen Kanal zwischengeschaltet,
was zu einem synchronisierten Feld 173 führt, das
die Werte in allen mit dem gleichen Volumen oder Paket des Aerosols verbundenen
Kanälen
enthält.
Bei einer stark bevorzugten Ausführung
der Vorrichtung beträgt
die tatsächliche
Anzahl Kanäle 22 und
die Fortbewegungsdauer von der stromaufwärtigen Elektrode zur letzten,
stromabwärtigen
Elektrode etwa zwei Sekunden.
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9 zeigt
schematisch eine Korrektur eines „Spiegelladungs"-Effektes. Teilchen,
die an einer bestimmten Kollektorelektrode vorbeiströmen, obwohl
sie an einer anderen Elektrode stromabwärts gesammelt werden, beeinflussen
die Ladung an der stromaufwärtigen
Elektrode dahingehend, daß sie
einen Effekt erzeugen, der als Spiegelladung bekannt ist. Wie aus 9 ersichtlich
ist, werden digitalisierte Integratorausgangssignale aus aufeinanderfolgenden
Kanälen 166, 168, 170 und 172 abgetastet,
wobei ein stromabwärtigster
Kanal 172 durch die kumulativen Kanalwerte geteilt wird,
um den Ladungsbruchteil für
den letzten Kanal zu ergeben. Anhand eines durch ein mathematisches
Modell bestimmten Faktors wird der letzte Kanal-Ladungsbruchteil 172E verwendet,
um den Ladungsbruchteil 170E des vorhergehenden Kanals
zu korrigieren (d.h. zu verringern). Der korrigierte Bruchteil 170E und
der stromabwärtigste
Bruchteil 172E werden verwendet, um den nächsten stromaufwärtigen Bruchteil 168E zu korrigieren,
wobei ähnliche
Korrekturen angewandt werden, bis der ursprüngliche, stromaufwärtige Antel korrigiert
ist.
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Wenngleich
dies nicht dargestellt ist, werden auch die Integratorausgangssignale
hinsichtlich mehrfach geladener Teilchen korrigiert. Wie zuvor erwähnt, sind
die Vor- und Hauptlader dazu eingerichtet, möglichst nur eine einzige positive
Ladung auf jedes Teilchen zu übertragen.
Dessen ungeachtet treten aus dem Hauptlader größere Teilchen aus, die zwei
oder mehr Ladungen tragen. Die mehrfach geladenen Teilchen, die
stärker
durch das elektrische Feld beeinflußt werden, werden an Elektroden
stromaufwärts
der Elektroden gesammelt, die ihrer Größe entsprechend zugeordnet
sind, was eine Fehlanzeige höherer
Konzentrationen kleinerer Teilchen erzeugt. Dieser Fehler wird durch
Korrekturfaktoren, die auf der Instrumentenkalibrierung und auf
mathematischen Modellen beruhen, ausgeglichen.
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Schließlich differenzieren
Prozessoren 106 (oder 164) die fehlerkompensierten
Daten aller Kanäle,
um Datenströme
bereitzustellen, die entsprechend Erhöhungen und Abnahmen der gemessenen Ströme steigen
und fallen.
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10 stellt
die Logik zum wahlweisen Ignorieren von Daten dar, die während der
Rücksetz-Segmente der Betriebszyklen
erzeugt werden. Aufeinanderfolgende Abtastwerte 174, 176 und 178 (d.h.
digitale Werte, die Integratorausgangssignale wiedergeben) sind
dargestellt, wobei der Wert 176 von vorrangigem Interesse
ist. Der Abtastwert 176 wird mit dem vorhergehenden Wert 174 verglichen,
um eine erste Differenz 180 zu ergeben, und mit seinem
nächsten nachfolgenden
Abtastwert 178 verglichen, um eine zweite Differenz 182 zu
ergeben. Beide Differenzen werden mit einem Schwellwert T verglichen,
der ausreichend hoch ist, um zu erwartende Schwankungen der Aerosolteilchenkonzentrationen
zu berücksichtigen,
und ist deutlich geringer als die Differenz zwischen aufeinanderfolgenden
Abtastwerten der Ausgangsspannung oder alternativ der Zustandsüberwachungsspannung
V3 während
des raschen Ladens oder Entladens des integrierenden Kondensators. Wenn
nur eine der Differenzen den Schwellwert überschreitet, wird der Ursprungswert
akzeptiert. Wenn beide Differenzen den Schwellwert überschreiten,
wird der Ursprungswert zurückgewiesen
und durch einen interpolierten Wert ersetzt.
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11 zeigt
eine Elektrometerschaltung 184, die der Schaltung 84 entspricht,
wobei jedoch die Schaltung 184 dazu eingerichtet ist, einen
negativen Strom von ihrer zugewiesenen Elektrode in einem System
zu empfangen, in dem die Mittelelektrodenanordnung auf eine negative
Spannung vorgespannt ist, während
die Kollektorelektroden auf Masse gehalten werden. Die Integratorausgangsspannung
erhöht
sich daher während
der normalen Integration. Wenn die Zustandsüberwachungsspannung über den
oberen Schwellwert-Spannungspegel hinaus steigt, wird ein Komparator-Verstärker 186 von einem
hohen Spannungsausgangssignal auf ein niedriges Spannungsausgangssignal
geschaltet, um eine rasche Entladung eines integrierenden Kondensators 188 einzuleiten.
Die Entladung bringt das Integratorausgangssignal rasch nach unten
und verringert auch, mit einer RC-Verzögerung, die Zustandsüberwachungsspannung,
wie in der Schaltung 84. Wenn die Zustandsüberwachungsspannung
unter die obere Schwellwertspannung fällt, wird das Entladen beendet.
Aufgrund der Verzögerung
fällt die
Zustandsüberwachungsspannung
weiter.
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Wenn
die Zustandsüberwachungsspannung unter
den unteren Schwellwertspannungspegel fällt, schaltet ein Komparator-Verstärker 190 sein
Ausgangssignal von der niedrigen Spannung zur hohen Spannung, leitet
damit das Laden des integrierenden Kondensators ein und bewirkt
durch einen Verstärker 192,
daß die
Spannungsversorgung eines Operationsverstärkers 194 unterbrochen
wird. Wenn sich durch das Laden des Kondensators die Zustandsüberwachungsspannung
auf mehr als die untere Schwellwertspannung erhöht, wird das Laden des Kondensators
beendet, der OAP 194 wieder mit Spannung versorgt und die
Integration des Eingangsstroms fortgesetzt.
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12 zeigt
einen Teil eines Instrumentes ähnlich
dem Spektrometer 16, bei dem jedoch die Mittelelektrodenanordnung
auf Masse gehalten ist, und die Kollektorelektroden negativ vorgespannt sind,
gegebenenfalls in stromabwärtiger
Richtung zunehmend, um positiv geladene Teilchen anzuziehen. Eine
Kollektorelektrode 196 legt den Eingangsstrom an den Minus-Eingang
eines Operationsverstärkers 198 einer
integrierenden Schaltung an. Der Plus-Eingang des Verstärkers 198 ist mit
einer negativen Spannung V vorgespannt, die dem Wert entspricht, mit
dem die zugewiesene Kollektorelektrode 196 vorgespannt
ist. In anderen Belangen entspricht die Elektrometerschaltung der
Schaltung 84, wenngleich zusätzlich das Integratorausgangssignal
an die digitalen Verarbeitungsschaltungen angelegt werden muß.
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13 zeigt
einen Teil einer Elektrometerschaltung 200, die der Schaltung 84 entspricht,
wobei sie jedoch dazu eingerichtet ist, ein Signal beider Polaritäten bereitzustellen.
In die Schaltung 200 ist ein zweiter Versorgungssteuer-Verstärker 202 eingekoppelt,
um das Ausgangssignal eines Komparator-Verstärkers 204 zu empfangen,
das der hohen Schwellwertspannung zugewiesen ist. Wenn das Ausgangssignal
des Komparator-Verstärkers 204 von
der niedrigen Spannung zur hohen Spannung schaltet, bewirkt es,
daß der
Verstärker 202 sein
Ausgangssignal von der niedrigen Spannung zur hohen Spannung schaltet.
Das Ausgangssignal des Verstärkers 202 wird
als Eingangsstrom an einen Operationsverstärker 206 zugeführt, entgegengesetzt
zum Eingangssignal eines Versorgungssteuerungs-Verstärkers 208. Der
Verstärker 202 ersetzt
die Ladungsbegrenzungsschaltungen der Schaltung 84.
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14 zeigt
einen Teil einer Schaltung, die im wesentlichen mit der integrierenden
Elektrometerschaltung 84 identisch ist, wobei jedoch eine
Operationsverstärkerschaltung
zum Differenzieren des Ausgangssignals des Pufferverstärkers 102 hinzugefügt ist.
Das Ausgangssignal des Pufferverstärkers wird an den Minus-Eingang
eines Operationsverstärkers 205 über einen
Kondensator 207 angelegt. Die Schaltung umfaßt eine
Verstärker-Rückkopplungsschleife, die einen
Widerstand 209 enthält.
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Die
Ausgangsspannung des Verstärkers 205 spiegelt
die Veränderungsrate
des Eingangssignals wieder. Entsprechend bietet die veränderte Schaltung
ein allein arbeitendes Elektrometer mit einem Ausgangssignal, das
steigt und fällt,
um den Eingangsstrom zu verfolgen. Es ist nicht erforderlich, daß analoge
Ausgangssignal digital zu differenzieren. Wie die Schaltung 84,
sollte auch diese Schaltung mit Komponenten zum wahlweisen Ignorieren von
Daten, die im Zusammenhang mit dem Zurücksetzen des integrierenden
Kondensators stehen, erweitert werden.
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15 zeigt
schematisch ein alternatives Teilchencharakterisierungsinstrument 210,
das eine Mittelelektrode 212 und einen einzelnen Kollektor 214 enthält. Die
Mittelelektrode 212 ist mit einer hohen positiven Spannung
vorgespannt, um positiv geladene Teile abzustoßen, während die Kollektorelektrode 214 auf
Masse gehalten wird. Um mit dem Instrument 210 ein Spektrum
zu erzeugen, ist die Vorspannung an der Elektrode 212 über eine
Reihe unterschiedlicher Pegel abgestuft, wobei jeder Pegel einem
anderen Bereich elektrischer Beweglichkeit zugewiesen ist.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung können somit
Motorabgase und andere Aerosole, die raschen und extremen Schwankungen
unterliegen, mit verbesserter Genauigkeit und über einen größeren Bereich
von Teilchengrößen charakterisiert
werden. Mit Mehrfach-Kollektorelektroden,
die gleichzeitig elektrische Ströme
erzeugen, einer hohen Datenabtastfrequenz und einer integrierenden
Schaltung, die Funktionen zum raschen Laden und Entladen eines Kondensators
aufweist, ist ein Teilchenspektrometer in der Lage, nahezu in Echtzeit
detaillierte, genaue Informationen über die Teilchenverteilung
zu erzeugen. Ferner ist der integrierende Elektrometer mit raschen
Rücksetzungszyklen
gut für
eine breite Vielfalt von Strommeßanwendungen geeignet.
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Zusammenfassung
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Ein
Aerosolteilchenspektrometer verwendet eine Hochspannungs-Mittelelektrode
und eine Reihe ringförmiger,
axial angeordneter Kollektorelektroden, die auf Masse gelegt sind,
um positiv geladene Teilchen in einem Aerosol, das zwischen den
Elektroden strömt,
aufzusammeln. Jede Kollektorelektrode liefert einen Strom an ein
integrierendes Elektrometer, das eine Schaltung umfaßt, welche
den integrierenden Kondensator während
eines Rücksetzzyklus schnell
lädt und
entlädt,
um genaue Partikel-charakterisierende Informationen auf Grundlage
der geringen Ströme
mit hoher Bandbreite und einem hohen Dynamikbereich, im wesentlichen
in Echtzeit, zu erzeugen.